Nr. «9. Freitag am 24. März 1863. Die „kaibach« Zeitung" erscheint, mit NuSnahme der »nsertwnsgrbühr sllr eine Garmond, TpaltcnM Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den °ber den Raum derselben, ist sitr lmalige Einschal- VeUagm im Cmnpwtr ganzjährig 11 fl., halb- tung S tr., filr 2malige8tr,, für »malige 10lr. n, s. w. l«hrlg e st. 50 kr., mit Kreuzband im Comptoir ^'WW ^WW.,l^^^^ 2" diesen Gebühren ist noch der Insertion«-Tlcmpcl gllNZt. 12 st., halbj. a fl. FNr die Zustellung in'« ^W^^WWMMM^ p" '^ ^ ^' "" jedesmalige Einschaltung hinzu zu Hans find halbt. »0 fr. mehr zu entrichten. Ml "^""' ^"^"°" ^' '^ ^"^" ^" ' ll. »" lr. der Post portofrei ganzj.. unter Kreuzband und gt, ^W^WWW^ wr , vlal, 1st. 40 lr. Mr , V°l und V0 lr. ,ur druckte, Abrefft 15 st., halbj. V st. 50 l». R»» WMWDW H l Nol (mit Inbegriff b«« Inserlionsftempels). ^i aibacher Mlung. Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste Nummer am Montag. Richlamllicher Theil. Laibach, 23. März. Der Antrag dcS Grafen Vrints ist im Abge« ordnctenhausc ohne Sang und Klang zu Grabe gc> tragen worden. Der Staatsminister selbst erklärte, dic Rcgicrnug müsse dic Spezialdcbaltc wilnschcn. In einem kurzen Erposö hat Herr von Schmerling den Standpunkt und das Vorgehen der Regierung bezeichnet; Graf Prints hatte Veranlassung, diese Darstellung für wahr und richtig zu erklären. Hiermit wird wohl am bcsten die Ansicht Derjenigen widerlegt, welche in der Ablehnung des Antrags cinc Niederlage der Regierung erblicken wollen. Nicht cinc Niederlage, sondern einen Sieg hat das Ministerium zu verzeichnen. Es hat durchgesetzt, daß daS Vudgct uicht dem Ausschüsse für 1865 — wie Dr. Tomcm beantragte und wie unser Wiener Korrespondent irriger Weise tclcgraphirtc — sondern cincm ncucu Ausschüsse überwiesen werde. Damit sollte mm durchaus lein Mißtrauen gegen den gegen« wältigen Finanzausschuß ausgesprochen wcrdcu, son-dein daS HauS entschied darum gegen Tomcm, weil man neue Kräfte dem Ausschüsse zuzuführen gedenkt. Die Bildung eines ganz neuen FiliauzanöschllsscS mil ncucu, der Äudaetprüfling ungcwohittci, Viitnlicdcln ist im Interesse einer raschen Erledigung des Budgets, ja im Interesse der Staatssinanzcn, uicht zu wüuschcn. In geheimer Sitzung wurde dauu beschlossen, dem gerichtlichen Vorgehen gegen den Abg. Rygcr in der Studcutcullffairc auf dcsseu eigenes Ersuchen freien Lauf zu lassen, sich dagegen vorzubehalten, eine eventuelle Strafe bis nach Schluß der Scsfiou auf-zuschieben. Der Verkauf des Bergwerkes Mm. 3 Idria, 22. März. Der Eiudrnck dcS Artikels über den Vcrkanf Idria's in Nr. 63 der „Laib. Ztg." war cin entschieden günstiger; es sind darin mil Klarheit und Schärfe gewichtige allgemeine Gründe gegen den Verkauf des Quccksilbcrbergwcrles ausgesprochen, jedoch gibt es weitere lokale Gründe, welche gegen diesen Verlauf sprechen. Das MontaN'Acrar beschäftiget bei dem Berg-bcmc 654 Arbeiter; die Schichten sind 8stimdig, welche kurze Schichtcnzcit aus SanitätSrücksichtcn nothwendig ist, da der Einfluß deS Quecksilbers auf die Gesundheit der Arbeiter ein äußerst schädlicher ist. Vei weitem schädlicher als der Einfluß des Qncck-silbcrS in der Grube wirken die Dämpfe in der Hütte nnd Zinnoberfabril, und daher ist die Einrichtung fzctrosfcn, daß der Arbeiter mindestens drei Monate in der Grube beschäftiget werden muß und dann aber auch uicht länger als einen Monat znr Arbeitsleistung in der Hütte oder Ziunobcrfabril verwendet wird. Nach den derzeit geltenden Normalien hat der Arbeiter nach 8 Dicnstjahrcn nnd eingetretener ArbcilS-Unfähigkeit Anspruch auf die halbe, nach 40 Dienst, jähren Anspruch auf die ganze Provision; bei dcn schädlichen Einflüssen, welchen der Knappe in der Grnbc nnd Hütte ausgefctzt ist, wird sein Körper früher abgeschwächt uud gar häufig ist derselbe nach "'ehr als W Dicustjahreu zur Leistung von etwas schwererer Arbeit uicht mehr tauglich, und iu diesen, 6'allc sorgt die derzeitige humaue ärarischc Verwaltung durch sorgsame, dcn Kräften der Arbeiter entsprechende Vcrthcilung der Arbeit dafür, daß bei Znthei-thcilnng zn einer leichteren Arbeit der Knappe in die Lage gesetzt ist, die vollen 40 Dicnstjahre ausdienen zu können, woranf er sodan» die ganze Provision erhält nnd nicht nur der Arbeiter allein, sondern anch dessen Familie versorgt ist. Nur bei einer so humanen Behandlung ist es möglich, daß der Arbeiter trotz der schädlichen Ein. flüsfc des Metalles auf dcn menschlichen Körper so lauge Jahre Dienste leiste» kann. Bei der Bestimmung der achtstündigen Schlcht waren für das l. k. Monlan-Acrar hauptsächlich Sa-uitüts- uud Humanitäts.Nüctsichlen maßgebend, und die nothwendige Folge davon ist, die Vcrwenduug ciucr größeren Anzahl von Arbeitern; wenn durch dcn beantragten Verlauf des WcrlcS dasselbe in die Hände einer Privatgesellschaft unk wahrscheinlich einer Aktiengesellschaft übergehen sollte, so wird sich dieses Verhältniß binnen kurzer Zeit ganz anders gestalten. ES liegt in der Wesenheit einer Aktiengesellschaft, daß für diese die SauitälS- uud Humanitäls - Rücksichten nicht in erster Linie stehen, foudcru das Maßgebendste für eine Gesellschaft ist die Erzielung eines möglichst großen Ertrages und der chemöglichstcu Rückzahlung dcS gcsammtcu Anlagelapilales, wobei vorauszusehen ist, daß sodann mit Verwendung von möglichst wo nigcn Arbeitern und bei viel größeren Ausbeulung der Arbeitskraft die Erziclmig eines größeren Ertrages ucrsllcht, dcr?lrl>citcr nach bedeutender lilrze,er Dienst« zeit arlieitolmfllhin wcrdel, l>„d dadurch ciucr streb» sameu und Nichtigen Bcuöllcrung, welche seit Jahr-Hunderten im sorgsamen Betriebe des hiesigen WerleS ihre Existenz findet, das einzige Mittel sich auf hei. mischen Boden einen eigenen Herd zu gründen,-------- da vielleicht iu ganz Krain Niemand mit einer so be» sonderen Vorliebe an seinem Geburtsorte hängt, als der Idriancr — sozusagen unter dcn Füßen wegge-zogen wird. Die ärarischc Verwaltung gewinnt schon seit längerer Zeit den bei weitem größten Theil der Erzeugung ans den minder reichhaltigen Erzmittcln, so lange dieselben die Grubcu- und Hültenlostcu sammt Ealo decken, ulid dieß ans dem Grunde, um die reicheren Lager für dcn Fall der Noth ausbeute» zu können; es entspricht nuu der Wesenheit einer Aktiengesellschaft vollkommen, daß dieselbe statt 2°/<, hälligcr Erze 4°/<, oder 8">„ hiiltigcr Erze zur Erzeu. gung verwendet, bei welchem Vorgänge dieselbe mit Verwendung eines bedeutend geringeren Personales, Erhöhung dcr Schichtstundcn und größerer AuSnützmig der Arbeitskraft ohne Zweifel auch eine bcdculeud größere Erzeugung erzicleu wird; freilich wird dieß nur zum Nachtheile des AestcmdcS des WcrlcS und mit Zllgnlndcrichtuug der Gesundheit der Arbeiter er-zielt werden können, allein der längere oder kürzere Bestand des Werkes wird eine Gesellschaft, welche nur in möglichst kurzer Zeit ihr Kapital und einen möglichst hohen Gewinn herausziehen will, nicht viel kümmern, und ebcnfo ist die Rücksicht auf die Gc-sundheitsverhällnissc der Arbeiter uud auf die Mög» lichkeit einer nicht nubedcntcnden Bevölkerung die Mittel der Existenz zu sichern für eine Erwerbsgcsc«. schaft ciue Frage vou höchst uutcrgeordnctcr Be-deutung. Eine Gesellschaft, wclchc großen Gewinn auS einem Montan «Werke gewonnen hat, wird daösclbc gar leicht außer Betrieb setzen, sobald dasselbe leinen Ertrag abwirst oder gar mit Einbuße betrieben werden soll, während dcr Staat, auch wenn das Wcrl keinen Ertrag abwirft, oft anch wenn mit dem Be-triebe des Werkes eine nicht unvcrhültnißmäßig große Einbuße verbundeu ist, eiu solches Werk doch mit Rücksicht auf die Eristcnzv'l Hältnisse dcr Bevölkerung auf die Stcncrfähiglcit derselben u. s. w. immer noch längere Zeit sortbctrcibt. (Fortsetzung folgt.) 11. Sitzung >es Herrenhauses vom 21. März. (Schluh.) Der Berichterstatter Graf Larisch bemerkt, daß nach dcn Bemerkungen dcS FinanzministcrS er es nur bedauern müßte, wenn die Anträge Iablonowsli'S angenommen würden, weil daun das Gesctz uicht zu Stande kommen würde. Bei der Abstimmung bleibe» die Anträge des Fürsten IablonowSli in der Minorität und wird dcr tz. 5j nach dem Kommissionscntwurfc angcuommcn. Artikel IV bestimmt, daß, wcnn in cincr Brennerei, welcher die SlcuerrrmaßignnL zugestanden ist, eine Gcfällsübcrtreluiig entdeckt wird, für wclchc die gesetzliche Strafe nach dem Betrage der Steuer- uud ^uschlagsgcbühr zu bemessen ist, diese Gebühr nach dem im Artikel III bcS GcsctzcS vom ii. Juli 1862 festgesetzten AnSmaß der Abgaben« und Strafbcmes-sung zn Grunde zu legcu ist. Nittrr v. Pipitz stellt zu diesem Paragraph folgcuden Zusatzanlrag: „Die Steuerermäßigung von 6 auf 5 lr. hat auch bei jenen Abfiuduugcn zur Grundlage zu dienen, wclchc mit den im Arlikcl V dcS Gesetzes vom Jahre 1862 bezeichneten Brennereien eingegangen werden." Redner h^fst, daß die Annahme dieses Zusatzes' dem Gesetze viele Freunde schaffe» würde. Präsident glaubt, daß dieser gusatz zn Artikel IV nicht passe, weil dieser noch von dcn Strafbestimmungen handle. Ritter v. Pipih erklärt, der von ihm bean-tragic Znsatz müsse zwischen die §8- 4 und 5 gesetzt werden und es sei ihm glcichgiltig, wcnn der Aulrag als eigener Paragraph in daS Gesetz aufgenommen würde. Berichterstatter Graf Larifch erklärt sich Na« mens dcS Ausschusses mit dem Antrage einverstanden und er glaubt, daß auch der Finanzministcr nach cincr gepflogenen Besprechung leine Einwendung da« gcgen erheben werde. Er möchte aber beantragen, daß dcr Antrag als §. 5 aufgcnommcn wcrde. Ritter v. Pipitz erklärt sich damit einverstanden und §. 4 wird hierauf angenommen, ebenso dcr Antrag des Ritler v. Pipitz als §. 5, nachdem er noch von dem Fürsten Iablonowsli anf'S Wärmste empfohlen wurde. Artikel VI (frilher V) enthält die Bestimmung, daß beim Export über die Zolllinic dic Stclicr mit Hinzurechnung von 6 pEt. für Schwenkung rück-erstattet werden soll. Freiherr v. Gaumgartner findet die Stcucr-rilckucrgütnng vollkommen begründet, sieht aber in dcr Hinzurechnung von 6 pCt. für Schwendung cinc Exportprämie, wclche man doch nicht gewähren will. Er, würde es daher vorziehen, wenn man diese 6 pEt. als allgemeinen Steuernachlaß bezeichnen würde. Dcr inländische Konsumcut möge dcm ausländischen gleichgestellt werden. Nach der früheren Gesetzgebung wurde auch eine allgemeine Vchwendnngclvergütung von 2'/, pCt. bewilligt, indem dcr Eimcr mit 4! Maß cimentirt wurde nnd nur 40 Maß vcrstcucrt wurdeu. Graf Rechbcrg wendet sich gegen die Be-hauptuug, daß dcr ausländische Konslimcnt durch daS Gesetz begünstigt wcrdc. Er habe mit Frendcn diese Bestimmung begrüßt, wclchc den Anforderungen gc-snudcr Nationalökonomie ciUsvrcchcnd dcm iulündischcn Fabrikanten dcn ausländischen Markt öffnet nnd dic Konkurrenz mit dcm Auslande ermöglicht. Dcr Berichterstatter befürwortet den Kommis. fionSantrag, welcher auch bei dcr Abstimmung unac« nommen wird. 27« Artikel VII (früher VI), welcher die Vollzugs, bestimmungen enthält, wird ohne Debatte angenommen. Der in der gestrige» Sitzung von Freiherr v. Romaszkan beantragte Wunsch bleibt in der Minorität. Ueber Antrag deS Berichterstatters wird der Gesetzentwurf hierauf in dritter Lesung endgiltig zum Beschluß erhoben. — Es wird hierauf zur Wahl der Kommission zur Vorberathung deS Gesetzes über die Bemessung der Einkommensteuer von Eisenbahnuntcr-nchmungcn geschritten. Es werden gewählt: Fürst Schwarzcnbcrg, Graf Ezernin, Freiherr v. Lichtcnfel«, Freiherr v. KrauS, Graf Wickcnburg, Graf Kuefstcin, Ritter v. Pipitz, Fürst Sapieha, Freiherr v. Noth« Md. Auf der Tagesordnung steht ferner der Bericht der Finanzkommission über den Gesetzentwurf in Be> trcff der Fortdauer der Steuer-, Stempel- und Gc-bulircnelhohlina.cn bis Ende Juni 1865. Bericht« erstattcr ist Ritter v. Pipitz. Der Antrag der Kom-mission, den Gesetzentwurf in der von dem Abgcord-nctcnhausc gewählten Fassung anzunehmen, wird ohne Debatte angenommen und der Gesetzentwurf in zwei« ter und dritter Lesung endgiltig zum Beschlusse er-hoben. Weiterer Gegenstand der Tagesordnung ist die dritte Lesung des Gesetzes über die Hcrabmindcrung dcr Pcrsonalstcuer in Siebenbürgen. — Der Gesetz, cntwurf wird cndgiltig zum Beschluß erhoben. Freiherr v. Kraus berichtet noch Namens der Petitionslommission über zwei Petitionen. Die erste betrifft eine Glu»dstrcitiglcit in Galizicn, die andere ist ein Gesuch um Elwirkung der Bewilligung zum Tabakbau. Die Petitionen werden dcr h. Regierung zur Mälligcu Verfügung mitgetheilt. Freiherr u. Münch - Ä cl l i n g hanscn lie« richtet über die Petition der Vcrwaltuugsräthe dcr süd'Uorddcutschcn Bahn, dcr Kaiserin Clisabethbahn. und der Theißbahngescllschaften um Abänderung cini» ger Bestimmungen ihrcr mit dcr Finanzverwallung abgeschlossenen Verträge. Dcr Antrag, diese Petition an die h. Regierung zur Würdigung und augcmes-scneu Verfügung mitzutheilen, wird angenommen. Die Tagesordnung ist erschöpft, weshalb die Sitzung geschlossen wird. Nächste Sitzung unbestimmt. 35. Sitzung dcs Abgeordnetenhauses vom 22. März. Nuf der Ministerbant: Schmerling, Mccstty, Hein, Burger, Frank, später Plemr. Nach Vorlesung des Protokolls und Mitthei-lnug dcr eingelaufenen Petitionen wird zur Tages» ordnung geschritten. Auf derselben steht als erster Gegenstand dcr Bericht deS Finanzausschusses betrcf. fend den Antrag des Abg. Vrintö und Genossen wegen Behandlung dcr Finanzgesetze für die Jahre 1865 und 1866. — Berichterstatter ist Abg. Herbst. Der Bericht enthält eine historische Zusammenstellung dcr über diesen Antrag gepflogenen Verhandlungen, welche allgemein bekannt sind und schließt mit dcm Antrage auf Uebergang zur Tagesordnung. Staatsminister v. Schmerling: Die Verhandlung über den Antrag des Grafen Vrint« hat in Mitte des Finanzausschusses zweimal stattgefunden, einmal dadurch veranlaßt, daß der genannte Abgeordnete im Finanzausschusse selbst den Antrag go stellt hat, der eine beschleunigte Berathung dcs Finanz-gcsetzcs zum Gegenstände hatte, ein zweites Mal da> dnrch, daß er einen ähnlichen Antrag dem Hause unterbreitete, der von diesem Hause dcm Finanzausschüsse zur Vorberathung überwiesen wurde. Beidemal war die kaiserliche Regierung in dcr Lage, über die Einladung dcs Finanzausschusses in< mitten desselben zu. erscheinen und ihren Standpunkt in dieser Frage zu kennzeichnen, das zweite Mal sogar mit einem bestimmt gegliederten Vorschlage hervorzutreten. Obgleich ich beinahe voraussetzen darf, daß dasjenige , waö damals im Finanzausschüsse Gegenstand der Verhandlung war, den meisten Mitgliedern dieses HanseS bekannt sein dürfte, weil ciu sehr zahlreicher Kreis von Abgeordneten, die dem Finanzausschüsse nicht angehörten, von dem durch eine spezielle Bc-stimmnng der Geschäftsordnung eingeräumten Rechte, den Verhandlungen beizuwohnen, Gebrauch gemacht hat, muß ich mir doch erlauben, NamenS der Regierung nochmals auf diefe Verhandlungen zurückzukommen, weil die Regierung großen Werth darauf legt, daß auch nach Außen hin dem großen Publikum gegenüber, dasjenige nochmal« besprochen werde, waS im Finanzausschüsse Gegenstand der Verhandlung war, da hierüber in die Ocffentlichteit nur ganz mangelhafte Berichte, wie sie eben in den Blättern erscheinen, gedrungen sind. Ich muß daher in dieser Richtung für einige Zeit mir das Wort erbitten. Als daS erste Mal Graf VrlntS unter allgemeiner Zustimmung inmitten des Finanzansschusses seinen Antrag stellte, ist an die kaiserl. Negierung eine allgemeine Einladung ergangen, an den Vera-thuugen sich zu licthciligen. Es sind einige Vertreter der Regierung im Finanzausschüsse erschienen und haben folgende Erklärung abgegeben: Die kaiserliche Regierung begrüße Alles freudig, waS dahin führe, möglichst rasch ein im Einvernehmen mit der Regie, rung zu Staude gekommen«« Finanzgcsctz zu ermöglichen, sie ihrerseits sei daher sehr gerne bereit, in die Verhandlungen einzutreten, nur müsse sie im Vorhinein den lebhaften Wunsch aussprcchen, daß zwei Fragen Gegenstand der Erörterung im Finanzausschüsse werden, vor Allem die Frage, ob dcr Finanzausschuß acneigt sei, dem h. Hause zu empfehlen, daß, wenn annehmbare Sätze von Seite dcr Regierung angegeben werden, innerhalb der einzelnen EtatS der Ministerien — ich wiederhole, innerhalb der einzelnen ElatS der Ministerien — VircmentS zugc- standen werden, und zweitens wurde der Wunsch ausgesprochen, cS möge Gegenstand der Erörterung im Finanzausschüsse seiu, ob uicht seinerzeit, wenn nämlich das Budget für 1866 dcm h. Hause vorliegen würde, demselben zu empfehlen wine, eine ähnliche, abgekürzte uud rasche Behandlung dieses StaatS-voranschlagcS eintreten zu lassen. Die Erörterung dieser beiden Vorfragen war für die Regierung dringendes Bedürfniß, weil, nur wcun in einem befrcnn-deten Sinne dicse Vorfragen gelöst würden, es für die Regierung eine Möglichkeit wäre, mit einer be-dcutcudcn Reduktion ihrer eigenen Sätze vorzugchen, wenn nämlich die Regierung in der Lage wäre, einerseits eine Ziffer für einen Zcitranm von zwei Jahren zu erlangen und dadurch im Innern eine zweckmäßige Gcbahrnng einzuführen, und wenn andererseits dadurch , daß in den einzelnen EtatS dcr Ministerien das Vircmcnt zugestanden würdc, cine möglichste Ver< theilung der nothwendigen Ersparungen Platz griffe. Da hat der Finanzausschnß mit Majorität beschlossen, in eine weitere Verhandlung beider Fragen nicht einzugehen, sondern den grüßten Werth darauf gelegt, daß die Ziffer dcs Abstriches bekanntgegeben werde. Ihrerseits war jedoch die Regierung damals nicht in der Lage, diesem Wunsche zu entsprechen, selbstverständlich schon deshalb, weil dic Ansicht deS h. Hauses in keiner Weise, ohne daß eine ähnliche Verhandlung gepflogen wurde, dcr kaiscrl. Regierung bekannt war, es ist ihr deshalb selbstverständlich eine nothwendige Znrückhaltnng in den Verhandlungen auferlegt worden. Die Verhandlungen haben daher lein Resultat gehabt; man hat gefunden, in eine weitere Erörterung der vorgelegten Frage nicht einzugehen, und die Sache ist anf sich ruhen geblieben, wie sie eben in Mitte des Finanzausschusses angeregt war. Die lebhaften Wünsche, die doch in verschiedenen Kreisen laut geworden waren, daß vielleicht daS Projekt nicht ganz aufgegeben werde, scheinen, wie ich voraussetzen darf, den Herrn Grafen Vrinls bewogen zu haben, einen ähnlichen Antrag dem Hause zu unterlegen nnd das HauS hat durch große Majorität befunden, ihn einem Ausschnssc znr Vorberalhung zuzuweisen und speziell dem Finanzausschüsse, wie ich voraussetze, von der Anschauung geleitet, daß, nachdem der Finanz« auSschuß bereits die Berathungen über daS 1865er Budget in die Haud geuommcn und fast zum Ad' schlusse geführt hatte, er am meisten geeignet sei, die Tragweite dieses Antrages zu würdiacn. Die lais. Negicruna hat selbstverständlich sich da 0n l(nm-v0 gehalten nnd ist in keiner Wcisc mit einem Schritte hervorgetreten, sondern hat abgewartet, welchc Wünsche von Seite dcS Finanzausschusses, dcr hur als VorberathnngsanSschuß fungirte, laut werden. Dieses geschah durch cine Zufchrift, die von Seile dc« Präsidiums dcs Abgcordnctcnhanses in AuSfüh-rung dcS Beschlusses des Finanzansschusfes an die lais. Regierung gerichtet wnrde und daS ganz bestimmte Begehren enthält, daS Ministerinn! wolle dcm Ausschüsse schriftlich bekannt geben: u) die Ziffer- Feuilleton. Aus Oberkrain. Mitte März. I.. D. Wenn wir dießmal nach unserem letzten Schreiben eine längere Pause eintreten ließen, so hatten wir dafür einen guten Brund. Letzthin brachten wir den Lesern schon ein Schlüsselblümchen, daS erste; dicßmal hofften wir sie mit einem ganzen Sträußchcn Frühlingsblumen erfreuen zu können. Aber ach, diese Freude ist uns verdorben! Unter ganzen Bergen neuen Schnee'S sind die schönen Frühlingshoffnungcn begraben, und so mußten wir denn doch endlich, weil die Blumen zu lange aus sich warten ließen, uns entschließen, ohne diesen zu erschemen. Doch das wird alleS kommen, lassen wir nur einige sonnige Wochen vorübergehen, so sind die Malten grün. Blicken wir zurück: Der Karneval, dessen Ankunft uns so stolz drei königliche Herolde verkündeten, er hat die Flittcrlrone abgelegt und e,n Ständchen Asche war es, daS seine Getreuen an'S Ende dcr glänzenden Herrschaft mahnte. In seinen letzten Stunden noch hatte sich ein Häuflein seiner Verehrer nach Scebach aufgemacht, um ihm seine Hul» dignng darzubringen. Wir habcn dcn Heroismus dieser Gesellschaft bewundert, die sich trotz unfreundlichen Wetters nnd bodenloser Wege so zahlreich zu« sammenfand. Dic allgemeine Heiterkeit aber machte all' die übcrstandcnen Mühen bald vergessen, und mun-^r schwirrten die Puarc durch dcn hübschen Salon. Die lcdhaften Schilderungen Anderer, mit denen wir °?^ Wlück, Zcugc des Festes gewesen zu sein, leider l-3<« < !?'°""ln, haben es uns ermöglicht, un-«5.K ^ngeaebtnen Versprechen nachzukommen. Smd l° doch die Quellen auch deS politischen Be- richterstatterS oft fo mysteriöser Natur, daß man es wohl auch dem „Oberkrainer" verzeihen kann, wenn er einmal so kühn ist, vom Hörensagen zu berichten. Doch wir sind vom Gegenstande abgekommen. Die letzten Stunden des Faschings verliefen wie ein Quell im Sande. Nur hier und dort sammelte sich ein Häuflein, um in heiterer Wein- oder Bierlaune die zwölfte Stunde zu erwarten. In den Dörfern herum trieben die Masten ihre stereotypen Scherze, und gleich dcn Maikäfern im Juni summten die fah» renden Mnsitanten aus allen Ecken und Enden herbei, um dem Unglücklichen, der ihnen nahte, die Ta-schen zu leeren. Wir habcn jeden Fasching die Gelegenheit, diese Sorte von Künstlern gründlich zn stu-dircn und dabei daS musikalische Gehör ordentlich abzuhärten. — So kam der Aschermittwoch, und dieser ohncdieß düstere Tag brachte heuer manchem Mäochenhcrzen ein doppelt Leid; denn erstens beginnt mit diesem Tage die Zeit, in welcher es verboten ist, Hochzeit zu halten, und zweitens begann mit dem Aschermittwoch hcner die Asscntirung. In das Ge-jauchze uud dcn Jubel dcr Befreiten, in den herzzcr-reißenden Gesang der neuen Krieger mischte sich da« Schluchzen dcr Mädchen, die Thränen der Mütter. Unsere Mädchcuwclt ist dcn Herren, welche jährlich kommen, ihnen die schönsten Burschen zu entführen, herzlich gram; doch dcr Schmerz ist nicht anhaltend und die Hoffnung, den Geliebten bald im schmucken Soldatenlleid wieder zu sehen, scheint eine so trostreiche zu sein, daß man manches verweinte Antlitz schon wieder aus dcn Thränen lächeln sieht. Das war der Aschermittwoch, so endete der Kar-neual; wir stenern wieder dcn grünen Ostern zu. Grün? — Was ist cS doch, daß sich in jeden un-screr Gedanken — und sei er der flüchtigste — die Frühlingshoffnung mengt? Scit cS hier bekannt wurde, daß die Tracirung der Bahnstrecke Laibach - Villach nächstens bevorsteht, wird dieser Gegenstand allerorts auf'S Eifrigste besprochen, ja man hat in Gedanken wohl schon tausend Linien ausgcstcckt und der künftigen Bahn so viele Bahnen vorgczeichnet, daß sich im Thal wohl lcmm ein Fleckchen Erde fände, wo man sich die Schienen nicht schon hindachte. Es ist natürlich, daß dicscr Gegenstand den Landmann wegen dcr bevorstehenden Expropriationen ernstlich beschäftigt. Hören Sie, wie ein Gauner diesen Anlaß benutzt hat, nm sich aus der Leichtgläubigkeit dcr Leute Geld zu schlagen. Er kam, bewaffuet mit einer eben nicht präcisen Bonssole, begleitet von einem mit Meßfahnc versehenen Fignranten, in cincS unserer entlegenen Thäler nnd machte sich, als mit dcr Äahntraclrung betraut, del dcn nichts Arges ahnendcn Leuten bekannt. Es war nicht schwer, durch einige fingirte Visuren, die sich ganz zufällig immer die schönsten Häuser und Grundstücke zum Ziele nahmen, die betreffenden Besitzer zu Unterhandlungen zu verleiten, die in dcr Regel ihren Abschluß in der Vcrabrcdnng fanden, daß gegen angemessenen Entgelt das dem Schicksal der Dcmolirung verfallene Haus verschont, der bedrohte Acker von dcr Bahn unberührt bleiben werde. So hatte sich der kluge Geometer ein hübsches Sümmchen zu verschaffen gewußt, che seiner vcrhängnißuollen Boussole die etwas nnangcnchmc Richtnng zum Richter gegeben wnrdc. Die Bahn wird sich an dicscr Trace zwar nicht halten, die bedrohten Häuser wcr-dcn rnhig stchcn bleiben, aber die lieben Gulden, mit denen sie gerettet wurden, kehren nimmer zurück. Das Stückchen ist geeignet, den Londoner Kollegen nnscres Geometers Ehre zn machen. Wir können nun diese Nachricht zwar nicht verbürgen, abcr — »(, lion 6 vow, ä don twvllw. Damit wappnen wir uns jedem De:nenti gegenüber. Und somit den freundlichen Gruß allen unseren Lesern! Wenn wir wieder kommen, bringen wir Blumen und Griefe auS — Amerika! 275 ansähe, mit welchen das Ministerium bei den Posi-tioncn der einzelnen Etats die in Aussicht gestellten Ersparungen durchzuführen in der Lage zu sein glaubt; d) unter welchen VorauSfetznugcu das Ministerium diese Ersftarungcn für thuulich halte. Die Rcgiernng ist diesem Wunsche mit aller Bereitwilligkeit nnd Offenheit dadurch nachgekommen, daß sie in einer Zuschrift au dcu Herrn Präsidenten, welche abgedruckt ist und hier vorliegt, bekannt gcge-ben hat, wie sie sich die Bchaudluug dieses Gcgcu« standes denke, nämlich dahin, daß von Seile der Rcgiernng eine Reduktion dahin stattfinde, daß im Gau-zen das Ersparniß von 20.100.000 ft. erzielt wurde, und daß dicfe Ziffer eine Vertheiluug cuif die ciuzel-nen EtalSsätze gefunden hat; selbstverständlich sind mehrere der EtalSfätze durch diese Rednltion ganz unberührt geblieben. Die Regierung hat, waS die Voraussetzuugeu betrifft, sich darüber schon in ihrer Zuschrift ausge-sprochen, daß die Reduktion nur geschehen tönnc, wcnu Vircments innerhalb der eiuzelucn ElalSsätzc zugestanden werden. In Folge dieser Inschrift ist eine weitere Ein. ladung an die Regierung ergangen, im Subcomit6 und im Finanzausschüsse zu erscheine», um weitere Erklärungen abzugeben. Schon im Snbcomitc', wcl-chcs nur aus 7 Mitglicdcru bestand, war die Regie-lnng in dcr Lage, zu erklären, daß die Abstriche das Resultat der sorgfältigsten Erwägung gewesen seien, uud daß die Negierung bei ihrcu Abstrichen bis an die Grenze dcS Mögliche,: gegangen sei, daß daher eine weitere Abmiuderung uicht zugestanden weiden könne. Bei dieser Gelegenheit hat die Regicruug auch zur Sprache gebracht, daß sie gewisscu kleinen NachtragSlrcditcn entsage, worüber bereits Postulate gestellt sind, daß aber die Propositionen der Regie« rnng als ein Ganzes angesehen werden müssen, in welchem Modifikationen der einzelnen Etats nicht vor-gcuommcu werdeu löuueu. Iu einem ganz ähnlichen Sinne hat die Regie« rung sich im Finanzausschüsse erklärt; es wurdcu bci< läufig dicselbcu Fragen an die Rcgicrnug gerichtet, und die Fragen siud in dem angedeuteten Sinnc be-antwortet worden, dahin nämlich, daß die Regierung in Erwägung aller Verhältnisse mit diesen Abstrichen bis an die Grenze der äußersten Nothwendigkeit gelangt sei, daß bei einzelnen Etats nur jcue Abstriche vorgenommen wnrdcn, welche die Regierung für ans-sührbar erachtet und daß sie darauf beharren müsse ^ cö mögen die Propositioucu alö ein Ganzes betracht tet werden, in cinc Modifikation könne die Regierung nicht eingehen. Das ist dasjenige gewcseu, waS die Regierung mit aller Bestimmtheit erklärt hat, dcinungcachtct lanu dic kaiserliche Regierung uicht der Anschauung bci< pflichten, die in dem vorlicgcudcu Berichte ihrcu Aus» druck gefunden hat, daß mit dieser Erklärung jedes Objekt einer weiteren Verhandlung entzogen wurde, denn wie die Herren auö dem Berichte dcS Subko« mit6'S zu entnehmen in der Lage sind, waren mehrere andere Punkte noch Gegenstände dcr Vcrhaudluug,, abgesehen davon, daß die Zifserfrage nicht Gegenstand dcr Erörterung im Subkomitü war, sondern, daß in diesem die VorcmSsetzuugcn znm Gegenstände dcr Äc-sprcchung wurde», weil man sich vorbehielt, erst, wenn dicfc Voraussetzungen festgestellt sein wurden, an die Ziffcrfrage zu gch-u, wcßhalb auch die Frage dcr Ziffer iu dem Acrichtc deö Snbkomitc'S uicht berührt ist. Nebst den Frage» dcr EtatSansätzc waren es noch einige andere Puullc, welche iu die Verhandlung hätten cinbczogen werden können, wenn anch die Erklärung dcr Regierung acceptirt worden wäre, daß diese Etatsfätzc als ein GanzcS augcuommcn werden! müssen. Daß dic Regierung aber weitere Verhandlnngcn für uuzulässig erklärte, lag iu der Natur dcr Dinge, sie ist nur nach den sorgfältigste» Erwägungen zu ihrem Abstriche gelaugt, sie ist nur nach den sorgfältigsten Er-wägnngcn znr Uebcrzenguug gelaugt, daß auch bei den einzelnen EtatS nnr eine bestimmte Ziffer des Abstriches möglich sei. Sie ist nnr nach den sorgfältigsten Erwägungen znr Ueberzeugung gelangt, daß dieses nur dann möglich sci, wenn daS Vircment innerhalb dcr einzelnen Etats zugestaudcu wird. Es ist also vou Seite dcr lais. Regierung nicht Mangel an gutcm Willen, sondern die absolute Noth-wcndiglcit, was sic zum Beharren auf ihrem Stand-punkte zwingt. ^ beider hat dcr FinanzanösclM nicht beschlossen, weiter iu Verhandlungen einzugchcu, und er Hal die Angelegenheit zu dciu erwünschte», Resultate nicht gc-fnhrt. Dcmnngeachtct uluß die Regicruug aussprc-chcn, daß sie eö doch uicht beklage, daß dcr Autrag des Herrn Grafen Vrints eingebracht und Gegenstand dcr Verhandlung geworden ist. Es hat dieser Antrag nach 2 Seiten hin erfreu-lich gewirkt, ciumal dahin, daß dcr Finanzausschuß selbst das Bedürfniß cmpfuudcn hat möglichst rasch nnt dcr Erledigung seines Objektes vorzugehen, ander- scitS ist cS auch für die Rcgieruug erwünscht gewesen, nuumwuudcn erklären zu löuucu, welche Abstriche uud uutcr welchen Voraussetzungen sie dieselben für möglich halte. Das h. Haus wird immerhin bei der Detail-bcrathnng in dcr Lage sein, die Frage einer raschen Erledigung vielleicht noch weitere iu Erwägung zu ziehen. Auf jeden Fall habe ich mich dagegen auf daS ^Entschiedenste zu verwahren, wcnu man dcr Vcrmu-thuug Raum gebeu wollte, als sei die Ncgicruug eS gewesen, welche den Herrn Grafen VriutS veraulaßt hat, seinen Antrag zu stellen, nnd als sei dieß hauptsächlich deßhalb geschehen, um dcr Dctailbcrathung dcS BndgelS aus dem Wege zu gehen. Das ist der Regierung nicht beigefallcu, der Herr Antragsteller wird als Mann von Ehre erklären können, daß die Regicruug in gar leiner Weise mit ihm in Verhandlung getreten ist, dic Regierung wird den parlamentarischen Kampf uud die Erörterungen nicht scheuen, ja sie muß jetzt sogar wünschen, daß dic Spezialberathuug beginne, weil einige Mitglieder der Regierung aus Grüudcn, welche im Berichte ihren Ausdruck gefunden haben, nicht in der Lage waren, an den Berathungen thcilzuuchmeu. Wenn auch heute, wie eS scheint, dadurch, daß Niemand sich an dcr Debatte bcthciligt, lein dem Ausschüsse cutgegengcsetzlcr Autrag zur Sprache kommt, so glaube ich, daß das h. Haus die Verhältnisse würdigen uud dazu beitragcu wird, daß daS Finanzgcsetz möglichst rasch, in möglichst abgekürzter Weise und möglichst in Harmonie mit dcr Regierung seine Erle« diguug fiuoe. Das, glaube ich, ist eine Sache, deren Wichtigkeit in allen Theilen dieses HauscS erkannt wird, und die Regierung wirb alleS auf das Freu-digstc begrüßen, was auf die Erzielung dicfeS Rcsul-tales hinwirkt. (Vielstimmiges, lautes Bravo.) Abg. Vrints erklärt, weder sein erster, noch sein zweiter Antrag scieu in Folge einer Verabredung mit der Regierung zn Stande gekommen. Dieß könnte eine große Zahl von Abgeordneten bestätigen, mit welchen er früher seinen Antrag besprochen habe. Er könne mcht umhin, zu erwähnen, daß dic Ionruale entstellte Berichte über die Verhandlungen des Finanz-aus,chu,scs brachten, und daß die Darstellung des ^achvcrhaltcS, wie sie eben dcr StaatSmiuistcr gcgc« bcn, die einzig wahrc sei. Der Berichterstatter bemerkt, es sei im Finanzausschüsse Niemandem eingefallen, den Antrag dcS Grafen VrintS als einen uusclbstständigcn zn bc-trachten. Bci dcr Adstiuuuuua wird der Autrag auf Ueber-gang zur TagcSordmmg m,ac„ommc„. (Schluß folg!.) Lokal- nnd ProvinM-Nachrichtcu. Laibach, 24. Milrj. Morgen Abend findet im Rcdouten-Saale das Concert dcr philharmonischen Gesellschaft zum Bcslcu dcr Nothlcidcndcu in Iuuertrain Statt. DaS Pro. gramm enthält folgende Piccen: 1) „Prolog" von Ludwig Ißlcib, gesprochen von Hcrru Ludwig Blach -2) „DaS Gcbct vor dcr Schlacht" vou A. Storch' Mäuuerchor; 3) „Phantasie" für das Piauoforte von, Barintin, vorgetragen von Flau Emma Vchöppl -4) „Abcndständcheu" von Anton Ncdoco, Tcuorsolo mit Ärummstimmcn; 5) „Arie" aus dcr Oper ..Freischütz", vorgetragen von Fräulein Elcmcutinc Ebcrhart; 0) „Allegro" uud „Adagio" aus dem^-Dm-Quartette vou Beethoven, vorgclragen von den Herren Zappe, Ealvo, Nedved und Zöhr« - 7) Nacbtacsa. a im Walde", Männerchor von Schuben 8)^ E w bahn und Fraueuherz", Gedicht von Savl.ir ae/m« chen von Frl. P. Küblcr; 9) „Das Kachln" °M »' nerchor von Becker. Nicht nu dieß wterefsaMc r ,^ haltigc Programm, sondern an^de7^o^ltHe Zweck lassen eine recht zahlreiche Theilnahme des Publikums erwarten. -^ i >, - Die Generalprobe zu dem Wohlthätigkeit«. Concerte der pH, harm°m,chcn Gesellschaft findet Mor-gen Vormittag '/.11 Uhr Statt ^..i V^" ^°^^" ^"" Schneefalls hatte dcr gestrige Wiener Postzug ciuc mehrstündige Vcrspütuug ^s^ ." ^" """ ^."''^"' s°U «och iu diesem ssl hiahrc dic Traclrung dcr Eiseubahn-LinieLaibach-VUlach vorgenommen werden, und dic konzessionsmü. ß'g vorberechtigtc Südbahugcsellschaft bereits Schritte gcllM haben, um ihr Vorrecht gegenüber dcr bereits '"Bildung bcgnffcucn nnd durch belgische ssapitalicu nntcrstutzteu Unternehmung zur Geltung zu blinqcn. Andererseits abcr hcißt cS, daß dic auswärtigcu Uu-tcmchmcr sich mit ciner ü',pcrzcutigcn Zinscngarautic des Staaten für e.n Baukapital vou 12 Viillioucn Guldcu begnügen, während die Südbahugcscllschaft cme gleiche Zinscngarantic für ein Baukapital vou 14 Millionen bcanspruchcu soll." — Vou dcm in Klagcnfurt neu crschcincn-dcn politischen Blatte „Alpcnblätter", rcdigirt von A. Gironvoli und I. I. Kraßnigg liegt nnS dic Probe > nummcr vor. Nach dieser zu utthcilüu dürfte cS ein recht gutcS Blatt wcrdcn. — In Salzburg faud die Traunug dcr bc-rühlntcn Harfen - Virtuofin Marie llilößncr mit dem Grafen Philipp Spaur Statt. Ochlußverhandillllgen beim k. k.^audesgciich!e.j In dcr nächsten Woche finden bci bcm hicsigcn t. t. Landesgerichte folgende Schlußvcrhaudlnngcn Statt: Am 29. März: I. Johann Sporen — wegen schwerer körperlicher Beschädigung; 2. Alois Slcrmolc— wegen Diebstahl. Am 30. Mürz: 1. Barlhelmü Petriö und Genossen — wegen Diebstahl; 2. Ioh. Likar, Anton Iereb nnd Andreas Mcdved — wcgen schwerer körperlicher Beschädigung; 3. Johann Goslar — wegen Diebstahl. Am 31. Mäiz: I. Anton'Rant und Franz Iesseulo — wegen schwerer ldipellicher Gcschädiguug; 2. LulaS Schwigcl — wegen Dicb-slahl; 3. Andreas Marlinöiö uud Aarlh. Nagodc — wegen Diebstahl. (Rinderpest.) AuS Zivillroatien wird mitgelheilt, daß vom 2. bis 17. Februar d. I. dortlauds lcine weiteren NuSbrüchc der Rinderpest sich ergeben haben, und daß vielmehr diese Landplage als gänzlich erloschen erachtet werden könne. Die Abhaltung dcr seit mehreren Monaten dortlands gänzlich uerbolcncu Horu» vichmärlte wurde wieder gestattet, aber dcr Eintrieb deS vroß- und Kleinhornvichcs auS den benachbarten noch nicht gänzlich entseuchten Provinzen nnr gcgcu Bcibriugung ordentlich ansgeslelltcr Viehpässc nnd glaubwürdiger Gesundheitszeugnisse gestattet nnd auf den Hanptstapelplätzcn für ausländisches Hornvieh, wie in Karlstadt nnd Groß'Gorica, wnrdc die Anf« slcllung besonderer Viehbeschan-Konimisfionen angeordnet. Ans dem Vemeinteralhe. In der gestern stattgehabten GcmcindcrathSsitzung laS der Bill germ ei st er, nach Lesung uud Genehmigung des Protokolles der letzten Sitzung, ein Schreiben Sr. Exzellenz deS Herrn Statthalters vor, worin dem Gcmcinderalhe für die jüugst zum Besten der Nothlcidcndcn in Iuucrlrain bewilligten 5,00 sl. dcr Dank ausgesprochen wird. Ferner theilt der Vorsitzende mit, daß Frau Maria Xo/I«.!,' cinc troa« tische Grundentlastuugs. Obligation per 500 fl. zur Errichtuug eiucr Armcnstiftung gewidmet habe. In Beantwortung dcr in der lchttn Sitzung vorgelom. meucn Ilitcrpcllalion bemcllt dcr B ü r g e r m c i st er, daß bezüglich der ztanalisirung an dcr Rückseite dcS Kastcllliügcls die WilttruliaSoerhallnisse bisher cinc flufliahluc des SilualiouSplaucs »nmüalich machten; , daß blziialich der vom G.() in Anwendnng gcwcfcncn Systeme der Pcrpachtnng zurückzukehren, welcher Antrag znm Beschlusse erhoben wird. Hierauf folgt die Berathung deS städtischen Prä-liminarcs pro 186b. G. Va«lalti,!> . 7W. - Loud«» . . 111 40 Hrsditalt-en . 18^,70 K. k. Dulate» 5!j4'/., Lott^iehungen vom 22. Mär): Wien: 2<> »tt 7» 34 tt4 Graz. «H 85 W »« 3» Hrcmden-Anzeige Stadt Wien. Die HclN'»: Vurghalt, .ss.nlsman», uud Ha»>,!^ Haüdlimg^r.isendes, vru Win, — R»da, v'sWcst'»?»!^!!!!. ail.' Et,!,Vl!>alf, Elephant. Die Herren.' Schmidt, Kausiuanu, v^'n M>'i»> choi — Hirt. s, s, UDbtllicnllnalit, v».'» (i^'rz. — Nalonig von Saqor. Mohren. Die Herre»: Schün vl, Wien, Ka'rntner-Ninss )tr. «», lst mir der Verschleiß des wsgeu > ! sciner liaisende» nnb hilfreichen Wirkungen berühmlen Hoff'schcu Vtalz» > > ^trakts, s»^. Ocsundl,eitöbier, m,d der Hoffschen Krastbrust« > > Vtalz,xtrakt-Vonbons üderlraarn worden, und halle davon btlläuolq > Lagcr. " l I Johann Zlebcl. Der auö dcu besten maacustcirkelldcu und bllltrciuigcudcll Hlväntern uun dem Apotheker N, F. D a u l, i tz in Verlin lombiuirtc Kräuter-Liqueur hat sich als i'lqncnc durch seine wohlthuende Wirluua. besonders auf die Verdauung uud die dadurch bedingte Älulbilduua, uuter ähnlichen Fadrilateu dcr ueuereu Zeit iu gau.; Europa bei Acr^ten uud Tauscudc» von zlousuuiciNcu die ruhlulichslc Anerlrunuüss ei' worden und bedarf dnhrr lciurr Anpreisung mehr, ZusammrnstrUunss uielrr NrzOichcr Urtheile, und Daulschrclbcu dcr Äousulncutm sind iu jeder Niederlage !''"'l>5 zn hal'eu. Den D a u l> i tz'schcn Kräntcr-^iqncur, N'clcher Uoruchllilich au« Pflauqensloffcu bc-rcitet ist, welche theils eine stärleude, theilö ciuc anngeude uud ausiizscude Wirluug aus dic Echlcimhant des Mageuö uud DarmlanalS auöilbcu, habe ich iu vielfacher Vczichuug schr bewährt gefunden. In erster'Reihe sind es Masseulciden, als Npftctilmaugel, Verschleimunst, Voll- und Druckaefühl, welche iu dem genauulcu ilräutcr - Liqueur ihre Hilfsmittel fiuden; in zweiter Äcihc NuterleibHleide» , die weit verbreiteten Hämorrhoidal-illstände mit ihren selnudärcu Erscheinnugcu, alö habitueller Leibeöucrstopfnng, .5lolik, Äläliunst^bcschwerdcn, welche oft Stiche im Krru; und iu der Vrust verursachen, ferner .Kopfschmerzen , unruhiger 2chlaf, Verstimmung de« Gemüths (Hypochondrie) ?c. Gegen alle diese i!cidcu laun dcr D a u l) i tz'sche Kräutcr-^iqncur luit Recht alö riu sehr kräftiges Heilmittel cmpfohlcu wcrdeu. Berlin, den 12. Februar 18«ii. (I.. 8.) Ur. Baumauu, Pralt. Art,c. Da mir dcr Daubi tz'sche l!iq»enr bei meinen chronischen Hämorrhoidalleiden sehr gute Dicustc leistet, so ersuche ich Sie, mir ycgcn Postnachnahm« acht Flaschen dieses Liqueurs gefälligst zu ilbcrscudcu uud zeichne mit aller Achtung dero ergebenster Ioh. von Fröhlich, Mähr.-Schöubcrg, 3. Nov. 1«04. l. l. Oberst iu Pcusiou. Nur allein rcht zn beziehen dnrch da« CentraI-I>ci (5. HV. Daul»'«, in Wien, Hcrreugajsc l», uud dic autorisirten Niederlagen: iu Laibach bei »>«>,. «4.»'u»««'>,«-«lT«, ui Gurlfcld bei ^U«tn« ^»«»>„v«l^«»^. _____ Prciö pcr Flasche l fl. ö. W. i.l^) ^" Zeugniß. Durch den eigenen Gebrauch dcö Anatherin.Mundwassers ^) voM pralt. Zahnärzte Herrn I. G. Popp, Stadt, Vogncrgassc Nr. 2, habe ich mich von dcr vortrefflichen Wirkung auf daö Zahnfleisch und die Zähne über' zeugt, daher ich mich vcraulaßt fühle, um dcr lcidcudcn Menschheit" zu dienen, dieses Mundwasser Jedermann bestens anzuempfehlen. Wien. Landaraf zu Furstenberg „z. ^ t. k. Gcucral dcr Kavallerie :c. :c. gu hal'en: In Laibach bei Ant. Hrisptr —Ioh. .straschovit) —.ssarl Grill „zum Chinesen" Petri .^ ic H Pirltr ,iub KraschoWih's Witwe; iu .ssrainbuvg l'ci k. KriSper; iu Vleiburg bei Herbst, Npotheler; in WaraSdiu bei Halter, Äpothcser; !n N.'ustadtl l^ei D. Niizzoli. Äpothefer ; iu Gurlfeld bei ssried, V ömcheS . ?lpotheser; in Ttlin bei Iahn. Apotheker; iu Trieft Hauptdcpot bei Serravallo. bann bei N o c c a, Ianctti. Xiloulch u»d N o u b o l i n i, Ap»tl)fser, I. Weißenfeld. i!,iiqi ^ord< schncider; iu Vischoflack. Obellrain. bei Karl Fabiani. Apothcler; in Görz bci ssrauz Lazzac undP li u to u i, Äp^lhcser. ^ Utii <>'. H'. ^