Anbacher Ieituna. ^' RH 4. Samstag am 4. Juni A 853 Die „z.nbacher Ieitmiq" erscheint, „lit N»^,,al>,,!e dcr Imni- n,!!! !fiirrt>ige, täglich, >!„!> f°!tct ,'i>,,nnt dr,i Hcil.iqc,, ,„> Cllmvloir q >'» ! j >i f, i i,, !! ll s> < l> " l ' Kre,,,l'>i»d im C°„N't°ir ganzjährig ,2 ff., l,c> ! bjä l.riq !> il, Mr !>ic Z,,st>!l>,»>, in's Hmis inw w !/'^ ",,"'^^, »nt fr.i q>i!,,,,is,riq, »nter ,ssrc»^i»d m,d qedruckter Adresse ,5 ?g .b n l> r s,,r s.m S>'.!lte,,»i!t «»Vv ^',. '« »,er Ij°,^ l'ort,. >,»i,iq. Einfch«,!,,,.q 3 !r.. ss.r ,weimc,lisse ^ lr,, ,«r t>rei.,,.!Ige ,^ kr, G, M, Inser.tc b,H ,2 Z,i!e„ fosse,, ! ss, ss,r X W< 50 fr, fs„ 2 M.! , ,w 4<> f,"".' «..'"'"'^ '"' ""' Z,> d!,se„ Webnlnen is! !wch dcm „Pwuisorischen Gcsehc Vm„ !!, «member !85imv,l" noch l<» sr. fi,r linc >>^«m>i,i>,c <5i,,sch>i,tm,q I,,,,.,, ,„ ",ch,„,, "«<>Ncha!!,„, "Amtlicher Theil. sVe. Majestät der König der Belgier hat wäh-lend 5)öchstseiner Anwesenheit in Wien mit Znstim-N'Uüg Sr. k. k- apostol. Majestät, als des Obersten Cbtfs des durchlauchtigsten Kaiserhanses, für slinen Soh>, den Prinzen Leopold, Herzog von Brabant, "M die Hand der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria Heurietce Anna, Tochter weiland Sr. kaiserl. Hoheit des Erzherzogs Joseph ui'd der durch'-wuchtigsten Frau Erzherzogin Maria Dorothea, königl. Prinzessin uon Württemberg, geworben. Diese Bewerbung fand sowohl bei der dnrchlauch-t'gsten Frau Mutter der Fran Erzherzogin Maria, "ls bei ihr selbst die freundlichste Aufnahme, und die Hand Ihrer kaiserl. Hoheit wurde dein Prinzen Leopolo, Seinem Wnnsche gemäß, freudig zugesagt, N«r sehen demnach einer Verbindung entgegen, ^lchi nicht nur die beiden Negenteuhäuser, sondern ^ ihre Völker mit der lebhaftesten Freude und ^igung erfüllen wird. . ^- k. k. aoostol. Majestät haben zn gestatte» ^M, daß der Ministei- des Neuster,! und des kaiser-"chen H.,„scs , Graf V » o l . S ch a u e „ st e i ü , de» !hm von Sr. Majestät den, Könige von Preusien, Während Höchstoessen letter Anwesenheit i» Wlei, verliehenen Schwarzen Adler-Orden annehmen und ^»zen dürfe. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster ^'tschliefiung vom ^!3. Mai d. I. die Auflösung ^ bieher bestandene» Administrations- und Stadt- ^hes i„ Krakail «„d sohin provisorische Einseynng '!"" KreiSbehdrde für das Krakauer Gebiet und ""es Magistrates für die Stadt Krakau daselbst ""zuordnen geruht. Zugleich haben Se. k. k. apostol. Majestät mit ""höchst« Eutschliesinng vom 13. Mai d. I. de» °"'z>schen Gubcruialsecretär Friedrich Nitter v. V u- "lsovich zum provisorischen Kreisvorsteher in Kra- " zu ernennen, und glochzeitig allergnädigst zu ""gen geruht, daß dem Präsidenten des in Folge Einfiih^ing der Kreisbehörde daselbst nunmehr 'Moste,, dortigen Administrationsrathes, Peter > 'chalowSki, bei seiner Dienstenthebung die aller- M« Zufriedenheit mit seiner bisherigen AmtSlei- l> bekannt gegeben werde. H Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster ^'chl'eßung vom l. April d. I. in Folge der aller» ^^ genehmigten Neorganisirung des österreichischen ^ "nilardiensteS auf der Nord- und Westküste von ^"kreich den Pierre Tristan Vriandean zmn ^^wldeteu Coosnl in Nantes, dann zu uubesvldeten z, '^»s»ln den Jacob Vendroui in Calais, den h ^e Adam in Boulogne sur mcr und den Abra-,'" ^odrigues Ely in Bayonue allergnädigst zu '""«" geruht. ______^ s. Heute wird ausgegeben und versendet: das V^^NegierungSblatt für da« Herzogthum Krain. ' " The,,. Xvil. Stück, V. Jahrgang 18Ü3. dasselbe enthält nuter H> /^ _ , ^^ Kaiserliche Verordnung vom'22, Jänner 18^3, 't weiche h^ Organisation deö Hafen» und See- SanitätSdienstes an der Seeküste der Militärgränze festgeseNt wird. Nr. !>ix Erlaß des k, k. Fiuanzministeriums vom 1?, April 1883, womit ») cine Erläuterung hinsichtlich der Zollbchaudlnng gemeiner Leder-, Kautschuk- und Vuttapercha-Waren erlassen, und li) die Uebersehung des Wortes „Gemenge" im italienischen Zolltarife geändert wird. Nr. W. Verordnung der k. k. Ministerien dcs In-nern, der Justiz und der Obersten Polizeibehörde vom 20. April 18Ü3, betreffend die Behandlung von Druckschriften strafbare» Inhaltes, und solcher, die durch besondere Verfügungen verboten wurden, endlich anstößiger und unsittlicher Kunstgegeustäuoe und Sachc», bei ösfentllcheu Versteigerungen. Nr. 97. Verordnung des k, k. Kriegömiüisteriume vom 2ll. April 18!!3, wodurch in Folge allerhöchster Enischließimg vom 22. April 1663 bestimmt wird, in welchen Fällen von den bei Militärgerichten aufbewahrten geiichtlicheu Depositen eine Veiwahiuugs-gebühr (Zähltare) abzunehmen sei. N. Nr. W—W. InhaltSanzeige der unter den Nummern 70 uud 75 des Neichsgeseyblatttö vom Jahre 18Ü3 enlhaltene» Geselie und Verordnungen, ^iibach. am 4. I„,u 18«3. Vom k, k. N'ed.ic ,eU,chaften zugeschrieben werden muß. deren schädlichen Einfluß mau bald beseitigt zu sehen hoffen darf. Auf 124!) Reisen (gegeu 1128 im I. 1851) wurden «80.880 Meilen (gegen .'ü;0.336) znrückqe-legt, 23!1..Mi Passagiere (gegen 222,118), «»7,300 Briefe (gege» ö22.L44). .'!3,609.980 fl. Gelder (gegen 48,030,660 ss,) „„d 4^2.217 <5tr. Waren (gegen 473,027 Ctr,) befördert, - Zahlen. die in allen Geschäftszweige,,, mit Ausnahme eiueS einziqen, eine bedeutende Vermehrung nachweisen, lind i» Betreff des lchtereu sich ohne Zweifel ins Gleichgewicht sche» werde». we»n einmal die neugetroffenen zweckmäßigen Maßregel» i» Betreff des FahrplaneS, der Tarife il. s. w. ihre volle Wirksamkeit geübt haben. Das Vermögen der Gesellschaft stellte am 1. Jänner 1853 einen Werth von fl. 10.109.299 dar (gegen 6,7! 8.95! im Vorjahre) welcher nach Abrechuung der zn leistenden Zahlungen, Einzahlung?» a„f die Anleihe (mit 3 Mill, fl.), des NeservefondeS und des UeberschusseS für 18.13 mit ss. 6,109.29» das Capital mit 4 Mill, ss, lxloet. Der Nesrrvcfo,,d be> trügt gegenwärtig ss. 872,048 (gegen 8.'!8,648 im I. 1831) , der Pe„sio,isfoiid fl. l68,9ü'0 (gegei, 128.943). Die Snperdiuideude wurde auch diese« Jahr mit 4 p'"d N0.H !M Lanfe dieses Jahres mi^ 1? ^°"""' 320 Statt finden, und Waren in 4 Tagen von Trieft nach Mailand befördert werden, die Pasiagierbote aber den Weg von Mailand nach Cavauella in 24 Stunden zurücklegen. Zugleich sind die Tarife so niedrig gehalten, daß sie dem Handel eine» neuen Impuls geben müssen. Der Verwalttmgsrath hat Schritte gethan, um anch den Betrieb der Dampfschifffahrt auf dem Lago maggiore zu erhalten, wodurch er dann in die Lage kommt, die Versendung der Waren, von der Schweizer Gränze bis zu den Endpuncten seiner Fahrten im Oriente übernehmen zu könne». Der VerwaltuugSrath verlangte und erhielt ferner die Bewilligung, die Anleihe von 3 anf 4 Mill. . und gleichzeitig das Actiencapital auf 6 Mill, zu erhöhe». Es werden demnach im Ganzen 4000 nene Actien im Werthe von 2 Mill. fl. ausgegeben. Zur orientalischen Frage. * Die letzten Nachrichten aus Coustantiuopel sind insofern ernster und bedeutungsvoller Art, als die Abreise des außerordentlich kaiserlich russischen Gesandten Fürst v. Mentschikoff uud des Botschaft« personales, somit eine Unterbrechung der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Kaiserreiche von Rußland und der Pforte von dorther gemeldet wird. Erfreulich ist es indessen, eben von dorther zu vernehmen, daß ungeachtet der wohlbegreiflichen Beunruhigung der Gemüther gleichwohl in den verschiedensten Kreisen die Hoffnung auf ungeschmälerte Bewahrung deS Weltfriedens immer noch die Oberhand behauptet. Diese Zuversicht, welcher neuesteus auch der „Moniteur," das officielle Blatt der französischen Negierung, entschiedenen Ausdruck verlieh, wurzelt zunächst in der wohlbegründeten Anschauung, daß die Bedingungen der allgemeinen europäischen Lage einen Conflict zwischen den Großmächte» uicht ohne schwere» Nachtheil für eine jede derselben zu gestatten scheinen. Sie wurzelt ferner in dem Hinblicke auf den ausge> zeichneten Charakter deS Beherrschers von Nußland, dessen Gerechtigkeits« und Friedensliebe durch eiue lang« Reih« glorreicher Negentenjahre sich in herrlicher Weise erprobte, und dessen Weisheit jetzt im entscheidenden Augenblicke die richtigen Mittel zur Beseitigung der Crisis zu wählen uud anzunehmen sicher nicht unterlassen wird. Die Sachlage ist derzeit so beschaffen, daß zwei Interessen von gleicher höchster Wichtigkeit sich zu Constantinopel zu durchkreuzen scheinen, einerseits die Rücksicht, welche jede christliche Macht ohne Unterschied dem allerdings noch gedrückten und der Verbesserung bedürfenden Zustand der christlichen B?« völkerung in der Türkei zu erweisen schuldig ist; andererseits der Hinblick auf die aus Grüuden des allgemeinen Gleichgewichtes gebotene Nothwendigkeit des Fortbestandes der Pforte und der Integrität ihrer Besitzungen. Wir glauben nicht zu irren, wenn wir annehmen, daß beide Rücksichten nur in einem scheinbaren Gegensahe befangen sind, und daß die Einsicht und das Wohlwollen aller betheiligten Cabinet« eine nach beiden Seiten hin gerechte und befriedigende Lösung desselben zu bewirken nicht verfehlen dürfte. Oesterreich. Wien, 1. Juni. Nach hente aus Turin hier eingtlangten Nachrichten, dürfte der k. sard. Gesandte am hiesigen Hofe in Kürze auf seinen Posten nach Wien wieder zurückkehre». Während seiner Abwesenheit wurden die Gesaudtschaftsgeschäfte durch den ersten Gesandtschaftssecretär ohne Unterbrechung fortgeführt. — Se. Maj. der Kaiser hat sich an der Verlosung landwirthschaftlicher Gegenstände der k. k, Landwirthschaftgesellschaft mit 200 Stück Losen be-theMgt. — Se. Maj. der König von Baiern, Marimi-!>a» ".. wird sechs T<,g« ^ Wien verweilen. In Vened.g mfft der König in einigen Tagen ein. und w.rd sodann d.e Neise nach Wien fortsehen, wo höchst verse be Sonnabend über acht -age erwartet wird. Fur den hohen Gast sind d.e Appartements sowohl in SchönbllMN als in der k. k. Hofburg vorbereitet. — Die stit den Pfingsisciertagen unterbrochenen bischöflichen Conferenzeu werden in nächster Woche wieder fortgesetzt werden. — Die hiesige Handelokammer wird an allen, in Handelsbeziehnng wichtigeren Orten des Bezirkes Correspondent«» aus dem Handels-, Fabriks» und Gewerdsstande bestellen, um sich mit den Localbe-dürfuisseu bis ins Detail bekannt zu macheu. Eine Commission hat bereits alle Orte bezeichnet, i» denen die Correspondent«» zn bestellen sind. — Am 30. Mai starb Se. Erc, Hr. Hermann, Graf v. Küuigl, Freiherr zu Ehrenburg uud auf der Warth, k. k. wirklicher geheimer Rath uud Kammerer, Feldzengmeister in Pension, zweiter Inhaber des Kaiser Franz Joseph Feldartillerie - NegimentS Nr. 1, Commandeur des k. ungarischen St- Ste« phan-Ordens, Nitter deS kais. russischen St- Annen-OrdenS erster, und deS k. preußischen rochen Adler-Ordens 2. Classe, au einem in Folge zunehmender Altersschwäche plötzlich eingetretenem Nervenschlage im 89. Jahre seines Lebens. — Bei der heute (I.Iuni) vorgenommeneu 19. Verlosung der Serien des Anleheus vom I. 1839, sind folgende Serien gezogen worden: Serie: 6441, 4404, 3326, «17, 3864, 696, 4741, 6874, 480, 616, 338, 3006, 2083, 4261, 1836, 308, 8646, 939, 3277, 3833, 4420, 1637, 420. 3087. 3624, 4933, 1240, 3926, 163, 1118, 4227, 3139, 1104, 3939, 3443. 1293, 913. 862, 2603, 1283, 1899, 3877, 2133, 3673, 3603, 2001, 3808. 1708, 3093, 3323, 1234, 408, 3474, 3873, 924, 3480, 1343, 4923, 3890, 4373, 3102, 3206, 1278, 3829, 1330, 3093, 1317, 3116, 1543, 228, 3666, 1263. 3783, 807. 2398, 2338. 778, 3280, 1804, 2334, 1338. 3136, 3391, 3423, 703, 622, 1441, 2746, 3946, 1432, 1149, 4902, 4639 und 1404. — Für die Zeit des Aufenthaltes Sr. Ercell. des Hrn. Feldmarschalls und General - Gouverneurs im lomb. veuetianischen Königreiche, Grafen von Na-deyky, lm kaiserlichen Palaste zu Monza, ist daselbst ein Telegraphenamt zur Besorgung der StaatS- und Privat-Correspondenz eröffnet worden. — Auf der Semmeriger Eisenbahnstrecke wird soeben ein zweites Schienengeleisc gelegt. Die ganze Strecke wird bis zum Herbste d. I. fahrbar sei». Die feierliche Eröffnung der Bahn wird, wie man glaubt, am 18. August, als dem Geburtstage Sr. Maj. des Kaisers, erfolgen. — Der iu Chur erscheinenden „Bündner Ztg." ist der Postdebit in Oesterreich entzogen worden. — Es wurde berichtet, daß am 13. Mai im Tarnopoler und Kolomeaer Kreise ein wolkenbruch-artiger Regenguß eine Ueberschwemmung herbeigeführt hat; ein ähnliches unglückliches Ereigniß wird auch aus dem Czortkower Kreise gemeldet, wv a» demselben Tage Nachmittags iu der Gegend bei Buczakz plötzlich ei» Ungewitter mit Sturm und Hagel dergestalt wüthete, daß binnen Kurzem die ganze Ebene mit Wasser überschwemmt war uud in den Fluthen aus de» Ortschaften Pettikowce ei» 9jähriger° Knabe und vo» Bobulince zwei 12—13jährige Mädchen, die Vieh weideten, nebst einem 6jährigen Knaben, umgekommen süid. Im Dorfe Wierzbowice ist der unbedeutende Bach 2 Klafcer hoch angeschwollen und hat >ehr bedeutende Verheerungen verursacht, indem uicht nur der Feldanbau vertilgt, 2 Wassermühleu vom , Grunde aus beschädigt, der Anbau der Gärce» gänzlich vernichtet, die niederliegenden überschwemmt und mit Steinen überworfen worden sind, sondern es wurde» anch 27 Schafe, 3 Pferde, 11 Scheuer», Stallungen und Schoppen, 2 WirthschaftSkammeru mit allen darin aufbewahrte» Nahrungsmitteln und Kleidungsstücke», 4 Wäge», viel« Haus- uud Wirthschafts-geräthe, 3 Brücke» (darunter eine gemauerte), viele Zäune und Bäume von den Wasserflntheu weggeschleppt und auch viel« Wohnhäuser äußerst beschädigt. Uuter einer ähnlichen Verwüstung litte» Bobulince, Knydarzow, SkomoroSze und Kulcz>)ce, wo sowohl die Feldfrüchte als der Gartenbau gänzlich vernichtet wurden. — Am 13. d. hatten in KruSevo, Bezirk Zara, die Brüder Sime und Bujo Bugnar einen Streit, der so heftig wurde, daß Sime Bugnar ein Pistol auS dem Gürtel zog, und «S auf seinen Bruder ab- feuerte; doch iu demselben Augenblicke ergriff auch dieser die Feuerwaff«, nnd schoß; beide Brüder stürzten beinahe gleichzeitig lödtlich getroffen zu Boden. — Der „Qsservatore dalmato" vom 31, Mai meldet über das jüngst erwähnte Erdbeben in Nagusa: Am 24. Abends um 7 Uhr 60 Min. wurde eine nur von wenigen Menschen wahrgenommene leichte, wellenartige Erderschittterung bei heilerem Wetter und vollkommener Windstille verspürt. Das Meer war höher als gewöhnlich in dieser Jahreszeit, und das Quecksilber im Barometer erreichte die Höbe von 28" 3'"; die Temperatur 16" N. Um 9 Uhr 10 Minuten entstand eine sehr heftig«, 4 bis 3 Se> cunden anhaltende Erschütterung. Das Meer geriech iu starke Bewegung nnd Fische sprangen ans Land. Fast alle Einwohner verließen erschreckt die Stadt, und übernachteten iu der Vorstadt Pille. Einige Mauer» bekamen Nisse, vom Thurme S. Fraucescci stürzte ein Gesimse herab; sonst war kein erheblicher Schaden bemerkbar. Am 28. Früh um 6'/^ Uhr verspürte man bei bewölktem Himmel eine leichte Erschütterung, und der Barometer fiel auf 28" ; die Temperatur blieb unverändert. Abends erfolgte wieder eine heftige, zwei Secunden dauernde Erdersch»t-terung, welche Viele veranlaßte, die Nacht in de» Vorstädten zu verbringe». — Wie ma» aus Catlaro schreibt, wird >» Montenegro der von Seite der Türke» während ih« res Einmarsches einzelnen Montenegrinern zugefügte Schaden verzeichnet, wozu eine eigene CommisM bestellt wurde. — Während Sardinien sich bemüht, die Ueberla»t>^ post durch Eisenbahn und Telegraphen an sich zu ziehe», bleibe, sagt die „Austria," Oesterreich nicht unthätig; ^ stellte eine fast ununterbrochene Schieneukette von der Adria bis an seine Nordgräuzen des Reiches her, die sich an die norddeutschen Eisenbahnlinien auf 2 Punkte» (Oderberg und Bodenbach) anschließt, eS verlängerte seine Telegiapheulmie gegen den Orient zu bis SeM' lin, und ist jetzt damit beschäftigt, die Telegraphenleitung bis Cattaro auszudehnen. Brett machte sick verbindlich, den Telegraphen zwischen Porto Ve«el< und Cap Teulada binnen 18 Monaten nach Sa«l' tiouirung des Vertrages (daher jedenfalls erst ^ Herbst 1834) zn vollenden, während der Telegraf zwischen Zara und Cattaro, und wohl auch bis B«' dua (au der südlichsten Spitze von Dalmatien) «o^ im Laufe diese« Jahres dem Betrieb übergeben w>r^ Vorläufig haben wir daher keinen Grund, die sarll' nische Concurrenz jetzt schou für bedrohlich zu halte«, und wir glauben, daß Großbritannien dafür sorg«' werde, früher noch die jonischen Inseln mit den östel' reichischen Telegraphenlinien i» Verbindung zu setM als Herr Brett seinen Plan vollständig dnrchg" führt hat- — Im Laufe dieses Jahres wird in Müuch"' ein« öffentliche Ansstellung von Werken lebender K»»^ ler iu dem k. Kunstausstellungsgebäude stattfi«^ Die Ausstellung beginnt am 23. August. Kunst^ genstände siud spätestens bis zum 10. August in d"" Ausstellnngslocale abzuliefern. Die Academie der b> deudeu Künste behält sich vor. Werke, die in Ges"" stand oder Darstellung Beanstandung findeu tön"""' auszuschließen. Freier Transport wird uur 1^ Künstern zugesichert, die wirkliche oder Ehre»«"^ der der Academic, oder besonders eingelade» ^ s„ siud, oder endlich, denen ei» solcher besonders M chert wurde. , ^c — Seit 26. oder 27. Mai ist "' .^"^„ am M. ei» großer, schöner Comet am sü^lt' Himmel sichtbar. „ .,^ — Zwei in ihrer Art merkwürdige SchMe ^ den am 24. v, M. vom Stapel gelassen. Da ^ der „Himalaya." der riesigste Passag'erdaMPse^^ lands, ist für die Peninsular and Orie''t ^ Company bestimmt. Er ist 340 Fuß lang, ^ 2 Zoll breit und 34 Fuß 9 Zoll t.ef. " ^ Tounen und führt Maschiue» von /" ^ , ^ sammt Schranbe. Er ist für 400 Eab.» p^^^ eingerichtet uud hat überdieß Raum fur ^ « Schiff ist der für d.e sard.n.sch« Flotte " ,^ gebaute Dampfer „Carlo Alberto« o°" 2^ ^ 247' Länge. 30' Breite und 32' T.efe. nut «25 schiuen von 400 Pferdekraft und einer 17N <5tr. schwele» Hilfsschraiibe aus Messing, Er wird 3« Zwei-wlddseißig - Pftuder n»d .'! Achlundsechzig - Pfünder führen. Durch die Seichtigkeit des Flußbettes, es war gerade Ebbe, fuhr der „«»getaufte „Carl Alberto", als er uom Stapel gelassen wurde, auf den Grund, °h»e sich jedoch bedeutend z» beschädigen, Acht starke Dampfer, die sich vorspannten, waren nicht im Stan» bk, ihn fortznblinge»; erst bei der wiederkehrende» sluth wurde er flott, uicht ohne bei viele» Renten !^r melancholische Gedanken über dieseu unheilvollen ^3>»n seiner Thätigkeit hervorgerufen zu haben, " Wien, 2. Juni, Die „Wiener Ztg." meldete '" ihrem amtliche» Theile, daß Se. Ma>, der Konig °^ Belgier wahrend Seiner Anwesenheit i» Wien ^Zustimmung Sr. k. k. apostol. Majestät, als! Ersten Chefs des durchlauchtigsten Kaiserhauses, für lklüe» Sohn den Prinze» Leopold, Herzog vo» Bra-^»t, um die Hand Ihrer k. k, Hoheit der Erzherzogin ^aria Henriette Anua, Tochter weiland Sr. k. k. Hoh, des Erzherzogs Joseph und der Fran Erzherzogin Maria Dorothea, königliche Prinzessin von Württemberg, geworben, und daß diese Bewerbung !°wol,l bei der durchlauchtigsten Mutter der Frau ^zhnzogin als bei ihr selbst die freundlichste Auf-n°I)Me gefunden habe, und die Hand Ihrer k. k, H°h, der Erzherzogin Maria dem Prinzen Leopold lMidig zugesagt worden sei. Das amtliche Blatt knüpft a» das bevorstehende docherfreuliche Ereigniß die bezeichnenden Worte: „Wir m)e» demnach einer Verbindung entgegen, welche "lcht nur die beiden Regeutenhäuser, sondern anch '^ Völker mit der lebhaftesten Freude und Befrie-b'Wig erfülle» wird." Jedem patriotischen Oesterreicher mnß es ein ^^thuendes Gefühl bereiten, ein fremdes Regenten-^, dessen Verbindungen mit de» erhabenste» Ge- ^^'«r>, ju ganz Enropa bekannt sind, nuumehr ^ u>5 ^„^ i>,uige Familienverbiudung mit unserem /Mülichtigste,, Kaiserhause sich bewerben zu sehen. ^ Tugend u»d Schönheit der erzherzogliche» Braut Wird dereinst auf den, Throne strahle» , welche» ihr künftiger Schwiegervater einst unter schwere» Stur-W«>, und uicht ohne die gewissenhafteste Selbstprüfung, ablr mit der Zustimmung von ganz Europa bestieg, "^ mit seiteuer Weisheit zu befestigen wußte, da- ^ch dem monarchische» Principe und der Sache der ^«Meinen Ordnung einen wahrhaften Dienst erwei->e»de Belgien ist durch einen europäischen Hauptver-^"g. welchem, waS ohne Zweifel entscheidend in die ^agschale fMt, auch das königliche Hans der Nie- ttlaiide seine Zustimmung gab, in die Reihe der eu- bischen Staaten aufgenommen und demselben ewige, Unverbrüchliche Neutralität zugesichert worden. In ^'tt feierliche» Zusicherung beruht die Kraft und ^'he seiuer selbstständigen Elistenz. Es bedürfte ^" für Oesterreich des neuen, in Aussicht stehen- " Familienbandes durchaus nicht, nm seine Politik, ^,^ 'u sämmtlichen Beziehungen der buchstäblich trene» "ulluiig eingegangener Verbindlichkeite» gewidmet ' Belgien gegenüber zn bestimmen. Erfreulich ist ^ "ber gleichwohl, der unwandelbaren Gesinnung 'lcerreichs in dieser Hinsicht eine» herzlichen Aus- . ^ gegeben, uud eben so zarte, als innige Bande schen beide» Negentenhünsern geschlungen zn sehe». H°lch«rgestalt begrüßen wir die in Aussicht gestellte , ^ndung als ein erhabenes Familienereigniß im ^"tlicheu »nd schönsten Sinne des Wortes. ^ Hlmütz, 29. Mai. Die „BrünnerZtg," schreibt: ^ »üchste» Montag, de» l». Juni, wird die canoni-^ Wahl deS neuen Fürsterzbischofes von Olmüh ^ ^ die Mitglieder deS Metropolitan-Capilels Statt H. "- Zu diesem eben so feierlichen, als für ganz ^drei, bedeutungsvollen Acte wird stetS ein k. k. je^'pal-Commissar von Sr. k. k. apostolische» Ma-"l abgeordnet. Wie wir vernehme», ist dermal ^ dieser hohen Functio» Se. Elcelleuz der k. k. v '"'^r für (z„ltus und Unterricht, Herr Leo Graf «m ' bekleidet, und soll am 4. Iuui als solcher dl>", ^m übliche» Gepränge in der k. Hauptstadt H "h seinen feierliche» Einzug halten. Bei der " des lefttuerstorbenen Cardinal - FürsterzischofS h ^ ^«- ErceUenz der k. k. Herr Hofkanzler Graf ^aghi, als k. k. Priucipal-Commissär delegitt. Der Act der Wahl selbst fand in der an die Domkirche unmittelbar anstoßenden St, Annen-Capelle Statt, und eS war ein feierlicher Augenblick, als am Morgen des 2l, November 1830 die Metropolitan« Domherren paarweise, sämmtlich mit frei wallender, von Alumnen getragener violetter Schleppe, im höchste» Schmncke nach beendigtem Gottesdienste ans der Domkirche in die St. Anuencapclle zogen, »nd sich, nachdem alle eingetreten waren, die Flügelthüren hinter de» Wählenden schlössen. Der k. k. Principal-Commissär verweille während des Actes, der beiläufig eine Stunde dauerte, in der nahe gelegenen Re sidenz des DomdechantS und erschie», als das Resultat der Wahl mit der bekannte» Formel: „lin!„>mn5 «>p,!«'<'>nm!!" »nter allgemeiner Acclamation von der Kanzel bekannt gegeben war, um den Nenerwählten zu inthronisiren." D c u l > ch l n >l d. Schwerin, 28. Mai. Auf dem bei Schwerin befindlichen größeren Elercirplal) ist ein Monument zum Andenken an die in den Jahren 1848 u»d 1849 gefallene» Soldate» aufgestellt, das nächstens eingeweiht werde» wird. Se. königl. Hoheit der Prinz von Preußen wird zu den bevorstehenden Feierlichkeiten erwartet, S ch w e i t- Laut einem Bericht dcs „Schweizerboten" hätte das Großherzogthnm Bade» hinsichtlich des Verbots der Waffendnrchfichr nach der Schweiz eine Ausnahme z» Gunsten Zürichs gemacht. Belgien. Brüssel, 29. Mai. Se. Majestät der König der Belgier und Sc. kdnigl. Hol), der Herzog vo» Brabant sind heute augekommen und hier sowohl als i» allen Städten Belgiens, durch welche die Reise ging, m>t dem größten Enthusiasmus empfangen worde». In Tirlemout sagte der Bürgermeister in der Anrede an Se. Majestät unter Anderm: „Eu. Majestät, Sie haben i» Ihrer königlichen Fürsorge u»d zur Sicherung der Zukunft das zerrissene Band der Vergangenheit Belgiens mit einem Mächtigen, souoeraine» Hause Deutschlands wieder angekl'üpft. Diese Verbindung ist von der glücklichsten Vorbedeutung; sie macht das Glück Sr. k. Hoheit, sie schmeichelt dem gerechten Stolze der belgischen Bevölkerung uud wird i» noch dauerhafter Weise die nationale Unabhängigkeit sicher». Noch lebt die Erinnerung an Maria Theresia in unserm Andenken; Sire, eS wird keiner großen A»stren-! guug fin uuS bedürfen, um in der Gegenwart das lebende Bild derjenigen zu lieben, die wir iu der Vergangenheit geliebt haben." Se. Majestät entgegnete unter Anderem hierauf: „Die Familienverbinduug, auf die Sie angespielt haben, wird für Belgien ueue Garantie» i»'s Leben rufen. Alte Erinueruugen sind a» dieselbe geknüpft, und — ich kann eS sage» — die Enkelin Maria Theresia'S wird die Liebe des Landes wohl verdienen." ^ r a n k r e l ch. Paris, 28. Mai. Der „Monittur" entnimmt der „Palrie" folgenden Artikel: „Mehrere französische und auswärtige Blätter, welche den Charakter des Protectorates, das Frankreich z» G»»ste» deS Katholicismus seit Jahrhunderten im Oriente ausübt, gänzlich verkennen, stellen eine gewisse Analogie zwischen diesem uud jenem Protectorate auf, welches Rußland gegenwärtig im Inter» esse der griechischen Kirche reclamitt. Diese Mcinnng rührt aus einem Irrthume her, oder mindestens aus einer Ideenuerwirrung, welche ma» »icht festen Fnß fasse» lassen darf. Die Capitulation«», welche im Jahre 1802 durch de,> der Erpedilion »ach Aegyptcn gefolgtcn Friedensvertrag formell sanctionirt worde» sind, erkannte» den Königen vo» Frankreich nur ein Schuhrecht zu über die Heiligthümer von Jerusalem und die religiöse» Anstalten, die in de» verschiedene» Gegenden der Levante sich im Vcsihe fränkischer Priester deS lateini. schen Ritus befinde». Nun weiß wohl die ganze Welt, daß ma» unter der Benennung „Franken* in d«r Türkei nur die Fremden versteht. Das officielle Prorectorat Frankreichs erstreckte ^ sich also nicht ans die Eingebornen, und wenn rs in der Praris manchmal auf Unterthanen deS Snllans katholischer Religion erstreckt wnrde, so war dieß »»r ei» nach Ort nnd Umständen veränderlicher Gebrauch uud keinwzgs ein bestimmtes, aus Verträgen abgeleitetes Recht. Die ältesten Instructione» der frauzösischen Gesandten in Constantinovel haben ihnen stets anem-pfohlcn, diese Unterscheidung nie a»S den Augen zu verlieren. Ohne Zweifel konnten sie im Interesse der Humanität auf officiöse Weise auch zu Gunsten von Kaiholike» einschreite», welche U»tertha»e» der h. Pforte und Eingebornc des türkischen Reiches sind, in welchem sie nur eine sehr schwache M'uorität auS^ mache»; aber ihr legaler Schuh erstreckte sich nur auf einige hundert Weltpriester und Mouche, zum größte» Theile Italiener oder Spanier, deren geistli» ches Oberhanpt, was wesentlich zu berücksichtigen ist, i» Rom residirte- Die Sachlage ist heut zu Tage noch dieselbe. WaS Nußland im Gegentheil begehrt, ist ein Schuyrecht über die griechische Kirche, d. h. die Curatel über eine Gemeinde, welche aus 12 Mill, Unterthanen des Sultans besteht. Mau kann somit weder theoretisch, noch practisch zwische» zwei in ihrem Ursprünge, Zweck und factischem Bestand so ganz verschiedene» Protectorate» iigend ei»e Aeh»lichk>'it aufstellen." Die Session deS gesepgebende» Körpers ist heute geschlosse» worden. Der Gesepvorschlag bezüglich der Artikel 86 »i.d 87 ist einstimmig angenommen wor» de». Ehe der Präsident Bilault die Sißuug für geschlossen erklärte, hielt er eine Rede, deren wesentlicher Inhalt folgender ist: Er dankte seinen College» für die ihm bei Ausübung seiner delicate» Pflicht bewiesene Nachsicht. Der gesehgebende Körper könne mit Genngthuung auf die zahlreiche» Arbeiten zurückblik> keu, die er i» dieser Session zu Stande gebracht. Der Präsident zählte alle Gesehvorschläge auf und führte an, daß 82 vom gesehgebenden Körper ausgehende Ameudements vom Staatsrathe angenommen wäre». Er legte besonders Gewicht darauf, daß troß der vielen Ersparunge», welche von Sr. Maj. dein Kaiser imd vom Staatsrathe im AuSgabe»budget gemacht wären, der gesehgebende Körper noch sehr be» deutende Redactionen durchgeseht habe. Hierauf würd« die Sihung geschlossen. Zwei Provinzialblätter wurden kürzlich wegen Verbreitung falscher Nachrichten zu je llOtt Fr. Geldstrafe verurtheilt. Zu Lyon hat die Entdeckung einer geheimen Gesellschaft in einer Vorstadt Widersetzlichkeiten gegen die bewaffnete Macht und zahlreiche Verhaft»'!' gen herbeigeführt. Der Gejehentwurf, welcher das lilerarische »no künstlerische Eigenthumsrecht auf 30 Jahre ausdehnt, wurde in der lehten Sihung des gesehgebenden Körpers nicht mehr in Berathung gezogen, sondern auf die nächste Session vertagt, weil zwischen der Ver« theiluüg dcs Berichtes über das Geseh und dem Votum der Kammer die regelmäßig vorgeschriebene Zeit von 24 StundSn nicht inne gehalten werden konnte. In den zwölf Anondissements vo» Paris befinde» sich gegenwärtig 527 Häuser im Bau, welche zu Wohnimge» für Arbeiter und kleine Rentiers be» stimmt sind. Telegraphische Depeschen. Berlin, 2. Im». Heute wurde» im Mini- ' sterilim des Ae»ßer» sämmtliche Natificalioosurknnden in Betreff der Erneucrnng des Zollvereins ausgewechselt- — Scntari (in Albanien), 24. Mai. Omer Pascha hat dem GroS seiner Armee Befehl zum Auf-br»che ertheilt; er selbst begibt sich zunächst „ach Mo-»astir. Im hiesige» Paschalik verbleiben bloß 3 Bataillons, .^ Ztmte, 2». Mai. Die Mebenkrankheit herrscht hier und in Vostizza. jedoch nicht in großer Ausdehnung. 322 Feuilleton. Gino Parthie in die Wochein. (Schluß.) ^3^s gibt Dinge in dies« Welt, drei Dinge, welche größer sind, als sie jemals die Phantasie machen kann; dahin gehören: das Meer, dic Ewigkeit und — dieser Wasserfall in der Wochcin. Was man auch sagen mag, um den wilden Fall einer Welt zn schildern, es bleibt immer nur ein schwaches Bild der Wirklichkeit, Der Triglav hat mitten in seinem Bauch eine Oeffnung, eine Höhle, und durch dieses Loch vollgedrängt, im mächtigen Schwall und weiten Bogen wirft sich die Save, der gewaltige Strom, der bei Belgrad die Segel trägt, mit dem Getöse des Donners in die Tiefe des Beckens. — In Gegenwart dieses entsetzlichen Lärms ist jede Sprache, jeder menschliche Schrei verloren; — wir waren alle zusammen in eine Gruppe von Taub stummen verwandelt, und konnten unser Erstaunen nur durch Händeringen und dergleichen ausdrücken. — Dieser Wasserfall ist das Ziel der Wanderungen in der Wochein, — das nothwendige Ziel, — das Thal ist durch eine himmelhohe senkrechte Felsen-mauer abgesperrt Und hier ist Europa am Ende. Mit sehr guten Fernrohren kann man noch auf den hohen Felscnzackm, im Goldglanz der scheidenden Sonne die riesigen Steinadler gewahren, sie horsten dort wie die Wächte« eines unergm'nVeten Jenseits; denn, was es da drüben noch gibt, ist seit der Er-schaffung der Welt dem kühnsten Forscher ei» Räth' sel geblieben. So ist lieser Wasserfall der Save einzig in seiner Art, und durch das GcheimnißuoUe seines Ursprungs steht er da wie Moses Wunder in dtr Wüste, Wir staunten wiederholt u»d staunten gar viel. Der Doctor endlich erhub sich aus das höhere Gestein und schwang seinen Arm gebieterisch hinab nach dem Thale, dabei legte er den Finger auf den Mund, als hätte er Wichtiges zu sagen, ^— Wir gehorchten und rutschten zurück. — Als wir tndlich außer dem Bereiche der Katarakte und wieder in del Lage waren, Deutschland zu verstehen, versammelte uns der Doctor im Kreise, er sah sich dabei vorsichtig um, als stünde er im Begriffe, Pro-paganda zu treiben, und machte uns zuletzt die interessante Mittheilung, daß es nun Zeit, hohe Zeit und billig sei, auf den Magen zu denken, er begründete seine Ansichten durch zahlreiche Beispiele aus der Geschichte, sprach sehr schön und erwähnte gar viel von der Leere und Trockenheit seiner Kal-daunen, und wies auf den Triglav, der wahrschein» lich vollgesältigt, diesen Reichthum seiner Verdauung entwickle. — Die Vermahnung des Doctors wurde freudig entgegengenommen; — schneller konnten manche Uebergänge nicht gemacht werden, als wir dießmal von den Idealen der Weltanschauung zur gedcihli' chen Prosa des Lebens schritten, und nicht gelaunt, in dieser Wüste ein zweites Manna zu erwarten, «ilkn wir zurück über die Felsen, zurück über den See zu den Fleischtöpfen von Feistritz. Unterwegs fanden wir den Alerandrincr in einer Sennerhütte, er hatte feine Ariadne schon lange am Felsen sitzen lassen; der Hunger des Reconvalcscen-ten war mächtiger, als der jungen Liebe zartes Sehnen; auch der Wasserfall war ihm Pommade; so ein Seemann verlangt vom Fcstlande nur sinnliche Genüsse, die Romantik hat er sattsam zur See. Anfangs waren wir versucht, sein Hütel für eine Rasirbude zu halten; — der Corsar war in der Hitze deß Gefechts so weit in das Fett eines Milch-napfes vorgedrungen, daß er weit über die Obren mit schäumender >, diese niedlichen Colonien an der Küste des kleinen Oceans als eine Oase der Civilisation, wo eine zahlreiche und gute Gesellschaft a» der Tagesordnung ist; — der Flüchtling aber findet zwei Schritt weg seine Freistätte auf den ruhigen Fluthen des freundlichen See's; — lo dielet Veldcs dcn seltenen Genus,, die seltene Freiheit, die Wclt in jedem Stündchen nur gerade so zu »chmen, wie man eben Lust hat, Aus alt und neuer Ieit. Daß Wien in alter und neuer Zeit als fröhliche Stadt gepriesen wurdc, das war, weil des Herrlichen, Großen, Starken und Erhebenden viel in seinen Mauern sich bewegte, in alt und neuer Zeit, Von Anbeginn an, da die christliche Aera waltete und das heilige Römische Reich gegründet ward, zogen schon frohe, geistreiche Fürsten nach der Ostmark, ihre Gränzen zu hüten gegenüber manch' stürmischem Anprall. Der allen deutschen Kaiser Herrschcrauge ruhte bald gnadenvoll und freundlich auf der reichen Stadt, sie schmückten ihr Dasein mit werthvollen Privilegien und unterschiedlichen Rechten, bis ein erlauchter Stamm von Wiens Burgfrieden aus selbst die Herrschaft weiter Lande über« nahm, ein kaiserliches Haus, das der Ostmark Namen auf eines weiten Reiches gewaltige Kraft in der Jahrhunderte Werden übertrug und des Ahn-Herrn geheimnißuoll weisen Spruch: ^,.L,I.0.I5. zu Oesterreichs Ehren in aller Zeit erfüllte. Darum ward Wien auch stets seiner Fürsten froh, und wie es der Zeiten Lauf gab, wie Sitte und Herkommen es brachte, feierte Wien in mannigfacher Weise stets dcr Herrscher frohe Tage, ihre Triumphe und ihre Sicge prachtvoll und herzlich mit. Wiens Chronik ist solcher fürstlicher Feste voll, und immer fand das eben lebende Geschlecht, daß es der Herrlichkeit Uebermaß geschaut und gefördert habe. Und weil die Stadt dcr Ostmark in manch' hartem Strauß zweimal des Halbmondes Macht zurückgewiesen, weil der Osmanen stürmende Heere an den Wällen von Stein und an der Krieger und Bürger treuem Muth sich gebrochen, hat Wien wohl sttls ein sonderliches Recht, an großen freudenrei' chen Tagen das alte ritterliche Spiel, das Carous-sel mit Maurenköpfcn und Ringclstechen in seine Festspiele zu verflechten. Wir wollen nicht zurückgreifen auf die Tage Leopold I., nicht in die Zeit blicken, wo noch auf den weiten Plätzen der Stadt manch' mythologisches Schauspiel zu großem Ergehen gebildeter Vorsah' rcn zu schauen war, der Musenberg sich auflhal und Apoll mit den schönen Damen des Parnaßcs das Lob erlauchter Zeitgenossen sang, eine Schaa« von Nymphen dann des laufenden Säculums Hel> dcn feierte und dazwischen prasselndes Feuerwerk stolze Devisen in lateinischen Distichen zeigte, deren linguistisches Verständniß dem Nürgerthum des XlX. Jahrhunderts lange schon abhanden gekommen wätt. Es waren eben auch fröhliche Zeiten, voll Gemüth, Kraft und Einfalt, die ihren frommen Sinn, id" Lustbarkeit, ihre Sitten und ihrer Feste nun wuii» derlich gewordenen Apparat in die stillen Kammern der Geschichte zurücktrugen, mit ihren Geschlechter» aber längst einzogen in flöhliche himmlische „Urständ." Aber »och gedenkt man jener glänzenden Feste, welche der Wiener Eongreß geschaut. Auch damals war Oesterreich wieder so recht „aller Ehren voll geworden," da 0er letzte römisch-deutsche Kaiser >« treuem Sinne allein sein Herr gegen des Westens Ucbermacht ausgesandt und sein Land mit ihm sül Europa gestritten und gelitten hatte. Um Oesterreich und seine Kaiserstadt zu ehre»,' kamen zum großen Friedensschluß die Monarchen und Herrscher der Eide an der Donau zusammen Und während die gewaltigen Herren und ihre kl»' gen erfahrenen Kanzler wichtige und ernste Din^ erwogen, freute sich das alte muntere Wien so ^' he» Besuches und der Schimmer unermeßlichel Herrlichkeit goß sich in Festen ohne Zahl über sei« heiteres Dasein. Weil nun damals die Waffen eben erst ruhte« und das WaffengeNirr noch nachhallte i» des süße» Friedens erste Frühlingstage, kam wieder dic Sage in ihr Recht von der Sarazenen - Noth , und das Spiegelbild ihres Streites im „L aroussel" tau^ auf. Was Wien Glänzendes besaß an Damen »^ Huld und Zier und Ritterliches unter der gewandle" Jugend seines Adels, einigt« sich zum glänzenden Festspiel. Kaiser Earl VI, des kunstsinnige» Mo«° archen Reitbahn ward zum Kampfplatz ersehe». Vier u»d zwanzig Damen „bdl«. cl'gmnlii-" »o« der begeisterten Mitwelt genannt, erschienen als des Kampfes Richtelinnen in vier Farben gekleidet, als da waren: smaragdgrün, carmoisin, blau und schwarz, zugleich das ungarische, polnische, österreichische l»>v französische Kleid aus dem XVI, und XVII. Johl' Hunderte darstellend. Ihnen entsprechend fanden s>« eben so viele Ritter ein, begleitet von Knappt und eingeführt von Wippcnherolden, Und untel den Augen der Monarchen, zu Füßen dcr Dc»"e"' deien Farben sie trugen, stachen die Ritter mu»^ und geschickt nach den Ringen, hieven sie den ^' razenenkopf hurtig herab und tummelten dann > gar ernstem Gefecht die schaumbedeckten Rosse. So wie damals in die ernste Zeit das ritt^ liche Spiel sich flocht, so hatten wir auch jüngst/ unsern Tagen wieder solch' heitern Schmuck, k'" Feier hoher fürstlicher Begegnung zu schaue«. " jetzt ist Oesterreichs Ehre wie ein grünender ^ hat manche neue Trophäe dcn alten Ahnend schmückt, die Siegestrompete, muthig S^""? ' wurden viele echte gute Streiche geführt, Sch^ geschlagen in Kraft und Treue, und der alte der Krone zu funkelndem Lichtschimmer crhöl)^ Wieder fanden sich Monarchen i" d" " stadt zusammen, gewaltig strahlt Oesterreich L ^ schild und heiter flaggt sein unbescholtenes, ruh^ ^ les Panier, Wohl ist es dann erlaubt, d"ß "^^ Klang aus alter Zeit erwache, und wie "" "^' ^ ritterlichen Tagender "tterlichcn Herrscher Aug^ zeige - das alte „Caroussel," auf daß nach e zenenkampfes munterem Spiele, wenn d.t g Pokale klingen an festlicher Tafel, a^ w>e er e °n der alte. ewig wahre, immer ^ „Aller Ehren Ist Oesterreich Voll." ^.^ Druck und Verlag von und F. «,««""'" AnljalH ^ur IailiacijerSeitunH. Telegraphischer Eonrs'Vericht dec Staatsp.,picre vom 3. Juni l853 TtantKschuldvcrschrciblmgc» . ,» 5 M. in CM 9i >/2 dctto v. I. l»äs . zll 5 ,/ , ^5/8 >>n>o . . . 4 ,/2 . 841>/!l! b'tto .... "4 „ „73 >/4 detto ........3 „ .. 57 «A9, ,,,,^ ^ !«6 si, ,„ C M. ""UN dnscr Ferdmnnd«'N«dl'al>,, '« U»s»ft ff, ,l W........2255 z. in». M. "tic» d,r O.dl»!u!r.,-Wl,-0!,!!städtcr ^«>!>nl'>>hn z» 20N ss, (5. M. ... «20 ff. in E. M. "«,1» dcr Viidweis-Linz-Gmundncr Nah» ^»250«. er dstcrr, Du»a»i Dampfschifffcihrt w 5N« ss, «, M...... 776 N, ,„ C. M. Wechsel. (Zuurs vom 3, Juni 1853 3'^rdam, für ^0« 3>,lcrCuircnt, Nthl. «30 3/4 2 M?m,t. 3"^ »r,z, ,111' I«,» (»!,,,d>'N «,,!!,, ^,,,!,, lU8!/2Vf. llsu. ^°n! „r! «, M,, »,',,!' !2<» ,1, ,Md, V,i ) . '»!«-W>ihr im 2i 1/2 ,1, H,,s!, »!,,,d,) «<»7 l/2 Vs. 3 Mm»i!. ?,'">^>r„, ff„ ,«,.^ T^^nische i!i,e, G,,,d, 10« >/2 G. l Mo,,n'. <»nl>o„, ,i,r , Psnud O!>,!i,,g, («,i!t»'>, !0'^l Vf 3 Mi',,,,!. ^^s'llle. fs,r M, ss>a„s,„, . '«„Id ,2»!/^ 2M°»>U. ^ "<, !>,r »!„» Fr,d S,l^er><«i,'»!s» vom 2, I,,»! ls«53. , Brief. W ld, M Mm,.D»c»l.n «g!° .... lL 153/5 ^'°3!o!,d- »,t° .... «52/t <5>/2 ^ch">0^5" '^"^>° .... , . '. . »-''/« «l!/8 betreib - Durchschnitts - Preise in L.iibach am 28, Mo, 1853. ____ ,, M.rNvreise ^H'"'' ^" Nicncr Mctzcn__________^"'''' ^^_________ si. j kr. si. ! tt ^kizm ... ^ __ I 4 I,,, »llukulutz ... — '— n 5.^^, H.'ldfrucht . . __ ^ 3 55,^ ' Kuin .... — — 3 3l! <8crste .... — — — — ' Hirse .... - - _ __ Heiden ... 3 26 3 12 Hafcr .... l 55 23 ^ermchniß der hier Verstorbenen. De„ 26. Mai l853. ,, Den« Hr». Franz Seül'gatschni^, Prioat'ch^l'ibc!', ^" Kind Vinc/nza, alc 14 M^xatl', in der Tcadc z,'' ^l», <">' Zeh,fi,bcr — G,°!^ Ienkl,, W.'l'ci', ^7 Jahre, im Cioil°Sp,lal Nr. l, an der ?l»^- ^ Den 2 7. Michael Km'c,lt, Zucke,fad,it^arbeicer, »» », 2ah>e, i» de> Hrade^ky'V^rstlidl Nr, 28, °'l E,itarcu,!c! der U,tt?,lc,böe,»a,!,'weide. I^, Den 28. I°ha,u! ^lemest, 'Sc,>ifli,!t,, alt 2l i^^< im Slrafhailsc Nr. 47, an der Limgeotuber.- ^r,> ^"' ^^' ^"U H> ü. Heinrich Zelinovich, Schnei» 7 , Ulster u„h Hausbcsitzil, sein Kind Hemittte, alt »„ x ^°"ahrn»z. ^ Den go. Den, Heun Josef Mader, Doctor d,r st °^", s^,„ ^^h„ Edmund, alc !2 Jahre, in der ^."zmer.. Vor,^,5t Nr, 2N, an der tnberculosen Lu». '»> m>l ^ I"h»a» Skafer, Abl.ber, all 77 Jahre, ^oor<,ri,„dt Nr. l5, an rer ?ln5^'l)>u»<,. '"tlast "' ^' D"» H">» Carl S^llich, t. k. Grund, )^^""««'Beamten, s,',nc Oaiti» ?l,n°nia, alt 26 Ü'üt >>' ^' ^^^ Tiinau,-Vorstadt Nr, !8, a» der Lun-^^°"l»lose. — Herr Barlholom.iui 2)ak°u»ig, bürg. tz>,'seber „„h Hausbesi^cr, alt 38 Jahr,, in dtr !»s'°lNr, z,8, an d.'rGch,>!'lah»»,na,, — Der hoch «lt .^^ Herr Constanlin Petrillch, re»s, Weltpriester, «, .^ Jahre, i» der Gradischa. Vorstadt Nr. 23, )l„ " Abzehrnnz,. .'^rknng. Im Mcnat, Mai si»d 58 Personen ^' 273. ^, ^5^2, bta^" d>e Mittagsstunde am 2», Ma! l. I, hod? "" "ah^ gel^enci! Dmfe Waizl) Fem-l- an0, s«Ni? ^'' Kaische disMattl) äuö Zh.. dcn «in w ^" "ngebauttn Stallm'g und Dreschtenne ^iaub dn Flammen wmde. gen "^ ^"lciß der hiebe, neuerlich erfolgten that,' '"''twntung der hiesigen städtischen Üöschan- °' kaib. Ze.t. Nr ,24 o. 4. Ium 18^3.) stalten und der erfolgreichen aufopfernden Be< mühungcn dcr Bewohner '^aibachs, woomch ein weiteres Ungliick verhütet wurde, fühle ich mich drina/nd ue>pflichtet, im Namen der Gemeinde Waizh meinen verbindlichsten Dank abzustatten K. k. Bezirkshauptmannfchaft Laidach am 3l. Mai >853. G l a n t s ch n i g. Z. 698, (3) Bekanntmachung. Der Gcseiliqll gibt zur allgemeinen Kenntniß, daß er seine in liu,!«!»« unweit Wippach gelegene Klmsim>>!!lmü'l)le aus freier Hand ziun 3!elk>!Uf< a» dirtrt. Dieselbe ist eine halbe Stunde ln'n Wippach entfernt, und l'istehl aus einer Sagstatte m>d 4 Käufern, uno bisil^t im Ganzen ein GefäUe r0n 7 Klafter Höhe. Die Sä^e, durch deren Lchncllia,-teit ma,> 100 Bretter i» 24 Stunden zersägt, unt zwei Mülilstcine werde» vun einem 3'/« Klafter I>>'!)e,> ol'elschlachligcn Nade und die übrigrü zwei Mühl steine cl,'c»!al>s uo>i eincin 3>/„ Klafter hohm l'uer-schlachlig,» Rade, welch,s dinch das, das >rste Rad verlassende Wasser i» iücw,sslmg gesetzt wird, mit tclst Zngliemen gctricden, wobei zu blnierken ki'inml, daß dieses Wasser beständig, zn jeder Iahnszcit in Fülle siitßt. Im zw,itcn Stocke des Mühlgibäude? defnidct sich rine Kannner, cine Kiicdc und Mehl Kammer. Unler der Mühle ist auch eine Stampfe mit einem Rade, D>kr. C. M. )u d^ben in Laikach del'm gefcr-tigten Handelsmanne, der sich auch empfiehlt für den 1Z. Juni mit fürst!. Este rhaz y'schen, und für den . Mai >85Z. Ursula Lenzhek, Gastgeberin. Z. 768. (2) ^ -------------------'----------"- Die erste dießjährige K u n st a u s st e l l u n g im ständischen Nedouten - Saale ist vom 2. Juni angefangen, täglich Vor- und Nach nitt^s ,ur Besiä'ti.unss qeöffnct. Vom leitcndlN Eomit« des Filial.^uttstvereines » in Laibach. 2. 745. (l,, WW!iO erhalt derjenige, der auf 10,000 Exemplare dcr „.Oesterr. Illnstrirten Zeitung ,md Wie-^W^ , ner Fliegende Blätter" ^WWWM («». Jahrgang) pränumerirt. Die ^Desterr. Illnstrirte ' erscheint au ein unl» demselben To«» 5» Vtal Mli^s»MMV^^ i,„ Jahr,, fvstet dns «anze Jahr über keine« Kreuzer, l<">dell> i i Wic»? fi. in dn, Prvl'iü^n 8 fi, (Z M. jahll^ch; Sie ist puiilisch mid nickt politisch, wie man's gerade nimmt, abcr dad,i bildschön, " ic., kiirz «lles >>' buoter Adwtch«. lliog durchc!»a„dt!, sch,»cichc>t sich, ei» w>sM>s Frelnid dcs iUatcrlanoes zu sei», hofft durch ihre Billige fcit j.rcm Billig» U!'r> rcsp, u,„sonst« Denkenden theuer zu wrrdcn , «»dcm das Journal >v,g!ich.'„ Darslellmia,,'" - iah,lich ül'er 600 V'ück — sp o t t w v hl f ei l ist, und legt, wcil es nicht in, Llnölande erscheint, st"t>» Äiachorxck darauf, daß cs »ur «rissinales u»b viel Originelles dringt. Die vi,rtlial>r!ichc Prä,nl,n>ratio» >,' dci'. Ploui»zrn r>c!ragl 2 fl. lß ti,, di< l^ill'^hlllche 4 fl, 24 kr, (z. M, Auf die schöoe» Orlgi»ali,ou.llln, w.'lche das Iourüal dringt, glauben wir besonders aufmerksam m,iche» z» müsse»; die Heil.» Buchoruckereidrsiyer in den Pllwinze» «her auf uuscre sehr reiche Answnhl uun Illustration und zwar mit d»m Bemerke» , daß sie stcis z« schr billigen Prliscu vo» alle» Oiigmalc» ichai!> Cliches erholt,,,, und damil Kalender ic. mit lreier Ne» nützi!»g des jedesmaligen Tcrteb, ausschmücken !ö»nm. Man sudscrioirl in Wien bei der Expedition der Oesterr. Illustruten Zeltung und Wlencr Flieqcnde Blätter, idtadt, Kupfclschmldgasse Nr. !07l 52l Z. ?3U. (3) Nr. 2345. Edict. Von dem k. k. Landesgerichte ».'aibach wird dem unbekannt wo befindlichen Andreas Sarnia. oder deffen allfälligen unbekannten Erben mittelst gegenwärtigen Edicts erinnert: Eö habe wider dieselben bei diesem Gerichte Georg Sarnig, durch Herrn I),-. Burger unter Pille» 2». April l. I., Z. ,9?«, die Klage auf Ersetzung des bei der k. k. krain. Landlafel Hauptbuch XIV.) Fol. 547, auf Andreas Sarnig vcrgewährten, ehemals zur F. C. Herrschaft Egg ob Krainburg gehörig gewesenen Getreide« Garben--Zchentes v 8n,ix, unweit St. Georgen, und Gestaltung der Umschreibung desselben auf Namen Georg Sarnig überreicht, worüber die Tagsatzung zur Verhandlung auf den 2!>, August l. I. Ftüh » Uhr vor diesem Landes-gerichte bestimmt worden ist. Da der Aufenthaltsort der gedachten Geklagten diesem Gerichte unbekannt ist, und weil sie vielleicht aus den k. k. Erblanden abwesend sind, so hat man zu ihrer Vertheidigung und auf ihre Gefahr und Unkosten den hierortigen Gelichls - Aouocaten Hrn, Dl-. Lindner als Curator bestellt, mit welchem die angebrachte Rechtssache nach der bestehenden Gerichts - Ordnung ausgeführt und entschieden werden wird. Die Geklagten werden dessen zu dem Ende erinnert, damit sie allenfalls zu rechler Zeit selbst erscheinen, oder inzwischen dem bestimmten Ver-treler ihre allfälligen Rechtsbehelfe an die Hand zu geben, oder auch sich selbst einen andern Sach walter zu bestellen und diesem Gerichte namhaft zu machen, und überhaupt im rechtlichen ord-nungsmaßigen Wege einzuschreiten wissen mögen, insbesondere da sie sich die aus ihicr Verab-saumung entstehenden Folgen selbst beizumcssen haben würden. K.k. Landcsgericht Laibach ami?, Mai l8.',3. Z. 758. (2) Nr, 274!. E d > c t. Vor dem k. k, Bezirksgerichte Sittich hadcu alle Diejenigen, welche cm die 3Zerlasscnschaft des de» 6. April l. I. verstorbenen Anton Pododnir, 'Realitätendesitzcr in Sittich, als Gläubigci cine Forderung zu stellen haben, zur Amnclduna u»d Dar-lhuung derselben den 5. Juli I. I. Vormittags 8 Uhr zu erscheinen, oder bishin ihr Aiimeldimasgesucl! schriftlich zu überreichen, widrigens dicsen Gläudigcrn an die Verlassenschaft, wcnn sie durch die Bezahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft würde, kein weiterer Anspruch zustande, als insofern ihne» ein Pfandrecht a/bührt, Sittich den 12, Mai 1853. Z. 747. (2) Nr. 9920. Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Senosetsch wird hiermit bekannt gemacht: Es sei von diesem Gerichte über das Ansuchen der Margaret!) 6nln!)2<5, geb. Slwar uon Ober-I^«!i««L , gegen Antun Sll'uar uon Seüosctsch, wcgc» schuldigen 118 fi, 47',^ kr. M. M, <^. 5, c., in die erecutive öffentliche Versteigerung der, dem Letzteren gehörigen, im Grundduchc der vormaligen Herr. schaft Tcnosetsch «ul> Urb. 3lr. '''»i» vorkommenden Realität, im gnichtlich erhodenen >Lchatzungswerthc von l!5U fi. 45 kr. M. M. gcwilliget, und zu, Vornahme derselben vor dicsem Gcr,chte die drei FeilbietungZ. Tagsatzungen auj den 28, Juni, auf den 2U, Juli und auf den 29. August !853, jedes mal Vormittags von 9 bis ,2'Uhr mit rcm Au hange bestimmt worden, daß diese Realität nur bei der letzten, aus den 29. August >853 angedeuteten Fcilbietung bei allenfalls nicht erzieltem oder überdotenem Schätzuugswcrthe auch uiUcr demsclbei, an den Meistbietenden hiutangegcben werde. Die Licitatioüsoediügüiffe, das Schätzmigspro-tocoll und der Grundbuchscriract können bei diesem Vcrichte in den gewöhnlichen Amtsstunde» eingesehen welden. Senosetsch am 28. März »853. 2 752. (2) ' Nr. ,79! Edict, Von dem k. k, Bezirksgerichte Eeiseoberg wird bekannt gnnacht - Es hab« Johann Maxcr ü^nicx-, von AÜlack ,«^ ^' "'^^ 2°l>an» .Nö„ig, von Langento», r,<<>, ^?,s . ^' ^ ''' ^'^ ^>"ge überreicht, worüber die Rechtssache verhandelt und nach de» l'.stcheudcn Gesetzen entschieden werden wird. Dessen wird der abwesende Johann Koma, mit dem Anhange ctinncrt, daß er zu dieser Tagsatzu»g entweder selbst zu erscheine,,, oder cnn» andern Bevollmächtigten zu wählen, a„her mmchast zu mache», und ih,n die Behelfe a» die Hand zu acbe» wissen möge, widngens cr sich die »achtheilige» Folgen selbst zuzüschreil'c» hätte. K k. Beziitgcricht Scisenberg am 23, April 1853. Der k. k LZe^ickbrichter: O m a ch e >i. Z. «89. (3) Nr. 2234. Edict. Von dtin t, k. Neziitsgerichtc Gotlschee wi>d fund gewacht: Es habe über Ansuchen des Erecu!io,!sfülire>5 Johann Perz, durch seme» Machthaber Andreas Hotter von iÜenscld, die mit Nesch.ide vom 2, März 1853, 3. l>3^, auf den a. Mai, «. Juni und 6, Juli 1853 a»b«raumte executive Feilbietung dcr, dem Mathias Nuppe gehörigen, im Grund-buche 5ub Nectf. Nr. 905'/« ucncoinmendcn, laut Protocolles vom !3, September 1852, 3, 53Z8, auf 40a st. bcwcrthetcn un^hai,sten V,« Urb, Hu>ie, wege» aus dem Urtheile vom 4 Jänner !85l, ?-4 593, annoch schuldiger 2l fl. 45 kr, c. «, c., auf de» 6, August und auf den 6 September 1853, jederzeit Lu,mittags uo» 9 bis 12 Uhr in loc« Ober-mösel mit dem A»h,,nge übertragen, daß die Rea» lilät bei der dritten Feilbietmig auch unter dem Schätzungswerlhe hintangegebe,, werden wird K. k, Bezirksgericht Gotlschee am 23. April 1853. Z. ??», (!) Ein Practicant, wird m cme Galanterie- und Nürii-derger-Warenhaiwlunq aufzunehmen qesucht. Nähere Auskunft im Zei-tungs'Comptoir. 3- 004. (7) In der Schnitt-, Current- öc Mode«Waren- Handtung „%ur Brieftaube" Nr. H4ß> am Hauptplatz in laibach, findet wegen Geschäfts-Veränderung der Verkauf bis 50 Procent Preisdifferenz für das ältere Waren-Lager Statt. Die für das Frühjahr angekommene MM" Neue MaVe besteht in nachbenannten Artikeln, und wird, um Alles schiu'll abzusetzen, zu bezeichneten, außerordentlich billigen Preisen verkauft: '/, Alpaca Chine figures, Me 50. 58 kl., statt ! fi. !2 tr., ! fl. 20 kr. !/, Alpaca watered Elle 51 k,. > si.. statt I fi 30 ke., l si. <0 k,. ^/, Chachemir slMisch EUe 48. 5'. l>., statt 1 fi., 1 fi, 12 ki'. '/^ Chachemir shotlisch Me 30. 3« e>,, stall ^0. 48 kr. Gedruckte Moujseliue de laine, das Kleid fl, 4. 5. 6. 7. 7 '/2, statt 6, 7. 8. I0fl.pi-. Elle 20. 24. 30, 38 tr,, statt 28, 36. 40, 48 kr. Echt sraiyöstsche Vatiste, das Kleid » fi 5 fi. 30 kr,, 6 fi,, statt 7. 8. 10 fl ; p,-. Elle 25 28. 36 kl., statt 36. 45 kr. 1 fi. Echt francos, gedruckte Mouß'eline, p!'. Kleid 5, 6 7 fi., statt 7 fi, 30 ki',, 9 fi. und 10 fi,, pr. Elle 20, 24. 30, 36 tr., statt 40, 45, 48 kr, Gedruckte Varcge-Kleider, p>. Klei» 6 fl. 30 t>-. stati 10 fl ; pr. Elle 36, 40. 48 k.,'., start 48 56 kl-, 1 fl. Gedruckte Luster, Mohair, 30 36.40 48 tr., statt 45. 50 tr. !. 12 kr. Glatte Thibet, Cachemir quar. Poil de chcure, Fil de theure zu seh. b.l lige» Preise». ^. Toil di nord, Iwirnstuffe 24. 26 30 kr. stait 30, 36 k>. Fran.;, gedr. Sommer-Longshawl uon Cachemir, Vagnos, 4 is fl statt 15. 20. 25 fl, Sommer-Echarps.jeder Art, r°<> Ba,ege 5 ss. statt 8 fl., Mousselin de lain 4 fi. statt 7 fi, Seiden-Stoffe in allen Sorten. In demselben Preisuerhiiltniss alle Frühjahr- et Sommer - Mode- Waren. Gänzlicher Ausverkauf folgender Waren: V, breite Slhafmoll - Meubelstoffe, vo» 1 fi. !5 kl'. IM Preise a,'gefangen. '/4 breite Daummoll - Meubelstajfe, vo„ 18 kl', im Preise aügefange». '/< breite Leinen Meubelstoffe,«°» ^ kr. >N! Preise allgesc,ngel>, Tuch, quarirte Rockstoffe, für He»e" Hosenstoffe, Gillcts etc. Tisch^euge, Garnituren str >2 m'd ^ Personen. Tischtucher, Sermtte,,, Handliich"' farbige Leinen > Sacktüchel. Eine Parthie ertrafeine Vrabanter Creas-Leinwand, ^»e Bei.mschu''s°°" Baumwolle, ^, ^ breit. Alle Gattungen von Wachsleinwau-den, Fußtapeten, Sofa- und Bett- teppiche, ganz neue A,t, .« Wach""«' unt Bordl,».'», gemalrc Fenster.-Roulea»/. Mantillen, Talmas, Visiles, SH",^ rocke. 5s)s> uerschiedene Neste- I.de Ware muß uollk.'mmen fthlcrfrci und das auf der Et q»ete bezeichnete ^"Nia^ag halt.n. L,u verkaufter Gc,'er>sta»d w^rd umgetauscht, auch für denselben der bezatM zurück.rstatt.t, nur muß die Nückg'lx am Tage dn dcstenö l?.so!gt.