^N A?.. ^»844. ?i^c«^H^H^^Nii3H^3^?^^^c^^ 35. ^^^>»^^.^3^^^ Vaterländisches. Freiherr Hans Katzianer im Türkenkriege. (Fortsetzung.) e^Vährend man nun bei Wien Tag und Nacht außerordentliche Vorbereitungen zur Vertheidigung der Stadt traf, rückte das Türkenheer von Essek her in die südlichen Gra'nzlonde Ungarns ein und zog dort nordwärts aus emer Gespannschaft in die andere ohne Widerstand. Dort Zließ der König von Polen dem Sultan durch Botschafter den Rath ertheilen: er möge sich mit seiner Kriegsmacht nicht über Un» ßarns Gränzen hiNauswagen.Allem Soliman glaub» te seinem Stolze nur dann erst genügt zu haben, Und dennoch war eS ,hm anders beschieden. Ein kleines, nur wenig befestigtes, mit schwacher Mann« schaft besetztes Städtchen sollte den hochfahrenden Geist des mächtigen Großherrn demüthigen; ein ent. schlossener, muthlgiapferer Mann, ein wahrer Held in der Noth, seinem Siegeslauf Ziel und Gränze setz.n. Von der Dräu war die türkische Macht nord» wärts hinauf bis vor das Städtchen Güns vorgerückt, wo nur 700 bis 800 Mann als Besatzung lagen, die aber ein Kriegsheld befehligte, dem an kriegerischem Muthe, ritterlicher Tapferkeit und felsenfester Entschlosseuheit Wenige in seiner Zeit gleich zu stellen sind. NicolauS Iurischitz hieß der unüber« windl,che Mann, von Geburt ein Zenger. Zum hartnäckigsten Widerstand Mit seiner kleinen Schaar entschlossen, erschrack er nicht, als sich der Großwe-l" und bald «uch der Sultan selbst mit ihrer ungeheuren Kriegsmacht am I.August vor den Mauern der Stadt lagerte«. Es war e.n Glück, daß die Tmken ke.N scyweres Geschütz mit sich führten, denn obgleich ihr leichtes Feldgeschütz m großer Zahl von e.ner nahe gelegenen Höhe aus den Belagerten nicht un. bed,utenden Schaden zufüqte, so waren dcch Iuri^chih's Vertheidigungs« und Wehranstalten daaeg«'" llua, und umsichtig angeordnet, und sein unerschütterlicher, n»e verzagender Muth erweckte jeden Tag aui's neue in seiner kleinen Kriegsschaar wie in d^n Bürgern der Stadt» ja selbst auch in den Frauen .'ine Tapferkeit und einen Heldengeist, der durch kein Ungemach, durch keinen Verlust zu beugen war. Achtzehnmal wurden die Stürme der Türken immer mit Glückabgeschlagen. Drei« mal ließ der Großwcsir die tapferen Vertheidiger zur Er. gebung auffordern und als Gnade die Bedingung stel> len, entweder einen jährlichen Tribut zu zahlen oder sich durch ein Geschenk von 2000 ungarischen Gul» den an die Ianitscharenhaupllcute loszukaufen. Je.-desmal aber ließ Iurisch'tz die Antwort geben: Echlofi und Stadt seyen nicht sein eigen und für fremdes Eigenthum könne er nicht Tribut zahlen; zu einem Geschenk an die Ianitscharen sey er zu unvermö> gend, er könne n» fers bei Wien jetzt keinen Kampf zu wagen, nnt zu d«m Entschlüsse beigewirkt haben, den Fortzug sei» ner Waffen b»S nach W»en hin aufzugeben: der Sulcan halte an sich schon keinen Glauben mehr an einen Sieg, wenn er sich der Streitmacht dcS Kai» fers entgegenstelle. Und doch stand ihm noch mancher schwere Ver» lust bevor. Noch vor der Belagerung von GünS hatte er seinen Feldherrn Kasim-Bög mit 16,000 Mann vorausgesandt, um die Länder zwischen der Donau und dem Alpgeblrg zu durchstreifen. Wäh« rend die Hauptmacht noch vor Güns lag, waren dlese Renner und Brenner bis an d«e Enns und ge« Hen L«nz hin vorgedrungen und hatten, wo sie er« schienen, alles verheert und niedergebrannt. Auf die Nachricht aber, daß die Hauptmacht, nachdem sie GünS verlassen, sich westwäriS gegen die Ufer der Lafnitz wende, um, diese überschreitend, in Steyer» mark einzufallen, wandte sich auch Kasim-B^g mit se,nen Raubschaaren wieder zurück, ging über den Wiener «Walo, wo er in der Gegend von Badcn herausbrechen und, nach Steyermarr ziehend, sich an Sultans Herr anschließen wollte. Auf die Nach» richt von dem Rückzüge dieses Feindes, und zuvor schon durch Katzlaner's Kundschafter vom Heranzuge der, streifenden Heerhaufen unterrichtet, hatte sich der Pfalzgraf Friedrich, als oberster Feldhauptmann, > mit Reichötrupven, 12,000 Mann Fußvolk und 2000 schwerbewaffneten Reitern, am Gebirge gelagert, ,vo die Thäler sich in die große Neustädter Ebene münden, voraus setzend, daß Kasim.Beg durch diese Thäler mit seinen Raubhaufen zurückkehren werde. Als ihm aber der junge Markgraf Joachim von Brandenburg (Sohn deS damaligen Curfürsten Joachim), der Mit Gras Hoyer von Mann.Sfeld"«n' der Spitze eines Strelchaufens bei Vad^n stand, die Nachricht sandte, baß von drei Thalwegen, durch ' die der Fein^nach Gratz hin ziehen könne, zwei durch Verhaue und Felsenstücke unwegsam gemache seyen und nur der dritte über Alienmarkt und Pot» tenstein Mit Truppenmacht besetzt werden müsse, rückl,« er m«t dem größeren Theil semez Heeres ^ge? gen Leopolosoorf. Der Feino ritt mehre Tage hin und her, um A«5wege zu suchen; er war, um leich» ter durch eins der Thäler hmdurchzubrechen, »n drej Haufen getheilt. Den emen fanden dle^ Kundschafter, mit Viute beladen, in dem Thalwege zwlschen Pot« tenstein und Altenmarkt. Der Graf Philipp von Oberste»« und drr ritterlich« Oberstlieutenant der RelchStruppt«, Sebastian Schärtlin von Burt«n» dach, rückten ihm alsbald m»t ihren Fähnlein vo« 500 Schützen uno 300 Veteranen entgegen, dran» gen durch das Walddlcklcht b»K an die türkische« Vorposten und stürmten noch vor Tagesanbruch bis ans feindliche Lager vor. Der Feind, zum Kampf« aufgeschreckt, verlor burchs feindliche Schwert gegen tausend Mann. Be«m anbrechenden Tage erneuerte sich der Kampf mehr »n der Ebene, wo daS Geschütz und leicht« und schwere Reiterei der Böhmen und Schlesier dem Feinde so mächtig zusetzten, daß er »n die Flucht geworfen, zerstreut, zum Theil »n den nahen Fluß und in die «ümpfe gesprengt wurde, so baß nur eiu milderer The»! sich rettete. Einen kleineren Heerhaufen hatte Kasim - B^g vorausgeschickt und es gelang blesem, sich nach «2ü» den wendend, auf der Grstzer Straße zu entkom» men. An der Spitze der größeren Slre,tm.,sse stand Kasim. Bey selbst. Nachdem er mehre Tausende Ge» fangene, weil er sie nicht fortbringen konnte, hatt« niedermetzeln lassen, wollte er sein mit schwerer Beute beladenes Knegsvolk durch daS Scahrenber« ger Thal heraus führen. Dorr aber traf er b«i LeopoldSdorf auf des Pfalzgrafen Streiihaufen, 5er alsbald den ungeordneten Feind von vorne und seit» wä'rts angriff, und einen großen Theil erschlug. Kasim «Bog selbst, so wacker er mit seinem großen eisernen Streichammer auch kämpfte, fiel sogleich im Beginne deS Kampfes. WaS dem Schwerte entrann, zerstreute sich in wilder Flucht durch die^Cbe-ne, fand jedoch keine Rettung, denn, durch des Pfaljgrafen leichte Reiterei mehre Meilen weit ver' folgt, stießen d»e- Flüchtlinge weiter südwärts auf die von dort heraufziehenden Streithaufen deS Lo» dron und deS Markgrafen Joachim von Branden» kurg, die den Feind be,m Passe an der Leitha er» wiMeltN-i Es -war/ ke'ln Wiitrstanb' Mehr,möglich. Echlechl bewaffnet, durch Flucht ermattet, zum 71 Theil schon verwundet, wurden der fluchtigen Tür» ken mehr als 8000 niedergemetzelt, denn wenn auch einzelne Haufen den Verzweiflungskampf kurze Zeit fortsetzten, so war es mehr ein schonungsloses Schlachten und Erwürgen. Zwar glückte cS auch h«er noch emem Theil der Flüchtlinge, durch die Schnelligkeit ihrer leichtern Nosse dem Gemetzel zu entkommen; aber auch sie, als habe der Fluch ihrer Gräuel an der Cnns und b,e Rache des Blutes der fcyuldloS ermordeten Christen sie fort und fort ver« folgt, sollten dem Verderben nicht enifilehen. (Fortsetzung folgt.) Gin Duell in Matanzas. Macanzas «st ein unweit Havanna liegender See« Hafen. Man kann von dieser freundlichen und leb« haften Stadt dasselbe sagen, was Lord Byron von Sevilla rühmte: „I^nious kor orgnA68 »nä ^oni6N)" — sie ist reich an köstlichen Orangen und schönen Frauen. Sie liegt in einer der schön» fien Gegenden der Welt, unv bietet mit ihren Al» leen und Gebüschen von Palmen, Kokos, Pisang» und Cttronenbäumen einen sehr freundlichen Anblick dar. Außer dem Handel kennen die Einwohner von Matanzas keine wichtigere Angelegenheit, als die Hahnenkämpfe, und mancher reiche Kausmann setzt ganze Rollen von Quadrupeln und Hände voll Pia» fier auf den Kopf und d»e Sporen eines gefieder« ten Klopffechters. Manche Pflanzer der Umgegend treiben einen einträglichen Handel mit diesen pläch» tlgen, stolzen, kampflustigen Thieren, und Andere halten sie zu ihrem Vergnügen in eigenen kleinen Gartenhäusern, ungefähr auf dieselbe Art, wie man. cher reiche Cavalier in Europa sich Pferde und Hunde hält. So hatte der Graf von Gibacoa nahe an zweihundert Kampfhähne, unter denen sich einige im Werthe von dreihundert Plastern befanden. Der frühere Gouverneur der Insel, General Vives, trieb diese Liebhaberei noch weiter; er überwachte in eigener Person die ganz besondere Behandlung, welcher die zum Kampfe bestimmten Hähne unter» zogen werden; er verband eigenhändig die Wunden, welche seine theuern »Gallos« »n der Arena erhalten hatten, und hinterließ sogar ein Werk über die ^anomachie, welches auf der Insel Cuba für clas. s'sch gehalten wird. __ Em französischer Künstler, welcher die Insel Cuba bcre.Ste, ^gab sich, der Einladung eineS spa-„.schcn Pflanzers z« F«^, m.t demselben auf des. sen Besitzungen, wo er einige Tage zu venveilcn beabsichtigte. Sie bedienten sich des dort gewöhnlichsten FottschaffungSmittels, einer Volante, d. i. eineS sehr hochrädrigen, von einem Pferde ober Maulthier« gezogenen Fuhrwerks. Obwohl er nur einen Weg von zehn Meilen bis zu der Besitzung deS Don Alzei« raga zurückzulegen hatte, so war selbst eine so kurze Reise bei den entsetzlich schlechten Wegen durchaus keine leichte Aufgabe, und außerdem wurde die Reise, als sie das Ziel derselben beinahe erreicht hatten, durch ein seltsames Abenteuer unterbrochen. Die Sonne war bereits dem Untergange nahe, als ein heftiger Regenguß die Reisenden nöthigte, in einer an der Straße gelegenen Wohnung Schutz zu suchen. Bei ihrem Eintritt befanden sich fünf Personen in dem Wohnzimmer: zwei Creolen, ein Catalonier, em Engländer, Namens Ierrold, und ein Amerikaner Namens Whitefleld; alle standen sogleich vom Tische auf, uno bewlllkommten die Fremden auf das Herzlichste. Die Letzter« nahmen die Einladung, dort zu übernachten, ohne Zögern an, da der Regenguß anstatt nachzulassen, Mit jeder Minute heftiger ward, und be» dem nahe bevorstehenden Einbruch der Nacht an e»ne Fortsetzung der Reise mcht zu denken war. Die bersilS ziemlich durchnäßten Reisenden nahmen d»e dargebotenen sp«r,luösen Erfrischungen gern an; die Nässe »hrer Kleider machte em svlcheS Erwä'r-Mungslnittel nothwendig, und sie leerten schnell hin« ter einander ein»ge Gläser Rhum m,t Zuckerwasser vermischt. Diese ganz ungewohnte L»bation hatte eine einschläfernde Wirkung auf den an solche Getränke nicht gewöhnten Franzosen; er sank «n einen zwischen Schlafen und Wachen d,e Mitte haltenden Zustand, biS ihn ein lauter Lärm, welcher plötzlich im Zimmer entstand, auS seinem lethargischen Zustande r<ß. Einer der Creokn schnarchte unter dem Tische, und der andere suchte den Engländer und den Amerikaner, welche in Folge einer Diöcussion über die Sclaven»Emancipation nm einander in Streit gerathen waren, durch dringende Vorstellun. gen und Blttcn auseinander zu bringen. Die beiden Gegner warfen einander mir Flaschen, deren sie eine nicht geringe Zahl geleert hatten, und wur» den endlich völlig handgemein. Die Wuth John BullS und Bruder IonathanS war aufs Höchste gestiegen; der Eine suchte den Andern auf die unter seiner Nation beliebteste Weise den GarauS zu machen. Es bedarf wohl keiner Bemerkung, d«ß der Engländer anfing zu boxen; weniger bekannt dagegen möchte ein eigenthümlicher Handgriff scyn, den die Amerikaner „Gouging" nennen. „Gouging" be« dcutct einen Handgriff, mittelst dlsscn der Amerikaner mir drei Fingern die Haare seines Gfgncis faßt, und ihm dann mit dcm Daumen daS Auge eindiiickt. Vor dreißig Jahren war diese abscheuliche 72 Sitte namentlich in den südlichen vereinigten Staa» ten noch so allgemein, das; man dort überall einäugige Leute sah; das «Gougmg" hatte seine Professoren, seine Adepten, seine eigenen Paraden und Finten; in neuester Zeit ist es jedoch «n Folge der gegen diese Barbarei erlassenen strengen Verordnun» gen und zum größten Bedauern der Freunde der „guten alten Zeit", fast ganz abgekommen. Whitefield versuchte seinen Gegner durch das»Gouging« kampfunfähig zumachen; aber Je r» rold, der ein famoser Boxer war, applicirte einen „0N6 two« (o. i. zwei nnt außerordentlicher Schnel» Iigkeit aufeinander folgende Stöße) in das Gesicht und auf den Magen des Amerikaners, so daß die« ser blutend zu Boden sank. Der Amerikaner war indessen nicht gefährlich verwundet. Er sprang schnell wieder auf, wischte das Blut ab, und ergriff ein Messer. Der Catalo-n,er hatte bisher kein Wo» zu dem Allen gesagt; er sang nach Herzenslust das spanische Volkslied: ,Vo lzus »QF eontrklillnälstll." Jetzt aber trat er dazwischen, und suchte den belden Gegnern begreiflich zu machen, daß Männer von Ehre, »Caballeros« fich nicht feig ermordeten, sondern sich tapfer im Zweilampf einander gegenüber stellten» Die Reisen» den unterstützten diese Meinung, we»l sie Hoffren, daß die Gegner am folgenden Tage sich eineS Au» dern besinnen, oder vielleicht gar mchr mehr an ih» ren Streit denken würden. Allein Whitefield wollte sich auf der Stelle schlagen, und alS die Uebrigen ihm vorstellten, daß eS bereits finstere Nacht sey, erwiederte er, das thue gar nichts zur Sache, und in Süd «Carolma und Kencucky sey ein Duell auf Flinten bei Laternenschein etwas ganz gewöhnliches. Die Reifenden suchten noch Gegen» Vorstellungen zu machen, aNein vergebens, und es blieb ihnen nur die Hoffnung, den Zweikampf ohne Blutvergießen beendigt zu sehen. Der geschäftige Catalonier holte zwei Flinten, und die Gesellschaft ging in den Garten. Eine bren, nende Laterne, welche nur einen matten Tchem ver» breitete, ward auf d»e Erde gesetzt. Der Rege» hat« aufgehört, aber der Himmel war noch so be» deckr, daß man keine sechs Schritte weit sehen konnte. Die beiden Gegner standen in ziemlicher Entfernung von einander. Alzeiraga, der Begleiter des Franzosen, sollte drei Mal in die Hände schlagen, auf das dritte Signal sollten die Gegner jeuern; es ward jedoch heimlich verabredet, daß der Franzose beim zweiten Signal die Laterne ausblasen sollte. Allf das dritte Signal fielen drei Schüsse! (Beschluß folgt.) Feuilleton. (Ein theurer, aber alt erWe in.)ImNaths-keller zu Bremen liegt unstreitig der lheucrsteund edelste Wem in der ganzen Welt, besonders aber der beste Rh.mivein. Dieser wurde 1624 gekauft, und ist also jetzt 2l9 Jahre alt; es ist zum Theil Hochheimer, zum Theil Iohannisbcrger, und zwar 6 Fuder von jeden, Gewächs. Ein Fuder har 6 Tonnen, und jede Tonne faßt 204 Flaschen. Der Einkaufspreis lfür t><» Tonne war 300 Thaler. Rechnet man d,e Unteihal» tungSkosten, o,e Kosten für die Pflege und d,e bis h.uie angelaufenen Interessen deö Änkaufscapitals zusammen, so ergibt sich die ungeheure Summe von 555,667,240 Thlrn. für jede Tonne; sonnt kostet jede Flasche 2,723,8l0 Thlr.; iedeg Glas, 8 Gläser auf die Flasche gerechnet, 340,476 Thlr., und jeoer Tropfen, 1000 auf das Glas, 340 Thlr. Dieser We^l, wird Nlcht verkauft, und nur der re» gierende Bürgermeister «Ue,n hat das Recht, sich fürselnen eigenen Gebrauch Einmal im Jahre zwe» FlaMen, aber gegen Erlegung von 30 Thlin., ver» abHgeH zu lassen. Wenn übrigens em Bürger der StadrMn ärztliches Zeu>,n,ß beibringt, daß der Ge. nuß jenes Weines ihm zur Wiedererlangung seiner Gesundheit verhelfen könne, und wenn er, wohlverstanden, dem ärztlichen ZcuftN'sse 12 Thlr. b«»legl, bar der Senat von Bremen das N«chr, ihm eine Flasche verabfolgen zu lassen. Dasselbe geschieht auch, wenn ein Bremer von europäischem Rufe bewirthet wirb» Ehemals wurden vom Senat dem deutschen Kaiser, als Beschützer des Hansabundes, auf jedes Neujahr zwei Flaschen zum Geschenke gesendet. Gö» the erhielt zu? Feier seines 7ljährigen G?dulcstaa>s> vom Bremer Senat eine Flasche dles,s Wemes zum Geschenke, und Hauff wurde wegen feiner liedens, würdigen Phantasie im Bremer NathSk.'ller mit e,» nem ähnlichen Geschenke bedacht. Geaenwäirig ent» hält der RathSkeller noch 24 Fuder Iohannlsber^r und Hochhelmer, von denen t2 aus dem Anfange deS vor,gen Jahrhunderts, die andern 12 aber aus frühern Epochen sind. D»e Elstern dienen zur Auffüllung des ältesten Weines, und führen die Na? men der 12 Apostel. Sonderbarer W.jse ist gerade der Apostel Judas in jeder Begehung vorzüglicher als die übrigen Apostel. Aus diesen Notizen si.ht man übrigens, wie unendlich viel lKeist dem Bremer Senat zu Gebot steht. Lroitax äsn 26. 6. Vl. wirä im 8a»Is do» äftutsellsn 0l