Vräa«mrk!ttloa, - preist: Kür Laibach SMzzährig . . . « ft. — k. Halbjährig . . s , — . Wc-reljährig. . > . SV , EvnailiS . — , ö» » Mil der Post: SasziLhrig . . S II. — lr^ Halbjährig . . . 4 » S0 » dvrteljcihri». . . i » iS » >4/ ALng l^s Haus riertc,. äs>»^^ ki,. inov-tllch S tr. >/!ünmcrv S !r. Laibacher blatt. Ltda»iix» ««hxtwlza^ !>!, !i>." «rpedilwv ««>> Juseraini «»reav^ .^Likgrehpla:. f«r (L^üharu r « r^'7, I. r. Äier. u'.ayr L H.'-Varr 2njer;»3kL-L"tL: ^v: b.r kinsvaltisst Pelir-citl k,»/ ?weiv.s:r^ ^ ch^i!'.:n^t> kreimal ^ 7 k, Bei ^rirherev "»rrcr Post: Ganzjährig , . 8 fl. 40 kr. Ganzjährig . . II fl. — kr. Halbjährig . Bierteljahrig Monatlich / . 2« 10 70 Halbjährig . Vierteljährig 50 75 Wir Zustellung ins 9 kr. — aus vierteljährig 25 kr., monatlich inzelne Nummern 6 kr. Das „Laibacher Tagblatt" ist hicmit noch iinincr die billigste täglich erscheinende Zeitung und wegen seines großen Leserkreises zu Insertionen besonders geeignet. Die Reform der theologischen Studien soll nach den Mitteilungen der Wiener Blätter demnächst in einer vom Unterrichtsministerium ein-zubringenden ReichSrathsvorlage geregelt werden. Das Bedürsniß derselben ist ein allgemein gefühltes, denn eben seitdem die theologischen Lehranstalten in Folge des Konkordates zu bischöflichen Haus-austalteu degradirt nnd jeder staatlichen Kontrole entzogen wurden, ist der theologische Nachwuchs dein JesuitismuS völlig verfallen und selbst Seminaristen, die zu den besten Hoffnungen berechtigten, vermögen sich nicht den schädlichen Einflüssen der völligen Abgeschlossenheit von der Welt zu entziehen. Die Aufhebung der bischöflichen Seminarien Wort d.S großen Meisters Jesus, sondern auf das und deren Snbftituirung durch eine gründliche Uni-Morr irgend eines beliebigen Lehrers, der ihm einst verfitütSbildung wäre daher der erste Schritt zur die katholischen Lehren wie das Einmaleins einge-Bessernng. Nicht blos die Laien, sondern auch die drillt dat. Doch das wäre noch zu wenig gesagt angehenden Kleriker würden diese Reform mit Freude Der Geistliche wagt es nichl einmal, über irgend begrüßen, zumal dann, wenn die nicht unbedeuten-seinen unbekannteren Gegenstand irgend ein Urlheil den Dotationen aus dem ReligionSfonde, welche jene aus^usprechen oder seine eigene Meinung zu haben, Anstalten derzeit beanspruchen, in Stipendien für er wartet zuvor auf das Losungswon. welches von die Hörer der theologischen Faknltäc umgewandelt ^ der bischöflichen Kanzlei kommen soll, Ist diese „srohc würden. ; Botschaft" angekommen, dann lobt oder tadelt er Auf die theologischen Fächer, die an der Uni- lant obcrhirllicher Anweisnng, ohne sich über das versität zu lehren wären, stunde wohl zunächst der! Wort oder Gehalt dessen, was er anprcist oder an-Kirche der maßgebende Einfluß zu, jedoch Hütte der! greift, ^si unnöthiger Weise Rech?„schnst zu gcben. Staat zu fordern, daß die Theologen zwei Lehr- j So ist es geschehen, daü rin Geistlicher geaen gegenstände besuchen, woran bisher in der Theologie,die Nothzivilehe wie gcg>... e'i.-- Tnifelserfiiidnng wenig oder gar nicht gedacht worden ist. predigte, und doch lange nachher noch nicht wußte. Sehr beachtenswerth dünkt uns diesfalls ein ^was die Nothzivilehe sei. Es halte eben blindlings Vorschlag der „Volkszeitung," dessen Berücksichtigung j den Befehlen seiner Oberen gehorcht. Ist ein solches von Seite der Reichsvertretung eine freiere Geistes-^Vorgehen eines gebildeten Mannes, eines Lehrers richtnng im österreichischen Klerus anbahnen würde, des Volkes würdig, was doch der Priester sein will Es sollte« nämlich an der theologischen Fakul- und sein soll? tat zwei Lehrkanzeln gegründet und vom Staate, un- ; Der erwähnten BildungSeinseitigkeit des Kle-abhängig von dem Emslusse der Grschvse und den-rus schreiben wir aus guten Gründen die herr-theologischen Professoren, besetzt werden, und ;war schende Feindseligkeit gegen die Wissenschaft und die für Geschichte der Filofofie und für allgemeine Ge-! Unduldsamkeit gegen Andersgläubige ,n Wer jemals schichte der Viel gionen imt besonderer Berücksichtig im theologischm ftörsaale über die ..kirchenfeindliche" gung der christlichen Bekenntnisse und der kalholi- Wissenschaft lichten hörte, wer persönlich zugegen schcn Unterscheidungrlehren. Jeder Theologe wäre ge halten, diese beiden Gegenstände zn hören nnd in war und vernommen hat, wie über die Sisteme der berühmtesten und gefeiertsten ffilososen mit einem öffentlicher Prüfung über die Aneignung des Lehr-jeinzigen Worte, mit irgend einer abgedroschenen stoffes Rechenschaft zu geben. Redensart abgenrtheilt wird, wenn den Forschern. Diese Bestimmung ist von viel einschneidenderer Bcdenlung, als es für den ersten Augenblick scheinen könnte. Ein Hauptgebrechen in unserem kirchlichen Leben ist in der Regel der beschränkte Gesichtskreis, die Einseitigkeit in der Bildung unserer Geistlichkeit. Der Geistliche schwört auf das Wort seines Meisters, aber nichl etwa aus das welche ans Liebe zur Wissenschaft oft Leben und Gesundheit opfern, als einziger Beweggrund ihres begeisterten Eifers Haß gegen das Christenthum, thörichter Widerwille gegen alles Edle und Gute und Liebe zur zuchtlosen Unsittlichkeit zugeschrieben wird, wenn durch den bloßen Hinweis auf den Glaube» oder das Leben eines Mannes über seine Jeuiüetou. Die Stellung der Deutschen in der Geschichte Böhmens. (Schluß.) Hätten die Deutschböhmen kein anderes Verdienst, als daß sie zum ersten male in diesem Lande die hochwehende Fahne des freien Bürgerthums aufgepflanzt, dadurch allein würden sie sich ein unvergängliches Denkmal in der Landesgeschichte für alle Zeilen gesetzt haben. Doch auch im eigentlichen Bauernstände des Landes mußte erst der Deutsche die Idee der Freiheit zur Geltung bringen; auch der Landmann trug so lange die schweren Ketten der Knechtschaft, bis ihm von Deutschland her die goldene Frucht der Freiheit geboten wurde. Im 12. Jahrhundert seufzte der flavifche Bauer unter dem Drucke einer harten Leibeigenschaft, was trotz der Behauptungen tschechischer Historiker bestimmt nachgewiesen werden kann. In diese Zeit fällt die Gründung deutscher Klöster und die erste Einladung an deutsche Bürger zur Kolonisation im Lande von Seite der Fürsten. Die Klöster so wie die Fürsten und nachher selbst der Adel sahen sich bald veranlaßt, z»r Urbarmachung ihrer wüst liegenden Ländereien und weitgedchnten Waldungen auswärtige Kräfte herbeizuziehen. Der deutschen Bürgereinwanderung folgte eine umfassende deutsche Bauern-kolonisation. Aber nur mit Wahrung ihrer Freiheit und Selbständigkeit ließen sich die deulschen Bauern im Lande nieder. In die Gegend von Trautenau, Elbogen, Glatz wurden unter Przemifl Ottokar II., dem großen Förderer des DeutschthumS, in der Mille des 13. Jahrhunderts massenhafte deutsche Bauernansiedlungen gezogen. Diese bewirkten zunächst auf dem Gebiete der Landwirthfchaft, dann aber auch in sozialer Beziehung eine segensreiche Umwälzung. Der deutsche wegen seines Fleißes berühmle Bauer rief für die damalige Zeit wahre Musterwirthschaften ins Leben. Da er mit dem schweren Pfluge arbeitete, nicht mit den leichten Hacken, wie der slavische Bauer, so konnte er auch in den schwersten Boden tiefer eindringen und denselben vollständiger wenden, während der Slave nur den leichten Boden seicht zu durchfurchen im Stande war. Daher ist erklärlich, daß die Slave» nur die Gegenden mit leichtem Boden anssnchten nnd alle Landstriche mit bündigem Erdreiche als Weideland liegen ließen. Wie weit die deulschen Ansiedler in der Bodenkultur voraus waren. erkennt man am besten an dem LandwirthschaftSbctrieb der königlichen Städte und Klöster. Wir lrcffen j» den Fluren derselben bereits den Anbau von Gemüse, Hopfen. Waid' und Weingewächse, deren Pflege schon eine sorgfältigere Bodenbearbeitung, kurzum eine rationellere Landwirthfchaft verlangt. — Allmälich aber konnten den slavischen Bauer» die größere Regsamkeit, so wie die vielfachen Verbesserungen im Acker, bau unter den benachbarten Deutschen nicht verborgen bleiben, und Strebsame unter ihnen suchten das Gesehene auch bald zu ihrem Vortheile ausru-beuten. Am wichtigsten und wünschenswertbesten aber mußte dem unter allerhand Lasten des Gams und Staates lebenden einheimischen Landmanne die freie und vielfach unabhängige Stellung der deutschen Dörfer erscheinen. Daher entstand bald unler den slavischen Bauern ein Drängen nach königlichen Privilegien, wie sie die Deutschen besaßen, oder nach Aussetzung ihrer Dörfer in emfiteutischer Weise. Da auch die Grundherren durch diesen Vorgang nu: gewinnen konnten, so vollzog sich die von den Bauern angestrebte Umänderung ihrer Lage ziemlich rasch, o daß binnen einem Jahrhunderte die meisten böh- gesammte geistige Thätigkeit als Denker und Gelehrter der Stab gebrochen wird — ein solcher wird sich nicht mehr wundern, wenn der Theologe, „wie er sein soll" (nämlich „glaubensstark" und ziemlich unwissend), von der Wissenschast nni mit Weg-werfung spricht und vernünftige Gründe mit wohlfeilem Hohne erwidert. (Schluß folgt.) Vom baierischen König. Miii schreibt den „Hamburger N." aus München vom 19. Dezember: Immer deutlicher stellen sich die geheimen Absichten jenes Brnchtheils der patriotischen Partei heraus, welcher für die Ablehnung der Versailler Verträge in der baierischen Abgeordnetenkammer so ausfallend einig agitirt. As handelt sich nm nichts mehr und um nichts weniger, als die Abdankung des national-gesinnten Königs zu erzwingen. Das soll auf folgende Weise geschehen: Der Vertrag soll abgelehnt, zugleich aber auch mit aller .Üraft und Ausdauer daö Landvolk bearbeitet werden, bei einer Neuwahl nur Abgeordnete, welche der extnmeu Fraktion der patriotischen Partei augchörcn, zu wählen. So soll ein unlösbarer Konflikt herbeigesührt weiden. Der König — so kalkulüt man — der den Brief an dcn König Wilhelm, in welchem er ihm die deutsche Kaiserkrone angeboten hat, geschrieben und nu« auch die ausnahmslose Zustimmung aller deutschen Fürsten nnd der freien Städte dafür erwirkt hat, kann nicht wehr zurück. Durch die Verwerfung der Vertrage soll er daher persönlich kom promittirt werden und somit sich genöthigt sehen, endlich dcn Schritt -u thun, auf welchen die Jesui-tenpartei in der baierischen Kammer und außerhalb derselbe« seit Jahren mit Sehnsucht ha rt — ab;udanken._________________________________________ Bom Kriege. Der „Monitcnr von Versailles" enthält „ans guter und glaubhafter Quelle" ein Kommunique, wor-nach Gambetta und andere Mitglieder der Regierung der Nationalvcrtheidigung zu einem Friedensschlüsse auf Grund der deutscherseits gestellten Bedingungen geneigt seien, sich jedoch gegen Trochn verpflichtet hätten, nicht ohne dessen Zustimmung zu paktiren; dieser aber sei gegen den Frieden und beabsichtige im Falle der Einnahme vou Paris, sich auf den ausreichend verproviantirten Mont Valerien zurückzuziehen. Bisher galt immer Gambetta als die Seele des Widerstandes und wurde als der einzige wirklich bedeutende Mann hingestellt, den Frankreich in dieser Zeit schwerer Heimsuchung besitze, es klingt daher obige Mittheilung sehr befremdlich. Eine Bestätigung erhalten die aufsteigenden Zweifel durch mischen Dörfer nach deutschem Rechte ausgesetzt erscheinen. Lhota. die so häufig vorkoinmcnde slavische Ortsbeueuuuug, bedeutet nicht« anderes, als ein rach deutschem Rechte rmegefetzteö Dorf. Siegreich pflanzte somit das Deiuschthum im Lande Böhmen sein Lanner auf, siegreich durch-dr,.ug cS die höchsten und tiefsten Schichten der Bevölkerung. Der Fürst auf dem Throne, der Bauer hinter dun Pfluge, der Bürger auf dem Marktplatze, der Mönch in seiner Zelle, alle arbeiteten im Sinne der deutschuationaleu Idee, die, getragen von der mächtigen Kulturssärc des großen Deutschland, widerstandlos ihre Strahlen auSbreitete, elwärmend und belebend. Ja, erwärmend uud be lebend, die Keime zum Guten und Eüleu nach allen R chtnngen versendend, wirkte die dculfchuaiiouaie Idee. Sie ist eine produktive Idee und weiß nichiS von roh-r Zerstörung und gewaltsamer Zertrümmerung. Sie hat niemals unüberlegt nieüergerisseu, sondern nur immer voisichtig ausgebaut, nnd was sic aufgebaut, war gut und heilsam. Daß die deutschnationalc Idee nicht wenige male sich dem Tschechismus diametral eiitgcgcnsiellle, und die Ge-gr'nsetze im heißesten Kampfe auseinander platzten, Las lag in der Natur der Sache. Doch wenn auch der Kampf für oas Denlschthum nicht immer gluck- ciu Telegramm aus Brüssel vom 27., zufolge welchem die Paritzr >Kegierui»g, 'denen Präsident doch gerade Trochu ist, mit lZtimmenMehtheit beschlossen hätte, eine Konstituante zu berufen und nöthigcusalls über den Widerspruch Gqmbetta's hiuwegzugchen. Die beiden ändern Mitglieder der Delegation in Bordeaux (Eremieux und Fourichon) seien ebenfalls für Berufung der Konstituante. Bestätigt sich diese Nachricht, wollen die französischen Machthaber wirklich der Volksvertretung die Entscheidung auhcim-stellen, so liegt darin gewiß ein, wenn auch noch so schwaches Anzeichen der Geneigtheit zu einem Friedensschlüsse, und man wäre wohl berechtigt, ohne sich allzu kühnen Erwartungen hinzugebcn, an folgende Nachricht, die ans London vorliegt, leise Hosfnuugeu anznknilpfcn. „Sicherem Vernehmen nach, so wird aus London berichtet, sind die von den neutralen Mächten für die PoutuS-Konferenz bestimmten Bevollmächtigten angewiesen, sich mit dem Gesandten der provisorischen Regierung von Frankreich in Verbindung zu setzen und mit ihm Punktationen auf-zusetzen, deren Annahme den kriegführenden Mächten Preußen und Frankreich angelegentlichst empfohlen werden soll, wenn erst uuter de» Neutralen Einigkeit über die Friedensbedingiingen erzielt sein wird." Die Beschießung von Paris hat am Dienstag tatsächlich begonnen, und zwar zunächst auf deu Mont Avron und das Fort Aubervitliers; sie soll im weiteren Verlause vorerst auf die Vorstudie St. Antoiue und Bellevillc dirigirc werden. Ballon Nachrichten aus Paris vom 21. Dezember melden, daß die Nationalgarde Petitionen unterzeichnet, um ins Feuer geführt zu werden. Die Börse hält die Kurse und Paris überhaupt bewahrt seine patriotische Stimmung. Die Ernährung wird, mit Ausuahme der von amtöwcgen verabfolgten Rationen, immer kostspieliger, allein die Bevölkerung erträgt alle Entbehrungen mit stoischem Gleichmuth. Aus Paris wird unterm 22. d. gemeldet: Trochu entsendete den Ballon-Courier DeschampS mit einem eigenhändigen Schreiben an Gambetta. Im „Journal Offieiei" vom 20. erklärt eine Jules Favre zugeschriebeuc Note, die Regierung werde kämpfen, bis der Sieg oder ein ehrenvoller Friede erteil sei. Mcziercs soll jetzt ernstlich belagert werden. Es sind vor dieser Festung 15.000 Mann mit 80 Geschützen augckommeu und ist das Bombardement nahe bevorstehend. Zwischen den Deutschen und Franktireurs finden tägliche und oft lebhafte Kämpfe statt. Aus Havre vom 25. Dezember wird berichtet: 7000 von Ivetot kommende Preußen griffen ein 5000 Mann starkes französisches Korps an, zogen lich war, so konnte sich der Sieger niemals als Förderer der Kultur rühmen. Die Klöster und Kirchen mit ihren vielen Schätzen der Kunst und Wisseuschast, die der deutsche Klosterbruder errichtet, sie fielen dem wildeu Hussitismus zur Beule und oie rauchenden Ruinen mit den öveu Feustcrhöhleu verkündeten den Sieg der tschcchischnalionatcn Isec. Oie Städte, die deutscher Bürgerst iß errichtet, sie wurden durch die wilden Taboritenschaaren dem Erdboden gleich gemacht, und wüster Manerschutt wußte lange nachher noch vom Geiste .ä'zka's und seiner Harden zu erzählen. Auch der Deulstrie mochte in späteren Jahrhunderten von den Müssiggängeru in Klöstern nichts imhr wissen. Dach ohne Giäuel, ohne Zerstörung verwandelte dieselbe! der unvergeßliche Kaiser Joics in Schnlen und widmete ihr Vermögen zu wohlihätigeu Stiftungen. Städte hat der Deutschvöhme niemals verwüstet; er hat auch nicht mit glühendem Oele uud Pech seine Feinde empfangen, wie eine GefchichtSsabel der neuesten Zeit iu Umlauf fetzte. Wenn er aber etwas an den Städten zerstört hat, so waren eö die im Verlauf der Zeilen überflüssig gewordenen Mauern und Wälle, um dem Vcrkehr den Weg zu bahnen und sür die Industrie neuen Raum zu gewinnen. ^.cr L'culschböhiue pflegte mit allem Eifer die Künste sich aber nach einem zweistündigen Kampfe zurück. Sie verloren 200 Mauu; eine Kanone wurde ihuen demontirt. Unser Verlust beträgt 100 Mann. Der König von Preußen ertieß am 22. d. an den General von der Tann folgende Ordre: Das Ihnen untergebene königlich baierifche I. ArmeekoipS hat fast drei Monate unmittelbar vor dem Feinde gestanden, in dieser Zeit zahlreiche Gefechte geschlagen und Anstrengungen erduldet, wie sic selten einem Truppcutheile zugefallen sind. Sie haben sich in dieser Zeit vielfach den Anspruch auf Anerkennung erworben, in deren Bethätigung Ich Ihnen hiedurch dcn Orden xour Ise, nuierfchndel sich aber von seinen Kollegen dadurch, daß er sich nie eine Messe bezahlen läßt, sondern den spendenden den Ruh erlheilt, den Betrag für die Anne» z„ hinicilegen. Auch sonst weiß man Züge edler Wohlihätigkei! von ihm zu erzählen. — (Neue Pvstämter.) Am 16. Dezember !. I. ist in JohauneSih.il bei Naischach ein Postamt in Wirksamkeit getreten, welches sich mit dem Brief- und Fahrpostdienste zu befassen und mit dem Postamle in Ralschach mittelst einer täglichen Fußbotenpost in Verbindung zu stehen hat. Am 1. Jänner 1871 wird in Bresovitz bei Laibach ein sich ebenfalls mit dem Brief-und Fahrpostdienste befassendes Postamt eröffnet werden, welches mit dem Postamte in Laibach jeden Mittwoch und Samstag mittelst Botensahrten und jeden Montag und Donnerstag mittelst Botengängen in Verbindung stehen wird. — (Ein neuer Industriezweig) ist in Kärntens Hauplstadt Klagcnsurt im Entstehen begriffen. Die dortige, unter der Oberleitung ihres Haupl-manneS I. Jergitfch eniporgebliihte freiwillige Feuerwehr hat nämlich nicht nur in Oesterreich, sondern auch in Deutschland einen so großen Rus erlangt, daß dieselbe als Mnsteranstalt betrachtet und deren Leiter bei der GrUndnng freiwilliger Feuerwehren mit Vorliebe zu Rathe gezogen wird. In Folge dessen wünscht man aber auch, von der Klagenfurter Feuerwehr die bei derselben erprobten Fenerlöschgeräthe, wie Leitern, Wagen, Wasserkufe», Gürtel, Helme, Seile, Karabiner, Beile u. s w., zu beziehe». So wurden unlängst Leitern nno Wagen von Klagcnsurt sogar nach Czernoimtz geliefert und von Agram aus Gerüche iui Werthe vou mehr als 4000 fl. bestellt. Die auswärtigen Bestellungen, welche im Jahre 1670 bereits 30.000 fl. überstiege» habe», hänfen sich so sehr, daß die Handwerker KlagensnrtS, welche bei der AuSführnng zufammenwirken, wie Wagner, Spengler, Schmiede, Schlosser, Kupferschmiede, Riemer, Anstreicher u. s. w., nicht im Stande sind, den Nachfragen zu genügen. Die berühmte erste Spritzenfabrik Deutschlands, die von Metz in Heidelberg, gedenkt sogar, um den Nus der Klagenfurter Feuerwehr zu benützen, dort eine Filialfabrik zu errichte». Leider mangelte den Einheimische» bisher das Kapital, ui» selbst die Organisation dieses Industriezweiges und die Errichtung einer geeigneten größeren Fabrik mit der nöthigen Energie in die Hände zu nehme». — (Theater.) »Das Gänschen von Buchenau," worin Frl Groß bei ihrem zweiten Auslreteii die Titelrolle spictle, raugirt ebenfalls in der Reihe der eminent naiven Aufgabe» Frl. Groß entfaltete neuerdings die von „ns schon letzthin berührten Borzitge und erntete vielen Beifall Nach diese» zwei so verwandten Partien seklte die Dcbnianlin sür ihr etwaiM nächster« Anstrcten wohl eine grüßcre, seriösere Rolle wählen, »m so sttr die Benrtycilnng ihres Talentes einen sichere» Anhaltspunkt ,n bieten. An, nämlichen Abend gab man anch noch den „Salon Pitzelberger" in einer recht ergötzlichen Weise nnd, von dem übertriebenen Anslegen an Einigen Stellen abgesehen, konnle man mit der Anfführnug der freilich schon zu bekannten Operette ganz zufrieden fein. Alle M'twirlenden, Frl. Wingat nnd die Hrn. Stainl. Rndinger und Richter, partizipirlen an, Erfolge. — Als „Elias Regenwuim" in der gute», alten Posse gleiche» Namens sorgte vor allen, Hr. Llainl ftlr die ausgiebig,te Erheiterung des Publikums, das leider gestern, wie cnck am Abend vorher, nur spärlich versammelt war,__________________ Eingcsendet. Seitdem Seine Heiligkeit der Papst dnrch den Gebrauch der delikaten lvvvnlöseiöre än Nuri^ glücklich wieder hergestellt und viele Aerzte und Hospitäler die Wirkung derselben anerkannt, wird niemand mehr di-Heilkraft dieser köstliche» Heilnahrnng bezweifeln und führen wir die folgenden Krankheiten an, die sie ohne Anwendung von Medizin und ohne Kosten heilt: Magen-, Nerven-, Brust-, Luugen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athein-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwache, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber. Schwindel, Btlit-aussteigen, Ohrenbrauseu, liebeltet! nnd Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Liabcleö, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kure», die aller Medizi» widerstanden, worunter ein Zeuguiß Sr. Heiligkeit des Papstes, de? Hofmarschalls Grafen Plnskow, der Marquise de Brvban. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die liovLlöseivro bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis in Arzneien. Zertif dir 73 -116 Gasen in Steiermark, Post Pirkfeld, l!> Dez. l^i» Mit Bergnügen nnd pflichtgemäß bestätige ist die giiu stige Wirkung der l!»;vlilL8> u'ü-o. Dieses vortreffliche Äiittel hat mich vou entsetzliche» Athembeschwerdcu, beschwerlichem Husten, Blübhals und Magenkrämpfe», woran ich lange gelitten, befreit. Vinzenz Staininger, Pens. Pfarrer. In Blechbüchsen von Psd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Psd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — liöVLlosciöiö Odoonlrrtük i» Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Tassen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen ft. 10, 288 Taffen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Larry L Co. in Wien, Wallfischgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumeur und Anton Krisper; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg PiSztory; in Klagcnsurt P. Birnbacher; in L in z Has elm a y e r; in Graz Oberranzmeye r, Grablowitz; inMarbnrg K. Kolletnig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronslädter, und gegen Post-nachuahme. ^L'.tteruüü. Laibach. 2V Dezember Leit 6 Uhr Morgens anhaltender Schneefall. Ruhige Lust. Wärme: Morgens 6 Uyr — 2.8 , Naet-M. 2 tu,» — 3.3" l!,. (1869 —0.6"; 1868-s-9.5" It.. > Barvmetei 322.00"'. Das gestrige LageSmittel der Wärme - 2.3", mit dein Rvrniate übereinstimmend. Angekoinmene Fremde. Äm 28. Dezember. Wolf, St. Leik. — EorzeiL, Privat, Efsegg Lalvi, Italien. — Lochin, Littai. — Halivig, ttaufm., Brünn. 81«^» Premosser, Aßling. — Lchneider, Aßling. Fintz, »taufm., Brünn. — Wottawa, Agent, LLieu. Uliioj. '^liurgel, k. k. Beamte, Planina. — Murgel, Agent, Marburg. — Bouetti, kreunbnrg. - Foyker, Liagazinenr, Pe,i._______________________ Lerstoiliene. Den 27. Dezember. Dem Herrn Ferdinand Inzinger, Bahnaufseher, sein jtinv Emilie, alt ü Jahre und ? 'Aivnate, in der Aapuzinervorjiadt, Waauhans ritr. 3,2 au der M hirnlähniuug. — Dem Herrn Johann Bieic, Haudelsinaun, fein Rind Johann, all I Tag, in der Stadl Nr. 313 am Schlcillijchlage. Theater. Heule : Zui» Porryellk der« Schauspielers Franz Schle sing er. Ler Äausinaiiil von ^enevlg. Lchanspiel in -1 Allen von Shakespeare. Morgen: Der Lkcg Vurcit's r:u>ijpi^ ui 1 Act.'u 1 Act. Telegramme. (O r i g. - Le le g r. des „Laibach er Tagbl.") Madrid, 28. Dezember. Grstcrn fand ei» Attentat aus Prim, der im LLa-geu fuhr, statt. Do» acht abgeseuerte» Schüsse» traseu zwei de» linken Arm Pr«mS, einer die rechte Hand, an welcher ein Ain-ger amputirt werden mutzte. DersailleS, Dezember. Die Beschießung von Mont Avron wurde tMte fortgesetzt. Der prcu-ßlsche Bttlusl ist unbedeutend. Bordeaux, 28. Dezember. 1000 Preußen besetzten Ariare. Die Bevölkerung von Argent wies den Angriff der Preußen zurück. Die preußi-schen Depeschen über die Schlacht von Pont-^vyel-le» sind Mgenyaji. Oie Pieußen machten letnen einzigen Gefangenen. Äelforl wies zwei Sturm angnffe zutiick. Die Rationalgardc Toulons wurve >n oas Lager der Alpenjäger beordert. Die Avantgarbr G-uibaldi's rückte heute in das von den Preußen geräumte Dijon ein. Pariser Nachrichten vom 27. DczMdrr: Die militärischen Operationen sinv w.gcn anßeivtdcnllicher Kälte suependirt. Montag delo^iUe die Nationatgarde ein Sachfenbataillon aus oem Park vo» Maison blanche. Z» Neujahrs-Geschenken taust mau gute ZW- Ulihuiaschiiic« -WK aller bewährten Sisteme billigst bei Viii«. ^ , (55t 2) Laibach, Hanptplatz 237. Oesfeittliche Danksagung. Für die große Theilnahme während der Krauklieit und die trotz des höchst ungünstigen Wetters so zahlreiche Betheitiguug an dem Leichenbegängnisse des Fräuleins Mm Mdtt sagen den tiefgefühlte» Dank die Angehörigen. Laibach, 29. Dezember 1870. <553) 2^61 21INII16I' zu vermiethen. Im Hause am Hauptplatze Nr 2M, zweite» Stock, sind zwei moblirte Zimmer mit der Aussicht aus den Platz sogleich zn vermiethen. Näheres daselbst. ,552 I) (550-2) äs retour ü. I^Libi»eI>, ü I'Iionueur de; 8v recomms.i«1er l>mme ülaitressv «le Vran^klis sux ürmill«;« 6s eette vills qui krurout bivn voulii Iui gareler im 1>on Louvvnir. 8'iiärosser: kv8tßL88« Kr. 5U, I. Ltrrgs. Znhnweh? jeder nnd heftigster Art beseitigt dauernd das berühmte Pariser wenn kein anderes Mittel hilft! F-lk. L 50 kr. bei Herrn Apotheker (435—8', U Epileptische Krampfe N (Fallsucht) ,i<; 187)D W» heilt l'ro'flick der Lpep(,lnr;t ftlr Epilepsie I Doktor <». IILilti««'!» i„ Berlin, jetzt: AM Lonisenstraße 45. - Bereits über Hundert geheilt. WW Wiener Börse vom 28. December. sio. dto. öst.in Lilb. "üj.' vv.-. I85>1 . . . ^ !L Von L860. ö-jc von 1860, 'vünkt. v. 1864 . Lreiermark LLrnren. Kra»n n. Küstenland 5 ^ Auguru. . zuv ^ l7:rat. u. Slav. 5 . SLebeubürg. ^ ä - Lotto» »ialionalbank . - . Union-Bank . . . Lreritanstalt . -r. ö. TScomvrc-G-'i. ^naro -öfterr. Ä^nk . Bodencred.-L. . Ocsi Hyporh.-Bant. Bt-üer. E-^co-nvr. BI. Franko - Austria . . ^arl. tzerk. Nordv. . ^üdvabn Gcjeüsch. . ^uis.2lisabeth-Bahir. Larl-üudwia-Lahn Gebend. )osefSd.. yünf?. Barcser E.-B. 'Uföld-Sinm. Bahn . .'kation. o.A*. verloSb. Dod.-tLreditanst. Ällg.öst.Bod. Kredit, dto. ;-r «."> 7« 8-,.— „r Ü2 >,0 10,.—ll»« 5 1^» »5 i-» üv ÜH.-! Ü^I.- 8K.—' ^ o 7-.L» »» — 7-.—> Vü o^ldv. S-t.^urvaffr. >iz.. t"ic. >> v>Lk. — l,«.i q. »- 5» Licd. .Ä.,L ^fl.ö.w.^ k» Staat«b>iyn Pr. Stück —. — — Si-atob. pr. St. I8«)fl.ö.W.) 89.^, 8S.7L 7k!I.L!> 7S0.LÜ S2N.2L L-8.7Ü !41.-!^85.-H>!»I. 124 — I »4 L« > —80.-, —.-Sii.r» !>7.!«i !:«,'>(> LOL? I« > !«>.- 2ö Llö.75 izu 7» ^o.s; ÜS,>.-!>«« Ls S7!«.k0 3R>. !>«»L<>>I»«.7r !iS8L', 15».— s,.?z > 8».— S0-— 88.r.^! »».- ^ledi: tv«A. ». L«. . 7S Ivr Ä> von.^Damx W.-itzcl. ,n IO, ff. »vo ». 4«. >>5.— iÄ.— »r». Ld ff.-i.W. . S4.—j LS.-OikN-r . fl. i>.L> , S7.—> L-Im . „ ^>0 . ' ",r.— .»ü.— P.'tffr . . 4« . , Ü6.—^ 21.— r.i.iiv . , . iSciioia., Lu . ^ W.— Wll>t>is!yü>Ltz !» ^ ' SS.— Ü4.— Walt-stcin . ?« ^ 18.—> »».— «czl-viS . 10 . 14.—. „,e W. >4- Mon.)! «»P.sSi-d.w. !»S!-0 1V4 — yra«!f. Ivl» fi. , „ jI04.15 104 !.<> r-ndo« 10 Pf. «t«t.jl»4 »->^»4 -0 P-i.i- roo Arauc« . —.-l WL.N24-L. Laii.MüuiLui-u- S« S.»< iv'grancsstuck. - s.97> Ner^Eb>7t.'r ... 1.84 > :.k4» «i»-- . . . .lirr!>o>,»i?s Der telegrafische Wechselkurs ist uns bis zum Schlüsse des BlatleS nickt zugckommen. Druck von Ig». v. tileinmavr k Ked Bamberg in Laibach. Verleger und für dir Redaktion verantwortlich: Orlewar E'emtertz.