Macher W Zeitung. Nr. ?3. Prän«mei«tion«pl«i«: Im «lomplott 8»n,j. l> N, holbj. fi, ^lll, Mi di« Zustellung m» H»u» h'lbj, 5« lr. Mit b« Poft «»nzl- fi. lli, halbj. 7 «l Montag, 31. März. 2n<««tion«gtbür: Wl Neine Inserate l»<« ,u < Feilen »5 fr.. glößcrc p« Zeile 6 li.; bei bftcren llvicbnholungcn per Zille » tl. 1879. Mit K. April begmn! ei» neues Abonnemen! aus die ^Alil'nchll Zeitung". .... l st. 25 kr. "Mm- abgeholt......- „ i,2 „ M?^^^it vom l. April bi» Ende Juni: 3« N^""^eife,......^fl-N lr. I'" Eomv i'"^7? ^gestellt - - - ^ ' - .. ^^Molr abgeholt......2 ,. 75 ., MMmtlichcr Theil. D" neue Gewerbe-Ordnung. liinli^?,,. ' H"udelsiiiiillstnill»l hlU, ^ie wir bereits t>tt La»d «^ ^''^ ^"^"'' b" glltächtllchcn Arußerungen sowie <^,. .^"ungen, Handels- nnd Gcwerbelammein ^''tt neiip, ^'^"^ ^^tcrrclch» über den E»lwn>l an hi,. Q',. ^^^^"""Ü publizieren lassen, welche ber I8ü3 ^^ ^ewerbc-Ördluing """, 20. Dezein. Theile,, >>^ ^"^u l)"t' nachdem letztere in Villen "icht en»s» "!< ^^"^ ber wirlhschaftllcheil Freiheit ttlch^">pucht und eine Reform dringend gebolcn haMm^ """ Weihe von Jahren schweben die Ver« ^ ist im ^^" Revision der Gcwerucgefetzgcbnng. tv'lrf eii^. ^"lie de2 Handelsmini,teriillns der Enl. ^'l Lcmdp^ " ^cwcrbc.Ordnung ausgearbeitet und >,»tt„ sowi/'?"""^"' Handels. lind Gcwerbclam-^mittpli " ^cwcrbeucrelncil uiit der Einladung sichtlich s.j, ""^cn, sich über denselben sowol hin-Estinn,,,., prinzipiellen Inhaltes als der Detail-dUlch "äen wiederholt gutachtlich zu äußern. Da-e>nez ^^^' das Handelsministerium in den Besitz ^lcheö M >^cli Materiales über den Gegenstand, lehterei» » ' keltere legislative Behandlung des der ^en^" grußent Werthe erscheint und nun auch ^llglich """U ^lllns aller compelenten Faetoren zu-"^»leii ^?'"cht wurde. Mit großer Befricdiguug ^^gten lz ^^" aus dem zur Begutachtung vor« selche t>>9 'u "^^ b«c unausgesetzte Fürsorge wahr, lndei,, si,V"glerung der Gewcrbcthätlgteit zuwendet, A^^ ""lH zeitgemäße Fortbildung der bestehen^ den OewerbegeselMbung günstige Vorbedingnnqen für den Gewerbebetrieb zn schaffen und dadurch drssen gedeihliche Entwicklung zu sördprn bemüht ist. Allseilig wird die neue Gewerbe-Ordnung, wie sie im Entwnrfc nnnmchr vorliegt, als ein bedeutender, wesentlicher Forls' H)net. Eö ist darin dlis Prinzip der frc,^ ,^>on festgehalten. Es wird dem Grnndsatze gehuldigt, daß jeder Bürger das Recht und nicht blos die E>.l>.ubnis hat, sich nnt seiner Geschicklichkeit und seinem Floße in jeder gewerblichen Richtung sein Brod zu verdienen und sich Verdienst zn verschaffen. Es wird dem freien Uebcrcinkommcn zwischen Arbeitgebern und Arbcitnchmrrn überlassen, welche Bedingungen nnd Modalitäten, betreffend die gegenseitige Leistnng und dir übrigen Verhältnisse, sie feststellen wollen. Es ist dr^ '" ' 'in Schutz gewährt, fo weit es vom Gesetzgebu- punltc möglich ist. Besonders wnrde Rechnn,, ü, daß dil linder« nnd Frauenarbeit in gew,,, . „>l gewiesen N'crde, welche den sanitären nnd' den vullswirlhschaftlichen Rücksichten nnd den Untcrrichtsbcdürsllisscn entsprechen. Insbesondere ist anMrlcnncn diejenige Richtung in dieser Gewerbe - Ordnnng, welche sowol die phy. fische als die lulclkctnelle Entwicklung der linder, dn Lehrlinge, sowi^ ein ^ngeinefsenes Verhältnis der großjährigen Arbeiter im Äuge behalt. Die An-ordnnngcn, welche dahin zielen, für das Leben und die Gesundheit der Arbeitt,, iüöbcsonderc in den Fabriken, die thnnlichste Sicherheit zu schaffen, tonnen »nr volle Unlllcnnnng finden. Ebenso wird das In« slitul der Iiijp^twren, welche die Handhabung aller jener Ailvrdnungcn überwachen werden, von großem Nlltzcn fein. Es weiden diefc Inspektoren einerseits schützend sür den Arbeite eintreten, andererseits aber anch siir ü die Ucol'.,, ,, ...........^......^..... ,...,.,' llch wird es yiclicl jcin, daß tm Wahl der Iuspet. toreil einc zweckmäßig und glückliche sei, und daß chre Instruclioncn slch in jcnen Grenzen bewegen, welche dem Zwecke dr5 '" „„h den Acdlnfnisi> der Arbeitgeber nnd . „nev „»d insbesonde. der Handhabnng der Ordnung besten« entsprechen. Eö kann auch nur mit vollster Befrirdigung auf. genommen werden, daß das Genossenschliftswesen in Gewerbcsachcn in Zukunft auf freier Vercinbarnng nnd nicht auf Zwang beruhen wird. Ebenso ist es ganz richtig, daß es gewisse Gattungen von Gewerben gibt. bel welchen die Verläßlichkeit und die gehörige Fähigkeit zum Betriebe derselben ganz besonders nothwendig ist, und daß vom Slaildpnnlle der Sicherheit, Gesuudhett, Sittlichkeit und Feuerpolizei bei manchen Gewerben besondere Rücksichten zn nehmen sind. Es ist aber anch nicht zu verkennen, daß die Beurtheilung der Tüchtigkeit nnd Verläßlichkeit eines Bewerbers für die Gewerbsbehörden eine ziemlich schwierige Aufgabe sein wird. Es ist in dieser Richtung in dem Gcsetzentwnrfe anch ausgesprochen, daß im Verordnnngs-wege festgesetzt werden soll, auf welche Weife die Befähigung nachzuweisen sein wird. Die Aufgabe des Gesetzes war ein Hinwegräumen alles Uebellkbttn, zeitgemäße Reform des noch Brauchbaren, consrquente Durchführung des Prinzips der gewerblichen Freihat und Berncksichtignng all' der wirlhschasllichen E> n und Wandlungen, wie sie seit l^5'^ in ^--------. und Industrie aufgetreten sind. Ein billiger Sinn wird zugeben muffen, daß es im großen Ganzen gelungen ist, diefe Ausgabe zu lösen. Erleichterungen in der achtjährigen Schulpflicht. Der Minister für Cultus uud Unterricht hat nnlerm 25. d. M. an die Landesschulbehörden jener Länder, in drne» die achtjährige Schulpflicht bei den Voltsschulen besteht, nachstehenden Erlaß gerichtet: In der Mehrzahl der Landtage jener Königreiche nnd Länder, für welche die achtjährige Schulpflicht eingeführt ist, bildete während der letzten Session diese gesetzliche Einrichtnng neuerlich den Gegenstand zahlreicher Klagen sowie verschiedenartiger, auf Erleichterungen in der Erfüllnng der Schulpflicht abzielender Anträge und Beschlüsse. Diese zu ernsten Erwägungen auffordernde Thatsache veranlaßt mich, den Landei-schulbehörden nachstehendes zu eröffnen: Die achtjährige Schulpflicht sit eine wesentliche Bedingung für den mtellcctucllen, sittlichen und ökonomische,! Forlschritt, sür die Hebung der Wehrkraft, sür den all'-" -» "lnfschwung nn Staate. Darum hat das Reiche ^llgejetz dle achtjährige Schulpflicht ! dcn ^tual wichtiges Prinzip und dessen ,lj als ein des Anstrebens aller Vollistämme des Reiches hochwerlhes Z«el hingestellt. Daß aber dieses Ziel eben nur Schritt für Schritt erreicht werden könne, ergibt sich schon daraus, baß durch die neueren Gesetzesbestimnmna/n in allen Schulverhält' nisfcn eine tiefgreifende Aenderung angebahnt wurde, deren volle Durchführung nicht das Werk weniger Jahre fein kann. In voller Würdigung dessen, dann in der Erwägung, daß die für einen erweiterten Schulunterncht ben'öthiaten Schullolale nnd Lehrkräfte mcht fo schnell, Zeuillelon. ^llra oder auf dunklen Wegen. «»m«n von er Sl" "lr, ^z ^be fie ein Recht, die 5> z,."falls zn betreten. Es trieb sie. ihrer U? der Q^n, die jcht nnzweifelhaft bei dem An-^st z schuhe ihres Ztindes weinte, sich an ihre Zt iVdt s ""len und ihr zn sagen, daß ihr Kind Zischte's !s daß es lebe nnd vor ihr stehe; aber sie ,'« duch,'^ "'it Anfbietung all' ihrer Willenskraft, ll ^"' Wis. - c ^'istcnz' ihres Vaters nicht ver-l>>! 'WA, „, N'cht seinrr Gattin, die ihn noch lirbte ^i" H,^ "I" tranerte, die ihn nnschuldig glanbte ^?!" dÜ'^/ch doch mit ihr weinen nnd sie h..> weit ^ . ^'^ "Mein Gott, vereinige nns, die b'i,'"' in n,^/^'«/'"d! Ist keine Hoffnnng vor-H^ ni^ '"'/« Vaters Rechtfertigung? Kann ich Unk ^'e r'7^ thun?" d^Kofsiiu,ll berzweislllngsvoll ihre Hände. Mnth s>w ''"'- !H?. ^?^"l sie einen Angenblick gänzlich lchlI. da. U Zettlang faß sie in Gedanken ver-geq^N. ^ljl c: '"se Tritte dicht neben ihr sie ans-a^Mer. de,. l-^licktf, fand sie fich einem Manne ^eil.^"re D... ^ ""^ ihres Vaters Beschreibung Die hagere Figur, die ^>l z^cisl ,,'' ^lugrn, die niedrige Stirn, nnd ^tirn b«H ^ ^"be über die yanze Wange ^^ zum Kinn, welche »hin ein un« hein,liches Ansehen verlieh, ließen leinen Zweifel über seine Identität zn. Alexa fprang nnf nnd trat nn< willkürlich einen Schritt zurück. Er bemerkte ihre Ä^M'anng und lächelte spöttisch. Haben Sie fich veririt, Mademoifellc?" fragte er fcharf. „Die Gäste sind nnten.'' Alexa warf ihren j^pf swlz znruck ,n einer Weife, welche Renard sogleich "' Lady Wolga er' murrte. Er studierte die Züge des Mädchens aus. merksam. „Lady Wolga Elyffe ist in ihre früheren Zimmsl gegangen." erwiderte Alexa kalt, „und ich warte anf sie." Ein rascher Blitz schoß ans Renards kleinen Augen. Die Aeh'llichteit Mxa's init ihrem Vater, welche schon Lady Wolga nnd der Marquis von Monthcron bemerkten, siel chm ebenfalls anf. „Ich bitte nm Entschllldignng. Mademoiselle!" fagte er resvrllvoll, „aber habe ich die Ehre. mit Miß Flora Tower zu sprechen?" ..Nein/' antwortete Alexa kurz. Renard zögerte. Er hatte gern noch einige Fragen an das Mädchen gerichtet, aber er wagte es nicht. Die Arhnlichll-it, wclche ,hm ansgcsallen, schien ihm immer deutlicher zu werden, nnd Mißtrauen er-wachte in ihm. Er blieb einen Augenblick stehen, dann stammelte er einc Entschnldignng und ging weiter. Kanm hatte er jedoch ein paar Schritte gethan, als er wieder nmtrhrte. „Ich bitte nm EntschnldllMg. Mademoiselle." sprach er. sich demüthig vttbcngend; ^darf ich Sie nm Ihren Namen bitten?" Alexa würde ihn abgewich'N und seine Neu-gierde unbefriedigt gelassen haben, aber der Wunfch, ihn genaner zu betrachten, veranlaßte sie, ihm zu antworten. ..Mein Name ist Miß Strange." sagte sie. „Ich bin die Gesellschafterin der Lady Wolga." „Ich danke Ihnen, Mademoiselle," versetzte Renard. „Ich bin Pierre Rcnard, der Kammerdiener des Marquis von Montheron, und frage nur, weil Sie einen, Bilde in der Galleric so ähnlich sind. Ich bitte nochmals um Entschuldigung." Er verbeugte sich abermals tief und entfernte sich. Als er aus dem Corridor in den Saal trat, murmelte er vor sich hin: „Ihr Name ist Strange? Wer ist sie? Nu5 welcher Familie? Was will sie hier? Die Sache ist nicht ganz klar. Sie ist nicht, für was sie fich ausgibt. Ich will sie beobachten und autforschen. Wenn jedermann blind ist. Pierre Rcnard kann sehen; er hat ein Paar scharfer Angen, und er versteht sie zu gebranchcn! Miß Strange! Ich will alle» über diese Miß Strange wisfcn, ehe ich eine Woche älter bin!" 25». Kapitel. Ein willkommenes Anerbieten. Lady Wolga Clyffe blieb beinahe eine halbe Slnnde in den fo lange unbenutzt a/bliewle» Z'm-mern, die sie einst gemeinsam mit ihrem Gallen "nd ihrem Kinde bewohnt hatte. Was sie fühlte, wa» 1« litt. indem sie die alten Wunden, die "'"''"ls « geheilt waren, von neuen, so grausam aufrltz, ersuyr Niemand. Sie durchkostete aber gleichsam noch ei nm all' die Bitterkeit, all die Qualen und Angst, die ste >n der Zeit, als sie dieses Haus verlassen, bis zu dieser Stunde erlebt halle. Sie gedachte aber anch der glücklichen Tage, die sie vor langen Men hier «18 als es wünschenswerth wäre, beschafft werden können, sowie in der Ueberzeugung, daß insbesondere die Land-und die Gebirgsbevöllerung durch einen um zwei Jahre zu verlängernden Alltagsschulbesuch ihrer Jugend, deren sie zur Aushilfe bei manchen häuslichen und land« wlNhschaftlichen Arbeiten häusig nicht entbehren lann, allzu schlurr gedrückt würde, habe ich auf Eirund des tz 78 des Reichs.Volksschulgesetzes durch den tz 13 der Gchul- und Unterrichtsordnung vom 20. August 1870 zunächst für unbestimmte Zeit es in die Hand der Landesschulbehörden der einzelnen Länder gelegt, in Bezug auf die Erfüllung der Schulpflicht der 13» und 14jährigen Kinder auf dem Lande sehr wesentliche, den thatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung möglichst entsprechende Erleichterungen eintreten zu lassen. Hienach wurde für die den zwei letzten Iahresstufen angehörende Schuljugend auf dem Lande eine Ver« lürzung dcr normalen Schulzeit durch Verminderung der wöchentlichen Lehrstundenzahl, durch Einschränkung des Unterrichtes auf das Winterhalbjahr, durch Einführung von Abendschulen oder von abwechselnden Werttagsschulen, sowie durch andere, den Landesschul-bcyörden als geeignet erscheinende Einrichtungen allgemein zugelassen, und wurden hiebei der Berücksichtigung der Landesschulbehörden zunächst die einschlä-gigen Wünsche der Orts- und Bezirlsschulräthe empfohlen. Eine ausgiebige Anwendung dieser Ueber-gangibestullmung und die gleichzeitig in Angriff ge« iwmmene durchgreifende Verbesserung der Schulerziehung und des Unterrichtes sollten nach der Absicht des Ml-msteriums auch die Landbevölkerung mit der in ihre ökonomischen Verhältnisse tief einschneidenden Neuerung nach und nach befreunden und es möglich machen, allmählich mit der auf die gewonnene bessere Einsicht gegründeten Zustimmung der betheiligten Bevölkerung selbst dem angestrebten Ziele näher zu kommen. Wenn nun auch emerseits bei dem Ablaufe des ersten Iahrzehentes seit Erlassung des Reichs-Volls-schulgesetzes mit großer Befriedigung constatiert werden kann, daß durch eine beharrliche und voller Anerkennung würdige Thätigkeit der Schulbehörden so wie durch vielseitige ernste Mitwirkung der Bevölkerung selbst gerade m Bezug auf die Durchführung der erweiterten Schulpflicht schon sehr bedeutende Erfolge erzielt worden sind, und wenn es als ein sehr erfreulicher Fortschritt zu bezeichnen ist, daß insbesondere m Stäoten mit höher organisierten Schulen in Bezug auf die unverkürzte Erfüllung der achtjährigen Schulpflicht Schwierigkeiten von Belang nicht mehr bestehen, so mutz andererseits doch aus den wiederlehrenden Kundgebungen in mehreren Landtagen gefolgert werden, daß dm Bedürfnissen nach Erleichterungen in den Landschulen nicht überall in genügender Weise entsprochen ist. Aus diesem Grunde und damit gegründeten Klagen der Bevölkerung in fraglicher Richtung durch eine den verschiedenen Lolalverhältnissen angemessene Anwendung des H 13 der Schul» und Unterrichtsordnung, welche Anordnung fortdauernd noch in Kraft steht, wirtsam abgeholfen werde, fordere ich die Landesschulbehörden hiemit auf, eine Revision der bezüglichen Einrichtungen der Schulen auf dem Lande in allen Bezirken ungesäumt zu veranlassen und nach Bedarf die im Sinne des H 13 der Schulordnung nöthigen Anordnungen zu treffen. Es wlrd den der Schul- und Unterrlchtsordnung zu Grunde liegenden Intentionen vollkommen entsprechen, wenn bei dieser allgemeinen Regelung zwischen höher und nieder organisierten Schulen, zwischen solchen, welche leicht und welche schwieriger zugänglich sind, dann zwischen solchen, bei denen die Bedingungen eines gedeihlichen Schulunterrichtes in Hinsicht auf Schullolalitäten und Lehrkräfte schon erfüllt und bei denen sie noch nicht vollständig erfüllt sind, genau unterschieden und auf das größere oder mindere Bedürfnis zur Verwendung der Kinder zu häuslichen oder landwirthschaftlichen Arbeiten die erforderliche Rücksicht genommen werden wird. Jedenfalls können in Bezug auf den Schul» besuch der Kinder im 13. und 14. Lebensjahre an Schulen in geschlossenen Ortschaften und engbegrenzten Schulsprengeln höhere Anforderungen gestellt werden, als an Schulen, welche kraft der festgesetzten Einschulung auch von Kindern entlegener Ortschaften besucht werden müssen. Bezüglich der Schulen, deren regelmäßigem Besuche ganz besondere Schwierigkeiten entgegenstehen, wird es gellügen, wenn für die Kinder der zwei letzten Iahresstufen bis auf weiteres der Schulbesuch auch nur auf zwei Tage in der Woche mit je drei Unterrichtsstunden beschränkt werden wird. Inbetreff der einllassigen Schulen auf dem Lande weise ich noch insbesondere auf den nach HH 11 und 45 der Schul- und Unterrichtsordnung zulässigen Halb» tagsunterricht hin, welcher auch ein geeignetes Alihilfs-mittel für die vorgebrachten Beschwerden darbietet. Folgerecht werden die voranstehend angedenteten Unterschiede auch verschiedene Maßstäbe bei der Beurtheilung und gesetzlichen Ahndung der Schulversäumnisse nach wie vor an die Hand geben, und ich muß Gewicht darauf legen, daß künftig auch diesbezüglich mit gründlicher Erwägung der obwaltenden Verhält« nisse vorgegangen werde, ohne daß hiebci ernste Strenge gegen ungerechtfertigtes Verschulden und gegen offenbare Renitenz ausgeschlossen ist. Ueber die Durchführung des gegenwärtigen Erlasses ist in dem Iahres-Volksschulenberichte pro 1878/7l) in eulem besonderen Abschnitte eingehend zu berichten. Oesterreichischer Neichsrath. 87. Sitzung des Herrenhauses. Wien, 2«. März. Der Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung des Gesetzes v»m 1'^. April 1872 wegen Vergütung der Reise- und Zehrungsauslagen der Mitglieder der Landes- und Äezirts-Schulräthe, wird in der Fassung des Abgeordnetenhauses ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Nachdem noch mehrere eingelaufene Petitionen erledigt werden, wird die Sitzung geschlossen. Die nächste Sitzung findet Montag, den 31sten d. M., statt. __________ 433. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 28. März. Ritter v. Kozlowski und Genossen interpellieren den Handelsminister wegen des Zustandekommens der Eisenbahn-Linie Ehyrow-Neusandez. Der Petitionsausschuß erstattet eine Reihe von Berichten, die ohne bemerkenswerthe Debatten angenommen werden. zugebracht, und die Wunden ihres Herzens bluteten bei diesen Erinnerungen um so heftiger, ihr Schmerz wurde um fv größer. Sie sah ihren Gatten vor sich, leuchtenden Auges und froh lachend, seine kleine Tochter auf dem Arme tanzen lassend. So lebhaft, so täuschend war die Vision, daß sie ihre Arme ausstreckte, um die lieben Gestalten zu umfangen, und als diese dann entwichen, entfuhr ein Schmerzensschrei ihren Lippen. All' die glücklichen Stunden, die sie hier verlebt, die kleinen Ereignisse, die sich hier unter ihren Augen zugetragen, zogen an ihrem Geiste vorüber. Die Liebe der Gattin und Mutter, die nie in ihr erkaltet war, loderte jetzt wieder zu einer Flamme auf, heftiger und verzehrender als je zuvor, und mächtig wurde ihre Sehnsucht nach ihrem Gatten und ihrem Kinde. Der Wunsch, noch einmal mit ihnen vereint zu werden, wurde zmn inbrüstigen Gebet. Aber es war ein thörichter Wunsch; denn beide waren ja todt! Ihr Gatte starb als Flüchtling im fremden Lande, beladen mit dem schmachvollen Ürtheilsspruch: «Schuldig des Mor-des," und ihr Kind ertrank im Meere. Und während sie drinnen heiße Thränen vergoß um ihren verlorenen Liebling, stand Alexa draußen vor der Thür, mit ihrer Mutter fühlend, welche keine Ahnung von ihrer Existenz hatte. Sie hörte kein Schluchzen, kein Stöhnen, und sie begriff, daß die Prüfung, welche sich Lady Wolga auferlegt, in ihr Schmerzen erweckt hatte, zu groß und herzzerreißend, als daß sie sich laut äußern konnten. Die Zeit schlich langsam dahin, und Nlexa fing an zu fürchten, es möchte Lady Wolga etwas zugestoßen sein, da sie so lange blieb und leinen Laut vernehmen ließ. Sie überlegte, ob sie es wagen könnte, einzutreten und sich zu erkundigen, ob Lady Wolga ihrer bedürfe. Da kam eine ältliche, in schwarze Seide gekleidete Frau auf sie zu, welche sehr aufgeregt schien. Diese Frau war Mrs. Mathews, die Haushälterin. Je näher sie Alexa kam, desto langsamer ging fte und blickte unentschlossen bald auf diese, bald auf die Thür. „Ich bitte um Verzeihung. Miß," sagte sie end« lich. „Der Diener des Marquis von Montheron sagte mir, daß Lady Wolga in ihren Zimmern sei. Ich habe Mylady seit Jahren nicht gesehen, — seitdem sie vor achtzehn Jahren das Schloß verließ, — nnd ich möchte ihr gern bei ihrem heutigen Besuch meine Ergebenheit zu erkennen geben." »Lady Wolga wird bald herauskommen," sagte Alexa freundlich; „aber ich weih nicht, ob es ihr angenehm sein wnd, jemanden zu empfangen, gleich nachdem sie die Zimmer mit ihren peinlichen Erinnerungen verlassen, jedoch —" ,.Ich bin überzeugt, daß Lady Wolga mich empfangen wird," fiel Mrs. Mathews Alexa ins Wort. als diese etwas zögerte. „Mylady begegnete mir stets mit großer Freundlichkeit, und ich weiß, daß sie mir zugethan ist. Ich habe sie stets geliebt von dem Tage an, als sie als junge Braut ins Schloß kam. Mali sagt mir, sie sieht noch so jung aus wie damals, obwol es einundzwanzig Jahre her sind nnd sie nun achtunddreihig Jahre alt sein muß. Ich habe mich oft darnach gesehnt, sie wiederzusehen. Sie war noch so jung, als sie das Schloß verließ mit dem alteil finsteren Herzog, ihrem Vater. Es scheint mir, als hätten Sie Aehnllchkeit mit Mylady. Miß. Entschuldigen Sie, sind Sie vielleicht ibre Nichte, die Tochter des jetzigen Herzogs von Elyffebourne?" «Nein, ich bin Miß Slrange, ihre Gesellschafterin," antwortete Alexa. (Fortsetzung folgt.) Max Freiherr v. Kübeck referiert über die ^ gierungsvorlage, betreffend die Registrierung M v^ beschließt das Eingehen in die Spezialbcrathung. § 4 stellt Dr. Vitezit den Antrag, bei SW/ welche österreichischen und ungarischen Staatsang y^ gen zusammen gehören, die Elgenthumsthelle g , zu registrieren. Dies wird nach einigen vom ^ rungsoertreter Hofrath v. Hardt gemachten Wendungen abgelehnt und der ganze Gesehentwu i geändert beschlossen. ,.„M Dr. Schaup berichtet über die EtschregM'""z von der Passermündung bis Sacco; die Vorlage ohne Debatte angenommen. ..,»hie Das Hans beschließt hierauf das Gesetz "v" ,„ Regclullg des Rechnungs- und Controlldlcn^ dritter Lesung und schreitet zu der in ^^M Sitzung beschlossenen Besprechung aus Anlap o ^, antwortnng der Interpellation der Abgeordneten ^ Wirth und Genossen in Bezug auf die handc A ^ schen Beziehungen Oesterreichs zu den Swam BaltaN'Halbinsel und insbesondere zu Serbleu. ^ Fux (ausZnaim) tadelt die Haiidelspol'tlt ^ über Serbien. Die Zolleinigung sei schon entwundener Standpunkt, es scheine nur mehr e» ^ begünstiaungsvertrag zu erreichen, wobei un ^ andere Mächte überholt haben. Die Q"cl" " "^' schehenen Irrthümer liege in der Suprematie "H^l Der Redner erwartet, daß die Regierung »m l H^ Hand eine ncue und richtige Handelspolitik lN werde (Beifall). ^lili- Dr. Magg erörtert die früheren ha"°",, B schen Beziehungen zur Türkei seit dem 3"^^!»^ Passarowltz. Oesterreich müsse dnrchaus die H ^>„ gmig mit Serbien durchsetzen. Dies erforver ^ daß der dalmatinische Zolltarif anfgehoben ^„ze occupierten Länder in die österreichische o einbezogen werden. (Beifall.) ^ dc>" v. Pach er bedauert, daß Oesterreich "H ^ Berliner Eongreß für die Souvcränetät ScrM" ^ getreten sei, ohne vorher die Zolleinigung ,^ d5 ruflich festzumachen. Es scheinen überhaupt ^g-seibischen Frage die ungarischen Interessen ""^M gebender zu sein, als die dcr diesseitigen ^ ^Mt, Handelsminister Ritter v. Chlumcc y ^ daß er nicht in der Lage sei, jetzt detaillierte ^»< lungen zu machen, da die sich günstig gestalten, im Zuge sind und ? selve auferlegen. ^, Atz^ Die Sitzung wird geschlossen. Näch!" ^ t>' Budget. Zur Situation in Ostrumelien. Die ostrumelische Frage, welche sich 1^2"^ Zeit als eine nicht zu unterschätzende "", vere""' Verlegenheit von einem Tag auf den andern ^ ^ scheint endlich, nachdem die'dortige Situation ^ ge-Ansicht aller Slgnatarmächte nicht mehr "'H^ duldet werden kann, in raschere» Fluß s" ^ iB Die gemischte Occupation, d,e M" ile^, reren Monaten als das geringste von "" s^dM sich den Entschließungen der 'Kabinette ""'^iiel hatte, von russischer Seite aber stets durcy ^eds Mittel beiseite geschoben worden war, zu Ehren. Es liegt bereits eine ziemllch " ^M Analyse eines russischen Rundschreibens vor, ^' ^ ^ das Petersburger Kabinet den Vorschlag "' ^ ^ seitherige russische OccuMionscorps dnry ^ F mischtes Armeecorps vorläufig für die ^"^scy^ Jahres zu ersetzen. Jedenfalls trifft der ^iH Ruhlands mit den Wünschen sämmtlicher. ^ mächte zusammen. So viel ist sicher, d^"' allgc"^ Occupation heute im Prinzip von allen ^''^r Op"^ men ist, daß man von der Gemeinnützigkeit . ^ll ,,, tion sich allgemein überzeugt hat "nd ^r,,,„ Einzelheiten der Durchführung, die S "" ^ ^ o zelnen Eontingente, die Verthcilnng oer^ ^c ^ ostrnmclischcn Gebiete und die Haftb""" ' ^et"^ dieser Occupation erwachsenden ^l)>^„ ,iuissl''''Ml' sind und um so rascher erledigt werde''^.WH diese neneste Halbinsel nur dann, wenn sie nnuerzngll^ ^üilell ,B ins Werk gesetzt wird, del, Zweck, "'"^llen "f''^ dem allgemeinen Frieden zu dlenen, i" c ' ^eife,.F Wenn in dieser Hinsicht noch "''HeN "> eine Unschlüssi^lcit im Rathe der em^" ^ d" ^ß obwalten konnte, so mußten diese den ^e», ^ gestern einqetrosfene Nachricht gehA" ^kto ,chl Herr Schmidt, der vielgenannte AN" s ^^< europäischen Kommission, seme ^'ma,' c' ^ ^^ ulld diese Kommission infolge dessen ^rage^ b? führung des Artikels lU des Ber "'er ^flr<^ zicht geleistet habe. Dieser Artikel / ,,it H d-s kenntlich die Ko»mission, mi Veielne M^Wst Pforte die Finanzen der Provinz b's ^ ^n""" l der neuen Organisation zu verwalten- 619 led« 3."' "ch^a" Erkenntnis, daß die Grundlage b rn K^"^ltung die Einnahmen sind, durch K" ^"'?t die fälligen Steuern einHeben lassen Vemn^ ? "" Einvernehmen mit den türkischen zu lea,.. ^ Ausgaben zu bestreiten und Rechnung und Trii^" Schmidt begegnete jedoch ans Schritt völterun. ?c'" uuzweidentigsten Widerstände der Oe< gcbarun« >,^^ "" ""hrer Märtyrer der Finanz^ S3 3',.."^ leu« steife durch die ostruHischeu ""'« ;n !"?" l"'"'lichen Passionsgange. Er kam, sequent...i. ^ ""k und man antwortete ihm cm,-Etra^ . ^telllwuvfcn und mit taktisch organisierten er vm 3."'^''' ^""r lchte Rundfahrt, auf welcher Mck., o Ul'slschen General und einem der fran-Mne ^""5"". Herrn v. Coutoulu, begleitet ward. lelir,5^f, .^ . '^ "ne kunstvolle Steigerung von Dlmunsnaüunen seitens der Nicht- acht Taap ^^!'-^' !^'"kl dir Kommision noch etwa KMtan.i "' fliUippopel zu verweilen und dann nach ä" schell, um dort auf Grund zahl-dosz s;»', ""rzeugender Thatsachen zu constatieren. d'il Änil . ^" heule obwaltenden Umständen wcdrr "och k , ^ Berliner Vertrages durchzujührel«, siillm i i c! <^" 'l)l übertragenen Aufgaben zu er-W O,tr>... .' )"' ^'" Zllstmld. wie er gegenwärtig fonda,^ ? ^H herausbildet, kann und darf nicht Wie tm,?' ^ ist cbenfo sehr durch die Iutercssen. Mention 3, ^ ^k^" Europa'S gcboteu. Die I»ter-teu !g',, ^"sNllächte in Forin einer in dem fimf-patioil /s ^^"tololl vorgesehenen gemischten Occu« ncral ^! l '? "'" ^ dringlicher geworden, als Gedacht nil^" ^"° lchuu erklärt, daß die russische legienci ? ^ "" ^"'^c sei, einen amtlichen Dc-^ichend ^."^l)pn>iche!l Kunimission in Anrgas ans-sein^l^^^^"'- ^an kaun deshalb überzeugt Nacht.!,,/ '^"^ das „Frdbl." scine vorstehende Vc-Ms m.^ ^. ^"b die Mächte der Einladung Ruß. ^uaei, ?, 'a. ""chlonllneu und in Ostrnmellen die->n iüerli l ^^"ll"ugen. wrlchc zur Durchführung des lich s,„.'" tieslcgelten Willens von Europa uncntbehr-^V^w^rfüllen werden. Hagesueuigkciten. Ntich^s(H°chzeit3bäume.) Der österreichische schla. ",'""" hat, wie wir mitgetheilt, den Vor-slll'crne» ?^' ^"^ Erinnnerung an die Feier der pflanz ' ^°chi"t des Kaiserpaares Bäumchen zu ^" anerf. Direktor P"er in Tesche» machte ebenso lugend ""'"enswertlM Vorschlag, mau möge die Schul. Pflanze '. " ^""!" an diesem Tag Obstbäumc >vol hesn, z? ^" geeigneten freundlichen Orten, was lassen di ^ ü" empfehlen. Alleen oder Haine anlegen lragrn „n>, ?"' Namen des Kaisers oder der Kaiserin Heit s '. ,bas Audenlcn an diese» Tag iu die späteste lNc»n a,> , < ^" würden. Auch in Böhmcu gedenkt Cchul^ ^elen Orteu. "ic vor 25 Jahren, bei den Cchulsv ' "'erbäume zu pflanzen. Nun erinnert ein ",it pss ""°' der selbst vor 25 Jahren HochzeitSbäumchen Amatt«^ ^^' '" "ner Zuschrift an das ..Prager ^Ulne ?^""' ^"^ die vor 25 Jahren gepflanzten "»d luy ""'""theils ein klägliches E»de genommen, "e si,H '°lcyc ftaifcrbäume wirklich bestehen. e3 nicht >de,/ flche vor fünfundzwanzig Iahreu gepflanzt ?"N„n? '^'^"'' Welche jene nachträglich ersetzten. ^ HjM ^ ^^^" davon, daß man viele Fehler in "Ud >,jss^ Däumchen machte, daß man auch ans den ^Urde ^ ^, ^l sah. wohin das Bäunlchcn gepflanzt ^ in s^'I' ^" '" ^lpnl für sehr viele Väumr eine ?^'"e a^ ^'^' denn da fchlagcn fchuu die meisten ^"' Wen,, ""^ ^'^ die Ursache, daß so ein Väum, ü!^' Die» ^'^ "'^^ '""»er abstirbt, so doch oerliim. Multat ^ ^^ inöbesundcre von Obstbäumen; drsscres ^er Cchreis"^" Mauldccr- und Alazirndäumc liefern. ^°"zt w.^" ^"'l)t' daß die Bäumchen jeht fchon ge-, ^N ^""' lönnten. ,md am 24. ?lpril tonnte deS» gliche l? dle eigentliche Feier geschehen, z. B. die ^ ,1'"vrihung lc. ?^3t^,u^ ^iuuara) Am 23. d. M.. dem 30sten ftsch 2 d" Schlacht von Novara. hat. wie tcle-w ^llft'. ^' dort die Einweihung des Ossarw oder 3^" ^tb, slnttnefundcu, in welcher die gesam-">>"tiu s^/'"e der Gefallenen beigesetzt wurden. Diese« u" le» Äi. ^^ '" den Schlachtbclichtcu oft gc. k, ^lchr» ""' liuem Maierhofe fndlich der Stadt. 3^'' war '^ ^'^ ^"ü ^^'' «'" h"flcsteu ^lämpft 3i ^ Und Q.7^" ?"" wuhntcn viele italienische Oc. «b^ter de?, "'^'erc. Älilitärdcputationcu und als st '^'h>",azs/ l "l»,ee Oberst v. Klein bei. Nach der El . be» lvel?" ^""d in, Casino zn Nuvara ein Bankett ^ k'"tn ?"' iuerst General Viicutti im Namcu der bt ^'" Kais "<> °"s dc» König ausbrachte und dabei "et ^' der ^ ^""z Joseph dafür daulte. daß er fein illz^lla (^"""lichleit vertreten ließ. Der Nbgcord. ih^l d^ ^r frühere Finanzminister) tranl a.lf das Hz^and. z>^"" österreichisch-ungarischen Armee und 'tali, pfählt- ^ ^l"u danlte im Namen seiner ü» ln"^c h,'' "Ud brachte einen Toast auf das tapfere "Kett "°" der ^' ^" Abgeordnete Pianciani. der 'h hat """'" sprach, sagte unter cmderm: ""s immer geachtet, und wenn eil sieg- reich bei Nvvara war. so haben wir unser Unglück mit Würde getragen. Oesterrreich lehrte un», indem es uns bekämpfte, nicht nur tapfere Soldaten zu sein, sondern auch discipliniertc, und wir haben uns diese Lehre gemerkt. Im Namen des italic,ischcn Parlamentes neige ich mich ehrfurchtsvoll bei dem Andcnlcu der gefallenen Oesterreicher, ich bringe eine Huldigung dar dem ritterlichen Kaiser Franz Joseph und drücke dessen hier anwesendem Würdigen Vertreter die Hand." — (Hinrichtungen >n Frankreich.) Im französischen Abgcordueteuhause gelangte Dinstag ein Gesetzentwurf zur Vcrthcilung. welcher unter Aufhebung der Artikel 26 und 3l des Strafgesetzbuches und des Artikels 378 der Strafpruzehurdnuug für die Hinrichtungen, die bisher bekanntlich in Frankreich öffentlich vollzogen werden, folgendes Verfahren vorschreibt: Die Hinrichtung findrt am Sitze des Schwurgcrichtshofes, im Inncru des Gefängnisses oder in dem nächsten an dasselbe anstoßenden Raume statt. Dem Publikum ist der Zutritt verboten. Erforderlich ist hingegen die Anwesenheit folgcuder fünf Perfonen: I) eines Richtevs des Schwurgcrichtshofes udcr, falls dieser verhindert ist. cincS Richters von ocm Orte der Hinrlchtuug i 2,) deS Staatsanwaltes oder eines seiner Substitute»' 3.) des Protokollführers des Schwurgcrichtshofcs oder. falls dicfer verhindert ist. eines Protokollführers des OrlSgcrichtes zweiter oder erster Iustauz; 4.) des Direktors udcr Oberaufschers des Gefäuguisses; 5.) des Grfänguisarztes. Von amtswea.cn wohnen ferner der Hinrichtung vci: 1.) der Maire des Ortes der Hinrichtuug oder sein Stellvertreter; 2) der oberste Offizier der Gendarmerie; 3.) der Central, und 4.) der Vezille.Pulizcilolumissär. Zugelasseu werde» endlich noch: 1.) der oder die Geist, lichen, welche dem Verurtheilten deigestcmdcn haben; 2.) der Vertheidiger; 3,) die Gcschworue» der Scssiu», i» welcher die Vcrurlheiluna. erfolgt ist; 4.) die Nichter des Apvcllhufcs uud der Gerichte des Departements; 5>.) die Gl'ncralräthc des Departements; 0.) die Gc-mrindcräthc drö Ortes, iu welchen« das Verbreche» begnüge» wordeu, und des Ortes, in welchem dir Hinrichtung stattfindet; 7.) die Mitglieder der Grfä»gnis. lommission; 8.) je ein Mitarbeiter der Zeitungeu dcs Departements, doch darf die Zahl dieser Kategorie nicht zwanzig übersteigen; <).) die Personen, welche von dem öffentlichen Miuisterium. der Polizcipräsectur oder der Manie emc befondere Erlaubnis erhalten haben, doch darf ihre Zahl nicht sechs übersteigen. Das Protokoll über die Hiurichtuug wird sofort au Ort uud Stelle aufgenommen, von dem Gerichtsschreiber uud den Per» so»e». dic dem Acte vo» amtswrgc» beigewohnt habcu, unterzeichnet, gedruckt und öffentlich angeschlagen. fokales. — (Landtags Wahl.) Bei der vorgesteru i» Laibach stattgesuudeucn Wahl eines Abgeordneten zum lrainischen Landtage aus der Wählcrllnssr drS Groß-grundbesitzcs wurde an Stelle des zurückgetretenen bis herigen Vertreters. Hcrr» Dr. Julius Fränzl Ritter v. Vcsteneck, der die ihm angebotene Wiederwahl enl schieden ablehnte, von 42 abgegebenen Stimmen einstimmig Herr Dr. Ludwig Ritter v. GutmannSthal, Benvenutti. Vesitzer der Güter Weixelstein und Hotte, mesch. gewählt, nachdem derselbe kurz vor der Wahl die eventuelle Aunahmc derselbe» telegrafisch zugesagt hatte. — (Daulschrcibeu.) V^in I. l. Reichs-Krieg». Ministerium ist der Vorstchuna. des patriotischen Fraue». Vereins zur Hilfeleistung für verwundete und lranle lllieger in Laibach nachstehrndes. voili 27. d. M, datiertes Daiikschreibc» zugekommen: ..Das Reichs-Kriegsmini-steriu», beehrt sich. alle» Mitglieder» dcs Vereines für !das in hervorragender Weise bethätigt«- patrilitischc uud humane Wirke» zuauustcu der verwundete» und lrauke» Soldaten der Occupationsariuce. fowie für die dem Insmltcrierrgiiiiente Freiherr» von Kuhu Nr. 17 zu. gesendeten namhaften Spenden an Nett- uud Leibwäsche. Wem, Rum. Thee und Zigarren, wärmstcus zu danken uud die Vorstellung zu ersuchen, gefälligst allcu au deu manuigfachru Spende» Vrthciligte» deu Daul dcs Reiche Kriegsininistcriums vermitteln zu wolle»." — (Fcstvorbereituugeu iu Laibach.) Vorgesteru versammelten sich dic Vertreter verschiedener Ver< eine Laibachs im Saale des städtischeu Rathauses, um auf Gruudlagc des vom Ausschüsse der freiwillige» Feuerwehr gemachten Vorschlages zu einer solcuucn Serenade »cbst Fackclzug am Vorabc»oe der Feier der silberne» Hochzeit Ihrer Majestäten ci» Comite zur c»dgilt>ge» Feststellung dcs Frstprogrammcs zu wählcu. Noch vor Eiulcituug der Wahl der Comitcmitglicder ergaben sich Mcinungsverschirdcuhciten über die Bcdin. gunge» dcr Theilnahme zwifchcu de» Vertretern zweiter Vereine, betreffcnd die Zusamnlenwirtuug dcr Sänger der philhar>»o»ischcn Gesellschaft »»d dcs Mäimcrchorcs der hiesige» C,tal»ica, mdcm ci»crscits Herr Dr. Blei-wcis »amcüs des Citalnica-Vercincs die Erklärung dahiu abgab, daß sich dcr Mäunerchor bcr lrhtcrcu an dcm gcmciilschastlichc» Vortrage dcr Gesa»gspiccru nicht bc< thelllgc» werde, so»dcr» die Trcnnuug beanspruche, wäh-rcud dagegen der Vertreter dcr Philharmonischen Gesell-schaft. Hcrr Regierungsrath v. Fladuug, die Vereinigung beider Chörc als Bcitrittsbcdingung des von ihm ver- tretenen Vereines aufstellte. Nachdem der Beschluß gefaßt wurde, sämmtliche Vereiue Laibachs zur Theilnahme an der Feier eiuzulade». wurdl dem Vertreter de» ältesten Vereines. Herr» Oberfchühenmeister Dr. Ritter v. Stöckl, der Vorsitz übertragen und sodann zur Wahl von fünf Comitemitgliebern in das definitive Feftcomite geschritten uud wurdeu hi,zu die Herren: Dr. Ritter v. Stöckl, RegierungSrath o. Fladung, Georg Mihalii. Dr. Bleiweis und Drenil gewählt. Der Vorsitzende berief fooaun das Festcumite zur ersten Besprechung für Montag den 31. d. M. ein und fchloß hierauf die Sitzung. — (Aus Iuftizlreifen.) Der Hofrath beim Grazer Obeilandesgerichtc Hcrr Dr. Mathias Rulitz ist. einer Mittheilung der „Tgpst." zufolge, über sein Ansuchen iu den Ruheftaud versetzt worde». — Um die Pc»siu»icru»g „ach zurückgelegter mehr als ^jähriger Dieustzeit siud auch dcr Präsident des Laubesgerichte» in Graz, Hcrr Florian Ritter v. Gabriel, der Ober» laudesgcrichtsrath beim Landesgerichte itlagenfurt. Herr Karl Glas, und der Oberlandesgerichtsrath in Graz Hcrr Ernst Edler v. Lehmann eingeschritten. Eö kommen also demnächst, so wir weiters infolge Ablebens des Herrn Oberlandesgcrichtsrathes Dr. Heinrich Martina! mehrere wichtige Stellen im Iustizdienfte zur Neubesetzung. — Der Landesgerichtsrath Herr Alois Resch wurde dem Oberlandesgerichte in Graz zur Dienstleistung zugetheilt, — (Artillerie.) Die vierte, fünfte und sechste Batterie des zum Theile hier garnifonierendeu 12. Nr« tillcriercgiments kommen demnächst nach Laibach und werden hier abgerüstet. Die beiden erstgenannten Batterien sind zur Verstärkung der Magenfurter Garnison bestimmt, während die sechste Batterie hier verbleibt. — (Circus Sidoli.) Der belanute Circus Sidoli trifft im Laufe dicsertage in Laibach eiu und wird feine hiesigen Vorstellungen Donnerstag den 3ten April eröffnen. Wie aus den Ankündigungen hervorgeht, ist fein Personale au Equilibristen, Gymnaftilern uud Clow»s, fowic die Auzahl seiucr Pferde ciue ziemlich bedeuteude. — (Festkncip e.) Die Laibacher freiwillige Feuerwehr veranstaltet übermorgen um 8 Uhr abends in der Kosler'schen Bierhalle anläßlich des Namens-festes ihres Hauptmaunes eine Festlneipe mit musilalifch-dcklamatorifchc» Vorträge», lebenden Bildern und einer Thcatervorstelluug. — (Aus der Bühnenwelt.) Die Schauspielerin Frau Louifabcth Mathes-Röcke! ist den Berichte» Wieuer Blätter zufolge wieder für da» Burg-theater engagiert worden und tritt bereits am 1. April als „Rence" in Halms „Wildfeuer", also in derselben Rolle auf. in der sie während ihres ersten Engagement« den größten Erfolg errang. — In der letzten Sihuug des Olmützer Stadtverordneten-Collegiums gelangte ein Gesuch des Thcaterdireltors Herrn Fri hsche zur Vorlage, worin derselbe nach der Schilderung der finanziellen ungünstigen Resultate dcr heurigcn Saiso» um mehrere Bcgünstiguttgen für die lomme»de Saison bittet. Schon am Schlüsse des vorigen Jahres sah sich die Gememde-vcrtretulig veranlaßt, dcr Thcaterdirection mehrere Zugeständnisse zu machen. So übernahm die Stadtgcmemde die Beheizung dcö Theaters und zahlte als Beitrag zur Beleuchtung täglich einen Pauschnlbetraa oo« acht Gulden Ferner wurde bic zur Thcateraufsicht verwendete Polizciwachmannschast nicht vom Direktor, sou-drrn von der Stadtcommune bezahlt. Endlich wurden die bestehende» Abgabe» für die Miethe, sowie die Polizei-, Scmitäts u»d Armcngebührcn der Direction erlasse», Dicsrlbc beansprucht die gleichen Begünstigungen für dic Folgezeit und ucbstoei noch die Bewilligung zu einer mäßige» Erhöhung der Theater-Eintrittspreise. Das Stadtverordneten-Collegium hielt dieseu Gegen-sta»d für wichtig genug, um deufelben nicht blos einer Section, fonocrn einem eigens gewählten, aus neun Mitgliedern bestehenden Comite zur genauen Prüfung und Antragstellung zuzuweifen. — (Theater) Wie wir es vorausfahen. ließen die Lorbeeren, wclche Herr Selus nach dem Vortrage jener bekannten Coupletstrophen in der „Seeladett"-Vorstclluug am 24. d. M. erntete, feinen Rivalen und Gesinnungsgenossen nicht ruhen. Herr Friebmann, der hiesige i»ll,sur^-Ko,nilcr, fuh jenen um RosftK-lauge vor sich und strebte mit edlem Wetteifer, ihn zu überholeu. was ihm denn auch gelegentlich der letzten „Methuslllcm"-Aufführu»g am vorigeu Dounrrstagc ge» laug. indem cr das I'Tüpfcrl-Couplct zu einem ueuer-licheu brutaleu Angriffe auf unsere Theaterreserute mißbrauchte. Da wir einem fo frech zur Schau getragenen Cynismus nichts Ebenbürtiges entgegenstellen können, räumcu wir dicscu Herren den Platz. Unseren geehrte» Lesern aber zeigen wir hiemit an. daß wir die Theater« berichte auf fu lange einstelle«, als der Direktor Herr Emil Llldwig dic Laibacher Buhne untrr seiner Leitung hat und u»s uicht iu ciuer der Redaction al'gen'rsseu crschrittcilde» Weise Garantie aeae» daß Wiedrrvorlommen ähnlicher Szeueu bietet. Hierüber halten w^ >ms dc.n Publikum gegenüber zur Aufklärm.g 7^'^"'."?^ diugs meiuen wir damit nicht jene laute Majorüat. welche vo» der Gallerie aus die entscheidende Stimme führt uud die sich dir «pos<"phc "neS Vuhnen.Hans-wurftes „Ihr Leut', se'd's g'sche't" nnt Jubel gefnllen läßt. sondern jenc wirklichen Theaterfreunde, welche jeder. «2ft zeit auf der Seite des Rechts, der Vildung und der Idealität stehen. Seit einer Reihe von Jahren, seitdem das deutsche Theater in Laibach von seiner einstigen Höhe stetig heradsinlt, hat es sich unser Blatt, eingedenk der hohen lulturgrschichtlichen Bedeutung des Nühnenwesens. zur Aufgabe gemacht, durch eine wohlwollende und nur das Gemeine mit unnachsichtlicher Strenge bekämpfende Kritik dem drohenden künstlerischen Verfalle entgegenzuarbeiten. So bewiesen wir auch in der heurigen Saison den Leistungen der zum großen Theile schwachen und wenig befähigten Tarsteller, den ewigen Repertoireschwierig' leiten, die durch die geringen Mittel der Direction herbeigeführt wurden, sowie namentlich dem gänzlichen Mangel einer verständigen und umsichtigen Regie, endlich der ungenügenden Vorbereitung gegenüber, mit der fast ausnahmslos jedes Stück zum ersten male in Szene ging, eine unermüdliche Geduld, indem wir in unseren Berichten stets und selbst bei der ungenügendsten Vorstellung das wenige Gute heraussuchten und, manchen gerechten Tadel verschweigend, dem Publikum anpriesen. Durch diese Milde bezweckten wir, deu Theaterbesuch zu fördern, die Direc» tion zu unterstützen und es ihr zu ermöglichen, nach und nach auch wirklich entsprechende Productionen zu bieten. Nur wer die heurigen Vorstellungen tagtäglich besuchte und die allabendlich hervortretenden vielen und groben Mängel aus eigener Anschauung kennen lernte, wird den Grad unserer nachsichtsvollen Beurtheilung ermessen können, den wir trotz mancher Vorwürfe vonseite des zahlenden Publikums festhielten, weil wir blos eine formelle Besserung erstrebten und wußten, daß eine sachliche unmöglich sei und ein strengeres Vorgehen der Kritik in dieser Richtung höchstens ein vorzeitiges Ende der Saljon herbeigeführt hätte. Jetzt aber, am Schlüsse einer halbjährigen anstrengenden Thütigkeä, drängt sich uns leider die Er« leimtnlg auf, daß wir Zeit und Mühe umsonst verschwendet und mit unserem idealen Streben nichts er» relcht haben, als den Hohn der Possenreißer. Da uns aber vom Publikum durch die Unterlassung der Miß-fallsaußerung über die auf uns gerichteten unschicklichen Angriffe die gehörige Unterstützung versagt wurde, da wir uns feiner bei aller Mäßigung in der Ausübung des Recensentenberufes durchaus nicht für verpflichtet erachten, öffentliche Beleidigungen ruhig hinzunehmen, welche bei dem äußerlichen Erfolge der ersten Versuche möglicherweise selbst wiederkehren dürften, da uns endlich genau bekannt ist, daß der Theaterdireltor Herr Ludwig das Gebühren der beiden Schauspieler nicht nur gebilligt, sundern sogar gefördert hat, und da es llar «st, daß wir von einer Leitung, welche sich einer gewissenhaften, unabhängigen und das Prinzip der Kunst festhaltenden Kritik um jeden Preis zu entledigen sucht, ill« ganzen nichts zu erwarten haben, was sich der Besprechung werth erweisen tonnte, so sind wir nun» mehr mit Herrn Emil Ludwig als Theaterdirektor in Laibach fertig. Nur um die Lächerlichkeit und Anmaßung der un« berufenen Verfechter der l. l. Hosschauspielenn Fräulein Frieoerlke Bognar vollständig zu charakterisieren, erwähnen wir schließlich noch, daß diese echte Künstlerin im richtigen Bewußtsein ihres durch eine geringfügige Ausstellung keineswegs geschmälerten Werthes unserem Thcaterreferenteu mit einigen am ^6. d. M. von Klagenfurt aus datierten verbindlichen Zeilen für die „wohl« wollende Befprechung ihrer Leistungen" in freundlichster Weise gedankt hat, und sich somit denjenigen gegenüber, die sich in so unwürdiger Weise zu ihren Rittern aufwerfen zu müssen glaubten, schwerlich zu besonderem Dailte verpflichtet fühlen dürfte. Neueste Post. (Oriftinal«Telegramm der „Laib.Zeitung.") Wien, 30. März. Die „Montagsrevue" meldet: Der Vorschlag NukwndS. einerseits die Nollmackten der europäischen Kommission in Ostrumelien zu verlängern, anderseits dem von der Pforte einzusetzenden Gouverneur zur Aufrechthaltung der Ruhe und Ord« nung ein gemischtes europäisches Besatzungscontingent zur Verfügung zu stellen, darf als im Prinzipe von allen Mächten angenommen betrachtet werden. Im Handelsministerium finden täglich tommis-fionelle Berathungen über die behufs Einbeziehung Bosniens und der Herzegowina in das österreichischungarische Zollgebiet nothwendigen Maßnahmen statt. Es handelt sich hiebei auch um die Einbeziehung Dalmaziens sowie der meisten anderen Zollausschliisse. Pest, 29. März. (Presse.) Das Gerücht vom Rücktritte Ghyczy's vom Präsidium des Abgeordnetenhauses während der Osterferien ist vollkommen wahr. Ghyczy ist unbedingt entschlossen, zu demissionieren. Bezüglich seines Nachfolgers ist noch nichts bekannt; keinesfalls würde dies aber der jetzige Minister Pechy sein, welchen ein bezügliches Gerücht nennt, und es entfallen somit alle daran geknüpften Personalcombi-nationen als abfolut haltlos. Ghyczy bleibt aber Ab« geordneter. Serajewo, 29. März. Heute wurde Hadschi Loja im Militärspitale unter dem Knie amputiert, nachdem er hiezu seine Einwilligung gegeben. Berlin, 29. März. (Presse.) Für die Statthalterschaft im Reichsland Elsaß - Lothringen behält Manteufsel die meisten Chancen. General Manteuffel, obwol hochbejahrt, ist doch noch kräftig und zur Annahme des Postens bereit. Berlin, 29. März. Das Reichsgesundheitsamt äußerte sich, daß der Verlauf der Pestkrankheit Er» leichterungen in den Grenzmahregeln gestatte. Nach einem Telegramme des Professors Hirsch gehen Aerzte, welche in Samjana die Quarantäne abgehalten hatten, morgen nach Astrachan ab, wo sämmtliche fremde Aerzte zusammentreffen. Rom, 29. März. Die „Gazzetta Ufficiale" meldet, daß der König die Todesstrafe Passananle's in lebenslängliche Zwangsarbeit umgewandelt habe. Bern, 29. März. Der Ständerath und der Nationalrath kamen überein, den Artikel I^XV der Verfafsung durch folgenden zu ersehen: „Wegen politischen Vergehens darf lein Tooesurlheil gefällt werden. Körperliche Strafen sind untersagt." Somit ist das unbedingte Verbot der Todesstrafe aufgehoben. Der Beschluß unterliegt der Voltsabstimmung. Pari«, 29. März. „Republique" glaubt zu wissen, Waddington werde eine Note an die Mächte richten, worin die Forderung Griechenlands in der Grenzfrage unterstützt wird. London, 29. März. Der unaarische Ministerpräsident Tisza sendete dem Lordmayor ein Telegramm, worin er dem edlen englischen Volke dm aufrichtigsten Dank für die reichliche Linderung des Nothstandes in Szegedin ausdrückt. Der Szegeoin-Fono hat bereits die Höhe von 8800 2. erreicht. Bukarest, 29. März. Die Kammer verwarf mit 6ll gegen 22 Stimmen die Regierungsvorlage in betreff des Tabakmonopols ungeachtet der energifchen Vertheidigung derselben seitens des Finanzministers. Pera, 29. März. Osman Pascha weigerte sich, das ihm angeboteile Grohvezierat anzunehmen. Khe» reodins Verbleiben im Amte ist daher wahrscheinlich. — Der Sultan theilte dem Ministerrathe mit. er werde Mittwoch seme definitiven Beschlüsse bezüglich Griechenlands kundgeben. — Im Bezirke Melml hat bereits ein Zusammenstoß Mischen den bulgarischen Insurgenten und türkischen Truppen stattgefunden. Telegrafischer Wechselkurs. vom 29. März, Papier - Rente 64 30. — Silber » Rente 64 75. Wold-Rente 76 90. 1860er Staats.Anlehen 117 50. - Äanl.Äclicn 80l. — Kredit« Acticn 244 30, — London 116 8.'.. - Silber — —. Kl Münz-Dukaten 5 53. — 20. Franlen - Stücke 9 30'/,. — I00.3ieichsmllrl 57 40. Wien. 2V. März, 2'/, Uhr nachmittag«. (Tchli'Ml' Kreditactien 244 50. 1860er üose 11750. 1864er Lose.A ' österreichische Rente in Papier 64 32. Staatsbahn "" ' Nordbahn 214 25. 20.Franlenstü-27 Wagen und 3 Schiffe mit Holz (80 Kubikmeter). Durchschnitts»Preise. __.^ Weizen prHeltolit 6 83 8 52 Äutter pr llilo . ^ 1^ Korn .. 4 39 5 13 Eier pr, Stück . ^ ^ !^ Gerste „ 4,23 4 47 Milch pr. Liter - ^ '^ .Hafer .. 2 93 3^2 !,Rindfleisch pr.Kilo ^«^- halbfrucht „ — ^ 6-Kalbfleisch „ ^g ,^ Heiden „ 4 39 4^53 Schweinefleisch „ ""»«^.^ Hirse „ 4 55 4 43.Schöpsenfleisch „ ""^ ^ Kuluruh „ 4 40 4 46hähndel pr. Stück --A . Erdäpfel 100 Kilo 2 85 — tauben „ ^,A .^ Linsen pr Heltolit. 7 50------Heu 100 Kilo (alt) 1» ^ Erbsen „ 8----------Stroh .... ! ^ Fisolen „ 7-----------Holz, hart., pr. vier ^ Mindsschmalz «ilo - 90------ Q'Meter ^^ z^ Schweineschmalz „ - 70 - weiches, „ 20^ Speck, jrisch ^ - 48 — Wein. roth,. 100 Lit, ^ ^ ^^ — geräuchert „ — 65 - wciszer „ ^^.— Lottoziehungen vom 2!). März: Wien: 1 64 ^ 44 7. Graz: 5 -Z M tt : ^ 5 7 U.Mg? '733 16'^-'i 0 O. schwach ^ 'bewölkt ^ 29. 2 „ N. 733 93 4-10 8 SÄ, schwach halbhelM 9 .. Ab. 734 51 -i- 5 6 ^mdstili hciter^^^ 7 U. Mg. 736-03 ' ^. 15 windstill^ , ' Nebel g,go 30. 2 „ N. 734 99 ^-13 2 O. schwach heiter 9 ., Ab., 735 55) ^84 SW, schwach fast hell" ^ Den 29. morgens trübe, bann Aufheiterung! "^ hB" Nacht, Den 30, morgens Nebel, nicht lange anhalten^ ^. heiter; nachmittags und abends theilweise bewölkt , 7>?', gestrige Tagesmitlel der Wärme -s- 5 8", das gesMge 2^, beziehungsweise um 0 6° unter und 0 s" über dem ^o^>^ Verantwortlicher NeVncteur: Ott» mar VaM^--<< ^ Schmerzersüllt geben die Gefertigten ^"H^,i ^ von dem Tode ihres innigstgelieblcn. unvcrgNlU^ M Katers, Vtuders und Schwiegervaters, dcö V » Josef Reich, M Tuchfabrilanten, ÄürgerS und HauSbesiß"s' W loelcher hellte srül) um halb 2 Uhr. versehen "^^ ^ heil. Sterbesalraincnlen, nach langeni schmerzt , M Leiden im Alter von «0 Jahren au« diesem " abberufen wurde. ^h M Die irdische hülle des theuren T^n " W Montag nachmiltags uin halb li Uhr nom ^o M hause. Schmale Gasse Nr 4. auf den ^liedy"' ' ^ St. Christoph überfühlt und allda beig/scht . ^i ^> Die heil. Seelenmessen werden il« niey M ^D Kirchen gelesen werden. al»- D M Der theure Verblichene wirb dem fromm" » denken empfohlen. W W Laibach am 30. März 1679. > W H M ^m»ll» verehelichte linliuvlö, «»rl» vercy^^ « ^ ^ntoiltl^, ^nnil, lle<1^l^ als Tochter ^ ^u« > M «elol. als Ärudel. - «rne»t «ullo'lö ""° » M Hreu» ^utvnili als <)!)!> s(!I!)l.1!(I)I. Wien, 28. März (1 Uhr.) Der Verkehr war nicht umfangreich, die Speculation wenig belebt, die Gesammllenoenz oe^ Marktes immerhin sehr fest- «elb lllal« Papicrrentc........64 35 6445 Eilbcrrcnte........6460 64 70 Goldrente.........77 - 7? 10 Lose, 1854........114 50 11475 . i860........11750 118 — . 1860 (zu 100 fl.) . . . 12750 128 - . 1864........151 25 151 75 Ung. Prämien-Nn!.....942d 94 75 Kredit-L..........167 .«,<) 198 - «udolss-L.........19_ 1925 Prämienuiil. der Stadt Nien 107 25 107 50 Tonatt'Ncgulierungs.Lose . . 10680 10720 «Domaner. - Pfandbriefe . . . 14^j 50 144 Oesterr. Schahscheine 1881 rück. zahlbar.........99 b<> 100 - 0est>.!,r. Schatzscheme 1832 rücl. zahlbar .......9» - 99 50 N»,',i"i,i,!' ««uldrente .... 86-25 8935 nbahn.Aiilcihe . 10425 104 75 ^,l)ahN'Anll!ihc. v ckc......104— 10450 Unk . ^lhanw. vom I 1t>74 ... ......11970 119-90 Nnlehen der Stabtgemeinde «.1.«.. .,. ^» ">» 98 25 98'75 »eld «are Grnntzeutlattungü Dbll«atlsueu. Vöhmen.........102- 103- Aiederösterreich......104 50 105 — Galizien.........88 8825 Eiebenbüruen.......76 75 7725 lemes« Nanat......7825 7875 Ungarn..........82 50 83 «ctle« tz«n V«»le». ««lb «»« «nglo.öslerr. Vanl.....103 50 103 75 Kreditanstalt .......243 70 243 80 Depositenbank.......160 162 Kreditanstalt, ungar .... 23425 23450 Oesterreichisch - ungarische Vanl 806 - 808 - Unionbanl........?5'25 75 50 Pcrkehrsdllnl.......112— 1l2 50 Wiener Vankverein.....118 11825 klctien »<« tr«nsl>«rt Unlerneh-mungen. ««it Wore «llföld-Vahn .......1222i. 122 75 Donau.Dampfschifs.Gcsellschaft 542 - 5,43 «lisabeth.Westbahn.....173 50 174- G«!l» «0«« Ferdinand«.Nordbahn . . 2135-2140- Franz.Ioseph.Nahn .... 13725 13775 Galizische Karl-Ludwig . Äahn 229 - 229 25 Kaschau.Oderberger Vahn . . 108 50 109 - Lembera..llz«rnowiher Vahn . 128— l28 50 Lloyd . Gesellschaft..... 663 — 665 Oesterr. Nordwestbahn , , . 122' - 122 50 Nudolss-Nahn....... 1.10 . l.lO50 Staatsbahn........ 256 256 50 Südbahn......... ftgzy ^ ,. Theih.Vahn........ 192 19»; Ungar.galiz, Verbindungsbahn 89 88 50 Ungarische Äiordostbahn . . . 119 50 120 - Wiener Tramwalj.Gesellsch. . 178 50 179 — Pfandbriefe. Mg.öst.Bodenrieditanst.li.Gd.) 113 80 114 20 - » . - ' ' Pevllen. 5?'lb Auf deutsche Platze . . ,,6^ ^ London, kurze S'cht ' ,,?^ '^ London, lange Sicht . ' 46 25 Pari«....... ' Gel"-""- «,..< ^, Dukaten . . . 5 ft- ? " S .^" Aapoleonsd'or 9 ^ »» " .^ - Deutjche Reich«- .<, 5? - ^ ' Silbcrgulden . . 100 ^ ^" " Kraiuische Grunoentlastung« .^ . ««.,>, «,/.<». Wall Siachtra«: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 64 35 hj« 6445. Silberrente 04 60 bis 64 70. Voldrente 7710 bis 77 15. Kredit 243.>»0 l>is 243 ?b-104 . ^«udon l1«9t» bis 117 05. Napoleons »21 il« 9 31'/,. Silber 109— bis 10U .