W. 174. Donnerstag, 1. August 1889. 108. Jahrgang. Zeitung. N««n« V«. ''.^lbjHhllg fl.b.eo. Für ble Zustelln», in, Hau« «anMll« fl. l. - 3»se»N,»«,,»«« l y». Dl« „lallach« X«!»nli" ,«1ch«lnt «lgllch mll , bl« «tboetlo» Vahnhofgassc 24. Sprechstunden der «rbaction la.,ilch von 10 l»l< l» Uhr volMlttag».— Nnft»ull«l««l!e<» »crb«n ulcht angenommel, unb Manuscript» »«»lzvruckjssielll, Mit I. August beginnt ein neues Abonnement auf die LMmcher Zeitung. UNK p^'x ^ lü " " "ler ati on s < Vedi nnnn g en l'leil'en wandert und betragen: Nlit Postvcrsclldunss: fUr Laibach: lmlV^ ' ' U' fl. - lr. aaxzjährig ..Hfl.- lr. 3eL ' 7„5st„ haHhrig.. 5,50,, Mona 3" ' ?"N„ vierteljährig . 2 „ 75 „ ^lbn«,. ^ ^ 3 ustellunss ins Haus < ii r hiesige ""nenten per Jahr I Gulden. lrel^^e^^ Prännmerations'Veträge »voNen Porto« '"" zugesendet werden. )g. v. Rleinina^r K Fed. Vainberg. Nichtamtlicher Weil. Zur lildösterrcichilchcu Eileubahnfragc. Von Kranz Nergauer in Trieft. «ine» f^ ^^^ Gel,eralversa,umlllug des Centralvcr« lliwaV^ ^"benzucker^Industrie in der österreichisch-Neu^^^" ^""archie hat die Triester Eisenbahufragc Nijth:°^s"l Fluss gebracht. Das war vielleicht uü-den 3^^'^ ^ie Staatsverwaltung und die gcsehgeben-z^^"fterschaften hinsichtlich der Wahl der'Trace der Tries^ ""abhängigen Eisenbahn vom Inlande nach I^'s' !'"ch der Logik des Vortheiles fiir Handel uud tttess.. ? '^ ?lm,archie. sowie nicht minder im In. HH. °" gedeihlichen Fortentwicklung Triests nicht im ^clu,,^ " können, immerhin aber erscheint die An« 'na> „.^".ernpartei und filr sie die «Triester Zei-terG ^ ^" Standpunkt, welcher sich mit dem In-^erreils'l^ ^ ebensowenig wie mit jenem der teichis^'^" Industrie "nd des selbständigen öster-^^^nußeuhandels vereinbaren lässt, und di.ser Standpunkt hindert sie formell, fiir den Bau der Strecke Divaca-Lack. wodurch endlich die seit einem Vierleljahrhundert ersehnte und für Trieft absolut nö-thige directe zweite Eisenbahnverbindung hergestellt würde, einzutreten, angeblich, weil das Tauernproj^ct dadurch präjudiciert werd'n könnte. Das ist allerdings ein sehr vages Nrgumeut. aber es ist auch das einzig denkbare und bcwciit nur die Schwäche des eingenommenen Standpunktes. Wir wollen jedoch der Sache etwas schärfer ins Auge sehen. Denkt sich die Tanernbahnpartci eine Trace, welche die Ru-dolsbahn mit der Giselabahn verbindet, so muss sie ja «a ip«0 auch uud vor allem für den Bau der Strecke Divaca°Lack eintreten; denkt sie sich ab^r eine Trace, welche die Pusterthalbahn mit der Giselabahn verbindet, so rechnet sie auf Trieft begünstigende Dif-fcrentialtarife. weil eine derartige Ueberschienung der Tancrn auf natürlichm Wege Venedig im gleichen Maße zugute käme als Trieft.' d. h. mit anderen Worten, um die theure Tauernbahn ohne plaumäßigen Ausbau des Staatsbahnnchcs für Trieft relativ wertvoll zu machen, mnss sie sehr billige Tarifsätze erstellen, vielleicht so billige Tarifsätze, dass sie für immer unter die passiven Elemente des Staatsbahnnetzes einzureihen wäre. Ziehen wir nun dic Glossen näher in Betracht, welche die «Triester Zeitung» zu den Verhandlungen des diesjährigen Zuckertages hinsichtlich der Triester Eisenbahnfrage machte, um an der Hand derselben die Gründe für und gegen das Project Divaca-Lack zu beleuchten. Nebensächliches und ohne Begründung leicht hingeworfene Angriffe sollen unbeachtet bleiben. Vor allem weist Herr Eschcr in der «Trieste Zeitung» vom 24. Juni darauf hin. dass die vom Inlande nach Trieft gravitierende Gütcrmenge nicht hinreicht, um zwei Bahnen lohnend zu beschäftigen. Ferner berechnet er nach dem Kilometertarif das Ersparnis an Fn cht durch den Bau der Divaca-Lacter Linie auf Gruud der heutigen Südbahntarife anf 6 Kreuzer. Das sind na» türlich nicht ernst zu nehmende Kunststückchen, mn über deu eigentlichen Inhalt der Sache hinwegzukommen, denn erstens ist es eine ganz willkürliche Anuahmc. dass unter besseren Verkehrsverhältuisscu aus unseren heimischen Gewerbe- und Industrie-Bezirken für den Export vili Trieft leine grösicrc Oülcrlncnge wie bis« her zu erwarten sei. und zweitens wurde in den Verhandlungen der Zlickeriindustriellen auf ein Eisenbahn» fracht-Ersparnis von 50 Krenzer abgezielt, was natürlich auf rein theoretisch'»: Wege in der Weise, wie dies Herr Escher ausrechnet, nicht erreichbar ist. Hiezu bedarf es der nicht schwer zu gewinnenden Ueberzeu» gllng. dass die heutigen Frachtsätze der Sildbahn zu hoch sind und die eiufachl' commercielle Erkenntnis, dass die Concurrcnz den Verkehr belebt und die Frachtsähe hcrabdrückt. Wir haben also von der kurzen Strecke Divaca» Lack, wodnrch das Staatsbahnnetz erst seinen Zweck erfüllen kaun. nicht jenes Ersparnis zu erwarten, welches sich auf Grund der heutigen Tarifsätze nach dem Kilo» meter berechnet, es ist vielmehr zweifellos, dafs die Südbahn schon während des Baues der Verbindung«' strecke Divaca«Lack mit Einhcitsfrachtsätzen hervortreten wird, welche die Iudustrie und den Handel vollständig befriedigen werden. Dann erst, auf Grund der billigen Frachten, wird auch die Frage ihre Berechtigung haben, oti beide Bahuen durch den Güterzuzng nach Trieft hinreichend beschäftigt werden können, und diese Frage, welche auch Me über den erwünschten Aufschwung Triests involviert, kann nach vielen Analogien schon heute bejahend beantwortet werden. Es soll hier nur an jene Thatsache erinnert werden, welche zum guten Theile den Verfall des Triestcr Handels herbeiführte, nämlich an die Entwicklung der nordösterreichischen Eisenbahnen. Bis zum Jahre 1867 war die Kaiser Ferdinands-Nordbahn Alleinherrscherin, im Jahre 1868 entstand die Franz-Iosefsbahn. ein Jahr darauf wlirde die Nordwestbahn eröffnet und später die Staatseisenbahn, doch weit davon entfernt, dass der Ferdinands-Norobahn ein Schaden erwachsen wäre, machten viel« mehr alle Bahnen glänzende Geschäfte und verzeich« nctcu von Jahr zu Jahr steigende Arbeit und steigende Einnahmen. Das li>gt ja a,ich in der Natur dcr Sache, denn die Billigkeit, welche dauernd eben nur im Wege dcr Concurrenz zu erreichen ist. weist dem Güterdrr-lehre die Richtungen an. wie wir dies zu unserem un-ermcsslichen Schaden im Verkehre nach dem Norden er« fahren mussten. Was wir also mit dcr zweiten unabhängigen Eisenbahnverbindung nach dem Innern der Monarchie erreichn! wollen uivd auch erreichen werden, sind nor- Zemlleton. Am N l ^ d"i Ringe. cutta ei., l?Vl"U ^ses Jahrhunderts bestand in llal< ^hrina na Ä'"^ Geschäftshaus, welches der Familie '""rmewics? '^ Wilhelm Nchring hatte neben sm,en "nd Eduard 6^b"l drei Sühne: Leon, Amadeus "°bcns M<,...i '!«-."" zweinndzwanzig Jahre alt, l, l ^ines NH ^"o fünfzehn. ?"se des «5 H5 "schle" ein kranler Bonze im Land-^«""tr. A?/""'- be"' die Familie schr herzlich ,b"u Nat«. ^" ""eo" gem sen dieselbe verließ, gab > ""cftnnn. 5" ^"^- 'Nimm hier die drei V". Ü'" ist znj, ml'V^thcile s« "nter deine Söhne. Der '^ zum N^l^"' der andere zum Verkaufen, der Die «^ 6'"">e".. !? '> a„ >!.^ bestanden aus dünnem Goldblech und ^i^". Neb ' ^5."n Elchen noch eine Schrift n?"" dcr Ta,i3 ^" ^u Bonzen, er möge ihm den " Iolg.^« "°''e deutlicher erklären, woranf dies.r di^ dem plagte: 'Wenn du es mit Mühe snchst. d ! 3^rb.n ^^"'" ^n es theuer erkaufst, ist es h r ^b'n und Gl,^"'!^" es zufällig sindest. ist es E^ "'cht Ilü^ ^ Daralls wurde nun der Kanf-drin"'' den A. ^« ^b indessen die Ringe seinen mEdnard ^ " ^°"' den zweiten Amadeus, deu l^>:^^^^ bedacht sein. Leon zu V, /"sertork,. ?" ^"en ihm seine Eltern schon Ai>^?' die. .?.',,^ w" dies die Tochter eines hohen cntta znnl Neide. Allein die jungen Ehelcute lebten nicht länger als einen Monat miteinander; die Dame war launen» haft, der Vatte starrköpfig, jcden Tag gab's Zank und Streit, sie gcrielhen immer aneinander, denn es fehlte dei ihnen der sanfte Genius, der die hadernden Ehegatten zu versöhnen pflegt, es fehlte ihnen die Liebe. In der sechsten Woche, welche man noch die Honigwoche zu uennen pfl>gt. verließ die Frau das Haus ihres Gatten nnd kehrte zu ihren Verwandten zurück, die sie nach Englaud mitnahmen. Die Eheleute brachen gänzlich miteinander, nnd um ganz frei zu seiu. strengten sie die Scheidungsklage an. welcher zufolge Leon dcu Seeweg von Calcutta' nach London dreimal zurückzulegen gezwungen war- als endlich der Process zn Ende, war Leon an Leib m,d Seele gebrochen, sein Herz ansgebrannt. sein Gemüth erkaltet. Diese Heirat hatte sein ganzes Leben vernichtet. ^ Seine Eltern machten sich deshalb bittere Vor-würfe, denn sie hatten diefe Heirat zustande gebracht; nun wollten sie ihren Fehler beim zweiten Sohne gut-machell. Sie überließen es ihm selbst, sich eine Frau nach seinem Herzen zu suchen: cs kümmerte sie nicht, wer sie auch sei. aus welch armem Hause und aus welch dunklem Lande sie anch immer stamme. Amadeus besaß viel Geschmack und war auch an« spruchsvull; es war schwer, sciuen Ansprüchen zu ge-nügen; die Dame, die er mit seinen, Ringe licehlen sollte, musste schön, gut. gescheit, gut erzogen und angenehm sein. Ihr Haar sollte weder blond sein noch schwarz, sondern nur eben ein lichtes Kastanienbraun, ihre Angen hingegen schwarz und schmachtend; ihr Gesicht sollte nicht voll und auch nicht länglich sein. sondern fein und leidenschaftlich; ihre Bewegungen voll Reiz. ihr Gang leicht, ihr Gemüth schmiegsam und reich an Empfindungen; ihrem Manne sollte sie treu und sauatisch in ihrer Liebe sein; sie sei unschuldig bis zur Unwissenheit und in ihrer Liebe dennoch unerschöpflich nnd ewig neu. Amadeus bereiste ganz Europa, um ein Mädchen zu siuden. welches das Ideal so vieler Ansprüche sein tonnte; aber schließlich fand er dennoch eines. Es war in Paiis. Ihre Schönheit und ihre Reize entsprachen ganz seiner Phantasie, sie war ebenso leidenschaftlich als saust, ebenso unschuldig als verliebt, ganz nach seinem Wunsche. Ein Jahr verbrachte er damit, über sie alles bis auf das geringste Detail zu erfahren. Aber er hörte über sie nichts anderes, als beruhigende Lobeserhebungen. Das Mädchen ward in einem Kloster er-zogen, scine Eltern waren nicht reich, nicht vornehm, aber feste, wackere L-utr. die selbst viel anf die Tugend ihrer Tochter hielten. Ntnabens zweifelte nicht länger, das« er die rechte Stelle für seinen Talismanring gefunden; er verlobte sich mit dem Mädchen und nahm rs mit sich nach Indien. Dort verbrachte er mit ihr zwei Monate in unendlichem Glückörauschc. im dritten entfloh sie mit einem Schiffscapitän, der nach Amerika segelte. In seinem Schmerz darüber jagte sich Amadeus eine Kugel durch den Kopf. , . «^ ^ Nlln blieb noch der Ring Eduards übng. Eduard war ein lechtblütiger Junge, welcher der Freude cnt. gcgenzugehen wusste und dem Leide auszuweichen. Das Schicksal seiner Brüder war ihm ein warnendes Bei-spiel, dass das Frauenherz ein gefährlicher Handels- ilaibachcr Fettung Nr. 174. 1486 1 Anantt 1U88. male Tarifsätze, welche es im Laufe von wenigen Jahren ermöglichen werden, dass wir einen qroßen Th?il unserer heimischen Iudustrieproductc, hinsichtlich deren Export wir heute zum Schadcu von Trieft nnd des Staates der Fremde tributär sind, über Trieft in den Welthandel leiten, und das allein kann unserer Hafenstadt einen dauernden Gewinn sichern. In dieser Beziehung äußert sich Herr I. Pizzala, k. k, Commerzial-rath, in einer jüngst veröffentlichten statistischen Äro-schüre «Oesterreich-Ungarns Außenhandel im Jahre 1888» folgendermaßen: «Aus dieser Darstellung und deu vorhergehenden Tabellen geht die Thatsache hervor, dass die vaterländische Production im letzten Deceunium einen mächtigen Aufschwung genommen hat, dass sie ungleich mehr, wie vordem, den eigenen Markt beherrscht und auch weitaus größere Mengen an das Ausland absetzt. Wenn ungeachtet all dieser nicht wegzuleugnenden Faeta Klagen über mangelnden Export lallt werden, so kann dies nur als Beweis dienen, dass die inländische Produetion eine übermäßige Ausdehnung erfahren hat — ihre Einschränkuug kann aber nur durch all jene Maßnahmen bewirkt werden, welche geeignet sind, einerseits die Production auf das Niveau des Normal-Bedarfes herabzusetzen, anderseits durch Erschließung neuer Absatzgebiete eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten. In letzterer Beziehung müssen wir aber immer wieder daranf zurückkomme», dass vor allem eine sorgsame Pflege des Seehaudels. die Schasfnng neuer Dampferlinien und die Emancipation vom deutschen Zwischenhandel dringend noththut.» In dieser Aeußerung fehlt jeder Hinweis auf die zweite directe Eisenbahnverbinduug vom Innern des Reiches nach Trieft und doch ist sie das denbar schärfste Plaidoyer für eine solche, denn vor allem müssen wir uns dem fremden Zwischenhandel entziehen und Trieft zu dem machen, was es sein soll, zum Hafen von Oesterreich. Dieser Forderung gegenüber erscheint die Idee, durch den Bau der theuern Tauernbahn Transito-Güter aus Deutschland nach Trieft zu ziehen und daraus Vortheile für Trieft und in zweiter Linie für den heimischen Export zu erwarten, als eine Specula« tion, über deren Resnltat ernstlich gar kein Urtheil zulässig ist. Und das soll im Folgenden zu begründen versucht werden. Vor allem sei die Discussious-Unfähigkeit des Argumentes dargelhan, dass ohne Zuzug von deutschem Transitgute «alle die in die Hafenlagerhaus- und Freihafenbauten gesteckten Millionen fruchtlos verausgabtes Capital bleiben», dmn nach den protokollarischen Aufzeichnungen über die Commissiousverhaudlungen, welche hier im Jahre 1883 und 1885 hinsichtlich der Erweiterung der Hafen- und Lagelhausbauten im Hinblicke auf die Freihafenaufhebung gepflogen wurden, wäre im Freihafengebiete ein Belegraum von über 400O00 Quadratmeter nothwendig, während in der That nach vollständigem Ausbau der neuen Lagerhäuser kaum 200.000 Quadratmeter Belegraum gewonuen sein werden Nach menschlicher Berechnung werden wir also schon ohne größern Aufschwung des Verkehres, darauf angewiesen sein, für eiuen Theil der Trausitogüter im Zollgebiete, d. i. also in der Stadt Fiduciar-Magaziue zu schaffen, um den Verkehr zu bewältigen; für den versprochenen Zuzug von Masscntransitgnt ans Deutschland durch deu eventilelleu Bau der Tamrubahn müsste mithin ein neuer Freihafen erst angelegt werden, wenn wir nicht alles, was die commerciellen Beziehungen zwischen Trieft und der Monarchie betrifft, auf den Kopf stellm wollen. Nachdem übrigens im Streite — ob Tanernbahn, ob Divaca-Lack-Loibl — die Verhältnisse derart liegen, dass im Interesse der nationalen Industrie und des nationalen Außenhandels die letztere Linie selbst in jenem Falle vorgezogen werden müsste, wenn sie für den Transit aus Deutschland geringeren Welt hätte nnd znr Herstellung größere Kosten erfordern würde, so ist es klar, dass die Tanernbahn-Parlei auch durch Ziffer» nicht überzeugt werden kann, wl.il fie sich eben nicht überzeugen lassen will. Nichtsdestoweniger sollen hier einige erläuternde Ziffern gegen die Ausführungen des Herrn A. Escher in der «Triester Zeitnng» vom 24. und 25. Juni l. I. Platz finden. Zunächst wollen wir constatiereu, was die Ziffern des Herrn Eschcr selbst beweisen, nämlich, dass die Tauerubahn mit Rücksicht auf den Distanzvortheil die Gotthardbahn in Süddentschland nur südlich der Douau mittels sehr billigen «Tarifsätzen» ernstlich bekämpfen könnte, schon in Nürnberg schrnmpft dieser Distanzvortheil anf wenige 30 Kilometer zusammen, womit man einer kräftigen internationalen Route keine Concurrenz macht! Wenn das Lebensinteresse des Triester Handels an einem so schwachen Faden hängt, wie die Tanernbahn als Con« curreuzbahn gegen die Gotthardbahn ist, so ist es um dieses Handelslebcn in der That sehr schwach bestellt und die Millionen, welche für die Hafen- und Magazinsbauten ausgelegt werden, wären wirklich hinaus« geworfenes Geld. Denn wenn die Gotthardbahn mit dem deutschen Transit wirklich so glänzende Geschäfte macht, wie der Stand der Gotthard-Actie beweist und die norditalienischen Eisenbahnen wirklich so enorme Investitionen gemacht haben, um diesen Transitoverkchr zu bewältigen, so kann zunächst von dem Baue der Tauernbahn doch nur der Effect erwartet werden, dass sich die Gotthardbahn mit geriugeren Einnahmen bescheiden und die Actien dieser Bahn auf den entsprechenden normalen Wert zurücksinken werden. Und auch die norditalienischeu Bahnen werden ihre Trausito-Uteu-silien verwerten wollen, so dass aller menschlichen Voraussicht nach der Bau der Tauernbahn als Concurrenz gegen die Gotthardbahn ein Schlag ins Wasser wäre, wofür der Staat die Kosten zu zahlen hätte. Damit wäre Trieft natürlich nicht genützt, aber die zweite directe Bahnverbindung mit dem Zulande hätten wir auch noch immer nicht. Am großen internationalen Frachtenspiel kann man sich betheiligen, wenn man auf eigenem Boden sachgemäß und den ökonomischen und commerciellen Bedürfnissen entsprechend eingerichtet ist, dann ergehen sich auch die besten Combinationen von selbst, jedes gegentheilige Trachten kann nur ein volkswirtschaftlicher Missgriff sein. Wie zweifelhaft der Wert der Tauernbahn auch mit Rücksicht auf die nähere Concurrenz Venedigs für Trieft ist, beweisen die heute bestehenden Gesammt< entfernuugen von diesen beiden Häfen bis zum even« wellen Knotenpunkt Sachsenburg, falls die zumeist in Betracht kommende sogenannte Mallnitzcr Tauernbahn zustande kommt. Die Distanz von Venedig überMeM Udiue, Poutebba, Tarvis. Villach nach Sachse!lb>>lg beträgt 312 Kilometer; von Trieft über Herpelje, M-vaca, Laibach, Tarvis. Villach nach Sachscnburg betrag 317 Kilometer — also würde Veuedig gegen Tnejt durch den Bau der Tauernbahn noch einen Vorsvrung von fünf Kilometer erreichen; wir haben somit lciittll Grund die Ueberschiennug der Tallern an der Perl-pherie dcs Staatsbahnnetzes zu wüuschen, denn W» kann nns animieren, mit Venedig uud Genua in einen Concurrenzkampf um Transitogüter einzutreten, dessen Alisgang allermindest sehr zweifelhaft iss was lan" nns animieren, dem deutscheu Handel eine neue bequeme Zufahrtsstraße znm mittelländischen Meere, also >" nnsere eigentlichsten Absatzgebiete, die schon hellte vo>> fremdländischer Concurrenz wahrlich genug bedroyl sind, zu eröffueu — während unsere Industrien in dcn Alpenländcrn, welche dem Meere zunächst liegen, weg" unzulänglichen Bahnverbindungen schwer sorlkonuM" nnd überhaupt der größte Theil unseres Auhenha»dw zum Nutzen der deutschen Verkchrsaustalteu und der deutschen Hafenstädte über die nördliche ReichsgreM betriben wird. Im Jahre 1868 wurden alls Oesterreich exp^ tiert: , M.-Centner M.isst l« ..„„ m86ö Farbware,. / ^..172 . . . > Glaswaren . . . 4lli,«5i5 . » . 6!-" und eingeführt: „ Baumwolle . . . 1,056.704 » » » l'M Palm' und Cocos ^ i^«-^ 2lj.^" Hanf..... N0.177 . . . Uz Jute..... 225.29 l, » . . U»A Oelsaat..... 1X5,013 . . . „^«g Tabak..... l 28.02«, . . , ^'U Wolle..... 249.286 . . » ^" Das sind die Stichproben aus der Veweg^ ilnseres Außenhandels, die eine sehr deutliche Spra.A sprechen. Dieselben sagen nns, dass Trieft, vielM mit alleiniger Ausnahme von Vanmwolle, das Dop<" von dem im Exporte sowie im Importe leisten "!"> ' was es hellte leistet, wenn wir über die hiezu H wendigen Eisenbahnverbinduugen mit den nördl»") Hinterländern uuseres Hafens gebieten, und dieser kehr würde noch obendrein den Eigenhandel starten ^ ausdehnen. Die geringschätzige Meinung von der he^ schen industriellen Kraft hat krine Berechtigung, ^ schon die Ausführungen des Herrn Commercialra'y Pizzala beweiseu, im Gegentheile, abgesehen da" dass wir den Export alls den nördlichen indm'^ reichen Provinzen durch den Bau der Verbind^ strecke Divaca , Lack uud deren natürliche Fortse« der Loiblbahn, nach Trieft ziehen könnten, ist> Sicherheit anzunehmen, dass eben durch diese v"v die reichen Schätze unserer Alpenländer durch " industrielle Unternehmungen gehoben und die beM den Industrien intensiver betrieben werden könnten» Indes handelt es sich nicht nur darum, den <»" §, zuzug nach Trieft zu vermehren, wir wurden vor Ia^, artikel sei; man konnte nicht genug vorsichtig sein in seiner Wahl. Eduard besaß ein kleines Iagdhäuschen und unter dem Vordache desselben wohnte ein wanderndes Schwal-benpaar. Jeden Frühling verließen dieselben das Nest nnd jeden Herbst kehrten sie wieder darein zurück; sie waren sehr zutraulich. Jeden Morgen und jeden Abend zwitscherten sie stundenlang unter dem Fenster Eduards; sie fürchteten sich auch nicht vor ihm, flogen in das offen gelassene Fenster hinein, und wenn er schlief, setzten sie sich auf den Betlrand und verscheuchten mit ihrem geräuschlosen Herumfliegen jede störende Fliege von dort; als sie aber ihre Jungen ausgebrütet hatten, brachten sie dieselben, bevor sie flügge geworden, Eduard zu zeigen, indem sie sie der Reihe nach auf die Fenster« stäbe sehten; anf diese Weise nahmen sie Abschied und begaben sich auf die lange Reise nach Europa. So oft auch Eduard eines von ihnen fieng, war es immer das Weibchen; das Männchen ließ sich nie fangen, der Muttervogel hiugegeu sah auf der Hand« fläche Eduards so ruhig, dass man ihm fast sagen musste: So stiege doch schon hinweg! Das Thicrchen wusste wohl, dass einer Schwalbenmutter niemand was thäte. Als sich die Schwalben wieder zu ihrer Frühlings-rcise bereiteten, fieng Eduard die Mutterschwalbe, und. indem er mit der Messerspitze die Worte: «Eduard Nehring, Calcntta» in seinen Talismanring einkritzelte, zog er denselben auf den Hals des Vögelchens uud lieh es fliegen. Die kleiuen Trauervögel verschwanden in der blauen Ferne, nahmen Eduards Ring mit sich, wer weiß wohin. Im Herbste kehrten sie wieder zurück. Die kleine Mutterschwalbe kouute kaum erwarten, dass Eduard das Fenster öffnete, so eilig war sie hcrbeigeflogeu uud setzte sich auf den auf dem Tische befindlichen Leuchter, um die Sendung aus der fernen fremden Welt zu überbringen. Eduard bemerkte voll Ueberrafchung, dass der Ring am Halse des Vogels ausgetauscht war, dass denselben ein dünnerer Ring umgab; der kleine gehorsame Postillon ließ sich den Ring abnehmen uud flog daun auf deu Fauteuil Eduards, als ob er felbst auch sehen wollte, was darein geschriebett war: «Emma Vary, Szegedin.» Die kleine Schwalbe begann zu pfeifen, zu zwitschern und konnte mit ihrer Rede kaum zu Ende kom» men; gewiss erzählte sie Eduard, welch schönes Land es sei. aus welchem sie den Ring gebracht, was für ein Mädchen, wie schön, sanft und gnt es sei, das ihr diesen Ring anvertraut, wie oft es das LehmcasteU der kleinen Schwalben gegen muthwillige Kiuder vertheidigt, wie schön es sie anzublicken welß O. die Vögelchen erkennen an den Augen der Menschen sehr gut, wer eill gutes Herz hat. wer sanft ist, wer zu lieben versteht! Eduard hörte der Schwalbe zu, so lange diese nur Lust hatte, zu erzählen. Meister Thomas Vary war zu jener Zeit ein Kleingrundbesitzer in Szegediu und besaß sieben Söhne und eine Tochter. Em reicher Eottesscgen; besonders die Söhne, denn diese finden ihr Brot überall, aber Mädchen machen schon mehr Sorgen; nm ein armes Mädchen pflegen sich dle Werber nicht zu streiten. Außerdem war Emma von sehr feiner Gemüthsart; irgend eiu gewohnlicher Mensch hätte schon ans dem Grunde mcht gewagt um ihre Hand anzuhalten, weil er gefürchtet hatte, dass er mit ihr nicht werde umgehen köuueu. Eines Morgens hielt vor dem Hanse iM^ Thomas Vary's ein füufspäuuiger Wagen. vor«e einem ölfarbigen Kutscher, hinten mit einem ^>, diener. Dem Wagen entstieg ein in Sammt und ., denspitzen gekleideter Herr mit einem dreieckigen ^ in der Hand, einem langen, geraden Degen an ^ Seite und trat direct in den Hof ein. Selbst die V" wagten es nicht, ihn anzubellen. W< Dort erzählte er ill küssenswertem schlechte" ^, garlsch. welches er mit deutschen, lateinischen uno .^ lischeu Worten vermengte, der staunenden 3"'.^» dass er Eduard Nehring sei. der Sohn eines "" f Kaufherrn ans Calcutta, der vor einigen Mona"" ^, wuuderbare Art und Weise eiuen VcrlobunaM'Ng ^ gesendet habe. Sein Vcrlobungsring habe a"^l> rechten Ort gefunden, denn er habe auf .^'^^1 Wege einen anderen dafür erhalten. Der Ring>" ^l war also thatsächlich vor sich gegangen. nnd ^»je nun nur noch gekommen, um seine Braut »ach v zu führen. tiselt Das that er denn auch, woran niemand H ^e Und Edumd wurde ein so glücklicher MenHF cs ein Sterblicher unter den Wolken nur "vc^ feiu kann. ^ — — — — — ^ ^ ^. — ^. d» Nnn wisst ihr, was cs bedeuten soll? <^.l el es mit Mühe suchst, ist es dein Tod — W"U ^, sl theuer erkaufst, ist es dein Verderben — wen" zufällig fmdest. ist es dein Leben uud Oliick' ss Ich hörte diese Geschichte in Szeged"'. ' ^ «>' heute noch viele daran erinnern. Ob sie nu" »" oder nicht, jedenfalls ist sie gut erfunden. ^i- Maurus ^5" ^^WwZellunu Nl. l?4. 1485 l. Allgnst ^6«!j. l^i sehr ernstlich daran gemahnt vorznsorgen, dass wir ^ °'lch den bisherigen'Export erhalten. Es betrifft ^ den Artikel Zucker, der im Mittelpunkte des w,?^ ^"'dels steht. Anf dem letzten Znckettage '" n,e dargethan, wie sehr wir in Gejahr sind, den ^a - Export in die Levante zn verlieren, es wnrde ,.^ constatiert. dass das einzige Remcdinm hiezn ""'gere ^nd- mid Seefrachtsätze sind. anf welche Wundläge die Frage anch behandelt nnd gelöst Politische Uelierstcht. «Nrp»^'^ Franz Josef in Berlin.) Der ^W' wird ans Berlin gemeldet: Mchr nnd mehr ?^u stch die Gedanken und das Interesse der Reichs-Aupt>tadt der Ankunft des Kaisers Franz Iofef zn. änk )wl""bsichtl'che Fehlen alles officiellen Gepränges S>^« ?""" '"chts. Je pietätvoller die Berliner das 2« ^ bewährten Vundesfrenndes Kaiser Wil-^ >n« zu ehren wissen, desto weniger wollen sie es sich tun !"^'"' den Mangel an änßcrlichen Veraustal-mH" durch einen mnso wärmeren Ulld herzlicheren tsempfang zu ersetzen. Wenigstens ist dies die Stim-„2 )"^^' '" allen Schichten der Berliner Einwoh- ">°Mt allsnahmslos vorherrscht. . (Aus Böhmen.) Mit Allerhöchster Entschlic. a? 5°m 25. I„li hat Se. Majestät den Landtags-^/"dneten Georg Fürsten Lobkowitz anch fiir die ."'""noe Legislatur-Periode z»m Oberstlanduiarschall «l /"hmen ernannt. Es ist auffallend, dass nicht «rla,Mt,y auch die Ernennung des Obcrstlandmarschall-^f Kreters ^l^gte. In der vorigen Session wurde Dr ^m^^m^ "" deutscher Landtagsabgeordneter. D,'^-""ldert. berufen, der nach dem Exodns der W ^ ^"^ den Prager Bürgermeister Schulz cr-nuck?' ' ^? 'sl '"cht unwahrscheinlich, dass man sidm ^'"^ """' deutschen Abgeordneten ins Prä-der 9? ^ Landtages entsenden will, natürlich nnter «.„^^"llssehllng des Eintrittes der Dentschen in den h».^-^Aei der Landtags-Nenwahl für den Städte. H" Landskron wnrde der Altczeche Adäniet mit 25k; 3 !^"'"l gewählt. Der Iungczeche Forst erhielt H».. ?"""'- bisher war dieser Bezilt durch deu ^"gc^chm Vaöaty vertreten. ^,(^.laatseiseubahnrath,) Die am 8teu lore sc '? ^°ben stattfindende österreichische Dircc-ltar i'^ - "'^ ""^ """' ^"^"ll der galizischen brin ? ^^"^' '" ^"athllng ziehen, dahingehend. ^, ^""^lsminister Schritte zu unternehmen, damit wll,. .. "I)""' eine Vertretnna im Staatscisenbahn- "^e gesichert werde. d"s l!^"' dalmatinischen Landtage) wurde 3)ti,,^'.^' betreffend die Rechtsverhältnisse der dem UchM' "'^ "l't^worfenen Lehrer anlässlich einer "Nerung. ,n dritter Lesung augenonlmcn. swcke A^"'""rk.) Der Verkehr anf der Bahn-Calonw ^Miz wurde vorgestern eröffnet. Ein neue 9i^"«-^ Staatsbahn, in deren Betrieb die ^tattd^ V«^' brachle die Festgäste, darunter del, Ctattli^. "W Hubert und mehrere Beamte der nitter """'""" Graz nach Glnsdorf. Die 15 Kilo-branae?> «, cke "°^ ^ciz wurde uuter dem Zu->^^r^evölterung anstandslos zurückgelegt. (Triester Lagerhäuser.) Aus Trieft schreibt man: Die hiesige Lagcrhaus-Dircction hat die Herstellung der Objecte der dritten Gruppe, nämlich der Magazine 18 und 20 und d.r Hangars 9 und 24, der Bau-Unternehmung Consorzio Triestino di Costrut-tori übertragen. (Kroatien.) Ein Agramer Telegramm meld.t, dass die kroatisch-slavonische Landesregierung den Ge meindcrath der Stadt Petriuja aufgelöst hat. U, — (Decoricrung.) In Klagenfurt hat am 28. v. M. die feierliche Uebergabe des dem Herrn Max Ritter von Moro verliehenen Comthurkreuzes des Franz-Josef - Ordens durch Se. Excellenz den Herrn Landes-präsidcntcn Franz Freiherrn von Schmidt^Zabiörow statt» gefunden. Die Mitglieder der Familie von Moro, Verwandte und Freunde derselben und die Arbeiter der Moro'schen Fabriken wohnten der Feierlichleit bei. — (Ein Kind zerschnitten.) Wie ans Rann geschrieben wird, wurden am 25.v. M. in dem durch Alten» dorf fliehenden Bache Theile einer verstümmelten Kindesleiche weiblichen Geschlechtes durch die Besitzerin Maria Eisl aus Allendovf aufgefunden, und zwar unweit des Eisenbahndammes links ein Fuß und rechts des Dammes der verstümmelte Körper mit einer Schnittwunde am Halse, mit abgeschnittener linker Hand und rechtem Fuße. Die Leiche wurde in die Todtenlammer nach Vibem übertragen. Die durch die Gendarmerie gepflogene In-vigilierung nach der Kindesmörderin filhrte zu dem Re» sultate, dass die im Jahre I860 in Altendors geborene Elisabeth DrobeZ, als der That bringend verdächtig, verhaftet wurde, welche nach längerem Leugnen gestand, am 23. v. M. abends ihr neugeborenes Kind erwürgt, in einen Narchentkittel eingewickeltes zum 24sten abends im Bette behalten zu haben, worauf sie es als todt zu dem hinter dem Hause vorüberfliehenden Vache getragen und daselbst mit einem größeren Taschenmesser zerschnitten und den so entstellten Körper sammt dem Messer und deu Körpertheilcn in den Bach geworfen habe. Elisabeth Drobez wurde an das l, k. Bezirksgericht in Rann eingeliefert. — (Vom Fürsten Sullowsli.) Nach einer Meldung aus Bonn foll die dortige Staatsanwaltschaft den Auftrag gegeben haben, den Fürsten Sullowsli in die staatliche Prouinzial'Irrcnanstalt in Eberswaldc bei Berlin behuss Beobachtung zu überführen. Damit tritt die Affaire des Fürsten in ein für ihn anscheinend günstigeres Stadium. Dem Ansuchen seiner Gattin und ihres Vertreters, ihn wieder in Privatpflege zu geben, ist nicht entsprochen worden. — (Unwetter in Istrien.) Wie man aus Monlona schreibt, gieng daselbst am 23. Juli ein furcht» bares Hagelwetter nieder, das in der Gemeinde Portole, mit Ansnahme der Ortschaften Oevic, Tapolaoac und Guardicna, alle Feldfrüchte und das Obst zerstört hat, so dass die diesjährige Ernte kaum ein Drittel des gewöhn« lichen Ergebnisses erreichen wirb. Der Schaden ist sehr bedeutend. — (Eine Nabe.Anstalt für Hunde.) Man schreibt aus Stuttgart: Die hier neuerrichtele Bade» Anstalt großen Stils, welche mit Veginn dieser Woche eröffnet wurde, bildet eine originelle Neuerung: eine Ab« theilung für Hunde. Dieselbe umfasst ein Schwimmbassin mit ständigem Wasserzusluss, ein Reinigungsbad und °cm Englischen von Hermine Fraulenstei«. Als 5, ^' ^""lchullc,.) betrat wnr^ V"'^ Mädchen das Herrenhans wieder "'«Men s.'! ^ ^s"at, dass ein fremder Herr ge-habe. und k?« ""'ch"" 'hl Vater sich cingrschlosfen ^ Meiw ^ " '"Hl gestört zu werden wünschte. ?.l"Äselia?.. ?-" gleich anf ihr Zimmer, wo sie sich '^ Mr ^s"""l"eien überließ, bis die Zeit da war. !?e"dete s,> .^ anzukleiden. Des Gastes halber ver-!"" Toi etV ^ ""^ Sorgfalt als gewöhnlich auf M". als s'/l!!. ""rde s"r ihre Mühe insofern be-3'oenkleid k « l"" bcnn je aussah. Das schwarze ?" Ziemlich «l" l"s' sah freilich beim Tageslicht 7"en?z N "^genutzt aus, aber die Spitzen, mit s"gleichljH'U.war, waren echt nnd hoben die un-m""r. wäbr^^''"b Schönheit ihres Halses erst recht M und in -r. " dnnkelrothen Geranien an ihrer Haaren die sonstige ^ aber w., c ^"/Mc angenehm unterbrachen. Sie ^ hrez iun„/°^" in dem verklärenden Schim- " ihr aus,L Glück's, dass ein unsagbarer Reiz s„.. Sie H "/"e" schien, als sie den Salon betrat. V '"i/ ^em'7^"" bereits daselbst im Ge-Ei ^Jahren ",.^'wachsenen Manne von etwa """e uwu' "/adelloser Toilette, der sich bei ihrem verlöt" liX ^'^^" verwnndert betrachtete. Äi?^'krla? -^"d.- sagte Mr. Eq.rton etwas ''^«chte ^bir Mr. Far^uhar vorzustellen, bin^^ 3rem>, '^ ^gerton!. 'H° illjorte ,m^r"'""te s'ch. «"ßerte einige ver-"U0 vot ihr dann lrim'll Arm. um sie zur Tafel zu führen, da in diesem Augenblicke die Tischglocke läutete. Man hätte Mr. Farquhar als einen schönen Mann bezeichnen können, wenn nicht s^ine hellgrauen Augen nnd seine schmalen, nach innen eingezogenen Lippen einen kalten, harten und rücksichtslosen Charakter verrathen hätten. Cs war leicht zu sehl'N, dass er von Oeburt lein Gentleman war, obwohl er in den letzten Jahren viele Reisen gemacht uud einen großen Theil von der Welt gesehen' hatte, wodurch er sich auch, da er nngemein intelligent war, die feimren Umgangs-formen angeeignet hatte Er verstand es. recht angenehm zu plaudern, und es war klar, dass er sich an diesem Abende sehr viele Mühe gab. Natalie zn gefallm. die ihrerseits auch gegen den Gläubiger ihres Vaters höchst artig uud zuvorkommend war. Nach eingenommener Mahlzeit begab sich Natalie in den Salon, wohin ihr die beiden Hcircn bald folgten. Sie faß am Clavier und spielte träumerisch, als Mr. FarcMar au ihre Seite trat. «Licbeu Sie die Musik, Mss Egerton?. fragte er, sich vorneigend. ^ Admirals Grafen Vombelles wohnten auch Ad»»"' Sternkck, Vertreter des Obelfthofmeiftcrmnlcs und dcl Oldmmanz-Osficier des Kaisers, Hanptmann Giesl. m> Trifail, 31. Juli. In den Streikorten ist d>e Lage unverändert. Infolge der gestrigen Aesprcch"'!> der Director,! der Werke' von Trifail und Hi-astm^ fordert der Verwaltungsrath die Arbeiter mit Ai'saM zetteln zur Wiederaufnahme der Arbeit auf und erlku, dass er dann zu einer Lohnerhöhung geneigt wars- Hrastnigg, 31. Juli. Hente sollten hier mchw Ausweisungen erfolgen. Die Knappen vereitelten letM diese behördlich,' Maßnahme, indem sie sich wäh""° der Nachtzeit ans ihren Bchansnngen entfernten u» seither in den krainischen Bergen herumtreiben, wH ihnen Weiber und Kinder Nahrungsmittel zutrag"' Der verhaftete Agitator sinkovc gab im Verhöre "' dass die Knappen so lange bei Ballern HUssarM" verrichten wollen, bis sie die geforderte Lohncrl)öh>»s erzielt haben. Hcrilmmlstadt, 31. Inli. Das Befinden des ^ Herzogs Albrecht, welcher gestern wsgen eines ^nwoy seins der Truppenparade nicht beiwohnte, hat sich ^u bereits erfreulich gebessert. Erzherzog Albrecht Ml' morgen der Parade beiwohnen und reibt am 2. AM nach Kronstadt ab. ... Hamburg, 31. Juli. Fünf Firmen, worM C. Wörmann. gründeten eine directe regelmäßige DaM « linie zwischen Hambnrg nnd der Levante. Zu»^ werden vier Dampfer den Dienst versehen. ^» Belgrad, 31. Juli. König Milan, der M" Aelimarkovic, Ministerpräsident Gruic und drrMlwl' des Innern Tavsanovie haben sich gestern abends i dem Regenten Ristic nach Vranja begeben. .^ London, 31. Inli. Reuter erfährt, die griMA Regierung hege die sichere Hoffnung der friedig Regelung der Kretafrage. England gab allen betheW ten Parteien klar zu verstehen, die britische Reglers lege den grüßten Wert darauf, dass es ein integrier der Theil des Ottomanenreiches bleibe. Das br>^ Kriegsschiff «Fearleß. ist in der Sudabai einget"!^ ein anderes wird erwartet. Die Schiffe haben ledH die Mission, das Leben und Eigenthum der brlM Uuterthanen bei etwaigen Ruhestörungen zu sW^ Kunst und Aiteratuv. ., - (Holubs Werk.) Von Dr. Emil Holubs M'lHc «Von der Caftstadt ins Land der Maschululumbc. si"d '",M weitere zwei Lieferungen, die 19. und 20., erschienen l" j» von Alfred Holder, l. l. Hof° und Universitäts-Nuchhä"°" >l>! Wicn). Der lilhne Reisende führt uns in diesen Hcstl" " ^ Oazungula nach MoRulumi in das Land der Matolal'"' ^d „lit deren Schilderung m Vezug auf Lebensweise, Sitten Gebräuche ein neues Capitel eröffnet wird. ^^ Angekommene Fremde. Am .W. Juli. «s. Hotel Stadt Wien. Iallic. Brauer, Küß. — Dr. Lind, A" ^ rath- R^if. Kaufmann. Wien. — Natnch, Prag. ^/^ s. Familie, Trieft. — Zeilinger, Himmelberg. — H"> Neumarftl, — Dr. von Hosfer, Aduocat, Mureck. ^,,,. ^ Hotel Elefant. Angiolin. ÄesilM; Sulor. Agent, lyrad'"', ^ Kliner, Veldes. — Iarc, Realitätcnbesiher, Zwischenw" '^,,,, Detorrujo, Kaufmann, Cormons. — Iarc, l. l. A»>c" ^ Cilli. — Hciluoru, Maler; Dr. Kraus s. Frau, Tctt!'' Haral, Hutsabrilaut, DomZale. .^ Rasthof Kaiser von Oesterreich. Kcwcic, Steueramlsco" ,l«, Natschach. — Zavadlal, Gymnasialprosessor, Pisiiw. ^^er^ Privatier, Pola. — Glauic. Student, Nagusa. -^ ^ Lehrer, Wie». ^«ci^ Hotel Sildliahichof. Thurn, Radstadt. - Hausa, l. l. Sc^Mi' Pola. - Rcmec, Wcltpriester. Leslouec. — Malo"", valil'r, Trieft. Meteorologische Beobachtungen in ^ibach> ? u. M^"?zß^ ""M^8" NÖ7"^ Gewollt gl)O ?ll,2»N. 73« «l 2« 0 SW. theilw.be"' 9 . Ali. 7W-8 1» 2 W. heiter ^ Morgens bcwullt. dann heiter, sternhelle Nacht. Das mittel der Warme 20 7", um 0 U" über dem Norml"^ Aeranlwnrtlichsr Redacteur: I. ^aa^li^^--^ Ifür Gaitbe. M,' Eine Person, welche durch ein einfaches Milttl "0 ^ . rigcr Taul'hcit nnd Ohrena.cräuschcu geheilt w»rdc, '^„j»^, eiue Veschreiliuug desselben in deutscher Sprache ""''"^,,, ', qratis zu Übersenden. Adresse: I. h. Nicholson,/^^ Koliugassc 4. " » v , ^1) l" 1495 Course an der Wiener Börse vom 3l. Ilnli 1889. Na« dem o^«^« N»^^ "^'"k in ««ton n.-l 75 8.A!l>„',7 ^""slolc . 250 fl. ,82 5.» 133 — >««l>ei " ' s?M -"»»si. —.. ------- . v!°»tzl°Ie . , ,<„, fl. ,7<> z^ ,73 71, z°/,l,I>w N!>.r - - !>n fl, 173 2» 173 75 ^«°M,°P,t.l>l, ^lw st. . . 15150,52 5.0 0ch^/."""'^' steuerfrei , ,09 W 1,0 1" ""»'»lenrmtc. sln,er,rei , !)» 50 L9/0 ^'">tr«t »isendah«. . 12!.'- ,25 «N «MMc°''"'«">»« <» Siller . ,15l.O „«Ik» sl'kb iiN ^" i» Silber !02 No io:!'üO ^c. ^ Ä«, ""> st, CM, . . 24C- >,4i - , ü. W. «,«.«, A,., ^ ^l. ,V) ^" «m. l««4 . 99^ 99 5<» 3?°d'^>''k4'./„ .... ,<><»,».. w0 5.0 ^°-Abai.., ^'.''''. ^'"cte . . »,:- v<.st, «9 7!. ,00 25 b,, """^ «"l, l. 1.«. st, ü, W, 14,-85. l4l 7.^ ^^°>k 4»/,, lo» st. ,«7ib,l!7 7^ Veld war, Grunbentl.-Olilinationen (für l!X» si, CM.). 5"/<> «alizische..... l<>4 - «04 80 5><>/„ mühilsche...... llU'L?» lil»75 5"/,. 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Slidbah» il 3"/„..... ,44'- «44-75 » k 5«/i>..... ,2O'»o ,20 »<» Ung.'gal'z, Vahn..... 1A) U0 loo vo Diverse Lose (per S<>lcl), Creb!«l°le 100 fl...... ,^g gy ^^^^ «llary Lose 40 si...... ^.^ ^, .^ 4"/., Dmmu Dampssch, ,00 ss. , ,„« ^ ,,„ ^ l!a,bacher Präm, Vlnlll». 20 si. 24.^, 95^ vsener L°!e 40 fl..... ,-,„,),„ <,^,^.. Palsfyliule 4» fl...... «,„.<. ^.. No!!»,'» Nmiz, l'sl, Gef, v,, in fl, ,z ?s, ,9- — Nudolph Lu. Gei,o!s Lose 4N st. , . . «?. . <,.. Walds!,'!» Lofe 20 st. . . , .,._ Wludifch Vräh iiufe 20 fi. . ^,_ ?«.^. Oew.Sch.d.K'VnPrHm. Schuld- versch d. Aodeucredilailstalt , ,7., ,«-_ Vanl - Actien (per Stillt). 1li>„lo Oesl. Va»l2oosi, no«/««. l«!> ,n ,«.>;^>, Äautverei», Wiener ,00 fi, , ,07 50 ,0? 7b Ud!!c-r,-«!ist, öst, 200 si. E. 4<»"/„ 28! - 2«« - Crdt.Müfi. f, Hand. u. G. l«>si, ZOll 2?» 30 Cred!»l'll»l, MN,i, uug. 2«» 75 DepoN»e»l>n»l, Vlllss, 200 fl, . ._ _ -. . _ Escompte Grj.^drüsl, bno st, .' 5z« —zno-— Giro «, Cassenv,, Wiener »ONst. l97 — 19» - Hypoihelenb., »st, »00 st. »l»°/ E. g?.— ». — V,lt> ! War» Länderbonl, bsl.LNN fi. ». . . L3völ,m. Nordbllhn 150 fl. . . . 2,9 bO l,«0k>0 > Weftlmlin 200 fl.. . . 32? — »59 — U»!cl»!ehrlldcl- «kü. 500 fi, 2 - Donau Daml'flchisfsalm - ««>., Orlirrr. 500 fl. »M. , . . »73 - 376 — Dra» Eü.sV'Db. ^.)2<«'fl.S, li»7 50 ,9« 5o Duz. Aodenb, Eif, Ä, ll»O ss. E, - - ------ sserdinand« Norbb. IO00 st. 0N fi, fl. Silber .---------------- Staat^iieübal,» 200 fi. Silber Llil bn «ll — Eüdlialii, 200 fl. Silber ... ,17 75 11«-.- Süd Aordd.Werb, V,200st, Tramway Gef.Wr ,,70fl. ö. W, «29 50 23l,.. » neue Wr.. Priorität«. Nltien ,ou fi...... »9 50 ,b<>-5» Un«.-«lll!z. Eifenb. llOU fi, Silber ,89 bo 19U - Unss. Nordostbahu L fi. Silber l«5'- l85 t»o Ung.Wrstb.(>«allb-«raz)»0<>fi.V. 186 bO IX? — IndustrleNctien (per Stück). van»?!, «llg. Oest. 100 fi. . «S'bU 8? «» ltssybier EUen^ und Tlahl'Ind. in Wien 100 fl...... 75'— ?l> b0 — lliefinger Vrauere! «00 fl. . . lW — ,l»7 — Vlo»7 . Wassno» Leibanst,, «ll«, in Pest »0 fi......... ?, — 73 .- Wr. Vauge!eN!chalt 100 fi. . . ?»-— ?« — Wenerl'erger Ziegel Vlctirn «ei. 1«5 75 1«« 7b Devisen. Deutsche Pla>..... b» 7v 5« 9« London........ l«o 10 ,20 1,« Pari«......... 4? 7l »7 «2. Valuten. Ducalen........ 5