Pranumerations-Preise: Fitr Laibach: Sanzjiihrig ... 8 fl. 40 kr. Halbjahrig . Vierteljiihrig Sionatlich • Laibacher Redactio« Bahnhosgaffe Nr. 132. 4 „ 20 2 „ 10 - 70 Mil der Post: Gsuzjiihng... 11 fl. — lr. Halbjiihrig ... 5 „ 50 „ vierteljahrig . . 2 „ 75 „ gitr Zustcllung inS HanS vier-rljithrig 25 kr., monatl. 9 kr. Sinzelne Nummern 6 kr. Expedition- & Inseraten-Bureau: EongretzplaK Nr. 81 (Buch-handlung von Jgn. b. Kleio-mayr & Fed. Bamberg.) Jnserttonspreisc: Fllr die einspaltige Pctit^eile & 4 kr., bei zweimaliger Ein-schalluiig & 7 ft., dreimaiiger a 10 kr. JnsertionSstempel jedeSmal 30 kr. Bei gtb§ercn Jnseralen ur.fc bftrrcr Einschaltung entspre« djenber Rabott. Tnonyme Diittheilungen wrrdrn nicht berilckstchtigt; Manuscripte nicht zuriickgesendet. Nr. 157. Freitag, 11. Juli 1873, — Morgen: Heinrich. 6. Jahrgang. Gegen das Jobberthum. (Schluh.) Der gewiihnliche Menschenverstand weih nun, dah zum Kaufen entweder Geld oder Credit, zum Verkansen aber irgend etwas gehvrt, was man ver-kaufen will. Nun agiteren an der Borse zwei Klas-fcn von Menfchen. Die „Dummen", welche immer noch dieses cben ansgesprochene alte Borurthcil von der Nothwendigkeit eines Besitzes haben, und die »Jobber", die langst darnber hinweg find: die ersteu kaufen bez. verkaufen bar, die andern nur auf Zeit. Kauft man „auf Zeit" z. B. 50.000 Thlr. Lombarden oder was es sonst ift, so braucht man nicht 50.000 Pfennige beim Kauf zu besitzen, das toird sich schon nachher ftnden. Bis Ultimo ift noch eine ziemliche Strecke und da geht der Curs des Papieres gewitz noch hoher. Geschieht das wirklich, so verkauft man rcchtzeitig, und die Differenz ift Sewonnen. Nun aber, weni, bis Ultimo der Curs fich nicht bessern will, armer Jobber, dann bist du hineingesallen! O seid unbesorgt, die Borse ist nicht so hartherzig; es tritt ein Secundant ein, der die Papiere abnimmt oder, wie es in Wien heiht, „in Kost nimmt", mit anderen Worten, das Papier wird ubergeschoben auf den nachsten Monat, das kvstet zwar ein paar Thaler Report, schadct nicht, der Ultimo ist glncklich iiberwunden, und nun find toieder 30. Geschciftstage, sagcn wir richtiger, Spiel-tage mit ihren wcchselnden Cursen dem Jobber gegonnt, da wird sich schon Gelegenhcit finden, die 50.000 Thlr. Lombarden mit anstandigem Ge-wiun loszuschlagen. Ist anch das nicht, will sich keine kraftige Hausse (Steigen der Curse) durch-brechen, so schiebt man wohl nochmals iiber und so lange, bis der grohe Krach kommt, und dann? — no, dann bezahlt man einsach nicht. Schreiber dieses kennt znsallig zwei Borsenjunglinge, wovon der eine noch als Lehrling suugiert, welche bei dem jetzigen grohen Krach der eine mit 5, der andere mit 12tansend Thaler Differenz auf werthe eigene Rechnung und Gefahr „drin sitzen". Nun deshalb fciitc Feindschast! Nach Jahresfrist denkt kein Mensch mehr daran und das Bild beginnt von vvrn, wiin-schen wir ihnen dann mehr Gliick! Verkauft man „anf Zeit", meinethalben fiinfzig tausend Thlr. Lombarden, so glaubt der dumme Provinziale, man mug wirklich soviet Papiere die-ser Sorte besitzen, urn sie verkaufen zu tonnen. Fehlgeschossen, mein Freund! Der Fixer, so nenut man namlich einen solchen Verkanser, besitzt eben-sowenig 50.000 Fidibusse als 50.000 Thlr. Lotn-barden; er wartet namlich ben gflnstigett Moment ab, wo die Lombarden tieser stehen, als er sie ver-fauftc, tritt er ein, dann kauft er; dazu braucht er, wie wir oben fahen, anch kein Geld, „er deckt sich", wie die Borse fagt und streicht am Ultimo die gewon-nene Differenz vcrgniigt ein. Wehe aber, wenn die Baisse (das Fallen der Curse) nicht tommen will, dann mufe er zum Ultimo doch die verkausten Pa-piere schaffen? Ach nein, anch hier weitz die Borse Rath, schnell springt fur den ertrinkenden Fixer ein zweiter ein, der die Stucke liefert gegen einen mahi-gen Deport, und so geht anch hier der gefurchtete Ultimo vorMr, bis der Fixer das Knistern des Ge-balks als lieblichste Musik und Vorbote des grotzeu Krachs in seinem Ohr vernimmt. Das sind also die Kaufe und Verkanfe auf Zeit, das rouge et noir des BorsenspieleS! Will man, dah die Borse gesunde, so reinige man sie von diesen Elementen; man schliehe den Spielsaal, d. h. man verbiete jedes Zeitgeschaft. Dann ist der Umsatz vielleicht nur ein Zehntel des jetzigen, aber ein rceller. Wer spielen will, der gehe nach Monaco! Dann wird Geld fur gesunde Unter* nehmungen vorhanden sein. Es ist geradezu lacherlich, die funs Milliarden fiir deit gegenwortig zusainmenbrechenden Schwin-del als wesentliche Factoren hinzustellen. Die vor-angehende sinn- und endlose Hausse der Jahre 1871 und 1872, die hohle Ueberschatzung der eigenen Mittel ist es, was als natiirliche Reaction den gro-hen Krach im Gefolge hatte. Aendert die Borse ihr System nicht, und freiwillig thiit sie es faum, dann haben wir iiber kurz oder lang dieselben Crsahrun-gen zu machen, immer aber auf Kosten der Sitt-lichkeit und des Geldbeutels des ganzen Volkes." Politische Rundschau. Laibach, 11. Juli. Inland. Wie die „D. Ztg." berichtet, hat am Mittwoch eine M ini ft eri alsitz un g statt-gefunden, in welcher die Frage znr Berathung ge-langte, ob cine furze Landtagssession dent Zusammen-tritte des Reichsrathes vorangehtn solle. Der Minister des Inner« soli fur eine Beantwortung im bejahenden Sinnc fein, doch wird es zugleich als zweifcl-haft hingestellt, ob er mit seiner Ansicht durchgedrun-gen. Binnen acht Tagen mutz ubrigens iiber die ge-sallte Cntscheidung dem Kaiser Bericht erftattet wer. JeM'eton. Mysterien des mellschlichen Lebens. Erzcihlung von Anton Leipnil. (Fortsetzung.) Er begann ein einfaches Leben zu fiihren. Der betraute Agent Gestrals hatte ein scharseS Sluge und brachte in Erfahrung, datz Darronc vom Haufe uach dein Effen auf die Borse nnd von dort langs dem Seineuser wilder nach Hause ging. Abends ging er in ein kleines Kasfeehaus, las die Blatter, vhne seine Umgebung irgend einer Aufmerkfamkeit zu wilrdigen; er hatte keine Geliebte und ernpstng sehr selten Besuche. Gestral uberlieh es seinem Agenten, das austere Leben Darroncs zu beobachten, er selbst beschaftigte Nch mil dem feinen Studium der Physiognomic, zu welchem Zwecke er sich in ein Kasfeehaus der Mon-»Squieugasse verbarg, welches Darronc taglich paf-lierte. Gestral zog fachte den Vorhang des Fensters iurkck und Icirnte taurn einen Blick auf feinen Gegner wersen. Dieser Blick genUgte dem erfahrenen Menschenkenner, urn sich zu uberzeugen, dah sich Darronc immer mit dem Schmieden eines neuen Planes beschaftigte. „AH!" sagte Gestral, „ich will dir die Aus- suhrung dieses Planes ermLglichen." Er schrieb sogleich an Jsidor, der nach seiner Freisprechung in seine Vaterstadt zuriickgekehrt war, und bcrief denfelben brieflich nach Paris. Jsidor folgte der Einladung, besuchte Gestral, dec ihn ohne jede Cinleitnng mit den Worten ernpsing: „Wollen Sie Jhre Frau rcichen?" Diese einfachen Worte verfetzten Jsidor in die traurige Vergangenheit zuruck. „Gewih will ich dies thun!" rief er begeistert, „was Habe ich zu thun, sagen Sie, ich bin zu allem bereit!" „Bor der Hand nur wenig, gehen Sie taglich auf die Borse und spielen Sie." „Womit?" „Kaufen Sie heute Papiere von sicherem Werth, morgen verkaufen Sie dieselben, urn fie abermor-gen wieder an fich )u ziehen. Verscheuchen Sie jede Sorge und jeden traurigen Gedanken, Sie miissen als lebensfroher Mensch erscheinen." Jsidor ging an deinsetben Tage auf die Borse. Gestral nahm feinen Posten im Kasseehause ein. Als Darronc voritberging, konnte man in seiner Physiognomic eine fichtbare Veranderung wahrneh-men. Zu gleichec Zeit meldete Gestrals Agent, dah Darronc von der Borse kommend, mit feinen Augen Jsidor verfolgte, bis letzterer fcittern Gesichtskreife cntschwundcn. Am nachsten Tage bemerkte Gestral, bah in den Ziigen Darroncs geheime Schadenfreude auSge-prcigt war, es rnuhte ihn freuen, dah ihm daS Opfer freiwillig in das Netz gegangen war. Gestral be-fuchte Jsidor, und ihm scharf in das Auge fehend, fragte er: „Haben Sie Muth, mein Freund?" „Ja!" rief Jsidor, iiber diefe sondcrbare Frage crstaunt. „Wir muffeit uns verstchen", sprach der Lom-mlffarernfi. Jch meine, ob Sic Gcduld und KaltblLtig-keit besitzen ? Einen Muth, der in der nachtlichen Fin-sternis am Mrlsten ist — vb Sie bereft find, einer den. Nach demselben Blatte soll die Auflosung dcS alten Reichsiathes uttb die Ausschreibung von Neu-wahlcn anfangS August, die Vornahme der Wahlen in dcr crstett Halfle des September, die Eroffnung der Reichsrathssession Ende Oktober oder anfangs November stattfinden. Nach einer undent Mitlhei-lung wurden die directen Reichsrathswahken schon am 20. August beginnen. Der standige Aasschutz der osterreichischen Lehrertage ist nun wirklich aufgelost warden, weil derselbe, wie es in dem betreffenden Ministcriab-erlasse hcitzt, seine Befugnisse udcrschritten nnd sich t;icbut'ch zu einer Art Controle der Regierung aufgeworfen hat." In dieser seltsamen Motivie-rung, bemerkt die sonst sehr regierungsfreundliche „N. fr. Pr." dazu, sind die Voranssetzungen einer constitntionellen Regierung, welche, gcrade in dem Gegensatze zur Lehre vom beschranktcn Unterthanen-verstande, in der Bevolkerung ihren Stntzpunkt fin-den mutz, auf den Kopf gcftetlt. Welche Stimmung in der Bevolkerung angesichtS dieser vou der Regierung vertretenen Anschauungen platzgreift, davon liefert eitt Beschlutz des deutschen padago-gischen Vereiues in T e s ch en ein drastisches Beispiel. Letzterer hat, wie gemeldet wird, beschlos-sen, erst wahrend des Zusammentrittes des Reichs-rathes an das Abgeordnetenhans ein Gesuch um Revision der Schulgesetze einzureichen, weil cine vorher abgefatzte Petition die Auflosung des Lereines nach sich ziehen konnte. So weit ist es also schon gekommen, datz als der einzige Wachter constitutioneller Rechte nur der Reichsrath, und zwar im Gegensatze zu der Regierung, angesehen wird! Wie demselben Blatte aus Prag geschcieben wird, ware die von den jungczechischen Slattern erhobene Forderung, die passive Opposition zunachst dem 8 and la ge gegeniiber fallen zu lassen, dqs Resultat einer Sitzung des Declarantenklubs. In derselben soll der Eintritt der Czechen in den Landtag fast einstimmig beschlossen worden und nur Pa la cky , bekanntlich der Urheber der czechischen Passivitatspolitik, fiir Fortsetzung der letzteren ein-getreten sein. Glaubwiirdig wird diese Mittheilung durch die Haltung der altczechischen Blatter, welche die jungczechischen Landtagspliine in it dem Schwei-gen der Zustimmung aufnehmen, wahrend sie bisher regelmahig jeden Vorschlag, die passive Opposition in Bvhmen fallen zu lassen, in hestigster Weise be-kampst haben. Der „Mahr. Corr." spricht daruber seine Be-trubnis aus, datz die Mahregeluugen, die mit der Affaire Bodies begannen, gerade in dem Momente cintreten, „wo ernstlich dcr Zusammen-tritt eir.es versassnngStrcucn Reichsrathes allerorten vorbereitet wird und es den Anschein hat, als svllten Schule und Lchrcr der Preis sein an den katholischen Klerus fur die Bildung einer kalholisch-verfassungs- Gefahr zu trotzen, welcher Sie jeden Augenblick aus-gesetzt sind?" Cine kurze Pause trat ein, wahrend welcher der Commissar seine Augen von Jsidor nicht ab-wendete. ,,Ich bin bcrcit", sagte Jsidor entschlossen. Gcstral reichte ihm die Hand. „Noch hcutc beziehen Sie das Zimmer des Hotels, welcheS Sie mit ihrer Frau bewohnten. Jeden Abend zunden Sie die Lampe art, lassen den Schlassel antzen in der Thiire stecken und marten dann wachend. Beim Tagc konnen Sie schlasen, aber hiitcn Sie sich, dies in der Nacht zu thun. Uebrigens werden Sie stets cine geladene Pistole unter Jhrem Polstcr deceit halten. Den Dolch, den Jhnen das Gericht als Angedenken znritckgab, legen sie auf den Tisch neben dieLampe. Gluck auf! Jch mutz Sie verlassen, darf mich nicht in Ihrer Ge-sellschaft fehen lassen und wir werden unS hoffent-lich nicht fehen, bis alles gliicklich abaelau-fen ist." Jsidor ging in das Hotel und miethete das bcroutztcZimmer, dessen Anblick peinliche Erinncrun- treuen Partei. Die Schule, friihcr als ein Hammer gegen die Hierarchic und das Concordat ausgcniitzt, soll nun als UnterpfaiiD der Bcrsohnung zwifchen Staar und eincui Thcil der Kirchc zum Ambotz werden." Die osterreichifche Regierung hat durch Ber-mittlung ihres Gesandten bei der r u s s i s ch en Regierung Schritte gethan, um ben osterreichisch-russi-schcu H a it d c ( in einen lebhaftercn Flutz als bisher zu bringett. Diesbeziiglich hatte die osterreichifche Regierung in Petersburg bereits Vorschlagc machen lassen, welche die Errichtung tnchrerer ticuer oster-reichischer Consulate, naineittlich im siidlichen Rutland betreffen. Die Steuerruckstaude itt Ungarn rnchren sich von Tag zu Tag; ueuerdings hat wie-der das tcmefci' Soniitat um Sistierung der Stcucr-cjcecutioucii anyesucht itno zugleich gebetcn, datz von den Steuerrllckstauden 50 Procent nach der Ernte und andere 50 erst in spaterer Zeit eingehoben werden. In ihrer Gutherzigkeit patronisieren die un-garischen Blatter dieses Gesuch, welches bald all-seitig Iiachahmung fittden durfte. Anslaud. Das Oberprasidium in Posen ist vom Kultusminifter angewiesen worden, die Schlietzung des Priester seminars zu ver-fugen und nothigenfalls mit allen dem Staate zur Verfiigung stehenden Mitteln ins Werk zu fetzen. Das Priesterfeminar in G n e s e n ist in diese Matz-regeln nicht mitinbegrissen, obwohl demselben aus dem Grunde, weil der Erzbifchof die vom Staat ange-ordnete Revision dieser Anstalt gehindert hat, die Staatsuuterstutzuug ebensalls entzogen ist. Die „Provinzialcorrespondenz" erkliirt nochmals, die Staatsregierung set entschlossen, von den Mitteln, welche die Gesetzgel^ttg ihr in die Hand gegeben, gegen a tic geist lichen Herrfchaftsgeluste, gegen allen Trotz, allc Ausfluchtc ruckhaltlos Gibrauch zu machcn. Uebcr die ebett im Zugr befindlichc R a u -mung des franzSfischenTerritoriums durch die deutschen Truppeu wird aus Nancy vom 5. d. officios gemeldet: .Die Raumuttg des Bo-gcsendcpartcmcnts wird, wie diejcnige der ubrigen ttoch bcsetzten Dcpartcments, fiir das Gepack, das Material und die Ambnlanzen am 6. Juli, fiir die Truppen selbst am 18. und 20. Juli beginnen und iibcrail am 4. August beendet sein. Der General v. Manteuffel befindet sich nocd immer in Nancy; cr wird am 3. oder 4. August mit den letztett Truppen abgehen und am 5. oder 6. August sein Haupt-quartier in Verdnn auffchlagen. Herr v. Saint-Vallier wird ihm dorthin folgen. In das Dorf Conflans wird nur cin Posten von 25 Mann ge-lcgt werden; die Stadt (Stain wird das Bataillon behalten, welches fchon jetzt bort liegt jtnd durchaus in Barakenlagern untergebracht ist. Die Raumung des Deparlements Meurthe-et-Mofcllc wird glcich- geit in ihm rege machte. Alles roar noch auf dem allen Playe, die Blutspuren Iroarett ttoch nicht vom Boden verwischt. Jfidvr schwankte und mutzte sich an eine Stuhllehne halten, um nicht zu fatten. Die Wirthin, die ihtt begleitete, sprach ihm Trost ein. Jsidor miethete das Zimmer und verlietz dann das Hotel. Nach den Weisungen Gestrals mutzte et forg-los erscheinen. Cr spazierte auf den Boulevards und nahtn bort das Mittagmahl zu sich, gegen 9 Uhr nahtn er seinen Weg nach Hause, ohne jich unt< zuwenden. Zu Hause angelangt, lietz er den Schlussel von autzen in der Thiire stecken, ziindete die Lampe an und legte den Dolch ttebett dieselbe. Das Zimmer hatte etwas fiirchterliches an sich — Jsidor zitterte att allen Gliedern— tiefer Schmerz bemcich-tigte sich seiner. Vor kaum cittent Monate roar er hter mit seiner geliebten Frau und jetzt stand er allein — ganz allein in dec Welt . . . er roeittte bitterlich und walzte sich fchlaflos auf dem Bette. So verging die Nacht, ohtte datz etwas befonderes gefchah. zeitig mit derjenigen des Vozrsen- und der ubrigen Dcpartcments ersolgen. Die Garnison von Verdun, welche sich zur Zeit auf 3500 Mann brlauft, wird nach der Verleguug des Hauptquartiers in diese Fe-stung, der berliner Convention gematz, um 1000 Mann verstcirkt werden." Die Freiheit wie in Persien wttnscht der pa-riser „Figaro" und mit ihm wohl die ganze klerical-legitimistische Partei den armeu, ohnebics schon so hart gepriisten Franzosen.' In einer beclamatorisch schwungvollen BegrUtzung, welche bas Blatt des Herrn v. Villemeisant an seiner Spitze in persischer und franzosischer Sprache an ben in Frankreichs Hauptstadt eittziehenden Schach richtet, spricht niim-lich der »Figaro" fur sich und seine saubere Partei das Bedamrn daruber aus, datz der persische Despot bet seinein Cinzuge in Paris nicht ouch „von ciucitt if o n t y t wie er selbst empfattgen werden tonne, einetn auf dem Throne seiner Bitter fitzenden Konige, umringt von getreuen und ergebcttett Un-terthanen". Wahrlich fie verdienten, die Herren vom »Figaro", datz ihttett nach echt persischer Freiheits-meihode eine kleine Bastonnade appliciert witrde. Die ..Times" widmen dem Schah einen A b s ch i e d s a r t i k e l, in welchem sie bemerken, es witrde intereffaitt sein, ben schlietzlichen Ciudruck kennen zu lenten, den der Schah cmpsinden wird, wenn er nach Teheran zuriickkehr: und in feinetn Geiste die Letzren uttb Eindriicke seiner Tour Revue passieren lasse. ..Er wntzte" — sagt das Blatt — ..ziemlich viel iiber Rutzland vorher, und obwohl der wirkliche Anblick von England fur ihtt eitt Pha-nomett gewefen feitt mag, so war er nicht ohnc Information iiber unsere Politik und Macht. Das neue deutsche Reich mutz ihm wie ein Geheimnis vorgekommen sein, aber die Beziehungen zwischen F r a n k r e i ch und Persien waren znr Zeit, als seine Familie ben Thron bestig, von betrachtlicher Wich-tigkeit. Zu dieser Zeit waren Frankreich und England Rivalen im Orient, und Frankreich hatte noch nicht alle Hoffnnngen auf eine Eroberung Jndiens aufgegebett. Der Anlagonismus zwifchen Frankreich und England hat gliicklicherweise nachgelasscu, obwohl nicht infolge des Suez-Kanals, und wir kSn-ttett unfertt koniglichm Gaft den Aufmerkfamkeiten uttferes freundlichen Nachbars ohnc irgend welche Eifcrfucht, die noch vor wenigett Jahrcn wahrfchcin-lich hervorgerufen wenn nicht erregt warden fctn witrde, ubcrgebett. Louis Napoleon oder Louis Philipp dUrften vielleicht verfucht haben, sic wicder zu belebett, aber Marschall Mac Mahon hat anderes zu thun." Die russische Regierung latzt durch die bebeu. tend vermehrte Gendarmerie, die unter allrrlei Ver-fleibutig, alS Settler und Juben, hanptsachlich in ben Dorfschenken, ben Gcsprachen der Bauern eitt aufmerksamesOhr Iciht, — auf landliche „N ihi^ Nach dem Fruhstuck stellte Jsidor sich att das Fcnstcr, der Mdrber soll roisscn, roo er zu fin-ben fei. Wider Willen brangte sich ihm die Frage auf: „Wer ist dcr Morder ? . . Auf der Sorfe, tit den Gaffen begegnele ich thin ohne Zweifel . . . aber dieser Gcstral ist so gehcimnisvoll und erwahnt ttte etwas von dcr Sache. Am Abend, als er in seine Wohnung zuritck-kchrte, bemerkte Jsibor, welcher das Zimmer Nr. 2 gemiethet hatte, iatz ouch das Zimmer Nr. 1 im Laufc des TageS gemiethet worden, benn der Schlussel des Zimmers Nr. 1 war auf der fchroarzcn Tafcl neben dem feinigen anfgchSngk. Jsidor ahnte, dah sein Fetnd das Zimmer ge-miethet uttb legte sich in das Bett. Er vcrbrachte die Nacht in steberhafter Erroartung — seine Ner-ven waren fnrchtbar erregt. Gegen 1 Uhr HSrte cr teise Futztrittc, als wenn sich jemand der Thure niihcrc, dcr dann den Schlussel umbtehcn rootlte. Dcr Mvrder furchtete, datz ihtt daS Geriiufch verrathe, er entfernte sich und fain in dicfcr Nacht nicht wicdcr. (Schlutz folgt.) li st e n" sahnden unb dieselben nach Petersburg bringen. So geschah es vor kurzem, dah in einer Dorsschenke, unroeit dcr volhynischen Gouvernements-stadt Schitomir, ein Bauer die Aeuhernng that: „Ach, toenn doch der Kaiser, der doch schon so viel fur uns Bauern gethan hat, auch noch die Beichte abschasfen wollte, dann wiirde es erst gut sein!" Bald daraus erschienen Gendarme«, fahten denRed-ner, der gegen die Beichte ausgetreten war, legten ihm Ketten an und geleiteten ihn mit der Extra-post nach seinem Bestimmungsorte. Zur Tagesgcschichte. — Ein felten er Blitzschlag. Welch eigenthllmliche Wirkung der Blitz ost hetDorrust, da-fttr mtigc solgender Fall dienen, wic er bem „Leip. Wchbl." aus bem kleinen Dorschen Pielerbaustellen witgelheilt roirb: Wahrend baS Gewitter immer naher tam, so schreibt ber Correspondent, unb sich liber »nserem Dorschen zusanimenzog, stolzierte ein HauS-hahn mit semen slins Hllhnern gemllthlich zwischen Ksrnsclbern bahin unb fonnte, olS ber Sturm unb groge Regcntropsen sich bemerfbar machten, nur mit Dieter Miihe etnen bichtbeloublen Baum erreithen, Uttter bem er Schutz zu stnben rocihnte. Wiihrenb er uwgeben von seinen angstlichen Hiihnern bem Natur-spiete zuschaule, suhr ein Blitz in ben Baum, zer-spallete ihn unb ersah sich aus bem Serail ber Be* fieberten nur ben Hahn als sein Opser, rupste ihm, tote men« er jura Braten bestimmt ware, alle gebern aus, so bah bie silnf Hiihner nach ihrer Betaubung nicht roenig liber ihren Herrn unb Beschlltzer er-fchrofen. — Fische als Choleraverbreiter. In iklein-BccSkerek (am, toie „Temesi Lapok" erzahlen, Mefertage ein Fall von Cholera unmittelbar nach bem Genutz von Fischen vor, bie ira siehenben Wasser ge> songen murbeu. DaS genannte Blatt warnt vor bem Genusie von Fischen in einer Zeit, wo Borsicht in ber ^ebensroeife bas wirksamste Mittel zur Erhaltung ber ®esunbl;eit ist. — Der „Allg. Zlg." rcirb aus Paris gefchrie-ben: Bielleicht roirft bie Broglie'sche SRegierung daS ®unber, Frankreich bie ©eranger’sche H e ite rkeit und ben Humor ber unvergehlidjen Pamphletisten toieberjugeben, womit bie minder klericale Restaura-tion hinausgcpfifsen murbe. Jch weih nicht, ob bie Deutsche SRegierung zu ben nact)siehenben Versen lachen toirb. Hier bringen sir bie Heiterkeit hervor, melche schon in Belfort bie alien Weiber unb armen Teufel berfolgte, bie zum Jesusherzen von Parai-lc-Monial hinausgeschleppt rourben. Der Erzbischos von Tours r°s an ber Spitze einer zahlreichen Bonbe aus unb kin, melche das Lied farig* Dieu de la cl6mence, Oil Dieu vainqueur, Rends l’Alsace ala France Au nom du Sacre-Coeur. 'fcer Herzog von Broglie fann sich nicht aus bie Un-toijsenheit seiner PrLscctcn ausreden, welche nach seinem e>geneit Eingestandnis von alien Gemeindevorstanben S'tnieben roerben unb ifoliert aujjerhalb jegticher Fllh-lu«g mit ber offenllichen Meinung stehen. Die jefui-tischen Ausreizungen ber Wallfohret nicht bloS zum ©Urgertrieg unb RcligionSkrieg stnb, wie obiges Kir-chenlieb, im „Univet6" zu tesen, bessen unmittclbarer Patron ber Justizministcr Herr Ernout ist. Nach ben «ngaben ber Eisenbahnverwatlungen habcn bie heuti-9«t Wallsahrten schon einen Berkehr von mindestens 200.000 Personen beroirlt. Diese Zaht entspricht kaum ^eu gemachten Znftrengungen unb" bem verursachten ^ctgernis. Frankreich ist so gliicklich, 90.000 Nounen iu besitzen. Sie, bie Geistlichkeit, bie Serninaristen, bas Bettelvolk ber Kirchenthiiren, bie obelige Derai-^JJonbe ber Beichlstlihle, bie gegen TageSlohn stellver-'retenben Wallfahrer, enbtich bie VergniizungSzUgler dgl. bilben bas Publicum, bessen sromme unb l£?P’9e ®?ceffe Frankreich erbauen unb retten soden, "tan mufj sich also verwunbern iiber bie verhalinis« »iifjige Geringfttgtgfeit ber Bewegung. — Die „Ziir. Zig." bringt cine Corresponbenz 0u$ Tessin, welche roieber einmat ein wenig erbauli- cheS Licht aus bie moiMsche ErziehungSweise in ka -tholischen Knabencvnvicten roirst. In Tessin ist ber Unterricht bereits (eit bem Jcihre 1852 fiicutarifiert; bie geroissenhast rechtgtanbigen Kalholiken, benen btefe Bestimmung ein Greuel ist, sind beShalb geniithigt, menn fie ihren Kinbern bie Wohlthat einer uttramontanen Erziehung zu Theit roerben lassen roollen, bieselben in auSroartige Anstalten zu bringen. Unter biesen so schreibt man, steht in vorberster Reihe die-jenige ber Patres Barnabilen in Monza bet Mailanb, unb bie Tefsiner fchidten jahrtich burchschnittlich 25 unb in biesem Jahre 18 Zoglinge bahin, mit einem iiber alle Zroeiselerhabenen Bertrauen. Uugliicklicherroeise beetle bieser Tage bie Behbrbe bie obsebne Geschichte einer Neihe vou rnchlosen Hanblungen, Attentaten unb SBergeroattigungen aus, die an unglllcklichen Zbglingen begangen rourben. Das Institut rnutzte geschlosien unb bie Eltern eingelaben roerben, ihre SLhne zuriickzuziehen. Gegen ben Rector rourbe ein Berhastsbesehl ertafien; aber bieser fam zu spat, ba eS ihm getungen war, zu entfliehen, unb man gtaubt ihn im Canton Tessin sinben zu tbnnen, roo man vermuthet, bah er sich ver-steckt halte, Bielleicht bei biesem ober jenem Baler, ber hintergangen, aber noch nicht eines Bessern belehrt roorben ist. Die Feber versagt ben Dienst, bie Ruch-tofxgfeit zu erzahlen, beren sich ber Rector unb bie Prosessoren bieses Collegium- schulbig machten unb wovon schmerzliche Beweise vorliegen. Local- unb Provinzial-Angelegenheilen. — (95er bot bes Tabatrauchens.) Be-kannltich ist ben ©trSslingen seit 1867 ba8 Rauchen gesiattet; jeboch roar baSselbe aus ben tSgtichen einjtiin« bigen ©paziergang btschrantt, sonst aber bei schroeren DiSciplinarstrasen verbolen. Ein Jnstizministerialerlah hat nun, roie bie „Graz. Ztg." metbet, biefe 93e. toiUigung roieber fiir alle Strashauser ausgehoben Anlah zu bieser Berorbnung roar vorzugSweise bie Eingabe eines Slrafhausbirectors, in welcher betont mirb, bah bei Einsenbung von Rauchrequisiten bie grbh ten MiSbrLuche geschchen, Gelb in bos StraushauS ge schmuggelt toerbe unb bei einem grohen Theile ber HfistUnge solche Beglinstigungen bie beabfichtigte Befse rung nicht nur nicht bestitbern, sonbem vereiteln, in bem bet Strasvollzug zu roenig abjchredenbes Habe. — (©chabenseuer burch Btitzschlag.) Am 5. b. nachmittags ura 31/, Uhr schlug ber Blitz in bas HauS be« KeuschlerS KaSpar Perko in Weuke. Bezirk Umgebung Laibach, ein. Die DachstWe beS Wohn- unb StallgebiiubeS, 30 Ztr. Heu unb 30 Zlr. ©troh, meljrere EinrichlungSstiicke unb WirlhschastS-gerdthe rourben ein Raub ber Flararaen. Der nicht asfccurtetle ©chaben betragt 300 ft. „ — (Transport e x p l o b j e r b ar e r G e-z e n st a n d e.) Da beint Transport" von leicht explo btetbaren Gegenstanden Falle vorkommen, bah bie ©enbungen nach bem Einlangen in ber Abrehstation vom Abressaten nicht rechlzeitig erhoben rourben unb t&ngere Zeit am Sager behatlen roerben mlihten, hat ber HanbetSminister im Eitmernehmen mit bem unga-tischen Coramunicationsminister zur Hintanhaltung solcher sicherheitSgesiihrlicher Verzogerungen eine Vet orbnung an bie ©ahnoerroaltungen ertafsen, raittelst welcher fiir berartige ©enbungen ber Francatnrszroang eingesiihrt unb Werlhnachnahmen stir unzultisiig er* llfirt, server bie Ausgeber verpslichtet roerben, sich aus bem Frachtbriese bamit einverstanben zu erltaren, bah ihnen bie Ware aus ihre Kosten roieber zurUckgestellt toerbe, falls ber Abreffat es unterlassen solite, biejetbe binnen 48 ©tunben nach Empsang beS Avisos abzu hoten. Die Bahnverroatlnngen rourben gteichzeilig er mfidjttgt, zur Deckung ber mit ber einstroeitigen sicheren Aufberoahrung ber Ware tierbunbenen Untoslen nach Ablauf ber erroahnten 48 ©tunben ein erhohteS Sager* gelb zu erheben. — (In tern er Telegraphenverkehr.) Jnfolge einer Uebereinfunft zwischen bem Lsterreichischen unb ungarischen HanbetSminister unb aus Grunb ber erftoffenen allerhochsten Bewilligung rotrb ein never Einheiistaris fiir ben intergen Tctegraphcnverkehr mil 1. August b. I. in Wirksamkeit treten. Nach bemsel- bett betrSgt bie GebLhr fiir eine Depesche von 1 5i 20 Worten ohne Unterfchieb ber Entfernung nach alien ©tationen OesterreichS unb Ungarns 50 Kreuzer und fiir jebe roeiteren 10 Worte 25 Kreuzer. Gleichzeitig mit ben neuen Tarifbefiimmungen rotrb auch bie neue Art ber Gebiihrenenirichtung burch Anroenbung vo» Tetegraphenrnarken zur Einflihrung getungen. — (Zum HanbetSka rnrnertag.) In bet am 9. b. abgehaltenen Vorberalhung gab sich burch bie Anroesenheit ber grohen Mehrheit bet Kammer* Selegierten bie Theilnahrne (unb, welche bie SBertreter* schasten von Hanbet unb Industrie an bem hochroichti« gen Gegenstanb ber TageSsrage, namtich ber „Krise", befunben. Die Berhanbtung erstreckte sich wohl zumeist nur aus Forrnalitaten, auS ber hervorgeht, bah, toemt bie nachste Šersammtung nicht anbers befchtiehen fottte, Herr v. Reckenschuh bem Hanbelskamwertage alS PrS* sibent vorsitzen rotrb; fiir bie Bizeprasibentenstellen stnb Berlreter von Graz, Prag unb Brlinn in AuS-ftcht genommen. Die ©efchaftsorbnung ber »tenet Sommer rourbe besiniliv angenommen, ebenso bie Ab-stimmung nach Kammern, so zroat, bah bie Delegier-ten jeber Sommer ben Abstimmenben bezeichnen. Ein Antrag beS Itagensurter Delegierten Herrn ©. Ite« bitsch aus Zulassung von ©eparattioten — an unb fUr sich ein ganz unschutdigeS unb gerechteS ©atvie* rungSmittel zu Beschroichtigung ber persLnlichen Ueber« zeugung — rourbe nur von ben SSertretern KlagenfurtS unb bem Priisibenten ber laibachet Kammet, Herrn V. C. ©uppan, unterstiitzt unb btieb sonach, iiber Gegenantrag MoyerhoserS unb KollirS von Brobh, in ber MinoritLt. Jetzt schon zeigt es sich, boh be« Bertretern ber wiener Kommet bie Fllhrung gtflchert ist, unb es erhellt bos au8 bem lebhaften ApplauS, welcher Herrn Ritter v. Moyerhofer zutheit rourbe, nachbem er bie Erwortung auSgefprochen hatte, boh ber HanbeSkammeriag sein ersteS Debut hoffenttich fchon in zroei bis brei Tagen beenbet habcn toitb. An» trtige sinb in AuSsicht gestellt von ben Kammerbelegier-ten von Graz unb Klagenfurt. — (Post roe fen.) Die mit 1. Inti b. I. in» Leben getretene Reorganifterung bet nicht ararifdhen Postonstatlen enthalt fotgenbe roichtige Bestimmungen. Die Jnhobef von Postomtern mit bet JohteSbestol-lung bis einfchtiehtich 300 ft. haben lUnftighin „Post> expebienten", biejenigen, welche ein Pofiamt mit einet Bestallung von 4000 ft. aufroarts, ein erbticheS ober mit einer Poststation vetbunbenes Pofiamt tnnehaben obet eine Poststollholtuug vetfehen, hoben Ittnftig „Postmeistet" zu heihen. BezLglich ber erbtichen Post-dmtet rourbe ber Gtunbfotz festgeholten, bah eine all« gemeine AbtLfung ber ErblichkeitSptivilegien nicht cor* zunehrnen fei, bah jeboch eine fotche in einzetnen ttt4» sichteroiirbigen FSllen ptatzgreisen Ibnne. Die Entloh-nung ber Postmeister unb Postexpebienten, welche nach Ablauf vou je brei Johren einer Regulierung z« nnlerziehen ist, richtet sich noch ber reetten Brief- unb Fohrpost-Einnahme beS bezUglichen PostamteS unb be. tragt bei einer Einnahme bis inclusive 400 ft. 150 Gulben Bestallung unb 40 ft. AmtSpauschale, iibet 400 ft. bis inclusive 800 ft. 200 ft. Bestallung unb 60 ft. AmtSpauschale, iibet 800 fl. bis inclusive 1200 fl. 300 fl. Bestallung unb 80 fl. AmtSpau« schale, iibet 1200 fl. bis inclusive 1600 ft. 400 fl. Bestallung unb 100 ft. AmtSpauschale, iiber 1600 fl. bis inclusive 2000 ft. 500 fl. Bestallung unb 120 fl. AmtSpauschale. Den Pofiamtern mit einer Einnahme liber 2000 fl. roirb, roenn ihre bisherigen BezUge 620 ft. nicht crreichten, eben biefe Entlohnung ange« roiefen; in anberm Falle hat e» bei ben bisherigen Beziigen zu verbteiben. Beziiglich ber Poflrittgetbet bteiben bie bisherigen Bestimmungen ousrecht, boch mit ber Moblsication, bah fiir Exttaposten unb ©eparat* fahrten basselbe mit 20 P-rzent hbher at« flit anbere Ritte bemeffen roirb. Von ben bisherigen Bestimmun« gen iiber bie Haftpflicht ber Postmeister fonnte im In-tereffe beS AerarS roie auch bes Pubticums nicht ab* gegangen roerben, be«c\leid)en rourbe bie bishet be* jlanbene germ ber 3Dienfivertrage[unb daS Recht ber halbjahrigen AuffUnbigung ousrecht erhalten. Eine be svndere Riicksicht roirb fortan ber AuSbehnung bet Muralpost zugewendet und werden die hiedurch elwa entbehrlich werdenden geringeren Postamter aufgelaflen werden. —‘ (Publications« deS liberal-politi-schen VereineS fUr OberLsterreich.) Im Verlage deS liberal-politischen Vereines (lit Oberoster-reich find so eben folgende Schriften erschienen und durch Herrn Gemeinderath Hochenegg in Linz an der Donau zu beziehen: a) Rede tiber die Ste l-lung der deutschen v e r s a s su n g s tre u en Partei in Oesterreich von August Gollerich, Ehrenmilglied deS Vereines, vorgetragen in der 104lcn DereinSversammlung in Linz am 21. Mai 1873. Nach stenographischer Vuszeichnung. 8., 20 Seilen, 49. VereinSpublication, Preis per Exemplar 10 kr., wit Postversendung 12 kr. GrLtzere Bestellungen er» halten den Ublichen Rabatt. FUr den Werih dieser Echrift biirgt der Name lies urn die Partei hochver-dienten VerfasierS, und verdient dieselbe die rollste Be^ ochtung. b) Die Wahlresorm und die b i r e c = ten Wahlen von August Gollerich, Ehrenmit glird dcs Vereines. 8., 16 Seiten, 50. VereinSpub lication. Preis per Exemplar 5 kr., mil Postversendung 7 kr., 100 Exemplare kosten 3 fl. 6 kr. stellungen von groherrn Partien werden noch mil weiterem Nachlatz dcs Preises expediert. Angesichts der bevorstehenden directen Wahlen in den ReichSralh empfehlen toit diefe echt zeitgemLtze und trefflich ge-fchriebene Broschlire alien unseren Parleigenosien aufS wiirmste. Gleichzeitig versendet der Verein den Prospect deS von ihm nun seit vier Jahren herausgegebenen ..Politischen VolkskalenderS sUr das Jahr 1874". Das der Redaction zu Gebote stehende Material ist diesmal noch reichhaltiger als in friiheren Jahren, und wird eine Reihe von praktischen, fiir Hof, Feld und HauS verwendbaren Notizen belehrenden und anregenden Jnhaltes den Werth dieses Kalenders noch erhLhen. Auch die WeltauSstellung in Wien bietet geeignete Stosse zur Besprechung. Von den verdienten Mitarbeitern nennen wir nut Gollerich, Anastasius GrUn, Dr. Ennemoser, I. Pederzani u. s. to. Der Kalender in breitem Kleinoctav, 6—7 Druck-bogen stark, kostet nur 30 kr. inclusive Slempel, bei Abnahme von 50 Exemplaren 22 kr. per Sltick. In Laibach zu beziehen butch die Buchhandlung Klein-mayr L Bamberq. Eingesender. Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medizin irnb_ ohne Kosten. Revalesciere du Barry von London. fleine Kranlhrit vermag der belicaten Revaleecičre da Barry hi widerflehen, und belritigt dieselbe ohne Medizin nnd ohne Soften all! Magen-, N erven-, Bruft-, Lungen-, Leber-, Driisen-, Schleimbaiit^ glio, 2)Z. Usiglio, E. Usiglio, SEricft. — Simcic, Klara. - - Jung, SBicn. — Prosenc, Kra »burg. — Streiham-nicr, Neutra. — Praznik, Nasica. — Attlmayr farnrnt Familic, Fiumc. — Drain, Radmannsdorf. Ilulrl Stailt Wien. Fink, Hofliferant, Graz. — ©ntttcr, Kfm., Wien. — Rasinger, Wnr,en. Hotel Europe. Scberini, Pfarrer, Ungavti. — Dol-schein, Privaticr, Ooq. — Snnitigrr, Kfm., Augsburg. Mainer von Oeslevreleli. SBogiicr, jčiipferfdjrnieb, Ungarn. — Kun^ic, Lehrer, Si. Ocorgcit. — Mlekus samml Familic, SormoitS. Sternwnrte. Franz Šušteršič, Ksm; Alois Šušteršič, Besitzer, Toplitz. — SfebojSe, @t. Nupred)t. — Tratnik, SDiorfiic. Moliren. Fencgotto, Udine. — Prettier, Tries}. — Ernst, Adelsberg. UeBeifcit und Erbrechen selbft wiihrend der Schwan- »erschast, Diabetes! Metanchotie, Abmag-rung, ' Rheum alismus, iSichl, »Uichlucht. - AuSztlge auS 75.000 CeMcaten Bet Genefungen, ,b» werden auf erlangen franco eingesendet. 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SB ttrtne: Morqens 6 llhr -j 18'4", nachnnttags 2U6t+ 28-5»(S. (1872 + 27 0°, 1871 + 308°). Barometer im Fallen. 735.05 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wiirme + 219°, um 3 0 ilber dem Normale. Angekommene Fremde. Am 10. Juli. Hotel Elefant. Laneraro, Gras und Griifin, Familic und Dienerschast, Jtalien. — Ferlnga, : sammt S. Usi- Berstorbene. Den 10. Juli. Matthaus Korencit, Arbeiter, 63 I., Civillpital, Typhns. — Indica Komatar, Barmherzige Schwester, 28 I., Kapnziuervorstadt Sir., Lungentuberculose. Gedenktafel fiber die am 15. Juli 187 3 stattfindenden Li-citationen. 1. Fcilb., Nome'sche Real., MalverL, BG. Littai. — 1. Feil., Bicskvar'sche Real., Woloule. BG. Littai. — 1. Feil., Racknk'sebe Real., Dragotschaje, BG. Krainburg.— 3. Feil., Luk'sche Real., Lome, BG. Jdria. — 3. Feilb., Semic'sche, Real., Hornberg, BG. Eottschee. Telegramme. Florcnz, 10. Juli. Das neue Cabinet leistete den Eid. Minghetti hat die Prasidentschaft und die Finanzen inne, Visconti-Benosta Acutzeres, Cantelli Jnncres, Ricotti Krieg, Ccialvja Unterricht. Zahnarzt A. Paichel beehrt sich hiemit hiiflichst anzuzeigen, bay or von seiner Reise znruckgekehrt nnd in seineit sndjlirficit Singclenrnlicitcn, toie friilier von 9—12 und von 2—6 Uhr >zn sprechen ist im Hattse Zetinovicli Stei-nallee Sp. 37, 1. Stork. . (371—1) Frkmilligk fidtfltion. Am 17. d. M. vormittags von 9 Uf)r an werden im Hanse Nr. 235 am Hanptplatze GeWiilliS-CinrichtungS-ftiilkc fitv ein Lpczcrcineschiist, bestehend in mehreren Ttcllnncn, Pnltcn, Ltl-Ttiinder«, Cimcntcn, Wnncn, Ausliiing-Tafclll, 1 Pctrolc»»l-Mes;nppi>rat n. a., alles in gutem Znstande, gegen gleich bare Bezahlnng versteige-rnngsiveise oerkauft. (372—1) !!l)ui'ch die Borseiikrisis!! hat wohl mancher, sich vcrtrauenaselig dem Bor-sens|»it*lhingehcnd und dieFolgen nichtahncnd, bedeutende Yerlustc erlitten; dieselben wieder zu declcen, ist das naturliche Bestreben eines jeden, wobci jedoch mogliclist darauf Rticksicht genommen werden muss, dass die jVlittel und Wege zur ganzen oder theilweisen Wiedererlangung des Verlorenen auf solider Grundlage berulien und dieselben cinem jeden gegen verhiiltnissmassig selir geringes Risico often stehen; zu dem Ende empflehlt sich die Be-theilignng an der wiederum vergrosserten, von der Regierung gcnehmigten Staa Mona ten in 6 Abtheilungen I'olgende Gewlnuej j alelier gewouiien -tverden, namlich: ein ) neuer icroesei- llau|ftitewliin eventuell 130,000 Tlialer, ) speciell Tlialer 80.000, 40.000, 30.000, 20.000,’ I 16.000, 2 mal 12.000, 10.000, 3 mal 8000, 3 mal; ) 6000, 6 mal 4800,12 mal 4000, 11 mal 3200, 12 mal, ) 2400, 32 mal 2000, 2 mal 1000, 64 mal 1200,1 j 204 mal 800, 2 mal 600, 1 mal 480, 410 mal 400,] j 410 mal 200, 10 mal 120, 470 mal 80, 19.800 mal, 144, 18.541 mal 40, 20, 8, 6, 4 und 2 TlialerJ j Die Gewlilll-Zieliuilg der zweiten Abthei ' j lung ist ailltllell auf den (362—2) 16. und *fuli sE. «f. ) festgestellt, zu wclcber die amtlich festgesetzte Einlage lii das ganze Original-Los nur V fl. «. W. das lialbe „ nur 3 fl. S. W. das viertel „ nur 1V2 A* W. ) ist, und sende ich diese Orlglnal-EiOSe mit Ke1 ^ 1 gieriimcswa|ipeil (keine Promessen oder Privat—j j Lose) gegen franUierte Einsendung dcs Be-I Itrajee« selbst nach den en< I’erntesten fte-| i gendeil den geehrten Auftraggebern Nol'orl zu ) Die amtlielie Kleliunesliste und | die Versendung der Gewinngelder! ! erfolgt sofort naelB der Zielmng an jedenj j der Betheiligten prompt und verseliwieigen.l ) Mein Geschalt ist bekanntlich das altestej j und allergluekiicliste, indem die bei mlrj Betlieillgten schon die groeeteei Haupt*( irewinne vonTlialer 100.000,60.000,50.000V oftmals 40.000, 25.000, 20.000, sehr haufig 15.000,( 12.000, 10.000 etc. etc. und Jungst in den, im Monat tflai und «8II111 d. J. Stattgehabten! Ziehungen die Gesaiiiintsunniie von iiber( 140.000 Thaler laut amtliclien Gewl*««*' listen hei mlr gewonnen iiaben. Laz« §am§. Colin in Hamburg, Haiipt-t/omptolr, Bank- und Wechselgeschaft, ,-aaia-3«>(a'*3(»a:jia(aa1 Stoatsfonds. Sperc. Rente, ost.Pav. bto. bto. °st. in ©iI6. Lose von 1854 . • • • to e von i860, J«>5« Ic e BOB i860, Stan. Priimi-nsch- B. 1861 . Grundcntl. - Obi. gteietmatl zu 5 M. Siirnten. Krain. u. Kttstentand 5 „ llngarn zu. . 5 „ Kroat.n. Stav.5 „ Eiebenbllrg. zu 5 „ Acticn. Nationatbank . . • ■ Union - Ban! . • • 1 Sretitonftatt . • • ' « b. 8*coB«#te*®*f. «»glo.-°sterr.B<>nr . Deft. Bodencred.-A.. Deh. Hvpcth.-Bank. Steier. EScompt.-Bk. gtanco - Austria . Half. Ferd.-Ncrdb. Sttdbabu-Gelellsch. . Reif. Stlsabeth-Bahu. Jteri«8ubmig-8aBn. . Siebknb. Sisenbahu. StaatSbahu .... *aif. Krauz-Scsef»b.. S8nfr..8itcfcr S.-B. Alsild-Fium. Bahn . Pfandbriefe. Motion. 8.S3. Berlolb. Ona. «cd..«redU#»T 10. Jult. Geld ! Ware 68.40 68.50 73.90' 74.— 94 — | ^4.50 103 25 103.50 116—117.— 133 50 134.— 90.- 69.50 75 50 73.50 01.- 90.50 76.50 74.25 965.—,986. 131.-132.— 229.— 230.- 1020. 184. 265. 78.- 2130 193.- 227.- 826.— 148.- 343.- 213.50 160 — 90.20 83.— 99.76 87. 1025 185.- 267.— 79. 2140 193.50 228.— 229.— 149.-344.-214.— 160.50 90.40 Deft. Hypoth.-Banl. Priority ts-Obl. Siidb.-Ges.zu 500 St. bto. Son« ejpjit. itbto6.(ioog.6®i.) Staatsbahn Pr. ©tdd StaatSb. Pr. St. 1867 Rudolsb. MOOM.SB.) Franz-Jos. (ZOO fl.©.; Lose. Srebit 100 ft. o. to. . Dou.-Dampssch.-Ges. zu 100 fl. EM. . . Triefter 100 fl. CM. bto. 50 ft. ij.ro. . Ofener , 4o.ft.6.ro. ©aim . „ 40 „ Palssy . „ 40 „ Clary . „ ' 40 „ ©t.@cnoie„ 40 „ Windisckgratz 20 „ roalbftein . 20 „ Keglevtch . 10 „ IRubotfSftift. 10 , Weehsel(3a»on) «ug«b.ioofl.Md.w. grintf.ioofc ... London io vf> wtetL Part« 100 Stanc« . Mflnzen. Geld 91.50 130.25 179.— 98.- 56*— 30.50 38.- 27.50 38.— 27.50 28.50 25 — isIso 94.25 55.- 111.60 43.60 6.31 8.92 168.50 109.25 Ware 9i.- 110.50 —'.as 131.— 103.25 180.- 67.- 31.— 39.- 28.- 39,-- 27.1» 23.60 26.— 14^50 94 50 55 25 11160 43.60 6.3» 8.93 168 »0 109.6» —20.graac«M(t 100.25 Preutz. Kassenscheine 87.25,©Uba ... . Telegraphischer Cursbericht am 11. Juli. Papier-Rmtk 68.55. — Silder-Reutk 73.55. — 1860er Staats-Anlrhen 103. — Baukactien 976. — Sreblt- 230.50. London 111.25. — ©ilber 108.75. — 9.1. Mttnz-Ducatta — — 20-Franc-Swcke 8.88. Druck ton Jgn. v. Kleinmayr & gtb. Bamberg in Laibach. Brrleger uni filt bit Redaction vrrantwortlich: Ottomar »amber,.