Mr. SO. Sonntag am 6. chcioöer 1878. III. Jahrgang. Pränurrerations-Bedingungen. Für CfiUi: 1 ceotlict . . . — ..'ä Viclitlj-Hiiz. . l.M> ... . . S__ Mit Post. Versendung: vttrleljiihri^ . , 1.60 HalbÜhria , . . Z.i» »«»«ähliz . . . «,4a (amml ^vftcSiag (.fiiiiclne Nummer» " kr. Erscheint jeden Donnerstag und Sonntag Morgens. Inserate werden angenommen in 6rr tfiycNtina 6« „UiOirr Zntun«". £**• renzasie fit. S i'SuMruifttl »»» Mann RMabtf nttmtn I,ser«It füt die „Sldm •!«(nn|" an: W. Üt«f1t in i>»!-n. unH «ü« bctcuttaMn euct(n d t jonnotn»'. J»f. (in-««» >» u»r«), it. un» »oll«, fc ioint. in Wien. i» - u m nur einigen Iahren und bei dem zarten Alter des fchulvesuchcndi'n Kindes nicht vollständig de-hliNdelt werden können, leicht geschehen, daß das Kind Irrungen anheimfällt. Dieser Gefahr ist wegen deS auSgebreitetere» Unterrichte« und des dadurch erregten Geistes mit dem alten Mittel, mit dem Katechismus nicht mehr vorzubeugen, wie in früheren Zeiten, als noch Dessen einzelnen Moralsätze mehr dem Gemüte und weniger dem Kopfe eingeprägt wurden. Daß e» so war, hiefür möge nachstehende Da>steUung zum Beweise dienen. Vor der Sturm- und Oeangperiode, wie so gerne beliebt wird zu sagen, nämlich vor dem Jahre 1846 hatte der Staat die Oberaufsicht über die Schul« und gestattete der Kirche nur einen geringen Theil de« Einfluße« auf dieselbe. Ein Schulzwang bestand so eigentlich nicht, doch wer immer nur damals die Schule besuchte, lernte lesen, schreiben und rechnen selbst in dem kurzen Zeitraume von drei bis vier Iahren. Der Un-terricht in der Religion wnrde meisten« von Welt-geistlichen. die noch vom josefinischen Geiste mehr oder minder angehaucht waren, solchen Aa schau -unzen entsprechend ertheilt. Heute »ob «ögen viele Männer and Frauen selbst der unteren Stände vorzufinden sein, die gnt lesen, schreiben unv rechnen können und auch sonst ehrenhaften Eharaktei« sind. Wer aber damals nicht die Schule besuchte, der wußte eben zu seinem Un-glücke nichts. Nun kam die Zeit de» EoncordateS, in wel-cher die Schule der Kirche ganz überliefert wurde. Die ReactionSperiode der fünfziger Jahre machte sich breit. ES wurde von den neuen Herren zwar wohl kein «igeotlicher Schulzwang eingeführt aber sie zogen doch so viele Kinder herbei, al« nur immer möglich war. Der verschämte Schulzwaiu dauerte nach Umständen vier oder sechs Jahre, und wa» hatten die Äustretendtn gelernt? Konnten sie lesen, schreibt» und rechnen? Nein, kaum zehn Perzent von ihnen; nun iraS hatten sie dann ge-lernt? Den Katechismus, geben sie zur Antwort wenn sie g'fragt werden und diesen nur mechanisch weil jene, welche sich eines besseren Gedächtnisses erfreut«-!, denselben monoton herunter zuleitn« verstanden, während ihn die übrigen gänzlich v.r-gesfen hatten. Stlb.'tvtrständlich ist hier nur von S c n i 11 c t o 11. Am ?St,ldschlöljchen am Rhein. Original-Novelle von Hartett. E« war tin heißer, schwüler Sommcrlag und erst jetzt, nachdem die Sonne, schon lief im Westen gesunken, wich die drückende Athmosphäre einer erfrischende» kühle; das war doch wieser wonnige« Aufaihmen! Athnlichrs Behagen mochte das junge Mädchen empfinden, dessen Kopf sich reizend abhob von dem holen Bogenfenster eines alten Lchlöß> den«, das manchen Zeilstürmen Trotz geboten; underuhrt war e« freilich nicht aus denselben hervor gegangen, die wrttergrauen Mauern, daS moosüber-wucherte, zerbröckelte Gestein trugen deutliche Cpuren eines rasch:n Verfalle« in sich. — DaS Schlößchen war einst ein Jagdhaus, das sich der Sprößling eines vornehmen Geschlechtes erbauen ließ; ober dem Eingang prangte ein mächtiges Wappenschild, da« zwei Schlangen in feinem Felde trug, zur Linken und Rechten neben dem Thore, standen aus hohen Eonsolen steinerne Herolde, die in das Horn bliesen — leider hatte t« nie einen hellen klang von sich gegebn, und seitdem fröhliche Iagdlust an den Usern de« Rheins grübt wurde, war manche« Jahrzehnt verflossen. Ja a» den Usern des Rhein«. Die Fronte des Schlößchens bot eine unvergleichliche Fernsicht, die einen Maler oder Naturfreund in unnenn-bares Entzücken versetzen maßte. Wohin das Auge blickte sand e« einen reizenden Ruhepunkt. Hier malerische Landhäuser, dort grüne Hügelketten zu deren Füßen Buchen und Eichenwälder rauschten dazwischen schlängelte sich der Rhein, r>as herrlich blau« Stromband, von unzählbaren Schissen durch-kreuzt — Deutschland« „Iuvel." An die Rückseite de» kleinen, alterthüwlichtn Gebäude» schloß sich, nur durch eine Wiese getrennt, ein Tannenwald an dasselbe an, der mit seinem kräftigen Baumschlag an Thüringens Wald gründe mahnte und sich bi» zu dem Edelfitze der Grafeu Dollen erstreckte. Doch kehren wir zu dem Mädchen zurück, da« so anmuthig den blonden Lockenkopf auf die kleine Hand stützt und dessen graublaue Augen unverwandt auf dem weiten, herrlichen Landschaft«-bilde hastt»! — Mannigfache Wünsche. Hoffnungen und Pläne mochte» das junge Herz erfüllen. Die Jugend gibt sich rasch schwärmerischen Empfiadeleien hin, wel-chen tin i» Erfahrungen gereifter Mensch (ha zu entflicht» sucht, weil sie thörichte« Träumen sind, dem da« wirklicht Lehen selten Ersühlung gewährt. Wer tiefer in die Müdchtnaugtn blickte ge« wahrte in denselben einen ernsten Ausdruck, der weit eher herben Seelenschmerz wicdersplegelte-al» da» Ausmalen froher Zukunftsbilder — und die Trauergewänder, die die schlanke Gestalt um-schlössen, kündeten daß die junge Dame einen schweren Verlust erlitten. — Elvira Hördtr hatte vor fünf Monaten ihren Vater zu Grabe getragen und da» war der erste, herbe Schmerz in ihrem sonnenhellen Ltbtn. — Hofrath Hörder führte in der nahen Stadt, wenn auch kein glänzence», doch feiner Stellung vollkommen entsprechendes Hau», in dem Jede--, der Anspruch auf Geist oder ein schönes Talent mache» konnte, freien Zutritt hatte; er wie seine Gattin, liebten den Verkehr mit feingebildeten Menschen, da sie selbst zu diesen zählten. Unter der sorgfältigen Leitung von solchen Eltern genoz Elwira eine gut? Erziehung und sie war auch ihr einzige«, bestes Erbtheil, denn Hörder hinterließ seiner Gattin und Tochter kein Vermögen. Sein rascher, ungeahnt«« Tod, der ihn in seines Leben« Mittag ereilte, versetzte Elwira« Mutter in die drückendste Lage; aber sie war zu itolz ihren Freunden und Bekannten einen Einblick in dieselbe zu gestatten uud gab da» Etadtleben lieber gänz-lich aus, al« daß sie auch nur eine spöttisch-Aeußerung ertragen wollte, die sicherlich nicht au«-geblieben wäre, sobald die ärmliche Lage der beiden Frauen in weiltrn kreisen bekannt geworden wäre. Da« Schlößchen am Rhein, war das Eigenthum den Schult» am flachen Lande die Rcde. obgleich derlei Erfahrungen auch in den Städten uns Märkten vorkommen. Die Ueberzeugung von der Wirklichkeit de« über diese Veiten Schulperioden Gesagten kann sich in dcu Kanzleien der offenl-lichen Aemter und Behörden, die Notare und Advokaten verschafft werden, in welchen bei den Untnftrtiguugen von Vertrügen. üaufalischlüfsc« u. f. w. ganz alte l'eutt ihre Namen wenn auch altvaterisch, so doch kräftig unter »ie betreffenden Actcnsnlckc schreiben, während junge Männer und Frauen trotz ihre« Schulbesuche« in den fünfziger Jahre» bloß mit dem Kreuzzeichen versehen. bi< auf wenige Ausnahmen. Ja dieser oder vielmehr wegen dieser düsteren Zelt würbe» die Strafhüufer erweitert, und neue erbaut, dieselben be-leiteten die Zuchtruthe und der Stock, al« die wichtigsten Hilfsmittel de« Unterrichte« die Be-vvlkerung vor — man gewöhnt eben die Prügel. Wa« nun die Neuschule anbelangt, so müssen deren Resultate erst abgewartet werden, dieselbe besteht kaum üb.-r ein Decenium, nnd die von ihr bi«der gebildeten Schüler sind ja erst in da« bürgerliche Leben eingetreten, können also nur wenig ihre Fähigkeiten nprobt haben. Der Vorwurf de« Kostenpunkte« zerfällt aber schon de«halb in nicht«, weil früher viel vernachlässiget wurde, also viele« nachzuholen war. übrigen« dürften die Kosten der Schule denn doch nicht so drückend für die Steuer-träger sein, wie jene für Kasernen oder gar für Zwanz«anstalten e« gewesen sind. Hat man ja doch in fünfziger Iahren auch viele Klöster gebaut, ohne dagegen Klagerufe auezosiossen. wozu nun die ewigen Nergeleien bezüglich der Schule und den hierüber erlassenen Gesetze, die doch im Verfassung«-mäsfigen Wege zu Stande gekommen sind. Politische Rundschau. öilli. 5. Octob« Wie die .Neue freie Presse" meldet, so hätte sich am 2. d. M. da« österreichische Ministerium die kaiserliche Entscheidung über das am 3. Juli eingebrachte Demissio»«gesuch mit der Motioirung erbeten, daß da« Cabinet da« Budget für den Reichtroth vorzubereiten hätte, jedoch der Ständ« punkl de« Grafen Andrassy bezüglich der Bedeckung der für die Oecupation erforderlichen Credite nicht theilen könne. Wiener Nachrichten zufolge soll alle Aussicht für Rkstaurirung dc« Ministerium« Tißa vorhan-deu sein. Die Deputation der am Sonntag in Pest stattzefundeven Volk»-Versammlung empfangend, welche die Resolution zu Ganste» ter Zurückziehung der Truppen au« Bosnien überreicht hatte, sagte Minister Tißa: Er betrachte die Resolution nicht al« eine Kundgebung der hauptstädtischen Bürger-schaft, von welcher die Deputation kein Mandat erhielt. In Bezug auf die Sache selbst wolle er eine« vermögenden Jugendfreunde« de« verstarb«-nen Hörder«, der einen tiefern Blick in traurigen Verhältnisse der Witwe warf un» weil er wußte, daß sie nie einen Gelobttrag nehmen würde, trug er ihr in zartsinnigsier Weise, zur Wiederherstellug ihrer angegriffenen Gesundheit einen Lanvaufent-halt in seiner kleinen, romantischen Besitzung an; sie folgte dankbaren Herzen« seiner liebevollen Einlösung, denn da« wettergraue Gebäude däuchle ihr, mit seiner entzückenden Fernsicht, ein Feenschloß. Der Tod de« inniggelieblen Gatten, vielleicht auch die ungewohnten Entbihntugen, die sie sich auferlegen mußte, hatten ih.e Gesundheit zu tief erschüttert um au eine völlige Herstellung derselben zu denken. — So war e« denn die Sorge um die Mutter, die Elviraj düster stimmte. Sie hatte schon ein theure« Elternhaupt unter die kü^le Erde gebettet, sollte nun auch die Mutter ihr durch den Tod geraubt werben? Sie vermochte den Gedanken nicht au«zudenken und eine große Thräne rann langsam über die Wange nieder. — Ein leichter Schritt im Nebenzimmer veran-laßte da« Mädchen rasch jede Spur von Kummer und Sorge an« ihrem Antlitz zu verscheuche». E« war die Mutter, die in da« Gemach trat. Eine hohe, vornehme Frauengestalt, in dere» leidenden Gesicht«zügen sich Herze»«güte und Seeltnadtl paarte. Frau Höroer« Blick heftete sich voll Liebe und Zärtlichkeit auf ihr schöne« jetzt nur bemerken, daß von einem verfassungswidrige» Vorgehen keine Rede sei, übrigen« sei der Zeitpunkt nahe, wo sich Gelegenheit bieten werde am kompeientesten Orte über da« Geschehene Rechenschaft zu geben. Im Görzer Landtage fand vor wenigen Tagen eine Kundg.bung gegen die italinischen AnnexionS-gelüfte statt, indem der Landeshauptmann Ritter v. Payer in schwungvoller Rede den Stab über die nächtlichen Demonstrationen brach und schließ-lich den mit Enthusia«mu« einstimmig angenommenen Antrag stellte: Die Abgeordneten möchten i» ihrem, im Namen ihrer Wähler und der ganzen gefürsteten Grafschaft von Görz und Grad,« t in Postsachen von Bo«nien. de« Abg. Wöhrum Ausbesserung des Legalisirungszwange», des Abg. AloiS Fürst Lichten stein um Ab-Hilfe auf legislativen Wege gegen unredliche« Bor-gehen bei Etesitgeschäftei', be« Abg. Pfriemcr in gleicher Angelegenheit, de« Abg. Alfred Fürst L i ch t e n st e i n um Vermehrung der Vertreter der Baugemeinden; de« Abg. Dr. DominkuS ebensall« in Wucher- und LegalistrungSangelegen-heilen. Die sämmtlichen Anträge werden zur Drucklegung bestimmt, dem folgte die Vorlesung Kind: „Slvira, Du bist noch immer hier? Ich wähnte Dich längst bei der Baronin Rohrheim." „Sie hat heute die Stunde, vielmehr die Klavierübungen mit der kleinen Rhein-Gräfin, abgesagt," ein schelmische« Lächeln schwebte um den Mädchenmund, al« die junge Dame rasch hinzufügte: „Hermiue will mich nun einmal mit Gewalt so taufen, da nützt kein Sträuben, kein Bitten oder Drohen." „Sie ist eine rechte Schwärmerin, sie war e« schon al» Mädchen, da ihr Euch gefunden unv liebgewonnen. — Aber weshalb hat sie bie Stunde abgesagt?" »Hermine erwartet ihren Bruder au« dem Orient Gras Heinrich Dallen?" .Der Name weckt mir längst begrabene Er-innerungen, da er in meiner Jugendzeit eine große, bedeutende Rolle gespielt" entgegnele die Mutter. „Auf dem Gebiete der Politik?" fragte die Tochter. „Nein in einer tragischen Licbe«gefchichte!* „War er der Held derselben?" „Allerding«." „Hermine hat mir nie viel von ihrem Slief-bruder erzählt; ich glaube, die beiden sind sich immer fremd gegenübergestanden." — „Er ist fast noch eimal so alt wie sie." „Da« würde mich nicht hindern meinen Bruder, wenn ich je einen solchen besessen hätte, mehrerer Petitionen und dann die Tage«ordnung. Der Abg. Aloi« Karl»» motivine seine Anträge um Verfassung einer Adresse an de» Kaiser, um Herabsetzung der Schulpflicht und um Wiedereinführung de« sonntäglichen Wiederholung«-Unterrichte«. Abg. Baron Hammer beantragte ei»en Adreßau«schuß von 12 Mitgliedern zu wähle», womit sich Abg. Karlon einverstanden erklärte; Abg. Dr. R e ck e r m a n n bezüglich der Einsetzung de« A?reßau«schusse« namentliche Abstimmung. An-genommen. Die erfolgte Abstimmung ergab die Annahme ber Einsetzung de« Aoreßau«schuße«. Der Antrag wegen Herabminderung der Schulpflicht wurde dem Unter,icht«au«schusse zu-gewiesen, jener wegen Wiedereinführung de« sonn-tällichen WiederholongSuntcrrichte« abgelehnt. Der Bericht de« Lande«au«schnsse« über die Petition der Gemeinde Murau um Erreichung der durch diese Stadt ziehenden Strasse ist dem Lande«,en« sind zu allen Zeilen der Anerkennung und des Preise» werth, weil sie der Livilsatio» immer mehr und mehr die Wege ebnen. Durchdrungen von der Weisheit dieser Worte widmeten sich von jeher and wiomen sich auch heutigen Tage» edle und geisteSdegable Männer mit Vorliebe der Förderi»ag dieser so segen»rcichen Arbeit. Die Landwirthschaft ist da» Fundament aller anderen Erwerb»zwctge, denn aus welcher Stufe der Vollkommenheit sie steht, stehen auch Gewerbe, Industrie und Handel, denen der Bergbau gleich-fall» seine helfende Hand reicht. Zur Hebung bi» Ackcrbaue» in Steiermark hat aber der unvergeßliche Erzherzog Johann, dessen Andenken da» dankbare Vaterland vor Kurzem durch Aufstellung eine» ehernen Denkmale» in der vanbe«-Hauptstadt Graz et»rte, den Impul» gegeben, indem « die steiermüriische tl. Es find die Hallen des Friedens und der Eintracht, in die wir nun eingcireicn find, um sie mannigfaltigen Gaben der Natur, um f>cn Fortschritt in oer Land-wirthschaft zu bewundern. Ein eigcnthümlih au-genehmes Gciühl beschleicht u«» bei dem Einirilte, uud unwillkührlich sehnt man sich in in jene Zeit, wo allenthalben wieder Friede, der segeubingende Friede daS schöne große Ocstenich beschauen wird. Unser Blick fällt auf die Erzeugnisse des Heimat-lichen Bodens, fast scheint es, ali jede Fruch. ,von un» zuerst bemerkt weroeu sollte. Ein PraSvct übertrifft das andere, und Alles reiht sich in u»> gestörler Ordnung aneinander. Die erste Abtheilung unfaßt >ie Lanbwüch-fchaft in deren Erzeugnissen au N^hiu.igsmillei», Obst- und Wcinba i, sowie Seide.i- und Gancitbau. Da» von der GutSv-nvaltung von Guleaegg ausgestellte Obst- und Kartoffelsorliment ist rechts des Eintrites das erste, welches in süner recht hübschen Gruppining in die Augen fällt. Die Colleti»ausstellung der Feldfrücht?, aus gestellt vom Gute Stroußeoeg ist ebttisnll be- merkenswerth, ferner« fc^en wir in zierliche» Fiasch.'» L.iS.erger Weine, ausgestellt von skoaut, Keidencoeou« ausgestellt vcu der landwirthichast-lichen Filiale ^ichtenwal», welche and Obstgat-langen, dann Riese.igurken, Speisekürbiße und Itartoss l. worunter sehr schöne Rosenk», tosfel zur Ausstellung brachte. Vo:n Gute Lemberg finden wir prachtvolle Obstgattnngei und Speisekübiße. von Franz Tieber und vo.n Gute Heggenberg ebenfalls vbstgalliingen anSlkstellt. Von Carl Sima ist eine Eoll.ction von Getrcise in netter Reihenfolge au»ge tellt. U.i5 ober dem Ausstellungsräume dieses Ausstellers prangt in hüsscher AuSfüliruag da« Wippen der Stadt Eilli, vessen vrci Sterne ^uS Kukutz zu-sanlivengestellr sind. Vom Äanenbauvereine ist eine Sain niung voi, Pflanzen seltenerer Art ausgestellt. Zwischen Kränzen und Blumen hängt da« Diplom fiese« Vereine». Auch ben alten Bekannte i Landwinh st-ide., wir in dei» FricdenShallcn, den decorirlen Grund-besitzer Michael Visjak von Pecoje. welcher nolo-risch die b-stgeor?nelste Obstbaumzucht in ber Umgebung betreibt. Aui diesmal erwarb er sich die vollste Anerkennung indem er eine reiche Eollec-tion von Obst, Trauben, Speisekürbiße», Melonen und Zämereien zur Ausstellung brachte. Seinen Ausstclluigsplatz schmück, ein Aner-kcnnu»g«diplom einer früheren Ausstellung. Unter den von ihm ausgestellten Aepfeln verdient tc« netten Aussehen» wegen besonder« Forellen Peping bemerkt zu werden. Von Wokiun sind Obstgattun^en, Gemüse und Kukurutz, letzterer ganz besonder« schön, au»-gestellt. Unter den Gartenban- Gegenständen nehmen unstreitig die von Gaggemus und vem Gute Prag-wald ausgestellten vcu ersten Platz ein. ßj sind prachtvoll« Gewächse, deren Pflege die größte Auf-merksamk^t erfordert. Vom Gute Belgrad find ebenfalls exotiftze Pflanzen vorhanden, unter denen die 2jährige •Uftt] ifnfete mit ihren riesigen Blättern hervorge-ho iea zu werden verdient. Bon Slepischnegq wurde» Obst und Hülse», fruchte der schönste» Qualität ausgestellt. E» sei beme kt, vaß man in der Ausstellung im Verbältn sie z» dcn übrigen ausgestelllcu Produklen wenig Hüli'ensrüchle zu sehen bekommt. In der Mitte de» ersten SaUe» sind Wein» und O-stgattungen von Pallo», W-lland ausge-stell», dan» von der Schulleilung Windischgraz Eocou» (in der Schule g.'pflcgt) u»» von eben denselben au« dem landwirthjchastli^cn Versuch»-fcide Kartoffel (ilcelimatisation«vcrsuche) ausgestellt. Bon Franz K r a Z o v i c sindeu wie Eichen» feidenspinner-Eocon« auszesiellt, welche der Selten-heil wegen AuSgenmcrk verdienen. In dic>em ^aale sin» noch hervorzuheben sie Obstgattunge» des Earl Valcntiniö in Tüffer der londwirth-l ia lltchen FUtale Trifail uns beS Josef i?jpo a oer Riesenliga^aHafer des Ritter v. Nrredi, sie Mahlproducic un» da« reiche Sortiment von Zwiebel von Vutz k Naeff und die Weinausftet-lung von Kiiehnber, der 58 Kilo wiegende Speise-kürdi« der lanowirchschastlichc» Filiale Rann, Die von der Hauplpfarre Tüffer ausgestellten Trauen, und bie Zuckerwachsbohnen vom Gute Be/.,g«d. Zuckerbäcker Sabukoschck brachte Erzcugnisse au» Zucker und Wachs zur schönsten AuSsührmig. Da eS un>? a» Raum und Zeit gebricht, so müsse» wir für diesmal unsere Wanderung uqter^ brechen. Wir werden daher in nächster Nummca einen weiteren Artikel bringen, und auch nochmals alles, was wir bis henie nur in gedrängter Knappheit berühren konnten, einer ttage,eiifae» Kritik unterziehen. Ankunft und Wfatirt der Hifen-vaknzüge in Eilli. W i e u - T r i e st : Slnfunit Äbsahn Postzug..................11.20 11.34 Mitlag. Schnellzug............... 3.34 3.40 Nachmitl ©emijditer Zug........... 5.22 5.3J Abend Z Poftzug..................11.59 12.07 Nacht« T r i e st « W i e n : Postzug .................6.2? c.37 Frü!>. Gemischter Zug ...........8.55 9.03 Vormitt? Schnellzug ............... 1.— 1.06 Nachm P-stjug ................. 4.31 4.39 .. Mit 1. Oct. 1878 begann ein neues Abon» r.cmcitt auf die wöchenllich ; w e i n: a l erscheinende „Killier Zeitung" und zwar lostet dieselbe: Für Cilli mit Zustellung ins Haus: Monatlich fl. —.5,5 Vierteljährig „ 1.50 Halbjährig „ 3.— Ganzjährig „ 6.— Mit PostVersendung (Inland): Vierteljährig fl. 1.G0 Halbjährig „ 3.20 Ganzjährig „ 6.40 Jene P. T. Abolinciilen, deren Abonnement mit 30. Sept. d. I. zu lsnde ging, ersuchen wir um sofortige Erneuerung, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintrete. Administration der „Cillier Zeitung." Grosse und kleine Partien ISIststarLien. 117 versendet J. N'iiitz». Fi'ux*luii. Wohnungen. Im Hause Nr. 6 (OonvictsgebUude) ist im I. Stock eine Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern, Küche, Holzlage, Hoden und Kellerraum sogleich, dann im II. Stock eine Wohnung, bestehend aus 5 Zimmern, Kilche, Speise, Holzlage, Boden und Kellerraum ganz oder auch partiell vom 1. November an zu vermiethen. Anfrage beim Hausmeister iin Hofe links. 450 a Ivückciiireschii Stahlblech mit Völlkooimcii bMIreler Email!« Kücheneinrichtungs-Gegenstände ElSeilM stillt Das Districts-Coiiimissariat der II. I pri?. Wechsels, ßrazer Brandscliadeii-Ver-siclierüD£s-Aiisialt befindet sich in Cilli, Uerrengasse 12.'«. Das optisch-physikalische Institut #>. I. MMefsdesfg s. Z. ausgestellt in der Industrie-Abtheilung empfiehlt ein reiches Assortiment von optischen Instrumenten, Thermometer, Barometer, Heiszeuge ph>alkallwli, Zöien, I, Dorotheergasse Rr 7. welche dasselbe auch aeaen Einsendung von 2h kr. ö. SB. franco per Post überallhin versendet. «! Danksagung. Fmii/. ItlilMCliir, Rechnungsführer in Deutschenthal war bei C«rt»*-liilili seit 1 lL Jahren auf Ableben mit einer namhaften Summe versichert. Herr Valentin Zeschko in Laibach, als Vertreter dieser Anstalt, bezahlte die versicherte Summe auf das pünktlichste aus, weshalb ich Veranlassung finde, öffentlich meinen Dank auszusprechen und diese Anstalt Jedermann wi\rinstens zu empfehlen. DKUTSCHENTHAL bei Cilli, 30. September 1878. 0 444 Josefine Blaschir geb. Falle Witwe. cx> s i£| ? • a 3 S * "B " -i c - ® rsie L -in StlSi ■5 =«.»■£« s s 5 • 5 « .2 ' — •a3> a • -i 2 ? H i < - -y - I = "i5s 3 o 09 = 03 J3 E~ - a sja 3g ^ijfil 2 ? si""» Qli-'kz «ü-ls. > ^ * «i 2 U'PA x: S i 5x s™ iMtvVsi-3 Suff-] i g «= h'P .-5 « S ^3 »£ £ »a- s e I Sf* e U L^t t IC = « b B -a s . B -- «lliJf aj| || S slllSl ii! 00 g e~i S-s ™ i JCT ^ e = J—i fl 11«? 3 m a rs-o ^5 ff ;h j----- --------^ r d Die Buchdruckerei von p 1 JOHANN RAKUSCH'' ! in Cilii Herrengasse Nr. 6 f empfielilt sich zur schnellen und billigen Lieferung von DDru-clra.rloeitere aller -^rt- ji M ler ^-rt_ kt ....__i "—•*** (&iebftahl.) Am 17. v. M. wurde dem Grundbesitzer Franz Luschnik von Buchdorf au« unversperrtem Keller eine «übel au« Kirschholz mit Eiltorelfen beschlagen, in welcher sich bei vierzig Pfund Rindschmalz befanden, durch unbe-kannte Thäter entwendet. (Gin diebischer Taglöhner) Am 28. v. M. wurden dem Grundbesitzer Martin Stepischnig in Le«kovec, Gemeinde JÖiichofdorf a»S dessen versperrtem Kleiderkasten. wozu der der Thäter de» Schlüssel auf dem Kasten fand. Bonknoten und Scheidemünze im G-sammtbe-trage »on 16 fl. 20 kr. entwendet. Den Verdacht wirft der Bestohlene auf einen gewissen Anton Mhrnik au« Bischofdorf, weil »er derselbe Tag« vorher bei ihin al« Toglöhner arbeitete, in seinem Hause ublrnaäitete und nach dem Diebstahle flüchtig wurde. Mirnik soll aulz kur; vorher dem ÄrundbefitzerSsohn Valentin (otl au« BoSne au« dessen während der Arbeit zurückgelassenen Rock einen Geldbetrag von 6 fl. gestohlen haben. (Ueberführt.) Am 3. d. M. hat ein un-bekannier Bauer. angeblich au« Et. Georgen mit seinem Fuhrwerke die Beamlen«gatlin Anna Eentnern au« Tüchern, eine alte, etwa« schwerhörige Frau nächst der Essigfabrik in Savoden überführt, und erlitt hiebei die Be-douern«»ürt>ige eine lebensgefährliche Kopfver-letzung. Die Ueberbringung der Schwerverletzten in da« Spital zu Eilli ist fofoet angeordnet worden. Landwirtschaft,Handel,Industrie. (Jahr- und Viehmärkte) vom 10. nnd 11. Oktober 1878. Am 10. Rußdoxf, Bez. Rann, Jahr« und Viehmarkt. Am ll. Rad-mann«dorf, Bez. Rohitsch, Jahrmarkt. (Wiener Fruckt- und Mehlbörs« »om S. (Orig.'Telg.) i Man notirle per 100 Kilo, gtornrn: Weizen Banaler von st. 9.50—10.50. Theiß von fl. 9.90—10.90, Theiß schweren von fl. ^90— 9.70, Slovakischer von fl. 9.90—10,50. bto. schw. von fl. 8.70—3.2«. Manhselder von fl. 9.S0-10.80, Wala chischer von fl. —.---, Usance pro Herbst von fl 9—9.0». Roggen Ryirer- und Pesterbnden v»n fl. 7.—7.10-, Slovatische' von fl. 7.--7.20, Anderer ungarischer von fl. 6.70—7.—, Oesterreichijcher von fl. 7.10—7.20. Gerste Zlovakische von fl. 7.80— 9.20, Lberungarische vin fl . Oeftereichischer von fl. 7.20--7.90, Zilttergerste von fl. .---.—• Mais Banaler oder Theiß von st. —.--. , Internationaler von st. —.--.—, Cinquant!» von fl. 7.60 —7.i<0, auf Lieferung pro Zrühjahr von st. .-- —.—.Hafer ungarischer Mercantil oo» st. 7.—. dto. gcreulert von fl. 7.10—.7M) Böhmiiche. »der Mahrischer von st. —.--.—, Usanee pro Mhjahr von fl. (j.Öi—ö.70. RepS Mbscr Juli > Äu.;uil von st- 12.72—12.87, Kohl Augu'l-Septemder von fl.tZ.67 —13.87.— HtilsenfriZcht e^Haidekorn von fl. S.—8.75— Linsen von fl. I2.Z0- Erbsen von fl I2.1T»—.—. Bohnen von fl. 10.60— n.50. Rüb « Sl. Raffinirt prompt von fl. 35.---35 25. Pro Jänner, April von st---. Pro September, December von fl. 35 25—35 50. Spiritu«: Roher prompt von fl. Z».— —35-25. Jänner, April von fl. —.--. Mai, August von fl. —----.—. Weizenmehl per 100 Kilogramm: Nummero 0 von fl. 22.--23.—. Rummero I von fl. 20.--21.50, Nummero 2 von fl. --20.—, Nummero 3 von fl. 16.20—17.20. R » g- öenmehl pr. 100 Kilogramm: Ziummero 1 von fl. 14.50—IS.—, Nummer» 2 von fl. 11.50 -13.—. Aus dem GcnchtSsaalc. Hauptoerhindlungen vom 7. bi« 12. Oktober. Montag 7. Munda Amalia und Ge-nossen. Betrug; Podpregar Url>an uud zwei Ge-noffeu, Diebstahl; Lüschnigg Georg, schwere kör-perliche Beschädigung; Srofl Anna, Sterbutzl Martin. Diebftihl. Mittwoch 9. Aichelburg Ludwig und Dorothea. Betrug; Vakaj Marku«, »ffentliche Gewalthätigkeit; Sulchnigg I^kob, ver. gehen A 335 St. G.; Ziglar Georg und Genossen. Diebstahl; Ramon Kranz und Graboer Franz, Diebstahl. Donnerstag 10. Gcmorz Michael, Diebstahl; Pollak Iohanu und Wratschko Franz, Vcrläumdung ; Korver Josef und Genosse». Dieb-stahl: Lubaj Bla« und Ferlt« Martin, öffentliche Gewaltthätigkeit. Samstag 12. Stoper Josef nnd Genossen, 5 iebstahl; Zidar Anton und Ge-nossen. schwere körperliche Beschädigung; Ianeschitfch Andrea«, schwere körperliche Beschädigung; Medja Stesan schwere körperliche Beschädigung. Hourse der Wiener Morse vom i. Oktober 1878. Gold, eilte...........71.80 Einheitliche Staatsschuld in Noten . . 61.05 „ „in Silber . 62.95 1860a: Slaa>.«-Anlthenslost .... 110.50 Bankaktien........... 787.— Ereditaetien........... 228.50 London............116.80 Silber ............99.99 Napoleond'or.......... 9.34 I. k. Münzoucaten........ 5.57 100 Reichsmark.........57.90 Hie;n ein halber Wogen Beilage (Vom Landesfchulrath.) Derselbe hat wegen Einführung eine« flovenischen Sprachkurse« für deutsche Zöglinge dcr Lehrerbil -dunglarstalt in Marburg an den Minister für Eultu« und Unterricht berichtet und die Errichtnng einer Prallele zum ersten Classe de« Marburger GymnasiuS angeordnet, ferner« die Genehmigung zur Erweiterung der Volks-schule in D o b o v a und zur Errichtung eine« landwirth'cha'llich gewerblichen Fortbildungskurses an der Volkeschule Franz ertheilt. Anch wurde dcr InstitutSinhaberin Therefe Gassner in Petau bewilliget, mit ihrem Institute ein-n Fortdilvun,i«kur« für der Schule entwachsenen Mädchen zu verbinden. Schließlich ift Herr Anton Sket zum Lehrer in P l e f ch i v e tz ernannt worden. Verlängerung der Ausstellung.) In Folge de« starken Besuches, wird auf Wunich vieler Aussteller, die Regional - Ausstellung in Eilli, bi« Mittwoch den 9. Oktober a. e. somit auf zwei Tage verlängert. Da« dadurch erzielte Reinerlrägniß wird zur Hälfte den verwundeten Kriegern gewidmet. (Hochwasserschäden.) Wie au« Mahre», berg berichtet wurde fo verursachten die heftigen Regengüsse in der vergangenen Woche auch im dortigen Bezirke uud zwar in der Gemeinde Reu-nigq an Straßen und Wasserwerken bedeutende Verherrungeii; sämmtliche Sägemühlen fnd beschädiget und theilweise eingestürzt. 1tu.t im Ge-richt«dezirke Windifchgr>,z kamen bedeutende Wasserschäden vor. Durch die Zerstörung der Kulterer- und Mießbeckbrücke für den Mießfluß, dann durch die Beschädigung eine« Joche» der Baron Kometer'fchen Draubrücke bei Unterdrau-dnrg ist der Straßenverkehr zwischen Steiermaik und Aärvten in einer weiten Strecke unterbrochen werden. Auch ein Jubiläum: „Indeß im Wehe die Srde freist „Gewaltiges sich vorbereitet „Und ein verderbenjchwang'rer Geist. Geharnisi' t durch die Lande schreilet. ist eS um so e,sreulichichcr berichten zu können, daß seit fünf uud zwanzig Jahrcn, zum ersten-male wieder vom Dache de» Bezirksgerichte« zu O."erburg eine we^ße Fahne flattert, al« Sym« bolum, daß kein Arrestant da« stille Heim de« Bezirksamstes bewohnt. Möge sie noch lange lustig in den Lüsten klatschen und alle Atörer der Ordnung, Ruhe und Sicherheit, vor dem unliebsamen Aus-enthalte warnen. (Aufgefundene Leiche.» Am 28. Sep. tember wurde in einer kleinen Pfütze in E!zrcn-hausen die Leiche der 67 Jahre alten Maria Blauerer aufgefunden. Dieselbe scheint, da sie in letzterer Zeit Zeichen von Irrsinn gab, sich selbst ertränkt zu haben. und rosig und da wiro dir die Bewegung im Freun gut thun." Elwira drückte einen langen, innigen Kuß auf die Hand der Mutter: „Ich will Dir ge-horchen süße« Mütterlein," sie faßte nach dem «trohhut, der auf der Fensterbrüstung lag, uod welchen sie nur au« Gewohnheit mitnahm, den die Sonne war bereit« gesunken. Elviren« leichter Elfeuschriit war längst ver-hallt und Frau Hörder stand noch immer an der >vtclle, von welcher sie ihr nachgeblickt. Ein tiefer, banger Seufzer hob ihre Brust, während ihr Auge Sem Zug der Abendwolken folgte: ,Wa« wird au« mci-iem Kinde werden, wenn ich nicht mehr biu." Der quälende Gedanke beichäftigte da« arme, liebende MnUerherz schon sei, Wochen.-- Da« Mädchen war indessen über die Wiese Heeilt, wo sich zwei Pfade kreuzten; der eine fühlte z» einem romantisch gelegenen Dörfchen, der andere durch den hohen, schattigen Tannen-wald nach Schloß Oallheim, diesen betrat Elvira. Räch einer kaum viertelstündige» Wanderung durch den Wald, bog sie in einen tiefen Hohlweg ei», dem eiu breiter Licht streifen al« Leitstern diente. _Ei» leise« melodische« Rauschen drang an ihr Ohr. noch einige Schritte und sie hatte die Lichtung erreicht. Die blauen Flutben kosten und spielte» zu den Füßen der Moo«bank, die eine uralte Ritseneiche beschirmte? den herrlich grünen Userrand aber schmückte ein zart blaue» Band blühender Vergißmeinnicht. Das war ein einiame«, weltverlorene« Plätzchen «it einer entzückenden Fernsicht und für stille» Träumen wie ges>!affeu! Evira wich einer. Schritt zurück. Heute lag einezweiteMenschnseele eimBann der kosen dcnWellen, die zu dem tiefen Glockenklang, der jetzt au« der Dorskirche ernst weihevoll, ihr friedliche« Abtndlied fingen. Ein Herr saß auf dcr Bank, da« Haupt in die Hände gestützt blickte er unverwandt in die Fcrne. Da« Mädchen wollte sich zurückjiehen, da stieß e« mit dem Fuße a.i ein Steinchen, der Fremde hob bei dem Geräusch da« Haupt, al« er die schlanke Mädchengestalt gewahrte, die in der einen Hand den SUshhnt und in der Andern einen frischgcpflückten Waldstrauß hielt, stand er von seinem Sitzc auf. Kaum sah Elwira in sein ernste«, tief gebräunte« Gesicht, so wußte sie wcn sie vor sich hatte Herminen» Brudcr. „Da« gehört wohl Ihnen? Ich fand e« in dcm Grase bei der Movsvank und e« stimmt völlig zu dem dunklen Gewändecr streckte ihr eine schwarze Seide»-masche entgegen. Elwira besann sich, daß sie am Morgen ver-geben« den Haarschmuck gesucht, der die blonde Lockenfülle in den gehörigen Schraoken hielt, da« sie nicht gar zu ü.>crlnüthig von allen Seiten ,» da« Gesicht fiel. ,Da« «and gehört mir." sagte sie. „Hätten Sie eiu hellblaue« oder meergüne« Kleid ich möchte Sie für eiue Fee halten, die ur-plötzlich mein wehmutsvolle« Träumen unterbrach" sprach er langsam. „Herr Graf, Sie kommen au« Indien dem pfantastischen Märchenlande." „Und muß ich nicht an Wunder glauben, da Sie die Gattung und de» Flug de« einsamen Wandervogel« kennen?" er deutete in die Abend-landschaft: „Hier kann nur eine deutsche Waldfee hausen und die hat »ichl« mit einer Bajadere zu schaffen. Die Wundermärchen Kaschmir«, dem in Wirklichkeit längst verfallenen Wohnsitze de« Glücke«, kann man am Rhein nicht träumen, denn hier da waltet und »ebt nur deutsch» Poesie. O, wer Sie auch immer sei« mögen, ich nenne Sie einmal Walds«. Sie erschienen mir in dem Moment, da ich den lebhaften Wunsch hegte eine freundliche Seele an meiner Seite zu haben. Elwira fand kein Wort der Erwiederung, sie dachte unwillkürlich da« ist der Pessimii«, der bittern Welt« und Menschenhaß in seinem Herzen trügt? „Warum sehen Sie mich mit so große» Kinderaugen an?" (Fortsetzung folgt.) »tf - S Kleine Anzeigen. Jede In diese Rubrik eingeschaltete Annonce bis zu 3 Zeilen Raum wird mit 15 kr. berechnet. An-Lflnfte weMcn in der Expedition dieses Blatte* tteiyitnillint nnd anenteeltlich ertheilt. E» werden alle Gattungen Damenhttte zum tnoderuUiercu angenommen, »o«i,' uncli neue »cbnellatens verfertigt Lei Mlrsniilr Rnriee. Cilli. HerTenira*se Nr. 119. 4-tO 9 Reparaturen von Nähmaschinen aller Systeme werden besten» und unter (iarantie ausgeführt. C. Wehrhan jr. Portganw 49. 21 In der i'U|»tll<' und ItU- lleni»elieii *i»ruetie giht gründlichen Unterricht ein k. k. Beamter. Auskunft in der Redaction d. Blattes. «in— Täglicii frischc Frankfurter, Safaiadi nnd undere Gattungen feiner Würste, bei Franz Möch im Wemtr'jichcn Hause Hauptplatz Nr. 2. 443 - Bis in einigen Wochen wird eilte Hulnimi£ in der Nähe der Stadt gesucht mit 4 beheizbaren, angenehmen Zimmern, zwei kleinen Dienstbotenzimmern Sparheerdküche, Speis, nöthigen Boden- und Kellcrraum sammt Holzlege und einem Stalle. Auskunft in der Expedition dieses Blattes. 448 — 441 - Zu verkaufen mehrere Wagen ein- und zwei»püuuige auch eanx gc-cehluKsiUke bei Carl PUhl, Sattler Wienerstrassc. Ein geschlossener Glaswagen ist staunend billig zu verkaufen. Auch sind L Wohnungen im I. Stuck zu vermiethen. Anfrage beim Eigenthümer Zimniak. 442 3 in schönster Umgebung von Cilli 2 Minuten ausser der Stadt mit heizbarer Kegelstätte, sowie allen Nebenlocalitäten, ist Krankheits wegen sogleich zu verpachten. Anfrage bei der Expedition d. BI. Zugleich ist eine KC'liülfte VTotl-11 ii is^ mit 4 Zimmern, Köche, Speisekammer, Keller und Holzläge vom 1. Jäuner 1879 zu vermiethen. 445 Fichten- u. Lerchenpflanzen aus den städtischen Waldungen zwei- und dreijährige zur Herbstcultur. Erstere per MiUo fl. 3 letztere fl. 4, franco Bahnstation Cilli, gut verpackt sind zu beziehen durch die Stadtgemeinde Cilli. 431 2 Der Bürgermeister. Ich beehre mich hiinit ergebe»«! anzuzeigen, d» > ich nein Uhrmacher ■ Geschäft nach d.r Herrengasie Nr. 126 (Buhr'acheit Haus) verlegt habe und bitte nun icriu-ren gütigen Zuspruch Huchacbtuiig.-.voll»t 4t>> 1 i/«Annn feiln, Uhrmacher. (Attest und ©mpicblnng.) Ich litt durch mehr denn zwei Jahre an chronischem Darmkatarrh, überhaupt an hartnäckigen B>rschleimungcn der Bei-dauungSorgane, welches Uebel sich fortwährend durch ungeregelten Stuhl-Dmrröe und häusige Äppetiilosia> keil kennzeichnete, mich der ?aac4- und nächtlichen Ruhe beraubte und physisch rapid abschwächte Mannigfaltige, von tüchtigen Aerz en ordinirle Mittel vermochten mir keine dauernde Hülse und höchsten« die sich selbst aus. erlegte verjweistungsvolle Maxime des Hungerleidens eine Linderung zu verschaffen Am Rande der Hoffnungslosigkeit aus Wtedergeneiunq m rlrauie ich mich dem' Herrn I. I. F. Pom'. Heide (Lchlesw.Holst.» an, und die« zu metnein Glücke. Der Gebrauch der Species seiner Pulver, wie überhaupt die Beobachtung seiner Heilmethode befreite mich in wenigen Wochen von dem qualvollen körperlichen Defaui u. s. w. Reifniz (Ärain Lesterreichl, am 22. Nov. 1877. X»l»n ieslepk. t. k. Besirtsgerichtsüdjuuct. Den Inhalt und UnterlchriN vorstehenden Attestes beglaubigt durch Unterschrift und Amtssiegel. Gemeindeamt Reifnitz. am 22. Nov. 1877. it.. 6.) Uudrcas 437 , Bürgermeister. Walland & Pell6, Specerei-. Wein- M Delicatessen-Handlnu^ Cilli, Hauptplatz 109. Soeben sind angelangt diverne 453 Hamburger Delicatessen öa.33.z friacis-. Landwirtschaftliche Ausstellung Cilli. Wir erlauben uns alle jene P. T. Interessenten, welche sich für richtig benannte Obstsorten und gut cultivirte Rosen und Obstbäume vom Wildling an bis zu den aus unseren Baumschulen abgebbaren formirlen Mi dMZMW Obstbänmen interessiren zur Besichtigung daselbst einzuladen. Unser beschreibendes Verzeichniss ist daselbst gratis zu beben. Hochachtuugsvoll 440 Klenert & Geiger, Rosen- ti. Obstbaumsehulen-Besitzer in Gra«. * 1 Die tM'HteM und " 1 ijFirniss-Farben:[ h 1 zum sogleichen Anstrich geeignet sind Z Z * £ zu den billigsten Preisen nur bei * * :: Josef Costa in Cilli :: " * zu haben. ^ ' £ :: MaMarta i» irösster Auswahl. :: < ItlllllllllMIMMIMMMMt' t liessen mit ntel. Ilei*l»*t-Juekeu. Winteriiaiiiifel. Caterrüeke, .*»<•!■ ■■ rzen. Mieder elf. sind in grosser Auswahl, elegantester Fa\-on und zu den billigsten Preisen zu haben bei m* A. Praschak, Painenkleiilermucher, Cilli, Graiergussi' Bier-Depot amerii. Melier Hotel Elefant Cilli stets vorruthig Lager- & Märzenbier der Gehrüder Ko.sler in Laibaeh in bester Qualität. Aufträge und Bestellungen effectuirt prompt. 451—2 tlrazerguMf Nr. 4. Einzelne Nummern her „Ttigesptift" sind zu haben bei •Mithat»»» £$0thtt*vh ist iiiH. Inserate für Wiener- «i. Provinzblütter, überhaupt für die gesamtnte Presse des und Auslandes besorgt ant billigsten Rudolf Glosse« i- Annoncen-Expedition, WIEN. I. Seilerstätte Nr. 2. 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Krttrieh, Pfarrer in Ulm m Baden. Seit dem Gebrauche deS Bi-esluner l'niversum« sind meine Gichtschmei,en geringer geworden und ich hoffe, solche bei Weilergedrauch zu verlieren: ich werde nicht ern angeln, diese« BreSlauer Universum, wo nur möglich, bestens zu empfehlen. . ^ . 11 ein stf. Pfarrer in tot. Leon- Ich selbst habe mich öl.erzeugt., daß das Breslauer Universum Krankeu treffliche Dienste leistet und kenne mehrere Personen, die durch den Gebra ch diese» Mittels gesund wurden. Sßtff*. Plärrn in Jngwetler (Sl,aß). Da« Bre«lauer Universum hat knrtwithren«! cde ärztliche Behanolung oi>»e Erfolg geblieben ist, werden durch den Gebiauch des Blut- und Säftereinigungsmittels BRESLAUER UNIVERSUM für immer beseitigt. — Bei veralteten Uebeln sind zwei, sonst nur eine Zlaiche zur vollständigen Hellung ausreichend 270 Das Brrslaurr Universum ist per Flaste zu 1 fl.. ;um («ebraudie auf 6 Wochen ausreichend. ;u haben: in CHH bei .? Kl»pferHelimi«!. Apolheker. K'.gcntham. verantwürtUche Redaction, Druck und Verleg von Jol ann Haknseh in Cilli.