Nl. 24. Donnerstag, 30. Iiinner 1902. Jahrgang 121. ! LaibacherO Zeitung. jüh^'""««onöpreiS: Mlt Posluersenbung: ganzjährig »0 X, hawjührig lü li. Im Comptoir: ganz' ^ v, hall>jH!,ri» ll l<. ss»r die ZusttNung i»s Hau« gonzMrin L lv. — Insertionsgebiir: Fur Neine >l»!«atc bis zu 4 Zi'ilen K« l>, grö^rc per ^ilc li! k; l>c> öftere» Wictxrhol!u,<,ln per Zeilr « l>. Die «Lailiacher Zcitlinn» erscheint läglich, mit Ausnahme der Sonn und sseiertage. Die Nd»tnlftrntlon besindet sich Congrrs^plnh Nr, 2, die Redaction Dalmatin Vassc Nr. l!. Sprechstimocn der Nst'Nstion von » bi« lN Uhr liormitta,^, Unsrantirrle Vricse werben nicht angenommen, Manuscriptr nicht zurückgestellt. Mit 1. Februar ! beginnt ein neues Abonnement auf die ! DaUmcher Zeitung. N lln», ^" Pränumeration 3 - Bedingung en bleiben « "verändert und betragen: « Mil ßosloersendung: für faibach: l! UMrig - - »" lc - l, «anzjähri« . . HH li - I. ?' ^ll))c,hiig . . »ll » — » halbjährig . . ll » — » .' ^iteljährtg . 7 . »0 » vierteljährig . » . 50 . ^ "onmlich... 2 . »o . monatlich... , . »» . ülb 3ür die Zustellung ins Haus fur hiesige "nnenten per Jahr 2 Kronen. py^^U- Die Prämlmerations - Vetriige wollen duftet zugesendet werden. Jg. v. Kleiumayr sc Fed. Hamberg. 2lmtlicher Theil. l^Hch dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung, vom 2». Jänner M." ^ l 22) wurde die Weiterverbreitung folgender Presserzeug', '" Erboten: ! ^r. 19 «Neue Wiener Rundschau» vom 20. Issnner 1903.' ütn ^?^ ^m Verlage vonH, Wortmann in Zürich und Säckin' ^ I«« ^!chienene Druckwerk: «Eine Brautnacht, Nach brn hiitter»' höll^'^ufzeichnungen eines Unglücklichen erzählt von G. v. d. ^ lg ^.^ll. 3 «Deutsches Wochenblatt für Untersteiermarl» vonl Al- 3 «rugwvni Iliutx» vom 4. Jänner 1902. / A> 8 «Per freie Socialist« vom 23. Jänner l902. ,^/ll. 18 «Inaimer Tagblatt» vom 23. Jänner 1R)2. Nichtamtlicher Theil. ^ ^ Bündnis zwischen Oesterreich-Ungarn nnd Deutschland. ^ .^r^" ^^^ ^^' Fürsteil Eulenburg wird voni k Yob^^blatt" als eine bemerkenswerte Kunw ^ r^a bozmchnet, die das Äiindnis Mischen Oester- ! z<^ ^"llarir und Deutschland in schöner nnd treffen^ ! sich r^"se charakterisiert habe. Dieses Viindnis habe A ^ ^ber als stärkste Bürgschaft für den frieden nnd « «ülzz^"^« <;,itt bewährt und werde sich auch weiter- hin bewähren: gestützt auf dasselbe können sich die Verbündeten freier bewegen. Dass Deutschland in der langen Friedenszeit eine so glänzende Laufbahn zu< rücklegen konnte, werde in Oesterreich - Ungani mit Frende begrüßt. Die Irrungen und Triibnngen, die sick aus Deutschlands Anwachsen stellenweise mit Eng» land ergeben haben, werden hoffentlich bald ver« schwinden. Durch Entsendung des Prinzen von Wales nach Berlin habe König Cduard bewiesen, dass die Volke von Verstimmungen, die zwischen England nnd Deutschland hängt, nicht ernsthaft schlechtes Wetter be-deute, und dass er gerne, beitragen »volle, sie zu zerstreuen. Ans der Tischrede des Fürst«: zu Eulenburg zieht das „Neue Wiener Tagblatt" den Schluss, dass der Bund zu einem Lebensprincip der beiden in Sprache, Titte und Recht so vielfach verwandten Organismen geworden ist. Plan und Nutzwert dieses Bündnisses sei es anch, dass die Intimität seiner Theilnehmer freundschaftlichen Beziehungen zu anderen keinen Eintrag thut. Das freundschaftliche Einvernehmen zwi» schen Oesterreich-Ungarn und Russland sei demnach nur förderlich für die Friedensziele des deutsch-öster» reichischen Bündnisses, und die Reife des Erzherzogs Franz Ferdinand nach Petersburg reihe, sich harmonisch den erfreulichen Friedenssymptomen an, die man auf dem europäischeu Plane jetzt überall gewahrt; sie ist die sympathische Begleiterscheinung eines snmpathi-schen Zustandes. Die „Miene? Morgen-Zeitung" weist auf die An-Näherungen hin, die sich in den letzten Jahren zwischen den drei Kaiserreichen vollzogen haben, deren sichtbare Etappen die Danziger Kaiferzusammenknnft, der Be» snch des Großfürsten Michael Nikolnjeviö in Budapest, der Austausch von Geburtstags« und Weihnachts» A-schent'en zwischen Berlin und Petersburg, endlich ^ die Reise des österreichischen Thronfolgers nach der russischen Hauptstadt bezeichnen. Die alte Nismarck-sche Tradition t'omme anfs neue zur Geltung, sowohl England als Ruse-land gegenüber, vor allem aber in der Würdigung der deutsch - österreichischen Allianz. C5 sei dies Kaiser Wilhelme eigener Curs. Das „Deutsche Volksblatr" betont, dass die Vasis der Politik der österreichisch ° ungarischen Monarchie anf lange Zeit noch das Viindnis mit dem Deutschen Reiche bilden müsse, weil es ihren politischen und Wirt-schaftlichen Interessen am besten entspricht. Der Kampf nm den deutschen Zolltarif dürfe das Minims nicht beeinträchtigen. Die „Deutsche Zeitung" versichert, dass die Worte des Fürsten Eulenburg. lvelche dem Bündnisse zwi' schen Oesterreich - Ungarn und Deutschland galten, ft endigen Wiederhall in den Herzen der Deutschen in Oesterreich finden. Die „Reichswehr" constatiert. es gehe aus der Rede des Fürsten Eulenburg hervor, dass das Nünt>» nis zwisä?en Oesterreich Ungarn und Deutschland eine intacte Sache ist. So beredt die Sprach des deutschen Botschafters war, so beredt sei auch die Reise des Erz» Herzogs Franz Ferdinand nach St. Petersburg. Es gebe sich hierin tnnd, dass Oesterreich«Ungarn und Rusoland so starte gemeinsame Interessen auf den: Balkan haben, dass der Wunsch nach emtrüchtligem Vorgehen stets rege bleibe. Das Blatt wünscht, dass die Annäherung eine noch innigere werde. Das „Neue Wiener Journal" vergleicht die Worte des Fürsten zu Eulenburg nut der Nede des Grafen Bülow nnd hebt die Perschieden heilen hervor, die zwi-sclM dem „Heimatshause" und dem «auf Widerruf gemieteten Assecuranzpalais" bestehen. Nach der Ansicht der „Oefterr. Nolkszeitung" ge-winnt die Rede des Fürsten Eulenburg gerade durch die duuklen Einstellungen, die sie enthält, ihre Be» dc'tttnng. Troh der leicht kennbaren Sch<ütenfeiten ersck)eine das Gesammtbild alö ein durchaus freund» liches und vom Standpunkte des Weltfriedens er« muthigendes. Das „Illustr. Wiener Ertrablatt" erwartet von der Nede den Erfolg, dass sie die, in letzterer Zeit auf« getauchten verschiedenartigen Besorgnisse verscheuche»: werde. Man dürfe ans den Worten des Fürsten Eulenburg die Ueberzeugung schöpfen, dass die Nebel und Regen dem Bündnisse zwischen Deutschland und OesterreichsUngani nichts anzuhaben vermögen und ß Feuilleton. A Feinde. M Slizze von A. Vewallöe. Äi ^ (Nachdruck verbotti!,) G ^on'^" ^l'drl'.. die Mnge Frau des Forsthütei'tz von ^ !^ .^°rt bei Compiögne, stand anf einem Holz-> ^l,p ""d steckte einige Salatblätter zwischen die ^ ^'°ltint ^ ^"NNs, der über der Thür des Häuschens ^. ^ar, als der Huud Plötzlich mächtig anschlug. ,' "»ltrs «^""^^, wäre sie fast von den, Schemel her« ^ fallen. »nt.^^ ist denn los, Cäsar?" sagte Frau Ledru -« ?lh! ^ ^"' "ops. "! ^>tt^ ^,^r Hund hatte die Vorderbeine gegen daß ' ^llte,^-. ^' das den kleinen Garten abschloss, und '°"ter. . !M dich, Cäsar!" '" s^^ Hal?"^ ^'"" l^l'a berab. nahm das Thier t' ^ d^ n ""d^ und legte es an die Kelte. Tann gab ^ ?lle kr? """' leichten Schlag, so dass er in die ^ ^ Bic> ' '" ^"e u??^ ^""uf selbst bis an den Zann und ^^"Uch^ '"'' rechts und links verbarg hohes-. Ls s^f" ^'" Ausblick; sie lauschte, ^ln^."^ 'lir, als wenn sie ein leichtes Rascheln n '^ schon ^ in demselben Augenblicke tauchte ol' ,'^'tlisl, n^'^ ^''" ^dusche ein Mann anf, der sich ^ " > f^ "n) ailcn, Seiten :nnsah nnd dann anf sie ">' wv^"> "Hrte sich nicht, »ber I>° war « hören. Jacques, dann können Sie so zu mir sprechen, aber vorher nicht, vorher darf uh das nicht anhören'. Weiht dn es noch? Ich habe dir damals gehorcht, weil ick. dir vertraute, weil ich hoffte! Aber jetzt! Warum soll ich mir die Entbehrung auferlegen? Warum soll ich dir nicht wenigstens sagen, wie ich leide, wie elend ich bin, warum soll ich dir nicht deine Lüge, deine Un» treue vorwerfen!" Madeleine streckte wie abwehrend die Hand mB. „Jacques, die Anschuldigungen sind nngerecht", sl'htc sie' „ich habe damals nicht gelogen, ich meinte e5 onsrichng, nnd einzig und allein auf Sie fällt die schuld an dem, was geschehen ist." „Auf mich?" „Ja, auf Sie! Denn Sie haben mich lieber einem Rivalen überlassen, als Ihr schreckliches Handwerk aufzugeben. Ja, Jacques, ich liebte Sie, ich schwöre es Ihnen; aber ich konnte mich nicht entschließen, die Existenz, die Sie mir boten, anzunehmen; ich hatte nicht den Muth, all die Gefahren eines verbrecherischen Ltbens auf mich zu nehmen, tagtäglich mit dem Ge< setze im Kampfe zu liegen. Hch wollte den Kopf hoch tragen können, geachtet von allen an Ihrer Seite, leben und mir vor allen Dingen die Liebe meiner Eltern erhalten: diefe würden mir nie erlaubt haben, ihre Schwelle zu überschreiten, wenn ich die Frau eines Mannes geworden, den früher oder später für scir Treiben die gerechte Strafe ereilen muss! Warum liaben Sie nicht anf meine Worte gehört, Jacques? Warum find Sie nicht meinem Rathe gefolgt? Mein Mann gelim-te früher auch zu Ihnen! Er war auch einer von denen, die sich gegell das Gesetz auflehnten! lind doch hat er ohne Besinnen den Posten angenommen, als dieser ihm, nachdem Sie ihn ausgeschlagen, angeboten worden war. Er ist zu memem Vater ge> anngen. d?r hnt lemen W,mjch rrfM. G,e hawl H Laibacher Zeiwng Nr. 24._____________________________________192______________________________________ 30. Jänner 1902. dass das Bündnis „unauflöslich" bleibe, trotz aller kleinen Verstinunungen, die da waren oder noch kommen könnten. Die mährische Universitätsftage. Die „Nene Freie Presse" erörtert die Schwierig» leiten, die sich für den weiteren Verlaus der Budget-bcrathung aus der mährischen Universitäts-Frage er-geben können. Die Deutschen befürchten, dass eine czechische Universität in Brunn oder Olmütz ein Herd der czechischen Agitation wäre, und wollen deshalb nicht bloß jede derartige Zusage vermieden wissen, sondern seien umgelehrt bestrebt, eine für die Negie rung bindende Erklärung zu verlangen, dass die deutschen Städte in Mähren mit czechischen Hochschule gründungen nicht heimgesucht werden. Die Negierung sei nun bemüht, ein solche Erklärung festzustellen, die wenigstens das ^ulciuii iios.^ von beiden Seiten finden tonnte. Eine solche Form zu findeil, fei nicht ganz unmöglich, nachdem die czechischen Führer selbst angedeutet hätten, dass sie nicht unter allen Umstände auf der Errichtung der Universität in einer deutschen Stadt Mähren? beharreil, sowie ja auch die Deutscl)en niemals verlangt haben, dass die von ihnen begehrte Universität in einer czechischen Stadt errichtet werde. Die Hauptsack)? aber sei, dass sowohl in Bezug auf die czechische als auch auf die deutsche Universität keine, Nöthigung vorhanden sei, einen Beschluss zu fassen. Es könne sich nur darum handeln, die durch den Vorgang bei dem czechischen Polytechnic««! hinlänglich gereck)tfertigten Besorgnisse der Deutschen zu zerstreuen, und das sei möglich, ohne der Entscheidung über- die Errichtung der czechischen Universität vor-zugreifen. Der weitere Verlauf häuge davon ab, ob die Erkemltnis durchdrungen fei, dass die Erhaltung des Reichsrathes für alle Parteien ohne Ausnahme ein so wichtiges Gut ist, dass es durch keine Einzel-frage mehr aufs Spiel gesetzt werden darf. Das gelte nicht bloß von der mährischen Universität, das gelte auch von den übrigen dornigen Fragen des Unterrichtsbudgets. Manche Symptome sprächen dafür, dass diese Erkenntnis Fortschritte gemacht habe. Da überdies dem Neichsrathe nach der Budgetberathung die, Vertheidigung großer wirtfchaftlick>er Interessen zugedacht sei, die allen Parteien gemeinsam sind, so dülfe wohl erwartet werden, dass der Auoget'Aus« schuss wie dasAbgeordnetenhaus auch über dieKlipven des UnterrichtSbuogets hinwegkommen werden. An den deutschen Parteieu werde es sicherlich nicht fehlen. Dafs sie, bestrebt sind, sich gegen Ueberfälle sick)erzu-stellen, wie sie mit der czechischen Technik in Brunn gegen sie, ausgeführt wurden, verstehe sich von selbst. Aber sie hätten in dieser Session schon Beweise genug gegeben, dass sie bereit feie::, selbst um den Preis von Opfern die Arbeitsfähigkeit des Reichsrathes sicherzustellen. Politische Uebersicht. Laibach, 29. Jänner. Ueber die Reise des Erzherzogs Franz Ferdi-nand nach Petersburg wird der „K-reuzzeitung" aus Wien geschrieben: „Wie vorauszusehen war, wer-den in der Presse an die Ankündigung dieser Reise auch politische Betrachtungen geknüpft und wird ihr auch eine politische Bedeutung beigemesfen. Dies scheint uns jedoch, da es ja ausgeschlossen ist, dass die Reise des Erzherzogs einem politischen Zwecke gelte, ilUr insofern berechtigt, als es in Anbetracht der Verhältnisse in den Baltanstaaten und der Art uud Weise, wie in ihnen neuerdings allcrlei Zukunftsfragen er-örtert werden, nur im Interesse des Friedens liegen kann, wenn diesen Staaten, wie dies unzlveifelhaft auch durch die Auszeichnung geschieht, das freund-schaftlicl)e Verhältnis, das zwisclM Oesterreich-Ungarn und Russland besteht, und die Uebereinstimmung, die zwischen beiden Staaten über die Baltanfragen auf Grund des Abkommens vom Jahre 18l)? obwaltet, wieder einmal ins Gedächtnis gerufen und veran-fchaulicht wird." Die aus Tanger verbreitete Darstelluug, dass sich eine außerordentliche östc r reich is ch»uu g ari -sche Mission an den Hof des Sultans von M a ° r ollo begeben und der k. und t. Gesandte in Tanger sich derselben angeschlossen hat, ist ill dieser Form nicht richtig. Es handelt sich vielmehr ausschließlich um eine Neise des neuen österreichisch-ungarischen Vertreters in Tanger, Grafeil Folliot de Crenneville, der nach der Verufuug des Grafen Hohenwart auf die Steuung desGesanöten in Mexico dessen Nachfolger in Marokko geworden ist, an den Hof des Sultans Mulay Abdul Asis uach Fez, wo er demselben sein Beglaubigungsschreiben überreichen wird. Es wurde dem Gesandten für diesen Zweck das derzeit in den marokkanischen Gewässern befindliche österreichisch-ungarische Kriegsschiff „Panther" zur Verfügung gestellt, an dessen Bord er sich nach Rabat begab, um von dort die Reise nach Fez fortzusetzeil. Die Ueberbriugung von Ge-scheuten Seiner Majestät des Kaisers für den Sultan und mehrere marokkanische Würdenträger elltspricht dlm dort für solche Anlässe geltenden Brauche. Die „Ostdeutsche Rundschau" erörtert die Spal> t u n g im alldeutschen Lager. Sie erklärt, die deutsch-radicale Presse habe stets zur Einigkeit gemahnt, hingegen sei der Abg. Schönerer immer der absolutistische Geguer des Majoritäts - Principes ge» Wesen, und er habe die gänzlich unpolitische Afsaire Wolf zum Aulasse genommen, um dm Bruch zu vollzieheil. Freilich ertläre er nunmehr, er sei jederzeit bereit, sein Mandat in die Hände der Wähler zurückzulegen, aber man könne nicht mit Bestimmtheit be» Häupten, ob Abg. Schönerer nach einem freiwilligen Mandatsverzichte durch Wiederwahl ein ähnlich politisches Vertrauensvotum erhalteil hätte wie Abg. Wolf, der auf die erste Misstrauens-Kundgebung der Ekibgeuossen hin nicht mit dein Mandatsverzichte , bloß drohte, sondern sofort die Vertrauensfrage an scine Wähler stellte. Das Blatt erklärt, eine Uneinig' teil bestehe nur zwischen den Gewählten, nicht aber ^ innerhalb der Wählerschaft, welche einmüthig zu dew l Abg. Wolf als ihrem Vorkämpfer halte und die ,,5>sl' l diutfche Rundschall" als dessen Panier betrachte. > Die Erklärungen dos englischen Untel>Staat5 secretary Lord Eranborne über die Politik Ens' lands im türkischen und persisch^ Orient haben in Russland große Unzufriedenheit hervorgerufen. Die „Novoje Vremja" erblickt in del Erklärung ErcnlborneS über den bevorstehenden Va« der Beludschistan - Eisenbahn eine besondere GeM für Rnssland. Während Deutschland, sagt das Vlatt, durch den Bau der Vagdad-Bahu Russland den iM l zll den tül-kischen Meerengen und zum Mittelnleere ab' l schneide, wolle England durch die Beluoschistan-BahN' welche von Kuweit über Nuschki Tschage nach den' Sc-'istan führt, Russland den Weg zum indisch^ ' Ocean abschneiden. Dieses Hindernis werde NusslM 5 zil beseitigen haben, müsste es auch zll diesem Zwei" das Schwert ziehen. Bis zu dieser verhängnisvolles Stunde aber müsste Russland andere Mittel vel' > suchen, um wenigstens die Rivalität Englands in P^ i sieu unschädlich zll machen. Zll diesem Zwecke fordel' die „Novoje Vremja" von der Petersburger Reg'? rung die sofortige Inangriffnahme der Bahnbailt^ ! in Persien, der Täbris-Bahn und der Xöinie Askhabad' , Meschhed mit den Abzweigungeu von Teheran, 3^' ! pahan lllld Bagdad einerseits und nach dein Se'ist^ anderseits. Diese Linie, schließt das Blatt, würde d^ > Antwort Russlauds auf die Bagdad- und die P^' jectierte Beludschistan-Aahn bilden und das ersch'' terte politische Gleichgewicht wieder herstellen. Tagesueuigteiteu. — (Eine Gödöllöer K a i s e i a n e l bot«'/ Tcr „Pester Lloyd" schreibt: Ein gebeugtes, altes MiM chen, die in Gödollö wohnhafte Wäscherin, Witwe Sch - '," erzählte jüngst einem Herrn, der mit ihr auf der Vah" ^ Gespräch angeknüpft hatte, das folgende Histörchen: ^, ich eines Tages einer Herrschaft die reine Wäjche heimbra^ ermüdete ich und ruhte bei einem Brunnen auf dem ^W aus. Ich schöpfte Wasser und that einen tiefen Zug aus ^ Kübel. Wie ich dann einen Vlick auf die Straße werfe. ^ merle ich, dass jemand, der wie ein Officier aussah, sich ^ näherte. Als er heranlan., grüßte er und frug: „Sch^ das Wasser, Mütterchen?" — „Wie sollt' es mir "H schmecken", erwiderte ich, „da eä doch so frisch ist, dass stl, der König es trinten tonnte." — „Wirtlich! Na, dann tt>^ auch ich davon . . ." und damit schöpfte er selber aus ^ Brunnen unk tränt mit Wohlbehagen. Dann näherte s'ch^ ei', anderer Officier, salutierte und sagte ihm etwas ^ deutscher Sprache. Da ich gewahrte, dass ich hier nichts ^ ., z'« suchen hätte, wollte ich mein Bündel aufnehmen und "> gehen. Da sprang der erste Officicr plötzlich auf mich zu "^ hals mir meinen Pack auf den Rücken zu bringen, lv, ,,, ihn auch der neuangetommcnc Officier hilfreich untelst^ I<5, banlte für die Freundlichkeit und gieng meines 2Ü<^ Vorgezogen, frei und uuabhängig zu bleibell, ist es nicht da nur gerecht, wenn auch ich meine Freiheit wieder erhielt? Mit meinen» Manne . . ." Ein Zornesfunkeln gieng über Jacques' Gesicht, und er zischte hervor: „Ja wohl, der Wolf ist zum Hirten eingesetzt!" «Bin ich auf die Art nicht glücklickier?" „Neu«, Madeleine!" entgegnete Jacques. „Nein du bist nicht glücklicl)er! Wenn ich bis zum letzten Augenblicke alle Anbietungen zurückwies, so war ich in dem festen Glauben, dass du treu zu mir hieltest. Ich hätte so gut für dich sorgen können, alle deine Wünsche zu erfüllen vermocht, denn in wenigen Tagen verdiene ich mehr Geld als in Jahren hier. Nein, du bisl nicht glücklicher; ich habe dich so geliebt, wie kein anderer dich liebelt taun. Wenn ich mich nicht binden wollte, so geschah es einzig uud allein, um nur dir dieneil zu können, dir, die ich vergötterte." Ueber die Wangen der jungen Frau liefeil große Thräneil. „Du weinst, Madeleine", rief Jacques, „so bin ick» dir also doch nicht ganz gleichgiltig?" Er hatte ihre Hand ergriffen und presste feine Lippen darauf, ohne dass sie sich dagegen wehrte. Da ertönte ein Pfiff, der sie beide zusammen» schrecken ließ. „Er ist es", sagte Madeleine, und machte ihre Hand frei. „Bist du dessen gewiss?" „Ja, er pfeift Cäsar voll weitem, wenn er heim kommt ... geh ... habe Erbarmen, Jacques!" Er zögerte noch. „Habe Erbannen!" wiederholte sie. „Lebe wohl. Madeleine!" rief er, und mit einem Sprunge war er im Unterholz dos Waldes ver» schwunden. Eü war hohe Zeit gewesen, denn wenige Secun» den später erschien Ledru. Er fand seine Frau im Hause. „Guten Tag, Madeleine", und dabei küsste er sie, „denke dir nur, als ich heim kam, war es nur gerade, als wenn ich zwischen den Stämmen jemand umher schleichen sähe, Spaziergänger gibt es hier doch nicht. Du hast niemanden bemerkt, wie?" „Nein!" Er hieng seine Flinte auf. „Das Essen ist noch nicht fertig?" „Nein, noch nicht. Ich habe mich im Garten ver-spätet." Die Stimme seiner Frail zitterte, und Ledru, der das bemerkte, trat zll ihr: „Was hast du denn, Madeleine? Du bist ja ganz erlegt." Sie wurde befangen. „Nun", ficng er von neuem an, „es ist doch irgendetwas nicht in Ordnung!" Und mit zusmnmengezogenen Augenbrauen fuhr er fort, nachdem er sie schall angesehen hatte: „Madeleine, ich habe erfahren, dass der .Schnüffler' wieder in der Gegend ist . . ." „Der,Scl)nüffler?'" „Ja — der Jacques, du weißt ganz gut, dass wir ihn so nenneil! Hat er vielleicht die Stirn gehabt, hierher zll kommen . . .?" Madeleine konnte nicht lügen. „Ja", sagte sie. „Ich war vorhin im Garten, da hat er mich angesprochen . . . aber er lst nicht in, Hause gewesm." „Und was hat er dir gesagt?" „Er hat mir Vorwürfe gemacht, dich zum Manne genommen zll haben und hat mir gesagt, wie unglück« lich er sei!" „So war er es wohl. der vorhin flüchtete, als ich zurückkam?" (Schluss folgt.) (Line Hamburger statriciertocht^' Roman aus dem modernen Hamburg von Ormanos S"" (22. Fortsetzung.) « Der Concurs war angemeldet. Trotzdem ^» Ereignis lange genug vorgespukt hatte, giengen . Wogeil der Erregung und Entrüstung doch ha" ^ Einon so vollständigen Bankerott hatte man ^ Hause Meedcr doch nicht erwartet. Aicher den H""^? und dem Mobiliar ivar ja kaum eine Masse handeil. jjlo Der Gerichtsvollzieher kam auch in die Alst^v^ hinaus lllld versiegelte alles nach dem Gesetze. P>H bare. Zum Glücke wareil ill dein GläubigeranS!^ einige wohlwollende Herren, die gerecht genng ^ den, um das Unrecht des Todteu nicht den ll ,^< lebenden nachzutragen. Die Einrichtungen der ^ l mer, welche Gisela und Rudolf bewohnten, '"!!.he» I als unpfandbares Sondergut betrachtet und I"' infolgodesseu voll dem Amtssiegel verschont. ^ Fast unheimlich still war es in den lveM^jB geil in dein großen Hause geworden, ^äin^ ^ Dienstboten hatten dasselbe verlassen, und "Uly § Baronin war Hals über Kopf abgereist. Nul " ^und harrte noch auf ihrem Posten aus. .^ » „Tu solltest dich auch unter der Hand nach ^ l Wirkungskreise umsehen, Dina," rieth Gisela, "^l l müssen uns über kurz ja doch trennen, und " ^'1'« rüstig genug, um eine leichte VertraueilsstelluNli'^- l leicht als Beschließerm oder dergleichen, noch ^ / j l.mg auszufüllen. Mit der Empfehlung, die ^ ,^ l uu>. erhältst, wird es dir nicht schwer fallen, "^ l Stelle zu erhalten." ,^/l Die Alte schüttelte den Kopf. lind nach -,.^l stotternden Ansätzen rückte sie mit ihrem Plan ^ / » cxn sie sich zurechtgelegt hatte. Sie könne s^ "^t/l chrer lieben lunyen Herrin trennen, und deW l l ^Hjbacher Zeitung Nr. 24._____________________________________193___________________________________________30. Jänner 1902. ' eiste d "^ ""^ ^'^ b"bm Officiere mit mir und der ll c>^. ^ "us dem Brunnen getrunken hatte) fragte mich um !' Ncvm ?^ """ Ma"" noch lebe? Ob ich Kinder hätte? l niein M ^^' "lw. Ich beantwortete alles getreulich: dass si ilnd i>' " ^°" ^'^ langem tobt, dass ich ein halbes Du- t' wtil,3'" ^^"^ ""^ bass wir wirtlich in Armut lebten. leick ^ ^^s^kn girnge und davon wahrhaftig noch niemand ,, ilckte» "^" ^'' "l^ ^^ bann zum Kreuzwege gelangten, . mit >^" ^ ^^^^ "n lnich: „Was denkt Ihr, Mütterchen, n lvisse^ ?"^^ I^ jetzt?" - „Woher soll ich denn das ^ Kön' ' ^^ lenne nicht Ihre Charge!" — „Ich bin der dtn N ^ Ungarn!" Danach erschrak ich so. dass ich gleich " gleick ^^" lieh. „Nun. Mütterchen, man braucht nicht " so ew Nt!?^^^^^ ^" kin ähnliches, lustigeres, welches dem Ge- !t ^ ^mldmarschall Fürsten Blücher, dem berühmten „Mar- ^ lNecl, ^"""ürts" des Freiheitskrieges 1813. einst auf einem >l dass- .fischen Gutshofe mit einem ..zahmen" Storche >' und ^' "^ Held war dort bei Verwandten zu Besuch ^ auf k ^ Hause. Die kleinen Gutslinder spielten gerade Ü shrill ^"^' "^ ^"^^ Blücher gemächlich über den Hof z»' n ""b babei, mit seiner langen Thonpfeife dem Storch Tab » ^'"' ^" Storch war offenbar lein Freund vom ^ p^ei^ ^' bknn er schnappte nach der dampfenden Thon- ' f^.'^ und biss ihr den Kopf ab. der zerbrochen zur Erde ^> Darüber wurde Blücher erzürnt und gieng scheltend auf ' r»>> , ^ zu. Das nahm Meister Landschnabel aber krumm <3it, ^/"6 seinerseits mit gespreizten Flügeln und gezücktem üb?! k gegen den „Marschall Vorwärts" zum Angriffe ) bti s ^^k nach seinem Gesicht und trieb den greisen Helden. ' selbn - ^^ Franzosen in die Flucht geschlagen hatte, nun ' be« s bit Flucht. Dreimal jagte er den eilig davonlaufen- ' Ächitt ^ Haudegen um den ganzen Hof herum, wie weiland gl^k ben trojanischen Helden hettor um Troja, zum sdnl Ergötzen der kleinen Gmslinder. welche die Geschichte ! '^"" verbreiteten. D^ ^ (Die Macht des Gewissens.) Ein englischer 3ttn ^s ^^^' wie der ..Globe" erzählt, vor kurzem einen urnschirm verloren. Aus triftigen Gründen glaubte er ansein m^' ""issen. dass das nützliche Instrument von einem 5h. ^ Marilinder „in Gedanken" mitgenommen worden sei. Hs geistliche wollte aber unter allen Umständen seinen se,?sl "'"" wieder haben und griff zu dem Mittel der ti5t >f' Überredung, indem er am folgenden Sonntag eine do^ !» ° Predigt über das Vertauschen und Mitnehmen sch. "egenschiriiien hielt. „Wenn einer von euch" — also <^er mit zu Herzen gehender Stimme — „meinen hält. ."^ ""s 'lire Art znrechtgedacht. Sie selber ^, ^' sich m deil verflossenen ^ahi'ell cm hil'bsche<' ^ ^'.uchcn zusanlNlengespart- weiln sic das auf ^cil> ^ s.,^lr, gab (,'c' eine llette jährliche Eillnabme. lind Nie, "^' ^^ Ucl) d^llu abdacht, sie lilieteten sich zusam-bl(j! ^^'^' biibsche Neiue Etage und ihr Prill,;es^cheli U„d -^i ihr u:ld lasse sich weiter 0l)n ihr Hätsch^'lll e, ^sl^nl. So beim Hcrm Vrllder, der noch komcn ^U'n ^üu^halt habe. sol doch solcho oilicnl,' ^ach?, "Nd^u ' '''^ "" "^^' ^^" und (indon an Vchasslichlt'it ^ s ^"mlichkeit, und dann — die Künstler, die ae^ ^l/s ^ '^^'''^ Rudolf ei,t- und ausgienqen, die wur-^.^ch alle i.n die Prinzessin verlieben und ihr am hsj^ ""ch so lange zusetzen, bis sie einen von ihnen lj,. .'jährend doch für Prinzessin Gisela eben nur Nr», ^Mger ^^..^^ ^^^. ,^^j^s^Z cin Graf qul "N wäre. ^s^la drückte der treuen Alten aerührt die Hand. Licb"^ ^"'^^ ^''' ^lna," sa^te sie bewegt, ..deine yln.^.lul)rt Nlich tief. aber anilehmcn kann ich dein u.Ntr> ^" "^^ ^'"" Bruder und ich. uür gehören hie,,?!^ zusainluen. llnd es ist auch gut, daso ich hi^s ^^nune: die trüben Erinnerungen würden ^'rrd!'? ^l.'nm'th verdüstern und mich nie mehr froh du ^^ "ss"l. Aber du! ^ch würde mich freuen, wenn slnnd?'^" ^"" "enoirtlichst und dir hier eine selb-Nach s ^"'^' wirtschaft einrichtest. Wenn ich dann !vi;^'^"'uburg t'onnne. uni die Gräber zu besuchen, ^sj^)^ wich alletnal bei dir einlogieren nnd dein llber^^'/"^^^^ 'lh denn überhanpt wisseil, lvo Sie '' x'cchr s^^ ^1^^^,^ Prili,;(,1<'chen?" lich^'^.'U' "ittln-onte Prinzessin! i^aso die Anrede Ncin ^ ^' ^'"s>t wie Ironie!" sagte Gisela mit tranri->ur, isf>^^^' "^aruin mllsst du denn gerade wifsen, ^ ''l'er^ ^ahr sein werde?" l'mch"^ "ffnete den Ä'illnd, schloss ihn aber ebenso ^l'atlw ' ^" ein Haar hätte sie ihr Geheimnk-^>bos ih,.^' ^'' brannte ihr schon lange auf den kippen, ^ltt^ ^ pflichttreue mch ihre Gewissenliaftigkeit be ^Nist'^ '^ Mittheilungobedürfnio. Wenn es sein " t,y'^^^"^ sie mich schlveigen. und sie hatte es ja "' ^erri^ gelobt, ^, schweige. Rtgenschirm inthümlicherweise mitgenommen haben sollte, so thue er, falls er sich schämt, mir den Schirm öffentlich wiederzubringen, Folgendes: er werfe in stiller Nacht den Schirm über die Mauer meines Gartens, und alles wird wieder gut sein!" Am nächsten Morgen fand der Pfarrer in sc'mcm Garten 4K Regenschirme. — (Unterirdische Seen in Australien.) In dem großen Bezirke von Eulla, der den siidilchen Theil der Colonie West-Australiens einnimmt, ist in letzerer Zeit eine Entdeckung gemacht worden, die für die Entwickelung des fraglichen Gebietes von großer Bedeutung sein dürfte. Wie das „Scottish Geographical Magazine" berichtet, hat man dort das Vorhandensein zahlreicher unterirdischer Seen in einer Tiefe von 9 bis 10 Meter unter der Erdoberfläche festgestellt, die ein zu jeder Art des Gebrauches hervorragend geeignetes Wasser enthalten. Bisher was das Eulla-Gebiet prattisch völlig unbenutzbar wegen des Mangels an Regen und an Trintwasser. Jetzt können sich die Verhältnisse durch Ausnützung der unterirdischen Seen bald verändern, da sich mi< der Möglichkeit der Wasserversorgung günstige Aussichten für die Viehzucht und vielleicht sogar für ben Ackerbau eröffnen. Auch für die Geographen hat die Entdeckung ein besonderes Interesse, da sie eine Aufklärung für eine bisher räthselhaft gebliebene Erscheinung gibt. Zahlreiche Flüsse des fraglichen Landgebietes verlieren sich nämlich in den Boden, ohne dass man sich bisher von ihrem Verbleiben Nechenschaft geben konnte. Nunmehr erscheint es als ziemlich gewiss, dass sich das Wasser dieser Flüsse eben in jenen unterirdischen Seen sammelt. — (Ein seltsamer Fund.) Vor einigen Tagen fand ein Matrose von Samrishamn in Schweden bei seichtem Wasser südlich von besagter Stadt ill der sogenannten Massalasbucht einen Theelöffel aus Messing zwischen Steinen eingeklemmt. Er nahm den Löffel mit und fand, nachdem er ihn gereinigt hatte, auf dessen Innenseite ein Panzerschiff mit der Inschrfit ..Maine" darüber, und „6600 Tons" darunter eingraviert. Der Löffel muss demnach aus dem Inventar des amerikanischen Kreuzers „Maine" stammen, der im Frühling 1898 im Hafen Havannas in die Luft gesprengt wurde, und die Meeresströmung brauchte vier Jahre, um den kleinen Löffel an die Küste des südlichen Schweden zu treiben. — (Das Modell des unterseeischen No rdpolarschiffes.) Herr Dr. Anschüh-Kämpfe demonstrierte vorgestern in einer Versammlung der Geographischen Gesellschaft im Saale des Ingenieur- und Architekten-Vneines das Modell des unterseeischen Bootes, mit welchem e,- den Versuch machen will, den Nordpol zu erreichen. Im Saale war ein Wasserbottich aufgestellt, in welchem Herr Dl. Anschiitz-Kämpfe sein Modell vorwärts und rückwärts schwimmen, unter- und auftauchen ließ. Zugleich erklärte er. wie das Schiff gebaut sein müsse, um die nöthige Festigkeit gegen Wasser- und Eisdrucl zu haben, und wie es unter See Luft und Licht erhalten werde. Zum Schlüsse versicherte der Vortragende, dass ernste Bedenken gegen sein Project nicht erhoben werden können. — (Eine aus einem einzigen Baume gebaute Kirche) befindet sich in Santa Clara in Califor-nien. Im Jahre 1853 wurde in jener Gegend der erste „Ich meine nur so," entgegnete fie ausweichend. „ Ich möchte immer gern wisfen, wo Sie sind, da-mil ich jederzeit zu Ihuen kommen könnte, wenn Sie trank würden, oder sonst etwa5 passierte." „Nun, natürlich schreibe ich dir regelmäßig. Und wir werden doch schließlich anch kein Nomadenleben fuhren. Beruhige dich also nnr, Dina, es wird schon alles zurechtkommen!" , Trotz dieser tröstlichen Versicherung sah sie selber der Zukunft recht sorgenvoll entgegen. Nudolf hatte richtig gemuthmaßt. daso sie zuerst die, ganze Trag-wl.ite des Ereignissen nicht ermessen konnte. Ta5 kam erst allmählich. In den langen einsamen Stunden ibres Alleinseins, in den durchwachten Nächten rückten die Gedanken, die Sorgen heran und machten ihr dao Herz schwer. Sie war sich wohl bewusst, dass ihr Äru-del sich durch ihre Mitnahme eine Last aufbürdete, d''! auf die Entwickelung seiner künstlerischen Thätig, teil einen hemmenden Einfluss üben würde nnd die iyn stark in seiller persönlichen Freiheit, welcher er als Künstler mehr alc- jeder andere bedürfte, beeimrächti-c,en musvte. Sie empfand fast quäleud ihre Unselbständigkeit, ihre Unfähigkeit, selber für ihre Eriltenz ^! sorgen. Mit eincin gewissen Neide dachte sie daran, wie viele junge Mädchen draichen selbstthätig ihren Unterbalt erwerben lind sich aus eigener ^raft eine geachtete Position im bürgerlichen ^eben erringeil. Zum erstenmale schlich sich ein leise; Gefühl des Vor-wurfes gegen den Todten in ihre Trauer. Er hatte zweifellos immer das Beste gewollt, er hatte sie nn> endlich geliebt, aber dieser Liebe hatte sich viel Schwäche und ein wenig Egoiomus zugesellt. Jahre-lang schon hatte die ^irma anf fchwantem Voden ge> 'landen: jahrelang schon hatte, er die Möglichkeit vm ''sugen gehabt, daso feine und seiner linder Eristenz .>inc5 Tage5 zusammenbrechen könnte, und doch hatte .'r sie nach wie vor mit verweichlichender Zärtlichkeit umgeben und nicht einmal daran gedacht, sie für den ,>ui, daso sie einst hilf- nnd mittellos in der Welt da° stthen würde, zu stählen, sie vorzubereiten für dm her-wi< ernsten Kampf ums Tc,s?m. lyorlsttzung folgH Gottesdienst der Baptisten unter einer Eiche abgehalten. Als dieselbe Beptistengemeinde eine Kirche bauen wollte, wählte man den Platz, auf dem der Baum stand. Dieser Wald« riefe, der über einen halben Morgen im Umkreise Schatten warf, wurde dann in einer Höhe von 25 Fuß abgehauen und das Bauholz zerschnitten. Der große Stumpf wurde zum Theile ausgehölt und blieb als Hkirchthurm stehen, auf den noch ein hoher spitzer Thurm aufgesetzt wurde. Auch die ttliche selbst wurde ganz aus der Rieseneiche gebaut; als sie. vollendet war, blieben noch 1200 Fuß Bauholz übrig. Das ansprechende Gebäude, das zu den Sehenswürdigleiten Santa Claras gehört, ist 30 Fuß breit und 70 Fuß tief. Local- und Promuzial-Nachrichten. — (Das Fürstenpaar Windisch-Gräh) hat, wie dem „Slovensti Narob" aus Beldes gemeldet wirb, seinen dortigen Aufenthalt bis 5. Februar verlängert. — (Militärisches.) Bom Reichstriegsministerium wurde mittels Decret der Hauptmann 1. Classe Ignaz Gauserdes Ruhestandes, anlässlich seiner Enthebung v«n der Verwendung als Eontrolor beim Artillerie-Zeugs-Filial» Depot in Laibach, belobt. — Transferiert werben: der Re< gimentsarzt 1. Classe Doctor Rudolf Langer bom In-fontcrie-Regimente Nr. 97 zum Infanteric-Regimente Nr. 71 (Ersatz - Bataillons - Cadre); der Regimentsarzt 2. Classe Doctor Erich Egg er vom Infanterie-Regnnente Nr. 17 zum Garnisons-Spitale Nr. 15 in Kralau,- der Oberarzt Doctor Friedrich Kutta vom Garnifons-Spitale Nr. 15 in .ttralau zum Infanterie-Regiment« Nr. 17; der Regiments-arzt 1. Classe Doctor Karl Pecharc vom Infanterieregimente Nr. 21 (1. Bataillon) zum Infanterie-Regiment« Nr. 7; der Regimentsarzt 2. Classe Doctor Nail Krenn vom Infanterie-Regimente Nr. 7 zum Infanterie-Regimente Nc. 21 (1. Bataillon). — In die Reserve wirb übersetzt der Oberlieutenant Friedrich Keller des Dragoner-Regimen-t^s Nr. 5 (Aufenthaltsort: Hirtenberg). — (Kaiserliche Akademie der Wissen« sck' afte n.) Wie die ..Wiener Zeitung" meldet, hat in der Sitzung der philosophisch-historischen Classe am 18. v. M. da^ wirkliche Mitglied Herr Hofrath I a g i ö vorläufigen Bericht des Herrn Dr. Milan Re 8 etar über eine zur Erforschungen der Dialectgrenzen in Kroatien und Slavonien unternommene Reise überreicht. Diese mit Unterstützung der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften unternommene Reise hatte den Zweck, die Grenzen zwischen den Hauvtdialecten der serbokroatischen Sprache, beziehungsweise die Verdrei-lung der vorauszusetzenden Uebergangsbialecte genauer fest-.zustellen. Dem Berichterstatter ist es gelungen, die tajtavisch^ Htolavische und die lajlavisch - eatavische Dialcctgrenze in Kroatien und Slavonien ziemlich genau zu fixieren, so dass nur noch die öalavisch - Ktolavische Grenze im kroatischen Kiistenlande erübrigen würbe, um die Uebergangsgebiete der sklbolroatischen Hauptbialecte festzustellen. Diesmal hatte ick, — heißt es in dem Berichte weiter — auch die praktische Verwendbarkeit des Phonographen für linguistische Zwecke zu erproben, indem nnr von der Akademie ein phonographischer Apparat zur Aufnahme von Dialectproben auf die Reife mitgegeben wurde. Ich muss sogleich sagen, dass sich die von mir in ben Phonographen gesetzten Hoffnungen leider nicht vollkommen erfüllt haben. Für eine solche Reise nämlich, bei welcher nothwendigerweise sehr oft sowohl die Eisenbahn als auch die Hauptstraßen verlassen werden müssen, ist das Inst'ument zunächst zu voluminös und zu schwer: die zwei ziemlich großen Kisten im Gewichte von rund 120 Kilogramm konnte ich nicht selten nur mit Mühe von der Eisenbahnstation bis zu meiner Unterlunftsstatie schaffen, lieber^ hc.upt tonnte ich gar nicht daran denken, mich mit den beiden Kisten von der Eisenbahn zu entfernen, denn auf den Fahr-tt!.. die ich mit den in Kroatien-Slavonien üblichen Steuer-wcgen und ungedeckten Streifwagen unternahm, war es geradezu unmöglich, die beiden Kisten mitzunehmen da man dicselben aus dem Wagen gar nicht hätte unterbringen tonnen. Damit erhielt ich gewissermaßen eine gebundene Marschroute: ich musste mich an die Eisenbihn halten, um die Möglichkeit zu haben, das Instrument fortzuschaffen, und konnte daher nur von einzelnen Eisenbahnstationen aus auf einen ober mehrere Tage kleinere und größere Excur-sicnen unternehmen. Weitere Hindernisse waren der Argwohn oer meisten Leute aus dem Volle gegen ben Apparat und überdies ihreUnfähigteit. deutlich zu sprechen und zusammenhängend zu erzählen. Der Berichterstatter zieht aus seinen Erfahrungen den Schluss, dass der Phonograph für linguistische Studien nur bann mit Erfolg zu verwenden ist. wenn man sich in einem Orte gchnigend lange aufhält, um mit ben Leuten bekannt zu werben, sich darunter ein ober mehrere Individuen auswählen und dieselben für diesen Zweck gewissermaßen ausbilden zu können. Wenn man aber oon Ort zu Ort wandern muss und in der Regel in einer jeden Ortschaft sich nur solange aufhält, als es nothwendig ist um im allgemeinen den Typus der Spracht zu erkennen wozu in der Regel ein halber Tag ober auch nur wenige 2iundcn genügen —dann ist die Mitnahme eines so schweren .ind so wenig transportfähigen Instrumentes weniger angezeigt. Schon jetzt kann man jedoch sagen, dass der Phono» irc-ph speciell auch für linguistische Studien eine große Zu« klonst hat, denn durch ihn wird man die in einem beständigen Wechsel, zum Theile auch im Aussterben begriffenen menschlichen Sprachen und Dialecte für alle Zeiten filieren und ehalten können, was leine noch so feine und minutiöse Auf« ,'cl reibung imstande ist zu leisten. Wenn Dr. Reketar nun dennoch wenigstens einige brauchbare Dialectproben auf' »chmen konnte, so ist dies zum großen Theile das Verdienst d-r Vollsschullehrer in ben von ihm besuchten Ortschaften, d.^ diese ihm in dem Auffinden geeigneter Individuen und ükerlMPt m allem, wa« dem Zwecke seiner Meise mchl.ch snn tcl'nt«. in v«stm>d„i«v°N>r unk liebtn«willb,gtr Wnst k, Qaibacher Zeitung Nr. 24.______________________________________194____________________________________ 30. Jänner 1902^, — (Veränderung im Notariate.) Wie man uns aus Wien meldet, hat der Iustizminister die Notare 5> >>,,/.., von dem Diebstahle verständigt. Vorgestern lief nun die Mittheilung ein. dass sich am 22. b. in Klagcnfurt ein Indivi-dium in liederlicher Gesellschaft herumtrieb, und Goldstücke zi', 20 X verausgabte; der Fremde gab vor, Johann Po-gaöar zu heißen und Agent aus Laibach zu sein. Auf Grund dieser Mittheilung recherchierte die hiesige Polizei nach dem angeblichen PoaMar und stellte fest, dafs Mitte December v. I. ein Advocatursschreiber Pogai-ar von Littai nach Laibach gekommen und hier am Froschplatzc Nr. 3 ge^ wc-hnt hatte. Noch im Laufe des vorgestrigen Tages wnrdc constatiert, dass dieser Advocatursschreiber in der vergangenen Woche nach Klagenfurt abgereist war und sich bort zwei ober drei Tage aufgehalten hatte. Ende der Woche lam er nach Laibach zurück, bezog jedoch nicht mehr seine frühere Wohnung, sondern trieb sich in der Stadt herum. Gestern früh traf ihn ein Sicherheitswachmann auf der Straße und verhaftete ihn. Bei der Polizei wurde er einem längeren Verhöre unterzogen: er leugnete hartnäckig den Diebstahl, ver wickelte sich jedoch in mehrere Widersprüche und gestand endlich beide Diebstähle ein. Die gcstoylenen Zwauzig-Kronen. stücke soll er in Klagenfurt eingewechselt und sie in flotter Gesellschaft durchgebracht haben. — Pogm-ar ist 10 Jahre all, stammt aus der Umgebung von Zirllach, hat drei Gymnasialclassen besucht und war einige Zeit Volontär beim l. l, Landesgerichte in Laibach, später Diurnist beim Bezirksgerichte in Gurlfeld und zuletzt Schreiber beim Advocaten Dr. Iamzel in Litlai. — (Zum DYnamii at tentat in Sagor.) Vor lurzem berichteten wir. dass di« Nachforschungen nach dem Ulhebn del am 1. d. M. in stisovec verübten Vynamit- Attentates zu keinem positiven Ergebnisse führten. Nun wurde durch den Genoarmericpostcn in Gagor festgestellt, dass der gewerkschaftliche Hutmann Franz Vodljan am 17. d. M. im Sprengmittelmagazine in Kisovec einen Abgang von fünf Stuck Halbdynamit-Pationen aus einer Pa-vicr>chachtel wahrnahm. Ob dieselben vor oder nach dem Attentate entwendet worden waren, tonnte nicht ermittelt wcrden. Diese Entdeckung hatte zur Folge, dass der Gruben-aufseher Matthias Ahac, welcher gemeinschaftlich mit Vodljan mit der Beaufsichtigung des Sprengmittelmagazins betraut war, unter dem Verdachte, Dynamit-Patronen an jemanden verabfolgt oder aber selbe entwendet zu haben, dem Bezirksgerichte Littai eingeliefert wurde. Wegen Mangels an Aeweisen musste er jedoch wiedcr auf freien Fuß gesetzt werden. Am verflossenen Montag erfolgte nun durch das genannte Bezirksgericht eine Einvernehmung des Berg-hutmanncs Vobljan. nnd tagsdarauf legte dieser Hand an sich; er entleibte sich mittelst eines Revolvcrschufses. Ob er der eigentliche Urheber des Dynaulitattentates war. ist unbekannt, doch wird angenommen, dass er mit dem Attentate in irgendeinem Zusammenhange gestanden sein musste, und aus Furcht vor der Entdeckung den Selbstmord begangen habe. — Vobljan war 35 Jahre alt, verehelicht und hinterlässt nebst seiner Frau drei unmündige Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren. -^ik. — (Fafchingsch ronik.) In Obeiloitsch findet am 1. Februar unter Mitwirkung der Laibacher bürgerlichen Musikkapelle eine Faschingsunterhaltung statt, derrn Rcin-erträgnis für das Prioren-Denkmal bestimmt ist. x. — (Tanztränzchen.) Die Feldwebel und Gleichgestellten des t. t. Landwehr-Infanterie-Negimentes Nr. 27 veranstalten am 4. Februar in den Localitäten der alten Schießstätte ein Tanzkränzchen. Beginn 8 Uhr abends. " (Vom eigenen W a g e n ü be r f a hr e n.) Am 23. d. M. nachmittags fuhr der 31 Jahre alte. verheiratete Besitzer Alois Samsa aus Klein-Lack, Gemeinde Laserbach, nuchdem er früher beim Gastwirte Johann Modic in Vlokta-Polica eingekehrt war, in etwas angeheitertem Zustande mit einem Pferdegespann heimwärts. Nächst der Ortschaft Glina trieb er seine Pferde so start an. dass er bei dem raschen Tlmpo vom Wagen herabfiel und überfahren wurde und eine Stunde fpat'er den erlittenen Verletzungen erlag. Den Unglücksfall hatte zufälligerweise der Diftrictsarzt Herr Dr. Neuberger aus Laas persönlich wahrgenommen und hierauf dem Verletzten fofort die ärztliche Hilfe nngedeihen lassen, doch verblieben seine Bemühungen ohne Erfolg. —r. " (Unglücksfall.) Der 64jährige Besitzer Johann Kajn aus Kutexevo wurde beim Herablassen von Holzklötzen in der ärarischen Waldung zwischen Zabiöje und Klana durch unvorsichtiges Herabtollern eines 3 in langen Holzklotzes derart am Kopfe getroffen, dass er eine Stunde darauf starb. —?. — (Todesfall.) In Sarajevo verschieb diesertage der gewesene Gardeoberlieutenant des Kaisers Maximilian, Hcrr Franz Pirc. Calculant beim dortigen Landesrechnungsamte. Der Verstorbene war seinerzeit mit Maximilian in Queretaro gefangengenommen und zum Tode ver-urtheilt, dann aber begnadigt und freigelassen worden. Pirc stand im 63. Lebensjahre. — (Erdstöße.) Aus Agram. 28. d. M.. wird gemeldet: Hier fanden neuerdings zwei Erdstöße, der eine um 5 Uhr 33 Min. 30 Sec. früh, der zweite um 7 Uhr 30 Min. 23 Sec. abends statt. Seit dem großen Erdbeben vom 16ten December 1001 sind dies der eilfte und zwölfte Stoh. die hier beobachtet wurden. " (Deutsche Bühn e.) Wie die Jugend Wiens, gewisser Kreise leibt und lebt. liebelt und manchmal auch liebt, hat Schnitzler im ersten Acte seines Schauspieles „Liebelei" lebensvoll und lebensfrisch gezeichnet. Diesem frischen, farbenreichen Genrcbilbe folgen zwei Stimmungsacte in modernem Sinne; sie führen in das .Heim des Musikers Miller, be^ Vaters jenes Mädchens, mit dem der Student eine Liebelei anknüpfte, das ihm aber in wahrer und echter Liebe zugethan war und dem Ungetreuen in den Tod folgt; wir sehen alltäglicheZustände. und'durch Unterredungen wird nns klar. wir die Dinge eigentlich liegen, und welcher tragische Zusammenstoß sich vorbereitet. Man hat — und nicht mit Unrecht — dem Dichter zum Vorwürfe gemacht, dass er den Vater des Mädchens, das ernst und wirklich liebt, zum Vertreter der Lehre des heiteren, leichtsinnigen Lebensgenusses auswählt und eigentlia) dadurch seine Tochter in den Tod trcibt. Insoferne dieses bedenkliche Mittel den Zweck verfolgt. Spannung hervorzurufen, cine Steigerung zu bewirten^ muss zugestanden werben, dass der Dichter diesen Zweck erreicht hat. Ist die Kunst sich Selbstzweck, die das Gute aufnehmen kann, doch nicht aufnehmen muss, so kann man schließlich auf die Vertheidigung allgemein anerkannter sittlicher Grundsätze verzichten, ohne sich jedoch mit der sonderbaren Weisheit des Musikers Miller einverstanden zu erklären. — Wie hoch stehen die Werke Ibsens, der in allen seinen Dramen aus gewissen Problemen sittliche Grundsätze schöpft, gegen solche Stücke, die sich direct gegen die sittliche Verantwortung der Eltern richten. — Abgesehen von diesen Bedenken, ist die Dichtung Schnitzlers ein interessantes Stück, das den Zuschauer bis zum Schlüsse in Spannung erhält. — Nie erinnerlich, wurde uns seinerzeit das Werk, theilweise von Gästen des Burgtheaters besetzt, in einer vorzüglichen Aufführung vermittels an die die gestrige Vorstellung nicht heranreichte. Es ist wunderlich, dass Frau Meta Illing gerade diese Komödie zu ihrem Gastspiele gewählt hat. Vor allem ist ihr die Wiener Mundart fremd, sie sprach bald hochdeutsch, bald in schwäbischem Dialecte und bildete daher in ihrer Umgebung ein fremdes Element, Christine ist ein einfaches, ehrliches Wiener Vorstadtmädel, das sich in Leid und Schmerz ungtschminlt. schlicht, natürlich und ehrlich äußert. T>i, Vastm l«h,le jedoch vl«l zu sehr die ssunst und Künstelt ^ einer Schauspielvirtuosin mit sorgsam ausgeklügelten 6'^ ten hervor; wir sahen ein nervöses, leidenschaftliches ^ schöpf, mit den Posen und Mienen einer tragische!' ^ habcrin,- in dem großen leidenschaftlichen Ausbruche l'"' in5 Innerste getroffenen Seele übte die Kunst der M^ allerdings großen Effect aus und erzielte auch rauscht", Beifall. Unter den Darstellern ragte Fräulein Vtiw"" Schütze hervor, welche die leichtfertige, herzensgute F^ din Christinens natürlich, lebensvoll, mit gewinnender 3^ ^ sche, bei vollständiger Beherrschung der Wiener Mund^ ! gab. — In dein frischfröhlichen harmlosen Lustspiele ° Franle-Schievelbein hat einen guten Klang und mit ihlt>" Roman „Der Unlenteich", welcher in Nr. 9 der belletristisch^ Zeitschrift „Der Nomanleser" zur Veröffentlichung gelaB erbringt die bekannte Schriftstellerin aufs neue den Ve^ dass sie es an dichterischer Kraft und Tiefe der Empfing mit ihren männlichen Eollegen aufzunehmen vermag. ^ genannte Roman ist packend, voll von gesunden! RealisB und durchglüht von jenem schönen großen Mitleid für V Verstoßenen und Verfehmten. das der Frau wie der Dich^ aus einem warmen edlen Herzen kommt. Außerdem enW die Nummer 9 die Fortsetzung des spannenden Romans ^ Spinnerlehrling" von William Westall und eine Sp'"' und Räthselecke. Einzelnummer 20 li. Abonnement ga^' jährig (36 Hefte) 7 X. halbjährig (18 Hefte) 3 60 — "' d" Administration Prag, Golbschmiebgasse 8a. und Wien l' Wollzeile 11. Landwirtschaftliches. — (Abgabe von Obstbäumen.) Fiir die A' stellung der Obstbäume bei der Landwirtschafts-Gesellsch"! in Laibach gelten nachfolgende Bestimmungen: 1.) ^ Landwirtschasts - Filialen haben zunächst darüber Äeschl"' zu fassen, ob sie die Obstbäumchcn fiir die unentgeltliche ^' tbeilung derselben unter ihre Mitglieder bestellen oder n^' Im bejahenden Falle sind dein Centralausschusse die gaB Mitgliederbeiträge, im anderen Falle jedoch nur die Ha^ derselben einzuzahlen und die andere Hälfte soll zu F'li«^ zwecken Verwendnng finden. Nur die Mitgliederbeiträgc ^' Lehrer machen eine Ausnahme hicvon. da sie dem Centt^ Ausschu»e voll eingezahlt werden müssen. 2.) Wenn ^ Filiale die Hälfte der Mitglieberbeiträge für sich behält.!' haben ihre Mitglieder Anspruch auf vier Stück Obstbau^ zum ermäßigten Preise von 2 X. 3.) Der Preis für alle < deren Obstbäume ist auf 70 k per Stück festgesetzt. 4.) ^" angeführten Preise gelten Iul>o Obstbaumschule. beziehM^ weise lot?« Bahnhof, und zwar einschließlich Emballa^ 5.) Die Bestellungen von Obstbäumen sollen seitens ^ Filialen gelegentlich der Sammlung der Jahresbeiträge ew' gegengenommen werben, wobei die diesbezüglichen Ä^' weise gleichzeitig einzusenden sind. Jene Mitglieder, die '" leine Filiale einrangiert erscheinen, sollen ihre Bestellung^ auf unentgeltliche Abgabe von Obstbäumen, beziehunaM'^ auf solche gegen Bezahlung, direct bei der Landwirtschaft^ Gesellschaft in Laibach, und zwar bis spätestens 15. Febril machen. Jene Mitglieder, beziehungsweise jene Fili^''! welche die Bestellung nicht bis zu diesem Termine gemaA' hoben, verlieren den Anspruch auf die Abgabe von Obst' bäumen. 6.) Sollte sich nach Einlauf dcr Bestellungen s^ tens der Filialen und einzelner Mitglieder ein Uebersch" an Obstbäumen ergeben, so können dieselben auch an N'"' Mitglieder, und zwar zum Preise von 1'20 X per Slücl a^ gegeben werden. — Die Landwirtschafts-Gesellschaft wU" auch heuer Hochstämme und Zwergbäume abgeben. NactM'' jedoch die Vorräthe an einzelnen Sorten nicht groß s"^ behält sich die Gesellschaft das Recht, die Bestellungen "^ Maßgabe des Vorrathes zu reducieren, beziehungsweise a"^ abzuändern und mit gleichwertigen anderen Sorten b effcctuieren. Große Bestellungen seitens einzelner Mitgl'^ werben überhaupt nicht effectuiert, da die Gesellschaft '^ Hauptaufgabe in der Förderung des Obstbaues darin ^ blickt, so viel als möglich gute Sorten unter die Landbevol"' rung zu verbreiten. Telegramme des k. k. Telegraphen-Torresp." Bureaus. Zur Reise des Erzherzogs Franz Ferdinand naH Petersburg. Petersburg. 29. Jänner. Aus Anlass der bev^' steheiidcn Ankunft des Erzherzogs Franz Ferdinand lM die „Nowosti" die hohe Bedeutung des Einvernehmens v^ Icihrc 1897 für beide Kaiserreiche hervor, welches Men h revolutionäre Bewegung auf dem Balkan als HewnM diene. Das Blatt weist ferner auf die Nichtigkeit eng" commerzieller Beziehungen beider Reiche hin, welche a'^ ^ neuesten Handelspolitik Deutschlands erwachsen und fül ^ beiderseitige Annäherung des große» slavischen Reiches l der österreichisch-ungarischen Monarchie einen neuen ^ ^ schaffen. Auch andere Blätter bringen an leitender S Negrüßungsartilel für den btvorstehenden Besuch des ^ -ii!S" 8'ilunfl Mr. 24._______________________________1^5________________________ 3\ sännet 1902. H. Parlamentarisches. Tilel ss^' ^- Jänner. Der Vudgetausschuss nahm den ^tialhn, ^ ,^^"> Unterrichtsministerium, an und begann die Mehi^Vs"^>n Titel „Vollsschulwesen". Hiebei wurden 2^0ldeit - ^^^^^' beantragt, in denen die Regierung auf-den ^öni^^' ^^^nzielle Maßnahmen vorzuschlagen, um nütitl be^l'^^ "'^ Ländern die nothwendigen Staats-Ochsend " Erleichterung der Bestreitung der alljährlich leisen m" Auslagen für das Vollsschultvesen zu über-'"'Ochste Sitzung morgen. Der Krieg in Südafrika. '""3 tin°^' ^' Jänner. (Erste 5kammer.) In Veantwor-^lTck^. Es herrscht: < H'«?,z F"peft im Bezirle Ädelsberg in der Gemeinde " ^'tzf> Erloschen: ^Mt ""»z (1 Geh), Semitsch (1 Geh). K l. Landesregierung für Krain. ,' ^^^i^aibllch am 28. Jänner 19<)2. ! ^"lgkeiten vom Mchermarkte. , l^^«5^r Dr. Fr. v., Auf der Nesttoyinsel. l( -72. l »?«tll. 6ou°t U»nnil>»l. 2 vol8, kK 1 93 — > ,"^ ^"^l8 8,, Ilin ti-mtor'5 v»7. « 1-92 — lin- ^> Von I ^ cd^nzrölörs, l( 4 20 — I.llrm»n6i« ^40 ""b. x 4 20. — Du Loi», I.'»m»nt 1^1. Kh,"»t>l^ l'nrksr «ill,., Iti« rißlit ol v»y. K 1 92. k?°<1k ft" k!. ^» Plt'te8 ?»««ionnöe8, K 4-20. -' 3«.^Ntn 5 ^> l/2. ill(3. - Baumberg «.. Kleine , li?>,!., ^ U"d Slizzen. K 3. — Fischer Kuno. Goethes « «> ^ ^ ^- - Corony V.. Wen trifft die Schuld, l l!»b.°°^ ^Karlwfis C. Der neue Simson. l( 2-40. — ' -> ^'8t k. " ästhetische Genuss. X b - 76, — Schnihler N,. >»si/"d, l»l "' l( 2 40. — Viola M., Die Brüder. K 1. ' ^ ^. Ö«i'. G°lt und die Träume. X 2 40. — Karl-^ ^^ 80 ""l Toni. k 2 40. — VUHne und Welt. IV. 7/8. » -^ >, '"de. n??- ^ Scherer Frz.. Dorfschwalben, K 3. !t ^ "°N ,-' "lfth., Wundersame Abenteuer des edlen Tar- ^^sick.?°^°«' li 2-40. - Hoche, Prof. Dr. A., < ^l>i>i,^punite hat der praktische Arzt als psychiatrischer ^4, »er ,n strafrechtlichen Fragen besonders zu beachten, 'l ^^"d,^ in der Buchhandlung Jg. v. Vlein»ayr H l' ^^1/^" i" Laibach. Eongressplatz 2. 5 Angekommene Fremde. ' ^°!>^29 Hotel Stadt Wien. " ^tchf. ' I ä n n e r. Urlhaber. Vcan,ter; Koch, Bildhauer; i' , ^ "' «fite., Graz. - May. Sajgo, Kflte., Budapest. — Franc, Ingenieur- Gregorics. Kfm,. Trieft. — Liebmann,! Spiegler. Kflte. Linz. — Äiedl, Mosig, Fleischhauer. Gmünb.! — Schreiber, ssranl. Kflte.. Lundenburg. — Rostot. Hofrlmr,! Bauunternehmer, Nassenfuß. — Goldberger, Fisch. Gsela. Leidl» meier, Deutsch. Wollenfeld, Rother. Schindler. Reich. Lotter, Irllinel, Reisende, Wien. — Mooß. Fabcr, Kflte.. Stuttgart. — Singer, Paschla, Kflte, Fünflirchen. — Osti. Mendel. We-selly, Reisende. Prag. — Neumann, S^eps, Hoffmann, Kflte.. Nrlinn. — Arlo. Hotelier, Reifnitz. — Kattiö, t. l. Cassier. gara. — Henle. Tschepper, Kflte, DreKben. — Steiner. Leiter, Rei» sende, Leoben. - Grahor, Architekt, Ngram. — Condollini, Pasquali, Kflte., Fiume. — gillhai. Sternad, Beamten. Knittel-feld. — Sicherl, Beamter. Seiscnbcrg — Wolf. Beamter, Nlirnbcrg. — Gaspari, Juwelier, Innsbruck. — Salzer, Schneider, Kflte., Vozen. — Lemberger, Reisender, Kanizsa. Verstorbene. Nm 28 I ii n ner. Iosefa Bllcit, Greislerstochter, b M., Petersstraße 5. Ecclampsie. Nm 29Iänner. Barthlmä Vuiar, Arbeiter, 60 I.. Ravnilargasse 9, ^»rasmu« »enill». Im Civilspitale: Am 28. Jänner. Aloisia Kolalj, Arbeiterstochter, 5 I Diphtheritis. — Valentin Eusnil, Privatier, 70 I., zl»r»8mu« ^icllidestyecrter in Aclibacl). 72. Aorst. Freitag, 31. Jänner. Ger. Tag Rosmersholm. Schauspiel in vier Auszügen von Henri! Ibsen. — Aus dem Norwegischen von A. Jink. Volkswirtschaftliches. zfllilmch, 29. Jänner. Die Durchschnittspreise «uf den, heutigen Markte stellten sich loie folgt: MarltjMgz».- Marlt'lM«'» Weizen pr. q . . —,— 1990 Butter pr. kz. . . L<--------- ! Korn » . .------!b 10 Eier pr. Stück . . ^ 08 - - Ger'tf » . .------1b 20 Milch pr. Liter . . - 18 - - ! Hafer » .------l7 10 Rindfleisch I»p-. K5 1 ^b ->. Halbf.llchl ...--------------Kalbfleisch . 120 - - ! Heiden » . .------l4 20 Schweinefleisch » l 35 — 'Hirse, weih . . .------15 60 Vchüpsenfleisch » - 90 -!- lruluru', alt ».. — >2 40 hähudel pr. Stück 1 —----- Eldivfe! »..—— 440 Tauben » —40----- Eibjen pr. Liter . — 35-----Heu pr. q . . . . 7---------- Linsen » . —^24------ötroh »»..., 6------- Fisolen » . —>25-----Holz,hart.,pr.lb«. 6 50----- Rndsschmalzpr.lc^ 2^20 j- —weich., » 5>60----- OHweineschmalz » ! 35 — Wein,roth.,pr.hktl.------— - Speck, frisch » 120 - —Weiher. »------— - geräuchert » IM------ Lottoziehnng vo« 2V. Jänner. Prag: 22 42 4 18 86. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. l^ !G^!I. > _^ '^ ^7s2 u«. ! 729 b 34 WTmähig thlw. bewöllt^ " "' 9 » Ab. 7330 00 N. schwach bewlM________ 30.l 7 » F. > 736^3 0^8^NO. schwach ! bewiillt j ^0~ Da« Tagesmittel der gestrigen Temperatur 14°. Nor» male: —19°. Verantwortlicher Nedacteur: Anton Yuntel. Thee Meßmer. unerreicht vorzügliche Mischungen. Die Marke wirklicher Theekcnner und des feineren Publicums. Jeder Versuch erwirbt der Marke dauernde Anhänger. Probepäckchen k 100 Gramm zu Kl —. 1-25. 1-60 und L —. (3501H) Schnltafellack uon plu» ultrl^ Schultafeln für, worauf man wie auf Schiefer schreibt. Erhältlich bei Vrüder «berl, Laibach, Kran» eiscanergasse. Nach auswärts mit Nachnahme. (936) 11—10 Echter französischer Cognac Bisquit Douboche. (45U) 10-7 Eine R-Msrflasche 80 h, cine circa Einviertelliter-Flasche 2 K 50 h, eine circa Einhalbliter-Flasche 4 K. Apotheke Picooli, Laibaoh, Wienerstrasse. Auswärtige Aufträge gegen Nachnahme. DIE SOMATOSE (ltfsllohes Flelsoheiwelss) ist nach dem Ausspruche der hervorragendsten Aerzte das «Ideal eine» Nährpräparate!»für Kranke und Schwache. Wirkt nervenstärkend und muskelerzeugend. (1080) In den Apotheken und Droguerien. 15—12 Panorama International im bürgerl. Spitalsgebäude. Eingang vom Obstmarkt (Pogaèar - Platz). Laibacher Kunstausstellung I. Ranges. ^»odnija Kräko, dne (404) C. I, 11/2 1. Oklic. Zoper Ivan Muhvièevo zapužèino iz Gornjih Radenc se je podala pn c. kr. okrajni sodniji v Crnomlju po Markotu Kobl iz Sred. Radenc St. 71 kot pooblaSCencu Petra Rade iz Gor. Radenc St. 16 tožba zaradi 390 K Na podstavi tožbe doioöa se narok za ustno sporno razpravo na dan 4. februarja 1902, ob 9. uri d( poldne, pri spodaj ozna-menjenem sodiäcu, v sobi St. 1. V obrambo pravic toženke se postavlja za skrbnika gospod J. Svegelj, župan v Radencah. Ta skrbnik bo zastopal tcženko v oznamenjeni pravni slvari na nega nevarnost in stroäke, dokler se ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje pooblaäöenca. C. kr. okrajna sodnija v Crnomlju, odd. I, dne 28. januarja 1902. H ¦ ^^k W^k ¦ ŠPM Unentbehrlich in^^^ ¦ |%0H01^M jeder Küche. W^ Im ** Yi H J Sofortige Bereitung B 0) ^ft V bester Bouillon. U*r ^^ Verbessert Suppen, g—M ¦ ji_lm ^^ Saucen, Gemüse etc. s ICISCbI111 ^^ Extract. Laibacher Zeitung Nr^_________________________________196_______________________________ 30. Jänner!^' Course an der Wiener Börse vom 29. Jänner 1902. N«« de« 0^^ Cour«^ Die notterten «lourse verstehen sich i» Kronenwährung. Die Notierung sämmtlicher Nctien und der «Diversen Lose» versteht sich per Stillt. > AUzemeine Staatsschuld. «"" ^°" «iicheltl, Nente in Mten Mai- «Nemver P, 5 „Gilb.Ian..Iulipr. »8-— 98-20 dto. bto. dto. p» Ultimo . 4°/o »7 9« 9810 Ocsterr,InvestilionsMente,stfr., per «assa .... »'/,°/° »8 05 88 25 Eisenbahn > «. verschrelbungen. »lisabethbah!! in V., steuerfrei, zu 20.000 Kronen . . 4°/« ll? 50 118'50 Franz Joses-Bahn in Silber (dlv. Et.) .... 2'/,°/<> 123 25 124 25 öiudolssbahn in lirunenwavr, steuersrel (dlv. Tt.) . . 4°/« 9? go 98 8l> Norarlbeigbahn in Kronenwähr. steuerst., 400 «ronen . 4"/» 9? 75 98 75 Z» Etaatsschuldverschrelbnn» ze» »b Von 200 fl......42» »ü 424 35 »elb Ware Vom Vtaate znr Zahlung übernommene Eisenb. dto. Rente in ttronenwühr., steurrsrei, per Cassa . . . 9L 75 9« 95 4°/o dto. dto, dto. per Ultimo . 96 75 90 95 Ung. Tt.'Cis.Mnl. Gold 1UU fl. 122 35 123 35 bto. dto. Ellber 100 fl. . . . 1U1 40 10» 4U bto. Staats Obllg. (Ung. Ostb.) V.J. 18?«....... 12125 — - bto. Schanliegal. -«blüs.-Oblig. iui'2b 102 25 bto. Präm.-sl.k 100 sl. —200K 18^ 50 183 25 bto. dto. k bNfl. — I0UX 182 50 183 25 Theiß Neg.-Lose 4"/« .... 152 25 153 25 4°/, ungar. Vnmdentl.' Oblig. 95 Lü 9« 00 4°/,, troat. und slnvon. detto 94 50 — — Andere Lssentl. Anlehen. 5°/° Donnu «fg. Aolelhe 187» . 106'50 10?'50 «lnlehe» der Stadt Gürz . . 9925 W 75 Unlehen der Stadt Wien . . . 105— 1U540 dto. dto. (Silber od. Gold) »23 00 124 «o bto. dto. (1894) .... 95'— 95 5(1 dlo. dtll, (1898). . . . 91,15 9? 15 Vörsebau-Anlehtn, verlosb. b"/« 100 50 101 50 4°/n Kllliner Lanbt«-«l>lehen . 95 — 9«'— Geld Ware Pfandbriefe etc. Vodcr,llll«.«st.in50I,veil.4°/o 9480 95 <0 N.'österr.Landcs'HyP. slnst.4"/° 97^50 9850 llest.'ung. Banl 4«>/»jähr. verl. 4°/»......... 997010070 blo. dto. 50)ähr. veil. 4°/l> 99 70 100 70 Eparcasse, i.0st.,«uI.,verI.4°/<> 98 75 99 75 sisenbahn«Zlriorit3t». Gbligationen. Ferbinands'Norbvllhn (tm, 1886 99 50 100<0 Oesterr. Norbwestbahn . . . 10?'80 108 8'.» Stalltöbahn....... 440 — 442 — Südbahn ^ 3"/„verz.Iiinn.°Iuli 321 — 323 - btu. il 5"/«..... 121'— 122 — Ung. gallz. Bahn..... 1Ull« — Äühm, Nordbahn 150 sl, . . 38,l — 388- Äuschtlehlllbei Eis. 500 fl, Gesell. Oest.'lr, 54,0 fl. S. . . «71 25 !-?2 25 Südbahn 2(1» sl. 2..... 7725 7825 Eüdnordd. Verb.-V. 200 ,83 — »84-5U Tramwat» Gcj., NeueNi.,Priorität« Action 100 fl, . . . l?5 — I??-— Ung.-galiz. Vijcnv. 2u «odcr. Anst,, Ocst., 200 fl.S. . 915 — »,9 — Lrdt.-Anst.f, Hand. u.G. 160 sl, 6U2 - 663 — bto. bto, per Ultimo . . 663 — 604'— Cieditvlliil, Allg, ung., 20« fl, . 679 — 680 — Depositenbank, Allg,, 200 fl. . 4l« — 4l8- äeeomptc-Ges., Äidrüst., 500 fl, 498-50 i»u«' — Oiro-u.Cnssenu., Wiener 200 fl. 4?« — 480 — Hypothelb.. vest., 200"°' ., Unionbanl 20a sl. . . . , bbl>"!. Verlehrsbanl, Allg,, 140 fl. , 3>b^' !, InduNrie.^lnter. ! neymungen. «llüges., «llg. oft., iao fi. . . »ez-Vl Egybier Eisen- nnb Stahl-Ind. ^.!,°, i» Wie» 100 fl. .... l^ !j' ^^,s ^>i>Nl'Tc>rj, Lteinlohlen 100 fl. i?" ^, „Schlüglmuhl". Papiers, 20!» sl, ^"^, „StMerm.". Papiers, u.V-G- l"^ Trifailrr jluhlcnw, Gesell. >0 fl. ^ ^i> Wafsenf.-O.,Oest.i!iWir!l,100sI. »>ü Waggon-Leiha!!lt.,«Ug., in Pest, „,^!!< 400 K........ ?s» ,?l Wiener «augesellschaft 100 fl, . «^ ^l WlsnerbergerZiea,el°Atticil-Hrs. 6«' . Devisen. i Kurze Sichten. Z Amsterdam....... l!"A' Teutsche Plätze...... "' ,s London........ l^",! Pari«.......... ^. St. Petersburg...... " j Dalulen. Ducaten........ l'^ W^llliic« Stücke..... ,,z Deutsche «eichsbanlnoten . . ", ^', Italienische Vanlnoten . . - ^ «!ubel-«oten...... '°> »»»»«»»«». l'l»»«»»»r»«s«». l»ir»«»rll»»«». ^0»»»», ,, „ «.«^ »1-«^ »^, ^»^^v. »»I-^l ^! (l0) I.<,»-Vsr«!iovoruug. I<»lk«ob. 8pl