Anbacher Zeitung. ^»«». Freitag am ««. September «8H«. Die „Vaihach,. 2,.,'t,.,,.," ,>..A,,,,,t „,it ?l>lilagr,l im Co m p loir q a» zjahrig ll ,l.. halbj.isiriss .'» ff. 3N fr, mit Kreuzbar i.,^ !2st., l,a ! b,.i hriq N ss. ^>.r l,.s Z.ckell.mq in's H.n.s ,'"!. Hal bias» riq .M kr. „nbr zu entricht.». M it dc r >Uo st vor to- f'ei q^»,,äl,ria u> »cr ssrcn.l'"!' >'»d qcd>,,cktcr Aoress.' ,.'» ss.. hall'i.ihriq 7 st. 3tt kr. - I» serat. onssisl'ül, r für m,c Svaltn.er de» Nc,,»» devil's». s,,r ei>,-'""lige (zi,!scha,t,»,/.^ ss.. nvc'.naliqc i fr., sl.r drcimxliqc 5 lr. C. M. I»scr.te bis ,2 Z.i!c» kostc» < «. si"' ^ Mal. ^<» f., si,r 2 Ma! n»d ^0 lr. si.r l Ma! ci»z»schc,. August d. I.. den ^„ltar-Verpftegsreferenten bei dem Landes-Militär-comnw.do in Wien, Verpflegs-Ober^Verwalter Anton Ehrlev, in den nonnalmäßigen Pensionestand z» versefteu nnd ihm in Berücksichtigung seiner ^jäh-"gen, zur Zufriedenheit geleisteten Dienste daS Ritter-reuz des Franz Joseph.Ordens allergnädigst zn ver-e.hen; ferners den Verpstegs-Ober-Venralter und Referenten zu Zara, Benedict Gerstenbrandt in gle.cher Elgeuschaft zum Landes-Militärcommando in Wien zn Überseen; dann den Verpslegsuerwalter Emannel Pocziusky zum Verpstegs-Ober-Verwal-ter nnd Referenten beim Landes-Militärcommando in ""ra zn ernennen gernht. K n n d m a ch n n g. ^ Auf Grnnd der allerhöchsten Entschlies-una. vom '- ^nll l. I. wird in Folge h. Fiua».;-Minlsterial-^la<1es vom :l. August l.<^2. ?. 1111.'!. Nachsol-, kendes zur Kenntnis; gebracht: Die gegenwärtig gellenden ^waügsconr^-Bestim- Ne'^sV'"^'" '" ^^'^'^ "'^ ^'^ ^" '^" ""^'"^liche" aufer ^v^^^'^ "'^ ^"^ ö'^ Jahres insoweit künftigen'^l'"''^ l" ""''"' ^l; vom l. Jänner Niemand ^^ ""ssefangen, im allgemeinen Verkehre verhalte» ^" ^nuahme derselben an Zahlnngsstatt ^ werde,, kann. vom 1. I^,^?"" !?"' v"'i"slichen Reichsschaftscheine gen freigestellt, dieselben gc- Reichsschayschei,^' "" ^"'""gsumlaufe befindliche Ablauf des Iah,/g" .''...^ ""d Ü0 ft., ,dcr nach Msliche, jedoch oh>,e ->''" ^'^'" """ ^" ^" ""' scheine zu 100 st ^"<^ cm sirende Reichsschaft- Ansfertigung vom '^e ,« >.!"^ '""" ". m.t der Im erstern Falle werden' die", """"bsclu. wechslungstage, im lctz.ern F^^ ^'^'umBer-nurbisEndedesIahres.^2 , ^7"n,ndc "om 1. Iauncr 18^3 an laufend n^^' ""'^'' denNeichsscha^einendern^^^2al!7'' Verwechslnngscass , , ^"'^'''^ " in Wien die i" "Elchen die Re'icl sl 'l"^en Kronländern aber, w. di^and.:^^....,^,^,^^ ^ Ueberdies; wei^n °>;> scheine vom 1. I,,^ ^^"'"7^" "c.ch,^a.. bei allen Staatscassen als ^a^)ll na ., ' ^' ^"""Ü den Parteien, die bis zum Ta" ^""' und fallenen ^percentigen Zinftu gut gerech,.'" '? "" Hinsichtlich der verzinslichen Rei^s^^ Mlt den ÄnssMignngsdaten vom l. Jänner 1«:;<> und 1«!il hat es bei den Vestimmuugeu der Kundmachung vom 2. April 1tto2 (Reichsgescyl'latt Jahrgang M;2, )lr. «l) zu verbleiben. Uebrigens werden die verzinslichen Reichsschaftscheine, auch nach erfolgter Anshebung deS Zwangs-curses, in den Gesammtbetrag deS umlaufenden . Gens-d'armerie-Regiments, mit der Bestinnnung zur Dienstleistung bei und Anton Hofier, Commandant des 1>>., mit Belastung dieses Regimentscommando's; ;u Oberstlieutenanten, die Majore: Iulins Van Crasbek, deS 1^., mit gleichzeitig« Ernennung znm Commandanten der zn Krakau befindlichen Abtheilung desselben Geusd'armcrie-Regiments, und Sabinus Ritter v. Mauler, des 14.; dann zu Majoren, die Rittmeister: Franz v. Melzer, des "/., und Carl Betessy, des li. Gensd'armerie-Regiinents, lefttere drei mit Velassung in den betreffenden Regimentern. E r n e n n unge n. Die Oberstlieutenante: ^>einrich Äiartiny, bis-her bei der Geiwd'armerie-General-Inspection in der Dienstleistnng, znm Commandanten des l'.t.; Nla-thias v. Echroth^ des 4., zum Commandanten des !>.; Friedrich v. Dauber, Commandant des 1<»., znm Commandanten deS 14., m,d Pa». Gyuric, des 2., zum Commandanten des IN. Gcnod'armerie-Regiments. Mit den Fxnctionen eines Stabsoffiziers wurde,, betraut. Die Rittmeister: Erwin Ritter v. Steinhäuser, des 1.';., beim 1U. Geusd'armerie-Rcgimente; Johann Göbl, des 4., bei demselben, und Carl r. Haardt, deS 3., beim 2. Gensd'armcrie^Regimcnte. P e u s i o n i r u n g e n. Oberst Anton Keßler, Commandant des 2. Gar-nisons'Bataillons; die Majore: Carl v. Vosio des Iufanterie-Ne giments Großfürst Michael von Rußland Nr. 20; Ärlhnr v. Schade des Infanterie-Regiments Baron Haynan Nr. -l7, und Georg v. Odobassic deS 1. Banal-Gräuz-Infauterie-Regiments Nr. l0. Nichtamtlicher Theil. V c ft e r r e i ch Wien, 7. Sept. Der „Wiener Lloyd" schreibt rüclsichtlich des neuen Staatsanleihen«? ^fachstcheudes: So viel Blut nnd Schäfte auch die inneren Erschütterungen gekostet haben, welche Oesterreich in den Iahrcn ltt48 und 1^!> erlitt, wir zwcifcln sehr, ob der patriotische Historiker, welcher in einer künftig" 5ett d.eseldeu windigen wird, mit ^cid auf sie znrück-bl.cken kann. Aus so vieler Verwirrung mag selten w v.el Ordnung, aus so viclem Unfriede., so qrosie E.n.gre.t. aus so schweren Verlnsteu solch' unermc,^ 'cher ^'w"N' hervorgewachsen sei«. Die Reorgani- ^u^^7^.r:nrersir'do^ ?i.,s.,, sick ^ ^""l">, w.lch« „>it,v>,ch.nsche„ da in k„. c, '" ^!""> VcrMmsse» beispiellos ist don ,^'!^ ^° '" ost«,eich,schen S.aa.e. .'" ""'°«"c^ s°>M«>n si„ G»°«„e...s, Da«, 'va: dn ,,u,eg koste«, ,^ ,^„ ^,,,,^ ^^ eingebracht. Eine finanzielle Eroberung sonder Gleichen ist bewerkstelligt worden, nicht ohne Kosten, aber mit Kosten, die znr ansierordentlichen Grosie des Gewinnes in gar keinem Verhältnisse stehen. Der Krieg, welcher einst den Staat mit Verarmung bedrohte, ist jeftt rine der Qnellen seines Reichthumes, seiner Macht und seiner Blüthe geworden. Diese Thatsachen ,' welche sich dem Auge der Welt unwiderlegbar offenbaren, können nicht verfehlen, die finanziellen Operationen des StaattS zil begünstigen. Der Etaatsglaubiger erkennt, daß der Staat mehr als den vollen Werth für die Opfer empfangen hat, zu dereu Deckung er jeftt Gelder aufnimmt. Er weiß serner, daß die Ankihen, welche der Staat negociirt, zu den Zwecken angewendet wcv-den, welche ihm, dcm Gläubiger, den größten Vor« theil abwerfen. Der Staat bant mit den gewonnenen Mitteln ein Feld an, dessen Früchte ihm nicht allein gehören, sondern allen denen, welche ihre Wohlfahrt mit seiner Wohlfahrt in Verbindung g,bracht haben. Er verbessert das Eigenthum seines Glanbi-. gers mit dem Gelde, welches ihm eigentlich geliehen worden, bloß um sein eigenes Eigenthum zu verbessern. Die Situation der Staatsglanbiger ist darnm eine so besonders begünstigte, weil der Staat in der ^age ist, ihnen sül die Mittel eine volle Zahlung zn leisten, deren Venüftung zu einem großen Theile ihnen selbst z„ Gltte kommen. Dieses eigenthümliche Verhältniß bringt cS mit sich, daß die Finanzopelationen deS Staates, je weiter sie fortschreiten, desto leichter zu bewerkstelligen sein werden. Es laßt sich leicht die Berechunug machen, wie groß die Snmmen sind, deren der Staat zur i^öschnug ftiner schwebenden Schnld, zur Wiederherstellung der Landeswährung bedarf. Je näher der Staat bei seineu Anleihen diesem Ziele kommt, desto günstiger werden die Bedingnngen, welche er zn erlangen im Stande ist. Von Anleihe zn Anleihe müssen sich die Preise höher stellen, zu welchen dieselben begeben werden können^ Den Lesern dieses Journals sind öfters die Zahlen mitgetheilt worden, welche die Fortschritte bekunden, die Oesterreich auf dem finanziellen Felde gemacht hat. Eine sehr bedenttnde Reduction in der schwebenden Schnld hat bereits stattgefunden, welche, wie wir glauben, den Ueberfluß des cnculirenden Geldes gänzlich beseitigt hat. Dem Finanzmanne geben sich jeftt die Zeichen kund, welche unverkennbar darthun, daß jede fernere Verminderung dcs umlaufenden Geldes schon das Bedürfniß des Verkehrs berührt, und anf dcnftlben einen tiefen Eindruck her-vorbi'iugen must. Es liegt in der Natur jeder Ue-l'ersüllnng, daß die ersteu Maßregeln znr ihrer Beseitigung schmerzlos vor sich gehen können, und eben, weil schmerzlos, keine besonders in die Augen^ springende Wirkung hrrvorblingen. Die ersten Schritte sind ab.r die Vorbereitung auf die zweiten. ohne welche diese leftteren unmöglich wären. In diesem Momente, das ist gewiß, wird die Entziehung von Ml Millionen aus dem öffentlichen Verkehr eine tiefere Wirkung anf daS Fallen der Warenpreise, namentlich aber anf das Fallen der Wechselcourse hervorbringen, wie früher die Einziehung einer drei Mal so großen Summe. Wlr sind jeyt in der Epoche wo jede fernere Maßnahme der Regierung gleich und schwer in's Gewicht fallen muß. wo der Nutzen des bisher Geschehenen crst deutlich hcN'0rtvtten kann. 884 Wien, 6. September. Für die oberste Lei-nent mit einem General an der Spiye » unter der eigenen obersten Leitung Sr. Majestät des Kaisers, errichtet werden. — Se. Majestät der Kaiser reiset morgen (Dinstag) Früh mit einem Separattrain der Glogg-ncherbahn nach Brück a. d. Leitha, um dort einer Truppen-Revue beizuwohnen uud kehrt Abends nach Schönnbrnnn zurück. — Das „Eco della Borsa" vom 1. September meldet: Freiherr v. Vruck verfolgt unermüdlich den Plan, die Schweiz nnd Baiern mit Triest mittelst der Echissfahrt auf dem Po, der Etsch, dem Tessm, dem Lago maggiore, dem Como- und Gardasee in Verbindung zn bringen. Freiherr v. Brück hat die physischen Hindernisse bei diesem großartigen Unternehmen nicht gescheut, und bereits sind die colossalen Arbeiten zur Schissbarmachnng dieser Gewässer in's Werk gesept. -- Die vielfach besprochene Klosterreformfrage steht auf dem Puncte des Abschlusses. Die Erledigung datirt sich aus Rom. Die Reform wird auf Grnnd der gemachten Vorlage mit einzelnen Klöstern der Reihe nach beginnen, und zuerst bei den Bene-dictinern nnd Franziscanern durchgeführt werden. Der Umfang der Orgauisiruug läßt sich in wenig Worten zusammenfassen, da die Einrichtungen der Klöster auf die ursprünglichen strengen Klosterregeln zurückgeführt und alle Neuerungen, die sich im Laufe der Zeit ein« geschlichen haben, wieder beseitiget werden sollen. Die von .dem Papste eingeführten Klostervisitatoren. der Hr. Fürsterzbischof von Prag uud der Hr. Bischof von Graz, haben die Aufgabe, zu wachen, daß die Reformen in diesem Sinne durchgeführt und keine Abweichung von den strengen Klosterregeln eines jeden einzelnen Klosters ohne päpstliche Genehmigung gestattet werde. — Nach einer der Handelskammer gewordenen Miuisterialerössnung hat das hohe Iustizmiuisterinm die Einleitung getroffen, dasi die bisher durch dringendere Gegenstände gehinderte Erlassnng eines allgemeinen nenen C o n cnrsgesetz e S wieder in Verhandlung genommen worden sei. — Von Seite der k. k. österreichischen Regierung sind mit den Donanfürstenthümern Verhandlungen eröffnet wegen Abschluß einer Convention znm Schnpe österreichischer Unterthanen bei vorkommenden Concursfällen. — Wie französische Blätter berichten, ist der literarische Vertrag, den Frankreich mit Oesterreich abzuschließen beabsichtigt, in den Verhandlnngen so weit gediehen, daß an einem Zustandekommen nicht mehr gezweifelt werden kann. — Dnrch den französisch - sardiuischen Handels-nnd Schissahrtsvertrag vom 14. Februar 18!52 wurden von Seite Sardiniens gewissen französischen Erzengnissen, w.nn dieselben zn Lande sowie unter französischer oder sardinischer Flagge zur See eingeführt werden, nnd ebenso gewlssen sardinischen Rohstoffen, welche zur Verarbeicuug nach Frankreich ausgeführt werden, besoudere Zollbegünstignngen zngestanden, welche zn Folge des Artikels 1'> des österreichisch-sardinischen Handelsvertrages vom 18. October 18.il in Sardinien anch anf die österreichischen Erzengnisse, wenn dieselben zn Lande oder unter österreichischer oder sardinischer Flagge zur See in die sardinischen Staaten eingeführt werden, sowie auf die sardinischen Rohstoffe, welche znr Verarbeitung nach Oesterreich ausgeführt werden, in Anweuduug kommen. Die wichtigsten der gewahrten Zollerleichterungen für die Ausfuhr ans Sardinien sind: für Seide, Seideuabfälle, Toppelseide, Lamm- und Ziegenfelle, welche jeyt sämmtlich freigegeben sind; für die Einfuhr nach Sardinien sind Lamm- und Ziegenfelle ebenfalls freigegeben nud die Zollgebühren für Weine nnd Branntweine bedentend ermäßigt worden. — Aus Baltimore telegraphirt man ein furchtbares Unglück, das sich in der Nacht vom 1!1. anf den 20. ywg. auf dem Erie-See, in der Nähe von Buffalo, zutrug. Wahrend eines dichten Nebcls stießen die Dampfer ..Atlantic" und „Ogdensburg" an ein« ander, und das erst«re Schiff erhielt einen Leck. Der Capitan ermähnte die Passagiere, meist norwegische Auswanderer, die kein Wort englisch verstanden, znr /Fassung, nnd sprach die Hoffnung aus, den Hafen zu erreichen; aber im ersten Schrecken sprangen einige über Bord, nud kanm hatte sich der Atlantic zwei Miles weiter fortgeschleppt, als die Flnth so hoch stieg, daß sie das Feuer in der Maschiueukammer löschte nnd das Fahrzeug zu sinken anfing. Der Schrecken, die Verwirrung und das Geschrei wnrde jeyt entsetzlich. Viele überhörten oder verstanden nicht die Anffordernng des Capitäus und der Offiziere, sich der Stühle, Bänke, Sopha's nud Matrayen m der Kajüte zu bemächtigen, (diese. Geräthe waren alle lnftgefüllt und sichere Lebensretter), sondern stürzten alle blindlings dem nassen Tod in den Nachen. Um halb 2 Uhr fuhr das Boot, uuter dem Gekreisch von Hunderten, in die Tiefe, nur das Hiutertheil ragte über die Wogen, uud ein Paar Unglückliche klammerten sich theils au^das Wrack, theils an das Tauende eines schwimmenden Mastes. Der „Ogdensburg" folgte im Fahrwasser des unglücklichen Dampfers nach und rettete an 1.'i9 Personen, aber der dichte Nebel lahmte seine Austrengnngen und mehrte die Zahl der Opfer. Unter den Leyten, welche vom Wrack genommen wurden, befanden sich Mr. Bueil, der Maschinenmeister, Mr. Blodgett, der Oberstenermann, Mr. Givan, der Bnchführer des „Atlantic" nnd ein Knabe von 8 Jahren, den man rufen hörte: „O, ich kann nicht lange mehr festhalten. Wenn Papa nnr da wäre!" Der Kleine hielt sich am Mastbaum nnd war im Sinken begriffen, als ein Kahn des „Ogdens-bnrg", bis an den Rand mit Passagieren vollge-packt, in einiger Entfernung vorbeikam. Mr. Blodgett, eben gerettet, sprang ans dem Nachen, schwamm dem Tau zu, und erlöste den armen Jungen aus seiner verzweifelten Lage. Sein Onkel, der mit ihm gewesen war, ertrank. AlS die Geretteten Erie erreichten , sanken sie, wie anf ein gegebenes Zeichen, alle auf ihre Knie uud verrichteten ein stnmmes Dankgebet. Ungefähr 200 Personen, meist arme Aus» wanderer, sind ertrunken. Unter den Vermißten ist MrS. Cornwell, eine Schwester des bekannten Friedensapostels Mr. Elihn Burritt. Wien, 7. September. Se. Majestät der Kaiser besichtigte heute in Vruck a. d. Leicha die Mannschaft des dort befindlichen Iagerlehrbataillous. und kehrte Abends mit'einem Separatznge der Gloggniz-zerbahn wieder znrück. — Se. Majestät der Kaiser hat angeordnet, daß die die mathematischen Gränzschulen frequentiren-den, und sich dem Militärstande widmenden Söhne unbemittelter Militärs mit einem Erziehnngsbeitrage von li fi. monatlich zn betheilen sind, bis ihre Ueber-schuug in die nen errichteten Militär-Gränz-Vlldnngs-anstalten erfolgt. — Nach den leyten Berichten aus Ebenzweier befindet sich Se. k. k. Hoheit Herr Erzherzog Mari-milian d'Este bereits vollkommen gesnud, und macht täglich Ausflüge in die Umgebuug. — Das uene, Sr. Majestät dem Kaiser bereits znr Sauctioniruug vorgelegte Ehegesey zerfällt in 2 Abtheiluugen, von deueu die erste die Vedinguugen zur Eingehnng einer Ehe, die zweite aber die Instructio-nen für die Pfarrer bei Schließung der Ehe enthalt.! Im Allgemeinen nnrden die Vestimmungeu des bürgerlichen Gesetzbuches festgehalten, nnd nnr genauer bezeichnet, uud dem Standpnucte der Kirche auge> messen begründet. — Anläßlich eines vorgekommenen Straffalles, hat der oberste Gerichts- und Cassationshof entschieden, daß eine falsche Aussage. welche Jemand zur Abwälzung des Verdachtes der ihm bewußten Mitschuld des Verbrechens ablegt, als eine zu seiner ei-, genen Vertheidigung nnd in einer unwiderstehlichen moralischen Zwangslage abgelegte, nicht strafbare Aussage anzusehen sei. — Aus Wien schreibt mau der „Brün. Ztg." : Die von der agypt. Negiernng hier errichtete Erzie-Huugs-Anstalt ist bereits, »vas Lehrplan nud iuuere Einrichtung dieses Instituts betrifft, crganisirt. Die jungen Zöglinge — es sind deren N, darunter 2 Verwandte von AbbaS Pascha — erhalten nach diesem, von unserer Regieruug einverständlich mit der ägyptischen, eutworfeuen Schulplane vorerst durch 2 Jahre Unterricht in der deutschen Sprache nnd den Elemeutarfächn'u. Hierauf beginnt nnd wird durch eiue angemessene Zeitdauer fortgeseftt der Unterricht in den Vorbereitnngsfachern für das Studium der Medicin lind Pharmacie, für welche Verufsaneu die Zöglinge eigentlich hier ausgebildet werden solle». Die gesammce Lehrzeit umfaßt 12 Jahre. Ueber diesen speciellen Fachstudien haben sie auch Mathematik uud die modernen Sprachen -- außer der deutschen Unterrichtssprache - das Französische und Englische zu betreiben. Sobald die jungen muhame« dänischen Studeule» der deutscheu Sprache mächlig siud, werden sie die öffentlichen Kollegien für je>tt Lehrfächer besuchen, welche in ibreu Stndienplau aufgenommen sind. Die hier befindlichen Aeqypter schei' nen der Mehrzahl nach viel Talent nud Fleiß zu be-scheu: in der kurzen Frist von !l Monaten habeu sie in unserer, doch schwer zu erlernenden Muttersprache, sehr rasche Fortschritte gemacht. Als Cnrwsnm theile ich Ihnen von diesen Iüuglingcn noch mit, dasi drei derselben sogenannte „Schriftgelehrte" siud, welche von ihren Ulemas aus dem Koran geprüft, und so< dann zu dieser theologischen Würde erhoben wurden» — Wegen Errichtung eines Stämpelamtes in Klagenfurt sind schon seit längerer Zeit Verhandlungen schwebend, nnd wurde, »vie man vernimmt, die Erössunug eines derartigen Amtes in dieser Stadt nun beschlossen. — Mehrere hiesige Künstler haben Aufträge z»r Anfertigung von Kunstwerken erhallen, die anf Ko> sten Er. Heiligkeit des Papstes für mehrere Kirche« in Rom bestimmt siud. — Aus Meran, 1. Sept. , meldet der "^ roler V." : Die Traubeukrankheit scheint nicht ^ allgemein verheerend gewirkt zu haben, als man im erstn, Schrecken sich und Andern glauben machte-Etwas mehr als ein Drittheil der Ernte dürfte verloren sein, wobei freilich auch derjenige Wein >" Rechnung gebracht ist, der selbst aus den kranken Trauben gewonnen werden kann; denn auch diese enthalten noch sehr viel Süßstoff. Was gesund blieb, verspricht eiu Erzeugnis; , das au Güte den besten Jahren nicht nachsteht. Der verderbliche Schimmel hat sich übrigens nicht bloß an den Reben äugest sondern man bemerkt ihn an Gräsern, an den H^' seufrüchteu, au Obstbänmen, besonders an den Kasl"' men. Ueber die in letter Zeit rasch um sich gre>' feude Kartoff bende Nachrichten ein. — Mau berichtet aus Iasko, daß am 14. Au» gnst d. I. nm 1 Uhr Nachmittags, in der GebirgS-ortschaft Czechania ein so großer Hagel niedergefallen ist, daß den audern Tag die Felder mit demselben wie im Winter mit Schnee bedeckt waren. Durch dieses Unglück sollen den seit mehreren Jahren sel)>-' verarmten dortigen Gebirgsiusasseu sämmtliche Feldfrüchte (da daselbst die Ernte noch nicht begonnen hat) zu Grunde gegaugen sein. — Am l». August wurde in Venedig der Kiel zn einer großen Goelettc vou sechs lwpfündigen K^ uouen gelegt, deren Gerippe bereits aufgestellt ist. — Nach einer Notiz im neuesten Heft des CeN-tralblattes des laudwirthschaftlicheu Vereiues lauten die Berichte aus Baieln über die Kartoffeln äußerst gül^ stig; nur die Nierenkarloffel war an verschiedene» Orten, insbesondere in Gärten uud iu fettem Bode", ziemlich krauk uud zwar die Kuolleu früher als das Kraut. — Seit mehreren Wochen inacht in Xanten u» oer Umgegend der plö!)ltch erfolgte Tod einer jlwi^ Hrau am Tage ihrer Hochzeit vieles Aussehen n"d s" dem anftanchenden Gerüchte eincr stattgehabten M?" Vergiftung so viel Gewicht, daß die Vehördeu ^ ^'.. einer Ausgrabung und vorschriftsmäßige!! Obducti^' deiche veranlaßt gesehen haben. Als Resultat dn^ soll sich denn auch der Thatbestand eiuer Ve'g's ^ ergeben habeu, uud siud die betreffeuden Verhau gen dem Mediciualcollegium zu Coblenz zn "ett" gutachtlichen Aeußerungen übersandt worden- — Das „Memorial Bordelais," <><>- '- ^'^ gibt nachstehenden Bericht über eine Katastrophe der Bordeanr-Libourne-Eisenbahn: .^ Zwei Locomotive, deren eine. von ^" ^ ' , das andere von L.bourne kam, stießen l.n Tnmn' 883 Lormout mit gewaltiger Heftigkeit cms einander. Von 12 Personen, die sich in den Waggons befanden, sollen 8 schwer verlept nnd einem Reisenden, dem Schwiegersohn des Herrn Mackensie, die Schenkel zermalmt worden sein und er diese Verletzung nur wenige Stunden überlebt haben. Prag, ll. September. Die „Prager Ztg." be-richtet: Diejenigen Personen, welche am Abcud des 30. August unsere Kathedrale besuchten, wurden uu-vermuthet Zeugen einer seltenen kirchlichen Handlung, Dc» Sr. Eminenz dem Herrn Cardiual-Fürsterzbischof von Rom aus der Wunsch zu erkeuneu gegeben wor-de" , Reliquien vom Körper des heiligen Johann v. Nepomuk dahin verabfolgen lassen zu wollen, begab sich Se. Eminenz Nachmittags zu dem Grabe d»'s Heilige», ließ nach den üblichen Gebeten, in Gegenwart der HH. Delegate,,, Sr. Ercelleuz des Hrn. Statthalters, des Hrn. Canouicus uud Guberuialra-thcs Iacksch und des hochwürdigeu Domcapicels, das lllberne Mausoleum össneu und den mit dreifachem Schlossa versehenen Glassarg von den anwesenden HH. Domcapimlaren erheben. Nachdem derselbe in die Sl. Lndiuillacapelle gebracht worden uud Se. Eminenz, sowie alle Anwesenden sich von der Integrität der Siegel überzeugt halten, wnrde der Sarg "öffnet, der Körper selbst ehrfurchtsvollst besichtigt, Worauf Se. Eminenz z,rei Nippen der linken Seite entnahmen. Ueber die ganze Handlung wurde so-dann ein Protocol! aufgenommen, uuterzeichuet, uud dasselbe danu der E> Hebung vom 24. April 1^29 beigesellt, hierauf von Sr. Eminenz das in der Kirche anwesende Volk zur Besichtigung und Verehrung des Körpers des Heiligen zugelassen. Derselbe erwies sich als von mittlerer Statur, eher klein als groß; ler Kopf in jeder Art proportionirt, die Stirne erhaben, die Backenknochen nicht anffallend hervortretend, wohl aber ein wenig das Kinn; die Zahne bei-"ade sämmtlich wohl erhalten. Der Gliederbau mchr zart als stark, die Beine unversehrt, aber sett der lchten Umhüllung nicht ganz in anatomischer Ordnung; dtt Abgang so zahlreicher, in alle Bänder der 'büstenheit yettheilm. Reliquien, mehr dem Kenuer <^s dem Beschauer bemerkbar. Nachdem hierauf der ^arg wieder dreifach verschlossen wordeu, wurde dcr-^ 'e wie ^, erhoben worden, anch zurückgebracht und ^ Mausoleum auf's Neue verschlossen. i)ol ^'""^ ''- September. Gestern kam Ee. köuigl, ^ l"t der Prmz Adalbert von Preusieu uuter dem lel eines Grafen v. Andechö hierorts au uud stieg st^ch ^'"'^' ^' k' H'b"t besichtigte d.e ^lai?s""^7d>geu Räume des fursterzbischöst.cheu und wird heute ^ ^''heuswürdiqkeiteu von OlmÜ!) würdigsten Herru^^Ü'^ ^' ^"ncnz des hoch^ sier fahren. "^al^ursterzbischofs nach Krem- . Pesth, 5. September ^ , , ,. Ministerium hat die s>„s>.'/ -^ ^ Unterrichts- Organisationsentwurses der G >u , ""' ^' ^l^sseu gebracht- „^ 7^"""s"» ausgerüstete ?">"ljahr' ar^'di 7, ",'?" "u kommende» ^ldcr^f^ w Cla„e, m.t der voUeu '""' ""d H.Ifsmitteln v.^"' "'"^"' ^'dl'ppa^ wird es als e.n off,„„ch,7 "'! "'^'ct w.rd, so standig eingerichtetes ^h ,,,', "^, """ blasse., voll-Pcsth-Ofner D.st.ct^ch^«"'" '" '" ' . D'e ^-tadtgemeinde von n. """" ""u^cht. dem Geb.rge Gayna, an der S^7 "'^ ''" ">f stat Mittag hielten, ein Denlm.l eni^' ^^ ^"^ ist eine dritlhalb Klafter hohe Pyramide V ""^' derseite der kaiserliche Adler von Vronce d"" !^"' gestclle aber eino passende Inschrift ziert. "^?'' Denkmal wurde am Geburtstage Cr. Maj^a ^ ' Wesenheit einer ungeheuren Volksmasse aus "lle'n senden uud Standen feierlich einhüllt. «u "^ur^ 3. September. Da über Anord-Hm'n t5.V ^'^l>'" Gnaden des hochwürdigsten gar,,, a/s ^'" ^"' ^'"' "'^ ^l'mas von Uu-tigtei! ^j«.^" ^^ päpstlichen Heiligkeit bevollmäch-'— '^°^ das von dem Piaristen-Orden üb- zuhaltende Ordenscapitel auf die ersten Tage des Septembers verlegt worden lst, uud hierdurch die zu treffenden Dispositionen bezüglich des vom Piaristen-Ordeu beizustelleudeu Lehrpersonals eiue Verzögerung erleiden; so hat der Provinzialoicar des genannten Ordens rücksichtlich der dem Orden anvertrauten Schulen deu Aufschub des Uutcrrichtsanfanges für das nächste Schuljahr bis ersten October als noth-weudig dargestellt. Eiuerseits iu Berücksichtigung dieses Umstaudes, andererseits zur Verineidung einer dießfälllgen Ungleich-förnngkeit uud der daraus etwa sich ergebende» Uu-zukömmlichkeiten hat Se. Ercellenz der Hcrr Unterrichtsminister mittelst Erlasses vom 3!. August gestattet, das; nicht allein an den dem Piaristeu-Orden anvertrauten Schulen, sondern an sämmtlichen Gymnasien in Ungarn. dann der serbischen Wojwodschaft und im Banate, der Unterricht für das nächste Schuljahr, statt am 1.';. September, erst am 1. October W gouucn werde. V e u l s ch l a n d. Verli«,, ". September. Die „Nordd. Ztg." meldet aus Stettin: „Sichcrem Vernehmen nach hat Prinz Adalbert von Preußen, welcher bekanntlich jeyt Chef der gesamnuen Artillerie und Marine ist, die erstere hohe Stellung niedergelegt, nm seine Thätigkeit »ngetheilc dem Mariuewesen zuzuwenden, für Welches er ein ganz besonderes Interesse hegt. Als seinen Nachfolger im Obercommando der Artillerie bezeichnet man mit ziemlicher Bestimmtheit den Generallieutenant v. Radowil), welcher so eben als Chef des Militär-Stu-dieuwesens wieder reactivirt worden ist." Frankfurt. Der „Pr. Ztg." wird aus Frankfurt a. M. mit Bestimmtheit versichert, daß die Frage über eiue frühere Zusammenberufuug der Bundesversammlung eben so weuig bis jeyt zur Sprache gekommen sei, als cs iu der Absicht liege, iu dieser Beziehung irgendwie einen Beschluß herbeizuführen. Feruer seien wahrend der Ferien auch die Ausschüsse vertagt, uud bis jcNt daher uoch nickt znsammenge-lrtten. Die ganze Geschaftsthaligkeit des Bundestages beschranke sich vielmehr auf die Erledigung der gewöhnlichen Verwaltuugsgeschäfle! welche allein dem Ressort des Präsidiums anheimfällt. Dasselbe habe auch bis jcht noch nicht Veranlassung gefuudeu, die auwcseuden Gesandten zu einer Siyuug bchufs Ve-schlusiuahme in einer seine Compete,,; übersteigenden Angelegenheit zusammenzurufen. Wenn anch, schreibt man der „Preuß. Ztg." ferner, die Aufstellnng eineo Vundcs-Armeecorps Ende September vorigen Jahres beschlossen, uud die Erneunung des General - Lieute-uauts vou Schreckeustein bald daranf erfolgt ist, so weiß man doch eben so wenig etwas von einer baldigen Verwirklichung jenes Beschlusses, als von ei-uer' bevorstehenden Ankunft des Generals v. Schrek-kensteiu iu Frankfurt. Schwein, :j. September. Die „Neue Preusi. 3tg." berichtet : Gestcru kam der katholische Priester Johannes Holzkammer aus Maiuz in Begleitung eines Gens-d'armen hl>r durch, welcher Auftrag hatte, deuselbeu über die Laudesgräuze, bis Wittenberg zu escortireu. Der Geuauute war Hausgeistlicher des Kammerherru von dcr Kettenburg, und hatte biöher den Gottesdienst zu Perow bei Teterow gehalteu. Derselbe langte gestern Früh iu eiuem vierspänuigen Wagen >u Begleitung des Kammerherrn v- d. Kettenburg uud von einem Genöd'armen escorcict auf dem Bahn-Hofe zu Güstrow au. An jeder Station nahm der Gensd'arm Posten vor dem Coup«'. Herr v. d. Ket-tenl'urg blieb iu der Begleitung des Priesters. Das ""chste Ziel der Reise ist uubekauut." ^ r n n k r c i ch. Paris, :'.. September. Ein Decret des Präsi- oenteu eröffnet dem Minister des Innern einen Credit °" '^0.000 Fr. zur Deckung der" Kosten, welche die "'"des N;. August verursacht hat. sckm" "b°""'l" de ^yon" meldet, daß die Ueber- """"n.nge.. des Rh.'.ne .^ue Verheerungen auqe- ^t abeu. Man schreibt diesem Vlatte aus Bou- " "'' ganzes Dorf, aus 200 Häuser., bestehend, wurde vou den Wogen verschlungen. Die größtentheils aus ^'ehm erbauten Häuser stürzten bei dem ersteu Au-prall des Elementes ein. Die Einwohner flüchteten sich auf die Giebll der Häuser, allein bei den meisten war dieß vergeblich, da auch die Giebel bald uuter-sanken. Der Schaden ist unberechenbar, das ganze Land ist zu Grunde gerichtet. Der Nh<'»ne schwemmt Hänsertrümmer, Leichen und Habseligkeiten fort. Der Commandant von Lyon hat einen Theil.der Garnison consignirt, um zu retten, wo Hilfe möglich ist. Der „Constittttiounel" schreibt: „Die Nachricht vou der Concession der Eisenbahn vou Bordeaur nach Cete und nach Perpiguan, wurde in Spauien mit großer Freude aufgeuommen, weil die Halbinsel da-dnrch für ganz Enropa geöffnet ist und von zwei Seiten der Pyrenäen zugänglich wird. Die beiden Bah-ueu vou Madrid uach Bayoune uud vou Barcelona »ach Perpiguau, die einerseits Lissabon und Cadir, au-dererseits Saragossa, Valencia uud Murcia mit Paris in Verbindung seften werden, wird man jeht auf's Schleuuigste herzustelleu suchen. Als eiu Beweis des Enthusiasmus, der für die Verwirklichung aller dieser Unternehmnngen herrscht, wird berichtet, daß am Tage der Eröffnung der Subscription in Barcelona, für die Linie, die von dieser Stadt nach Saragossa führen soll, und deren Vorarbeiten schon vollendet sind, die Zahl der Subskribenten die Höhe der Actien weit überstieg. Portugal. Lissabon, 28. August. Der Miuister der Justiz uud des Cultus, Herr Seabra, ist dem Beispiele seines Collegen der auswärtigen Angelegenheiten gefolgt, und hat ebenfalls seine Entlassung eiugereicht. Das Decret zur sofortigen Abhaltuug der »eu?u CorteSwahleu wird iu den nächsten Tagen erwartet. Die amtliche Zeitung enthält ein Manifest, worin das Cabinet sein Verhalten rechtfertigt. Cal-danha und seine Amtsgenossen erklären, daß Angesichts der Ohnmacht, worin sich die Abgeordnetenkammer befand, die gebieterisch erheischten Verbesse-rnngen nicht vorgenommen werden kouuten. Die Regierung habe es daher vorgezogen, die Verantwortlichkeit der Cortes-Aufiösuüg zu überuehmeu uud lieber einen Tadel der kimflissei, Kammer hinzunehmen, als das öffentliche Interesse länger zu gefährden. Lissaboucr Berichte vom 2.'>. August (über Madrids meldeu amtlich, daß Herr Fonftca MagalhaeS interimistisch au die Stelle des ausgetretenen Herrn Seabra das Justizministerium übeyiommeu habe. Mau glaubt nicht, daß das Ministerium sich vor dem Zusammeu-tritt der Cortes definitiv completiren werde. Orcchl'r'ltallllicn nnd Irlund. London, 2. September. Die Neise der Königin ist glücklich beendigt. Ihre Majestät verließ gestern Früh Edinbnrg. erreichte uach 11 Uhr Coupar-Angus und ' legte deu übrigeu Weg uach Balmoral zu Wagen zurück, wo sie gegeu 7 Uhr gestern Abends eintraf. Der Prozeß gegen die katholischen Geistlichen, Burke uud Cluue, ist wirklich eingeleitet. Beide haben in Sirmile-Vridge ohue Weiteres die verlaugte Bürgschaft vou 2tt0 Pfd. für ihr Erscheinen vor den Assisrn erlegt. Neues und Neuestes. Tvien, !1. September. Se. Maj. der Kaiser werden heule das zweite Infauterie-Lehrbataillon auf der Mauer, uud Samstag die Cavallerie-Lchrcivision auf dcr Schmelz besichtigen. — Se. kaiserl. Hoheit der Herr Erzherzog Albrecht hat besohlen, auf seiner Musterwirtschaft Bellye in Ungarn in diesem Jahre um 40.000 fl. C. M. mehr zur Hebung der Ökonomie zn verwenden. Vellye, zwischen der Dräu uud Donau in der schönsten und fruchtbarsten Gegend gelegen, ist eiue der ausgezeichnetsten Herrschasten in Ungarn. — Se. königl. Hoheit der Prinz-Regent vou Baden hat am 4. d. M- Carlsruhe verlassen, um sich zum Besuche der großen Mllitär-.Manooer nach Unaaru zu beaebeu. ^ lind')! "7—'----------- erlag von I. v. Klci«m.N)r und F. Vamber« iu Laiba^—??I---------------^------------------^—^---------------?-------57"--------"---------— " """N!>. verantwortliche Herausgeber uud Redacteure: I. v. Klemmayr und F. Vamber'a X ^ X ^W Telegraphischer <3ours«Vericht der Staatspapiere vom 9. September 1852. Sta 9<"» Darlchc» »litVerlosung v.J. l839, für 2,'>N il. »2^ l/2 fi. Fust, G»!d.» N6 l/2 3 Vlmiat, Genua, für 300 »eue Picmout. Lir,, Gold. 138 2 Monat. Hamburg, fi'r l«>0 Thaler V.mcu. i«r 300 Tuücamsche Lire, Gu!b. l l 5» i Monat. ^mdm,, für 1 Pfund Sterli». Gulden ! ^^''^ ^ ^!°"^ Mlilmid, für 300 Oesterreich. Lire, Gulo. ll 7 2 Mon t. Marseille, siir 300 ssraufe». . G»!d. 138 2 Mouat. 'i!^i.,, für 3W ssranlen . . Gulb. 138 1/> 2 Mc'ii's. K. K. Mimz-Diuarm .... : 2.1 l/i l'r. Cnlt.A^il,. Z. 48^. .-l ^ Nr. lN. Concurs - Verlautbarung. Bei dem Magistrate der Hauptstadt Laibach ist, über Ansuchen des Magistratsrathes Herrn Ioh. Nep. Köstl und über dessen darauf erfolgte Iubilirung, die Stelle des 2ten rechtskundigen Magistratsrathes, mit dem jährl. Gehalte pr. 900 fl., zu besetzen. Die Bewerber um diesen Dienstposten, welcher mit der Pensions-fähigkcit, nach den für Staatsbeamte bestehenden Vorschriften, verbunden ist, müssen zur dießfälligen Geschäftsführung in der für den Eintritt in den Staatsdienst vorgeschriebenen Weise befähigt sein, und haben ihre schrift-lichen, mit den gehörigen Ausweisen belegten Gesuche binnen 14 Tagen, von der ersten Ginschaltung dieser Verlautbarung in das Amtsblatt der Laibacher Zeitung, bei dem Magistrate der Hauptstadt Laibach zu überreichen. Magistrat Laibach am 6. September 1852. Z. 487. .-, (I) Nr. 420,. Kundmachung. Mit Bezug des §. <»5 der Gemeindeordnung für die Stadt Laibach ist für das kommende Jahr 1853 der Voranschlag und die Ausgaben der Ge-meindecaffe angefertiget, welcher durch »4 Tage Hieramts zur öffentlichen Einsicht aufliegt. Stadtmagistrat Laidach am 9. September 1852. Z. ,227. (2) 9ir. 33«2. Edict. Von dem k. k, Bezisi5gelichle N.ssenfliß wird hiermit dela nt gem'ckt '. (5Z sei von diesem Oenchie übel das Ansucht!! des He,rn Icsepk Mnqnart von Nassen'uß, als Machthaber der Frau Elisabeth Skiaber vcn St. Veit, gegen ^oh^nn Te^banz von El. K^n;,i.in, weqen aus dem qerichilichen Vergleiche . l2. Ma?z 1!>5)l), Z. 750, der Frau ^lisadeih E krader schuldi-qe:> 600 fl. (iM., der nicWiioigen ^ntereslc-'i und ^rcculioi skosten «^ » <' , in die er.culiue öffeniliche Velsl(ige>u»g der, d»ml!»tz!t!N gehören, im vorbe stande:>en GlUütdnche des Gu es Slrug 8»l> ^l. Nr. l und 2 uoikonimcüdlN 2 Hal'hul'cn sammt Ge banden und sl'nstiq'M Zngelör zu St. Kan^n, im ge'ichtlich erhcl)n,en Schal^ungsweühe pr. 1437 fl. gewiUiqel, und zllr Vornahme de>sel>'ln 3 Tagsaz-zu"gcn'n»d ^>war: auf den !i4, Eeplcmber, dc>, 25. Oltodcc ll',0 den 2^. '^ol'.mdel d. I-, jcdcsm^l Vor mntags um 9 Uhr in <"<'" ^i »ila« mit dcm A,,' dauge bestimmt worden, daß di.se Rcalitä'ien nu> d" der d.ilten T<,gs.'tzung auch unter dem Schäz. zungswerthe hintangsgeben werden, D,« Licilaiionsbeding! isse, das Schatzungspro-l0lvu und der Grundbuchsertract können bei diesem Gerichte in den gewöhnlichen Amtsstunden eingesehen werden. K. k. Sezilksgericht Nassenfuß am 7. August lL52. Z. 4228. ^3) )is. 32^5- Edict. Aon dem k. k. Bezilksge>ichlc Nasseufllb wild hielmic dek^llun gnuacht - Es sei von diescm Gerichte über das Ansuchen des Herrn Dr. Achan cic erecunve öffentliche Verstcigerung dev, dem Letztem getMigen, ilN vold'st'üldenen Grunl buche der Her,-schaft Klinger.fcls«ul,'l'o,n. Vlll, I.iU. (?., Frl, 7U3, Ulb.'^ir. 40^l voikommenden, in Allnußocig gllcgc. nen We!nql,ltens, im gerichtlich eihobenen Echaz» zu.'gswellhe von 6l fl. 5 kr. (^M. gewiUlget, u:,l) ,^Ul Vornahme teiftlden lie T^igfayungen (ve>dc. Die Llcitcitionbbedingnissc, das Schähungip,» locoll und der Grundbuchscriract tonnen be» diesem 6>i>ichle i<» den gewöhnlichen Ämtssiundcn einqe» schen weiden. K. k. Bezirksgericht Nassensuß az Koß von Tr.'jal.a, wider Herrn M>nli!, Skeidiv von Moltni.;, p o. aus dem gciichllichen Ver^leichr «1«ln. l0. Juni, erecunve int'bulirt l^<. ^clole-l85l, Z. 2802, schuldigen '^00 si. <:. «. <-., in dit erecuiioe Feilbiclun^ der, dem Marlin Elerbitz qc-hö-igen, im Orundbuche deö Martics Möltmq «nl> U,b. ^i>. 36 voikommenden Realität, besiehlN) in einer Behausung zu Mö'ilmg mit einer Leocrc>welk. statte, nebst mehreren Grundstücken, zusammen im gerichtlich erhobenen Schäyungswerlhc von 670 ft 5 kr., gewiUiget worden, wozu rrei Fnlbielungstag. sahunqen, auf den 28, August, 28. Eepiember und 2U. Ociober l. I., jedesmal Volmittaf,S von 9 bis 12 Uhr in loco der Realität zu Mötinig mit den» Gliatze angeordnet weiden, daß diese .^caliiac nm bei der 3ien Fcilbietung auck unter dein ^chahungs werthe wird hinlangegedcn we,den. Das Echäl^ungsprotocoU, der Grundbuchler-tiatt und die L,citalionsbedlngnisse können hierge lichis eingesehen werden. H. k. Bezirksgeiicht Slein, am !8. Juni l852. Anmerkung. Zu der auf den 2g. August d. I. angeordneen FeilbielungStagsa^ung ist kein öii' tant erschienen. — K. k. Bezirksgericht Stein, am 29, Augilst l 852 Der k. k. Vezirkslichter-. Kouschegg. Z. »244. (3) Nr. 2,45 Edict. Ucber freiwilliges Ansuchen des Herrn Johann Hubcr wird vor diesem Gerichte am 6. October d. I. Vormittag um 9 Uhr die öffentliche Versteigerung seiner beiden Häuser Consc. l4l und >42, sammt An- und Zuglhör in der St. Peter-Vorstadt, vorgenommen werden, und hierzu die Kauflustigen mit dem Beifügen eingeladen, daß die Licitationobcdingl nifse und der Grundbuchsextract hicrgerichts eingesehen werden können. Vom k. k. Bezirksgerichte Laibach ll. Section am 6, September «852. Der k. k. Bezirksrichter: !),-. v. Schrc y, Theater - Perspeetive, schwarze und in Elfenbein von si. 4'/, bis ft. 20, sind in großer Auswahl zu haben bei Seeder A? Grill. Z. ^l2^8. (1) 3Z" Ein schneller und verläßlicher Clavicr-Stim-mcr, welcher zugleich zwei noch übrige Stunden mit dem Unterrichte im Zither oder Guitarre-Spielen nach einer einfachen und leicht faßlichen Methode auszufüllen wünscht, ist zu erfragen unter der 'Adresse: ,l. K. am alten Markte Hauü-Nr. ltl3, im ersten Stocke gassenseits. Bekanntmachung. Das in dcr l. f. Stadt Krainburg,^,!^ C. Nr. 2 , am Hauptplatze, gegenüber d^m Postge-baude und am (5asino liegeilde, zu jeder wie immer geartVttn Unternehmung geeignete Haus, bestehend in zwei Stockwerken mit 1^ Wohnzimmern und 4Kammcin, 4 Gewölben, 3 großen und 3 kleineu Küchen, l großen Weinkeller, l Krautkeller, !l Stallnngen und Hofraum sammt Holzlege, ist aut, slieer Hcmd täglich zuverkauftn. Kanflusiige wollen sich der ^cdingnijs^ weg»'» beim Eigenthümer entweder mündlich ode», in pol? tofreien Viiefen verwenden. Klainburg, am <». September l^5i^i!. 3''"j^n7'"(2) ...... Anzeige D»r ergebexst Unt^rzeichnefe bringt hiermit zur Kenntniß, dclß rr sich auf der Durchreise einigt Zeit hicr aufhalten wcrd., um Da juerrcolypblloer anzufertigen, und tmpfichlt slä) dc»>nit »istens. Seine Wohnung ist im G.'sthause „zur Stern-wart.", am St. Iacodöplatze Nr. 139 im eisten Stocke, wo er von Morgens 5, dis 4 Uhr Nach-mittag5 Bestellung.'» annimmt und Dagn^rrectype ausführt. D'c Preise stellen sich -nlch'dcr Größe derselben anf ^ — M st, pr. Blück; fnr genaue llehnlichkvit dls Porlraitü wird a/büi'gt. Z. !212. (3) Nachricht. Die anfallend wohlthätige Wirkung, welche ich hier dci Angen- und Gchö'krankhcitcn, Giä'l und »Rheumatismen, Ausschlägcn und Lähmungen mit der Magnet - Electricitä't hervorbrachte, veranlaßt mich, dem Ansuchen mehrerer leidenden nachzugeben und noch bis znin 12. d. M, hicr zu verweilen. Zu sprechen täglich von 7 Uhr Früh bis 2 Uhr Nachmittag. Wohnung im Gastdof zur „Stadt Wien" Nr. 2- l)i. Vlosellberss, <^l'ü!. Physiciis. ö. »232. (2) Bei dem Gute Wolfsbüchel, in Obcrkrain bci Stein, wird ein Gärtner gchlchs. Näheres daselbst. Kunst-Nachricht. Die Noman-Lectlire, »ach D.nchauscr, vl'n Franz St ober in Wien, in Stahl, und die Anssetzuuss Moses, nach Köhlcr, von G> F c lsinger >n Darmstadt, in Kupfer gestochen, hcstimmt, zu den jeden» einzelnen Antheilschcinc des österreichischen HunstoereincS, abgeschen von desse" Nctheilignng an der ^^erlosi!nq>>!>.chc .vlrthl'oUel Geinalde, gesicherten Vcreinsgcschenken, sind m't ss^ falliger Zustimmung der Hcrrcn l^iin/. v. l<><'»"' „>»>>' und »<ml»<:,'x in deren B!,chh<">0llll^ am'(^on^reß-PIatze, in Prol'eaddsückcn i"r '"'t'' Ansicht aller Kunstfreunde ausgestellt. Alich können daselbst einzelne Anthcilschci'".' gcgcn, Erlag von 5> fi. von denienigm erhoben werden, welche sich ein derlci 3icrnnsglscrenk und die ^hci nähme an der öden erwähnten, schon im ""^e Monate October d. ^., in Wicn Satt findenden lV^ malde. Verlosung sichern wollen. <«!,!nl. Für das leitende (5omit.'> dcs Lalbacyer ö"'"' ^unstvereines. Laibach, den <). September 1852. Vorstand: