Nt. 132. Dienstag, 14. Juni 1898. Jahrgang 117. Aibacher Mung. """' Inserate bis zu 4 geilen 25 lr' «rohere per Zeile ß lr,! bei öftere» «,ede.lwl.».aen per .j.ue Z lr. Dle »liaib, Ztg,» erscholl,! läglich, >»>! «»«„alime der Eoim und Feiertags. Die Udministratlon befindet stck Longressplay Nr, !i, die Medactlon Äalmli^rzigergasse Nr 15. Sprechstunde« der Redaction lwn !< bis ll Uhr vor» mittag«. Uülraiilierlr Briefe werbe,, nicht aiMüommen, Maiuiscriple nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Vs„ Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Oberstlieu-Mant des Infanterie-Rcginients Iung-Starhemberg ^>13 Reinhard Scherer den Adelstand allergna-"3st zu verleihen geruht. y„ Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit """höchst unterzeichneten! Diplome auf Grund des °°n km verstorbenen Fregattcn-Eapitän Arthur Mar-M erworbenen systemmäßigen Adelsanspruches der "ittwe desselben Olga Marti nitz und seinen hinter-vliebelu'n Kindern Bianca, Walter und Egon Mar-^ 'Utz den Adelstand mit dem Ehrenworte «Edle. "ungnädigst zu verleihen geruht. ys„ Seine k. uud k. Apostolische Majestät haben mit ""Mchster Erschließung vom 4. Juni d. I. dem ^"vorstand und Gebäude-Inspector der Wlener ^rselammer Franz Horak das goldene Verdienst-rub/ '"^ der Krone allergnädigst zu verleihen ge- «ss. Seine k. illid k. Apostolische Majestät haben mit A"erhochster Entschließung vom 2?. Mai d. I. dem Uchendiener Franz StuZ in Oroß-Knntschltz das tM^ Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihen ge- ylll ?"ne l. uud t. Apostolische Majestät haben mit .""lM)st,.r Entschließung vom 28. Mai d. I. dem W,'Endlage des Herzogthums Krain beschlossenen "^tzentwurfe, betreffend den Schutz der Edelweiß-N"zen und des Alagay'schen Seidelbastes, die Aller-"^!te Sanction allergnädigst zu ertheilen geruht. ys„ Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit "l erhüchster Entschließung vom 5. Juni d. I. dem (zi'l.^""dtage des Herzogthumes Krain beschlossenen "^tzentwurfe, betreffend die Umlegung und Verbrei-s,"ug der Radna - Nassenfuß - Großlackcr Landes-Me im Concurrenzbezirle Nassenfuß die Allerhöchste "nctlon allergnädigst zu ertheilen geruht. ^;. Der Finanzminister hat den Concipienteu der «"anzprocuratur in Laibach Dr. August Plachtl """ Flnanz-Procuraturs-Eoncipisten dajcldst ernannt. n. Der Minister für Landesvertheidigung hat den Muungsrath des Ministeriums für Landcsvcrthel-Mng Edmund Ponisch zum Obcrrechnungsrathe m ^Ministerium ernannt ___________ Den 11. Juni 1898 wurde in der l. k. Hof- und Staats« drilckerei das XlV, Stück der slowenischen, das XV. Stück der ruthenischen, das XIX. und XX. Stück dei slovenischen, das XXIIl. und XXVlII. Stück der kroatischen nnd das XXVlII. und XXlX. Stück der polnischen Ausgabe des Rcichsgesehblattes voui Jahre 1898 ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Franz Josef-Goldstipendium. Vom Studienjahre 1898/99 kommt an der k. k. Bergakademie in Leobcn ein Franz Iosef-Goldstipendium im Iahresausmaße von 300 fl. in Gold zur Verleihung. Bewerber um dieses Stipendium haben ihre an Se. k. und k. Apostolische Majestät gerichteten, eigen» händig geschriebenen Gesuche zu belegen: 1.) mit dem Tauf- oder Geburtsscheine; 2.) mit glaubwürdige» Docnmenten über ihre Dürftigkeit, unter Nachweisnng des Standes, der Vermögens-, Einkommens- und Familien-Verhältnisse der Eltern im Falle der Verwaisung mit einem Belege der Vormuudschasts-Behörde über den allfälligcn Vermögensstand; 3.) mit dem Maturitäts - Zeugnisse von einem Obergymnasium oder einer Oberrealschule uud, wenn sic schon Hörer der Akademie gewesen sind, mit den betreffenden Studienzeugnisscn. . Unter gleichen Verhältnissen genießen jene Bewerber den Vorzug, welche die Studien an der Akademie erst antreten, insbesondere jene, welche auch die juri-di chcn Studien mit gutem Erfolg absolvierten und lucfür die erforderlichen Belege beibringen. Die Gesuche, welche schließlich auch die Angabe m enthalten haben, ob der Bewerber bereits im Genusse eines Stipendiums oder irgend eines Bezuges aus öffentlichen Caffen steht, sind längstens bis ZI Juli 1898 bei der k. und t. General-Direction der Allerhöchsten Fonds in Wien (k. k. Hofburg) em- ^"sluf später einlangende oder nicht gehörig belegte Gesuche kann keine Rücksicht genommen werden. Wien, am 6. Juni 1898. K. und k. General.Direct ion der Allerhöchsten Privat- und Familienfonds. Franz Zlosef-Goldstipendium. Vom Studienjahre 1898/99 kommt an der k k Bcraakademie in Pribram eines der beiden dortselbst aestifteten Franz Iojef-Ooldstipendlcn im Iahresausmaße von N0 fl. in Gold zur Verleihung______________ Bewerber um dieses Stipendium haben ihre an Se. k. und k. Apostolische Majestät gerichteten, eigenhändig geschriebenen Gesuche zu belegen: 1.) mit dem Tauf- oder Geburtsscheine; 2.) mit glaubwürdigen Documcntcn über ihre Dürftigkeit unter Nachweifung des Standes, der Vermögens-, Einkommen- und Familien-Verhältnisse der Eltern, im Falle der Verwaisung mit einem Belege der Vormundschafts-Bchörde über den allfälligcn Ber-mögensstand; 3.) mit dem Maturitäts - Zeugnisse von einem Obergymnasium oder einer Oberrealschule und, wenn sie bereits eine der Hochschulen für Berg- oder Hüttenwesen absolvierten, mit dem betreffenden Studienzeugnisse; 4.) mit guten Fortgangsbclegen der Leobner k. k. Bergakademie oder einer Hochschule für jene Gegenstände, welche nach dem Lchrplane die Grundlage für die Studien an den obgenanntcn Fachschulen bilden. Unter gleichen Verhältnissen genießen jene Bewerber, welche die Studien an der k. k. Akademie erst antreten, insbesondere jene, welche auch die juridischen Studien mit gutem Erfolg absolviertcu und hiefür die erforderlichen Belege beibringen, den Vorzug. Die Gesuche, welche schließlich auch die Angabe zu enthalten haben, ob der Bewerber bereits im Genusse eines Stipendiums oder eines Bezuges aus öffentlichen Eafsen steht, sind längstens bis 31. Juli 1898 bei der k. und k. General - Direction der Allerhöchsten Fonds in Wien (t. k. Hofburg) einzureichen. Auf später einlangende oder nicht gehörig belegte Gesuche kann leine Rücksicht genommen werden. Wien, am 6. Juni 1898. K. und k. General-Direction der Allerhöchsten Privat- und Familienfonds. Die politische Lage in Frankreich. Man schreibt der «P. C.» aus Paris, vom 9. d. M.: Es war bekanntlich die Absicht des Ministerpräsidenten Merline, dem Präsidenten der Republik nach den Wahlen seine Entlastung anzubieten. Allein von diefem Entschlüsse ist Herr Me'line wieder zurückgekommen und seither legt man sich die Frage vor, welche Haltung er annehmen werde, wenn die Anfrage des Abg. Millerand über die allgemeine innere und äußere Politik des Ministeriums in Discufsion gezogen wird. Diese Haltung war bereits Gegenstand mannigfacher Erwägungen unter den Cabinctsmitglie-dern. Es wird bestätigt, dass sich Möline der Kammer vorstellen werde, ohne vorher eine Umgestaltung des Feuilleton. Zwei Tage am Hnchen im Pöllauder Thal. Von L. D. (Schluss,) An. glücklich über den heuligen Erfolg legte ich das ""gelgcräth zusammen, denn ein so interessanter Kampf U der letzte war hente tanm mehr zu erwarten^ Mm. "It minder erfreuter Diener trng die ansehnliche Last «U Yodranle, woselbst uus Fischer ein fröhliches ""lassen vereinen sollte. Die beiden Hnchen wurden br<^. b überzogener Tischplatte in Schwimmlage gc-Tll3' die Flößen künstlich ausgebreitet und mtt "lnnenrcisern hübsch verziert. Den Wirtsleuten gebot Zs^'lMmhaltuug des Fanges. Znerst erschien der »"iherr Dr.T...." triumphierend ein Netz voll da?" schwingend. Als ich aber sein aufrichtiges Be-zci^ " ü^r meinen vermeintlichen Mifserfolg bemerkte, nen..."!ch die Beute. Wir verabredeten Herrn St . . . " ^nuuer vorläufiges Stillschweigen. Nach einiger Zelt H? diefer mit einem Dutzend Aeschen dem Er-war' meisterhafter Handhabung der Kunstfliege. W.r """' eben beim dritten Gange, als St . . über " von mir verwendeten Köder das Verdanilnungs- i^il^il wrack, Die Huchen "wurden nun herein- H?ep/ Maßlosem Swunen folgte herzliches Ve- glück.viinschen^ ^ ^ ^.^^ ^gMnsflug nach Sairach. Dort ist gegenwärtig der «^n.o w^<> nicht mcl anzutreffen weshalb ausschließlich die Fluggerte Ve Wendung kam. Mnnter hüpften nnsere Knnst- ücken über Stromschnellm und Eascaden hmab. Zahlreiche Forellen und Acscheu erlagen der Tan- Mng Die kleine Muriins l>kw war Favor.tm des ^"^ Als wir anf der Rückfahrt im Landauer Hodraule passierte!., brannten bereits die Wagenlaternen. Doctor T . animierte mich zn einem Ver,nche ans den suchen,' obwohl wir alle infolge der nun herrschenden Eintel,eit es war gegen 9 Uyr abends, zeden Erfolg 3 t^ größter Vorsicht überstieg d.e kleine U Mcliaft den abgelassenen Mnhlgang und postierte M nach Durchwaten eines seichten Gerinnes auf Hr kleinen Insel, welche nn.erlM der Mitte des WM-es licat. Ich machte einige Schritte stromanf nnd n^a auf ^en Felsen/ Der erste Wnrf misslang da rotz anqestrengtcn Schaucns der mit emem glitzernden Metalltäppchen armierte Köder nicht zn sehen war. Dass jedoch der Huchen ein scharfes Auge hat, bewies uns der zweite Wurf, welcher das Spiel in die gewünschte Richtung brachte. Nach kurzer Führung des- selben kam das Unerwartete. Ein äußerst lebhafter Zehnpfündcr wurde nach kritischester Situation beim Schein eines Streichhölzchens gelandet. Dank diesem interessanten Abenteuer verlief die Rückfahrt nach dem Landgutc in gehobener Stimmnng, woselbst uns die schöne und liebenswürdige Hausfrau zu den fportlichen Resultaten des Tages beglückwünschte. Der nächste Abend vereinigte einen inunteren Kreis zu einem solennen Fischessen im Hotel Stadt W... Ein heiß abgesottener Hnchen, Forellen, in verschiedenster Art zubereitet, und Octoberäschen, fein gebraten, alles in formvollendetem Arrangement, finden nicht leicht Kostverächter. Dies dachte sich auch mein Freund, Apotheker M . . ., welcher auf dem Gebiete der Tafelfrcuden wie anf dem der Pharmacie gleich tüchtig orientiert ist, als er einen mächtigen Flanken« angriff gegen den Zehnpfündcr unternahm, welch schnurriges Ereignis sich noch rasch zweimal wiederholen sollte. Wir waren damals eine fröhliche Gesellschaft; höhere Fnnctionäre, maßgebende politische Personen, Industrielle und Soldaten, obwohl nicht alle derselben Zunge angehörend, dennoch in strammer Ronde vereinigt. Draußen in weiten Landen tobten Stürme, hier erklang ein Toast auf den Hausherrn von Visoko, freudig acclamiert von einer Gesellschaft echt öster« reichischcn Typus. Laibacher Zeitung Nr. 132. 1076 14.'Iuni 1898 Ministeriums vorgenommen zu haben. Er wird die von seinem Cabinete seit mehr als zwei Jahren verfolgte Politik rechtfertigen, dann wird er das Reformprogramm vorlegen, dessen Grundzüge bereits bekannt sind und an die Mitwirkung aller progressi-stischen Republikaner appellieren, um dasselbe zu verwirklichen. Man zweifelt nicht, dass Herr Meiine nach diesen Erklärungen die Mehrheit der republikanischen Stimmen erlangen werde und es ist wahrscheinlich, dass sich auf der Rechten eine Spaltung vollziehen werde. Ein Theil der Nechteu dürfte der Politik Me'-liues treu bleibeu, während die anderen, die auf das fogenannte nationalistische Programm eingeschworen sind sowie die unversöhnlichen Royalisten sich vom Cabincte trennen werden. Infolge des zu erwartenden Vertrauensvotums würde Herr Miline dann, wie es heißt, umso leichter seine Absicht, sich zurückzuziehen und einem Cabinete unter dem Vorsitz Ribot Platz zu machen, ausführen können. Allein dieser Angabe will man doch in parlamentarischen Kreisen keinen rechten Glauben schenken, vielmehr neigt man sich der Ansicht zu, dass Mline im Cabinet verbleiben werde, nachdem er noch die erledigte Stelle eines Colonial-Ministers besetzt haben wird. Als künftigen Träger dieses Portefeuilles nenut man Delcassi, dem dieses Amt auch in einen» früheren Ministerium anvertraut war. Wenn sich diese Annahme bewahrheitet, so müsste man angesichts der Gesinnung Delcassss in seiner Ernennung den Beweis erblicken, dass Meline den Schwerpunkt seiner Majorität in der demokratischen Linken suchen will. Die Lage würde dann in der neuen Kammer eine andere sein als in der vorherigen. Die Schuld läge aber vielleicht au der Rechten, deren Forderuugen mit den republikanischen Ueberzeugungen Me'lines nicht in Einklang zu bringen wären. Insbesondere in Beziehung auf die Militär- und Schulgesetze muss Meline jede Concession zurückweisen. Der Ministerpräsident rechnet demnach darauf, eine Majorität auf Grund eines rein republikanischen Programmes um sich zu scharen, wenn die am nächsten Montag beginnende Debatte über die Interpellations-Vcantwortung stattfinden wird, zu der sich schon mehrere Abgeordnete, uuter ihnen Leon Bourgeois, zu Worte gemeldet haben. Man hat allen Grund zu glauben, dass die Erwartungen Me'lines ckeine Enttäuschung erfahren werden. Politische Uebersicht. Laib ach. 13. Juni. Die beiden Siebener-Comitös der österreichischen und ungarischen Quoten deputati oncn traten am 12. d. M. um '/«4 Uhr nachmittags zu eiuer kurzen gemeinsamen Conferenz zusammen. Gestern trat die ungarische, heute um 10 Uhr vormittags die österreichische Quotendeputation zu einer Sitzung zusammen. Für heute um halb 12 Uhr mittags ist eiue gemeinsame Conferenz der beiden Sicbener-Comites in Aus« ficht genommen. Die deutsche Fortschrittspartei sowie die deutsche Volkspartei halten morgen früh auch in dem Falle Sitzuugcu ab, als an diesem Tage keine Haussitzung stattfinden sollte. Das Exec utiv-Com its der Rechten des Abgeordnetenhauses ist für morgen um 10 Uhr vormittags einberufen, Graf Alfred Coronini, der sein Reichsraths-mandat niedergelegt hatte, hat über dringenden Wnnsch des slovenisch-kroatischen Clubs seine Resignation widerrufen. DerdeutscheReichstauzler Fürst Hohen-lohe hat seinerzeit an den Prinzen Schönaich-Carolath ein Schreiben gerichtet, das von der «Kreuz-Zeitung» ein «authentisches Symptom der Stelluugnahme der Negierung im Wahlkampfe' genannt wurde. Einige Tage später brachte das genannte Blatt eine Berichtigung, die besagte, der Brief des Reichskanzlers habe «mehr einer Höflichkeit gegen den Freund seines Sohnes, als einer politischen Meinung Ausdruck geben sollen.» Gegenüber dieser Berichtigung ist die «Nationalzeitung» auf Gruud einer ihr zugehenden Mittheilung des Prinzen Carolath in der Lage, zu erklären, dass auf eine Anfrage des Prinzen der Reichskanzler aus Paris am 10. d. M. telegraphiert habe, dass die sogenannte Berichtigung der «Kreuzzeitung» von einem Unberufenen herrühre und dem Reichskanzler von der ganzen Berichtigung nichts bekannt gewesen sei, bis er die Mittheilung über den Vorgang vom Prinzen Carolath empfangen habe. Der Reichskanzler benachrichtigt ferner in der erwähnten Depesche den Prinzen, dass er dem seinerzeit an den Prinzen gerichteten Briefe nichts hinzuzusetzen habe und ermächtigt den Prinzen ausdrücklich, sowohl den Brief wie das Telegramm zu veröffentlichen. Im englischen Untcrhause erklärte am 11. d. M. nach einer Rede Harcourts, welche mit den Worten schloss, die auswärtige« Mächte hätten wissen wollen, ob die Birminghamer Aeußerungen Chamberlains die Erklärung einer verantwortlichen Regierung oder lediglich die Meinung eines einzelnen gewesen sei, Staatssecretär Chamberlain, er sei vollkommen bereit zu sagen, dass er bessere Beziehungen zu Deutschland wünsche. Englands Interessen in China stehen denen Deutschlauds viel näher als denen Russlands. Er appelliert an das gesunde Urtheil der Mitglieder des Hauses darüber, ob es uicht uu-sinnig sei, einen Präcedenzfall zu schaffen, dass jedes Cabinet für jedes Wort eines der Cabinetsmitglieder verantwortlich zu fein habe. Hat man erwartet, fragt Chamberlain, dass, wenn ein Minister vor seinen Wählern spricht, er die Rede zuvor dem Cabinete vorlegen sollte? Ich war verantwortlich für jede grundsätzliche Erklärung über unsere Politik oder für jede andere Mittheilung wichtiger Thatsachen und, wenn ich das Unglück hätte, in einem solchen Punkte anderer Meinuug zu sein, würde es meine Pflicht sein, zurückzutreten. Iu der Sitzuug des spanischen Senats vom 11. d. M. rechtfertigte der ehemalige Gouverneur der Philippinen Marschall Primo de Rivera seme ^Administration auf deu Philippiueu. Der Colouien-minister hielt hierauf eiue für den Marschall Primo de Rivera schmeichelhafte Rede, in welcher er erklärt, dass der jetzige Augenblick nicht geeignet sei, jemanden "zur Verantwortuug zu zieheu und versichert, dass die Regierung uuablässig damit beschäftigt sei, zu verh lten, dass das Vaterland von weiteren Uebeln betroffen werde, wie dies zu befürchten sei. Der Minister be< spricht sodann den von Primo de Rivera auf de» Philippinen mit den Insurgenten geschlossenen Friedn uud ruft aus: «Weder Sie noch die Regierung "io schuld daran, dass eine mit Beifall begrüßte Action scheiterte!» Marschall Primo de Rivera erklärte sodam, er habe niemals beabsichtigt, die Regierung zu krame!, er wollte sich nur gegen die gegen ihn gerichteten 'li griffe vertheidigen. Nachdem noch der Kriegsimmpel sich lobend über Marschall Primo de Nivera aus-gesprochen und erklärt hatte, dass er die dem MarW" gewährte Belohnung nicht nur billige, sondern M' "l» zu gering betrachte, erscheint der Zwischeufall erlcW und es wird hieranf die Berathung des Budgets so^ Nach einer aus Salonichi zugehenden Meldung haben die Ausschreitungen der Montenegriner" der albanischen Grenze in der letzten Zeit m sey beunruhigender Weise zugenommen. In der Nähe vo Aerana fand zwischen Montenegrinern und mm)' medanischen Albanesen ein blutiger Zusammenstoß <>ai, bei dem beide Theile verhältnismäßig nicht genW Verluste hatteu. , Die Untersuchung bezüglich der von den au^ ländischen albanesischen Comite's betriebenen PropagaM zur Erlangung der administrative n A u t ^ nomie für Albanien hat bisher ergeben, oa," diese Comitcs die Anwendung gewaltsamer Mittel z« Erreichuug ihres Zieles uicht plauen. ^ . Wie man aus Athen meldet, soll nachdem^ würfe für die Reorganisierung des öffentlichen Dienll" der Beamtenstatus um 33 Procent reducie werden, während die Gehalte der Staatsbeamten ei Erhöhung von 25 bis 35 Procent erfahren weroe^ Durch das in Vorbereitung befindliche neue P"''''„ gesctz sollen Ausschreitungen, wie sie bisher v" griechischen Blättern zur empfiudlichen Schäd'g"W der allgemeinen Interessen ungestraft begangen w"0l. tonnten, in Zukunft verhindert werden. Bezugs der Steuerreform verlaute vorläufig uur I viel, dass sie sich auf alle Steuerkategorien erstreb werde. Nach eiuer Melduug des Reuter'scheu Bllwu," aus Yokoha m a wnrdo der Landtag a u f ael"" ' Es gilt als wahrscheinlich, dass die Regierung bttanm geben werde, dass das revidierte Gesetzbuch ^'..,, Amendements des Landtages innerhalb sechs Mo""" , 1. Juli an gerechnet, in Kraft treten werde, v. sichtlich des Inkrafttretens der Verträge mit den a»^ wärtigen Mächten wird der neue Tarif vom 19.^^ tember ab gelten. Tagesuemgleiten. — (Huldigungszug österreichischer Waidmänne r.) Seine Majestät der Kaiser hat g' stattet, dass active Officiere bei dcr am 25. d. M- 1".^ findenden HuldiaMgsfeicr österreichischer Waidmänner Iagdgcwandc erscheinen dürfen. ^, .„. — (Kaiser-Iubiläums-Schießen.) ^ Majestät der Kaiser hat den Bericht des PräM!". des Centralcomitis für das Kaiser-Jubiläums- nnd s""> österreichische Bundcsschicßcn über die Vorbereitungen a diesen, Feste huldvollst entgegenzunehmen, Sein Erschcu^ Zer Grauln votn Kolös. Roman von vrmanos Gandor. (34. Fortsetzung.) Wider Erwarten zeigte Braun sich nicht uu-angenehm davon überrascht. Er schmunzelte sogar und rieb sich die Hände, was bei ihm als der Ausdruck hüchstcu Behageus galt. «Diesen Graf Iokay Naczenzi habe ich lange in Sicht», fagte er, «und es wunderte miclj schon, dass er bislang noch keine Annäherungsversuche machte. Das ist uämlich ein treuer Verehrer von dir, — der treucste, ausdauerndste und der allerreichste. Solange dn auftrittst, sitzt er Abend für Abend in der zweiten Parkctreihe, links vom Gang der vierte Platz. Du wirst ihn auch schon gesehen haben. Echt magyarisch! Brauner Schnurrbart, schwarzes Haar, schwarze Augen. Im Knopfloch seines grauen Iaauets trägt er stets eine gelbe Roseukuospe. Unverwandt starrt er dich an uud verfolgt jede deiner Veweguugen. Das beweist ein regeres Interesse an deiner Person, ein tieferes Interesse. Ich zog sofort Erkundigungen ein. Der junge Graf gehört einer der reichsten Magnaten-familieu iu ganz Ungarn an, ist Majoratserbe von acht oder zehn großen Gütern und besitzt außerdem von seiner Mutter her ein Vermögen von mehr als zwel Millionen Gulden. Die Familie ist wegen ihrer Excentricität bekaunt. Irgend ein Urahne heiratete eme spanische Tänzerin und eine Tochter des Hauses, "ue Schwester dieses jungen Mannes, ist mit ihrem Mnsltlchrcr durchgegangen. In Mailand haben sie dlc dclden erwischt. Das Mädchen ist nachher als vuwloe Magdalene iu eiu Kloster gegangen. Der Mann ist imstande, dich zu heiraten, wenn dullug bist.. Hilda schüttelte zwar den Kopf zu den Plänen und Luftschlössern des Vaters, aber sie dachte doch nach, ob sie den Grafen nicht schon gesehen habe, und am Abend achtete sie ans die von ihrem Vater bezeichnete Stelle, wo der Graf sitzen sollte. Wirklich, er war da und jetzt wusste sie auch, dass sie diesen jungeu Mann schon öfter bemerkt hatte, dass diese blitzenden schwarzen Augen, die so keck unter den schöngeschwungenen Vranen hervorfnnkelten, ihr schon manchmal aufgefallen waren, wenn dieselben mit einem seltsam brennenden Ausdruck ihren Bewegungen folgten. Nach der Vorstellung, als sie sich umgekleidet hatte, führte der Vater ihr selber den jungcu Grafen zu. «Ich habe vorhin im Foyer die Bekanntschaft dieses Herrn gemacht, Hilda», sagte der alte Braun mit einer ganz ungewohnten und gegen sein sollst so mürrisches Wesen seltsam abstechenden Liebenswürdigkeit. «Graf Iokay Raczcnzi! Sie gestatten, Herr Graf, dafs ich Sie mit meiner Tochter bekannt mache!» «Sie erfüllen damit den sehnsüchtigsten Wunsch meines Herzens», erwiderte der junge Graf hastig. «Wie lange habe ich danach getrachtet, die Bekanntschaft Ihrer Fräuleiu Tochter zu machen! Allein der undurchdriugliche Wall, der die ,Sturmnixe< umgibt, ist bereits sprichwörtlich geworden in Wien, und ich hatte nicht den Muth, noch einmal dort anzuklopfen, wo schon so viele abgewiesen sind.» «Wir sind ehrenhafte Leute und meine Tochter ist ein anständiges junges Mädchen, dem ihr guter Ruf über alles geht», sagte Braun mit Würde. «Wir empfangen aus guten Gründen niemals juuge oder überhaupt Herren in unferem Hause. Wenn ich bei Ihnen eine Ausnahme mache, so geschieht das, weil Sie mir persönlich gut gefallen, Herr Graf, -— ^, ich in Ihnen einen Mann gefunden zu haben glaU" -mit dem ich in jeder Hinsicht sympathisiere.' . «Sehr schmeichelhaft für mich», sagte der M^ sich verneigend, mit einem uumerkbareu, irolMH Lächeln auf den Lippen. «Ich schlage den per ^ schaften vor, wir besiegeln unsere Bekanntschaft ycu^ Abend mit einem kleinen Souper on potit oom beim Sachcr. Sie würden mich glücklich "achen ' setzte er, hauptsächlich zu Hilda gewandt, hinzu, ^ halt in Paris heimgekehrt war, machten ihre ^ ^ mit jeder vorschreitenden Viertelstunde rosiger. A" v plauderte sie so uubcfaugeu mit Graf Iokay, als i er ein alter Bekannter von ihr. ^Fortsetzung folgt.) Laioacher Zeitung Nr. 132. ____________________________1077_________________________ 14 I„ni 189«. be« dem Feste in Aussicht zu stellen und anzuordnen U"uht, dass 80U Mann aus dem Stande des Kaiser-Jägerregiments den Zieler- und Warncrdicnst bei dem üestschießeu zu versehen haben. "- (Vlumeucorso in Gmunden.) Wie uns ^us Gmnndcn geschrieben wird, hat die Curcommission Schlossen, im Laufe der heurigen Saison wieder einen ^lumcncorso aus dem Traunsee zu. veranstalten. Es wird amit dcnl Wuusche vieler Saisongästc Rechnung geigen, welche den Ausfall dieses glanzvollen Festes durch mehrere Jahre hindurch sehr vermissten. Auf die In-^enieruug des für Mitte August angesetzten Corsos wird Mer ganz besondere Sorgsalt verwendet und wird der-Me manch Neues und Ueberraschendcs bringen. Außer-"^ plant die Curcommission eine ganze Reihe für die ^"gemeine Betheiligung berechneter Vergnügungen, um den Aufenthalt in Gmunden auch in geselliger Veziehuug zu Mem durchaus anregenden zu gestalten. Die Rennen auf kr eines bemerkenswerten Aufschwunges sich erfreuenden ^raberbahn werden Ende Juli abgehalten werden. Das Aeater wird mit dem tüchtigen Linzer Enfemble des ""ectors Cavar am 18. d. M. eröffnet. ... -^ (Zollbeirath.) Im Sitzungssaale der nieder-^lterreichischen Handels- und Gewerbetammer fand ain ^"- d. M. die siebente Plenarversamiulung des Zollbeirathes unter dem Vorfitze Seiner Excellenz des Herrn Handels-'"misters Dr. Vaernreither statt. Der Herr Handels-Minister eröffnete die Versammlung mit einer Ansprache, '"welcher er die Anwesenden zuuächst begrüßte und dar-"'s hinwies, dass der Zollbeirath heuer seine zweite MNctionsveriodc vollendet habe, daher statutengemäß die vandels» und Gewerbekammern eingeladen wurden, neue "Erschlage wegen Ernennung von Mitgliedern nnd Ersatz-Bannern zu erstatten. Die Kammern haben hiebei von ""n Rechte der Wiedernominierung ausgedehnten Gebrauch gemacht, so dass zum Vortheile des Institutes die Zu-^Mmensetzung des Zollbeirathes im großen und ganzen "e gleiche geblieben sei. Der Handelsminister dankte den Mitgliedern, Ersatzmännern und zugezogenen Experten l"r ihre rege uud erfolgreiche Mitwirkung und gicng so-^nn zu den durch die Nenwahlen fich ergebende,: Aende-"lngeil in der persönlichen Zusammensetzung des Zoll-^thes über. Die Gcsannntzahl der im abgelaufenen Jahre ^ Vegutachtnng dem Zollbeirathe vorgelegenen Streitfälle ^be 659 betragen. Die Thätigkeit des Zollbeirathes in °" l. Functionspcriode (1892—1895) erstreckte sich auf 4464 Streitfälle, wogegen in der II. Functionsperiode ^95—1898) 1941 Streitfälle zur Verhandlung ge-"Ngten. Den hervorragendsten Anspruch an die Thätigst des Zollbeirathcs habe die chenlische und Metall-vranche neben der Textilgruppe gestellt. Mit der Ver-Ilentlichung von Zolltarifentscheidungen sei in drei neuen Ferien mit zusainmen 100 Entscheidungen im abgelaufenen ^ahre fortgefahren worden. Nachdem die anwesenden neu ernannten Mitglieder die Angelobung geleistet, leitete der Handelsminister die statutenmäßig vorzunehmenden Neuwahlen für die allgemeine Commission ein nnd machte "'s die Eintragung in die einzelnen Fachabtheilungcn aufmerksam. Nach dieser mit Beifall aufgcuommcnen An-'prachc wurde vom Generalberichterstatter Herrn W. Neubcr ^r Bericht der allgemeinen Commission erstattet, in welchem die wichtigsten, auf Anreguugen des Zollbeirathes zurückzuführenden Verfügungen der Ministerien und Zoll-lanfentscheidungen, sowie jene weiteren principiellen An-"gungm des Zollbeirathes hervorgehoben wurdeu, welche Noch Gegenstand von Verhandlungen zwischen den be-heiligten Ministerien bilden. Nachdem zn diesem Berichte "°" keiner Seite das Wort gewünscht wnrde, schloss der Handelsminister mit den. Ausdrucke des Dankes an die Anwesenden die Sitzung. . "- (Wctterkatastrovhe.) Aus Agram wird ^?" 11. d. M. gemeldet: Infolge eines hente früh medergegangenen Wolkenbruches schwoll der durch die Aadt fliehende Medvescakbach an nnd rifs Flöße mit ^, welche sich bei der Brücke stauten, wodurch das passer austrat, in die Häuser eindrang und die Straße» meterhoch bedeckte. 'Namentlich litten die Hänser der unteren Langen Gasse, wo alle Keller unter Wasser stehen. >ln den Bazar Altschul draug das Wasser von rückwärts "". zerstörte das ganze Local und rollte die eisernen wewölbcbalkcn wie Papier auf, worauf es sich in seiner Lanzen Breite über den Icllacicplatz und die Iellacicgasse Aoß. Auch die Lederfabrik erlitt großen Schaden. Faschinen wurden zerstört und Material weggeschwemmt, ^le Stadt gleicht einem Schlammecre. Die Nettuugs-^twn wird vom Corpscommandanten Freihcrrn von Aechtolsheim, dem Bürgermeister Mosinsky nnd dem ^aurathe Lcnuci geleitet. Ein Verlust an Menschenleben a ?'^ ä« betlagen. Der materielle Schaden ist sehr Aotz und wird vorläufig approximativ alls eiuc halbe "tUkon Gulden geschätzt. Wahre Hiobsposten langen aus den Ortschaften Gracane, Sv. Oimun und aus Morien an. In Gratane und Sv. Zimnn sollen WMmtliche Saaten total vernichtet und zahlreiche Hänser ""gestürzt sein. Vom Gebirge wnrden ungeheuere Tannen "no Anchenstämme nach Gracane geschwemmt, welche mit «row Wucht gegen die Häuser anprallten nnd diese zum ^usturz brachte». Die Bewohner tonnten nur mit Querer Mühe das nackte Leben retten und sind that- sächlich zu Bettlern geworden. Aehnlich soll es auch in Sv. Simun aussehen. Auch dort wurden sämmtliche Saaten und das Obst total vernichtet. Ob anch Menschen-leben zu beklageu sind, konnte noch nicht festgestellt werden. Noch trauriger sieht es in Zagorien ans. Dort hatte schon am 9. d. M. ein schreckliches Hagelwetter gewüthet. Durch das Unwetter wurde ganz Zagoricn überschwemmt und Krapina total vernichtet. Die näheren Details fehlen noch, da auch die Telegraphenlcituugen zum größten Theil zerstört sind. Wie wir hören, wurde zur Hilfeleistung von Agram aus Militär nach Krapina beordert. Iu Vrabce wurde die über dcu Cernomcrecbach führende Eisenbahnbrückc zerstört und hat infolgedessen auch der Bahnverkehr nach Agram eine Störung erfahren. Bis zur Herstellung der Brücke dürften mehrere Tage vergehen. — (Nach dem Muster Franc es con is.) Aus Frankfurt am Main, 11. d. M., wird berichtet: Gestern mietete hier ein junger Mann ein möbliertes Zimmer und gab am Nachmittag eine Postanweisung von Mark 2 50 an seine Adresse ab. Hente nachmittags erschien der Geldbriefträgcr bei ihm. Als der Briefträger den Betrag auf den Tifch legte, stieß ihn: der junge Mensch ein Messer in den Nacken, doch war der Stich nicht wirksam. Der Briefträger stürzte aus dem Zimmer, das er verschloss, und rief um Hilfe. Als die Polizei in das Zimmer drang, fand fie es leer, doch entdeckte bald der Schutzmann den Verbrecher in einem Schrank; es gelang den Beamten auch, de» gefährliche» Menschen, der Miene machte, sich mit dem Messer zur Wehre zu setzeu, zu entwaffnen und zu fesselu. Der Attentäter gibt a», er heiße Frcmk und sei aus Heilbronn. Local- und Promnzial-Nachrichten. -— (Diner beim hoch würdig sten Herrn Fürstbischof.) Gestern fand bei Seiner fürstbischöflichen Gnaden ein Diner zu 34 Gedecken statt, an dem Se. Excellenz Herr Landespräsideut Baron Hein, die Spitzen der Behörden, das hochwürdige Domcapitel und sonstige geistliche Dignitäre theilnahmen. Im Verlaufe des Diners brachten Seine Excellenz der Herr Landesprasidcnt und der hochw. Ehrcndomherr und Pfarrer zu St. Iatob Johann Rozman lebhaft acclamierte Toaste auf den hoch-würdigsten Herrn Fürst bifch of aus. Während des Diners trng die Kapelle des k. u. k. Infanterieregiments Leopold II. König der Belgier Nr. 27 im Hofe des fürstbischöflichen Palais mehrere Piecen vor. — (Som m era ufeu th a l t Sr. k. und k. Hoheit des durchlauchtig st en Herrn Erzherzogs Leopold Salvator.) Laut einer uns > zugekommenen Mittheilung, wird Se. k. uud k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog LcopoldSalvator, t. und k. Generalmajor und Brigadier in Agram, sammt höchstseincr Familie Sommcraufcnthalt iu Schloss Mokritz nehmen, uud zwar ist der Aufenthalt auf etwa zwei Monate in Anssicht genommen. Sc. k. und k. Hoheit soll am 25. Juni, von Italien kommend, Laibach-Steinbrück« Videm passieren uud am selben Tage in Mokritz eintreffen. — (Der letzte Kreuzer.) Mit 1. Juli d. I. werden die Einkrcuzerstückc uud halben Kreuzer (°/^ Kreuzer) außer Cours gesetzt, womit nunmehr die letzten Reste der alten Scheidemünzen aus dem Verkehre verschwinden. — (Postdicn st.) Die k. k. Post- und Telegraphen-Direction Trieft theilt mit, dafs die postcombinicrte Telc-graphenstatiou in Gallencgg-Islak, politischer Bezirk Littai, am 10. Iuui l. I. mit beschränktem Tag-dicnstc eröffnet wurde. — (Zum A a ue dc s Garuisons svitals.) Laut einer uns zugehcuden Mittheilung wird über das diesbezügliche Einschreiten der t. u. k. Militärbauabtheilung in Graz um die Baubewilliguug für dcu Neubau des l. uud k. Garnisonsspitals in Laibach auf den Parcellen Nr. 93/1, 94 und 95/3 der Stcuergemeindc Udmat die Baucommissiou am 18. d. M. an Ort und Stelle stattfinden. —o. — (Aus dem k. k. Stadtschulrathe.) Ueber die am Id. M. abgehaltene ordentliche Sitzung des k. k. Stadtschulrathes haben wir nachstehenden Bericht erhalten: Nach Coustatierung der Beschlussfähigkeit durch deu Vorsitzenden werden vom Schriftführer die im cur-renteu Wege erledigten Geschäftsstückc vorgetragen und zur Kcuntnis genommen. Für die zu bcfetzendcn Lehr-stellen an der städtischen achtclassigen Mäochenvolksschule werden die Tcrnovorschläge erstattet. Für die Abhaltung der Bezirkslehrerconferenz für die slovenischen nnd utra-quistischeu, beziehungsweise für die deutschen Volks- uud Bürgerschulen in Laibach werdeil Montag, der 4., beziehungsweise Dienstag, der 5. Juli. iu Aussicht genommen nnd sollen dieselben anlässlich des 50jährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät des Kaisers festlich begangen werden. Als Locale wird der Turnsaal der ersten städtischen fünfclassigen Knabenvolksschule bestimmt. Die PMication der Tagesordnungen erfolgt später. Es wird beschlossen, den, Stadtmagistrate beim Ncubaue der städt. achtclassigeu Mädchenvolksschule die Beseitigung einiger Mängel, bezichuugsweise die Einführung einiger nothwendigen Neuerungen zu empfehlen. — (Von der Ober laibacher Bahn.) Wie uns mitgetheilt wird, hat bei der Leguug der Trace ober« halb der Station Drenov Griö der in Bau befindlichen Localbahn Laibach-Obcrlaibach die Bauunternehmuug die Befürchtuug ausgefprochen, dafs durch die Arbeiten in dem Felscinfchnitte Kilometer 8°/, die anliegenden Gebäude gefährdet werden uud hat aus diesem Grunde das Project einer Variante zur behördliche» Genehmigung überreicht, bei welcher die Steiguugsverhältnisse nicht berührt werden, hingegen ist an Stelle des Bogens mit 800 Meter Radins ei» Bogen mit 600 Meter Na-dins und endlich ein neuer Bogen Kilometer 9^/, mit dem Radius von 1000 Meter eingelegt. Durch die Variaute rückt die Linie der Berglehne näher, infolge dessen eine bessere Bodenbeschaffenheit vorhanden und entfällt durch diese Variante die Herstellung uud Erhaltung einer Ueberfahrt, ferner die Herstellung des Geländers an der Einschnittskronc. Dnrch die Verlegung dieser Naulinie wird auch der Fortbestand der Gcbände nicht gefährdet und ihre Feuersicherheit erhöht. Indem die nothwendige Grundeinlösuug schon durchgeführt wurde, wird iu dieser Angelegenheit die vorgeschriebene politische Begehuug au Ort und Stelle am 28. d. M. stattfinden. —o. — (Schulerrichtuug.) Wie uns mitgetheilt wird, beabsichtigt man zur Errichtung einer neuen ein-classigen Voltsschule im Orte Rakitua, politischer Bezirk Laibach Umgebung, zu schreitcu und wurde die diesbezügliche Baucommission auf den 23. d. M. augeorduet. —c>. — (Die gewerbliche Fortbilduugs-schule iu Adels berg) zählte am Schlüsse des abgelaufenen Schuljahres im Vorbcreitungscurfe 8, iu der 1. Classe 6 und in der II. Classe 8, zusammen daher 22 Schüler, von denen bis auf einen einzigen des Vorbcreitungscurses alle übrigen das Lehrziel erreicht habeu. —o. — (Zur Geschichte Oesterreichs.) In den Wiener Blättern wird ein von der Regierung unterstützter Plan zur Herausgabe von A cteu und Corre -spondcnzen znr neueren Geschichte Oesterreichs angekündigt. Aus dem ungeheuren Stoffe des mit dem ili. Jahrhundert beginnenden Zeitraumes soll zunächst vor allem das politische Material herausgenommen, die äußere Geschichte berücksichtigt werden. Es siud vier Serien von Publicationen in Aussicht genommen: Corrcspondenz der Herrscher, Correspondenz der Staatsmänner, Berichte fremder Gesandten, Staatsverträgc. Um dieses weitausseheude Unternehmen in Angriff zu uehmcn, ist von Seite des Unterrichtsministeriums eiue uamhaftc Subvention bewilligt und eine provisorische Commission oon Historikern bestellt worded, welche dic Sache in die Hand zn nehme» hat. Bei der Inangriffnahme der allerersten Vorarbeit der Herstellung einer Ueberficht des Materials kommen neben dein k. uud k. Haus-, Hof- und Staatsarchiv und den anderen öffentlichen Archiven ganz bcfonders anch Familienarchive in Betracht, Archive von Geschlechtern, aus deuen einzelne Glieder iu vergangenen Zeiten im Dienste des Staates eine hervorragende Rolle gespielt haben. — (Amateur - Photographen - Club.) Die Mitglieder des hiesigen Alnateur-Photographeu-Clubs werden hiemit nochmals auf den heute um 8 Uhr abends im Casino stattfindenden ersten Clubabend aufmerksam gemacht, zu dem ein Vortrag des Herrn Dr. Ernst von Stabler: «Verfchiedcne Copierverfahren mit erläuternden Vorführungen» angemeldet erfcheint, ein Thema, das für jedeu Amateur-Photographen bekanntlich von größtem Interesse und gewiss Anlass zu einer lebhaften und belehrenden Discussion zu geben imstande ist. * (Tod durch Ertrinken.) Laut Anzeige aus Iessenitz, pol. Bezirk Gurkfcld, gieng am 5. d. M. vormittags zwischen 9 uud 10 Uhr die drcizehujährige Tochter Fraucisca des Inwohners und Mühlluechles Michael Vukovic aus Vregausko Selo, Gemeinde Groß-Dolina, zum Breganabache, um eiuen Kehrbesen nass zu machen. Hiebei rutschte sie unglücklicherweise aus, fiel in dcu Bach und wnrde von einen« Rade der dort befindlichen Mühle ergriffen. Das Mühlrad wurde vom Vater der Verunglückten fofort zum Stehen gebracht, doch wurde sie schon als Leiche, nachdem man sie mit Mühe vom Rade freimachte, aus dem Wasser gezogen. —r. * (Feuersbrunst.) Am 9. Juni gegen 10 Uhr vormittags brach im Nauchfange des mit einem Stroh-dachc versehenen Hauses des Kaischlers Simon Grilc in Bresiach Nr. 34, polit. Bezirk Nadmannsdorf, Feuer aus, welches sich derart schuell verbreitete, dass in Kürze der ganze Dachstuhl der Kaischc, sowie jener des der Nachbarin gehörigen Hauses ein Raub der Flammen wurden. Die augegcbeueu Objecte ware» auf 300 sl. versichert, und soll der muthmaßlichc Schaden sich ans ungefähr 1000 st. belaufen. Dank dem raschen Eingreifen der Ortsinsassen wurde das Feuer localisiert und somit größerer Schaden verhütet. —r. — (Zur Hoch wasser-Katastrophe in Kroatien.) Wie uns telegraphisch mitgetheilt wird, wurde Krapina-Töplitz von: Hochwasser ganz verschont. Der inundierte Markt Krapina liegt in einem Neben-thale, 14 Kilometer von» Bade entfernt. Laibacher Zeitung Nr. 132. 1078 14. Juni 1398. — (Preisbewerbung.) Das belgische Ministerium für Industrie und Arbeit hat eine Preisbewer« bung auf Erfindung einer Zündinasse für Zündhölzchen ohne «weißen Phosphor», welche auf allen Flächen entzündbar sind, eröffnet. Die ausgesetzte Prämie beträgt 50.000 Francs. Der Wettbewerb erstreckt sich auf alle Völker. Die Concursbedingungeu stehen jedermann in der Kanzlei der Handels- und Gewerbetammer in Laibach zur Verfügung. — (2 9., beziehungsweise 2 5. Generalversammlung des «Deutschen undOester-reichischenAlpen Vereines» in Nürnberg.) Den Theilnchmern an der diesjährigen Generalversammlung des 'Deutschen und Österreichischen Alpenvereines», die, wie bekannt, vom 11. bis 13. August in Nürnberg stattfindet, können seitens der einschlägigen Eisenbahn-verwaltungen keine besonderen Vergünstigungen für die Hin- und Rückfahrt gewährt werden. Derartige Ver-günstigungen kommen, wie die Erfahrung in den letzten Jahren gelehrt hat, nicht viel in Betracht, da die meisten Besucher der Generalversammlungen des Alpenvereines mit Nundreisehesten fahren, deren Vortheile viel größer find, als wie die zum Theile seither gewährten speciellen Fahrpreisermäßigungen. Den Theilnehmeru an den Ausflügen und Touren dagegen würden seitens der königlich baierischen Eisenbahn - Generaldirection sowie seitens der bäurischen Localbahn - Actiengesellschaft die weitgehende Ermäßignng von 50 Procent für die zweite und dritte Wagenclasfe zugesichert. Diese Ermäßignng bezieht sich nicht bloß auf die Ausflüge in die nähere Umgebung Nürnbergs, fondern auch auf die in das Hochgebirge geheuden gemeinschaftlichen Ezcursionen. *(Aus dem Polizeirapporte.) Vom 10. auf den U.d.M. wurden vier Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Bettelns, eine wegen Uebertretung des Diebstahls und eine wegeil Trunkenheit. — Vom 11. auf den 12. d. M. wurden neun Verhaftungen vorgenommen, und zwar fünf wegen Excesses, zwei wegen Vacierens, eine wegen Diebstahls und eine wegen Uebertretung des Betruges. — Von, 12. auf den 13. d. M. wurden vier Verhaftungen vorgeuommen, und zwar zwei wegen Vacierens, eine wegen Excesses und eine wegen Trunkenheit. —r. — (Ein gewaltthätiger Vagabund.) Am 11. d. M. nachmittags erstattete die Besitzerin Barbara Kincik aus Oberfchischta dem dortigen Gendarmerieposten die Anzeige, dass ein unbekannter Vagant eine Frauensperson, vermuthlich aus der Gegend von St. Veit, welche aus Laibach auf der nach St. Veit führenden Neichsstrahc gicng, ohne Veranlassung mit einem Messer überfallen und mit dem ».Erstechen bedroht habe. Die unbekannte Frau wurde infolge dieser Drohuug iu Furcht und Schrecken versetzt und rief um Hilfe, worauf ihr der Besitzer Marti» Kimic und andere Leute aus Ober-schischka zu Hilfe kamen uud sie aus der gefährlichen Lage befreiten. Der Vagant bedrohte fodann den Inwohner Johann Polaj mit dem Messer und ergriff später die Flucht über die Felder, wobei er das Messer während der Flucht wegwarf. Der Vagant wurde von mehreren Personen verfolgt, eingeholt und bis zur Ankunft der Patrouille bewacht. Von der Patrouille über den Sachverhalt befragt, gab er an, die Frau deswegen mit Schlägen bedroht zu haben, weil er sie um den Weg nach Krainburg fragte, diefelbe aber keine Auskunft ertheilen wollte. Auch äußerte er sich gegenüber der Patrouille, dafs er den Martin Kincic erschlage!, werde. Nach dem bei dem Vagabunden vorgefundenen Zwangspasse heißt derselbe Alexander Graulit und ist uach Petingen zuständig; derselbe wurde dem k. k. Landesgerichte eingeliefert. —1. — (Verbessertes Bogenlicht.) Das öster-reichisch-ungarische Cousulat in Chicago theilt der«E. C.» über eine bemerkenswerte Verbesserung des Bogenlichtes mit: Kürzlich hielt I. M. Hollister, ein in Diensten der Western Electric Company, Chicago, stehender Elektrotechniker vor der «Chicago Electrical Association» einen Vortrag über «Eingeschlossene langbrennende Bogenlichter», welchem Folgendes zu entnehmen ist: Die Fabrication eingeschlossener Bogenlampen — seit ungefähr vier Jahren geübt — ist in der letzten Zeit derartig verbessert und vervollständigt worden, dass diese Lampen berufen erscheinen, die bisher üblichen Bogenlichtlampcn zu verdrängen. Der Vorzug der eingeschlossenen Lampe besteht angeblich 1.)in der außerordentlichen Billigkeit der Unterhaltung und 2,) in der Gleichmäßigkeit des Lichtes. Die neuartigen Kohlenstifte sollen ungefähr 150 Stunden brennen, wogegen die alten Bogenlampen nur 8 bis 14 Stunden reichen. Der Kernpunkt der neuen Ausgestaltuug ist der, dass die Kohlenstifte von einer luftdicht ge-fchloffenen Glashülse umgeben sind, wodurch eine langsame Verbrennung der Kohlenstifte bedingt wird, da die dabei entstehenden Gase die Sauerstoffzufuhr verhindern. Die Ersparnis des neuen Systems betrifft jedoch nicht nur den Verbrauch an Kohlenstiften, sondern auch die Arbeitslöhne, da die Lampe, anstatt wie jetzt in kurzen Zwischen-räumcn, eben nur alle 150 Stunden mit neuen Stiften zu versehen ist. Diese,» Vortrage, welcher durch Zeichnungen und Tabelle» illnstriert wurde, haben Vertreter sämmtlicher Eleltricitäts - Iirmen Chicagos beigewohnt, deren Beifall dem Redner in reichem Maße zutheil wurde. — (In Abbazia) sind in der Zeit vom 30. Mai bis 8. Juni 196 Curgäste angekommen. Merarisches. « Wiener Illustrierte Fraueuzeituug», Familien- und Mode - Journal, Verlag M. Breitenstein, Wien, IX., Währingerstraße 5. Preis vierteljährig 90 kr. Einzelne Hefte 15 kr. — Probeuummer gratis; vorräthig in allen Buchhandlungen. Aus dem reichen Inhalt des vierzehnten Heftes diefer vornehm ansgestatteten und illustrierten Zeitschrift heben wir hervor: Mai. Von L. v. St. — Das Eis des Monte Rofa. Von S. Barinkay. — Die junge Lehrerin. Von Maria Mellten. — Postkartenverse. — Vom Frauenerwerb. — Gebt den Kindern Anerkennung. — Neue Möbclmode. — Alumenpflege im Garten und Haus. — Bücherbefprechungen. — Modeblatt, enthaltend 57 Illustrationen von Toiletten und Toilettegegenständen und 26 Illustrationen, beides mit ausführlicher Befchreibung. — Der echte Ring. Roman von F. v. Kapff - Esseuther (Fortsetzung). — Kaiser-Iubiläumsstiftung für Militär-Waisen. — Meuu. — Inserate. — Färbiges Modeblatt. Neueste Nachrichten. Die Vertagung des Neichsrathes. (origlnal'ltleglllmm.i Wien, 13. Juni. Der Ministerpräsident und Leiter des Ministeriums des Innern, Graf Thun, hat an die Präsidien beider Häuser eine vom gestrigen Tage datierte Zuschrift gerichtet, mittelst welcher im Grunde Allerhöchsten Auftrages die Vertagung des Reichsrathes ausgesprochen wird. Guotendeputationen. (Vrlglnal-Telegramm.) Wien, 13. Juni. In der nachmittägigen Sitzung der ungarischen Qnotendcputation wurden die Berathungen dermalen abgebrochen. Zufolge der «Budapester Corrcfpondenz» theilte der Präsident der ungarifchen Deputation in der heutigen Sitzung ein Schreiben des Präsidenten der österreichifchen Deputation mit, worin die Bereitwilligkeit der Fortfetzung der mündlichen Verhandlungen auf Grund des von der ungarifchen Deputation entwickelten Verechnungsmodus ausgefprochen wird. Die ungarische Deputation stellt die Antwort fest, worin ausgeführt wird, dafs die ungarische Deputation gleichfalls zur Fortfetzung der mündlichen Verhandlungen bereit fei, doch muffe sie auf ihrem grundsätzlichen Standpunkte beharren, dass bei der Entwickelung des Quotenverhä'ltnisfes aus den directen und indirecten Steuern sowohl die durchlaufenden Kosten wie auch jene Steuern auszuscheiden sind, welche bloß in einen: der beiden Staaten eingeführt oder neueren Datums sind. In den Verathungen der Deputationen tritt eine kleine Unterbrechung ein. Ueber Ort und Zeit der Wiederaufnahme der mündlichen Verhandlungen werden beide Deputationspräsidenten sich mündlich verständigen. Demonstrationen in Brunn. Nrünn, 13. Juni. Anlässlich der Ankunft des Prager Bürgermeisters Dr. Podlipny zur Palacky-Feicr zog gestern vormittags eine demonstrierende Menge zum Bahnhöfe und, als der Platz vor demfelben geräumt wurde, in die Stadt zurück, wo es noch vor der Ankunft des Dr. Podlipny, die um 12 Uhr mittags erfolgte, zu Schlägereien kam, fo dafs die Polizeiwache wiederholt einschreiten musste. Als dann Dr. Podlipny zum «Bcsedni Dum» durch die Straßen fuhr, wurde gejohlt, gepfiffen und geschrien und einerseits deutsche, andererseits czechische Lieder abgesungen. Auch bei diesem Anlasse kam es zu Zwistigkeiten und Schlägereien. Da für nachmittags ein Fcstzug uach Königsfeld geplant war, verfamnielte sich vor dem «Caft Biber» eine große Menge von Deutfchen. welche beim Passieren des Festzuges in Johlen, Pfui-Rufe und Pfeifen ausbrach und deutfche Lieder fang, was mit böhmifchen Liedern erwidert wurde, fo dass die circa 30 Manu starke Polizei, um Conflicten vorzubeugen, einen Cordon ziehen mufste. Infolge des später eingetretenen Platzregens lehrten die Ausflügler einzeln von Königsfeld nach Brunn zurück, wo sie von den beim «Cafe'Biber» angesammelten Deutschen mit Pfeifen empfangen wurden. Äehnliche Vorgänge fetzten sich bis gegen 9 Uhr abends fort. Gegen 10 Uhr trat in der Stadt ziemliche Ruhe ein. Von der Polizei wurden über 150 Personen angehalten, jedoch bald wieder auf freien Fuß gefetzt. Bisher sind zehn Verletzungen leichten Grades bekannt. Veim «Cafi Biber» wurde eine Scheibe eingefchlagen und in einer Buchhandlung ein Auslagefenster ein-gedrückt. Schon am 11. d. M. hatte sich unter der deutschen Bevölkerung ans Anlass der Palacly«Feier eine große Erregung kundgegeben. Gegen 5 Uhr nachmittags hatten sich mehrere Hunderte junger Leuk vor dem hiesigen Bahnhöfe angefammelt, um M'" die ankommenden Theilnehmer der Feier zu "^ monstrieren. Mit dein Fünf - Uhr - Schnellzuge laine« einige Abgeordnete an, die jedoch erst später, iu del Ferdinands - Gasse, erkannt und hier mit Ps«p empfangen wurden. Als sich nun gegen 8 Uhr abend» eine mehrere Hunderte zählende Menge abermals vor dem Bahnhöfe angesammelt hatte, in der Voraus' setzung, dass Dr. Podlipny kommen werde, musste der Platz vor dem Bahnhofe geräumt werden, was lim Johlen und Pfeifen beantwortet wurde. Da jedo^ Dr. Podlipny nicht eintraf, zerstreute sich ein The« der Demonstranten, während der größere Theil W beim d in die heimatlichen Garnisonen zurückgekehrt. An w thessalischcn Grenze wurden 16 Bataillone, 4 Gebirgs' batterien und ein Cavallerie-Regiment zurückbehalte^ An der Grenze von Epirus blieben 12 Bataillone und 3 Batterien zurück. Der spanisch-amerikanische Krieg. l0rlgi»lll'?slegramu»' Madrid, 13. Juni. Der Minister des Innern erklärte in der Kammer auf eiue Anfrage, dafs nach halbamtlicher Depefche in dem letzten Kampfe bci St. Iago di Cuba cine aus einer fpanischen Äattem' geschleuderte Granate ein Geschütz des amerikanische Panzerschiffes «Mafsachusett» demolierte, die Granatt platzte, tödtete und verwundete viele Amerikaner und richtete große Beschädigungen an. Der «Newyork» und noch ein anderer Kreuzer mussten sich infolge schwerer Havarien zurückziehen. Madrid, 13. Juni. Eine Depesche des General-Capitäns von Portorico berichtet, der Torpedojager «Terror» befindet sich im Hafen von San Juan. ^n Bord alles wohl. Newyork, 13. Juni. Hier ist folgendes, «n Bord eines Zeituugsdepeschcn-Vootes auf der Höhe von Guantanamo von gestern früh datiertes Telegram'« eingelaufen: Die Freitag gelandeten Marinemannschaften kämpfen seit gestern nachmittags mit spanischen Regulären und Guerillas seit 13 Stunden fast ununterbrochen-Der amerikanische Kreuzer «Marblehead» schiffte Verstärkungen aus. Soweit bisher bekannt ist, wurden vier Amerikaner getödtet und einer verwundet. Die Verluste der Spanier sind unbekannt. Newyork, 13. Juni. «Newyork Herald» veröffentlicht folgende Depefche aus Washington: Manilla hat sich ergeben; ob an Admiral Dewcy oder an die Aufständischen, ist in amtlichen Kreisen noch nicht bekannt. Newyork, 13. Juni. Eiu Brief aus Tampa besagt: Mittwoch wurde die Armee des Generals Chaster auf 30 Dampfern mit Munition, Levens-mitteln :c. verladen. Sie war zur Abfahrt bereit, als eine Depefche der Regierung befahl, dass sie noch un Hafen zu bleiben habe. Es geht das Gerücht, dass man vier fpanischc Schiffe bemerkt hätte. Im Hafen werden Anstalten getroffen, um einen eventuellen ÄN" griff spanischer Torpedoboote abzuwehren. Die ManN->chaft bleibt an Bord, wo sie eng zusammengepfercht ist und von der Hitze zu leiden hat. Newyork, 13. Juni. Ein Telegramm des Depefchcnbootes «Dauntles» meldet von der Höhe von Guantanamo: Die Amerikaner bestanden in der Heu vom Samstag Nachmittag bis Sonntag Abend eme Reihe scharfer spanischer Angriffe. Kurz nach Mitternacht erfolgte auf dem Südwestabhange ein sehr heftiger Angriff feitens der Spanier, welche jedoch durch Oewehrfalven zurückgeworfen wurden. Während der Nacht wiederholten die Spanier mehrmals ihre Angriffe, aber ohne Erfolg. Die Amerikaner rühmen d»e Tapferkeit ihrer Gegner. Von der «Marblehead' wurden Verstärkungen gelandet. Newyork, 13. Juni. Einem Telegramme aus San Francisco zufolge sind im Lager des Generals Merritte leichte Mafern aufgetreteu. Es kommen täglich 80 Ertrankungeu vor. Es wurdeu energifche Maß-regeln getroffen. London, 13. Juni. Der amerikanifche »ol-fchafter in London dementiert die Nachricht des «Newyork Herald», dafs er das Gerücht von der Einnahme Manillas nach Newyork telegraphiert hade. Frankfurt a. M., 13. Juni. Die «Frantfur" Zeitung» meldet aus Newyork: Der britische Dampfer «Wickenham., mit 3000 Tonnen Kohle für d«e spanische Flotte an Bord, sei von dem amerikanischen Hilfskreuzer «Saint Louis» aufgebracht worden. AN Bord habe sich ein verkleideter fpanifcher Offimr ve« funden, Laibacher Zeitung Nr. 132. 1079 14. Juni 1898. Gelegrannne. . Wien, 13. Juni. (Orig.-Tel.) Den Blättern zu-i^e erschien Bürgermeister Dr. Lueger in der ^"tlgen Andienz bei Sr. Majestät dem Kaiser, ^/demselben die Bitte vorzutragen, die von der ?tadt Wien geplante Huldigung der Wiener Schuldend allergnädigst entgegenzunehmen. Se. Majestät ""Kaiser sagte huldvollst zu. r Wien, 13. Juni. (Orig.-Tel.) Heute vormittags Ub im Stadtpark die feierliche Enthüllung des Mart - Denkmals unter zahlreicher Betheiligung, ins-"ondere der Künstlerkreise, statt. Belgrad, 13. Juni. (Orig.-Tel.) Der König er-"«Nnte 60 Deputierte für die Skupschtina. ^.. Bukarest, 13. Juni. (Orig.-Tel.) Nach zuver-Mger Information wird die Abreise des Königs M nach Petersburg gegen Ende Juli stattfinden. ""Nisterpräsident Sturdza wird ihn begleiten. H Bucuos-Ayres. 12. Juni. (Orig.-Tel.) General ip^a wurde zum Präsidenten der argentinischen subtil gewählt. Ausweis über de« Stand der Thierseuche» in Krain für die Zeit vom 3. bis 10, Juni 1898. .. Es ist herrschend: 'Htzlranlheit im Bezirke Nadmmmsdorf in der Gemeinde Schweinepest im Vezirke Gottschce in den Gemeinden 2"hal (3 H,), Lienfeld (1 H.), MUsel (4 H.), Schwarzen-dn? " b): un Vezirke Gurlfeld in der Gemeinde Groß-w^'" (^ H-); im Vezirke Loitsch in den Gemeinden Alten« d^?°! ^meilide St. Michael'Stopic (1 H.); im Vezirke Stein in t Gemeinde Mannsburg (1 H,); im Vezirke Tscherneml'l ui . l Mnleilide Podzrmelj (l H.); Wadw "schenauöschlaa bei Zuchtpferden iu« Vezirke H,'°uusdolf in der Genieinde Veldes (1 H)! i,n Vezlrle der zu " ^" Geuleiude Arch (l H,); de. 5,^)lauf bei Echweinen im Vezille Nadmanllsdorf ill «je,„rinde Ml>schnach (1 H,). die ». Erlofchen: CtVkrankheit im Vezirle Gurtfeld i,l der Gemeinde bie H ^arethen; «zzHw^inepest'im Bezirke Gottschee in der Gemeinde Lottoziehung vom 11. Juni. Graz: 79 61 70 43 33. Wien: 22 1 46 11 76. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. " V"A « ^ ^^ .., 2U.N. 7W 3 236 SSO. schwach theilw.^ ^ 9 . Ab. 736 1 17 0 NO. fchwach ^ heiter________ 14, > 7 U. Mg. > 7361,14-6 j O. schwach i theilw. bew. j 00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 17-5«, über. einstimmend mit dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Wisfehrad. Wenige Mineralwässer sind so weit verbreitet und erfreuen sich einer so allgemeinen Beliebtheit, wie das seit 20Iahren bewährte Ifranz Zosef-Z3itterwc»sfer, wovon die ill vier Erdtheilen zuerkannten 10 Goldmedaillen glänzendes Zeugnis ablegen. Ueberall erhältlich. ^ Zur Uebernahme des Depots oder zur Errichtung einer JF pilsner jjierhalle :g vird seitens 5er Vertretung Der Brauerei, deren jjebräu derzeit jede Concurrenz ausschlägt, ein cautionsfähiger, tüchtiger Wirt oDcr Caf stier gequellt« — Adresse in der ß- i ministration dieser Zeitung. (2310) 2-1 Fesohes, lastiges vermögendes Fräulein sucht ebensolche feine Herrenbekanntschaft. (2326) ! Briefe erbeten unter < Alleinstehend^ posle restante, 1 Laibaoh. Original- Somatose - Kraft -Wein enthält in 100 g medic, feinsten Malaga 5 g Somatose. Vollkommen gelöst. Gesetzlioh gesohützt. Erprobtes ISsiilir- und Kräftigung-«-Mittel, bereitet unter der Controle des physiologischen Institutes der chemischen Fabrik in Elberfeld. Originalpreis einer Viertelliter-Flasche 1 fl. 60 kr. 8omatose-Ki*ast-lSigqiiit 5 Stück 30 kr. Depot: (931) 17 Mariahilf-Apotheke,M.Leustek, Laibach' Resselstrasse 1, neben der Fleischhauerbriicke. Täglich umgehender Postversandt. Telephon Nr. 68. Zahvala. Vsem sorodnikom, prijateljem in znancem, ki so nam ob bridki izgubi našega nepozabnega sina, oziroma brata, svaka in strica Jožeta Omerse izrazili brzojavnim ali pismenun poloni svoje soèutje, preèastiti duhovžèini, p. n. c. kr. urad-niStvu, c. kr, gimn. ravnatelju in profesorskemu kolegiju, si. društvom, osobito «Slov. hraln^mu druStvu», sorodnikom, prijateljem in znancem za nmogobrojno spremstvo k veènemu poèitku, si. pev.skemu zboru za ganljivo petje pred hiäo žalosti in na pokopališèu ter p. n.gospodoma zdravniku dr. Šavniku in kaplanu Renieru ?.& po/.rtvalno skrb v bolezni izrekamo svojo najtoplejSo zahvalo. V Kranju, dne 11. junija 1898. Žaliijoci ostali Course an der Wiener Börse vom 13. Juni 1898. ^ dem oMene« Comsbwtte Ann»,,. Gtld ware ^^ schuld. Zllgemtin. «"üly,., "uvember . . . l0l 80 «02 00 '. Lll»,^ ^^binar A»aust l(»l 70 I0l'9» ., "er ^ Iüi,„sr Juli l»I 7« UN 90 Mtt 5»7 «taat«losf >^,u fl. N.3-Ü0 U!4 f>0 ,^ei ^>7 " ^"zr !"N sl. 1-»l^0 142 50 ^" Cta«.<,^^ü"s>" I«o II. luo?« lüi-'/ü dlo, '-'"«tOlose . . ,0<, »"llr°,,c»wahr.. l,/»^" dtl ^"'"""»No». INI 45 101 65 ^'«sterr cf" Ullimo . . iNl'45 10, Ü5 ««»tn Nom. . . 82 2U 82'4U ^ ^k, «" ."" ll, G, 4«/. „9 50 12c l,0 «°'^ahn'- !°7 ll/ "°m, 5'/.°/« 128 50 129 50 ....... S9 40 100 40 "^^"-«.«»oll.««»' »12^212 80 «eld Ware V Ubernommtne Elstub.'Prl»»^ Obligationen. 4"„ at, l0"/„ «, Lt. . , . lI6 3ü1I7 3k »ltladrchdahli, 400 u. «000 M. 20l> M, 4°/>...... 12,» 3!) 181 1« Yrui!» Iusff.N,, Gm. 1»84, 4»/, 9» 50 KW 50 blverje Stacke 4°/« . , , . 9!'35 ,«0 !<5 Voiarlberger Äahn, , 1«84, 4"/«(d!,.Vt.)S., f. 100 fl. 3l. »9 25 100-85 Ung. ««lbrente 4°/<. per E«ss« I2l'1b l2135 btu. bto. per Ullim» .... 12115 121 85 bto, Nentt in Kro»f»währ., 4°/„ fteuer<«lfüi-'0!!Kru»e»Nom. 9905 99-25 4°/« bto. bto, per Ultimo , . 99 05 99 25 bto, Zt.«, AI, Volb 100 fl„<>/,"/. 119— 119-90 bto, dt°, Silber 100 fl. 4>/,°/, in0I5 10^l5 bto Gtaat«.0b!l8, (Ung. Ossb.) V, I. 187«, b°/,..... 119-75 120?5 bto 4>/,"/„2chanlrel>alMbI,'Ott. l«i 30 101 »0 bto, Viäm,.A»l, 5 100 fl, ö, W, 157 25 ,5« 25 bto dt°, 5 bO fl. », W, ,57 25,58 25 ll,tl».Rc«..«« 4"/, lroatische unb slavonisch« . 97 75 9875 Ander» Vsstntl. Hnlehen. DonaU'Mtg,-Lose 5"/„ .... i2g-?b 129 75 bto. .Anleihe 1«7» . . n<,_------- finlehen btr Vtabl Vö« . . H2 50 —-^ «lnllhen d, Otadtgcineinbe Wien lyz-uz ic>4<>5 Nnlenen b, Ttadtgemeinbe Wien (Guber ubcr Gold) .... 126 — ,2? — PrlniitüMul, b Stabtgm. Wien 172 gn 173^0 «h»rItb«u.Nnllh»n. »tllolb. b°/, 100 75 10,-75 4«/, O«ln«, 2Hyp.«!>s!. 4«/, 99 «0 100W vest.-!»,». Nanl Verl. 4"/„ . . 100-20 I«I 20 blo. dto. 50j«hr. ,, 4«/«, . . ,00-20 10120 eparcasIe.1.0st.,»0I.b'/,°/»»l. inibn — — ßrlarltäl-.ybligatl««» (fül ,00 st). sstrbinanbs-Norbvahn «m. «»«« 101 ,5 102 15 Oesterr. Nordwestbahn , - - 1,1 — Ni 70 S0 — bypothelb.,0est„2!X,fI,2ü«/,«. g4'— 85-50 Länberbllnl, Oest., 200 fl. . . g^? — 227-50 Oesterr,'Ungar, Vanl, «» »l. » 912 —914-- Un!o»banl 800 fl, -'_.'' 2957529675 «tll«ll«b«nl, «llO.. ^b0 st. ^ 178-^ 175 _ «eld Ware Attien von Transport» Unternehmungen (per Stncl). Nnfsig Tepl, Eisenb. »nn fi, . 1U3« ,«4« Vühm. «ordl'ahl, 150 fl, . . 2«3-75 21lurdb, I0U0fl,ENl. 35>15- Ü525-Lemb,-, Eisenb.« «eseNschaft 200 fl, S. . . 294--. 285 50 Llohd, Oest,. Trieft, 5>0 blu, dto, Mt, U> 200 fl, T. 2UI-— 2«2-^ Prass-Duzer ltlseich, ,50 fl, E. , 95 25 95-50 Stliatseisenbahn 200 fl. E. . 3«! 5,0 862 — Süddah» 200 fl. S..... 7750 78'50 Südiwldo. Verb,'Ä. 200 fl. TM. 208 50 209 50 lramwal,-G«s.,Wr,,170fl,K.W. —>— —-— bto. «m. 1887, 200 fl, . . 523 — KL»-— TiamwalpOcs., NeneWr,, Pri«, ritHt,»«ltien 100 sl, . . . 119 _. 120 — NngHaliz, Elsenb, 20Ufl. Silber Lii>50 21» ö« Nng»»estb.(«aab-Vraz)2NUsl,V. ziu^o 21,—- Wiener Laealbahne»'Äct, Ves. __.^ _^__ Industrie-Atiien (per Srück). V«ug«I.. »lll«. «st., ,00 fl, . . iii>2,, 1^ 75 ««ybier Eisen» und Llahl.Intz. in Wien 100 fl. .... »2— 84 — ^i^°N/^'^'^Ü- l»?25 1N8 75 „lllbemsthl", Papiers, u. «..». gzj.^. «« .<> Üleslnger Nrauerei 100 N. . . ,^,^ 149 7" Mont»nm»..«el. ?« ». «75 —,??__ W°jfens.'O,B,st.inW,-N«mpssch,IU0fI.«W. ,7«.^ ,'^.b° Ofener Uose 40 sl..... Ü4-- <>«.^ Palsfp «use 40 fl. «IM. ... ««._ «7,- «liulI,e».,N-euz,Otst.»es.u..10N. 2025 «a ^ Notlie» ,rce»z, Ung. ««s. v.. bh. ^.5« ^." Rndolpli Lose 10 fl. . . . . ^.^ " ^ Salm Lose 40 fl, IN. ... ^.^ "^ Ct.'GeiwiK'Uose 40 fl, «V. . 7».^,, «° " W»Idstel,.-L»se «0 fl'«M. . . 3^«?.^ «ewinslich. d. 3°/. Pr.'Schul»». "^ d. »obencredltanftalt, I. «». ^.'.^. ^ „. bt«. dto. II.Em.1«, !"^ "" «"b«h« 2^e...... A.I 2? - zenlftn. A Peter.»«, ! I '. I .' '1^ 4^ Valuten. Ducaten........ r...« «...« «O-Francs Stücke..... «52° 3.r? Deutsche «e!ch«b«ilr!lotu, . . 5°.°A z«.«t Italienische «l.»d«w, . . . ^?. AA