Nr. 283. Mittwoch, Itt. December 1«9U. l09. Jahrgang. Zeitung. "'»"5 Ii.seiaie b!» zu 4 Zellen ^l." ar«h<" p" !<'<" « ^ : be! ö,ttlr» W.°dell,°lm,aen per «eile » tl. Die «lialbacher Zeitung» »rschlwt täglich mil «»«nähme der Vonn' u„b Felerlage D!e Nvmwlftratt»» befindet ftch llvngllsspw» », die «ebortion «ahnhosgasle 84, Epiechftundel, d« Nldactwn »änlich von l<» b ^ Feldmarschall. Lieutenant Anton Freiherrn von^ ^lchtolsheim, Stellvertreter des commandierenden, serais in Lemberg. die Würde eine« geheimen "«the« taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. __________ > ^ Ve. k. und l. Apostolische Majestät haben mit '"tlhvchsw Entschließung vom 29. November d. I. ^ außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Tester am königlich schwedischen und norwegischen M Karl Freiherrn Pfusterschmid von Har. ^"slein taxfrei den Orden der eisernen Krone erster ^asse allergnädigst zu verleihen geruht. 5„ Se. t. und l. Apostolische Majestät haben mit Uethgchster Entschließung vom 26. November d. I. dem "beilehrer Ferdinand Streicher in Monbsee das «°ldene Verdienstlreuz allergnädigst zu verleihen geruht. "Nichtamtlicher Ml. Verhandlungen des Reichsrathes. » Wien, 7. December. . In der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses Mte die Regierung einen Gesetzentwurf über die ""«Wirkung des Militär - W'twen- und Waisen-^orgungsgesehes auf die Hinterbliebenen der vor ""»en, Gesr^ in den Ruhestand getretenen Militär-Klonen ein. Der Präsident wies diese Vorlage dem ^dgrtauzschusse zu, indem er um die dringliche Be« nan "^ derselben elsuchte. Ferner überreichte der Fi. .."zMlnistrr einen Gesetzentwurf über Steuerbefreiung !" neue Industrie.Untermhmungen. Abg. Baron Spens ^^kUierte weg-n des Niederganges der landwirt ^ Elchen Brennereien, Abg. Hever a wegen der h.^'erung nichtdeutscher Einjährig. Freiwilliger bei vff,cies§plilfungen. ^ . Hanbelsminister Marquis Vacquehem bcant-brtr tt ^ Interpellation der Nbg.Prade und Genosse», t>ri5 «"o die Personalangelegenheiten von Veamten der da!' ^!"r°ungar. Staatseisinbahn . Gesellschaft, dahin. de^«l '" ber Interpellation besprochenen Personal-T°l m ^ Angelegenheiten des inneren Dienstes der tj'^^chaft betreffe, auf welche der Staatsverwaltung, h'. bestimmende Einflussnahme nicht zustehe. Auch ch^ks sich um eine beiden Reichshälften gemeinsame Vahimniernehmung, Trotzdem seien die nöthigen Erhebungen gepflogen worden, woraus sich ergab, dass bei der auf Verlangen der ungarischen Regierung er« folgten Auflassung der Baukanzlei eine Vertheilung des Personals auf beide Netze stattfand, wobei es nicht zu vermeiden war. dass Oesterreicher auch dem ungarischen Netze zugetheilt wurden, und zwar nur zwei definitiv angestellte Beamte österreichischer Staatsbürgerschaft. Bezüglich der Bemerkungen über den Pensionsfond be» merkte der Minister, da^s die frühzeitige Pensionierung noch dienstfähiger Veamten das Ministerium wiederholt zu Verfügungen veranlasste, um ungerechtfertigte Pensionierungen hintanzuhalten und den Pensionsfond zu stärken. Gegenwärtig ist e«ne Klarstellung der Ver-Hältnisse auf Grund versicherungstechnischer Principien im Z»ge. Der Handrlsminifter beantwortete ferner die Inteipellation d.r Abgeoromten Schauer und Genossen, betreffend den Nauzustand der Bahn Lambach Gmundcn, dahin, dass sich Unter, und Oberbau der Bahn in tadellosem Zustande befinden. Der Handelsminister be« antwortete w?itcrs die Interpellation der Abgeordneten Dr. Schaup und Gmosseu. betreffend die Abstempelung der sogenannten Hotelcoupons, unter Hinweis auf den bezüglichen Erlass des Finanzministeriums, womit die EinHebung der fraglichen Stempelgebüren aufgehoben, resp, eingeschränkt wurde. Der Handelsminister be< antwortete die Interpellation der Abgeordneten Doctor Woldrich und Genossen über deu Ausbau der Lmie Budweis. Salnau dahin, dass die Hindernisse, welche dem Beginne dieses Bah ^aues entgegenstanden. behoben sind und die Bauarbeiter« bereits thatsächlich begonnen haben. Der Handelsminister beantwortete schließ» lich die Intepllation der Abgeordneten Schwab und Genossen, betreffend die Schussconferenz für den Nb> schluss eines internationalen Uebereinkommens über den Eisenbahn.Frachtenvertehr. dahin, dass die Unterzeichnung detselben in Bern am 14 October stattgefunden habe. Der Iustizmil'ister Graf Schön born beant« wortete eine Interpellation der Abg. Neuber nud Ge» uossen wegen der Nichtberücksichligung der auf den kaufmännischen Facturen enthalteneu Bemerkung, dass beide Theile sich dem Vagatellgerichte unterwerfen, dahin, dass ein Gutachten des ob.rstm Gerichtshofes erklärte, dass eine solche Bemerkung von dcn Gerichten berücksichtigt werden müsse. Der Iustizminister beantwortete ferner die Interpellation der Abg. Mauthner und Genossen über die Wechselfähigkeit registrierter Kausieute, wenn sie der Mannschaft des stehenden Heeres angehören, dahin, dass in dem betreffenden Falle, auf den sich die Interpellation bezog, die Partei sich nicht als registrierter Kaufmann, sondern nur als Pro' curist bezeichnet und sohin das Handelsgericht in seiner E.'tscheidung nur hypothetisch von der Wechselfähigkeit gesprochen habe, welche an sich nicht anzuzweifeln sei. Zahlreiche Entscheidungen der Gerichte erklären, dass die Verordnung vom Jahre 1852 sich nur auf active Oificiere. nicht aber auf Angehörige ber^Reserve und der Landwehr beziehe. Abg. Zeithammer stellte namens des Budget» ausschusses den Antrag, die kaiserlichen Verordnungen vom 6. September und 10. November 1890, betreffend die Bestreitung der aus Nnlass der Überschwemmungen in Böhmen, Niederösterreich, Oberösterreich. Schlesien und Vorarlberg erforderlichen Ausgaben und betreffend die Gewährung von Unterstützungen aus Staatsmitteln für die vom Nothstand heimgesuchten Gegenden von Mähren, sofort in dringliche Verhandlung zu ziehen; eben dasselbe möge mit den Anträgen von Dr. Ruß (Hilfsaction für Böhmen) und von Dr. Exier (Hilfs-action für die Perlmutter-Industrie) geschehen. Die Dringlichkeit würd? anerkannt, worauf Referent Doctor Kathrein mündlich berichtete und den Antrag stellte, die beiden kaiserlichen Verordnungen zur genehmigenden Kenntnis zu nehmen. Nach einer Debatte, an welcher sich die Abgeordneten Dr. Heilsberq, Kaiser und Turk sowie der Reqieruugsvertreter Ministerialrath v. Braun-hofer betheiligten. wurde der Antrag des Referenten angenommen. Abg. Dr. Kathrein berichtete ferner über den Antrag der Abgeordneten Dr. Ruß und Genossen und beantragte, die Regierung aufzufordern, mit möglichster Beschleunigung die Erhebungen über den durch die letzte Ueberschwemmung in Böhmen angerichteten Schaden zu erheben und die für die Hilfsaction nöthigen Credite zu verlangen. Nach einer kurzen^Discussion, an'welcht'r die Abgeordneten D«. Ruß, Strjskal und Thurnher theilnahmen, wurde der Antrag des Referenten ge. nehmlgt. Abg. Dr. Kathrein beantragte ferner mit Bezug auf deu Antrag von Pr. Exner und Genossen, über die Lage der Industrie der Perlmutterknopf-Drechslerei Erhebungen zu pflegen und die geeigneten Vorschläge über eine Hilfsaction zu machen und ferner die Errichtung von Wirtschaft« und Erwcrbsgenossen-schaften der Perlmutterknopf. Drechslerei zu fördern. Dieser Antrag wurde ohne Debatte angenommen. Cs folgte hierauf die Verhandlung über die Verificierung der Wahlen der Abg. Dr. Masoocic und Zllpak, die sogenannten dalmatinischen Wahlen. Abg. Dr. Ferjancik referierte namens des Legitimations-ausschusses über die Wahl des Abgeordneten der Land- Feuilleton Warten! Ane Neine Fastenpredigt von E. Wahlheim. link , °ma. wie lange dauert ei! noch, bis das Christ-Y:">/ommt?. Diese Frage ertönt j?ht häufig in jeder dem ,! ^ D'e Mutter bemüht sich dann wohl lächelnd, tt lls. '"" Ungeduldigen begreiflich zu machen, dass llbe?^ ""H ein geraumes Weilchen warten muss?. l°lnni» Ü'slb fragt dann weiter: «Nicht wahr. zuerst Taa . "orgen. dann übermorgen und den nächsten U' da ist das Christlind schon da? ...» saat "^ "enn die Mutter den Kopf schüttelt und vH' 'Noch lange nicht ... o, du musst dich noch das ,s-U" gedulden und brav sein . . .». dann sieht 'Nar. " Kind sie betrübt und vorwurfsvoll au: Hi?ll?^"s Christkind! nicht früher kommen, Mama? V uicht?. h "le Größeren aber wissen es besser. Ihnen macht Ta°e 5 ""em Zettel so viele Strichelchen, als noch lWen ^ 5« Weihnachten sind. und jeden Abend dasz ^. I" eine« davon jubelnd aus und freuen sich, ^ kni >^""he immer mehr zusammenschmilzt. Das lst^ tia^chtlgez Mittel, um ihre Ungeduld zu beschnnck-, d^'s..?" sie glauben dabei etwas zn thun. was sie lächeln Ahnten Ziele näherbringt. Wir Elwachsenen kU" darüber, aber wir fühlen recht wohl. dass wir, '^'cht weiser sind. Hrob, Z, für uns ist das Warten eine gar harte Der schnellste Courierzug dünkt uns langsam, wenn wir verurlheilt sind, in passiver Unthätigteit in einer Ecke zu sitzen, während unsere Seele dem heiß-ersehnteu Reiseziel zustiegt, sei es nun. um theure An« gehörige wiederzusehen und mit ihnen glückliche Stunden zu verleben, sei es. um an ein Sterbebett zu treten, in ein theures Auge zu sehm. ehe es bricht. Wer hat es in solchen Fällen nicht an sich erlebt, dass er in leiden-schaftlicher Ungednld ans dem Wagen hätte springen mögen, mit eigenen Füßen den Weg zu durchmessen, nur um dem entsetzlichen Gefühle des ohnmächtigen Zuwartcns enthoben zu sein! Etwas thun, etwas dazu. thun. um die Erfüllung unserer Wünsche beschleunigen zu können, das ist wonniges Labsal sür das brennende Fiebcr der Ungeduld. Nbcr zumeist hat es das unerbittliche Schicksal so gefügt, dass uns diese Linderung versagt bleiben mnss. In Krankheit und Kummer, immer müssen wir warten, geduldig ausharren und das Unvermeidliche an uns herankommen lassen, ohne einen Finger rühren zu können, um es abzuwenden. Wie wir manchmal in beängstigenden Trämnen, an allen Gliedern gelähmt, irgend ein Entsetzliches über uns ergehen lassen müssen, unfähig um Hilfe zu rufen, ebmsll im Traume des Lebens, wenn auch die Qual, ' die dort, in eine Minute zusammengedrängt, unerträglich ! scheint, in der Wirklichkeit uns in kleinen Dosen beigebracht wird und, durch Intervalle auseinandergezogen, ertragen wird, ertragen werden muss. Doch nicht vom Unglück wollen wir heute reden, dem zudringlichen Gesellen, der uns meist unerwartet überfällt, sondern von den Hoffnungen und Wünschen, deren Erfüllung wir mit sehnsüchtigem Verlangen nach-jagen. Kaum sind wir aus der Dämmerung der ersten Kindheit ans Licht desWewusstseins emporgetaucht, so ist das heftige Interesse an dem elgenen hochwichtigen Persönchen auch schon da und mit ihm kleine Wünsche aller Art. Das Warten beginnt. Da ist es anfangs die Weihnachtsbescherung und der heilige Nikolo die erste schöne Puppe, die dem ^inde zur Belohnung versprochen ist, dann später bei den Knaben der erste Schlitten, die ersten Röhrenstiefel, die langen Beinkleider, die mit Inbrunst herbeigesehnt werden, und endlich, o Schrecken aller Mütter und o Seligkeit aller grünen Jünglinge, die erste Cigarre! Die Erlaubnis zum Genüsse der ersten Cigarre wird. nebenbei bemerkt, nie abgewartet; heimlich wird sie dem Papa stibizt und heimlich, aber mit stolzgeschwellter Seele, geraucht, und kurz darauf — fließen gewöhnlich die ersten bitteren Reuethränen. O d»ese erste Cigarre! So tragikomisch die Lection ist, welche diesem kindischen Genusse auf den Fersen folgt, wer hat sie nicht im späteren L^ben als ein satyrisches Vor« spiel aller folgenden überflüssigen Genüsse erkannt? Nun, sie ilt geraucht! Der Papa hat gebrummt, der Junge aus den tiefsten Tiefen seines moralischen und physischen Katzenjammers heraus bereut, die Mama beaMgt. und dem kindischen Gelüste folgen nach und nach ernstere Wünsche und gefährlichere Leidenschaften. Es kommen Bälle und gesellschaftliche Vergnügungen, das ehrgeizige, neroenzerrüttende Streben nach Ehren und Winden, die Sucht nach Wohlleben Latbacher Zeitung Nt. 2^. 2366 10. December MO. gemeinden von Sebenico, Scarduna. Berlicca, Knin und Dernis in Dalmatien, Dr. Nugustin Masovöic, und stellte folgenden Antrag: Bei dem Umstand?, als nur bezüglich dreier Urwähler geeignete Erhebungen zu oer-anlassen wären, dass das Resultat der Wahl der Wahl-manner mit Rücksicht anf die bedeutende Majorität der Stimmen der Wahlmänner der kroatischen Partei, 388 an der Zahl, dadurch nicht wesentlich alteriert werden könnte, und bei dem weiteren Umstände, als gegenüber den sonstigen bei der Vorbereitung und der Vornahme der Wahl vorgekommenen Unregelmäßigkeiten der Le» gitimationsausschuss und sodann auch das Haus bereits bei der Wahl des Abg. Dr. Klaic Stellung ge« nommen haben, sei die Wahl des Abg. Dr. Masovcic zu agnoscieren. Abg. Dr. Menger machte auf einen Rechenfehler anfmerksam. Von 66 abgegebenen Stimmen könne nicht der eine Candida! 49, der andere 2? erhalten haben. Dieser Rechenfehler sei aber wichtig, da er die Größe der Majorität erheblich in Frage stelle. Das Urwähler« Verzeichnis sei ein unrichtiges gewesen, besonders in Scardona. und dadurch, dass man die Einsichtnahme in die Wählerlisten verweigert habe, seien Reclamationen mi möglich geworden. Die vorliegende Wahl biete gar leine Nehnlichkeit mit der des Abg. Klaic. Redner erörterte zahlreiche Unzukömmlichkeiten bei der Wahl des Abg. Masovtic, wie z. B. Drohuiigen und Einschücht?« runss?v?rsuche, Abgabe von Stimmen seitens solcher Persern, die gar nicht stimmberechtigt waren, und erwaltet daher, das Haus werde die Ungiltigkeit der Wahl des Abg. MasovKc aussprechen. Abg. Dr. Klait wendete sich gegen den Vor-redner. dessen Ausführungen auf einem Druckfehler im AuLschulsberichte beruhen, indem es statt 27 Stimmen heißen müsse 17. Auch des weiteren verwechsle der Vorredner den Städtewahlbezirk Sebenico mit dem ÜandgemeindeN'Wahlbezirke Sebenico. Dr. Klaic be« streitet hierauf die Thatsächlichleil der behaupteten Un. zutömmlichkeiten. Nach einer kurzen Erwiderung des Dr. Monger und dem Schlussworte des Abg. Dr. Fer< zankt wurde die Wahl des Abg. Masovcic als giltig anerkaimt. Dafür stimmte die ganze Rechte, dagegen die ganze Linke Die Abgeordneten Reicher und Genossen beantrag» ten eine Hilfsaction wegen des Nothstandes in Steier» mark. Die Abgeordneten Hock und Genossen interpel» lierten den Nckerbauminister wegen eines slovenischen Vortrages in einem landwirtschaftlichen Vereine in Kärnten. Die Abgeordneten Richter uud Genossen in« terp^llierten den Finanzminister w"gen Steuernachlässen bei den durch die Reblaus geschädigten Weingärten. Die Abgeordneten Stejskal und Genossen interpellierten den Ack rbauminifter wegen der dringenden Wildbach« oerbauungen bei der Wittawa in Böhmen. Die Abgeordneten Garnhaft und Genossen beantragten ein Gesetz zur Verhinderung der Lungenseuche. — Nächste Sitzung Mittwoch. Politische Ueberficht. (Der Otaatsvoranschlag pro 1891.) Wie wir bereits zu constatieren die Gelegenheit hatten, betonen sämmtliche Blätter das günstige und erfreuliche Resultat des Staatsvoranschlages pro 1891, welchen dei Herr Finanzminisier im Reichirathe eingebracht hat. Sehr bemerkenswert erscheinen uns in dieser Be« ziehung die Auisührungen der «Presse», welche unterm 5. December schreibt: «Das Ereign,« des Tages, der Staatsvoranschlag für das Jahr 1891. findet in der Wiener Publicistik jene Beachtung, welche der Wichtigkeit des Gegenstandes zukommt. Alle Blätter widmen dem Budget eingehende Betrachtungen, und mit seltener Einmüthigkeit wird die Besserung unserer Finanzen, die Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte und die Bedeutung der Thatsache anerkannt, dass die Lage unserer Finanzen es gestatte, dic laufenden Ein» nahmen auch zur Schuldentilgung heranzuziehen. Es ist gewiss bezeichnend, dass selbst das leitende Organ der Linken sich der Macht der Thatsachen und Ziffern nicht zu entziehen vermag und gezwungen ist. die Bes> serung der finanziellen Lage zuzugestehen. Wir haben von der «N. Fr. Pr.» nicht erwartet, dass dieselbe darob Befriedigung empfinden werde. Allein einen eigenthümlichen Eindruck muss es hervorrufen, wenn man sieht, welche krampfhaften Anstrengungen das genannte Blatt macht, um die Wirkung des ihm abgerungenen Zugeständnisses abzuschwächen. Da müssen wieder die dürftige Alpenhütte, die arme Näherin, die Steuerschraube und die geschwächte Productionskraft herhalten, um der Behauptung, dass die Herstellung des Gleichgewichte« nur alls Kosten der ökonomischen Entwicklung erzielt werden konnte, wenigstens den Schein der Berechtigung zu verleihen. Nun. Dr. von Dunajewski hnt nie behauptet, ein Zauberkünstler zu sein, er verfügt über keine Gcheimmittel, wohl aber über eine unentwegte Ausdauer, welche sich klar ist über das Ziel und über die Mittel. Sein Programm lässt sich in die wenigen Worte zusammenfassen: Thunlichste Ersparnisse bei oen Ausgaben auf der einen, Erhöhung der Einnahmen auf der anderen Seite. Dass die Erhöhung der Einnahmen die Productionskraft der Bevölkeruug nicht geschwächt, dass diese Productions» kraft vielmehr in erfreulicher Progression begriffen ist, hat der Finanzminister in seinem Expose' nicht — behauptet, sondern durch ein reiches statistisches Ziffern-Material bewiesen. Indes trotz alledem findet der österreichische Schaykanzler vor den Augen des sogenannten Hauptorgans der deutsch, liberalen Partei keine Gnade. Ob das Deficit zehn oder zwanzig Millionen, ob der Ueberschuss eine oder sechs Millionen beträgt, Herr v. Dunajewski ist gerichtet. Die Ordnung im Staatshaushalte, die jeden Oesterreicher mit lebhafter Genugthuung erfüllt, darf beileibe nicht — so dociert das ehrenwerte Blatt — dem Finanzminister als Verdienst angeschrieben werden; denn um ihretwillen musste die Nrantweinsteuer er« höht werden, mussten — o schreckliches Geschick! — Kaffee und Petroleum r je. Graf Taaffe werde auch die nächsten ReichsraW' Wahlen leiten. (Der WehrAusschuss) des Abgeordnet^ Hauses nahm das RekrutierungSgeseh an und benely das Gesetz, bett>ffend die Einquartierung der bo«n>M" Truppen. In der Sp.cialdebatte über die letztere «"-läge hob Aresiu hen>or. dass über die bosnische" ^rM pen während ihres Aufenthaltes in Oesterreich ">« eine einzige Beschwerde laut wurde. Der Redner ve' antragte, es habe bei den bosnischen Truppen im Fau eines längeren Aufenthaltes in Oesterreich nicht el" Einquartierung, sondern Kaseruierung stattzufinden. (Dcr Ruthenenführer Romanczu^ von welchem im galizischen Landtage die erste friedig Enunciation ausgieng, erhielt aus allen LandestheN zahlreiche Zustimmung«- und Dankadressen von llUY nischen Vereinen und Gemeinden. , ,, (Im kroatischen Landtage) interpeM" Abg. Bark«: über den Schaden, welchen der bos«'^ Holchaubel dem kroatischen zufüge. Redner brachte a a»bliche Klagen der bosnischen und hercegovinischeu . völkesung vor und tadelte die Verwaltung"!^. Länder. Wegen mehrerer Ausfälle a/gen den Re>^ Finanzminister rügte der Präsident den ^oner. ^ Vanus beantwortete die Interpellation dahin, das» 1 die Regierung in fremde Angelegenheiten nicht meW könne. . ^ (Ein päpstliches Schreiben.) Nach "" der «Pol. Corr.» aus Rom zugehenden M'ld""ge ^ gründeten, auf die Aufhebung der Sclaoerei abz'"^^ Missionswerke in Afrika zugeführt werden !""> ?^, päpstliche Schreiben spendet dem vom genannten 6.'^^ fürstln in der Bekämpfung der Sclaverei entlvl" Cifer die wärmste Anerkennung, .. Ds (Spaltung der irischen Palte'.) .^ London wird uns unterm Vorgestrigen teleg^ ^ gemeldet: Die Majorität der irischen Partei way"'g. einer besonderen Versammlung Mac Earthy A^ die sidcnten drr Partei, Die Minorität nahm, nachoen ^ Mijnntät die Versammlung verlassen hitte, em ^ solutlun an. in welcher sie die Wahl Parneu»^ und Luxus, und ach — der bittere Nachgeschmack, selbst, wenn die« alles erreicht, die jämmerliche Leere im Kopf und Innern, wie nach der ersten Eigarre, die Frage: wie konnte man nur auf dergleichen mit solcher Sehnsucht warten? . . . Aber erst die Mädchen, die kleinen wie die großen, und das Weib. Auf sie hat es das Schicksal erst recht abgesehen und neckt und täuscht sie mit dem Warten, Der Jüngling erstrebt ein bestimmtes Ziel, er ficht einen Weg vor sich, den er, sei es nun zum Heil oder Unheil, muthig verfolgt, er kann thätig hinwirken zur Erreichung seines Zieles, dagegen «ein Mädchen, das ist wie eine Pflanze an einem Orte festgewachsen, muss, gleich einer Blume auf ihrem Stengel, ruhig blelben und geduldig warten, was von außen zustiegt.» Das kleine Mädchen wartet auf das lange Kleid, den ersten Ball — das große auf Liebe und Glück.. . . Und ist es nun gekommen, gebietet sie al« Gattin des geliebten Mannes am trauten eigenen Herde, dann erkennt sie, dass da« Warten nun nicht vorüber ist, wie sie geglaubt, sondern, dass es erst recht beginnt, das geduldige, demüthige Warten, das stille Ausharren! Nun kommen Ungewissheit und stille Sorgen. Zwischen geheimer Angst und Seligkeit hin« und hrrgeworfen, erzittert das ganze Wesen des jungen Weibes. Ein liebes, schönes Kind wird ersehnt und — es bleibt au«, oder die Natur gibt in blinder Grausam« keit, was sie uns nicht zu lassen willens ist. Die junge Mutter verliert da« Kind. dem sie mit so Überschwang. Ucher Freude entgegengesehen, sie hat gewartet mit L«be und Angst vor seiner Geburt, sie hat gewartet und gehofft auf Rettung von übklirdlschen und irdijchen Mächten, während es lra»k war. .. . Alles, alles um» sonst. Oder aber: das Geschick erweist sich gnädiger, sie hält gesunde, liebenswürdige Kinder an ihrem Herzen, der Ring schließt sich, das eigene Leben scheint abgerundet — doch nur, um sich zu wiederholen. . .. Wieder warten wir, und zwar auf das erste Lächeln, den ersten Zahn, wir freuen uns auf das erste Schuhchen, und ach — den ersten Schritt! Und dabei ist immer etwas von der ungestümen Ungeduld unge« zogener Kinder in uns, die an der Knospenhülle zerren, um die Blüten vor der Zeit herauszulocken. Ja! Warten hast du noch nicht gelernt, junge Mutter, das musst du der Natur ablauschen! Kein Vögelchen lässt sie zu früh aus dem Ei schlüpfen, keine Knospe vorzeitig aufbrechen. In ewig treibender Kraft reifen die Keime, sprießen Millionen Triebe in ihrem Schoße, aber lang« sam, allmählich; sie hat Zeit, sie kennt keine Ueber« eilung. Nur der Mensch hat diese hohe Geduld verlernt, seine Ait ist bemessen, und er eilt, eilt in blindem Dränge vorwärts, bis das Alter seinen Ungestüm dämpft. Aber unbekümmert um unsere Hast rollt sich das Leben gleichmüthig ab. ... Der Sohn ist herangewachsen und ergreift den ernsten Beruf, der langsam zu hohem wissenschaftlichem Ziele führen soll, zu einem Ziele, das ihm selbst jedoch vielleicht nur wenig äußere Ehren und weltlichen Nutzen verheißt. Du bist stolz auf ihn, und sieh da — die eisten weißen Fäden glänzen in deinem Scheitel — du hast warten gelernt. Die Tochter, die liebliche, holde, waltet hausfraulich iu deinem H?im, du wünschest ihr ,^-------«o»^?^.—......-----^ Hjchtel- ein eigenes Glück, aber du denkst mit dem ^^^„ weism: «Millionen Blumen blühen, und ste ^n still. Kommt ein Wanderer, der seinen Blick "" g^t, ergötzt oder gar sich eine ans Herz steckt, n -^ so hat sie für ihn gelebt; verblüht sie ungeU ^< stillen Grunde, so hat sie für sich gelebt.» "" warten gelernt. . . ^ ^„z< Es ist dieö das Einzige und Höchste a" ^ M Weisheit, das der einfache Mensch erreichen lan ^sje Heiterkeit warten, denn zu warten aufhören, oiei ^^g, Stufe adstracter Weisheit, liegt zu hoch in jene ^sec sphär?. wo nichts Lebendes mehr gedeihen la""^ ^s ganzes Dasein ist nichts anderes als ein «va ^cht das Glück, und noch im Greisenalter harren w > ^s etwa auf den Tod. sondern bewusst und unve" ^,,g die Wunder eines neuen Seins, auf die ^ ell« himmlischer Verheißungen. Und wenn es »na"^ heg^' vergebliche« Warten ist, auf das. was ui'S ^ el" renslvert erscheint, so lass dich, lieber ^>e,.^ ^l-schlichtes religiöses Gleichnis mahnen. da« ^.^el-leicht noch aus dem ersten Rrligionsunterncyl lich ist. «r.iakeite" '3 Das Kreuz, wie Leid und Widerwärtig ^ ^s, Volksmuude genannt werden, mtsteht "" "" Mel!, unser heftiger, leidenschaftlicher Menscheuww Ml unverrückbaren Willen Gottes zu kreuzen ""''"„<<'" ihu aus. las« das Schicksal geduldig un0 ^ d". herankommen, und sieh — es ist ken, ttrenz das du zu tragen hättest. krtbachn sewnl« Nr. 28!l. 2367 l0. December 18W. Präsidenten bestätigt. Die irische Partei ist somit jetzt m zwei Gruppen gespalten: die eine (die Majorität) unter dem Vorsitze Mac Carthy's. die andere unter dem Vorsitze Parnells. Mac Earthy Hal die nation«, l'stische Partei für morgen zu einer Versammlung ein« berufen und allen Mitgliedern der früheren naliona» Mischen Partei mit Einschluss Parnells die bezügliche «Mlndung zugehen lassen. (Im preußischen Abgeordnetenhaus?) wurde das Vollsschulgeseh nach fünfstündiger Debatte »n eine 28glietmge Commission verwiesen. Windchorst Me das Gesetz als unannehmbar erklärt, weil es die Unterdrückung der katholischen Kirche beabsichtige und ble Verfassung verletze. Der Cultusminister wies den 'Uorwurf zurück, dass die Vorlage der Verfassung zuwiderlaufe. Schließlich sprach der Minister die Hoff-"ung aus. dass die Vorlage, wenn nicht m dieser, so doch in einer späteren Session Gesetz werde. (Zur Lage.) Die Prtersburger «Novosti» be« Pechen die Beziehungen zwischen Deutschland und Mland und sagen, es sei das directe Interesse beider «tauten, sich gegenseitig als friedliebende Nachbarn zu Frachten. Da« genannte Blatt begrüßt freudig das in ," jüngsten Zeit bethätigte Entgegenkommen der deut« 'Hen Regierung gegenüber Russland nnd verspricht sich °«von die wohlthätigsten Folgen. .(Aus Serbien.) Das dem Präsidenten der 'Mschen Skupschtina übersandte Memorandum der ^tlnigin Natalie verlangt, ihren Sohl, einige Stunden "," Vonntagen und Ferialtagen zu sehen. Die Re° Mungspartei stimmt mit dem Ministerium betreffs A Incompetenz der Slupschtina. in Privatangelegen. Uten des Königshauses zu intervenieren, überein. Aus Mftiellen Gründen wird jedoch die Skupschtina in Mmer Sitzung sich mit dem Memorandum noch be« . (Von der russischen Flotte.) Wie au« «^russische« Hauptstadt gemeldet wird. hat die rus. V Regierung eine beträchtliche Verstärkung des ^ectivstande« der Schwarzen-Meer-Flotte ins Auge ° 'M und beabsichtigt, zu diesem Behufe die beschleu-i? Herstellung einer Anzahl von neuen Schiffsbauten "' Werk zu sehen. h. (Die Wahlen in Spanien.) Vorgestern A"n ,n ganz Spanien die Wahlen zur theilweisen ^euerung der Prooinzialräthe nach dem allgemeinen ss""lnrechte stattgefunden. Die definitiven Resultate ^,° noch nicht bekannt. In Madrid haben die Liberalen " Mehrheit erhalten. ..v (Nordamerika.) Der Schahsecretär Windom l>.v"e behufs Herbeiführung größerer Geloflüssigleit ..Auszahlung von Pensionen im Betrage von 21 Mil-"^Dollars an. ^. ("er Sultan von Witu.) Im englischen h, u ^ "^^"^ Fergusson. dass der Sultan von ».I," tucht gefangen sei und dass er sich auch nicht er-schabe. Tagesneuigleiten. lisH^ Majestät der Kaiser haben, wie das unga-^ ^^blatt meldet, für die Abgebrannten von Kem. "^ st.' für die römisch-katholische Schule in tz" «ved 150 fl, ferner für die römisch-katholische bc>l«" '" . ^,a? "«Nlknlose Angst. - ,3hr Gatte hat die Kilten /. l"" Kameraden, verrathen und jene ver-" 'yn daher zum Tode. Sie haben soeben dieses Urtheil an ihm vollstreckt und Sie, Vicomtesse von Merulle, zur Witwe gemacht!' — So sprach Pierre Daraß zu mir!» Die Rilckrinnetung an diesen fürchterlichen Augen» blick ihres Lebens ließ Gabriele erbeben. Sie presste die Hände gegen die pochenden Schläfen und fuhr fort: «Wos in meiner Seele vorgieng. als ich dieese entsetzlichen Worte vernahm, weiß ich nicht mehr genau anzugeben. Ich weiß nur noch, dass es zwischen jenem Manne und mir zu einem furchtbar heftigen Kampfe kam, dass ich ihn mit irgend einem harten Gegenstände auf den Kopf schlug und er plötzlich bewusstlos zu meinen Füßen lag. Der Elende hatte mir, weil ich ihn mit Abscheu von mir stieß, gesagt, dass er auch mein Kind mit seinem Hasse verfolgen, dass er mir dasselbe zu nehmen wissen werde. Ich dachte nicht an mich. an die von ihrer Mutter vetfluchte Tochter l Nur mein Kind. meine geliebte Laurence war es, die ich retten wollte. Ohne auch nur einen Augenblick Zeit zu ver« lieren. nahm ich es in meine Arme und entfloh aus dem Hause. Ich wähnte, dass Daiaß und die Mörder meines Gatten mich verfolgten. So hielt ich erst in meinem wahnsinnigen Laufe inne, als ich eine ziemlich entfernte Behausung erreichte, in welcher ein gut» müthiger Manu wohnte, welcher sich schon früher für mich und mein Kind interessiert hatte. Ich pochte heftig an. Man öffnete mir. «Retten Sie mein Kind,» so flehte ich den Bestürzten und eine Frau, die bei ihm war, an, «man verfolgt mich, will mir mein Kind rauben und es todten. Nehmen Sie es bei sich auf und schützen Sie es wie Ihr eigenes!» Plötzlich bemäch« tiqte sich meiner die wahnsinnige Vorstellung, es stünde Pierre Dllrah draußen auf der Lauer, bereit, seine furchtbare Drohung auszuführen. Ich riss die Thür auf und stürzte mit einem furchtbaren Schrei aus dem gastlichen Hause in die finstere Nacht hinaus. Wohin ich floh, was ich gethan habe, ich entsinne mich dessen nicht mehr; jedenfalls muss dies der Augenblick ge« wesen sein, in welchem der letzte Rest meines Verstan« des der furchtbaren Aufregung gewichen ist. So, Lau» rence, armes Kind, verließ dich deine unglückliche Mutter!» Das Mädchen schluchzte, und auch die Augen des Vicomte standen voller Thränen. «Ich bin wahnsinnig gewesen,» fuhr Gabriele fort, «und ich erinnere mich dunkel, dass ich längere Zeit in einem Irrenhause gewesen sein muss. Erst viele Jahre später ist nach und nach wieder ein Strahl der Vernunft in meiner Seele wach geworden. Ich glaube, dass ich schon längst genesen wäre, wenn irgend jemand die Erinnerung an die Vergangenheit in meiner Seele hätte wachrufen können. Jetzt endlich habe ich es dir, Laurence, habe ich es Ihnen, mein Herr. zu danken, dass ich wieder in dem vollen Besitz meiner geistigen Fähigkeiten bin. Ach, wie beseligend ist es für mich, meinem eigenen Kinde die Genesung danken zu sollen! Und meine Mutter bat mir verziehen, sie lebt noch und ich soll sie wiedersehen!» Und überwältigt von der Aufregung, welche die letzte Stunde ihr gebracht, faltete sie ihre Hände wie zum Dank gegen Himmel. (Fortsehuny^olgt.) ikidachcl Fettung Nr. 283. 2368 10. December lS90. blicum auf das lebhafteste begrüßt und uns von den philharmonischen Concerten her bereits gerade als distinguierte Interpretin Schumanns noch im besten Nn« denken stehend, bemeifterte die ihr gestellte Ausgabe in glücklichster Weise und riss im Vereine mit nnserem bewährten Meister Hans Ger finer das Publicum zu förmlichem Veifallssturme hin. Ihr Spiel ist correct, sein gegliedert, verständnisvoll und in technischer Beziehung auf der vollen Höhe der Aufgabe. Den Schluss bildete Feliz Mendelssohns anderwärts viel, bei uns vor« gestern das erstemal gespielte Quintett (op. 37 in 8-cwr), ein nachgelassenes Werl des Meisters, aber zugleich eines seiner besten und in größtem Stile angelegten, sowohl was Reichthum und Schönheit der Motive als auch die Vollendung in der Instrumentation und die geistreiche Vehandlung der Themen betrifft. Per mächtig schrei« tende Zug im ersten Sahe, das reizend angelegte Scherzo und vor allem das herrliche Adagio belehrten un«, das« wir uns vor einem der besten Werte der KllMmermusil'Literllwr überhaupt befinden. Den nach« haltigsten Erfolg erzielte das genannte Adagio, welches mit einem wahren Beifallsstürme begrüßt wurde. Wir können unseren Bericht nicht schließen, ohne unsere dank« bare Anerkennung sämmtlichen Mitwirkenden für ihre gestrige Leistung auszusprechen. Die Herren leisteten unter Verstners Führung geradezu Vorzügliches, fie brachten eben alles, was man von Streichmusik verlangen darf: Klang« schönheit der Toubildung, künstlerisch durchgeistigte Auf« fafsung, Sicherheit der technischen Ausführung und vor allem ein so exactes Iusammenspiel, als würde jeder ein« zelne Accord von einem lkinzigen gespielt. Nach dem Oe« sagten dürfen wir uns auch der ferneren Kammermusik« abende freuen, da uns zweifellos eine Reihe der seltensten und feinsten Kunstgenüsse geboten werden wird. — (Ergebnisse des Tabalverlaufes. In den im Neichsrathe vertretenen Königreichen u»d Ländern betrugen die Einnahmen für die im ersten Semester 1890 im allgemeinen Verschleiße abgesetzten in« und ausländischen Tabalfabrilate und Cigarren 37,539.956 Gulden, jene des Svecialitäten.Verkaufe« 1.342.463 st., zusammen 38,882.421 st. Werden hiezu noch die Er« gebnisse des Verschleißes im Auslande und an das Ausland per 248.462 st. gerechnet, so ergibt sich eine Ve« sammteinnahme von 39,130.683 fl., welche sich gegen die Verschleißresultate der gleichen Periode des Vorjahres per 38,090 833 fl. um 1.040.050 fi., b. i. um 2 7 Procent höher herausstellt. Kleiner waren die Einnahmen nur in Tirol und Kürnten; sonst wurden in allen Län» dern größere Einnahmen erzielt. Von dln echten Ha» vanna«Ligarren wurden um 134.132 Stück mehr der« schlissen. Der Verbrauch an Schnupftabak hat um 26.860 Kilogramm abgenommen. An Rauchtabak wurden um 102.127 Kilogramm weniger abgesetzt. — (Süd slavische Volkslieder.) Das von uns bereits angekündigte Album montenegrinischer Volkslieder, mit welchem der Öffentlichkeit das Ergebnis der diesjährigen montenegrinischen Forschungsreise des eifrigen Liedersammlers L. Kuba zu Podlebrad in Böhmen übermittelt wird, ist soeben erschienen. E« enthält 70 Nationallieder, die Kuba nach dem an Ort und Stelle Vernommenem aufgezeichnet und dann für Gefang und Clavier harmonisiert hat. Sehr anziehend und belehrend ist die Schilderung seiner Pilgerfahrt nach dem monte» negrinifchen Volkslied« und fesselnd die Aufzählung der Mühen, die es ihn gekostet hat, dasfelbe in der Kehle der montenegrinifchen Männer und Frauen lebendig zu machen, die nicht fingen, wenn es fie im Innern nicht zum Gesänge drängt. Nichtsdestoweniger ist die mufika« lische Ausbeute der Reise Kubas von großem Werte, denn das, was sich aufzeichnen ließ, ist reichhaltig, typisch schön und neu. Ein Stück eigenartigen Volksleben« wiedel spiegelt sich darin, eine Welt eigenartiger tieser Empfindung erschließt sich in demselben. Jene innige Vereinigung an Wert und Mufik, die dem Kunstlied« als Ideal vorschwebt, aber nur von echtem Vollsliede erreicht wirb, die wunderbare Durchdringung vou Text und Melodie, die nur dem Volke gelingt, verleiht auch dem montenegrinischen Voltsliede einen eigenthümlichen, un« nachahmlichen Reiz. Ebenso wie die Poesie dieser Lieder einen wahren Schatz neuer Bilder und neuen Ausdruckes für das rein menschliche Empfinden erschließt, dringt auch die Musik derselben eine Fülle eigen« artiger melodischer Wendungen und überraschender rhyth« mischer Combinationen. Das Kurzathmige vieler dieser Lieder, wovon viele über die achttaktige Periode nicht hinauskommen, manche sogar wie eine Apostrophe in vier Taklen auiklingen, corrigiert das singende Voll durch Anbringung von Trugschlüssen, Einschiebung von Empfin« dungsworteu, Anticipierung von Texlsilben der folgend«« Ttrophe, wie das in den erzählenden Liebern anderer slav'scher Völker vorkommt. In dieser Hinficht gibt be« züglich der Auffassung und Wiedergabe der Lieder der von dem Herausgeber des Albums angefügte Aufsatz. «Nie sind die montenegrinischen Volkslieder zu fingen?» die wünschenswerte Belehrung. — (Aus Gottschee) schreibt man uns: In der am U. December abgehaltenen außerordentlichen Ausschuss« sitzung der Stadtgemeinde Vottschee wurde einstimmig beschlossen, der hohen Regierung wie dem hohen Landtage für die Mitwirkung am Zustandekommen der Unterkrainer Bahnen den tiefgefühlten Dank auszusprechen, ferner aus dem gleichen Anlasse Er. Excellenz Josef Freiherr« von SchWegel das Chrenbürgerrecht zu verleihen und Herrn Professor Franz Sutlje eine Dankadresse zu überreichen. Zu Beginn der Sitzung entwarf Herr Bürgermeister Üoy in großen Iügen ein Bild der bis in die sechziger Jahre hineinreichenden Geschichte der gedachten Bahnen, deren gu» standckommen nun nach harten Mühen durch die aus« gezeichneten Männer, die sich an die Spitze des Unter» nehmens stellten, gesichert erscheint. Sämmtliche Vetheillgte wurden telegraphisch von der ihnen zugedachten Ehrung verständigt. — Die Gemeinde Mitterdorf bei Gottschee er« nannte Herrn Dr. Emil Aurger, k. k. Notar in Gott» schee, zu ihrem Ehrenmitgliebe. — (Trie st er Petroleum-Raffinerie.) Man telegraphiert aus Trieft: Es hat sich ein Consor. tium gebildet, bestehend aus den Firmen Mimbelli, Ralli, Reyer, Schlick, Oeconomo sowie der Filiale der anglo< österreichischen Bank, welches unter der Voraussetzung, dass der im Abgeordnetenhaus eingebrachte Entwurf zu Gunsten von Induftrie«Unternehmungen im Gebiete von Trieft Gesetzeskraft erlangt, hierfelbst eine große Mine» ralöl-Raffinerie nach dem Muster und als Concurrenz« Unternehmen der Fiumaner Raffinerie zu errichten be« abstchtigt. — (Laibacher Veamten-Confumverein.) Der Laibacher Veamten«Confumverein hält Sonntag den 14. December um 3 Uhr nachmittags in Schreiners Vier« halle in Laibach eine außerordentliche Generalversammlung ab, Auf der Tagesordnung steht die Berathung und Veschluszfassung über die Anträge bezüglich der zu ändern« den 88 3. 4. 7, 8, 10. II. 12, 13, 14. 15, 16, 21, 22, 28, 3l, 33 und 34 des Genossenschafts.Statutes, dann Feststellung des Textes dieses Statutes in deutscher und slovenischer Sprache. — (Auswanderung nach Brasilien.) Wie dem «Sloven«» aus Hrenowih gemeldet wird. find Briefe von dortigen Auswanderern nach Brasilien eingetroffen, welche die Lage der Auswanderer als durchaus nicht den Erwartungen entsprechend bezeichnen. Die Lebensmittel seien horrend theuer und die sanitären Verhältnisse un« günstig. — (Deutsche« Theater.) Im landschaftlichen Theater gelangt heute Sullivan« «Mikado» oder «Ein Tag in Titipu», große japanesische Operette in zwei Acten, zur ersten Aufführung. Die japanesischen Fächer« spiele find vom Director Haberland arrangiert. — (Kranke Abgeordnete.) Au« Wien wirb gemeldet: Der lrainische Landeshauptmann Dr. Poklu-kar und der Abg. Professor Sullje sind in fichtlich leibendem Zustande zur Rcichsrathserössnung hier an« gekommen und müssen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen; Professor Ouklje lag übrigens schon in Laibach einige Zeit krank darnieder. — (Beim Einlaufe von Hasen.) Das beste Erkennungszeichen, ob der Hase beim Eintauf ?in frisch geschossener ist, find die noch gut erhaltenen Augen; find diese jedoch schon eingefallen, so ist der Hase schon etliche Tage todt. Sind die Nägel an den Zehen, besonders an den Hinterläufern, noch schwarz, scharf und etwas spitzig, so ist ein diesjähriger, find fie abgelaufen und grau, ifts ein älterer Hase. Nllklich alte, b. h. drei Jahre alte und noch ältere Hasen, find übrigens heutzutage äußerst selten. — (Bon der Lehre r «Vi ldu ngsa nst al t.) Per Unterftühungsverein für dürftig? Zöglinge der k. t. Lehrer«Vilbung«anstalt zu Laibach hielt am 7. b. M. seine diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab, Nach dem vom Casfier vorgetragenen Rechenschaftsberichte be« trugen die Einnahmen 506 st. 39 kr., die Ausgaben 266 fl. 58 kr. Das Vereinsvermögen beträgt 3239 st. 81 kr. Der Vereinsausschuss beftrht aus den Herren: Director Hrovath, Obmann; Prof. W. Linhart, Casfier; Uebungslehrer Gerlmann, Schriftführer; Prof. Orojen und Handelsmann Johann Perdan. — (In Idria) gibt seit etwa vier Wochen eine kleine deutsche Gesellschaft unter Leitung des Herrn Josef Koch Vorstellungen im dortigen k. l. Werlstheater. Die Vorstellungen find, wie man uns meldet, recht gut, doch ist der Gesuch aus dem Grunde ziemlich spärlich, well das Theater nicht heizbar ist. — (Ertrunken.) Per verheiratete Kaischler Josef Marolt aus Schwarzdorf bei Laibach wurde Samstag früh im Kleingraben ertrunken aufgefunden. Man vermuthet, das« Marolt einen Selbstmord be gangen habe. Neueste Post. Original«Telegramme der «Laibacher Htg.» Wien, 9. December. Nnlässlich seines siebzigsten Geburtsfestes erhielt Dr. Herbst zahlreiche Glückwunsch. Telegramme und Olü'cklvunsch.Schreiben. kostbare An« gebinde und reiche Blumenspeuden. Theils persönlich, theils brieflich gratulierten die Minister Graf Taaffe, Graf Schönborn. Marquis Bacquehem, Freiherr von Gautlch und Ritter von Dunajewzli. — Die öfter« rcich,sch deutschen Handelsvertrag'Verhandlungen wurden nach dreitägiger Unterbrechung heute wieder auf« genommen. — Der niederösterreichische Landtag er< ledigle heute die Gemeindewahlordnung für Großwien, nahm in dritter Lefung das Linführungsgefetz zum Gemeindestatllt an und votierte ohne Debatte das Gesetz über die Ausscheidung einiger Gemeindegebiete aus dem Wiener Polizeirayon. — Dem heute statt', gefundenen Diner bei Seiner Majestät dem Kmser wohnten außer den deutschen, österreichischen und ungarischen Handelsvertrags - Delegierten auch d«e Minister Graf Kälnoly, «raf Taaffe. Baron Orczy. Graf Falkenhayn. Ritter von D'majewski. Marqu's Bacquehem und Sectionschef Szögyenyi bei. ^- A" österreichische Verqarbeitertag beendete heute seine Vt' rathungen und beschloss die Orilndung eines ganz Oesterreich umfassenden Eentralverbandes und wählte zu diesem Zwecke ein Zwölfer. Comite", welches dem nächstjährigen Vergarbeitertag die Statuten des Central« Verbandes vorz»,leaen hat. Miteri nahm der Vera/ arbeitertag eine Resolution an bezüglich eines even« wellen Streiks. Der Streik, wiewohl eine unentbehrl'chl Waffe, sei nur anzuwenden, wenn die Marktlage uno die eigene Stärke emen Erfolg versprechen und über« Haupt kein anderes Mittel mehr hilft. Der Verg« arbeiterlag beschloss, den nächstjährigen internationalen Vergarbeitercongress zu beschicken; er erklärte welters, er stehe auf dem Standpunkte der internationalen socia^ demokratischen Partei, forderte jedoch die Delegierten auf, im Falle einer Maßregelung durch die Arbtt> geber unbedingt am gesehlichm Goden zu verharre und Ausschreitungen zu verhüten. Rom, 9. December. Der König hat die DemM" des Schahministers und interimistifchen Finanzminlstt" Giolitti angenommen und Grimaldi zum Finanz««»" ster und interimistischen Schahminister ernannt. .. Vern. 9. December. Der Nationalrath beschl^ mit 93 gegen 14 Stimmen, in die Verathung °" Nuslieferungsgesetzes einzugehen. Heute beginnt Einzelberathung. .^ Lemberg, 9. December. Der ruthenlsche p"'"'," Verein «Narodna Rada» hat dem Abgeordneten "" manczuk aus Anlass der Aufstellung des ruthen»!^ Programmes im galizifchen Landtage und der ""^ . teten Verhandlungen mit der Regierung wegen Ruthenmansgleiches Dank und Vertrauen votiert. Washington, 9. December. Staalsfecretär W^, orduete behufs Herbeiführung einer größeren w"^ siqkeit die Auszahlung von Pensionen im Betrag« "" 21 Millionen Dollars an. „ ^ Angekommene Fremde. Am 8. December. ^h Hotel Elefant. Krumm. Fabrikant; Nltmann, Reisend", ^, Nieder, Techniker, Wien. — Hufnagel, Forstmeister, ^^ milie, Ainvb. — Franl, Ingenieur. Stein. — R^g", ,H Veit. — Engel, Kfm., Vrohlanischa. — Mayer, Kim-, >" ^ Kolllner. Prag. — Ritter von Vintscha.au. l. l. Statt," Rath. Gradisla. — Andelfiuger, Buchhändler, Tour«"-Hotel Stadt Wien. Varon Lazzarini. Graz. - Vret!w" ^ Bühnen«Inspector; Valler. Lamprecht, Dornreich uno «^ ^. Kaiisleute: Lange. Wien. — Zwar. Kaufm.. Vrünn- ^,l leniii. Selo. - Iljal. Kaufm.. Trieft. - Iosefine T»" und Vohmann, Pola. — "" Vtlstottent. ^, Den I.December. Gertraud Hgajnar. ^l,""" 76 I,. Petersstrahe 38, Marasmus. ^. Den 3. December. Agnes Slabina. 3chuh"° ^ Eattii,. 67 I., Alter Marlt 16, »»emoli-k»^» eerevri. Den 4. December. Maria , Den 7. December. Franz Mikus. Schloss". Vahnhofgafse 11, Lungenentzündung. Im Spitale: « KeP' Den 2. December. Agnes Potisel. K"chln. 3" ^ilte"' ticümle. — Mathias Tavcar. Arbeiter, Sb I., »«!«"» Verlchung. «.«-rlN, ^" Den 3. December, Maria Volavsel, Inwoh«""" Marasmus, ________ Mtozithungen vom 6. December. Wien: 44 47 9 62 ^. Graz: 2b 30 2 6371^^, öi « 8^3 ^lI ! ^^-" ?ll7MftZ9 9 " ??M^chwÄl7! helteZ gliu i,2.N.!?40 2 10 O. schwach halb A 9 . A. ! 740 4 3-6 O. schwach i bew"^ 5^ Tag ziemlich heiter, lalt, abends bewöllt. ^ ^ale- ^ mitte, der tttnperatur^. u^^2^Mer dem ^^^ ^erantworMcher Redacteur: I. N«gUt »ach« Hcttnn« Vtt. 283. 2369 10. December 18V0. Course an der Wiener Börse vom 9. December 1890. «°o v«m omci«««. «0««^ bt«at»««lnlehen. l^nh«iN!ch» «,nte w »lot«« y,._ ^ «<< ^4°/.Vt°°.,l°,.. 950 ft. ,3?.",«.. ^ ' ' ifanttel ion fi, ,^ «5 l.« ,s "^t «t«°iNo,s , . 100 fi, i" .^o ,?» p», In «fttusr'lel . ,,2 A. llltw ^,^cp!>'Vabn »n 3llb«t . ,,» z« ,,g 1. t«!"7 «ubn »n Gttblr ,.^7H ^.,, '<: A"?'«''dwel« «>0 fi. ». «. »,?-_ 8L0-. t!^7°^..Illu, «W fl, «. W. ,<,9 »l,- '„ """bbahn ,ür !i«»n Marl ,^« - ,.» ?< '^,^"?^«l .»/.. , , ,,,'/s. ,,«?f 'M° N^enlt 4". - > - l<»b« ">,?o ^n» ,3, ""«n't b°/, , . , 99 70 99 »<> !i, "''"b,.«nl.,»°'^ tnmul. Vtülle . . ««— :«?l! '!», A,lAn.Pri°lllütlN . . ^.-------._ "° »>., "Obligat. », I. 1876 l,o i'< '11 9b <^nzthfnl.»bl.^)b. ,00 ft. 99 80 --- »'». '"I"- «nl 5 I0N fi. ». W, ,»« — ,38 60 t>X!l>^"° ^ «fi.«, ». 15? bo 18» 9b «, .lu>,l 4° , ,00 n, >l!«?'b<» 198-50 »eld «an Vnlndentl.»Obligllti«nen e...... ,04^ lc>4 «, /, mihrlsHt...... «UV-zn ^. _ V/o »rain unb »ÜNenlanb , . ^._ ^._ V/^ ««tblleftnvtlebNck, . . io9^n 9 5o Nndcn össcnll. Anlehen. Dvnau'Ne«,'««!« b»/, 1 fi. , ,,„.^ l„ ». t., «nlech, l«s . . ,^,,z ,l KnlehlN ^, ^tadt^emeillb» Wie« ,,,5^ il>4 ^,, Pll-m.lK«! b. Slaltzrn», w!n> !j^ _ i4»,.7z Psanddrlelt !«!'.l lUO fi.), volxa«, «I!ß. »n, 4»/, » ,,,.0 „-t.,, bll» » <'»".. ,l>o z» ,o< «'s! dl-. ' 4" , . . . »7 ,z ^ 7^ l.eft. <^p2th»l»nba>ll wj. »0° ,, ,,^._ „.,. gy i. l« .UN« !l<»nl 0,cl. 4',"/. ll»« :»'', »,x» ß e. "/,"», »»?» 99 10 »«lb ««r, Oe»el, l»»rd>«st»»h« ll»5 40,<>«- 8t»»t»b«hn......18? — 18» — «übb«hn k ««/.....,5l«15.«5l' » ' » «^k 1,7 »0 1,8 !^» Nn« .«alt«, ll^lbn ,^,-4u ,,»l„1 Dlverle l»le «lreditl»»« 100 «..... »<»4 «» <8» - Ilarv«Lo<« 40 fi...... 54 ,. «, » « ?z «^ 75 Oltner 2» 3l..»e«°l«.ü«s« 40 fi. . . «,-— «4 — l««ll>st,ln.Lost «0 fi. . 5« « « ?b Mnb««^»iHV.«oQ.» H, ,99 — ,9» bo ttcomvl'- x>?>.,!«l>i^ft, >,»») ft. b»z — »0» — ««lb l»«, e»dv»t»t«en».,»».»<»».9»»/,». «9__ «, «, lUlnb«rb0 ft......l»8 4_«)z-. » Wrftblchn »00 ft.. . »»<, z« »,» ». «uichtithrab« «<. 500 ft. «» 1,4., ,147 Oefterr. 500 ft. H«t. . . «« ,9; drau.««. l>l»..Db,.>j.) IW fi. F ,^.^ ,« _ ss«ibln»nl>«.Norbb. llxxi fl.HW »7«> ,??«) eal.!l!lrI.L!tl>w..«. »no fi.«« ,„,.. «., ^. Unnb.' l^erno».»Iaffy. «ilen» b»h».»«!»lllch, »uu ft. K. . , n,.z<, „,.^ M«yd,0ft..un,..!csitst«<>fi.«« ^ _ I^, ^ lllfte«.««d»«st». A»u ft. VUb «i» - «?? - dt°. lM. u.) «»« fi. 2. . ,3,35»«l k<, pras-Hut« »ijcnl. l«) ft. HUt, 3? _. « _. »>laat»«lltnbal!!! /'»>, ft. «>>h„ «4, ^ »., ^ Sübbahn »00 fi. VUber . . ,,,,?>. <»4 9z büb.«°ldt>,V«b..»u,,lx>».ll« ,7z ^ :^ . Ttllmn»ai,.«tl,,«zr,.l?uil.«.W ____ ____ » ne»e Un«, «oiboNbahn ,«, ft. G ft »»« ^. 38» — 3«l«»I»rl. 8tetnl»hlen »0 ft 4^«. „ 4»v — »Schl«,l»übl». Papiers. ,00 N---------------- — H»ffenl ^> ,0es.ln Mn,l«ifi <«; ^ , «-»?. vlllnte». «uc«t»........ »4» »47 «O.Fr»nc«<«tHck«..... »II. »»»» b«ut1cht «rich4b«»l«»en . , 5« l«, b« ^<» B«pi«r»«ubt>..... «54« l »V F«»Ue»» 2.» 4»9i »» l» ^ Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten öeoten und Valuten empfiehlt sich bestens die J"7«l) 800-80 Wecüselstübe t Baiikliauses Scbelbammer & Schattera W1E\, I., KttrntneratraH»e fcO* Weihnachtsgeschenke. lJ*r E.ohenbaoh, Unsühnbar, Erzäh- II o 0-' Judith Traclitenberg. Erzählung, 0 • d'—. Oh °'er' cler Herrgottschnitzer von 'erarnmcrgaii. Novelle. Mit Illustrationen, | buh/ Moderne Dramen. ;} Bände, ge-Cuden "• 2-70. feil'. der Kiüne Heinrich. Roman. Wobl-*0,'e Aus6abe. 3 Bände, geb. fl. 6 84. A||<5£er' ^er Schelm aus den Alpen. Um * Gesr-hichten u. Gestalten, Schwanke ItlM nurren-2 Bände- 8eb- fl- fr2a 8cj-®» Pienchens Brautsahrt. Eine Ge-g >chte mit wenie Handlung und viel '?•*, geb. «. 2-70. Schrif, , ori8i»elles Werk des berühmten 'W( lers> welches durch glücklichen *Mvi n Keistvolle Satire siel» auszeichnet. Ö:r) i Oarnien, Frauenmuth. Dramatische bu* Carmen, Deficit. Roman, ge- ien Karttter» Nordische Fahrten. Skiz-Unc> Studien. Band 11. Durch Skandi- S*n>mtliche Werke sind vorräthig in navien nach St. Petersburg. Mit Titel in Farbendruck. 80 Textabbildungen und 22 Tonbilder, fl. 5'40, geb. fl. 7-20. Balller, Aesthetik der Natur, fl. 6 60. Mtinohener Bilderbogen Nr. 42., schwarz, fl. 2-10, col. fl. 3-22. Meggendorfer, Militärisches Ziehbilderbuch. Mit Text von Franz Bonn, fl. 3 48. Meggendorser,Lusliges Automaten theater. Ein Zichbildeibuch mit 8 höchst originellen beweglichen Figuren, fl. 3-30. Sydow, der Kleinen Lieblingsbuch. Mit Beiträgen von Pauline und Fridy Schanz, W. Gleim und Anoa Hilmer, sowie 149 Illustrationen in farbigem Holzschnitt, fl. 2 40. Oroner, Oesterreicher in Mexiko. Erzählung aus den Tagen des Kaisers Maximilian. Mit einem Deckelbilde in Farben und 5 colorierten Textbildern, fl. 2'60. Eine höchst schätzenswerte Bereicherung der vaterländischen Jugendschriften. Die besonders patriotische Darstellung dieses Helden und seiner Getreuen ist so anregend, dass für unsere Jugend ein spannenderes, ! sympathischeres Buch kaum erschienen ist. (6185) lg. v. Kleinmayr & Fed. Bambergs "-^^ Buchhandlung In I-ulbach. Möbel-Fabrik v°ü I<3HV^3C KlfcOIV in AVien Stadt. Lusreck Nr. 2, Regensburger Hof, verkauft von heute ab ihre Vorräthe von solid gearbeiteten Tischler- und Tapezierer-Möbeln | um 20% billiger als überall unter Garantie und zwar: Wa»ohkaften, ein- und 2thürig,von fl. 9 aufwärts _. 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April 1891 an sowohl bei der Hypothekar-Credits-Lasse in Wien als auch bei allen Banlanstalten ausbezahlt. Das Nummernverzeichnis der am 5. December l. I. gezogenen, dann der aus früheren Ziehungen noch unbehobcnen 4'/,« und 4"/«igen Pfandbriefe wird von der genannten Casse und von allen Bankanstalten auf Verlangen unentgeltlich ausgefolgt. Die Verzinsung verloster Pfandbriefe erlischt mit dem der betreffenden Verlosung zunächst folgenden Coupon-Termine, daher bezüglich der am 5. December l. I. verlosten Pfandbriefe am 1. April 1891. Wien am 9. December 1890. Vlcegouvttneul. (5180) VcntiallHth. Gcnnollecrellil, Ob Capitalist oder Speculant wer Gewinn erzielen oder Verluste vermeiden will, benöthigt rechtzeitige und richtige Informationen; diese ertheilt ein tüchtiger Fachmann, Chriat, derselbe gibt Auskunft über Verzinsung, Steigerungsfähigkeit und Sicherheit aller Anlage- und Speculationswerte. 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