Mbacher H Zeitung. Nr. IU4. Plänumerati»n»plei«! Im somptoil gan^. «. 11. halbi. N. 5 50. Ylir >le Znstellun», in« Hau» halbl. 5<» ls. Mi: d«r Post «o^,i. ft. >>, l»albj. ft, 7 «>, Samstag, 6. Mai. wicderholun,«u P5. »<<, per Mille, Transport-Unternehmungen '/^ per Mille des Betrages der von dem Beitragspflichtigen ausgegebenen und in diesem Eoursblatte no tierten Effecten; im einzelnen Falle jedoch nicht über 10.000 fl. Dieser Beitrag ist vom Nominalbeträge der Effec< ten in Gulden dstcrrcichlscher Währung ohne Rücksicht anf die Valuta ;n berechnen. Die entfallenden Beträge sind in halbjährigen Terminen, und zwar am I. Juli und I. Jänner eines jeden Jahres an die Kasse der Bovselammer zu entrichten. Wenn der gebührende Betrag vier Wochen nach dem Fälligkeitstermine nicht eingezahlt sein sollte, so hat die Notierung der von der säumigen Gesellschaft emittierten Effecten im amtlichen Coursblatte zu entfallen. 8 2. Jeder mit Hilfe dieses Beitrages etwa erzielte Ueberschuß in der Iahresrechmmg des Görsefonds ist zllr außerordentlichen Tllgung des für den Ball der wiener Cenlralböise aufgenommenen Anlehens von fünf Millionen Gulden zu verwenden. Uebnstelat ein sulchrr Urberschnß vom Jahre 1882 angefangen durch fünf auf einander folgende Jahre den Betrag von jährlichen 30.000 fl., so hat der Finanz, minister nach Anhörung der Bvrselammer eine eutspre« chenoe Herabsetzung des im § 1 bestimmten Beitrages eintreten zu lassen. s 3. Insolange der Beitrag zum Börsefonds (8 l) "bcr. Haupt in Anspruch genommen wird, darf die an der * Cnthallen in dem am 4. Mc»i IV76 ausgegebene» XVIll. slllckc des 3t. <3. Vl. unter Nl. 62. wiener Börse bestehende Eintrittsgebühr ohne Zustimmung des Finanzministcrs nicht unter das für das Jahr 1876 bestimmte Ausmaß herabgesetzt werden. ^. . . 84. Dlejes Ge,eh tritt mit dem Tage der Kundmachung in Wirksamkeit. Mit der Durchführung desselben ist der Finanz, minister betraut. Wien am 11. April 1876. Franz Joseph m i» Auersperg m. p. Prctis m. z». Se. l. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem pensionierten t. l. Major des Armecstandes Joseph Geist al« Ritter des Ordens der eisernen Krone dritter Klasse in Gemäß, heit der Ordensstatuten den Ritterstand allergnädigst zu verleihen geruht. Se. t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 29. April d. I. dem gewesenen außerordentlichen Professor der allgemeinen technischen Chemie am polytechnischen Institute in Wien Joseph Frciherrn von Pasqualati-Ostcrbcrg in Anerkennung seines verdienstlichen Wirkens das Ritterkreuz des Franz Joseph. Ordens allcrgnädigst zu oer> lechen geruht. Der Iustizministcr hat den Vezirlsgerichtsadjunctcn Peter Rozzo in Pirano zum Vezirtsrichter in Pin« guente ernannt. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Conceptspratticanten der niederöstcrreichischen Statthal-terei Karl Freiherrn von Jacobi d'Ekholm zum Ministerialconciftisten in, Ministerium für Cultus und Unterricht ernannt. N»> 4. Mai I«?u. «l'Ult>c ill drr l. l. H>,'s> und Hlaat«. Druckerei >» Wir» bn« XVlll. Slucl des steichsgesfhdlattr», »orlllufig blo» in der deutsche» Ausgabe, ll,«^egsbr,i >uit> versendet Dasselbe enthiilt uülei Nr. l^2 da« Oesrtz vom l>. Npiii 1876. belresfend die Veilrag«. leiNung d,r Actiengesrllschllsteu und Ercditvntine zum wiener Bülsrfondl!; Nr. NU t.aK Ochtz uom 17, April 187«. l,<>lrch'md die cheilwrise ElyUnzmig und Ädän^ll,!,» d^ weqeil Leistung einesStaa!« volschusse«, zum Zwecke der Dülchjichnmg dr, Eisrnbah,,- projecte«, Pilse» - »latta« - iöisrnltein «beschlösse»«. Ueber. ei, lommens vom ^3. April 1874 ^R. G V Nr 5") (Wr. Zt«. Nr. 1<»2 vom 4. Mai.) Nichtamtlicher Theil. Iournalftimmen. Das Hauptereigni« i>e« Tage« — der Abschluß der Nusgleichsvtrhanbluligen. welchen die „Politische Eorresvondenz" zu melden in der Lage »ar, wird von den Journalen als Beendigung einer schmerzlich empfundenen kritischen Silualion allgemrin mit Befriedigung begrüßt und seiner eminenten Tragwelle nach gewürdigt. Da« «F r e m o en b la l t" schreibt: Nir werben des 2. Mai allezeit mit Pieiät als des Tages zu gedenken haben, der einem peinlichen Zerwürfnis ein Ende gemacht, oer Monarchie der Habsburger den inneren Fricoeu, nach menschlicher Poraussicht, auf ei« Reihe von Jahren wiedergegeben und dadurch ihre Weltstel-lung auf den alten Grundlagen neu gefestigt hat. Die Pressc charakterisiert dic getroffenen Ver» tinbarungen im wesentlichen al» ein? Erneuerung d«« status n V>^' ""^ bei (Hmunden, am Ausflüsse der Traun, o/biliss ^a^gsec gelangte man bisher zu keinem Er-See ä, ^s vielleicht seinen Grnnd darin hat, daß der Lauch? bie frühere Zeit, in der das Biergel lind der ist hg/^! Inseln waren, so bedeutend zurückgegangen S^oü .. Neste der wahrscheinlich vorhanden gewesenen wo ali ^ zunllicb writ im Lande zu suchen wären, ^ der Torfboden die Untersuchung sehr erschwert, im «N Uearn s„ideckte Dr. M. Much im Jahre l872 der O /^^k, unmittelbar beim Gasthause «See", i« duna«^, ' °"^ ber die Ache abfließt, gerade beim Kanals a, «,^ bes Danlpfschiffes einen ebenso ausgedehnten. Una iV s, l"le" ergiebigen Pfahlbau. Auch bei Scharf. d«s .-^ ^ud ein solcher, dessen Untersuchung jedoch wegen Be" «" Gerüllcs sehr schwierig ist. Im Kculschach. funden '^"' ^^'^ ^ zicinlich sichere Spuren ge-"llerdi/ ^ "" Neusiedler See bei Zinlendorf, wo den w l "^ "'^^ b" Pfähle selbst aufgefunden wur« »an.» ü! ,^^ "' ^" """ trocken liegende^ Stellen die ° "MUchen Urtefactm wie in den Pfahlbauten, welche auf den ehemaligen Bestand von Seewohnungen schließen lassen. Endlich führte ein glücklicher Zufall zur Entdeckung eines Pfahlbaues dci Brunndorf im laibachcr Moore, der unzweifelhaft in alter. vorrSmischer Zeit ein See war. der allmälig vertorflr. Beim Aushcbcn des Grabens an der Laibach-Sonnegger Straße stieß der Grundbesitzer Peruzzi auf die Pfähle und die massenhaft Knochen, Werkzeuge und Töpfe cnthalteildc Kultnrschichte zwischen denselben. Unter der Leitung des Museal-Custos Dcschmann wurde der Pfahlbau durch systematische Nach. grabung in seinen, ganzen Umfange durchforscht und ergab eine über alle Erwartung reiche Ausbeute. Die Verhältnisse erweisen sich an allen den er« wähnten Stationen ziemlich gleich und ähnlich den Seen der Ost.Schwciz. Sie ergeben ein merkwürdiges Kultur, bild. Auf den Pfählen, die zu tanscndcn in einer Entfernung von 40 bis M) Ml tern vom Ufer einge< rammt wurden, erbaute sich ein Theil der alten Be< völlerung, besonders Fischer, denn auch auf dem Lande finden sich dic Spuren gleichzeitiger Ansiedlungcn — ihre einfachen Hüllen. Wir kennen einigermaßen ihre Lebensweise. Die umliegenden Wälder und Gebirge lieferten reiche Iagdausbeulc, besonders herrliche Hirsche und gewaltige Wildschweine, die Seen selbst prachtvolle Fische. Aber die Pfahlbaubewohner züchteten auch Haus^ lhicre: das Rind, das Schwein, die Ziege, das Schaf lind anch der lreuc Begleiter des Menschen in allen Himmelsstrichen und zu allen Zeiten, der Hund, fehlte nicht. Die Knochen aller dieser Thiere fanden sich in der Kulturgeschichte zwischen den vnnwrschten Pfahlresten in großer Menge vor, und zwar die Röhrenknochen der Länge nach gespalten, was der Gewinnung des MarlrS Wegen geschah. Haselnüsse, wilde Aepfel, Kornellirschcn und Himbeeren gaben den Nachtisch. Ob die Pfahlbauern auch Ackerbau betrieben, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, denn bei uns sind bisher weder Getreide, noch Hanssabrilale vorgekommen, wie in mehreren schweizerischen Pfahlbauten, wo beidee im verkohlten Zustande häusig zu finden ist. Da aber unsere Seedörfer nicht wie jene durch Feuer zugrunde gingen, fondern einfach verlassen wurden, so konnten sich auch weder Ccrealicn, noch Hanfschnüre und Geflechte erhalten, weil sie, unvrltohlt, im Wafser zugrunde gehen mußten. Der in allem übrigen völlig gleiche Kultur-stand hier und dort läßt aber nut Grund vermuthen, daß anch die alten iDbcrösterrricher und Kramer sich so gut wie die Schweizer auf die Bearbeitung des Bodens verstanden. Die gefundenen Waffen und Werkzeuge bestehen aus Stein und Knochen. Aus Serpentin und Sandstein verfertigten sich die alten Ansiedler «leite und Hämmer; die Schleifstrine, auf denen erstere zugeschliffen wuvden, sind auch gefunden worden. Die Stiellocher der Hümmer und Schlägel bohrte man, wie angestellte Versuche dar-rthan haben, mit der Spitze eines Hornes und nassem Sand. Die sehr harten, oft aus weiter Ferne herdei-gebrachten Feuersteine und Hornsteinr verwendete man zu Lanzen« nnd Pfeilspitze», Messern nno durch Vbsplit-tcrung der Schlnioc von solchen zu kleinen Sägen. Zum Theile noch unfertige Stücke, mafsenhafle Splitter und Abfälle liefern den Beweis der Fabrikation der Stein» Werkzeuge an Ort und Stelle. Hammerbeile, aus dem unteren Theile von Hirschgeweihen gcfcrligl, kamen be-sonders im laibachcr Moore in großer Anzahl (über 15(1 in allen Stadien der Zurichtung und der Abnützung) vor. Sonst lieferten dic Knochen des Hirsches und cm» derer Thiere durch Zuspitzen oder Schleifen eines Split» lers verschiedene spitze und spatelartige Wertzeuge, die zu vlrschiedencn Zwecken ganz gut verwendbar waren: zur Verfertigung der Kleider, — die wol meist aus Fellen bcstandcn und, wenn nicht mit hanfschnüren doch mit Thiersehnen und Baslschnüren genaht waren (auch ganz feine Nähnadeln kommen vor) bei der Herstellung von Thongefäßen u, s. w. . (Schluß l"l»t.) 798 schlimme Verwicklungen unvermeidlich wären, und daß die ernste auswärtige Lage das Ruhen innerer Kämpfe gebieterisch fordert. Das Neue wiener Tagblatt erachtet, bei näherer Betrachtung bedeute der Ausgleich nichts anderes, als daß Fragen von tief einschneidender Be» deutung auf die Zeit von zehn Jahren vertagt wurden. Deutschland. ES ist anzunehmen — schreibt der Berichterstatter der ..Pol. Eorr." aus Berlin den 1. d. M. — daß der hessische Minister-Präsident Hofmann im Laufe des Monates seine Geschäfte in Darmstadt erledigt haben wird, so daß er am 1. Juni in Berlin eintreffen kann, um sich vom Minister Delbrück die Geschäfle des ReichslanzleramteS übertragen zu lassen. Was di: Eisen« bahnfragt anlangt, so finden jetzt in den Fractionen deS Herrenhauses Vorbesprechungen statt. Es ist nicht zu zweifeln, daß sich für Ertheilung der ourch die Gesetzes-vorlage geforderten Bevollmächtigung für das Ministerium zur Unterh«ndlung mit dem Reiche eine entsprechende Majorität herausstellen wird. Für den bevorstehenden kurzen Aufenthalt des Kaisers von Rußland in Berlin werden besondere Festlichleiten nicht vorbereitet. Bei den intimen persönlichen Beziehungen der beiden verwandten Monarchen will man die knrze Spanne des Zusammenseins nicht durch größere officielle Arrangements beeinträchtigen. Eine Revue über die Garnison wird bei dem militärischen Interesse des Kaisers Alexander natürlich stattfinden. Wie es heißt, wird Fürst Gortschatoff nach der Abreise seines Monar, cken noch kurze Zit hier verbleiben. Die Lebhaftigkeit, mit der man in wiener Blättern sich gegen die Normen wendet, welche das deutsche Rcichsbant.Directorium für die Beleihung von Papieren erlassen hat und in welchen allerdings die österreichischen Papiere aus dem Geschäftskreise der Banl gelassen sind, hat hier naturgemäß die größte Aufmerksamkeit gefun-den. Es ist als vollständig unrichtig und tendenziös zu bezeichnen, wenn die Nichtlombardierung österreichischer Papiere als eine Maßregel charakterisiert wird, welche einer gegen Oesterreich gerichteten Tendenz entsprungen wäre. Die deutsche Bank ist in ihrer Geschäftsgeba« rung zunächst der Nachfolger der bisherigen preußischen Bank und hat aus dem Geschäftsgebrauche dieser auch ihre Geschäftsnormen entnommen. Oesterreichische Papiere sind nun ebensowenig wie französische, englische oder italienische als solche angesehen worden, auf welche sich daS Lombardgeschäft der Bank zu erstrecken hat. Es handelt sich also um nichts Neues. Bei dieser Gelegen-hcit ist auch zu erwähnen, daß die an den Geschäften der Bank hauptbetheillgteu Privaten mit diesen Normen nichts zu thun habe« und daß es dem entsprechend als eine besonders tendenziöse Behauptung anzusehen ist, wenn mau de»< großbritannischen Generalconsul von Bleich-rüder, Ehef des Hauses S. Bleichröder, irgendwie mit dieser Angelegenheit in Verbindung bringt. Der Vorgenannte hat bei den verschiedensten Gelegenheiten schon rermöge seiner Betheiligung an den österreichischen und ungarischen Anleihen für die österreichischen Handels« und Finanzverhältnisse Partei genommen, lü'd ist es auch gerade sein Haus gewesen, welches den Baissebe-strebungen in österreichischen Papieren durch jc,erzeit bereite Beleihung und Reportierung in den l,tzlen "beiden Monaten entgegengetreten ist. Die hiesige HUörse hat übrigens im allgemeinen einen weit beruhigteren Charakter, und sind in den letzten Tagen nicht unerhebliche Posten österreichischer Nentcn und Lose zu KapilalSanlagen aus dem Markte genommen worden. Die Reichseijenbahnfrage im preußischen Landtage. Mit 41 Stimmen Mehrheit hat der preußische Landtag in seiner Samstagsitzung daS Gesetz, betreffend die Uebertragung der Eigenthums- und sonstigen Rechte des Staates betreffs der Bahnen auf das deutsche Reich in zweiter Lesung angenommen. Die Debatte, welche der Beschlußfassung voranging, war fehr instruclioer Natur und zog namentlich den Irrthum der Ansicht ans Tageslicht, das Vismarck'sche Reichshahnproject sei darauf angelegt, auch sämmtliche Prioatbahnen an das Reich zu übertragen und den Prioat-Eisenbahnbau für alle Zukunft unmöglich zu machen. So erklärte Minister Achenbach: „Der Abge« ordnete Richter hat gegen die Vorlage angeführt, daß sie das ausschließliche Staatsbahnsystem als Princip auf. stelle; daS steht aber in der Vorlage nicht. Wir haben zwar das Bedürfnis, unser StaatSbahnnetz auszudehnen und zu consolidieren, keineswegs aber alle Priuatoahnen für den Staat oder das Reich zu erwarben. Die Äsung dieser Frage überlassen wir der künftigen Gesetzgebung und dm kommenden Generationen." Und Minister Eamp hausen bemerkte: „Ich bin weit entfernt, in-dem ich die vollen Vorzüge des Staatseisenbahnwesens anerkenne, auf der andern Seile die Vorzüge, welche Privaibahmn sich erwerben können, einen Augenblick lang misachten zu wollen. Sehen Sie sich nur im Land um. Sie werden tine große Anzahl von Prioalbahnen stnden. mit deren Verwaltung man vielleicht wenig zu. frieden ist, ich lasse das hingestellt — Sie werden aber andererseits Verwaltungen finden, wo sie vor der großen Intelligenz, welche die Privatleute der Sache zugewendet haben, allen Respect empfinden müssen, und ich würde es bedauern, wenn solche Kräfte in Zukunft dem Eisen« bahnwesen gänzlich entgehen sollten." Was also durch die neue GesetzeSvorlage erreicht werden soll, ist nichts anderes als die Consolidieiung des Staatsbahnsystems, sodann aber auch die Zurückführung des gesammten Eisenbahnwesens auf den seiner Natur inhärlerenden Charakter öffentlicher Verkehrs« anstalten. Dieser schien in letzter Zeit in der Auffassung der Eisenbahnen als reiner Erwerbsgesellschaften voll« ständig. Der Viceprasident des StaatSministeriumS bemerkte diesbezüglich: „Seit einer Reihe von Jahren gingen wir der Gefahr entgegen, daß die Bedeutung der Eisenbahnen im öffentlichen Verlehrsinleresse nicht mehr die gehörige Beachtung fand. Wenn die Privatbahnen die Richtung einschlagen, daß sie bloß industrielle Er-Werbegesellschaften sind, dann fort mit ihnen! Diese Richtung können wir für die Eisenbahnen nicht acceptieren. Für den Bau der Eisenbahnen setzt ja der Staat seine Macht ein, indem er ihnen das Expropriationsrecht ein. räumt; für den Betrieb der Eifenbahnen muß ja der Staat vielfach seine Autorität eintreten lassen, und es darf nie und nimmermehr vergessen werden, daß die Eisenbahnen zwar eine Rente abwerfen dürfen, daß sie aber vor allem dazu bestimmt sind, öffentlichen Interessen zu dienen. Diesen Satz müssen wir jetzt wiederum zur öffentlichen Erkenntnis bringen, und wie bereits vom Handelsminister ausgeführt wurde, ist die preußische Ne> gierung schon seit mehreren Jahren auf dem Wege, dem Lande, soviel an ihr liegt, zu dieser Erkenntnis zu verhelfen." Die Gegner der Regierungsvorlage machten dage> gen vor allem geltend, daß hierzu das Oberaufsicht«»-recht des Staates, beziehungsweise des Reiches ausreiche. Mit Recht wurde aber dagegen hervorgehoben, daß das Aufsichtsrecht nicht selten zur bloßen Ehimäre herabsinle, wenn es aber ernstlich seinem vollen Inhalte nach geltend gemacht werden wollte, di: Rechte des Eigenthums an Bahnen geradezu absorbieren müßte. So halten schon einzelne Mitglieder der großen Enquölecoumiission des Jahres 1874 erklärt: ..Die VerlchrSinteressen erheischten immer gebieterischer, daß gleichzeitig mit dem einheitli. chen Tarifsystem eine gemeinschaftliche Grundlage für die Höhe der Tarifsätze zur Einführung gelange, daß überhaupt die deutschen Eisenbahnen, dem Charakter der öffentlichen Transportanstalt entsprech:nd, auf allen Ge bieten nach gleichen Normen und als einheitliches Netz verwaltet werden. Bei dem heutigen Besitzstände der deutschen Bahnen lasse sich diese Forderung nicht durch, führen, ohne berechtigte Prioatinteressen erheblich zu schädigen; es erscheine deshalb als zwingendes Bedürfnis der Verkehrs» und allgemeinen Wirthschaftsinteressen, daß die Herstellung eines einheitlichen, über ganz Deutschland sich erstreckenden Reichseisenbahnnetzes herbeigeführt werde." Der letzte Gesichtspunkt endlich, der zur Vertheidigung der Regierungsvorlage, wenn auch nicht vonseile der Ministerbanl, in's Treffen geführt wurde, war mehr internationaler Natur und bestand in der Forderung einer „deutschen Eisenbahnpolitil." Avgeorlmeler Ham-marcher bemerkte unter anderem: „DieEisenbahnftolilil ist es, welche die Zukunft unseres Landes beherrscht; von ihr hängt die Concurrenzfähigleit Deutschlands auf dem Weltmarkt ab, und gerade Deutschland, das seine Roh Materialien n».der an einem Punkte zusammen, noch wie England und Belgien in der Nähe des Meeres hat, ist auf eiue glückliche Entwicklung der Eisenbahnfrage hingewiesen. Ich weiß sehr wol und gebe Herrn Nichter darin vollkommen Recht, daß die Tarife sich nicht will» türlich regulieren lassen, daß die Concurrent sie beeinflußt ; aber überall graviäert die Höhe der Tarife nach der Höhe der önlagetosten, eS kann nicht anders sein. Daraus folgt für mich, daß cS unser ernstestes Bestre» ben sein muß, wie wir die günstigste Eisenbahnpolitil scho» jetzt auf feste glückliche Grundlage zu bringen vermögen. Wir bedürfen der Etablierung eimr strammen, durchschlagenden deutschen Eisenbahnverwaltung, namentlich fremden Staaten, Rußland, Oesterreich gegenüber ist der Einzelne viel zu schwach, um seine Verlehrsinteres, sen mit Erfolg vertreten zu können." Und daß diese Seite des deutschen Eisenbahnpro, jecteS auch bereits im Auslande gewürdigt wird, beweisen die Auslassungen der englischen und französischen Presse. Erstere fassen mehr die wirthschaftliche Seite der Frage ins Auge, während man in Frankreich vor allem neue Kriegsgefahren fürchtet. So schreibt das Organ Gambetta'S, die „Republique fran^aise": „Die Verwen-dung der deutschen Eisenbahnen erforderte bisher nicht nur eine vorherige Uebereinstimmung der Regierungen unter einander, sondern auch zwischen diesen und den uerschie« denen Eisenbahn.GesellschllfttN. Darin lag eine schützende Garantie. Diese verschwindet, sobald sich alle Eisenbahnen de« Bundes in den Händen des Herrn v. Bismarck befinden. Ein Druck des Telegraphen und ohne jede vor, herige Mühe lünnen die Truppen des Kaiserreiches von einem Ende zum anderen befördert und gegen die benachbarten Staaten geworfen werden. Eine solche Per-spective beunruhigt mit Recht die öffentliche Meinung." Die Wahlen in Diincmarl. ! Bekanntlich wurde die zweite Kammer des dän>« schen Reichstages unmittelbar nach dem Schl>« desselben aufgelöst, weil sie die NrgieruugSentwürfeM Verstärkung der liandesvcrtheidigung verworfen hllW und es wurden neue Wahlen zur zweiten Kannner ai» geschrieben. Diese sind nun soeben abgehalten wordl» und zwar mit einem Resultate, das alle VorstellunM welche man sich davon gemacht hatte, weit läßt. Die Majorität der Opposition im (zweite Kammer) oder der vereinigten Linken, sich selbst nennt, bestand bisher auS etwa drei FuWW der Mitglieder, während sie doch häufig bei wicht'W Abstimmungen durch einige Mitglieder des verstärkt wurde. Nur in der Vefcstigungs AngcleDW war die Linke auf sich selbst angewiesen, und sie >W hicr gewöhnlich 56 Stimmen start gegen 42 dcr OeßW Partei. Dies war immerhin eiue Majovitüt, die zu W achten war, zumal da sie durchaus feststand; allein W konnte doch immer mit Fug geltend gemacht lvertM daß, wenn neue Wahlen vorgenommen würde», n»W licherweisc sieben bis acht Stimmen der Opposition oW loren gehen und der Regierungspartei zugute loin»W könnten. D Man wies auf die Adressen hin, die aus der ^W völkerung an den Reichstag gelangt waren, um ihn «M zufordern, so viel wie möglich die für das ^and fo w^M tigen FestungSanlagen zu fördern, und man meinte d^> daß, wenn die Regierung jetzt eincu Appell an das^'H richte, dieses dann Männer in den Reichstag bel^ » würde, von denen es wissen könnte, daß sie alltil' > die Verstärkung des ^andesverlheidigungswesenS ^.V würden. Man vergaß bei diesem Calcül freilich, ^M jene Adressen nur auf Anregung der Rcgicr>n>asP<"W entstanden und nur von solchen unterschrieben se en, M es schon an und für sich mit jener Partei hielten. D> Kundgebungen, welche auf den zahlreichen BollsversalnM lungen gegen die weitgehenden Pläne der Regierung i» der Befestigungsfrage stattgefunden halten, übersah ma« oder hielt sie doch für sehr übertrieben. Vonsc'te dM Regierung knüpfte man daher gaoz entschiedene Hos» nungen an die abzuhaltenden Neuwahlen. Dic OpPW sition ihrerseits that dasselb:, und zwar mit glöhereW Recht, denn sie steht mit der Bevölkerung in einem oW innigeren un5 lebhafteren Eonlact, als die AnhäuM der Rechten. Das Rcsullut der Wahlcn aber war <' die Opposition und nur 27 fur dic Regierung; auf^" Faröern konnte noch leine Wahl abgehallen wei^,' Unter jenen 27 befinden sich auch noch verschicdcnr, ^ ziemlich zweifelhaft find und jedenfalls nicht unbcdi^ der Regierung folgen würden. StimmunMlllschlag in Serbien. Neuesten Berichten zufolge beginnt sich in Selb'" bereits eine lche Reaction gegen den Krieg geltend'" »achen. Hie und da tauchen bereits Frirdcuestil»""" auf. die nicht ganz vereinzelt lileitien. So schrc,bt ^ unter anderem der ..Politischen Correspondent" aus ^ grad den 1. d. M.: " Trotz der tcineswegs noch eingestellten Rust""^, scheint doch zum mindesten im fürstliche» Konal hill^ Vust allmälig zu schwinden, die von den Chanvi"'^ hcißtrsehnle Action zu eroffnm. Der Fürst ha' ^ allen Grund zu die,em Einlenken in friedliche Bah""' Die Pforte hat zwar nicht so viel Aufhebens mit 'l»"" Rüstungen gemacht, wie dies hier der Fall war, t>al>" aber umsomehr in Wirklichkeit geleistt!. M^n hal p" endlich die Ueberzeugung gewonnen, daß Scrdic" °° Uirliichen Truppen wie von einem eisernen Ring ei"^ schloffen ist. Die Türken stehen nicht blos bei Nil's ' imponierender Stärke, auch bei Viö^rad. gegenüber»"'" Iastrebac und Raäla, sowie bei Widdiu sind ganz"."'. sehnliche türlische Slreillräfle concentricrl. Man hat h'" zwar leine exacten Ziffern, immerhin aber geht <. übereir.stimmenden Meldungen mit ziemlicher Sich""^ hervor, daß au fünf strategischen Punkten mindest,^ 100- bis 120.000 Mann Türke,,, Nizams und K'e»^ aufgestellt sind. Die serbische Miliz wäre schwerlich "" stände, eine solche, größlenthcils aus reguläre« Tr"p^ bestehende Macht abzuwehren. . Dies macht es erklärlich, daß man hier bedl^" kleinlauter geworden ist. und in der vorige«, M^ ,. rcils sich zu einer FriedenSmanifeslalion in Ko"!"^ novel bestimmt g:funden hat. Die serbische Regies nahm von den über die KriegSabsichlen Serble^,,, Europa verbreiteten Nachrichten Veranlassuna, . April (Demonstration vor dem österreichischen Gene» ralconsulat) nimmt ihren Fortgang. Gegen die Nädels' sichrer, die ihre Velheilignng in Abrede stellten, traten drei Zeugen auf: zwei Studenten und ein Drucker«' beamler. In der nächsten Woche dürften die Acten dem Stadtgerichte übergeben werden. Die Wehrlraft illtonteuegro's. Im Hinblick auf die ganz unrichtigen Daten, welche in letzter Zeit ubec die montenegrinische Wehrlraft in der europäische», Presse in Umlauf sind. dürften authcn. lischere Angaben in okser Beziehung im gegenwärtigen Momente nicht ungelegen kommen. Nach maßgeblichen Aufzeichnungen und Versicherungen kann Montenegro im äußersten Falle nicht mehr als 14—15,000 lriegStüchtigcr Leute inS Feld stellen. Dies ist immerhin ein respectabler Perzenlsatz der Waffen, fähigen von einer Bevölkerung von 130,000 Seelen. In den früheren Kriegm überstieg die Zahl der mann-lich:n (Kombattanten (man darf nicht vergessen, daß in Vertheidigungstncgen auch die Weiber stels in großer Anzahl mitkämpfen) niemals die Ziffer von 11—12,000 Mann. Wol aber sind die Montenegriner zur Zeit viel besser organisiert und ausgerüstet, als dies je der Fall war Die ganze montenegrinische Streitmacht ist in drei Corps gecheilt, die von Seroars befehligt werden. Jede Nahija (District) wird von einem Capital, commandiert, der einen jährlichen Sold von 80 Gulden bezieht. De„ Kapitänen unterstehen die „Slotniti" (Offiziere), welche je 100 Mann befehligen, ..Dessetniti", die je 10 Mmm anführen und die Fahnenträger „Varjaltan." Die Slot» niti erhalten 13, die Dessetnili und VarMaril be. ziehen je einen Sold von 5 Gulden jährlich. Die drei EorpS führen Artillerie, aber leine Cavallerie. Die Ve-. waffnunq ist. wie bereit« bemerkt, eine gute An Waffen verfügt Montenegro über 40,000 Hmtcrlader und 32 gezogene Kanonen. Die Ausbildung der montenegrini. fchen Streitträfle wurde von serbischen Offneren be» forgt, die zu diesem Ächufe zwei Jahre in Cctinjt weilten. Von einer Concentrierung der montenegr,nische» ^ VollSwehr ist bis jetzt noch nicht die Rede gewesen. FNrst Nilica r.at blos angeordnet, daß die östliche Na. hija Vasojcvie ihre Grenze gut übcrwachc. Da hur innerhalb tt Stunden 3—4000 Mann aufgeboten sein lilnnen. so kann dieser Grenzdistrict als besetzt betrachtet werden. Dagegen ist die Grenze nach dem Duga»Passe zu kaum von 300 Mann observiert. Diese Leute haben > bisher die türkische Orenzfestung Nitsit mit kleinen Quantitäten Proviant für sehr gule Bezahlung versehen. Man spricht in Cetinje neuerlich davon, daß aber-"als mit der Pforte wegen einer Grenzrecttfication oer-bandelt werden solle. Bei der großen Lmpflndlichleu "doch. die man daselbst gegenüber solchen Nachrichten, ""« wenn sie auf den solidesten Grundlagen fußen, an nemä^ legt, sei diese Meldung wol nur mit Reserve Die Schlacht bei Nitsii. >>. Detaillierte und v.'r allem verläßliche Berichte über "' Erlauf d^r Schlach, bei Nilsik liegen zur Stunde! A°l «och '„icht vo?, doch geht aus den kurzen, uns zur ^rfügung stehenden Nachrichten wenigstens so v,el her. "' daß die Verproviantierung der Festung N.lstt trotz "U" gegnerischen Ableugnung zum theil doch aelungcn ,st. ,, Meich t,«i Beginn der Schlacht durchbrach Muth., ^'Pascha mit seiner Armee, an deren Tote 5000 ?,""""' Nne wabre Wtelruppe. standen, dqs Centrum > ,",^surgen.tn. welches vom Corps des ^azar Soö.ca ^b'ldet wurde Mit einem Verluste von 200 Mann re. !"l«ten die Scharen Sowa's. Dies war das Signal, 7» «uch die beiden Flügel der Insurgentenaufstellung, X dem Kommando der Brüder Pelo und Peter Pav. "° ^ zuruckgedrückt wurden. Mittlerweile ginge., acht > türkische Wlalllone. welche die Escorte des Proviant, zuges bildeten, vor und'reichten der ausgefallenen Garnison von Nlksic die Hand. Auf diese Weise wurde der Proviant in die ge nannte Festun g geschafft, welcher angeblich nicht für län. ger als 14 Tage ausreichen dürfte. Mukhtar Pafcha verließ aber (angeblich) gar nicht den Ausgang deS Duga» Passes, und zwar aus Rücksicht auf seinen Rückzug und verschanzte sich daselbst. Am 20. würbe er von den In-surgenlcn angegriffen, schlug jedoch den Angriff glänzend ab. Erst Sonntag den )l0., nachdem die Insurgenten 5000 Mann Verstärkungen, darunler 700 Krivosianer, an sich gezogen hatten, wurde Mulhlar abermals ange» griffen, und nachdem die Insurgenten unter seinen Truppen ein Blutbad angerichtet haben, zum Rückzüge nach Gaclo gezwungen. Die Insurgenten verloren in diese» Kämpfen 400 Todte und 800 Verwundele. Die türkischen Disposition nen und die Haltung der türkischen Truppen wird selbst von den Insurgenten als gut bezeichnet. Mukhtar Pascha wurde am 2. d. in Trebinje erwartet. Politische Uebersicht. Uuibach, 5. Mai. Die ungarische Regierung beabsichtigt, die Hauptprincipien der Ausgleichsrevision noch in diesem Monate dem ungarischen Reichstage zur Genehmigu.'g vorzuleben und die Ermächtigung sich zu erbitten, die Gesetzentwürfe auf dieser Grundlage auszuarbeiten. Da letztere für beide Reichshälflen nicht nur dem InHalle, sondern auch dem Wortlaute nach identisch sein sollen und die bisherigen Beschlüsse blos principieller Natur sind, so werden noch Berathungen zwischen den beider-fettigen Regierungen stattfinden müssen. Zur Durch« fuhrung der Detailarbeiten sind abermals gemeinsame Conferenzen in Aussicht genommen. Insbesondere dürfte Flnanzminister Szell bald wieder nach Wien kommen, um die endgiltigen Slipulationen in der Vanlfrage zu vereinbaren. Mehrere deutsche Blätter brachten die Meldung, die sächsische Regierung beabsichtige, die sächsischen Privatbahnen anzulaufen. Die „Dresdner Presse" schreibt hierüber: »Die oon verschiedenen Blättern gebrachten Mittheilungen bezüglich der Absicht der königlichen Re> gierung, sämmtliche sächsischen Privatbahnen anzulaufen, können wir auf Grund authentischer Nachrichten bestätigen. Die königliche Regicrun^ laßt gegenwärtig durch Com« missärc deS Finanzministeriums die gesummten sächsischen Privateisenbahnen bereisen und zum Behufe einer früher oder später in Frage kommenden Erwerbung für den Staat abschätzen." Der „Vien Public" meldet als gewiß, daß der französische Marineminister bereits Befehl ae> geben habe. d!e Transportschiffe ..^oire" und ..Fried» la»d" auszmiislen, damit sie die politischen Vcrurlheilten, dercn Begnadigung durch den Präsidenten der Republik bevorsteht, von Neu serel ist bei dem Präsidenten um Begnadigung eingekommen. Das amtliche Blatt veröffentlicht fcrner folgende telegraphische Depesche, welche der Regierung von dem Oeneralgouverneur von Algerlen am 29. v. M. zuge» gangen ist: ..Dank deu vorzüglichen, von dem General Cutteret getroffenen Maßregeln, seiner Umsicht und seiner Energie ist der Aufstand der Bu.Uzid ohne irgendwelche neue Verluste auf unserer Seite gänzlich bewältigt. Alle haben sich unterworfen. Der Marabut «hmed'ben.A,ech und die Schcilhs der vier Gruppen des Stammes sind gefangen. Die hervorragendsten Persönlichleiten weilen als Geisel" im Lager. Die Räumung von ElAmrihat begonnen, jede der Abtheilungen bezicht einen ihr ange. wiescnen Lagerplatz, wo sie unter Aufsicht und dem Befehle der Truppen bleiben wird, bis endgiltige Anord' I nungen getroffen sind. Alle Helden sind ausgeliefert lund abgezählt und die Haltung der umwohnenden Stämme sowol als die erfreulichen Nachrichten, die mir von allen Seiten zugehen, können als unumstößlicher Beweis gelten, daß die Empörung der Bu Azid eine aanz vereinzelte Thatsache ist. Der Generalgouoerl,eur oon Algerien: General Chanzy, > Das Cabimt Disraeli hat eine schwere Woche durchzumachen. Es wurde bereits gemeldet, daß die Fas. sung der Proclamation der KaiserinMnigin im Ober-Hause zum Gegenstand einer Interpellation gemacht l wurde; der Kampf wird aber auch im Unterhause eul. brennen. In der Sitzung vom lctztcn Montag kündigte Sir H. Iamcs, der EpAttorncy General, „„jer ^,„ Bcifalle des Hauses an. er werde in nächster Sitzung den Kanzler des Schatzamtes befragen, ob er am Liften März nicht erklärte, daß seitens der Räthe der Königin nicht beabsichtigt werde, Ihrer Majestät den Rath zu ertheilen, dcn Titel „Kaiserm" m England anzunehmen, sondern daß der Titel ein lokaler, auf Indien beschränkter sein solle; ob ferner seinem Ermessen nach die Proclamation den Titel Kaiserin so begrenze, daß cr nicht in England gebraucht werden könne, und ob die Procla» malion den Titel zu eincm lokalen, das heißt nur für Indien bestimmten mache? Die Debatte dürfte in beiden 'Häusern eine erregte werden. Der Präsident Grant sendete an den Longreß eine Botschaft, in welcher er beide Häuser einladet, der Eröffnung der «elt»°«ftelluns ln Phi label phi a beizuwohnen. Der Botschaft ist ein Bericht der cku«-stellungs.Commission beigegeben, welcher mittheilt, daß die Bordereitungen zur Uusstellung beendet sind. Kagesneuigkeiten. - (Kaiserliche Vt u n i f i ce n z.) «nlähllch der von Sr. Majestät dem Kaiser im April v. I. unternommenen Reise in Dalmotien bcmerlte da« wohlwollende Auge des Monar-chm, daß viele Gemälde von mehr oder mindei hohem Kunst» werthe in deu dortigen Kirchen schadhasl seien und einer dringen« den Wiederherstellung bedürfen, Infolge dessen geruhten Se M»« jeftiit au« Allerhöchst persönliche» Antriebt und in »ngtftamnllei fürsorglicher Uiuuificeuz dem Obtlstlämmerer KZM. Grasen trenne» ville zu befehlen, hierüber rmt de« Statthalter da« Ginvel' nehmen zu pflegen und sodann erlchüpsenbeu Vertrag zu erstat» le». Nachdem nunmehr die Sache so weil gediehen ist, t>»h die Uu«-wahl und Restaurierung der Vilber in «ugriff glommen wer, deu taun, wurde mit Veaiun der besseren Jahreszeit vom Herrn OberNlammerer der Custos der Gemäldeg»llcrie und Vorstand »er Restlluntlschult Sr. Majestät, Karl Schellein, nach Dalmotltn abgesendet, um die nöthigen Einleitungen zu treffen, und werden sofort die »««gewählten ltunftwerle nach Wien geschafft werden, um sie mit Hilfe de, l l. Reftourlelschule der Wiederherstellung zu unterziehen. — (Da« Diadem der ilünigin Maria Vntoi« nette) Vei Gelegenheit mehrerer im ftuhlweißenburzer Theater vom Grafen Lugen Zichy arrangierten Vorstelluugln für da« Deal» Denlmal, für die durch Ueberschwemmung Veschäblgten und den dortigen Frautnverein trug d,e Gräfin Eugen Zlchy da« loftbare Diadem, welches einst Eigenthum der unglücklichen Königin Maria Antoinette gewefen ist. — (Kl ad rub) Die in auswärtigen Vlilttern ausgel»uchle Nachricht von der blvorftehenoeu Nufl»fsnng be» l. l Hofgestule« in Klabrub ist durchaus irrthllmUch. — (In Braunschweig) wurde Prof. Otto im Labo» ralolium de« Polytechnikums, mit schweren Kopfwunden bedeckt, auso/funden; der Verdacht de« Mordversuches siel aus be« Pro-fchors Diener; dieser wurde eingezogen, hat sich aber im Gesang« nisse erhängt. — («llassisch.) Die „Vcrliner Mont»g»je,tung" bringt folgende classische Nussvrücht nicht classischer Autoren: In der Nacht lam alle« an den Tag. - Der Todte schreibt sich Hubrr, — Im Felde lagen Verwundete und Todte, die u« Hilfe riefen. — Sie senllc da« niedliche Kllpschen und schaute in die «benb» wollen empor. — Das Lomit6 vertheilte 20 Paar Schuhe, wo-mit manche Thräne getrocknet wurde. — D«e Kugel traf ,hn, durchbohrte seine Brüll, zerschmetterte den Nückenwirvel und rieh ein i!och m semen Nock. — Obgleich ein Nrjl sofort zur Stelle, war der Tod doch bereits eingetroffen. — (1,> vino velit,,.) Ein berliner Vlatt erzähl» folgende Anefdote: Einer unserer deutschen Thealer.Direcloren, der mehr mit Vlle u»d Schneiblrmaß, als mit den alten «lajfischen Sprachen sich beschäftigt hat, gerieth mit einem berühmten Gaste au« Wien, der etwa« angeheitert war, in einen heftigen Streit, der damit endete, bah der Vnfl den Director unter der nicht ge. rabe schmeichtlhnslrn Vlzcichnung: .aller Esel" znr VnhnenthUr hinauojagte. Am nächsten Morgen fand nicht der Director der ist dazu zu harmlos — sondern der Oaft, daß er beleidigt worom sei. und erllärte. nicht eher spielen zu wollen, als b,« der Director sich entschuldigt hätte. Resigniert fetzt sich der arme Director hin und schre'bl dem Gaste einen d«. und wehmiithlgen Vries. in welchem er worll.ch fagl: «Ich bedaure den ,,n,en Vorfall; Sie haben mich einen „alten Esel« genannt; ich ver-zeihe Ihnen, denn Sie waren angeheitert und die alten Lateiner sagten schon: »m vmo ?«>>!<»«.. Doh der Gast diesem Appell gegenüber nicht hartherzig war. versteht fich von selbst. — (Nußereuropilische Universitäten.) Ueber da? Project bezüglich der neuen Universität in Sibirien berichm der „Soibir". bah die ProfefsoreN'Gehalte der neuen Universität anderthalb»««! großer als die an den tlbrigett russischen Hochschulen gebräuchlichen sein sollen. An «lanbidaten fllr die kehr» stuhle wird demnach voraussichtlich lein Mangel herrse'en. Aller Wahrfcheinlichleit nach werden sich viele junge Gelehrte, die »u» Sibirien gebürtig sind, melden. — «m b. d. hat die neue Uni. versitäl in Adelaide (Sud.Australien) den ersten Jahrestag ihrer Eröffnung gefeiert. Die Zahl der Studenten ist eine sehr be. scheiden»: sie beträgt 11. darunter 7 Damen. -Ho Kales. — schluckte. Ueber Anrehung de« obersten Sanitälsrathe« hat sich nun anläßlich dieses Vorfalle« Se. Cxc. derHerr Un te r r i ch ts. minister bestimmt gesunden, in einem Erlasse zu vcrfllgen. daß an sämmtlichen Lehranstalten, an welchen Zeichenunterricht ertheilt wird, vonseite der mit Ertheilung des Unterrichte« belran» ten Personen den Schülern die größte Vorsicht beim Oebrauche der Falben empfohlen werde, daß die Schüler auf die gesundheitsschädlichen Eigenschaften vieler Farbstoffe aufmerksam gemacht und namcntllch davor gewarnt werden, die farbeugetränkten Pinfel mit dem Munde auszufaugen oder zuzuspitzen. — (Die Nu«gr«bungen am Zollfrlde) in Kilrntcn, von denen wir jüngst berichteten, werden mit viel Cifer und auch Glück betrieben; e« wird bereit« ba« driltc Himm« blosgelegt und sind b,e Arbeiten bis jetzt recht gut geleitcl worden. Erst Samstag wurde eine Steinplatte mit einem daraussteheudem Löwenfuße gefunden, wie auch täglich Münzen zum Vorscheine kommen. — (Maikäfer al« Dungmittel.) Da wir heuer bekanntlich wieder ein sogenannte« „M a i l 8 f e r j a h r" haben, (da« Insect braucht durchschnittlich vier Jahre, um sich vom Engerling zum fertigen Käfer um» und auszubilden), so ist e« nicht überflüssig, daran zu erinnern, daß Maikäfer einen vortrefflichen fetten Dünger geben, und sollen nach Prof. StÜckhardt's Untersuchung 100 Psunb frische Maikäfer einen Duugwerlh von mehr als 1 fl. «st. W. haben. Man schüttelt zu diesem Zwecke am frühen Morgen die frostftarren Käfer von den Bäumen und tödtet sie im heißen Wasser, worauf sie zwischen Laub und Erde geschichtet werden. Oeffentlicher Dank. Der hochwohlgeborne p. l Herr Vohuslav Ritlei von Widmann, l. l. Landesvrilsibent in Krain, hat dem gefertigten Vereine zur Anschaffung der Vereinsfahne einen Veltrag von 15 fl. üsterr. W. im Wege des Herrn l. l. Vezirtshauplmanne« Klaniik in Stein glMgst zukommen lassen. Für diese freundliche Gabe drückt den wärmsten Dank au« der Erzherzog Rainer erste trainische Militär-Peteranenverein iu DomZale. I. Äecel. I. Niedl, Ehrenpräsident. Vorstand. Wichtig für Viele! In allen Vranchen, insbesondere aber bei Vezug der allge« mein beliebten Original. Lose rechtfertigt sich da« Vertrauen einerseits durch anerkannte Solidität der F,rma, andererseits dmch den sich hieraus ergebenden enormen Absah. Durch ihre Pünktlichkeit und Reellität bekannt, wird die Firma Valentin H Verlagen, welche die Aufständischen im Duga»Passe er» litten, habeu sich mchrere Banden derselben nach Korito gewendet, wo sie einer türkischen Colonne, welche von Gaclo nach Bilel marschieren soll, einen Hinterhalt le« gen wollen. Telegraphischer Wechsellours » vom 5. Mai. W Papier - Rente 65 80. — Silber - Rente 69,50. — I860» ,W Staats-Anlrhen 110 —. — Vanl-Actien 869 —. ^ trebil-Actien W 138 10. — London 120 10. - Silber 103 -. - K. t. Münz-Du» » laleu 5 70. — Napoleon«'or 9 56. — 100 Reichsmark 5910. W Handel und Volkswirttjschastliches. « Monatsausweis der Vtationalbank. Activa: ^ Metallschah 136.5ii7.307 fl., iu Metall zahlbare Wechsel l 11.422,683 fl., eScomptlerte Wechsel und Effecten 107.253,70'.» st.. D Darlehen gegen Handpfand 30.l38.000 fl,, Tlaatsnotcn, welche W der Bank gehilren, l.358,024 ft., Darlehen an den Staat fiir die W Dauer de« Banl - Privilegiums 80.000,000 fl. Hypothclar-Dar« W leheu 98.636.024 fl., bürsenmäßig angekaufte Pfandbriefe dcr Na< W tionalbanl 6.217,201 fl,, Effecten des Nrservc Fonds »ach t,cm M Hurswertht v. 31. Dez. 1875 16.871,353 fl.. Effecten des Pensions- D fonde« nach dem Kurswerthe vom 31. Dr,, 1875 2.483,324 ft., W »Gebäude mWien und Budapest, dann gesummter ^„»«lu» m»tl-u«tu« W 3,I9l».47'> ft,, Auslagen 914.443 fl., Saldi lausciider Rechnungen W 7.049.640 fl,. zusammen 502.142.086 ft. — Passiva: «unk- W Fond 90.000.000 ft., Rssrrne-stond 18,019.576 fl.. Banlnolen- D einzuliisenbe Van!-Anweisungen 297.074 ft.. Giro-Guthaben W 182.139 ft., unbehobene Dividenden 125,960 fl., Pfand- D driest im Umlaufe 98,496,080 ft, verloste, noch nicht rinnclösle M Pfandbriefe 182,250 fi. unbehovrne Pfandbrief-Zinsen 84,74« st,, > 'PensionSi.fond 2.483.324 fl., Ueberlrilge vom vorigen Semester, M laufende Erträgnisse und Eingänge auf Verzinsung dcr Pfandbriefe W 7.229.323 fl., zusammen 502.142,0^6 ss. M Verstorbene. > Den 28. April, Maria Iurst, Mascbinfllhrers.Kind. 1 I. W 8 Mon,, St. PeterSvorftadt Nr. 138, Lungenlähmuug, - Anton D Gefar. Sträfling. 29 I., InquisitionshauS. i!ungentuberculose. W Den 29 April. Ial^o keber. Inwohner. 74 Jahre, W Civilspital, Altersschwäche. — Philipp spindler, Mauiers^Kind, W '/, Stunde, Stadt Nr. 184. Schwäche infolge FilllMburt. M Den 30. April. Maria Suslersii, Iuwohnersgaltin. 59 I„ W «livilspiral, Wassersucht. M Den I. Mai. Anton Faigl, Inwohner, 63 I,. Tirnau« W Vorstadt Nr. 46, Wassersucht. — Maria Perto. Dampfmilller« D «esellenslind, 8 Mon., St. Petersvorftadt Nr, 65, an, hitzigen «D Wassertopse. — Franz Wloftian, gwängling, 27 I,, gwangs' arbeitshaus Nr. 47, Lungentliberculofe. — Ignaz Erdilm«, 25 3>-Hivilspital. Lungenentzündung. Den 2. Mai. Katharina iNogl, Nahnarbeiteis.»ind, ^/' Jahre, Elisabeth.Kinderfpital. Gehirnhautentzündung. — «nb«« Malinschel, Milhlenbesiyer. 62 I.. Civilspital, Gehirnerschütterung- Den 3. Ma i. Florian Iarsca, Inwohnerötind. 3 I-H^' M spital, Lungenentzündung. -- Nikolaus Kadivc, Inwohner, 68 ^,., « Livilspital, Eiternngöfieber. « Den 4. Mai. Maria Zvoljenl, KeuschlerS'Kinb, 1 I. 1 M. 9 Tage, Moorssiunb Nr. 26, hitziger Wasferlopf. — Maria Vorn» leller, «nftieicherswitwe, 64 I., Livilspital, allgemeine Wassersucht. Tovtenftatistil. Im Monate April 187U sind 70 Per-sonen gestorben; davon wareu H5 männlichen und 35 weiblichen Geschlechtes. Im l. l. Garnisonsspital am 15. April. Philipp Figgo, Jäger des l. l. 7. Feldjäger Bataillons, Lun« ! gelitnbercillose. Angekommene Fremde. Am 5. Mai. Hotel Stallt Wien. Wechsler, Kfm,, Linz, - Leder. Ksm., MUnchen, - Hock. Kfm., und Dr Lorenz, l. l. Minifteiialralh, Wien. — Lulanz, t. t. pens. Finanzralh, Graz. - Stern. Klagenfurt. Hotel Elefant. Kozel und Dr. Welilanja. «lilli, Prasniler Maria. Vagor — Haffner. Obertrain, Krolrtz, Verwalter, Oberburg. Ktnesleds. Magyarohy. Wimer, Hraz. LUber. Hauptmannsfrau, Trieft. - Gabriel, l. l, Major, Mrz. , Hotel Europa. Anna v. Dellatore, OberlandesgerichtörathgMltwe mit Tochter, Innsbruck. — Podboj, Loitfch. ßßlohren. Laleari, Holzhändler, Lack. - Ialar, Privat, gagor. Meteorologijche Beobachtuussen lu ^aibach. ' '7U. Mg^ 740.5. ^11.« NW.schwllchs l'eichl'bew. ,. 5, 2 ,. N. 738« . ^15,4 NO. schwach ganz bew. ^"", 9., Ab. 736«, ^12» NW. schwach ganz bew. ^«" Morgen« leicht bewölkt, vormittags fast heiter, Sonnenscheili. nachmittag« lrllbc, abwechselnd dünner Regen, intensives Abend" rolh, ganz bewullt, in der Nacht Regen. Da« Tagcemitlel del Wärme > 133°. um 14' über dem Normule. Äerantwoltlicher Ncdacteur: Otlomar Vamberg. Wni^N^sll^s Wien, 4. Mai» Der Rechnungsabschluß der Llisabeth-Weftbahn wurde ungUnfiig beurtheilt und die Speculation war anch - abgesehen hievon — geneigt sich durch O^^sc»l^«.lU/^. Plispectiven, welche mit den finanziellen Angelegenheiten nicht m directer Verbindung siud, in« vo ^ (.....6b«b Ub?k» Febniar. «"" (.....w 6b Kb 75 ZZ°«1 «ilberrente < ' ' ' ^ ^II ' '.8«o ! ! ! ,'^ , . , »0'° NI'«° Domänen-Pfandbriefe .... I?<8b0 139 — Plllmitnanlehen der Gt»dt Wien 95-60 96'-V»h2ien , «^..^< l. . 100 - 101 — Siebenbürgens ,^° ». . 74L0 75b0 Ungarn l last""« l . . 76 50 7? k.0 D«nllu-«egnliernng«,Lost . . 10350 104 — Ung. «ijenbahn.Anl..... U«75 9720 Ung. Pläwiln-«nl...... 72 7b 73 2b Wiener «ommuual. «nlehen . 90 7b 81- »ette» »,» V«»le«. »«» wo« Angl««Vaul........ß^7h <;z^. «anlverew........bV^ bVhU ««d,«r«dil«ust«u.....^... ^ ^ «reditanfialt........187 40 1V7 60 «redilansiull, nngar.....134 25 124 K0 Depositenbank.......127 L0'188 — ft»lt......63t» — 64b — ßranco-Banl.......16— ISdv Handelsbank........57- si7 50 Nationalbanl ... . . H?L — 874 — Oefterr. «anlgesellsch.ft ^ . . —-— .--— Uuionbanl ........5^75 57... Verlthrsbanl .......76— 77 — «etieu »,n Tr«»ep«rt-Nnter»e»-«n»,e«. «elb «0»« «lsöld-Vahu........101 — 103 .- Karl-Lubwig.«ahn.....il,7— I87b0 DonaU'DamPschiss.'Oesellschaft 324— 826 — Llisabrth-Weftdahn.....141 bo i4z.__ Llisabeth.Nahn tLinz-Vubweifer Streckt).........^l20- izz.^ Ferdinanb«-»iorbbahn . . . 1«0b— IH10-— ßranz. Joseph - «ahn . . . . ilUl 1»L«) Lemb..«zern..I°fjy.»«hn . . 1'^'l°5 I3Z7f. Lloyb.Oesellfch........223 — z»b__ Otftur. »i«dwchi>«»hn .... 1bU bl) 1V1» Veld llv»l» Mubolfe-Vahn.......1,0 7k 1118b Eta°t«b»hn........262 75 2ft»-2b Slldbahn.........867b 87 — Theiß-Vahn........1i,l> - I«7 - Ungarische Nordoftbahn . . . 102 — 108 — Ungarische Osibahn.....84'b0 Üb'- Tramway-VtstÜsch......115 — H6 _ Vau«esells««fte». «llg. Usterr. Vaugesellschaft . . —»— ^__ Wiener «augesellschaft..... —— _... Pl«udbriefe. «llg. listen. Vodeucrebit . . . 108-50 104 — dto. in 83 I»h«n 88 — 8850 «atlonalbanl Ü. N..... 9?-— 97zb Uug. V öden credit...... 8«'- 8«bO PriorUlte». Elisabeth.-«. 1. «m.....8V - 89K0 Ferb.eVlordb.-S.......104-85 104»7b «ranzcIoseph-«.......9175 92 — »°l. K«rl-Ludwia«V., 1. «m. . 97 bo »« — s^'n:rr. «nrdweft.V. ... 87 8b 877b Viebenbtlrger.......ßß.. fiftbll Staal«b»hn........148- l48l^ SUddahn z b«/,......10875 110^ 5«/.......898b 8l>'^' Slldbahn, Von«......—- . '-^ Ung. Ofiöahn.......63-25 62'b0 Prlv«N«se. lredit.L..........154-50 Ibb ^ Nubolf«-L.........1850 12'^ «echsel. ^. Ang«burg.........58-60 l^'A Frankfurt.........58 ^0 58^ Hamburg.........58 60 5s^ London .........120- 1s0'A Pari« .........4740 4?'^ «eltzsorten. »elb ««« Ducaten .... bfi.72 kr. 5 fi.73 ". «»P°l««n,d'°r . . 9 «07 « h « b« - Preuß.Kassenfchtint b!» , 15' » t>9 „ lib ^ Gilber . . . . 10» «20^ ^10« ^ 40 , Krninifche «rnnd«uU«,ftung«»Oblill»tioNl«, «r«»»