Hummer 41. petta«. He« 8. Gcteber 181)9. X PettauerZeitunA «erscheint jeden Sonntag. Preit für Pettau mit Zustellung ins Haut: Vierteljährig fl. 1.20, halbjährig fl, 2.40, saniifihrtg fl. ».HO, mit Postversendung im Inland?: $icitcl|ill)riß fl 1.40, halbjährig fl. 2.80, ganzjährig fl. 5.60. — Einzelne Nummern 10 tr. CnrMJtNiii ulk ScrUg: w. BJibIc, Sir 0. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechne». — Beitrüg« sind erwünscht und wollen längsten» bU Freitag jeder Woche eingesandt werden. - -------------------------------------------. >ri- ! - - - , Wenn ei wirklich gelingt, auf dem neuen Weg,. der letzt eingeschlagen wirb, ein einige» deutsche« Boterland, einen glücklichen oder auch nur gcsetzmiibig geordneten Zu-stand zu erlangen, dann wird der Augenblick gekommen sein, wo ich dem Urheber der neuen Ordnung der Dinge meinen Dank autsprechen kann; jetzt aber ist e» mir nicht möglich. B i« m a r ck im vereinigten preußischen Landtage, am S. April 184* Gewehr bet Fuß! W. F. Der 2. Ott ober 1899 »üb in der Geschichte der österreichischen Verfassung immerhin ei» deut-würdiger Tag sein. Thun ist gegangen und hat eiiieni Ministerium Platz gemacht. dem man — wen» man ihm gc^rnübcr auch sonst eine vorsieh« tig abwartende Haltung einnimmt — wenigste»« den guten Villen zutraut. Recht. Gesetz und Verfassung auf moderner Grundlage zu achten, De-»»üthiguiige» de» staatsbürgerlichen Bewußtseins zu meiden und berechtigte Wünsche und Förde-rungen eine« ganze» Bolle« mit gesunden Reformen zu beantworten. Die trübe» Tage der (Gewaltherrschaft und der mißbräuchlichen Anwen-dung de« RothstaudSpalagraphen sind vorüber, die Tage einer feudalen R-gierung, die sich so A-Grich de» gab, mußten nach den heurigen, in mehr al« bto» militärischer Hinsicht lehrreichen Herbsttnanöver» in nicht allzu langer Frist beendet sei». Der nicht mehr durch den Broden» de« Kampfe« behinderte und rückschauend« Blick spä-lerer Geschlechter wird seinerzeit nicht ohne Be-wegung den tiefen »nd schmerzlichen Ris« wahr-nehmen, der da« Ansehe» V?« österreichjschin Reichsrathe« durch seine Brachlegung erfuhr, er wird mit Entrüstung wahrnehmen die planmäßig geübte Hemmung der staat»grundgesetzlich gewähr-leisteten freien Meinungsäußerung, oh»e das« diese Hemmung die wirklich bestandene und bestehende öffentliche Meinung über die Vorgänge Der Rache-Engel. Aus dem Friedhof P6re-Lachaiae, fast Der-deckt von dttiiklt» Eyprefsen, liegt ein Grab, ganz link« im Hinlergrund des letzten Seitengaiige«. Und dennoch ist diese« vergessene Grab früher ein Ziel vieler Kunstjünger und auch onderer Reugieriger gewesen — die Statue, welche am Haupt der Gruft Wache hält, ist ein Meister-werk, die letzte Arbeit de« unier dem Hügel Schlummernden, der in der Mitte der dreißiger Jahre bochberühnit war. Der Bildhauer Jean Borsa schläft hier und i» der Pariser Kuustau»-stellung von 1838 trug dieser TodeSciigel den Titel: Der Rache-Engel. Richt ein Zufall, sonder» eine Erzählung meine« lebhaften WistSsohneS. Eugen, führte mich zu diese,» versunkenen Hügel. In Beglei-tung de« geistvolle» Jüngling« halte ich die alte Gräberstadt. den berühmten Friedhof, durchstreift, al» er mit der Hand nach der abgelegen?» Ecke hinübeiwie«. .Da drüben steht »och ein Meister-werk auf Iran Borsa« Grab, e« ist gewiß da» seltsamste Bildwerk, welche» je angefertigt wurdk." „Ich möchte es scheu." im Schatte» de» berüchtigt gewordenen Paragra-phen hätte unterdrückt werden könne». Der spä-tere Zeitgenosse wird rutscht sein, wie rasch und ties i» dieser Zeit da« Bplk«verlraue» auf die eherne Dauer der Staat«grundgesetze und auf die Rechtssicherheit im Staate abgenommen hat. A» da» Krankenbett d«« österreichischen Eon-stitulionaliSmu« ist nun Mit unserem früheren Statthalter Grafen Mansrtd Elary und Aldrin-gen li» »euer Arzt berufe» worden. Wird cr dem erkrankten Staalikörper Gesundung bringe» und Heilung der geschlagenen Wunden, wird e« ihm gelingen, die Fehler seiutt Vorgänger gut zu niacheu. die Folgen der Schuiächung unsere« Par-lamentariSmuS, die uu« d«p Ungar» «»«geliefert hat. zit beseitigen, den heftigen Wellenschlag der Krise zu besänftigen? E« gibt da nur eine» AuSweg, nur eine Lösung: die Aushebung der »»selige» Sprache»-Verordnungen lind die Zustimmung oon maßgebendster Seite, das« solche Sprachenverordnunge» nur auf parlanieutarischem W ,;e erfolgen werden Soviel Einsicht in die LevenSbedingnngen de» deutschen Bolle» als Biiideniittel« de» österreichische» Staate» muß vorausgesetzt und erwartet »verden. um ein nrb«»Sfähiipk» P>iila»»ent zu erziele», un-bed«»gt, tst die B-^z.iguug de» r«hjg»u verlaufe« der Krist». sonst bleibt sie bestehe», um sich mit jedem Tage zu verschärje» und e« bleibt dann einerlei, ob da« Ministerium so oder so heißt. So sind anderthalb unwiederbringliche Jahre unter dem Ministerium Thun verlaufen. An der Stelle der verfassungsmäßigen Gesetzgebung der Mißbrauch mit dem RothstandSparagraphe», dem warnenden Worte die Beschlagnahme, zur Bernhi-guug der aufgeregte» Menge Bajonette und Kugeln, da« »varen die drastischen Mittel, »nit denen dieser Heilkünstler an der Oberfläche herum-kurierte, ohne die Wurzel der Unzufriedenheit mit den Zustände» in der Tiefe zu fassen. Armes Und nun stand ich davor und suchte ver-geben» etwas Seltsame« a» der Statue heran«-zufinden, hohe Bollendung zwar, aber nichts, was ungewöhi'lich gewesen wäre. Ei» Knabe mit sin* stete», doch edel schönen Zügen hat die Hände wie betend gefaltet. So scheint e» auf deu ersten Blick. Bei näherer Betrachtung sieht »nan aber, das« die Hände, wie im Zorn, in einander ge-ballt liegen. Je länger man die Statue bctrach-tete, desto mehr wurde man davon ergriffen, — unmöglich konnte dieser verhaltene Zorn, iu der ganzen Gestalt, Haltung und Züge» ausgedrückt, Bezug a«f die symbolische Bedeutung de» Todes-bolen habe» — weder im Alterthum noch in der christlichen Lehre ist diese Auffassung zu begründen. „Welche Bewandni» hat e» mit dieser Ar-beit?" fragte ich Enge», dessen Auge» wie ge» bannt an dein Bild hafteten. „Es ist daS W.'rk eine» Blinden." „Unmöglich! Ein Blinder, »oenn er über« Haupt imstande ist, die technischen Schwierigkeiten zu bewältigen, kann doch nicht so Vollendetes schaffen — vielleicht war sein Blick nur getrübt — aber blind, total blind knin er »mnöitich gewesen sein, al» er dilsen Engel de» Zornes sch»f." Oesterreich! Überall darum tiefe Erbitterung, nicht blo» bei den an» meisten betroffenen Deut-ichcn allein, zersetzende Einflüsse, die selbst vor den Thore» der Kaserne» nicht halt machten, trennende Gegensätze, der v^n Maria Theresia und Joses II. mühsam geschaffene Zusainiiicnhaug de» StaatSkörper« gelockert und gefährdet, Ungar» trotz seiner 30«/, Dictator und gleißender Rathgeber. So kann die verabschi'dete Regierung kein srennoliche« Andenken hinterlassen, den Miß-mulh nicht mit dem Gedanke» versöhnen, sie habe »vährend der auSgeschaltetrn Thätigkeit der Volk«. Vertreter den NothstandSparagraphen zur ein-spruchslosen Durchführung nützlicher Schöpfungen, nach dem Borbilde de« „aufgeklärten" Absolnti«-mu» zur Durchführung nothivendiger volkswirtschaftlicher Maßnahmen und zur Einleitung von HilfSactioiien benützt. Auf ihrem Wege blüht die Zucker- und die Ejstgsteuer, die kurze Erledigung des erhöhten HeereSbudget«, die unbehinderte Be-setzunq wichtiger Staat »Posten im Sinne slavischer Begehrlichkeit. O du mein Oesterreich, da« dem Triumvirate Thun-Kaizl-Dipauli für all zu lange Zeit in die Händ.' gefallen! Mag so die neue Regierung vor der nicht sehr angenehmen Aufgabe stehen, einen verfahre-neu Karreu in «m Äelcije zu bringen, ohne tau slavisch ckencaleu Tendenzen der letzte» zwei Jahr-zehnte zn huldigen, was umso schwerer ist, da einem neutralen Beamtenministerium naturgemäß kein hohe« Alter beschirden ist. eines »>aa ihr da« Beginne» erleichtern, die nicht feindselige, wenn schon nicht allzu vertrauensvolle Haltung der »leisten Parteien. Den» z» tief sitzt da» Mißtraue» und allzusehr glaubt mau daran und oiuv e» nach allen Erfahrungen, das» e« anfangs nur aufschnellender «öder sei» wird, mit dem man die schnür beleidigten Deutsche» i» die Laube locke» will. Zu gewitzigt ist daS deutsche Volk iit Oesterreich durch irübe Erfahrungen, die uu« die EtaatSkünste unserer feudal-clericalen StaatSlenker „Er war e« dennoch — stockblind I Und er hatte sast zehn J.,hre vorher durch eine» Mar-morsplitter, der ihm in« Auge drang. daS Licht verloren. Umsonst suchte man das unbeschädigte Auge zu retten, c« dauerte kaum ei» Jahr, so erlosch dessen Sehkraft ebenfalls. Aber das ist uicht da» einzige Wunderbare a» dieser Statue — wenn Sie wolle», erzähle ich Ihnen die selt-sumste aller G.schichten, die indessen nur de» Eingeweihte» bekannt geworden sein dürste u»d — Sie werdcn mir zngestehen müsse», dass eS wun» derbar« Dinge auf Erde» gibt, die sich in kein System und in keine Form hineinpressen lassen. Haben sie irgend eine Arbeit von Paul Jean Borsa dein Jüngere» schon gesehe»? Er »var eben-falls ein tüchtiger Meister, doch lebte er i» Venedig »ach de» Vater« Tod, sein Bildnis ist cS, welche« de» Racheengel darstellt." „Der Typu» deS Knaben ist »»ehr italienisch als sranzösisch." „Ganz recht, des alte» Borsa Vater war Italiener, ein armer Bildhauer, der nur die grobe» Vorarbeite» im Atelier deS hochberühmten SculptenrS David machte. Der Junge begleitete ihn oft; sei» LicblingSspicl, Figuren au» Thon iben. Wohl hört mau die Botschaft, €*a9a*m. der Glaubt, ist a« eine Abrüstung uoch nicht ©J . ' «TiS ist ein kurzer Woff. „stillstand, 9K r • |juf „Grivehr bei Fuß' abgewartet Noch ist fleiui«! Pulver im Hör» 2V lberrumpelnnge» und Liste müssen aßt. an r ichige, vorsichtige Beobach« FHZ M'geduldige« Ausharren, wir a» entschiedenes Eingreife» tut rechten Augenblicke gewöhnt sein. Den» noch immer drohe» die scindlichen Kanonenläuse vo» oben herab: die Sprachenver-ordnnnge». der Ausgleich mit Ungar». Al» ob e« an einem Unheil nicht schon geuug wäre! Und diese schwerwiegenden Belastungen sollte »nan ernstlich willen« sein, nicht bloS vorüber« gehend, sonder» dancriid aufzuheben. nachdem man durch Jahrzehnte bei gutem Wille» Gelegenheit gehabt l)Ülte. hier Wandel zu schaffen u»d die aussteigeiide» Gewitterwolke» wahrzunehmen?! Abg. Wolf über die Lage. Die Sprachenverordnungeu sind von der Regierung de« Grafen Bade»! al« Mittel zum Zwecke erlassen worden, um die tschechische» Stimme» für den Ausgleich mit Ungarn zu ge« winnen und find vo» den nachfolgenden Regierungen beibelMe» worden, um die Zustimmung der Majorität zur Anwendung de» § 14 aus d,n Ausgleich zu ftuben. Hätte mau mich niemals an «Lprachenverordnnngln gedacht, so wäre die Ob-ftruction dennoch nicht ausgeblieben, denn sie t»ätte als das äußerste parlamentarische Mittel und zwar unter gleich lebhaster A»theil»ahme und Billigung der deutsche» !^evölk>ru»g und auch der ackerbau- und gewerbetteibeuden Kreise der Tschechen, gegen den Ausgleich niit Ungarn angciuenbi't werden müssen, dessen einzelne Be-slimmuugen uns geradezu znr wirtschaftlichen Tributpflichtigkeit gegenüber den Madjaren ver-urtheilen. Wenn man nun auch die Sprachen-verordiluiigk» aufhebt, so besteht doch dieser Au«, gleich weinr und es bedarf feine« besondere» politische» SäjarfblickeS. uin zu erkennen, dass diese» Ministerium lediglich die Aufgabe hat. die Dele-gatiouSuiahleii durchzusetzen und dann einem anderen Platz zu machen, welches i» der An-weuduug des § 14 und dem D'raufloSregieren gegen die Deutsch,» und gegen die Verfassung ebensowenig zimperlich wäre, wie Badeiii und Thu», Dann hätte» wir einfach d.n Ausgleich mit Ungar» i» seiner unsere VolkSwirtscl^ft er-drosselnden und erdrückenden Form und »ver bürgt u»S dafür, dass da»» nicht die alte Wirischast von vorne angeht und wir nicht vo» dim ZnkutiftSmiiiisterium eine neue Auflage der Sprach,»Verordnungen bekommen? WaS da zu thu» ist? Wir geben einfach unsere Waffe nicht aus der Hand, bcvor nicht zu kncte», erweckte des Chef« Anfmerksanikei». er entdeckte daS bedeutende Talent deS Knaben, schickte ihn ans Schulen und Akademie» und »ahm ihn nach den nöthigen Vorstudie» als Lehrling in seine eigene Werkstätte der Kunst auf. Der alte Italiener starb, glücklich in der Hoffnung auf JeanS glänzende Zukunft. .Jean', sagte er dem Sohn vor seinem Ende, „wenn Du Deinem Meister jemals mit Undank vergelte» könntest, Du verdientest die höchsten Strafen." Er kannte den wilden Sinn und die finste-reu Leidenschaften seines Sohnes, die schon im Kinde zum AnSbruch gekommen waren. In Davids HanS kam eine verivaiSte Richte, ein Engel a» Schönheit »ud Reinheit, frisch und unverdorben aus der südlichen Provence. Claire und Jca». die sich täglich sahen, verliebten sich ineinander, aber als Jean den oheimlichcn Vor-mund um die Hand d>r Richte bat, stieß er aus Widerstand. David verlangte, dass er sich zuvor «ine Posi.iott schaffe, dass'er ei» Meister werde, ehe er an Errichtung eines eigenen HerdeS bei so jungen Jahren denke. DaS wilde Blut Jea» Borsa« kochte über. die Erfüllung »»serer ollerwichtigsten Forderungen i» einer Form garantiert wird, welche alles weitere MisStraueu ausschließt. Diese Form ist aber dadurch nicht gegeben, dass vielleicht daS Ministerin« Elary unt feierliche Znsicherungen gibt: wir wollen ihm damit ebenfo wenig nahe» trete», als wir Lust und Ursache haben, ihm näherzutreten. Denn diese Zusicherunge» wären in dem Augenblicke hinfällig, al« man da? Eabinet und daS Parlament gleichzeitig hinwegräumt und für die lauernden Männer und den Paragraph 14 Platz macht. Diese Versicherungen ntiisSte» daher tu der feierlichere» und verbind-lichmii Form einer Thronrede gegeben werden und müssten sich auf folgende Punkte beziehen: l.dasS der Ausgleich mit Ungarn lediglich in der vom Parlamente aeceptierten endgiltigen Form durchgeführt wird; 2. müsste die Verpflichtung auSgeiproch'N werden, den § 14 niemals mehr zur Umgehung ooer Beseitigung versassiingSmäßiger Rechte zu missbrauchen und 3. müsste die Regierungsvorlage eines Sprachengesetzes in Au», ficht gestellt werde«, in welchem in klarer, un-zweideutiger Form die Anerkennung der deutsche» Sprache al» Staatssprache n»d die Sicherung deS geschlossenen deutschen Sprachgebiete» garantiert wirb. Wa» den ersten' Punkt anbelangt, so wird man sich erinnern, das» von dentichnational-radikaler Seite regelmäßig gegen die Vornahme der DelegationSwahle» vor Dnrchsührnng deS gesammten AuSgleichSwerkeS protestiert wurde. Da uun aber zugegeben werde« »ins», das» die parlamentarische Bchaudluug und BeschlnsSsaffnng de» Ausgleiche» monatelang dauern kann und die Regierung selbstverständlich ihre Delegationen bald haben will, so könnte unter Berücksichtigung dieser Umstände in dem Falle, al» die Zu-sichernngen in der bbcu verlangten feierlichen Weise gegeben werden, von un» da» Gegenzuge-släiiduiS gemacht werden, das» man die Delegation»-Wahlen vornehme» lässt, bevor noch der Ausgleich in eudßiltiger Form beschlossen ist. Denn der Ausgleich aus Grund d«S § 14 existiert nicht «ud e« wäre geradezu unsinnig, wenit wir Dentsche. weil man angeblich uns ein biSchc» freundlichere Gesichter zeigt, auf einmal einen § 14 Ausgleich i» den Kauf nehmen wollte». Kurz und gut: die Deutschen in Oester-reich würden vor der ganze« Welt als die Blamierte» dastehen, wenn sie de» durchsichtige» Plan, mit weichein man ihnen jetzt an den Leib rücken will, nicht durchschaute» und sich neuer» ding» mit blindem gutmüthigen Vertraue» zur Verfügung stellen wollten. Die DelegationSwahlen hat man uns einfach abzukaufen — so ist eS ja Üblich i» unserem Parlament — und zwar werden die Deutschen den KausprciS bestimme», vo» welchem die Anfl»ebnng der sprach,nverord-nungen nur eine kleine Abschlagszahlung sein Er war nicht der Mann, um Jahre lang zu warten — wa» der Augenblick brachte, sollte schon der nächste Augenblick mit Erfolg krönen. Seine Leidenschaft bestrickte das junge vertrauen-de Kind — eines TageS war Jean Borsa ver-schwuudt». mit ihm daS unerfahrene Mädchen; aber daS Schlimmste hatte die Ehrfurcht vor des Meister» reinem Herzen verhindert. Claire wurde fei« rechlinäßiges Weib. Schwere Tage folgten für die Arme. Zuerst behielt die große Liebe, welche sie aneinander fesselte, noch die Oberhand über des Lebens Roth und Bedrängnis, aber immer fester zog das Elend seine Schlinge» um sie. Jean, uusähig dem hereinbrechenden Unglück mannhast durch ver» doppelte Arbeit Stand zu halte», warf sich ganz auf die leichtsinnige Seite; er trank und spielte und die Liebe entwich vor de» Lastern mit Riesen-schritte». In Mailand, wohin sie geflohen waren, er» regten zwei kleine ©tatnetten .Er und Sie', die er in d-r ersten Zeit glückliche» Eheleben» mo-delliert und später für einen Schlenderpreis dem Trödler hingegeben hatte, die Aufmerksamkeit kann. Sollte man ander» handeln, so wäre nur bewiesen, das» von dem politischen Verstände, den nach Hanierliug « „Teuf die Deutschen aus ihrer Wanderschaft verloren haben, bisher auch nicht ein Onentchen wiedergefunden wurde. („Ostdeutsche Rundschau.') Pettauer Wochenbericht. (Herr Wilhelm tiianke frn. f ) Wer de» ehrwürdigen alte» Herrn im Silberbarte vor wenigen Tagen noch scheinbar rüstig und ungebeugt von der Last der Jahre auf dem gewohnten Plätzchen sah, mochte nicht daran denke», dass die Stunde de» Abschiede» so nahe sein sollte. In den Morgenstunden de» 2 Oelober schloss er seine Augen zum langen Schlafe; die Folgen der tückischen Influenza vom letzte» Winter her, wäre» nicht zu bannen gewesen. Herr Blanke sen. war ein gebürtiger Rostock,,, der um daS Jahr 60 herum, mit zwei anderen Reichsdeutschen, Herrn Carl Schmidt, dem Bater der Kaffee« hau»besitzerin Fran Antonie Schauer und dem Bater de» Herrn Gemeinderathe» Stendte. »ach Pettan eingewandert war, wo er im heute Oruig'schen Hause ein Papiergeschäft gründete, dass sich im Laufe der Jahrzehnte zu dem um» fassenden, achtunggebietende» Unternehme» der Buchhandlung und der reich «»»gestatteten Dru» ckerei ti. f. w. im eigenen Hause erweiterte, wie c« heute unter der Leitung seine» Sohne» da-steht. Ci« langer Zng Leidtragender an» den besten Kreisen geleitete die letzte Fahrt deS hoch-geachteten AltbürgerS zur Ruhestätte auf dem evangelischen Friedhofe, wo ihm Herr Paüoi G o f ch e n h o f t r auS Marburg in ergreifender Rede Worte der Andacht und de» Abschiedes widmete. Run lispeln die Trauerweiden über der sinnig schönen Ruhestätte der drei deutschen Freunde, die da ruhen nach det Leben» Mühe», im Herbstwinde flüstern sie ein heimlich Lied vom Abschied»,hmen, von Ruhe uud Frieden. Ehre seinem Andenken! (Ein jäher Todesfall) erreignete sich am 5. d. M. Vormittag in deu Räumen der l'oso-jilnica, indem die öü-jährige.Hausbesitzerin Frau D o b n i g einem Kraiupfaiisatle erlag. (Ueber Sen Änsflug des Marbarger «e-»rrbrprrrinr») am 1. d. M. geben wir dem durch LocalpatriotiSmu» nicht befangene» nachstehenden Berichte der .Marburger Zeitung' Raum. Wenigstens setzen wir un» nicht dem üblichen Vorwürfe a»S. das» gleich wieder da» halbe Pettauer Adrcsfenbnch im Berichte er-schienen ist. — .Der rührige Marburger Gnver-beverein veranstaltete am letzte» Sonntag, den 1. October. vom herrlichsten Herbstwetter begün-stigt, einen AnSflug nach Pettan. an dem gegen 50 Mitglieder und Freunde de» Vereines, Herren und Dame« auS Marburg, sich betheiligteu. Da- einer reiche» Engländerin. Mehr noch al« für feine Arbeite» interessierte sie sich da»» für die Persvu de» Künstler«. Er verschwieg ihr seine Verhältnisse, sie hielt ihn für frei und ledig und da» Ungeheuerliche geschab — er erlag ihrem Gebot, ihr Begleiter nach London zu werden, hilflos ließ er sein junge« Weib, feine» eben ge-borenen Knabcu im Stich und folgte dem Dämon de« Goldes. Aber dem Undankbaren waren die Frauen nur Mittel zum Zweck. Nachdem er sich in London einen Namen erworben, gieng er von seiner Beschützerin sott, aus weite Reisen. Niemals, auch nicht mit einem Wort, forschte er nach Weib und Kind, sein schändlicher Egoismus mied alle Anknüpfungspunkte, die auS der Vergangenheit her. seine Zukunft beeinträchtigen konnten. Er wiegt, sich gern in dem Gedanken, Elaire habe von ihrem Oheim Verzeihung erhalten — unaufhaltsam erklomm er die Leiter de« Ruhm», reich an Gold und Ehren kehrte er, »ach zehn» jähriger Knustwaiiderung, nach Pari« zurück. (Lchwtt lotst) zu gesellte» sich Vertreter de» steiermärkischen Gewerbcvereine» au» Graz und iu Pragerhof stieße» noch circa 8 Herren de» Cillier Gewerbe-bundeS mit mehreren Damen zu der Gesellschaft. In Pelta» wurde die Gesellschaft durch Herrn Bürgermeister O r » > q in Begleitung mehrerer Gemei»deräthe. von» Obmanne des Pettauer Ge« werbevereinr», Herrn ® 11 u d t e und mehreren Mitgliedern des genannten Vereine» begrüßt. Unter der Führung der Pettauer aieng e» zu-nächst an die Besichtigung de« fiabt Schlacht-hause». Da»selbe stellt sich al« ein sehr netter Bau mit ausgezeichneten Kühlräumen dar und ist mit allen modernsten Einrichtungen versehen. Große» Interesse bot da» Wasferga«,verk. Einzig in feiner Art aber ist die zunächst besichtigte Kellerei de» Herrn Fürst, die nicht »nr eine riesige Ausdehnung besitzt, sondern auch mit alle» neue» Einrichtungen, die bi» jetzt für die Keller-wirtschaft geschaffen wurden, versehen ist. Herr Fürst machte in liebenswürdigster WeisedenFithrer durch die Räumlichkeiten. DaS Miltagessen ver-einigte sodann die Gaste «Heils im „Deutschen BereinShausr", theils im Hotel O st e r-b e r g e r. Um 2 Uhr nachmittag» traf man sich beim Concert. da» von der städt. Eapelle vor dem .Caf6 Europa" gegeben wurde, woraus der Abmarsch in» „SchweizerhanS" erfolgte. Eine sehr nette, ausgedehnte Parkanlage grüßte hier die Besucher, in ihrer Mitte da» Hau» mit einer Ha?e im ersten Stock, wie man sie in Marburg vergeblich sucht, mit geräumiger Veranda und sonstigen Lokalitäten, die zusammen Raum für 12Sce und selbst vor der Abfahrt am Bahnhöfe spielte die Capelle nvch inehrere Stücke. Besonderen Dank für da» ganze Arrangement und den herzlichen Empfang schulden die Theilnehmer de» schönen Antsluge» dem .Herrn Bürgermeister Or » ig. der unermüdlich bi» zum späten Abend den Auiflüglcru Gesellschaft leistete und bewirkte, das» die in Pettan verbrachte» Stunden den Gäste» wie Minuten vergiengen und jeder eine bleibende, angenehme Erinnerung an deu AuSslug mit nachHanse nahm. Ärgerlich gestaltete sich nur die Rückfahrt. Ob ei» Passagier, der seine Fahrkarte bezahlt bat und rechtzeitig zum Zug sich einsindet. um 8, 11 oder 12 Uhr nacht» oder a» diesem Tage überhaupt nicht in der AusgangSslation eintrifft, scheint de» Herren Verkehrsbeamten wenig Kummer zu bereiten. Der mit kleiner Verspätung von Bu-dapest um 6 Uhr abends eintreffende Personen-zug erwie» sich al» sast zu klein für alle Fahr-gäste. ES mußtc a»ch die zweite Wagenclasse a». gesüllt werde» und al» endlich alle unlergebrachl waren, da gab es zuerst 25 Minute» Aufenthalt, sodann fuhr die Maschine wieder ab und nach einstündiger Wartezeit erfuhren die Passagiere erst, das» sie den Anschluß in Pragerhof nicht mehr erreichen würden, das» man sich aber viel' leicht auf schöne» Bitten hin geneigt zeigen werde, die Passagiere mit einem Lastenzuge w.iterzu transponieren. aber höchsten» bi» Marburg Ursache: Bei einer Lastenzug»Maschine soll etwa» gebrochen sein »ud der Zug t.ig auf der ei»ge> leisigen Strecke bei Haidiii. Endlich nach l1/« Stun den dampfte der Lastenzug in Pettau ein und e» konnten die Ausflügler langsam aber sicher bi» nach Pragerhof gebracht werde». Dort lange Berathung, wie weiter geholfen »verden sollte. Endlich wurde den Fahrgästen die Gnade zutheil. mit einem Laslenzuge. dem einige Personenwagen angehängt wurde», nm 9 Uhr 20 Minuten nach Marburg weitertran»portiert zu werde», so das» sie endlich mit einer Verspätung von 2 Stunden, nm 10 Uhr 35 Min., statt um 8 Uhr 33 Min. abends mit ganzen Gliedern und heiler .Haut in Marburg anlangten. Wäre eS nicht kürzer und einfacher gewesen, wenn nährend der Wartezeit einige Wagen von Pragerhof bi» zur Stelle, wo der Lastenzug lag. gesandt worden wären, so das« die Passagiere durch einfache» Umgehe» de» LastenzngeS Pragerhof uud die Verbindung »ach Graz und Wien erreicht halten? Man bittet »m Antwort. («in tritrr Caft) Am 30. v. M. bemerkte der Mauthschrankenzieher der Draubrücke Johann B n u k. das» die Drauwellen einen weiblichen Leichnam trugen, den man dann bei der Gasanstalt auf» Trockene brachte. Die Person war mittelgroß, mit braunem Haar, in rothweiß ge-blumtem Leinenanzuge. mit einer Barichast von 41 Kreuzern. Im Mittelsacke ivaren neue Schuh-börtel und ein weiße» Taschentuch mit „Ottilie" gemärkt. Die bisherigen Erhebungen lassen die Identität mit einer gewissen Marie P a v a l e tz an» Winterberg vermuthen. (pettaorr -Änlikorrriu.) Mit Rücksicht uns die Weinlese entfällt nächsten Dienstag der Unter-richt über Geschichte der deutschen Literatur. (Franz Z«sef-Gymnali»m.) In die erste Classe wurden am Begmnede« Schuljahre« 1898/99 aufgenommen 58 (65—48), in die zweite Classe 35 (27—26), in die dritte Classe 29 (24—23), in die vierte Classe 19 (28—24), in die fünfte Classe 24 öffentliche und 1 Pri-vatist. zusammen 26 (23—17), in die sechste Classe endlich 11 Schüler. Die eingeklammeiten zwei Zahlenangaben beziehen sich auf den Schüler-stand am Anfange, bezw. Schlüsse de« vorigen Schuljahres. Summe 177 (gegenüber 167, bezw. 138 im Vorjahre. (provokacr.) In den Abendstunden an, DienS-tag erschien in de» Räumlichkeiten des .Deut-ichen Bereiushauset" ein Mann an« kroatischen Gefilden, der erst in der ausdriiiglichste» Weise seine internationale Gesinnung betheuerte, dann aber iu ganz nüchternem Zustande die Behanp. tung ausstellte, Peitnii müsse windisch werden. Wenige Minuten nachher hatte den Schneidergeist der Wind hinausgeblasen. Da» gehört auch zur nationalen Kleinarbeit. (Marktbericht.) Am 4. d. M. wurde in der Stadt Pettan der für den Monat Oktober Monat» Vieh nnd gleichzeitig der Wochen-Borsten-Viehmarkt abgehalten. Zum Monat» Viehmarkt wurden aufgetrieben: Pferde (darunter 7 Stück von Zigeuner») 58 Stück. Ochsen nnd Stiere (von letzteren 4 Stück) 176 Stück, Kühe 243 St., Jungvieh (Kalbinen und Jnngöchsel) 107 Stück, Saug Kälber 3 Stück. Rinder (kroatischer Pro-venienz) 159 Stück, zusammen 746 Stück Der Verkehr war lebhaft und winden auch eine größere Menge Rinder nach verschiedene» Richtungen abverkauft. Der nächste Viehmarkt wird ani 2. November, nachdem am ersten Mittivoch der Feiertag „Allerheiligen" fällt, znr Abhaltung kommen. (Druckfehler.) I» der Notiz über Herr» R. Schreiners Holzschmtzeiei ist ei» sinn- störender Druckfehler stehen geblieben. E» sollt« heißen peinlich genau, statt ziemlich genau. (vas lsdliche k. ». k. GWerskorp« itr hirliqrn Garnison) bat an den Obmann de» Verschönerung»- und Fremdenverkehrtvereine» den Auttritt au» dem Vereine gemeldet und über-rasender Wise ohne ei» Wort der Begründung, wofür die Vern»tlritu»g vergeblich eine Deutung sucht. Man könnte diesen Vorgang höchsten» damit in Verbindung bringen, das» der G e w e r b e-verein seinen Gästen au» Marburg im Schweizer-Haus» dc» Vrrschöiierung»vereine» ei neu gemüthliche» Aufenthalt zu bereiten sich verpflichtet ge. sühlt hat. Das» dabei der» deutschnationalen Lirde sein Recht zntheil wurde. Ivährend iu« Erd-geschosfe de» Schwei^erhause» Osfiziere al» Gäste saßen, denen man die „Wacht am Rhein" weder zuliebe noch zuleide saug, da man von ihrer Anwesenheit nicht einmal wustte. sollte in Österreich auch Heute noch zum mindesten erlaubt sei» dürfen, ohne bis» darin ein Angriff auf die Offizier»eHrezu entdecken wäre. Der Verschönerung»« verein ist unschuldig am begangenen Frevel. (ver Obst- out Weinmarkt i« Oraj) ist dem Berichte der Tagesblätter zufolge bisher nur von der Eisen- und Metallwarenhandlimg de» Heirn Max Ott mit Geräthe» für den Obst« und Weinbau beschickt, welch letztere »ach den Angaben des Leiter» der LandeSrebschule in Rann bei Pettau, .Herr» Fr. G o r i t f ch a n, augefer-tigt find. Mit Bedauern vermißt man weitere Namen vo» Pettauer AuSflelleru, die de» alte» Ruf der Pettauer Produkte aus» neue bethätigt hätten. Die Besitzer unserer sonst reichen Obst« und Rebenanlagen gehen kopfschüttelnd durch die kostbaren Culturen: die Aste sind infolge der Frühjahr»fröste leer, die Trauben „au»geriffen" und mit vielen gesprungenen und verdorrte» Beeren. Gott bessere e» im nächsten Jahre! (Dir UJriulrft) hat an vielen Orte» schon begonnen und dürste in nächster Woche ihren Höhepunkt erreichen. Weinlese! Welch' herzerwär« wenden Klang hat dies Wort für »ufere Weinbergbesitzer. die mit tausend Faser» mit der in unserer Gegend mehr al» tausendjährige» Reben« cultur verbunden, mit riesigen Capitalien an ihren, G.deihe» interessiert sind. Es ist eine traute Sitte, welche die im Ertrage glücklicheren Vor« fahren in Flohst»» übten, de» Hause» Freunde zu gastlicher Runde in den Weingarten einzuia« de». um im frol)en Kreise der Sorge» zu ver-gcsse». die da» Jahr gebracht; eine Sitte, die in der srohen Erinnerung fortlebt, die darum der Pettauer nicht zu übe» unterlasse» will, mit der er da» Andenke» der Väter ehrt und selige Iu« genderilluerungkn auffrischt, die er auch in der schweren Übergangszeit nicht misse» will. Es ist die Sitte der Väter! Möge darum allen Pettauern eine fröhliche Weinlese beschiede» sein l (heute scheid' ich.) Am Mittwoch abends schmitterte» die Klänge dc» Hornqnartette» auf de» Wartesteig des Pragerhof« Bahnhöfe». Die Volksweise» der wackere» Bläser waren ein Ab-schi,d»gr»ß an znm Militär einrückende Pettauer Bürgersöhne G » l d a, S p r i tz e y, W e g s ch a i« ) e r, R i b i t s ch Franz, R i b i t s ch Josef, Kaifp. ProchaSka, Stanitz. Soretz, denen in recht herzlicher Weise eine beträchtliche Zahl vo» Freunden bis Pragerhof da» Geleite gab. (ver Äustaudsort in thratergcbäudk) cheint für temperamentvolle Attentate ans die Reinlichkeit wie geschaffen zn sei», wie ei» An->lick mit Grause» lehrt. Es wäre cbenfo tragisch ür da« Individuum, wie nützlich für die Allgemeinheit. weu» solch explosive Nature» i» .Status quo ertappt würde». (ittttrlierrilfdiafl drr srriwilligr» /rufr-wchr.) Für die lausende Woche holt der II. Zug u»d die III. Rotte Feiierbcreitschast. — Zug«* »ihrer Bella». Rottführer M a i st e r und l Man». Feuermeldungen sind aus der Central-tatiou i» der Sicherlu'ilSwachstube im Rathhause zu machen. (Der faötujug,) welcher sonst vor turn Abendpostzuge vo» Pragerhof aus einfährt, blieb am Sonntag i» der Nähe dej Haidiner Frird-Hofes iniolge einer au der Exzenterscheibe anSge-lenkten Trirbstang» auf den« hohen Damme stecke». Nach Abmontnrung der Maschine fuhr der anS 62 Waggon» bestehende Lastenzug mit drr Ma-schine de« inzwischen aufgehaltene» PostzugeS, iu dem die Marburger Gäste wartete», mit mehr als dieistit lidiger Verspätung ein. Es ist begreis-lich. das» ZugSinsasse» ob de* unverschuldeten Versäumen» der Anschlüsse nicht schr erfreut sein tonnten. An die Verspätungen iu den letzten Wochen ist man bereit» gewöhnt. (Zu Nacht und Eis.) Der geehrte Lest? erwarte damit feilte Nachricht über AndrS. I» einer NachbarschaftSaemeinde gerieth ei» Mitglied dc« Vereine» z«r Vertilgung geistiger Flüssigkeiten in einen Zustand, der weniger für ihn. al» ob der blutrünstigen Äußerungen für die Umgebung be» jorgniSerregeiid war. Der sanften Zuspräche uud linden Führung gelang die Entfernung au» dem Elubloeale und in Ermangelung eine» Gemeinde-koltcrS wurde da» wohltemperierte Biermagazin der Aufnahme FuselierS würdig befunden. Ein stärkender Schlaf und die erquickende Frische de» Raume» ebneten die stünmschen Blutwelle». Ruhigen Schrille» zog der Mann von der ge-deihlicheu Stätte erhabene» Zielen zu. Vermischte Nachrichten. (Elektrische Lrlr»chtu»g von Eiseudah»- wagons.) Man hat bisher mit der elektrischen Beleuchtung vo» Eisenbahnwagonö viele Versuche gemacht, die jedoch alle nicht die erwarteten Bor-theile boten. Der elektrische Strom wurde von einem auf der Maschine ausgestellten Dynamo erzengt oder in Aerumulalore» mitgesührt. in in allen Fällen gab eS jedoch Schwierigkeiten, die schwer zu überwinden waren, so das» man vo» diesen Versuche» bald wieder abstand. Wie wie einer die», bezüglichen Mittheilung de» Patent-Anwalte» I. Fischer in Wien entnehmen, hat nun die Pari». Lyon Mediterran»^« Bahn bei ihren Expreß-Züge» eine elektrische Belenchtung in der Weise eingeführt, das» an j.dem Wago» ei» Dynamo angebracht ist. dessen Drehbewegung durch die eine Wagenachse bewerkstelligt wird. Der Strom» Überschuß wird iu kleinen Akkumulatoren ge» sammelt, die da»» während der Aufenthalte den Strom liefern. ®bfl- und WriomarKt iu Graj.) Die An» Meldungen zur Beschickung de» heurigen Obst» und WeinmarkteS in Graz sind über alle» Er-waiteu zahlreich und ist die zu e>wartende reiche Beschickung von Obst, bei der allgemeinen schwachen Ernte de» Lande» ein erfreuliche» Zeichen, da einerseits aus auskommende Verständnis der Landwirte, hinsichtlich der Verwertung ihrer Er-Zeugnisse deutet, anderseits aber auch den Beweis liefert, dass man durch Veranstaltung solcher Märkte dem allgemeinen Bedürfnisse entgegen-gekommen ist nnd das» die Stadtgeineinde Graz durch Errichtung und Förderung derselben eine eminent wichtige ökonomische Wohlfahrtteinrichtiing geschaffen hat. Aber nicht nur seilen» der Pro-ducenten ist die regste Theilnahme sichergestellt, sonder» auch die Consumentrn und Händler bethätigen da» lebhafteste Interesse, werden äußerst zahlreich erscheinen und voraussichtlich dortselbst einen große» Theil ihre» Bedarfes zu decken suchen. Einen wahrhaft überraschenden Verkehr wird der z» gleicher Zeit abgehaltene Weinmarkt auszuweisen haben; an» alle« strirische» Wein-gebiete» wird Rebensaft vertreten sein. Die edelste» und feinsten Tafelweine vo» selten hohem Alter. Champagner aller Marken werde» ebenso reichlich bereit stehen, wie die billige» und leichte» Tisch-weine, ja anch die echt steirische Weinspezialität, der Schilcher, wird nicht fehlen. Sämmtlicher zum Verkaufe gebrachter Wein steht den Besuchern des WeinmarkteS gegen eine billige Vergütung einer Kostprobe zur Verfügung, so dass nicht nur dem Berufsmanne das reichste Feld zur Beuttheilung der Güte und de» Preiswerte». i?em Fachmanne der Stand der Weiicknltur und Kellerwirtschaft de» HaudeS, dem Feinschmecke» da» umfassendste Gellet für die Wahl fein,» LieblingStropfen» geboten ist. sondern auch da» große Publikum die, seltene Gelegenheit finden wird, an» eigener Mihrnehmuug die trefflichen und vorzüglichen Leistungen de» steirische» Wein-baue» drr gebührenden Wertschätzung zu unter-ziehen. Unseres Wissen» hat eine ähnliche Ver» austaltuiig wie e» der Grazer Wein markt ist. »och nirgend» bestanden; wird aber bedacht, das» eine solche Veranstaltung den geschästliche» Inte» ressen aller Kreise entspricht, so wird eS wohl erklärlich, das« sich auf dem Weinmarkte ein bewegte» Leben entwickln wird. Ja auch die Reaiernng fühlt sich berufe», dem Unternehmen Aufmerksamkeit zu widmeu und hat sowohl da« österreichische wie da« ungarische Ackerbaumini-sterium hervorragende Funktionäre znm Studium de« Grazer Obst- und WeinmarkteS abgeordnet. Jedoch nicht Obst und Wein allein werde» dort-selbst znm Verkause bereit stehen, sondern auch der Obstwein, gemeiniglich Most genannt, wird in nicht geringer Menge in einer eigenen Ab» «Heilung in de» verschiedensten Qualitäten zur Verkost und zum Verkaufe bereit sein; ebenso werden Ribisel-, Stachel- und Heidelbeer, Weichsel-und Pflaumeuweine, Frnchtsäfte, Marmelade», Gel6S. Muß, kandierte», eingemachte» und Dunst-obst, sowie Frnchtsäfte zur Probe und zum Ver-kause stehen. Eiue lebhafte Nachfrage nach Tafel-trauben, Pfirsichen und Nüsse» ist zu erwarten. Obstsame». Kunstdünger, Weinklärmittel, alle Apparate für Obst». Wem und Kellerwirtschaft. Hagelwehren. Vorrichtungen für die Ernte. Ans-beivahrung, Conserviernng und Verpackung sind zu», Verkaufe augemeldet. Auch für denjenigen, der auf dem Grazer Obst- und Weinmarkte Be-lehrung und Bereicherung seiner Erfahrung suchen will, ist Sorge getroffen, der so verdienstvoll wirkende Obstbanverei» für Mittelsteiermark wird nebst dem Normal Obstsortiment für Steiermark an» erlesene» Äpfel» und Birnensorten. Geräthe zur Bekämpfug der parasitären Erkrankungen der Obstbiliime zur Aufstellung bringe» nnd Demo»-strationen damit verknüpfe», Obstmoft wird nach dentsckier Manier an Ort und Stelle gekeltert werden und wen» schließlich »och erwähnt wird, das» zur Befriedigung der leibliche» Bedürfnisse 2 Büffet», die den bewährte» Händen der Herren Peßl uud König anvertrant wurden, bereitstehen, dürfte da» z» erwartende Bild de» Obst- nnd WeinmarkteS genügend skizzirt sei». (Ztlckrrhattige prrssrrjrugnisse.) In Wie» wurden dre, Grei»ler wegen Verkaufe» von .8 14 Zuckerln zur Versabnng der Zuckersteuer" ob der kurzen und doch über da» Maß einer geschästliche» Warenbezeichnung hinanSgehende» Textierung mit einer Geldbuße vo» je einem Gnlden belegt. (vrulscher Schulvcrcin.) In der Ausschuß» Sitzung am 80. September wurde der Ort»-grnppe Mittelgrund für ein Wiesenfest, dem e st - A u «s ch » s s e i n P e t t a u f ü r den heiler trag eiueS große» Festes, der Kettenbrücke Gesellschaft in Trtscheu sür eiue aus Anlaß deS RegieruugSjubiläniuS de» Kaiseis gewidmete namhafte Spende, dem Landesverband der Deuischösterreicher Vereine in Sachsen zi» Chemnitz für eine Spende an» Anlaß seiner Auf« lösnng, Herrn Aloi» Jeuthner in Steruberg sür eine Spende aus Anlaß de» Hinscheiden» feiner Frau und endlich Herr» Direktor Prof. K. Por-tele in St. Michael an der Etfch sür eine Bau-sondjpende der geziemende Dank ausgesprochen. Ferner wurde der langjährigen Obmännin der Francnorlsgruppe in Fulnek Frau Marie Frei-srau vo» Eichendorf a»S Anlaß ihres Rücktritte« für ihr verdienstvolles Wirken gedankt. Für die Schule in Gonobitz wurde ein Beitrag zur Er-richtuug der 4. Classe und sür die Schule in Henaagor ein Beitrag zur Schulgarten-Herstellung bewilligt. Zur Kenntnis wurde genommen, dass gegen eine lebhafte Agitation der Tschechen in Böhm.-Trüban. welche dahin geht, die Schülerzahl der BereinSschule dort der-art herabzudrücken, um die geplante Schulen»,i» terung und de» Neubau der Schule unmöglich z» macheu, die geeignete» Maßnahme» und Schütte bereits eingeleitet worden. An den Verein z»r Erhaltung einer deutsche» Schule in Abbazia wurden Baupläne gesandt und für die Schule i» Gleinach eine Banunterstützung bewilligt. Schließ, lich gelangte» Angelegenheiten der Vereinsanstalten in Benetzko. Königsberg in Schlesien, Lichtenwald. Rennowitz, Nied.-Eisenberg nnd Pilsen zur Be-rathuug und Erledigung. Au Spenden sind dem Bereine zugekommen: OrtSgr. Schönbüchel fl. 6.20, Ortsgruppe Fraucnthal fl. 10.96, Ortsgruppe KarlSdors fl. 1 87 u. OrtSgr. Bad Hall fl. 2.43. (Uneitgrttliche Sleileover»ittlung fit ®ärl*tr.) Im ersten Wiener Gärtiierheim, Wien, l. Bez.. Naglergaffe Nr. 29 sind jederzeit theo-rethisch und praktisch gebildete, erprobte Garleu» direetoren. Gärtner und Gehilfen vorgemerkt. Mau wende sich an den Obmann der Stellenvermitt-Iung»-Abtl>eilu»g. Sprechstunden abend« zwischen 6 und 8 Uhr. Allen Interessenten werden nur geeignete Bewerber rasch, unentgeltlich empfohlen. (verfteigrr»>ig vo» Ibfällrn.) Nach einer Mittheilung der Handels» »»d Gewerbekammer in Graz gelange» beim k. u. k. Artill.rie-Z »gS-depot in Komor» am 2. November 189» Ab-fälle von Blech. Metallcomposttionen, Eise», Kettenwerk, Stahl. Zink, Zinn, Holz. Leder, Feder». Zeug und Seilen ic. licitando zur Veräußerung. ES wiid auf diese Versteigerung um-somehr ansmerksam gemacht, als bei derselben ganz bedeutende Posten, z. B. 1.039,558 Kg. alteS Gußeisen zur Abgabe gelangen. Die nähe» ren Bedingungen können der im Bureau der ge-»mnnten Kammer. Graz, Neuthorgaffe Nr. 57, während der AmtSstnnden anfliegenden Knnd» machung entnommen werden. Oiic Pr»de sich zu überzeuge», welch' ein gefährlicher Feind für unsere Rerven und unsere Herzthätigkeit der Bohnenkaffee werden taun. Die Unlersuchnngen der bedeutendste» Physiolog,» und Hygieniker haben er» wiesen, das« die eigenartige Wirkung de« Kaffeegifte«, namentlich wenn eSdem Org?ui«mu« in regelmäßigen, kleine« Dosen zugeführt wird, darin besteh«, das« t* eine langsame, sichere Lähmung de« Nervensiftem« und der Herz-thätigkeit bewirt». Dabei kann dieser schwere» Gefahr für Leben und Sesundheil so teicht begegnet werden Man mische den Bohnenkaffee ansang« mit einem Drittel fta-lhreiner« Malzkaffee, spätee nehme man halb Bohnenkaffee, halb «athreiner« Maljkaffee und da» Raffte-geNänk wird durch diesen Zusatz nicht bto« schmackhafter, milder uud lieblicher, da Sathreiner« Maljkaffee selbst da« Aroma de« Bohnenkaffee« besitz!, sondern man hebt durch denselben die ges,»idheii«schädlichen «igenschaften de« Bohnenkaffee« fast vollständig auf. Die Probe ist dann bald gemacht. Wer auch nur einige Zeit den mit Aalhreiner-Sosfee gemischien Bohnenkaffee getrunken hat, verträgt den Bohnenkaffee in anderer Zubereitung absolut nicht mehr. «»», linlM, Inrtl, IlMjW s. >K ®|®l©l®l©l©|®|@ pegelstände und Cemperatnreu. Vota« cm. Wittrraag j Wasser-fl emprr. Celsius 1./10. 122 Leicht bewölkt 124 2./10. 108 Heiler. 122 3/10. 98 n 12 6 4/10. 93 Bewöllt. 130 5/10. 106 Mor>,enncbel. l)eiter > 120 6./10. 96 . Nachm. trüb. 123 7./10. 90 Trüb. 126 Zll furstlichs Hofhaltungen beilegn »•!(!? Jahren ^ ihren Kaffee von mir. Ausserdem 40 000 Kunden. OITerir» unveraollt in Beuteln von 4V« kl »«II», ff«»c« d«rl r»h («Sraant ■«fitei, liiHltl* ...... a. 2.10 4.1« C«»pl«u edel....... „ 1,14 447 Mm«*, »frlk......... 1.14 4.47 Car»v*ll«i. t«I»...... H 1.71 *.M l'relallate üki«.r »II» Sorten, »uch Ob«r Tlaec, grati» und franco. C. H. Watdow Hoflieferant Kamburg, An der Alster j EhederZukui^t 46te Auflage, mit Stbilduagen. riit|iHi| b«Ufcwi* und 106 Seite» ft«k, Drei« ZV I»., str Porto 12 fr. extra, wofür Swbrmg als geschlvssenerToppel- britf erfolgt. (Cfflfrr.m-entgeltlich, zur Hälfte um den ermäßigten Preis per 3 fl. für 1000 Stück je nach den Vermögensverhältnissen der Bewerber abgegeben. Älle diese Neben werden »ur an steierwärkische Leliher, deren Weingärten in als verseucht erklärten Gemeinden gelegen sind, abgegeben. Rcbenhäiidler sind von, Beznge obigen MaterialeS ausgeschlossen. Die Preise verstehen sich ab Anlage (Veredlungen und Wurzelreben größtentheilS ab Centralrebschnle in Unter-Nana bei pettau) und werden etwaige Verpackung«- oder Zufuhrkosten besonders berechnet. i Bestellungen auf Veredlungen zum vollen Preise per 120 fl. und auf Wurzelreben zum Handelspreise sind directe beim steierm. Landes-AuSschusse, hingegen Bestellungen, unentgeltlich oder um ermäßigten Preis auf Veredlungen, Wurzel- uud Schnittreben, nur bei der zuständigen Gemeinde, in welcher die Bestellbö^en aufliegen werden, einzubringen. Älle nicht in angegebener Weise bis spätestens 85. Oktober d. 3. eingebrachten Sestellnuge» werden nicht berücklichtigt. Bei jeder Bestellung ist genau anzugeben: Ver Name, Wohnort und Stand des Bestellers, die Stenergemeinde, in welcher dessen Weingarten liegt und die gewünscht Nedsorte; falls Nebe» unentgeltlich oder nm einen ermäßigten preis gewünscht werden, ist auch die Bestätigung der Serücklichtigungswürdigkeit von Leite des Gemeindeamtes bchnsehen. Mit 25. October l. I. haben die Gemeindevorsteher die Bestellungen an den Bezirk« Ausschuss behufs Vidieruug der ge» meindeämtlichen Bestätigung uud Vorlage an den Laudes-Aus-schuss einzusenden. Die Abgabe von Veredlungen und Wurzelreben erfolgt so-weit als thunlich schon in diesem Herbste, — und wird bei derselben jedem Abnehmer eine die sachgemäße Pflanzung und etwaige Überwinterung betreffende Belehrung eingehändigt werden. Gra), im Monate September 1899 Lom steiermärkischen Landes-Ausschnfse. Knndmaohnng. Bestellung auf amerikanische Neben au» den vereinten Staats-und Landcs-Rebenanlagen für die Pslanzperiode 18JM>|19 und Minderbemittelte abgegeben und behält sich der Landes-AuSschuß bei diesen Abgaben die Preisbestimmung vor; ad 3. Bon den abzugebenden Schnittreben werden zur Hälfte unentgeltlich, zur Hälfte um den ermäßigten Preis per 3 fl. für 1000 Stück, je nach deu Vermögensverhältnissen der Be-werber abgegeben. älle diese Nebe» werde» »»r «» steierwärkische Seßtzer, deren Weingärte» i» als verse»cht erklärte» Gemeinde» gelegen find, abgegeben. Rebenhändler sind von dem Bezüge obigen Ma-terialeS ausgeschlossen. Die Preise verstehen sich ab Anlage, (Veredlungen und Wurzelreben größtentheilS ab Centralrebschule in !luter-K»n» bei pettan) und werden etwaige Verpackung?- oder Zufuhrkosten besonders berechnet. Bestellungen auf Veredlung?» zum volle» Preise pr. 120 fl. und auf Wurzelreben zum Handelspreise st»d direkt beim steiermärkischen Landes-^usschusse, hingegen Bestellungen, unentgclt-lich oder um ermäßigte» Preis auf Veredlungen, Wurzel' und Schnittreben, nur bei der zuständige» Gemeinde, in welcher die Bestellbögen aufliegen, einzubringen. Tille nicht iu angegebener Weise bis spätestens 85. Oktober 1899 eingebrachte» Bestellungen werde» nicht berücksichtigt. Bestellungen werden beim gefertigten Stadtamte entgegen-genommen. Stadtamt pettau, am 4. Oktober 1899. Dcr Bürgerinnster: Josef vruig m. p. Sehr gilt erhaltenes ist preiswürdig zu verknusen. — Anzufragen in der Buchhandlung W. BLANKE. Keller zu pachten gesucht. Anträge befördert die Administration. — 7 — M Btichcr, Ittusikalicn, Moclejoumak und sonstige Zeitschriften, wo auch immer empfohlen oder angezeigt, liefert rasch und regelmässi ir n W. BLANKE, Buchhandlung, Pettau. Sin herzliches £ebemohl allen Freunden und Bekannten, bei denen Ich mich anttlsslich meiner Abreise noth Pola nicht persönlich verabschieden konnte, mit der gleichzeitigen Bitte, meinem Geschäfte das bisher geschenlcte Vertrauen auch weiterhin entgegen zu bringen. Max Wegschaider. Danksagung. Für den überaus herzlichen Lmpfang, sowie für die kurzen unvergeßlichen Stunden in den Mauern der deutschen Stadt pettan, sprechen die Unterfertigten in ihrem und im Namen aller Theilnehmer den liebwerten Bürgern und werbetreibenden der At.idr pettau, insbesondere dem hoch-verehrten Herrn Vürgermeister Josef Grntg, dem löbl. Semeinderathe, dem Vbmanne des Gewerbeoereines Herrn % & 11 ii b t c und den Herren £. Fürst Se Söhne für ihre Mühewaltung, wodura? den Theilnehmern die Besichtigung der städtischen Industrieanlagen nnd der in Steter» mark einzig in ihrer Art dastehenden Kellerei der Firma |Q |o | o| C)u I C| n| o| o| r>| r»|o |o |cT|ö |ö~| r>)C|^|<7| ö Fleifchfelcher Max Schlief, I. Wurst-Fabrik, Neunkirchen a. d. Süd-Bahn liefert täglich frisch alle Gattungen Lelch- und Wnrliwartn von 5 Kg. Postcolli aufwärts. Versunrll seit Jahren von Mitte September an täglich nach Trlest, f Pola, Laibacti etc. Preisliste gratis und franco, prompte Bedienung. Telegramm-Adresse: Ach lief, Nexnkirchen a. d. Lüdbahn. Fleisch-Preise. ' Ri.I «,»r deS Fleischers ii i fl Kalbfleisch IJlLL 1-5 Ä i'| r 3i Verfthau» Kasper Kossir Carl Lu'tenberger Johann Pelovar Franz Pesserl Maria Reicher Franz veihenstein Hugo »8 60 >>öO 56 I 18 62 |lsn 50 100 60 60 "" 100|6G6B 100 6« 58 100 70 70 ipwaojioo 06 00,100 06,60 60,62 100 60:60 «ch»«i»,fleisch. Selch». ja tr SI 8 «er | gUf's I &Ü s I re A ■« I PPl® »■ 56 66 66 66 66;66j 100, |66 60 100|60 60 60 70 100 80 60 10060 00 66 70 100 80 60j70 100 70 70 C0;|70 100 80 !60,60 60 60 60 fit»60 60,60! 60|60!60 60 80 90 64 66 60 00 60 60 90 Soeben erschien rroasciaaa-e's Österreichischer Studenten-Kalender 18991900, gebunden in Leinen fl. —.80, cartoniert f|. —,50. Vorrilthig bei: W. BLANKE, Buchhandlung, PETTAU. ADRESSBUCH der Stadt Marburg mit einem Plane der Stadt. Preis fl. 1.50. Vorräthig bei W. BLANKE, Pettau # Kauft Beyer-Tinten o nicht erhältlich, liefert direct Tiutenfabrik Bcykk, Gölkaa, nur Beyer-Tinten. Bcitrrr Specialitäten: und Cojrirrtinteit. ©iff«rtid»l« ^t^rjslde. P«t-S»hl»»sch»tz> Mittel „Vandol" Met«llP,tz»sftU u. Gilbn- und Selb« wrdft- L«d»»l«t» ■ „Petent-AMtreteli-Ibilnte mit Nigrett, ItllMltc Wich»« fflr (»chwsrce HRd farbige Schelle 38 kr." Scste Wichse der tUt |sine «ftoutiiKig !chi» »Iflüjfr# im» ba »et fall frl] allst« 10K, taufe Fernolendt-Schuhwlohse 14r lUfitr* 6d|tiM»rff nur Femolendt's Naturleder-Crfeme. Abcrtl »strittig. K. k. priv. Aebrik «f|r. 1832 i» «i»e. 5JebriM-«ieberis«r: ttitu, I., Sch-lerßr. 8l. B»nm kl »iclen ncrtlvfr« Kni* «h»i»gei> « Brüder Slawitsch. Für Damen, Mildchen and Knaben wird jede Grösse ans Bestellung ttr prompte . Lieferang entgegengenommen. m Stadtbaha-Statian Araaaai. Xengebaat, 200 Zimmer tod 1 fl. insvirts lndos. Liefet nnd Smice. i3 .. i» A% bänöer, jrtbft für schweifte Fälle, liefert unter 13 l U Uj vollster Garantie zu Fabrikpreisen . Pr. KrSfi, ' Gandaleufabrit. K-aßaas (idaden). Danksagung. Für die herzliche Theilnahme, die uns wäh-rend der Arankl^eit und anlässlich des Ablebens unseres theuren Vaters, des Herrn Wilhelm Blanke sen. in so reichem Matze kundgegeben wurde, allen den so zahlreichen Theilnehmern am Leichenbegängnisse, dem löbl. pettauer Männergesangvereine für den vortrag der ergreifenden tieder,für die schönen Aranz-spenden, sagen innigsten Dank die trauernden Hinterbliebenen. Dr. Rosa's Balsam Prager Haussalbe für den Ma^en #|aus der Apotheke des B. FRAGNER in Prag)#»- tot *in «tU mahr ala 90 Jährt« dlremeln b^VannU« Hausmittel Ton t\ntt nppeiltemrrgrtvUH. and mild* abführenden Wirkung Dar Ve/dnunnftvorfrnn« wird bei r*|«lmiaatg*r Anwendung cleaMitxn tfrkr/lslipt nnd im rlMHyr« Hange erhaltem. Grosse Fla»che I st., kl. 50 kr., per Poet 20 kr. mehr. Tarnung! Alle ist ein altes, tuen! in Prag angewendetes Hausmittel, welches clit Wunden in Reinlichkeit er-halt und schützt, dt Entzündung und Schmerlen lindert lind kühlend wirkt. In Do«en a 35 kr. |nd 25 kr. 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Hlllinische Rovellttte von llarl Oehlman». (QoTt(cfenna-) i^\!C»u dichteste» brannte sich die Volksmenge «m die fürstliche Burg Dankwarderode; war doch früh am Morgen der Pfalzgraf Heinrich, der Bruder des Königs Otto IV., mit Gir\W seiner Kriegsschar unerwartet von Hildesheim zurückge-kummen und ans dieser Ankunft deS pursten hatten die Bürger ganz richtig geschlossen, da» irgend ein besonderes Ereignis ihnen »»d der Stadt bevorstände. Die Neugier der das Pallalium be-lagernden Bürger sollte aber auf keine zn lange Probe gestellt werde», denn eben hatte die Glockh des St. Blasii-DomeS, welcher die eine Seite des Burgplatzes, au» welchem auch die Burg Dank-warderope stpnd, begrenz:», in dlusipseu. laug uachhallrndrn Schfa». „cn die zweite Betstunde des Tages angezeigt, al« ein Reiter anf ichäumendem Rosse aus den Burgplatz sprengte, schnell vom Pferde iv> aug und sich gewaltsam einen Durchgang zur Burg bahnte, ohne die »tragen und Zurufe der Menge zu beantworten. Schon wur-de» nach dem Verschwinde» des Reiters murrende Rufe aus der Äeiige laut, als plötzlich auf dem dem Burgplatze zugewandten Aliane der Burg die hohe Gestalt des Pfalzgrafen Heinrich in Begleitung des regierenden Bürgermeisters vo» Brannschweig. Hurt Döriug, sichtbar wurde. Sofort verstummte jedes Murren in der Menge »nd jubelnde Zurufe erklangen zu dem Fürsten hin-aus. Der Pfalzgraf und der Bürgermeister traten bis dicht an dii Brüstung heran und verneigten sich zwei-, dreimal, sichtlich er-freut, vor der ihm zujubelnden Menge der Braunfchweiger, dann aber reckte er sich hoch empor, streckte den rechten Arm ans und tiab damit das Zeiche», daß er zu reden wünschte. Sofort er-schollt» aus der Menge zur Ruhe mahnende Rufe, und nachdem sast lautlose Stille eingetreten war. begann der Fürst mit seiner klaren, weithinschallenden Stimme also: »Liebe, ehrsame und ge-treue Bürger von Braunschweig! Die Nachricht, welche ich soeben durch meinen Boten erhalle» habe, und die ich Euch jetzt mitteilen will, ist keine gute. Ich will es Euch kundthnn. Der Feind, der Waibling, rückt heran nnd vielleicht schon morgen kann er vor ilnferen Mauer» liegen Durch daS schnelle Handeln Eures Bürger-meister» bin ich noch zeitig genng benachrichtigt, welche Gefahr | unserer vielgeliebten und getreuen Stadt Braunschweig durch den > kühne» Feind drohte, daher ist es mir mit meinem KriegStrosse auch noch gelungen, rechtzeitig hier einzutreffen, bevor daS »Hie Aaibling" des Feindes vor Euren Mauern ertönt. Liebe, ehr-iame und getreue Bürger! Jetzt müfien wir z»famme» auf die Verteidigung der teuren Vaterstadt, des häusliche» Herdes und an Aeib und ftitid denken. lagt uns daher zu de» Waffen greife», und dem Feinde, wenn er erscheinen sollte, unser .Hie Wels- ent-^egendonnern. auf daß er sich an unsern Mauern seine trotzige -tirn zerschellen möge. Darum aus, meine Bielgetreuen, ich rufe Euch zu den Waffe», im Name» EureS Herrn, meine« vielgeliebten Bruders, des Königs Otto, dem wir alle Treue geschworen haben. laht uns zeige», daß wir die Treue ihm halten! Deshalb, »och einmal rufe ich es Euch zu, auf, aus zu den Waffen!" .Auf, zu den Waffen!" erscholl es brausend auS der Volks-menge zu dem Altane herauf. Der Menfchcukuäuel löste sich nnd unter dem immer erneut anhebenden, lauten Rufe .Hie Wels" zerstreute sich die Menge 'chnell nach allen Seiten hin, um sich nun zn dem bevorstehenden Kampfe zu rüsten. Freudig sah der Pfalzgraf auf die wogende, durch feine we-nigeu Worte begeisterte Menge herab, wandte sich dann zu dem Bürgermeister und sagte: .Knmmt. Kur« Döring. mein vertrauen zu de» Bra»nschweigern hat mich nicht getäuscht, mögen sie zu allen Zeiten so in Treue zu meinem Hause halte», wie jetzt!" .DaS walte , Gott!" versetzte der Bürgermeister; dann ver-ließen beide de»Altan und begaben sich in die Fürste»burg zurück, um dort Rat zu pflegen, wie der drohenden Belagern«« am beste» zu begegne» wärt. In der alten Wiek, dem ältesten Teile der Stadt Brauufchweig, waren, wie auch in den andere» Stadtteilen, alle Bürger beschäf-tigt, sich zu der kämmenden Waffenarbeit zu rüsten, in jedem Hause wurde» die Streitaxt, die Hellebarde, das Schlachtfchwert uud die Panzer einer genauen Besichtigung unterzöge» und da, wo irgend etwas nicht in Ordnung war, wurde ausgebesiert. Konnte der Bürger den Schaden nicht selbst mehr zurecht bekommen, so mußte der Waffenschmied helfen uud so kam es, daß diese vollauf zu thun .hatten .n«d. qw* ihm, Wertttätte» das Geräusch der Arbeit aus die Straßen scholl. Nur an» einem Hause der alte» Wiek. welches auch an seiner Straßenseite da» Zeichen des Waffenschmiedes trug, erklang nicht der schwere Schlag de» Hammers oder das Knirschen, welches durch das Umdrehe» des Schleifsteines entstand; hier war es ruhig, ganz ruhig, fo daß die Ruhe dieses Hauses seltsam gegen das lebhafte Treiben in den andern Häusern der Stadt abstach. Es war das Haus des Waffenschmiedes Otto Daffel. — Der Meister Otto selbst saß, während die Gesellen uud Lehr-jungen feiernd in der Werkstatt umherstanden und mit einander leise von der Zukunft uud dem heranrückenden Feinde plauderten, dumpf brütend an dem einen Fenster der Wohnstube, und schien es gar nicht zu bemerken, was draußen aus der Straße vorging. An dem andern Fenster der Stnbe stand hochaufgerichtet eine Frau, einfach in die Tracht der damaligen Bürgerfrauen gekleidet, aber aus ihrem Antlitz sprach dieselbe Energie und derselbe Trotz, wie ans dem Ottos, , uud au« der Aehulichkeit mit diesem konnte man unschwer erkenne», daß die Frau, aus bereu Haupte schon die Silbersäden des Alters glänzten, die Mutter des Meisters. Mech tild Dassel, war, .Ja. Otto," sprach sie. indem sie ihren Sohn ruhig mit ihre» klaren Angen anschaute, .ich will Dir nicht zürnen, noch Vorwiirse machen ob de« am gestrigen Tage Vorgefallenen, aber begreifen kann ich es nicht, wie Du. ein Sohn ans altem brannschweigifchem Bürgergeschlecht, dazu kommst, die Auge« auf ei» Mädchen zu werfe», das aus dem Geschlechte der Maudelsloh stammt. Weißt Du nicht, in welchem Verdachte der alte Ekbert bei alle» gute» Bürger» steht? Weißt Du nicht, daß sein Neffe Ludolf, der Bruder Deiner angebeteten Lnitgard, der Feind seiner Vaterstadt geworden ist, uud jetzt bei dem Heere deS Waibling steht? — Und warum steht er dort? Warnm? Nur aus eitler Ehrsucht, weil er hofft, beim Waibling schneller vorwärts zu kommen, al« bei unserm Herr» Pfalzgrafen Mein Sohn, glaube mir, ein Geschlecht, desien Mit-glied aus reiner Ehr- und Ruhmsucht der Feind feiner Vaterstadt werden kann, ist gar nicht wert, daß ein bruunschweigischer Bürger auch nur wünschen sollte, ein Mädchen dieses Geschlechts znr Frau zu haben." Die Sprache der Mutter hatte »ach dem Ende ihrer Worte hin einen immer bitterer »nd verachtender werdende» To» «»genommen, da blickte Otto anf und sprach bittend: .Mutter, auäle mich nicht. Was kann Lnitgard dafür, daß ihr Bruder bei den, Fei»de dient? Und was über den alten Ekbert von den Leuten ge^ schwatzt wird, muß auch erst «och erwiesen werden." .Ja," unterbrach ihn zornig die Mutter, .der alte Fuchs weiß, was er thut und vermeidet schlau die Fallen, die il>m gestellt wer-den. aber gefaßt wird er doch einmal werde». Du verteidigst die stolze Schöne wohl gar noch? Du trägst die Ketten, welche Dir von ibr ansgelegt sind, wobl gar noch gern? Ltto. Ltto. wo ist ^ t- IÜ'J + lein tliuci' Beiuand geblieben? «ich, Du warst titciu Stolz, mein (iniuM Glück: D» warst seit Deines BaterS Tode der Stern in meinem Dasein! Uud letzt ftto, jetzt? £» mein frei geborene», ans altem Bürgergeschlechte stammendes Kind — der Knecht eines WeibeS!" Die alte Fran war während dieser Worte ans ihren Zoh» zn gegangen, hatte ihre Arme um seinen Hals geschlnitge» und sah ihm jetzt mit thränenfeuchten Sinnen in das düstere Gesicht. Langsam erhob sich Otto, machte sich sankt ans den Armen der Mutter los nnd sprach: „Mutter, laßt das jetzt! Dtälet mitli nnd Euch nicht! Es ist einmal geschehe» und ich »ins! mein Ge schick trage»." .Rein, Lttv. D» mnszt nicht," unterbrach ihn eifrig die Mutter, .Tu willst nur! Wer kauu Dich zwinge», Jtnecht z» sein?" „Wer mich zwingen kann, Mntter, wer mich zwingen kann?" fragte Ltto lebbast. „Das Wiirfelrecht des GralsesteS nnd meine Ehre zwingt mich! Ich habe einmal das Wiirfelrecht gefordert, es hat gegen mich entschieden, n»u mnsi ich mich auch sei.iei» Spruche nnteNverfeu. Meinst Du, wenn ich gewonnen hätte, L»it° gard hätte sich dem flleriite »icht mich unterworfen?" «Nie und nimmer hätte sie es gethan!" „Tn verkennst sie, Mutter!" sprach Ltto, indem er energisch de« Arm gegen seineMnt ler vorstreckte, „sie ist stolz und hochmütig, aber ehrlich!" „Ja, sie ist stolz nnd hoch» , iniitig. Wie verachtend sah sie ans Dich herab und wie höhnisch sagte sie zn Dir vor der versam-Hielten Volksmenge: „Blöder Thor!" „Mutter,er» wähne das Wort nicht!" bat Ctto flehentlich, ,,D» weisst nicht, welch grosien Schinerz T» mir bereitest, * wenn Tn dieses Wort wiederholst." „So, eine» Schmerz be> reitet Dir das Wort. Otto?" sprach die Mutter bringe», denn mist. „Nein, zur Besinnung sollte es Dich glaube mir, die Stolze nannte Dich so, weil sie wußte, da» D» es bist. Dies Wort sagt Dir, was Dir in Zukunft vo» ihr bestimmt ist!" Otto erwiderte nichts. Er hatte sich wieder a« das Fenster gefetzt nnd starrte teilnahmslvs auf die Straße. Hier bot sich ihm ei» Bild dar, das zn anderer Zeit jedenfalls seine Aufmerksamkeit erregt haben würde. Ei» Man» in reicher Kleidung kam in atemloser Flucht die Strasie herabgelansen nnd verschwand blitzschnell nm die Straßen-ecke, welche nach dem Hagen hinführte, ttamn war der Flücht ling ans der Wie? heraus, als mit Schreien nnd Tobe» denselben Weg ei» Bolkstrupp daher stürmte, welcher offenbar den Man» in der reichen Meidiuig verfolgte. Otto schien vo» dem ganzen Borgang nichts z» bemerken: Mntter Mechtild aber trat an das Fenster, öffnete dasselbe nnd ries Tile, welcher deut verfolgende» Bolkshanse» nacheilte, »in zu erfahren, wa>; der Auflauf zu bedeute» habe. Bald war er mit einem Gruße in der ?lube. „Sagt, Tile," fragte Mechtild, nachdem sie seine» Grus: erwidert hatte, „was bedeutet der Auslaut t Weshalb lauft Ihr hinter jenem Mamie so aufgeregt hei ?" .Holla! Meisterin! Die Jagd wird gut, der Fuchs ist int Revier und wir wollen jetzt dafür sorgen, das, er »nS nicht entkommt; des« halb hetzen wir ihn, bU wir ihn haben. U''d, Meisterin, haben wir ihn, dann besorge» wir ihm eine schöne Aussicht!" sagte Tile, indem er durch lebhafte Gebärden daS Hänge» andeutete. „Erklärt Euch deutlicher, Tile!" „Ganz einfach, Meisterin, die Borhitt des Waiblings steht vor nnsern Mauern, und da hat sich der fterl, de» Ihr habt durch laufe» sehe», kurz vor dem Schließe» der Thore iu die «tadt ein geschlichen, und wir möchten doch sehen, ob tut» der Üeil etwas mitgebracht hat. oder ob er vo» im» etiuas holen will." „So, fo!" sagte Mechtild. „Also seid einem Berräter ans der Spur. Run, da will ich Euch »icht weiter anslialte», Tile. sondern wünsche Eticl, t^liick, aus daß ,^k>r ihn saßt und unsere gute Stadt vor Verrat gcichiitzt bleibe." Mit einem Abschirdsgntße wollte sich Tile entfernen, als ans der Fensternische, in welcher, vo» äitc bis jetzt »och »»bemerkt, Ctto seift, die Worte erklangen: „Wartet, Tile, ich begleite Euch, ich »Hin auch räch dem Sagen! Mutter, seid so sremidlich »nd besorgt mir meine »tappe." „Ah, Meister Otto, da seid Ihr ia auch!" sagte Tile, ging auf ihn zn »>td bot ihm treuherzig die Hand. „Es ist gut von Euch gethan, daii ol)r midi anf der Jagd begleiten wollt- Glaubt mir, sie wird lustig werden. Wen» wir den Mcrl nur erst fest hätten. > Ich meinte schon, alv ich es hier i» Eurem Hanse gar so still vor sand, Jhrhät tet Euch den Porsall von gestern, der doch mir in der Lanne duftestes »nd dr> guten Bieres geschah,znHer zeit genotn Nie». Aber da sehe ich ja. ^hr steht nvch eben so stolz und sicher vor mir, wie früher, und jetzt wollt Ihr mich gar bei der Hatz begleite»? — Das ist recht! Aber »uu etwas stink, da mit wir nicht zu spät kommen." „Nein, Tile, da irrt Ihr Euchversetzte Otto ruhig, „ich will »icht mit hinter dein Verräter her, es sind schon genug hinter ihm drei». Ich will mir mit Euch zusammen nach dem Hagen gehe». Vorhin hat der alte Ekbert von Mandelsloh geschickt, ich solle komme» »nd sein Rüstzeug nachsehe»." „Wie, Meister, Ihr wolltet ..fragte Tile hastig. „Gewisz will ich, Tile, eS ist ja meine Pflicht!" sagte Otto ein-fach, dann wandte er sich zur Mutter und sprach: «Lebet wohl. Mutter, ich weide bald wieder hier sei», sollte aber, während ich fort bin, sich hier etwas ereignen, wobei ich nötig sein sollte, so wißt Ihr, wo ich bitt." Die Mutter ergrisf nicht seine dargebotene Hand, sondern mit Thränen iu den treuen Auge» sah sie ihn eine Weile a», da»» siel sie ihm schluchzend um den Hals und bat stehend: „Ctto, mein Sohn, bleibe hier! Geh' nicht hin! Mir sagt es eine innere Stimme, Dn gehst z» Deinem Verderben iu das Hans der Mandelsloh. Bleibe bei mir, Otto! Ich will den Altgeselle» hinschicken »nd sagen lasse», D» wärst nicht daheim, aber gehe Du nicht hin, — gehe heute nicht hin!" Sinnend blickte Otto ans seine Mutter. Es zuckte iu seinem Gesichte, — schmerzvoll kämpfte er mit sich, da»» aber richtete er sich empor nnd sagte mit gepreßter Stimme: „2ieue nicht schwarz. Mutter! Bald kehre ich wieder heim! Aber hin mich ich, denn ich bin ia sein — Knecht!" Dann wandte er sich schnell ab, winkte Tile zn, nnd beide ver-lieben rasch da» Zimmer. Frait Mechtild Dassel sank gebrochen und schluchzend ans den Der Schrittmacher Wagen «uätirmb der Fahrt. tuf)l »nd brbccfti- ihr tliuiiifiHmllco Gesicht mit bcibcn fiiändeu. ,11111 ober sprang sie plötzlich ans. flflnlc nn da» ftenstrr mtb !, brii beide», dir stnmm ticlicu einander die 2traste l>!»al>schrlttrn, ,-fi. x'lu der Ecke der Ztrasze, welche .znm Sagen führte, sah sich i»> nm n»d winkie ihr »vch riitmal ariifiend zu, daraus ver invand er »»> die Ecke. Weinend sank die Mntter aus de» Sinhl » Fenster z»> .ick uud flii-erte bange >r sich bin: Wann werde tt ih» wieder« Heu?" 3. ,1»i Sa »je S alte» (5k >rt von Man-lsloh sta». eil in den« iiminer des auöherr» zn nielben Zeit, ilsOttoDaffel ud Tile ans nu Wege »ach >nSage» wa-. drei Per-.'»en. nns deren (Gesichtern ieAngst de»t-ich zn sehe» >ar. Eswaren lbert selbst, 'nitgard »ttd >e»er Mann i» -eicher Ulei dmig, der erst >or kurze,'teit, uu» dem Pür-iierhause» ver->lgt, dnrch die .iiek «ach dem vagengeslohe» ivar. DerPor-!t»rn»a. wel-irstiirzt »nd Ijntte in Wenige» Worte» mitgeteilt, dar» ifmi die bratn» ichweigische» >ii>gera»sdeu fterseu folg- >en, fautit Italic (ilbert von Mandelsloh das Hailptthor fchlieven lasse», als »»ch schon dir ftäuste drr Perfvlger a» das soeben ge ichlosirne Thor ichlitgeu >i»d dranfte» a»s der Stras»? drolie»de .»id Einlan begehrende stimmen laut wurden. Als die drei diese drohende» Zurufe »nd das ungestiintc Poche» der Perfolgende» vernahmen, schräke» sie erbleichend zusammen. Die beide» Männer bullten tn ohnmächtiger Wut die ftänste, während Lnitgard angst roll ans eine» der Sessel znrilttiau». Der alte tfüim tomt firh '■»frll wieder, schritt erreg» zu dem hohe» Muster u!,b grimmt ans den stiirmischen "'ürgerhattsett. V -M. s^-sT* vT'" %0ßSJ!. ildrich C.AUSS L1J1 WEBEK D«S Glaufj ittfctcr Xmfnial iu Mittingtu. Bo» Professor Hartzer «Nil T«l» > Sa!" rief er vor W»t bebend ans. «seht diese Pr»t, wie sie lobt »»d lärmt! Und euch soll ich mich beugen? Nimmermehr! N»r iiber meine Leiche hinweg geh» der Weg z» eurer erträumten Blirgersreihrit. Tobt 'inr wei° ter nid trotzt ans enre Men-ge. »lorge» ist vielleicht schon der Sohen-stanse hier in den Mauern »nd dann sollt ihr dir Wncht meines?lrmes fiihlen!" Ingrininlig nnd zischend kamen nun die Laute aus sei-uem Mrnide. fo duft wohl drr dicht hi»-»er ihm stehe»-de Ma»n, aber nicht Laitgard dieselben ver-nehmen konn-te. Derftlilcht-ling legte ihm daher jetzt anch die Nechke auf die Schulter uub bat steh end »ttit ganz lrlserStimine: «Labt das jetzt, Oheim! Las;» Enre» Zorn fahre» »ud sorg» lieber für meine Sicherheit!" Ekbert dreh te sich kurzum, zwang sich ge-waltsam zur Nnhe und sagte da»« sinnend, den ftremde» anblickend: »Du ha st recht! Aber wie, wie soll ich Dir hei-fe». der Pöbel weis», das, D» hier bist: bald werde» auch sie liier sei» »«d Dri»e AnSlie-serxiig ver-lange». D» »insitest vorsichtiger fein und eine gelegenere Zeit wählen. nach Prannschweig hinein zu kein-»neu." .Oheim,'erwiderte der fremde, »ich komme ja hierher stuf ausdrückliche» Befehl des —" .Schweigst Du!" unterbrach Hui schnell, »»d nahe an ihn her-antretend, der Älte, „soll Lnitgard erst hören, weshalb Du gekoi»' nie» bist? 2!e könnte »»> alles verderben; ich traue ihr seit dem gestrigen Abend nicht mehr recht! sie dar» nur wissen, das; Tn ans Sehnsucht, uns iviedeizusehen, den gefährliche» Weg unter-»ommen hast. Sörst Dn, Lndolf?" >> >>,»>»>, 164 Heröstgedanken. I 5, er fcsiliftuilnb ist tt, der auj Fenster (tonst. ^ Da« Wriin drr Haine ist schon tueIf geworden, f Cun kahlen Zweigkn ring» der R«b«l Tropft Und übe» Iraner» waltei aller Orten. Der ew'gen Satzung folget die Natur.'. Räch üpp'gem Blühn ein langsame» Lntsärben, Bon Widerstand und Ausruhr keine Smir, EchSn wie im Leben ist sie auch im «Anden. Und »ver da« alle« schauet recht »ud Nar. Dem kaiin kein Zweifel kommen und tjin Reue», Dem ist dc« Glück« Äeheimiii« offenbar: Zufrieden leben und den lud nicht scheue». s«i»l. Die grösste bi»h»r erzielte Fahrradgtschwiiidigkri«. Die höchst» Leistung aus dem «ebiete de« Fahrradspor»« — den hdchsten .Record", um in der Svort«Iprache ,» reden — hat kürzlich der bekannte amerltchiisch» Radsahrer llharle« Vt. M»rphh erzielt; er legie die Strecke von «in»» «»glichen Meile (1609,31 Meter» i» nicht ganz 68 Sekunden zurück. Anlaßt,» dieser eigen» artigen Leistung bot die jüngste Verlammlung de» amerikanischen Radfahrer-Kunde« aus Laug I«land, und al« Schauplatz derselben diente eine Deilstrecke de» Lang J«la»d-Rallroad. Zur Au«führuug de« iküpertnieli»! waren natür-lich besonder« Vvrkehrungen erforderlich, deren w«I»ntlichsl».h/trti» bestand, daß »ine Lokomotive mit angehängtem Personenwagen den Dienst de« Schrittmacher« versah. Der AnhSngewage» war in seinem Hintere» lelle zu einem gewaltigen Windschirm aulgestalt»«: sein» Seiienwände waren nach rückwärt» verlängert und schräg nach Innen gerichtet, so daß ihre unseren »anten genau über den Schienen lagen Ruiphy l^gte demnach seine Fahr! gewissermaßen Innerhalb einer sich mit ih» sortbewe^enden Schutzhülle zurück Wie »r leibst erklärte, läßt sich unter dielen Umständen, da» heißt b»i absolutem Schutze gegen d«n W,d«rsiand der Lust, mit d«m Rade die Schnelligkeit jeder Loko-moliv» »rreichen Zu der Leistung ist weniger «rast und An»dauer al» »alt-blütigkeit und Schnelligkeit der Fußbewegungen erforderlich. Murphh legte mit feinem Rad» bet jeder Umdrehung der Pedal» über »1 ftufc zurück und führte mit seinen Füßen 2,91 Umdrehungen in der Sekunde oder 176 In d«r Minute au». Der wissenschaftliche Wert de» Experiment» best»h« darin, daß e« bei drr strengen Kontrolle, unter der e« stattsand, über,»« wichtige Daten zur Berechnung der Wirkung de« Lustwiderstande» ergeben hat. Das llaith Web»» D»ukmal in (ts»tti»gr„. Am «7. Juni ist ln der alten Mnsenstadt an der Lein, da» Tenkmal zum GedaihinI» der beiden großen deutschen Forscher enthüllt worden, denen die Welt die Herstellung de» ersten elektrischen Telegraphen zu verdanken hat. Der Im Jahre 1777 In Braunschwelg geborene Mathematiker Karl Friedrich Gauß und sein um acht-und,wanzig Jahre jüngerer Freund, der an» WI»tenb«rg stammend« Physiker Wilhelm Eduard Weber, wirkten seit 1827 gemeinsam an der «dttinger Hoch-schule, wer von ihnen den Bedanke» de» elekirischen Telegraphen zuerst er-faßt habe, ist schwer zu beftlminei»! wahrscheinlich ist da» Werk au« ihr«r gemeinsame« Gedankenarbeit hervorgegangen, doch gilt al» zuv»?s0sNg, daß W'ber »« war. der die Trahtleltung vom physikalischen Kabln»»« bi» zur Sternwarte vorschlug. Für Ihn handelte e« sich dabei inde« nicht um Me Absicht, etwa» Reue« zu erlinde», e» war ihm lediglich um die Befrleblgung eiue« praktt-fchen Pedürfnifse« zu thun. Beide belehrte wollten Beobachtungen über d»n l>en Mut hochschätzte, einst da» Erkennlni» de» Krieg«gertchle» gegen einen Offizier zur Bestätigung vor, welcher weiter focht, al» der General den Befehl zum Rückzug gegeben halt». — ,Sl nun,' erwiderte Georg, .Tapfere schlagen lich und Feige lausen davon!" — Man entgegnel» Ihm, daß der kommandierende General »icht feig davon gelaufen sei, sondern au» höheren Rücksichten den Rück-zug angeordnet, nnd daß jener Offizier da» Gelingen dirs«» Rückzug«» gestört habe. .Ich hab'» schon verstand»»," versetzte der König. welcher sich nicht gern widersprechen ließ, heftig, .und meine, wer sich schlügt, lst im Recht, wer davon, läuft im Unrecht. Ich werde daher den tapfern Offizier befördern." S» Kompliment. Da nie: .Ich fürchte mich ganz entsetzlich wahrend »ine« Gewitter»." — Herr: .Ganz begreiflich, mein Fräulein, wenn man so viel Anziehnng«krnft ivie Sie besitzt." Marschall Jiudls». Man »»achte dem französischen Mar^chall Soubise de» Borwurf, bei der Schlacht von Roßbach sich nicht an der Spitze seine« Heere«, sondrrn tn der Badewanne befunden zu haben. Sogleich erschien eine holländische Medaille, welche anf einer Seite die Schlacht vo» Roßdach, aus drr andern aber de» Prinzen Soubise in der Badewanne, mit der Umschrift darstellte: .Da» ist ein General, der sich gewaschen hat!" St, wlaudhnf«. Schutzmann: .Wa« machen Sie hier?" — Einbrecher: »Ich hab» vor vierzehn Tagen »tnrn Hau«schlüssel gesunden, und da probiere ich. in welche» Hau« er paßt, damit ich lhn dem Eigentümer zurückgebe» kann." Kofrnnt terribif. Tante sa»> Besuch zur Neinen Emma»: .Run, wann eßt Ihr denn zu Mittag?" — .Wenn Du fort bist, hat Mama gesagt." emrinnuhigeg Abwäschen der Palm»». Wenn Palmen biirch Abwäschen vom Slaub befrei» werden sollen, so ist hierzu kein frische« Brunnenwasser, sonder» lau-warme« Wasser zu nehmen, Auch beim Besprengen oder Spritzen der Palmen und anderer Warinhauepflanzen Ist bei Ihrer Zucht im Zimmer nie kalte«, sondern lauwarme« Wasser zu nehmen. Berbefferung dt* Geschmackes dir fiartofftlM. Hin Stück Kalk von der Grdßc einer welschen Ruß, welche« man In da» Wasser giedt, tn welchem Kartoffeln von schlechter B»schaff»nhelt gekocht «erden, wird di« Oualität der-selben lehr verbessern. Di« Zchnlarbeiien der Siitfetr d»i Tüminerlich«. Bei der kürze der Tage und dem nachmittag» so früh ei«t»»Itnde» Ttnimerltch« im {«rbfce ist allen altern, Lehrern und Erziehen» dringend anzuempfehlen, »in Augenmerk aus di» Schularbeilen der Kinder zu richten, Gewöhnlich »»erden dieselben de-gönnen, wenn di» Ktnd»r, wir »« In d»n Herbstmonaten gar hänfig zu geschehen psiegt, Ihre Spiel« beendig» Hoden. Run aber »ritt gerade zu dieler Zeit die Abenddämmerung »in, woraus bald dl» Dunk»lh»it folgt. Man scheut sich aber, so früh schon dl» Lampe anzuzünden. So sind dann die Kinder gezwnngen, bei dem so ungemein für die Augen schädlich»» Dämmerlicht zu arbeiten. Die ungewohnt» Anstrengung der Augen beim Schr»iben, Zeichnen und Lesen beim Dämmerlicht schwächt dl« Augen und da« Sehvermägen ungemein und fdrdert di« Kurzsichtigk«lt a»ß«rord«n>lich. Wir kinn«» au» «ig«n«r Erfahrung, fowi« aus Grund zahlrrichkr Beobachtungen In Familien und Srziehung«anstalten mitteilen, daß biete Augenkrankheltrn de» späteren Alter» von di«!«m Arbeiten Im Dämmerlicht herrühren. Wir richten daher an dl« Eltern und da« häu«llche Aufsicht»personal der Kinder lm Interesse der gesunden Augen dl« Bitte »nd da« Ersuchen. ihre Kinder und Pslegeanbesohlenen niemal» während de» Dämmerung, sondern bei Licht — fei et nun bei dem natürlichen Tagetlicht oder hinreichend hellen Lampenlicht ihre Haulaufgaben für dl» Schule anfertigen ,u lassen. Logagriph. Der Dichter rief« mit O Iu« Leben. 8» lear mit K der Bonn« vor». Und wird «tn A dalür ärgeren. Sann tft'i «tn s«ft«r »Üstenor». gultu» galck. Dreisilbig» tsharad«. M«In Srste» ist «tn stläideiiinatz, «erd«Ilni»n>»rt in«>n So lang ich IN der £chu!t faft, Hab ich gelernr» Bridr». Und auch du» Tritte gina dabei In Popt mi» vielem isleiße, Konnt' auf la»ein»ch lagen »drei" Auch.dreimal", wa» da« heiß«. Mein Ganze« wirst in großer Zahl Du in Fabriken finden, Und icht g«wtft mi» einem Mal Mein inälselwor» ergründen. g. Dinder-Tockeler. Schachlosungen: !>«»->,?. x » »- Dorn. — Te» Homonym«: der Van», da» Band. na« «enile »»r»e»,II«W. m- 8«w«öoortlu^t Aedaktton »on Ernst Stellter. gedruckt und deeau«gegede> »an «reiner k VltlMcr tn Stuttgart