Mbacher Mtmg. Nr. 23. Vl«numel»t!»n»plt!»: Im «omptoii 8»n»j. st n, hlllbj, ft, i io, yül bit Zusl,llung m« H«»» h»ll,j. 5« lr. Mil b«r Post «l,»ij si, 15, b»Idj, 7 50, Mittlvoch, 39. Jänner. Ins«rti«n«gcbül: Fül lleinc Hnserote bi» zu 4 Hliltn l»5 k., glößlVl per Htile « lr.; bei öfteren Wiederholungen per Zeile 3 lr. 1879. Mit I. Februar beginnt ein neues Abonnement auf die „Klidnchcr Zeitung". Der Pränumcrations-Preis beträgt für die Zeit vom 1. bis Ende Februar: Mit Post unter Schleifen .... 1 fl. 25 kr. Mr Laibach ins Haus zugestellt . . . 1 .. — „ I'" Comptoir abgeholt......— „ 92 „ Für die Zeit vom l. Februar bis Ende Juni: Mt PM unter Schleifen.....0 fl. 25 kl. Für Laibach ins Haus zugestellt . . . 5 „ — „ Im Comptoir abgeholt......4 „ 00 „ Nichtamtliche Tlml. Zur Unterstützung der durch Ucberschwemmung heimgesuchten Bewohner im Bezirke Üuitfch sind writers beim Landespräsidium nachstehende Beträge eingegangen: Das Sammlungsergebnis der Pfarrämter Ratschach, Fristtiz, Möschnach, Löschach, Weißenfels, Aßling und Radmannsdorf; der Gemeindeämter Ouschischc, Möschnach und Leugenfeld, im politischen Bezirke Radmanusdorf, iin Gesammtbetragc von..........58 fl. 2'/, kr. vom Pfarramte Iohannisthal das Sammlungsergebuis Per ... 10 14 vom Pfarramte Schalna das Samm» " ' luugsergebnis per.....3 __ vom Pfarramte Gutenfeld das Saunn-lungscrgebnis per.....1 „ 20 „ vom Gemeindeamte Nenmarktl . . 23 „ 60 Mautschitsch . 4 ,. 72 I Predassel. . . 19 ., 50 .. und vom Stadtgememdeamte Krain ' bürg.......... 45 „ 30 „ zusammen . . 165 fl. 48'/, kr. Was mit dem Ausdrucke des wärmsten Dankes hiemit zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird. Laibach am 27. Jänner 1879. Vom t. l. Landespräsidium. Oesterreichischer Reichsrath. 421. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 27. Jänner. Ritter v. Iaworsli stellt den Autrag, es wolle demuächst über die vom Ministerpräsidenten geschehene Beantwortung der Interpellation des Abgeordneten Dr. Roser inbetreff der Pestgefahr eine Drbatte eröffnet werden. Dies wird ohne Debatte angenommen und hierauf die Generaldebatte über den Berliner Vertrag fortgesetzt. Dr- Herbst als Referent der Minorität des Ausschusses, erhalt das Wort. Er hebt zunächst hervor, daß weder ein sachliche noch ein persönliches Bedürfuis chu treibe, zu sprechen. Sachlich nicht, weil der Standpunkt der Minorität schon von mehreren ausgezeichneten Reduern vertheidigt wurde, persönlich auch nicht da er schon an anderem Orte Gelegenheit hatte, sich übcr den Berliner Vertrag zu äußern. Bezuglich der unerhörten Angriffswcise, die vor emigen Tageu grgen ihn gerichtet wurde und welche durch die nachträgliche schwächliche Erklärung nicht annulliert werden kann, müsse er auf seine ganze parlamenlarljche. jedermann offen daliegende 'Vergangenheit hinwelscn und das bescheidene Recht für stch m Anspruch nchmen, das ein jeder hat. der mit Koth beworsen oder mit vergifteten Pfeilen angegriffen ^ "amlich cm stilles, aber beredtes Schweigen. Beifalls Der Redner erklärt nuu. daß seine 'Gesinnungsgenosse, falls das Minorltälsvotum nicht angenommen wmde. nicht für den Majoritätsantrag tlmmeu werden, sondern für die Ablehnung des Bcr-l'ner Vertrages. Dr. Herbst beschäftigt sich nun mit der Kompetenz des Reichsrathes. welche er entschieden vertheidigt. Er beruft sich hierbei auf Aeußerungen des Grafcu Andrasst) in den Delegalioncn und pole-!!!> 'Ä ?^" ?ic staatKlechtl.chen Ausführungen des M.msterö Dr. Ungcr sowie gegen Weiß u. Starten-sels und Greuter. Er betont die finanziellen und ,taatsrechtl.chen Schwierigkeiten, die aü7^der O u patton fließen, und protestiert dageuen dak die dies^ eitige Reichshälfte fastet werde'z^unste7e,ms Lau-»,«' ^ ^^" °^' lpater doch den Ländern der ungarischen Krone ,ncorpor,ert werden soll. (Beifall.) Der Redner erinnert an den Inhalt der Adresse an ^ ^?. ""b. ^t den Standpunkt derselben fest. und jchließt mlt einem Appell an das Gefühl der -Uerantwortlichteit. die jeder Abgeordnete vor der Bevölkerung zu tragen hat. (Lebhafter, anhaltender Velfall.) ^ Dr. Eduard Sueß, als Referent der Majorität, vertheidigt nach einer warmen Anerkennung der großen parlamentarischen Verdienste des Dr. Herbst in erster Linie ebenfalls die Competenz des Reichsrathes und citiert das Beispiel Englands, wo 1815 das Parlament den Beitritt des Prinzregenten zur heiligen Allianz hinderte. Die Orientpolitik unseres Ministers des Auswärtigen war die richtige. Die Besetzung Bosniens geschah im Dienste des Fortschrittes, und ganz Europa hat Sympathien für uns. (Beifall.) Der Redner wendet sich hierauf gegen den Resolu-tionsantrag des Freiherrn v. Scharschmidt, sowie gegen den Antrag der Minorität, den er inconsequent sindet, da er nicht begreift, wie man l.men Vertrag genehmigen kann, den man gleichzeitig für eine Ursache dauernder staatsrechtlicher Wirren erklärt. Der Ma-joritätsantrag entspreche auch der Adresse, da er die Rechte des ' Parlamentes wahrt. Dasselbe soll stets entschieden Ja oder Nein sagen, aber nicht ein halbes Ja und halbes Nein zugleich. (Beifall.) Der Orientpolitik verdanke es Oesterreich, daß es heute so hoch angesehen ist in Europa, wie es lange nicht war. (Beifall.) Ministerpräsident Fürst Auersperg: „Befürchten Sie nicht, daß ich Ihre Geduld länger als für einige Augenblicke in Auspruch nehme, um einige kurze Bemerkungen zu machen. Man weist immer auf die schweren Opfer hin, die durch die Administration von Bosnien und der Herzegowina unseren Finanzen zugefügt werden sollen. Ich habe an allen Konferenzen thcilgenommen, welche die Administration betreffen, und appelliere nun an Ihre Objeitivität. Jetzt, wo eben erst die Pacification durchgeführt wurde, ist es unmöglich, schon apodiktische Ziffern vorzulegen. Alle Factoren aber, welche mitberathen haben, sind beseelt uon der Ueberzeugung, daß die Administration auf die wohlfeilste Art durchgeführt werden muß, wobei das Bestehende zu achten und an dasselbe anzuknüpfen ist. und daß das Land binnen kurzem die Aoministiations-tosteu tragen wird. Wenn Sie den Worten eines scheidenden Ministers nicht glauben, fo glauben Sie dem Worte eines Mannes, der nie gewohnt war, etwas anderes zu fprechen, als seine Ueberzeugung." (Beifall.) Nach einer kurzen thatsächlichen Berichtigung des Dr. Sturm gegen den Referenten der Majorität wird znr Abstimmung geschritten. Der Antrag des Abgeordneten v. Pacher auf Ucbergang zur Tages-ordnung wird mit 203 gegen 59 Stimmen abgelehnt, ebenso der von Hausner unt allen gegen ^2 Stimmen, und bei namentlicher Abstimmung auch der von Dunajewsti, den Berliner Vertrag einfach zur Kennt« nis zu nehmen, mit 181 gegen 90 Stimmen, der Antrag der Minorität (Herbst) mit 172 gegen 78 Stim« ZeMeton. Alera oder auf dunklen Wegen. Noman von Ed. Wagner. (Fortsetzung.) Der junge Graf schwlVg, er war tief erschüttert, mehr von der gänzlichen Verzweiflung, die ans Mr. Strange's Ton nnd seinen Mienen sprach, als von seinen leidenschaftlichen Worten. „Nein," fnhr Mr. Strange nach kurzer Pause fort, „ich kann Ihueu meine Geschichte nicht erzählen; ich kann Ihre Sympathie nicht annehmen, Mylord. Wir — ich und mit mir meine Tochter — sind geächtet, verflucht! Alles, was ich von Ihnen erbitte, ist: verlassen Sie uns. Sie sind jetzt träflig genug znm Reisen. Lassen Sie mich Sie morgen früh nnter Bedeckung nach Athen schicken. Gehen Sie nach Eng' land, vergessen Sie Alexa nnd suchen Sie sich eine Ihrem Stande angemessene Braut, auf welcher kein Fluch lastet" „Diese Bitte kann ich nie erfüllen," erklärte der Graf erregt. „Ich liebe Alexa von ganzer Seele. Nie zuvor liebte ich. Bei mir bedeutet eiumal liebe» für immer lieben. Ich kann Alexa nicht aufgebe« —" „Dllun werden Sie uns von unserer Zufluchtsstätte treibeu all einen anderen Platz, an Einsamkeit und Abgelcgenheit diesem gleich, wo sie uns nicht aufzufinden vermögen. Wenn Sie Griechenland nicht sogleich verlassen," fügte er mit Würde hinzu, „müsfeu wir es thun." „Alexa," rief Lord Kingscuurt, „bitte du für mich. Pein Vater liebt dich und kann deinen Bitten nicht widerstehen. Alexa, kannst du dich so leicht von mir lossagen?" Alexa erhob ihren Kopf und zeigte ihr bleiches Gesicht, auf welchem ein unsägliches Weh, aber auch feste Entschlossenheit ausgedrückt wareu. Ruhig richtete sie ihlc von Thränen getrübten Augen auf Lord Klngscourt, welcher aus diesen Augen las, daß sie entschlossn war, sich dem Anssprnch' ihres Vaters zu fugen und lhrer Liebe zu entsagen ne,- M^/^'" sp^ s" mühsam mit aebroche-Vate^^ mir nicht verweigern, was A?7 "^ "üm''.""ü ^ '^ nothwendig" Ich 1>ebe dich, Alfred und werde dich lieben, solange ich lebe; aber mein Bater sagt, daß ich verflucht bin. Wie also könnte ,ch dich heiraten? Ich liebe dich zu sehr, als daß ich Sorge und Schande über dich bringen möchte. Mein Vater hat recht: du mußt heim nach England gehen." Die hervorbrechenden Thränen und der Schmerz erstickten ihre Stimme, nnd Lord Kingtcourt, welcher sah, wie furchtbar sie litt, vergaß die Vorwürfe die schuu auf seiner Zunge schwebten. Sie sah aus' als wäre plötzlich eine erdrückende Last auf sie gefallen Der Graf blickte vou ihr auf ihren Vater und betrachtete diesen mit scharfem Argwohn. Da er nicht glanben konnte, daß Mr. Strange irrsinnig sei da dieses Geheimnis eine nicht wegzuleugnende Thatsache war. versuchte er, sich eine Idee zu bilden, was es wol sem könnte. War sein Wirth eines vor lanaer Zeit verübten Verbrechens schuldig? War er verstoßen aus seinem Vaterlande und feiner Familie wegen eines Fehltritts? Unmöglich! Das edle, ernste Gesicht deutete auf eine erhabene und edle Seele, auf einen untadelhaften, festen Eharakter, eine jeder Schlechtigkeit unfähige Natur. Niemals war in Alexa's Seele ein Zweifel an ihrem Vater aufgekommen; und in dem Grafen stieg der Zweifel jetzt auf, um sogleich wieder mit Entrüstung zurüctgediäugt zu werden. Verwirrt und tief bekümmert begann Lord Kings-court wieder Mr, Strange mit Bitten zu bestürmen, ihn in sein Geheimnis einzuweihen, und suchte Alexa zu bewegen, seinen Bitten die ihrigen hinzuzufügen; diese aber, von ihres Vaters Erklärung tief im Herzen verwundet, verharrte in ängstlichem Schweigen. Ihr Vater machte sich sanft uon ihr los, stand auf und fchntt im Zimmer gesenkten Hauptes auf und ab. „Ich glaube, daß Sie irgendwie das Opfer der Schlechtigkeit eines andern sind, Mr. Strange," begann Lord Kingscourt nach längerem Schweigen wieder. „Wollen Sie mich nicht als Ihren Freund ansehen und in's Vertrauen ziehen? Es gibt keine Entehrung, die Sie getragen haben, die ich nicht theilen tonnte." Mr. Strange schüttelte ernst sein Hanpt. „Ich dringe jetzt nicht mehr in Sie, mich Ih" Geschichte wissen zu lassen," fuhr der Gruf fori. ..Ich habe das vollste, unumfchräntteste Vertrauen zu Ihnen! Geben Sie mir Alexa zur Frau und lassen Sie Ihr Geheimnis uns ein Geheimnis bleiben für immer. Niemand wird nach der Geschichte meiner Gattin fragen. Ich bin mein eigener Herr und habe^ niemandem Rechenschaft über mein Thun zu geven. 204 men abgelehnt und hierauf der Antrag der Majorität bei namentlicher Abstimmung mit 154 gegen 112 Stimmen angenommen. Der Zusatzantrag von Fux wird zurückgezogen - die Resolution des Freiherrn von Scharschmidt in ihrem ersten Theile mit 149 gegen 111 Stimmen angenommen; der zweite Theil wird mit großer Majorität abgelehnt. Nächste Schung Freitag, 31. Jänner. Vorkehrungen gegen die Pestgefahr. Wie bekannt, haben vorige Woche in Wien im Ministerium des Innern unter Theilnahme eines un< garischen und eine« deutschen Delegierten Verathungen über die Maßregeln zur Hintanhaltung der Einschleppung der Pest nach Oesterreich-Ungarn und nach Deutschland stattgefunden, deren Beschlüsse wir auch bereits publiciert haben. Indessen betreffen diese ge-planten Maßregeln nur den gegenwärtigen Augenblick, in welchem von einer ernsten und insbesondere nahen Gefahr noch nicht die Rede sein tann. Die Fahrt von der österreichischen Grenze bis Zarizin währt nicht, wie erzählt wird, drei, sondern acht Tage, und um von dort in die verseuchten Ortschaften zu gelangen, bedarf man weiterer fünf Tage. Es ist also nach Ansicht der Kommission von einer imminenten Gefahr vorerst nicht die Rede. Sowie aber eine solche im Anzüge wäre, o. h. sowie die Krankheit einen er« heblichen Fortschritt über da« von ihr bisher occu-pierte Terrain machen sollte, sind die schärfsten Maßregeln verabredet. Die Wiener „Montagsrevue" weiß hierüber folgendes mitzutheilen: „Für den Fall einer ernstlich drohenden Gefahr wird den getroffenen Vereinbarungen zufolge ein eng« geschlossener scharfer Militärcordon an der deutschen und der österreichisch-ungarischen Grenze aufgestellt werden, mit dem gemessenen Befehle, abfolut nichts, weder Menschen noch Thiere oder Güter aller Art, passieren zu lassen. Der preußische Delegierte, Ge-heimrath Dr. Flnkeluburg. hat in Wien bestimmt erklärt, daß Deutschland fest entschlossen sei, einen Mili« tärcordon voll 80,000 Mann zur hermetischen Ab» schließung der Grenze aufzustellen, und daß dafür die Mobilisierungsordre ebenso schon bereit gehalten sei wie für einen Kriegsfall. Außerdem sollen an der Grenze hölzerne Quarantänebaracken errichtet werden. Ohne Rücksicht auf politische Eventualitäten und materielle Nachtheile hält die deutsche Regierung die Ergreifung der äußersten Mittel für geboten. Deshalb sollen auch, wie in der Konferenz beschlossen wurde, z. Ä. Briefe au» Rußland auf eine Hitze von 120 Grad gebracht werden, bevor sie die Grenze passieren düifen. Das aus Rußland kommende Geld soll deslficiert werden, sogar der Sareptabalsam, welcher in Astrachan erzeugt und in Rußland und den österreichischen und deutschen Grenzländern als ein Schutzmittel gegen Epidemien, wie Cholera lc., in hohem Ansehen steht, würde der gleichen Prozedur unterzogen. Kurz, die scharfe Leopoldinische Pestordnung soll, noch durch jene Maßregeln verschärft, welche der Fortschritt der Wissenschaft an die Hand gibt, in Kraft treten. Selbstverständlich würden die entsprechenden Verhütungsmaßregeln auch für den Seeverkehr in Kraft treten, denn im Falle der Absperrung der Land grenzen würde der russische Verkehr vornehmlich dcn Weg über Hamburg aufsuchen, und die Pest könnte auf diesem Umwege eingeschleppt werden. In den österreichischen Häfen wird natürlich die gleiche Vor-j sorge geübt werden auf die leider nur allzu wahrscheinliche Gefahr hin, daß Italien, indem es selbst Quarantänemaßregeln trifft, die österreichischen Häfen wegen des Umstandes, daß sie strenge Aufsicht üben, als seucheverdächtig aus seinem Verkehre ausschließt. „Die Kommission hat die Situation mit dem nöthigen Ernste aufgefaßt. Man berichtet uns aus derselben noch manches interessante Detail. Bei Eröffnung der ersten Sitzung verlas der Vertreter des auswärtigen Amtes, Baron Konradsheim, Depeschen unseres Botschafters in St. Petersburg, Freiherrn u. Langenan, über die Krankheit. Sie lauteten unbestimmt, sprachen von vereinzelten Fällen, von fterniciösem Fieber u. s. w. Gleich darauf zog Geheimrath Finkelnburg die Depe<-schen des deutschen Botschafter« an den Fürsten Bismarck hervor und las: In Wetljanka u. s. w. ist die echte asiatische Beulenftest ausgebrocheu. So und so viele Ertrankungen und Todesfälle sind vorgekommen, diese und jene Maßregeln wurden ergriffen. Kurz, die Depeschen sprachen mit der Präcision eines militärischen Rapportes. Eine interessante Bemerkung machte der ungarische Delegierte. Allgemein wurde vorausgesetzt, daß die Krankheit vornehmlich über Galizien nach Oesterreich eingeschleppt werden könnte. Der ungarische Delegierte theilte jedoch mit, daß alljährlich zahlreiche Rastelbinder aus der Slovakei nach Astrachan wandern, dort kleine Gegenstände verlaufen oder die gewohnten Arbeiten verrichten und dafür den in Astra» chan wachsenden Safran eintauschen, der daheim bei ihnen sehr gesucht wärr. Auf diesem seltsamen Wege könnte die Krankheit auch eingeschleppt werden. Man hat übrigen« in der Kommission cunstatiert, daß Ruft. land ziemlich energische Maßregeln ergriffen habe. Ein engerer Cordon länft um die verseuchten Orte, ein weiterer bei Zarizin. „Was nun die Krankheit selbst betrifft, so steht fest, daß sie bereits im Jahre 1>j77 ans Ncscht durch nomadisierende Kosaken und Kalmüken eingeschleppt wurde. Sie hat aber.das ursprüngliche Gebiet nicht wesentlich überschritten. Man darf aus der Art ihrer Bewegung annehmen, daß ihr Vordringen unter allen Umständen ein langsames sein werde, und daß von einem Erscheinen derselben an nnscrcn Grenzen bei genauer Beachtung der vereinbarten Maßregeln in diesem Jahre kaum die Rede sein kann. E« ist im Gegentheile viel wahrscheinlicher, daß sie sich in den Niederungen der Wolga einbürgert und von dort aus aelegentliche Excursionen macht^ deren eine ganz wul sich auch auf österreichisches Gebiet erstrecken tonnte. Die Krankheit ist die echte asiatische Pest und birgt alle Gefahren derselben in sich. Die Mortalität beträgt 100 Perzent. An anderen russischen Orten sind Pcst-anfälle nicht vorgekommen." Aus der französischen Kammer. Das in der Versailler Kammer vom Finanz-minister Leon Say am 2.^j. d. M. eingebrachte französische Budget für 1880 normiert die Haupt-postcn der ordentlichen Ausgaben im ganzen auf 2.754.432,600 Francs, die Einnahmen auf 2 Milliarden 750.070.370 Francs, so daß das Budget mit einem Einnahmennberschuß von 1.637,770 Francs abschließt. Vergleicht man dieses Budget mit dem vorjährigen, so ergibt sich, daß die Einnahmen um 54.W0.356 Francs und die Ausgaben um 54.344,808 Francs „Um so mehr Grund, daß ich Sie vor einem raschen Schritt behüte," sagte Mr. Strange. «Ich lenne die Engländer sehr gut; ich kenne den an Hoch-muth grenzenden Stolz der englischen Aristokratie. Ich sage Ihnen, Mylord, daß meine Tochter, so unschuldig, lieblich und schön sie auch ist, eine Ausgestoßene aus der Gesellschaft ist. Wäre chre Geschichte Ihren Freunden bekannt, könnten all' Ihr Ansehen, Ihr Rang und Reichthum ihr nicht die Pforten der Gesellschaft öffnen. Die Königin würde ihr nicht das Betreten ihrer Salon« gestatten; Ihre Freunde würden nicht mit ihr sprechen; niemand würde Umgang mit ihr pflegen; jedermann, ob arm, ob reich, würde sie fliehen. Ich sage Ihnen daher wieder und wieder: es haftet ein Fluch auf ihr. Lassen Sie sie allein -bei mir!" Alexa hatte ihr Gesicht in das weiche Polster des Lehnstuhls vergraben, in welchem ihr Vater ge, sessen hatte. Jedes seiner Worte traf chr Herz wie ein vernichtender Schlag. Lord Kingscourt schwankte wie bewußtlos; dann bat und flehte er wieder, wie nur ein Liebender bitten und stehen tann; aber nichts vermochte in der Entscheidung seine« Wirthes, daß er das Haus sogleich verlassen solle, eine Aenderung zu bewirken. Endlich wandte sich der Graf an das Mädchen. „Schickst du mich wirklich so fort, Alexa?" fragte er verzweifelnd. „Muh ich wirklich gehen? Gibt es keine Hoffnung mehr?" Das Mädchen blickte aus. Eine unbeschreibliche Wehmuth lag in ihren Augen. „Es gibt keine Hoffnung!" antwortete sie. „Ich kann dir nicht ohne die Einwilligung meines Vaters folgen. Ich war ihm nie in meinem Leben ungehorsam und tann es auch jrtzt nicht sein. Er hat für uns entschieden. Es lastet ein Fluch auf mir, und deshalb müssen wir scheiden." „So muß ich denn gehen!" rief der Graf trostlos. „Ich weiß. daß du mich liebst, Alcxa, und ich schwöre, daß, wenn du nicht mein Weib wirst, ich niemals heiraten werde. Ich werde dich stets als die Meine betrachten, ob todt oder lebend, ob nah oder fern. Ich will jetzt nicht weiter in dich dringen und dein Los durch meine Anwesenheit nicht noch schwerer machen. Sie sollen nicht nöthig haben zu fliehen, Mr. Strange. Morgen mit Tagesanbruch werde ich Ihr Haus ver-laffen; aber ich werde nächstes Jahr, und jedes Jahr, so lange ich lebe, wiederkommen. Vielleicht ändert die Zeit deines Vaters Entscheidung, Alexa; vielleicht kommt uns die Vorsehung zuHilfe. Wenn Krankheit kommt oder der Tod naht, mag dein Vater sein hartes Urtheil bereuen. Er tann dich nicht so ganz allein in drr Wllt, ohne Freund und Beschützer, zurück, lassen. Und welcher Art auch die Entehrung, der Schatten odrr die Schmach des schrecklichen Geheimnisses sein mag, ich werde es stets als ein Glück, als eine Ehre für mich ansehen, wenn du, Alexa, dich entscheidest, mein Weib zu werden!" Mr. Strange's Gesicht zuckte krampfhaft. ..Edel, ritterlich und großherzig!" sprach er seufzend. „O, könnte ich meine Alexa doch sicher nnd glücklich bei Ihnen sehen, — aber es kann nicht sein! Es würde besser sein. Mylord. wenn Sie nie wieder zu uns kämen; aber da Hie meine Entscheidung annehmen, werden Alexa und ich uns freuen, Sie zu sehen, wenn Sie Griechenland wieder besuchen sollten." (Fortsetzung folgt.) höher angesetzt sind, als in dem Budget von 1879. Die erhöhten Ausgaben sollen dazu verwendet werden, die Summe der Dotation zur Tilgung der sogenannten Liquidierungsrechnung auf 170 Millionen zu bringen und die Rückstände der dreiperzentigen Kündbaren zu zahlen, die zum Zwecke der öffentlichen Ballten g^ gründet wurde oder noch zu gründen ist. Der lint< wurf von Herrn Leon Say verfolgt das seit drei Jahren ins Werk gesetzte Sistem der progressiven Abminderung der drückendsten Steuern und fügt noch die Abminderung der Handelspatentauflage, der Steuer für Transport durch öffentliche Wagen und schließlich die Stempelsteuer der Postgeldallweisungen hinzu. Die äußerste Linke der Versailler Kammer wnd sich nicht damit begnügen, einen Entwurf betreffs del Amnestie niederzulegen; sie beabsichtigt auch, Ent- ^ würfe betreffs der Preßfreiheit und des Versammlung^ und Vereinsrechtes niederzulegen. Der Amnestie-Antrags oer die einfache Wiederholung des im Jahre 1876 niedergelegten Gesetzes ist, soll schon 152 Unterschriften vereinigt haben. In der Sitzung am 23. d. M. stellte, wie schon telegrafisch gemeldet worden ist, der Abgeordnete Laisant den Antrag, daß die Dienstzeit ill der Armee auf drei Jahre herabgesetzt und der ein» jährige Freiwilligendienst abgeschafft werden soll. Del neue Kriegsminister, General Gresley, wünscht selbst, wie man versichert, daß diese Vorlage baldigst einel eingehenden Debatte und einer definitiven Lösung zu' geführt werde. An einen Antrag des Abgeordneten Rene Brice knüpfte sich ein bezeichnender Zwischcnfall. Abgeordneter Dugnc de la Fauconnerie zeigte nämlich an, daß sein College Rene Brice wegen Unwohlsein nicht erschienen sei. Er hätte sich nicht den Anstte»" gungen einer Reise »lach Versailles aussetzen können, welche die Verfassung den Abgeordneten selbst bei cineü> Welter auferlegt, bei dem oie Omnibusse ihren DieH einstellen düifen. (Es herrschte nämlich in Paris i^ Versailles ein ungewöhnlicher Ichncefall.) Abgeordnet Laroche-Ioubert, Bonapartist, stellte sogar den Antrag, man möge die Sitzungen wenigstens provisorisch, ^ das Wetter sich gebessert halte, nach Paris verlegen. Dieser improvisierte Antrag wurde mtt Beifall aus« genommen, wenn auch nicht sofort unterstützt. Die Bonapartisten sind übrigens sämmtlich Anhänger der Rückkehr der Kammern nach Paris. Der euglisch'afghaniiche Krieg. Der Feldzng in Afghanistan bereitet der englische» Regierung immer größere Schwierigkeiten. Dem Edinburger „Scotsman" wird aus London ge-meldet, daß die Regierung so sehr von der N"ch wendigkeit durchdruilgen ist, alles zu vermeiden, w"s einer Katastrophe — im Zusammenhange mit dem afghanischen Feldzuge und drn Schwierigkeiten, welche der Transport im Februar verursachen wird — ähnlich schell könnte, daß die Frage nach Indien telegrafiert wurde, ob es nicht rüthlich sei, den Vormarsch auf Kandahar und Dschellalabad einzustellen, und lib Kandahar während des Winters gehalten werden tonne. Der Vizetönig, Lord Lytton, telegrafierte unteun 2^j. d. M. an das Indische Amt: „General Stewart trat am l5>. d. M. den Marsch nach Khe-lat-i-Ghilzai an; General Bidoulph rüctte am Wtest d. M. in der Richtung von Girischt vor. Der Artillerielieutenant Willis, der von einem Fanatiker in Kandahar niedergestochen wurde, ist seiner Wunde er^ legen. Ein Postcourier wurde im Passe von Kotal Pathans ermordet. Die Arahuis scharten sich zu-sammen, griffen die Pathans an, töoteten die Mörder des Eouricrs und andere und erlangten die Waffel' des Eouricrs wieder." Wesentlich günstiger zeichnet die ,.N. Allg. Ztg." die Situation der Engländer in Afghanistan; das g^ nannte Blatt schreibt: „Der diesjährige Winter zeigt sich den Zwecken der Engländer förderlicher, als nach den klimatischen Verhältnissen der mittel-asiatische" Hochländer angenommen werden tonnte. Zwar macht sich die Kälte den im Felde stehenden Truppe" empfindlich genug, dagegen sind die Niederschläge i" Form von Schnee und Eis bis jetzt so geringfügig gewesen, daß sie den Operationen keine ernstere" Hindernisse in den Weg legen. Größere und e»t' scheidende Unternehmungen freilich verbieten sich ^ zum Einlritte der wärmeren Jahreszeit von selbst die Recognoscierungs-Ärwegullgen aber werden so^ gesetzt, da der seither gefallene 'Schnee nicht im sta»^ gewesen ist, die Wegsamteit der Straßen erheblich if beeinträchtigen. Man nimmt all, daß Girischk ß" binnen kurzeill ill englischen Händen befinden dinfte,' nnd desgleichen, daß der in der Richtung auf Gl>z'U begonnene Vmstoh so weit als nur irgend thun!'") ausgedehnt werden soll. Dank den ergiebigen "^ tcri«llei: Hilfsquellen, welche der Besitz Kandaha^ „lit seiner fruchlbaren Umgegend den Engländern "" öffnet hat, ist die Verpflegung der Truppen gesicheu-Ein Mangcl an Munition lind sonstlgsin KrieA bcdarfe steht ebenfalls so bald nicht zu befürchte". ^ die Eolullnc des Generals Stewart, von dein e>ne unbedeutenden Scharmützel vor Kandahar abgesehn noch gar nicht engagiert gewesen ist. ^ ..Wessen sich die öffentliche Meinung Indiens vo' der Zukunft versieht, deutet eines der maßgebend 205 Journale jenes Neiches an, indem e5 schreibt: „Die englische Nation wünscht sehnlichst, den Krieg gegen Afghanistan ehemöglichst zu Ende geführt zu sehen; allein könnte sie einen unweiseren Act begehen als den, eine Abmachung zu santtioniercn, welche der indischen Regierung die Erbschaft eines verlängerten Bürgerkrieges um den Befitz von Kabul hinterlassen würde? Schir Ali, von Rußland unterstützt, würde Iakub Khan nicht gestatten, ruhig auf dem Throne sitzen zu bleiben, auf welchen ihn die englische Intervention erhoben hätte, und welche würde unsere Stellung sein mit einem uoi-äisaiit Usurpator als Herrn in Kabul, dem wir unseren Schutz garantiert hätten, und dem »oi-cli^ant legitimen Herrscher, welcher vom Oxus aus mit Hilfe seiner russischen Freunde beständige Einfälle ins afghanische Gebiet unternehmen würde? Es ist klar — selbst wenn wir annehmen, daß Iakub Khan eher zum Unterhandeln als zum Fechten geneigt sei, — daß es nicht möglich ist, einen vertrag mit irgend einer afghanischen Regierung abzuschließen, so lange nicht die britischen Truppen Kabul besetzt haben und die Ansichten und Gesühle der Afghanen selbst in Äezug auf die Frage: wer ihr Beherrscher sein soll, in befriedigender Weise constatiert worden find." Kttgesnemgkeiten. Sägemehl als Pferdesutter. Einer der hervorragendsten Landwirthe und Pferdezüchter, F. Villeroy, veröffentlicht im „Ionrnal d'Agriculture" von Barral einen interessanten Artikel, welchen wir nachstehend weiterer Verbreitung- zu führen: „Ueberall mangelt es an Heu und an Stroh; braucht man diese Futterstoffe, so sind sie nnr zu den übertriebensten Preisen zu haben. Zu den beschwerlichsten, anstrengendsten Arbeiten der Pferde gehört bekanntlich das Schiffziehen. Nun mifchen die Unternehmer der SchiffKzüge anf der Saar, zwischen Trier und Saarbrücken, woselbst ein außerordentlicher Verehr, namentlich ill Kohlen herrscht, ihren Pferden anstatt des Häcksels ausnahmslos Sägemehl unter den Hafer, und die Thiere befinden sich ganz wohl und leistungsfähig dabei. „Diese notorische Thatsache gibt Anlaß zn einer interessanten Frage: Ist bei solchem Futter uur der Hafer das nährende Prinzip, und dient das Sägemehl blos als Vallast zur Ausfüllung des Magens, oder enthält das Sägemehl, ebenso gut wie das Stroh welches es ersetzen soll, nährende Bestandtheile? Die chemische Analyse wird hierauf leicht Antwort aeben können. Das Holz dient in großen Muffen als Ersatz der Hadern zur Papierfabrication; cs würde einen nenen Werth erhalten, wenn es anch zur Thierfütte-rung benützt werden tonnte. Ich erinnere mich, daß mir fchon uor fünfzig Jahren ein fönst ganz mtelll-genter Landwirth erklärt hat, die gewöhnliche Kleie sei zu Futter nicht mehr werth als Sägemehl; seitdem aber hat man längst den hohen Nahrungsgchalt der Kleie anerkannt, und wird sie gcgenwärUg zu hohen Preisen vertauft. „Die Kavalleriepferde werden durchschnittlich zu schwach genährt. In Friedenszellen, wo ihr Dienst wenig anstrengend ist, kann die lhnen verabreichte Ration zur Noth als genügend für die Erhaltung gelteil, aber sie füllt den Magen nicht hinreichend aus. Der Thierarzt einer Stadt, woselbst jährlich die ausrangierten Kavallcricpferde verauctiomert werden, hat beobachtet, daß dieselben, sobald sie iu die Hand von ^cmdwirthen kommen, wo sie eine vielleicht etwas rauhere, aber viel reichlichere Nahrung erhalten, längere Zeit hindurch an Indigestionen, Kollieu :c. leiden. Ihr Magen, ihre Eingeweide sind zusammengeschrumpft infolge der geringen militärischen Ration, und es '.bedarf einiger Zeit, um dieselben wiederum auf den normalen Zuswnd zu bringen. Wäre es daher nicht vortheilhaft, den Kavalleriepferden, den Pferden dcr Tramway« und Omnibllsgesellschaften lc. ein Quantnm Sägemehl unter den Hafer zu geben, wie es bei den Schiffziehcrpferden an der Saar mit unbestreitbarem Erfolge geschieht? „Woher man das nothwendige Sägemehl nehme? Ei geht dessen jetzt eine ganze Masse schon ungenützt verloren. In Altbaiern hat eine große Dampfsäge-mi'chlr den Landwirthen für sehr niedrige Preise täglich fünf Eisenbahmvaggons voll Sägemehl zur Verfügung gestM. Dies mag allerdings ein seltener Ansncchms fall sein. Hat man aber schon Mittel gefunden, durch die Schleiferei das Holz in Papierzeng zu verwandeln, weshalb follte es nicht gelingen, auch Hölzer von sonst geriugem Werthe in Futter umzugestalten? Jedenfalls ist die Angelegenheit wichtig genug, um in Erwägung gezogen werden zn können." - Die „N. fr. Pr." fügt dem vorstehenden Artikel in ihrer „Land-wirthschaftlichen Ztg." folgende Bemerkung hinzu: „Versuche mit der Sägemehlfütterung bei Wiederkäuern sind scholl häufig gemacht worden nnd haben im ganzen nicht unbefriedigende Resultate ergeben. Ob man diese Füttcrungsmethode dort, wo man sie versucht, auch beibehalten hat, wissen loir nicht anzugeben. In dem trefflichen Werke „Die Naturgesetze der Fütterung" beuchtet Th. v. Gohren: Mancher Landwirth wird lächeln, wenn er die Sägespäne unter den Futtermitteln aufgeführt findet, und doch sind sie. und namentlich zu Zeiten der Futternoth, ein keineswegs zu verachtendes Fütterungsmaterial. Versuche, welche ill Tharand und anderwärts angestellt worden sind. haben die bedeutende Ausnützmlgifähigleit der Sägefpäne erwiefen. Von Hammeln wurden z. B. bis zu 50 Perzent der Holzfaser des Pappelholzes, bis zu 37 Perzeut des Kiefernholzes und bis zu 80 Perzent des Papierbreies (geschliffenes Holz zur Papierfabrication) verdant. Ebenso fressen dle Rinder Sägespäue nnd befinden sich sehr wohl dabei, so daß die Versuchallsteller sich zu drm Schlüsse für berechtigt halten, daß der Landwirth ohne Nachtheil den dritten Theil der im Futter nöthigen Holzfaser durch Sägespäne ersetzen kann. Ferner veröffentlichte L. Reich zn Armeillöre iin ..Journal de l'Agriculture" seine günstigen Erfahrungen über die Sägemehlfütterung bei Milchkühen, und E. Decker weist darauf hin, daß iil Amerika die zermahl-nen Maiskolornspindeln, welche anch nicht mehr als ein Sägemehl sind. ganz allgemein zur Pferdefütterung verwendet werden. Schließlich finden wir noch in der von Dr. Kraemer vorzüglich geleiteten „Schweizerischen landwirthschaftlichen Zeitschrift" lm ersten Heft dei sechsten Jahrganges 1878 folgende bemerkenswerthe Notiz: Bei einem im Eanton Zug dnrchgrführten größeren Fütterunasversuche mit Milchkühen wurden auch Obsttrcster verabreicht, deren Wirkung indessen nicht entsprach. In der zweiten Periode des Versuches wnrde bei einer Abtheilung, die pro Stück nnd Tag 25 Pfund gebraunte Obst-trester erhielt, dieses Futter durch drei Pfund gesiebte Sägespäne (Sägemehl) ersetzt, uud es zeigte sich nicht nur keine Abnahme im Tagcsnutzen, sondern noch eine kleine Zunahme an Milch." — (Die Kaiserin im Wiedener Spital.) Ihre Majestät die Kaiser,',, hat Sonntag nachmittags, von ihrer Hofdame Graft,, FestetitS begleitet, den arme» Kranken im Wiedener Spital einen mehr als ein-stündigen Besnch gewidmet. Mit innigster Theilnahme befragte Ihre Majestät die Leidenden nm deren Befinden und sprach ih„en herzlich Trost zu, wendete dann den Spitalseinrichtungen in allen Details ihre Aufmerk. '""'k"t zu und richtete an den Direktor. Regierungsrath ^r. ^ormser. die eingehendsten Fragen über die Pflege der Kranken nnd die Epitalsverbältnisse. Der Besuch der Kaiserin war nicht angesagt, so daß der Direktor erst herbeigeholt wurde, nachdem die Kaiserin bereits angelangt war, Ihre Majestät trat auch sofort nach ihrer Ankunft im Spitale in das nächste Krankenzimmer rnl und wendete sich direkt an die Krantcn. um sie nach 'hren Verhaltn«^», „ach ihrem Leide,,, nach der Pflege zu befragen. Da der Besuch der Kaiserin in die allgemeine Besuch?stn„de fiel, war eine große Menschenmenge m, Krankenhanse. nnd da Ihre Majestät nicht wollte, daß der allgemeine Besuch dnrch ihre Anwesen-he> gestört werde, drängte sich eine enorme Zahl von Nesnchern in die Säle. nicht blos um die Visite bei den Kranken abzustatten, sondern mehr noch um die Kaiserin zu ,ehen und wahrzunehmen, wie theilnahmsvoll die hohe Frau den armen Kranken Trost spendete. Die Kaiserin schritt, von dieser großen Besuchermenge gefolgt, vou Veit zu Bett. von Saal zu Saal. Nicht riner der Krauten blieb ohne freundliche Ansprache, und jene, die dnrch besonders schwere Leiden niedergedrückt waren, wurdeu durch die herzlichsten Trostworte ermuntert und erfreut. Nach mehr als einstündigem Aufenthalte verlieh Ihre Majestät das Spital und drückte dem Direktor Dr. Lorinser ihre vollste Befriedigung aus. Von der Volksmenge, die sich auch vor dein Spital eingefunden hatte, wurde die Kaiserin ehrfurchtsvoll begrüßt. — (Iagduug l ück,) Aus Gurcsiua wird dem .,N, Oest. I." geschriebeu: Diesertage ging der herrschaftliche Nevierforster H . . . r mit zwei Waldhegern und mehreren Treibern anf die Jagd im Freiwalder Forste um einen aufgespürten Bäreu zu erlegen. Ne-u.ersorster Häuser aus Fac5l, zerfleischen, daß dem Manne sofort das Hiru aus dem Schädel quoll Die Hilfe kam zu spät. Der Heger Sch... a war todt da.' Wild im Verenden. ' — (Eine Eisenbahn auf den Vesuv.) Die seit längerer Zeit besprochene Eisenbahn auf den Vesuv wird mm wirtlich zu stände kommen, uud es hat sich eine Gesellschaft gebildet, um das Projett in Ansfüh. rnllg zu bringen, welche vou den bedeutendsten Kredit, cmstalten Italiens patronisiert wird und die Personen cm ihrer Spitze hat. welche ein großes Vermögen mit cmer hohen socialen Stelluug verbinden. Der Fürst vo» Piediinoute. der Herzog vou Galdo, Bruder des Bürgermeisters von Neapel, der Marauis de Curtis und der Mmmistrator der römischen Bahnen nnd der allgemeinen -Uant, Commendatore o'Amico, sind die Administratoren der neueu Eisenbahn. Baulhäuser wie die neapolitanische Vant. die Bank der italienischen Schweiz, das Hau» Geisser A Comv. unterstützen die Ausgabe von Actien, welche am 29. Jänner und l. Februar stattfinden wirb. Der Bau der kleine« Eisenbahn ist einem Ingenieur anvertraut, welcher alle wünschenswerthen Bürgschaften bietet. — (Eine Ei 3b rücke über den Niagara.) Die furchtbare Kälte der letzten Dezemberwoche hatte eil, seltenes Naturwunder geschaffen, einr i^j Fuß dicke Eisbrücke über de« Niagara. Sie entstand am 29. De« zember, nachdem schon einige Tage lang Massen vo» Eis und Schure über den Fall gegangen waren. Am Sonntag den 29. Dezember um 8 Uhr morgens stauten sich die Eismassen unter der Hängebrücke und es schien, als ob die Gewässer von einer platten Eisdecke überbrückt werden sollten. Aber plötzlich brach der Eis-dämm unter Dunnergrkrach iu kleine Stücke, Um 10 Uhr entstand eine zweite Stauung, die den anstürmenden Wassermassen bis gegen 2 Uhr nachmittags Widerstand leistete. Der Kampf des wüthenden Stromes gegen die ungeheuren Eismassen war ein gigantischer, der unter weit vernehmbarem Donuer vor sich ging Aber die Flut war nicht im stände, den immer dichter werdenden Damm zu durchbrechen. Sie mußte jedoch Nahn haben; sie hob denselben, wie er war, al» ungeheure Bogenbrücke empor, um unter derselben den Weg über die Felsen in die Tiefc zu erobern. Die Riesenbrücke steht nun. von Schnee uud Frost fortwährend verstärkt. 60 Fuß dick. eine Meile lang, wie für ewige Zeiten gegründet, reicht von Point Lookout auf dem amerikanischen Ufer bis halbwegs an die Eisenbahnbrücke und überbaut den Strudel von User zu Ufer. fokales. — (In Audienz.) Se. Exe. Herr Josef Graf Auersperg, Mitglied des Herrenhauses, wurde vorgestern von Sr. Majestät dem Kaiser in Wien in Audienz empfangen. — (Verleihung.) Dem Euratbeuefiziaten in Watsch, Herrn Vincenz Polaj, wurde die erledigte Pfarre Lipoglou im Laibacher Bezirke verlieheu. — (Kau ouische Visitati on uud Firmung.) Im Laufe des Jahres Itz79 wird die kanonische Visita. tion und Ausspenduug der heiligen Firmung in folgender Ordnung stattfinden: Im Monate Mc,i in alle» Pfarren der Dekanate Adelsberg, Feistriz und Zirlniz-im Monate Juni in alle» Pfarren des Dekanates St. Marein; in der ersten Hälfte des Monates Juli in allen Pfarren des Dekanates Haselbach; Ende Juli und anfangs August in Zirtlach und Ulrichsberg des Krainburger, dann iu Eommenoa St. Peter und Wodiz des Steiner Dekanates. Die genaue Bestimmung der Tage für die Visitation und Firmung iu den einzelnen Pfarrorten wird fpäter bekanntgegeben werden. - (Landwirthschastsgesellschaft,) Heute um 9 Uhr vormittags begann im hiesigen städtischen Magistratssaale die diesjährige ordentliche General, versammluug der t. t. Landwirthschaftsgesellschaft für Krain, Ueber den Verlauf derselben bringen wir einen detaillierten Bericht. — (Feu e rwehrlränzch e n.) Sonntag den 9. Februar veranstaltet die hiesige freiwillige Feuerwehr in den Sälen der alten Schießstättc ein geschlossenes Kränzchen, dessen Neinertrügnis zu Vereinszwecken bestimmt ist, Da3 mit dem Arrangement desselben betraute Eomite ist bemüht, das Kränzchen zu einer ein« facheu, aber hübschen Faschingsunterhaltung zu gestalten, und dürfte dieses Ziel den im Zuge befindlichen Vorbereitungen zufolge, sowie i» den Vorjahren gewiß auch heuer erreichen. Das Comitc appelliert aus diesem Grunde in seinen Einladungen an die Damenwelt, in thunlichst einfacher Toilette zu erscheinen. Eintrittskarten zum Kränzchen, welche für eine Person mit 1 fl., für Familien zu drei Personeu mit 2 fl. festgesetzt sind, sind gegen Vorwcisuug der auf den Namen lautende» Einladungen m beu Handlungen der Herren: K S. Till, E. Karinger und v. Kleinmayr « aß.g besuchtem Hause zur Aufführung, Erstere gehört zu 2Nll den schwächeren Stücken Nestroy's, welcher als Komödien' dichter mit geringer Ausnahme nur für seine Zeit schrieb und in ihr Erfolge gewann. Ohne die drastische Ausführung des Hausknechtes „Knitsch" durch den Gast wäre die Posse abgefallen, obwul auch die hiesigen Kräfte sehr gute Leistungen und ein klappendes Ensemble producierten. Samstag ging das fünfactige Lebenibild „Onkel Brasig", nach Fritz Reuters prächtigem plattdeutschen Roman „Ut mine Stromtid", für das Theater eingerichtet von Herrn Clemens Grün, in Szene. Die Bearbeitung dieses Werkes ist durchwegs bühnengerecht, sehr zweckmäßig angelegt und voll trefflicher dramatischer Effecte. Allein die unüberwindlichen Schwierigkeiten, welche sich jeder Dramatisierung epischer, breit angelegter Charaktere und Verhältnisse entgegenstellen, machten sich auch hier um so störender geltend, als die bekannten typischen Gestalten nach der Entkleidung der lokalen Hülle einen guten Theil ihres speziellen Interesses und eigenthümlichen Reizes einbüßten. Die ursprüngliche Charakteristik wurde zwar im allgemeinen festgehalten und mit vielem Glücke zum Ausdrucke gebracht, trotzdem fehlen viele trauliche Züge, welche bei der dramatischen Restringie-rung fallen gelassen werden mußten. Der Aufbau der Handlung ist recht geschickt, obwul nicht genug straff durchgeführt, und die Sitnationeu folgen in gefälliger Abwechslung. Die Motivierung entbehrt zuweilen der überzeugende» Präcision und Nothwendigkeit, und den Nebenpersonen fehlt der gehörige Zusammenhang mit der Handlung. Das Ganze macht einen günstigen, jedoch etwas zu wenig spannenden Eindruck. Die Aufführung ging recht befriedigend voustatten. Nächst dem Gaste, welcher die Titelrolle meisterhaft gestaltete, indem er eine volksthümlichc, markig und humoristisch gezeichnete Figur, ausgestattet mit allen Details, über die sein von scharfer Auffassung und geistvoller Lebcnsbeobachtung unterstütztes Talent verfügt, hinstellte, »nachten sich um den Erfolg die Herren Direktor Ludwig sPomuschelstopp) und Friedmann (Moses) dnrch vollkommen gelungene Charakterisierung verdient. Die übrigen Darsteller genügten zumeist, und es erübrigt uns nur noch zu erwähnen, daß Frl. Binder für ihre anmuthige Leistung als „Louise" durch Beifall ausgezeichnet wurde. Das Theater war nahezu ausverkauft, ein erfreulicher Beweis, daß das hiesige Publikum guten Bühnenftrodnctioncn seine Theilnahme selten versagt, — Mit der sonntägigen Vorstellung, bei welcher die besten Partien des beliebten Gastes wiederholt wnrden, fand sein hiesiges Wirken den Abschluß. Andanernder, stürmischer Beifall folgte seineu Leistungen und überzeugte ihn der vollen Sympathie des außerordentlich zahlreich erschienenen Publikums. Die vorgestrige erste Ausführung der lang versprochenen Operettennovität „Prinz Methusalem" von Johann Strauß wurde sehr freundlich aufgenommen und erzielte einen durchgreifenden Erfolg. Der Zuschauerraum war vollständig gefüllt, und das Publikum folgte der fast durchaus gelungenen Vorstellung mit großer Spannnng und lebhaftem Aeifalle. Unser aus« führlicher Bericht über die Operette und die einzelnen Leistuugen der Darsteller folgt in der morgigen Nummer. Neueste Post. (Original-Telegramme der „L a i b. Z e i t u n g.") Wien, 28. Jänner. Der Ausschuß betreffs der Einverleibung Spizza's nahm den Antrag Such', die Berathung hierüber bis zur Genehmigung des Aer« liner Vertrags durch beidc Hänser zn verschieben, an, desgleichen den Antrag Herbst, daß die Regierung die dem ungarischen Parlamente gemachte Vorlage über Spizza dein Ausschusse bekanntgebe. Paris, 28. Jänner. Mac Mahon erklärte im Ministerrrathe, er werde in der Frage betreffs der Militä'rtonunanden nicht nachgeben und eher demissionieren. Verlin, 28. Jänner. Der Reichstag ist auf den 12. Februar einberufen. Wien, 27. Jänner. (Herrenhau«.) Fürst Kheven-hüller und Baron Köllner legen gesundheitshalber ihr Delegationsmandat nieder. Prag. 27. Jänner. (Presse.) FZM. Philip pouich reist am I. Februar nach Wien, woselbst die Wiederaufnahme des Marschallrathes stattfindet. Krakau, 27. Jänner. (N. fr. Pr.) Nach Berichten, die hieher gelangt sind, wurde die Trnppen-transferierung au5 Rußland nach Russisch-Polen sistiert, um der Pestverschleppung vorzubeugen. — Nach einer Warschauer Mittheilung des „Czas" sollen in Peters« bürg neuerdings vor dem Palais des Thronfolgers Unruhen stattgefunden haben und viele Arretierungen erfolgt sein. Cattaro, 27. Jänner. (Tr. Ztg.) Eine nach Konstantinopel abgeordnete albanesische Deputation verlangt von der Pforte, daß diefe ohne Einwilligung der Liga keinen Statthalter mehr in Albanien anstelle, keine nenen Steuern ausschreibe und keinen Theil dieser Provinz abtrete. Serajewo, 27. Jänner. (N. fr. Pr.) Die in Bosnien durchgeführte Screschanelorganisation, welche sich vorzüglich bewährt, wird gegenwärtig auch auf die Herzegowina ausgedehnt. Im ganzen Lande ist jetzt die Entwaffnung der Bewohner durch die Gendarmerie durchgeführt; es wurden noch viele versteckte Waffen gefunden. Aus Tschaimia erfährt die ..Bosnische Korrespondenz", daß die türkische Negierung die angrenzenden albanesischm Gebietstheile zn organisieren sucht. London, 28. Jänner. „Standard" erfährt, vor Wiedereröffnung des Parlamentes werde kein weiterer Kabinetsrath stattfinden. — Ein Telegramm desselben Blattes meldet: General Stewart besetzte am Wsten Jänner ohne Widerstand Khelat nnd Ighilzm. Die „Pall Mall Gazette" dementiert die Nachricht von dem beabsichtigten Ankaufe Cyfterns dnrch England. London, 27. Jänner. (N. fr. Pr.) Die Regierung befchloß am Samstag, sofort Verstärkungen nach Afrika zn senden. Ich erfahre, daß Schir Ali nach Kabul zurückkehren will, nm mit den Engländern Frieden zn schließen, bevor dieselben die Hanptstadt besetzen. Madrid. 27. Jänner. Bei der Zusammenkunft der Könige von Spanien und Portugal ill Elvas wird auch die Heirat der Infantil, Maria della Paz, Schwester des Königs Alfons, mit dem Pvmzen August, Bruder des Königs von Portugal, zur Sprache tvmmen. Telegrafischer Wechselkurs. vom 28, Jänner. Papier - Rente 61 25. — Silber - Nente 62-45. — Gold-Nenle 73.80, 18^i0er Staals-Anlehen 1 l^> , — Banl?lcti^ii 775. — Kredit-Actien 2l130, — London N6 60. -- Silber 100—, K. t, Münz-Dulaten 553. — 20-Franleu-Stücke »33. 1l)0.Neichsmarl 5760. Wien. 28. Jänner, 2'/« Uhr imchmitlnsss. sTchlns,s»rse., Kreditacticn 211-60. 1860er Lose N2 75. 18«>4rl- Lose 14150. österreichische Rente in Papier 6120. Staatslial,,, 238 50. Nordbnhn 203-75, 2U.Fraufenstückc 933',,. ungar. Kredilactien 211-25. österreichisch!» Francobanl '—. österreichische A,!g!ol?anl 93-25, Lombarde» 63 25, Ilnianbanl 62 50, Lsoydattien 556 —, türkische Lose 19 75, Communal' Anlehen 88 50, Hayptische —, Ooldrml,,' ?!','80, ungarischr Guldrente — —. Nnhig. Angekommene Fremde. Ä„! 28. Jänner. Hotel Stadt Wien. Albori und Glas!. Kflte,. Trieft, — Centa Mise. Cilli. — Müller. Olt. Leder, Me., und Thcisz, Wien. — Blachna. Forstmeister, Hteisniz. Hotel Elefant. Smrelar. Insprttur, Graz. - Rome, Pfarrer, Cemsenit. — Zcist und Mücl, .Nauslte,, Wien. Hotel Europa. Dorn s. Gemalin, Klattan. — Pollaj, Watsch. — Loncariö. Telze. Kaiser von Oesterreich. Müller. Klagenfurt. — Bizjat, Adcls-berg. Verstorbene. Den 28. Jänner. Jakob Gaknif. Bäckermeister, ?0I., Tiechenhaus im ssuhthal Nr. 11, Ncrvenfchlag. ^ Handel und Wol'ksmrth schaftliches. Nudvlfswerth, 27. Jänner. Die Durchschnitts - Preise stellten sich auf dem heutigen Markte, wie folgt: Weizen pr. Hektoliter 7 30 Eier pr. Stück . . — 2 Korn „ — — Milch pr. Liter . . — » Gerste „--------- Rindfleisch pr. Kilo . - 4s Hafer „ 2 30 Kalbfleisch „ - 62 Halbfrucht „ — — Schweinefleisch „ — 40 Heiden „ — — Schöpsenfleisch „ — — Hirse „ 4 «0 hähndel pr. Stück . — 5ft Kuturutz „ 3 90 Tauben „ . — ^ Erdäpfel pr.Meter Ztr. — Heu pr. 100 Kilo . — ^ Linsen pr. Hektoliter — — Stroh 100 „ . — ^ Erbsen „ -------- Holz. hartes, pr.Kubil. Fisolen „---------Meter .... 2 ?l Rindsschmalz pr. Kilo — 90 — weiches, „ — - Schweiueschmalz „ — 80 Wein. roth.. Pr.Heltolit. 7 10 Speck, frisch, „ — 56 — Weiher, „ 7 lO Speck, geräuchert, „ — — Hasen pr. Stück . . — - Meteorologische Beobachtungen in Laibach. » 3L-2 L «. 5 » «,7!r « " I 3,Z« 5 5 « «3 "^ 7U.Mg. 74180' l 04 SÄ. schwach bewölkt 190 28. 2 „ N. 740 92 ^ l> 2 8 O. schwach bewöllt Reqen. 3 ., Ab. 740 98! ^. 12 windstill bewölkt Schutt Trüber Tag, abends Regen, nachts dünner Schneesall, Das Tagesmittel der Wärme -s- 15«, «m 2 8' über dein Normale. Verantwortlicher Nedacteur: Otto >n «r V « mberg Der geehrten Damenwelt zur acfällM!, Notiz, daß die nächste Nummer der ^^^O^S^-^^T-Slil" und ,)I11n8ti-i<3it6n I'i'Hnon-Xeitnn^", dann von .Fnu8 unä Mi". .Hictorin". ,.Ml8tl. Rlillellzeiiung acht Tage später erscheint. IgMZ u. Kleinmayr öc Fedor Dnml'erg. Aliua Marquise uo» «»o,^a,,i ssibt in ihrem und ihrer jlindrr Sidooic !< Jahren ans dem Schlosse Wolfsbiichrl verschieden ist. Die Leiche des theuren Verstorbenen wird nach Stein überführt, iu der dortigen Psarrlirchc am 2l1. l. M. nm 10 Uhr vormitttags einqeseqnel und sohin ans dein Steiner ssriedhofe beissesr<.tt werden. Seelenmessen werden in der Psnrrlirche >» Stein und in der Filiallirche in Wolssbiichel am -10,, resp. III. d. M. gelesen werden. Schloß Wolfsbüchel anl 27. Jänner 1879. ^M'spN^Vll^t ^""' 27. Jänner. (1 Uhr,) Nie Börse nahm hente einen schlimmeren Gang, die Kurse fielen rasch, »nd zwar ans der ganzeil Linie, da einzelne Specnlcmten eS <^llvNVll,iU^l. vorzogen, sich Zuschnßfordcrungen der Kostgeber durch Realisierungen zn entziehe». Mch Aurnahmc dieser Entlastungsoperationen trat eine Erholung ein. Papierrente ....... «0 85 60 95 Vilberrente........ 6225 623k. Ooldrente......... 7310 73 20 Lose. 1839........ 312 — 314 - „ 1354........ 10825 10375 „ 1860........ 112 25 112 50 „ 1360 (zu 100 fl.) ... 127 - 127 50 ., 1864........ 14050 141 - Ung. Prämien-Änl..... 77 - 7750 Kredit-L.......... 15950 160 3iudolss<ü......... 1550 ig._ Priiiuienaul. der Stadt Wien 88 50 87 Ponau'Reguliernngs'Lose . , 104 - 104 25 Piimanci.' Psandbriese . . . 140 . 142- . Ocslerr. Schatzschcine 1881 rückzahlbar ......... 9875 9925 Oesterr. Schahscheinc 1882 rückz. 97 75 98 25 Ungarische Oolorente .... 3^30 «140 Ungarische Eiss'lbahU'Allleihc . 1u0 25 100 50 Ungarische EisenbahU'Anlcihe, Cumulativstncke...... 100 25 100 75 Ungarische Ichahanw. vom I. 1874 .. ...... U8-. 11825 Anlehcn der Slaotgcmeinde Wien iu Ä. V...... 93-75 94 25 ttlrundentlaftungsvbligatisnen Böhmen......... 102— 103 — 'liiederösterrcich...... 104 50 105 — Galizlcu......... 35 . 8550 Siebenbürgen....... ?4 — 75- - Trmescr Vanat , . 75 75 76 50 Ungarn.......... 80 50 81 50 klctien „su Vanle». Anglo-österr. Vanl..... g8'25 88 75 Kreditanstalt ....... 207 5.0 207 75 Deposileubaul....... _. . ._ __ Kreditanstalt, nnaar..... 206 50 20675 Ocstcrrcichisch-ungarische Nant 752 - 760 - Unionbant ........ 60 . 6050 Verlehrsbant....... 100 — 101 — Wiener Bankverein..... 93 ., 9^50 «lctlen von Trausport Unterneh munden. Velb W«<: Alföld.Vahn .......110 50 N2- Donau.'Dampfschiff.'Oesellschast 462— 4ti5 -Elisabelh-Westbahn.....l56 157 Gelb Ware Ferdinands.Nordbahn . . 2005-2010 — ssranz-Ioscfth.Vahu .... 125 — 126'— walizische Karl-Ludwig. Aahn 211 - 211 50 Kaschau'Oderberger Vahu . . 95' - 96 — Lemberg Czrruowijzer Nah» . 116' 118 Llor,0 - Gesellschaft.....540—542- Ocstcrr. Nordwestvahn . . . 106— 106 50 RudolfS'Nahn.......112 litt - Staatsbahn........2.^4 235 . Südbahn.........61 - 6150 Thcik'Nahn........17550 17650 Ungar.-galiz. Verbindungsbahn — - —-. Ungarische Nordostbahn . . . 110— 111 --Wiener Tramwari'wescllsch. 158 50 158 75 Pfandbriefe. Allg.öst.Aodenkrcditanst.li.Gd.) litt50 111 — „ .. » li.Ä.-V.) 95 50 95-75 Ocstcrreichisch - ungarische Aai.l 99 70 99 80 Ung. Äobenlledit'Insl. (Ä.-V.) 9525 9550 PrlsrltiitK Dbliaatloncn. Elisaveth°V. 1. Em.....<>i 75 92- Fcrd.'Nordb. in Silber . . . 1^ 50 10!i 75 ssranz-Ioseph-Äahn , , . 85>^50 85^75 Veld Ware Gal. Karl-Lndwig.V.. 1. Cm. 99 — V925 Oestcrr. Nordwest'Vahn . . 8550 85 75 Sicbenbürgcr Nahn .... 62 — 6225 Staatsbahu 1. Em.....15950 160 ^- Südbahn »3«/,......10375 104' 5«/«......9825 96-50 Vevlsen. Anf deutsche Plätze..... 5710 5735 London, turze Licht .... 11675 11630 London, lange Sicht . . . . li« 90 11715 Paris.......... 4840 4645 Teldsorien. «elb Wnlr Hnlatcn . . . 5 fl. 56 lr. 5 fl. 58 lr. Napolconsd'or , K „ 36 ., 9 ^ 36'/» " Deutsche Reichs- Äloten .... 5? „ 75 „ 57 „ 80 . Silbcrgulden . . 100 „ „ 100 „ — » ,^rainischc Grnndentlaslnngs Obligationen, Privainulirrnug: fijcld 9150, Ware — ^ Kredit 208 75 bis 209 —. Anglo 89 — bis Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 60 90 bis 61 .. Silbcrrcntc 62 30 bis 62 40. Goldrente 7!'. 30 bis 73 40. 8955 London !lü'75 bis 117 15. Napoleons 9-34'/, bis !)."/.',. Silber 1l»0— bis 1W .