Mittwoch, dm S8. Hlttover 187S. Jahrgang. halbjährig 8 si., vierteljährig 1 fl. 50 kr: farSustellnag 2 fl. Insertionßgebühr 6 kr. pr. Zeilß. wahr und schneidet »ach der Urtheilßverfunbuag noch tiefer alö vorher inS faule Fleisch unseres StaalStörperS; hören wir also; „lkarmelin! „Da« ist das Aergfte nicht, so ange man sagen kann: Das ist das Aergfte." Dieser Shakespearesche Trost ist der einzige, der uns bei der grauenvollen Stanislouer Affaire übrig bleibt. Bon Stufe zu Stufe sind wir im lieiche deS Skandals hinaufgerückt oder Vielmehr hinabgesunken, so daß uns zu fürchte« fast nicht» mehr übrig bleibt. Was will es AngestchtS dieser Enthüllunflen !>esogen, daß unsere hauptstädtische Presse fast ganz in den Händen von Banken und Privatspekulationen ist, daß das Pubikum stch über öffentliche Interessen zu belehren glaubt, wenn es sich um die Habsucht Einzelner handelt? Was dedeuten Sapieha. Gistra und Ofenheim, die ganze Lembetq-Czernowißer Bahn und die nnga« rische Ost»Bahn obendrein, Neust und Tizrten-Loose, Dr. Schmidt und die Integrität l^es Wiener Gemeinderaths» Forstbank und der Kassenschliissel der Eentral-Bougesellschaft Angesichts von Sodoma und Gomorrha in Galizien! Nuchem vom Berge ltarmell bleibt das Höchste — bis auf Weiteres. Ein Mensch, der IN der Hefe des Börsenlebens herumgewatet ist, der nicht sagen kann, woher sein Geld stammt, der in die Geheimnisse der Rekmtirung gründlichst eingeweiht war und allem Aoschein nach bereits starten Schores davon gemacht hatte, dreht plötzlich de« Spieß um, steckt ihn aber ebeu so lief iu den Koth nnd „verdient" an der Regierung wie an den armen militärscheue« Juden-jungen Galiziens zugleich. Und dieser Mensch wird der Bertraute und Betraute des Grafen Taasse, ELzillenz, Min'ster für ,,Landes-Berthei-digung", erhält eine Mission an den Landes-ltoiy-mandirenden Grafen Reipperg, iiesert den Gerichten .Schuldige", denen er vorher die Haut abtiezogkn hat, tritt als Zeuge auf. während er selber den Gerichten R«d' und Antwort schuldet l Die „<)!.irburger Seitung" erscheint ins Haus Monat jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preis lich Iv kr. — mit Postversenduilg: gauzjährtg Preise für Marburg: v st., l>albjährig 4 Mr Schlußrechsallg für !S70 «ad der Kritgsminister. Mürbur^,, 22. Oktobtr. H .Der Berichterstatler der öst«rreichischen Dele . gation. keantragt heute, die Genehmigung für daS Ersold-rniß der Mililin^grevze -^311.028 fl. zu verweigern. Od diese Delegation zustimmen tvird:? Die regierungösreuudliche Mehrheit, lvtlche anzjährig L fl.. vierteliährig ^ l - - -^u die Präsenzzeit verlängert und den Friedensstand erhöht, wird auch hier den Kriegsminister schwerlich verlassen; ja! ipenn sie folgerichtig Handel« will, so muß auch Heilte oder morgen dieselbe Furcht vor einer Krise ivirken, die bei der Frage über die Präsenzzeit die Ablehnung verhütet. Und am Ende ivird diese Mehrheit so Viel Srlbsterkenntniß haben und tiusehen, daß ihre Partei die Hauptschuld an der Ueberschreitung trägt. Ja. die Hauptschuld! Die Gemiilhltchkeit. welche bei uns in finanziellen Dingel» bls jetzt noch geherrscht, läßt daS Gebahren Kuhns in viel milderem Lichte er» scheinen. Keine Regierung wagt mehr, als ste nZagen darf. Kkin Mitglied einer Regierung geht über den Boranschla.z hinaus, wenn eS nicht glaubt, sich rkchlfertigen zu können — »vrnn es nicht hofft, die Genehmigung durchzusetzen. Wäre die Delegation früher mit unerbittlicher Strenge verfahrcn: der Kriegsminister hätte die Ueber schreitung wottl unterlassen, aus Besorgniß. daß man ihm die nachträgliche Genehmigung versage. Werden jetzt dir öiterreichischen Delegirieu im Vewußlscin diesrr Schuld nicht dem Kriegs Minister verzcilicn — sie, welche selbst der Ber zeihung bevurftN?l Stamsla« und Staatsfäule. Die Gerichtsverhandlungen in StaniSlau haben ihren Abschluß gefunden — Karmelin ist frei! Dieses llrtheil darf unS vicht befremden der Richter konnte aus Grund der ZeugenauS sagen wohl nicht anders sprechen. Warum haben auch die Mililärbehörden ihre Zengenschaft gerade so abgelegt oder gar veriveigert und eS dadurch dem Richter unmöglich gemacht, die SchuldfraAe anders zu entscheiven? Als die Schlußverhandlung noch geführ wurde, schrieb der „Oesterreichische Oetorromist" über diesen Fall , jede» Wort ist auch jetzt «och Feuilleton. Nasa Htiflerberg. Vom Berfafser der „der neuen Zeitbilder". (Fortsetzung.) „Sie iverden zu keiner Diebin gesetzt tverden," verftcherte ich ihr. ^S schien ihr eiu Stein vom Hrrzen zu fallen. „Ach. mein Herr ich bin Ihnen sehr dankbar." „Ich habe überhaupt vor," fuhr ich fort. .Ihnen eine Zille für fich allein zu geben, Sie müßten mir drnn^ besondere Umstände anführen, die mich veranlassen müßten, Sie in Gesellschaft zu bringen." Sie erröthete vor Freude, fast vor Glück. Diese iiinige. dankbare Freude über eine scheinbar so geringfügige Kleinigkeit! Mar sie eine Schuldige? ' - Wöhrend ich noch darüber nachdachte, trat ein Diener deS KriminalgerichteS ein und thritte mir Mi!, aus dem Kiiminalgeiichle sei so eben ein junger Mensch erschitnen, der mich dringend zu sprechen wünsche. .Hat er gesagt. waS er mit mir zu sprechen habe?" fragte ich. „Er sagte nur, er habe Sie in einer wichtigen Ai'gcltgenh.it zu sprechen. Er war übrr-Haupt sehr eilig und aufgeregt." „Ich komme." Der Diencr ging. Ich wollte ihm folgen. EtN jusälllgor Blick, den ich vorher auf dit Gefangtne warf, zeigte mir deren Grsichtszüge auffallend verändcrr. Sie war sehr blaß gemorde« und sah mich mit einem Ungewissen, beinahe ängstlichen Ausdrucke an; ihre L-ppen waren halb geösfnet, wie zum Sprechen; eine Frage au mich schien darauf zu schweben, aber sie wagte nicht sie auszusprechen. „Haben sie mir noch etlvaS zu sagen ?" fragte ich fit. Sie schien heftig mit sich zu kämpfen. „Werdtn Sie mich morgen früh verhören?-fragte sie endlich. DaS war offenbar nicht jene Frage, die sie an mich nui den hatte. „Geiviß". anlwortcie ich ihr. Ich ertheilte dtm Gefängnißinspektor die Anweisung, ihr die komfortableste Zelle einzuräumen, die cr zur Disposition habe, und gin^ danl,. Vor meiiiem Arbeitszimmer wartet« ein junger Mann; ich ließ ihn eintreten. ES war ein anständig gskleideter Mann von etwa vier- oder fünfundzwanzig Jahren. Er war von großer Gestalt, die Brust etwas eingedrückt ; sein Gesicht war bleich, mit einem krankhaften Ausdrucke. Er schien an der Brust zu leiden. Daher auch withl feine hastigen und heftigen Belvegungen, die zugleich etwas Eckiges hatten, und seine Aufgeregtheit, die i«deß unter einem schüchternen, verlegenen Wesen nicht recht zum Ausbruche kam. Er folgt mir hastig in mein Arbeitszimmer. „Herr Kriminalrath, können sie mir eine Frage beantworten, auf welche der GerichtSdiener wie er mir lveuigstenS sagte, keine Auskunft gedeu durfte?" „Es kommt auf die Krage an," erwiederte ich ihm. „Darf ich Sie vorher um Ihren Namen bitten?" „Sollte mein Name etwaS zur Sache thun?" „Ich weiß das nicht, weil ich Ihre Frage noch nicht kenne. Allein, mein Herr, schon die allgemeine Verkehrs- und Gesellschastssitte fordert, daß mau sich demjenigen nennt, mit dem man irgend eine Angelegenheit abzumachen hat.- Er besann sich einen Augenblick. .Sie ivürden mir einen Gefallen erzeigen, wenn Sie mich anhörten, ohne vorher meinen Namen zu verlangen." „Es sei. Was wünschen Sie?" Ein k. k. Fkld-Marschall Licutenant im aktiven Dienste, ein Repräsentanl de» KaistrS, kin Graf mit altadeligem Namen, g,ht ganz flotl daraus ein. daß die Militcir-Kömmiffion sich bestechlich „zeigen" soll, daß Ofniierc und Mili» tür.Arzt «ine geradezu infame Rolle zuspielen, daß die Väter und Söhne in Galizien in dem Glauben erhalten werden, die Dmge gingen »vkiter. wie sie früher gegangen! Ein Major Ludolf, vom Grafen Neipperg instruirt, bescheidet den Hauptmann Hoffmann, den Lieutenant v. Koryzna und dm Dr. Fintel-stein zu sich, verlangt vvn ihnen, auf diese ruch-lose Komödie einzugehen, erklärt den beiden Offizieren, welche sich weigern, daß sie militärisch zu gehorchen hätten, daß er sie im BorauS gegen die Folgen früherer Bestechlichkeit sicherstelle und befiehlt dem Dr. ginkelstein, den Nuchem Karmelin zu besuchen, damit die Leute sicher .würden! Als die Juden kopsicheu werden und sich gar nicht stellen, läßt derselbe Major Ludolf einige durch die Gensdarmerie vorführen; da» half, die Juden zahlten an Dr.. ginkelstein und versicherten, bit Nachmittag mit derpo l it i s ch en (Civil») Kommission einig zu sein! Man trieb sie förmlich in s Garn, Ein noch stärkerer Drücker wurde dem Rab» biner« Sohn Hüdlchmann applizirt. Die Juden zu Bohorodzau wollten nämlich gar nicht an^ beißen, indem sie mit dem BezirkS Hauptmann Podlvlnski und dem Doktor Barycki bereit» handtlSeimg seien! Die gesuchte Korruption war demnach gefunden, jede weitere S'Mulirung überflüssig. Aber ein Major Ludolf, im Bunde mit Nunchem Karmelm. läßt zwei Juden affenliren. von denen der Eine. Hübschmann, ein. gesttmdenermaaßkn untauglich war. Erst als 2000 fl. an die Kommission und 200 an Kar metm geboten werden, überprüft man t>ie beiden Opfer und läßt den invalidm Hübschmann frei. Das Geld für die Kommission wird „eingesiegelt", daS Doueeur für den Spürhund Karmelm einfach eingesackt. Und mit dieser Handlungsweise ist Se. Erlaucht Graf Neipperg „zusriedcn" ! Nuch'M zeigte auch Appetit aus „Edelleute und Christen", die ihm bereits auf balbem Wege entgegengekommen waren. Ader Major Ludolf untersagte ihm, mit diesen Leuten „Ge-schästc" zu machen! Die Hetze ging auKschließ. lich auf Juden wie in Rumänien, dessen Zu-stände hier ihren getreuen Spiegel finden. Auf tie Anklagebank sollte nun einmal kein blaue» Blut und kein Getaufter. „An dem Fremden magst du wuchern". Da fitze» nun die armen Gejagten und Getriebenen auf der Bank der Sünder, und das Gericht schützt nach Kräften seinen ehrlichen Krön-zeugen, und die Herren Offiziere werden dienstlich „Ist Ihnen am heutigen Abende nicht eine Gefangene eingeliefert worden?" „Es sind heute mehrere Gefangene eingebracht." „Am Abend?" „Auch noch am Abend/ „Ich erlaubte mir. nach einer Gefangenen zu fragen." „Auch Frauenspersonen." „Mehrere?" »Mehrere." „War eine — ?" Er zögerte, doch sprach er zuletzt die Frage aus. „War eine Dame darunter?" Ich antwortete nicht gleich. Nachdem er einmal die Frage vom Herzen hatte, kanrite er weniger Zurückhaltung. „Eine junge Dame?" setzte er schnell hinzu. Ich war unschlüssig, ob ich ihm antworten dürfe. „Sie ist verhaftet," fuhr er fort .weil sie einen Diebstahl begangen haben soll." Der junge Mensch war mir völlig unbekannt. Er hatte sich geradezu geweigert mir seinen Namen zu nennen. Er hatte zwar daS Aussehen eines anslündigen. ehrlichen Menschen ; aber eS konnte dennoch bedenklich erscheinen, ihm seine Frage zu beontworten, zumal da mir die Neben-umstände der der Gefangenen schuld gegebenen vor dem Kreuzfeuer dkt VerhÜrS bewahrt. Baron Kuhn hat Se. Ellaucht Neipperg noch nicht zur Disposition gestellt. Major Ludolf hat noch immer daS Vaterlarid gercttet, Lieutenant ti. Koryj^na genießt sein „er»»orbeneS" Vermögen in aller GemüthSruhe, und die Kaution für Nuchem Kar-melin. der sonst hinter Schloß und Riegel süße, ist von Oben her gezahlt worden l Nuchem Kar» melin, die Perle CisleithanienS und in 8p6ois GalizienS und LodomerienS, ist immer gezahlt, gezahlter, am gezahltesten! EtaatS'Anlvälte scheint der Staat nicht mehr zu haben, wenigsitns dürfen Ne da nicht eingreifen. wo die Hilfe am Nöthigsten wäre. Auf die Anklagebank gehören die politische und die militärische Kommission, auf die Zeugenbant die lttzigen Angeklagten. Hoffentlich gibt es Ge« schworne in Lemberg, die durch einen energerischen Wahrspruch ausdrücken, daß hier verkehrte Well gespielt wird, und daß sie wenigstens diese Verkehrung aller Sittlichkeit und alleS Rechtes ein« ylüthig verdammen. Wir aber fragen: WaS nun? Wie heißt daS Schlimmste. waS unS in Oellerreich noch be-vorsteht, da wir sagen köanen: DaS ist daS Schlimmste!" Zur Geschichte des Hages. Andrassy und der Kr i e s g m in i st e r dürfen auch mit der ungarischen Delegation höchlichst zufrieden sein: die ordentlichen und außerordentlichen HeereSkosten sind nach kurzer Berathung und ohne erhebliche Streichung bewil« ligt worden. Ein Dienst aber ist deSandern werth und darum schreiben jetzt die Halbamtlichen die besten Zengnisse deS Wohlverhaltens. Die Fuldaer Denkschrift ist noch als Entwurf nach Rom geschickt worden zur Einficht, zur Genehmigung, von wo man dieselbe zurückgesandt mit dem ausdrücklichen Befehl an die Bischöfe und Erzbischöse Deutschlands, ohne Ausnahme zu unterzeichnen und ohne Aenderung eines Buchstabens. Und fie Alle haben blind gehorcht! In K o n st a n t i n o p e l ist die reform, freundliche Partei wieder vom Staatsruder verdrängt werden, um vielleicht in einigen Wochen oder Monaten diese Stelle neuerdings einzunehmen. Die Laune deS Großherrn entscheidet über den Wechsel der Systeme und Personen — die Laune eines Sultans, welchen die einem Rechtgläubigen gestaltete Liebe und der einem Rechtgläubigen verbotene Wein soweit heruntergebracht, daß er zum Spielball seines HaremS geworden. Verbrechen, so wie die Verhältnisse und Beziehungen der Gefangenen selbst völlig unbekannt waren. ES konnte die Verfolgung von etwaigen Theil-nehmern der Verbrechen, von DiebShehlern und manches Andere dadurch erschwert werden. Konnte nicht der junge Mensch selbst, trotz seines unver-dächtigen Aeußern, ein Mits,; um ihre Pässe befragt, konnten sie sich nicht ausweisen und wurden deß^ halb festgenommen und nach Leibn'tz geführt. Bri der gerichtliche!^ Untersuchung stellte es sich her-ans. daß diese Zigeuner mit scharfgeladenen Dop-pelpiftolen, Dolchmesscrn und Einbruchswerkzeugen versehen waren. Landleute bei Wagendors er« zählen, daß sie zu jener Stunde, als die „Bier" sestgenommel, wurden, mehrere Zigeuner aus dem Walde über die Felder laufen gefehen. (Vom Radl.) Beim Grundbesttzer Philipp Primus (Roder) hat eine Diebsbande eingebrochen und Nlbst anderen Gegenständen auch sämmtliche Kleider entwendet. Die nämlichen Gauner dürsten eS woizl auch gewesen sein, weiche einem AuSzügler 10V fl. gestohlen nnd den Versuch gewagt, in der beaachbarten Mühle einzubrechen. (Feuerwehr.) Zu der Hauptversammlung der sreiwilligen Feuerwehr waren die Mit« tllitder vollzählig erschienen. Die Anträge des Gemeinderalhes, betreffend die Ordnung der Geldverhälmisse, wurden nach langer uad lebhafter iverathuag einstimmig verworfen und beschloß die Versammlung gleichfalls einstimmig, zur Ermöglichung der dringcll!)sten Anschaffungen dreihundert Antheilscheinezu je 10 fl. auszugeben, die jährl. in entsprechender Weise verloost werden sollen. Unter den Mitgliedern jelbst wurden vor'm Schluße der Bei Handlungen bereits 600 fl. gezeichnet. Im nächsten Blalte solgt ein ausführlicher Bericht. (Aus der Gemeind e stube.) Morgen Nachmittag 3 Uhr fint>et eine Sitzung des Ge-meinderatheS st-tt; znr Verhandlung kommen: Erwerbung eineS Grundtheiles behufS Verlängerung der Freihausgasse bis zum Stadtgraben-Kanal — Wahl der Wahlkommission — Beantwortung der Note deS Kreisgerichtes Cilli, betreffend die AmtSlokaiitäten iur den Gerichtshof, w'lcher IN Marburg errichtet werden foll und bezüglich der erforderlichen Wohnungen für die Beamten — Aufnahme eines Lolterieanlehens znr Aus-führung von Bauten. LandeSauSfchuß hat fich ««r«d dt« «tsetz^ung auSge^roch»». Die Entfcheivung, betreffend die Ueber-KriegSvoranfchlageS für die MilitSrgrenje im Jahre 187«» (SN VZ8 soll vertagt und die Genehmigung von der n^ch^en !öe^egAtiou Viederhott Verlanat werden. »»-»»» Der nordamerikanische Schatzsekretär hat die Vorausbezahlung der Stovemberinteressen angeordnet. Fünftes Derzelchniß der für den WeltauSstellungSfond bei der Kommission Marburg gezeichneten freiwilligen Beiträge: Stift Admonl........ HO st Fürstlich Windischgrätzische Gntsverwal- Gonobitz....... TrautmannSdorf'sche Güterdirektion Negau...... Gräflich SchönborN'Buchheimsche Güter. direktivn....... „ Saurau'sche GutSverwaltung Herr Polak und Wechsler, Weinhändler in Graz....... „ Jakob Fürst's Sohn, Weinhändler in Graz....... „ Friedrich Graf AttemS . . . „ Dr. Franz Hirschhofer . . . Bezirksvertretung Radkersburg . . . Herr Franz Sartori in Allerheiligen . Zammlungsergebniß in der Stadt Rann Domkapitel Gurt....... Herr Andreas Haring in Graz . . „ Benjamin Szalatnay .... „ Dr. Earl Murmaier in Graz . „ Johann Brandl. Hotelbesitzer in 100 100 ö0 ö0 ö0 60 S0 ö0 50 25 55 30 20 b 15 15 BezirkSvertretnng Voitsberg .... 25 Sammlung der landivirthschaftl. Filiale Radkersburg............53 Frau Rosa Fritsche............5 Herr Karl Scherbaum..........5 „ Alfred Freiherr von MoScon in Pischätz................25 „ Adinolf Leopold Herzog De la Grazia in Brunnsee .... 100 Bezirksausschuß Mureck..........10 Herr Alois Werk..............5 Karl Lewohl in Laubegg ... 5 Summa . . . 998 fl. Hierzu die Summe auS den früheren Verzeichnissen......5110. fl. Zusammen 6108 fl. hält vor dem Gefangenhause. Darf ich eS hineintragen lassen?" „3ch habe nichts dagegen." Auch das Gesicht deS jungen MauneS wurde hellroth vor Freulie. „Mein Herr, wie bin ich Ihnen dankbar! Der Himmel vergelte eS Ihnen l" Dcr junge Mensch wollte forteilen ; er wandte sich noch einmal zu mir nm. Er hatte noch etwas auf dem Herzen und es wurde ihm schwer, es auszusprechen, aber er mußte es aussprechen. „Herr Kriminalrath, die Bitte hat Sie vorhin schon einmal verletzt, aber ich darf sie Ihnen nochmats ans Herz legen; werden sie Nlcht böse. Nicht wahr. Sie behandeln die Arme Nicht mit Härte? Sie behandeln sie mit Menschenliebe? O, glauben Sie mir, sie ist unschuldig. Und wenn Sie mir das nicht glauben können, nicht glauben dürfen, so fassen >Sie wenigstens keiii Vorurtheil für Ihre Schuld." „Mein Herr," sagte ich ihm, „halten Sie sich überzeugt, daß die Dame in jeder Hinsicht nur nach den Gesetzen der Menschlichtelt behandelt wird." „Dank, tausend Dank!'' - pard und Mlstll, in 4 Ablheilunge». Kassa-Eröffnuiia « Uhr. Anfang 7 Uhr^ Sonntags zwei Borstellunge«, 817) 4 Uhr und 7 Uhr._ MWeryachtullg. Eine erst vor Kurzem erba»»te, derzeit im bestm Betliebe stellende Mahlmühle mit vier Läufer und einer Putzmaschine kommt mit 1. Jänner 1873 unter billigen Bedinftungen zu verpachten. Dieselbe lirgt in unmittelbarer Nähe einer Batinstation nächst Marburg und hat btsländige Wasserkraft. Ansagen beim Berwal-lungSamte der Herrschaft Faal, Post Marburg,. Ebendaselbst find auch zwei Forstwart-SteUen sogleich zu besetzen. (821 LyNations-Allndmachlillg. Mit Bewilligung deS k. k. Bezirksgerichtes in Marburg als Abhandlungsinstanz wird der Nachlaß des am 24. Septbr. 1872 verstorbenen Fräuleins Anna Fortschnigg. bestehend in Leibtskleidung, Wüsche, Haus-. Zimmer- u.KiicheN' einrichtung, Samstag den Rtt. Oktober 1872 Vormittags 9 Uhr an im Hause Nr. 193 in der Pfarrhofgaff? zu Marburg öffentlich an den Meislbietenden gegen sogleich bare Bezahlung des "Meistbotes veräußert, wovon Kauflustige hiemit verständigt weri)kN. Marburg am 19. Oktober 1872. Ludw. Ritt. v. Bitterl. k. ?. Notar als GerichtSkommifjär. Ein viersttziger Broom ist billigst zu verkaufen. (317 Auskunft im Comptsir diests ?'lattcs. Herrengasse Nr. 115 in Marburg. Ich erlaube mir dem geehrten ?. I'. Publi» kam die ergebenste Anzeige zu machen, daß von heute an der Speisefaton eröffnet ist, und silhle mich zugleich verpflichtet für den bisherigen guten Besuch meinen Dank auszusprechen. Hochachtungsvoll ^uüolt Mucusol», 7^6 Hotelier. Vis 810 SS »lr«!!- L kikkiil I^iellerliize _ von ^ ?«w»r vwpüvlilt sioli wit viusm Ant sortirtvll n»el» neuester uii . ! ^ardurx in Lavo»I»ri's ^potdvIcH, Rsrim LSniK, .^xotdvko eu dölllsrrn k'. Lvlivtnix unü in I'suv kwSQvs Luvktkaväluvx; (? i 11i: do! Orispvr uvä in Laum-baods Xpotkvkv; I>out«oIt»I^kv6sl»sr^.' MüUor, .^xotkoksr; L^loi ot»onkvrx: !>'. v. baed, ; (Zonobits: V. k'loisokar, .^pot^.; Lrvtsix's .^xotb.; bsrx: k'i'. ?ossis1c, ^xottisksr; l^ursolc: v. LtsLvdvre, ^pvtdvksr; kvttaut L. j^potd.; IiaaIcsrsdurx: k'. Lvliul-', ^potkslcvr ^oiteivßtzr; Raav: Lodniäorsodit«»!»; Kvditvvd: Xrisxvr, ^pothvlc.; Lkusrbruyi^ ^pOtdsIcs; 8 tain 2: V. Limoosoliö^, ^xotbelcor: j^iuÄ. ?sistrit2: Visvss, ^votk.- ^/Viaä.