Nr. 128. Dienstag, 8. Juni 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Zeitung Vriin«Mtratlon«prliK: Mit Postuersrnd»»,,: stanzjähria »0 «. halbjühriss N> X, Im «onlor: «anziahliss ^ >2Ii. hlllbjührin 1, K, ssür die Z»slellu»a >»« bau» aonzjähria 2«. — ^nsertiontzsstbühr: Fl!r I>s,i,c Inleralc , bi« zu 4 geile» 5>0 l,, sslükolr pcr M>s 12 li; bei östsren Wisdsldownn«'» prr Zrile « k. ^ ^ Dir «Laibachrr ttei!u»n> cllchri»» tünlich. mi! «»iiinkmr drr <2l»,n- >»>d sseisrlnnr, Tir Äbminiftraiion bsfinbet ^ sich MilloöiöNrahr Nr, 2«: dir Medattion Milloöicslraiir i>il. 20. Cplfchstüüdrn dri Msdnlüoi, nun « bi« ,(» Uhl ^ vormitlags, Unsianlicllr Brirsr wcrbs« nichl nngenomm?!,, Maiuillriptr „ich! z»lliclssrlisllt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Teil. Seine t. und l. Apostolische Majestät haben 'nit Allerhöchster Entschließuilg voiil ',. März d. I. dein Marinc-Gcneralkommissär Iaroslav Hcllc-Parth, Vorstands der Ablcilung >^il dcr Ma-lincsektion des Neichstriegsniinisteriuins, dcn Adelstand und nut 'Allerhöchst unterzeichnetem Diplome l'om 12. 'April d. I. das Ehrenwort „Edler" und das Prädikat „H c l l n c k" allergnädigst zu verleihen geruht. Scine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung voni 2^. April d. I. den ordentlichen Professor an dcr cvangclisch-thco-logischen Fakultät in Wien Dr. Gustav Adolf Ttalsly zum außerordentlichen Mitgliede A. V. im evangelischen Obertirchcnrate allergnädigst zu ernennen geruht. S t ü r g l h ",. i>. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben Mit Allerhöchster Elitschließung vom ^0. Mai d. I. den Sekretär erster Kategorie im evangelischen Obertirchenratc, Rcgicrullgsrat Doktor Wolfgailg Haasc zum weltlichen Nate Augsburgcr Bekenntnisses im evangelischen Obertirchenratc A. und H. V. nllcrgnädigst zu ernennen geruht. Stürglh n>. ,». Der Iustizministcr hat den Bczirksrichtcr Ludwig Wcnediktcr in Marburg zum Landcsgc-nchtsrale in Eilli ernannt. Der Iustizministcr hat verseht den Bezirksrichter und Gerichtsvorstchcr Josef Pellegrini m Neir.elburg nach Laas und den Bczirksrichter und Gcrichlsvorsteher Dr. Franz Pcitler in Laas nach Wcirelburg. Dcn 5. Juni 1909 wurde in der l. l. Hos' und Staats, drnckcrri das XXXI. Stück der italienischen und das XXXII. Stück dcr rumänischen Ausgabe des Rcichsgesehblattes des Jahrganges 1901 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 5. und 6. Juni 1909 (Nr. 127 und 128) wurde die Weitcrverbreitung folgender Preherzenssnissc verboten: Nr. 1 und 2 «Der Sozialist». Nr. 9 «Iludodui Odxur. vom 1. Juni 1909. Nr. l!3 «8üM08t,»tnn5t,» vom 29. Mai 1909. Nr. 5 «Xoclnill» vom 15, Juni 1909. Das im Verlage der Vnchdructcrci Hans Dorr, Wien, XVII., VergsteilMssc 4, erscheinende Druckwerk «Reklamezettel», begin» nend mit «Annonce», schliefend mit «Rat uud Hilfe». Das zu Wnrnsdorf verbreitete heltographicrtc Flugblatt: «An die Rekruten». Das in Pardubitz erschienene Flugblatt: »ßouäru^i äöi-üiei». Das iu Iglau erschieneuc Flugblatt: «Flammender Protest von Millionen — ?Iamonny pi-ctost, mNionti,. Nr. 22 «Deutsche Wacht» vom 29. Mai 1903. Nr. 49 «dlovii!? 1'«8m8lt6» vom 29. Mai 1909. Vcilage «5oömin«k» der Nr. 43 «UIn« LiHu» vom 29. Mai 1909. Nr. 21 «IIrom!ui8l<)j Ilntn». vom 2«. Mai 1909. Nr. 21 «kicinokl» voui 29. Mai 1909. Mchtamtlicher Geil. Die Klnselbcgcgmlng in der Ostsee. Aus Berlin geht der „Pol. Korr." folgende Mitteilung zu: Man unternimmt es von England aus, die amtliche deulsche Mitteilung, das; die kommende Monarchenbegegnung in den Schären auf eine Einladung des Baisers von Rußland an den Baiser Wilhelm zurückzuführen sei, in das Gegenteil zu verkehren. Der „Staudard", dessen Positive Unwissenheit in Politischen Dingen aller Nell längst bekannt ist, inacht sich zum Herold solcher Behauptungen und schließt daran Politische Betrachlungen, die ungesähr auf der gleichen Höhe kräftigen Selbstbewußtseins stehen, wie die bekannten Sensation5- berichle über den „Fliegenden Holländer", die in den letzten Wochen jenseits des Kanals soviel Eindruck gemacht haben. Es ist aber eine lehrreiche Tatsache, das; die englischen Organe dieses Schlages, ebenso wie ein gewisser Teil der französischen Presse und wie die panslavistischen Organe jene amtliche Berliner Feststellung mit größtem Unbehagen aufgenommen haben. Allerdings braucht sich darum niemand zu lümmern. Es ist sicherlich erfreulich, das; Kaiser Nikolaus an dcn bcloährtell Überlieferungen der Vergangenheit festhält und die freundschaftlichen und gutnachbarlichen Beziehungen zu den beiden europäischen Zentralinächten auch weiterhin zu pflegen bemüht ist. Solange das geschieht, braucht man sich weder über den Zweibund noch über die Entente mit England irgendwie aufzuregen. Auch für die russische Politik kommt es am letzten Ende nur auf die Wirklichkeit an, und diese wird sicherlich bei dem Mcimlngsaustausche zwischen dem deutschen Kaiser und dem Kaiser Nikolaus zu ihrem vollen Rechte gelangen. Vielleicht ist das gerade der Umstand, der den abgeneigten Kritikern ein so großes Unbehagen einflößt. Ruhige Beobachter werden keinen Anlaß sehen, von dieser Begegnung etwa überraschende neue Orientierungen zu erwarten, wenn auch ihre Bedeutung unter den» hier angegebenen (^inl'^. Punkte durchaus nicht zu unterschätzen ist. Politische Ueberficht. Laibach, 7. Juni. Aus Paris wird gemeldet: Im Ministerrate teilte Präsident Failures mit, Kaiser Nikolaus werde in Erwiderung des Besuches, den der Präsident dem klaren im' verflossenen Jahre in Reval geinacht hatte, am .li. Juli zu einem zweitägigen Aufenthalte nach Cherbourg kommen. Der ^ar werde am 2. August nach Eowes abreisen, wo er mit König (5duard eine Begegnung haben wird. Feuilleton. Der Igel. Von H'^ill' ANYof. Ich gehöre nicht zu den wahllosen Tierfreunden, die Kanarien züchten, diese Müllers und Schul-zes der Tierwelt. Viel praktischer finde ich es, zahme ^aben zu hallen, weil sie durch die natürliche schwärze ihres Gefieders in der rußigen Atino-!phäre der Großstadt weniger „schmutzen", wie der '5"chausdruck heißt, und weil sie nie singen. So wenig ich es einer Uhr verzeihe, vorlaut ^' Stunde zu schlagen, wenn ich sie nicht darum ^'!wge, so wenig leide ich eS an einem Zimmer-^Ml uder an einer bei mir Tee trinkenden Dame, <)u singen, wenn ich sic nicht dringend darum ge-^'tcn habe. Als in Wien vor einigelt Jahren die Mückcu-^lage auftrat, setzte ich in meinem Garten Frösche "'s, die die '')ahl der Mücken zwar nicht bcträchl-uch verminderten, aber durch ihr eigenartiges Kon^ Urtieren die Insassen dcr hohen Nachbarhäuser sehr höhlen. Meine Neigung für das Landleben gipfelte "'blich darin, daß ich mir einen weißen Hahn und ^ue weiße Henne kaufte, dic ich frei in meinem ^tadlgarten halten wollte. Aber diesmal follte ich 'UMie Nachbarn, die sich mit der Musik dcr Frösche Meweiters befreundet hatten, von einer anderen ^'lte kennen lernen. . Solange die beiden Tiere ganz jung waren, ^Ulg alles gut, sie zcrpeckten nur bloß dic Blumen-s^'tc und saßen nachts stolz wie Pfauen in den höch-^u Kastanienbäumen. Als aber der Hahn in das ^ltcr kam, in welchem der Jüngling errötend irgend einer Spnr folgt und der Hahn sich seines Berufes bewußt wird, begann er mit solcher Gewissenhaftigkeit jeden Morgen um 4 Uhr zu krähen, daß ich von sämtlichen Mietparteien, deren Schlaf er gestört hatte, unhöfliche Zuschrifteil erhielt, die mir die Wahl zwischen ihrer Kündigung und der sofortigen Tötung des eifrigen Hahnes ließen. So mußte dcr arme Gockel sein Leben opfern. Scit jcncr Zeit war ich nur für geräuschlose Tiere eingenommen, und da trug es sich auch zu, daß ein junger Maler, der zu der Tochter eines Tierhändlers in zarten Beziehungen stand, mir eines Tages einen langen, in drei Exemplare des „Frcm-denblatl" gewickelten Gegeilstand überbrachte, den ich nach Entfernung dcr schützenden Hüllen als ein junges Krokodil agnoszicrtc. ^ Er bat mich, dassclbe in Kost und Pflege zu nehmen, weil es ein Liebespfand sei, dessen er sich nicht völlig entäußern dürfe, dessen Erhaltung ihm aber in seinem Atelier große Schwierigkeiten bereite, weil das Krokodil an wasserreiche Gegenden gewöhnt sei. Ich enlgegnete, daß der Nil leider nicht durch meineil Garten fließe, nicht einmal dic Wien, und fragte, wie er sich das mit der wasserreichen Gegend vorstelle. Der Maler versicherte mir, es wäre genügend, wenn ich ein Badezimmer hätte, das dem Krokodil zu gewissen Slunden dcs Tages zur Verfügung stünde. Ich war im Besitz eitles solchen und erkundigte mich bloß vorsichtshalber noch, ob Krokodile, wenn sic sich außerhalb Schönbrunns befinden, keinen Maullorb tragen müssen. Der Künstler aber schwor, daß das Tier nicht bloß lammfromm, sondern auch zimmerrcin, truppenvertraut und aulomobilsicher sei, und empfahl sich. Das Krokodil lag träge in dcr Tonne und schielte mich aus scincn zugehuffenen Augen an. Da fiel mir ein, daß es vielleicht Hunger haben könne. Aber womit füttert man junge Krokodile? Ich hatte kcinc Ahnung davon. So'schlug ich in Spaniers Weltgeschichte, Altertum, unter „Ägypten" nach uild suchte in Mayers Konversaliunslclikon unter „Amphibicn". Tort wurdc ich belehrt, daß das Krokodil sogar Mcnschcn frcsse und daß der Leviathan der Bibel eigentlich ein Krokodil gewesen sei. Vielleicht liegt auch hier alles all dcr Erziehung, sie kann aus Menschenfressern Vegetarier machen — dachte ich mir — und setzte meinem fremden Gast Spinal zum Nachtmahl vor, den er jedoch geringschätzig liegen ließ. Dic Entziehung des Fleisches mußte eben allmählich durchgeführt wcr-den. Das Krokodil verspeiste an jenem Abend cincn rohen Lungenbraten, am Morgcn zwei Tchwcins-toleleiten und zu Mittag wollte ihm die Köchin ein Huhn austragen. In der Zwischenzeit plätscherte das Vieh heiter in meiner Badewanne herum Mir begann bereits vor ihm leise zu grauen, als zum Gluck dcr lunge Malcr erschien und mir die Mitteilung machte, daß sein Verlöbnis mit der Tochter des Tierhändlcrs in die Brüche gegangen sei und daß er ihr mit ihren Briefen auch das Krokodil zurücksenden wolle. So wurde ich den seltsamen Kostgänger wieder los, doch ich beschloß, keine erotischen Tiere mehr zu beherbergen. Und so kam ich auf den Igel. Der Igel gilt als Biedermeier, denn es ist eine althergebrachte Ansicht, daß unter einer rauhen Hülle immer rin weiches Herz wohnen müsse. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 128 1166 ^____________________________8. Juni 1909. Zu den ausländischen Vlättermcldungen über cine angebliche Einflußnahme Deutschlands auf Griechenland zugunsten der Angliederung Kretas an dieses und über den angeblich geplanten Erwerb deutscherKohlenstationen auf Kreta, sagt die „Süddeutsche Reichslorrespondenz": Wir wissen nicht, ob irgendwelche Absichteil auf Benützung kretischer Hafenplätzc zu Marinezwccken gehegt werden. Für die Treibundstaaten adcr möchten loir die Frage verneinen. Deutschland trägt sich nicht mit dem Gedanken, eine Kohlcnstation auf Kreta zu erwerben, und von einem dahingehenden Wunsch der beiden anderen Treibundmächte ist hier nicht bekannt geworden. Ter Trcibund sollte überhaupt mit der kretischen Frage nicht ohne besonderen Anlaß in Verbindung gebracht werden. Italien hat in dieser Cache seine eigene Stellung als eine der vier Tchutz-nlächte. Tiefem überlassen Teutschland und Österreich-Ungarn den Vortritt in der diplomatischen Behandlung der Kretafragc, an der sie unter dem Gesichtspunkt interessiert bleiben, daß im Orient keine ncue Verwicklung entstehe, die die Ruhe in Europa gefährden könnte. Tas für den Archipelagus bestimmte, aus fünfzehn größeren und kleineren Einheiten bestehende türkische Geschwader wird, wie man aus Konstantinopel meldet, vor Antritt seiner Kreuzungsfahrt durch drei oder vier Tage im Marmara-Meere manövrieren. Ter Plan, die Kreuzung bis in die syrischen Gewässer zu erstrecken, wurde fallen gelassen. Dem mit dem Kommando des Geschwaders betrauten Vizeadmiral Gamble werden sechs der neu angeworbenen englischen Seeoffiziere bcigegeben. In türkischen Kreisen macht man aus dem Zusammenhange der Expedition mit der kretischen Angelegenheit keinerlei Geheimnis und betont offen, daß sie dazu bestimmt ist, den Entschluß der Pforte zu demonstrieren, eine Angliederung Kretas an Griechenland nicht zuzulassen. Aus KonstantinoPcl wird geschrieben: In armenischen Kreisen eingelaufene Berichte aus Adana entwerfen ein recht düsteres Bild der Lage daselbst. Tie Zahl der während der letzten Massacres ihrer Ernährer beraubten Waisen beträgt beiläufig 1500. Nach den Berechnungen des armenischen Patriarchats wären mindestens 100.000 türkische Pfunde monatlich erforderlich, um die Notleidenden, deren Anzahl täglich wächst, auch nur mit trockenem Brote zu versorgen. Somit erweisen sich die bisher bewilligten Subsidien als völlig unzureichend. Tazu treten noch die Summen, welche der Wiederaufbau von etwa 500 eingeäscherten Häusern erfordert. Es herrscht Tysentcrie in Adana, welche täglich 15 bis 20 Todesfälle herbeiführt. Tic Behörden in Adana und Aleppo verweigern die Verabfolgung der armenischen Blätter in Konstantinopel an deren Adressaten. Tas Erscheinen des türkischen Hetzblattes „Ittidal" in Adana ist über Betreibung des armenischen Patriarchats eingestellt worden. Leider lauten die Berichte aus Kleinasien über die Lage der dortigen Armenier im allgemeinen beunruhigend. In Bulgar-Madan sollen Armenier niedergemetzelt worden sei und in einigen Teilen des Vilajcts Koniah legt die musel-manischc Bevölkerung eine feindselige und bedrohliche Haltung den Armeniern gegenüber an den Tag. Tagesneuigleiten. — lDie 3lot in Messina.j Aus Messina wird be-richtet: Noch immer harrt man vergebens auf den Ve> ginn des Wiederaufbaues von Messina. Tic Behörden haben keine Arbeiten vornehmen lassen; selbst die ftri» oaten Besitzer einstiger Landhäuser, die ihre Wohnstäl» len wieder aufrichten wollen, sind zur Untätigkeit ge> zwungen, da der nene Bebauungsplan in Messina nicht eintrifft. Schon vor zwei Monaten wurde die sofortige Übergabe des Planes versprochen, aber bis heute hat die Studienlummission ihn nicht empfangen. An der UnglückSftätte ist alles beim alten; das einzige, was gescheheil ist, ist die Errichtung einiger Baracken und Hütten, aber auch diese sind zum größten Teile nnvoll» endet nnd unbewohnt, während um die Trümmerstätte, obdachsuchende Menschen umherirren. Die Behörden haben jetzt beschlossen, die Anfräumungsarbeiten au der Trümmerstätte privaten Unternehmern zn übergeben, die sich verpflichten sollen, die Straßen innerhalb vier Monate pa>sierliar zu machen. — sDie Familicnzigarre der Philippiner.) Zn den wichtigsten Bestandteilen im Hause eines Philippinen gehört die Familienziqarre, ein gemeinsames VesitUum aller Familienmitglieder, auf das sowohl der Großvater und die Großmutter wie, auch der jüngste Enkel ein Anrecht haben. Und dieses Anrecht wird auch eifrig zur Geltung gebracht. Die Familieuziqarre hat 3 bis 4 Zentimeter Umfang und eine Länge von 4li bis 60 Zentimetern. Ist sie außer Gebrauch, so liegt sie in einem besonders für sie hergestellten Loch eines der Vambuspfähle, auf denen das Haus ruht, und zwar ist das Loch so nahe dem Erdboden angebracht, daß auch jedes Kind sich dem Geunß der Zigarre hingeben kann. Wer nur immer Lust hat, zündet sie an, schmaucht, so lange er will, und legt sie dann wieder ins Loch. Außer» halb des Hauses darf sie nicht geraucht werdeu. Kommt ein Gast, so reicht man ihm sofort die Familieuzigarre, selbst wenn sie gerade ein anderer im Munde führt, und es wäre die größte Beleidigung, wollte ein Gast diese „höchste Ehre" dankend ablehnen. — Din frecher Gaunerstreich) wurde in einer besseren Familicnvension Londons ausgeführt. Kurz nach Milteruacht klingelten drei Herren den Besitzer dieser Pension heraus und frugen ihn, ob bei ihm ein großer, starker, deutscher Herr mit starkem, braunem Schnurr» barl abgestiegen sei. Als der Besitzer diese Frage bejahte, baten ihn zwei der Herren, die sich als Detektive vor-stellten, sie nach dem Zimmer seines Gastes zu begleiten, wo sie eine Haussuchung abzuhalten hätten. Die beiden „Detektive" beschlagnahmten in der Tat eine größere Summe Geldes sowie alle Habseligkeiten des erschrocke-nen Deutschen. Sie ersuchten außerdem den Besitzer der Familicnpension, ein wachsames Ange auf seinen Pensionär zu hauen, da sie jedenfalls gezwungen seien, ihn am audcren Tage zu verhaften. Als am anderen Tage der geschädigte Herr auf der Polizei Erkundiguu-gen eiuzog, erfuhr er zu seinem Schrecken, daß er drei geriebenen deutschen Gaunern zum Opfer gefallen sei. — sEhekandidnten bei den Nuschmännern.j Die Buschmänner in der Wüste Kalahari können erstannlich schnell nnd anhaltend laufen, eiue Eigenschaft, die es ihnen im Verein mit ihrem Spürsinn ermöglicht, jedes Wild zu verfolgen und einzuholen. Und keiner dieser Vuschmänner bekommt eiue Frau, ehe er bewiesen hat, daß er eine unversehrte Antilope einholen und töten kann, eine in Anbetracht der außerordentlichen Schnei« ligteit des Tieres sehr schwierige Ausgabe. Hartherzige Väter pflegen sich damit aber noch nicht zu begnügen, sondern zu verlangen, daß der Freiersmann auch noch eine Giraffe lötet, und so mils; dieser denn oft wie ein Bluthund tagelang hinter dem Wild herjagen, bis er es endlich erreicht. Hat er die Girasse getötet, so schneidet er ihr den Schwanz ab, bedeckt sie, zum Schutz argen die Raubvögel, mit Geäst nnd begibt sich in sein Dorf, »m dort seineu Trinmpl) zn melden. Dann kehrt er in Begleitung sämtlicher Stammesgenossen zu dem getöte» ten Tier zurück. Dieses wird hierauf im Trinmph in das Dorf transportiert und verzehrt. Nach beendetem Mahle erfaßt der Freier die Hand seiner Erkorenen und führt sie in seine Hütte, denn sie ist durch seine Heldentat seine Gattin geworden. — sslmerilanische Fraucurachc.j Von einem ungc-wohnlichen Akt weiblicher Lynchjnsliz, dessen Opfer der englische Mineningenieur Gengbarl in Pennsylvania wurde, wissen amerikanische Zeitungen zu berichten. Gengbart wohnte in dem Städtchen Manifold uud halte durch seine wenig schmeichelhaften Bemerkungen über die Manifolderinnen recht unliebsames Aufsehen erregt. Die beleidigten Schönen schwuren dem Verleumder furchtbare Nache. Man ließ ihm zunächst einen form» lichen Ausweisungsbefehl zugehen, und als er die Auf» forderung, den Staub Manifolds von seinen Füßen zn schütteln, unberücksichtigt ließ, wurde Herr Gengbart von einem aus 250 mit Stöcken und Hutnadeln be» waffneten Frauen bestehenden Er/lntwlommando aus dem Hause gejagt. Er suchte sich im Verlraueu ans die Schnelligkeit seiner Neine landeinwärts zu retten, aber die wütenden Amazonen holteu ihn ein, sielen über ihn her uud richteten ihn entsetzlich zu. Die aus den Lärm hinzueilende Polizei entriß ihn den Händen der rasenden Weiber, brachte ihn in der elektrischen Nahn in Sicherheit uud gab ihm den guten Rat, nie wieder nach Manifold zurückzukehren. Der Unglückliche verließ aber au der nächsten Haltestelle das sichere Asyl des Nahnwagens und flüchtete in ein benachbartes Wäldchen, wo er am Abend sterbend aufgefunden wnrde. Die als Austifteriiinen des Gewallaltes ermittelten Frauen sind in Hast genommen worden und sehen wie die übrigen Teilnehmerinnen des Lynchgerichtes ihrer Nestrafnnss entgegen. Lolal- und Proliinzial-Nachrichten. Souuige Höhen. Von U. E. (Fortsetzung) Nun wieder Bekannte, wie der Krim, den ich ge-rade vor einem Jahre das erstemal besucht, dahinter das tief verschneite Haupt des Innertrainer Schnee» berges, der zum Meer schauende Iavurnik und der steil« abfallende Nanos. Um mir das herrliche Vild vollständig einzuprägen, sei auch des Nähereil gedacht. Aus der weileu Saveebene, die sich im Sonnen» glast badet und in der die weißen Fleckchen von Stadt» chen. Dörfern nnd Weilern so wohltuend, das AM' zur Rast einladend wirken, erhebt sich die mächtige Insel des zwei suppigen Groß-Kahlenberges einerseits, während sich linkerhand der Iodoziberg einer Halbinsel gleich >>' die Ebene schiebt. Am Franzosenstein. Original» Roman von Erich Eben st ein. (38. Fortsetzung.) cNachdruct verboten.) Er wurde jäh unterbrochen. Hans hatte das Zimmer verlassen und die Tür schmetternd hinter sich zugeworfen. Wie ein Trunkener taumelte er die Treppe hinauf. Immer wieder bohrte sich der eine Gedanke fchmerzhaft durch fein Hirn: Tas ist dein Vater — das ist dein Vater, vergiß es nicht, das gleiche Vlut rollt in euren Adern! Wie war das nur möglich? Das gleiche Vlut und doch getrennt durch unermeßliche Strecken wie Himmel und Erde. In Hans' Zimmer auf dem Tisch lag ein Vrief Ina Landis. Mechanisch erbrach er ihn und überflog den Inhalt. Sie fchricb felten, kurz und ernst. Diesmal war ein fremder Ton darin. Ter Brief lautete: „Mein lieber Kamerad! Seit acht Tagen sind wir hier in der Herdcrschen Villa am Scmmcring, mit-tcn im Wald. Und ich weiß nicht, warum mir vorkommt, daß die Welt nirgends so schön ist als hier? Oder sind es nur die herrlichen, klaren Tage und die frohen Gesichter ringsum, die einen so goldenen Schein auf die Tinge werfen? Tu mußt wissen, daß wir das Haus voller Gäste haben. Es wird viel musiziert und noch mehr in Wäldern herumgestreift. Tie größte Neuigkeit ist, daß ich gegenwärtig unter Kapellmeister Herders Leitung — er ist ein Verwandter des Sektionschefs — Opernpar-ticn studiere. Er ineint, meine Stimme sei für die Bühne viel geeigneter als für den Konzcrtsaal, und da ich, wie du weißt, dort bisher gar kein Glück hatte und mir das neue Studium viel Freude bereitet, kann man ja fagen, was herauskommt dabei. Jedenfalls, mein lieber Kamerad, habe ich dadurch einen großen Teil meines Pessimismus verloren und fange au, die Welt etwas rosiger zu sehen. Und ich bin zu einer großen Weisheit dabei gekommen: Tas Aeben ist weder strahlend, noch schrecklich. Wir allein machen das eine oder das andere daraus, indem wir uns selbst darin sehen. Und nun lebe wohl! Ich habe dir genug vorgeschwatzt — mehr als dir vielleicht lieb ist. Aber ich bin wirklich ein wenig närrisch jetzt -^ das muß machen, weil alles so schön ist um mich. Grüße mir unsere Berge, wie dich grüßt deine Ina." Hans legte den Vrief seufzend weg. Tie glückliche, frohe Stimmung darin war ihm fremd an Ina und sie fand keinen Widerhall in seinem trostlosen Herzen. In diesem Moment erklang draußen auf dem Ninkler Kirchturm das Totenglöcklein, in welches gleich darauf der helle Ton der Glocke aus der Herzogschen Schloßkapclle einfiel. Auf der Straße hörte man die Schritte vieler Menschen. Erbebend trat Hans ans Fenster. Ta trugen Arbeiter eine schwarz überdeckte Bahre durch die stille Nacht und lautlos folgten Männer und Frauen. Ter Mond goß fein Licht über den düsteren Zug, der seinen Weg gegen das Herzogsche Familicnhaus nahm. Trüben unter der Tür des „Hl. Florian" schluchzte die Rosenauerin auf. Jetzt erst erinnerte sich Hans, daß er zu Konstanze hatte gehen wollen. Es war gut, daß er nicht gegangen war. Große Schmerzen wollen einsam ausgetragcn werden. An dem Tage, als man Richard zu Grabe trug, erhielt der alte Herzog einen Brief folgenden Inhalts: „Das Schicksal selbst hat begonnen, alte Schulden zu zahleu. Gesegnet sei jede Stunde deiner Qual, Peter Herzog!" Tic Unterschrift fehlte, aber Herzog wußte nur zu gut, wein er diese Worte ver- dankte. Ohne mit einer Wimper zu zucken, ballte er das Papier zusammen und warf es ins Feuer. Zur felbcn Stunde saß Kollstanze in ihrem Boudoir, Rcn^ im Arm und starrte mit brennenden Augen vor sich hin. In einer halben Stunde würde man den Vater ihres Kindes zur ewigen Ruhe betten. Ihre Schwägerin Melanie irat ein und brachte ihr einen Vrief. Als Konstanze ihn öffnete, las sie die Worte: „Weun Hochmut je gerecht besttast wurde, dann war es an Ihnen, gnädige Frau, und es wünscht, daß Sie die richtige Lehre daraus ziehen — ein alter Freund." Tief empört starrte Konstanze auf das Vlatt nieder. Wer brachte es übers Herz, ihr in dieser Stunde noch das anzutuu? Hochmütig? Nur gcaen einen war sie je hochmütig gewesen. Heftig stellte sie Nenr nicht gesagt, Melanie, daß der junge Paur Blumen an Richards Bahre niederlegte heute morgens?" „Ja. Einen kostbaren Palmenzwcig." „Laß, bitte, die Blumen sofort entfernen! Man trage sie dem Spender zurück und fagc, diese Vw-men würden den Toten nur entweihen. Nein -^ schreibe es lieber. Schreibe es in meinem Namen. „Konstanze! Bedenke das Aufsehen — "^ denke —" „Nichts, nichts will ich bedenken!" rief -M^ stanze heftig, und ihr vordem vom Weinen lierötetl^ Gesicht war weiß wie Marmor. „Tue, wie m) ^ gesagt habe. Ich könnte nicht beten an N'")""» Grab neben diesen Blumen, ich könnte nicht mc^ weinen um ihn, solange — geh, geh — und we' — wenn jemand von dort zum Begräbnis lom' — dann weise sie weg — beide, Valer und ^> < ihre Anwesenheit wäre ein Sakrilegium ^ Laibacher Zeitung Nr. 128. ______________________"67_____________________________________________8. Juni 190«. Was di.nl drüben glitzert, ist ein Streifen der Save, I die vor Salloch uoch einen letzten Vlict ihrer schnee» gelrönteu Wiege zuwirst, nm dann, eingeengt zwischen glünen Bergen, ihrem Ziele zuzueilen. Wer das Vild selbst einmal bewundert, der lvird zugestehen müssen, daß meine Aussühruug nur eine sihr flitzen, uiid lückenhafte ist, doch die genanere Aus» zählimg würde nicht >>nr deil Leser, sondern auch ineine Hand zu sehr ermüden, darum gebe ich den freundschafl» lichen Rat, selbst einmal dahinaus zu pilgern' die kleine Mühe wird reichlich belehnt. Nach einem Imbiß, den ich den Tiefen meiues Ructsactes entnehme, verabschiede ich mich von der so unvergleichlich Schönes bietenden Höhe nnd steige berg» abluärts gegen eine Gruppe von Häuschen, um dort Vielleicht für weld und gute Worte eine Milch zu be-kommen. Von weitem begrüßt mich das heisere Gelläsf eines Keltenkölers und ungeachtet der feindselige» Stimmnug dieses Wachorgans klettere ich aus der wackeligen, hals» brecherischeu Stiege zum Wohuhause empor. Ein steinaltes Bäuerlein mustert mich genanesteus und als ich ihm meine Nitte vorbringe, sieht er sich eiu paarmal um mit der ^rage, ob uoch mehrere von meiner Gesellschaft draußeu stündeu. Als ich ihm die beruhigende ^ersicheruug gebe, daß ich wirtlich alleiu sei, läjzt er endlich vou seiner drallen Kuhmagd die Milch in eiuem Gesäße, ähulich einem Lavoir, bringen, die, wenn anch lucht gerade appetitlich allssehend, so doch durstlöschend wirtt.' Während ich es mir dabei bequem mache, werde ich fortwährend von mißlranischen Blicken meiues Wirtes verfolgt; ift es der photographische Apparat, der sür ihn ein Welträlsel zu sein scheint, oder ist es meine Nota-»isiermappe, furz und gut, ich lomme ihm nicht ganz vertrauenswürdig vor. Erst als ich das Thema aus seinen schönen Besitz lente, seinen seiften Düngerhaufen für das Imer-l'sfanteste aus der Well erkläre uud natiirlich anch anf scine vierbeinigen Mitbe»vohner zn reden lomme, da tnut er auf und schließt mich so rasch in sein Herz, daß cr nicht umhin kann, vor meinem Weggehen mir mit clnem Gläschen Selbstgebrannten aufzuwarten. Ja, er würdigt mich uoch ei» Stück Weges semer Aegleituug, angeblich um mir deu richtigeu, markierten ^'g zn zeigen: ich glaube aber nur, nm mir niit bäner. llchem Stolze seinen Besitz zu erkläre». Ich muß ihm sogar die ^usicheruug gebe», im ^alle 'ch wieder einmal diese Partie machen sollte, bei ihm ^'zusprechen — am güufligflen sei es im Herbste — ben» da würde er mir zeigeil, da>; er auch mit feinem ^vste aufwarten kann. Der Weg führt nun an der Lehue des Bergrückens "U einzelnen Häuschen vorüber, um endlich wieder in ben kühlen Walddou, einzulenken. An einzelnen Stellen liegt noch halbmeterhoher Schnee, der, von der Höhe rutschend, sich am ebenen, ziemlich breiten Wege augesammelt hat. Auch hier steht die ?slora in ihrer schönsten Blüte. Die weißen bis purpurroteu großkelchigen Blüten der ^hristblume habe» hier günstigen Boden gefaßt; manch-^il tritt wieder die griine Nießwurz in Überzahl znin ^rfchein. Überall nicken die zarten, grünen Blüten des ^alslerues oder die blauen Auge» des Leberblümchens; nuch die gelben Primeln drängen sich zn Geuossenschas. leu ii„d sehen ans wie leuchtende Souueuslrahleu im bl'ullcn Waldesschalten. Nie hatte Melanie von Theissen ihrc Schlvä-^'rin so nußer sich gesehen. (5s war, als ob der ^chnlorz ihr alle Besinnung genoinmen hätte. Echiveigend vorlief', ^rau von Iheisscn das Zinnner ^uo tat, lvas Constanze gewollt. Sprachlos empfing Hans die Votschaft. Tann ^'ach cr in cin krampfhaftes Lachen aus. Nnd cr Mltc vorgestern zu ihr gehen wollen, um sie zu Dusten! Er halte seinen Vater gehaßt, weil dieser "^ welcher Narr war er! Eine unsinnige Nut, wie ^' sie nie im Leben gefühlt hatte, zersprengte ihm last die Brust. Ihm war, als müsse er ersticken oaran. Dann stürmte er fort. Ganz Winlel war U)>n verhas'.l. Erst im >tarlhochtal kanl er wieder ilUbwegs zur Besinnung, lind lvas er sich da sagte, war: Dreimal recht hat der Me. Zwischen denen Und uns gibt es leinen Frieden und keine Persöh-'Ulng in Ewiglcil. . Genau dasselbe dachte Konstanze, als fie in ^' ^iacht uach jenem Tage schlaflos dalag. Sie Mltc jenen Brief zusammengefaltet und in ein Medaillon gelegt, das sie immer an sich trug. Und wenn !^' ic vergessen sollte und ihr je ein milderer Ge-^nle lam, dann wollte sie nur einen Vlick darauf ^'rfcn, unl gefeit zu sein gegen alle Schwäche. 16. Kapitel. ^ „Und so stehen nun die Dinge," sagte Iatob ^lUlr zu seinem Sohne ein halbes Jahr später, "^ sie am Abend allein im Speisezimmer sas;en "Nd l,,»n Geschäften sprachen: „Das Herzogsche Berg' ,^rt lvi^ Unsummen verschlingen, ehe es im Früh-^''ir N'ieder betriebsfähig lvird. Diese Summen will ^ an der Bahn verdienen. Gestern wurde der Bau ""'n Land genehmigt." "Ich habe davon gehört." (Fortsetzung solgl.) ^asl eben leitet der Weg durch weißstämmigen Buchenwald, Eine Köhlerhütte liegt znr Seite im Walde und der schwarze freie Platz davor verrät, daß hier man-cher Waldbewohuer fein Leben laffen mußte. Auch ein Maltosen findet sich nicht weit davon entfernt, zum Zei-che», daß der^ Kohlenbrenner nicht nnr sein schwarzes Gewerbe betreibt, sondern auch den blendend weißen Kalk zu gewiunen versteht. Durch drei Viertelstunden geht es so eben fort, bis endlich die Markierung auswärts weist. Da heißl es jedoch Schnee treten, denn die Mulde ist an manchen Stellen noch melerties von abgerutschten Schneemassen erfüllt uud das Steigen wird dabei saner, da ich öfters in dem weicheu Schnee bis zu den Linien eiufiule. End» lich ist der Einschnitt der Höhe erreicht uud damit hat auch das Schneetrelen vorläufig seiu Ende. Über Tolo» mitliefen gehl's wieder rasch ab>«irts, lein besonderes Vergnügen, wenn man dabei eine noch zn ersteigende Anhöhe vor Augen hat. Abermals beginnt der Steg i» die Höhr zu führen, »ur eiu Waldpfad ift es noch und anch deu habe ich »u» verloren. Rechts liegt eine große, muldenförmige Wiese, liukerhand wieder ein Sattel, wo ist nun der richtige Weg? So aufs Geratewohl durch den Wald schlendernd und die mangelhafle Markieruug suchend, werde ich aus meiner R»he durch ei» wildes, lärmendes Aufflattern zweier Auerhühner geschreckt, die ich aus ihren, Winkel aufgestöbert. Mit kräftigen ^lngelschlägen erheben sie sich, um iu schönem, stolzem sslnge in den Wäldern des To^rückens zu verschwiuden. Endlich komme ich wieder zufällig zu meiner Mar. licnlng, die gerade durch die oberwähnte Mnlde führt, und es bleibt mir die traurige Notwendigkeit übrig abzusteigeu, um gleich da»ach wieder emporzuschwitzeu. Nach abermaligem ermüdeude» Sch»eeslampse» stehe ich im Sattel südlich der Igalo-Höhe und ein Bauernhaus, auf einem kleinen Nergvorfpruuge gelegen,> lädt mich zum Trnnle ein. lFortsetzung folgt.) Die christlichsozialc politische Ora.amsatiou. (Schluß.) Bürgermeister Hribar habe, »vie Dr. Lampe des wcilere» aussührte, mit Palhos im Gemeinderale die reinslovenischen Straßenlafeln dnrchgebrachl; die deulsche Partei habe gegen diese» Beschluß beim Landesansschnsse Beschwerde geführt und der deulsche Vertreter des Groß. grnndbesitzes als Referent hätte darüber eiue Enlschei» d»»g provoziere» sollen, aber der betreffende Akt fei im Landesansschnsse verloren gegangen und die doppel» sprachigen Ctraßeuausschristen seien noch Weiler geblie» ben. Nach Übernahme des Gemeindereserales durch deu Abg. Dr. Küsters sei die Veschlverde in einem Kasten veisperrt enldecll worden, worauf sie der Landesaus» schul; abschlägig beschieden habe. Ans die bevorstehende Eutscheidimg des Venvallungsgerichtshofes m der Straßentaselfrage stehe der Slovenischen Vollspartei selbstverständlich leine Ingerenz zu. — In dem erwähn. ^> »>- »,»^< >?nu Ilridni-^vu." Der Slavenloiigreß habe ein volles Fiasko gemacht; die Beteiligung sei trotz der Berichte der Petersburger Agentur sehr gering gewesen. Schließ» lich habe die russische Negiermig die Abhalluug eines weiteren Kongresses untersagt, weshalb der uächste Kon» gieß in Sofia stattfinden soll. Dr. Lampe besprach das Eintreffen von zehn ruf» sischeu Jünglingen in Laibach, die über Veranlassung des Bürgermeisters Hribar nach Krai» abgesendet wur» den, um hier rationelle Wirtschaft zn studieren. Hätte sich nichl eine hiesige Dame ihrer angenommen, so hätte sich bei deren Anlunft lein Meusch um sie gekümmert. Jetzt seien einige bei Parteigänger» Hribars unter» gebracht, müßten aber Knechldieuste leisten; erst un« längst habe sich ein deutscher Großgrundbesitzer erbötia. gemacht, einige dieser armen Jünglinge ans seiner Wirtschaft zu unterbringen. Dr. Lampe erllärte, Bürgermeister Hribar treffe die Schuld, wenu die geplanten Eisenbahnwerlstätleu nicht in ihrer Gänze in Ki^la, sondern zn einem großen Teile i» Klagensnrt errichlet würde», »veil er durch vor» zeilige Velauulgabe der Angelegenheit de» Abg. Dob''r. »ig veranlaßt habe, in dieser ^rnge beim Eisenbahn» miüisieriüm einznschreilen. Überhanpt werde der Bau dieser Werkstätten heuer nicht in Angriff genommen werde». Weiters habe Bürgermeister Hribar die An. gelegenheil der Übertragung des Sndbahnhofes ver» schleppt. Die Slovrnische Vulkspartei sei eine Partei des ^iiedens. Redner habe daher bei seiuem Eiutritte in deu Laudesausschuß mit Dr. Tav<"nr eiu Kompromiß erzielt, wonach in den Journalen und Versammluugen der rohe Ton aushören sollte. Ein Jahr habe Ruhe geherrscht, nunmehr aber zwängen die juugeu Doktoren in der nalionalsorlschrittlichen Partei ihre älteren Par» teigenosseu zum Austreteu i» Versammlnngen. Unlängst habe Dr. Tav«'ar in Großlack erklärt, daß unter den Slovenen der Parteikampf geführt werden müsse; schou Kaiii habe den Abel erschlagen. Jetzt, wo man sich gegen den Ansturm der Deutsche» zusammenschließen müsse, werde die Kainmoral gepredigt; aber sie werde sich nicht gegen die Slovenische Vollspartei lehren, sondern die natioual.fortschrittliche Partei habe selbst Kaiue uuler sich, die sie erschlage», werden. — Dr. Tav<'ar habe auch die Sprengung der Wählerversammlungen ver. inleilt, aber gerade'er selbst sei nnter jene Leute ge« gangen, die dem Redner eine Versammlnng gesprengt hätten, uud habe sie hoch gepriesen. Was die nalional» fortschrittliche Partei in der letzten Zeit getan habe, >ei eine Kriegserklärung und die Slovenische Vollö» partei sei es ihrem Bauner schuldig, die .Herausforderung auzuuehmen und den Kamps bis zum Eude zu führen. — Dr. Tartar habe eine Unwahrheit gesprochen, als er erllärte, die Slovenische Vollspartei »vü»1'che die Er. höhung der militärischen Macht; er habe gleichfalls eine Unwahrheit gesagt, als er dieser Pcnlei die Schuld an der Stockung der Weißtrainer Bahnfrage z»schl,eb; er habe endlich gelegentlich der Ernennung Mantuams zum Direktor deS Landesmuseums diesem Institute zu der vorzüglichen Krasl gratuliert und sür Mauluau! ge» stimmt, im „Clov Na'rod" aber werde Mautunnl als eiu Mann hingestellt, dem alles Wissen ,» Museal» fachen abgehe. ' - ^ .. l - ^ Die heimische» Wasserlräsle müsse» der he!Mi,cheu Bevölkerung erhalten bleiben. Nun brachie „Slovensl, Narod" eine» Artilel des Inhaltes, daß sich die Slov. Vollsparlei nur deswegen für die Saveanlage» einsetze, um von Pav^lar iu Krainburg eine Provision zu er» Laibacher Zeitung Nr. 128. ___________________H68_____________________________________________8. Juni 1909. halten. — Die bezügliche Aktion des Landesausschusses habe auch die Zustimmung der Beisitzer Dr. Tartar und Graf Barbo gefunden; Dr. Taväar habe dem Nedner gegenüber sogar erklärt, die Stadt Laibach müßte mit beiden Händen zugreifen, wenn das Land ein Elettrizi» tälswerk errichtete. Zu jener Zeit, als die national» fortschrittliche Partei Pav^lar arg bedrängte, habe Hri» bar diesem zugesagt, er wolle eine Gesellschaft ausfindig macheu, die ihn finanzieren würde, aber er habe anch eine Provision von 100.000 l< für sich verlaugt. Woher be-schafft Bürgermeister Hribar die Darlehen? Wieviel mag er in Petersburg für die slavische Bank gefordert hatien? Dr. Lampe kehrte sich sodann gegen den im „Slov. Narod" erhobenen Vorwurf der rachfüchtigeu Politik in betreff der Lehrerschaft und erklärte, daß jedermann, der seinen Dienst gewissenhaft versehe, auf die Unter-stützung der Voltspartei rechnen könne, daß aber jene, die zum Nachteile des Volles wirkten, unbedingt zn eut» feinen seien. — ferner beschäftigte sich Dr. Lampe mit dem Er,odus der national.fortschrittlichen Partei in der vorletzten Sitzung der Handels, und Gewerbekam» mer. Die Slov. Volkspartei haben den Natio»alforl-fchrittlichcn in den Landtagsscttioncn eine ihrer Zahl entsprechende Vertretung zugestanden, aber in der Han-dels- lind Gewerbekammer würden die Vertreter der Slovenischen Voltspartei stets an die Wand gedrückt. — Präsident Lenar<^- habe sein Wort gegeben, daß alle Molkereigenossenschaften, die sich in den Händen der national-fortschrittlichen Partei befinden, dem Verbände der Molkereigenossenschaften beitreten würden. Trotzdem einige Anhänger der national.fortschritllichen Partei in den Vorstand gewählt worden seien, habe bisher nicht eine einzige der genannten Genossenschaften ihren Bel. tritt zum Verbände angemeldet. — Dr. Novak habe in Loitsch der Tlovenischen Volkspartei das Gravitieren nach Rom vorgehalten nnd mich gegen sie den Vorwnrf erhoben, sie habe der Krainischen Sparkasse gegenüber cine erbärmliche Nolle gespielt — sie, die Hnnderte von Spar» und Vorschnßkassen errichtet habe. Er habe sich sogar so weit vergessen, die Turner der Slovcnischcn Volkspartei zn beschimpfen. Aber ungestraft werde die „Orli" niemand beleidigen. Am Schlüsse seiner Nede bezeichnete Dr. Lampe die Slov. Volkspartei als eine allslovenische Partei, die sich stets einsetzen werde für die Rechte der Slovenen in allen von ihnen bewohnten Gebieteil, weshalb er auch den anwesende» Vertreter der Slovenen in tarnten, Dr. Brejc, bitte, diesen die Grüße der Versammlung zu übermitteln; die Volkspartei sei aber anch eine süd» slavische und eine allgemein slavische Partei; sie sei endlich ein Vollwerk des Volkes nnd zngleich eine vor» dringende Macht, die von den Grenzen jene abdrängen werde, die das slovenische Volk vernichten wollten. Die Ansführungen des Redners waren zn wieder» holtenmalen durch stürmische Zustimmung, zuweilen auch dnrch Heiterkeitsausbrüche sowie dnrch Entrüstuugs» rufe unterbrochen worden; sie lösten am Schlüsse auhalteudeu Beifall und lebhaftes Händeklcnschen aus. Der Vorsitzende der Versammlung, Herr Professor I arc, dankte dem Redner für seinen Bericht nnd teilte, zum Schlusfe der Versammlung schreitend, mit, daß die nächste Monatsversammlung in der Petersvor-stadt stattfinden werde. — lHerbstwllffeniibunqoperioden.j Das k. u. k. 3. Korpskommaudo hat die Periodeu, iu welchen die Hcrbstwaffenübuugcu der Reservemäuner und Ersatz, reservistcn vorzunehmen sind, wie folgt festgesetzt: Bei den Infanterieregimcntcrn Nr. 7, 17, 27, 47, 87 und 97, bei den Feldjägerbataillonen Nr. 7, 8, 9 uud 20 zwei 13tägige Übuugsperioden vom 26. August bis 7. September und vom 30. August bis 11. September; beim Fcldkanonenrcgiment Nr. 7 zwei 13tägige libunas. Perioden vom 19^ bis 31. Juli und vom 2. bis 14. August; bei den Feldkanonenregimentern Nr. 8 und 9, dem Fcldhaubitzregiment Nr. 3, dem Fcstungsartil» lcrieregiment Nr. 4 uud dem Festungsartilleriebataillon Nr. 3 eine 13tägige l'lbnngspcriodc vom 19. bis 31. Juli; beim Gebirgsartillerieregimcnt Nr. 3 drei 2<»tägigc Übnngspcriodcn vom 14. Juli bis 2. August, vom 3. bis 22. August nnd vom 23. August bis 11. <^ep. tembcr; bei der Sanitätsabteilung Nr. 7, 8 und 9 sünf 13tägigc Übuugspcriodeu vom 19. bis 3l. Juli, dauu vom'2., 16. und 30. August und vom 13. September an. Beim Pionierbataillon Nr. 15 entfallen die Herbst-Waffenübungen, da alle verfügbaren waffcuübungs» Pflichtigen Neservemäuuer und Ersatzrescrvistcn zur Teckuug der Staudesabgängc benötigt werden. Für die Traiudivisiou Nr. 3 werden die Perioden später fest» gesetzt. Die notwendigen Perioden für die Waffen-Übungspflichtigen, minder ausgebildeten Fahrkanoniere del Feldartillerieregimenlcr und des Fcldhaubitzregi» ments Nr. 3 werden von den Standeskörpern bestimmt, desgleichen die Waffeuübungstcrminc für die zur Auf-stellung der Fcstungsballonabteilungen notwendigen Anzahl von wafseuübungspflichtigen Neservcmänneru auf 28 Tage. — süberstellunq von Sträflingen nach beendeter Strafe.) Das ^ustizministerium hat an alle Oberlandes» gerichtspräsidien uud an jene Oberstaatsanwaltschaften, dcnen Strafanstalten unterstehen, den nachfolgenden Erlaß hinausgegcben: „Das Justizministerium findet die Anlegnng von Schließketten lFcsseln) m allen Fäl» len, in denen die Estortierung von Sträflingen nach verbüßter Strafe ans einer Strafanstalt oder einem Gerichtsgefängnisse an eine andere Behörde durch die Gefangeuaufstchtsorgaue der Strafanstalt oder des Gerichtsgefängnifscs erfolgt, zu untersagen und gleich» zeilig anznordne», daß die Gcfangenanfsichlsorgane bei derartigen Estoriierungen nur das Seitengewehr snicht auch eine Schußwaffe) zu tragen haben. In jenen Fäl» len, in denen wegen besonderer Gefährlichkeit oder Fluchtgcfahr eigene Vorkehrungen für die sichere Durchführung der Überstellung eines Straf, lings nach verbüßter Strafe an eine andere Behörde dringend notwendig erscheinen, ist bei Überstcllnngen an eine Behörde desselben Ortes in Städten mit eigenem Statnt ausschließlich, iu anderen Orten tunlichst die Sicherheitsbehörde lOrlspulizei) nnd nnr bei Überstellnngen an eine außerhalb des Ortes ge» legene Behörde die Gendarmerie in Anspruch zu neh. men. Sache dieser Organe wird es dann sein, zu be-nrtcilen, ob nnd welche besonderen Sicherheitsvorkeh» rnngen anzuweuden sind, weshalb iu derartigen fällen die den Sträfling abgebende Behörde dem eskortieren-den Organe schriftlich nicht nur den Grad der Gefäyr» Iichfeit des Sträflings, sondern auch eine nach Ansicht der betreffendeil Behörde vorhandeile Flnchtgefahr be» tcmntzugeben hat." * lMaatssubocntion.j Wie wir erfahren, hat Seine Exzellenz der Herr Minister für öffentliche Arbeiten zu den mit 44.000 l< veranschlagteil dosten der Herstellung einer Brücke über den Gurkslnß bei Dobrava, poli> ti scher Bezirk Gurkseld, eiueu Slaatsbeitrag von 10.000 X vorbehaltlich des Zeitpunktes der Prälimi-»iernng und der verfassnngsmäßigen Genehmigung des diesfälligen außerordentliche»! Kredites bewilligt, -r. " lEffektenlottcric.j Se. Er.zellenz der Herr Finanz» minister hat im Einvernehmen mit dem t. t. Miuiste» rium des Innern dem Vereine für Kinderschutz uud Jugendfürsorge in Idria die Newillignng erteilt, im Jahre 1909 eine Effcktentombi.,la mit 1000 Losen u 20 I, zn wohltätigen Zwecken, nnter Ausschluß von Gewinsten in Geld, Gcldesfetten und Monopolsgegen-ständen, tarfrei z» veranstalten. -r. — «^Leichenbegängnis.) Gestern nm 5 Uhr nachmit» tags fand von der Leichenhalle des hiesigen Garnisons-spilals aus das Leichenbegängnis des in Hermannstadt verstorbenen Militäroberintendanlen Eugen Suyer, Intendanzchef des 12. Korps, statt. Zum Traucrakle wareil die Musik des Infanterieregiments Nr. 27 sowie Depntationen der hiesigen Truppen und Allstallen aus» gerückt. Die Beistellung des Kondnttes war unterblieben, weil dieser nnr einmal gebührt und bereits im Sterbe» oile beigestellt worden war. Dem mit zahlreichen Kran» zen geschmückten Leichenwagen folgten nebst den Angehö» rigen nnd freunden — unter diesen zahlreiche Damen aus den vornehmsteil Kreisen — Seine Er.zellenz der Hcrr Truppendivisionär Feldmarschalleulnant Karl von Lang, dann die Herren Artillerieoberst Krzi» wanek, Landwehruberst Eduard Edler von K reysa , Oberstabsarzt Dr. Van m e n , Generalstabsmajor von Waldstätte » , Oberstleutuaut Platztommandant D ischendorfer, Arlilleriemajor Rcichenan e r, die Insanteriemajore .Keller und Breindl, Ver» pslegsverwaltcr Langer, von seitcn der Divisions-intendanz Militärintcndant Franz F c st l, Rech»u»gs° rat Binder sowie sänltlichc Beamte, dann alle Unter» ofsiziere der Intendanz. " iGenossenschaftswesen.) Die k. t.,Landesregierung für Krain hat die abgeänderten Statuten der Gehilfen» Versammlung der Genossenschaft sämtlicher Gewerbetrei» benden in Mottling genehmigt. —r. — jVau. und öffentliche Arbeiten.) Die Arbeiten wurden in den letzten drei Wochen dnrch ungünstige Witternng nicht gestört. In dieser Verichtsperiodc ist die Vanlust iu unserer Stadt etwas gestiegen. Der Fort» schritt war bei den einzelnen Objekten nachstehender: Ans dem Vangrnnde des „Collegium Mariannm" an der Poljanastraße wnrdc in der abgelanfenen Woche mit den Grnndausgrabnngcn für den Schultratt begon» nen. Außer diesem Neubau sind, und zwar au dcr Roscnbachstraße, ueuprojektiert je eiue Villa des Leo» pold Klepec, des Frailz Levarl lind des Johann Rat; hiemit tritt der Bauverein der Staatsbeamten in das erste Stadium seiner Tätigkeit. Hiedurch soll und wird nnn eine gründliche Remedur i>n Kapitel „Mangel an Neamtenwoh»ungen" Platz greisen. Oo Mangels an bil» ligen Baliplätzcn sür derlei Villen wird der Verein seine Baupläne nnr snlzessivc zur Ausführung bringen. — Beim neuen Schwcizerhausc sind die Maurer», Zim-mermanns- und Tischlerarbeiten bis zur Hälfte durch» geführt. Infolge dieses Fortschreitens ist die Erösf» uuug des Gebäudes samt Gastwirtschaft uud Fremden» Wohnungen für den 1. August in Anssicht gestellt. Bei den Objekten des neuen Vcrpflegsmagazins siud die restlichen Maurerarbeilen diescrtage in Angriff ge» nommen wurden, anßerdenl befinde» sich aber anch schon verschiedene Prosessionislcnarbeiten in der Anssnhruug. An der Poljanastraße ist dcr Van des Vaclav Knbelka-scheil Hauses bis zum ersten Stockwerke, der Härser des Fr. Medic und dcr M. Koxelj an der Elisabelhslraße dagegen im Ruhbau nahezu bis zum Dachstuhl gelangt. Die Villa Kniet in der Kolisenmgasse ist angewusen uud verputzt; die Maurerarbeiten beim Malerpavillon des R. Jakopu: sind durchgefilhrt. Das eiustöckige Haus des Josef Hafner nnd der M. Grajzer in der Sonnen» gaffe ist angeworfen und von innen nnd außen nahezu verputzt. Beim Hause der Anna Dermastja ans den Van» grüuden bei St. Peter ist der Rohban über das Par» tcrre gediehen; der Bau des Josef Hössschen Hauses wird demnächst in Angriff genommen werden, dcsglei» chcn die Maurerarbeiten bei der Turnhalle des Ursu-linerinnenkonvents. Das Inbiläums-Siechenhans am Allen Wege ist von außen und innen augeworse» uud verputzt; außerdem sind die Spengler», Tischler» und Zinimermaiiilsarbeile» daselbst größtenteils bereits fertiggestellt. Die Betunarbeiten beim Eiseubahndnrch» brnche werdeu rasch fortgesetzt; außerdem sind die Aus» grabnngen nnd sonstigen Handlangerarbeiten uuler dem Geleise im Zngc. — Eine» frische» A»slrich erhielte» i,l den letzten Tagen die Hänser: Nr. 4 in der Wolf» gasse, Nr. 7, 9, 11 uud 13 i» der Rosengasse, Nr. 8 i» der Floricmsgasse u»d Nr. N a» der Römerstraße. Die Adaplierungsarbeiten im Hanse Nr. 18 nnd jene im Hause Nr. I an der Resselslraße sind durchgeführt. Die Muntiernng der Gaslandelaber nnd Lampen mit Anerlicht ist projektiert nnd gelangt demnächst zur Ausführung in Gradi^e, am Ballhansplatze und i» der Ballhansgasse, a» der Erjavec» nnd an der Römer» slraße, in der Simon Gregonn^gasse nnd in der Hilscher» gasse. Unglücksfälle gelangten in diefer Berichlspcriudc keine znr Ailzeige. - ^!l!u.j", l)) „().i 1-cixinlli-iil", <:) „I't>^1^<1 V »'- n -^et ) Fr. Chopin: Walzer in l)c«-) W. A. M" zart: Arie des Pagen ans der Oper „Figaros Hochzeit" »„«-im i>in");' !>) W. A. Mozart: Är,e des Page» ans der Oper „Figaros Hochzeit" <„Ii!>m<>. ,><»^I<>,i<<'"); men", Gesangsvorträge von Mira Zupanc sSchllle M, Hnbad, ill. Klasse). 9. :>) B. Gudard: Barkarole Nr. 4; !)) M. Vogrich: ^wc-entn c,!lpl-i<' Garteil war gegenüber dem M»sU' pavillo» ei» Flasche»wei»pavillo» improvisieit »vorde», der ei»e» reichen Verlag von U)ajcschen, Rotwein uln Balonschenl Weißwein mit Erfolg in Vertrieb sejue. Der gemischte Verei»ssä»gerchor brachte zlvei Glall.i' »ummern zili» Vortrage^ nämlich das bestbeklinntt „i^!!x:>i V ,)lninn«Iii I-!!.,'" nnd Dr. Gojmir Krets „«INiu", die, in der ehrenvollsten Weise absolviert, auch den verdienten Beifall in reichem Maße anslöste». «"") der Vortrag des Männerchores von Aljcn' „>>"<"" !>!>»> ,»i-ii,.'!.ii /.!>>-" und Juvaue' „I'n^tir" mil dei» Baritoilsoluvurtrag des .Herr» Vulöek faud sl»N"U!' »,ld A»erle»»»»g. Die Vortrage der Slove»ische» M.'^' har»lo»ie, die im Resta»ralio»sgarlen konzertierte, l)" ' ten stimmnilgbelebender sei» lonne», da man "" ,! ^ che» Gelegenheite» durch Ver»ver!»»g leichterer (Vtm nnd Darbietung allgemei» betaililter Motive stets »>" eiziell als durch lech»isch lvertvollere seriöse M»su- ^ angebrochener Dnnlelheil begann i,n Hauptsaale "> ^. de» parodistisch-hlimorvoll piepsende» Tö»e» ^ ^ echte» Vauernmusillapelle aus St. Martin l»ner ' ^ Gioßlahlenberge ein fröhlicher Tanzrcigen, dein o,c ^ Laibacher Zeitung Nr. 128. 1169 8. Juni 1909. gend bis zum Morlieiiqrmie» huldiqte. Auch ein Kme» Ntoluqrcipl), der „Eliic-Bi^^rcipl)" rediuions, rwn Herrn "adren«'i5 zu neneui ^cben enoeclt, »vcir iu der hinler bl>» Hanptsanle qelrqeneu Turnhalle etabliert Nwrdeu u»d ersreute sich eineS überaus qrußen Zuspruches. -Das ^est besuchten u. a. die ^audesausschußbeisiker Pn'f. I are und Dr. Lampe, die Abgeordneten >) a l c und Mandelj, der Ausschuß des" Sloveni-scheu Alpeuliereines mit Dr. ^ranz Tomin^ek an dei Spi^e, endlich die heimischen Komplinisten Davorin ^cillli und Parma. — l'hr uuißiger Anzahl, einqesuuden hatten. Herr Ver» ^'»spräses ^ehrinau» begriißte die AlNoesenden, '»^besondere die Mitglieder lwin Lande, und erstattete l)>N'm,s den (Geschäftsbericht iiber das abgelaufene Per-l'm^'jahr. Der Verein hatte viele Hindernisse zu über. Windei,- insbesondere bildet das geriuge Interesse, das lU'ser Vauer der Kleintierzucht entgegenbringt, ein ^cuipthinderuis in der raschen Erreichung der Vereins» 'U'Ie. Seit der letzten Generalversammlung in Neu» l»nvkll hat der Vereiu sechs größere Vortrage sin Nen» '"atttl, Laibach, Ct. Veit, Idria, Prestranel, Sairach !>nd Illyrisch.^eistritz) abgehnlleu, wobei in Idria und Ul Preslrauel zlvei ueue Geuosseuschafteu gegründet unir-bs», »oähreud sich eine dritte in Illyrisch^-eistrit'. im ^ni'mdungsstadium befindet. Der Verein hat in 60 bis ^ fällen beim Ansanse nud Verlaufe von Zuchttieren ^f"Igreich vermittelt. Gesuche nm Subveitlioueil wurden a>>s Ministerium, an den Landesansschnß-uild au die ^U'sigl> Laudwirtschaflsgesellschaft geleitet, doch lann über blNn Erfolg noch uichls Positives berichtet werden; vom "audesausschusse iudes ist ein abweislicher Bescheid ein» gelanqt. — Dein Kassaberichte znsolge machte der Ge» !<'»'lgeldverlehr im Berichtsjahre 2l<>3 l< .^« I, aus; die ^'mtuusle lveiseu nur W «, die Ausgaben 928 X W !> n»s; außerdem siiid ^orderungeu im Betrage voi, 5<»I I< "uosländig. Deiu Vereine gehören derzeit 75 Mitglieder lu>> — Nach eine», Berichte des Vorsitzenden iiber den Stand der Vereinsbibliothel uud das Vermögensiuveu-lm erfolgten die Ausschnßwahlen. lHs »vurdeu folgende Anreil gewählt: L e h r m a n n znm Obmann, lais. Rat ^>re zu dessen Stellvertreter, M i k! a v <'i <^ zum Schriftführer, ?s r a u c e I j seu. zu dessen Stellvertreter, 6 r aneelj juu. zum kassier, DreIse zum Bibliolhe-lai und Oberlandesgerichtsrat Strahl in Bischof-!^ll z„,i, kDnsuleuleu. ^Iteoisoren sil'd die Herre» ^ r u f o uud Strel. — Bei der Besprechuilg über die ^'N'ichlung eveutueller Vereinssilialen, bezw. Muster. Nationen siir die Abgabe von Zuchttieren, wurde» die v"», Schriftführer Herrn M i s I a v<"-i 5 ausgearbei-uU'n Statuten mit provisorischer «elluug für das lau-sende Vereiusjahr <>n !<' angenommen. In die zu schaffende Zuchtkommisfion lvnrden die Herren Lehr-'^ " n ,i, M illav <"- i <"- und ^ r aneelj sen. gelvählt. schließlich lvnrde über Autrag des Vorsitzenden die Ver-^'slcillung einer Ausstellung heinuscher Zuchttiere in ^'linch, und zwar siir das nächste Frühjahr, beschlosfeu, "'l' sich cms sämtliche (^eslügelarten, auf Kaninchen und ^nluell auch auf Schafe, erstrecken soll. — Nach drei» ^»halbslüudiger Citzuug fchloß der Vorsitzende die ^rsainmluug. Nachlnittags erfolgte eine lorvoralive ^'sichjidling der großen Znchlanstalt i» Ober-^i^la. — ,c>nnle halte am 16. März d. I. einem Kinde weib-uchen Geschlechtes das Leben geschenli, es aber uu-'"Utelbar nach der Geburt dadurch gelölet, daß sie ihm ^ Mmd solange mit der Hand zuhielt, bis es er-"«>?. Die Geschworenen bejahten einstimmig die Thrage >! Nindeslölung, beaülworteten aber anch die Frage, " M' die Tal ,'n momentaner Siuuesverwirrung be-^."gen hatte, einstimmig mit „Ja". — Alois Opall, . ^ahre ^lt, nnd Franz Dnh, 22 Jahre alt, beide 'us ^ia^si V^.^ erhielten ivegel, Verbrechens dcs Tot-^'^!^?, „>,d zwar ersterer' 3 Jahre und letzlerer ^ahre schweren, mit Fasten verschärften Kerters. Die ^Ucmnlen »varen am 12. April d. I. mit dem wegen '»nusereieu wiederholt abgestraften verheirateten, 53 ^uhre ^>^,„ ^,^ c^^ ;^ ,,^^j ^^.^ j„ ^,^, ^^„. ! ^'' gerate», wobei sie ihu derart bearbeileteu, daß er "' ^'rletzuugeu erlag. II. s> '^ ,„a„ „,>s mitteilt, siild in der i, !>ch"sl Zeier, Gemeinde Zn.'ische!Nväfferu, 6 .Kinder, . den Orlschasleu Costro uud Zavoglje, Geiueiude Do- ^Un>-e. „nd in der Ortschaft St. Veit bei Laibach je , " Kind au Scharlach erlranlt. Letztere drei wurde» das hiesige Landesspilal behufs ärztlicher Behaud- lung abgegeben. Behufs Hiulcmhaltuug der Weilerver. breitung der Krankheit wurden entsprechende saniläts» polizeiliche Vorkehrungen getroffen. —i-. — l.Kranlcnbcwcgllng.i ^m Kaiser Franz Joses. Spitale der Variuherzigen Brüder iu Kandia bei Nn. dolfs>oert verbliebe» Eiide April 98 Kranke in der Ve> Handlung. Im Monate Mai wnrde» 17<» kranke Per» soneu anfgeuomme». Die Snnnne der behandelte» trän» len Personen belrng somit 268. In Abgang wurden ge-bracht, und zwar als geheilt 115, als gebessert 39 und als ungeheilt N Perso»e». Gestorben si»d 9 Personen. Mit Ende Mai verbliebe» 94 Persone» i» der Veha»o. lnng. Die Snmme aller Verpflegstage betrug 3316, die durchschnittliche Verpflegsdaner sür einen Kraulen 12 Tage. Vorwiegend wnrden körperliche Verletzuugen und 3cervenlrantheilen behandelt. II. — Mcistclschnfts.Aiinqlämpfen im Zirkus Havatta.) Gestern abends traten zwei interessante iliingerpaare vor den von einem gewählten Publilum total besetzten Zuschauerraum. Als erster raug Hansen mit "dem russischen Ehampion Gerighöff. Gerighoff »uandle die ihm schon seiner Konstitution nach in überreichem Maße iunewohnende Körperlrasl mit derber Wucht an nnd bedrängte seinen Gegner ans das heftigste; er besiegte ih» i» 6 Mmute» 35 Selnnde» dnrch Unter» grisf von vorne. — Der Entscheidungs-Revanchelamps ^)i a i c-, e v i als erstes uud N iedl sneuangelommen aus Val)ern)»H e r n> a n n als zNieiles Paar. " iDic Adern durchschnitten.j Als Sounlag abends ein Tischlergehilse heimlehrte uud seiue Frau nicht zn Haufe fand, begann er in seiner Truulenheit zu exze» dieren, schlug uiu sich herum uud traf die Glastür "des Kilcheulastens, wobei er eiue Scheibe zertrümmerte. Er durchschnitt sich hiebei die Adern an der rechten Hand lind mußte sofort mit dem Rettungswagen i»s Krcmle»» haus überfuhr» werde». " lScheuc Pferde.j Gestern vormittags führte ei» Knecht einen Lastwagen über die Vleiweisstraße. Das Pferd scheute vor dem vorübersahrenden Triester Schuellzuge, ranute gegen die Maria Theresia.Slraße, stieß bei der Villa Tornik an zlvei Bäume, die sehr starl beschädigt wurden, uud blieb erst vor dem Eise»-bah»schra»le» stehen, den es zerbrach. Dem ans dein Wage» sitzelide» Knechte geschah nichts. " jEin gewalttätiger Trunkenbold.) Der Taglöhner Pller Mareiiko, ein betannter Er.zede»l, feierte gestern seiiieil obligate» blaueu Moulag. Nachuüttags johlte er au» dem Valvasorplatze, bis ihii ein Sicherheitswach, mann absührle. Alis dem Inröu'-platze warf sich Ma> renlo zn Boden nnd schlug mit Händen und Füßen nm sich. Es mußte Sullurs lomnien, woranf der Stören» fried in die Haft wanoerte. * lEin Fahrrad entführt.j Samstag abends wnrde dem Friseur Engelbert Franchetti ein im Flure des Hauses Nr. l2 in der Gerichlsgasse stehen gelassenes Fahrrad mit der Fabrilsnummer 101.729 und der Polizeiuummer 576 entführt. Das Rad ist ein Waffen-rad »lit Freilauf; der linke Griff der Lenkstange hat unten eiueu Spruug. — Mocheuvichmartt in Laibach.) Aus den Wochen-viehmarlt iu Laibach am 2. d. M. wurden 413 Pferde, 234 Ochseu, 158 Kiihe, 31 Kälber uud 376 Schweine aufgetriebe». A»s dem Niiiderniarkte ilotierte» die Preise für' Mastochse» 72 bis 80 K, sür halbfette Ochse» 64 bis 70 X u»d sür Eiustellochsen 56 bis 62 K für den Meterzeutuer LebeudgeNnchl. * Defundenj wurde: ein lveißer Sonnenschirm, ferner ein goldenes Armband. " sVerlorenj »vnrde: ei» Geldtäschchen mit 10 X, eines mit 4 X, eiues mit 11 X, ferner ei» dnnlel-blauer Seidenschirm. — gichtige Zeit.j Laudhausuhr: ->- 49 Selnnden. Sie wird mittags richtig gestellt werden. Theater, Kunst nnd Literatur. — lDic Aicattivierunq der Oper in Aqramj ist, wie das „Agramer Tagblall" meldet, eiue vollendete Tat» fache. Der Banus hat im Einverständnisse mit alleu Faktoren die erhöhte Subvention der Landesregierung bewilligt, womit der Bestand der Oper gesichert er-scheint. Die Subveiitionierung der Oper geschieht dem-uach auf folgeude Weise: Allerhöchste Kabiuetlstanzlei 120.000 l<, Landesregierung voraussichtlich 20l».l)l)0 X, Stadtgemeinde 50.000 X, 'insgesamt 370.000 X. Telegramme dcs k. k. Tclegraphcn-Korlcspondenz-Bureaus. Wien, 7. Inni. Die Korrespondenz Wilhelm mel-det, daß der Eisenbahnminister an Seine Majestät den Kaiser die Bitte gerichtet hat, der seierlicheu Eröss» ui'.ug des Tauernbahnluunels, die wahrscheiulicl) i» der ersten Hälfte des Monates Juli stattfinden wird, bei» zuwohueu. Seine Majestät der Kaiser gab über diese Bitte die Absicht luud, der Eröffnung beizuwohneu. Talonichi, 7. Iuui. Iu der Nähe der ^»sel Samo-lrali sind zwei griechische Segelschiffe von Seeräubern überfallen nnd ansgeraubl worden. Die Kapitäne uud die Maimfchaft sind niedergemacht worden. Die Schiffe wurdeu treibend mit deu Leiche» an Bord von einem vmüberfahrenden Schiffe angetroffen. Antwerpen, 7. Juni. Gester» wurde hier im Bei» sein des Königs, der Prinzessin Klementine und met)-rerer Minister die Angliederuug des Kongostaates an Belgien festlich begangen. I» einer Ansprache feierte der Präsident der Haiidelslammer König Leopold als den Schöpser der Kolo»ie, worauf der Köuig in seiner Danlesrede die Hoffnung ansfprach, daß der Hase» von Antwerpen zum ersten des Kontineuts emporbliihen weide. Petersburg, 7. Juni. Kaiser Nikolaus hat dem ab-benisenen Botschafter Sinovjev mittelst eines gnädigen Reslriptes den Andreas» Orden verliehen. Sinovjev wurde in den Nrichsrat berufen. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Gutachten des Herrn Primararzt Dr. Lothcisen, Dozent sür Chirurgie, Wien. Herrn I. Serravallo Trieft. Auf Ihren Wunsch hin teile ich Ihnen mit, daß ich Ihren «Scrravallos Chinll'Wein mit Eisen» auf meiner chirnrg. Abteilung im Franz-Josef.Svitale viel verwende. Die Kranken nehmen ihn gerne; er hat sich auch als sehr geeignet zur Behandlung verschiedener Anämien erwiesen. Wien, 28. November 1907. (376) Dr. Lotheisen. Verstorbene. Am 5. Juni. Andreas Rahne. Zwanglina,, 53 I., Polllnlldamm 56, Erstickung. — Johann Valon, Arbeiter. 67 I., Mllitiilsstrahe 1(1. ?leul-opi!«unwni». Nm 7. Juni. Josef Ham. Ärbeiterssohn. N Mon, Polanastraße 6l>. Pneumonic. Im Zivilspiialc: An, 5. Juni. Johann Celestina, Keuschler. 50 I,, I'intui» 8wrcol»,Ii8. WMWWWi»WliW ^ei'llen llui'en pe>'iolji«c:ne8 'ssinllvn von ll«»l»»t»«l»»»' „^««»pVlquvll«" am einsaonsten kenonen. Lei iiltesen unll onl-nnisonen?u«t»n«len lll«8e>' /^st i»t ,,5»Pni»«zu«ll«" fttiii-ke»') vol-^uiienen. (!i0l4) 4—1 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Serhohe 30li 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm, Z ^F ZZll KZ , »nsich« KHZ " "Z VZ3 In de« Himmel« z «D _____^ s.5A ^ Z°_________________^i« ^12^1. N. ! 732-8 15-7, windstill bewdltt ! ' 9U. Ab. 732« 14 8 NW. schwach teilw. heiter ^ l 7 U. F. ! 734 -4 ^ 11 5 SSO. schwach Nebel s^4" T>as Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 14 - 6« Normale 16 8°. Regen gestern um die Mittagszeit. Wettervoraussage für den 6. Juni für Steier. mart, Körnten, Kra in und das Küstenland: Schönes Wetter mäßige Winde, warm, anhaltend. Seismische Berichte und Veobachtuugen der Laibncher lirbbebenwarie (Ort: Gebäude der l. l. S«aa 165-25 1860er „ ,00 fl. 4"/,2i0 —226-- 1864er .. l00 fl. . , 292- 298-- 18S4cr „ 50 fl. , . ,92 - 288 — Dom.-Pfanbbr. ^ l20 fl. »»/„887 75289 75 Staatsschuld d. i. Ueichs-rate vertretenen Königreiche und Länder. Osterr. Volbrente steuerfr., G old per Kasse .... 4°/„ ti? 35 »17 55 esterr, Rente i» Kronenw, stfr., per Kasse.....4"/« 96 3b 96 55 detto per Ultimo , , , 4"/„ 9« 35 96 55 Ost, Investition«-Rente, stfr., KT. per Kasse . . 3'/,°/» 8« 6b 8« «b Vlstnbahn>Kt»»t«schnlz. »ersch«!bunge». ltlisabeth-Nahn i. G., steuerfr., zu 1«000 fl.....4"/„ li« — ü?-- Franz Ioseph-Nahn in Silber (div. Lt.) . , . . 5>/<"/„ 118 401IS-40 '»aliz. Karl lludwig-Nahu (div. Stücke) Kronen . . . 4»/« 96 - 97 — »iudlllf Nahn in Kronenwähr. steuerfr. (bin. Et.) . . 4"/« 9« 05 97 ol> «orarlberaer «ahn. stfr., 4«« und 2000 Kronen . . 4°/„ 9s - —-— Hu Hla/„ .... 432 - 436 -detto Nalzburg-Ilrol 200 fl, ij. W. S. 5"/„ . . . .424'-428 Ü0 «kremstal-Nahn 200 ». 2000 Kr. 4°/°.........193 —iftb- Geld Ware P»« zwlltt ZU! Zahlung Uitl» no»«enl lisenbnhN'Pllolttät«- Gbligatlonl». Nühm. Westbahn. Em. I895. 400. 2000 u, 10.000 Kl, 4"/n 9670 97 70 TlisabethVahn 600 ,i. 3000 M. 4 ab 1«"/„......116 80>i7s0 Elifabeth Vahn 400 u. 2000 M, 4"/„........lie ?5< 17 75 Ferdinands-Norbbahn Em. 188« 97 50 9« 50 dettll Em. 1904 97-10 98 !« Franz Ioseph-Nahn lim 1884 Galizische Karl Ludwig-Nahn (biu. St,) Silb. 4"/„. . . 9« - 97 — Ung.-gallz. Nahn 200 fl. S, 5°/n lO4 50 >0b 5« detto 400 u. 5000 kr. 3>/l"^ «8 50 885« Vorarlberger Nahn Em. 1884 (div. St.) Sllb. 4»/„ . . 96 7b 97 7l Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/n ung. Vllldrente per Kasse . 113-«0>14 — 4°/n betto per Ultimo 113-70 /,'/<> detto per Kasse 831» «3 3d Ungar. Prämien.Unl. ü. 100 fl. 20- 2b M<; 7« dettll i^ 50 fl 202 2b 206 75 Theih-Reg.-Lole 4"/„ . . . .145-149— 4"/» ungar. Grunbentl.-Oblig. 93 45 94 4« 4"/n lroat. u. slav. Grdentl.-Obl. 94 Ub 9b 3l Andere öffentliche Nnlehen. Vosn, Lanbes-Änl. (dlu.) 4«/„ 93'l<0 94 8l Nosn.-herceg, Visenb. -Landes- «nlehen (dw.> 4>/,"/<, . . 99 «5 l00 il 5"/„ Tonau-Neg,-Nnleihe 1878 103-20 —-- Wiener Verlchrs-Anl. . . 4"/„ 96 4« 97 4« detto 1900 4"/» 9s'4O S7'4« «nlehen der Etadt Wien . , ica 90>0l-9« detto (S. ober E.) 1874 1L<) 8N >2< »0 dctto (1894).....93 «<» 94 6« betto (Gas) u. I, 1888 . 96-30 97'3!' detto lLleltr.) v, 1.190N 95 Sb »u !>l detto lI»V..A.)v,I.1902 97' 97 üc Norsebau-Nnlehen verlost». 4"/„ S7- 98 - Russische Ttaatsanl. u. I. lW« f. 100 Kr. p. K. . . 5°/n »9 45 U9 95 dctto per Ultimo . . 5»/o 99'35 99 «l Vulg, Staats-Hypothekar Anl. ,«92......6«/„ <2L 5i0 !234c Geld Ware Nulg. Staat« - Goldanleihe 1907 f. 100 Kr. . . 4>/,»/„ 92'7d 9ü 75 Pfandbriefe ufw. N°dcnli.,llllg.üst. l.5NI.vl.4«/„ 95-30 96-- Nöhm. Hypothelenb. Verl. 4°/,, 97-80 9d-80 Zentrlll-Nob.-Kieb.-Nl., üsterr., 45 I, verl.....4>/,«,n 10150 102-5» betto «5 I. uerl. . . . 4°/« 97'2l> 9«-25 it red.-Inst., üstcrr., f.Verl.-Unt. u. öffentl. Arb. ttat. ä.4"/„ 9540 96-40 Lanbesb, b. Kün. Galizien und Lodom. 57»/, I. rückz. 4"/» 94 »0 «b'3O Mähr. Hypothelenb. verl, 4"/„ 96 40 9? 4N Üi.-ästerr, Landes-Hyp.-Unst. 4"/» 9?-5<, 9«-l>0 detto inll. li«/„ Pr. verl. 3>/,"/° «»50 «» 50 detto K.-Schuldsch. verl. 3'/,"/° 8850 89-50 detto verl......4"/° 97- - 9U- Östcrr.imgar. Van! 50 Jahre vcrl. 4"/„ ü. W..... 9k«-5>o 10 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. jbsterr. Nordwcstb. 200fl. S. . i04Lü :o5-2b Ltaatsbahn 500 Fr..... 402 - 4« 5"/n Donau Negul,-Lose 10« fl 2»?-- 273- Serb. Präm.-Anl.p. INO Fr. 2"/< 94 5» 100 50 ssnntrzw«licht ssoll. Nudap.-Nastlila (Dombau) 5 fl, 21 30 «3-30 Kreditlose 100 fl...... 500-- 5<0 — Clary-Lose 40 fl, KM, . . . 15»'-- <6!> - Ösen« Lose 40 fl...... 2!3-- 22,'!-- PalssU, Lose 40 sl. KM. . . . 21»-- 22« «oten Kreuz, üst. Ges. v. 10 fl. 51 "75 55 75 Roten Kreuz, ung. Vef. v. 5 fl, 30-50 »! 50 Mudolf-Llise 10 fl...... 67-5» 73-5» Salm Lose 4« fl. KM. . . . 254 5» 2L4 50 Türl. >75 Weld Ware Wiener Komm.-Lose v. I. 1874 b'«4-— 534 — Gew.-Sch. d. »"/„ Präm.-Schuld d. Nobenlr.-Anst. Vm, 188» 8l-- 85-— Aktien. fllln»Pllrl»zlnttM»hmnngln. Äussig-Tepliher Eisenb. 500 fl, 2370'- 2402 - Böhmische «ordbahn 15« sl. , 408-— 4>0 20 Guschtichrad« Eisb, 500 fl, KM, 2««,> - 2920'— dettll Nil. «) 200 fl. per Ult, 1»30- 1040 -Donau - Tampslchiffahrts > Gcs,, 1.. l, l, priv.. 500 sl, KM, ?3?-— 9»2- Dur, Nobenbacher «t.-N, 400 Kr. 558-— 5«8 - Ferbinandö-Norbb. I000sl,KM, 5430'- 5470^ Naschan - Oderberger Visenbahn 200 sl. S....... 361'«0 365 60 Lemb.- Eisenbahn- Gesellschaft, 200 sl, O, , . 563^ 5«?'- <^lut,d, Ust., Trieft, 500 fl., KM. 448- 4.'<2- Östrrr. Norbwestbahn 20« fl. E. 463 — 465 — dctto (M.l!) 200 fl, E.p. Ult. 463-- 465- Prag-DulerEisenb, 100fl,abgst, LL5-— 22l> — Ztaatscijenb, 200 fl, S, per Ult. 72«! 80 727 80 Südbahn 200 fl, Silber per Ult. l10'-. 111--Tüdnorbdeutsche Vcrbiubuugsb. 200fl, KM...... 406— 407 50 Transport-Ges., inlern., »l.-G. 200 Kr........ 88 - 92 — Ungar. Wcstbahn (Raab-Graz) 200 fl. S....... 408-- 412- Wr. Lolalb.-NMen-Ves. 200 fl. 180 — 220- Nanlen. ^Inglll-Österr. Nanl, 120sl. . 30125 3»2 25 Äanluerein, Wiener per Kasse —- ~ '- detto per Ultimo 52750 528'5» Vodelilr,-Anst. Sst., 300 Kr. . H03-- UN?-- ijentr.-Nllb.-ttrebbl. öst,, 200fl. b?0- 58N--Nrebitanstllll für Handel und Gewerbe, 320 Kr., per Kasse - - - — — bettn per Ultimo 638 75 «39 75 Kreditbank, ung. allg., 200 fl. 74» — 750 — Depositenbank, allg., 200 fl. . 455'-- 45s - Eslllmvtc - Gesellschaft, nieder- österr., 400 Kr..... 603- «ce — Viro- u. Kassenverein, Wiener, 200 fl........ 456— 46050 Hypothekenbank, öst. 200 Kr. 5zlnltlneh»un>en. Naugesellsch., aNg. Vst., 100 fl. >?>'- >?4 — NnlxelKohlenbernb.-Ges. 1»0fl. 7i«'- 7!i4 — Vilenbahiwerlehis-Nnstalt, öst., 100 sl........ 4l4— 415 — ltisenbahnw.-lleihg., erste, loofl. 203— 2„4 «> „(tlbemiihl", Papierf. u. V.-G, 100 fl........ 192 — 106— ' Lalgo-Tarj. Steinkohlen 100 sl. 577- 580^ „Schlöglmuhl". Papiers.,200fl. 3-- 3«^'" „Schllbnlca", «.-V, f. Petrol.- Industrie, 500 Kr. , . . l«N - 4?«" ,.S!enrermühI^,Papicrf.l!,V.G. 440 - 44»' — Trifailer «uhlcnni,-G, 70 fl. . 2!»2- 2i»4 50 Turk. Illbaliegie-Wes, 200 Fr. per Kasse..... ' —'^ detto per Ultimo . . . »62- .^s ^ Wafseuf.-Wes,, österr., 100 fl. , 642-— s^s — Wr, Naunesellschaft, 100 sl. . , l6«-!>0 16«'— Wlcnerberge ^iegelf.-Alt.-Ves. 740— 745— Devisen. Kurze zlchlen nn> Dcheck«. Amsterdam....... 19852 ,!'8?>l De»tschc Nanlplätze , . , . ,17-45 !1?'65 Italienische Baulpläh,' . . , 94'70 »^«/' Lllüdou........ 239 9b' 24U-1» Pari«......... 95 20 u.'»" St. Petersburg...... 253 75 254 50 giirich und Basel..... 95 20 W40 Valuten. Dukaten........ 1134 1>'^ 20Fraulen-Stü3 190° 2»Marl Ltuclc...... 23-43 2» »3 Deutsche Reichsbaülnoten . . 117»? 117 b? Italienische Vaülüote» ... 94 60 94'sS Nubel-Nllten....... 2-53' 2'54 ^ von RentenTpirandbHcfcSI'prlorltaten, O jT^ q Psivat-Depots (Safe-Deposits) I Aktien, Losen etc.,JDevlsen und Valuten. •*>- ]3anic- und Wechslergeschäft "X" untcr eigenem VerichluB der Partei. I _________L^^V^j^j^Jiej^ujTg^_____ Laihach, StrltiirgaHH^.___________*^_____Verzlniung vnn BirclnH|ti Iw Ktwt>-