Nr. 13tt. Mittwoch, 9. Juni 1886. 105. Jahrgang. Zeitung. Vr»»umtrl>tlo»«prelS: Mil Postversenbung: ganAhrig fi. 15. halbjährig fl. 7,50, Im «lomptoii: «°n,jäy,in st, '1, Halbjahr!« 5.5«, still bic ZilsteNiinq in« Ho»« ganzjährig fi. I. — InsertionölltbUr: Fiir llcme Inlcrale l'<« zu < ^">!cn 2s. lr,, „vosicre pr. Zcüe a Ir. - bei oslcrc» W.cderholungen Pr. .^e,le 3 lr. Die „Laibacher Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme ber Sonn- und Feiertage. Dic Ud«ln«ftr<,«on befindet sich Vahnhosftrahe >5, die Redaction WIenerftrahe 15. — Nnftanlilrte Vrles« werben nicht axgcnommen unb Manuscriptc nicht zurüsgefteUt, Umtlicher ßheil. Se. k. und k. Apostolische Majestät habe» mit Allerhöchster Entschließung vom 28. Mai d. I. dem vllfsämter-Directionsadjnncten im Reichs-Finanzmini-"erium Anton Nad lacker aus Anlass der von ihm ^gesuchten Versetzung in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung seiner virljährigen treuen und eifrigen Dienstleistung taxfrei den Titel eines kaiserlichen Rathes "Ucrgnädigst zn verleihen geruht. Se. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Werhöchstcr Entschließung vom 12. Mai d. I. dem "ber-P»stcontrolor Vincenz Calligarich ill Trieft ?"lässlich der anf sein Ansucheil erfolgten Versetzung ''! den bleibenden Rnhestand in Anerkennung seiner °lkljährigcll vorzüglichen Dienstleistung taxfrei den Titel Mies kaiserlichen Rathes allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Verhandlungen des Ncichsrathcs. - Wien, ?. Juni. Zu Vegilln der heutigen Sitzung des Abgeord-"klenhauses widlnet der Präsident einen warmen Nach-^'l dein gestern in Laibach verstorbenen Abgeord-^"l Nozidar Raic'. Präsident Dr. Smolka sa^te: 3"bes Ha,ls! (Die Versammlung erhebt sich.) Im ""laufe einer Woche komme ich bereits das drittemal '!' die traurige Lage, dem hohen Hanse den Hiutritt emez verehrten Abgeordneten zu vermelden. Ich habe °le verbürgte Nachricht erhalten, dass gestern der Abordnete Raic in Laibach verstorben ist. Der Ver-'mbellc hat nur kurze Zeit dem hohen Hause au-' Mört und ist im lanfenden Sessioilsabschn tte krank-^ltshalber nicht nichr im hohen Hause el schienen. Er oimtc sich demnach an dessen Arbeiten nicht mehr behelligen. Derselbe war jedoch im Lande sehr beliebt, namentlich beim Landvolkc. nnd ein Beweis dafür ist ^lich, dass er in den Landtag znm Abgeordneten gewählt wurde. Er hat sich auch durch seinen ehreuhaften Charakter die allgemeine Achtung erworben. Wir be-^lten demnach seinen Hintritt mit dem Gefühle des ?"fr>chtigeu Bedauerns. Das hohe Halls, welches, wie H sehe, bereits durch Erheben voll den Sitzen seiner Zustimmung zn meinen Worten Ausdruck gegeben hat, wird gewiss dem zustimmen, dass diese ehrende Kundgebung auch im Protokolle der heutigen Sitzung verzeichnet werde. (Zustimmnug.) Se. Excellenz der Herr Landesverthcidigungs-Minister FML. Graf Welsers heimb überreichte hieranf eine» Gesetzentwurf, betreffend die Militärversorgung von Witwen und Waisen der Officiere uud Mannschaft des Heeres, der Kriegsmarine, Landwehr und des Laudsturmes. Nach Verlesung der Petitionen wurde zur Tagesordnung übergegangen. Der Gesetzentwurf, betreffend die chirurgische Klinik in Krakan. und der Gesetzentwurf, betreffend die Suppleutcn au Staatsmittelschuleu, wurden iu erster Lesuug dem Budget - Ausschusse zugewiesen. Hicranf wurde die Debatte über das Socialistengesetz fortgesetzt. Abg. Türk lobte die Rede Gregrs. welcher dem deutschen Reiche Recht geschehen ließ, indem er hervorhob, dass die Arbeiter in Deutschland Pressfrciheit und die parlamentarische Tribüne besitzen. Damit werde in erfreulicher Weise die landläufige Meiuuug, als herrsche in Deutschland der Corporal-stock nnd in Oesterreich die Freiheit, widerlegt. Bei den anderen Völkern falle die Liebe zur Nation mit der Liebe zum Vaterlandc zusammen. Leider sei der Begriff des Vatcrlaudes für die Deutschen in Oesterreich ein problematischer. Redner polemisierte gegen den Abgeordneten Zucker; es sei sonderbar, wie ein Illde. Mitglied einer durch Jahrhunderte verfolgten Rasse, für Ausnahmsgcsetzc eintreten könne. Seine Sophistik sei eine jüdische, wcun Zucker die Nachahmung der deutschen Socialisten-Gesetzgebung will. so sollte er doch anch die Allsweisimg der Juden nachgeahmt wissen wollen. Die anarchistische Bewegung iu Oesterreich sel überhanpt nicht bedeutend. Viel gefährlicher wäre es, wenn die Bewegung bei den Bauern um sich greife. Der jüdische Wucher sei der Bewegung weit gefährlicher als die Socialdemokratie der Arbeiter. Er ist gegen das Gesetz. (Beifall auf der äußersten Linken.) ' Abg. Dr. Herbst ist f,^ das Gesetz aus Rücksicht für dle Gcnchtssprengel Wien, Wiener-Neustadt und Korneuburg, weil mi't Annahme desselben für diese Gerichtssprengcl wieder die Jury in Kraft tritt, und weiter m der Hoffnung, es in der Specialdebatte unschädlich zu machen. Wenn die von den Gesinnungsgenossen des Redners im Ausschüsse gestellten Anträge angenommen werden, werden sie für das Gefetz stimmen, weiln nicht, nicht. Insbesondere muss es im Text statt «socialistische Bestrebungen» heißen i «anarchistische», ferner müsse dem Richter das Recht zugesprochen werden, den Process an die Geschwornen zu verweisen. Endlich solle das Gesetz nur für zwei Jahre gelten. Es sei übrigens gar nicht wahr, dass Geschworne terrorisiert wurden. Redner erinnert an das Frühliugsfest und sagt, dass keine andere Großstadt Europas imstande wäre, Hunderttausende zn versammeln, ohne irgendwelche Ruhestörung. Man blicke dagegen nach Laibach, wo wirklich ein Anlass zu einem Feste war und wo es zu bedauerlichen Scenen gekommen sei. (Lebhafter Beifall links.) Abg. Dr. Kronawctter erörterte das Verfahren, dem die Beschnldigten bei der Polizei nnd beim Uutersuchungsgerichte unterzogen werden, uud rügte insbesondere das Polizewerfahrcn als ein durchaus ungesetzliches, als eine Schmach für Oesterreich. Gerade in den politischen Delictcn bilden die Schwurgerichte einen Schlitz, und es sei deshalb unstatthaft, sie aufzuheben. Die Regierung müsste mit den bestehenden Gesetzen, mit Militär, Polizei uud eveutuell mit dem Standrechte gegen den Anarchismus das Auslangen finden nnd es sei nicht nothwendig, zu Ausnahms-maßregeln zu greifen. Redner beklagt sich lebhaft über das bevormundende Auftreten der Polizeicommissäre in l den Versammlungen nnd verlangt eine disciplinare Behandlung derselben. Redner erklärt sich entschieden gegen das Gesetz. (Lebhafter Beifall auf der äußersten Linken.) Abg. Chotkowski erklärt, dass sich der Polen-Club diesem Gesetze gegenüber passiv verhält, einfach deshalb, weil in Galizicu der Socialismus nicht bekannt ist; er polemisiert gegen den Abgeordneten Dr. Orögr, der von dem Christenthum nicht mit voller Achtung sprach und anf die Finsternis der früheren Jahrhunderte hinwies. Die gewerblichen und industriellen socialen Znstände in Deutschland aber waren in der Mitte des 15. Jahrhunderts besser als jetzt. Auch die bänerlichen Verhältnisse waren früher besser als heute, wo es Steuern. Wucher, allgemeine Wehrpflicht u. s. w. gibt. Der confessionslose Staat ist nicht imstande, die sociale Frage zu lösen. Nur das Christenthum kann dieser Aufgabe gerecht werden. (Beifall rechts.) Jeuisseton. Etwas von der Luft. Eine ber bedentendsten und wichtigsten Vcdiuguu-U,filr das menschliche Leben ist die Luft. In einer M von 10 bis 12 geographischen Meilen ist unsere 2 von der atmosphärischen Luft umgeben. Diese Ut 'st das allgemeine Gut aller Thiere uud Pflanzen. ^ wesentlichste Bedingung für die Entwicklung des fluschen Lebens ist die Zusammensctzuug der Luft. tin, -l"ck. den sie ausübt, ihre Strömuug. lhr Feuch-«sgehalt und infolge dessen die Niederschläge nnd ^ Temperatur. Den, Menschen ist die Luft nothwen-slntt ""l er von dem in derselben enthaltenen Sauer-pÄ lebt; er bedarf ihrer zur Abtühluug seines Kör-tl,e.,^!'"d sie nimmt all die Elemente auf, d.e der schMche Körper ausdüustet. Die Luft ist dem Men-?'wthwendiger als das tägliche Brot. Dr. Tanner 3llli3^ den Beweis, dass man vierzig Tage ohne e,ll9?9 leben könne; ohne Luft könnte» wir mcht lich. 'ertrlstllnde leben. Wir essen nur einigemale tag-Ti,'„."W"l müssen wir aber circa Ilimal m der ^'^Ein erwachsener Mensch athmet in 24 Stun-tri^lW Liter Luft ein; während dieser Zeit lsst und ^.." ""a 3 Liter. Und doch wissen viele dle hohe dl»„ "lung der Luft nicht gebürend zu schätzen. Erst il, e^wenn sie schwindet, fangen sie an, ihren Wert ^Ue^3""lll'ch besteht die Luft ans Stickstoff nnd wohl» ,"N; sie enthält auch Wasserdampf nnd etwas ""saure. Ihr Hanptbestandtheil ist der Stickstoff. Hundert Liter Lnft enthalten etwas über 78 Liter Stickstoff. Der Sanerstoff ist von wesentlicher Beden-tllng für das Athmen; in 100 Liter Luft sind 21 Liter Sancrstoff enthalten. I» d^ Atmosphäre existiert eine besondere Form von Sauerstoff, und das ist der Ozon. Auch die Kohlensäure, obwohl sie nur in geringem Quantnm in der atmosphärischen Luft vorkommt, hat ihre bcsoudere Bedeutung. Obwohl dieselbe für das menschliche Leben ein wahres Gift ist, erquickt sie uus, wenn sie iu geringem Quantum in den Magen gelangt. Der Wasserdampf ist schließlich auch ein bedeutender Theil der atmosphärischen Luft. Die relative Feuchtigkeit der Luft ist vm, emineutem Einflüsse anf die Hygiene. Die Wälder üben einen großen Einfluss auf die Feuchtigkeit der Luft aus. Es ist bewiescu, dass die Cholera die bewaldeten Theile der Erde zu verschonen pflegt, während sie in den nichtbewaldeten große Verwüstungen anrichtet. Das Athmen ist die Auswechslung der Gase zwischen der Luft nnd der Stoffe im Körper; es wird auf verschiedene Art, je nach der Organisation des lebenden Wesens, besorgt. Die Insecten, die Vögel, die Sällgethiere, der Mensch verrichten, wie bekannt, den Stoffwechsel auf eigene Art. Durch die Athmungs-organe des Menschen wird die Kohlensäure aus dem Blute ansgeschicdcn und der Sauerstoff in dasselbe aufgeuommen. Dadurch wird das Blut eruenert nnd zur' Erhaltung nnseres Lebens und seiner Functionen qualificiert. Die Bewegung der Luft. die Wmde uud dercu Richtungeu, das Gleichgewicht der Lust, der Luftdruck üben einen großen Einfluss anf das menschliche Leben aus. Bei Besteigung der Berge treten, wenn auch in geringem Maße, dieselben Erscheinungen zutage, die von Luftschiffern constatiert werden. Empfindliche Leute klagen bereits in einer Höhe von 1000 Meter über Herzklopfen und Kopfschmerz; sie empfinden eine Art Ueblichkeit und Schläfrigkeit. Herzleidende sollen deshalb das Bergsteigen aufgeben. Aber die Mehrzahl der Meuschcn findet in der Gebirgsluft eine wohlthuende, kräftigende Erquicknng. Außer der Bewegung der Luft und deren Feuchtigkeit ist für das Athmen der Menschen die Wärme der Luft von großer Bedentung. Der menschliche Körper hat eine eigene normale Wärme, die 37 bis 37.5" (5. beträgt. Die körperliche Wärme muss erhalten werden, wenn der Mensch gcsnnd bleiben soll. Sie wird zwar vermindert uud erhöht, aber diese Veränderungen dürfen nicht lange anhalten. Es ist nicht möglich, genau zu bestimmen, wie tief die eigene Wärme des menschlichen Körpers sinken darf, ohne dass der Tod eintritt; jedenfalls ist die äußerste Grenze nicht unter 2«" (5. Bei Thieren, welche den Winter verschlafen, fällt dieselbe freilich auch auf acht Grad, ohne das Leben zu vernichten. Die körperliche Wärme des Menschen steigt im Fieber; der Mensch stirbt, wenn sie 41 bis 41,5" 5. erreicht. Durch seine Kleider, seine Wohnung, seine Lebensweise und seine Haut kann der Mensch die eigene Wärme seines Körpers erhalten, wenn auch die Temperatur der Luft, die ihn umgibt, tiefer fällt und allerlei Fluctuations ausgesetzt ist. Ein Theil der im Körper erzeugten Wärme dient zur Erhaltung desselben in gleicher Temperatur, ein Theil geht auf die Bewegung und ein Theil wird durch die ausgeathmete Luft oder durch die Poren der Haut ausgeschieden. Laibacher Zeitung Nr. 130 1084 9. Imli 18««. Abg. Bloch, zur thatsächlichen Berichtigung, con-statiert, dass die Urheber der Umsturzpartci keine Juden waren. Hieranf wurde das Eingehen in die Special-debatte beschlossen. Dagegen waren der deutsche Club, die Socialdemokraten und Antisemiten. Die Abgeordneten Zallinger und Genossen sowie die Abgeordneten Lorenzo ni nnd Genossen richten an den Ministerpräsidenten Interpellationen, welche Maßregeln die Regierung gegen die Einschlep-pung der Cholera ergriffen hat. — Die nächste Sitzung findet morgen statt. Die Amtsthätigkeit der Gewerbe-Illfpcctoreu im Jahre 1885. x. Bei jeder mir gebotenen Gelegenheit war ich bemüht, durch Rathschläge und Anordnungen den Gefahren für das Leben nnd die Gesundheit der Arbeiter in den betreffenden Betrieben nach Thnnlichkeit zu begegnen. Die von mir getroffenen Anordnungen, im ganzen die Zahl von 195 umfassend, galten 94 Betrieben. Ihrem Gegenstande nach waren dieselben einerseits auf die Verhütung von Unfällen, anderseits auf die Assanierung der Betriebe, mehrfach auch auf beides zugleich gerichtet. Es erübrigt mir an dieser Stelle nnr, etwas eingehender jenen Theil derselben zu besprechen, der ein allgemeines Interesse besitzt. Unter den Betriebsmitteln machten in dieser Ve-ziehnng die Schleifsteine, Circularfägen und Fahrstühle eine besondere Aufmerkfamkeit und Fürsorge nothwendig. Die Schleifsteine, fast jedes Jahr ihre Opfer fordernd, hatten auch heuer eine Anzahl trauriger Unfälle veranlasst. Obwohl sich die concrete Ursache des Zer-springens der Steine in den wenigsten Fällen genau feststellen lässt, so darf nach den anderweitig gemachten Erfahrungen doch angenommen werden, dass, von dein Material des Steines abgesehen, meist entweder die Verwendungsweise oder die Befestigung desselben auf der Spindel hauptsächlich Schuld am Unglücke tragen. Zur Verhütung derartiger Unglücksfälle versuchte ich auf Grund unserer in einer Conferenz der Gewerbe-Inspectoren gepflogenen eingehenden Berathung dieses Gegenstandes Folgendes: Zunächst empfahl ich die Verwendung von Schleifsteinen mit einem von der Peripherie gegen den Kern zu sich verbreiternden Profile, und zwar von einer Form, wie solche in dem Hammer- und Stahlwerke des F. A. Bleichsteiner zu Deutsch-Feistritz bei Peggau in Verwendung stehen. Ferner untersagte ich die Verwendung von Steinen mit viereckigen Achsenlöchern sowie die Befestigung der Steine anf den Spindeln mittelst einfacher Holzkeile und empfahl an deren Stelle die Befestigung mittelst Flanken, welche auf der Achse aufgeschraubt werden. Ich ordnete weiters an, neue Steine nach ihrem Aufzuge auf die Spindel durch mindestens zwölf Stunden mit größter Schnelligkeit laufen zu lassen, ehe dieselben zur regelmäßigen Arbeit in Anspruch genommen würden. Auch unterließ ich nicht, die gewöhnlichen Vorsichten des Abbürsteus und Abklopfens der nen aufzuziehenden Steine einzuschärfen. Zum Auftrage der Anbringung verankerter Hauben aus festem Bleche oder zur Ein-kapselung der Steine nnter Offenlassung eines Arbeitssegmentes im Gehäuse konnte ich mich nicht entschließen, nachdem die Benützung des Steines dadurch uur erschwert wird und Erfahrungen dagegen sprechen, dass diese Vorkehrungen die Gefahren beseitigen. Noch häufiger kommen Unglücksfälle bei den Cir-cnlarsägen vor. Die bisher bekannten Schutzvorrichtungen lassen sich nicht überall anwenden, da unter dm Circnlarsägen infolge der Art uud Größe des von denselben zu bewältigenden Materiales oder der Art der ihnen zugedachten besonderen Arbeitsleistung eine große Mannigfaltigkeit herrscht. Infolge dessen verwies ich den betreffenden Industriellen anf bekannte nnd bewährte Einrichtungen, wie solche in mehreren bekannten Werken enthalten sind, und machte hiebei auf die speciellen Eignuugeu der verschiedenen Constructionen aufmerksam. Mehrfach verwies ich auf die vom Herrn Central-Gewcrbe-Inspector angelegte Modcllsammlung, in welcher sich bereits sieben verschiedene Schutzvorrichtungen für Kreissägen befinden. Wesentliche Dienste leistete mir in dieser Beziehuug auch die vom College» I. von Rosthorn veranlasste und durch das hohe k. k. Handelsministerium geförderte Ausstellung vou Modellen nnd Zeichnungen derartiger Schutzvorrichtungen bei der im August 1885 eröffnete» Provinzial-Ans-stellung zu Klagenfurt. Mehrere der Industriellen, denen ich den Schuh ihrer Circularsägen aufgetragen, haben sich diese Modelle selbst angesehen, um darnach ihre Wahl treffen zu können. Bei Fahrstühlen ordnete ich den Abschluss der Durchgangsstellcn in den einzelneu Etagen der Fabrik und die Anbringung selbstthätiger Fangvorrichtungen an. Außerdem empfahl ich den Erlass und Anschlag besonderer Reglements für die Benützung dieser Transportmittel, namentlich für solche Fälle, wo auf denselben auch Personen befördert werden. Zu besonderen Anordnungen boten mir ein Stahl« und Eisenwerk, mehrere Mühlen nnd eine Spinnerei Anlass. Ill dem Hüttenwerke werden unter anderen Alt-materialen auch entladene Hvhlgeschosse eingeschmolzen und weiter verarbeitet. Im Anfange des Jahres 1885 ereignete sich bei dem Aufsprengen dieser Geschosse daselbst ein bedauerlicher Unfall. wobei drei Arbeiter größere und geringere Verletzungen davontrugen. Indem ich mir bei dem Commando des k. k. Ärtillerie-Zeuqsdepots auf der Haide nächst Wiener-Neustadt Raths erholte, war ich durch dessen instructive Antwort in der Lage, nachstehenden Rathschlag an die Direction des fraglichen Hüttenwerkes hinauszugeben: «Bevor die Geschosse zerschlagen werden, muss sich ein sehr verlässlichcr Arbeiter überzeugen, ob dieselben im Muudlochc nicht verstopft oder uerschranbt. sondern vollkommen offen seien. Weiters sollen die Geschosse gegen das Sonnenlicht gehalten und genau besichtigt werden; nicht ganz leere sind von den übrigen zn trennen nnd besonders vorsichtig zn behandeln. Alle Geschosse, anch die leeren, sind dann einige Tage unter Wasser zu setzen, dass dieses ill sie eindringen nnd eventuelle Pulverrückstäude aufweichen kann. Sollte aus einem Geschosse schwarzgefärbtes Wasser heraus-flicßeu, so ist ein solches Geschoss wiederholt unter Nasser zu geben und ordentlich auszuwaschcn. Bei dieser letzteren Procedur kann mau sich eines Holzstückchens bedieneil. Die Verwendung eiserner Instrumente ist zu verbieten, da sich eventuelle Pulverrückstände durch Stoßen, Schlagen, Reiben von Eisen auf Eisen sehr leicht entzünden. Sollten Geschosse vorkommen, welche verstopfte, verschlagene oder verschränkte Mundlöcher besitzen, so sind dieselben uicht zu öffne'', da man nicht überall mit den Merlmalen blind adjustierter abgeschossener Geschosse und blind gegangencl scharf adjustierter Geschosse vertraut ist. Geschosse solcher Art wären durch ei»e transportable oder stabile M-schoss-Zerschlagsvorrichtung zu zerschlagen. Bei em" geringeren Zahl voll verschossenen Geschosse» könnten diese auch au riuem sichern Orte vergraben werde!'. Endlich empfiehlt es sich schon bei dem Ankaufe del Geschosse, darauf zu sehen, dass alle Mundlöcher ofteil uud die Geschosse vollkommen leer seien.» Bei Mühlen wurden neben anderen allgemeinen, schon durch die Vorschrift des H 74 der Gewerbenove»" gebotenen Vorkehrungen insbesondere noch folgende M ordnnngen getroffen: Iu jedem der einzelneu Stoci' werke, wo Arbeiter regelmäßig beschäftigt si»d, ,l" eiserne, nach außen hin zn öffnende Thüren ailznlm'' gen, welche entweder anf einen gemauerten Oanss ^ in ein gemauertes Stiegenhalls hinausführen, >"w ^ das uicht thnnlich wäre, wenigstens in den obere Stockwerten mit Sicherhrits- oder Rettnngssticgcn " der Außenseite des Gebäudes in Verbindung step' sollen. Die Stiegen im Innern der übercinanderliel!,cl/ den Arbeitsräume müssen mit Geländern versehen. v> Vodcnöffnimgen, durch welche diese Stiegen flW' mit Ausnahme dcr Eintrittöstellen, durch Planken o^ Schranken umgeben werden. Etwaige soustige ^ .''. lllken sind gegen den möglichen Absturz der ^^ ,. entsprechend zu sichern. In dem Raume, in weM das fertige Mehl untergebracht wird, n:n von dort ' den zum Verfüllen führenden Canal zu gelange», >> eiue Einrichtung herzustellen, welche verhüten soll, da der daselbst beim Verschanfeln befchäftigte Arbeiter m' den nachstürzenden Mchlmassen begraben werde. * ' Plätzen uud Gäugeu, welche zur regelmäßigen V^M, der Arbeiter dicueu, dürfeu uicht Vorräthc von ^ treibe nnd Mehl lagern. Sollte es nicht möglich ^ die Werksränme mit elektrischem Lichte oder mit V zu beleuchten, lind man sich daher des Petroleums dienen, so sind eigene Sichcrheitslampcn mit ^Ap ans Blech zu Verseheu und überall sicher zu liefeM^ Das Hantieren mit offenen Lichtern ist strebe z l'ntcrsagen. ^z In einer Vaumwollspinnerei ordnete lch ^.^ nnd Anschlag deutlicher besonderer Reglements a« ' die Vcdiennng einzelner Maschinen, für Trans»»! nen, Schlagmaschinen. Karden, Strecken und ^^^. Maschinen.' Als Mnster stellte ich der betreffenden^ rection die uns vom Herrn Central-Gewerbe-Inip"^, zugekommenen Verordnungen zu Gebote, die der uische Verein zn Augsburg für diese Zwecke zusa"'" gestellt hat. . ^ Was die Schntzvorkehrungen im allgemeinen trifft, so mnsstc ich leider wiederholt wahrnehmen, ^ die Arbeiter nicht immer Freunde derselben sind. 4) die Gewuhnlnit mit den Gefahren so vertraut gei" den, dass sie dieselben gar nicht mehr achten, heg ,^ auch von den Vortheilen eines derartigen Schuhs ^ zu hohe Meinung. Ich hatte Gelegenheit walM^, men, dass Arbeiter eigenmächtig die angebrachten ^ kehrungen entfernten und leichtsinnig in die ^ .M Maschinelltheile hineingriffen, ferner dass sie Die Haut hat ihre Functionen auf verschiedene Art zn besorgen; sie ist der Regulator der Wärme. Der jähe Tcmperaturwechsel ist dem menschlichen Leben überaus schädlich. Es ist eine bekannte Thatsache, dass in Mittelenropa der Herbst die gesundeste Jahreszeit ist; in jenen Monaten, welche die Mitte zwischen dem Winter und dein Frühling bilden — Februar und März — ereignen sich die meisten Sterbesälle, weil bei uns die welligsten Temperatnr-wcchsel im Spätsommer und im Herbste vorkommen, dle meisten aber im Winter und im Frühling. Lungenkranke überdauern in der Regel den strengen Winter cÄ^' ""W"o sie sich im Frühling viel schlechter suhlen und ein leichte Lnngcnkatarrh von verhängnisvollen Folgen sein kann. Der menschliche Körper ist gegen emseitlge, theilweise Erkältung sehr empfindlich, d Rb "°" ^^ "'^^ Zahnschmerz, Katarrh Gute, reine, gesunde Luft ist nur diejenige, welche weder durch dle Ausdünstnngc.. eines Sumpfes oder stehenden Gewässers, emes schlammigen Teiches, einer Düngerzauche oder emes Abortes vieler Menschen dnrch Lampen, noch durch Staub verunreinigt wird' Die gntc Luft darf weder mit der Nase empfunden noch gegen das Licht gesehen werden. Die im Zimmer eingesperrte Luft ist nicht gut; sie ist im Gegentheil gesundheitsschädlich. Es ist daher nothwendig, die Fenster zu öffnen nnd so lange als möglich geöffnet zu lassen, damit die verdorbene durch frische, reine Lilft ersetzt werden kann. Wenn am Morgen eineinhalb Fenster geöffnet werden, so glauben die Leute, die Wohnung schon genügend gelüftet zu habcu. Aber das ist nicht mehr. als wenn wir einen Löffel voll reines in ein Glas trübes Wasser schütten, das reine Wasser wird hiedurch ebenfalls verunreinigt. Wer daher will. dass die Functionen seines Körpers regelmäßig vor sich gehen, dass er also gesund uud arbeitsfähig wird, der möge für reine Lnft in seiner Wohnung sorgen und sich viel in frischer Luft, besonders ill Waldluft, bewegeu. Im Schlafzimmer darf in der Frühe die Nase nicht erratheil, dass darin Menschen übernachtet haben. Der Staub, diese Plage der großen Städte, verdirbt im hohen Maße die Luft. Der in der Luft schwebende Staub enthält mineralogische und organische Atome, welche infolge der Luftströmung von der Erdoberfläche weggefegt nnd in die weitesten Gegendell getragen werden. Mat hat beobachtet, dass sich auf Schiffe, die viele Meilen vom Festlande entfernt sind, der Staub gelegt hat. Der vom Winde getragene Staub enthält Batterien in Mikrokokten. Der Straßenstaub, welcher vom Wiudc und vom Wagenverkehr, wie auch beim Straßenkehren aufgewirbelt wird. ist mehr unangenehm als schädlich, weil er bald wieder zur Erde'fällt, wenn die Straße gepflastert ist. Bei maca« damisierten Straßen ist der Straßenstanb sehr schädlich. Die Luft wird auch dnrch die Atome von Kohlen verdorben, welche aus den Fabriksschornsteinen emporsteigen. Für die Hygiene ist es von besonderer Wichtigkeit, zu erforfchen, in welchem Zusammenhange die Batterien in der Luft mit der Entstehuug und der Fortpflanzung voll epidemischen und infcctiösen Krankheiten stehen. Es ist bewiesen, dass die atmosphärische Luft zu Zeiten die Keime derartiger Krankheiten fortpflanzt. Man hat in sumpfigen Gegenden Batterien gefunden, welche das Fieber verpflanzen, ein anderer Mikro-Baccillus vergiftet das Blut, wenn er m't ^ selben in Berührung kommt. Ans all dem lst 1 ^ sehen, dass jener Stanb, welcher in der Luft My sehen wird, der schädlichste ist. .... uB Die menschlichen Wohnungen sind s"M"^a>lch Stanb zu reinigen. Unsere Wohnungen lüften l'^ ^, von selbst, weil cinestheils die Wände porös l^^ss derntheils unsere Gewerbetreibenden dafür soM'' ^ Thüren und Fenster nicht eben hermetisch M^d' ^ Zimmern, welche von innen geheizt werden, , hgZ Lnft allsgewechselt, denn der Schornstein zieht o" ^ht Ofenthürchcn die verdorbene Luft ill stch "^^lle" das Zimmer mit frischer Luft. Werkstätten uno ^ ^ muffen je ausgiebiger gelüftet werden; nn ^"'" shafts die Oberlichte der Feilster stets geöffnet sem. ^^ch Ausdünstungen sammeln sich im Zimmer sttM ^., an, wenn die Fenster längere Zeit nicht ^"''. §M den. Die Möbel. Kleider. Schnhe, dle Äretter ", ^ bodens. die Wände, kurz alles im Z"""" Hede""' dünstet aus und schwängert die Luft mit ver, ) Gasen. ,. ^., soll dah^ Aus unseren Wohn- und Schlafzimmer, , ^,„„- allcs entfernt werden, was gältglich nothwendig ist. Thiere w"che m .' ^l-gehalteil werden, müsseu rein und m Ordn. .1 ,^ ten werden. Die Käfige der Vögel '.d r^^d halten, die Zimmer gnt zu.lüfte.. ^M ThU zu öffnen, nnd wo nur en«es Nt, aucy ^M Gegen dieses wird viel gesündlgt dmn ""^ ^ od^'r wollen es nicht wissen: dass We ^ ' Oeffnen. die Thüren zum Schl.cßm da 1"".^ 9. Laidacher Zeitung Nr. 130 1085 9. Juni 1886. Einrichtungen, wie: Leitern, Ricmenanfleger, Abstcll-vorrichtungen und dergleichen, vorsätzlich vermeiden. Ich ^säumte in solchen' Fällen nicht, dem betreffenden Arbeiter die Wichtigkeit der Schntzuorrichtnngen dar-zulea.cn und Gebrauch wie Schonung derselben zu Vfrhlen.____________________________ Politische Uebersicht. (Das Landsturmgese tz.) Wie verlalltet, soll dle Sanctionierilng der beiderseitigen Landsturmgesetze ^llzogen sein und demnach deren Publication bevorstehen. Gleichzeitig soll auch die Veröffentlichung der Durchführungsverordnungen, welche bereits in Druck gelegt siud. erfolgen. Im diesseitigen Landesvcrtheidi-Mgz-Mimsterimn wurde bereits aus peusiouicrtcn "fftcicren ein Landsturm-Subdepartement gebildet, wel-ches oem militärischen Departement untergeordnet seiu >vird. Dieses Subdepartemeut soll demnächst activicrt werden. — In Aezug ailf Feststellung der Normen M die Eignnng zum Landsturuldienste haben im Ncichs-Knegsmiuisterium eiugehcude Bcrathuugeu stattgefuu-ben und wurden zahlreiche Kategorien von Untaugliche,, Aufgestellt, um uuter die Laudsturinpflichtigen kein solves Material auszuuchmcn, luelchcs im Falle der Ausartung sich »nr als Ballast geltend machen würde. (Parlamentarisches.) Der Budgetausschuss °es Abgeordncteuhaufes nahm den Antrag des Abg. Aener an, wonach ausgesprochen werden soll, dass der Aldgetansschuss das Recht habe, bei Berathung der Gerichte der Staatsschuldeu-Controlcommission den Präsenten derselben zur Ertheilnng vou Auskiiuften einzuladen, und den Znsatzantrag des Abg. Matns, dass ber Präsident das Recht hat, im Vudgetausschusse zu ^scheinen. (Gewerbeschule in Trieft.) In Sachen "er Errichtung ciucr höheren Gewerbeschule in Trieft "suchte die dortige Muuicipal-Delegatiou die Statthal-Aei um Abhaltllng gemeinsamer Konferenzen mit den ^legierten der Gemeinde nnd Handelstamiuerzum Ideenaustausche. Zu Delegierten der Gemeiude wnrdcn die ^mcinderäthe Dr. Luzzato, Dr. Venezian nnd Professor ^'erthaler ernannt. (Ans dem nngarlschcn Reichstage.) Der ""garische Ministerpräsident beantwortete vorgestern die Mterpcllation Iranyi's betreffs brutaler Uebcrgriffe der sfolizei-Organe gelegentlich der ehevorgestrigcn Demon-Kationen dahin,'dass er ebenso ein Freund der Ordnung ">e der Freiheit sei, sowie er die den gesetzliche» Wir-uugskrris überschreitenden Polizei-Organe der verdlcn-? Aestrafuna entgegenführen werde. Ebensowenig 7'"" er billigen, dass diescrage hindurch Zusamnicn-^"llllgcn und Demonstrationen die ruhigen Burger wren. Niemand werde es billigen, dass Ungarn in ^lne Situation gcrathe, dass über seiu Schicksal Stra-Wldemonstratioum entscheiden, welche selbst die mach-Men Staaten schwächen. Die Regieruug könne daher Nicht gestatten, dass Straßcndcmonstrationcn übermächtig werden. — Die Negierung legte das Vilitär-Witwen-"nd Walsm-Versorgungsgesetz vor. . (^oÜLßium k'okemieum.) Nach emer °" «Pol. Corr.» aus Rom zugehenden Meldung hat Se. Majestät der Kaiser Franz Josef über das Ma-jcstätsgesuch des Fürst-Erzbischofs von Prag, Grafen Schönborn, betreffend die Enlhebuug der stellungs-pflichtigen Alnmuen des l^t^inin dolismic^m in Rom vom persönlichen Erscheinen vor der Stellungs-Eommission, mit Allerhöchster Entschließnng allcrgnä-digst zn gestatten gerilht. dass die Zöglinge dieses Collcgiums auch in, Falle der Tauglichkeit zum Militärdienste vom persönlichen Erscheinen vor der Stel-lnngs-Eummission von der Minisirrialinstanz enthoben werden können. Als Vermittlungsstelle der diesbezüglichen Eingaben der Alumnen des (^l^ium bodkmi-mim wird die k. nnd k. Botschaft beim heiligen Stuhle fungieren. ' (Serbien.) Wie ans Belgrad gemeldet wird, wird die Skupschtina zu ihrer bevorstehenden Session zwischen dem 15. nnd 20. Inni nach Nisch cinbernfen werden. Des ferneren wird aus der serbischen Hauptstadt gemeldet, dass Königin Natalie in Begleitung des Kronprinzen Alexander im Laufe des Sommers das uugarifche Bad Szliaes besuchen uud sich daun auch nach einem österreichischen Badeort zur Abhat» tnng einer Nachcnr begeben werde. ' (Die Prinzen-An sweisnng ans Frankreich.) Die Ausweisuugs - Commission verwarf die frühereu Projecte uud acceptierte mit 6 gegen 5 Stimmen das alte Project Floqurts, womit die vollständige Ausweisuug der Prinzen auf gesetzlichem Wege ausgesprochen wird, nnd wählte Pellctan znm Berichterstatter. (England.) Das Ergebnis der Abstimmnng in der Homernlc-Frage ist noch sehr nngcwiss. Alles hängt von 20 schwankenden Liberalen ab. Falls diese 20 sämmtlich für die zweite Lesung stimmen, dann ergibt sich eine Majorität von vier Stimmen für die Vorlage, falls fämmtliche dagegen stimmen, so ist eine Majorität von W Stimmen gegen die Vorlage. Es ist anch möglich, dass mehrere darunter sich der Abstimmung enthalten. TagcsuclliMcll. Se. Majestät der Kaiser haben der Martt-gcmeinde Schönstem in Uutersteiermark zum Schulbau eine Unterstützung von 200 sl. ans der Allerhöchsten Privatcasse allergnadigst zu bewilligen geruht. — (Münzen fund.) Wie kroatischen Blättern aus Bistra in Zagoricn gemeldet wird, wurde vergangenen Samstag in der Nähe des Ortes unweit von' der Landstraße ein Topf mit kleinen Silbcrmiinzcn aus-gcgrabcn. Ein Bauer hatte beim Urbarmachen einer mit Gestrüpp bewachsenen Parzelle mehrere kleine Silbermünzen gefunden, was einen Straßenaufschcr veranlasste, gründlichere Nachforschungen anzustellen, wobei er in einer Tiefe von etwa 20 em auf einen Topf stieß, in welchem sich an 800 Stück kleine Silbermünzen. meist ans den Jahren 1600 bis 1614, 5-, 3- und 1-Groschen-stücke, einige «Dnarius» vom Jahre 1606 und «Pol-lura» vom Jahre 1700 befanden. Die gefundenen Münzen wurden der Agramer Viccgcspanschaft eingesendet. Der Director des archäologischen Museums, Professor Ljnbic, bezeichnet die Münzen als von geringem numismatischen Werte. — (Die Cholera in Venedig.) Die Cholera-Epidemie in Venedig zeigt bis jetzt k«Mn allzu bösartigen Charakter. Täglich sind etwa 20 bis 30 neue Fälle zu verzeichnen. In der Behandlung der Erkrankten herrscht fast ausschließlich die Anwendung von Opium-tinctur vor. Die Gesellschaft «Croce Verde» versieht in lobenswertester Weise ihren Hilfedienst. Präsident derselben ist Professor Stefano Fenoglio. Außer der «Croce Verde», die in jeden Stadtbezirk eine gewisse Anzahl von freiwilligen Mitgliedern zur Hilfeleistung entsendet hat, haben sich sowohl Herren- als auch Damen-Comites gebildet, welche allerlei Spenden von Seite der wohlhabende» Familien entgegennehmen nnd sie der armen, von der Cholera betroffenen Bevölkerung übermitteln. — (Attentat auf einen Arzt.) Der Arzt Dr. Lazar Hirsch, in der Mariahilfer-Straße zu Wien wohnhaft, wurde vorgestern von einem Patienten, der sich Johann Schcmmcr nannte und den er wiederholt behandelte, im Ordinationszimmer Plötzlich mit einem Revolver angeschossen. Der Arzt, welcher von drei Schüssen leicht getroffen wurde, entfloh, worauf der Patient gegen sich sechs Schüsse abfeuerte und todt blieb. — (Telegraphic mit fühlbaren Zeichen.) In England und Amerika werden wegen größerer Schnel' ligkeit im telegraphischen Verkehr meist die sogenannten «Klopfer» verwendet. Es sind dies kleine Morfe-Appa-rate, den Relais ähnlich, welche das kurze oder längere Anschlagen des Ankcrhebels dentlich hörbar machen. Hier wird das Telegramm nicht mit dem Auge, sondern mit dem Ohr aufgenommen; der entfernte Telegraphist spricht gewissermaßen in telegraphischer Sprache. Im amerikanischen Bürgerkriege wurden Telegramme häufig durch den Geschmack aufgenommen, indem die beiden Enden der Drahtleitnng ober- und unterhalb der Zunge angelegt wurden. Kürzlich hat ein belgischer Elettro-Techniter die Vorzüge des Lesens der Telegramme nach dem — Gefühl erörtert uud den Vorschlag gemacht. den Morse-Apparat zu diesem Zwecke umzubauen. Der Ankcrhebel soll gegen den oberen Theil des Mittelgliedes oder gegen die feinfühlende Spitze eines Fingers der linken Hand stoßen, während die rechte Hand des Telegraphisten zum Schreiben frei bleibt. Die Methode hat mancherlei Vortheile gegenüber dem Lesen mit Auge oder Ohr, doch würde sie schwerlich eine große Schnelligkeit zulassen, und es steht zu befürchten, dass die Beamten ihr Geschäft wegen Fühllosigkeit sehr bald aufgeben müssten. Die Methode der fühlbaren Zeichen spielt übrigens in der Entwicklungsgeschichte der Telegraphic eine gewisse Rolle. Im Jahre 1839 erfand nämlich der Holländer Vorselmann de Heer einen sogenannten physiologischen Telegraphen, welcher zehn Leituugsdrähte benöthigte nnd durch Combination der Mustelzuckungen in zwei Fingern der beiden Hände ein Alphabet ermöglichte. Vier der menschlichen Sinne sind bereits der Telegraphic dienstbar gemacht, vielleicht gelingt es bald, Depeschen — zu riechen. — (Bicycles in der deutschen Armee.) Bei den in Frankfurt yarmsonierenben Infanterie-Regimentern werden, wie wir der «Frankfurter Zeitung» ent- (Nachbrus verboten.) Das Opfer der Liebe. Roman von Vlaz von Weißenthurn. (28. Fortsetzung.) 3N .'Ich Wünsche qnten Tag, meine Herrschaften' ^onnt kann Ihnen'ich dienen? Ich fürchte., fugte '5 «'it einem mitleidigen Blick anf Acatriee hinzu, "ass die Dame krank ist.» .^ ^ „ ».,, 'Meine Fra.l fühlt sich allerdings mcht sehr wohl.. segnete der Freiherr rnhig. «Wir können doch fnr ?e "der zwei Stnnden ein Zimmer zu unserer Ver-'"N""g haben?. . .^ . ^ ,., 'Gewiss. Obwohl Markttag ist. b'n ich m der frenchmen «age. die Herrschasten zufriedenstellen zu ""en. Hier herüber, wenn ich bitten darf.. r.s, 'Noch einen Moment., entgegnctc der Freiherr H. dem Drncke der kleinen Hand Folge leistend M' ans seinem Arme ruhte. «Wartet hier nicht Herr auf mich oder meine Gemahlin. Lady karr/» h Die Wirtin blieb stehen uud sprach mit mehr "Pachtung, als sie bis mm an den Tag gelegt: ti>,l.'6s ''st kein Herr hier, mit Ausnahme msserer Nw?" Gäste. Haben Sie erwartet - mem Gott, lo>l'Wr. die Dame wird ohnmächtig!, nnter-H ? sich hastig mit einem Älick anf Beatrice. H'Hanpt sch^r ans die Schnltern des Frc.herrn z,l.^U' Hmry beeilte sich, Beatrice zn einem Stnhlc ^ >'n; die Wirtin aber holte rasch e.n Glas Waster, "ehe,, ^i'ch"'' zuckcudeu Lippen Beatrices dannt zu eNiia^" ist wohlcr,. stammelte diese nach Ablauf hei,,! bunten, «bitte, lassen Sie mich mit dem Herrn, 3.Gatten, allein.. ^ sprach die Worle halb nnbcwnsst, nur von dem Wunsche geleitet, nicht die Aufmerksamkeit anderer auf sich zn ziehen. Es entgieng ihr, wie triumphierend die Augen des Freiherrn aufleuchteten, während er sich beforgt zu ihr niederbengte. «Wollen Sie freundlichst den Befehl ertheilen, dass man jenes Zimmer, welches Sie uns bestimmen, gilt heize. Lady Earr ist sehr ermüdet und wird froh sein, der Nllhe pflegen zu können. Wir folgen Ihnen sogleich.» Mit ehrfnrchtsvoller Verneigung entfernte sich die Wirtin; Beatrice aber wendete sich augstvoll an ihren Begleiter. «Was ist geschehen, was kann ilm fern gehalten haben?, stieß sie athemlos hervor. «Kann ein Missverständnis obwalten?» «Nein,» cntgegnctc er bernhigend. «Ihr Brnder ist anfgchalten worden, er wird bald eintreffen. Fafsen Sie nur Muth! Ich werde Villars als Schildwache anfstellen. Er wird George abfangen nnd ihn darüber unterrichten, dass er nach Lady Carr zu fragen habe.» Er verließ sie für eiuigc Minuten, nnd sie gab sich Mühe, nnr einigermaßen ihre äußere Fassuug wieder zu erlangen, was ihr auch insofern gelang, dafs, als er wieder znrückkehcte. sie fähig war, ihm für seine frennd-lichcn Bemühnngen Dank zu fageu. «Danken Sie mir nicht,» sprach er rasch. «Sie thun mir damit weh. Gereicht es mir doch znr besonderen Freude, etwas für meiu liebes, kleines Weibchen thun zu tonnen. Doch komme,, Sie,» fügte er rafch hinzu, die Worte bedauernd, sobald dieselben semen Lippen entschlüpft waren. «Das Zimmer wird bereit sein!' Beatrice erhob sich. er bot ihr den Arm. Sie fühlte sich noch so schwindlig nnd erschöpft, dass sem Beistand ihr, wenn nicht absolut nothwendig, so doch sehr erwünscht war, während sie langsam die steilen Treppen hinaufstieg nach dem Zimmer, in welchem ein behaglich prasselndes Feuer sie begrüßte. Der Freiherr bestellte heißen Thee, und die Wirtin entfernte sich. «Nun aber legen Sie Ihren Mantel ab.» bat Sir Henry, als die Thür sich geschlossen, das junge Mädchen. «Vergessen Sie nicht, dass wir noch eine lange Rückfahrt vor uns haben.» «Ich werde die Kälte nicht empfinden, wenn ich hinsichtlich meines Bruders beruhigt bin,» entgegnete Beatrice. Sir Henry aber bestand darauf, und gerade während er sich niederbengte, nm mit liebevoller Sorgfalt ihr behilflich zn sein, pochte es an die Thür und ein sanber gekleidetes Mädchen erschien auf der Schwelle, um nachzufragen, ob die Herrschaften mit dem Thee nicht anch etwas zn essen wünschten. Beatrice war über und über roth geworden: die vertraulichen kleinen Dienstlristnngcn des Freiherrn, deren sie sich in ihrer gegenwärtigen Lage nicht so recht zn erwehren vermochte, ficngen an, ihr lästig zu werden. «Es thut nichts!» meinte Sir Henry lächelnd, nachdem das Mädchen anf eine verneinende Antwort hin sich rasch wieder entfernt hatte. «Man hält nns ja für Mann nnd Frau. Aber wie kalt Ihre Hände sind, mein Kind, lassen Sie mich dieselben wärmen.» Sir Henry war ein vollendeter Schauspieler. Er hatte erkannt, dass Beatrice erschrak, sobald er in sein Wesen auch nnr einen Bruchtheil jener Zärtlichkeit legte, welche er für sie empfand, nnd es gelang ihm, sich so weit zn beherrschen, dass er einen nahezn väterlichen Ton ihr gegenüber anschlug, welcher vollkommen geeignet war, sie zn beruhigen. (Forschung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 130 1086 9. Juni 1886. nehmen, Bicycle und Tricycle eingeführt. Allabendlich um 6 Uhr beginnt der Fahrunterricht, Die Officiere und älteren Unterofficiere werden auf dem Tricycle mid die jüngeren Unterofficiere sowie die gewandtesten Leute aus den Compagnie^ auf dem Bicycle ausgebildet. Die Leute sind bereits ziemlich gut einexerciert und vermögen sogar feldmarschmäßig ausgerüstet die Maschine zu benutzen. — (Der Griesgram ^ taut prix.) Mann: «Um Fünf gehn wir spazieren, wie?» — Frau: «Ja!» — Mann: «Und um sechs Uhr ins Theater, wie?» — Frau: «Ja!» — Mann: «Und nach dem Theater gehn wir auf den Ball, wie?» — Frau: «Ja!» — Mann: «Aber um des Himmels Willen, widersprich mir doch nicht immerfort!» Local- und Promnzial-Nachrichten. — (Personalnachricht,) Eine Deputation, bestehend aus den Herren: Gemeindevorsteher Anton Ste-pec und Gemeinderath Alois Kralj, überreichte gestern dem Herrn Landespräsidenten Baron Winkler das kalligraphisch sehr hübsch ausgeführte Diplom eines Ehrenbürgers der Stadt Weixelburg. — (Leichenbegängnis,) Das Leichenbegängnis des Reichsrathsabgeordneten Bozidar Raie hat gestern abends unter zahlreicher Betheiligung der hiesigen slove-nischen Vereine sowie auch jener der Umgebung, daun der Stadtbevölkerung und mehrerer Deputationen aus Untersteiermark, worunter viele Mitglieder des hochwürdigen Elerus, Reichsrathsabgeordneter Michael Vosnjat aus Wien, Landtagsabgeordncter Dr, Dominkus aus Marburg, erschienen waren, stattgefnnden. Den imposanten Leichenzug eröffneten die Waisenniädchen, ihnen folgte der Turnverein «Sokol», dessen Mitglieder an 40 schöne Kränze mit reichen Schleifen trugen. Kränze hatten u. a. gespendet: öe8k)' kwd u», ra6e ri8li6, der Club des rechten Centrums, die Stadtgemeinde Laibach, die slovenisch-steirischen Landtags-Abgeordneten, die «Matica Slovenska», der slovenische Schriftstellerverein, zahlreiche slovenische Lesevereine, die Wähler des Verstorbenen u. s. w., den Kranzträgern rechten sich die Citalnice von Unterschischka und St. Veit mit Fahnen an, sodann der Männerchur der Laibacher Citalnica mit Fahne, ihnen folgten die hochwürdigen Patres Franciscaner mit dem Kreuze, die Alumnen, endlich unter zahlreicher geistlicher Assistenz Propst Dr. I arc, welcher die Einsegnuug vorgeuommeu hatte. Dem mit schvnen Kränzen geschmückten Sarge folgten die nächsten Verwandten und in der langen Reihe der Leidtragenden u. a. der Herr üandespräsident Baron Wintler, Bürgermeister Grasselli mit mehreren Gemeinderäthen, zahlreiche Mitglieder des Domcapitels, der Clerus von Laibach und Umgebung uud eine große Anzahl von Professoren der hiesigen Mittelschulen. Am offenen Grabe hielt der Landesausschuss Dr. Vosnjak dem verstorbenen Patrioten einen warmen Nachruf. Die Gesangsvereine der Citalnica und des «Slavec» sangen einen Trauerchor, womit die Trauerfeier beendet war. — (Promenade-Concerte.) Wie uns mit< getheilt wird, findet morgen um 6 Uhr abends in Ti-voli ein Concert der Musikkapelle des 17. Infanterie-Regiments statt. Am 17. d. M., ebenfalls um 6 Uhr abends, wird die genannte Regimentskapelle auf der Schießstätte unter Rosenbach concertieren. — (Vom Tage.) Im gemeinderäthlichen Club wurde der Beschluss gefasst, Sr. Excellenz dem Ministerpräsidenten Grafen Taaffe betreffs der Ruhestörungen der letzten Tage ein Memorandum zu unterbreiten. Das Memorandum soll heate in öffentlicher Sitzung verlesen und berathen werden. — (Iour fix.) Der Lehrerverein 3lovon8lco nöi-telMa ärnötvo wird bei günstiger Witterung heute um 7 Uhr abends im Gasthause «zum grünen Berg» einen Iour fix abhalten. — (Vom Schwurgerichte.) Für die am 30. Juni beginnende zweite Schwurgerichtsperiode beim hiesigen Landes-als Schwurgerichte wurden folgende Herren als Haupt- und Ergänzungsgeschworne ausgelost: Haufttgeschworne: ^abnit Franz, Grundbesitzer in Visovit; Bergant Lucas, Realttatenbesitzer und Kaufmann in Stein; Blazon Josef, Bescher m Planina; Vric Martin, Grundbesitzer in Gra-distelase; Burger Franz. Nealitätenbesitzer in Adelsberg; Cad Josef, Bäckermeister in Laibach; Detter Franz, Handelsmann und Hausbesitzer in Laibach; Dr. Den Etmard, Hof- und Genchtsadvocat in Adelsberg; Doaan ^obann MobotsH No", -Schen- fawkant und Hausbesitzer m Neumarttl; Golias Johann Marketender n.La.bach; Goricnit Franz, HandMges ll-schafter m La.bach; Gr.lc Lucas, Tuchfabrikant in ^aos bei Radmannsdors; Hayne Guido, pens k t Major in Laibach; Hladnik Mathias, Besitzer in Kirchdorf; ^avor^ nit Thomas, Grundbesitzer und Lederer in Hrib-^Ienko Alois, Hausbesitzer und Bäckermeister in Laibach; Mein Anton, Buchdruckcrcibcsitzer iu Laibach; Kncs Andreas Grundbesitzer in Waitsch; Krec Matthäus, landschaftlicher Secretär in Laibach; Krenner Alois, Fabriksbesitzer in Bischoflack; Patic Michael, Hausbesitzer in Laibach; Per-dan Johann, Hausbesitzer iu Laibach; Dr. Pitamic Johann, Advocat in Adelsberg; Predovic Elias, Hausbesitzer in Laibach; Ranth Matthäus, Hausbesitzer iu Laibach; Rom Karl, Hausbesitzer in Laibach; Schantel Franz, Hausbesitzer in Laibach; Schuller Benjamin, Nealitäten-bcsitzer in Kropp; Schuschnik Anton, Handelsmann in Laibach; Seunigg Josef, Gutsbesitzer in Stroblhof; Skofic Johann, Handelsmann in Laibach; Suschnik Raimund, Wirt und Hausbesitzer in Krainlmrg; Svetec Anton, Kaufmauu uud Realitätenbesitzer in Stein; Urbaneie Johann, Gutsbesitzer zu Thurn unter Neuburg bei Krain-burg, und Zelen Josef, Grundbesitzer in Senosetsch. E r -gänzungsgeschworne: Anzic Michael, Hausbesitzer; Voltavzer Johann, Friseur; Cesliovar Lorenz, Wirt; Kajzel Alois, Buchhalter; Lipovset Karl, Zimmermalcr; Porcnta Anton, Metzger; Sark Franz, Schneidermeister; Stepan Franz, Hausbesitzer, und Verhovec Johann, Hausbesitzer — sämmtliche in Laibach. — Die zweite Schwurgerichtsperiode dürfte von verhältnismäßig langer Dauer sein, da, wie mau uns mittheilt, an zwanzig Fälle zur Verhandlung gelangen. Gegenwärtig sollen schon die Straffälle gegen Johann Novak wegen Nothzucht, Josef Vouk wegeu Diebstahls, Urban Brolih wegen schwerer körperlicher Neschädignug, Anton Kriznar wcgcil Todtschlages, Andreas Kokalj und fünf Genossen wegen Raubes, Auto» Korbic wegen Gewohnhcitsdiebstahls, Mathias Brencic wegen Betruges, Maria Osel wegeu Kindsmordes, Franz Susnik wegen Brandlegung, Heinrich Weidt wegen schwerer körperlicher Beschädigung und Franz Ieglic und Genossen wegen Münzvcrfälschung zur Auordnung der Verhandluugen reif fein. — (Monatlicher Viehmarkt.) Der gestrige monatliche Viehmarkt war ziemlich gut besucht. Es wurden 962 Stück Pferde, Ochsen, Kühe und Kälber anf-getrieben. Der allgemeine Futtermangel und die bis mm keineswegs günstige Anssicht auf eine gute Heuernte haben die Viehprcise stark herabgedrückt, doch war der Handel lein besonders reger. — (Cholera-Nachrichten.) Privatnachrichten zufolge erkrankte vorgestern in Trieft ein Matrose Namens Josef Maletich unter sehr verdächtigen Umständen und wnrde in das Cholera-Spital gebracht. Dr. Lustig, der Chef des Spitals, übernahm denselben sofort in seine Pflege, und der Zustand des Patienten hat sich im Laufe des Tages etwas gebessert. Maletich war erst seit fünf Tagen auf dem aus Venedig gekommenen Barkschiffe «Samson» eingeschifft. Ueber das Schiff wurde die Con-tumaz verhängt und der Wagen, in welchem der Kranke in das Spital überführt worden war, mit Beschlag belegt. — Auf einer vorgestern anf der Nhcde von Fasana vor Anker gegangenen, aus Venedig gekommenen Chioggioten-Varke erkrankte eine Person an Symptomen der Cholera, Der Kriegsdampfcr wird die choleraverdächtige Chiog-gioten-Barte zur Quarantaiue nach Trieft bringen. — (Steiermärkischer Kuustvereiu iu Graz.) Aus Graz schreibt mau uns: Am 29. Inni findet die Gewinstziehung statt. Der Verein hat für dieselbe bereits folgende Kunstgegenstände (Oelgemälde) erworben: 1.) «Abend am Mondsee», große Landschaft von Chwala in Wien, 300 fl.; 2.) «Vorbereitung znm Diner», Thierstück von van der Venne in München, 300 fl.; 3.) «Nach der Landpartie», Blnmenstück von Egner in Wien, 300 fl.; 4.) «Schlossgarten in Vicenza», von Alott in Wie», 200 fl.; 5.) «Morgen auf dem Lande», von Heinisch in München, 200 fl.; 6.) «Morgen am Achensee», Landschaft mit Thieren von Mali in München, 180 fl.; 7.) «Cava-lese in Südtirol», Landschaft von Mahorczig in Graz, 160 fl.; 8.) «Rauchender Bauer», von Merk in München, 150 fl.; 9.) «Ruhende Kühe», vou Stuhlmüller in München, 150 fl.; 10.) «Winterlandschaft», von Kanfmann in Berlin, 150 fl.; 11.) «Abendstinnnung», Landschaft von Bode in Düsseldorf, 150fl.; 12.) «Ncavolitaneriu», Landschaft von Guidotti in Neapel, 120 fl.; 13.) «Motiv bei Neapel», von Guidotti, 100 fl.; 14.) «An der Thaya», von Rollin in Paris, 85 fl.; 15.) «An der Elbe», von Rollin, 85 fl.; 16.) «Zigeunerin», Studienkopf von Fischer in Graz, 80 fl.; 17.) «Studienkopf», von Baronin Rotky in Wien, 70 fl.; 18.) «Im Weinkeller», Genrebild von Krenn in Wien, 70 st. Außer diefeu werde» noch Albums, wertvolle, zum größten Theil eingerahmte Kupferstiche verlost, so dass auf je 50 verkaufte Antheilschcine ein Gewinn berechnet ist. Nur gezahlte Antheilscheine ->, drei Gulden nehmen an der Verlosung theil, und erhalten außerdem jeder noch ein Prämienblatt nach eigener Wahl, das im Kunsthandel den dreifachen Preis kostet, der für den Anthcilschein zu zahle» ist, und da die Prämien des stciermärtischen Knnstvcreines wirkliche Kunstblätter sind, so werden alle Kunstfreunde aufmerksam gemacht, diese günstige Gelegenheit nicht zn versänme». Die diesjährige» Prämien «Reine in den Lofotten», ein großer, ganz vorzüglicher Farbendruck - Landschaft - ' nach A. Norman, «Das letzte Aufgebot», Kupferstich nach Defregger, und N.ltm- äuluru8.i. Kupferstich nach Gnido Reni, welche uugetheiltcn Beifall finden, können sogleich bezogen werden, anßerdem stehen 23 andere Kunstblätter zur Auswahl, worüber das Programm Anstnnft gibt. - (Blitzschlag.) Am 3. d. M, schlng der Blitz m den Dreschboden des Grundbesitzers Antuu Matos in Cirlle, Bezirk Gnrkfeld, ein nnd legte das Wohnhaus des genannten Besitzers und mehrere Wirtschaftsgebäude in Asche. Der Blitz tüdtete auch eine Kuh, einen Ochsen, ein Kalb, vier Schweine und 24 Bienenstöcke. Der Schade beträgt über 3000 fl. Matos ist auf 750 fl. assecurlert, — (Junge Triester werden gesucht.) Ueber Ersuchen der k. k. Statthalterei in Trieft wird soeben m ganz Oesterreich-Ungarn nach jenen 317 jungen Herren geforscht, welche im Jahre 1866 in Trieft geboren wurden, von denen aber nicht bekannt ist, dass sie ihrer Stellnngsftflicht entsprochen haben. _. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung Wie», 8. Juni. Der Zolltarif gelangt bereits mora.cn auf die Tagesordnung des MgeordnetenlMes. ' Trieft, ». Juni. Unter 'dem Namen eines Conm des Epianx ist hier heute Prinz Victor Vonaparte angekommen. Terselbe beabsichtigt, hier die Villa des Königs Mnrat in San Andrea anzukaufen. , Budapest, 8. Juni. Im Unterhanse beantragt Enyedy bei der Zulldebatte eine anf ein selbständiges Zollgebiet abzielende Resolution; Apftonyi begründet seinen Standpunkt nnd beantragt, die Regimmg an-zuweisen, nach neuerlichen Verhandlungen eine »e>l Borlage einzubringen. . Budapest, 8. Juni. Gestern fanden neuerlich Pb'w'' ansammlllngen in der Kerepeserstraße nnd vor del Pulizeigebände in der Hatvänergasse statt. 3" ^ Eisengasse zertrümmerten die Demonstanten die G" ^ laternen und viele Fensterscheiben. Ein »m 1^ ^ nachts niedergegangener Platzregen beendigte die ^" monstration. Die Polizei verhielt sich passiv. . . Catauia, 8. Juni. Die Eruption des Aetna Y« aufgehört. Die Lava kam znm Stocke», bevor sie »oa) das Eentnlm von Nicolosi erreichte. Morgen wir der Militärcordon aufgehoben, nnd werden die ^ wohner nach Nicolosi zurückkehren können. ^> Paris, 8. Imn. In dem heilte stattgehabten ^ nisterrathe wnrde beschlossen, den von der Coin»M!l ^ gestern angenommenen Entwurf betreffs allge»>e>m Ausweisung der Prinzen abzulehnen. ,c Londou, 8.Juni. Das Unterhans verwl"' in zweiter Lesung die irische Verw"^ tnngsbill mit 341 gegen ilN Stimmen nnd v"' tagte sich anf Antrag Gladstone's bis Donnerstag- kolldou, 8. Juni abends. In parlamentarM Kreisen heißt es. dass angesichts der erheblich"! ^ jorität. welche sich gegen die Homerule-Bill ergab, l> Ministerium der Königin nicht die Auflösung desP"'" nients empfehlen, sondern seine Entlassung '>el)>> werde. ... Athcu, 8. Inni. Die griechische Marine hat o' Verkehr wieder aufgenommen. — Es heißt, der H^v, von Edinburg werde dem Könige einen Besuch statten. _________________^__________^----^ Allgctomlllene Fremde. Am 7. Juni. , dually, Hotel Stadt Wiru. Heut», Privatier, Dresden. — ^M Schmidt, Singer und Engel, K'anslenle. Wie». ^ A^or Kaufn,., Vrilnn. — Vehofjchih, Reisender, Uinz. ^ .«IcM, Iurtcla, Advocatnrs-Candidat, Pettau. — Mally, ^'^ Villach. y,^,el, Hotel Elefant. Dr. Schaffcr. Miselbach, Privatiers, und "" Bankbeamter, Wien. — Kalbach und Iesina, Studenten, H — Sutler, l. l. Oberstlientenant. Pressburg. — Plast", ^ ^ Frasslau. — Dr. Gersak und Dr. Mel, ssriedml, -7 ^. ner, Reis.. Marburg — Lcslovic, l. l. Postmeister, >f0l' ' ^ Trstcnjal, Pfarrer, St. Maraarethen. — Souic, Pl""'.'f ^ Dreifaltigleit. — Mlelns uud Stritof, Besil)er. Mcm""l ^,,, Wdchsmcnln u„d Zamparo, Trieft. — Sounbichler. Drnc« hä,idler, sanllnt ^rau. Pula. Ve!^ Rasthof Vairischcr Hof. Venedil, Pfarrer, Vrezom". '^,^„i. und Lenarcic, Häildlrr, Oblal. — Cuenero uud -p Händler, Udiue. — Obersun, ssleischer, Divaca. ^edN^' Gasthof Siidbahnhof. Zrapin. Privatier, Trieft. -^ Private, Treffe». Gag^ Gasthof Kaiser von Oesterreich. Margolius, Reisender, "^^,^, fürt. — ttoslcr, Vcsipr. Maglern. — Obersnel nno Händler, Divaca. ^—^ I Z^ ^«1 ^Z wind ^»H'"'M«l« H^^ " 7 U. Mg. 731.59 15.3' NO. schwach zirli'l. lM" ^9 «. il . N. 731.08 22,2 SW. mäßiss theilw, "l>. li » Ab. ?30.2!> 17.2 W. schwach be»li0Nl ^ .^ Wechselnde Bewölkung. Das TageSmittel der War ^ Uln 0,2" illicr dcm Mrmale. ^ ______________^ ' Verantwortlicher Redacteur: N. Naal,c, ^^««- Die Mncht drr Grwohllheit ^ ^ „^ ist veim Menschen eine ausierordenllich ssrußo, wMia^^ ^ sehr schwer aelinat, dieselln- zu brechen. Tro""" «^f,„,i,i, allen de.ljenineu. »velche seither l.ei h^'tm-ller ^,^,^,^ Hämorrhoidal-Veschwelden ?c. eröffnende Mitkl. w> ^,um Bittersalz. S.llzderger Tropfen «,. "«""'^''"'' ^M'izclplll" Verfnch mit den belan.tteu Apotheker R. Ärau^SchM^ , ,^i entschließen, ws.'ll.e wird sicher zu "«er ^n,r uo" "".'. fallen »nd beweisen, dass die Schweizerpillen d"^" Schach , Abs.ihrmittelu sind. Man versichere sich st'"',d"'>'/^ Schml'U Apotheker R. Brandts Schweizerpillen (erhaltln^ ^ Fc> 0 70 Kreuzer in den Aputhelcu) ein weißes ^"nz ^. and" nnd den Viamenszug R. Brandts lr^l, und wc'fc "' ^3) verpackten zurilck. Laibacher Zeitung Nr. 130 1087 !>. Inni 1886. Course an der Wiener Börse vom 8. Juni 1886. N° !°'>l>,'Nü»lc....... «5 80 «k!»l> «,'<'f ^n^ Claat«. 150-. I»N 5», ^.'!-'ü"/n ganze 5«o „ !»!>-.'!U,:!<''?0 ^" «V« yilnficl IW ,. '^n - 1-X» !>0 °«" ktaatslose . . 100 « n;«'s>0 I«!0- ü ^" .. , . 50 „ I«» — K>«'!,<> ""'»'Vlcnlcnschcinc , . pei E«. "2---------'- l>^° k>est. Goldient«, s!c««ftcl . ,i0 "«Neri. Notenltnle, slencrsre! . '<>2 - >o» >l> ""l! «rldrentc <"/„ , ,NS5,s, !0l!?0 " Pn>e s,"/,, , . . . !'5> 0s> !»5'z!<> « ." 5.« !54'!»<, " ^s!bnl)„'Priontä«cn . . N>«8l»i»1ü<» « ^l»al«-ObI.,ß.»!cg..i,'ole <«/„ >(>0 sl, . . 1L4 «0 1^-20 ^tundlntl. 'Obligationen «lir 00 f> L M) z^ böhmische.......,0ü----------- 5„,"N",>'<',!che....... !0N'2«105'N0 ^/°'»ahrische....... >N5 —!« «u '° »ebenbiirgischc..... lu5«0l05«0 Geld Ware 5>>"/„ ?cn>escr Vanat . . . . l05 20:01;'«0 5>,"l, ungarische...... l«5 2ll i05l,btnen,. Wien 125 50 i^'l! — Pfllndbliefe (slir lUN fl.) 3'odencr, alia, öslerr, "»'/,"/<> Gold. l2N <>c> >L<: »0 d>0, i» l>0 « „ 4>/, «/„ 100 80 >01'!w dlo, in 5><> „ ., <"/„ . »7 — u? 5>u t!o. Prämic!^EchuldvclIchr..'!"/„ 100 2I< >U0'?5 les!,H>)Po!yeleuba»l >uj,5>'/,"/o i»i- —'— Qes!,-n»g, Banl Verl. 5"/« . . luiK, i«1l!5> dto, ,, 4'/,«/, . lNl«nw1 !»u d!o. „ <"/„ , . !'«!»u Wz!« U„lj, aN^, Bodencrcdit-llctiengcs. in Pes! i» :». l8,Ü» Verl. 5>/,"/„ >01 ?51«i! !l5 P» iolitäiiü'Oliligationen ,f>>! N>0 sl,) Elisabeth Weslbah« I, Emissii,» ,20_____— ^erdina»d<>^i!,'»N>,ih!! in l^iil,!!, >,«',5> <»<>'l5> ftra»z.^os>,'s'«>,bn..... !,<;,_!. >^^'o Gallische iinll«i'udw,,i» Bahn L>„, 188! U00 f>, S. '!'/,"/« . IUI'251«! 7b Oeslcrr. Ulordncslbabn . . . ,00 80iu Eiebenbi!,a.cr....... 00?« 0t lu Geld Ware Ctaatsbahn 1. Emission . , >»»?5i!<>0' Slldl'ahn k 3«/,.....,en--------— „ «^ 5°/„.....l»i 5«l»l — Nng.'ssaliz. Nahn.....I02-—!N2'l>0 Diverse Lose (Pcr Slilck), Crcditlose 100 fl...... 175 ?5>i7s>'Ls> «llaly-i'os!: <0 sl...... 41, L5 <4'75> <"/« Donau-Dampfsch. I00fl. . li!!^5il9?K Vail'acher Prämicn««nlch. 20 fi, 21'— «150 Osencr Vose - Eal»,-^os!: 4u sl...... 57- 57?.>> C!,-l,"c»o,«°i,'!,'sc 4« sl. . . . 04 60 5,5 — Waldstcin-^'ose ^0 sl. ... 3»— 31 — Windilchnra!)^'osc »0 sl, , . 4» — 43 liu Vanl-Actien (pcr Nlücl). Ansslo-Ocstclr. Vanl 200 sl, , 11N —>il>'4N Uanlvncin, Wicncr, KW sl, . ,0« — 106 4N Vd»c,.-A>,st,.Ocst,i!0<,sl.S,«»"/<, ^,,,»,75,^025. li,d!,-A»s1,f,Hand.u.O. uiosl, 2x280 !i»l!'U llivcdill'alil, A»g 11,,^, i<»0 sl, . liüN—2W'50 Tl'Vrsilcnl'anl, AN„,liW fl, . i<»0—I'.'I' Ei^,'!,'MVlc-Gcs.,Nicv»,',l,',!.s>0Ull. 5»!!—542 — Hppolhelcnb., öst, 200 sl. ü5."/n6, —'--------— ^andl'ld., ost. ^00s>. (^.5,0«/^ E. 222—22ll'40 Oes!«l'.,U»l>. Bc»»l .... «««—8»4'— I!>uo»l>»»l >c>« sl.....7» 30, 78'70 Atllchrebanl, All», iio sl. . l53 —!lbi'50 Gelb! Ware Nctien von Transport» Unternehmungen. (per Stils), Nlbrcchl-Bahn Lou sl. Silber . —'--------— Alsold stinm.'Vahn 2NN sl. Silb. ,9»'—l32'5y Äussig-Tvpl. «öifeiib. «00 fl. llM.-------— — Vöhm, Nordbab« ,50 sl, . . —------------- „ Wcslbab» üvn fl, . . . — —------- Vujchlichraber Lisb, 5uo sl. LM. 770—775 — „ (llt, «) 200 fl. , 19» 5« 200 5!» Donau < Dampfschiffahrt« - Ges. Oeslcrr. 5,00 sl. veis 2!>0 0 2!5 - „ Slzb.-Tir.I1I.lt, i«?»2!!Ufl,S, 2«n 25>'2Nll'75> Fc!d>»a»d«-Noidl>. loou sl. KHIi. 2» Franz 3ose!»Bahn 200 sl. Sill'« 2IU75 217 2', ssiinslirchcn ^arlscrsl,«ö. >!>'.» - 20«'— Gl>>!z,.«a,I^'ud,uig°«.20Ufl, >iM. 2»»'7,^ 2»< 2^> Graz .«öslach« ,,il'ahn I0u ll, . 4125 41 75> Kasch.,» Odc>d.ü'25i5»'?s. ^'embcrss ^znn?!vilj«Iassy Eisen« bahn-Güicllscha,! !i!«, sl. u. W. 22^00229 — Lloyd, ös!,'ll»,i,, Tries! 5,00 fl,U sl. Silb« , l«8- i!»8 ü<> Siel'enbllr«cr «iiscnb. »!0u sl. . lyo'lul!«)'^ Slaat«ciscnl>al,n ^uu ,l, 0. W. . ^oeuL4,l — Gelb Ware Sildbahn 800 fl. Silber . . H^> 25. N5,'5>u Si!d-Noidd,.Verb,» 25. 205 75 „ wr,. neu iu» sl, >0ü — I0U üu Tranepori.GeseNschaft loo fl. . 35 — 40 — llng.»qaliz. Eiscnb. 200 fl. Silber I7!i 76 180 «5 Uny. Norboftbahn 200 fl. Silber 177--177 5y Unss,Weftb,sMaab.Gra,1200sl.V, 174 — !74 ?z IndustrieActien (per Stück), «össydi unb K,ndbera, Lisen» und S2 u. Salicyl-Zahnpuluer ß "UNemein beliebt, wirlt sehr e»frlfchenb nnb ^ '""chl die Zähne blendend wc,s<. ^ .'!« lr. !» 5, ^l'lsse anncslibrlcn Mittel, ilbcr die viele !« ""'ttsanunssen cinliese». führt stttö frisch ^ l ""> vager u»b versendet täglich per Pos! die !^ ^pntnsk« 1>nllo«:7V j ntl.e» dcm lialhhause in Kaibach. » . ^" Acdcm in der Apothelc Tl«t/»«n ac- >! «"Ucl,l.Zal,»p!llucr ist linc alwsüdrlichc ss nl>handl»»g >!l>cr (sonscrv!er»»g der ^nhne ^ und der Mnudhöhle »ncntgelllich i,!>!,s.,,,,sft, V ^......________________ .. ., ., l^,.,^ >1 li955—3) Nr. 1374. Einleitung zur Amortisierunst. ., Vl),n k. k. Bezirksgerichte in Idria "'ld bekannt gemacht: n Es sei zitier Ansnchen des Johann 27 3"c, Postmeisters in Idria, <10 ,», ltt!«. ^ Febrnar 18«tt. Z. «<«). die Einlei-ics!^ ^'^ Aniortisationsverfahrens rück-z»„ uch des dnrch das t. k. Steneramt 'Ml allsgesteNten nachstehenden L c g e s ch e i n c s, ^ 'womit bestätiget wird, dass die von w! ä Periili erleäten zwei Swatsobli> I^uen ddto. 12. März I860. Nr. 13 88« 1s. Ir- 9596. il pr. 100 fl., sammt je 1 y^tllck Conpons. der erste fällig am l z member 1882, mit Verordnung der 5ßii '^shanptmallnschast Loitsch Zahl tiy" 6« ^^^ "U> I.-Nr. 11 als Can-«lll c>'". ben Schnlbanfond in Lcdlne Dentigen deponiert worden sind. ^83> Steileraint Loitsch, am 17. Mal s^ ^ bewilliget worden. »»1,^ wird demnach der gegenwärtig >»! ^"'lte Besitzer der obigen Urtnnde grsu3"",'c des tz 202 W. M. G- O. ach c>,lc ' binnen der Frist von Jahre, sechs Wochen nnd ^»enw l. br" Tagen ^z>„.,^nb bei diesen, Gerichte so gewiss > c^"dcn, «is widrigcns der bczcich-^t ^'Mn fiir nnll nnd nichtig er- ^.„ tuürde. "Kil ^ezlrtsgericht Idria, am wten Die Filiale der Union-Bank in Triest beschäftigt sich mit allen Bank- und Wechsler-Geschäften a) verzinst Gelder Ina. Ccnto-Corrente und vorgiitot liir Buuknotcn 31/* Procont gegon 5tägigo Kündigung »V» „ „ 12 „ 3*/4 „ auf 4 Monato fix, lire IViii>oI«»oiih d'or 28/« Procont gogon 20tägigo Kündigung 3 * * 40 „ JJ1/« * if Smonatlicho „ 31/. » » 6 « ii». G-lro-Conto 3 Prooent bis zu jodor ITöho; Rück-zahlungon bis 20 000 fl. k vista gogon Chosjuo. Für gröflsoro Botriigo ist dio An-ziiigo vor dor Mittagsbörso orfordorlich. Dio ßestätigungon orfolgon in oinom so-paraton Einlagsbüchol. pip Für alle Einzahlungen, die zu immor welcher Stunde der Bu-reauzoit geleistet, werden die Zinsen von demselben Tage angefangen vergütet. a^*" Don Inhaborn cinos Conto-Cor-ront8 wird dor Incasso ihror ßi-messon por Wien und Budapost franoo Provision vormittolt und obonso ohne Pro visions-belastung Anwoisungon auf dioso beiden Plätze erlassen. Ks steht don Horron Committonton froi, iliro Wechsol boi dor Cassa der Bank zu domicilioron, ohno dass iJinon hicsiir irgondwolcho Auslagon orwaebson. b) übernimmt Kaufs- oder Verkaufs-Auf träge lür Kssocton, Do-vison und Valuten, besorgt das In-oasso von Anweisungen und Coupons gogon '/« Procont Provision; c) räumt ihren Committenten die Facilitation ein, EJlbcton jodor Art boi ibr doponioron zu könnon, doron Coupons sie boi Vorfall gratis oincaßfiiort. (2172) 12—2 (2115-3) Nr. 80«9. Bekanntmachung. Vom k. k. städt.-dclcg. Bezirksgerichte in Laibach wird bekannt gegeben: Es sei in der Rechtssache der Agnes Levc nnd des Franz Plevnik (als Aor-mnnder des mj. Johann Levc von To-maeevo) gegen 3)iarianlla Hribar, respective deren Rechtsnachfolger, nnbekannten Allfenthaltes wegen Anerkennling der Ersitzimg des Clgenthnlnsrechtes zn den Realitäten Einlage Nr. 250 nnd 276 !ul Cataslralgemeinoc Stozice der Geklagten Ignaz Cnnder in Iezica als Cn-ratur !u« u('!un, ailfgestellt ,lnd dcni-selben die Klage cl« i'^««. 2. Mai 1886, Z. 806!), zugestellt worden. Laibach am 6. Mai 1886. UM i tan in „unter der Linde" in Lees naehst "V^eldes an der Rudolfsbahn in Oberkrain. Der ergebenst Gefertigte bringt biemit zur Kenntnis, dass er sein comsortabel ein-gprielitetes "nd überdies für längeren Ausentbalt von Sommergästen mit dreizehn ¦ i'loganlen Zinnnern versehenes Hotel am 1. Juni 1. J. eröffnet hal. Indern er das p. t. reisende und Sommerfrische aufsuchende Publicurn zum zahlreichen Besuche seiner Lo-calitäten höflichst einladet, gibt er unter einem die reelle Versicherung, dass für vor-züßliche Speisen und Getränke, für prompte Bedienung und comfortable Unterkunft bestens gesorgt ist. Ergebenster (232fi) 3_! Ignaz Kosjek, Hotelier. (2248-3) Nr. 6299. Dritte wc. Feilbietung. Wegen Erfolglosigkeit der mit dem dirsgmchtlichen Bescheide vom 21. März 1886, Z. 2964, auf den 25. Mai l. I. angeordneten zweiten exee. Feilbietnng der den mj. Vilnenz, Anton nnd Johann Kovaeic von Untcrsnchadol gehörigen Realität Rectf.-Nr. 32 nnd 33 a<1 Herrschaft Feistenbcrg wird zn der mit dem nämlichen Bescheide anf den 30. Juni 1886 angeordneten dritten exec. Feilbietung geschritten. K k. städt.-delcg Bezirksgericht Rudolfswert, am 25. Mai 188^________ (2249^2) Nr. 6432. Zweite erec. sseilbietung. Wegen Erfolglosigkeit der mit dem dicsgeri'chtlichen Bescheide vom 30. März 1886, Z. 3780, auf den 28. Mai 1886 angeordneten ersten lzcc. Fcilbietnug der dem Franz Koöak von Großslatcnek gehörigen Realität Einlage Nr. 201 der Catastralgcmcindc Potcndorf wird zll der mit dem nämlichen Bescheide auf den 30. Juni 1886 angeordneten zweiten exec. Feilbietnng ^K. Ntädt. - dclcg. Bezirksgericht Rn-dolfswert, am 28. Mai 1886. ^MIy Nr. 2309/ Neuerliche executive Feilbietuugen. Vom k. t. Bezirksgerichte Egg wird mit Bezugnahme anf das Edict vom 23 Februar 1886, Z. 961, knndgcmacht, dass die executive!! Fcilbietungen der den, Johann Iemc von Krtina gehörigen, auf l735 fl. geschätzten Realitätcu Einlage Nr. 48 49 nnd 123 der Eatastral-m'iueinde K'rtiua neuerlich auf den 23. Inni, 23. Juli und 24. Angnst 1886, jcdesinal vormittags von 10 bis 12 Uhr, hiergcrichts mit dein früheren Anhange angeordnet wnrdeu. .< «,. . K. t. Bezirksgericht Egg, am 11. Mm 1886. (2114—2) Nr. 8068. Bekanntmachung. Vom k. k. städt.-deleg. Bezirksgerichte in Laibach wird bekannt gegeben: Es sei in der Rechtssache der Agnes Levc und Franz Plevnik (als Vormnuder des mj. Johann Levc vun Tomacrvo) gegen Anton Wlaß (Blaz), resp. dessen Rechtsnachfolger, unbekannten Aufenthaltes pcw. Anerkennung der Erfitzung des Eigenthumsrechtes zu der Realität Einlage Nr. 258 a6 Catastralgemeinde Stozice dem Geklagten Ignaz Eunder von Iezica als Curator a6 acwm aufgestellt nnd demselben die Klage 6« pray». 2. Mai 1886. Z. 8068. zugestellt worden. Laibach am 6. Mai 1886. (2296—1) Nr. 3560. Executive Realitäten-Versteigerung. Vom k. k. Bezirksgerichte Gurkfeld wird bekannt gemacht: Es fei iiber Anstichen der Anna Zcleznik (dnrch Dr. Mencinger) die executive Versteigerung der dem Michael Kerin aus Hasrlbach gehörigen, gerichtlich auf 103 fl. geschätzten Realität Einlage Nr. 411 ü<1 Eatastralgemeiude Haselbach bewilligt und hiezn drei Feilbietungs-Tagsatzungcn, und zwar die erste anf den 26. Juni, die zweite anf den 28. Inli und die dritte anf den 28. August 1886. jedesmal vormittags von 10 bis 12 Uhr, im Amtsgcbäude mit dem Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrealität bei der crstcn nnd zweiten Feilbictung nnr nm oder über den Schätzungswert, bei der dritten aber auch unter demselben ht'ntangegcben werden wird. Die Licitationsbedinauisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein 10proc. Vadium zu Handen der Llcitatiouslommissii.'n zu erlegen hat, sowie das Schätzungsprotokoll nnd der Grnndbnchsextract können in der dies-gerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Gurtfeld, am 6ten Mai 1886.