Laibachkk iöcesanbla IcrHrgcrng 1894. Laiöach, 1894. Im Wertage des für ff 6 i fdiöfltdknt Ordinariates. Druck der Katholischen Buchdruckerei. Alphabetisches Register zum XIX. Jahrgang 1894 des A Apostolicae litterae de sexto Centenario clomus Lauretanae............................................... 21 » » ad Principes populosque...............................................................71 » » de Rosario Mariali....................................................................82 » » de disciplina Orientalibus conservanda...............................................101 Apostolicum Breve quoad nominationem Canonicorum ad honorem......................................................... 91 Apostolica epistola ad Episcopos Polonos.............................................................................33 » » ad Episcopos Austriae..........................................................................60 Aloysianum in Laibach, demselben wird die für das V. Deceimium vorgeschriebene Gebührenäquivalents-Erhöhung abgeschrieben.......................................................................................32 » Erlaß bezüglich der Aufnahme von Zöglingen in das f. 6. Knabenseminar in Laibach .... 68 Ausweise für den Diöcesan-Schematismus...............................................................................89 Auszüge aus Matriken für öffentliche Aemter unterliegen nicht der Stempelpflicht.....................................99 15 Bruderschaften, Responsa s. Congr. Indulg. de Confraternitatum et Gongr. erectione et recept. sodalium in easdem......................................................................................23 o Congrua, Gesetz in Betreff der Aufbesserung der Bezüge der Dignitäre und Canouiker an Domkapiteln... 24 » , Gesetz in Betreff der Ansbessernng der Congrna der Expositi ..........................................27 » , Durchführungs-Verordnung zum Gesetze über Aufbesserung der Bezüge der Domkapitel .... 45 » , Die Ablehnung des Begehrens des Patrons auf Neuregelung der Nutzung der Kirchengrundstücke durch den Pfarrer fällt in das freie Ermessen der zur Entscheidung berufenen Instanzen......................85 » , Folgen der Außerachtlassung des gesetzlich bestimmten Jnstauzeuzuges in Congrna - Ergänznngssachen . 109 Collectur, Einbringung der Collectur im Falle der Zerstückelung einer damit belasteten Realität....................66 Canonici honorarii, eorum nominat. attingens Breve apost.............................................................91 Concurs-Vcrlautbarung für die Pfarren: Peöe, Golo, Zaplana und Rieg, dann das Lichtenberg'sche Curatbeueficium zu Vrhpolje 32; Dol, Podgrad, Dobräva, Peöe, Seelsorgerstelle am Castellberge in Laibach 44; Ebenthal, Unter-Lag, Zaplana, ^elezniki 58; Kresnice, Krasnja und Ajdovec 70; Vrh pri Vinici und Banjaloka 79 ; Komenda 89 ; St. Martin bei Litija, Dobrepolje und Do-bovec 100; Studenec 110. X~> Seite Decretum s. Congr. Indulg. de Confraternitatum et Congregationum erectione et receptione sodalium in easdem................................................................................................. 23 » s. Congr. Episc. et Regul. super interpretatione decreti »Auctis admodum«..........................60 » s. R. Congr. de cantu ecclesiastico.....................................................................92 Domkapitel, Gesetz in Betreff der Aufbesserung der Bezüge der Dignitäre und Canoniker an Domkapiteln . . 24 » Dnrchführungs - Verordnung...........................................................................45 Doctorat, Neue Bestimmungen betreffs Erlangung des theol. Doctorates...................................................27 Domherren (Ehrcn-I, deren Ernennung betreff, apost. Breve..............................................................91 E Expos iti, Gesetz in Betreff der Aufbesserung der Congrua der Expositi...........................................27 » werden zur Einbekenuung ihres Localeinkommens aufgefordert..............................................67 Eheschließung, Legitimation vorehelicher Kinder durch eine im Auslande geschlossene Ehe........................30 » der mit der Vormerkung für Localdienste in den Ruhestand versetzten Osficiere..................67 Ehe, die sogenannten siebenbürg. Ehen sind für das Gebiet der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder uugiltig.......................................................................................................39 Exercitien für Priester in Laibach.....................................................................................69 Ehrendomherren, deren Ernennung betreff, apost. Breve..................................................................91 Entscheidung, Folgen der Außerachtlassung des gesetzlich bestimmten Jnstanzenzuges in Cougruaangelegenheiteu . 189 » , Einbringung der Collectur im Falle der Zerstückelung einer damit belast. Realität.................66 » , Legitimation vorehelicher Kinder durch eine im Auslande geschlossene Ehe............................30 » , die sogenannten siebenbürgischen Ehen betreffend..................................................39 » , in Betreff der Treibjagden.........................................................................108 F Firm u n g und kanonische Visitation in der Diöcese...............................................................44, 69 Feiertag, Entscheidung in Betreff der Abhaltung von Treibjagden an Sonn- und Feiertagen...............................108 O Gesetz, betreffend die Aufbesserung der Bezüge der Dignitäre und Canoniker au Domkapiteln........................24 » , betreffend die Aufbesserung der Congrua der exponirten Kapläne ............................................27 » , betreffend die grundbüch. Abtrennung von Grundstücken (Grundbuch) zu Zwecken öffentlicher Straßen . . 63 Görz, Jahresbericht über den Priester-Kranken-Unterstützungs-Verein in Görz........................................... 31 Gewerbe, Gestattung der Sonntagsarbeit beim Handelsgewerbe.............................................................47 Gesellschaft, vom rothen Kreuze, Generalbericht........................................................................78 » , Einladung der Leo-Gesellschaft zum periodischen Unterrichtskurse...................................57 Gesetz betreffs Gebühreuerleichteruug bei Convertiernng von Geldschuldverschreibungen ..................95 » , Dnrchführungs - Verordnung dazu............................................................................97 » , betreffend einige Abänderungen an diesem Gesetze...........................................................99 » , Entscheidung in Absicht auf die „Ausdehnung des Pfandrechtes"............................................107 11 Hirtenbrief anläßlich der vierzigtägigen Fastenzeit und Fastenmandat................................................... 1 Handelsgewerbe, Gestattung der Sonntagsarbeit bei demselben............................................................56 jr Jagden an Sonn- und Feiertagen, diesfällige Entscheidung............................................................. 108 Knabenseminar in Laibach wird von der vorgeschriebenen Gebühreuäquivalents-Erhöhung für das V. Decennium enthoben.............................................................................. » , Erlaß bezüglich der Aufnahme von Zöglingen in dasselbe................................ Kreuz rothes, Generalbericht der österr. Gesellschaft..................................................... Kirchenvermögen, die Ablehnung des Begehrens des Patrons auf Neuregelung der Nutzung der Kirchengrundstücke durch den Pfarrer fällt in das Ermessen der zur Entscheidung berufenen Instanzen . K i r ch e n g e s a n g, Decretum s. R. Congr. de cantu eccles................................................. Kirchenvermögen, Erinnerung an die Kirchen- und Pfründenvermögens-Verwaltungen............................ I Legitimation vorehelicher Kinder durch eine im Auslande geschlossene Ehe.................................. Literatur, Molitvena zbirka von Dr. Svetina, Salve Regina von Jos. Keröon, Smarnice von Joh. Volöiö, Die päpstlichen Ritterorden 43; Lehrbuch der Apologetik von Dr. Gutberlet, Angeljska slufcba 89. Leo-Gesellschaft in Wien ladet ein zum socialen Unterrichtscnrse.......................................... Landwehr, die Ausübung der Seelsorge und die Matrikenführuug über dieselbe betreff. Miu.-Erlaß .... 1MC Militär, die Ausübung der Seelsorge und die Matrikenführuug über die im Landwehrverbaude fteheudeu Personen betreffende Anordnung................................................................................ » , Verehelichung der mit der Vormerkung für Localdienste in den Ruhestand versetzten Osficiere . . . » , die Anordnungen betreffs Evidenz der Sterbefälle der dem Militär angehörenden Individuen werden in Erinnerung gebracht........................................................................ Mäßigkeitsvereine, canonische, Errichtung derselben....................................................... Matriken-Auszüge für öffentliche Aemter, Stempelbehandlung derselben...................................... IV Nachforschung nach dem Todfalle des Anton Kerkovic aus Banjaloka.......................................... Natur alcollectur auf zerstückelten Realitäten, deren Einbringung betreff. Entscheidung................... Noten, die Einberufung und Einlösung der Staats-Noten zu Einen Gulden betreff. Verordnung................. o Orden, Dubia super interpretatione decreti »Auctis admodum«............................................... Osfieiere mit Vormerkung für Localdienste in den Ruhestand versetzte; deren Verehelichung................. Orient, litterae apost. de disciplina Orientalium......................................................... P Priester - Krankenunterstützungsverein in Görz............................................................ Polen, apost. epistola ad Episcopos Polonos............................................................... Priester-Exereilien, Einladung zu denselben............................................................... Patronat, die Ablehnung des Begehrens des Patrons auf Neuregelung der Nutzung der Kirchengrundstücke durch den Pfarrer fällt in das freie Ermessen der zur Entscheidung berufenen Instanzen............ Pastoralconferenzsragen für 1895 ......................................................................... Pfründen vermögen, Erinnerung an die Kirchen- und Pfrüudenvermögens-Verwaltungen.......................... Pfandrecht, Entscheidung betreffs Ausdehnung des Pfandrechtes in Absicht ans Gebührenerleichterung für Con-vertirnngen............................................................................................... Seite Rothes Kreuz, Gencralbericht der österr. Gesellschaft vom rothen Kreuze........................................... 78 Siebenbürgen, die sogenannten siebenbürg. Ehen sind im Gebiete der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder ungiltig...........................................................................39 Teisenberg, Festsetzung der Decanatsauslagen für das neuerrichtete Decanatsamt Teisenberg...........................49 Sonntagsarbeit beim Handelsgewerbe, Gestattung derselben............................................................47 Scklackcr' sche Schullehrer-Witwenstiftung wird zur Bewerbung ausgeschrieben........................................58 Straßen, die grundbücherl. Abtrennung von Grundstücken zu Zwecken öffentlicher Straßen betreff. Gesetz ... 63 Sterbefälle der dem k. k. Militär angehörenden Individuen; Evidenzhaltungcn derselben...............................87 Staatsnoten zu 1 fl., deren Einberufung und Einlösung betreff. Anordnung............................................88 Schematismus, Daten für den Diöcesan-Schematismus...................................................................89 Stempel für Matrikenauszüge für öffentliche Aemter..................................................................99 Sonntag, Entscheidung in Betreff der Abhaltung von Treibjagden an Sonn- und Feiertagen.............................108 T Theologie, Neue Bestimmungen betreffs Erlangung des theologischen Doctorates........................................27 Todfall der Herren: Lorenz Bernik und Dr. Johann Semen 32; Blas Justin und Barth. Jarc 44; Anton Trepal 58; Anton Missia 70; Johann Fajcliga, Johann Koman 79 ; Andreas Pavlin, Sigismund Bohinec und Valentin Sezun 100; Josef Lukanec und Mathias Lavrid 110. Treibjagden an Sonn- und Feiertagen; Entscheidung des V.-G.-H......................................................108 V Vereine, canonische Errichtung von Mäßigkeitsvereinen...............................................................69 Visitation, canonische und Firmung.............................................................................44, 69 Macher ümchnblctt. ».!•» «J • *vl- -J^* *vl^* *vl» ■ji Kr. I. ) r..|- Anhalt: 1-, 2., 3. und 4. Fastenhirtenbrief Seiner fiirstbischöflichcn Gnaden an die Gläubigen der Diöcesc Laibach stimmt dem Fastenmandat für die Laibacher Diöcese für das Jahr 1894 (deutsch und flovcnisch). 1894. U- Jt 1. Aarodirs, von Gottes und des Apostolischen Stuhles Gnaden Kürstölschof von Laiöach, allen Gläubigen seiner Diärese Heil und Zegen von unserem Herrn und Heilande Jesus Lhristns! (Bitte Quelle des Glückes und vielfacher Freude, aber auch eine Quelle des Verderbens und vielfachen Leides kann die Familie ihren Angehörigen werden, und das nicht blos für die Zeit, sondern auch für die Ewigkeit. Bekannt ist ja das Sprichwort: „Jung gewohnt, und alt gethan"; oder, wie die Hl. Schrift dasselbe ausdrückt: „Ein Sprichwort ist's: Hat ein Jüngling seinen Weg gewohnt, so weicht er nicht davon, wenn er alt geworden." (Prov. 22, 6.). Nun aber ist es die Familie, an die der Mensch, wie mit seinen leiblichen, so mit seinen geistigen Bedürfnissen vor allen Anderen gewiesen ist: der Vater, die Mutter, die, als seine ersten Lehrer und Vorbilder, in demselben gewissermaßen geistigerweise fortleben. Und wie eindringend, wie nachhaltig ist dieser Unterricht durch die Eltern! Da vereinigt sich die Auetorität und Liebe des Lehrenden mit der Empfänglichkeit und Dankbarkeit des Lernenden; da nicht blos das flüchtige Wort, sondern auch das lebendige Beispiel der Eltern aus Geist und Gemüth des Kindes auf das Mächtigste einwirken. Dieser Unterricht hat noch nicht zu kämpfen mit Jrrthum und Vornrtheil, sondern offen noch steht die Bahn, und gläubig, mit vollstem Vertrauen, ja mit einer gewissen heiligen Ehrfurcht nimmt das unschuldige Kindesherz auf, was immer es von seinen Eltern hört, was immer es an ihnen sieht und beobachtet. „Es muß wahr, es muß gut sein; denn der Vater, die Mutter hat es gesagt oder gethan" — so denkt und urtheilt das Kind. Ist es daher zu wundern, daß das, was der Mensch in seinen ersten Jahren, was er in seiner Jugend, was er von Vater und Mutter gelernt hat und zu üben gewohnt ward, auch in seinem späteren Leben sich immer wieder und mit einer gewissen Gewalt geltend macht? Wie der Vater, wie die Mutter, so mehr minder auch der Sohn, so die Tochter. Zucht und Ordnung, Gottesfurcht und Frömmigkeit in der Familie: und Zucht und Ordnung, Gottesfurcht und Frömmigkeit werden für gewöhnlich, und fremde verderbliche Einflüsse ausgenommen, auch auf die Kinder übergehen. So ist also die Familie von entscheidender Einflußnahme auf das spätere Los ihrer Angehörigen; aber nicht nur auf das Los dieser, sondern auch aller derjenigen, welche mit ihr, und mit welchen sie in Wechselbeziehung steht. Gebt uns brave, gutgevrduete Familien, in denen Gottesfurcht und Frömmigkeit, gegenseitige Liebe und Dienstfertigkeit, Unterwürfigkeit und Gehorsam herrschen — und wie wird das nachbarliche Leben, wie das Leben in den Gemeinden, wie das gesellschaftliche Leben überhaupt bald ein ganz anderes sein, als wir es heutzutage so oft zu schauen bekommen! Wenn es nun aber soviel auf die Familie ankommt, in der Jemand geboren ist und sein Jugendleben zugebracht hat, was folgt daraus? Es folgt, daß also auf die Beschaffenheit der Familie vor allem gesehen werden muß. Und da fragt es sich nun: Wie sollen die Familien beschaffen sein, um eine Quelle des Segens für die Angehörigen zu bilden? Ich antworte und sage: Sie sollen ein lebendiges Abbild der heiligsten Familie sein, die es jemals auf Erben gegeben, eiu Abbild Jesu, Mariä und Josephs. 1. Schon bei Gründung der Familie soll denjenigen, die in den Hl. Ehestand treten wollen, Marin und Joseph ein Borbild sein. In der That, wenn der Evangelist Maria mit Auszeichnung die „Jungfrau" nennt (Luc. 1, 27.); wenn der Engel sie begrüßt als die „Gnadenvolle", mit welcher der Herr, und die besondere Gnade gefunden vor Gott (ibid. 1,28.30); wenn Maria, ht Angst und heiliger Sorge um ihre Jungfräulichkeit, fragt: „Wie soll das geschehen, (daß ich Mutter werde), da ich keinen Mann erkenne" (ibidem vers. 34.); wenn ferner der hl. Joseph von Gott selbst als der „gerechte", heilige Mann gepriesen wird (Matth. 1, 19.): so liegt in allem dem eilte tiefe Lehre für das Verhalten aller derjenigen, welche die Ehe anstreben. Reicht die Sünde soll ihnen den Weg dazn bereiten, sie gewissermaßen zur Ehe zwingen; nnd die Absicht, sich zn ehelichen, soll nicht die Bande zarter Sittsamkeit zwischen ihnen lockern, oder gar dnrch die Sünde zerreißen. Im Gegentheil, je gefährlicher solche Zeiten für die Seele sein können, destomehr sollen sie sich halten an Gott, damit Gott auch sie halte uud bewahre vor aller Sünde; desto treuer und gewissenhafter sollen sie wandeln in seiner heilig- sten Gegenwart; desto fleißiger sollen sie in den heiligen Saeramenten suchen die Gnade Gottes, damit sie, von derselben gestärkt uud begleitet, jederzeit: vor der Ehe und in der Ehe, ein heiliges, gerechtes und gottgefälliges Leben führen. Welch ein Schimmer zarter Tugendhaftigkeit ruht ausgebreitet über Brautleuten, die so handeln, und welch eine Gewähr für eine gute und glückliche Ehe liegt in einem solchen Wandel! Mit welcher Achtung und, möchte ich sagen, Ehrfurcht empfangen sie sich gegenseitig vor dein Traualtar wie aus der Hand Gottes, dem sie jederzeit, und auch in ihrem Brautstaube, gewissenhaft gedient und Treue gehalten haben! Wie werden sie demselben Gott zuliebe nun auch sich Treue halten in ihrem neuen (Staube nnd sich gegenseitig erbauen, nachdem sie schon zuvor dem gegenseitigen Aergernisi'e so ernst aus dem Wege gegangen! Mit welcher Sorgfalt unb Gewissenhaftigkeit werben sie — unb bas ist der Hauptzweck der Ehe — die Ihrigen für den Himmel erziehen nnd so Gott neue Verehrer zuführen, den sie selbst und schon vor ihrer Verbindung so aufrichtig verehrt! Gute Ehen, sagt man, werden im Himmel geschlossen. Wohlan, ihr alle, bie ihr an bieseit Stanb benft, ivanbelt so, wie Maria unb Joseph gewanbelt haben: Das Herz gerichtet himmelwärts ! Doch ba muß ich etwas erwähnen, was mir schwere Sorge mtb großen Kummer macht. Es ist bas ber beklageuswerthe Umftanb, baß nicht selten sogar junge Mäbchen, im Verlangen nach ber Ehe, bie Heimat verlassen unb ganz allein bie weite Reise nach Amerika antreten, um bort sich beit Mann ihres Verlangens zu suchen. Ich spreche nicht von beit leiblichen Gefahren einer solchen Reise; aber bie Seele, bie Seele, was muß biese oft alles für Gefahren unb Versuchungen bestehen; unb wie leicht legt sich tatsächlich tiefer, ekelhafter Schmutz um bieselbe. Wie leicht geschieht es, baß man nicht fiitbet, was man sucht; unb bann steht bas arme Mäbchen allein, verlassen mtb aller Mittel entblößt ba — jeglicher Verführung preisgegeben! Wie leicht tritt an bie Stelle einer wahren, christlichen Ehe eilte bloße Eivilehe, möglicherweise auch bie Ehe vor bent Präbieanten irgeitb einer Seete, bereit es in Amerika soviele gibt. Und selbst wenn eine wirkliche, kirchlich giltige Ehe zustande kommt, welche Gefahren auch dann noch? Was beginnt z. B. eine arme Frau, zumal mit Kindern, in einem ganz fremden Lande mtb ohne Kenntnis; der Sprache, wenn ihr der Mann stirbt, oder wenn er sie, was leider auch vorkommt, in Amerika aber noch leichter vorkommt, leichtsinnig verläßt? Wie schwer ist es dorten ferner gar oft — und das möchte ich allen Amerikasüchtigen gesagt haben — ein gutchristliches Lebeu zu führen und die Kinder gut katholisch zu erziehen, sei es, weil weit und breit kein katholischer Priester, feilte katholische Schule, sei es, weil wenigstens kein Priester da ist, der unsere Sprache verstünde. Es ist noch nicht lange her, daß ich von Jemandem ans unserer Diöeese die jammervollsten Briese ans Amerika herüber erhielt, in denen bitter darüber geklagt wird, welch eine Pein es sei, in schwerer Gewissensnoth und Bedrängniß keinen Priester finde» zu können, dem mau beichten, dessen Rath mau einholen könnte. Und die Folge von alledem ? Die Folge ist, daß gar mancher ganz gleichgiltig und abgestumpft wird für Religion und religiöses Leben, und daß er mit der Zeit davon ganz abkommt. Glaubet nicht, daß ich euch diese und ähnliche Glaubens- und Sittengefahren der Auswanderung nur so vormale. Sie find nur allzuwahr, und man kann leider auch au manchem von dort Zurückgekehrten die traurige Wahrnehmung machen, daß er an seinem Glanbensleben schweren Schaden gelitten hat. Im Hinblicke ans alles das bitte ich denn und beschwöre euch, ihr jungen Leute, und die Mädchen noch ganz insbesondere: Greifet nicht vorschnell nach dem Wanderstabe, und setzet nicht durch leichtsinniges und unbedachtes Auswandern euer Seelenheil auf's Spiel. Ihr wollt euch durch die Ehe versorgen. Aber wie mancher hat die ganze Wucht der Sorgen, des Kummers und Leides gerade erst in dieser seiner „Versorgung" zu tragen bekommen. Endlich aber bleibt auch der besten und vorteilhaftesten Versorgung gegenüber die Wahrheit des Wortes: „Was nützt es dem Menschen, wenn er auch die ganze Welt gewinnt, an seiner Seele aber Schaden leidet?" (Matth. 16,26.) 2. Die hl. Familie muß ferner der bereits gegründeten Familie: den Eltern und ihren Kindern ein Vorbild sein, so zwar, daß in einem gewissen Grade von einer jeden derselben gesagt werden könne, sie sei eine heilige Familie. Da wollen wir aber vor Allem fragen: Warum wird denn die hl. Familie mit Vorzug und vor allen anderen die heilige Familie genannt? Sie wird so genannt vor allem deshalb, weil sie den Heiligsten der Heiligen, weil sie Jesnm, den Sohn Gottes selbst, in ihrer Mitte hatte. Das war nämlich der Plan und das Endziel, warum Gott die hl. Familie bestellte, daß durch sie Jesus Christus in diese Welt eiugeführt würde; d. H. daß er aus Maria der Jungfrau die menschliche Natur annähme und so ein Glied der großen Menschenfamilie und unser Bruder würde, uns in Allem gleich, die Sünde allein ausgenommen; und daß sowohl er, wie seine Mutter am Hl. Joseph einen Vertreter, einen Schützer und Pfleger hätte. Jesus Christus war also der Mittelpunkt der hl. Familie: heilig er, und heilig über alle anderen Geschöpfe auch feine Mutter; heilig feine Mutter, und reinste Jungfrau vor, in und nach Jesu Geburt, und heilig und jungfräulich auch ihr Genial, der hl. Joseph. So sind wegen Jesus, dem Heiligsten, heilig auch seine Mutter und sein Pflegevater ; und dies ist der weitere Grund, warum die Hl. Familie vorzugsweise die heilige genannt wird. In gleicher Weise, Geliebte im Herrn! muß Jesus Christus auch in unseren Familien den Mittelpunkt bilden. Sie alle sind ja berufen zur ewigen Seligkeit im Himmel, darum aber auch zur Heiligkeit ans Erden. Oder, saget mir, kann es den Familienangehörigen, wenn sie sich aufrichtig lieben, etwa genügen, daß sie nur die kurze Spanne Zeit hier auf Erden mit einander vereinigt sind? Verlangt nicht die Liebe der Eltern zu ihren Kindern, der Kinder zu ihren Eltern, die Liebe zwischen Vater und Mutter, zwischen Bruder und Schwester nach immerwährender, unzertrennlicher Verbindung? Bedenket nur, welch ein Schmerz, wenn eines durch den Tod aus der Mitte seiner Lieben hinweggerissen wird! Und doch begleitet diesen Schmerz die Hoffnung auf ein dereinstiges Wiedersehen. Was erst daun, wenn eine solche Hoffnung nicht wäre; wenn es ein Wiedersehen nicht gäbe! Nein, des Herrn Wille ist, daß, die aus Erden vereinigt waren, um sich nach kurzer Zeit wieder zu l* verlassen, im Himmel vereinigt werden sollen, ohne jemals mehr von einander geschieden zu werden. Aber, Geliebte im Herrn! nur ein Weg — einer nicht zwar in die Ewigkeit, wohl aber in die selige Ewigkeit — ist uns gegeben. Ich sage: „in die selige Ewigkeit." Denn wer könnte sich, werden ©einigen etwas anderes wünschen, als die Seligkeit? Schon hier auf Erden ist es schrecklich, mit einem schwer Leidenden zusammen leben zu müssen, ohne zu wissen, wie lange, und ohne ihm auch die mindeste Hilfe und Erleichterung bringen zn können; und es geschieht, das; selbst nahe Verwandte einander verlassen, um nicht noch langer den Anblick des Elends ertragen zu müssen. Nun aber erst ein ewiges Zusammensein, nicht in der Seligkeit des Himmels, sondern in der Verdammniß der Hölle, „ubi sempitevnus horror in-habitat“, „wo nur ewiger Schauer wohnt", wie die Schrift sagt! (Job. 10, 22.). Nein, znr ewigen Seligkeit hat nns der Herr bestimmt: aber nur ein Weg führt dahin, und dieser ist Jesus Christus. Darum sagt Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; Niemand kommt zum Vater, außer durch mich." (Joan. 14, 6.). Der heilige Geist aber verkündet uns durch den Apostel Petrus: „In keinem Anderen ist Heil (als in Jesns). Denn kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in welchem wir gerettet werden sollen." (Act. Ap. 4, 12.). Jesnm müssen wir daher, wie Maria und Joseph, in unserer Mitte, in unseren Familien haben. Der gleiche lebendige Glaube an Jesns und seine Kirche, die gleiche kindliche Hoffnung, die gleiche werkthätige Liebe muß uns heiligen und schon hier mit ihm verbinden, weint wir dereinst in beseligender Anschauung auch im Himmel mit ihm, und durch ihn unter einander verbunden sein wollen. 3. Aber nicht nur im Hinblick auf das Jenseits, sondern auch für das Familienleben hier auf Erden ist es nothwendig, daß Jesus den Mittelpunkt derselben bilde. — Das, was die Familie erst eigentlich zur Familie macht, und worin sozusagen das Leben der Familie besteht, ist die Liebe und Eintracht zwischen den Familienangehörigen. Gib Reichthum, soviel du willst, nimm aber Liebe und Eintracht — und du hast bei allem Glück eine unglückliche, trostlose Fa- milie. Dagegen laß' immerhin Armuth kommen und Entbehrung aller Art, gib aber Herzen, die sich gegenseitig verstehen, lieben und bemitleiden — und du hast bei allem Unglück eine Familie, die wenigstens des Glückes des Trostes nicht entbehrt. Wo Liebe und Eintracht fehlt zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern, da fehlt eben auch alles Familienleben, und statt zusammenzuhalten, strebt alles vielmehr auseinander, lockert mehr und mehr die Familienbande, ja zerreißt sie nicht selten endlich ganz. Wessen bedarf es nun aber, damit Liebe und Eintracht herrsche in der Familie? Ich sage wiederum: Jesus muß in die Familie hinein; Jesus muß, wie in der heiligen Familie, so auch in unseren Familien den Mittelpunkt bilden. Namentlich aber ist es Jesus im heiligsten Sacramente des Altars, wo sich alle Familienglieder heimisch fühlen und gerne zusammenfinden sollen. Demi wenn es die Liebe und Eintracht ist, die das Leben der Familie ausmacht, dann ist es wohl das Herz des Gottmenschen im Altarssacra-mente, das imstande ist, die Familienangehörigen alle eines Herzens und eines Sinnes zu machen. Zur ungetrübten Bewahrung der Liebe und Eintracht bedarf es unausgesetzten Befolgens der Worte des Apostels: „Alter alterius onera portate% „Traget einer die Lasten des Ändern, und so werdet ihr erfüllen das Gesetz Christi" (Galat. 6, 2.), das Gesetz der gegenseitigen Liebe. Allein zu diesem gegenseitigen Tragen und Ertragen, zu diesem Mittragen und Mitdulden, hier der Schwächen und Gebrechen, dort der Schmerzen und Beschwerden, bedarf es weiters des Opfers, der Geduld, der Nachsicht, der Demnth, der Entsagung, der Ueberwindnng seiner selbst, der Großmuth u. s. w. Und gerade in der Ehe, in der Familie, gibt es tausend Fälle, wo es immer und immer wieder, bald mehr, bald minder opfern und entsagen heißt, so zwar, daß darunter nicht selten die eheliche Treue in Brüche geht, oder daß manchmal vor lauter Opfer der eine Theil den aitdent verzweifelnd verläßt, nur um nicht noch länger unter dem Drucke des Opfers zu stehen. Nun aber: Ist es nicht gerade das gottmenschliche Herz Jesu im heiligsten Altarssacramente, wo wir alle die aus-gezählten Tugenden: das Opfer, die Demnth, die Großmuth, kurz, die allseiügste Selbstentäußerung aus Liebe zum Nächsten wie in einem Brennpunkt vereinigt und wie verkörpert finden? Darum sage ich: Gerade Jesus im heiligsten Altarssacramente ist es, der alle die vielfältigen Opfer zu versüßen vermag, die es der Liebe und Eintracht zulieb in der Familie so häufig bringen heißt. Was war es denn, was der Hl. Familie ihre Opfer versüßte? Denn mich die Hl. Familie hatte Opser zu bringen, nicht zwar, um dadurch die gegenseitige Liebe und Eintracht aufrechtzuerhalten, wohl aber in anderer Hinsicht. Bei der Sündenlosigkeit und Gnadenfülle Mariä, bei der Gerechtigkeit und Heiligkeit Josephs konnte nämlich die Liebe und Eintracht zwischen ihnen auch nicht im leisesten erschüttert werden; das war vollends ausgeschlossen. Aber Opfer in auderer Hinsicht gab es auch in dieser heiligsten Verbindung genug. Das so tiefe Herabgekommensein des königlichen Geschlechtes David's, dem Joseph und Maria angehörten, und die Folgen davon: das totale Verkannt- und Mißachtetem, die drückendste Armnth und Hilflosigkeit waren schwere Opfer. Daß dem Herrn des Himmels und der Erde, und seiner jungfräulichen Mutter bei seinem Einzug in diese Welt nichts anderes zur Verfügung gestellt werden konnte, als ein elender Stall, war ein schweres Opfer. Die schreckliche Prophezeiung Simeons bei der Darstellung Jesu im Tempel, die Flucht nach Aegypten, der Verlust des zwölfjährigen Jesus — alles das waren große Kreuze und schwere Opfer, die der hl. Familie anf-erlegt umreit. Und was war es, was alle diese Opfer versüßte? was den hl. Joseph im Stalle zu Bethlehem und auf der Flucht nach Aegypten bei Maria und ihrem Kinde ausharren machte? was ihm, dem Spröß-ling aus Königsgeschlecht, die Zimmermannshacke in die Hand drückte und mnthig, ja freudig schwingen hieß für die Hl. Familie? was Mariä die ganz unbegreifliche Kraft verlieh, das geistige Schwert in ihrem Herzen zu tragen, welches der greise Simeon ihr hineingestoßen, und das, je näher die Erfüllung der Prophezeihuug kam, desto grausamer in ihrer Seele wühlte? Was stärkte sie beide in diesen Opfern? Jesus war es, der Augapfel Mariä und Josephs; die Liebe zu Jesus; der Hinblick ans die noch viel größeren Opfer, die Jesus durch seine Menschwerdung aus sich genommen und ununterbrochen gebracht hat, von der Wiege bis zum Grabe. So, Geliebte im Herrn! können auch unsere Opfer nur durch Jesus versüßt werden. Und darum sage ich nochmals: Jesus muß in die Familie hinein. Dorten, wo Jesus gewissermaßen das Herz der Familie ist; zumal, wo ihn die Familienangehörigen durch die hl. Commnnion gerne auch im eigenen Herzen beherbergen, ihn schauend in seiner Liebe und uachahmend in seiner grenzenlosen Selbstentäußerung — dorten ist wirklich glückliches Familienleben. Denn ein Herz und eine Seele mit Ehristns, sind sie eilt Herz und eilte Seele auch unter einander. 4. Wie Liebe und Treue, Friede und Eintracht nur dort ans die Dauer, und allen irdischen Wechselfällen zum Trotz, zu gewärtigen ist, wo Jesus kein Fremdling iit der Familie, so auch nur dort die gewissenhafte Erfüllung der wichtigsten Pflicht, die die Eltern haben. Diese Pflicht ist d i e christliche Erziehung der Kinder. Solche Eltern wissen nämlich, daß ihnen die Kinder nicht so sehr gegeben, als nur anvertraut sind, wie den Knechten im Evangelium die Talente; anvcrtraiit dazu, daß sie damit doppelten Gewinn erzielen. Durch die christliche Erziehung ihrer Kinder sollen sie sich nämlich in ihnen gewissermaßen verdoppeln, und auch ans ihnen machen, was sie selbst sein sollen: glaubenstüchtige, gewissenhafte Christen, die treu zu Jesus und seiner Kirche halten. Das ist die Pflicht und Aufgabe der Eltern. Wie die Bestimmung der hl. Familie die war, daß durch sie Christus in diese Welt eingesührt wurde, so ist auch die Aufgabe jeder Familie diese, daß durch sie Christus in das unschuldige Kindesherz, in diese Welt im Kleinen, eingefnhrt werde. Dieser ernsten und hochwichtigen Aufgabe wird aber nur jene Familie gerecht werden, in welcher Christus lebt durch lebendigen Glauben und that-kräftige Liebe. Oder wird matt dort, wo man gleich-giltig ist gegen Christus nnd seine Kirche; wo Vater nnd Mutter selbst nicht glauben oder den Glauben nicht üben — wird man dort, wo alles erstarrt ist in eisiger Kälte, Wärme entzünden und frisches, freudiges Leben erwecken? Wie ganz anders in einer gläubigen Familie, wo der Glaube nicht blos im Verstände sitzt, sondern hinabsteigt iu's Herz, und hinaustritt in's Lebeu. Da kennt und hört man die liebevolle Einladung Christi: „Lasset die Kinder zu mir kommen, und wehret es ihnen nicht" (Mare. 10, 14). Und man wehrt den Kleinen nicht nur nicht, sondern führt sie freudig dem Heilande zu, indem man selbst und sobald nur möglich sie unterrichtet im hl. Glauben, und wacht über die Beobachtung der Gebote Gottes und der Kirche; indem man sie anhält zum Gebete, und nach dem Beispiele Mariä und Josephs sie mitnimmt in das Hans Gottes; indem man schon von zartester Jugend an sie erfüllt mit Hochachtung und Liebe gegen die Kirche und ihre Diener, und sie anleitet, deren Wort, wie es der Wille und Auftrag Christi, gläubig aufzunehmen, ihren Mahnungen willig zu folgen, und die Sakramente mit Eifer und heiliger Ehrfurcht aus ihrer Hand zu empfangen. — In solchen Familien kennt man aber auch den Drohruf des Herrn: „Wehe dem Menschen, durch welchen Aergerniß kommt" (Matth. 18, ?.), und darum Hat man stets ei» sorgsames Ange auf die Jugend und wacht auf das ängstlichste darüber, daß ihr ja kein Aergerniß gegeben werde, weder von Vater »ich Mutter, itoch von älteren Geschwistern; weder von Einheimischen, noch von Fremden; weder zuhause, itoch außer dem Hause; weder durch Wort, noch durch Werk: nicht durch glaubenslose oder unsittliche Reden; nicht durch schlechte Zeitungen, Schriften und Bücher; nicht durch Spott und Schimpf auf Kirche und Priester; nicht durch Zank und Streit; nicht durch Fluchen und Schelten; nicht durch Trunkenheit und Ausgelassenheit; nicht durch Verführung und Anleitung znr Sünde. Da kommt es nicht vor, wie leider heutzutage in sovieleu Familien, daß die Eltern selbst, dnrch ihre Reden und ihre Beispiele, niederreißen, was in der Religionslehre aufgebaut wird: daß sie das Kiud zur Uebertretuug des Fasteugebotes uöthigeu; daß sie es von der Erfüllung des Gebotes der Sonntags-nnd Feiertagsheilignng abhalten; daß sie ihm den Empfang der Hl. Sacramente, und das sogar in der österlichen Zeit, ans alle mögliche Weife erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen it. s. w. Da sind vielmehr die Eltern die ersten, die durch eigenes Beispiel bekräftigen, was der Religionslehrer in der Schule und Kirche lehrt. Indem sie sich bemühen, in ihrem Verhalten ein lebendiges Abbild Christi zn sein, gemäß den Worten des Apostels: „Ich lebe, doch nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir" (Galat. 2, 20), pflanzen sie eben dadurch auch in das Herz ihrer Kinder Christum beit Herrn ein und pflegen ihn, daß er geistigerweise: durch zunehmenden Glauben und wachsende Liebe, in ihnen gedeihe und erstarke zu „einem vollkommenen Mann", wie der Apostel sagt. (Eplies. 4, 13.) Und so handelnd sind sie Eltern in höherem Sinne, indem sie ihren Kindern nicht blos das vergängliche, irdische, sondern das ewige, himmlische Leben vermitteln. Von den frommen Hirten erzählt uns die Hl. Schrift: „Sie kamen eilend (nach Bethlehem), und fanden Maria und Joseph, nnd das Kindlein" (Luc. 2, 16.); und von den heiligen drei Königen: „Sie fanden das Kind mit Maria" (Matth. 2, 11.). So mögen wir's beitit auch in jeder Familie finden: die Eltern mit ihren Kindern, die Kinder mit ihren Eltern; mit anderen Worten: die Eltern bekümmert um das Wohl ihrer Kinder, die Kinder sich freuend des Schutzes ihrer Eltern. Aber nicht blos irdische, sondern höhere, überirdische Liebe, wie sie ausfließt aus der Liebe zu Jesus, möge sie alle verbinden. Die Liebe der Eltern gegen ihre Kinder sei ein Abglanz der Liebe Mariä und Josephs zu Jesus, die Liebe der Kinder gegen ihre Eltern ein Abglanz der Liebe Jesn zn Maria und Joseph. — Geschieht es aber, daß ein Kind auf Abwege geräth und sich zu verlieren beginnt, o dauu mögen die Eltern nicht ruhen noch rasten, bis sie es wiedergefunden und auf den rechten Weg zurückgebracht haben. Als der zwölfjährige Jesus seinen Eltern verlorenging, wußten diese, daß er, weil ja wahrer Gott, an seiner Seele keinen Schaden leiden könne. Tatsächlich fanden sie ihn denn auch au heiliger Stätte, im Tempel des Herrn. Und dennoch, mit welchem Schmerz und Kummer suchten sie ihn! (Luc. 2, 44. sequ.) Ebenso, ja itoch vielmehr müssen die Eltern suchen und beten, bis sie ihr, nicht nur leiblich, sondern geistig verlornes Kind wiedergefttnden und dem Herrn ge- Wonnen haben. Auf solche Weise zeigen sie, daß sie wirklich christliche Eltern sind, Eltern, die mehr den geistlichen, als den leiblichen Tod ihres Kindes fürchten! 5. Wie zur christlichen Erziehung der Kinder, so ist uns die Hl. Familie auch ein Wegweiser zur Uebung des christlichen Gehorsams. Es ist das eine Tugend, ans welcher das Glück und die Wohlsarth einer jeden noch so großen, aber mich einer jeden noch so kleinen Gesellschaft, und folglich auch der Familie beruht. In unseren Zeiten, wo es vom weltlichen Gesetze verschiedentlich als ein Recht erklärt wird, ungehorsam zn sein und Gott nicht zu geben, was Gottes ist, wo sich aber die Konsequenzen dessen gar sehr auch auf anderen, als den blos kirchlichen Gebieten geltend machen: wo die weltliche Macht und Autorität allerdings oft groß dasteht, wenn es sich um die wehrlose Kirche handelt, aber klein, wenn dem Geiste der Unbotmäßigkeit, der Zersetzung und Auflehnung Einhalt geboten werden soll; wo an Stelle der gesetzmäßigen Autorität nachgerade der Terrorismus zu treten droht — in diesen unseren Zeiten ist es wahrlich nicht erforderlich, die Wichtigkeit und Notwendigkeit des Gehorsams noch zu beweisen. Nur wo Gehorsam, dort auch Zucht und Ordnung; ohne Gehorsam aber überall nur Auflösung nnd Zerfall! Diese Tugeud des Gehorsams nun lehrt uns die Hl. Familie, und in derselben wiederum ganz besonders Jesus Christus. Als Joseph und Maria sich wegen der vom Kaiser Augustus anbefohlenen Volkszählung ungeachtet der ärgsten Beschwerden und der ungünstigsten Jahreszeit nach Bethlehem verfügten; als Maria bei der Darstellung Jesu im Tempel sich dem mosaischen Gesetze der Reinigung unterwarf; als Joseph auf Geheiß des Engels sogleich, mitten in der Nacht, und ohne zn murren, sich aufmachte, Jesum und seine Mutter Maria nahm und sie nach Aegypten brachte; als er daun, wieder auf Geheiß des Engels, aus Aegypten zurückkehrte und nach Nazareth ging — was war das alles Anderes, als Gehorsam, mit- den größten Mühen und Beschwerden verbundener Gehorsam gegen Gott, wie gegen die geistliche und weltliche Obrigkeit? — Und indem Joseph und Maria zur Feier des Osterfestes alljährlich nach Jerusalem gingen, obwohl sie Jesum, den Sohu Gottes, in ihrer Mitte hatten und daher täglich ans Gottes Munde selbst Gottes Wort hörten, nnd durch das, was sie Jesu thaten, in eigentlichem Sinne Gott selbst dienten — was war das anderes, als eilt eindringliches Beispiel für uns, wie auch wir im Geiste des Gehorsams der Sonntags- und Feiertagsheiligung uachkommeu sollen? — Und jenes große Wort, das Maria gesprochen: „ecee ancilla Domini“, „sieh', ich bin die Magd des Herrn" — was zeigt es nns anderes, als jene Gesinnung demnthvollsten Gehorsams, die Maria in all' ihrem Thun und Lassen begleitete? — Vor allem aber haben wir an Jesus Christus das höchste Beispiel allseitigeu Gehorsams. Sein ganzes Leben war ja nichts anderes, als ein ununterbrochenes, mit vollster Hingebung und Freude geübtes Abhängigsein vom Willen seines himmlischen Vaters. Als er eintritt in diese Welt, opfert er sich ihm in Gehorsam auf und ruft ihm entgegen: „Siehe, da komme ich; — am Anfänge des Buches steht geschrieben über mich, daß ich thue, o Gott! deinen Willen." (Hebr. 10, ?.). Und als er ms Leiden ging, um auszutreten aus dieser Welt, betet er wieder: „nicht mein, sondern dein Wille geschehe" (Luc. 22, 42.). „Jesus erniedrigte sich selbst, und ward gehorsam bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuze". (Phil. 2, 8. 9.). Aber er war gehorsam nicht blos Gott, seinem himmlischen Vater, sondern auch Menschen, er war unterthan seinen Eltern (Luc. 2, 51.). Diese seine Untertänigkeit und sein Gehorsam gegen die Eltern war ein vollkommener; es war ja der Gehorsam des Gottmenschen. Es war daher nicht ein blos äußerlicher Gehorsam, und nicht blos gezwungen, sondern innerlich, aufrichtig und wahr, mit Übereinstimmung des Verstandes und Willens. Es war auch nicht ein blos gelegentlicher Gehorsam, sondern die ganze Sinnesrichtung und das ganze Fühlen und Denken des Herrn galt dem Gehorsam. „Meine Speise ist (so sprach er selbst von sich), daß ich thite den Willen dessen, welcher mich gesandt hat, daß ich vollende sein Werk" (Joan. 4. 34.). Endlich war Jesus unterthan nicht blos den heiligsten unter den Menschen, seinen Eltern, sondern auch armen Sündern und Ungläubigen. Selbst als er von Pilatus zum Tode verurtheilt wird, an- erkennt er in ihm die Gewalt von Oben, wenngleich sie wider alles Recht und Gesetz ausgeübt wird. (Conf. Joan. 19, 10. 11.) Welch' ein Gehorsam also leuchtet uns ans der heiligen Familie entgegen, und wiesehr sollten auch wir uns zur Uebuug des Gehorsams verpflichtet fühlen: des Gehorsams gegen Gott, des Gehorsams gegen Eltern und Vorgesetzte, gegen geistliche und weltliche Obrigkeiten. Lernen wir denn Gehorsam von Joseph und Maria, vor allem aber von Jesus dem Gehorsamsten. So werden wir Rnhe und Zufriedenheit finden in unseren Seelen und in unseren Familien, und manche traurige Erfahrung, manche bittere Enttäuschung bleibt uus erspart. Denn auch vom Gehorsam gilt, was von der Mutter des Gehorsams, nämlich von der Demnth: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden." (Matth. 23, 12.) 6. Noch eine Tugend müssen wir von der Hl. Familie lernen, und das ist die Hochschätzung und Liebe zur Arbeit. — Arbeit ist dem Menschen itoth-wendig zu seiner geistigen und leiblichen Entwicklung, zu seinem zeitlichen und ewigen Wohl. Ohne Arbeit und Thätigkeit bemächtigt sich ein gewisser Stumpfsinn des Menschen, oder aber er wird eine Beute des Lasters, wie schon das bekannte Sprichwort sagt: „Der Müßiggang ist aller Laster Anfang." Die Liebe zur Arbeit ist daher von der größten Wichtigkeit, wie für den einzelnen Menschen, so für die Familie, so für die ganze Gesellschaft. Allein es ist ein Unterschied zwischen Arbeit und Arbeit. Auch das unvernünftige Thier arbeitet und plagt sich; allein es weiß nicht, warum; und mit seinem Leben ist ihm auch die Frucht aller Arbeit genommen. Nidst so ist es mit dein Menschen. Erschaffen wie er ist zu einem ewigen, übernatürlichen Ziel, soll ihm die Arbeit auch ein Mittel sein, zu demselben zu gelangen. Darum wollte Christus, der aus Liebe zu uns Knechtsgestalt angenommen, die Arbeit durch sein göttliches Beispiel auch übernatürlicher Weise adeln und heiligen, indem sich auch er, der Herr aller Diuge, dem Gesetze der Arbeit unterwarf und uns zugleich zeigte, in welcher Gesinnung wir arbeiten sollen. Nach dem Sündenfalle unserer Stammeltern ist die Arbeit vor allem Buße; und der da gekommen, tun genngznthnn für die Sünden der ganzen Welt, wollte auch diese Buße auf sich nehmen und so uns lehren, daß auch unsere Arbeiten Bußgesinnung begleiten soll. Arbeit und Thätigkeit ist auch ein Schutzdamm gegen die Sünde und eine reiche Gelegenheit zu den verschiedensten Tugenden: und der da gekommen, die Sünde zu bekämpfe» und Wegweiser zu sein zum Guten, wollte uns auch durch sein eigenes Beispiel einlaben zur Arbeit, und dadurch zur Tugend. Aus diesen übernatürlichen Gründen wählte sich Jesus eine arme Familie, in der er zur Welt kommen und leben wollte, eine Familie, in welcher die Arbeit nicht etwa blos zum Vergnügen, sondern ans Noth-dnrft verrichtet werden mußte: gewöhnliche nnd äußerliche, nicht geistreiche Arbeit; niedrige und gemeine, nicht angesehene Arbeit; harte und anstrengende Arbeit. Ja, auch die Hl. Familie wußte nnd verkostete es gar wohl, was es heißt, sich sein Brod im Schweiße seines Angesichtes verdienen. Darum mußte Alles arbeiten. Es arbeitete Joseph, der „Zimmermanu". Es arbeitete Maria, wie jede Mutter und Frau eines armen Handwerksmannes arbeiten und für Kind und Haus sorgen muß. Es arbeitete Jesus, „der Sohn des Zimmermanns" (Matth. 13, 55.), oder „der Zimmermann", wie er beim Evangelisten Marens (6, 3.) geradezu genannt wird. Und welche Tugenden übte die heilige Familie bei der Arbeit? Sie dachte dabei nicht blos an das tägliche Brod, an das irdische Leben. Ihre Blicke waren auswärts gerichtet zu Gott, dem himmlischen Vater, und ihre Arbeiten waren zugleich ein Dienst Gottes. Zeugen der unendlichen Entsagung und Selbsterniedrigung Jesu, murrten Joseph nnd Maria nicht nur nicht gegen Gott, daß er sie in ArmutH leben ließ und auf Harte Arbeit anwies, sondern sie fügten sich willig und mit bemüthiger Anbetung in seine heiligsten Anordnungen und Zulassungen, um so zugleich den himmlischen Vater, sowie seinen Sohn zu ehren, der da reich war, aber unseretwegen arm geworden ist, damit wir durch seine ArmutH reich würden, wie der Apostel sagt. (II. Cor. 8, 9.) — Die Arbeiten Jesu aber bildeten geradezu einen Theil seiner Erlösungsthätigkeit für uns. Ja, sie waren uns geweiht; sie waren bestimmt, uns die Arbeit erträglicher und leichter zu machen; durch den Hinweis auf sein Beispiel uns zu trösten, zu ermuthigen, zu erheben; uns zu zeigen, daß nicht die irdischen Güter es sind, die des Menschen Glück und Würde begründen, sondern die himmlischen, und so uns empfänglicher zu machen für diese. Lernen wir, Geliebte im Herrn! von der heiligen Familie, wie auch wir die Arbeit schätzen, mit welchen Gesinnungen auch wir sie verrichten und die damit verbundenen Mühen und Anstrengungen tragen sollen, damit sie uus fruchtbar seien nicht blos für die Zeit, sondern auch für die Ewigkeit. Und wenn uns das Los der Arbeit, das wir alle, der eine in dieser, der andere in jener Richümg, der eine mehr, der andere minder, zn tragen haben, manchmal zu schwer scheint; wenn es uns mit Unmnth erfüllt und schier zu erdrücken droht — o so vergessen wir nicht, daß Christus der Herr bei der harten Arbeit unserer Erlösung nicht einfach Schweißtropfen, sondern blutige Schweißtropfen zu vergießen hatte; daß nicht blos harte Schwielen seine Hände bedeckten, sondern grausame Nägel ihm Häude und Füße durchbohrten; und daß statt kühlenden Wassers Galle und Essig sein Trank, sein Ruhebett aber das Kreuz war! Ich habe euch gezeigt, wieviel es auf die Familie ankommt, der Jemand angehört. Ich habe euch ferner dargethan, daß die Hl. Familie es ist, die alle anderen Familien zn ihrem Vorbilde nehmen sollen. Betrachten wir uns denn gewissermaßen als Angehörige der Hl. Familie, und benehmen wir uns stets so, daß wir ihrer auch würdig seien. Möge den Familienvätern der Hl. Joseph ein Vorbild väterlicher Wachsamkeit und Fürsorge, den Müttern die seligste Jungfrau Maria ein Beispiel aufrichtiger Liebe, frommer Züchtigkeit, demüthiger Unterwerfung und vollkommener Treue, den Kindern endlich Jesus ein Muster des Gehorsams sein, das sie bewundern, ver- ehren und nachahmen. Mögen die Reichen an der Hl. Familie erkennen, daß die Tugend weit höher zn schätzen ist, als Reichthum. Mögen endlich auch die Armen sich trösten im Hinblick auf Maria und Joseph, die gleich ihnen zu kämpfen hatten mit den Mühen und Sorgen um's tägliche Brod?) Es erübrigt mir jetzt nur noch eines, euch aufmerksam zu machen auf einen Verein, der sich eigens zur Verehrung der hl. Familie gebildet hat. Derselbe heißt: „Der allgemeine fromme Verein von der hl. Familie", und hat „den schönen Zweck, die christlichen Familien enger an die hl. Familie anzuschließen, oder vielmehr ihr dieselben ganz zu weihen, damit auch Jesus, Maria und Joseph die ihnen so geweihten Familien gleichsam wie ihr Eigenthum beschützen und liebevoll pflegen." (1. c.) Der hl. Vater hat diesen Verein mit vielen Ablässen und geistlichen Gnaden ausgestattet, und wiederholt auf das Angelegentlichste empfohlen. Indem ihr Näheres über den mehrerwähnten Verein durch eure Herren Seelsorger erfahren werdet, sage ich heute nur soviel, daß es mir eine große Freude wäre, wenn sich auch in unserer Diöeese recht viele Familien fänden, die demselben beitreten und die Tugenden der hl. Familie zum Gegenstände ihrer ganz besonderen Verehrung, Liebe und Nachahmung machen wollten; und deshalb bitte ich euch auch ganz ausdrücklich darum. Es kann ja nichts gedacht werden, „was einen heilsameren und kräftigeren Einfluß auf christliche Familien ausübte, als das Beispiel der hl. Familie, das alle häuslichen Tugenden in höchster Vollendung umfaßt." (1. c.) Und so schließe ich, indem ich euch nochmals die Nachahmung der hl. Familie an's Herz lege, und euch dem Schutze derselben empfehle. Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des hl. Geistes komme über euch und bleibe immerdar bei euch. Amen. *) Conf. Breve Leon. XIII. »Neminem fugit« ddo. 14. Jun. 1892. de Sacra familia. Laibach, am Sonntag Septuagesima, den 21. Jänner 1894. f 3 It f 0 b U 5 ^ Fürstbischof. k ^“mCrrfU”fl’ L Vorstehendes Hirtenschreiben fammt dem folgenden Fastenmandat ist den Gläubiqen, in ent- teÄM 5 ®TS SÄmme” - *$mnilie",,de«, 2. für die Laiöacher Di _ie ^liachsichten, welche hinsichtlich des Fastengebotes in der Laibacher Diöeese bisher zugestanden waren, bleiben infolge neuerlicher, ans 5 Jahre er-theilter Genehmigung des Apostolischen Stuhles cldo. 25. October 18b9 auch für das Jahr 1894 in Geltung. Es haben demnach die Gläubigen der Laibacher Diöcese in Betreff dieses Kirchengebotes in diesem Jahre Nachstehendes zu beobachten: 1. Eigentliche Fasttage oder Mbrnchstage, an welchen nur einmalige Sättigung erlaubt ist, sind solgende: 1. Alle Tage der vierzigtägigen Fastenzeit, ausgenommen die Sonntage. 2. Die Mittwoche, Freitage und Samstage der vier Quatemberzeiten. 3. Die Mittwoche und Freitage der Adventzeit. 4. Die Vorabende vor Pfingsten, Petri und Pauli, Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen, Unbefleckte Empfängniß und Weihnachten. II. AbstinenMgk, d. l>. solche, tut welchen der Genuß von Fleischspeisen verboten ist, sind folgende: 1. Alle Freitage des ganzen Jahres. 2. Der Aschermittwoch, die vier Quatembermittwoche und Quatembersamstage. 3. Die drei letzteu Tage der Charwoche. 4. Die Vorabende vor Pfingsten, vor Petri und Pauli, Mariä Himmelfahrt, Allerheiligen, Unbefleckte Empfängniß und Weihnachten. III. Weitere Dispensen vom Gebote, |tch des Fleilchessens M enthalten, sind folgende: 1. Für die ganze Diöcese, so oft ein gebotener kirchlicher Feiertag auf einen der früher genannten Abstinenztage füllt. 2. Für einzelne Orte, so oft daselbst ein Jahrmarkt auf einett der genannten Abstinenztage fällt. (Viele Pfarren bestehen aus mehreren von einander entfernten Orten; da gilt die Dispense nicht öcefe im Iatjre 1894. für die ganze Pfarre, sondern nur für jene Orte, wo des Marktes wegen das Znsammenströmen von Menschen stattfindet. » 3. Für einzelne Personen: a) Mit Ausnahme des Aschermittwochs, der drei letzten Tage der Charwoche und der Vorabende vor Pfingsten und Weihnachten werden an allen übrigen Tagen dispensiert: die Arbeiter in Fabriken und in Kohlen- und anderen Bergwerken; die Reisenden, welche in Gasthäusern essen, auch andere, falls sie z. B. in Städten oder anderen geschlossenen Orten in Gasthäusern ihre Beköstigung haben. b) Mit Ausnahme des Charfreitags werden an allen übrigen Tagen dispensiert: die Eisenbahn-Condneteurs; die Reisenden, falls sie auf Bahnstationen speisen; diejenigen, welche sich zur Herstellung der Gesundheit itt Bädern aufhalten, mit ihren daselbst befindlichen Angehörigen und ihrer Dienerschaft. c) Vom Verbote des Fleischgettusses, wenn ihnen Fastenspeisen nicht ausreichend zu Gebote stehen, sind gänzlich dispensiert: jene, welche wegen großer Arrnuth essen müssen, was immer sie bekommen: auch die Uebrigeu, welche itt einer Familie leben, wo Fastenspeisen nicht ausgetischt werden. Sie sollen jedoch trachten, sich, wenn möglich, wenigstens am Charfreitage des Fleischgenusses zu enthalten. IV. An allen jenen Fasttagen des Jahres, an denen nur einmalige Sättigung erlaubt ist, und in der gattzett Fastenzeit, auch att den Sonntagen, ist der Genuß von Fisch- und Fleischspeisen bei einer und derselben Mahlzeit nicht erlaubt. Matt muß sich entweder des Fleisches oder des Fisches enthalten. V. Sich Abbruch zu thtttt siud nicht verpflichtet: die Kraukeu, feruers jene, welche schwere körperliche Arbeiten verrichten, endlich die noch nicht das einundzwanzigste Lebensjahr erfüllt oder das sechzigste Jahr bereits überschritten haben. Diejenigen, welche nicht zum Abbruch verpflichtet sind, dürfen an jenen Abbruchstagen, an denen der Fleischgenuß uicht gänzlich verboten ist, Fleisch essen, so oft sie im Laufe des Tages Nahrung zu sich nehmen, während hingegen die zum Abbruche Verpflichteten an denselben nur Mittags und Abends Fleisch genießen dürfen, sich am Abende aber den schuldigen Abbruch thurt müssen. Die Herreu Pfarrer und Beichtväter sind ermächtiget, in einzelnen Füllen einer wirklichen Nothwendigkeit noch weitergehende Dispensen vom Verbote des Fleischgemrsses zu ertheilen, insbesondere zu gestatten, dass zur Bereitung von Fastenspeisen, mit Ausnahme des Charfreitages und der Qnatember- freitage, statt der Butter oder des Rindschmalzes auch S ch w e i u e - oder überhaupt Thier-f e 11 gebraucht werden dürfe. Wer eine bleibende Dispense zu bedürfen glaubt, hat sich diesfalls an das fürstbischöfliche Ordinariat zu wenden. Die vorstehenden Bestimmungen sind nicht auch für Ordenspersonen maßgebend; dieselben richten sich nach ihren eigenen Regeln. Alle Gläubigen, welche sich der hie mit gewährten Nachsichten bedienen, haben an jedem Tage der v i e r-zigtägigen Fasten, — auch au Sonntagen, — an welchen sie dies thun, fünfmal das „Vater Unser" und „Gegrüß et seist du Maria" zu Ehren des bitteren Leidens Jesu Christi zu beten. Jedoch steht es ihnen frei, an dessen Statt ein entsprechendes Almosen zu geben. 3. Jakob, po usmiljenju bozjem in apostolskega sedeza milosti knezoskof ljubljanski, vsem vernikom svoje skofije pozdrav in blagoslov od Gospoda in Izvelicarja Jezusa Kristusa! Vir srece in raznovrstnega veselja. pa tudi vir pogube in raznovrstnega trpljenja more po-stati druzina svojim clanom, in to ne le za eas, ampak tudi za veenost. Saj je znan pregovor: „Mlado delo, stara navada“; ali kakor isto izraza sv. pismo: „Pregovor je: Mladenic, vajen svoje poti, tudi v starosti z nje ne stopi.“ (Prov. 22, 6.) A, druzina je tista, na katero je clovek pred vsem navezan, bodisi glede svojih telesnih, bodisi glede svojih dusevnih potreb: navezan na oceta, na mater, ki kot njegova prva ucitelja in vzornika v njem nekako v dusevnem pomenu nadaljujeta svoje ziv-ljenje. In kako presinljiv in vstrajen je ta poduk starisev. Zdruzuje se pri njem veljava in ljubezen ucitelja z dovzetnostjo in hvaleznostjo ueenca. Tukaj ne deluje le minljiva beseda, ampak ob enem tudi zivi vzgled starisev, da najmogocnejse vpliva na duha in sree otrokovo. Temu poduku ni se treba boriti se z zmotami in predsodki, marvec odprta je se pot; in verno, s polnim za-upanjem. da, z nekim svetim spostovanjem vsprejme nedolzno otrosko sree väse, karkoli slisi od svojih starisev, karkoli na njih vidi in opaza. „Mora biti resnieno, mora biti dobro; ker oce, mati so rekli ali storili “ — tako misli in sodi otrok. Se je li torej cuditi, da to, kar se je clovek naucil v svojih prvih letih, kar se je naucil v svoji mladosti, naucil od oceta in matere, in kar se je od njih navadil — da se to kaze tudi v njegovih poznejsih letih zopet in zopet in z nekako silo? Kakor oce, kakor mati, tako vec ali manj 2* tudi sin, in tako Lei. Vzgoja in red, strah bozji in poboznost v druzini: in vzgoja in red, strah bozji in poboznost preide Jiavadno — izvzemsi, ako vplivajo tuji pogubni vplivi — tudi na otroke. Tako je torej druzina odlocilnega vpliva na poznejso osodo svojih domacih, pa ne le na osodo le-teh, ampak tudi vseh tistih, ki z njo obcujejo, in s katerimi ona obcuje. Ko bi imeli pridne, dobro urejene druzine, v katerih vlada strah bozji, poboznost, medsebojna ljubezen in potrpezljivost, podloznost in pokorscina — kako hitro bode vse drugacno zivljenje med sosedi, zivljenje v obeini, in druzabno zivljenje sploh; vse drugacno, pravirn, kakor je vidi wo dandanes tolikokrat! Ako je pa toliko lezece na druzini, v kateri se kdo porodi in prezivi svoje rnladostno zivljenje, kaj sledi iz tega? Sledi, da se mora pred vsem gledati na to, kaka je druzina. In tu se sedaj vprasa: Kaksne naj so druzine, da bodo svojirn ölanom vir blagoslova ? Odgovarjain in pravim: Biti morajo ziva podoba najsve-tejse druzine, ki je kedaj ziveia na svetu. podoba Jezusa, Marije in svetega J o z e f a. l.Zepri ustanovljenju druzine boditatistima, ki hoceta stopiti v sveti zakonski stan, Marija in Jozef vzor. Zares, ako evangelist s posebnim po-vdarkom Marijo imenuje „devico“ (Luc. 1, 27.); ako jo angelj pozdravJja kot „milosti polno“, s katero je Gospod in katera je nasla posebno milost pri Bogu (ibidem 1, 28. 30); ako Marija v strahu in sveti skrbi za svoje devistvo vprasa: „Kako se bo to zgodilo (da postanem mati), ker moza ne poznarn“ (ibidem v. 34); ako dal je sv. Jozefa Bog sam proslavlja kot „pravienega“, svetega moza (Matth. 1, 19): lezi pac v vsem tem globok pauk, kako se je vesti vsem tistim, ki hocejo stopiti v zakonski stan. Poti v ta stan naj jim ne pripravlja grell, in v zakon naj jih ne silijo na-sledki pregresnega zivljenja. Namen porociti se ne sme razrahljati vezi nezne sramozljivosti med njimi, ali pa eelö raztrgati je z grehom. Nasprotno, kolikor nevarnejsi utegnejo biti taki casi za duso, toliko bolj naj se drze Boga, da Bog tudi nje drzi ter obvaruje vsakega greha; toliko zvesteje in vestneje naj hodijo v njegovi najsvetejsi pricu-jocnosti; toliko gorecneje naj iscejo v svetih za-kramentih milost bozjo, da z njo okrepeani in spremljani vsak cas: pred sv. zakonom in v svetern zakonu, zive sveto, pravicno in Bogu dopadljivo zivljenje. Kak lesk nezne krepostnosti je razpet nad zarocenci, ki tako zive, in kako porostvo za dober in srecen zakon da je tako zivljenje! 8 ko-likim spostovanjem, in rekel bi, s castjo se sprej-meta drug druzega pred altarjem, kakor iz rok Boga najsvetejsega, kateremu sta vsak cas, in tudi v zarocenem stauu, vestno sluzila in zvestobo ohranila! Kako si bodeta iz ljubezni do istega Boga drug drugemu drzala zvestobo v svojem novem stanu ter so drug druzega spodbujevala k dobremu, ico sta ze poprej se tako resno varoval a medsebojnega pohujsanja! 8 koliko skrblji-vostjo in vestnostjo bodeta — in to je glavni namen sv. zakona — vzgajala svoje za nebesa, in tako privedla novih cestilce. Bogu. katerega sta sama in ze pred svojo zvezo tako odkritosrcno castila! Dobri zakoni, pravijo, sklepajo se v ne-besih; zatorej vi vsi. ki mislite na ta stan, zivite tako, kakor sta ziveia Marija in sv. Jozef: srca kvisku proti nebu! Toda tukaj moram nekaj omeniti, kar mi napravlja tezke skrbi in velike bridkosti. To je obzalovanja vredna stvar, da neredko celö mlada dekleta, hrepeneca po zakonu, zapuste domovino, in cisto same nastopijo daljno daljno potovanje v Ameriko, poiskat si ondi moza po svoji zelji. Ne govorim o telesnih nevarnostih takega poto-vanja; ampak dusa, dusa, kake nevarnosti in skusnjave mora pogosto ta prestati; in kako lahko zabrede v grde, ostudne pregrehe. Kako lahko se primeri, da se ne najde, kar se isce; in potern ostane ubogo dekle samo, zapusceno in brez vseh pripomockov — izpostavljeno vsakovrstnemu za-peljevanju! Kako lahko nastopi namesto pravega krscanskega zakona tako zvani civilni zakon, zna-biti tudi zakon pred pridigarjem kake krive vere. katerih je v Ameriki toliko. In celö tedaj, ako se sklene pravi, cerkveno-veljavni zakon, koliko ne- varnostij tudi se potem? Kaj naj pocne n. pr. uboga zena v popolno tuji dezeli in brez znanja jezika. posebno z otroci, ako ji moz umrje ali pa, kar ss zal tudi primeri, v Ameriki pa se toliko lozje dogaja. ako jo moz lahkomisljeno zapusti ? Kako tezko je dalje ondi prepogosto — in to bi rad povedal vsem, ki koprne po Ameriki — dobro krscanski ziveti ter svoje otroke dobro katolisko vzgajati, bodisi, ker na dal ec in siroko ni nobe-nega katoliskega duhovnika, nobene katoliske sole, bodisi, ker vsaj ni duhovnika, ki bi razumel nas jezik. Ni se davno, ko sem prejel o tem od nekoga iz na se skofije prezalostna pisma iz Amerike. Bridko se v teh pismik pritozuje, kako hudo je, s tezko vestjo in v stiski ne najti duhovnika, ka-teremu bi se spovedal, h kateremu bi se zatekel za svet. In posledica vsega tega ? Posledica je, da marsikdo postane popolno brezbrizen in top za sv. vero in versko zivljenje, ter da se tega s casom popolnoma odvadi. Ne mislite si, da vam kar tje v en dan slikam te nevarnosti za vero in versko zivljenje, ki so zdruzene z izselitvijo. Le preresnicne so, in zalibog da morarno pri marsikaterem, ki se je od ondot povrnil, z zalostjo opazovati, da je veliko skodo trpel na svojem verskem zivljenju. Z ozirom na vse to prosim in rotim vas, mladi ijudje, in vas dekleta se prav posebno: ne segajte prenagljeno po potni palici in nikar ne stavite z lahkomisljenim in nepremis-ljenim izseljevanjem v nevarnost svojega dusnega zvelicanja. Z zakonom hocete priti h kruhu. Toda koliko jih je, ki so celo tezo skrbij, bridkostij in trpljenja okusile se le pri tem svojem novem „kruhu“. Konecno pa so in ostanejo zraven naj-boljsega kruha resnicne besede: „Kaj pomaga cloveku, ceprav ves svet pridobi, svojo duso pa pogubi?“ (Matth. 16, 26.) 2. Sveta druzina mora biti dalje predpodoba ze ustanovljeni druzini: starisem in njihovim otrokom in sicer tako, da se v nekem pomenu more reci o vsaki druzini, da je sveta. Tukaj pa pred vsem vprasam: zakaj se pa sveta druzina odlikuje pred vsemi drugimi druzinami tako, da se imenuje sveta? Imenuje se tako pred vsem zaradi tega, ker je irnela najsvetejsega med sve-timi, ker je imela Jezusa, sinü bozjega samega v svoji sredi. To bil je namrec nacrt in konecni namen, zakaj je Bog ustanovil sveto druzino, da bi po njej prisel Jezus Kristus na ta svet; to je, da bi vzel iz Mari je device ciovesko naturo nase ter postal s tem ud velike cJoveske druzine in nas brat, nam enak v vsem, izvzemsi edino le greh; ter da bi imel on s svojo materjo vred v sv. Jozefu zastopnika, zavetnika in rednika. Jezus Kristus bil je torej sredisce svete druzine: svet on, sveta nad vse druge stvari tudi njegova rnati; sveta njegova mati in najcistejsa devica pred, med in po rojstvu Jezusovem, in svet in devisk tudi njen zenin, sv. Jozef. Tako sta zaradi Jezusa, najsvetejsega, sveta tudi njegova mati in njegov rednik; in to je nadaljni vzrok, zakaj se sveta druzina prav posebno imenuje sveta. Na enak nacin, predragi v Glospodu! bodi Jezus Kristus tudi v sredi nasih druzin. Saj ste vi vsi poklicani k vecnemu zvelicanju v nebesih, zato pa tudi k svetosti na zemlji. Ali pa. odgovorite mi, li more znabiti clanom druzine zadostovati, da so le kratek cas zemeljskega ziv-ljenja med seboj zdruzeni ? Ali ne zahteva ljubezen starisev do njihovih otrök, otrok do njihovih sta-risev, ljubezen med ocetom in materjo, med brati in sestrami vedno trajajoce, neminljive zveze ? Le poinislite, kolika bridkost, ako smrt le jednega iztrga iz srede njegovih dragih ! In vendar spremlja to bridkost upanje na prihodnje svidenje. Kaj se le potem, ko bi takega upanja ne bilo; ko bi ne bilo svidenja! Ne, Gospodova volja je, da tisti, ki so bili zdruzeni na zemlji, pa se morajo po kratkem casu lociti, imajo zopet zdruziti se v nebesih, ne da bi se kedaj zopet locili. Toda, predragi v Gospodu! le e na sa m a pot — ena ne sicer v vecnost, pac pa v srecno vecnost — nam je dana. Pravim: „v srecno vecnost“. Ker kdo bi mogel samemu sebi, kdo svojim kaj druzega zeleti, kot zvelicanje? Ze tukaj na zemlji je strasno, ce moras ziveti s hudo trpecirn, ne da bi vedel doklej, in ne da bi mu mogel podati najmanjso pomoc in olajsanje; in zgodi se, da se celö bliznji sorodniki zapuste, da bi le ne bili primorani gledati dalje casa neznosne bede in reve. Zdaj pa premislimo, bivati skupaj vekomaj, ne v nebeskem zvelieanju, ampak v peklenskem pogub-ljenju, „ubi sempiternus horror inhabitat“, „kjer vecna groza prebiva“, kakor pravi sveto pismo (Job. 10, 22.). Ne, za vecno zvelicanje nas je Grospod odmenil; pa le ena pot vodi tjekaj, in ta je Jezus Kvistus. Zato pravi Jezus: „Jaz sem pot, resnioa in zivljenje; nihce ne pride k ocetu, razun po meni.“ (Joann. 14, Ö.) Sv. Duh pa nam oznanja po apostolu Petru: „V nikoinur drugem ni zvelicanja (kot v Jezusu), kajti nobeno drugo ime pod nebom ni dano ljudem, v katerem bi mogli biti reseni.“ (Act. Ap. 4, 12.) Jezusa moramo torej irneti, kakor sta ga im ela Marija in sv. Jozef, v svoji sredi, v svojib druzinah. Enaka ziva vera v Jezusa Kristusa in njegovo cerkev, enako otrosko upanje, enaka dejanjska ljubezen mora nas posvecevati in ze tukaj z njim druziti, ako hocemo biti kedaj tudi v nebesih v zvelieanju zdruzeni z njim, in po njem zdruzeni med seboj. 3. Pa ne le z ozirom na veenost, ampak tudi za druzinsko zivljenje tukaj na zemlji je po-trebno, da biva Jezus Kristus v druzini. — To, kar druzino prav za prav se le zdruzi in v cemur obstoji zivljenje druzine, je ljubezen in edinost med domacimi. Daj bogastva, kolikor hoces, vzemi pa ljubezen in sloznost — in imas pri vsej sreci nesrecno, ubogo druzino. Nasproti pa, naj pride revseina in pomanjkanje vsake vrste, daj pa srca, ki se med seboj umevajo, ljubijo in pomilujejo — in imas druzino, ki vsaj medsebojne tolazbe ne pogresa. Kjer manjka ljubezni in sloznosti med mozem in zeno, med starisi in otroei, ondi manjka paö tudi vsako druzinsko zivljenje. Mesto da bi udje druzin skupaj drzali, tezi velikovec vse na dvoje, razrahljavajo se bolj in bolj druzinske vezi, da, neredko raztrgajo se celo popolnoma. Gesa pa je treba, da zavlada v druzini ljubezen in edinost? Jaz pravim: Jezus mora v druzino ; Jezus mora, kakor v sveti druzini, tako bivati tudi v nasih druzinah. Posebno pa je Jezus v najsvetejsem zakramentu presv. resnjega Telesa, kjer naj se cutijo vsi udje druzine domace in kjer naj se radi shajajo. Ker, ce je ljubezen in edinost tisto, kar daje druzini zivljenje, tedaj je pac srce vclovecenega Loga v najsvetejsem zakramentu zmozno, vsem domacim vdihniti enega duha, dati eno srce. Da se neskaljena ohrani ljubezen in edinost, treba je ravnati se neprestano po besedah apostolovih: „Alter alterius onera portate“, „no-site bremena drug druzega, in tako bodete izpol-nili postavo Kristusovo“ (Galat. 6, 2), postavo medsebojne ljubezni. To da za skupno prenasanje in pretrpljenje slabostij in nepopolnostij, britkostij in tezav treba je dalje darov potrpezljivosti, pri-zanesljivosti, poniznosti, zatajevanja, prema-govanja samega sebe, velikodusnosti itd. In zlasti v za-konu, v druzini, je tisoe slucajev, kjer se je treba zatajevati in premagovati zopet in zopet, zdaj bolj, zdaj rnanj, tako, da se vsled tega ne redko pre-lomi zakonska zvestoba, all da vcasih jeden za-konski druzega obupno zapusti, da bi mu ne bilo treba dalje prenasati neznosnega gorja. Sedaj pa premislimo: Ali ni ravno bozje in elovesko srce Jezusovo v najsvetejsem zakramentu ono sredisce, v katerem nahajamo vse nastete cednosti: po-zrtvovalnost, poniznost, velikodusnost, kratko, vse-stransko zatajevanje samega sebe in ljubezen do bliznjega, vse te cednosti, kakor v enem ognju zdruzene in vtelesene? Zato pravim: Prav Jezus v najsvetejsem zakramentu je tisti, ki more osla-diti vse raznovrstne krize in tezave, katere je treba v druzini tolikrat darovati na ljubo ljubezni in edinosti. Kaj je bilo, kar je oslajalo sveti druzini njene tezave? Ker je tudi sveta druzina morala prenasati tezave, ne sicer zato, da si ohrani in vzdrzi medsebojno ljubezen in edinost, pac pa za-radi marsikaterih drugih vzrokov. Ker je bila Marija brez greha in milosti polna, sv. Jozef pra-vicen in svet, pac ni mogla ljubezen in sloznost med njima le kolickaj se omajati. To bilo je popolnoma izkljuceno. Toda premagovanja v drugem oziru bilo je tudi pri tej najsvetejsi zvezi dovolj. Da je kraljevi rod Davidov. iz katerega sta izha-jala Mari ja in Jozef. tako silno obubozal in da ju je vsled tega vse preziralo in zanicevalo, da sta zivela v najvecji revscini in potrebi, to bile so velike zrtve in tezave. I)a Gospodu nebes in zemlje in njegovi deviski materi pri njegovem vstopu na ta svet ni bilo raogoce dati na razpolago boljsega, kot boren hiev, to bila je velika bridkost. Strasno prerokovanje Simeonovo pri darovanju Jezusa v tempeljnu, beg v Egipt, zguba dvanajstletnega Jezusa — vse to so bili veliki krizi in tezke zrtve, ki so bile sveti druzini nalozene. In kaj je bilo, kar je vse te krize in tezave oslajalo ? Kaj je nakionilo sv. Jozefa, da je vstrajal v betlehernskem hlevu in na begu v Egipt pri Mariji in njenem detetu ? Kaj je njemu. izhajajocenm iz kraljevega rodu potisnilo v roke tesarsko sekiro, da jo je vihtel pogumno, da celö veselo za sveto druzino ? Kaj je podelilo Mariji cudovito rnoc, da je nosila duhovni mec, katerega ji je zasadil starcek Simeon, v svojem srcu. kamor se je tem grozoviteje za-diral, cim bolj se je priblizevalo dopolnenje pre-rokovanja ? Kaj je krepilo oba pri teh krizih in tezavah ? To bil je Jezus, veselje Marijino in Jo-zefovo; pogled na se veliko vecje zrtve in krize, katere je vzel Jezus na-se s svojim vclovecenjem ter je nosil neprestano od zibeli do groba. Tako, predragi v Gospodu! morejo se tudi nase zrtve posladiti le po Jezusa Kristusu. In zato recem se enkrat: Jezus raora v drnzino. Ondi, kjer je Jezus nekako srce druzine, zlasti, kjer ga doinaci pri sv. obhajilu radi sprejemajo v svoje srce, ga gledajo v njegovi ljubezni ter posnemajo v njegovem brezmejnem zatajevanju — tarn je res srecno druzinsko zivljenje. Ker eno srce in ena dusa s Kristusom, so eno srce in ena dusa tudi med seboj. 4. Kakor se ljubezen in zvestoba. mir in edinost naseli za stalno, in vkljub vsem posvetnim spre-membam le ondi, kjer Jezus ni tujec v druzini, tako se tudi le ondi izpolnjuje najvaznejsa dolz-nost, ki jo starisi imajo. Ta dolznost je krscan-ska vzgoja otrok. Taki starisi namrec vedö, da jim otroci niso toliko v last dani, nego le v skrb izroceni, kakor hlapcem v evangeliju talenti, izroceni v ta namen, da si pridobe z njimi dvojen dobicek. Po krscanski vzgoji svojih otrok naj se starisi v njih nekako podvojö, in na rede tudi iz njih to, kar raorajo biti sami: globoko-verne, vestne kristijane, ki se zvesto drze Jezusa, in njegove eerkve. To je dolznost in naloga starisev. Kakor je bil poklic svete druzine ta, da je bil po njej Jezus vpeljan v ta svet, tako je tudi naloga vsake druzine ta. da se po njej vpelje Kristus v ne-dolzno otrosko srce. To resno in velevazno nalogo pa more iz-vrsevati le tista druzina, v kateri zivi Kristus po zivi veri in dejanjski ljubezni. Ali pa, bode li mo-goce ondi. kjer je vse brezbrizno za Kristusa in njegovo cerkev; kjer oce ali mati sama ne ve-rujeta, ali vere dejanjski ne drzita — ali bo mo-goce ondi, kjer je vse otrpneno v ledenem mrazu, vneti toploto in obuditi novo veselo zivljenje ? Kako vse drugace je v verni druzini, kjer vera ne tici samo v razumu, ampak se vglobi v srce in prodere v zivljenje ! Tukaj se pozna in po-slusa Jjubeznivo povabilo Kristusovo: „Pustite otro-cice, naj pridejo k meni. in nikar jim ne branite. “ (Marc. 10. 14). In malim ne le ne branijo, ampak je vodijo veselo k Zvelicarju s tem, da je sami in kar najbolj zgodaj mogoce poducujejo v sveti veri in cujejo nad izpolnjevanjem bozjih in cer-kvenih zapovedij; da je vadijo v molitvi in po vzgledu Marijinem in Jozefovem jemljo seboj v biso bozjo; da je ze od najneznejse mladosti na-polnijo s spostovanjem in ljubeznijo do eerkve in njenih sluzabnikov, ter je navajajo, njihovo besedo, kakor je volja in zapoved Kristusova. verno vspre-jemati. njihove opomine voljno poslusati in zakra-mente z goreenostjo in svetim spostovanjem iz njihove roke prejemati. V takih druzinah pozna jo pa tudi zuganje Gospodovo: „Gorje cloveku, po katerem pohujsanje pride“ (Mat. 18, 7), in zato nepre--i' stario s skrbnim ocesom pazijo na mladino, ter cuvajo kar najskrbneje na to, da se ji ne da je nikako pohujsanje, ne od oceta in matere, ne od starejsih bratov in sesträ; ne od domaeih, ne od tujih. ne v bisi, ne zunaj hise; ne z besedo, ne z dejanjem; ne z brezverskimi ali nenravnimi govori. ne s slabimi casniki. spisi in knjigami ; ne z zanieevanjem in zasmehovanjem cerkve in duhovnikov, ne s kregom in prepirom, ne 8 preklinjevanjeni in zmerjanjem, ne s pijan-cevanjem in razuzdanostjo, ne z zapeljevanjem in napeljevanjem v greh. V takih druzinah se ne pri-meri. kav se dogaja dandanes zalibog v tolikih druzib. Tarn ne podirajo starisi sami s svojimi besedami in vzgledi, kar se je sezidalo pri krscan-skem nauku: tarn ne silijo otroka, prelomiti postno postavo; tarn ga ne zadrzujejo od spolnovanja za-povedi, ki ukazuje posvecevanje nedelj in praz-nikov ; tarn niu ne obtezujejo na vse mogoce na-cine, se manj mu onemogoöujejo vsprejem svetih zakvaraentov in to eelo o velikonocnem casu itd. Tarn so velikovec starisi. ki z lastnim vzgledom potrdijo, kar uci veroucitelj v soli in v eerkvi. Ko se trudijo. v svojem obnasanju biti ziva podoba Kristusova po besedab apostolovib : ,,Zi-vim, pa ne vec jaz, arapak Kristus zivi v meni“ (Galat. 2, 20), vsajajo prav s tem tudi v srca svojib otrok Kristusa ter skrbe zanj, da v duhov-nem pomenu. z rastoco vero in ljubeznijo v njih raste in se okrepi in razvije „v popolnega moza“, kakor pravi apostol (Epbes. 4. 13). Ce tako rav-najo. so starisi res roditelji v visjem pomenu, ker ne preskrbe svojim otrokom le minljivega in po-svetnega zivljenja, ampak tudi vecno nebesko ziv-ljenje. 0 poboznih pastiroib pripoveduje sv. pismo: „Prisli so bite (v Betlebem), in nasli Marijo in Jozefa in dete“ (Lue. 2. 16.); in o svetib treb kraljib: „Nasli so dete z Marijo“ (Math. 2, 11.). Tako naj bi pac bilo tudi v vsaki druzini: starisi s svojimi otroci: z drugimi besedami: starisi skrbni za sreco svojib otrok, otroci veseleci se varstva svojib starisev. A ne le pozemeljska ljubezen, ampak visja nadzemeljska ljubezen, ki izvira iz ljubezni do Jezusa, veze naj vse. Ljubezen starisev do nji-hovih otrok bodi odsev ljubezni Marijine in Joze-fove do Jezusa, ljubezen otrok do starisev pa odsev ljubezni Jezusove do Mari je in sv. Jozefa. — Ako se pa primeri, da otrok zaide na kriva pota in se zacne zgubljati, o tedaj naj starisi ne mirujejo in ne pocivajo. dokler ga ne najdejo in ne pri-peljejo nazaj na pravo pot. Ko se je dvanajstletni Jezus zgubil svojim starisem, so le-ti vedeli, da on kot pravi Bog ne more trpeti skode na svoji dusi. In zares, nasli so ga na svete m kraju, v tempeljnu Grospodovem. In vendar s koliko bridkostjo in zalostjo sta ga iskala! (Lue. 2, 44 sequ.) Ravno tako, da, se veliko bolj morajo iskati starisi in moliti, dokler ne najdejo zopet in ne pridobe za Gospoda svojega otroka, zgubljenega ne telesno, ampak dusno. Na tak nacin pokazejo. da so res krseanski starisi, starisi, ki se bolj boje dusne, kakor telesne smrti svojega otroka ! 5. Kakor za krscansko vzgojo otrok, tako nam je sveta druzina tudi kazipot, kako se vaditi v krseanski pokorscini. To je cednost, na kateri sloni sreca in blagostanje vsake se tako velike, pa tudi vsake se tako majbne druzbe, in torej tudi sreca druzine. V nasib casib , ko svetne postave v raznih receb proglasajo za pravico biti nepokoren Bogu in mu ne dati, kar je bozjega, in ko se poslediee teh postav prav mocno kazejo ne samo v cerkvenih zadevab, ampak tudi v drugih; v nasib casib. ko je posvetna moc in veljava — zares silna, ako se gre zoper neoborozeno cerkev — dostikrat vendar tako slaba, ako je treba ustav-Ijati duha nepokorscine, razpada in upora; ko na mesto postavne oblasti preti stopiti trinostvo — v teh nasib casib pac res ni treba se le dokazo-vati, kako vazna in potrebna je pokorscina. Le kjer je pokorscina, tarn je tudi red; brez pokor-scine pa je povsod upor in razpad! — To cednost pokorscine uci nas sveta druzina, in v njej zopet prav posebno Jezus Kristus. Ko sta se Jozef in Mari ja vsled ljudskega stetja, za-ukazanega od cesarja Avgusta, vkljub najvecjim tezavam in najneugodnejsemu letnemu casu na-potila v Betlebem; ko se je Marija pri darovanju Jezusa v tempeljnu podvrgla Mojzesovi postavi ociscevanja, ko je Jozef na povelje angelovo takoj v pozni noci in brez godrnjanja vstal, vzel seboj Jezusa in njegovo mater Marijo ter jo resil v Egipt; ko se je potem na zopetno povelje angelovo iz Egipta povrnil ter sei v Nazaret — kaj je bilo vse to druzega, kot pokorscina, z najvecjimi te-zavami in trudi zdruzena pokorscina do Loga, kakor tudi do duhovske in svetne gosposke ? In ko sta Jozef in Mari ja potovala vsako leto v Je-ruzalem, obhajat velikonocni praznik. ceprav sta imela Jezusa, Sinu bozjega v svoji sredi in sta zato vsak dan iz bozjih ust slisala besedo bozjo, in s tem. kar sta Jezusu storila. v pravem pomenu sluzila Bogu samemu — kaj je bilo to druzega. kot ziv vzgled za nas, kako tudi mi v duhu po-korscine posvecujmo nedelje in praznike ? — In ona velika beseda, katero je Marija izpregovorila: „eeoe ancilla Domini“, „glej dekla sem Grospodova“ — kaj nam kaze druzega, kot tisto misljenje polno ponizne pokorseine. ki je spremljevala Marijo pri vsem njenem dejanju in nehanju? — Pred vsem pa iraamo na Jezusu najvzvisenejsi vzgled vse-stranske pokorseine. Saj celo njegovo zivljenje ni bilo nie druzega, kot neprestana. radovoljna in vesela pokorscina nasproti volji njegovega ne-beskega oceta. Ko vstopi na ta svet, daruje se mu v pokorseini in mu zakliee : „Glej pri dem ; — v zacetku bukev je pisano o meni. da storim, o Bog! tvojo voljo“. (Hebr. 10,7.) In ko se je za celo trpljenje, ter je bilo treba zapustiti ta svet, moli zopet: „Ne moja. ampak tvojo volja se zgödi“. (Luc. 22, 42). „Jezus se je samega sebe ponizal ter je postal pokoren do smrti. da, do smrti na krizu“ (Phil. 2, 8, 9). Pa on ni bil le pokoren Bogu svojemu nebeskemu ocetu, ampak tudi ljudem; bil je podlozen svojim starisem (Luc. 2, 51). Ta njegova podloznost in pokorscina nasproti starisem bila je popolna, saj je bila pokorscina vclovecenega Boga. To ni bila zgolj zunanja pokorscina in ne znabiti prisiljena, ampak notranja, odkritosrcna in resnicna, tako, da je pritrjeval tudi njegov razum in njegova volja. Tudi ni bilo le samo kaj slucajnega, ampak celo misljenje in zivljenje Glo-spodovo bilo je pokorscina: „Moja jed je (tako je govoril o sebi samem), da storim voljo tistega. ki me je poslal, da dopolnim svoje delo‘\ Konecno bil je Jezus podlozen ne le najsvetejsim med ljudmi. svojim starisem, marvec tudi ubogim gres- nikom in nevernikom. Celo. ko je od Pilata obsojen v smrt, priznava v njem oblast od zgoraj. ceprav je uporabljena, zoper vso pravico in postavo. (Conf. Joan. 19, 10. 11). Kolika pokorscina nam torej odseva iz svete druzine, in kako bi se morali tudi mi cutiti dolzne, vaditi se v pokorseini: v pokorseini do Boga. v pokorseini do starisev in predstojnikov, do du-hovskih in svetnih oblastev. Ucimo se torej po-korscine od sv. Jozefa in Marije, pred vsem pa od Jezusa, najpokornejsega. Tako nasli bodemo mir in zadovoljnost v svojih dusah in v svojih druzinah, in prihranili si bomo marsikatero za-lostno skusnjo, marsikatero bridko prevaro. Ker tudi o pokorseini velja, kar velja o materi pokorseine, o poniznosti: „Kdor se povisuje, bode ponizan; in kdor se ponizuje, bo povisan. “ (Matth. 23, 12.) 6. Se ene cednosti se moramo uciti od svete druzine, in to je spostovanje in ljubezen do dela. — Delo je cloveku potrebno za njegov dusevni in telesni razvoj, za njegovo casno in veeno sreco. Brez dela poloti se clovega neka topost, ali pa postane zrtva pregreh, kakor ze pravi znan pre-govor: „Lenoba je mati vseb pregreh.“ Ljubezen do dela je zato najvecje vaznosti, ne le za posa-ineznega cioveka, ampak tudi za druzino in za celo clovesko druzbo. Toda razlocek je med delom in delorn. Tudi nespametna zival dela in se muei; toda ne ve, zakaj; in z njenim zivljenjem vred ji je vzet tudi sad vsega dela. Ni pa tako pri öloveku. Kakor je vstvarjen za veeni, nadnaturni namen, tako mu bodi tudi delo sredstvo in pripomocek, dospeti do njega. Zato je hotel Kristus. ki je iz ljubezni do nas podobo hlapca näse vzel, tudi na nadnaturen nacin delo oplemeniti in posvetiti s svojim bozjim vzgledom, ker se je tudi on, gospod vseh stvarij, podvrgel postavi dela ter nam ob enem pokazal, kakosno bodi nase misljenje pri delu. Po grehu nasih prvih starisev je delo pred vsem pokora: in ta, ki je prisel zadostit za grehe celega sveta, hotel je tudi to pokoro näse vzeti in nas uciti, naj tudi nasa dela spremlja duh po- 3 kore. Delo in delavnost je tudi mocen jez proti grehu in bogata prilika za raznovrstne cednosti; in on, ki je prisel premagat greh in kazat pot k dobremu, hotel nas je tudi s svojim lastnim vzgledoni povabiti k delu, in z delom k cednosti. Iz teh nadnaturnih nagibov izbral si je Jezus revno druzino, v kateri je hotel priti na svet in ziveti v njej; druzino, v kateri je bilo treba de-lati ne znabiti sarno za razvedrilo, ampak iz po-trebe: navadno in zunanje, ne duhovito delo; nizko in priprosto, ne cislano delo; delo trdo in mucno. Da. tudi sv. druzina je prav dobro vedela in okusala, kaj se pravi sluziti si svoj kruh v potu svojega obraza. Zato morali so delati vsi. Delal je sv. Jozef, „tesar“. Delala je Marija, kakor inora delati vsaka mati in zena ubogega roko-delca in skrbeti za deco in biso. Delal je Jezus, „tesarjev sin1- (Matth. 13, 55.), ali „tesar“, kakor se pri evangelistu Marku (6, 3.) naravnost ime-nuje. In v katerih cednostih se je vadila sv. druzina pri delu? Pri tem ni mislila samo na vsak-danji kruh. na zemeljsko zivljenje. Njene oci bile so obrnene kvisku, k Bogu, ocetu nebeskemu, in njena dela bila so ob enern sluzba bozja. Prici neskoncnega zatajevanja in ponizevanja Jezuso-vega, Jozef in Marija ne le nista mrmrala zoper ßoga, da ju je pustil ziveti v revscini in njima odkazal trdo delo, ampak udala sta se voljno in v ponizni molitvi v njegove najsvetejse sklepe in naredbe. 8 tem hotela sta castiti nebeskega oceta, kakor tudi njegovega sina, ki je bil bogat, pa je zavoljo nas postal ubog, da bi mi po njegovi revscini obogateli, kakor pravi apostol (II. Cor. 8, 9.). — Dela Jezusova pa so bila celo en del njegovega zvelicalnega delovanja za nas. Da, bila so nam posvecena, bila so odmenjena nam storiti y/delo znosneje in lozje; z njegovim vzgledoni nas tolaziti, ohrabriti in ojaciti; in pokazati, da clo-vekove srece in veljave ne napravljajo posvetni darovi, ampak nebeski, da torej po nebeskih bre-penimo, Ucimo se, predragi v Gospodu! od sv. druzine, kako naj cenimo delo tudi mi, s kaksnim misljenjem naj je opravljamo in prenasamo trude in tezave. ki so z njim zdruzene, da nam bode rodovitno ne le za cas, ampak tudi za vecnost. In ce nam usojeno delo — usojeno vsakemu. jednemu na ta nacin, drugemu na on nacin, jed-nemu vec, drugemu manj — vcasih ze preseda; ako nas napolnjuje z nevoljo ter zuga nas potreti — o tedaj ne pozabimo, da Kristus nas Gospod pri hu dem delu nasega odresenja ni prelival le potü, ampak krvavi pot; da njegovih rok niso po-krivali le trdi zulji, ampak so mu grozoviti zeblji prebodli roke in noge, in da je bil mesto hladece vode zolc in jesih njegova pijaca, njegovo poci-valisce pa kriz! Pokazal sem vam, koliko je lezece na dru -zini, kateri kdo pripada. Pojasnil sem vam dalje, da je sveta druzina tista druzina, katero naj si vzamejo vse druge druzine za vzgled. Stejmo se nekako za ude svete druzine in obnasajmo se torej vsikdar tako, da je bomo tudi vredni. Dru-zinskim ocetom bodi sveti Jozef vzgled ocetovske cujecnosti in skrbljivosti, materam preblazena De-vica Marija vzor odkritosrcne ljubezni, pobozne sramozljivosti, ponizne podloznosti in popolne zve-stobe, otrokom konecno Jezus vzor pokorscine, katerega naj obcudujejo, caste in posnemajo. Boga-tinci naj se uce od svete druzine cislati cednost bolj kakor bogastvo. Potolazijo naj se naposled tudi ubozci, ko vidijo, da sta tudi Marija in sv. Jozef njim enako se morala boriti s trudi in skrbmi za vsakdanji kruh.1) Ostaja mi le se eno, opozoriti vas na neko druzbo, ki se je osnovala nalasc za cescenje T* svete druzine. Imenuje se: „splosna pobozna druzba sv. druzine“, in ima lep namen, krscanske druzine tesneje skleniti s sv. druzino, ali veliko-vec le te popolnoma nji posvetiti, da tudi Jezus, Marija in sv. Jozef te njim posvecene druzine va-rujejo in ljubeznivo za nje skrbe, kakor za svojo lastnino (1. c.). Sveti Oce obdarili so to druzbo z mnogimi odpustki in duhovnimi milostmi ter so jo ze vec-krat prav toplo priporocili. ') Conf. Breve Leon XIII. »Neminem fugit« ddto 14. Junii 1892. de Sacra familia. Ker bodele podrobneje o imenovani druzbi izvedeli od svojih dusnih pastirjev, recem danes le toliko, da bi me mocno veselilo, ko bi se naslo tudi v nasi skofiji prav mnogo druzin. ki bi tej druzbi pristopile ter cednosti sv. druzine castile. ljubile in posnemale; in zaradi tega vas za to tudi kar naravnost prosim. Saj si ni mogoce misliti nicesar, „kar bi blazilneje in krepkeje vplivalo na krscanske druzine, kot vzgled svete druzine, ki stoji na vrhuncu popolnosti v vseh cednostih.“ (1. c.) In tako sklenem s tern, da vam se enkrat zivo priporocim posnemanje sv. druzine ter vas izrocam njenemu varstvu. Blagoslov vseraogocnega ßoga, Oceta in Sina in svetega Duha, pridi nad vas in ostani vsikdar pri vas. Amen. V Ljubljani, prvo predpepelnicno nedeljo, dne 21. januvarija 1894. *j* * knezoSkof. Opomnja. 1. Predstojeöe pastirsko pismo z nastopno postno postavo vrecl preöita naj se primerno razdeljeno dve zaporedni nedelji vernikom z lece. 2. Glede »splosne pobozne druzbe sv. druzine« glej »Laibacher Dioecesanblatt« : 1893. I. 2. in II. 14. in 15. — Podrobneje prihodnjiö. 4. Postna postava za 1 j u b 1 j a n s k o S k o I i j o v 1 e t n 1894. Polajsave, ki so se glede posta doslej dajale v ljubljanski skofiji, veljajo vsled novega, za pet let danega privoljenja apostolske stolice z dne 25. oktobra 1889 tudi za leto 1894. Verniki ljubljanske skofije so tedaj dolzni pri spolnovanju postne zapovedi paziti v tekocem letu na sledeöe dolocbe: I. Dnevi, o katerih si je pritrgati treba, ali o katerih je dovoljeno le jedenkrat do sitega jesti, so: 1. Vsi dnevi stiridesetdanskega posta razun nedelj. 2. Kvatrne srede, petki in sobote. 3. Srede in petki v adventu. 4. Dnevi pred binkostmi, pred prazniki svetega Petra in Pavla, vnebovzetja Marijinega, vseh svetov, cistega spocetja Mari je Device in pred Bozieem. II. Dnevi, o katerih je prepovedano meso jesti, so: 1. Vsi petki celega leta. 2. Pepelnicna sreda, stiri kvatrne srede in kvatrne sobote. 3. Trije zadnji dnevi velicega tedna. 4. Dnevi pred binkostmi. pred prazniki svetega Petra in Pavla. vnebovzetja Marijinega, vseh svetov. cistega spocetja Marije Device in pred Bozieem. III. Privoljeno je nadalje meso jesti: 1. Za vso skofijo, kolikorkrat je zapo-vedan praznik na kak poprej imenovani dan, na kateri je meso jesti prepovedano. 2. Za posamezne kraje, kolikorkrat je kak semenj na taK dan. (V mnogih farah je po vec raznih krajev. ki so drug od drugega odda-Ijeni; tu polajsanje ne velja za vso faro, ampak 3* le za tiste kraje, kjer se zaradi semnja veeja mnozica ljudij sbaja). 3. Za posamezne osebe: a) Razun pepelnicne srede, zadnjib treh dnij velicega tedna ter dnij pred binkostmi in Bozicem 86 za vse dvuge dni polajsanje, to je privoljenje meso jesti, daje: delavceru v tovärnab (fabrikah) in v premogo-in rudokopib; popotnikom. ki v krcmah ali gostilnicah jedö; tudi drugim, kateri n. pr. v mestib, trgih itd. navadno v gostilnico na brano bodijo. b) Razun velicega petka se za vse druge dni täko polajsanje daje: zeleznicnim sprevodnikom ali kondukterj-m ; vsem, ki po zeleznici potujejo in so prisiljeni na zeleznicnih postajab v ondotnib gostilnicah jesti; tistim, ki zaradi zdravja v kopeli bivajo, nji-bovim ondi bivajocim druzinam in poslom. c) Vse dni, brez izjeme, smejo mesne jedi vzivati: tisti, kateri so zaradi prevelike revscine pri-morani jesti, karkoli dobe; tudi drugi, ki v druzinab sluzijo ali zivö, kjer se postno ne kuba. Vendar naj taki gledajo, ce je moc, da se vsaj veliki petek mesnih jedij zdrze. IV. Vse tiste postne dni v letu, o katerib je le jedenkrat nasititi se pripusceno, in ves stirideset-danski postni cas, tudi ob nedeljab, je vzivanje rib in mesa pri ravno tistem obedu prepo-vedano. Treba se je zdiiati mesa ali rib. V. V jedi pritrgovati si ni treba: bolnikom, nadalje onim, ki tezka dela opravljajo; slednjiö onim, ki eden in dvajsetega leta se niso dopolnili, ali pa so sestdeseto prestopili. Oni, katerib ne veze zapoved v jedi pritrgovati si, smejo tiste dni, kadar je drugim v jedi pritrgovati si zapovedano. pa ne popolnoma prepo-vedano jesti meso, — izjemoma roeso jesti, kolikorkrat med dnevom jed vzivajo; nasproti pa smejo oni, katere veze zapoved v jedi pritrgovati si, tiste dni meso le o poludne in zvecer vzivati, pa si zvecer po dolznosti pritrgovati. Gospodje zupniki in spovedniki so pooblasceni, da smejo v slucajni resnicni po-trebi prepoved o zavzivanju mesa se bolj zlajsati, vzlasti pa dovoliti, da se pri napravljanju postnib jedij, razven velicega petka in kvatrnib petkov, sme svinjska ali sploh zivalska mascolia rabiti mesto masla. Kdor meni, da mu je stalne dispenze ali polajsave potreba, naj se zastran tega obrne na kn.-sk. ordinarijat. Herausgeber und für die Redaction verantwortlich: Martin Pogacar. — Druck der „Katholischen Buchdruckerei" in Laibach.