für Vaterland, Kunst, Wissenschaft und geselliges Leben. M^- 33. 8an»8ttH3 aon 18. Miil«. HO48« Deutschland. «Veutschland! Deutschland! deine Gichen Hielten Stand zn jeder Frist; Ondlich einmal soll sicl/s zeigen, iVb du ähnlich ihnen bist. Hb du selbst als eine Giche Jedem Sturm, gleichwie ein Damm, Bietest nennunddreißig Zweige 3lus dem Einen großen Stamm; Aus dem Stamm, der, weitverschlungen. Seine Wurzel ausgedehnt. Der sich hoch emporgeschwungen. Der so vielfach sich gekrönt. Wie die Giche ernstbedächtig Vei des Frühlings Nahen lauscht. Wie sie zürnend, wie sie mächtig Vei des Herbstes Wettern rauscht; Also auch in edler Haltung Harre du, mein Deutschland, aus! Also bei des Sturm's Gestaltung Lasse hören dein Gebraus! Deutschland! Deutschland! deine Eichen Hielten Stand zu jeder Frist; Ondlich, endlich soll sich's zeigen, Hb du ähnlich ihnen bist! August Dorf. Die erste Reise eines Admirals. Wahre Beßebcnhcit, erzählt von C. l!. ^T-M die Mitte des vorigen Jahrhunderts stand vor dem Pfarrhause eines Dorfes in der Provence ein blondgelockter, zwölfjähriger Knabe und klopfte schüchtern an die Thür. Die alte Haushälterin lies; ihn freundlich grüßend ein und führte ihn in das Studierzimmer des ehrwürdigen Herrn. Errö'thend, aber mit entschlossener, fester Stimme brachte der Kleine sein Anliegen vor. Es handelte sich um ein Darlehen von zehn Livres, welche er sich im Namen der Mutter mit dem Versprechen erbat, das Geld im nächsten Monate zurückzuzahlen. Der Pfarrer, welcher schon öfter bedeutendere Beträge vorgestreckt und stets pünctlich wieder zurück erhalten hatte, gab mir Vergnügen die kleine Summe, und der Knabe verließ erfreut das Pfarrhaus. Die Mutter dieses Knaben gehörre einer der ältesten adeligen Familien an; sie war einst reich gewesen, befand sich aber jetzt in einer Lage, welche an Dürftigkeit gränzte. Ihr Gemahl war ein leidenschaftlicher Spieler gewesen und hatte seine Angelegenheiten in der größten Unordnung hinterlassen. Der älteste Sohn, welcher Garde-Offizier zu Paris war, konnte ihr nur eine geringe Unterstützung gewähren, und das Wenige, was die tiefgebeugte Mutter von ihm erhielt, reichte kaum hin, um sie vor den Verfolgungen der Gläubiger zu sichern. Der einzige Trost, welcher ihr blieb, war der jüngere, hoffnungsvolle Sohn, den sie mit wahrhaft mütterlicher Zärtlichkeit liebte; aber eben diese zärtliche Liebe wurde für sie die Quelle des tiefsten Kummers, wenn sie ihre bedrängte Lage bedachte, welche ihr nicht gestattete, dem Knaben eine angemessene Bildung und Erziehung zu geben. Der Letztere, mit einem weit über sein Alrcr erhabenen Scharfblick begabt, begriff seine Lage vollkommen und verstand den Kummer seiner Mutter. Der Gedanke, sich als die Hauptursache desselben zu wissen, wurde ihm endlich so unerträglich, daß er sich entschloß, seineu Bruder in Paris aufzusuchen, und zu diesem Zwecke hatte er die zehn Livres geborgt. Mit diesen zehn Livrcs wollte er die zweihundert Stunden nach Paris zurücklegen! Er hatte einen Monat Frist, und diese Zeit, welche er bei einem entfernten Verwandten zuzubringen vorgab, beschloß er zur Ausführung seines Vorhabens anzuwenden. Der Pfarrer konnte auch vor Ablauf dieser Frist nicht auf Niederbezahlung des geborgten Geldes rechnen. Nachdem er diese Vorkehrungen getroffen hatte, trat er in seinen Sonntagskleidern und mit zehn Livres in der Tasche gerrosten Muthes seine Reise an. Eine Reise nach Paris war damals immer ein bedeutendes Unternehmen. Die Landstraßen waren wenig befahren und daher oft unsicher. Eine schwerfällige Kutsche brachte beinahe einen Monar auf einer Reise zu, die jetzt ein Eilwagen in 60 Stunden zurücklegt, und die ein Eisenbahntrain innerhalb l0 Stunden vollendet. — Eine solche langsame, 90 schwerfällige Postkutsche glich einem ambulanten Wirthshause, einer Karavane in den afrikanischen Wüsten oder den nordamerikanischen Prairieen. Der Name eines Reisenden gab Anspruch auf ein Asyl unter der Gesellschaft. Der Knabe ließ die Postkutsche nicht aus den Augen. Am Tage wanderte er rüstig neben ihr her, und Nachts schlief er in demselben Wirthsyause, wo die Passagiere übernachteten. Bald wurde er als ein Mitglied der Reisegesellschaft angesehen, und das Wenige, was er verzehrte, ward mit aus die allgemeine Zeche gesetzt. Auf diese Art ging die Reise bis nach , Orleans, wo die schwerfällige Kutsche durch einen elegantern und schnellern Wagen ersetzt wurde. Was sollte der Kleine , thun? Er konnte sich nicht entschliefen, die Pariser Post, die ihm drei Wochen lang gleichsam als Compaß gedient hatte, aus dem Gesichte zu verlieren. Er suchte ihr also zu folgen; in der Ebene blieb er zurück, aber in hügeligen Gegenden holte er sie wieder ein und lief athemlos hinter ihr her. Zwei Gardeoffiziere, welche sich zufällig in dem Wagen befanden, wurden aufmerksam auf den Knaben. Noch mehr aber wurden sie überrascht durch den proven<:alischen Dialect des Knaben und die außerordentliche Aehnlichkeit mit seinem Bruder, dem Marquis von D**, dessen Cameraden sie waren. Die Offiziere ließen den Wagen halten und den kleinen Reisenden einsteigen. Diese Zuvorkommenheit gegen den interessanten Knaben war indessen nicht ohne eine geheime Nebenabsicht. Die beiden Offiziere waren gefällig gegen den jüngern Bruder, um den ältern zu beschämen. Dieser führte den Namen eines berühmten alten Geschlechts, befand sich aber in sehr beschränkten äußern Verhaltnissen und beobachtete bei jeder Gelegenheit gegen seine Cameraden eine Zurückhaltung, welche diese für bloßen Stolz und Eigendünkel auslegten. Die Offiziere fanden es daher sehr spaßhaft, daß der stolze Marquis einen kleinen Bauer zum Bruder hatte, der ein abscheuliches Patois redete und mit den Schuhen in der Hand dem Postwagen nachlief, und dieß gab ihnen einen köstlichen Stoff zur Unterhaltung in gewissen Zirkeln, welche sich wenigstens eine Woche lang damit beschäftigen würden. Sobald der kleine Reisende vor der Wohnung seines altern Bruders abgesetzt worden, beeilten sie sich, das Abenteuer überall zu erzählen. Man fand es wirklich höchst ergetzlich, und es wurde in wenigen Stunden selbst bei Hofe erzählt. Dort beschäftigte man sich wenig mit dem vermeinten Stolze des Marquis; aber desto größeres Interesse erregte die ungemeine Ausdauer und der Muth des Knaben und vorzüglich der Beweggrund, der ihn zur Unternehmung einer so langen Reise angetrieben hatte. Eine der Prinzes-sinen, die Tochter Ludwig's XV., wollte ihn sehen, und zwar gerade so, wie er angekommen war, mit seinen Reisekleidern und großen Schuhen. Der Knabe hatte unterdessen eine schwere Probe zu bestehen. Sein Bruder, aufgebracht über diese Geniereise des Kleinen, und schlimme Folgen für die Gesundheit der Mutter fürchtend, hatte ihn sehr übel aufgenommen und drohete, ihn gleich am folgenden Tage wieder zurückzuschicken; der Kleine zerfloß in Thränen und suchte vergebens den Zorn seines Bruders zu beschwichtigen. Glück- licher Weise wurde diese Scene durch den Eintritt eines Hofdieners unterbrochen, welcher dem Marquis folgendes Billet übergab: »Der Herr Marquis von D^ wird morgen seinen Bruder in den ^Pallast führen und ihn beim Lever der Prinzessin vorstellen. Der Wille derselben ist, daß er gerade so vorgestellt werde, wie er angekommen ist, ohne die geringste Veränderung in seinem Costüm." Das war ein förmlicher Befehl; sich demselben zu entziehen, war unmöglich. Der Marquis war verdrießlich; der Kleine lachte in's Fäustchen und kümmerte sich gar nicht um seine Kleider; es war ihm genug, daß er bleiben durfte. Ein Fiaker führte am folgenden Tage die beiden Brüder zur bestimmten Stunde nach dem Palais der Prinzessin. Der Kleine antwortete in seinem proven^alischen Patois und ohne die geringste Schüchternheit zu zeigen, auf die Fragen der Prinzessin. Endlich fragte ihn diese, ob er schon an seine Zukunft gedacht habe und was er werden wolle. — »Schiffscapitän!" erwiederte er lebhaft. Die Prinzessin lächelte und sagte zu dem Marquis, den diese Scene sehr in Verlegenheit setzte: „Er muß zuerst in ein Collegium gegeben werden; dieß soll meine Sorge seyn. Schreiben Sie sogleich an Ihre verehrte Mutter und versichern Sie ihr, daß der liebe Knabe eine Beschützerin gefunden. Sobald er aus dem Collegium tritt, wird er Page und dann Seecadett, und dann —, nun, das ist seine Sorge; die Laufbahn hat er vor sich, es liegt dann an ihm, das zu werden, was er wünscht." —- Die Prinzessin hielt Wort und der Knabe zeigte sich ihrer Verwendung vollkommen würdig. Durch seine Talente und seinen seltenen Muth stieg er von einer Ehrenstufe zur andern, und vierzig Jahre nach seinem ersten abenteuerlichen Aus-fiuge in die Welt war er — Admiral! D i e M a l e r. Künstlei-Novelle. (Aus dem .Spiegel.'') Mehrere junge Kunstgenossen, Maler, versammelten sich in einem Saal des Vaticans, um die Frescogemälde der unsterblichen Meisters zu copiren, welche den Pallast des Oberhauptes der Kirche schmücken. Sie waren in dem ernstesten Streben, in der tiefsten Anschauung begriffen, um den erhabenen Geist der Schöpfungen vor sich, in sich aufzunehmen und ihn nach Kräften wiederzugeben. — Wie emsig aber auch diese Studien betrieben wurden, es traten doch hin und wieder Pausen ein, wo die freundliche Rede den Kreis der jugendlichen Künstler belebte, wo Scherze und die Aufzählung lustiger Abenteuer den Ernst der Sitzung milderten. —Unter diesen Kunstiüngern gab es indeß einen, Namens Friedrich Barocci, der stets schweigsam und in sich gekehrt blieb; kein Scherz war im Stande, seine Lippen zum leisesten Lächeln zu verziehe,,, seine göttliche Kunst allein erfüllte seine Seele ausschließlich, doch lag es nicht in seinem Wesen, selbst über diese sich auszusprechen. Seine Gefährten hatten sich ihm Anfangs genähert, da aber keine Saite seines Innern bei einer Berührung wiederklnng, wurden sie es müde, vergebliche Versuche zu machen; sie ließen 91 ihn seine Straße ziehen und glaubten, dasi Beschränktheit des Geistes sein seltsames, verschlossenes Benehmen veranlasse. Zwei nur von diesen jungen Malern theilten diese Meinung nicht; beide waren von seinem hohen Werth als Künstler überzeugt. Der eine, Zucheri, hatte den anspruchslosen stillen Gefährten beobachtet und liebgewonnen, der zweite, Fiorescho, erblickte in ihm das große Genie, den angehenden Meister, und des Neides schwarzer Fittig beschattete und trübte sein Auge. Der Cardinal de la Rovero war der großmüthige Beschützer Barocci's; als Kenner wußte er seine Arbeit zu schätzen. Leontio, einer der Schüler, trat einstens in den Saal, schwenkte seinen Hut und rief: »Meine Freunde, ich bringe eine treffliche Neuigkeit mit." — »Was gibt's denn?'> fragten mehrere Stimmen zugleich. — »Der unvergleichliche Meister, Michael Angelo, befindet sich so eben bei Sr. Heiligkeit und wird, wenn er den Papst verläßt, uns hier mit einem Besuch beehren." — Freudiges, ehrerbietiges Staunen ergriff die Versammlung, die größte Stille herrschte; Jeder schaute besorgt auf seine Arbeit. Schon nach einer Viertelstunde erschien der große Meister; die jungen Leute empfingen ihn an der Thür, in zwei Reihen aufgestellt, und verneigten sich bei seinem Eintritt mit großer Ehrfurcht. Michael Angelo schritt langsam zu den Staffeleien; mit wohlwollender Aufmerksamkeit musterte er die Arbeiten der Kunstjünger; Einige ermuthigte er, so fortzufahren, Anderen gab er nützlichen Rath, Allen verhieß er eine gün-stige Zukunft. Jedes Wort des großen Mannes wurde mit wahrhaft religiöser Andacht hingenommen. Ganz im Hintergründe des Saales postirt, erwartete Friedrich Barocci mit sichtbarer Angst, dasi der Meister auch zu ihm treten würde; derselbe nahte auch schon, gefolgt von den Künstlern, deren Arbeiten er eben besichtigt hatte. Friedrich trat schüchtern zur Seite, Michael Angelo betrachtete sein Bild, schaute dann nach dem Original, darauf wieder auf die Co-pie, und das einige Momente lang, dann reichte er dem jungen Maler die Hand und rief: »Ei, das wird ja ganz vortrefflich!" -— Hocherglühend küßte Barocci die Hand, welche schon so Herrliches geschaffen. — »Eure Zukunft wird glänzend seyn, ich prophezeihe es euch," fuhr der große Mann fort. »Wo seyd Ihr geboren und wer war Euer Leh. rer?" — »Zu Urbino ward ich geboren und Baptist Veneziano gab mir den ersten Unierricht," entgegnete mit Herzklopfen der Kunstjünger. — Und wieder schaute der Meister mit freudigem Antliz auf das Bild, lobte die Farbenmischung, die Anlage, die Perspective, die Harmonie des Ganzen. Dann gab er seinem entzückten Zuhörer einige Rathschläge hinsichtlich des Faltenwurfs und der Conturen, und schloß seine Rede mit neuen Lobsprüchen. Dadurch aufmerksam gemacht, blickten die übrigen Maler forschend auf das Bild und erkannten zum ersten Mal die großen Schönheiten desselben. Nachdem Michael Angeloden Saal verlassen hatte, umringten die jungen Leute ihren Kunstgefährten und wünschten ihm Glück; verlegen und schüchtern, wie immer, dankte / ihnen. Fiorescho allein konnte es nicht über sich ge- winnen, in den Iubelergusi der Uebrigen mit einzustimmen; die Stirn in Falten gezogen, das Auge von einem unheimlichen Feuer erglühend, hatte er sich. ^wieder an seine Staffelei gestellt; das Herz schlug ihm mächtig in wildem Un-muth, er konnte den dem verhaßten Barocci gespendeten Vorzug nicht mit Ruhe ertragen. — Nach drei Tagen erschien der Cardinal de la Rovero im Atelier des Vaticans. Michael Angelo hatte ihm mitgetheilt, was er von seinem Schützling zu hoffen habe; der Prälat, geschmeichelt, daß der Meister dieselbe Meinung von Barocci's Talent hege, wie er, machte dem vielversprechenden Künstler den Vorschlag, fortan in dem Pallaste Novero zu wohnen und uuter seinen Augen seine Studien fortzusetzen, wo er dann um Vieles dem Vatican näher wäre, als in seiner jetzigen Behausung, welche er mit seinem Freund Zucheri und mehreren der Maler bewohnte. Barocci sprach schüchtern die Besorgnis; aus, daß er seinem hohen Gönner zur Last fallen würde; die mit freundlicher Derbheit gegebene Bestimmung des Cardinals: »es soll und müsse so seyn," verschloß ihm indeß den Mund für jede Weigerung; er mußte versprechen, dem Willen seines hohen Beschützers schon an den nächsten Tagen Folge zu leisten. Als die Kunstjünger sich anschickten, den Saal zu ver--lassen, um sich uach Hause zu begeben, trat Fiorescho auf und ersuchte sie, ihn noch einen Augenblick anzuhören; seine Stirn hatte sich geglättet und er sprach freundlich: »Ich halte es gerathen, Ihr lieben Freunde, daß, ehe Friedrich unsere fröhliche Künstlerherberge verläßt, um sich in dem prachtvollen Pallast einzuquartiren, wir uns noch einmal zu einem traulichen Banquett vereinen; er nimmt dann ein heiteres Andenken mit hinweg, das ihn antreibt, uns bald wieder zu sehen. Ich lade euch alle also sämmtlich zu morgen Abend ein." — »Angenommen ! Mit Freuden angenommen!" erschallte es im einstimmigen Chor. Der angenehm überraschte Barocci, der eine solche Freundlichkeit von dem ihm abgeneigten Fiorescho nicht erwartet hatte, freute sich derselben um desto mehr, trat zu ihm und reichte ihm dankbar die Hand, welche der Andere mit Herzlichkeit schüttelte, obgleich ein scharfer Beobachter ein unangenehmes Zucken seiner Lippen bemerkt haben müßte. (Fortsetzung folgt.) Feuilleton. Gin Wink für Naturfreunde. — Wir machen alle Freunde von großartigen Himmels- Scenen auf die totale und bei uns sichtbare Mondesfinsterniß aufmerksam, die morgen, Sonntag am 19. März, in den Abend- und Nachtstunden zu sehen seyn wird. Hier in Laibach geschieht der Eintritt in den Halbschatten um 7 Uhr 4 Minuten Abends; der Anfang der wirklichen Mondesfinsternisi ist um 8 Uhr l5 Minuten, der Anfang der totalen um 9 Uhr 20 Minuten. Die Mitte der Finsterniß tritt um 10 Uhr l i Minuten ein, worauf das Ende der totalen um li Uhr 1 Minute Abends, das Ende der wirklichen 7 Minuten nach Mitternacht und der Austritt aus dem Halbschatten um 1 Uhr 18 Minuten Morgens erfolgt. Die Dauer der wirklichen Mondessinsterniß beträgt demnach 3 Stunden 52 Minuten, 92 und der totalen I Stunde 41 Minuten. Möchte nur das Wetter den Beobachtungen dieses höchst interessanten Natur-Ereignisses keinen Eintrag machen! — Ilebrigens möge sich der Mond verfinstern — die Sonne einer bessern Zukunft ist so eben im herrlichsten Glänze aufgegangen! — Anerkennung. — Der k. k. priv. Adriatische Vc» sicherungs - Verein in Triest hat durch die hiesige Haupt-Agentschaft der Vorstehung des hiesigen k. k. Gefallen-Ober-amres für die Abordnung der Amtsfakinen zur Löschung des Brandes im hiesigen Coliseum den Dank dargebracht, und es wurde jeder der dabei thätig gewesenen Fakiui, die sich bei jeder Brandlöschung so erfolgreich gebrauchen lassen, mir einer Belohnung von 4 fl. betheilt. S. Rad», mlcli.zki, Hauptagent der l> k. priv. Ivinniune Sonderbares Fahrzeug. — A„, 20. Febr. kam auf der Donau ein Waschrrog geschwommen, in welchem sich zwei weinende Kinder befanden. Das seltsame Fahrzeug wurde glücklich bei Nußdorf an das Ufer gebracht, die beiden Kinder waren aber so sehr von Angst über ihre unfreiwillige und gefahrvolle Fahrr erfaßt, daß sie weder sagen konnten, wo sie zu Hause, noch durch welchen Zufall sie mit dem Trog in die Fluthen gerathen seyen. Heinrich von Geynniller. — Dem unlängst in Basel verstorbenen Wiener Bankier Heinrich von Gey-niüller (dieser Mann harre bekanntlich einen kolossalen Bankerott gemacht) ist an seiner Ruhestätte ein Grabmal gesetzt worden, das über l 3.000 Gulden gekoster haben soll. (Der gute Mann muß also doch noch eine kleine Kleinigkeit übrig behalten haben!) Papierkorb des V