Nr. 174. Dienstag am 1. August 1863. Die „kaibacher Zeitung" erscheint, mit AnenalMc der Gomi- uud Feiertage, täglich, und lusiet smnmt den Vellagtn im Comptoir ganzjährig il si-, halb-jilhrlg 5 fl. oo tr., mit Kreuzband im Eomptun glllyj. 12 fl., halb). 0 fl. Fllr die Zustellung m's Hans sind halbj. 50 tr. mehr zu entrichten. Ml der Post portofrei gMZj., «nter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 fl., halbj. 7 fl. 50 tr. VnstNionHgtblllir silr eine Garmond - SpaltenzeiU ober den Namn drvselbcn, ist für lmalige Einschal, Mng 6 kr., fttr 2maligc 8 lr,, fllr Smalige 10 lr. n. s. w. Zn diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 lr. fllr eine jedesmalige Einschaltung hinzn z» rechnen. Inserate bis 10 Zeilen lofim i fl. 90 tr. lllr 3 Mal, 1 fl. 40 fr, ftir l Vlal und V0 lr. fttr l Mal smit Inbegriff de« Insertion«ftnnpel«). ^Kaibacher Ieitung. Amtlicher Theil. Sc. k. k. Apostolische Majestät habcu mit Aller« höchster Entschließung vom 2!!. Juli d. I. Allcrhöchsl-Ihrcn Herrn Bruder Erzherzog Ludwig Piktor zum Generalmajor allcrgnädigst zu ernennen geruht. Sc. t. l. Apostolische Majestät haben nut Allerhöchstem Handschreiben vom 27. Juli d. I. den Dr. Franz Ritter von Hcin zum Präsidenten dcS Obcllandcsgerichteö in Wien nllcrgnädigst zu erneu» ncn geruht. Sc. l. k. Apostolische Majestät haben mit Allcr-höchsteni Handschreiben vom 20. Juli d. I. Aller» höchstihrcn° geheimen Rath und Vliuistcrstcllvcrtrctcr für den Vcrwaltnugsdicnst im k. t. Finanzministerium Ludwig Riltcr v. Holzacthan zu Allcrhöchstihrcm Staalsrathe allcrguädigst zu ernennen geruht. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. Juli d. I. dem Ministerial« nnd zugleich Präsidialsckrctär im Finanzministerium Karl Reiöliu Edlen v. Sout Hansen dcn Titel und Charakter eines SeltionSrathes, nnd dem Ministerial-, zugleich Präsidiattonzipistcn in diesem Miuislcrium Rudolf Nittcr v. Prechtl dcn Titel und Charakter eines Minislcrialsckrclärs taxfrei aller» gnädigst zu verleihen geruht. Se. k. l. Apostolische Majestät acruhtcu mit Allcr« höchster Entschlicßuüa vom 2<). Juli d. I. die dcr« malige organische Einrichtung nnd Gliederung des k. l. Finanzministeriums bezüglich dcr Leitung aufzu-hcbcu, dagcgcu die Theilung des Finanzministeriums in zwei Sektionen, deren eine dcn Finauzverwaltungs-dienst, die andere daö Ändgct- nnd Kreditwesen zu umfassen hat, zu genehmigen und für jede dieser zwei Sektionen cinen unter dcr Oberleitung dcö Finanz-ininistcrs stehenden Scktionöchcf mit der dritten Dia-tcnllassc zu systcmisircn. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2<). Juli d. I. dcn Vize» Präsidenten dcr k. k. böhmischen Finanzlandcsdircttion Binccnz Ludwig Ritter von Kapp cl - S a u cua n und dcn Vizepräsidenten dcr k. k. Zcntralsccbchördc Franz Karl Nittcr von Äccke zu Scklionöchcfs im Finanzministerium mit Einbeziehung in die dritte Dia-tcnklassc, und zwar dcn ersteren zur Führung dcr Sektion für dcu Finanzoerwaltungsdicnst, letzlcrcn znr Führung der Sektion für das Budget' und Kredit-lvcsell allcrgnädigst zn erncimeu geruht. Dcr Staatsministcr hat cine am Gymnasium zn Iglau erledigte Lehrcrstclle dem gewesenen Gymnasial« Snpplentcn Ehristoph Ialsch vc» liehen. ^"- <3"^ ^ilianzminislclinm hat dcn Finanz-Inten-ssman ^l' ^leph Port a znm Finanzrath und 6'nanz.mtcndcutcn in Mautna ernannt. Adin,Mc"ninÄ"^"^"'""' l,at dcn Bezirksamts. N " er 3ns !.^^'" Km'l Kratochwi l c und den dcn letzteren für Pilsen crümun" "^ " ^" "'""' schaff ^^3^^^....^ zum Präsidenten und des Joseph NwclNest^ Richtalnlsicher ClMl. Laibach, :!1. Juli. Wir haben gestern bcrcits darauf hingewiesen, welche hohe Wichtigkeit für linscrc innere Politil in dcr Ucbcrtragnng dce Vorsitzcö im Ministcrralhc an dcn Slaa!5ministcr liege, nnd ce schließt dies, sowie dcr Umstand, das; Graf Vclcrcdi zugleich mit dcr provisorischen Leitung dcs PollzciininistcrinmS betraut wnrdc, jedenfalls die Vermuthung anS, als sei dcr Staatsministcr gcwisfcrmaßeu »ur ein Hoftcmzlcr für die dcutsch.slavischcn Länder. Die „O. D. P." lniivst au die Erncnnnng des StaalömiuistcrS zum Minislcrpräsidcntcn uachstehcndc Nefl^ion: An nud für sich wäre darüber gar nichts zu bemerken. Dem Staalsministcr gebührt dcr Vorsitz im Konscil. Bci uns verhält sich jedoch die Sache anders. Man lcnnt dic Mühe, welche Hcrr von Schmerling daran wendete, daS MinistcrralhSprä« sidinm zu crlaugcu, als noch Graf Ncchbcrg Ministerpräsident war; sie blieb vergeblich. Später übernahm Erzherzog Rainer dcn Vorsitz im Ministcrrathc. Dieses hatte einen doppelten und bcmcrtcnSwcrthen Grund. Denn nicht nur wnrdc hicrdnrch dcr Rang» streit dcr beiden Minister «Rivalen beseitigt, sonder» cs wurde dadurch auch die Eifersucht dcr National»-täten uaralisirl. Ein Mitglied der kaiserlichen Familie ist eben so gnt Nngar, als Deutscher, alö Böhme :c. Ein Prinz dcS kaiserlichen Hanfes sieht ülicr alle» Naliunalitälcl, llild Parttici,. ^iliiimchr wird alici- das Plüsidnim im Miin'sttlloiiscil doch dem ^taalSillilnstcr nlivci lraitt- hicl dill ch ei scheint dieser Titel mit einem besondern Relief ausgerüstet, woge-gen wir vom allgemeinen österreichischen Gcsichtöpunltc aus gewiß nichts einzuwenden haben, da hierbei die Annahme gerechtfertigt erscheint, daß auch im Mini-slcrinm Majlalh«Äclcrcdi über die politischen Angc> lcgcnhcilcl,, welche daS Verhältniß Ungarns zu dem Gcsammlslaatc berühren, im gcsammteu Mmislcrralhe verhandelt und berathen werden wird. Die ans dcr Texlirliug dcr kaiserlichen Hand« schreiben an Grafen Aclcrcoi und Ritter u. KomcrS unzweideutig hervortretende Unlerschcidnng zwischen dcn dcnlfch - slavischen und den Ländern dcr ungarischen Krone glaubt dic „Prcssc" dahiu dcutcu zu dürfen, „cs fchcinc im Werke zu scin, die Autonomie dcr un-garischcn Ländcr zur vollen Wahrheit zu machen, und mit Auöuahmc dcr gemeinsamen sollen die speziell ungarischen Angelegenheiten fernerhin unr zwischen dcn Hofkanzleien nnd dem Monarchen verhandelt werden, während viele derselben biö jetzt daö Sieb dcs Staats» nnd Minislcrrathcö passircn mnßtcn. Dic Epoche dcr burcankralischcn Zcntralisaliou — sagt sie weiter — ist dahin, und cin gcmäßiglcr Dualismus tritt an ihrc Stelle." Mögc man cS mm „Dualismus" odcr wie immer nennen, so viel scheint gcwiß zu scin, daß das ncngcschasfcnc Verhältniß zu Ungarn auch in der That znm „Ansglcich" und damit zur kräftigen Enlfallnng des vcrfassnuaMnßigcl' Lebens m Oesterreich führen wcrdc. Oesterreich. Wie,,, 2l>. Ilili. Der Staatörath bestehe uur noch anö folgenden Mitgliedern, wird in mehreren Ionrnalcn angeführt, als: Ginf Alnmssy, Aaron Gcringcr, Freiherr v. Halbhubcr, v. Oscgovic und Dr. glitter v. Qncsar. Diese Angabc ist nicht rich, tig. Hcrr v. Andrcanszty gehört zu dcn ungarischen Mitgliedern dieser Korporalion nnd dcr Ministerial' rath Hcrr v. Wcißmann repnisenlirt daS Stantsmi-nisterinm bci derselben.^— Dic Berufung des Herrn u. Holzgelhan in dcn Staalsrath ist bereits rrfolgt und cs stehen noch mehrere folchc Berufungen zn er- warten. Dem Institute steht jedoch line vollständige Umwaudlung bevor. (Ocst. Ztg.) Innsbruck, 25). Juli. Der hilsige laiholische Verein hat vom hcil. Vater cin Schreiben als Änt» wort auf cinc oemsclblu am 28. Iutti überreichte Adresse erhallen. Das Schreiben ist vom 8. Juli datirt und enthält folgende Stelle: „Wir bcmcrtcu zu ganz besonderem Troste Unseres HcrzcnS an den gepflogenen Vcralhnna.cn das Verlangen, dic Einwanderung andersgläubiger Ansiedelungen und daS Eindringen unlatholischcr RcligionSübung unter dic Glänbigcn dicscs sclzr religiösen LandcS zu verhindern; auch freut Uns das eifrige Bestreben, die Reinheit dcs Glaubens in, Volke zu erhalten; Wir loben auch jcnc Hingebung, mit welcher Ihr nicht unr die von UnS verworfenen Irrthümer verabscheutet, sondern anch dic Ucbrigcn vor Ansteckung zu schützen beflissen warcl." Prag, 28. Juli. Heute siud mehrere Beamte uerschicorucr Dilastcrien nach Wicn iu die Bureaux dcr Ministerien bcrufcn wordcn. - - „Narodni Lisly" berichten, daß dic Finanz-Landes« Direktion in die Statthaltcrci aufgehen soll. Daö in Debreczin erscheinende Blatt „Ilorw-daz^v^ ist das erste, welches unter dcr neuen Prcßord» nuug lonfiszirl wurde. Wie man dem „Hon" schreibt, acschah dies wcgcn Herabsetzung des ÄnschcuS der Bchördc, begangen durch zwei Nvtizcu, dercn cine das schlechte Pflaster in cincr Gasse DcbrcczinS und die andere die Schwiel-ialcit, mit welcher von dcr dortigen städtische» Kasse Geld zu erhalten ist, zum Gegen« stand hat, Mtsland. Ttuttaart, 28. Juli. Die Kammer der Ab« geordneten hat sich mit 40 gegen 28 Stimmen acacn die Zulassung dcr Israclilcn in die StiftuuaSrütlie ausgesprochen. Berlin, 29. Juli. Dic hiesige Gemeinde dcS allgemeinen deutschen (Lassallc'schcn) Arbeitervereines wurde anf Grund dcr §§ 8 nnd 10 des VercinSge-sctzcö polizeilich geschlossen und wurden deren Versamm« luugcu bis auf Weiteres untersagt. Köln, 28. Juli. Dcr Anllaslc« Scual des Kölner AppcllhofcS hat, iu Verwerfung der Oppo. silion des Obcrproluralo,5, dcu Bcfchlnß dcr Raths« lammcr bestätigt, welcher dic polizeiliche Auflösung dcS Fcstcomi^'s, als politischen Verein, aufhob. Kiel, 2'.». Juli. Die „Kieler Zeitung" cuthält zwei Proteste dcS Frcihcrru v. Huldhubcr gcgcn dic Verhaftung May's und die AuSwcisuua. Frcse's. Die Kiclcr Stadlkollcgicn habcn beschlossen, eine Beschwerde bci dcr Obersten Zivilbehöldc ciuzubiingcu. Florenz, 28. Juli. ^Dic spanische Gesandtschaft vcim Könige Franz II. wnrdc aufgehoben. In An con a wurden am 27. Juli 2() Eholera-sällc lonstatirt, von welchen ncnübergabc. Dieselbe fand nun um 6 Uhr Abends auf dem Sommerturnplatze Statt und wurde von dem Sprcchwart dcS Vereins, Herrn Dr. Ritler u. Stockl, vollzogen. Derselbe eröffnete seine Ansprache an die ziemlich zahlreich (70) versammelten Tnrncr mit einem Hinweis ans das so glücklich durchgeführte letzte Schauturnen und deutete die Fahne als ein Symbol deS brüderlichen, einigen Zufammenstchcns, als ein einheitliches Band, welches den Verein um« schlinge u. f. w., und überreichte unter dieser glück« lichen Auslegung dcs Zweckes der Fahne die letztere an den Fahnenträger, wobei er mit einem Hoch auf den Turnverein schloß. Diese Ansprache wurde von Seite des VcreinSmilgliedcs Ram lion« et ::-.it eini« gen herzlichen Worten nnd einem „Gnt Heil" auf das Willen dcS Tnrnralhes erwiedert, in welches dic Turner begeistert einstimmten. Die Fahne selbst ist cin wahres Meisterstück dcr Stickerei. Auf schwerem dlmtelgrüucn Seidenstoffe trägt dieselbe, reich und geschmackvoll in Silber gc« stickt, das Turncrlrcuz nut dcm Turucrgrußc „Gut Hcil" und dcr Jahreszahl „1805," während die au« derc Seite in wirtlich tüllstlerischer Ausführung das Stadtwappell in farbiger Seide gestickt und um dieses Wappcnfcld die Wortc „Laibachcr Turnverein" in Silberstickerci trägt. Nach vollzogener ^ahncnübcrgabc wmdc nun mil dcr Fahne durch die Stadt nach dem „grünen Berge" gezogen, woselbst sich ein überaus zahlreiches Pudli« lum cingcfuttdcu halte. Die Stimmung sämmtlicher Amvtftndcn nahm bei den Klängen der trefflichen Musik dcr RcgimcnlSlapclle o. Gcrstncr, unter pcr-sönlichcr Lcituug ihres Kapellmeisters Sa lava, und dcm dabei glücklich improuisirlen Tanze in den geocck« tcu Räumen dcr geschmackvoll dclorirten Kcgclstättc, und unter der überraschenden Zuthat eines kleinen Feuerwerkes in Bälde einen recht almnirlcn gehobene» Eharallcr an. So gestaltete sich auch diese Nachfeier dcs Schau« turnenS zu einem kleinen Volksfeste und zu einem würdigen Nachtlange des unvergeßlichen in Nr. 102 dieses Glattes geschilderten Schaulurn«FcsteS. Man trennte sich in der traulichsten Stimmung erst um halb 12 Uhr, und zwar dcr „Laibachcr Turnverein" hocherfreut durch die ihm scilcnS des Publikums offen entgegen getragenen Sympathien, letzteres andcrcrfeilS befriediget durch dic ihm darge« boleue so recht herzliche und durch nichts getrübte Unterhaltung. — Dic nach dcm ebcn abgelaufenen Schuljahre abgehaltene öffentliche Prüfung in dcm hiesigen Privat«Mädchculustitute des Fräulein Lcopoldine Pctritsch hat auch heuer einen crfrculichcu Beweis dcs Fortschrittes dieses Lehr« und Erzichungö-Insli« tutcs geliefert. Wir erwühncu dabei, daß der Unterricht sich nicht blos auf die Lchrgegcnstände der Nor« malschulcn beschränkt, sondern auch Geographic, Well und Naturgeschichte, Naturlchre, Slylistil, Literatur« gcschichte und Aesthetik, sowie weitcrs die slovenischc, französische und italienische Sprache umfaßt. Auch im Zcichucu, fowie in den weiblichen Handarbeiten wurde Unterricht ertheilt, worüucr sehr gelungene Pro» bcn vorlagen. — In diesem Institntc havcn cben auch fünf Kandidatinnen für das Lehrfach ihrcu Kurs voll-cndct und dic Bewilligung zur Ablcgung dcr Prüfung hierüber erhallen. — Das Programm für die heutige Platzmusil enthält folgende Picccn: 1. Marsch; 2. Ouvertüre zur Oper „Die diebische Elster", von Rossini; :;. Si« donia«Quadrille von Kleiber; 4. HochzcitSmnsit und Arautlico auS der Oper „Lohengrin", von Wagner; 5. Konkurrenzcn.Walzcr von Strauß; 0. Musikalischer Scherz, Potpourri von Kooäcs; 7. Marsch. — Gestern Nachts wurde der Mililärabschiedcr Scbastlan Pauschck durch den Lohnlulschcr Franz Marout überführt und schwer beschädig,. - Frl. Theodora v. Hermannst Hal, cine gedornt Lalbachcriu, hat, wie wir aus verläßlicher Quelle vcnichmell, in Venedig a,> dcr Akademie der schönen Künste als Malcriu den Preis für Kom. position erhalten. Frl. Theodora erhielt ihren ersten lwerricht in dcr Malerei von ihrer Mutter Amalic v. Hcrmannslhal, Tochter dcs hier verstorbenen Ad« volatcn Dr. Oblal, ciuer in Musik und Malerei gleich ausgezeichneten Dilettantin, und befindet sich gegenwärtig zur höheren Ausbildung in Venedig. — Dcr in unserm Blaltc Nr. 170 auS dcr „Bohemia" abgedruckte Korrespondenz« Artikel ans Venedig, betreffend die Entdeckung cincs Kom« plotcS, ist, wie wir auö einer amtliche» Bcrichli« guug im „Vaterland" entnehmen, volllommeu unrichtig. — In, Monate August findcu in Kram folgende Jahrmärkte Stall: Am 1. in Krainburg; am 5. in Maria Thal; am 10. iu Brunndorf, St. Lorenz, St. Johann und in Arch; am 14. in Hasclbach; am 15. in Grafcubruml; am 10. in Laas, Trcsfcn und in Waalsch; am 20. in Sitlich und Nasscnfuß; am 21. in Mottling; am 21. iu Gotlschce, Bartholomn, Adclsbcrg, Slciu und in Laak; am 20. iu Obc« scmcu, Kumbcrg uud in St. Marein; am 27. in Schilzc, zu St. Veit und in St. Georgen; am 28. in Neu« sladtl. 1^..). Von der Radomlja. Am Sonnlag den 0. d. M. wird in dcr Pfarllirchc zu Egg ob Podpctsch eine seltene kirchliche Feier stattfinden. Die hochwürdigcn Herren KosmaS uud Damian Paulitsch, ZwilliugSbrüdcr, geboren am 12. September 1811, Söhne dcS dortigen PostHaus« uud Realitäten»Besitzers Herrn Ignaz Paulilsch, werdcn an diesem Tage ihre Primiz sciern, zu wclchcr riuc große An« zahl von Verwandten, Freunden und Bekannten dieser sehr achtbaren Familie eingeladen ist. — Es ist ganz begreiflich, daß dieses so ungewöhnliche Ereigniß daS ganze Thal und die Nachbarschaft iu freudige Aufregung versetzt hat. Hat auch in Kraiu erst vor dreizehn Jahren in dcr Pfarrkirche St. Martini zu Poland eine ähnliche Doppclprimizfcicr staltgefnnde», wo die Zivilli'ugSbrüder, die hochwürdisicn Herren Alttou uud Ignaz Tan^ar ihre erste h. Mcssc cclc dritten, so dürften gleichwohl Iahrhundcrlc vergehen, bis dic Geschichte abcrmal cin solches Erciguiß registry reu kaun. - AuS Oberlrain, 29. Ilili, wird unS geschrieben: Wir halicn hicr anhaltende Hitze und Dürrc, Menschen, Thiere und Pflanzen, alles lechzet nach Nässe, aber umsonst, dcr Himmel hat seine Schleichen versperrt. Die Hitze erreichte 2!), .'50 bis :;l Grade. Mancher würde sich denken, die heurige Temperatur ist günstig für die Badiuhaber. Ja wohl, man liest auch, wie dic Bäder allcrwärlS von Gästen überfüllt werden, so daß man wcgcn dcrcn Unterbringung in Vcllencu!,cilc„ acräth aber die Vcldcser sind bisher solcher Verlegenheiten heuer all"" dings noch überhoben. Dcr Giuno dessen dNrft« «o^ darin zu suchen sein, daß wir noch immer jcuc Klage-lieder anstimmen müsftn, deren Text schon in dcn vorjährigen Zeitschriften zu finden ist. Keine Musik, keine Unterhaltungen, leine Spazicrgängc, lein ArrcM' gement für Laudparlicn, höchstens :l—4 Zeilschrislen, daS ist das ganze Vergniigungsprogramm in Veldcs. Daß da lcin Lcven herrscht, ist wohl erklärlich. In andern Badcörlcrn wird Bedacht genommen, dcn Gästei, alle möglichen Bequemlichkeiten nnd Uutcrhaltnngen auf eine billige Art zu liietcu, iu VcldeS hingegen scheint man daS Augenmerk nnr darauf zu richleu, daß die Fremden, die es liesuchcn, iwßclst rcich sein müssen. Allein die bloße Spekulation auf dcn Rcichlhum dcr frcindcn Gäste mnß dieselben allmälig von» Besuche abwendig machen. Schon jetzt ziehen hicr die Mci« steu Rohilsch, nicht nnr sowohl in sozialer als auch pekuniärer Beziehung, vor und VcldcS bleibt immer mehr nnr cin dcr Geographie nach bekannter Ort. — Wie wir vernehmen hat daS l. l. Finanz-ministerinm im Einverständnisse mit dem k. l. Staats« Ministerium unter dcn üblichen Vorsichten bewilligt, daß von dem dortigen Buchhändler Herrn Karl Mühl« feith in Graz im l. I. cinc Effeltcn-Lollerie mit der Ausgabe von 120.000 Losen, ;'l 5,0 kr., absschallen werde, deren Rcincrträgniß zu ganz gleichen Theilen dem Stifte Admoul und dcn Marltbcwohnern zuztt" wcndcn ist. — Mit Rücksicht auf dcn wohlthätigen und frommen Zwcck dcr Unternehmung wurde die halbe 1'^„igc Lottolaxc nachgesehen. — Wie wir hören, wird daS erzielte Rcincrträgniß der Lotterie einer amtlichen Prüfnng unterzogen und seitens der Statlhallcrci sürgesorgl werden, daß dcr Ertrag auch thatsächlich zu Zwecken dcr Unternehmung verwendet werde. sT. P-). ... Die Tochter Friedrich Schillers, dcr cinc Photographie des Grazer Schillcr-Denlmals zngesc"' det worden ist, hat unter dem 14. Juli nachstehendes Danlschrcibcu au das Eumit<> gerichtet: „Hochgeehrtes Eomik' für daS Schillcr.Dcntmal in Graz! Erst gl' stern, uach dreimonatlicher Abwesenheit auf mcinciu Gute Greifcnsleiu, znrückgclchlt, lamcn die mir ai>l>a! zugeschickten Photographien dcS SchlllcvDculmals i" Graz ill meine Hände, uud ich eile, mcincu hcrM' sten Dank für dicsc mich innig erfreuende Scndui'8 anszusprechcn mit dcr Versicherung, daß mir die Uc° für dcn theuern verklärten Vater, welche s" tics "^ V95 deutschen Voikc wurzelt, unendlich wohlthut, und mit innigster Dankbarkeit erkenne ich jcdcn BcwciS dcS Wohlwollens, welcher mir zu Thcil wurde. Unbeschreiblich wurde ich mich frcncn, das Schillcr-Dcnt-mal in Graz cinmnl mit eigenen Augen begrüßen zu dürfcu, doch leider tritt meine leidende Gesundheit oft zwischen Wnnsch und Erfüllung; nur durch freundliche Mittheilung genieße ich in Gedanken, was mir die Wirklichkeit versagt. Nochmals herzlichsten Dank. Hochachtungsvoll ergebene Emilie vermählte Noßwurm, geb. v. Schiller." — In den zwischen den Krcutzcr und Agramcr Komitatcn gelegenen Ortschaften Glogovuica, Voja» tovcc uud 5k,cntz hat der Hagel am 2l>. Juli einen sehr bedeutend,,,! Schaden angerichtet. Wiener Nachrichten. Wien, 51. Juli. Gras Bloome ist nach Gastcin abgereist, um dort zn erklären, daß sich Oesterreich nnr noch für lnrzc Zeit an dic Konzessionen gebunden erachte, welche es Preußen in der Hcrzoglhumcrfragc gemacht habe. — Der Gc'.ncindcrath der Stadt Ofen hat anS Anlaß der Anwesenheit Sr. Majestät in der Haupt» stadt Ungarns unterm 12. Inli an Se. Majestät eine llllclnntcrthänigsle Dankadresse gerichtet, deren Wortlaut im „SürgöM)" veröffentlicht wird. — Wie das „Neue Frdbl." aus verläßlicher Quelle erfährt, wild daS EinbcrufungS - Ncstript für deu ungarischen Landtag am Itt. August, dem Gc< lmrtstagc Sr. Majcstät dcö Kaisers, veröffentlicht werden. Der Zusammentritt dcS Landtages wird für den 20. Ottobcr iu sichere Aussicht gestellt. — DaS vom Grafen Adolf Podstatzky am 19. August veranstaltete Schützenfest iu Salzburg wird sich zahlreicher Theilnahme erfreuen. Dem Fest-Veranstalter wurde bereits brieflich angezeigt, daß aus Tirol über hundert Schützen tommcu. Auch Wicu wird ciu stattliches Koutigcut Schützcu stellen. — In einer Korrespondenz der „Clbf. Z." aus Schleswig-Holstein licst mau folgende Berliner offi' ziösc Mittheilung: „Wie man hört, soll das öster» rcichischc Iägcrbalaillon in Heide und Mcldorf nach Crcmpe, Wilstcr und Vramhcdt verlegt werden. Da in Altona, Glückstadt nud Itzchoc bereits Oestcr-reichcr liegen, so hat diese Verlegung die Beden» tuug ciucr Konzentration gegenüber dem ^agcr von Lockstcdt." Vermischte Nachrichten. Aus London wild der „Const. Ocstcrr. Ztg " geschrieben: Vor ciniacn Taacn trat ciu l)icr wcilc,,« der reicher Kaufmann aus Wien in den Spciscsaal einer der ersten hiesigen Gasthöfc uud crbliltc au cincm Tische einen Herrn in bürgerlicher Klciduug, dessen ganze Erscheinung ihm sehr bctannt war. Unser Wiener strengt fein Gedächtniß au, aber er wußte uicht, in wclchcu Kreis er diese Bekanntschaft einreihen solle, und doch war er überzeugt, dcu Hcrru zu kcnucu. Um dicscö peinliche Gefühl los zu wcrdcu, faßte er rafch ciucn Eulschluß, trat auf den ihm fo bekannten fremden Herrn zn nnd redete il'u, höflichst grüßend, mit den Worten an: „Entschuldigen Sie. mciu Herr, habe ich nicht das Vergnügen ciucu ^andsmauu aus Wien vor mir zu sehcu?" — „Allerdings, mein Herr, cntgcgnctc der Fremde lächelnd, ich bin ein Wiener." — „Ah, das ist charmant, cntgcgnclc nuscr Kaufmann, ich wußte ja, daß ich Sie keuuc — mein Name ist L, darf ich Sie nicht um dcu Ihrigen bitten?" — „Gewiß, lautete die freundliche Autwort, ich heiße — Rainer." — Man tauu sich das Erstaunen uud die Verlegenheit uuscrcs Wieners dcnlcn, als er in dem vermeintlichen „Bekannten" Sc. lais. Hoheit den Erzherzog Rainer plannte, den er sonst nur in militari» schcr Uniform zu scheu gewohnt war. — Zu dem Anti - Luxus - Verein soll sich nun, wie eine Wiener Lokalkorrcspoudcuz erzählt, auch ciu Auti-Bicrtriutcr-Vcrciu gesellt habcu. Die Mitglieder lcgeu sich die Verpflichtung auf, so lauge lein Vier zu trinken, bis der Preis desselben dem Ver-hällmssc migcmcssm ermäßigt wird. Iencs Mitglied aber, welches während dieser Zeit dennoch beim Bier trmtcn ertappt wird, zahlt 2 fl. als Strafe in die Das äuf diese Art ciuflic- ßende Geld wnd alijährig zur Unterstützuug eines armen Gcwcrbctrc.bendcu verwendet werden — Bei dem am 25>. v. M. Abends vou Wicn uach Krakau abgcgaugcncn Pcrsoncnznq gcriclh der iu der Mhe der Statio/Stauding tMchtcr,!lcckc Nr. 171, Profil Nr. 2',«4) in Brand und wurde durch das Feuer sammt Inhalt gänzlich vernichtet. Der Gepäcköloudulleur vermochte sich durch Abspringen uoch zu rcttcu, wurde jedoch beschädigt. So viel sich sofort ermitteln ließ, wurde der Brand, durch die Explosion ciucs iu dcu Gcpacksstückcu heim« lich ciugcpacktcn fcucrgcfährlichcu Gegenstandes verursacht. Der Zug erlitt hiedurch eine Verspätung von einer Stuudc uud 20 Minuten. — Iu Hamburg erheben sich Stimmen für die öcichenvcrbrcnnung, weil die Schädlichkeit des langsamen Vcrwcsungsprozcsscs mittelst der Beerdigung längst erwiesen sei. — Ein Marscillcr Astronom will als Ursache der großen Hitze des diesjährigen Sommers ciu wunderbares Naiurcreigniß cutdcckt habcu. Er behauptet nämlich, daß der belaunte EnleM Komet, welcher schon von jeher in einer unsere Planetenbahnen durch-schneidenden Spirale seine Bahn um die Sonne nahm, so daß er derselben mit jedem Umlauf näher kam, vor einiger Zeit in die Sonne hineingefallen sei nnd dadurch die Intensivität dcS SonuenfeucrS vermehrt habe. — Mnrawicw hat, um die polnische Sprache iu Litthaucu auszurottcu, die latholichcn Gebetbücher inS ! Russische übcrsctzeu uud die poluischcn Gebetbücher einziehen lassen. Der Pazifikator von Litthaucn halte sogar befohlen, daß die katholischen Geistlichen ihre Predigten iu russischer Sprache abhalten sollen. Eine Folge davon war, daß viele Russen griechischer Religion katholische Gebetbücher kauftcu und die Predig« ten zahlreich bcsnchtcn. Um dieses zu vermeiden, wcrdcu jctzt die russischcu Gebetbücher ciugczogcu. Erstes deutsche Sängerlmndesscjl in Dresden. Dritter Tass. Wieder zogen heute um 0 Uhr Morgens zum Sängcrruf Musilbaudcn durch die Stadt, worauf sich die Säuger um « Uhr iu der Fcsthallc zur Probe ciufaudcu. Die Herren Sänger leisteten bereits im Singen nnd Hochrufen fo viel, daß mehr als Eiucr zu dicfcr Probe uicht erschien. Der Hauptmomcut des heutigen Tages war der Fcstzug. Mciuc Feder ist z„ schwach, um ciucr solchen Thciluahmc, wie die Dresdner sie heule an den Tag legten, gehörige Worte geben zu komm,. Schon um 11 Uhr waren alle Tribüneu und alle Straßen, durch welche der Zug sciucu Weg unhm, mit Menschen-masscn gefüllt, die wahrhaft fabelhaft waren. Allc Fenster wareu mit festlich gekleideten Damcu und Hcrrcu im Ballanzug besetzt — cs war ein großartiges Bild. Um 1 Uhr zogcu am Altmarlt die Innungen nnd Genossenschaften mit ihren Fahucu, Staudartcn und Emblemen anf und bildeten bis nahe zur Fest« lialle Spalier. Vierhundert weißgekleidete Mädchen steUtcn sich mm ebenfalls daselbst anf und warfen den vorillicrziclicndcn Süngcl,, il)re Blniiiclispcndcl» Die GrschllflSlokalilätcu ware» in ga„z Drcciiglir L. hkuinuuikii'b 0gfi| KRONEN - GEI8T V. H O It 1' II \ it 1> 'VS Kräuter-Nclfe /^*S /nr Yer.schiinoruii.^ iiml Verbesserung (Irs Teinl-; und ei prulil. gc;;e;i ""''g aH()m1mrIIIC:Ä ll;»> KRAl)TF.H^/ gepi.nr,i«i = In verstellen Original-Päckchen it Ci M;r. ~ ^f^X f?w^ Velvet. Haarfärbemittel ^V^-'W (<:omplcll in Klui mil Bürslcn und .Schalen ii 5 I'l- ös|. V/.) \i[ill',\2^S Als vollkoinmcn /.werken Isprc rlioii d nnd durchaus im s i;hiiiineiij,'osf.'l/.t aus den liesl^ecif^nelen l'lliin/.eii - In^reilienzieii, /ur Krlial-Iiiii;!, Slürknng und N'erscIiöne.nniK der lliiiij>l- itnil llarl - Haare, sowie, zur Verhütung der so lüsligen Sc,liuj>pen- und Kleelilonliildiini,'. Dr. Suin de Boutemard's ZAHN-PASTA /*SP\ in V, in"' % '>ilc'tc'un " 7(^ uml 3s> ^r- (*wi^7 ,n,d Carl IfioscliilMcIi, sowie auch lür (JilU: Carl KrisfMT, Frk'sacli • Apolli. Ollo Kicliler, Klayenfurt: Apolh. Alois M.iiirrr und Joli. Supjt.'Hi, \Krainburg: Franz Kiispcr, \eustudll: Apolh. Dom. lüzzoly, Üpillal'-Ib. Max. Wallar, Villach: Malh. Für.st. ((J1Ü—9) i T «i7eTiTäli |>ei fjrnx. — fcaleum vom I. iVflai I»1m ICimI«1; Ke|»( ('IIU1'' Kc'"' »•'Hcncn mittleren Temperalni' |{;issins, Sepiiratltassins und (gewurmt) in Wannen. Zweite U'K'llC ni't -f- *iO° K. firosse» Hassin. — Für: alle Nervenleiden ausLelioits-schwiiehc mit erhöhter Reizbarkeit, Frauenkrankheiten, llainorrhoidnlieiden, (iicJil. | Rheuma, Skrol'oln, Wunden und (ie.sehwiire. FichlOIlbšidor ni'' ersterer Miner;di|uelle — für Lcbensschwüehe mit Tornor, L'nein-plihdlii'hkeit, Krsc.hliiH'ung — Kellist iViihmuiigs/iisliiiule.ii — hei Frauen und Männern für Fii'hti-'nliiider der Mai und .September empfehlenswert!) wegen dem ersten un< zweiten Triebe der Fichten. Comforlablo Unterkunft, gute Küche, Cursaal, Zeitungen, Ciavier, Curmiisik Kränzchen, Hülle, Curli.ste , Mineralwässer, Mölke, Wandelhahn , Kirche, Poslcxpedilid — eine herrliche Ciegciid mit ausgedehnten Nadelwäldern, die Nähe. der reizende» Hauptstadt von Steiermark. Frankirtc Quarticrbestollungcn an die Pacht-Verwaltung in Tobelbad bei Graz. (705—8)_____________________?IlJ?-_Y' KottOWitZ,_Üirei;tor_iind_I»Bchlor._____ ¦BHBHHIB^BHI Lose a 50 kr. o. August (i!i^eiistüiiil