LmbllchnWMtung. Nr. 30. PrKnliniclationSprei«: Im «lomptolr ganzj. N. II, ^ilv,. fi. ö.5«. ßüi die Zustellung ins Hau« haldj. 50 lr. Mlt der Post ganzl- ft. 15' halbj. fi. ?.«0. Moutüg, 8. Februar Insert« onSgebilhr bis 10 Zeilen i imal «0 lr., «m.sulr., »m.' st.;sonft pr.Zeile im. l,!l.,i!M.Ulr., ^ 3m.ia lr. u.s. w. InscrtionSstempel jede«m.5N l,. 1889. Amtlicher Tbeil. y e'er Instizministcr hat den Finauzconcipisten iu Mg Anton Brcncr znm Director der Strafanstalt !" Karthans nnd den bisherigen Inspector in KarthnuS "^dinand Zöhrcr zum ersten Adjnnctcn der Straf-Wnlt in Prag ernannt. Der Minister für Cultus nnd Unterricht hat eine ^ Gymnasium zn Egcr erledigte Lehrstelle dem für ^ Czcrnowitzcr Gymnasinm ernannten Vchrcr Adolf ^hrlich verliehen._________ Der Ackerbauminister hat den Krakauer Oberbcrg-^unissäv Heinrich Wachtel zum Verghanptmanne in ^Nenberg ernannt. ^. Heule wird ui deutschem und zugleich slolicuifchem Texte ^. ^gebeu und versendet: ^ltz- nnd Vcrordnnngs-Vlatt fnr das Hcr-^Nhllm Krain. V.Vtück. Jahrgang 1^69. Inhalts-Uebersicht: ^blNachuug der k. k, Landesregierung filr Kraiu dmn I0ten Jänner 18>;9, 3ir. »880, : °^'t Mehrere Bestimmungen zur Ausfllhruua. des Wehra/sehes " "bsiciit auf die im Verbände dcö Heeres ^tri^timarinr) Dic-i^", auf die Aufnahme eiuMrissrr ssreimillicier im Jahre ,,, ^ 'md auf deu frciwilli^r'.i Eintritt iu die Armee (Krieg?, "'"c) im allgemeinen zur üffcntlicheu Kcuutuiß gebracht werden. Laibach ^ den 8. Februar 1869, ^°>n k. l. Rcdactwuöbunau dcö Gesetzblattes für Kraiu. Nichtamtlicher Theil. Vcsterreichischc Pessimisten. Der .Mg. Ztg." wird ans Wien geschrieben: Mhrcnd die ?lnßcnwclt Oesterreich im Fortschritt er- Mckt. gibt es in Oesterreich selbst spürkräftigc Geister, d'c bereits überall Reaction wittern. „Ei." heißt cS da, "was hat denn dieses Ministerinm gethan? Die wider- Wichcn Pfaffen sind nicht gehenkt worden, die Lehrer ^bcn noch keine Hofrathsbcfolduug. das Militärbudget lnmt sich noch immer militärisch aus, hohe Stenern . ^bt man nach wie vor, nnd Achtung dcö Gesetzes uer- h^^ "an gleichfalls; es ist alles geblieben, wie es vor» denn^'" ^^'' meine Herren, das Ministerium regiert Ver! s ' "^ dem Parlament, hütet daS itlcinod der I^^Mig, hält sich streng an die Gesetze. . . „Ja," ^ch, Gcgcnnntwort, „darin eben liegt es. Eine ^,,^cgicrnng mnß sich über Gesetze nöthigenfalls H^^uvcgsctzcn, dann nnd wann einen förderlichen ^sli? uH thnn, und am rechten Ort eine Cabinets- rcn^.^zui'lben verstehen: dann sieht man doch für was "»ay ^d- Und den Aufwand für die Armee kann hcs,^z ersparen. Es war nur das Concordat, wcl- yv^^^ ^ic bisherigen Kriege zuzog; wenn wir die gc- »Yc»h^^ Civilehc einführen (denn Zwang allein ist die ^iichs °>heit), fo haben wir in ganz Europa keine slig u /"chr." Die so reden, gehören natürlich den gci- ^>'de,, l'w" Schichten des Pessimismus an, aber vor- "n i>! ? sie. Es sind zum Theil die nämlichen, die ^adcn s ^z V. I. iubilirt und illuminirt haben. Jetzt ^ ^Mn <^ vergessen, oder übersehen wenigstens, daß '^" sio ^ Jubel ihren jetzigen Tadel Lügen straft; Mblich , , ^ einwenden. damals halten sie sich eben s'lgcs P„ "i, so erweckt dies wahrlich kein sehr gün- s'cht. E„ ''."heil fnr die Tragweite ihrer heutigen An- PolilisH.. ^uut z. B. die Börse, die doch fnr einen es mi/^armncter gilt. keineswegs damit ubcrein, daß zeigen d./!.""^ rückwärts gehe- die steigenden Cnrse feudalen , ^^enthcil. nnd „Ziffern beweisen." Auch die in ihrcr «, ^ericalcn Oppositionsblättcr widerlegen ilvar lnacl " ^'^ Unterstcllnna ministerieller Reaction; jedoch „ie>i^^. ^" Legierung Vorwürfe im Ucbcrslun, wickle, «der < si "' ^! ste zu wenig Liberalismus cnt- ^"Ul mnn i)„ ^ !^ lediglich nichts geändert habe. Und b°s reaction«,, .^"^mninistcriunl das im Jahr 186l^ die jetzi^,^ ^, l)uß, urkundlich befragen könnte, ob eS """kenne die A . "^ Politische Gesinnungsgenossen ^""nend aus M^! 7^ ^iese Anfrage fiele sicherlich 6 "'ellcicht wieder ei naserümpfcndc Pessimismus Parlamentarisches. Wie«, 4. Februar. In der gcstern abgehaltenen Sitznng des confess!, u n ellc n Ausschusses wurde das Protokoll der vorigen Sitzung dahin festgchcllt, daß der Tcxt wzüglich der vom Ausschlissc beschlossenen Entschädigungs-psiicht bei ciucm Rücktritte von Eheaclölilüssen nicht offen gelassen, sondern daß der von Dr. Figuli) bc-autragtc Tczt der H§ 45 nnd 40 des bnrgcrlichm Gesetzbuches angenommen wuldc. Hierauf wird die Dcbattc über die Definition des EhcucrtragcS fortgesetzt und mit Majorität beschlossen, von einer solchen Definition oder Bezeichnung der durch den Ehctmttan cnlstchclidcn Pflichten im Eingänge des Gesetzes gänzlich abzusehen. Hiedurch entfiel die Abstimmung über § 2 des Rcfcrcntencnlwurfcö. § 3 wurde mit ciuem Amendemcnt dcs Dr. Dienstl in folgender Fassung angenommen: „Einen Ehevcr-trag kaun jcdcr schlicßcn, welchem tcin in diesem Gc-sctzc begründetes Ehchinderiuß entgegensteht. H 4 wurde nach der Fassung des Nefcrentcncnt' wurfcs genehmigt. Für deu § 5> beantragt Dr. Rcchbaucr nachstehenden Wortlant: „Wahusiimige oder Blödsinnige können sich nicht yiltic, verehelichen." (Angenommen.) Rücksichllich der Stelle, welche die beschlossene Be-stimnnmg über das Ehcocilödnii; in dem Gesetze ein« zunehmen hätte, wurde vom Referenten unter Hinwci' jung auf den die Eulschädigungöpflicht aus Ehcvcr-löbnissen enthaltenden Punkt 1 des joscphinischen Ehegc» sctzbuches beantragt, daß diese Bestimmungen an die Spitze des Gesetzes zn stellen wären. Es wurde jedoch vom Ausschüsse kein Beschluß hierüber gefaßt, soudern derselbe der uächswl Sitzuug vorbehalten. (Der Steuerreform- N n s f ch n ß) hielt gestern und heute abermals Sitzungen nud setzte die Berathung bis zum § 12 des Grnndstcncrgcsctzes fort, § !) und Alinea 3 wurde dahin abgeändert, daß dort, wo keine Aczirks-Vcrtrctnngcn, bestehen, die Zusammen setzung der Bezirks Commission in der Weise geschehen soll, daß die Wahl dreier Mitglieder dnrch den Gemeinde vorstand vorgenommen uud das vierte Mitglied vom ersten Sechstel der Höchstbestcucrtcn, deren Anzahl jedoch 20 nicht übersteigen darf, gewählt werden solle. -Ein längere Debatte entspann sich über dic Sprache, welche die Negicrungs-Funttionärc bei den betreffenden Per-Handlungen sprechen sollen, nnd wurde in dieser Hinsicht der Antrag des Abgeordneten Ritter v. Grocholski znm Beschluß erhoben nnd das 0. Alinea des § 9 der Regierungsvorlage als § 10 mit folgendem Wortlaute eingeschaltet: „Die von dem Finanzministcr für die ^an-ocs-Commissillucn uud für die Bezirts-Schätzungs-Eom-mission zu ernennenden Fuintionärc sollen zunächst ^an-dcsangchörige, unter allen Umständen aber solche Individuen sciu. welche sowol in Beziehung auf die ökonomische Ausbildung als auch auf die im Schätzungsbc-zirkc üblichen Landessprachen ihren Aufgaben vollkommen gewachsen sind/' Aug. Pctrino regte die Frage an. ob eine Strafe darauf zu setzen sei. wcun Jemand die auf ihn gefallene Wahl in die Schätzungö-Eommissivu ablehne. Abg. Rygcr fpricht sich gcgcn eine solche Straf-vcrhängnug auS, weil dieselbe gegenüber dem passiven Widerstand keine Wirkung haben würde; man müsse da-fiir sorgen, daß die Abwesenheit der gewählten Commissions-Mitglieder den Fortgang der Arbeiten nicht hindere nnd dafür scheine ihm im § 11 des NcgicrnngS-cntwurfs uorgcsorgt. Gerade die Voraussicht, daß die Abwesenheit der gewähltcu Mitglieder den Fortgaug der Arbeiten nicht hindern werde, dürfte das größte Com-pelle sein, an dcn Arbeiten der Cmumisson lheilzn-nehmen. Dieselbe Ansicht spricht auch Finanzminister Dr. Brest el aus. Abg. Baron Petrino entgcgnct diesbezüglich, daß ein Unterschied darin bcstchc, wenn die vier Mitglieder, welche die Wahl annehmen, sich an dcn Arbeiten nicht bcthciligen, für diesen Fall sei allerdings im § 11 Vorsorge getroffen, nnd wenn die vier Mitglieder die Wahl nicht annehmen, dann käme die Commission gar nicht zu Stande. Bei der Nothwendigkeit, die Steuerlräacr zur Mitwirkuug an dcn Schätzungsarbeitcn zu bestimmen, halte er eine Strafverhängung bei einer unbegründeten Weigerung, dic Wahl anzunehmen, für zweckmäßig. Abg. Ritter v. Grocholski ist der Ansicht, eS sei gesetzlich ausznsprechen: „Jedermann ist verpflichtet, die Wahl anzunehmen." Ob dabei cine Strafocrhängung in Betracht zu ziehen sei, daß sei eine abgesonderte Frage. Es könne z. B. bei dcn Wahlen dnrch Gemeinde-Vorstände die Wahl auf Jemanden fallen, der nicht anwesend sei; der Wahlkörpcr geht auseinander nnd der Gewählte nähme dann dic Wahl nicht an, solle nun der Wahlkörpcr wieder zusammentreten, um vielleicht denselben Erfolg zu haben? Er haltc für angezeigt, daß dieser Gegenstand einem Subcomit6 zur Berathung und Antragstcllung zugewiesen werde. Abg. Dr. Stieg er betrachtet die Stellung der gewählten Eommissions-MitgUedcr als ein Recht, und zwar als ein Recht zur Controle. Will der Gewählte sein Controlsrccht nicht ausüben, so compromittire er auch dic Nichtigkeit der Operate der Regicrungsorganc. Zur Ausübung seines Rechtes könne aber Niemand durch Androhung einer Strafe verhalten werden. Bei der Abstimmnng wird sowol dic Frage, ob die Berathung über diesen Gegenstand an ein Subco-milö gewiesen, als anch jene, ob eine Strafsanttion direct ansgcsprochcn werden soll, verneinend entschieden Wien, 25. Jänner. (Die galizische Lan dt ag s-Ncsul otion.) Der Verfasfungsausschuß deS Abgeordnetenhauses verhandelte gestern Abends über den Zicmialkowski'schen Antrag. Minister Gistra gab die Erklärung ab, die Regierung sei bereit, die Resolution des galizischen Landtages dem Ausschüsse mitzutheilen, jedoch nur unter zwei Bedingungen: Erstens, daß der Ansschuß anerkenne, die Rcgicruug sei hiezu nicht verpflichtet^ und zweitens, daß das diesfälligc Ersuchen an die Regierung schriftlich ge« stellt werde. Der Ansschuß erklärte sich mit diesen zwei Bcdingnngen einverstanden, nnd acccptirtc sodann nach langandaucrnocr Debatte die eventuell gestellten Antrüge seines Subcomit<''s: l>) das Haus möge dcn Ausschuß beauftragcu, übcr die vom Ausschusse dem Hause mitgetheilte Resolution des galizischcn Landtages m lm>rl!<» Bericht zu erstatten und Anträge vorzulegen; l<) über dcn Antrag des Dr. Zicmialkowski sei, da derselbe durch die Mittheilung der Resolution seitens des Ausschusses gegenstandslos geworden, zur Tagesordnung überzugehen. Gegenanträge lagen vor: von Mcndc welcher wollte, daß der Gegenstand an das Snl)comit<' zu dem Ende zurückgelcitet wcrdc, dasselbe möge sich dahin ans-sprcchen, iwicfcrn zur Verhandlung üucr den Ziemial-kowöti'schcn Antrag eine Ergänzung der bestehenden Gesetze, respective der Geschäftsordnung des Abgeordnetenhauses erforderlich sei. Dieser Antrag wurde von Kn< randa eifrig unterstützt. Wolfrum stellt dcn Antrag, der Ansschuß möge dem Hause empfehlen, über dcn Antrag Zicmialkowsli'S pm'<> et ,^'ni!'I<' zur Tagesordnung überzugehen. Er mo-tivirt seinen Antrag damit, daß, da der Ausschuß sich zu dem Grundsätze bekannt habe, die Regierung sei nicht verpflichtet. Landtagsauträgc dem Rcichörathc zur verfassungsmäßigen Behandlung mitzutheilen, nichts weiter erübrige, als dem Hause lurzweg dcn Ucbcrgang zur Tagesordnung anznrathcn. Rcchdauer stellt dcn Gegeuantrag: Die Regierung möge vom Hause aufgefordert werden, die Resolution, um die es sich hier handelt, dem Hanse (ohne dcn Beisatz: zur verfassungsmäßigen Behandlung) mitzutheilen. Noch von andern Mitgliedern des Ausschusses wurden dic Anträge des Subkomitcs energisch bekämpft. Schließlich aber erhielt keiner der Gcgcnnntrügc die Ma< jorität, und das Endresultat war, wie bereits oben bemerkt, die Annahme der Anträge dcS Subkomitös, die zuletzt zur Abstimmung gelangten und zumeist wohl eben diesem Umstände ihre Annahme zu verdanken hatten. Zum Referenten im Hause wurde der Abg. Dr. Kaiser gewählt. Unabhängig hievon erhielt das Subko-mitc vom Ausschüsse den Auftrag, Vorschläge darüber zu erstatten, welche Gesetzändcruugcn erforderlich wären, nm in Zukunft dcn ttaudtagsanträgcn die Behandlung im Rcichsrathc zu sichern. Dr. Fisch Hof hat nach der „Debatte" große Chancen, in der nächsten Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses zum Mitgliede des Staatsacrichtshofes ae-wählt zu werden. u > , , 218 Oesterreich und Nom. Der ülici' die Stimmuug in dcn clericalcn Krciscu gewöhnlich gut unterrichtete,, „Kölnischen Volks.Zcitung" schreibt man au^ Nom unter dcni 29. v. M.: „Man versichert, daß im Wiener Cabinet eine bedeutende Modification der Ansichten in Bezug auf dic Differenz wc-ucn dcö Eoncordates mit Nom stattgcfnuden habe. Graf Bcust hat den hiesigen österreichischen Botschafter mit Iüstructioucn versehen, dic es nwglich machen sollen, ernste Unterhandlungen mit dem Slaals'ccrclär anzuknüpfen, von dcncn ein beide Theile bcfricdigcn?es Resultat zu erwarten steht. Die Oesterreich freundliche Partei in Rum freut sich herzlich darüber. So viel steht fest, das; der öslcrrcichische Botschafter mit dcr größlcn Zuvorkommcnhcil im Vatican behandelt wird, was, wenn man es in Wien ebenso aufrichtig mcinl wie in Nom. die Unterhandlung offenbar wesentlich fvrdcru muß." Kojstlh über >ic Türkei. Der Londoner Correspondent der ,.N. Fr. Pr." ruft znm Zengcu über die politischen Zustande der Türkei einen Mann auf, dem dic jetzigen Zustände Ungarns nicht srci gcnng sind, dessen Anssagen also gewiß nicht als verdächtig gelten können. Er schreibt: Also sprach Ludwig Kossuth in einer Ncdc zu Boston, bekanntlich dcr radicalsten Stadt der Vereinigten Staaten, zur Zeit seiner großen Nnndrcisc durch die Union: „Meine Herren! Ich hätte noch manche Dinge zu sagen. Es ist nicht so leicht, übcr dic Lage, dic vorgefallenen Veränderungen nnd dic Aussichten in Europa zu reden, wenn es sich wesentlich um die Lage meines eigenen Landes handelt. Ich weiß nicht, ob cö mir gelingen wird, doch ich will versuchen, etwas übcr die Türkei zu sagen. Die Türkei! Sie verdient in dcr That Ihre Sympathien, denn sie ist das Land dcr Gemeinde-Einrichtungen, das Land der religiösen Dnlonug. Als die Türkei ihre Herrschaft über Siebenbürgen und halb Ungarn ausdehnte, griff sie nie in die inneren Verwaltungsangelegenheiten der Einwohner ein; sie erlaubte sogar denen, welche innerhalb ihres Gebietes wohnten, die von dem nnabhängigcn Ungarn znm Zwecke der Kriegführung gegen die Pforte ausgeschriebenen Steuern auf dem Herrschgcbict des Sultans einzusammeln! Während in den anderen Theilen Ungarns dcr Protestantismus durch die österreichische Politik unterdrückt war, und die Protestanten sich mehrere male gezwungen sahen, zur Vertheidigung dcr NeUgwntzfrclhcit in Sicven-diira.cn dic Waffen zn crgrciscu, rrhicllcn unter dcr Oberherrschaft der Pforte dic Unitaricr politische Rechte, und der Protestantismus wuclis unter dcn schützenden Flü' ueln der ottomlniischen Macht." „Die Achtung vor dcn Gemeinde-Einrichtungen," fuhr dcr Redner fort, „ist im Geiste der Türken so tief gewurzelt, daß zur Zeit, als sie Herren dcr Moldau nnd Walachei wurden, sie sich freiwillig selbst von allen politischen Ncchtcn in den ncn erworbenen Provinzen ausschlössen, nnd bis hcntc gestatten sie jenseits der Donau keine Erbauung cincr Moschee, noch auch dnl-dcn sie, daß ein Türke dort wohne nno Giundeigenlhnm besitze. Sie mischen sich nicht in die Beslenernng und innere Verwaltung dieser Provinzen ein, und das letzte Slaatsgcsetz, das Tansimat, ist nnr die nachmalige Bc-kräftignng dcö Gemeindcrechtes, welches dadurch gegen die centralisircndcn Eingriffe dcr Paschas geschützt wird. Während dcr Czar Nikolaus die protestantische Bevölkerung von Tiefland und Esthland znr griechisch-katholischen Kirche mit Gewalt und lockenden Versprechungen zn vc° kchren sucht, gewährt dcr liberale Sultan Abdnl Mcdschid volle Glaubensfreiheit allen Sectcn dcö Protestantismus." Doch ich halte hier ein, denn in derselben Rede fuhr Kossulh noch weitläufig fort die Vortrcfflichkcit der Türkei zu beweisen — und ist man auch so weit ein Mann von Gefühl, um selbst in dem Türken den Menschen zn erkennen, so sagt doch das bekannte geistreiche Sprichwort mit Recht: „Was zn vicl ist, ist zu viel!" Ich wollte auch den genannten Zeugen gar nicht aufrufen, um AllcS zu unterschreiben, was er sagte. Es sollte nur dnrch dcn Gegensatz gczcigt werden, daß alles das, was die unerbittlichen Widersacher dcr Türlei behaupten, diejenigen, welche sie einfach in den Bosporus werfen wollen, unmöglich wahr scin kann. Daß Kossuth iu jenen Ncdcn vor dem englischen und amerikanischen Volke während voller acht Monate in catonischcr Weise die Vernichtung Rußlands predigte und die panslavischcn Bestrebungen als den Fluch nnd die Gefahr Europas tagaus tagein brandmarkte, daran zu erinnern mag ihm heute vielleicht nicht gerade angenehm scin. Gleich in seiner Ansprache, die er in dcr Guildhall zu London hielt, rief er aus: „Was ist dic Wurzel alles Uebels in Europa? Antwort: dcr Geist des Ucb erg r iffcö, dcr von Rußland her droht!" Dieses Sprüchleins mag man sich heute bei dcr orientalischen Frage erinnern. Wer aber das Genauere von Kossuth's Ansichten über Rußland, dcn PanslaviS-mus und die türkischcu Zustände vcruchmen will, der schlage die »8p<>c«l»5u!!>, «'llil^l l»^ Brunei« >V. A<>>vm;m«, herausgegeben in London, auf. Da wird der Leser mancherlei Nützliches aus einem Munde hören, dcr damals die Posaune dcr Demokratie blies. Bei sich wird freilich dcr Leser, wenn cr dcr neuesten Aeußerungen Kossuth's gedenkt, die Bemerkung nicht unterdrücken können: „Wie sehr verändert ist cr von jenem anderen Lajos!" AlllMMlachrichtln au5 Numiinien. Aus den Donaufürstcnthümcrn laufen immer wieder von Neuem allarmirendc Nachrichten ein. So heißt es in einem Berichte aus der Walachei, welcher nicht etwa in einer neuen Auflage dcS Nothbuchcs, sondern in dem in Prag erscheinenden Ezechcnblattc, dcr „Eorrcspondcnz", zu lesen ist: Neues hier bei uns, oder besser gesagt in unserem „Arscnal"-Lal,dc ist nur das Alle, daß wir, vorsichtig gemacht und belehrt übcr dic Zwecke und Pläne unserer Nachbarn, übcr Hals und Kopf rüsten. Waffen verschiedener Gattuugcn kommen von allen Seiten ins Land herein, welche aber gewöhnlich gleich gegen dic Grenze Oesterreichs nnd dcr Türkei verschickt werde». So laugten vor mehreren Tagen in Galacz, Turn-Scvcrin nnd anderen Doncinplätzcn cinigc Wägen mit Waffen und Munition an, welche man einstweilen in dcn Eascrnen dcponirtc. Alle diese Waffen sollen für freiwillige Freiheitskämpfer bestimmt scin, wclchc Kämpfer, wie hier in Rumänien mindestens geschätzt wird, anf 80.000 Mann gebracht werden könnten, und hiczu braucht Vratiano nnr einen Aufruf zu erlassen, und im Verlauf vou nur 14 Tagen steht diese Honved-Armcc Rumäniens schlagfertig da. Eine Messe der Dnlgaren. Die in Bukarest ansässigen Bulgaren haben an dic Bcoollmächtigtcli bci dcr Pariser Confercnz ein? Adrcsse gerichtet, dic in ihren ^anptonnlten mit dem dcrcils bclv.nnten, an dcn Snltan gerichteten Mcmuirc ubcreinsliimut imd aus welcher wir in Folgendem dnSWe» scntlichc mittheilen: Die Wünsche dcr Bulgaren sind: 1. Autonomie und nationale Administration. 2. Eine Kommer, hei vorgegangen durch allgemeine Wahlen. 3. Ein durch die Kammer gewählter Gouverneur, dcu Sc. Majestät der Eultcn, bcsiätigt. Wie allacmcii, auch diese Wünsche sind, so lcumtcn sic doch dcssrciflichcrwcisc „ichl durch emeu Biil^a!',.'!! formulirt werden, der das iiner absolutistischen Herr» schuft unterworfene Land bewohnt; dcmi uichi selten lassen die Tülle'!, wcuil sie eiu Interesse dar^n, HM», icn Pcleutrn mil Gnvalt den contradictorischen Gegensatz seiner Wünsche nuterjcrligcn. Wir Unterzeichnete, dir durch Privatgeschäfte oder durch ras Unglück ccr Zeit auf das linke Ufer der Donau oe: schlagen wurden, woselbst wir das Glück gchabt haben, brüder« lichc Güstfl'ui.dsch^fi zn finden, macheu uns freiwillig z zn Doliiu'tschcrn dcr Gefühle unserer unglücklichen Lands' lcule. Unsere soziale Stellung schützt uuS gegen die Beschuldigung cincr revolutionären Agitation; imscre! ^mäßigten Mmn'Ngsn sind lncr allgemein bekannt. Wc>t entfernt davon, unsere bulgarischen Eomvatriutcn l.iifzustachcln, können wi>' ihnen nnr Gednld anempfehlen. Doch, wie lcngl.' kann fic bonern? Würoc die b.ohc Pforte hcntc nicht zufriedengestellt scin, wciur sie vor drei Jahren weniger Strcngc Kreta gegenüber angewendet hntt^? Würde sic wohl den Auö-drnch nnd das Wachsen cincr endlosci, Insurrcction cr< lcbl habcn? Und die garanlircndcn Mächte, würden sic gegenwärtig nicht ein segensreiches Werk üben, wenn sie d,e hohe Pforte formell einluden wollten, dcn Flic» dcn und das Wohlsein der balkanischcn Länder durch Gewährung del augenblicklichen bulgarischen Autonomie zu fördern? Das weite Reich des Padischah würdc in einer befriedigten Bevölkerung von 7 Millionen Seelen seine licstc Stütze finden, nnd die Mächte hätten anf lange Jahre dcn Frieden des Orientes gesichert, das Ziel so vieler Wünsche, welches nur auf die Gerechtigkeit basirt wärc. Bukarest, 29. December 1868 (10. Jänner 1869.) (Folgen :,1 Unterschriften.) Der Ausstand in Algerien. Iu Paris sind ziemlich beunruhigende Gerüchte über die Lage in Algier im Umlauf: In der Provinz Oran soll ein Aufstand ausgcbrochen scin; unter dcn Vedui' ncn hätte sich die Sage verbreitet, daß Frankreich in cinen Krieg mit seinen östlichen Nachbarn verwickelt und daß dcr Marschall VW Viahon am Rhein zurückgehalten, die Gelegenheit zu einer Schildcrhcbung also günstig wärc u. s. w. Einstweilen liegen folgende Mcl-dnngcn vor: Dem Journal Officicl (Abendausgabe) zufolge hat der Kriegsminister von dem Untcr-Gouucr-ncnr von Algier folgende Depesche erhalten: „Der Oberst dc Sonis hat sich soeben mit Ruhm bedeckt und dem Laudc cincn großen Dienst erwiesen, indem cr dcn Feind auf dem Gipfel eincö Erfolges anhielt, welcher ________________________—7—1 dic bedeutendsten Eonsequeuzen hätte nach sich Men können. Der Hergang war folgender: Nachdem die Dissidenten am 3!. Abends alle in Djcbcl-Amur und um Ain-Mchdy zerstreuten Contingcntc, die sich ihnen nnterworfen hatten, gesammelt, boten sie am Itcn Fcbrnar nm nenn Uhr Morgens der Eolonne den Kamps an. Dcr Feind hatte ungefähr 3000 Pferde und tW Mann Infanterie. Der Oberst von SoniS kämpft^ nachdem cr cinc starke Stellung angenommen hatte, bi-' 11/. Uhr. Der Feind wurdc vollständig geschlagen; el ließ 70 Mann todt auf dem Platze, nahm viclc anoc>' Todtc mit fort und hattc viclc Verwundete. In Folg-dieses glänzenden Gefechts sind die Dissidenten ocr» fchwundcn, indem fic sich in westlicher Richtnng wendeten. Die Bevölkerung von Ain-Mchdy, dic sich Tags vorher so sträflich benommen hattc, machte ihren Fehl" wieder gut und verfolgte, dic beiden Marabut Tidyciu an ihrer Spitze, die Flüchtigen mit Büchsenschüssen-Dcr Oberst v. Sonis schlug scin Lagcr auf dcr Stcllc auf, wo die Dissidenten dcs Morgcns campirt hatten. Nach cincr dcr Truppe gewährten dreistündigen Rast sollt' cr in leichter Eolonnc, dic Infanterie auf dcn Kamcelcn, z>u Verfolgung dcs Fcindcö abgchcu. Wir hatten in diese»! Gefecht an Vcrwnndetcn zwei Officierc und acht Sold" ten, keine Todten. Dic Eoloune von Laghouat w^ mit Ehassepot > Gewehren versehen. Ich erwarte dc" Marschall übermorgen," Wie dcr Temps sagt, wal dicsc Invasion dcr Ouled'Sidi'Schcil übrigens vo>' hcrgcschcn uud schon vor einigen Mouateu in dcn ala^ rischen Blättern angekündigt. Man wnßtc. daß S> Kaodnr, dcr Sohn dcr Ncgcriu, der lctztc NachkunilN' dcs ullcn Khalifen Si-Hamza u»d gcgcuwärtigerFühi' dieses Slamincs, sich in c-cr marottaoischcn Sah^' und im Tonnt zu einem Angrisf dcr algerischen S^' hara rüstcte. So lange das Tell ruhig bleibt, me>»l dcr TempS, wäre für die Eolonie nichtö crnstlichs z" besorge»; andererseits seien aber auch nut einem El' solgc üc>er jenc Eindringlinge die principiellen Fraa.c»> welche Algerien iu Aufreguua erhalten, nicht gclö^l Auch die Opinion Nationale findet, daß cö nicht wc' tcr überraschend sci, wenn dic Regierung mit eim' Heercömacht von 60.000 Mann wenigstens dic ma tcrielle Rnhe in der Eolonic aufrecht zu erhalten ritt' möge. La Prcssc will anS dicscm Zwischcnfall (den» als solchen bctrachtcl sic die Invasion dcr Oulcd-S>d>' Schcikö) die eiuzige Lchrc ziehen, daß die M,lilär-Nl'' gieruug ihren Sitz an den Saum dcs Teilgebiets vc>' lcgcn müsse; dcnn dolt und nicht inmitten der bür«^ lichen Bevölkerung sci ihr wahrer Platz. Oesterreich. Wir«, 4. Februar. (Der Artikel ". des Staatögruudgcsetzes.) An die Entscheidungen des obersten Gerichtshofs betreffs dcr Immunität dcr V>' schöfc und ihrer Erlässe aus Grund der Art. >>> und 5" dcs Concordats reiht sich folgende, nicht minder wichtig Entfchcldung an, wclchc dic unbeschränkte Giltigkeit dcs Art. l! des SlaatSgrundgcsetzeS vom 21. December l^l" übcr die allgemeinen Rechte dcr Staatsbürger aussprichl' Dcr Oberste Gerichtshof hat nämlich am 5. Jänner i)^ Urtheil dcs Krcisgcrichles ssc ldk irch gcgcn dcu Red«'' teur des Vorarllicrgcr Vollsblattes, Wcltpricstcr I. ^' Von ban l, wo.nit derselbe wegen Vergehens dcr A»! wiegclung zum Arreste von cincr Woche vcrnrthcilt wnr^ übcr Berufung der Staatsanwaltschaft gcgcn das frc>' sprechende Erkenntniß dcS tirol-vorarlbergischen Oberla'l' desgcrichtcs vollinhaltlich bestätigt. Die dicsfälligcn E>^ scheidungsgründe lauten wörtlich: „In Erwägung, daß nach Art. ll dcs Staatsgrundgcsctzcö vom 21. Dcccn>' ber 1867 Niemandem für die vom Strafgesetze verpi^ ten Handlungen eine Immunität zusteht, nnd daß, wc^ im »". Artikel gesagt wird. daß gegcn dcn Bischof vo" Linz dic Untersuchung ans strafrechtlichen Gründen e>^ geleitet wurdc uud somit, da jene Verfüguug von ^ richterlichen Gewalt ausgegangen ist, kein anderer al' ein in dcn Gesetzen vollständig bcgrüudcter Aet vora»^ gesetzt werden kann, nnd wenn dann die Bemerkung be> gcgcbcn wird: „Was ist das für cinc Regierung, wcl^ einerseits dcn Bischof vor das weltliche Amt ciiirt »>" andererseits dcn Johann Rciner ohne Dispcns und S^ cramcnt traute uud covulirtc." wenn diesc Gcgcusa^ mit delu, einen offenbar tadelnden uud verächtlichen ^ griff nach dem Sprachgebrauch«: in sich fassenden An^. rufe: „Was ist das für cinc Rcgicrnng," uorgcfül^ werden, so kann dieser Stelle wohl nichts anderes, "l die Absicht unterschoben werden, die Regierung, d. h-b die Gesetze in Vollzug bringende Staatsgewalt c>"^ principiellen Verfolgung dcr katholischen Religion "" eines willkürlichen Vorgehens zu beschuldigen; in ^ wägnng, daß der zweite beanständete Artikel dcn ^ glanbcn läßt, die böhmischen Bischöfe feien nur dcM als Verbrecher gcmaßrcgclt worden, weil sie crklärts ' daß jene, wclchc dcn kirchliche» Grundsätzen entgegen c> Eivilehc eingehen, sich vou dcr Kirche trennen und so'.^ als Auögcschlosscnc zu behandeln seien, was aber "^ wahr ist, indem jene strafgcrichtlichc, jedoch nur ^'!^^i, Verurthcilung aus dem Grunde erfolgte, weil in ^. bischöflichen Hirtenbriefen und Instructions ^u^.^d eine Aufreizung zum Hassc gcgcn die Regierung ^ ein organisirtcr Widerstand gcgcn die Gesetze wa) uommeu wurde; in Erwägung u. s. w." 219 , "- 5. Februar. (Ein Gerücht in Betreff Mias.) Seit enugeu Tagen colpo>tirt man in Hen Fmauzkrciscu cin augcblich um, Nusilaud aus- .^»des, ahcr noch gehcimgchaltcucs Project, dcmzu« .,^ die Pforic, nachdem ihren Ncclamatiolicn gegen '-,'mlaud Gcniiae geleistet worden wäre, ans cige« mitiativc die Insel Kreta gegen eine uon den übri- ,pariser Vertragsiuächtcu solidarisch zn garantircndc ^lNdignngSsnmme an Griechenland ccdircn sollte. s>vcrde hervorgehoben, daß dicsc Ncaßregcl dcr Pforte ^ i"l" Ausbau ihres großen Eiseubahuuetzcs erfor. Nchli Geldmittel, deren Hcrbeischafsutig so großen l»?',"'gl'citm licgc>inct, verschaffen, ihre Finanzen , Mldircn nnd überdies der (5rhaltnna des Friedens .^ ^lieitt eine ncnc Gewähr bieten wurde. ES wird Mcfiigt, d.iß dicses Project vorlänfig dcn andern °"'etcn coufidculicll mitgetheilt worden sei. So viel Wen, ist dies in Wicu nicht geschehen. (Pr.) priest. 5, Februar. (Lcvantcpo st.) Der Lloyd- lFM..Ceres brachte nnö die Levautcpost mit Nach- i^3 ^ znm 30. v. M. Dem ..Leo. Her." zufolge lm . "' Divan bezüglich des Falles, daß Gricchcn- s^, ^U'c abschlägige Antwort ertheilen sollte, zwei vcr- s,^cne Ansichten. Der Großvezicr sei dafür, daß man s/ t " ans strengen Abbruch aller Vezichnngcn be- ^ "'k, während eine einflußreiche Minderheit nnmittcl- ^ ^uc^citlärung befürworte, letzterer komme das h. "ltten des Picctönigs von Egyptcn, ein Contingent s/ ^50.000 M. und fünf Kriegsschiffe zu stellen, ^ ,^lcgen. — Nachrichten aus Alexcmdlicu zufolge, des N ^"'stantinoftel eintrafen, hat sich das Befinden seilie ?°" ^'okcsch wesentlich gebessert nnd niau sieht Wn '^^hr in 10—14 Tagen entgegen. — Die st^ hat beschlossen, Constantinopcl mit seinen Vor- geth.?/^ Vilajct zu conslituircn, das in 0 Sandjaks lvirh ^m soll. Der Polizciminislcr Husni Pascha Well/" ^ ^'^ ^^ Verwaltung dieses Bilajcts dnt^- 5. Februar. (Art. XlV des Coucor-^,U"d der geheime Vertrag.) Der „Pester iUllesl ^^^t als verbürgt, daß jener vom „Vollsfrcnnd" c^V.l'dclic „geheime Vertrag" zum Art. XlV des Con-bch?! '" ber einseitig abgegebenen Eillärung der Curie «'^ Kaiser habe das Recht, in gewissen Fällen ber y!^fe vor das weltliche Forum zn laden. ScitcnS "achd " ^" ^^ Zngcständniß nie acccfttirt worden, barm?" ^"'üt der im Art. XlV vorgesehenen Verein-^tMi ^^schen Oesterreich und der Curie wesentlich ^^ werden kann. giev,'.''> Fcbrnar. (ImProccssc Karagcor< "ach w ^ luivd in der öffentlichen Gerichtsverhandlung ^»dell ^'"g. der Antlagcschiiftcn blos darüber vcr< üb^ , Weiden, ob der Proceß dem Criminalgelichtc zu ^ ucveii sci oder nicht. Die Verhandlung wird daher ^ Ulrz sein. ^^ 5. Februar. (Katho likeu . C on fc rc nz.) ^ Mjcstät Hal das Wahlstatut fur die allgemeine I,,Mcii^o!'fcrcnz zur Coustituirung des ungarischen ^chcn Kirchenrathcs genehmigt, ^llw^"'"' ^.Februar. (Croatisches Ministe-"'^, >, ^"^' ^ctivirnng der Landesregierung über-iks das croatischc Ncinistcrinm in Pest die Agenden "Mosten Hostanzlei. ^ Ausland. ^ ^ o k?'' '^' fcbrnar. Di c ^)tachri ch t von eine m Nr^Usci,!. des Papstes) ist aänzlich nnbe-s ^,^- Heiligkeit hat letzten Mittwoch den großen !l!>^"Ucr, s„ ^^. Pctcrs-Kirchc in vollständiger Gc-""l!edc^^l9nuohnt. Hier ist kein Gerücht in dem oben ,. P„ .^ Sinne verbreitet. '" ^^. ^. 5. Fcbraur. (Marquis de Mou stier) Ä, ^ ?"Zcns gestorben. ,7°^ ^ Februar. (Sitzuug des Senates.) P^ii'Artiges, Larabit, Tonrangni führen die ^u-"°lih^ ' ubcr die Prcffc aus. Nouland, Lcroy und °" fiilii^^rtcn. Die Debatte über die Intervella-,., ^5 ^ Lnnzc Sitzung aus. ! l''scho,'',^"ar. (Die Abberufung der fran« m^ ist Militär-Commision aus Vuka< bl^' n^^^lge persönlicher Initiative des Kaisers d,s " deH" Meußlsche Intriguen ein fc.ncres Vcr-l '" H'vis^ ? umuöglich machten. Man verwert, °^cbH"f°ll hade hicr keine geringe Verstimmung !^k!!^s'^"tillupel 5 Mruar. (National.. 7 e^/^ Die".Tur,uie" ve^ den Wort- >, "' lvcscml°"""°n.schcn Nationalitätcngcsctzes. Nach Vcstinnnung dessclbcu kaun jeder °tto- t" bulch cin/ ?°" '^' ü" Auslande natnralisircn lassen, l,?^uvcrban^""'^c Iradc aus dem türkischen Un- D°" un A ,"^asftn wurde. Erfolgt die Natura- z," lede a»f' °"' °hne kaiserliche Ermächtigung, so °^"'N"inu a ^" ^'bietc wohnende Person bis "Fischer Umertt "' ""dclwcitigcn Nationalität als T>ev 3"".., 3"^" 'an angesehen. W /7"a hat 'dk D!7'^^' ues Ministeri n m.) 3ic^l,"^"°nnnen ^ ^^°" ^es Ministeriums Aul- aus ""« eine. (.' '^ 7 Deputirlen Zaimis mit der ^"den Mitg icd .^^ Dasselbe besteht ""c°crn - Za.mis, Conseils-Präsident und Minister des Innern; Sontros, Krieg; Trigctos, Marine; Pctrali, Finanzen; Auicrino, Cnltus; Sarava, Justiz; Dclijannis, Acußcrcs. Das ncnc Cabinet erklärt, die Conferenz-Protocollc anzunehmen. Hagesneuistkeiten. — (Allerhöchste Spenden.) Se. Majestät der Kaiser und König haben der resolmirten Gemeinde zu Ajla zur Erbauung emcr Schule und Lehrerswohnung 300 si. und der resolmitten Gcmrindc zu Vu»ya > SzcHard zum Vaue einer Pfarrers- und Lehrerswohnung 300 si. allere« gnädigst zu bewilligen geruht. — Ihre Majestäten der Kaiser Ferdinand und die Kmsenn Maria Anna haben jur die Kirche zu Smarano 300 fl. und <ül die Kirche zu Cadraslo 200 si. allcrgnadigst zu spenden geruht. — (Lynchjustiz.) Aus Marburg bericht?! die dortige Zeitung: Am Sonntage Nachts traf ein Reisender in Kölsch aus der Ncichßslrohe zwei Männer, die in ihrem Vlute schwammen. Anton Wcingcrl, Abschiedet aus Lcitessbera,, lag todt im Straßengraben, Vlasius Nilogna, Schuster aub Kranichsfcld, wurde im Heulaslci, des NachbaiHauses schwer verwandet und bewußtlos aufgefunden. Vn der gerichtlichen Leichenschau hat s.ch's herausgcsl.llt, dah Weingcrl gestoßen, gewürgt, aus Nase und Kinn geschlagen wordn, und c.msplötz' lichen Todes gestorben sei. Nitogna, welchem der Unterkiefer zerschmettert worden, liegt bereits im allgemeinen Krankenhause, und zweifelt man uicht an seiner Heilung. Die Untersuchung hat ergeben, dah die beiden wegen eines tlcinen Dieb-stahlcs uon Äauern gelyncht wurdcn. ^ (Ueber das E is c n b ahn n n g l il ck auf der n ü rd li ch cn Sta atöb a hu) bringt die „Pragcr Ztg," folgende Mitthcilnng: Der von Wien verkchrcndc Eilzug Nr. 1 ist am it. d. Abends auf der Strecke uon Nuwal nach Vcchowic, zwci Wächtcrhäuscr vor dem Stationilplal^c z» Vechowic, eitt-glcist, iudcm die Maschine „Hnschbcrg," dcr Hiiltclwageu und dcr erste Pnsoncnwagcn zwar auf der Vahu stchcn liliclicn, dic darauf folgcndcn drei anderen Personenwagen jedoch losgerissen und über den dort lnsindlichm drei Klaftern hohen Damm in einen Wassergraben geschleudert wurden. In diesen Waggons b> fcmdeli sich zur Zeit der Katastrophe 81 Personen. Von dicscn erlitten der Condiicteur Damschina, der Vahnhofrcsiauraleiir au^' Prag Doiinebauer, dcr Hopfenhändlcr Ruß nnd der kaiserliche Nalh Heinrich, dann ein Ausländer, der Geburt nach ein Sachse, schwerere Verletzungen, dir übrigen Pnssagierc trugen leichtere lLoutusiouen und Quetschungen davon. Der Oberconducteur Fucha arnsirtt durch eiueu Bahuwächter sofort die Station Vc-chowic uon dem Unglücke, worauf von dem ilbrigcu Zugüpcrso-nalc den Verungliicttcu die erste Hilfe geleistet wurde. Tic Wägen l^gcii theilwcise zertrümmert mbcu ciuandcv. Mit unsägli-cher 2)lühc wurden die Passagiere heruorgezogcu und iibcr dic Böschung auf den Damm gebracht. Vou Prag aus wnrde nach Einlangen des vcrhänguißuollcu Tclcgraiuincö sogleich eiu Sc-paratzug mit Packern uuler sinnig deö SouS6)efS Sicbcr an den Nnglllcksort cnlscudct und uiiulcrwcilc mehrere Aerzte, Trag-bahren uud Fahrgelegenheiten bestellt, uni bei der Ankunft dc« Zuge?, welche um halb 2 Uhr erfolgte, unverzüglich die nölhi-gcn Vorkehrungen zn ttch'eu u„d die entsprechende Hilfe zu lci-stcu. Die Schwerucrwuudetcn wurden sogleich ins Ordinationszimmer gebracht, dcr Couducteur iuö allgemeine Krankenhaus, der l. Nalh Hcinnch ms Hotel ,,zum englischen Hof," die Ucbri-gen in ihre Wohnung Übertragen. Die leicht Verletzte»', warm iu der 5,'agc, miltclst Wägen in ihre Wohnungen sich überführen lassen zu louucu. Unlcr dm mit dem Zuge Angekommenen befand sich auch Gras Westphalcu, welcher das Gesicht von Schlamm uud Nuß derart entstellt halte, daß er bei dcr Ankunft nicht erkannt werden tonnte, weiter Baron Wächlcr, Dr. Schlosser nnd NcichöratlMbgcordncler Dr. Danbet, welcher letztere gleichfalls ciuc leichte Verletzung erlitt Bei dcr Anlniist deS Zugcö in Prag hatte sich Polizcidircctor, Hofralh Nlller v. Sträub im Vcchnhosc cingcf'inden. Am 4. d hat sich cine Commission nach Vcchowic begeben, n>n die Ursache der Entgleisung zu constatircu. (Vom Vah 11 h 0 fb r au d iu Trieft) wird dcr „Debatte" geschrieben: Fnst scheint es, als ub das große Vraud-ungllick nicht ganz ohne günstige Folgen bleiben werde. Dic von der Südbahngesellschast anhergesaudle Special-Commission hat nämlich alles ausg bolcu, um deu Verkehr iu ungestörtem (3n»gc zn erhalten, uud wcgcu Herstellung dcr nothwendigen Magazine entsprechende Maßregel» zu treffen Abgesehen davon, daß die zerstörten Gebäude in dcr unglaublich kurzen Zeit von zwei Mo-uatcu coutraetmäßif, wieder ausgebaut sein werden, sollen uoch weitere gedeckte Nothmagaziuc errichtet werden. Auch zur Vermeidung vou PcrlclMtockuugei! wurden alle Einleiluugcu ge-lroffcu, und cö ist uur zu hoffen, daß dieS alles in dcr Nirtlich-tcit uicht hinter den gehegten Erwarlungcn und gemachten Versprechungen zurückbleiben werde, Dcr erlittene Schade wird iu dcn Journalen unstreitig uud wohl um die Versicherungsanstalten nicht zu allarmircu, zu gering geschätzt. Wenn sich auch noch nicht der Actrag mit Bestimmtheit festsetzen läßl, so geht doch au« dm rinzclucn darüber bekannt werdenden Angaben zweifellos ciuc weit hühcrc Summe hervor, als dic von dcu Blättern angegebene. — (V o rb c rcitungcu zu m Co uc il.) Iu dcr St. Petcrokirchc in Nom wird fleißig au dcr Hcrstclluug der Chor-stühlc für dic zum Concil berufcucn Bischöfe gearbeitet Neulich besuchte der Papst die Kirch,, um dic Tischlcr und Zimmerlcnle zur Arbeit aufzumuntern. Lr war sehr freundlich und schied mit der Bemerkung, man möge die Stühle uur recht solid machen, dcuu cr wisse uicht, ob das Concil drei oder sechs Monate °d:r uoch läugcr dauern wcrde. (V 0 m russischen Hos c.) Dem „P- kl." wird aus Wieu gemeldet: „Die russische Kaiscrfamilic ist uou ncucu Sor- gen heimgesucht, Der gegeuwärtige Großfürst'Throufolgcr leidet entgegen dcn bishcrigcn ärztlichen Gntachteu, welche der Czar übcr deu Gesundheitszustand scincr Nachfolger seit dem Tode des Thronfolgers Nikolaus Alexaudrowitsch abstaltcu ließ, an der nämlichen Krankheit, welcher letzterer erliegen mußte, uud welche sich als unheilbar herausstellte. Im Schoße des dirigircnden Senates des russischen Ncichcs ist dicscr Umstaud iuzwischeu be-rcils zum Gegcustaud der Erwägung crhobcu worden, deren Folgen sich bald iu dcr Uuterbrcitung eines Votums au dcn Czcireu äusicni dürften." — (Dic päpstliche Armee) umfaßt augenblicklich 1U.3A4 Mann, vou dcneu 721 Ofiicicre und 15.«'>13 Soldaten. Das Zuavcucorps zählt 4^39 Mauu mit 103 Officieren, die fremden Carabiuicri 1<;41 Mauu mit 55 Officiereu, die römische ?cgic>u (frühere Legion vou AntibcS) 1853 Mauu uud 55 Offi-cierc u. s. u>. Dic Vertretung nach Natioucu ergibt folgende Zifscru: Italiener 8240, Frauzoseu iii)30, Belgier 078, Holläu-dcr 1713, Schweizer 970, Deutsche 1154, Oesterreicher 88, Rus-seu 52, Kauadicr 234, Engländer 184, Schweden 2, Spanier 42. Portugiesen 13, Marokkaner 1, Mexicauer 1, Nordamerika--uer 18, Brasilianer 2, Peruviauer I, Türken 3, Syrer 3, Ocea-uicr 1, Tuuescn 4. Diese Stärke von ltt.334 Mauu mit der Einwohnerzahl dcS römischen StaatcS vou ungefähr 7<»0.000 Seclcu verglichen, ergibt, daß die Ncgicruug dcS heiligen Stuh^ lcs diejenige Europa's ist, welche vcrhältnißmlißig die zahlreichste Armcc uutcrhält. Locales. >n. (Die Enquete-Commission füi Reform der Sanitätsverwaltung) ist auf den 22. Februar nach Wien von Sr. Excellenz dem Herrn Minister des In» nern einberufen. AlS Grundsätze fill die Organisirung der öffentlichen Mediciualoerwallung wurden: die reichsrüthliche Eompetenz iu der Medicinalgescha/bung, die dcsllhcude Theilung der Sanitätsoeiwaltung in den Wirkungskreis der autonomen, und der Staatsverwaltung, die Normirung des autonomen Wirkungskreises im Wege der Gesetzgebung und oon Verordnungen auf Grundlage dcr Gesetze, die Handhabung der staatlichen Sanitätsverwaltung durch die politischen Vehörde», die Volberathuug aller Saniläts-Gesetze und Veloldnungen uud aller wichtigeren sanitären Velfllgungen duich ärztliche, beziehungsweise technische Commissionen, die Festsetzung einer Phys.lalsvrüfung für Äewerber um eine bleibende Anstellung im Sanitätsdienste — angenommen. Von diesen Grundsätzen aus werden der Enquete-Commission 38 Fragen zur Beantwortung vorgelegt. Die auswärtigen Mitglieder erhalten Neiseeutschädigung und Diäte». Die Commission soll möglichst rasch in ihren Arbeiten uorschrei» teu. Eingeladen dazu wurden hervorragende Lehrer an den Hochschulen, Männer dcr medizinischen Journalist.'! und bezüglichen Literatur, bewährte Sanitätsbeamte, darunter auch unser geschätzter Mitarbeiter, Herr Distlictsphysiler Dr. Gauster. Auch Vertreter der Pharmacie und der Wund» ürzte sollen geladen sein. — (Der Handluugsball) am verflossenen Samstag war sehr zahlreich besucht und animirt. Der Herr k. k. Landespiäsioent Conrad v. Eybesfeld und dessen hochgcbolne Frau Gcmalin beehrten deu Vall durch längere Zeit mit ihrci Aow.seuheit. Den Cotillon tanzten 120 Paare. Dem Haudluügsklanlenfond ist ei» Vetrag per 700 fl. zugeflossen. Die Zahl der Besucher betrug 400. — (Liedertafel-Programm.) l. Marschner: „Liedesfreiheit," Chor. 2. Carucval von Venedig, Äurlesle für Männerchor vou N. GiN'e. 3. Vcit: Schön Nohtraut, Chor. 4. Die Gcmcindcratbswahl von C. Kuntze, Männer qualtctt. 5. Declamation gesprochen von Herrn Moser, Mi'glied dcr lcmdschajlli'chen Vühne. 6. Die alte Leier, lomischer Chor von Koch. ?. Potpourri für Kinderinstrumente. 6. „An der schüuen blauen Donau" Walzer von Strauß." — (Eisenbahn Laib a ch-Ta r v i s.) Die „Presse" schreibt: Um die Concession sllr diese Linie haben sich bis jetzt die Vau Untelnehmer Gebrüder Klein mit der Credit' anstalt und neben ihnen die Nudolphtzbahn beworben. Nunmehr ist von citier dritten Concurrenz lie Nede. Wir vernehmen, dah die Südbahn-Gescllschaft, der das Vorrecht auf dcn Vau zusteht, denselben im Vereine mit der neu ge« gründeten Franco-Ocslerrcichischen Bant übernehmen wolle. — (An Herrn Direktor Zöllner.) Am mor« gigcn Tage pflegen Parterre und Logen zumeist von Kindern bevölkert zu sciu, welchen man damit eine Iaschings-fieude bereitet. Es ist dahcr wohl auch ein gerechtfertigter Wunsch dcrThealerbesucher, welche ihre Kinder in das Theater zu schicken pflegen, dah cin pa»endes Slilcl ausgeführt werde, welches geeignet ist, den Kleinen harmloic Freude zu bereiten, wobei es etwas zu selicn uul, zu lachcu gibt. Die, wie wir hören, auf morgen angesetzte Ncstroy'sche Posse kann diesen Zweck unmöglich elsüllen. Wir elsuchen daher im Namen vieler Theaterbesucher und Freunde, auf das morglge Repertoir ein Stück zu setzen, das dem Zwecke entspricht, z. B. eines der alte» Zauvermürchcn, wie Dr. Faust's Hauötüppchen, oder selbst ein Naimund'schcs Stück. — (Krankenstand im allgcmeineu Krauken« hause im Monate Jänner I860.) Am Schlüsse des December 1808 sind in der Behandlung verblieben 348 Kranke, 132 Männer uud 2i0HLeibcr. Zugewachsen sind im Monate Jänner 221 Kraule, 12b Mäuuer und 95 Weiber. Vehandclt wurden 258 Männer und 311 Weiber. Entlassen wurden 140 Personen, 88 Männer und 58 Weiber. Gestor» beu sind 13 Männer und 9 Weiber, so verblieben in der Behandlung 401 Kranke, 157 Männer und 244 Weiber. 220 — (Laibachel M u s i t ca r, elle.) Aus Stein wird uns geschrieben, daß die bei dem dortigen schr eleganten Lesevereins-Valle am 1. b. M. verwendete Laibachci Mustl' capelle, die durch 9 Mitglieder unter Leitung des Kapell' meislers vertreten war, allseitig den lebhaftesten Beifall ein> erntete, so daß auf t»,s Gedeihe» unv die Fortentwicklung dieses Institutes ein Toast mit allgemeiner Zustimmung aus' gebracht wurde. Diese Capelle ist sowohl hinsichtlich ihrer Ho-noraranforderung als ihrer Leistungen aufs wcirmste zu empfehlen. — (Me nsckenhaar ha ndler oder Falsch» Münzer?) Aus Krain burg, 5. d. M., wird uns geschrieben : Seit einigen Wochen halten sich in hiesiger Um« gegeno Händler mit Mcnschenhaaren auf, welche jedoch keine glänzender. Geschäfte machen, weil nur wenige unserer Lanoö-münninen geneigt sind, sich ihl?s schönsten Naturschmuckes um 3—4 fl. zu entäußern. Unlcinqst Passirtc ousen Zoftstieb-habern ein tragischkomischeö Abenteuer. An einem Abende deS abgelaufenen Monats kehlten im Wirthshause des N. in Sträfliche 4 Fremde mit einem ihnen als Dolmetsch dienen» den Landmädchen ein. In Gcqenw-rt mehler einheimischen Gäste theilten sie Geld unter sich, um Tags darauf nach verschiedenen Richtungen ihrem Geschäfte nachzugehen. Das ungewöhnliche Erscheinen von Fremden in dksem Gaslhause und das Theilen der papierenen Geldzeichen erregte unter den vom Wein erhitzten Vauein allma'lia. den Verdacht, daß die Fremden Falschmünzer, odcr besser gesagt, Vanlnolen-zeichner seien, und schnell verbreitete sich in der Ortschaft das Gerücht von der Falsedmünzerbandc. Es rouide der Vilrgc-i meister heibeigerufen, der nne Gendannerievatrouille rcqui-rnte. Dreien von den Fremdlingen und der Dolmetscherin gc, lang es, den drohenden Baucrufäusten zu entrinnen, der vierte muhte, von den Bauern bewacht, im Hause bleiben. Er verlangte nun selbst das Erscheinen der Patrouille, um aus seiner unangenehmen Lage befreit zu werden. Diese erschien, untersuchte die in Banknoten bestehende Barschaft und fand darunter auch wirtlich eine schr statt abgenützte, durch» löcherte Staalsnote per 5 ft., welche bedenklich schien. Der Fremde wurde daher auch arretirt, Tags darauf aber, da sich die beanständete Note als echt erwies und der Eigen» thümer sich zudem gehöiig legitimirte, freigelassen. -- (Straßenraub.) Samstag Abend um 8 Uhr wollte cin armer Arbeiter ans der Stadt mit scime:n während eines Zeit-rnunns von vier Wochen sauer Ersparten auf der Wiencrstraße liach Stamina, nio er zu Hause ist, znrileltehrcu. In einiger Entfernung hinter St. Ehrislof, dort wo das sogenannte Bäcker, denlmal sieht, tauchten Plötzlich drei Mäiincrgcstalteu vor ihm auf, fielen llber ilin her, warfen ihn ,;u Boden und, indem der eine ihm auf die Brust lnietc, beraubten ihn die anderen seiner Sparpfennige im Betrage von fl. 10. Nach vollbrachtem Raube be» ging noch einer der Räuber die Brutalität, dem Wehrlosen mit den schweren Stiefeln ans der Brust herumzutreten, so daß die-selbe heute voll schwarzer Flecken ist, bis es endlich ihm gelang, slch nnfzurciffcn u»d sein Heil in der Flucht zn suchen. Die Räuber verfolgten ihn wohl, loiiiitcn ihn jedoch nicht einholen. — (Theater. — Samstag: „Gefängniß" von Brnedix.) Als Roderich Venedig sein „Gefängniß" schrieb, mochten ihm zwei Figuren der maßgebenden Gesellschaft einer Residenz vorgeschwebt habcu, und die Zeichnung beider gelang ihm vortrefflich. Wir scheu deu biederen Hage», den Gelehrten im wahren Sinne deS Wortes, dieses harmlose große Kind mit seinem unerschlittcrlichen Vertrauen auf deu sittlichen Werth sciucr Nebcnmeiischcn u»d alö Gegenstück den dnrch's Leben tänzcludcu aristokratischen Salonheldcn, rechtschaffen als (Kavalier — soweit ihm Calo'S Rolle convmirt — darüber hinaus bleibt sein Temperament Schiedsrichter. Unter dem Einflüsse der Situation marschirt er ins Gefängniß, setzt daselbst sciuc Don Inau-Rollc sort uud tommt endlich als geläutertes Gold heraus, alles dies durch eiu Mädchru, dn« Veremgers Lieder im Original liest und ziemlich schlagfertig antwortet. — Anf wie lange Walbccl wohl gebessert sein mochte? Hr. Bergmann gab den Hageu un« bedingt vortrefflich, sowie Hr. Moscr den alteu Diener des fieiherrlicheil Hanfes mit vollem Verständniß auffaßte uud wiedergab. Hr. Math es spielte brav, wurde mich gerufen, sciue Bouvivantrolleu sprechen unS an, sein Aeußerei!, sein Ora.au gefällt uns, aber an die Spiralwocgimgen semes Körpers nud das slürcude Heben beider Arme während des Dialogs werden wir uns schwerlich je gewöhnen. Frau Schmidts, die Fräuleins A r t h u r und K o u r a d i n hiclteu sich sehr brav. DaS Pu-blicum begrüßte seinen Liebliug mit viel Wärme; uns frcnt es, sagen zn tonnen, daß Frl. Arthur von ihrem Humor nichts eingebüßt zn haben scheint. Die Darsteller der Hauptrollen wurden zu wiederholten maleu gerufen. DaS Haus war mittelmäßig besucht. — (Schiuhverhandlungen) beim l. l. Landes» gerichte in Laibach. Am 10. Februar. Eduard Killer: Diebstahl: August Kobler und Complizen: Diebstahl. — Am 11. Februar. Franz Vraga und zwei Genossen: Diebstahl. — Am 12. Februar. Johann Peröin und Comftlizeu: schwere körperliche Beschädigung; Johann 2i»noncic: schwere körperliche Beschädigung. (Korrespondenz. ? ? SteiN, 4. Februar. Lassen Sie uns einmal von den künstlerischen Leistungen m Stein etwas sprechen, einen Nuhevunlt aus dem bewegten Faschingolebm gewinnen. Gewiß ist manchem Besucher unseres Städtchens schon das zierliche acabcsleuarlig ausgeschmückte Haus oberhalb der Pfarrkirche ausgefallen, das durch seine Verzierungen von den andern Gebäuden sich auffällig abhebt. Darin ist die Wertstätle eines Mannes, der ohne vorausgegangene höhere Ausbildung durch eigene Kraft, — eisernen Fleiß und glückliche Begabung es zu anerlennenswerthen kunstgewerblichen Leistungen gebracht hat. Nach mannigfachen Versuchen in verschiedenen Gewerben ergriff el, 26 Jahre alt, > das Bildhauergewerbe, und ohne frühere Voikennlnisse von Zeichnen und Schm^», ohne w.ilcre Ausbildung, als eine! sechsmonatliche Lehrzeit bei cincm Landbiltchaucr, stellte cr sich alsbald auf eigene Fühe und ward Meister, und zwar ein Meister, der Altäre baut, Statun, formt: seine rege Ausmcrlsamkeit aus alles Neue i» seinem Erwerbszwcige lenlle seinen Blick auf die verschiedenen Versuche, li'lnstliche Eteinmasse, besonders Marmor zn erzeugen, u»d alsbald halte er sich dieser Kunstfertigkeit, zu deren Studium er eine kurze Neise nach Wien machte, bcmcistcrt. Er erzeugt jetzt selbst Kunstmalmor, und verfertigte schon zwei gauze Altäre davon. Er strebte noch weiter: während der Kunst-marmor bisher hauptsächlich nnr für Friese, Arabesken, Architektonisches verschiedener Art, dann bei Tifchen U.s. w. in Verwendung kam, formte er grob? Statuen davon, und statt der Heiligen aus Holz, Gyps oder Stein» pappe zieren solche aus schön nachgeahmten Kunstmarmor,! glatt und hart wie Marmor selbst, seine Altäre. Und alle diele Fertigkeiten hat der Meister, Osbi<^ ist sein Name, in kaum mehr als 11 Jahren sich cmgcria.net. Gedeihen seiner Arbeit und seinem S'.rrben zur frohen und schönen Ent° Wicklung dieser Air des Kmislgewerbes ln Klnin, zum From» men und zur Ehre des Landes und unseres Städtchens! Neueste Post. Florenz, 6. Februar. Die „Italienische Corre-spondcnz" veröffentlicht folgende Depesche ans Athen: Nachdem Anlgariö auf seinen Nl'lcktritt beharrte, wendete sich dcr ilünig an Valaoritiö; die Combination scheiterte gleichfalls. Hicranf liericf dcr König Commnn-l>uros, cü'cl' a»ch dcsjcn Annahme wird als höchst zweifelhaft bctrachtct. Paris, 5. Februar. Dcr „Constilutionncl" weist anläßlich der Ncde des Grafen BiSmaick den Gedanken znrück, Frankreich würde dnlden, daß Fremde seinc ^astfrcnndschafl mißliranchcn tonnten, inn gcgcn die In> lcgritnt eines liefrenndeten Nachbarstaats zn intriguircn. Graf Bismarck möge in dicscr Vcziehung keinerlei Zweifel fassen. Paris, 6. Februar. In Athen ist noch immer lein Ministciinm gebildet. Die Aufregung danert da-sclbst fort. Man versichert, daß, im Fasle Griechen, land Sonntags die Declaration noch nicht aiuzenoinincn haben sollte, die Confcrcnz am Montng zusammcnticlcn und beschließen wird, ol, Griechenland o>S zur Gildnng eines Ministeriums eii,e nrnerlichc Flist gewährt wer» den follc. Paris, 0. Felirnar. Aus Athen ist die Nach- richt hieher gelangt, dcr König bereite cin Mainf^, das Volk vor, worin gesagt wird, daß Griechcm^ von allen Mächten verlassen, für den Augenblick "°, zugeben gezwungen sei, und zur Bewahrung der M^ und Ordnung aufgefordert wird. Belgrad, 0. Februar. Es wird officiös de»'" tirt, daß zwischen Serbien und Ungarn Abmach»^. wegen der Consolidirung dcr serbischen Nation st<^ den. Serbien duldc keine Einmischung in die ^ talische Angelegenheit. ^,, Belgrad, 6. Februar. „Icdinstvo" erklärt^ Nachricht der Berliner „Zcidler'schc Corresponded" "°' cin angebliches Einvcrständniß Serbiens mit UM' zuln Zwecke dcr Ncintegrirnng des serbischen Königs mit Bosnien, Herzegowina und Altserbicn fiir ^ gründet. In Belgrad sei immer der Gedanke ^ herrschend, dcr Orient solle dnrch sich sclbst rcgc^', werden. Die Einmischnng einer fremden Macht ^, dic Einmischnng einer anderen nach sich, worauf "' dien n!c eingehen dilrfle. ^ Belgrad, 6. Fcbrnar. (Pr.) Dcr ,,Vid« will wissen, daß Griechenland sich bewaffne und hu^'s Kanffahrtcischiffc für Kriegszwecke herrichte (?). Bukarest. 0. Februar. Die Regierung b^ wortct dic Interpellation über die Abbcrnfnng der ^, zösischcn Mission ausweichend. Die von Georg ^', tiano sodann gestellte Motion auf deu AnSdnw.,,, Bedauerns dcr Kammer wegen Abberufung der!M' wurde angenommen. Die Extremen stimmten daO Heute erfolgt die Crncnnnng des Ministeriums, welches Joan Ghika und Lascar Catargi treten s^ Gleichzeitig wird dic Kammcraufiösung für bcvorM. gehalten. » Telessrapli«s6,e Wechselcollrse liom 6, Februar. , ^ bperc. Metalliaueö 61.90. — 5perc. M.talliqucS mit M^. sliovcinlier.Ziusctt 61,l»0. — 5verc. National-Anlehcu «?. ^^' Staalöanlehcu 97.50. — Vaukactien tt«4. — Creditactien 26? "' Üondon 120.80. — Silber l 18.65.— K. k Dncaten b.«?. ^ Handel und UolkswirthschasM Vaibclsli, ^> schienen: 5 Wageir mit Getreide, A Wagen mil Heu und «;! (Hcn 10 Ltr. 30 Pfd., Strvh 26 Htr. 10 Pfd.), 40 W"^ ^ i 3 Schiffe mit Holz. i !_______________Durchschuitts-Preise.__________^« st. lr. fl. lr. st^>' Weizru pr, Mrlzcn 4 50 5 20 Butter pr. Pfund - blir'> irurn „ >" < Erdäpfel „ 150------- Tauben „ '"^^' i!iuseu „ 3 20— — Hen pr. Zentner ->^^ Erbsen „ 3 40------- Stroh „ -"" ^ Fisolen „ 450— Holz,hart.,prKlft. - ^ ß!< Rindsschmalz Pfd. —52 — — — weiches, „ ^ ^ ! Schweineschmal,; „ —.44 — — Wein, rother, pr. ^ ^ Speck, frisch, „ - 30 -^— Eiuier ^ ^ ' — geräuchert „ —40——^ — wcißcr „ '^^ 3 -^ ,D 8 3 ^ °" >"^' uu. Mg. 332,14 —I.i windstill Nebel g,. 2,2 i wmdstM Nebel ' g/ 7 2 ,. N.' 32^» ^ -j- 8.u > W. schwach hcrtcr . l0„ Ab. , 329 I» ! 4" 1 o ! windstill fterue»l,ell ! i/ Beide Tage mit Morgenuebeln und starken Reift"' ls heiter, wolkenlos, ruhige Lust. Abendrot!) mit Alpeng>>l"^' TageSmittrl dcr Wärme am 6. l'2 0°, um 2'4", am 7 ^ um 3 2° llber dem Normale. ^ H5erauiworl!icher Redacteur: Iguaz v. K l c i n M a^X, N^l'zn»,a»>»<-«»! Ä«»en, 5. Fcbniar. Dic Tendenz war im allgemeinen malt und die Mehrzahl dcr Papiere stellten sich billiger, währeud Devisen und Valuten fester schloffen. O^ ^ , KUllsrnollMN. Umsatz minder ledhaft. _____ ^i Allgemeine Ltaatoschuld. Fllr 100 fl. Geld Waarc Einheitliche Staatsschuld zu 5 pEt,: iu Noten verzinst, Mai-November N1.70 0l.80 „ „ „ Februar-August <:i.65 «1.80 „ Silber „ Iäuucr-Iutr . 06.00 «:<;,80 „ „ „ April-October. «6.<>0 «0.^0 In vstcrr. Währ. . . zu 5p8.— 98.25 detto „ (N- 5 „ 9«.75 97.25 Silber-Aul. 186^ (L.St) 5 „ 73.— 73.50 1865 (Frcs.) 5 ,. 76.- 77.- Metalliques . . .zn4'/, M 55,25 55.75 MitVerlof. v.J. 1839,, 4 „ 194.-194.50 MitVerlos.v I.I854 zu 25» fl. . . „4 „ 9925 9970 Mit Verlos. u.I. I860 zu 50>> fl. . . „5 „ 97.50 9?,70 MitV^rlos.v.J. I860 zu 100 fl. . . „ 5. „ 102 - 102.50 MrtVerlos, u I.1864 zu 100 fl...... ,22.10 122.30 lomo-Rentcnsch. zu 42 I.iro »U8l. pr. Stilek.....21.50 22.— Staats-Doinäuci!'Pfandbriefe zn 120 st. ö W. (300 Hr. 5 pl^t.) in Silber pr. Stilck . . . 115,— 115.50 Oruudnttlastunas-Vbliaaiioncn. Filr 100 st. Geld Waare Nieder-Oesterreich . . zu 5 M. 89.— 89.20 Ober-Oesterreich . . „ 5 „ «9.— 89 50 Salzburg .... „ 5 „ 87.— 88.- «ähmeu .... ^, 5 ^ fti.75 92.50 Mähreu .... ^ 5 „ 89.— 89.50 Schlesien .... „5 88.50 89.— Steiermarl ... ^5 ^.— 89.- Uugarn ... .^5 78,50 79.- Temeser-Uanat . . ^5 7725 77.75 Eroatrcn uud lVlauüuieu 5 7» 50 7g__ Galizren .... "5 '' <^ 25 69'75 Viebcnbilrgcn.....5 ^ 74 __ 74 59 Bnkourna .... „5 ^., ^ ^, lIng.m.d.V.^1867 . 5." 7«.25 78^75 Tem,V.m.o.V.-C. 1667,, b „ 7^59 77 „ Actie» lpr- Stilcl). Nalionalbllnl......683.— 684 — Kaiser Ferdinands-Norobahu zu 1000 fl. CM.....2237—2242 - Kredit-Anstalt zn 200 st. ö. W. 265.80 266.— N.!).Escom.-Ges.zl'500st.ü.W. 724- 727.— Statsciscub.-Gcs. z» 200 si.LM, odcr 500 Fr......319.50 319.60 Kais. Elis. Vahn zn 200 st. Bühm. Westbahn zu 200 fl. . 177 50 177.60 Oest.Dou.-Da,iipssch,-Gcs. «^ 583,— 585.— Oesterreich. Lloyd in Trieft Z Z 287.— 289.— Wicn.Dampfm.-Actg, . ' . 345.— —.— Pester Kettcubrlicle .... 540.— 545.— Anglo - Anstria - Ban! zu 200 st. 238— 238.50 Lcmbera. Ezeruowitzcr Actieu . 181.-18150 Verstcher.-Gcscllschaft Donau . 255 - 257.- Pfandbriefe (für 100 fl.) National- j bank auf ^ verlosbar zu 5°/« V" 60 100.— (l. M. j Natroualb.ansiz.W.verloöb.5,, 95.— 95,25 Uug. Bod.-Ered.-Anst. zu 5'/, « ^2.75 93.-Nllg. üst, Bobcn-Ercdit-Austall verloöbar zu 5°/« in Silber 10?.— 107 25 dto.in33I.rilckz.zu5pEt.iu«.W. 89.75 90,25 «ose (pr. Slück.) Ereb.-A.f.H.n.G.z.100st.ii.W. 163.50 164.- Dou.-DmPffch.-G.z.100st.CM. 97.- 98.- Stadlgrm. Ofen „ 40 „ ü. W, 34. - 35.— Salm ,, 40 „ „ . 41.50 42.— Geld ^ Palfjy zn 40 fl. ö. W. 35.^ ^' Elary .. 40 „ .. . 35^ ^ St. Gcnois „ 40 „ „ . 32 0" ^ Winbischgrätz „ 20 „ „ . 2l.^ ^ Waldsteiu ^20..... ^A A Kegleuich „ 10 „ „ '. lä.b" l«' Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 1^ Wechsel (3 Mon.) .^ Augsburg filr 100 st, slldd. W. 101 ^ ^ Frankfurt a,M. 100 st. dctto 1^-^ ^,, Hamburg, fllr 100 Mark Banlo sft ". i2>,>,j London fllr 10 Pf. Sterling . l20-> ^ ' Paris filr 100 Franks . . . ^^' s Eours der GeldsorteN , Gcld . ^',, K. Miinz-Ducaten . 5 fl. 68 lr. ^',. ^ Napoleonsb'or . . 9 „ 68 ,/ ^ ^ <,, Rufs, Imperials . ^ ,, — " 1 „ ^.'^ Vcreiusthlller . . 1 ,. 78 " ^9 , Silber . . 113 „ ?5 „ " ___ f' Kraiuische Grunbentlastung« -Obli6°^^rl vlltuotirung: 86.50 Gcld, ^"