präuuuiemiol!» - ivrrilr Für Laibach B»I»ijLh->g . . . s ft. - I:. Halbjährig . . . j „ — , Bierreljährig. . . L ., 5» , MonalliS . . — „ SO , Mil der Post: SsnzMrlg . . . S fl. — kr. Halbjährig . . . 4 » SU » Bie::e!jährig. . . s „ iS , Ftlr Anstellung ins HsuS rierlek-j ihrig iS !r». monallich 8 kr. Slmeluc iÜLvilnern 5 ir. Laibacher gblatt. «kdaktion Sahuholxasie Nr. I»i Lkvediliov und Zaskrallll üorean: -i-ngreßplay Sir 81 i> g vonI. v. Älenirnavr L F. Bamberg. Zn^rlioarprrist: Für die einspaltige Petitzeile kr. rei zweimaliger Eiusclralrnnq L 5 kr. drermal 7 kr. JnserrionSflemkek fedestmal 3<» sr. -Vci größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsPreLerder Rabatt Auouime Mütheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nich! zurückgesendet. Nr. 143. Montag, 27. Juni. — Morgen: Leo II. P. 1870. Mitbürger! In einer zahlreich besuchten Wählerversammlung der liberalen Partei sind die Herren: vn. fniellniok v. Kalteneggei- und ü»-. ^08ef 8uppan einstimmig als Landtagskandidaten für die Stadt Laibach ausgestellt worden. Die Freisinnigkeit und die Vaterlandsliebe dieser Männer sind Euch längst bekannt. Unsere Landeshauptstadt bedarf im Landtage solcher erprobter Vertreter, deren unverdrossene Thätigkeit für das Gemeinwohl seit jeher die allgemeine Anerkennung gefunden hat. Gesinnungsgenossen! Bedenkt die hohe Wichtigkeit der bevorstehenden Landtagswahlen. Erscheint morgen vollzählig, um Euer Wahlrecht auszuüben, und vereinigt ohne Ausnahme Enre Stimmen "Us die hier vorgeschlagenen Kandidaten. Mitbürger! Schaaret Euch auch diesmal, wie Ihr es schon zu wiederholten malen gcthan habt, mnthig nnd Eines Sinnes nm das Banner der Verfassung und des Fortschrittes. Ihr werdet dann einen nenen rnhmvoüen Sieg erfechten und dem ganzen Lande abermal ein leuchtendes Beispiel geben von dem Patriotismus, dem Unabhängigkeitssinne und der Freiheitsliebe der Bürger Laibachs! Laibach, 23. Juni 1870. Vom lronstitntioncUcn Vereine. .. Jeder Wähler wird dringend ersucht, Legitimatiouskarte ja gewiß mitzubringen, indem nur deren Vorweisung zum Eintritt ins Wahllokale und zur Landtagswahl berechtiget. Schöne Aussichten. Unter den oppositionellen Blättern hat sich bisher der „Volksfreund," das Organ des Kardinals Rauscher, in einiger Beziehung manchmal vortheil-haft hervorgelhan. Einerseits beobachtete er im Verhältnisse zu den maßlosen Ausschreitungen der Origen feudalen, klerikalen und föderalistischen Presse doch noch einen ziemlich anständigen Ton, andererseits behanplete er sich, gleich wie sein berühmter Protektor in feinen Reden, immer auf einem gewissen österreichischen Standpunkie gegenüber den extremen nationalen Sonderbestrebungen. So heftig auch die Opposition gegen die interkonfessionellen Gesetze und anderen freiheitlicken Institutionen war, so nahmen doch Kardinal Rauscker und sein „Volksfreund" zu den verfassungsmäßigen Zu^ ständen im allgemeinen keine exezeffiv feindliche Stellung ein. Um so überraschender ist eine merkwürdig offenherzige Behauptung, die vor einigen Tagen vom „Volksfreund" ausgesprochen wurde, und während der Kardinal Rauscher durch seine hervorragende Rolle, die er beim Konzil spielt, nahe daran war, sogar von seinen Gegnern allmälig eine mildere Beurtheilnng zu erfahre», läßt sich sein Leibjournal in einem so entscheidenden Augenblicke über die ge sammteu modernen Staatszuständc also vernehmen: „Die konstitutionellen Freiheiten, als da sind: Redefreiheit, Preßfreiheit, freies Vereins- und Vcr-sammlungsrccht, Kultusfreiheit u. s. w. köuuen von korrekt katholischem Standpunkte aus nicht als absolutes, sondern höchstens als relatives Gut gefordert werden, denn sic widersprechen nicht blos der katholischen, sondern jeder christlichen Weltanschauung, sowie überhaupt der ganze moderne Staat sich im entschiedensten Widerspruche mit den Grundsätzen des Evangeliums und mit den Vorschriften der Apostel über das Verhältniß zwischen Unterthanen und Obrigkeit, Regierenden und Regierten befindet." So deutlich hat noch selten jemand gesprochen. Jetzt wird doch jedermann einsehen, was zu erwarten wäre, wenn die klerikale Partei ans Ruder gelangte. Verfassung und konstitutionelle Freiheit widerspricht dem Katholizismus und dem Christenthum, behaupten die Klerikalen, demgemäß rufen sie ganz konsequent: „Nieder mit der Verfassung, wir brauchen keine Verfassung." Also nicht Verfassung und Konstitution, sondern der starrste Absolutismus ist, wie unsere Klerikalen glanben, christlich, cs ist daher jedes klerikalen Abgeordneten heiligste Gewissenspflicht, mit allen Kräften dahin zu arbeiten, daß Verfassung und alle konstitutionellen Freiheiten beseitigt uud der strengste Absolutismus wieder herbeigeführt werde; der Bürger und Bauer soll wieder in feine Grenzen gewiesen werden, zn herrschen hat nur der Adel und die Geistlichkeit das Recht, der Bauer, an die Scholle gebunden, soll der leibeigene Sklave des adeligen oder geistlichen Gutsherrn sein, Steuern, Zehent und Robot entrichten, mit christlicher Ergebung die ihm applizirten heilsamen Prügel aufneh-men, hat sich aber bei strengster Strafe nicht im geringsten zu mucksen. Das sind die gelobten Zustände, welche die Klerikalen herbeiführen wollen, nachdem Verfassung, Konstitution, Redefreiheit rc., sowie das gegenwärtige Verhältniß der Unterthanen zur Obrigkeit (vor dem Jahre 1848 war dieses Verhältniß freilich anders) unchristliche Zustände sind uud beseitigt werden müssen. Wenn unsere Wähler über die Absicht der klerikalen Bestrebungen noch nicht im klaren sind, so müssen ihnen über die obige von dem einflußreichsten klerikalen Blatte Oesterreichs unvorsichtiger Weise offen aufgcstcllte Behauptung die Augen auf-gehen, und nach dieser offenen Klarlegung des Endzieles der Klerikalen kann kein Wähler einem klc rikal Gesinnten seine Stimme geben, wenn er sich nicht des schmählichsten Verrathes an Verfassung uud Freiheit, an Staat und an seinen Mitbürgern schuldig machen will. Leider ist durch die unerhörten und mit den verwerflichsten Mitteln betriebenen Agitationen der Sinn der bäuerlichen Bevölkerung in Krain und anderwärts so fest umstrickt worden, daß dieselbe den Abgrund nicht mehr sieht, dem sie und der Staat von den frommen Hetzern zugeführt werden. Bereits sind durch den unglücklichen Ausfall so vieler Wahlen in den ländlichen Bezirken nur allzuviel Stimmen der liberalen Sache entzogen worden. Jetzt in der letzten Stunde tritt daher an die Bevölkerung der Städte und Märkte um so dringender die Pflicht heran, ihren Unabhängigkeitssinn zu bewahren, ihrer bessern Einsicht zu folgen und nur wahrhaft freisinnigen Männern ihre Stimme zu geben. Die städtischen Wähler mögen die obbesprochene klerikale Aeußerung in ihrem ganzen Umfang beherzigen; sie sollen bedenken, was am Spiele steht, wenn die Klerikalen ans Ruder kommen, und dann müssen sie ja im Sinne der Freiheit und der Verfassung stimmen, denn sonst wäre cs um die Wohlfahrt Oesterreichs und unseres Heimatlandes wieder für lange, lange Zeit geschehen. Politische Rundschau. Laibach, 27. Juni. Die Wahl Schrank's am Neubau in Wien und die Niederlage Schindler's haben dort einen Jubel hervorgerufen, wie er bei einer Wahl noch selten erlebt wurde. Diese Niederlage Schindler's hat wohl einen großen Werth. Schindler wurde eben als die Verkörperung jenes Vertreterthums gehalten, das die allgemeinen Interessen so ziemlich auf die leichte Achse! nahm, wenn es das eigene Interesse galt. Als Dr. Schrank in Pätzolt's Handelsschule erschien — er trägt dort Nationalökonomie vor — fand er seinen Lehrstuhl mit Blumen bekränzt. Die Schüler jubelten ihm zu und der Direktor begrüßte ihn in Anwesenheit des gesamm-ten Lehrpersonals, um der Freude Ausdruck zu geben, ihn in den Reihen der Volksvertreter zu sehen. Bei der Freitag vorgcnommenen zweiten Wahl des fünften Abgeordneten der inneren Stadt Wien wurde der Kandidat der Fortschrittspartei und der alliirten gewerblichen und kaufmännischen Vereine, Josef Nikola, mit 988 von l 702 Stimmen gewählt. Die im Jahre 1868 von dem damaligen ungarischen F in an z m i ni sie r in den Ruhestand versetzten deutschen Beamten, die seit etwa anderthalb Jahren bei verschiedenen Behörden in Wien in untergeordneten Stellungen verwendet wurden, fanden endlich ihre Lage, die obendrein mit den ihnen vor zwei Jahren gemachten Versprechungen in dem grellsten Wiederspruche steht, unerträglich und trugen dem Kaiser selbst durch eine Deputation die Bitte um Abhilfe vor. Sic thaten keine Fehlbitte, denn der Kaiser verordnete, einer Mitteilung der „Tagespost" zufolge, sofort die „bald-möglichstc" Einreihung derselben in Dienstposten an, die ihren früheren Stellungen entsprächen. Die Beeinträchtigung, welche durch diese Einschübe den Beamten der verschiedenen KontrolS-und Rechnungsdepartements erwächst, soll durch eine neue Orga-nisirung dieses Amtes wett gemacht werden, und hat der Leiter des Finanzministeriums, Freiherr vo„ Holzgethan, das noch von dem Minister Dr. Brestel auSgearbeitete Organisationsstatut dem Kaiser bereits zur Sanktionirung vorgelegt. AuS Prag wird gemeldet, daß die Abhaltung einer Volksversammlung, in welcher gegen die päpstliche Unfehlbarkeit demonstrirt werden sollte, nicht bewilliget wurde. In einer Versammlung der Krakauer, Boch-niaer und Wadowicer Großgrundbesitzer wurde ihre Kandidatenliste für den gali-z »scheu Landtag festgestelll. Säinmtliche Bor-geschlagene gehören der Reichsrathspartei an. Aus Ragusa, 25. Juni, wird telegrafirt: Wegen agrarischer Bauernexzesse in Canale ist Militär dorthin abgegangen. In Folge wiederholter Anträge der türkischen Regierung hat das k. k. Ministerium den Beschluß gefaßt, zu Gunsten des türkischen Eisenil ahnanle Heus die Notiruug der Prämien-obligationen erster Emission an der Wiener Börse zu bewilligen, und cs ist die erforderliche Anordnung von dem k. k. Finanzministerium bereits getroffen worben. Auf de» Leichenfeldcrn von Golfer ino und St. Martino fand Freitag eine ernste Feier stall. Den in der blutigen Schlacht vom 24. Juni 1859 Gefallenen wurde ein Denkmal aufgerichtet und „die Fahnen Oesterreichs und Italien« wehten vereint über den Todtenstätten," wie sich die Depesche lakonisch ausdrückt. Diese trockene Redewendung besagt mehr als viele Blätter der Geschichte. Die statt' gehabte Feier zeigt, daß zwischen Italien und Oesterreich die Animosität total geschwunden, ja geradezu herzlichen Beziehungen Platz gemacht hat. In Berlin wird man davon nicht sonderlich erbaut sein. Wie man noch aus Mailand telegrafirt, wurde Oesterreichs mit der wärmsten Simpathie gedacht. Der italienische Kriegsminister Govone, derselbe, der im Jahre 1866 die Allianz mit Preußen gegen Oesterreich abgeschlossen, trank aus das Wohl des Kaisers Franz Josef und Kronprinz Humbert brachte einen Toast auf die österreichische Armee aus. Im Schöße des Konzils spielen jetzt, wie die „Tgspost." aussührt, kurz vor der schon lange erwarteten Entscheidung, sonderbare Dinge. Der Satz von der Unfehlbarkeit soll schon die vierte Umarbeitung erfahren haben und jetzt lauten: „Der Papst ist unfehlbar, wenn er in Sachen des Glaubens und der Moral mit Zustimmung und Willen der durch das Konzil vertretenen Kirche einen Ausspruch thut." Diese Fassung entspräche der vom Klerus seit Jahrhunderten vertretenen Auffassungs-weise, aber sie widerspräche dem Verlangen Pius IX. nach göttlichen Ehren und den wohl überlegte» Plänen der Jesuiten. Wenn sich die oben erwähnte Nachricht bewahrheiten sollte, so wäre sie eine direkte Folge der Note Olliviers, aus deren Bekanntgabe an den Papst der Marquis de Banneville gedrungen hatte. Die einzige Drohung der französischen Regierung, die Truppen aus Rom zurückzuziehen, falls ein Beschluß des Konzils im Widerstreite mit den Anschauungen der Gegenwart und der päpstlichen und bürgerlichen Gestaltung Europa'« gefaßt werden sollte, dürste alo einen heilsamen Schrecken im Vatikan verursacht haben. UebrigenS glauben wir bis jetzt noch nicht an die Schwenkung. Der Antrag, die Maires zu wählen, wurde von der französischen Kammer mit 187 gegen 55 Stimmen abgelchnt. Einer Meldung der „Ind. Belge" zufolge bestätigt es sich, daß die Königin Jsabella zu Gunsten ihres Sohnes abgedankt und dessen Rechte dem Schutze der Kortes anvertraut habe. In der bezüglichen Urkunde gibt die Königin das Versprechen ab, im Falle ihr Sohn, der Prinz von Asturien, zum Könige von Spanien erwählt werde, dieses Land nie mehr zu betreten. Die spanischen KorteS nahmen in ihrer Sitzung am 23. alle in Verhandlung stehenden Gesetzentwürfe definitiv an und ermächtigten die Regierung, sobald sie den Moment für geeignet halten wird, eine Amnestie zu gewähren. Sodann vertagten sie sich bis zum 3l. Oktober. Bei der In au g u ra t i o n des neuen Kanzlers der Uiiioersilät Oxford haben die Studenten den Namen des Prinzen von Wales nachdrücklich ausgezischt. Diese Demonstration erregt, wie sich das „Wiener Tagblatl" aus London telegrasiren läßk, dort großes Aufsehen. Zur Tagesgeschichte. Großartiger Betrug. Die Wechselstube der Handelsbank (vormals So-lhen) in Wien ist das Opfer eines großartigen Betruges geworden. Am 23. d. M. kam ein Mann in die Wechselstube und präsentirte dort zur Eskomptirung das Los Serie 3944 Nr. 20 der herzogl. Brann-schweig-Lüneblirgischen Lottorie-Anleihe vom 1. März 1869, welches Los in der Serien-Ziehuug vom 2ten Februar l. I. und in der Nummeru-Ziehuug vom 21. März d. I. mit dem Haupttresser per 80.000 Thaler gezogen worden war. Las Los wurde eskomp-ttrt und dem Unbekannten wurden 138.692 st. 60 kr. ö. W. in Noten und Kassenanweisungen der Handelsbank ausbezahlt, welche letztere der Empfänger uninil-telbar nachher in der Wechselstube der Eskomptebank verkaufte. Den bisherigen Erhebungen nach ist das Los gefälscht, und mithin erscheint der Unbekannte des Betruges dringend vervächtig. Der Fremde nannte sich Franz Scholz, gab an, er fei aus Mähren, wohne aber derzeit in Mödling und sei ein Schneidergeselle. Den in Mödling gepflogenen Recherchen zufolge ist ein Franz Scholz, Schneibergeselle, dort ganz unbekannt. Die ganze Erscheinung, übereiusttmmeud mit der Bekleidung, der Sprache, der Schrift rc. re., weisen auf einen Handarbeiter, Hausknecht oder dergleichen hin. Demjenigen, der der Behörde direkte Anhaltspunkte zur Zustandebringung des erschwindelten Geloes zur Anzeige bringt, werden süns Perzent des zu Stande gebrachten Geldes als Belohnung zugesichert. Die steckbriefliche Beschreibung des ThäterS wurde tu alle Provinzstädte, in das Ausland und besonders in die Hafenstädte telegrafisch versendet. — Au Moriz v. Kaiserfeld, den sein bisheriger Wahlbezirk bekanntlich gegen einen Klerikalen fallen ließ, wurde von fünf Grazer Wahlbezirken die Anfrage wegen Annahme der Wahl gerichtet; er mußte ablehnend antworten, weil er die ihm für Hartberg augetrageue Kandidatur annahm. — Der große Arbeiterprozeß in Wien beginnt am Montag den 4. Juli und ist auf vier Tage anberaumt. — G e s ch icht e eines Brillante n s ch muk-k e s. Bor einigen Tagen erzählten wir, nach Wiener Blättern, durch welch' eigeuthümliches, um nicht zu sagen sträfliches Manöver, eö einigen Juwelieren gelungen ist, Brillanten von hohem Werth um einen „Spottpreis" an sich zu bringen. Heute wird nun mit Bezug darauf mugetheilt, daß die polizeilichen Erhebungen über diesen Fall bereits abgejcl'lossen sind und die Akten der Staatöauwalljchasr Uvergebeu wurden. Im ganzen sollen in dieser Afsaire zwölf Juweliere und Trödler kompromilttrt scheinen. — Eine beispiellose Rohheit wird aus Prag berichtet: Der „Slovan" bringt die Nachricht von dem Ableben des Landesgerichlspräsideiuen Ritter von Wai. dele nicht blos in höhnendem Tone über den Verstorbenen, sondern überdies auch mit folgender Randglosse: „Nur so fort, lieber Herrgott! Waun wird auf die Jarosche, Hlavatfcheks, Marxe (Prager Beamte) rc. und Andere die Reihe kommen? Ein paar Magenkrebse mehr würden nicht schaden." Diese Sorte oppositioneller Journalistik richtet sich selbst. — Die Gesandten Preußens und Oesterreichs in Rom waren gesonnen, sich für den durch jesuitische Ränke aus seinem für die Wissenschaft jo hochwichtigen Amte verdrängten Pater Theiner zu verwenden und seine Versetzung in den Ruhestand rückgängig zu machen. Derselbe bat sie aber dringend, von ihrem Vorhaben abzustehen, denn er fühle sich beglückt durch eine Verfolgung, welche ihm nur zur Ehre gereichen könne. — Die Berlin-Görlitzer Bahn hat eine Einrichtung in ihrem Personenverkehr getroffen, welche der Nachahmung werth ist. Eine Gesellschaft von 20 Personen und darüber genießen nämlich auf der genannten Bahn eine Begünstigung im Fahrpreise, welche die Hälfte desselben beträgt. Auf diese Weise wird die Lösung des Problems, wie die Fahrpreise berabgesetzt werden könnten, ohne daß den Einnahmen der Eisenbahnen empsinvlicher Schaden dadurch zuge-ügt würde, theilweise erreicht. — Das Unglück in Vevey. Die Mitthei-lung, daß in Vevey (Schweiz) etwa zwanzig Mitglieder des dortigen Vereins für Choralmusik bei einem Auöfluge nach Gruyöres in einem See des Platean'S von Jaman durch Ertrinken den Tod gefunden hätten, bestätigt sich glücklicherweise nicht. Wie die „Gazette de Lausanne" berichtet, ist die ganze Erzählung nichts als ein wohlfeiler Scherz, den ein schlechter Spaßvogel sich mit dem französischen Blatte „Temps" erlaubt hat. — Der Telegraf aus San Franzisko meldete am 21. Mai, daß der Sohn des Reichskanzlers Grafen B e u st, der auf der Fregatte „Donau" in der Marine diente, am 29. April gestorben sei. Postnachrichten aus Honolulu entnimmt die „N.-A. St.-Z." nun, daß der junge Graf Selbstmord begangen, indem er am 26. April Blausäure nahm nnd am 29. trotz der Bemühungen des Schiffsarztes, ihn zu retten, der Vergiftung erlegen ist. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Original-Korrespondenz. Bischoflack, 25. Juni. Einen hierortigen Korrespondenten der „Novice" ärgern die Agitationen unserer Partei zu den bevorstehenden Landtagswahlen. Wir halten nun das Recht des öffentlichen Austausches disserireuder Ausichten viel zu hoch, als daß uns diese Provokation an und für sich mißfallen haben könnte. Eben darum beanspruchen wir auch für uns gleiches Recht. Wir achten also das Recht der Gegner, sich ihren Kandidaten zu suchen und zu wählen, ohne uns auch darum zu bekümmern, ob und in wie fern sie sich mit demselben bezüglich Annahme der Wahl verständiget haben ober nicht! — Wir achten auch das gegnerische Recht, ihren Kandidaten mitunter aus dem Grunde als vorzüglich empfehlenswerth anznsehen, weil er — eine große Mühle besitzt! Wir achten dieses gegnerische Recht um desto mehr, als wir seit jeher der Ueber-zeugung waren, daß sic auf andere Potenzen, z. B. auf Mehl — mehr bauen, als auf — Intelligenz. Aber wir halten die gegnerische Jantschberg-Jonrnalistik der persönlichen Angriffe und Jnvektiven — trotz ihres ehrwürdigen Ursprunges für unmoralisch und für sittenverderblich. Dies dem Novicekorrefpondenten aus Bi-fchvflak. Anbelangend die angeblichen hierortigen Wahlagitationen unserer Partei, wird uns jedermann, und somit uolsus voIsu8 auch jener famose Novicekorre-spondent, zugeben müssen, daß die diessällige Wahlbewegung in der allerhonettesten Weise und im ehrlichsten, offenen Wege dnrchgeführt wird, wogegen wir aber behaupten, daß der Vorgang, womit dem minder aufgeklärten Volke aufgebunden werden will, daß dadurch die Religion oder der Glaube (verrr) gefährdet erscheint, als die frechste, gewissenloseste, gegen die eigene Ueberzengung verstoßende Tendenz bezeichnet werden muß. — Lokal - Chrom!. — (Der Vorgang bei den Landtagswahlen) weicht in mehreren Punkten von jenem bei den Gemeinderathswahlen ab, daher wir zur Orientirnng jener Wähler, welche Heuer zum ersten-male wählen, oder denen dies nicht mehr erinnerlich ist, die abweichenden Momente zwischen beiden hervorheben wollen. Vor allem muß der Landtagswähler mit der vom Landespräsidenten ausgefertigten Legiti-mationskarte versehen sein, ohne dieselbe ist ihm der Eintritt in die Wahllokale gar nicht gestattet. WeiterS geschieht diese Wahl nicht mittelst Wahlzettel, sondern mündlich. Zu diesem Zwecke werden die Namen vorge- lesen, und es hat jeder Vorgerufene der Wahlkommission seine Legitimationskarte abzugcben und seine beiden Kandidaten namhaft zu machen. Die von der Landesregierung rektifizirte Wählerliste ist auf Grundlage der Gemeinderathswählerliste nach den drei Wahlkörpern zusammengestellt, deren jeder die Namen der bezüglichen Klasse in alfabetifcher Reihenfolge enthält. Aus dem dritten Wahlkörper entfielen jene Wähler, welche weniger als 10 fl. an Steuern entrichten, aus dem ersten jene, die im Großgrundbesitze wählen. Die Stadt Laibach zählt, wie wir vernehmen, nahezu an 1100 Landtagswähler. Die Stimmenabgabe findet vorerst nur in der alfabetifchen Reihenfolge der in die Liste eingetragenen Wähler statt, erst wenn die ganze Wählerliste einmal verlesen wurde, können die später erscheinenden Wähler außer der Reihe ihre Stimmen abgeben. Damit daher die Wähler mit dem Zuwarten nicht zu viel Zeit verlieren, ist jenen des ersten Wahlkörpers das vollzählige Erscheinen schon beim Beginne des Wahlaktes um 8 Uhr anzuempfehlen, der zweite Wahlkörper dürfte sodann zwischen 9 und 10 Uhr zur Verlesung kommen und da dieser der stärkste Wahlkörper ist, so dürften die Wahlen des dritten Wahlkörpers kaum ihre Stimmen vor 10 Uhr abgeben können, doch ist schon ein früheres Erscheinen angezeigt. Einen beiläufigen Anhaltspunkt für den Zeitpunkt der Stimmabgabe finden die Wähler in der Nummer ihrer Legitimationskarte. Diejenigen, welche erst über nachträgliche Reklamationen in die Wählerliste ausgenommen wurden, haben die höchsten Nummern und gelangen zuletzt zur Verlesung. Für die Wahl der Landtagsabgeordneten wird die absolute Majorität der abgegebenen Stimmen erfordert, kommt diese beim ersten Wahlgang nicht zu Stande, so findet eine zweite Wahl statt, erst nach dieser tritt die engere Wahl zwischen jenen Kandidaten ein, welche die meisten Stimmen erhielten. Bei der lobenswerthen Partei-dis^iplm, welche die Wähler Laibachs in den letzten Jahren beobachteten, ist auch diesmal eine Stimmen-zersplitterung nicht zu besorgen. Jeder Wahlberechtigte komme seiner Pflicht nach und lasse sich die größeren Opfer an Zeit, welche die Landtagswahl im vergleiche zu den Gemeinderathswahlen von ihm erhäscht, nicht verdrießen. — (Der krainische Landtag und die Fremdlinge in Krain.) „Slovenski Narod" gibt sich alle erdenkliche Mühe, die beiden liberalen Kandidaten der Stadt Laibach bei den Wählern zu verdächtigen, trotzdem kann er ihre allgemein anerkannten Verdienste nicht in Abrede stellen, daher er zur beliebten Theorie der „fremden Ferse" seine Zuflucht nimmt! Hiebei hat er jedoch nicht bedacht, daß die gleiche Waffe auch gegen den klerikalen Kandidaten Horak gebraucht werden könnte und daß es höchst albern sei, den Bürgermeister Dr. Suppan als einen Fremdling im Lande zu bezeichnen, der ja bekanntermaßen ^Ner krainischen Familie angehört, in Krain begütert .'st Und durch das Vertrauen seiner Mitbürger sowohl W Rudolfswerth als in Laibach in der ehrenvollsten Weise ausgezeichnet wurde. Horak hingegen ist der Tipus eines Urczechen. niemand wird ihn als Kramer oder gar als Slovenen bezeichnen. „Slov.Nar." geht noch weiter, er gönnt den beiden liberalen Kandidaten nicht einmal die Kenntniß der in Krain üblichen slovenischen Sprache. Höchst sonderbar, da doch eben jenes Blatt — wie Wir uns nicht zu irren glauben — im-Vorjahre die vom Bürgermeister Dr. Suppan bei seinem Amtsantritte gehaltene, mit großem Beifall ausgenommen-slovenische Rede in seiner gewohnten hämischen Weise bekrittelte. Anderseits dürfte bisher wohl noch niemand das Glück gehabt haben, aus Horaks Munde einen korek-tm slovenischen Satz zu vernehmen. Wenn übrigens „Narod" vor der Wahl des „Fremdlings" Kal -tenegger warnt, so hat er damit den Nationalen ein schlechtes Zeugniß ausgestellt, denn bekanntlich haben diese während ihrer Herrschaft im Laibacher Gemeinderathe und im Landtage von den Kenntnissen und der Arbeitskraft Doktor Kalteneggers den ausgiebigsten Gebrauch gemacht und hiemit die ^liebte Theorie, daß man sich vor „der fremden Mrse," hüten müsse, selbst über den Haufen geworfen. Hir sind überzeugt, daß die Wähler Laibachs die Kenntnisse, die unverdrossene Thätigkeit und den redlichen Willen tüchtiger Männer, besonders im gegenwärtigen Momente, zu würdigen wissen, und daß sie vollkommen überzeugt sind, wie wenig Vertreter, denen diese Eigenschaften fehlen, der Sache der Freiheit und des Fortschritts nützen können, selbst dann, wenn in einem solchen Landtage lauter Abgeordnete säßen, die ihren Stammbaum bis auf die Ureinwohner des Landes zurückführen könnten. — (Dr. Tom an) hat sich, wie aus guter Quelle gemeldet wird, in vertraulichem Wege an die Handelskammer gewendet, daß sie ihn in den Landtag wähle. Die neueste Verzichtleistung war also ebenso Komödie, wie die Mandatsniederlegnng für den Reichsrath. — (Ein später Entschluß.) Aus Jdria wird uns geschrieben, es habe der dortige Kandidat der klerikalen Partei, Bergrath Lipold, gestern Nachmittag den Bergwerksbeamten die bestimmte Erklärung abgegeben, er werde eine auf ihn fallende Wahl ablehnen, indem er dem Wahlprogramm der Klerikalen nicht beistimmen könne. Die Klerikalen kandidiren, wie wir hören, den ultramontanen Bürgermeister Stra-netzky, für den Herr Bergrath Lipold heftig agitirt. Lipold ist mit dem klerikalen Programm nicht einverstanden agitirt aber für einen klerikalen Kandidaten. Nur konsequent, Herr Bergrath! — (Unsere freiwilige Feuerwehr) hatte gestern zum erstenmale Gelegenheit, sich praktisch zu erproben. Um Mittag signalisirten zwei Kanonenschüsse ein Kaminfeuer im rückwärtigen Trakte des Fürstenhofes. Die Feuerwehr war gerade zu einer außerordentlichen Generalversammlung im Rathhaussaale vereinigt. Natürlich stob, als der erste Schuß ertönte, im Nu alles auseinander, und ungeachtet die Mannschaft erst nach Hause eilen und die Rüstung anlegen mußte, war der gesammte Löschapparat acht Minuten nach der Signalisirung des Feuers am Platze. Die Gefahr war glücklicherweise sehr gering gewesen und das Feuer in kürzester Zeit erloschen, so daß unsere Feuerwehr für diesmal mit einer präzis ausgeführten Ausrückung davonkam. Allgemein wurde jedoch gestern der Wunsch laut, daß der Mannschaft am Ralhhause ein Lokale zur Aufbewahrung der Rüstungen eingeräumt werde, indem sonst, wenn jeder einzelne sie zu Hause abholen muß, jedenfalls unnöthig Zeit und Kraft verschwendet werden. — Daß selbst gestern wieder beim Ausrücken der Feuerwehr die bekannten Leute ihre perfiden Bemerkungen machten, verdient auch nebenher registrirt zu werden. Das Publikum muß doch erfahren, das gewisse Kreise, die in ihrer Impotenz selbst nichts zu schaffen vermögen, doch das gemeine schimpfen auf Andere niemals lassen können, die zu ihrem großen Aerger Wohlthätiges und Tüchtiges leisten. Die Generalversammlung wurde abgehalten, um das im Statut vorgesehene Ehrengericht zu wählen. Aus der mittelst Stimmzetteln vorgeuommeiien Wahl gingen hervor: Dr. Stöckl, Bamberg, Freiberger, Hartmann, Prof. Perger, Dr. Erschen. Die Sitzung wurde nach Rückkehr vom Für-stenhos wieder ausgenommen und noch ein Antrag angenommen, zufolge welchem in dem Statut die Bestimmung Platz finden soll, daß die Tagesordnung der Generalversammlungen gleichzeitig mit der Einladung bekannt gegeben werden muß, und daß Anträge aus Abänderung der Statuten oder der Dienstordnung schriftlich und rechtzeitig an-zu melden sind, nm ebenfalls mit der Einladung zur Kenntniß der Mitglieder gebracht werden zu können. Sodann wurde noch bestimmt, daß Hauptmann Doberlet als Dele-girter dem allgemeinen Feuerwehrtage anwohnen soll. Unser Verein hat nämlich das Recht, einen Delegirten zu entsen den, außerdem habeu alle Mitglieder Las viecht der Teilnahme an den Festlichkeiten und Zutritt zu der Ausstellung Die Südbahn hat eine SOperzentige Fahrpreisermäßigung zugestandeu. Hieraus Schluß der aus so eigentümliche Weise unterbrochenen Versammlung — (Blitzschlag.) Bei dem am Samstag Nachmittags niedergegangenen Gewitter schlug der Blitz in den Ventilator der Tönies'schen Dampssäge, ohne erheblichen Schaden zu thun. — (Schadenfeuer.) Heute Mittags bräunte in der Nähe der Kolesia-Mühle eine Harpse nieder. — (Schneefall in den Alpen.) Der vorgestrige Wettersturz brachte den nach Regen lechzenden Fluren einen reichlichen Niederschlag; während er die Alpen in ein frisches Schneekleid hüllte; der starke Schneesall daselbst erstreckte sich von den höchsten Spitzen bis auf 5000' Seehöhe herab. Die Hochgipfel der Karavanken, vor allem der Obir und die Ko-fchuta schimmerten gestern in glänzendstem Weiß. Den Sennern mag diese Bescherung höchst unwillkommen sein; am Johannisabende erglänzten ihre Freudenfeuer von der Höhe der Kreuzeralpe, deren grünende Triften plötzlich in eine Winterlandschaft verwandelt wurden. — (Feuerwehrzeitung.) Mit 1. Juli erscheint in Graz monatlich zweimal eine „Feuerwehrzeitung" für Steiermark, Kärnten und Krain;" Redakteur und Herausgeber derselben ist Herr E. Unter-walder. — (Ein richterliches Urtheil über Wahlagitationen im Beichtstuhl.) Der „N. Fr. Presse" wird aus Graz unterm 25. Juni berichtet: Die Grazer Staatsanwaltschaft hatte die Beschlagnahme von Nr. 16 des „Freidenker" verfügt. Das k. k. Landesgericht und das k. k. Oberlandesgericht fanden in der inkriminirten Nummer kein Verbrechen, und wurde die Beschlagnahme lediglich wegen Vergehens nach Z 303 St. G. B. bestätigt, welches nach der Ansicht der beiden Preß-Jnstanzen in dem Artikel: „Jesus auf dem Konzil" enthalten ist, wogegen der Artikel: „Enthüllungen aus dem Beichtstühle" nach keiner Richtung hin strafbar befunden wurde. In letzterer Beziehung find die „Gründe" des k. k. Landesgerichtes Graz interessant. Diese lauten wörtlich: „In dem beanständeten Artikel: „Ent- hüllungen aus dem Beichtstühle" wird der Thatbestand des Vergehens nach tz 303 St G. B. nicht erkannt, weil nicht das Beicht-Institut selbst angegriffen, son dern nur ein einzelnes Faktum des Mißbrauches des selben, wie solches eine redend angeführte Kranke ihrem zweiten Beichtvater erzählt, dargestellt wird. In diesem Artikel wird also nicht eine Einrichtung der katholischen Kirche herabgewürdigt, sondern nur der Mißbrauch derselben an den Pranger gestellt; und leider lehrt es die tägliche Erfahrung, wie oft ganz unschuldige Mädchen im Beichtstühle durch detaillirte Behandlung geschlechtlicher Verirrungen, von denen das unschuldige Wesen noch keine Ahnung hatte, verdorben werden, weil da früher ungekannte Ideen und Lüste erst geweckt werden. Ebenso ist es Thatsache, daß der Beichtstuhl zu Wahlagitationen und anderen weltlichen Dingen mißbraucht wird. Derlei Mißbrauche öffentlich geißeln, kann aber gewiß keine strafbare Handlung im Sinne des österreichischen Gesetzes sein. Eben so wenig liegt in diesem Artikel das Vergehen gegen die öffentliche Sittlichkeit, weil durch Anwendung der darin vorkommenden Ausdrücke zwar die Sittlichkeit verletzt wird, aber nicht gröblich, was dann der Fall wäre, wenn z. B. unzüchtige Handlungen mit nackten Worten beschrieben oder klar bezeichnet würden." Aus dem Bereinsleben. — (Außerordentliche Generalversammlung des Handels-Kranken-und Pensionsvereines) am 26. Juni d. I. im großen Saale des Rathhauses. Vorsitzender: Der Vereinsdirektor Dreo. Schriftführer: der Vereinssekretär Slitscher. Anwesend 42 Vereinsmitglieder. Punkt I der Tagesordnung: Interpellationen und Anträge der Vereinsmitglieder. Werden keine eingebracht. Punkt 2: Antrag der Direk- tion auf Annahme des nachstehenden Zusatzes zu tz 2 der Statuten : „Außer den wirklichen und Ehrenmitgliedern besteht der Verein auch aus unterstützenden Mitgliedern. Unterstützende Mitglieder können werden Kaufleute und Fabrikanten ohne Rücksicht auf das Alter und Domizil gegen dem, daß sie die statutenmäßigen Iah reSbeiträge von 4 fl. (ohne Einschreibgebühr) leisten. Sie haben auf die laut tz 1 aus dem Bereinszwccke fließenden Vortheile keinen Anspruch, genießen aber mit den Ehrenmitgliedern nach 38 und 46 gleiche Rechte. Die Aufnahme geschieht bei der Direktion. Nach kurzer Debatte wird der Antrag der Direktion angenommen. Punkt 3. Antrag der Direktion auf Ermächtigung derselben zur Einkassirung der pro 1869 rückständigen Jahresbeiträge von 13 Mitgliedern. Die Direktion wird zur Einhebung der Rückstände pro 1869 ermächtiget, und zwar haben die rückständigen Mitglieder den Jahresbeitrag pro 1869 binnen einem Monat nach Empfang der neuen Statuten zu leisten, im entgegengesetzten Falle ihre Namen gelöscht werden würden. Punkt 4. Wahl von zwei Rechnungs-Revidenten und zwei Ersatzmännern zur Prüfung der Rechnungs-Abschlüsse pro 1870. Es werden zu Rechnungsrevi-denten die Herren: Gustav Hei mann und Johann Nep. Plautz .juü., und zu Ersatzmännern die Herren: Franz Schantel Mi. und Gustav Stedry gewählt. Sohin schließt der Vorsitzende nm 11 Uhr die Sitzung. Die bisher bekannt geworden Resultate der heutigen Wahlen in den Landgemeinden sind folgende: 1. Umgebung Laibach, Oberlaibach: Dr. Blei -weis und Dr. Poklukar. 2. Gottschee, Reisniz, Großlaschitz: Sv et ec und Peter Kosler mit 51 gegen 39 Stimmen. 3. Krainburg, Neumarktl, Lack: Domherr Kramer und Dr. Razlag. 4. Adelsberg, Planina, Senosetsch, Laos, Fei-striz: Dr. Costa und Koren. 5. Rudolfswerth, Landstraß, Gurkfeld : Za g orz. Eingesendet. Allen Leidenden Gesundheit durch die delikate ksvL-leseieiö äu Larrzs, welche ohne Auwendung von Medizin und ohne Kosten die nachfolgenden Krankheiten heilt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulich keit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blut-aufsteigeu, Ohrenbrausen, Uebelkeit unv Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zengniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen Plnskow, der Marquise de Br6han. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die liövaleseiöre bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis in Arzneien. Neustadl, Ungarn. So oft icki meine innigsten Dankgebete zum allgütigen Schöpfer und Erhalter aller Dinge sende für die unberechenbaren Wohlthaten, welche er uns durch die heilsam wirkenden Kräfte der Naturerzeugnisse angedeihen läßt, gedenke ich Ihrer. Seit mehreren Jahren schon konnte ich mich keiner vollständigen Gesundheit erfreuen: meine Verdauung war stets gestört, ich hatte mit Mageniibeln und Berschlei mnng zu kämpfen. Von diesen Uebeln bin ich nun seit dem vierzehntägigen Genuß der RovalWeitzrs befreit und kann meinen Bernfsgeschästen ungestört nachgehen. I. L. Sterner, Lehrer an der Volksschule. In Blechbüchsen von '/„ Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — lisvaleseiere Olioeoiütös in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Tasten fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Taffen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Tassen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgasse 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg Pisztory; in Klagensnrt P. Birnbach er; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Ober ran z-mcyer,Grablvwitz; in Marburg F. Kollet-uig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kro u städte r, uud gegen Postnachnahme. Witterung. Laibach, 27. Juni. Vorgestern Nachmittags starkes Gewitter mit heftigem Wind aus OSO. und starken Güssen. Der Niederschlag erreichte die Höhe von 33'". Die Laibach bedeutend gestiegen Die Luft stark abgekiihlt Gestern kiihl, schwache nördliche Luftströmung. Heute sonniger Tag, Feder- und Hau scuwolken. Wärme: Morgens 6 Uhr -s- 10.3°, Nachm. 2 Ubr -I- 17.8" (1869 -1- 18.6"; 1868 -f- 20.4") Barometer 326.05'". Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme -j- 11.4°, um 3.6", das gestrige 10.9", um 4.1" unter dem Normale. Angekümmene Fremde. Am 26. Juui. Böckl, Ingenieur, Hof. — Alisch, Ksm.,Wieu. — Kren, Kfm., Graz — Pelegrini, Kfm., s. Familie, Triest. — Rossi, Ksm., Triest. -- Benjamin, Kfm., Wien. — Steker, Privatbeamte, Triest. — Fontana, Rsm., mit Familie, Triest. — Pichler, Kfm., Wien. — Potocnig, Gewerksbes., Kropp. - Thomauu, Gewerksbes., Steiubückl. — Pilz, Gewerksbes., Wie«. — Theresa Ballara Nomano, Zara. - Dobrin, Kfm., Graz. — Mitzky, Kfm., Kanischa. — Fischer, Kfm., Graz. — Tomsic, Kfm., Jll.-F-eistriz. - Tondo, Handelsm., Pirano. — Zellenz, Karlstadt. — Neuwirth, Kfm., Lzakathurn. — Pergkofer, Kfm., Klagenfurt. — Wink, Oekouomie-Beaiute, Neunerhof. — Naglic, Ksm., Lack. Eßler, Kausm., Graz. — Heß, Postmeister, Möttliug. — Winteriiitz, Kausm., Wien. — Sti-karowsky, Brünn — Minach, Fiume. — Ostermann, Wien. — Zechner, Oberförster, Raun. — Mraß, Rann. — Walzer, Private, Siffek. — Dombai, Kaufmannsgattin, Pest. Zandegiaconw, Private, Zagabrie. »ottoziehung vom 25. Juni. Triest: 21 63 32 12 7ö. Telegramm. billi, am 27. Juni. Heute wurde der liberale Kandidat Thomschitz mit 296 Stimmen gewählt. Der klerikale Gegenkandidat Jpavic erhielt 1b2 Stimmen, davon in CilÜ selbst nur 18 Stimmen. Großer Jubel. Abends Fackelzug. Wiener Börse vom 25. Juni. LtLLlskOQä». iperc. öfterr. Wädr. . dto. Rente, oft. Pap. dio. dto. ost.inSilb. Geld Ware 60.10 60.20 69. 90.25 90.75 S>.80 ..........^_____________________ -105.50 prämiensch. v. 1864 . 116.50 116.75 e von 1854 e von 1860, ganze j 95.6i» e von 1860, Fünft. 105.)' ÄruLüoQtl.-OKI. ! Steiermark )u5pCt.> v4.-- 95.— Kärnten, Krain u. Küstenland 5 ^ 86.- - 94.— 'ängarn . . -u5 „ 80 1'.» 80.30 ikroat.u.Slav.L „ 83.- r>4 — Siebenbürg. „ 5 „ 77.50 78.— Hationalbank . . . 721.— .'22-Lreditanstalt . . . 259.—^59.2.— »kais. Ferd.-Nordb. . 82§o 2295 Südbahn-Gesellsch. .1^7.30 U)7.5i' Lais. Elisabetb-Bahn. 223. — 223.25 Larl-Lndwig-Bahn Lk-2 75 253.— Siebenb. Eisenbabn . 175.5» 174.— -Lais. Franz-IosefSb.. i»3 i94 — Hünfk.-Barcser E.-L. 174 75 17>.25 lllföld-Finm. Bahn . 173 75 174 25 /iation.ö.W.verloSb. 93.50 93.65 Nng. Bod.-Creditanst. 90.75 91.25 ?tÜg.öft.Bod.-EredLl. 105.80 il 6 — dto. m33I.rückz. ^ 90.50! gl.- Geld 98.— Warr i^ejt. Hypotd. Ban! . Südb.-Ges. zu 500 Fr. dto. Äons6pL:. Nvrdb. (loo ft. CM.) Sieü.-Ä.(20L)fl.ö.W.) Nudolföd.(30ofl.ö.W.)^ Franz-Jos. (200 fl.S.)! Credit 100 st. ö. W. . Don.-Dampssck.-Gef.. zu 100 fl. CM. . . Tnester 100 st. 100.-100.25 100.!-5!l00 4^ 1l9.8<»!lI9.9«> 47.55- 47 60 5.74' 9.57 1.77» 117.75 Telegrafischer Wechselkurs vom 27. Juni. 5perz. Rente österr. Papier 59.95. — 5perz. Renr, österr. Silber 68.80. — 1860er SwatSaulehen 95 50. — öankaktien 721. — Kredikaktien 256.80. London 119,90. - Silber 117.75. — Napoleonsd'or 9.58^', Gedenktafel über die am 1. Juli 1 870 stattfindenderi Lizitationen. 1 Fcilb., Ambrozic'sche Real, Smerje, 1200 fl., BG Feistriz. - l. Feilb., Rak'sche Real., Poreber, 1213 fl., BG Stein. — 1. Fcilb., Juhaut'sche Peal., Podborst, 256 fl. BK. Stein. — I. Feilb., Hitzinger'sche Forderung per 6000 fl. BG. Neumarktl. — 1. Feilb, Planc'sche Real., Döblitsch 4<>0 fl., BG. Tfchernembl. — l. Feilb , Dougan'sche Real, sambije, 1130 st., BG. Feistriz. -- 2. Feilb., Marincic sche Real., Bae, BG. Feistriz. Die am 1. Juli d. I. füllige», mit t »i i» L « « k» » Im ,iI «Lv,» einlöslichen Kslipons VM Graz-KUacher-Dlihn-Aktien werden schon von heute ab mit <« ,11 L « IS gekauft. Näheres a»S Gefälligkeit bei der Ädministratiou deS „Grazer Volksblatt." (242- 3) Epileptische Krämpfe W (Fallsucht) (i6-il7) U heilt brieflicli der Lpcjialarrt für Epilepsie I Doktor O. ZLi>Ik««>I, in Berlin, jetzt: I Louisenstraße 45. — Bereits überHuudert geheilt. > ^ Es werden hier dem Publikum Leu unserigeu nach-j gemachte Artikel zu billigeren Preisen empfohlen, welche natürlich nickt die richtige Wirkung haben können; nm Verwechslungen zu vermeiden, bitten wir genau ans unsere Firma zn achten. l.ilionk86,r ?r vom Ministerium geprüft und konzessiouirt, reinigt dic Haut von ^ebei stecke», Sommersprossen,Pocken-fleckeu, vertreibt de» gelben Teint und die Röthe der Rase, sicheres Mittel für skrofulöse Unreinheiten ^er Haut, erfrischt und verjüngt den ^ ^ Teint uud macht denselben blendend weiß und zart Die Wirkung erfolgt binnen 14 Tagen, wofür die Fabrik garautirt, 'ä Fl. 2 fl. 60 kr. uud l fl. 30 kr. B»rtcrzcn!Ni»iis-Po»i»Vc ü Dose 2 fl. 60 Ir. und 1 fl. 30 kr. Binnen 6 Monaten erzengt dieselbe einen vollen Bart schon bei jungen Leuten von 16 Iah' ren, wofür die Fabrik garautirt. Auch wird dieselbe zum Kopsl,aarwuchs augewandt. Chinesisches Haarfärbemittel, 2 fl. io kr und 1 fl. 5 kr., färbt das Haar sofort eän in blond, braun und schwarz und fallen die Farben vorzüglich schön aus. Lrieiitalisches Eittliaarungsmittel, L Fl 2 fl 10 kr. zur Entfernung zu tief gewachsener Scheitel haare und der bei Damen vorkommenden Bartspnren binnen 15 Minuten. Erfinder Nothe L (SINlM Verleger und kür die Äedaktun verantwortlich: Ottomar Bamberg. Druck don Jgn. v. Kletnmayr L Ked. Bamberg tn Laibach-