Deutsche Macht (Krüöer „EiMer Zeitung"). Crfi^rint jrdrn Snmrftef tut niorgeM und tostet tiit Sim mit 3ufteH*ig :■« Ha»» m»m»Nich (I. —.56, luerttljifjui ft. 1.40, haldt-j^rij fc , giuqjjhrig n. . Mll P«ft>, r t *• *'M- I. «.««. ®ie eiitjtlttt »ununrt T r». Zns-rol- mich Toris; tldrr «nfcatt. 3ilii>är;< nrtmrn 3itfc»«t« |ili unfet ttwucCTfrlwnnHtf« *« »n- »»» «». «.d«ti°» Hnrrnj. 8. «dinlnlstrili»» Herr«»«. «. S»r-chiwnd<» dt« WfKcloirt liiglich. mit dtt e»»n- »nd S-ieri-gk. v°» »-__nllt tmrtoFm — «»»ulcrivt» nwrtifn „ich! ,»ri>«akl«»»et. — «nonpmt mftt d-«tfch- Macht." redten Worte zu reproduciren — zu unserem Schmerze, denn wir fürchten sehr, daß das Ministerium Taaffe-Conrad die Belehrung über die Stimmung der Deutschen durch Thaten erhallen wird, die bedenklicher sind als die der österreichischen Preßfreiheit zum Opfer ge-brachten — Worte. Kteme HöroniK. (Ein Duell mit tödtlichem Aus-gange.) Vorgestern fand zwischen dem Grafen Stephan Batthiaoy und dem Pester Advocaten Dr. Julius Rosenberg im Jägerwäldchen bei Temesvor ein Pistolenduell statt, welches für Ersteren von tödlichem Ausgange war. Die romantische Vorgeschichte dieser Tragödie ist folgende: Der Großgrundbesitzer Heinrich Schoß-berger de Tornya weilte im Verlaufe des Sommers mit seiner Gemahlin und seiner Tochter Ilona in Karlsbad. Zur selben Zeit war auch der Pester Advocat Dr. Julius Ro-senberg in dem genannten Badeorte. Der junge Mann stand in näherem, den Eltern nicht ganz unbekannten Verkehr mit Ilona v. Schoßberger. Da Herr v. Schoßberger aus ein« Werbung um die Hand seiner Tochter eine ausweichende Antwort ertheilte, so bewog Dr. Rosenberg Frl. Ilona, sich ohne Wissen der Eltern ihm an-trauen zu lassen. Sie begaben sich in Begleitung zweier Freunde nach dem benachbarten Marien-bad und wurden dort von einem Rabbiner nach jüdischem RiluS getraut. Nach vollzogener Trauung kehrte die junge Frau einer vorher getroffenen Vereinbarung, beziehungsweise einer von den beiden oberwähnten Trauzeugen ge-stellten Bedingung gemäß in das Elternhaus zurück. Die Eltern gingen anfangs, als sie von der romantischen Heirath Kenntniß erhielten, scheinbar auf die Sache ein und wurde auch eine in Budapester Blättern erschienene Nachricht, daß Dr. Julius Rosenberg sich mit Frl. Ilona v. Schoßberger verlobt habe, von keiner Seite dementirt. Daheim in Budapest logirte sich die Tochter trotzdem im Elternhause ein und ihr Gatte wurde, da die Eltern sich mittlerweile bei juristischen und theologischen Capazitäten erkundet hanen. daß die im Auslande ohne elterliche Einwilligung und vorherige dreimalige Ber-kündigung eingegangene Ehe nach den heimi-schen Gesetzen ungiltig sei, einfach abgewiesen. Am nächsten Tage war die ganze Familie bereits auf dem Wege nach dem Auslande, wo die „Neuvermählte" zum Christenthume übertrat. Später, gegen Ende des Monates August, kamen sie nach Baden-Baden. Ob nun zufällig, oder wie nach einer anderen Version verlautet, ab menge angefüllt — ein Jeder war voll athem-loser Spannung. Es klingelte ein zweites Mal. Mr. Lovejoy klopfte auf sein Pult — erhob den Taktstock. — blickte nach rechts, blickte nach links — hielt inne. Er flüsterte der ersten Violine Etwas zu. dann verließ er seinen Play und das Orchester. Mr. Whiffles fragte seinen Nachbar, was daS zu bedeuten habe, und erhielt zur Antwort, daß Puffler, der andere Posaunenbläser, noch fehle. „Geht es denn nicht ohne ihn?" fragte Mr. WhiffleS — in seinem Tiefinnersten ähnlichst hoffend, daß dies unmöglich sei." „Natürlich nicht," lautete die Antwort. „Würde denn die Trommel nicht genügen ?" fragte Mr. Whiffles. Sein Nachbar sah ihn überrascht an, lächelte und versetzte: .Wie wäre das möglich ? Wissen Sie denn nicht, daß Sie und er in dem Moment, wo der Vorhang ausgeht, beginnen? Da erscheint der alte, schwerfällige Rüffelt ?uf der Bühne, geht langsam oben auf den Bergen auf und ad und tritt erst dann vor, währenddessen muß er zu Ihrer Musik Alles mit Gesten und Pantomimen ausdrücken." Bei diesen Worten verschwand Mr. Whiffles alle Hoffnung und im Stillen bedachte er die Gefahren, denen er sich aussetzte, wenn er in eine der Logen, von da ins Parterre sprang und sich dann seinen Weg aus dem Theater erkämpfte, als der Dirigent zurückkehrte — mit 3 sichtlich, möge dahingestellt sein, so viel jedoch ist sicher, daß man hier mit dem Grafen Stephan Batthyany zusammentraf und dieser sich daselbst mit Frl. Jlonka v. Schoßberger verlobte, ohne — wie verlautet — von der Rosenbergjchen Affaire die geringste Kenntniß zu haben. Kaum hörte man von der Verlobung, als Dr. Rosen-berg nach Baden-Baden reiste und hier die Familie aufsuchte, die ihn dem Grafen Batthyany in Gegenwart seiner Verlobten vorstellte. Wie es heißt, soll diese bei dieser Gelegenheit nach-drücklich erklärt haben, mit Dr. Rosenberg fernerhin nichts zu thun baben zu wollen. Dr. Rosenberg forderte nun vom Grafen Genug-thuung, dieser antwortete jedoch kühl ablehnend. Am 15. d. fand die Trauung des Grafen mit Frl. Schoßberger statt. In diversen Zeitungen veröffentlichte Erklärungen veranlaßten den jungen Ehemann seine Hochzeitsreise zu unter-breche», nach Ungarn zu reisen und sich seinem Gegner zu stellen. [DaS G ö l e t> a t S »Ministerium] Diesen Namen schlägt ein Pariser Blatt für daS momentane französische Ministerium vor. Vier Mitglieder des Cabinets sind unverhei-rathet, nämlich der neuernannte Kriegsminister General Campenon, der Minister des Innern Waldeck-Rousseau, der Minister des Auswär-tigen Challemel-Lacour, und Raynal, Minister der öffentlichen Arbeiten. Hiezu kommt noch Cochery, der Minister des Post- und Telegra-phenwesenS, als Witwer. Jeder Pariserin muß es ja nun eine Herzensfreude fein, dies ruchlose Ministerium stürzen zu helfen. (Herr Cohn aus Blovitz.I Die mit dem elften Orient-Blitzzug reisenden Korrespondenten sind in Bukarest auch von dem rumä-nischen KönigSpaare empfangen worden. Dabei erreignete sich folgender Zwifchenfall. Königin Elisabeth hielt Cercle und sprach mit vielen der Anwesenden. Es machte ihr ersichtlich viel Freude wenn sie wieder auf einen Deutschen traf und die Conversation deutsch geführt werden konnte. Es gab dabei einen kleinen Zwischenfall, der mehr als manches andere die Gedankenrichtuug der Königin verrieth. Einer der Vorgestellten, der einen in der englischen und französischen Presse vielgenannten Namen trägt, wurde der Königin vorgestellt, nachdem diese gerade mit einem deutschen Gaste conversirt hatte. Die Königin, die das Geburtsland deS Vorgestellten kannte, sprach auch ihn deutsch an. er aber ant-wartete französisch. „Kst-ce que rnonsieur est Francs de naissance ?* fiel die Königin ein. Der in dieser Weise Zurechtgewiesene war. viel-leicht das erste mal in seinem Leben, verlegen, und mit den Achseln zuckend, sprach er leise und finsterer, gerunzelter Stirn, gefolgt von einem kleinen, dicken, blassen Mann, der eine Posaune unter dem linken Arm trug. O Wonne! Mr. WhiffleS fühlte sich wieder Mann! Das war also Puffler! Mr. WhiffleS erinnerte sich plötzlich der empfangenen In-ftructionen und beobachtete aufmerksam den Neuangekommenen, der ihn, wie eS schien, mit höchster Verachtung ansah. Mr. Whiffles drehte zufällig seine Posaune um, — Mr. Puffler that desgleichen. Mr. Whiffler griff »ach seiner Taschenuhr — Mr. Puffler folgt« seinem Beispiele. Alles dieS schien sehr mysteriös, und Mr. Whifflrs war in Staunen und Verwunderung versunken, als die Ouverture begann. Glücklicherweise kamen die Posaunen «rst mit Beginn des Dramas in Thätigkeit. Die Ouverture war zu Ende. „Jetzt aufgepaßt," bemerkte Mr. WhiffleS, Nachbar, „Sie kommen jetzt d'ran." Mechanisch führte Mr. WhiffleS das In-strument an die Lippen, während er genau Acht hatte, waS Mr. Puffler thun würde — der seinerseits Mr. WhiffleS ganz bedenklich an-starrte. Mr. Lovejoy blickte sich um, und als er sah, daß die Posaunen völlig bereit waren, erwartete er das Aufrollen des Vorhangs. ES war ein qualvoller Moment. Die tiefe Stille war geradezu beängstigend. Man hätte ein« Stecknadel fallen hören können. Wieder 4 wie bedauernd: „Majestät, ich bin von Geburt ein Oesterreichs." — „Dessen brauchen Sie sich ja nicht zu schämen," meinte die Königin und setzte dann die Conversation sranzösich fort, sich bald darauf an einen andern Gast, der vorge-stellt wurde, wendend. (Ein gute« Zeichen.] Es scheint, daß die Schwalben und Sperlinge, welche Egypten, seit Beginn der Choleraepidemie, verlassen hatten, dorten wieder erschienen sind, namentlich in Kairo. Diese Rückkehr soll das Aufhören der Epidemie anzeigen. In der That hat man in mehreren analogen Fällen bemerkt, daß diese Vögel, von der Cholera heimgesuchte Städte, verließen und zurückkehrten, sowie die Plage anfing »achzulassen oder aufhörte. Dieser Fall trug sich in Petersburg im Jahre 1848 und im westlichen Preußen im Jahre 1840 zu. (W i e Epidemien entstehe tt.J Vor mehreren Wochen wurde der Londoner Stadt-theil St. PankraS durch eine Typhusepiiumie heimgesucht. ES ist nun fast zweifellos erwiesen, daß dieselbe durch dc» Genuß roher Milch hervorgerufen wurde, welche von einer Farm in St. Albans kam, wo das durch den Inhalt einer Kloake verunreinigte Wasser eines Brunnens zur „Reinigung" der Milchge-fäße und theilweife auch zur Tränkung des VieheS verwendet wurde. Die Milch wurde an einen Londoner Händler geliefert, und dieser versorgte 220 von den in der Zeit vom 28. Juli bis zum 8. September erkankten 431 Personen direct mit Milch, und bei 83 anderen Personen konnte nachgewiesen werden, daß sie Milch von demselben Händler bezogen hatten. (Die Gunst des Augenblicks.] In einer kleinen Stadt in New-Hersey wollte ein Photograph die Aufnahme eines Hauses machen. Die Dame des Hauses stellte sich an den Zaun de« Vorhofes und bat ihre aus Neugierde her-beigeeilte Nachbarin, mit ihr eine Gruppe zu zu bilden. Diese jedoch, u»l ihr neues Kleid besser zur Geltung zu bringen, wollte eine ex-ceptionelle Stellung haben und setzte sich aus eine Leiter. Es war Alles fertig, um zu expo-niren. Da fiel der Dame ein, daß vielleicht eine andere Stellung besser sei; sie wollte heruntersteigen, verwickelte sich, fiel und hing nun einige Augenblicke mit dem Kopf nach unten an der Leiter. In diesem Momente exponirte der Pho-tograph. welcher von dem Vorgefallenen keine Ahnung hatte, und es war nicht sein Schade: denn der Mann der Dame bezahlte ihm für die sofortige Vernichtung du: Platte 50 Dollars. I Vierzehn neue Goldlager] sind laut der „Jrk. Gour.-Ztg." kürzlich an verschiedenen Stellen Ostsibiriens entdeckt worden. ertönte die kleine Glocke, Mr. Lovejoy klopfte aus sein Pult und langsam ging der Vorhang auf — in feierlicher Stille! Mr. Lovejoy fing an den Tact zu schlagen und hatte schon mehrere Streiche mit dem Tact-stocke gethan, ehe er sich der tiefen Stille be-wußt war. Als er sich umschaute, um zu sehen, was dieser außergewöhnliche Umstand zu bedeuten habe, kann man sich seine Verwunderung und Bestürzung vorstellen, als er die beiden Posaunen-bläser in eifrigster Thätigkeit erblickte, indem dieselben ihre Backen aufbliesen, soweit dies überhaupt möglich war. ihre Instrumente tüchtig bearbeiteten und — keinen Ton hervorbrachten! Und das Unerklärliche dabei war. daß sie die Augen keine Sekunde von einander ab-wendeten. „Das ist sehr wunderbar," dachte Mr. WhiffleS, „wann der Mensch nur endlich an-fangen wird." Die kleine Klingel ertönte wieder und wieder. Mr. Russett, der Schauspieler, trat mit ziemlicher Würde auf, verschwand aber wieder ohne die geringste Würde, unter dem Eindruck, daß er etwas zu früh gekommen. Der Director, ein heftiger, leidenschaftlicher Herr, der selbst eine der Haupttollen im Stücke spielte, stürzte aus seinen, Zimmer die gebrechliche Treppe hinab, erschien in der Thür, die zum Orchester führte, und fragte in wenig gewählten Aus- Wacht (Bayerische Schädel.] Sonntag vor acht Tagen fand im Wirtshause zu Habischried eine starke Rauferei statt, wobei ein Dienstknecht Namens Josef Dachs durch einen Wurf oder Schlag mit einem Steinerl — so ein halber Ziegelstein wars — am Kopf verwundet wurde. Vier Tage später kam derselbe ins Kranken-haus nach Regen. Als der Bezirksarzt die Wunde, welche einfach mit einem großen Pfla-ster zugepappt war, untersuchte, fand derselbe zu seinen« Erstaunen, daß er eS mit einer geradezu lebensgefahrlichen Verletzung zu thun hatte. Der Schädelknochen war eingeschlagen und durch den klaffenden Spalt sah man das Gehirn offen liegen und die Adern darin pul-sire» ; in den Fugen deS Spaltes waren Haarbüschel eingeklemmt. Nach dem Verbinde» wollte Dachs wieder nach Hause, um seiner Arbeit nachzugehen, und konnte gar nicht glauben, daß sein Leben sozusagen mit dieser Verletzung an einem Zwirnsfaden hänge. Es gehört sicher eine unverwüstliche Natur dazu, vier Tage lang mit gespaltenem Schädel ohne jede ärztliche Hülfe herumzulaufen. (Eine moralisch gewordene Stadt.] Ein« Stadtgemeinde, die durch ihre gewählten Vertreter beschließen läßt, von einem bestimmten Tage an „moralisch" werden zu wollen, und sich diesem Beschlusse willig unter-wirst, dürste in der That wohl nur in den Vereinigten Staaten gefunden werden. Dodge City im Staate CansaS genoß den zweifelhaften Ruhin. das „Sodom und Gomorrha" des Westens zu sein, in seinen Spiel- und Tanz-Häusern wurden die wildesten Orgien gefeiert. Gesetz und Recht waren für die Bewohner Dodge Citys Dinge, deren sie nicht zu bedürfen glaubten. Mit den Jahren kamen indeß die weifen Aedilen jenes hinterwäldlichen Städtchens zu dem Ein-sehen, daß ihre Stadt etwas mehr aus ihren Ruf halten müßte, wenn sie „eine Perle in dem amerikanischen Städtekranz" werden wollte. Der Stadtrath von Dodge City beschloß also, da die Atchison-, Topeka- und Santa-Fv-Eisenbahn nur unter dieser Bedingung eine Zweigbahn nach der Stadt bauen wollte, dieselbe am <5. September d. I. ab moralisch werden zu lassen, und so wurden denn a» jenem Tage alle übelberüch-tigten Häuser geschlossen und alles Gesindel. das keinen ehrlichen Erwerb nachweisen konnte, zur Stadt hinausgejagt ..... (Große Jagdbeute.] Dxr Herzog von Westminster hat mit seinen Gasten kürzlich an 80 Hirsche bei einem Jagdvergnügen ge-schössen. (Geschäftsgeheimnis.] In B. herscht unter den Kellnern allgemein die Unsitte drücken, was zum Teufel denn Mr. Lovejoy sich denke, warum die verwünschte Spielerei noch nicht vorwärts gehe ? Mr. Lovejoy war zu bestürzt, um antworten zu können; er vermochte nur in sprachlosem Staunen aus die beiden Posaunenbläser zu deuten. Da saßen die Zwei — heftig pustend und blasend — ohne Erfolg. Der Theaterdirector gesticulirte heftig. DaS Publicum, das sich nicht erklären konnte, was vor seinen Augen vor sich ging, zischte laut und schließlich fiel der Vorhang. Da endlich gab Mr. Lovejoy seinen Gefühlen freien Lauf. Er sprang von seinem Stuhle auf und lief auf Dir. Whiffles zu, der. nach der ungewohnten Anstrengung heftig pustend, sich den Schweiß vom Gesicht wischte, und dachte, was in aller Welt nun wohl werden würde. Sobald er jedoch den zornigen Dirigenten auf sich zukommen sah, stürzte er mit dem instinctiven Gefühle, daß irgend etwas Unange-nehmes bevorstehe, durch die kleine Thür und suchte Schutz unter der Bühne; heftig verfolgt von Mr. Lovejoy. der zufällig dem anderen Posaunenbläser in den Weg lief, welcher sich heimlich davonschleichen wollte; und da dieser ein sehr cholerisches Herrlein war, kam er mit Mr. Lovejoy in ein heftiges Handgemenge. Plötzlich packte jener auch den erstaunten Wbif-fies — vermuthlich um diesen dem Dirigenten 1883 ] stets nur so viel herauszugeben, das noch zehn Ps'nige fehlen und nach diesen dann so lange zu suchen, bis sie das Geld von dem Gaste ge-schenkt bekommen. Namentlich ein Kelln-r besaß in dem Suchen eine kolossale Fertigkeit. Der Professor Müll«, neugierig wie es der Kellner anstellte, daß er wirtlich nie die zehn Pfenige finden konnte, beobachtet ihn eines Abends und bemerkt, daß derselbe alle Zehnpfenigstücke. die er einnahm, in die Westentasche steckte, während das übrige Geld iu die Hosentasche wanderte. Als er später zahlte, richtete er es so ein. daß ihm der Kellner herausgeben mußte. Natürlich konnte dieser wieder „mit dem besten Willen" kein Zehnpfenigstück finden. „Greisen Sie doch einmal in Ihre linke Westentasche." sagte der Professor lächelnd, „vielleicht ist einS darin!" — Der Kellner machte zuerst ein verblüfftes Gesicht, faßte sich jedoch schnell unv flüsterte, indem er sich zu dem Professor herabgebeugt, diesem ins Ohr: „Sie sind wohl früher och 'mal Kellner jewefen?" (Gefangenentransporte nach Sibirien»! Die Transportirung der Ge» fangenen mit ihren Familien nach Sibirien voll-zieht sich von Moskau aus bekanntlich nur im Sommer wahrend der Navigationsperiode auf dem großen sibirischen Wasserwege, d. h. auf der Wolga, Kama und den westsibirischen Flüssen. Wie dem „Petersburger Listok" ge» schrieben wird, sind diese Transporte für das laufende Jahr beendigt. Die letzte Partie Ver» bannter verließ Moskau um die Mitte des Monats September. Während der diesjährigen Navigationsperiode wurden über Moskau nach Sibirien gegen 14.000 Arrestanten befördert, darunter eigentliche Verbannte und Arbeite-sträflinge gegen 13.000 beiderlei Geschlechtes und aller Ältervclassen und sogenannte Unter-suchungS- und angeklagte Arrestanten, die auf Verfügungen der Gerichtsbehörden zu befördern waren, gegen tausend. (Merkwürdige Irrungen.] Aus einem Gasthof wird von einem Herrn, der diese Institute von innen zu betrachten häusig Gele-genheit hat, folgendes amüsante Stückchen mit» getheilt: Besagter Herr schickte vom Gasthose aus seine Stiefel, an denen nur eine geringfü-gige Ausbesserung vorzunehmen war. zu einem Schuster. Der Meister, der öfter für den Herrn gearbeitet, berechnete die unbedeutende Leistung > deshalb gar nicht. Nicht so coulant war der Lehrling, der die Stiefel ihrem Eigenthümer zurückzubringen hatte. Er ließ sich von dem Portier des Gasthofes 10 kr. verabfolgen. Der Portier gibt die Stiefel dem Hausknecht. Er muß seine Auslagen mit 30 kr. zurückerstattet < zur Bestrafung zuzuführen und sich inzwischen aus dem Staube zu machen — aber dieser Plan mißlang. Der Angreifer glitt aus. Air. WhiffleS fiel über ihn — und plötzlich waren die beiden Posaunenblaser verschwunden. Sie waren in eine unbenutzte Versenkung gefallen. Glücklicherweise hatten sie kein Glied gebrochen und wurden unversehrt wieder hervor-geholt. Kurz nachdem sie eire ziemlich aufgeregte Unterredung mit dem Director gehabt hatten, wurde ihnen gestattet, sich zu entfernen. Am folgenden Morgen wurde O'Leary pflichtschuldigst mit dem Urtheil bekannt gemacht. Er verlor seine Stellung. Dasselbe Schufsal ersuhr der unglückliche Puffler, der, wie sich bei genauer Erkundigung herausstellte, wirklich an einer heftigen Erkältung litt, die ihn an das Bett fesselte; und da er natürlicherweise seines Salairs nicht verlustig werden wollte, stellte er einen Substituten, der, wie Mr. Whiffles, ebenfalls nicht blasen konnte, und dem er in der That dieselben Jnstructionen gegeben, wie sie unser Held von Mr. O'Leary erhalten hatte. Air. Whiffles kehrte als ernsterer und klügerer Mann in das Haus seiner Borsahren zurück. Er ist seit jener Zeit nie wieder in einem Theater gewesen, und nur mit Schaudern denkt er an das schreckliche Abenteuer der beiden Posaunenbläser. 1883 haben. Der Hausknecht ücerbriugt sie dem Oberkellner. aber nicht, ohne seinen Vorschuß mit 60 kr. zu berechnen. Der Oberkellner will auch leben. „Lassen Sie sich von Herrn X. einen Gulden geben, den ich für ihn vorge-streckt habe," ruft er dem Zimmerkellner zu. „Herr X.. hier sind die Stiefel zurück, bitte um 1 fl. 50 kr." Der höchlichst verblüffte Herr hat nicht lanae Zeit sich von seinem Erstaunen zu erholen. In zehn Minuten sährt der Zug. In-arimmig zahlt er und nimmt sich vor, den Echuster ein andereSmal zur Rede zu stellen. Bei seinem folgenden Besuche läßt er den Meister kommen, der ein überaus verdutztes Ge-ficht macht, als er mit Vorwürfen überschüttet wird. Er beeilt sich, die Sache richtig zu stellen. TaS Dienstpersonal des Gasthoses ober, mit dem der Herr noch besondere Rücksprache nahm, hatte sich merkwürdiger Weise allemal „leider geirrt." fEin Selbstmord aus ästhetischen Gründen.] In einer Gesellschaft besprach men den Selbstmord einer für eitel und höchst gefallsüchtig bekannten jungen Dame. „Unbe-greiflich, daß sie sich nicht erschossen oder ver-giftet hat; pfui, wie kann man sich aufhängen! Um dann gesunden zu werden mit einem blauen Gesicht, brr! . . „Eben darum", erwiderte ein Herr, „sie hat wohl gewußt, daß ihr blau gut steht." j G a l g e n h u m o r. ] Die Landarmen-Häusler in Landsberg a. d. W. tragen auf dem Arm die Buchstaben .,L. A. H." (Landarmen-hans). Dieser Tage erkundigte sich auf der Straße ein Herr bei einem der also „Gezeich-neten", was denn die geheiinnißvolle Armauf-schrift bedeute. Der Gefragte erklärte sich be^ reit, gegen das Geschenk einer Cigarre das Räthsel zu lösen. Die Cigarre wurde bewilligt und nun erhielt der Frager den Bescheid: „2. A. H. heißt: Lauter anständige Herren". Deutscher Schutverein. Wien, 22. Octoder. In Mähr. - Budwitz wurde an der vom deutschen Schulvereine er-richteten Privatschule die Ertheilung deS katholischen ReligionS - Unterrichtes durch die Pfarr-Geistlichkeit anfänglich gänzlich verweigert. Ueber die von der Vereinsleitung in Anspruch genom-mene Jngerenz des Consistorinms in Brünn ließ sich nunmehr das Pfarramt zwar zu Ver« Handlungen wegen Uebernahme dieses Unterrichtes herbei, stellte aber ganz eigenthümliche Be-dingungen. Zunächst sollte der Katechet berechtig» sein au dieser deutschen Schule den ReligionS-unterricht in tschechischer Sprache zu ertheilen, wenn auch nur eine Anzahl von Kindern der deutschen Sprache nach dem Ermessen des geistlichen Herrn nicht in genügendem Diasse mächtig sei, d. h. nach unseren Localverhältnissen diese Sprache in der sogenanten utraquistischen Schule nicht hinreichend erlernt haben sollte. Leiter» wurde aber nebst einem ganz außer-gewöhnlich hohen aber anstandslos zugestandenen Honorare verlangt, daß dasselbe nicht den Katecheten sondern sür Zwecke der tschechischen Matice skol»ka an deren hiesigen Vertreter ab--geführt werde. Aus diese Art wird die Eröffnung der vollständig fertig gestellten Schule, welche den Schulbehörden von dem Nachweise über die Regelung deS katholischen Religionsunterrichtes abhängig gemacht wird, hintangehalten und zum Mindesten so lange verzögert bis ein Theil des EchuljahreS verstrichen ist. Diese Thatsache» sprechen eine so deutliche Sprache, daß jede Be-«erkung über dieselben überflüssig ist. Locates und ^rovinciates Cilli, 24. Lclober. ^Feierliche Ordensübergabe.] Im prachtvoll decorirten Sitzungssaal« deS Ge meinderathes fand am verflossenen Sonntage in feierlicher Weise die Ueberreichnng des dem hochw. Abte und Stadtpfarrer von Cilli, Herrn Ant. Wretschko. verliehenen OrdenS der eisernen Krone statt. Ein zahlreiches gewähltes Publicum hatte sich eingefunden, um Zeuge des festlichen ..peutsche Wacht." Momentes zu sein, um dem allverehrten Priester, der sich in schweren Zeiten die »»getheilte Sympathie und Liebe seiner Pfarrinsassen errang und sicherte, einen Beweis freudiger Theilnahme zu geben. Herr Statthaltereirath Haas, welcher in voller Uniform erschienen war. gedachte in län-gerer beifällig aufgenommener Rede, die mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser schloß, der vielen Verdienste, welche sich der Hochw. Herr Abt erworben. Hierauf übergab er ihm den Orden sammt den bezüglichen Dokumenten. In warme» Worten dankte nun Abt Wretschko. Er bat auch, der Statthaltereirath möge den Dank allerhöchsten Ortes zur Kenntniß bringen. Er qedachte dann der Zeit, wo er vor einund« fünfzig Jahren als Sohn schlichter Leute zuni ersten Male die Stadt Cilli betrat, um die Gymnasialstudien dasellst zn beginnen und »ach sieben Jahren zu beenden. Er erwähnte auch, wie glücklich er war, als cr später ein junger Caplan, durch sünf Jahr hier wirkte, und dann nach 27jähriger Abwesenheit zum Abte der ihm so lieb gewordenen Stadt, an die sich seine schönsten Erinnerungen knüpfen, ernannt wurde. Daß die ihm anvertraute Gemeinde sein Wirken anerkenne, entnehme er anS den manigfaltigsten Sympathiebezeugungen, die im Lause der Jahre laut wurden. Er sei auch überzeugt, daß dies herzliche Einverständniß nie getrübt werden würde. Die kaiserliche Auszeichnung die ihm als Abt von Cilli zu Theil wurde, sei ihm daher doppelt theuer. Er schloß mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser, in das die Anwesenden lebhaft einfielen. Hierauf ergrief der Bürgerin«-ster kaiserlicher Rath Dr. Reckermann, daS Wort, nochmals die herzlichste Gratulation der Stadt Cilli, mit der der Gefeierte Freud und Leid theile, an deren Aufschwung und Ver-schönerung er als Fortschrittsfreund stets thatkräftigen Antheil nahm, zu danken. Er wünschte, daß der h ochwürdige Abt, der seit seiner hiesigen Wirksamkeit, trotz politisch reichbewegter Zeiten. daS uneingeschänkteste Vertrauen der Bevölkerung genoß, noch recht viele, viele Jahre zum Heile und zum Segen der Stadt seines Anites walten möge. — Nach einer nicht minder herzlichen Antwort deS hochwürdigen Abtes, war die schöne und erhebende Feier beendet. Schließlich bemerke» wir noch, daß am Abende zuvor dem Abte zu Ehren ein Fackelzug mit Musik veran-staltet worden war. [P e is o n a In ach richt.] Der'?, k. Haupt-steueramtS-Controllor Herr Anton Kukovi^ wurde über eigenes Ansuchen von Pettau zum k. k. Hauptsteueramte Cilli in gleicher Eigenschaft übersetzt. sC i l l i e r G e m e i n d e r a t h.] In der am verflossenen Sonntage abgehaltenen außer-ordentlichen Gemeiuderathssiyung wurde das Stadttheater dem Director Georg Zanetti für die Zeit vom 1. Februar bis Palmsonntag unter den üblichen Bedingungen überlasten. Weiters gab der Ausschuß über Ansuchen der Casino-Direction seine Zustimmung zum 8- 18 der Vereinsstatuten. Der diesbezügliche Pa-ragraph lautet nämlich: „Bei Auflösung des Vereines muß das Vereinsvermögen zunächst zur Berichtigung aller Vereinsverpflichtungen verwendet werden. Der allfällige Ueberschuß wird bei dem Stadtamte Cilli hiuterlegt, welches denselben zu verwalten und einem in Cilli allfällig entstehenden Verein mit gleicher Ten-denz. worüber lediglich der Gemeinde-Ausschuß der Stadt Cilli entscheidet, auszufolgen hat. Sollte nach zwei Jahren kein solcher Verein ins Leben treten, so fällt der Ueberschuß dem Armenfonde von Cilli zu. — Dem Verschö-nerungs-Vereine wurde gleichwie im Vorjahre ein Holzdeputat von 3 Klaftern behufs Erhal-tung der Stadtparkpflanzen über den Winter bewilligt. Zum Schluße wurde dem Ansuchen des Museal-Vereines um eine entsprechende Aufstellung der Statue des norischen Kriegers, sowie um Abnahme der an der Mauer der Burgcaserne angebrachten Sculpturen, (ein Römerstein, ein Wappen der Grafen von Cilli und drei altgothische Consolen) sowie deren Unterbringung im Lapidariunt des Museums auf Gemeindekosten. willfahrt nnd der Bürger-meister, Kaiferl. Rath Dr. Reckermann, er- 5 mächtigt. sich behufs Durchführung mit dem genannten Vereine in's Einvernehmen zu setzen. sllntersteirisch erFortschritts-verein.] Die erste Wanderversammlnng des genannten Vereines findet Sonntag, den 4. k. M. Abends 6 Uhr, in den Casinolocalitäten zu Marburg statt. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Bericht deS Abgeordneten Dr. Josef Schmiderer über die letzte ReichSrathsfession. 2. Bericht des VereinSansschufses über die ihm bei der constitnirenden Versammlung zur Be-rathung zugewiesene Resolution. Referent Dr. Äußerer. 3. Allfällige Anträge, welche der Vereinsleitnng vor Beginn der Sitzung schrift-lich bekannt zu geben sind. (Cillier Casinoverei n.] Die von der Direktion vorgeschlagene und von der Hauptversammlung genehmigte Neuherstellung einiger Localitäten hat bisher jede Vereins-Unternehmung verhindert; nun sind aber die Arbeiten beendet und die Direktion kann die Mitglieder wieder in die freundlich und nett hergerichteten Räume einladen. Das für die letzten Monate des Jahres bestimmte Pro-gramm ist ein reichhaltiges. Die Vereinslei-tung war auch bemüht, einem mehrseitig aus-gesprochenen Wunsche dadurch nachzukommen, daß sie für die Abhaltung von populär-wis-senschastlicheu, deklamatorischen und musikali-schen Borträge Anstalten traf und hiesür im November und December je einen Abend fest-fetzte. Das Programm lautet also: 3. Nov. Tombola mit Tanz. 14. Nov. Vortragsabend. 24. Nov. Tanzkräuzchen. 12. December Vortragsabend. 26. Dec. Christseier. 31. Decem-ber Sylvestcrfeier- Außerdem wurden die so beliebt gewordenen Jonr fije wieder ausgenommen und es werden dieselben jeden Freitag — der erste bereits am 26. Nov. — stattfinden. Die im letzten Winter in Anspruch ge-nommenen zwei Hotelzimmer stehen wieder zur Disposition und werden dieselben als Lese-und Spielzimmer benützt werden. So ntöjje denn in die Casino-Räumlichkeiten wieder hei-teres Leben einziehen; mögen dieselben in er-höhtem Maße das bleiben, was sie stets waren: der CouceutrationSpunkt der gebildeten Kreise unserer Stadt, die Stätte sür echte, deutsche Geselligkeit und vielseitige geistige Anregung. sT h e a t e r.] Director Löcs trifft am Samstag mit feiner Gesellschaft hier ein, um drei Gastvorstellungen zu absolviren. Zur Aus-führung gelangen die Zaubermärchen „Schnee-wittchen," „Vater Nicolo" und „Rothkäpp-chen". Herr Direktor Löcs bringt den ganzen Anöstattungsapparat mit. Dieser Umstand, so wie die übrigen außerordentlich bedeutenden Regiespesen, veranlaßten auch die Direktion, eine unbedeutende Preiserhöhung eintreten zu lassen. Wir sind überzeugt, daß unser theater--freundliches Publicum diese für Groß und Klein gleich interessanten Vorstellungen, welche sich durch eine Reihe von Jahren in Graz großer Beliebtheit erfreuen, gewiß recht zahl-reich besuchen werde. s S t a d t p a r k. ] Die Erweiterung des hiesigen StadtparkeS macht erfreuliche Fortschritte. Die PlanirungSardeiten erstrecken sich bereits auf den ehemaligen pomologischen Garten. Angesichts der für Verschönernngszwecke so knapp bemessenen Geldmittel müßte man die weise Oekonomie. die mit so geringen Hilfen solches fertig bringt, geradezu anstaunen, wenn man nicht wüßte, daß der Löwenantheil dcS Voll-bringenS der unermüdlichen Opferwilligkeit unseres Mitbürgers Carl Mathes gebührt. fKaiser Josefs -Monument.] Montag den 29. d. ist es ein Jahr, daß hier das Kaiser-Josef-Denkmal enthüllt wurde. Wir sind überzeugt, daß die Verehrer des großen Volkskaisers eS nicht unterlassen werden, an diesem Tage neuerdings Kränze der Dankbarkeit an den Stuftn des Standbildes niederzulegen. fB e f i tz w e ch s el.] DaS Gut Wildhaus, Eigenthuni deS ReichSrathSabegeordnete» Ritter von Carneri, wurde von Herrn Jacob Badl gekauft. ..Deutsch« Wacht 1883 sB«teraneilkränzchen.] Man schreibt unS auS St. Marein bei Erlachstein: Am 3. November veranstalten hier Militärveteranen ein Tanzkränzchen. Nachdem sich die Arrangeure alle Mühe geben die Unterhaltung zu einer recht amüsanten zu machen und die vielen in den Lorjahren inscenirten ähnlichen Unterhaltungen auf daS Beste ausfielen, so steht auch diesmal ein gemüthlicher Abend in Aussicht. ES ist daher auch zu hoffen, daß sich Gäste auS Cilli, St. Georgen, Sauerbrunn, Rohitsch, Windisch-LandS-berg, Gonoöitz u. s. w. zahlreich einfinden werden. Der Reinertrag ist für die Gründung eines Militärveteranenvereines im Bezirke St. Marein bestimmt. sGroßes Schadenfeuer.] Am verflossenen Freitage brach in St. Lorenzen am Draufelde ein großer Brand aus, welcher Hab und Gut von 2l Besitzern einäscherte. Ein Weib, welches seine Habseligkeiten retten wollte, fand in den Flammen den Tod. DaS Zündhölzchen-Spiel der Kinder war wieder die Ursache des Brandes. sP r e ß k l a g e.j Der Lehrer Friedrich Henker hat gegen die Redaction des „SlovenSki GoSpodar" eineEhrenbeleidigungsNage überreicht. svuobu» litigantibus tertius gau det] Daß diese» lateinische Sprüchwon nicht immer zutrifft, beweist ein Fall, der sich am verflossenen Sonntage in Lava bei Cilli zutrug. Zwei Burschen. Andreas Sklamba und Johann Hrieberfchek, zechten in einem Gasthaus«. Die reichliche Menge des genoffenen „Heurigen" weckte ihre Streitlust; sie begannen zu zanken, und als der als Gast anwesende Franz Pla-ninschek ihren Streit schlichten wollte, versetzte ihm Andreas Sklamba zwei Messerstiche in die obere Brustseite. Planinschek brach lebensbge-fährlich zusammen. ^R a u f e x c e ß.I Der Bergknappe Martin Holobar erhielt vorgestern bei einem Raufexcesse in St. Paul bei Pragwald zehn Hiebwunden auf den Kopf; ein Hieb zerspitterte das Stirn-dein und ließ die Gehirnmassen hervortreten. Hingesendet.*) Zu Feclleiffl it M u. Rapier wird ein Partner gesucht. Man ersucht höflichst. Kamen lind Adresse des Proponenten in der Administration zu erfragen und allftlligc Erklärungen daselbst zu hinterlegen. Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren Kaufmann & Simon in Hamburg besonders aufmerksam. Wer Neigung zu einem interessanten wenig kostspieligen Glücksversuche hat, dem kann die Betheiligung an der mit vielen und bedeutenden Gewinnen ausgestatteten staatlich aarantirten Geldverloosung nur bestens em-sohlen werden. sJ n t e r e s s a n t] ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glücks-Anzeige von Samuel Hekscher sen. in Hamburg. Dieses Haus hat sich durch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der Umgegend gewonnenen Beträge einen dermaßen guten Ruf erworben, daß wir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an diese: Stelle auf-merksam machen. FolkswirMchaMches. s^DaS gemeinsame Budget für 1884] wurde gestern der österreichischen Delegation vorgelegt. Das Gesummt - Netto - Erfordernis desselben beziffert sich auf 115.170,869 fl. gegenüber dem Netto-Erforderniffe deS laufenden Jahres mit 114.581,988 fl. Für 1884 wird also um 588,881 fl. mehr beansprucht, als für 1883. Die auf Oesterreich entfallende Quote beträgt jedoch nur 67.301,950 fl. gegenüber der Quote deS laufenden JahreS mit 68.539,469 fl. Der Grund dieser Verringerung der Quote um ») ftör Zorn, und Inhalt ist die Redaction nicht verantwortlich. 12 Millionen liegt in dem höheren Überschüsse deS ZollgefälleS, welcher für 1884 mit 17 Millionen präliminirt erscheint, gegenüber dem diesjährigen Ueberfchuffe mit 14°6 Million««. — Zu dem Erfordernisse, welches im gemeinsamen Budget auSgewiestn erscheint, gesellt sich aber noch der Aufwand für die OccupattonS - Armee mit 7.307,000 fl. (um 16 Millionen weniger als für 1883) ; von dem OccupationS - Credit entfällt auf die österreichische Quote der Betrag von 5.012,602 fl. — Für die Zwecke der bosnischen Verwaltung wird seitens deS gemein-samen Finanzministers ein Credit nicht in Anspruch genommen; daS gleichfalls vorgelegte Budget für die Verwaltung von Bosnien und der Herzego-wina schließt vielmehr mit einem Ueberschusse von 56,267 fl. sUrsulamart t.] Der diesjährige Ursula-Jahrmarkt hatte in Folge deS anhaltenden RegenwetterS einen kaum nennenSwerthen Ge-schäftsverkehr. Auch der Viehmarkt zeigte schwaches Anbot und schwache Nachfrage. Es wurden aufgetrieben 120 Ochsen, 89 Kühe und 23 Stück Jungvieh. Davon wurde nicht ganz ein Viertel verkauft. JA u ch ein Fortschritt.] Cilli ist wohl die einzige Stadt Oesterreichs, welche vorläufig keine Lotto-Collectur besitzt. Wir wünschen, daß diese spiellose Zeit so lange andauern möge, bis unsere Lolterieschweftern diese edle und sinn-reiche Beschäftigung verlernt und ihre egyptische Traumbuchliteratur dem Feuer überantwortet haben werden. sLocalbahn Fehring-Fürsten-f e l d.1 Die Regierung gedenkt im Reichsrathe eine Vorlage über den Bau einer Eisenbahn von Fehring nach Fürsteufeld einzubringen und werden in der Generalinspection die betreffenden Pläne für diese Bahn bereits anSgearbeitet. fDie Insel Wight] soll nunmehr durch einen Tunnel mit England verbunden werden. Die erforderlichen Bohrversuchc wurden bereits gemacht, und die Sachverständigen glauben, daß die Ausführung keine Schwierigkeiten bieten wird. Aus dem Amtsblatt?. Kundmachungen. Curatell-Verhän-gung über Ursula Vriks ob Wahnsinnes. Cu-rator Martin StepiZnek. Grundbesitzer in Jan-kooa. St. del. BG. Cilli. Erledigungen. Lehrersstelle in Go-nobitz. Termin 15. November. B.-Sch.-Rath Gonobitz. L i c i t a t i o u e n. 3. exec. Feilbietung der Realitäten der Agnes Osman Urb.-Nro 518 ad Burg Marburg. Schw. 8195 fl. am 26. Oct. BG. St. Leonhard. — Der Anna Kramer in Trebic. Schw. 805 fl. 48 kr. am 26. Oct. BG. Drachenburg. — Des Josef und Maria Kraschowiy Urb.-Nro 47 ad Ober-rohitsch. Schw. 1626 fl. 40 kr. am 27. Oct. BG. Rohitsch. — Des Verlasses der Helena Gawes in Peftikenberg. Schätzw. 995 fl. am 26. Oct. BG. Pettau. — Math. BorauZek in Pleschiwetz. Schw. 665 fl. am 28. Nov. BG. Schönstein. — Relicitation der Realität des Adam Bestellak in Peilenstein. Schw. 200 fl. am 2. Nov. BG. Drachenburg. — Der Theresia Derfenit Urb.-Nro 713 ad W.-Landsberg am 26. Oct. BG. Rohitsch. Angekommene fremde. Hotel Erzherzog Johann. Guido Koerncr, Berg- u Hütteningenieur, Frank-surt. F. Lorber. CommiS, Reibl. I Kump., Kfm.Wien. R. Zabel. Fabrikant. EnaelSberg 81 Aniezner. evani. Pfarrer. Laibach. Gräfin AdamovitS, a». I. Hot,». Reisender, Budapest Richard Graner. Rei'ender, Wien. Gasthof gold. Engel. C. Nobel. Hochschüler, Wien Joh. Jugg. Wagner, I. Machalta. Privat. Pettau. A DrtUowe?. Griinddes.. Heudorf. Ä. Pogalichnig. Schloff^rmeifter. I. Stazedo-nik. Holzh., und A. Prek. Riemer, Marburg Fr. Uhl und I. «raner, Grundbesitzer. Tobreng M. Kudariiich, Glaser, Fridau. Mich. Karnilfchnig, hotzh, Maria Rast. Kourse der -Zöiener Börse vom 24. October 1383. Goldrente ... . 99.20 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 78.55 „ „in Silber . 79.10 Märzrente 5°/0 ........ 93.05 Bankactien ....... 839.— Creditactien ...... 283.60 London wista .......119.90 Napoleor.d'or ....... 953.— k. Münzducaten . ...... 5.71 100 Reichsmark . .......58.80 Lampenschirme in grosser Aaswahl. Sclkirmhälter "WF bei Joh. Rakuseh, Papierbandl. Herreng. 6. DAS BESTE ^areUenPapjfe/, LE HOUBLOH Französisches Fabrikat VOR NACHAHMUNG WIRD GEWARNT!!! Nur icht ist dieses Cigareuen-Papier, c\ wenn jedes Blatt den Stempel LE HOUBLON enthält und seder Carton mit der untenstehenden Schutzmarke und Signatur versehen ist. / Prcp? du Brerrt CAWLEY * HENRY,>1 aiiif« Fakrtkaotcn.PARIS Jmit fibricanli unnlii da ?K?lERAir4jy4s Go«l*ur BC*la ^II« supfricut« tATio/tiL Blanc oa M.iU Nerven-Extraet, ein aus Heilpflanzen nach eigener Methode bereiteter Sxtract, welcher sich seit vielen Jahren alt vorliest-liche« Mittel gegen Nervenkrank« heiten, wie: Nervenschmer« jni, Migräne, IsckiaS. «reu,-nnd >?tückenmarkscbmerzeit, Spilepfie, Lähmungen, Lchwä-cheznstäade «. Pollutionen bfTOührte. Ferner wird Dr Behr i Neroen°?rlract mit bestem Er-folg« angewendet gegen: Äidjt an6 9ibcntna> tismu«, Steifheit der Muskel«, Gelenk«« und Muskel - Rheumatism«», nervöse« Kkopfsckmerz «ad Lhrensause«. Dr. Behr'» Nervcn'Extract wir nur üuiterlich angewendet. Preis einer Flasche mit genauer Gebrauchsanw.: Jo kr. <>. W. 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W. 1 halbes „ , . 1.75 . „ 1 viertel „ „ „ — 90, Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Postanweisung oder Nachnahme des Betrages mit, der grössten Sorgf.lt ausgeführt und erhalt Jedermann von ans die mit dem Staatswappen versehenen Original-Loos« selbst in Händen. Den Bestellungen werden die erforderliehen amtlichen Pläne gratis beigefügt, an» welchen sowohl die Eintheilung der Gewinne auf die resp. Classen, als auch die betreffenden Einlagen zu ersehen sind, und senden wir nach jeder Ziehung unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Auf Verlangen versenden wir den amtlichen Plan franco im Voraus zur Einsichtnahme und erklären uns ferner bereit bei Nicht-Convenienz die Loose gegen Rückzahlung des Betrages vor der Ziehung zurückzunehmen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt pliumässig prompt unter Staat*-Garantie. Unsere Colleete war stets vom Glücke besonders begünstigt und haben wir unseren Interessenten oftmals die grössten Treffer ausbezahlt U.A.solche von Mark 250,000. 100,000. 80.000. 60.000, 40,000 etc. 576_12 Voratutichtiich kann bei einem solchen auf der «tollalraten Basis gegründeten Unternahmen überall ans eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst und jedenfalls Tor dem sl. Ortober d. JT. zukommen zu lassen. Kaufmann & Simon, Bank- and Wechsel-Geschäft in Hamburg. P.8. Wir danken hierdurch s8r da« an« Mither geschenkte Vertrauen und bitten durch Einsichtnahme In den anglichen Plan «ich von den ffroft*artiren Gewinnchancen su überzeugen, welche diese Verloonunren bieten. j>