Laibacher Zeitung. ^ O». Samstag am 9. Juni F84». Politische Nachrichten Hcrn'gthum Sraiu Haibach, am 7. Juni. Es hat sich m letzter Zeit das Gerücht verbreitet, daß die Besatzung von Ofen gegen den Willcn des früheren Obercomman-danten Baron W el den auf Anordnung des Kriegsministeriums zurückgeblieben wäre. Mit dem tragischen Schicksale dieser heldenmüthigen Besatzung will man die Veränderungen im Obcrcommando der ungarischen Armee und im Kriegsministcrium in Verbindung bringen. Zur Widerlegung dieses Gerüchtes bringt die Abend.-Beilage zur Wiener-Zeitung vom 5. d. M. folgenden Artikel: »Als F. Z. M. Freiherr von Weldcn die Kunde vom Falle der Festung Ofen erhielt, soll er geäußert haben: »»Ich wasche mcineHändc, ich habe es vorher gesagt.«« Es soll nämlich die Besatzung in Ofen gegen seinen Willen und über Auftrag des Kriegs-Ministeriums zurückgeblieben seyn.« Wir müssen es dahin gestellt seyn lassen, ob Baron Melden eine solche 'Aeußerung wirklich gethan; allein es wäre immerhin möglich, daß der Herr Fcldzeugmeister bei dem beschlossenen Abzüge der k. k. Armee von Pesth auch das an sich nur wenig haltbare Ofen zu räumen Willens gewesen seyn konnte. — Daß auf eine so wichtige Entscheidung Gegenvorstellungen derjenigen Ossicicre, die Varon Welden in dieser Frage gehört haben mochte (und wir sind sehr geneigt, den tapferen General Hentzi selbst, dssen Werk die möglichste Herstellung der äußerst mangelhasten Befestigung von Ofen war, unter diesen Ofsiciercn zu vermuthen), nicht ohne Einfluß geblieben ftyn dürften, erscheint uns -der notorischen Sclbststä'ndigkcit desFeldzcugmcistcrs in Urtheil und Entschluß ganz unbeschadet — cben keine zu gewagte Annahme. So viel glauben wir indeß jedenfalls verbürgen zu können, daß das Kriegsministerium, so sehr es auch darauf bedacht ist, für die möglichste Verstärkung und thunlichste Befriedigung der materiellen Bedürfnisse aller im Felde stehenden k. k. Heere . zu sorgen, sich dock jeder Einmischung in Operationen und Dispositionen sorgfältig enthält. Diese zu ermessen, ist Sache der Obercomman-danten, welchen von Sr. Majestät dem Kaiser die erforderlichen ausgedehnten Vollmachten hiezu eingeräumt sind. Da nun die Behauptung oder Räumung eines ^ festen Punctes ein wesentliches Moment der den Operationen zu Grunde liegenden strategischen Combinationen ist, die nur vom Feldherrn ausgehen ""'""' s° kann auch der Alifttag zur Räumung oder «Lelassung einer Besatzung in Ofen, wie die, Zeitungsnotiz, welche wir hier besprechen, vermeint — vom Knegsministerium nicht ertheilt worden seyn. Wir glauben, diese Berichtigung dem patno-z tischen AullM schuldig zu sty„, ,^t welchem die so schmerzliche Katastrophe des Falles von Ofen all-gemein betrauert wlrd, der übrigens auch sicher noch lange nicht erfolgt wäre, h^te ihn nicht der schändlichste Verrath zu Stande gebracht — indem die Vertheidigungsmittcl, so wie die Tapferkeit der Garnison unter ihrem hcldenmüthigen Führer noch manchem ehrlichen Angrisse widerstanden haben würden. Laib ach, am 8. Juni. Die Erwartung des Fcldmarschalls Nadetzky am 6. d. M. war eine vergebliche, und bcruhete, wie es den Anschein hat, auf einem bloß ausgesprengten Gerüchte. Der Feld-marschall hat sich, Zeitungsnachrichten zu Folge, von Mestre zurück nach Verona begeben. W i e u Wien, 6. Juni. Sc. Majestät der Kaiser haben folgende allerhöchste Handschreiben zu erlassen geruhet: Lieber Freiherr v. Cordon! Die von Ihnen angesuchte Enthebung von der Stelle eines Kriegsministers ist in Ihrem dießfälli-gen Gesuche vom I. l. M. so richtig begründet, daß Ich nicht umhin kann, diesem Ihrem Wunsche zu willfahren . dem zu Folge ernenne Ich den Feld-marschall - Lieutenant Grafen Gyulai zum Kriegs Minister. Indem Ich Ihnen hiermit für die während der Dauer Ihrer Verwaltung des Kriegswesens geleisteten Dienste Meine volle Zufriedenheit bezeuge, drücke Ich zugleich die Hoffnung aus, daß die Herstellung Ihrer Gesundheit Sic recht bald wieder in den Stand setzen möge, dem Vaterland«: und Mei-w.m Hause Ihre volle Thätigkeit zu widmen. Schönbrunn, am 2. Juni 1849. Franz Joseph i». p. F. Schwarzenberg m. ,,. Lieber Graf Gyulai! Ich finde Mich bewogen, Sie an die Stelle des Kriegsministers Feldmarschall-Lieutenants Freiherrn v. Cordon, dessen Dienstesresignation Ich in Gnaden angenommen habe, zu Meinem Kriegs, minister zu erncnnen. Sie haben ungesäumt den Ihnen übertragenen Posten anzutreten, und Ich theile Ihnen im Anschlüsse die Abschrift Meines gleichzeitig an Ihren Amtsvorfahrer erlassenen Handschreibens mit. Schönbrunn, am 2. Juni 1849. Franz Joseph m. p. F. Schwärzend erg m. p. Lieber Graf Gyulai! Die von Ihnen unter den schwierigsten Verhältnissen während beinahe 2 Jahren im Küstenlande geleisteten Dienste haben Meine volle Zufriedenheit erworben. Sie haben bei dem Ausbruche des Krieges, mit vcrhaltmßmäßig sehr geringen Mitteln, die Ihnen anvertrauten Landestheile in Vcrtheidigungssiand zu sehen, und die feindlichen Angriffe mit eben so viel Umsicht als Entschlossenheit abzuwehren gewußt. ! Als Mein Herr Oheim, Se. Majestät Kaiser Ferdinand, Sich durch die eingetretenen Umstände! veranlaßt fand, auch die Civil-Verwaltung in Ihre Hände zu legen, haben Sie dieselbe, in jeder Beziehung, zum Besten des Ihrer Sorge an-vertrauten Kronlandes geleitet, und in einer bewegten Zeit die Ruhe und gesetzliche Ordnung aufrecht erhalten. Um Ihnen einen Beweis Meiner vollen Anerkennung Ihres ersprießlichen Wirkens zu grbcn, verleihe Ich Ihnen das Großkreuz Meines Leopold-Ordens , mit Nachsicht der Tare. Schönbrunn, am 2. Juni 1849. Franz Joseph m z». F. Schwarzenberg m. p. Wien, I. Juni. Der Ministerrath Freiherr von Geringer ist zum Leiter der Civiladministration in Ungarn ernannt worden. Dieser ausgezeichnete Beamte ist von Geburt ein Siebenbürger; er war früher Gcneralconsul in Constantinopel, und später mit einer diplomatischen Function in Frankfurt betraut. Eine der Hauptqualisicationrn für jenes wichtige Amt ist die Unparteilichkeit seines Inhabers , und diese wäre schwer von einem ungarischen Parteimann zu erwarten gewesen. Wir dürfen hoffen, daß diese Ernennung zur Pacification Ungarns viel beitragen wird. Ocstrrrcichischcs Küllruland. ll!. Trieft, 7. Juni. (Correspondent) ^ Heute srüh erblickten wir auf unserer Rhede die Kriegsfregatte „Bellona,« welche auf acht Tage Hieher gekommen ist, um sich mit dem nöthigen Proviant zu versehen. Nach den Mittheilungen, welche ich von mehreren Officieren derselben erhalten , findet das letzthin gemeldete Gerücht von der Einnahme der Feste Brondolo und von der freiwilligen Unterwerfung Chioggia's leider nicht die so sehr ersehnte Bestätigung. Die Angriffs-Operationen gegen Venedig werden durch den Umstand verzögert, daß erst das schwerere Geschütz von Mal, gbcra aus an Ort und Stelle herüber geschafft werden muß. Auch die Bellona wiid so viele Pair-Hans aufnehmen, als hierorts nur disponibel sind. Somit sehen wir unsere, durch tausend Wetten ge. würzte Hoffnung, Venedig von den Oesterreichern besetzt zu wissen, abermals aufweliigstens vierzehn Tage hinausgeschoben. Doch wurde vor wenigen Tagen ein unbedeutendes Fort nächst Chioggia mit wenigen Landungstruppen im Sturme genommen. Alle übrigen Gerüchte, daß unfere Schiffe bedeutenden Schaden erlitten hatten, sind nach dcm Geständnisse glaubwürdiger Männer böswillige Lügen. Gestern Abends ist der Dampfer „Tricstc" eingetroffen , und brachte uns den verehrten Commandanten Dahlrup. Der Agio-Handel hat sich seit einigen Wochen sogar auf die Scheidemünze ausgedehnt, und diese dadurch dem Marktverkehre der arbeitenden Classe entzogen. Um eine Ahhilse abzutrotzen, haben sich demnach die Fachini und Floßarbeitcr — denen von einigen Umsturzmännern der Weg der Selbsthilfe als der wirksamste angerathen worden — am letztvergangenen Montage zu arbeiten geweigert, wenn ihnen nicht der Lohn zum Theile in klingender Münze oder, falls im Papiergelde, mit Einrechnung des Agio gezahlt würde. Die Behörde hat ohne Aufschub mittelst öffentlicher Kundmachung den Agio-Handel mit der Scheidemünze durch Androhung angemessener Strafen verpönt, und sonst noch andere Mittel getroffen, um den gerechten Beschwerden des Volkes zu entsprechen. 344 Dagegen wurden einige Führer alls' den Schloß-berg geführt, um vor das Kriegsgericht gestellt zu werden. — In dieser Beziehung müssen wir dem gegenwärtigen Landescommandanten, Generalmajor Standeisky, welcher nach so eben eingelangten Nachrichten in der definitiven Eigenschaft eines Militär - und Civil-Gouverneurs in unserer Mitte bleiben soll, einerseits die größte Energie zuerkennen, während er sich andererseits zu dem Grundsätze thatsächlich bekennt, der Staat gebe nur dann ein Recht, den Bürgern die Selbsthilfe zu verbieten , wenn er selbst nach der ihm übertragenen Pflicht hilft. Gestern haben bereits sämmtliche Fachini wieder gearbeitet; die Floßarbeiter dagegen warten die Erledigung eines an den Generalmajor Standeisky gesandten Gcsucks ab, erlauben sich jedoch nicht die geringste Störung der öffentlichen Ruhe. C r o tt t i e n. Agram. Der hiesige leitende Comitatsaus-schuß beschloß an Se. Excellenz den Ban einc Vorstellung wegen zweckmäßigerer Umarbeitung der mit so großer Unzufriedenheit aufgenommenen provis. Preßverordnung zu richten. Zugleich wurde eine Commission gewählt, um di« Mangel dieser Verordnung zu motiviren, welches Gutachten sodann der Vorstellung beigelegt werden wird. Lombard. Venet»am>ches Königreich. Verona, 1. Juni. Se. Ercellenz der Herr Feldmarschall Graf Nadetzky ist beute gegen i Uhr Mittags von Mestre im besten Wohlseyn wieder hierher zurückgekehrt. Zu dieser Fahrt wurde Seiner Ercellenz von der hiesigen Eisenbahn-Direction ein eigener Train, sowohl für die Strecke von Mestre nach Vicrnza, als auck von dieser Stadt bis nach Verona zur Verfügung gestellt, nachdem in den jüngstversiossenen Tagen die Arbtiten so weit gediehen waren, daß kürzlich die erste Probefahrt auf letztgenannter Strecke hatte Statt finden können. Mit dem Herrn Feldmarschall trafen auch Se. königliche Hoheit der Herr Herzog von Parma und durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Albrecht, Wilhelm und Leopold hier ein, und wurden auf dem Eisenbahnhofe unter Zusammenfluß eines zahlreichen Publikums von den hierortigen Militär- und Civil-Behörden ehrfurchtsvoll empfangen. Herr Minister Ritter v. Brück soU in Mestre zurückgeblieben seyn, und es wurde an ihn ein aus Venedig, beim Ab-gangc des Herrn Fcldmarschalls, alldort erschienener Parlamentär gewiesen. (Presse.) Kriegsschauplatz aus Ungarn. Preßdurg, 30. Mai. Die Cholera wüthet fort. In 24 Stunden sind in einem Hause 8 Menschen hingerafft worden, darunter eine ganze Familie. Auch im Lager droht die Seuche einzureißen. Die Waaggegend ist jetzt vollkommen ruhig, der Strom ist frei und Schiffe und Flöße können ungefährdet passiren. Neutra ist von den Insurgenten besetzt. Im Trenciner Comitat hatte das Vogel'sche Corps und die Brigade Benedek eine Schlacht zu bestehen. Unsere Truppen haben ihre Vorposten bis Nyaros in der Schütt vorgeschoben. Preß bürg, 3. Juni. Nun sind die Russen endlich da. Voreilige Berichte aus manchen Gegenden von dem erfolgten Einmärsche dieser Hilfs^ truppen wurden später widerrufen und als unwahr erklärt; ich kann Ihnen aber als Augenzeuge mit Bestimmtheit sagen, daß eine sehr große Anzahl russisch-polnischer Truppen, Infanterie, Cavallerie mit sehr vielem Geschütz, von Tyrnau und Cziffer kommend, auf die sogenannte Sauhaide (eine Viertelstunde von der Stadt entfernt) ihr Lager aufgeschlagen hat. Viele Neugierige gehen hinaus, um die neuen Ankömmlinge zu bewundern; Marketenderinen gehen zur Stadt, um ihre Flaschen und Fäßchen zu füllen, lange Wagenreihen befördern Proviant hinaus. Einzelne Soldaten zeigen sich schon, um Nöthiges einzukaufen, und wechseln Pa- pier - und Silderrubeln für österreichische Scheidemünze ein. Weder die Zahl der Mannschaft, noch der Ort ihrer nächsten Bestimmung kann genau angegeben werden, aber es ist wahrscheinlich, daß sich dieser Truppenkörper dem im Naaber Comitate zur Kriegsoperation bestimmten Heerestheile anschließen wird. Man spricht hier allgemein von einem, nächster Tage sicher erfolgenden harten Kampfe bei Hochstraß. Zu diesem Zwecke sind gestern Mittag in diese Gegend sieben Bataillone Infanterie, worunter Jäger und zwei Bataillone Cavallerie mit 48 Kanonen und 16 Bombenkesseln, von hier und der Umgebung abgegangen, vier Bataillone die stündlich erwartet werden, sind ebenfalls dahin beordert. Die Soldaten sind kampflustig, und müde des ewigen Bivouacquirens, brennen sie vor Begierde unter der energischen Anleitung des neuen Commandanten sich endlich wieder mit dem Feinde zu messen. Einem on - ec ist der aus Wien bekannte Hauk, früher Offizier in der k. k. Armee; zu Panöova Oberst Kollmann. Temcävar soll bom-bardirt werden, und F. M. L. Rukavina den ihn um die Schonung der schönen Stadt bittenden Bürgern geantwortet haben, daß eher das Tuch in der eigenen Tasche brennen, als die Stadt capituliren werde. (Agr. Z.) Unser Correspondent vom Fruschkagebirge, sagt die »Presse« vom 5. Juni, berichtet unterm «0. Mai über die am 23. und 24. Mai im Bezirke des (.'aikistenbataillons vorgefallenen Treffen: »Am 23. und 24. Mai vernahm man aus dem «.'aiiistcnbataillon eine heftige Kanonade, welche in den Schluchten des sirmischen Kalkgebirges don.-ncrnd widerhallte, und am 25. Mai brachte der von Knicanin abgesendete wackere Stratimoroviö ins Kamenitzer Lager die Nachricht, daß die Ma-gyarcn bei Vilovo auf's Haupt geschlagen und zersprengt wurden. Perczel hatte siine ganze Macht auf jenem Punct zusammengezogen, um sich im ^aitistcnbataillon eine feste Position zu sichern und der Südarmec den Donauübergang streitig zu machen. Der Kampf war blutig und der Erfolg schwankte lange, bis sich am zweiten Tage der Sieg für uns entschied und der Feind mit Zurücklassung mehrerer Kanonen, vieler Todten und Gefangenen in völliger Auflösung die Flucht ergriff. Der Kampf stand mit dem Gefechte bei Kamcnic und Karlowic im Zusammenhange. Denn um die Aufmerksamkeit der Festung zu theilen und den Uedergang zweier Brigaden bei Karlowic zu erleichtern, gab Generalmajor Mamula den Befehl, von der Kamenicer Seite die starken feindlichen Vorposten in die Festung zu werfen und die gegenüberstehende Ncdoute zu nehmen. Nach Mitternacht erfolgte der Angriff, den ein sehr lebhaftes Kanonen- und Gcwehrfcuer begleitete. Inzwischen waren auch die Peterwardeiner von Karlovic gegen die Mcierhöfc vorgedrungen, steckten die Vorstadt in Brand und führten 2 feindliche Kanonen sammt Bespannung weg. Am 25. Mai kam der Ban nach Kamcnic und besichtigte die Nerschanzungen. Beim Kamcnicer Ausfalle verloren die Feinde fünf Kanonen. — Der Mangel an Aerzten, während täglich im Durchschnitt 40 Mann als Opfer der Cholera fallen, ist sehr niederschlagend. In Essegg wurde ein Privatmann aus Mohacs verhaftet, weil er die Nachricht verbreitete, daß am 22. die Festung Ofen durch Verrath des Bataillons Cecco-ftieri gefallen sey , und ins Hauptquartier der Südarmee escortirt. Die Nuhe und Sicherheit des Gefangenen ließen die Wahrheit der Aussage befürchten.« Endlich geht uns aus zuverlässiger Hand als »Neuestes« die in fliegender Eile geschriebene Nachricht zu, Oberst Halavanya, Quabrigadier bei der Südarmee, habe in einem Briefe nach V. geschrieben, daß die Magyaren unter Pcrczcl vollkommen geschlagen worden seyen und 8000 Mann an Gefangenen verloren hätten. M ä h r e n. Brunn, 31. Mai. Gestern fand eine Ausschuß-Sitzuug des »Nationalvcreines des heil. Cyrill und Mcthud« in Gegenwart des k. k. Gubernial-rathes und Polizeidircctors, Herrn Born, Statt. Die Behörde sieht diesen Verein, der sich die Volksbildung durch Herausgabe von Büchern, Zeitschriften ?c., durch Unterstützung von Bibliotheken und wissenschaftlichen Sammlungen zum Ziele gesetzt hat, als einen politischen an, weil, wie es in der Zuschrift an denselben heißt, die als Zweck des Vereines erklärte Volksbildung im Allgemeinen auch die Belehrung über politische Gegenstände umfaßt« und gab demselben als solchen dab Zugeständnis zum Fortbestehen. Der Ausschuß beschloß einen Recurs an das Ministerium gegen diese Auffassung, da der Natio-nalvercin als ein humanitärer und literariftber wirken will und in diesem Sinne seine Statuten ent worsen und angenommen hat. Die Discussion über die Fassung des Recurses wurde ziemlich lange geführt ; vorzüglich glaubte man hervorheben zu müssen, daß dem Nationalvereine die Merkmale einer politischen Association fehlen, indem er z. B. nicht irgend eine politische Partei repräsentire und deren Zweck verfolge, sondern in sich die Individuen einer jeden politischen Ueberzeugung vereinigen könne. Man wies mit einigem Nachdrucke auch darauf hin, daß die Regierung, besonders in den jetzigen Verhältnissen, gewiß ein auch politisch aufgeklärtes und gebildetes Volk wünsche. Der Cafsier des Vereines, Dr. Prazak, gab Aufschluß über den Stand des Vermögens. Der Verein hat 1135 fl. 38 kr. C. M. im Barcn, welche von 129 Theilnchmern eingezahlt wurden und zählt im Ganzen bis nun 245 Mitglieder. Den Verhandlungen wohnte Herr Palacly als Gast bei; ebenso nahmen mehrere Vaterlandsfreunde an denselben als Zuhörer Theil. Deutschland. Hamburg, 2. Juni. Die jetzt in Berlin eröffneten Friedensconferenzcn, welche für die später in London zu haltenden als Vorbereitung dienen sollen, werden p reu ßi scher sei ts von dem Herrn von Schleinitz, preußischen Gesandten in Hannover, dä-nischcrseits von dem Kammerherrn von Rcedtz geführt, der durch die Malmöer Convention hinreichend bekannt ist. Dänemark bringt dießmal die früher von ihm entschieden verworfene Theilung Schleswigs (mittelst einer von Flensburg nach Hu-sum zu ziehenden Dcmarcationslinic), sür welche sich gleich Anfangs das englische Cabinet ausgesprochen hatte, in Vorschlag; Preußen aber besteht, wie es heißt, dießmal auf der Einverleibung des ganzen Schleswig in den Nundesstaat; wogegen dem König von Dänemark das Zugeständniß der Personalunion Schleswig-Holsteins und Dänemarks entweder für immer, oder so lange in dem letztern die männliche Linie der gegenwärtigen Dynastie herrscht, gemacht werden soll. Es wird außerordentliche Anstrengung kosten, Dänemark für diese preußischen Vorschläge, gegen welche sich das National-grfühl sträubt, und deren Ausführung dem Stock-dänen als Selbstvernichtung erscheint, zu gewinnen. Wiederum ist aber auch eine Theilung Schleswigs jetzt, nach dessen weiter fortgcschntt^iler Germani-sirung, unmöglich. In Hadersleben wollte man bereits wissen, daß ein am 28. Mai dort durchgekommener Courier dem General Prittwitz den Befehl bringe, den Krieg auf die nachdrücklichste Weise fortzusetzen, da die von Seiten Dänemarks vorgeschlagenen Bedingungen gänzlich verworfen seyen. Wir glauben, bevor wir nicht mit Augen sehen, nicht an eine nachdrückliche Fortsetzung des Krieges, so wenig wie daran, daß Preußen trotz der Drohungen Rußlands und Frankreichs »die Rechte der Herzogthümer vollständig zu wahren" Willens sey, wie der »Kölner-und der Hannover'schen Zeitung« jetzt aus Berlin geschrieben wird. Was die Drohung Frankreichs betrifft, so hat am letzten Sonnabend Herr de Lürde dem Grafen Brandenburg zwei Schreiben des Herrn Droyn de 3'Huys mitgetheilt, von denen das eine erklärt, »daß das französische Gouvernement die verlängerte Occupation Iütlands kraft der Verträge, durch welche Frankreich dem König von Dänemark seine Besitzungen garantirt habe, nicht dulden könne.« Eine eigentliche Drohung ist nicht ausgesprochen, 34« wird auch schwerlich erfolgen und ganz gewiß unausgeführt bleiben. Kaiserslautern, I. Juni. Die „Rh. und Mos. Ztg.,« ein Organ der extremsten Partei, schreibt: Die Civilcommissare entwickeln eine immer energischere Thätigkeit. Im Anfange hatte man sich in Bezug auf einige Persönlichkeiten vergriffen. Jetzt sind an die Stelle der ängstlichen, bedenklichen Leute entschlossene, revolutionäre Charaktere gesetzt worden, welche, wie es auch kommen möge, ihrer schwierigen Aufgabe genügen werden. Einer dieser Civil-Commissäre ist der Rcichstagsabgeordnete Erbe aus Sachsen--Altenburg. Ihm ist der Bezirk Germers-hcim zugewiesen, der ein um so klügeres, entschie-dcneres Auftreten verlangt, als er von den beiden feindlichen Festungen Landau und Germershcim be. herrscht ist. Um das von Germersheim aus bedrohte Speier zu decken, ist die dortige pfälzische Garnison durch ein Bataillon badischer Infanterie, eine Abtheilung badischer Kavallerie und 2 Kanonen verstärkt worden. Deßgleichen sind am 28. v. M. Nachmittags 2 Uhr 400« Mann badischer Truppen mit 3 Batterien Artillerie nach Worms aufgebrochen, um diese Stadt den Hessen zum zweiten Male abzunehmen und dann weiter nach Darmstadt zu rücken. Zur gemeinsamen . eitung der militärischen, finanziellen und allgemeinen politischen Angelegenheiten Badens und der Pfalz wird von den beiden Ländern eine Centralregierung eingesetzt, welche in Mannheim ihren Sitz hat und aus drei Personen besteht. Die Pfalz stellt 1, Baden 2 Mitglieder zu diesem Triumvirat. Carlsruhe. Dem Nürnberger Correspon-denten wird über die Badener Zustände von der badisch.-hessischen Gränze geschrieben: In Baden besteht thatsächlich, wenn auch noch nicht dem Namen nach, «ine socialistisch-dcmocratische Republik. Ueber den Ausgang, welchen die Wahlen zur con-stituirenden Versammlung am 3. Juni nehmen dürften, ist indeß die socialistisch-democratize Republik in einige Besorgniß gerathen; sie hält ihre Plane für gefährdet, denn die Stimmung und Ueberzeugung der großen Majorität der Bevölkerung ist keineswegs zu Gunsten der rothen Projectc; einige Führer dringen deßhalb, wie verlautet, darauf, daß die socialistisch-democratische Republik noch vordem Zusammentritte der constituirendcn Versammlung ausgerufen werde; man würde sich dann auf die Kraft der »vollendeten Thatsache« verlassen, so wie auf die Prä'torianer, die man jetzt in Carlsruhe organisirt. Den Kern dieser Schaarcn bildet die deutsch-polnische Legion, welche nunmehr in der Hauptstadt Badens ihr Hauptquartier aufgeschlagen hat, und deren Fahnen die Inschrift tragen: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Wohlstand für Alle! Der Wohlstand in Baden dürfte freilich, wenn es so fortgeht, bald nur noch für die socialistischen Republikaner, welche sich aller Stellen und Commando's bemächtigen, und vornehmlich für die zahlreichen polnischen und französischen Eindringlinge vorhanden seyn, die sich in immer größeren Haufen einsinden, um das badische Volk zum Kampfe für die deutsche Reichsverfassung zu führen! Noch niemals hat eine Partei einen größeren Mißbrauch mit einer ihr durchaus fremden Fahne getrieben ! Es verbreitet sich das Gerücht, am 28. oder 29. Mai werde man in Carlsruhe endlich die Maske ganz abwerfen und ein französisch-polnisch, deutscher rother Congreß der Welt und zunächst dem badischen und rheinbaierischen Volke die Lehren des Socialismus als Gesetz, vor dem sich Alles zu beugen habe, in allerhöchster Machtvollkommenheit de-cretiren ; man wird zwar nicht die Anerkennung der französischen Republik haben, doch hat man schon die Anerkennung Ledru-Nollin's und Kossuth's in der Tasche. Ob aber diese Diplome mächtig genug seyn werden, die starken deutschen Heere zurückzuweisen, welche sich diesen äußersten Gränzmarken Deutschlands nähern, um die Einheit und Freiheit der deutschen Nation gegen jede Anmaßung einer fremden Einmischung zu schützen? Die Probe bei Laudenbach läßt das wenig erwarten. — Den Freischaaren in Rheinbaiern scheint die Zeit lang zu werden; sie suchen sie sich durch kleine Ausflüge zu vertreiben. Gestern Abend kam, wie man hört, eine Colonne Freischärler von Ludwigshafen nach Worms und schickte ihre Plänklcr sogar bis Dsthofen; doch sollen sie keineswegs Lust haben, die in Oppenheim stehenden preußischen Truppen anzugreifen. Sie werden sich wahrscheinlich darauf beschränken, in Worms zu wiederholen, was sie vor einigen Tagen schon dort gethan; da erschien nämlich Nachts 2 Uhr eine 1800 Mann starke Frcischärlercolonne, nahm Quartier bei den Einwohnern und zog am Morgen wieder in die Pfalz zurück, nachdem sie bei der städtischen Behörde ein »freiwilliges« Darlehen von 1200 fi. und bei einzelnen Notablen ebenfalls »freiwillige« Darlehen von je 400 fl. zum Besten der guten Sache erhoben hatte. Auch im Großherzog-thum Baden ist sjetzt die Einsammlung von „freiwilligen« patriotischen Gaben im Gange; so wurde Hr. Bassermann, Vater, in Mannheim veranlaßt, eine freiwillige Gabe von nur 2000 fi. auf den Altar des Vaterlandes niederzulegen. Die Sammlung wird sich wahrscheinlich noch öfter wiederholen, da man die Staatscassen schonen will. Heilig ist das Eigenthum — und die größte Ordnung herrscht in Warschau! Frankreich. Paris, 3l. Mai. Paris und die See sind nie ruhig. Gibt's keine Stürme, so wehen doch scharfe Winde, und ruhen die Winde, so fehlt es doch nie an Luftströmen, welche auf der Oberfläche des socialen politischen Lebens kreisen. Seit gcstern fühlt man sich wieder beklemmt, besonders ist es die Aristocratic der Börse, welcher das Athmen etwas schwer zu werden scheint; daher auch die Renten um 3 Percent sielen. Was ihnen das Herz so schwermacht, ist die Ernennung des Ministeriums. Dufaure will nun durchaus nicht eintreten, und Bugeaud soll nun allein ein Cabinet bilden. Der Stein des Anstoßes ist Changamier. Dufaure macht dessen Entfernung vom Truppencommando in Paris zur Bedingung seines Eintrittes, Bugeaud jedoch kann und wird hierin nicht willigen, denn Napoleon will und mag von Changarnier nicht lassen. Bugeaud soll gesagt haben : Dufaure hatte von mir den Mond verlangt, ich gab ihm denselben; sodann verlangte er von mir die Sonne, das war etwas schwerer, dennoch stand ich nicht an, sie ihm zu geben; dann hieß er die Sterne mitgehen. Ich hatte wohl Lust, sie ihm zu verweigern; doch ich wollte meinen guten Willen zeigen und willigte auch hier ein, aber der Unersättliche war noch immer nicht befriedigt, er wollte auch Gott den Vater haben. Das war etwas zu viel, und ich sagte ihm, er möge sich ihn selbst ho. len. Er hatte nämlich darein gewilligt, das Ministerium des Innern an Dufaure zu übertragen, Fal-lour fallen, Passy und Duclero ins Cabinet eintreten zu lassen, die Statthalterschaft von Algerien dem General Cavaignac zu übertragen; aber Dufaure verlangte noch, man solle anstatt Changarnier, La-moriciere zum Commandanten von Paris machen. Bugeaud ging weg und rief aus: Nein, nimmermehr, und somit hatte die Minister Combination ein Ende. Dufaure hat übrigens nicht sehr unrecht. Er wollte der Opposition ihr Schlachtroß entziehen. Changarnier ist dem Ministerium nicht minder eine schwere Last, als er dem Verge eine stets willkommene Handhabe zum Angriff ist. Erst gestern war er es wieder, durch den in der Kammer eine Scene herbeigeführt wurde, die, wenn sie unterblieben wäre, der Versammlung in den Augen dcs Volkes nur hatte nützen können. Man hatte nämlich das Com-mando über die Truppen in der Umgebung der Nationalversammlung, welches bisher dem Obristen Cauvin übertragen gewesen war, an den General Forrest übergeben; deßhalb wurde nun in der Kammer eine Interpellation gestellt. Der bisherige Quästor, General Lebreton, erklärte , dieß sey mit Bewilligung des Präsidenten, jedoch ohne sein Vorwissen geschehen, er habe auch sein Amt in die Hände des Präsidenten zurückgelegt. Die Linke fordert deßhalb Auskunft; die Rechte wollte den Uebergang zur Tagesordnung. Ledru-Rollin bestieg nun die Tribune, malte Changar-mer als den Bösen von jeher, behauptete, wenn man das angehen ließe, könne die Versammlung einst gesprengt werden; der Präsident war unvorsichtig genug, zu Ledru-Rollin zusagen: durch Ihre Commissäre wäre die Versammlung gesprengt worden. ^edru-Nollin eilt von der Tribune und ruft, die Tribune i'i nicht mehr frei. Die 4 Secretäre folgen ihm und verlassen das Bureau; der Tumult steigert sich, der Präsident bedeckt sich, die Sitzung wird ausgesetzt. Nach 20 Minuten beginnt sie wieder. Der Präsident läßt die 4 jüngsten Mitglieder nach den Secretären ins Bureau rufen, die i'inke pi-otestirt dagegen. Der Präsident nimmt sein Wort gegen Lcdm-Nollin zurück. Die frühern Secretäre wollen ihren Platz wieder einnehmen, die eben Gerufenen wollen nickt weichen. Neuer Streit, neuer Tumult, bis endlich Bugeaud und Ooilon Barrot die Sache beilegen. ' (Ost-D. P.) Telegraphischer (Tours »Bericht vom 8. Juni 184«). Dütt.lrr,!« tetto biUo „ k 71 Wi^n. Stadt.Hanco.Obl. zu 2 1,2 z>^t, (in LM,) 50 Vanl-Acti'n. pr. H<ück ,,05 in ü, M, Kais,rl, Münz. Ducat,,, 2g >j2 Percent, Fon»« und Actien. mit Ausnxdm» von Bank,Aci2 gemacht, Paris 145 ,^s, ... Wo!»- und BM>,l-Ag!o zi-mlich unvtranlilt. Triester Marltpreisliste der krainischcn Producte. l Gulden l Gattung. l-----------------------------> Anmerkung. > von l bis > Weizen .....v«.> Star 5'!. 6 Der Absatz betrug vom 26. Mai bis Kukuruz!^.....detto 4'.' Auszugmehl feinstes . . P«r Centner 9'^ 10 Mund"H"stinstes- .' ' .' delw 7'.,, ^ Der Absatz ist gering, doch in Kürze detto mittleres ..... detto 6'^ ? l em besserer zu hoffen. Semmelmehl.....d:tto 4 5 l Verleger: Ign. Al. Kletnmayr. — Verantwortlicher Nedacteur. Johann Hladnik. Anlianq zur Imöa4epSeitnna. K. O. Lotto.Nehungen. In Gral) am 6. Juni 1849: 74. 11. 7. 52 80, Die nächste Ziehung wild am 16. Juni 1849 in Gratz gehalten werden. In W'.'l, am 6 Juni 1^49: UN. «1 55 50 36. Die nächste Ziehung wird mn 16. Juni 1849 ln Wien gehalten werden. Fremden-Än,eige ' der hier Angekommenen und Abgereisten. Am 5. Juni l649. Hr. Felir Ritter v Panzera, Beamt.', nach Triest — Hc. Ios,ph Pleimeiß, HandelZmam,, „ach W,e». — Hr. Franz Grünl'aum, Banquier, ro» T>>,st nach Wie». — Hl-. Iohaiu, (Hollcalini, Besitzer, — u«d Hrau Theresia Gödel, geb. Graft" Coroeri, Consuls Oexiahlln; beide von Trieft nach C,lli. Am 6. Hr. Hei»,,ch Pelßer, Hal,delsma«ti; — Hr Wilhelm Elliot, Nattier, — li. Hr.Ctmard Reccouf, nordamerik. Bürger; alle 3 von Txest naä) Wien. — Hr. Igiiaz Bost, Handelsmann, nach Tr«est. — Hr. Anto» Ienko, t. k. Bez. Actuar , iwch Wien,—Frau Iosepha Rasim, Großhändlers-Witwe, von Wie,, nach Trie,?. Am 7. Hr. Marcus Morpurgo, Negoziant, — u. Hr. Veit Graf de Vil^lli Zelensky, t, r. w,rkl. Käm-merer und Gutsbesitzer; beide v>:n Wie» nach Triest. — Hr Joseph Poncel, k. k. Professor, vo>, Wien nach Görz.—, Hr. Alois Dendriuo, Negc»ji.nit,— u. Hr. ?Nois Karg, Handelsmann; beide von Triest nach Wien. — Frau Helene Gräfin OstrowSka, von T'iest nach Krakau. Vel'ieichniß der hier Verstorbenen. Den 2. Juni l 849. Barbara Doniimk, pens. KcmzleidieneiS. Tochter, alt 2i Jahre, im Cioil-Spical Nr. ,, a>u Ti)phus. — Dem Georg Plachter, Postillon, s.'in K'"d ?lma' lia, alt » Jahr, i>, der Capu^iner-Vorstadt Nr. 70, an Fralsen. — Dem Hrn. Johann Hinte> schweiger, Schuhmachermeister, sei« Kiud Filedrich, alc 5 Tage, in der Capuziner-Vorstadt Nr. »^, an der Mmid sperre. Den 3 Antonia Samatorschail, bürgerl ^acker-meisters'Tochter, alt 34 Jahre, >m Ci^ll Spnal Nr. i, an der Lungensuchc. Den ^. Der Helena Kerschü'chnik, pens. Kanzlei-dienerS» Witwe, ihr Kind Alois, alc 3 Jahre, in der Stadt Nr. 2»q, am Typhus. Den 5, Mana Gasperitz, Magd, alc 17 Jahre im Clvil- Spital Nr. », am Typhus De« 6. Andreas Meschcm, Hausbesitzer, alc 68 Jahre, m der Siadc Nr. bi, an der Lungenlah- »NlNg. Anmerkung. Im Monaie M^i lU^c) sind 63 Per-sonen gestorben. Im k. k. Militär- Spilal. A u> 2. In 1, i 1649. Anton Lanrich, gemeiner, ^rrestain voin Prinj Hohenlohe Ins. Regiment Nr. »7, alc 2^ Jahre, — m,o Ill.a Ieoaschlll, Gemeiner oom Romanen Ba, nacer ^,.anz - Reg. , alt 23 Jahre, be.de an der Lu„ aentuberculose. - Flanz Varamak, Gemnner vom Baron Fürstenwärther Inf. - Regiment 'Nr. 56, alt 32 Jahre, ai, der Wassersucht. Den 6. Machi^S Hullei), Oemeiner van, Groß-fü,st Michael Inf. «Regiment Nr. 37, all 2o Jahre, wurde ,odt überbracht. Äemtliche Verlautbarungen. Z. »MV (Y Nr. 1873. Kundmachung. Bei dem Hofpostamte in Wien ist eine Offlcialöstelle mit Ulw ft. und eine mit UW si., und für den Fall gradueller Vornickmig sind die Officialsstellen mit 7M», , 3 Martin Srimschcg Topoll « „ 4 Georg Schinkoutz Geräuth 92 „ 5 Andreas Kollar Oberplanina 110 „ Martin Pctrizh Untersccdorf 2 30 Andreas Weuzhizh Niederdorf 7'> 35 Georg Slabe Hothedcrschitz 4y ^ 3<; Anton Kunstek Grachovo 5i» ,> 37 Franz Wisiak Godevizh 12 18l9 38 Georg Kraschoutz Ullaka 12 „ 39 Lucas Obresa Seuscheg 9 40 Franz Ioscl Odlozhizl) 19 ^ 41 Anton Wa>th Laase g^ 42 Johann Wrenzhizh Gerauty 88 43 Martin Zhenzhur Iakobovitz zg ,g27 4^ Georg Baraga Grachovo 4^ z^z^ 45 Lucas Ierschan Scheraunitz Ift 4« Anton Martinzhizh Niedcrdorf ßl 1825 47 Franz Fllipin Unterloizh gtt 1823 48 Georg Lampe Slbersche 4 „ 49 Anton Kuzhar Oberplanina Iltt » 50 Mathias Skrabetz Bloschkapoliza 8 1822 51 Franz Krach Grachovo Iß 52 Jacob Ncsnoschnig Hothederschitz 63 ig^i 53 Joseph Martinzhizh Nicderdorf 81 54 Andreas Mekinda Hirknitz I44 ^20 55 Joseph Kraitz Grachovo 33 ^ 5« Martin Nock Märtcnsbach 13 1819 Bezirksobrigkeit Haasberg am 22. Mai 1849. 348 Z !Ul5. (Y Nr. 1«5tw. Edict. In der politischen Dcpositencasse des k, k. Bezirks - Commissariats Radmannsdorf sind folgende, allem Anscheine nach vom Diebstahle herrührende Sachen, als: 1 Rasiermesser, 1 Taschenmesser, 1 Regenschirm, 1 blaues Sacktuch und eine Barschaft von 2 si. 52 kr. in Verwahrung Derjenige, welchem derlei Gegenstände gestohlen wurden, hat sich binnen Jahresfrist hieramts zu melden und seine Eigenthumsrcchte darzuthun. — K. K. Bezirks - Commissariat Radmannsdorf am 30. Mai 1849. 3. «oil. (,) Nr. 1403. Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Oberlaibach wird hitmit bekannt gemacht: Man habe zur Vornahme der von dem k.k. Stadt-und Landrechte in Laidach, mit Bescheid vom 22. Mai l. I-, 3. 49(12, in dersxecutionssache des Herrn Joseph Erschen von Laibach, wider Herrn Joseph Novak, v»,!^l> Marga von Podpetscl), wegen schuldigen 470 si. 22 kr. e. ». e. bewilligten Feildirtung der, diesem gehörigen, laut des Schätzungsprotocolles vom >2 April 1849, Z. 787, auf 723 ft. 40 kr. bewertheten Fahrnisse, als: des Viehes, Heues, der Wirthschaftswä-gen, der Zimmer - und Hauseinrichtung, in Folge Zuschrift vom 22. Mai 1849, Z. 490^, drei Tagsatzun-gen, und zwar die erste auf2l,Iuni, die zweite auf den 3. Juli und dritte auf den 19. Juli l. I, allezeit Vormittag um 9 Uhr im Dorfe Podpctsch mit dem Beisatze angeordnet, daß die Pfandstücke bei der ersten und zweiten Tagsatzung uur um oder über den Schaz-zungswerth, bei der dritten aber auch unter demselben werden hintangegeben wecden. Oberlaibach den 2. Juni l849. 3. !0^ (I) Nr. ,499. Edict. Die in den Nachlaß des am ,8. Februar l849 verstorbenen Localcaplans Herrn Lucas Gruden von Schwarzenbrrg gehörigen Fahrnisse, als: Leibesklei' dung, Einrichtungsstücke, Hausgeräthe und Bücher, werden in Folge Zuschrift dcs k. t Stadt- und Landrechtes Laibach vom 22. Mai l. I., 3- 5057. am 12. d.M. in den vor- und nachmittägigen Amtsstun-den im Orte Schwarzmberg gegen gleich bare Bezahlung veräußert werden, wozu Kauflustige zu erscheinen eingeladen werden. Vom k. k. Bezirks-Gerichte Oberlaibach den 4. Juni 1849. Z^Il. (3) Nr. l6'2. E d » c t. Von dem k- k. Bezirksgerichte ^enoilöwivd biemil bekannt gemarkt: Es sey über Ansuchender F^uAnna Prennou von Nußdorf, in die ererutive Fnlbielung der, dem Hern, Johann Premou uon Prewald gehörigen, im Orundducke der Herrschaft Scnrücc- «>il, Uld. Nr. "2/,zvvtk?mmenden, ^t» ge>ichllich auf den Betrag pr. 780 fl. 15 kr geschähen Nealuä^ we.-gen aus dem genckllichen Vergleiche . gea'ilii-get, und zu deren Vornahme die Teimine auf den 28. Imn, den 30. Juli m.d auf den 20. August l. I., i'desmc,l iUoimittags 10 Uhr im Orte Pre-wald mit dem Beisätze bestimmt worden, daß diese Realnät bei der drillen Feilbielung auch umer dem Scz»äyungswetl'e hintanqeqeden weiden wird. ^)as ^ch,,^ungSprulocoU, die ülcilalionbdedlng» nisse und der (Älundduchöcxiract können laglich hier? anns eingesehen werden. K K. Bezirksgericht Seno^e« den 26. Ap.il 16^9. 3 92(1. (3) Nr. 1098 Edict. Von dem k. k. Bezilksgerichle Senoi^ wird dem unliekanm wo befindlichen Herrn iiorenz Posega, und dessen gleichfalls unbeianncen <^rben und Hechts-Nachfolgern hiemit e»innerc: (3s habe wider tiesel ben Herr Andreas Posega uon Slrane, usat«r ilcl li^tmn aulgesteUi, mit welchem diese Rechtssache nach der bestehenden Gerichisurdnung ausgeiragen werden wirr. Dessen werden die Geklagten zu dem Ende erinnert, daß sie entweder selost ersch^uel», ooer dem liusgesteUlei Curator ihie !Ücye!se an die Hano ge« geoeu, oder allenfalls ftlbst elnen Vectielcr beslcllen und hieramts namhaft machen, wldrigens sie sich die aus ihrer Veradsaumung emstehenüen Folgen feldst zuzuschreiben hätten. K. K. Bezirksgericht Senoselsch ben 5. Mai I34Y. Z. 9^9. (3) Nr. 164I. Edict. Von dem k- k. Beziitsgecichie Senoil.^ wird hicmit bctanni gemacht: ^s l>ade .perr ^arl Prem-rou von Pcewalo, gegen den unbekannt wo befind^ lichen Herrn Andreas Mahorolö und drsten gleich-faUs undek^nnle ckechlsnawfolger, um Klagt auf Verzählt' und ^rloschtncrklälung der, auf der im Grund, ouche d. Mu l>U3, p^. ^,