Laibachrr TaMlltt. tebaction unb Expebiti »n: Bahnh»szosse 9h. 15. Nr. 17. EEESÜIS Mittwoch, 22. Jänner 1879. — Morgen: Maria Verm. 12.Jahra Mil bet M'ofl: Ganziähr. fl. 12. leigen bi» 6 Zeilen SO kr. Insertion »Preise: SU« Parlamentarisches. C. R. Wien, 20. Jänner. Die Vertrauensmänner der beiden Fortschrittsklubs haben gestern und heute über eine gemeinsame Resolution inbetreff des Berliner Vertrags berathen, und heute ist endlich eine Einigung dahin zu staude gekommen, daß man den einzelnen Klubs eine Formel unterbreiten will, mit der der Standpunkt der Adresse vollständig gewahrt wird. Man versichert, daß die Resolution, die wahrscheinlich von der gesammten verfassungstreuen Gruppe zur Annahme gelangen wird, sich in folgendem Gedankengange bewegen soll: l.) Genehmigung des Berliner Vertrages in Form einer Jndemnitätserkläruug, 2.) Verwahrung gegen jede Überschreitung der in dem Berliner Vertrage erteilten Vollmachten. — Die Formel der gemeinsamen Resolution soll an dem Grundsätze fest' halten, daß Staatsverträge, die der Monarchie Opfer auferlegen, der Genehmigung der Volksvertretung bedürfen, und die Ansicht zum Ausdrucke bringen, daß das Verhalten der Regierung in der Occupationsangelegenheit sich nicht in verfassungsmäßigen Bahnen bewegt habe. Austro-italienischer Handelsvertrag. Der volkswirthschastliche Ausschuß des Abgeordnetenhauses nahm in seiner vorgestrigen Sitzung den Bericht des Abg. Fürth über den Handels- und Schiffahrtsvertrag zwischen Oester-reich-Ungarn und Italien entgegen. Die Verhandlungen mit Italien konnten nicht rechtzeitig zum Abschlüsse gebracht werden, was das bekannte Provisorium zur Folge hatte. Der Referent citiert statistische Daten über den Verkehr der beiden Län der, der bedeutend genug sei, um ein Vertragsverhältnis zu rechtfertigen. Er vergleicht ferner die wichtigsten Bestimmungen in ihren Abweichnn-en gegen die frühem. Dies feien namentlich die rt. 8 und 12, welche Redner des nähern be- trachtet. Spiritus, Zucker, Bier, Wein, Leinen, Holz, Glas, Papier bilden die Hauptgegenstände unseres Exportes nach Italien. Der Referent findet nun als Resultat seiner vergleichenden Untersuchung, daß wir nicht blos gegen den autonomen Tarif, sondern sogar gegen die frühem Conven-tionalfätze in vielen Stücken nicht zu unterschätzende Vortheile zu verzeichnen haben. Die Erhöhungen, welche platzgreifen, sind nach der Meinung des Referenten durchaus nicht geeignet, den Verkehr zu schädigen. Italien gegenüber wurden 67 Artikel gebunden, die sich aber, näher betrachtet, wie er ausführt, auf 23 reburieren; davon ist es blos die glatte Seidenware, deren Zollermäßigung etwas empfindlicher ins Gewicht falle. Dagegen haben sich die italienischen Ausfuhrzölle von 67 auf 24 Artikel reduciert, was vom Standpunkte unserer Konsumtion anzuerkennen sei. Referent erläutert noch die auf die Sabotage, Fischerei, Schiffahrt re. bezugnehmenden Paragraphe des Vertrages, die er als zweckmäßig erkennt. Eine Neuerung betrifft den zugelasfenen Veredlungsverkehr für ein bestimmtes Quantum italienischen Roheisens an gewissen Zollgrenzen. Referent konstatiert noch ein Entgegenkommen Italiens bezüglich der Vereinbarung in Sachen der Viehseuchen-Convention, die für unsere Landwirthschast von großer Bedeutung wäre. Er empfiehlt schließlich die Annahme des Vertrages. Gegen die Pest. Das deutsche Reichs-Gesundheitsamt in Berlin hat nach Bericht der „Nordd. Allg. Ztg." infolge Fortdauer der Erkrankungen an der Pest in Süd-r u ß I a n d Maßregeln in Vorbereitung genommen, welche bei weiterem Vorrücken der Seuche zur Abwendung der Gefahr von den Grenzen erforderlich sind. Um den Maßregeln durch ein gemeinsames Vorgehen mit O e st e r r e i ch die möglichste Wirksamkeit zu sichern, begab sich im Aufträge des Reichskanzlers der geheime Regierungs- rath Finkelnburg nach Wien, wo er die erforderlichen Verabredungen mit den österreichischen Sanitätsbehörden treffen wird. Nachdem konstatiert vorliegt, daß die Pest in Astrachan bereits bis Nischnei-Nowgorod vorgedrungen, hatte die Wiener Regierung, wie die „Tagespost" erfährt, sofort Schritte gethan, so-wol um für die nach Oesterreich mündenden russischen Verkehrswege die strengste Ueberwachung anzuordnen, als auch die übrigen Grenzstaaten zu Maßregeln und zur gemeinsamen Abwehr aufzufordern. Zur Occupationsftage. Im italienischen Senate wirst Vitelleschi einen historischen Rückblick auf die Beziehungen Italiens zu den Mächten, die orientalische Frage und die Occupation von Bosnien und der terzegowina. Er anerkennt, daß De ft erreich-ngarn in diesen Ländern eine große Mission zu erfüllen habe, und wünscht demselben allen Erfolg. Er spricht sodann von einigen Schwierigkeiten, die infolge dieser Occupation aufgetaucht wären, unb glaubt, daß die Verantwortlichkeit hiefür zum Theile auf die italienische innere Politik falle, die eine unsichere ist. Er anerkennt, daß Italien durch den Berliner Vertrag nicht geschädigt wurde, glaubt aber, daß dies durch seine innere Politik geschah, und daß sich die Lage Italiens gegenüber dem Auslande verschlimmert hat. Er schließt sodann, indem er eine feste innere Politik verlangt, damit Italien die Achtung Eu-ropa's wiedererlangen könne. Das französische Ministerprogramm wird von den „Times" als ein im ganzen so sehr befriedigendes anerkannt, daß es ihnen schwer fällt, bei der unglücklichen Laune, welche ein Theil der republikanischen Partei an den Tag gelegt, nicht die Geduld zu vertieren, unb fragen Dabei: Ieuilleton. Die Sirene. Eine Komöbie von S. H. Mosenthal. (Fortsetzung.) Dem scharfen Auge des Freundes ist es aber auch nicht entgangen, daß Eggenburg aus Italien verändert zurückgekommen ist. Er bringt in ihn, unb Friedrich gesteht ihm endlich, daß er in der Villa Albani vor der Statue einer Sirene ein weibliches Wesen getroffen, welches dieser köstlichen Antike wunderbar geglichen und einen tiefen Eindruck auf ihn gemacht habe. Das silberhelle Sirenenlachen habe ihn noch nicht verlassen. Und weiter? Nun, weiter eben nichts; er reiste nach Florenz, die Generalin nach Neapel, und damit wars zu Ende. Eine flüchtige Reifebegegnung kann ihn indessen von seiner Pflicht hier nicht abwendig machen. Die beiden, für einander bestimmten jungen Leute sehen sich «ach langer Trennung nun zum ersten male wieder, und trotz des herzlichsten Ent- gegenkommens vonseite Eggenburgs tritt die Kluft zwischen ihnen offen zutage. So tritt er gleich darauf auch der Generalin zum ersten male in der teintat gegenüber, und — findet zu feinem jähen chrecken in deren Gesellschafterin feine Sirene aus der Villa Albani, ein excentrisches, stets lustiges Wesen. Elise Jung hat nach den sonnigen Kindheitstagen am Rhein sich stets unter fremden Leuten ihr Brod suchen müssen, erregte aber überall durch ihr seltsames Wesen Anstoß und wurde immer bald wieder entlassen. Sv fand sie die Generalin in Sorrent und nahm sie als Gesellschafterin mit nach der Heimat zurück. Daß die Feier dieses Wiedersehens sich nicht zum Verlobungsfeste gestaltete, ist wol selbstverständlich. Eggenburg ist wie em Träumender, nimmt sogar unbedenklich die Aufforderung der Generalin zu einem Rendezvous in ihrem Boudoir an, obwol sie ihm mittheilt, daß sie in der Oper Migraine bekommen und um 9 Uhr zu Hause sein werde. In anderer Gemüthsstimmung würde diese etwas verfängliche Einladung dem gerad- linigen Charakter mindestens Bedenken eingeflößt haben. Elise hat ihrer Gebieterin nicht nach der Oper folgen können, da sie ihren Kofferschlüssel verloren hat und nicht Toilette machen kann. So kommt die Generalin freilich um den Triumph, durch ihre neue Gesellschafterin aller Augen auf ihre Loge zu ziehen, Elise aber zu dein köstlichen Genuß, endlich einmal allein zu sein. Sie freut sich dessen wie ein Kind, schmückt sich, vor dem Spiegel spielend wie ein Kind, mit einer Rose, löst ihr Haar und läßt es herabwallen auf die nackten Schultern, und — so findet sie Eggenburg. Wunderbar berührt den ernsten Mann das lachenbe, unschuldig kindliche Wesen des seltsamen Mädchens. Lachend erzählt ihm Elise ihre Schicksale, wie sie elternlos bisher wie ein Zugvogel umhergeflattert fei, und ist gerührt, als er ihr entbietet, sich ihrer wie ein Bruder annehmen und ihr ferner auf ihrem Irrwege durchs Leben zur Seite bleiben zu wollen. Unbedenklich geht sie den Pact ein und verspricht ihm, künftighin nichts mehr ohne ihn zu unternehmen. „Was kann die republikanische Partei mehr verlangen in einem Augenblicke, da die Vermeidung aller Aufregung mindestens ebenso sehr nothwen-dig ist, alS die Reformen selber?" DaS Geschrei um Entlassung des Kabinets, weil es General ©reslet) alS College» ausgenommen, habe keinen Sinn. Wenn die republikanische Partei heute den Kriegsminister oder das Kabinet stürzen wollte, so würde angenommen werden müssen, daß sie die jüngsten Wahlen nicht verstanden habe. Aus Ost-Rumelien. Die Besprechungen der Mächte wegen Mandatsverlängerung der europäischen Kommission in Ost-Rumelien dauern, nach Bericht der „Köln. Ztg.", fort. Keine Regierung kann wol gegen die Fortdauer der Kommissionsarbeiten Einwendungen haben; aber man hofft auf eine raschere Förderung der Aufgaben der Kommission und möchte Vorkehrungen wegen der Verwaltung in dem mehrfach bezeichneten Sinne treffen. Es scheint richtig, daß Rußland sich wenigstens für den Augenblick nachgiebiger zeigt, und man will dies durch die finanziellen Opfer erklären, welche der gegenwärtige Zustand für Rußland herbeiführt. Haben die Russen anderseits erst einmal das eigentliche Ru-melien geräumt, so ist Aussicht vorhanden, daß sie sich auch zu der Räumung Ost - Rumeliens Anfangs Mai verstehen werden. Ob sie indessen der künftigen Verwaltung der Türkei, die, wie erwähnt, schon früher eintreten soll, nicht allerlei indirekte Schwierigkeiten bereiten und für ihren großbulgarischen Plan nicht sonstige Hebel ins Werk setzen werden, muß die Zeit lehren. Stimmung in Bulgarien. Nach einer den „Times" aus Rustschuk unterm 15. d. zngekominenen Korrespondenz genügt ein eintägiger Aufenthalt in dieser Stadt vollkommen, um den Durchreisenden zu überzeugen, daß eine entschiedene und täglich zunehmende anti-rnf fische Stimmung unter der bulgarischen Bevölkerung besteht. Ein hervorragender eingeborner Beamte äußerte sich vor einigen Tagen gegen einen seiner Freunde: „Die Russen haben viel für uns gethan; sie haben uns den Weg zur Freiheit gebahnt, aber sie können uns keine konstitutionelle Regierung geben; wollte Europa jetzt vortreten und in verständiger und praktischer Weise uns helfen, unsere Nationalität auf sicherer Basis zu befestigen, so würden wir uns niemals wieder an den Zaren um Hilfe und Führung wenden." Eine social-demokratische Encyklika. In Budapest hielten die Social-Demokraten am 19. d. eine Volksversammlung ab. Die Theil-nehmet gaben, wie der „Presse" berichtet wird, urbi et orbi kund und zu wissen, daß auch sie ihr Arsenal von Donnerkeilen haben, daß auch sie diese Waffe, und zwar selbst gegen den Vatican zu handhaben wissen, und daß sie den Syllabus nicht ohne Nutzen gelesen haben. Die letzte päpstliche Encyklika über die sociale Frage bot nämlich den Arbeiterführern eine zu verlockende Gelegenheit, schöne Reden zu halten. Die Herren Csillag und Leo Frankel führten das große Wort; und daß der Papst bei der Beleuchtung, welche diese Herren ihm angedeihen ließen, nicht im allergünstigsten Lichte erschien, braucht wol nicht erst gesagt zu werden. Selbstverständlich fehlte es auch an unsterblichen geflügelten Worten nicht; so verblüffte der eine Redner sein Publikum durch die frappierende Thesis, daß sich mit dem Vaterunser kein Brod erwerben lasse; ein anderer gab wieder seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß Christus, wenn er noch unter den Lebenden wandeln würde, seinen Dienern, den Priestern, befehlen würde: „Vertheilet den Peterspfennig an die hungernden Arbeiter!" Zum Schluß wurde eine Resolution beantragt und, wie nicht anders zu erwarten war, auch angenommen. Dieselbe ist genau nach der Schablone des Syllabus zugeschnitten. Sie verdonnert in Ausdrücken, wie sie kräftiger auch in diesem nicht zu finden sind, die „gegen den Socialismus gerichtete" Encyklika als ein Machwerk jener finsteren Mächte, die einst mit Rad, Galgen und Scheiterhaufen der wissenschaftlichen Forschung den Garaus zu machen suchten, und sie gelangt zu dem Schluß: daß die Volksversammlung deshalb „im Namen aller jener, die das Wissen an Stelle des Glaubens, die Freiheit an Stelle der Knechtschaft und das Recht an Stelle der Macht setzen wollen, gegen diese Encyklika Papst Leo's XIII. energischen Protest einlegt."______________________ Tagesneuigkeiten. — Der Marschallsrath in Wien hält täglich unter dem Vorsitze des Erzherzogs Albrecht Sitzungen ab. Denselben wohnen FZM. Josef Freiherr V. Philippovich, FML. Freiherr v. Vlasits, Generalstabschef FML. Freiherr v. Schönfeld, FML. Freiherr v. Bienerth und FML. v. Stubenrauch bei. — Zur Ministerkrisis. Der „Jnde-pendance" wird ans Wien berichtet: Graf Coro-nini wird mit der Bildung des neuen Kabinets beauftragt und Ministerpräsident, Plener jun. wird Finanzminister, Professor Sneß Handelsminister. Das Kabinet ist ein provisorisches und räumt noch vor den neuen Reichsrathswahlen einem Kabinet Hohenwart den Platz, welches den Ausgleich mit den Czechen schließt. — EineJnterpellation. Im ungarischen Abgeordnetenhause richtete Graf Albert Apponyi an den Ministerpräsidenten folgende Interpellation: „Beruht jenes Project einer Verwaltungs-Organisation Bosniens und der Herzegowina auf Wahrheit, welches die Presse der ganzen Monarchie seit Tagen discutiert, ohne daß es dementiert worden wäre? Beruht die ebenfalls in der gesammten Presse verbreitete Annahme auf Wahrheit, daß die Regierung . die erwähnte oder eventuell eine andere Verwaltungsorganisation ohne Rücksicht auf die Gesetzgebungen festzustellen und einzuführen beabsichtige?" — Franz Schuselka , der bekannte Publizist, wurde vorgestern vom Schlage gerührt, und soll, wie aus Wien gemeldet wird, sein Zustand ein bedenklicher sein. — Frachtenverkehr mit Bosnien. Infolge Handelsministerialerlasses wurden alle Vorkehrungen getroffen, um mit 17. Jänner 1879 den Frachtenverkehr mit sämmtlichen Postanstalten in Bosnien wieder aufnehmen zu können. Nach Banja-luka können Fahrpostsendungen bis zum Gewichte von fünf Kilogramm ausgenommen werden. Für alle übrigen Feldpostorte in Bosnien und der Herzegowina dürfen nur Frachtsendungen bis zum Ma-ximalgewichte von zwei Kilogramm durch die Feldpost befördert werden. Sendungen mit Eß-, Trink-und sonstigen dem Verderben unterliegenden Waren bleiben vom Feldpostverkehre ausgeschlossen. Hiedurch wird die Handelsministerialverordnung vom 21. November 1878, betreffend die zeitweilige Einstellung des Postfrachtenverkehres nach Travnik und nach Orten der Straßenronte Dervent-Serajewo, aufgehoben und jene vom 18. Dezember 1878, betreffend die Beschränkung des Gewichtes der Frachtsendungen für die in Bosnien und der Herzegowina befindlichen Truppen auf zwei Kilogramm, theilweise mobificieit. Zugleich wird bezüglich der Verpackung der Frachtsenbungen nach Bosnien und der Herzegowina ans die hieramtliche Kundmachung vom 16. Jänner aufmerksam gemacht. Lokal-undProvin)ial-^ngelegenheiten. Ans der Gemeinderathssitzung. Laibach, 21. Jänner. Gegenwärtig: Bürgermeister Laschan als Vorsitzender, 22 Gemeinderäthe und der Magistrats-Kanzleileiter als Protokollsführer. Der Vorsitzende bestimmt die GRR. Leskovic und Dr. Keesbacher zu Verificatoreu des heutigen Sitzuugsprotokolles. _____ So findet die Generalin beide in trautem Gespräch. Die Zusammenkunft erschien ihr als ein verabredetes Stelldichein in aller Form; mit hoher Entrüstung wendet sie sich gegen ihre Zofe, sie will von keiner Entschuldigung hören, und Elise erhält wieder einmal ihren sofortigen Abschied. Nun aber tritt Friedrich in seine soeben erworbenen Rechte als Bruder und verbürgt der Verlassenen ein Asyl bei seiner Tante, dem alten, klösterlichen Fräulein Toni von Eggenburg. Arme Generalin! Sie hat ihre hohen Verbindungen so trefflich benützt, hat in der Oper schon mit der Obersthosmeisterin und Herrn von Stein gesprochen und bringt das Ministerporte-feuille schon so gut wie sicher mit. Und nun findet sie alle ihre Bemühungen von dem undankbaren Manne hart zurückgewiesen. Wenn sein Fürst und sein Land ihn brauchen, so will er ohne Schleichwege gefunden sein; er verbittet sich sogar ernst jede Einmischung in seine Privatangelegenheiten. Arme Generalin! Ob sie damit nicht auch ein wenig für sich selbst zu arbeiten geglaubt hat? Sie ist klug genug, das nicht merken zu lassen. Sie sieht aber den unverkenn- baren Eindruck, den Elise auf Eggenburg gemacht hat, und gibt ihr Spiel verloren, nicht aber, ohne sofort Anstalten zu treffen, ihre Schritte rückgängig zu machen; denn ein Mann, der eine Abenteuerin in sein Haus führt, ist nicht würdig eines öffentlichen Ehrenamtes. Der nächste Morgen findet den Präsidenten in vollem Jubel. Ein Billet des Grafen Stein hat ihn benachrichtigt, daß Eggenbnrgs Wahl zum Minister gesichert ist. Zwar ist die Generalin schon in früher Morgenstunde hier gewesen, um das Rendezvous mit ihrer Zofe an die große Glocke zu hängen, aber können dahinter nicht eigennützige Absichten lauern? Die Ernennung zum Minister, welche die Präsidentin jetzt erst erfährt, nachdem sie über die Mittheilungen der Gencralin bereits außer sich gewesen ist und Eggenburg für immer ihre Thüre verschließen will, stimmt sie plötzlich um, denn nun ist die Quelle doch zu unlauter, als daß man unbedingt aus ihr schöpfen konnte. Es kommt auch noch Herr von Rechtem, um zu verhüten, daß sein Freund seiner Braut und deren Eltern, durch diesen Witwenschleier gesehen, in falschem Lichte erscheine. Er berichtet, daß Friedrich Augenzeuge gewesen, wie die Präsidentin des Marienvereins zum Schutze verlassener Mädchen einer armen, schutzlosen Waise erbarmungslos die Thüre verschlossen, und daß er dem verlassenen Mädchen ein Asyl bei seiner Tante ausgewirkt habe. Dieses Zeugnis rechtfertigt den verleumdeten Schwiegersohn vollkommen, und als er nun erscheint, um sein Verhältnis zu Hedwig endgiltig zu ordnen, wird er mit offenen Armen ausgenommen. Aber er kommt mit gefaßtem Entschlüsse. Bei seiner Wahl zum Abgeordneten ist er wegen seiner Verbindung mit dein Hause des Präsidenten durchgefallen; seine projektierte Ernennung zum Minister soll er Schleichwegen verdanken. Was er aber nicht sich selbst und seinen Leistungen verdanken soll, das gilt ihm nichts. Wie er daher das Portefeuille nicht annehmen würde, so kann er auch keine Wahl treffen, wo nicht die Stimme des Herzens allein entscheidend spricht. So will er vor Hedwig hintreten, offen und ehrlich. (Schluß folgt.) Es wird zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. I. Berichte der Polizeisection. Punkt 1. Nach Antrag der Section (Referent GR. Dr. Keksbacher) wird die erledigte Stadthebammenstelle der Barbara CernetiL verliehen. Punkt 2. Dem Recurse eines Fiakerknechtes gegen ein magistratliches Straferkenntnis, womit derselbe wegen Übertretung der Fiakerordnung und Wachebeleidigung zur Ansstehung einer 24stündigen Arreststrafe verurtheilt wurde, wird nach Antrag des Sectionsreferenten (GR. v. Zhnber) keine willfahrende Folge gegeben. Punkt 3. GR. Ritter v. G a r i b o l d i bringt daS Referat des Stadtmagistrates, betreffend den Antrag auf Aufhebung des Markt-Vorkaufs-verbotes, zum Vortrag. Der Magistrat motiviert seinen Antrag mit Hinweisung auf die Thatsache, daß dem eonsumierenden Publikum derzeit hinreichende Gelegenheit geboten werde, die erforderlichen Lebensmittel einzukaufen. Das bisher provisorisch bestandene Markt-Vorkaufsverbot übte nach den bisherigen siebenjährigen Erfahrungen keinen Einfluß auf Herabsetzung der Victnalienpreise. Die gemeinde-räthliche Polizeisection könne sich jedoch der Ansicht deS Magistrates nicht anfchließen. Das Markt* Borkaufsverbot wurde seinerzeit über Wunsch und im Interesse des überwiegend armen Theiles der Bevölkerung Laibachs ins Leben gerufen, die Section stelle deshalb de» Antrag: das Markt-Vorkaufsverbot habe probeweise noch zwei weitere Jahre fortzubestehen ; nach Ablauf dieser Frist habe der Magistrat über die in dieser Zeit gemachten Wahrnehmungen an den Gemeinderath Bericht zu erstatten. GR. Leskovic stellt den Zusatzantrag: der Ankauf von Erdäpfeln im großen sei den Greißlern und Händlern vor der elften Vormittagsstunde nicht zu gestatten. Die GRR. Regali, Gorsic, Petricic, Klun, Peterca, Horak und Potocnik sind für die Aufhebung des Vorkaufsverbotes. GR. Dr. v. Schrey tritt der vonseite der krainischen Landesregierung gelegentlich eines Rekurses erlassenen Verordnung — es seien in Fällen von Übertretungen des Markt - VorkaussverboteS Arretierungen bekannter Personen zu unterlassen — mit der Bemerkung entgegen, der Magistrat möge in künftigen Fällen nach den bestehenden Gesetzen amtshandeln und in vorkommenden Fällen gegen ab-ändernde Erlässe oder Erkenntnisse der Landesregierung den Recursweg an das Ministerium ein« schlagen. Nach Schluß der Debatte beschließt die Majorität der Rathsversammlung die Aufhebung des Markt-Vorkaufsverbotes. Punkt 4. lieber Antrag des Sectionsreferenten GR. Dr. v. Schrey wird der Magistrat angewiesen, über das Gesuch eines Geschäftsmannes in der engen Lingergafse, betreffend die Haltung von Borstenvieh, in erster Instanz im eigenen Wirkungskreise zu entscheiden. Punkt 5. GR. Dr. Keesbacher bringt die Petition des Vereines der Aerzte in Krain um Einführung sanitärer Maßregeln gegen das aus Anlaß der orientalischen Kriegsverhältnisse besorgte Auftreten von Epidemien zur Kenntnis des Gemeinde* rathes. Die Petition verlangt im Interesse der Sanitätsverhältnisse in Laibach: Regelung der Keh> richts- und Senkgrubenfrage; entsprechende Senk-grutienanlagen; entsprechendes Abfuhrsistein; Verwehrung der Brunnen; Errichtung einer Schlacht-britae für das Klein- und Stechvieh; geeignete Wäschmmgimgsftättcn. Der genannte Referent stellt namens der Sec-tion folgende Anträge: a) die Petition der Aerzte in Krain werde dankend zur Kenntnis genommen; b); der Bürgermeister wolle die gemeirrderäthliche Sanitäts-Enquetekoinmisstou auffordern, das bereits längst gewünschte Elaborat ehestens vorzulegeu. . Potocnik. Mitglied dieser Enquetekommission, bemerkt: Die Beschlüsse dieser Kommission werden wegen der Höhe der Kosten nicht durchzuführen sein. GR. Dr. Ahazhizh glossiert die Petition der Aerzte und bemerkt, die Aerzte befleißen sich der Schwarzmalerei, Stadtphysicus und Zeitungen melden Übertriebenes über Krankheitszustände in Laibach. Redner beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Referent GR. Dr. Kees bacher erwidert: Der Ernst dieses Gegenstandes gestatte es nicht, Witze zu machen. Man sei jenen Männern, die zur Hintanhaltung von Epidemien Vorsichtsmaßregeln Vorschlägen und empfehlen, die einsichtsvoller sind, als manche Gemeinderäthe in den Provinzen, Dank schuldig. ES fei unwürdig, in öffentlicher Sitzung über Männer, die sich um das allgemeine Wohl kümmern, Witze zu machen, zumal über den Stadtphysiker, dem ein günstiger Gesundheitszustand dringend am Herzen liegt. (Bravorufe.) Nach Schluß der Debatte werden die Sections-anträge genehmigt. Punkt 15. lieber Antrag der Section (Referent GR. Leskovic) beschließt der Gemeinderath, in eine von der Regierung angedeutete Vermehrung der städtischen Sicherheitswachmänner aus finanziellen Rücksichten nicht entgehen zu können. II. Berichte der Schulsection: Punkt 1, 2. 3. 4 und 5. Heber Antrag des Sectionsreferenten GR. P irker genehmigt der Gemeinderath die von der städtischen Buchhaltung geprüften Rechnungen: über die Erfordernisse der städtischen Mädchenschule pro 1878, über die Lehr-niittelfonds-Rechnungen der ersten und zweiten städtischen Knabenvolksschule pro 1878, über die Armen* und Bibliotheksbücher der städtischen Mädchenschule pro 1878, gibt zur Auszahlung der ersten Quin-quennalznlage an den Lehrer Mayer seine Zustimmung und nimmt die definitiven Ernennungen der bisherigen provisorischen Lehrkräfte, des Lehrers Razinger und der Lehrerin Konschegg, zur Kenntnis. III. Berichte der Magistratssection: (Referent GR. Dr. R. v. Kaltenegger.) Punkt 1. In der Erwägung, als der Nutzen mit den Auslagen in keinem Verhältnisse steht, wird der Antrag Regali ans Erbauung eines Steges über den Gruber'schen Kanal nicht zum Beschlüsse erhoben. Punkt 2. Der Gemeinderath genehmigt: daß die auf dem Schloßbergc gelegene städtische Grund-parzelle »ach dem Antrage des Herrn k. k. Landesforstinspektors Salzer mit Fichten bepflanzt und die Direction der Männerstrafanstalt am Kastellberge um Ueberlassuug von Arbeitskräften zu diesem Zwecke und um Überwachung der seinerzeitigen Pflanzung ersucht werde. Der selbständige Antrag des GR. Pototnik: „Die von Corpskommandanten Herzog von Württemberg und vom Obersten R. v. Prieger an daß heimatliche Infanterieregiment Nr. 17 anläßlich der hervorragenden Kriegsthaten in Bosnien und in der Herzegowina gerichtete» Ansprachen seien in würdiger und nicht kostspieliger Ausfertigung unter Glas und Rahmen nächst dem Sitze des Bürgermeisters im Magistratssaale links und rechts anzn-bringeii", wird einstimmig angenommen. Der Antrag auf Schluß der öffentliche» Sitznng wird angenommen, und beginnt hierauf die geheime Sitzung. — (Kaiserliche Auszeichnung ) Herr Anton Heinrich, Gymnasialprofessor in Laibach, wurde in Anerkennung seiner hervorragenden Berufstätigkeit mit der Verleihung des goldenen Verdienstkreuzes mit der Krone ausgezeichnet. — (Patriotische Geldspenden.) Beim hiesigen Frauenvereine sind für verwundete und kranke Krieger bis gestern 8624 fl. 36 kr. in Banknoten und 10 Stück Dukaten eingegangen. — (Ein galanter Ehemann.) Der hiesige Rauchfangkehrermeister Turk versetzte .in der gestrigen Mittagsstunde seiner Ehegattin mit einer Hacke einige Hiebe auf den Kopf. Die körperlich schwer verletzte Frau wurde in das Zivilspital gebracht. Nicht alle Ehen werden im — Himmel geschlossen! — (Stadtverschönerung.) Wenn die Errichtung von Mautschranken mit riesigen Schlag* bäumen innerhalb der Mauern unserer Stadt unter den Begriff „Stadtverschönerung" zu subsummieren ist, so machen wir in Laibach gute erfreuliche Fortschritte. Gegenwärtig wird in der schönsten, breitesten Straße Laibachs, in der Maria-Theresienstraße nächst der evangelischen Kirche, ein Mautschranken mit einem riesigen Schlagbaume ausgestellt. Wahrlich, eine werthvolle, stark in die Augen springende Verschönerung Laibachs! Noch zwei solche Schlagbäume an anderen Stellen, und die freundliche Landeshauptstadt Kraius gleicht einem ungarischen Dorfe! — (Zur Defraudation beim hiesigen Postamte.) Mit Bezug auf die gestern in unserem Blatte gebrachte Notiz können wir gegenüber den verschiedenen sensationellen Gerüchten zur Beruhigung des Publikums mittheilen, daß die durch den k. k. Ober-Postkommissär für Krain, Herrn Ratoliska, diesertage bei dem hiesigen k. k. Hauptpostamte entdeckte Defraudation seitens zweier, bereits vom Dienste suspendierter Beamten lediglich das Post« ärar betreffe. — (Sterbefall.) Herr Josef R. v. Franken. jub. Kreisgerichts-Adjunct in Rudolfswerth, ist am 18. d. im hohen Alter von 77 Jahren gestorben. — (Diurnisten) werden bei der BezirkS-hauptuiannschast in Stein und beim Bezirksgerichte in Adelsberg ausgenommen. — (Vom Turn-Gauvereine) Nachdem nach Bericht der Grazer „Tagespost" zu dem vom Vororte des Gauverbandes der deutschen Turnvereine von Steiermark, Kärnten. Krain und dem Küstenlande auf den 6. d. M. auberaumt gewesenen Gau* turntage in Graz von vierzehn derzeit dem Verbände ungehörigen Turnvereinen nur die Vertreter von fünf Vereinen (Grazer Turnverein, akademischer Turnvereine und die Turnvereine von Cilli, Marburg und Villach) erschienen sind, derselbe daher nicht beschlußfähig war, so wurde neuerlich ein Gautag ausgeschrieben und dessen Abhaltung auf Sonntag den 2. Februar I. I., vormittags 9 Uhr, verlegt. Im Interesse der Turnsache steht zu erwarten, daß bei diesem Gautage sämmtliche dem Gauverbande ungehörigen Turnvereine durch ihre Abgeordneten vertreten sein werden. — (Behandlung der Lehrersupplenten.) Mehrere der aus Bosnien und der Herzegowina zurückkehrenden Reserve-Offiziere haben sich an den Minister für Kultus nnd Unterricht gewendet mit der Bitte, daß ihnen die Stellen, welche sie als geprüfte Supplenten an Mittelschulen bis zum Zeitpunkte ihrer Einberufung zum Militärdienste innehatte*, nunmehr wieder anvertraut werden mochten. Ordnungsgemäß wies der Minister an: sich zunächst an die Landesschnlbehörde zu wenden; obwol er Überzeugt ist, daß auch ohne seine Weisung der erhöhte Anspruch solcher Kandidaten aus Verwendung im Schulamte nach Thunlichkeit berücksichtigt wird, so glaube er doch diese Aufforderung nicht unterlassen zu sollen, ungeprüfte Supplenten schon mit Schluß des lausenden Semesters durch geprüfte Kandidaten der eingangs erwähnten Kategorien zu ersetzen. Dieser Erlaß wurde auch dem LandesauS-schusse und jenen Gemeinden, welche Mittelschulen besitzen, mit dem Ersuchen mitgetheilt, den Intentionen des Ministers ihnntichst entsprechen zu wollen. — (Landschaftliches Theater.) Die Beliebtheit, welcher sich Frl. Solvey beim Publikum zu erfreuen hat, erwies sich gestern an ihrem Ehrenabende in dem lebhaften Applaus- und den zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, die ihr von- feite des gutbesuchtrn Hauses dargebracht wurden. Ueberdies erhielt die Benefiziantin sehr werthvolle Schmuckgegenstände. — Mo,enthals „Sirene" gehört zur Kategorie jener Komödien, die sich nur dann eines entschiedenen Erfolges rühmen können, wenn sie eben in durchaus anständiger und klappender Form und von Künstlern, die über dem Niveau eines Provinztheaters dritten oder vier.en Ranges stehen, zur Ausführung gebracht werden. Der Regie gebürt zwar für die sorgfältige Inszenierung ungetheiltes Lob, der größere Theil der darstellenden Kräfte jedoch zeigte sich seiner Ausgabe nicht gewachsen. Auf der Höhe der Situation stand nur Frl. Solvey, welche die Titelrolle in cor» recter, wohldurchdachter Auffassung und mit dem Anfwande der ihr eigenen künstlerischen Gabe repräsentierte. Das Publikum anerkannte dies durch wohlverdienten Beifall, der ihr im Lanfe des Abends in reichlichstem Maße gespendet wurde. Auch Frau Ludwig (Generalin v. Wallsee) führte ihren Part gut durch und malte den stolzen, tief gekränkten Charakter mit richtigen Farben. Wir könne» es Herrn Direktor Ludwig nicht verargen, wenn seine Darstellungsweise zuweilen das Gepräge des Erschlafsens und Schwerfälligen trägt. Der Dichter verlangt allerdings zur Wiedergabe des „Eggenburg" eine ernste, durch das politische Leben zum Tiefdenker gewordene Natur; in den Affeet» und Liebesszenen jedoch kann auch der Politiker etwas lebendiger sich gestalten und den Ernst des Lebens auf einige Minuten abstreifen. Herr Ehrlich (Präsident Waltersdorf) glich eher einem pensionierten Kanzleidiener als einem Präsidenten. Wir zweifeln, daß unter irgend welcher Aegide solche Carricatnren, wie sie Herr Ehrlich aus seiner Rolle machte, die Präsidentenstuse erklimmen. Wenn ein Komiker die Bühne betritt und das Publikum denselben mit Gelächter empfängt, so ist dies für ihn sehr schmeichel hast. Nicht so ist es, wenn dies dem Repräsentanten des Faches der ersten jugendlichen Helden und Lieb Haber passiert. Das Publikum war gestern selbst Kritiker der ungebürlichen, jeden Bühnenanstand arg verletzenden Gestieulatioiieii und Manieren des Herrn Wa 1 b0ltrger. Total hatte seine Rolle Herr Selus (Redacteur Saftgrün), vergriffen. Frl. Wilhelm y, Binder und L a n g h o s s genügten. Herr Baum (Schauspieler Lothar) zeigte, daß er aus der Bahn des Fortschrittes — nicht weiter schreitet und Holz geblieben ist. Im dritten Acte wirkte das zu früh erfolgte Herablasseu des Vorhanges sehr störend. Die Stimmung des Publikums litt unter dem Drucke der nur theilweife genügenden Darstellungsweise. • — (Aus den Nachbarprovinzen.) Die Grazer Handelskammer wählte zum Präsidenten Herr Julius Krepesch, zum Vicepräsident Herrn Karl Ritter v. Knaffl; jene zu Klagenfnrt Herrn Karl Hillinger zum Präsidenten und den Tuchsabrikan-ten Herrn Leopold v. Moro zu dessen Stellvertreter. Verstorbene. Den 21. Jänner. Gertraud Zänker, Inwohnerin, 68 I., Petersstraße 9!r. 56, Lungenentzündung. — Maria Debelak, Inwohnerin, 47 I,, Siechenhaus, Kuhthal Nr. 11, Entkräftung. De» 22. Jänner. Johanna Stcrle, Pfründ»erin, 67 I., Armenhaus, Karlstädlerstraße Nr. 7, Blutspeien. Gedenktafel über die am 25. Jänner 1879 stattfindenden Licilalwnen. 3. Feilb., Zupau'sche Real., Oberseld, BG. Krainburg. 2. Feilb., Levttar'sche Real., Golek, BG. Gurkfeld. — 2. Feilb., Pirmann'sche Real. Poversje, BG. Gurkfeld. — 2. Feilb., Znidersii'jche Real., 'Diovuirjc, BG. Gurkfeld. 2. Feilb., CerovZek'jche Real., ©nieiict, BG. Gurkfeld. — 1 Feilb., Cit'jche Real., Straue, BG. Senosetsch - 1. Feilb., Pavltt'sche Real., Hoteinasch, BG. Krainburg — 1. Feilb., Okorn'sche Real., St. Georgen, BG. Krainburg. — 3 Feilb., KoroZK'sche Real., Lepenee, BG. Radmannsdorf.— 1. Feilb., Dolenr'sche Real, Altlack, BG. Lack.— 1. Feilb., Jeleniö-sche Real., Dille, BG. Möttling. — 1. Feilb., Pradovtt'sche Real., Hrast, BG. Möttling. — 1. Feilb, Bezek'sche Real., Kaschza, sbG. Möttling. Theater. Heute (ungerader Tag): Erste Gastvorstellung bei Dialektkomikers Herrn Clemens Grün vom Wiener Stadttheater: Rothe Haare oder: Ein gcraiithlicher Sachse. Lustspiel in 1 Act von M. A. Granvjean Hieraus: Die einzige Tochter oder: Ein gcmüthlicher Pole. Schwank in 1 Act von Alexander Graf Fredro, deutsch vou Alexander Rosen. Zum Schlüsse: Ein verkanntes Genie. Solo-Szene mit Gesang, versaßt und vorgetragen von Herrn Clemens Grün. den nächsten Tagen über diese Angelegenheit Besprechungen statlfiliden werden. Zugleich sei sich hierüber mit der ungarischen Negierung ins Einvernehmen gesetzt worden. Wiener Börse vom 21. Jänner. jUlytmtiiit &taats> UkM. Lapierrenre........... tstlberrcntc........... «Aoldrenre............. Sraarslose, 1839. . . 1854. . . * 1860. . . „ 1860(5lel) 1864. . . timedtnifsftimos- tibtigelieet*. Voluten............... Siebenbürgen . . . temeicr Banat . . . Ungarn ................ Geld 61 85 K3 20 741«! 31.V— 109 25 113 75 126 — 141-75 85 50 74' — 6.0 80 51) üadere öftcnttidi< ünUbcn. Douau-rttegul.-Lose ttng. Pramlenanleyen IBieuet Anleye» . . tictitn 9. Üunkcn. tfrebitanftalt s.H.u.G. Lscompre-Ges.. n.ö. Wationalbant.... 1V4 60 7t» öO 90 7881- Ware 6195 63 3' 74 20 317— 1« 9 50 114-25 126*50 142 25 86 75 77 25 81 50 li'4-75 19 75 9u 20 221 20 Hellen w. 8-raaspari-ttalcrucUmuiiycn. Ülföld-Badu............ Donau - Dampfschiff -«Lltjadelb-Westbahn . tZerdlnanos-Nvrdb. . t^ranz Iojepb-Babn . Galrz. ftari*i:ubm>jb. Lenwerg * «Lzernvwrtz -yiovb^Vrtcjellschaft . . 789 SJZorbroeftbabn . . . RubolfS-Bahn . . . Staalöbahn .... Subbahn.............. Ung. Norboübahn . jßfandBricrb.»9iorbb. i. Silbe» ranz^Iosepb-Bahn. -aliz.K-Vudwigb.l.lL. Ce fl. Nordweft-Bahu ^iebenbürger Bahn . Llaarsbahn, 1. «Lm. “ übbahn k 3 Perz. ßrieollufc. Kreditlose ............ RubolfSstiftung. . . Dtviftn. Geld War« 111 25 111-75 117- 117 5» 245 — 245*50- 65 25 65-75 116 — 116*25 Yciibon 110 50 96 25 100 — 95 — 92 50 104 25 85 80 lOu-15 85 80 63 25 160 09*70 VS 6u 160 75 15 50 11« 75 titfdforlto. lll— 9« 5» 105 53 227 —'^27 25>rro Francs....................9 33 123 50,124 —|l. Reichsmark . . 57 65 001 —j6u2— j Silber.......................|iou-—|iw— 5'S4 9 38Va 57 76 Witterung. Laibach, 22 Jänner. Feiner Schneefall, sehr schwacher West. Temperatur: morgens 7 Uhr — 4 0", nachmittags 2 Uhr — 2 2" C. (1878 + 4 8", 1877 + 2'2" C.) Barometer im Steigen, 740 66 mm. Das gestrige Tagesmittel der Temperatur — 54*, um 3'4* unter dem Normale; der gestrige Niederschlag 1 75 mm. Schnee. Angekommene Fremde am 21, Jänner. Hotel Stadt Wien. Markl, Ingenieur, Graz. — KoU, Kfm., Karlsbad. — Barnch, Werner, Langer, Popper, Spitzer, Kslte., und Koppel, Wien. Hotel Elefant. Grün, Schauspieler: v Höfferit, Ober« lieutenant; Weil, Porges, San fite., und Indigo, Reis., Wien. Hotel Europa. Hoppacher, Görz. - Raukl, Agram. Kaiser von Oesterreich. Schwigel, Senscheg, — Gaspari. Vigann. Mohren. Bezlai, Zanska, Scrp, Skerp, Jkert, Keri, Rost und Radi^, Kal. — Schigon, Loitsch. — Haussen, Cilli. Telegramm. Wien, 21. Jänner. Das Abgeordnetenhaus setzte die Generaldebatte über den Berliner Vertrag fort. Monti und Plener sprachen für den Majoritätsantrag, Weiß v. Starkenfels für den Antrag Dunajewskt's. Starkenfels bestritt die Cvm-pelenz des Reichsrathes und betonte, der begeisterte Empsang der rückkehrendeu Regimenter beweise, daß die Occupatio» populär sei. Pteuer führte aus, daß Bosnien der Machtsphäre Oesterreichs einverleibt werden müsse. Der Occupatio» müsse die Annexion folge», eine andere Politik sei verfehlt. Morgen Fortsetzung. — Der Handcls-minister theilte den Abschluß der Verhandlungen mit Frankreich mit und legte die diesbezüglichen Declarationen vor, welche sofort in erster Lesung dem volkswirthschastlichen Ausschüsse zugewieseu wurden. — Eine offiziöse Mittheilung der „Politischen Korrespondenz" konstatiert, daß die österreichisch-ungarische Regierung anläßlich der Epidemie in Astrachan bereits vor längerer Zeit Schritte zur Klarstellung der Sachlage gethan hat, und erwähnt der Anhersendung eines Mitgliedes des deutschen Reichs-Gesundheitsamtes, Dr. Finkelnburg, aus gleichem Anlasse. Sie meldet ferner, daß über Veranlassung des Fürsten Auersperg in Telegrafischer Kursbericht am 22. Jänner. Papier-Rente 61-75. — Silber-Rente 63 15. — Gold-Rente 74 05. - 1860er Staats-Anichen 113 75. — Bant-actien 787. — Kreditactien 219 -, — London 116 75. — Silber 100.—. — K. k. Münzdukaten 5 55. — 20-Francs-Stücke 9 33. — 100 Reichsmark 57-65. Frisch angelangt: Kieler Sprotten, Fettplckllnge, WestphUler Schinken, Paprikaspeck, Veroneser Salami. (49) Peter JLassnik. Dr. Franz Papez, Advokat in Baibach, hat feine Aanzkci in der 3)cutf»»„ Jg. *. Kleinmayr & Fe». 83 emicr fl. Verleger: Ottomar Bamberg. Kür die Redaction verantwortlich: Franz Müller.