Vereinigte L a i b a chcr Zcitu NMx Gedru.-ks hei Ignaz Aloyi- E'!?n r. Kl?inmanr. Dienstag d? n 6. I ä n ner 1818. I n n l a ll- di Laib ach den 6. IaiMr< '«'"us dem gedruckten Verzeichnisse ^'e:'er menschenfreundlichen Neujahrs^Gratulanten, welche züm Voltbeile dcs biescgen A^wen-wnds sogenannte Erlaßkarlen geloset, ist crs sichtbich, daß diese ^ob'.vobl etwas spat de-gonnsi^. dennoch 5at beigetragen zuhaben. Mld t:e Dantgcbetbe derer, welcken diese Gaben zn teilte kcmmen, find" vbustreitig edlcn Gemüthern hinreichender Ersatz für alle unterklubcnen Neujahrs? Eomplimente, so herzlich und geistreich diese auch ausge-salleli wären. — Oesterreich» ^ Vermöge Cireularien der k. f. Landete-g'tcrnt g im Erzberzogthume Oesterreich unter der En,is sind, vom 1. Februar 1818 angefangen, die Nrjcfpostgebübren auch den« jcnigcn Läüdern , in 'welchen sie dermahl in Papiergeld bezabltwerdsn, in Conventions« mü'ze zu entrickttn; ebcn so werden vom rbengenanntcn Tag? an die Poslwagens-ß«!bübren in allen kaisrl österr. wandern in Crnventionsmünze eingsdoben. Diesen beiden Circularien sind erlauterude Tarisse dc»«-gtfügt. (Wdr^) A u s l a u d. Italien. Wi? dic Rämiscbe Zeitung nach Brief?,» aus Griechenland erzählt, sii?ß vor ^ur»en« «in Lanvmann m der Nahe von Ehorinch Kuf em metallenes Gefäß, bas verschiedene alte Münzen und einen goldenen Ring mit einem Agat in der Gcssss eines halben Gold» enthielt. Auf diesem Agat waren Mlt blossem Äuge nichts als einige sehr kleine Züge zu entdr^en. . Diesen Ring brachle- ein reisender Gelehr-ter an, sich, und entdeckte mit einem Mis lH-oskop ein ganz vorzügliches Kunstwerk. Auf der Oberfläche des Steines fand er nem-llch eine Gruppe von Göttern, die man jetzigen Besitzer des auf der linken Nheinseite belegenen Theils, des vormahls zll Deutschland gehörigen Hoch, stifts Basel aufgestellt gefunden , an deren Annahme von Seiten der hochlöbl. Eidg«, noffenschaft sie so lange zu zweifeln sich er-lanbj hat, als nur voreilig bekannt gemachte U Zeitungsartikes dasjenige enthielten, wüs über diesen Gegenstand in der Tagsatzung v 0 rge fall en seyn so Ute. Sie kann nicht obne wahrbaftes Bedauern bemerken ^ daß zu einer Zeit, wo auf den Antrag der Bundesversammlung der Kos nig der Niederlande mit Btreitlvilligkeit die Pensionäre des Bisthums Lüttich, das nicht mehr als d«e Schweiz zu dem Deut» schen Bund? gehört, übernommen hat, wo die gegenwärtige französische ?!legieruug auf die «ite VorNellnng der Bundesvör-, sammlung sich zur Uebernahme der Straße burger, auf die tran'srhenamsche (sustcnta«! zions-K"fsc blsher gelegten Pensionäre wil« lig entschlossen hat, und wo die sämmtli« chen Deutschen Fürsten 5 welchen die von Frankreich wieder abgetretenen Theile des linken Rheinufers zugefallen, mit Berelt< Willigkeit die auf selbigen ruhenden Pensio« nen von der transrhenanischen Sustentazions« Kasse sich überweisen lassen, und dem recht«, llchen Grulidsatze gehuldigt haben, daß wer das LanddeNtzc, auch diedemselben lnyärirenden Pensio::slasten zu tragen have, die Schweiz allein auftritt, und im Geiste der Französi« fchen Republik die Baseler Pensionen zu übernehmen, mit dem Anfäyren stch weis gert, daß sie das Land eben so besitze, wls es Franfre'ch besessen ha!,-und Frankreich bekanntlich die Pensionen denen verweigert bat, d:e wählend der Revoluzion auf das rechte Rheinnfer sich geflüchtet hatten« U. s. w. (W. Z.) Die kön^gl« Ober-^olizeidirektion zu Stuttgart bat eine Bekanntmachung, die Gonntagsfeier betreffend , erlassen , in deren Eingang es bcitzt: ,,Vei der zunehmenden Gleichgültigkeit gegen die Feier der Sonn» und Festtage sieht sich die königl. Ober« Polizeidireknon aufhoben Befehl veranlaßt, die hiesigen Einwohner auf tzle strenge Beobachtung der über diesen Gegenstan d bestehenden Landesgesetze zu verweisen )c." Von diesen. Gesetzen werden im Verfolge an« geführt : Vas Tanzen an Sonn-und Fcsi» tagen ist verboten, und mithin auch bas Tanzen vom Samstag in den Sonntag; da< Auf. und Abladen der Güterwagen gebort zu den wcrktägigen Arbeiten , und bleibt mtt denselben verboten« (Mg. Z.) Großbritannien. ^ London, den 10. December. Auch h,er hat man die Bemerkung a<-machl , datz der Kurierwechsel mit den be-veuzelid,:cn Hö^feit einiger Zeit unqe-wodnltch lcuyaft sey, worauS man den «chluß,i^)t, daß in den Kabineten etwas von hoher Wichtigkeit verhandelt werden "'usse.--Die Tlmes vom 9. Dec. sagen: ,.W,r Hmd von emer Autorität , auf wel-chc w,r bauen zu können glauben, benach, r'chtlgt, daß die alliirten Souveräns den Inychluß gefaßt haben, ibre Truppen vor Ende des künftigen März aus dem sranzö. Vschen Gebiete zu ziehen. Demnach muß die ^ermebrung der französischen Streik krättc n'cht als Mlnel, ih're En:feruung zu ve chleunlgcn, sondern als elne Maßregel, Hre^Sttlte zu ersetzen , betrachtet werden." L)le,e Nachricht hat, Pnvatbriefen zu Folge, ,n Loudon großes. Aufseben gemacht. Rann man mchthindern , sagrmaucher Vrit-!^' V p^u^nch sich aus dem Zustande ^^bciangtgkeü zu seinem allen Range w«der erHede, ,0 ists am besten, dieg lc k?er,le Ueber geschehen zulassen^ ohne durch allerlei Hlndernlsse und ZSgerungcn das bl^e Blut noch mehr zu erhitzen. (S.Z.) Preuße«. <- "b dbtei aus Erfurl vom 2g. Nov. Zagen: Diesen Abend traf die bekannte ürau v. Krudener aus ihrer Reise, wie man sagt «ach Rußland, mit ibrem Gefol-l^"^"^' ^!l die Anforderung der Po, Mehö^e, sich über das Ziel und die Absicht ,h«r Nelse zu erklären, so wie ihre Reiftdokumente vorzulegen, soll Frau v. 5^"" dm Versuch gemacht haben, eine s"stltche Rede zuhalten, um zu beweisen, . ? )^ "^ "'" von Gott Gesandte der welt lchen Papnre nicht bedürfe, auch obne dieselben von chrem Herrn und Meister überall gefördert würde und daß sie das Ziel ihcer Reise selbst mchi kenue Auk die Anzeige, baß sie ohne Pässe weder bler übernachten noch dle Reise ln das Königre^H fortsetzen dürfe, soll sie erklärt habea, sie stütze sich nicht aus Passeports / der Ruhm ihres Namens sey ihr vorhergegangen l^» Man will behaupten 5 Manäel an den gehörige« Papieren, an Mitteln zur Fortsetzung dee ^eise nud eines realen Reisezweckes habe die BeHürde bestimmt, die Frau v. ^Krü« dener von. der preußischen Gränze zurückzu« weisen. Sie soll hierauf noch an diesem Abende nach dem gothaischen Dorfe Steds ten gegangen seyn, nm am folgenden Tage lhre Reise nach ölrenstadt, also rückwärtSf fortzusetzen. (S. Z.) GrafZichy, hiesiger kaiserkch'österreichi-scher Gesandter, ist in Aufträgen seine« Monarchen v»n hier nach Weimar abgereife^ Nan ist hier aUgemein der Meinung: sei« n« Sendung betreffe die Wartburg^lnZe» lege.cheit. — Der verdienstvolle Prediger mch Professor Schlelermacher, welcher bisher sedr am Maqenkrampfe gelitten, soN, wie verlautet, bel dem Könige die Erlaubniß nachsuchen wollen , eine Reise nach Griechenland zu machen, um durch das dasige warme Klima seine geschwächte Gesundheit vollends wieder herzustellen. Möchte es doch diesem trefflichen Gelehrten zugleich gelingen, auf jenem alten klassischen Boden die verloren gegangenen Tragödien des Sepbok» les auszumittlin und das Feld der Wissen« schafteu durch ein so unschätzbares Geschenk ansehnlich zu bereichern! 'it beft-iedi^t sii'.d, und mit welchen jene erst im ri H-tiqm Verbaltnfsi zum ganzen hcryl??-.l^n tlnd aufblühn sönnen. Ueberhaupt mo^te fein Sta<^t der Welt in Betref des Hand-ls und der Gewerbe, eine so schwierige )iufg.a-he zu lösen baden, als der preußisch?, un^ oer^de bier dürften weniger die plagen des Einzelnen, als allgemeine Grundsätze zu be» solqen seyn, welche das ganze umfassen ll'ld zusammenbalten.— H,». v.' Kl,witz bat sin in seinen frübern Verhältnissen die allgemeine ?ä.^t!»na und ?iebe seiner Untergebenen erworben und betritt sein neues Amt insofern »mter quttn Vorbedeutungen. Allein wie schwierig es ist, fund scyu »nitß, da uns^e Finanzen nur durch Einführung von Snn,r ^en akk'yyen werden ls'ine/>, das hat Hcir von Bülow wo!)l gesüblt, indem er um iews Entlassung bat, und Hck erbot in iedem Fache, nur'nicht im Finanzwesen, dem Staate fernersnn seine Dienst? zu wid, men< Diese praktische Vielseitigkeit schcrnt nber^aupt bei nns mehr,wie anderswo zu den Erfordernißen eines quten Staatsmanns c,ereHnet zu werden. Der Freiberr v.^chlzF» mann, der di^ kirchlichen und Schulangele-letten ) d«nsn er als Minister der Kultur vo» uand, dem Fretkcrcn v. Altenstein über. «eben bat, und aus dem schönen Neicke ^?r Oberwelt, wo er die Bildung derfom-fni'liden Geschleckter mit anerfaimtem Eiser s^it^te, 5n die Unstern Schachte der Unterwelt zn t>f« Gnomen hinal>qesti?a.en ist, (cr bat nemlich d<« Aufsicht über die Berqwer-f- cr^alten) wird in seinem bisherigen Wir-^'lngsfreise, wo er vieles Gute gestiftet, s«5r vermaßt ^Gsrres soll den rotben Ad-iero-den nur unt^r der Vedinqnna anizeno'n-vi3n Hoden, daß der rheinische Merkur lvie-^er freigegeben werde, indem er nur so dem Votcrlande beweisen fynne, daß er jene ölus« zeichnunq lediaUck seinen Grund sK^en vex-danke. Schl<'ttrmHchj'r halt wieder seine Vur« l«su?sZen ub^r di^ Staatslehre, und zahlt fast alle in Bcrlin anwesenden Generale, viele'Gcaosoffiziere der Garde, und andere ausaezc'.'bi'klen l. ld vornehme 'Nänner, unter seiden Zudörcrn. Don Rußlond, Frankreich nnö Oesterreich sollen d?m bicsiqen Hofe Noten gegen die Preßfrelbcit in Wei,nar, nach Andern blos gegen die Vorfälle auf d« Wartburg übergeben worden sey»; es wird indeß gezweifelt, ob unser Hof darauf t der jnt-istn'cbsn Wlsi'enschaft ganz neue und wichtige Ansschlüffe. beider t'l dem ^Vanne, dem d-qnet, nher die Verpfieqn^q i« Srr"N, und es kam l-u (^cklä^en. DerEckulmeisier war lo unvv'slcht^g dic Sturmalocke zu läuten; die^Ein^oobnervcrscrmmelten .sich; aber auch die Soldaten eilten ibren Kameraden zu Hülfe; man schoß auf sie aus den Fenstern und vom Dache des Cboquetschen Hauses und fünfEnqlä'ides umrden verwundet,wo< runter Einer töbtlich Die Ankunft e«nursin Wien. am 2. Jänner 1818. Couvcutionslunn^e von Hundert 3c>2 isk