Nr. 17. P«änumel»tst«l!" «" ^°^"c berechtigt sind. wenn die ^«e, wo dle Alchungsgeschäfte vorgenommen werden l°uen. nmerhalb des politischen Bezirkes liegen, in welchem das Aichamt seinen Sitz hat. In allen anderen Fällen haben die Nichamts« Vorsteher vor Ertheilung der Bewilligung die Zustim« mung des Aichinspectors einzuholen. __________ Pino in. p. Der Handelsminister hat der Wiederwahl des Karl Ritter von Hillinger zum Präsidenten und des Leopold Ritter von Moro zum Vicepräsidenten der Handels» und Gewerbekammer in Klagenfurt fur das Jahr 1884 die Bestätigung ertheilt. ^ Der Minister für Cultus und Unterricht hat den "Wenten an der k. l. Centralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus Dr. Joseph Pernter zum «diuncten dieser Anstalt ernannt. Am 17. Jänner 1884 wurde in der l. k. Hof« und Staats-druclcrei in Wien das I, Stück des Ncichsgeschblattes, vor-läufig bloß in deutscher Ausgabe, ausgegeben und versendet, ^ Dasselbe enthält unter ^ Nr. 1 die Verordnung des Handelsministeriums vom 13. Dc» zcmdcr 1883, betreffend eine Abänderung des ß 14 der Verordnung des baudclsministeriums vom 3, April 1875 " (R, G, Nl, Nr. 45) hinsichtlich der Vornahme von Aich- geschäften außerhalb des Amtsortes der Aichämter; Nr. 2 die Verordnung der Ministerien der Finanzen und des Handels vom 18. Dezember 1883. betreffend die Control. pflichtigleit von Mineralölen in einem Theile des Grenz- bezirles; Nr. 3 die Kundmachung des Aclerbauministeriums vom27.De» zembcr 1883, betreffend dcn Beitritt der Niederlande zur internationalen Phylloxera Convention vom !», November 1881; ! Nr. 4 die Verordnung des Handelsministers vom 28. Dezember 1883, betreffend die Eintragung der kapitalisierten Zinsen in die Einlagebüchcl des l. l. Postsparcasscnamtcs; Nr. 5 die Verordnung des Handelsministcrs im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern vom 30. Dezember 1883. betreffend die Einthcilung der im Rcichsrathc vcr> trctcnen Königreiche und Länder in nenn Aussichtsbczirte sür die Amtshandlungen der Genierbe-Inspectoren; Nr. 6 die Kundmachung des Finanzministeriums vom 2. Jänner 1884, betreffend die Erweiterung der Vefugnisse des Neben» zollamtcs Uvac; Nr. 7 den Erlass des Finanzministeriums vom 2. Jänner 1844, betreffend das Verfahren bei der mit dem Ansprüche auf Stcucrrückvcrgütuug über die Zollinic stattfindenden Vier» aussuhr in Flaschen; Nr. 8 die Kundmachung deS Finanzministeriums vom 9. Jänner 1884. betreffend die Errichtung einer gollabseitigungs. Stelle in Varzdorf. Erkenntnis. Das t. l. Ministerium des Innern hat unterm 14. Jänner 1884. Z, 248/öl. 1,. der in Vularcst erscheinenden Zeitschrift »Interouuul 6«uolul" auf Grund des 8 26 des Prcssgesches den Postdelnt für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder entzogen, Nichtamtlicher Theil. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der „Vote für Tirol und Vorarlberg" meldet, der Kirchen«Vor-stehung zu Neumarlt zur Pfarrkirchen. Restaurierung eine Unterstützung von 400 si. zu spenden geruht. Wien, 19. Jänner. Vor kurzem waren wir in der Lage, ein Urtheil der liberalen „Kölnischen Zeitung" über den Zusam-menhang zwischen der inneren und auswärtigen Politik Oesterreichs und die chauvinistischen Tendenzen der Vereinigten Linken zu citieren; heute ist es die freiconfervative Berliner „Post", welche die Vereinigte Linke mahnt, ihre Hoffnungen nicht auf äußere Einwirkungen zu fetzen. Zu dem österreichisch-ungarischen Parteigetriebe wird der „Post" von der Donau ddto. 15. geschrieben: „Es ist eine Eigenthümlichkeit der deutsch-liberalen Partei in Oesterreich, dass sie, statt alles aufzuwenden, um in der Weise ihre Position wieder zu erlan-gen, wie dies in anderen parlamentarischen Staaten seitens der zeitweilig besiegten Parteien geschieht, in dieser Richtung eigentlich gar nichts thut, sich sogar bei zweifelhaften Wahlen, wie dies erst diesertage bei der seitens der böhmischen Großgrundbesitzer vorgenommenen Ergänzungswahl für den Reichsrath geschehen, des Kampfes enthält, dagegen ihre Hoffnungen auf Elnwitlungen von außen seht. Wie oft ist man in letzter Zeit nicht in den deutsch-liberalen Kreisen Oesterreichs der irrigen Auffassung begegnet, dass die auswärtige Politik, vor allem aber das österreichisch-deutsche Bündnis eine Rückwirkung auf die inneren Verhält« nifse zugunsten der cisleithanischen Vereinigten Linken ausüben müsse. Als ob die Herbstzeitlosen nicht zur Genüge erfahren hätten, wie man an maßgebendster Stelle in Deutschland über dieselben denkt und dass man dort, wenn man schon von einer Inbetrachtziehung der inneren österreichischen Verhältnisse sprechen will. eben nur an der Consolidirrung dieser Verhältnisse, nicht aber an der Unterstützung einer Partei ein In« wesse haben könne, deren Tendenzen dieser Consolidie» rung gerade im Wege stehen. Eine Enttäuschung, wie sie die Herbstzeitlosen bezüglich der erwarteten Rückwirkungen der auswärtigen Politik auf die innere erfahren haben, wird denselben auch rückstchtlich des Succurses nicht erspart bleiben, welchen sie nun von ungarischer Seite erhoffen. Man hat sich in den erwähnten Kreisen in den Gedanken hineingeredet, dass das ungarische Cabinet durch die Abstimmung der Magnatenkammer über das Ehegesetz, besonders aber durch den Ausschlag, welchen die in dem ungarischen Oberhause erschienenen elf österreichischen Cavaliere gegeben, außer Rand und Band gerathen sei, und dass die liberale Partei in Ungarn sowie die auf diefelbe sich stützende ungarische Negierung nichts anderes im Sinne habe, als sich durch Beeinflussung der österreichischen Verhältnisse zu revanchieren, welche Revanche sich die Herbstzeitlosen nicht anders denken, als dass mies schönen Tages das Ministerium Taaffe durch Herrn v. Tisza gestürzt werden werde. Es scheint uns fast überflüssig, auf den doppelten Irrthum aufmerksam zu machen, der dieser Auffassung zugrunde liegt. Einerseits ist man in Ungarn über den Sieg des Oberhauses keineswegs so untröstlich, wie man diesseits der Leitha glaubt, man erblickt in demseselben vielmehr nur eine gegen ein specielles Gesetz gerichtete Opposition, der gegenüber das loyale Mittel angewendet werden wird, das Gesetz von neuem wieder einzubringen, betrachtet aber die Feuilleton. Der Oleinhausler. Erzählung aus dem obdercnnsifchcn Volksleben von C. A. Kaltenbrunuer. (12. Fortsetzung.) Der entschiedene Ernst und die Festigkeit des -«mens, mit welcher der Vater sprach, zugleich das väterliche Wohlwollen und die herzliche Güte, die aus ^Uort. Blick und Miene hervorleuchtete, olles dies Machte auf Vroni einen tiefen Eindruck, der sie im Mten Augenblicke wieder aufrichtete, und ihre Seele Mte das selige Gefühl der Liebe gern mit neuer «raft erfassen und sich den süßen Hoffnungen einer Moneren Zukunft hingeben mögen; aber nach einigen "imuten Nachdenkens erblickte sie ringsum wieder nur mnsternls. und die Besorgnis um den Vater blieb in i^" H"^" so groß. wie die Liebe, mit welcher sie ^m zugethan war. Auf die Bewahrung des strengen zn^lnmsses angewiesen und nicht einmal mit der nsz "er zu sprechen imstande, überdies mit der Erkennt-lniil,,. Ueberzeugung, das« alle ihre weiteren Be-wink "'' ^ ^" V"t" einzuwirken fruchtlos fein NätnliÜ,' ""^ sie sich einem tiefen Trübsinn und einer ihr ^°n Trostlosigkeit. — Das junge Leben lag vor Mit l^,"^ unheimliche Oede. auf welche der Himmel 'hwarzen Wollen niederhieng. Sie musste schweigen und die Dinge ihren Gang gehen lassen. 8. Gegensätze. Gegen Abend, ehe noch Dominit heimgekommen war. erschien ein angenehmer, feltener Vefuch —Leopold. Es drängte ihn, Vroni zu fehen, nachdem er drei oder vier Tage nichts von ihr gehört hatte. Beim Eintritt grüßte er Magdalena. reichte ihr die Hand und blickte sie gutmüthig und mitleidig an. Die blödsinnige nickte ihm freundlich zu, wie kleine Kinder und Hunde — wenn man beide zusammenstellen darf — es erkennen, wer ihnen freundlich gesinnt ist. Auf das herzlichste gieng er Vroni entgegen, die jetzt vom Hofe hereinkam und über das unverhoffte Erscheinen des Geliebten süß und zugleich wehmüthig erschrak. „Was fehlt dir, Vroni?" rief er in liebevoller Theilnahme, als er ihre traurigen Mienen bemerkte. Mit Augen, worin sich Innigkeit und tiefes Seelenleid spiegelten, blickte sie dem Fragenden offen ins Antlitz, um dann schwergedrückt zu sagen: „Es ist mir recht lieb, das« du selbst gekommen bist, denn ich hätte mit dem, was ich dir zu sagen habe, nicht zu euch hingehen können." Völlig bestürzt fragte Leopold: ..Was ist geschehen? Liebe Vroni, warum bist du so niedergeschlagen?" „Ach, lieber Leopold," antwortete Vroni mit einem schmerzlichen Seufzer und lud ihn ein, ein wenig neben ihr Platz zu nehmen. — „Die offenkundige Abneigung deines Vaters hat mich zu einem ernsthaften Nachdenken gebracht. Ich habe dabei bittere Thränen vergossen, aber ich sehe ein, dass unsere Geburt- und Standes« Verhältnisse zu weit aus einander liegen, und es ist besser", sagte sie schluchzend, „wenn du mich aufgibst! Ich kann die Liebe zu dir in meinem Herzen nicht unterdrücken, aber ich gebe dir die Freiheit zurück!" Kaum vermochte sie es, noch beizufügen: „Leopold, gib mich auf, — vergiss mich!" „Nimmermehr!" rief Leopold mit einem Feuer, dessen man ihn nicht für fähig gehalten hätte, und leidenschaftlich ergriff und hielt er die Hand des zitternden Mädchens. „Vro»i, herzliebe Vroni! Wozu verleitet dich deine Melancholie? Verzweifelst du denn auch an mir? — Mögen die Verhältnisse noch so feindlich fein, meine Liebe zu dir und das Wort meiner Ehre, das ich dir gewiss einlösen werde, soll dich für alles entschädigen und deinen Muth aufrecht erhalten! Vertraue mir und halte aus in Liebe und Treue! — Nie und nimmer lasse ich von dir, und meine Eltern werden in ihrem Widerstände endlich müde werden." Aus Vroni's Augen leuchtete durch den Thränenschleier ein heller Strahl der Freude, und eine hohe Rothe der Wangen folgte darauf, als Leopold jetzt einen rafchen Kufs auf ihre Lippen drückte. ..Lasi' mich im Angesichle deiner Mutter unsern Bund neu besiegeln", sagte er lebensmuthig. „und jage vm, dieser Stunde an alle trüben Gedanken von dannenl Har e aus und sei guten Muths." Er erhob sich jetzt uno Laibacher Zeitung Nr. 17 134 2l. Jänner 1884. Stellung des Cabinets im Hinblick auf die große Ma« jorität des Abgeordnetenhauses, auf welche sich das-selbe stützt, in keiner Weise beeinträchtigt und ist in der That in der Lage, auf den raschen und glatten Verlauf der gestrigen Generaldebatte über das Budget als auf einen Beweis für die Richtigkeit dieser Auffassung hinzuweisen. Andererseits erblickt man in dem Erscheinen der österreichischen Cavaliere in dem Ober-hause zwar ein Ereignis, dem allein die neuerliche Ablehnung des Mischehegesetzes zuzuschreiben ist, aber keine cisleithanische Einrichtung, nachdem dieser Schritt nur von einzelnen politisch bedeutungslosen Cavalieren und nicht von einer Partei ausgegangen, von der cis-leithanischen Regierung aber perhorresciert worden. Es kann also davon, dass man in Ungarn für die Ablehnung des Mischehegefehes durch einen Versuch, sich in cisleithanische Angelegenheiten zu mischen, Rache nehme, nicht die Rede sein. Man sieht hieraus, welche Bewandtnis es damit hat, wenn die Organe der Herbstzeitlosen im vorliegenden Falle ungarischer sind. als die ungarische Regierung selbst, dieser eine große Erbitterung über die Opposition und ihre Verstärkung durch cisleithanische Cavaliere vindicieren und glauben zu machen suchen, dass diese Erbitterung früher oder später in einer Beeinflussung der cisleithanischen Verhältnisse zu Gunsten der Vereinigten Linken ihren Ausdruck finden werde. Es ist also um die Erwartungen, welche die Herbstzeillosen an eine Unterstützung von ungarischer Veite knüpfen, nicht besser bestellt, als um jene Erwartungen, die sie auf Rückwirkungen der auswärtigen Politik setzten." Zur Lage. Die „Wiener Nbendpost" vom 18. d. M. schreibt: Das Prag er Abendblatt schreibt: „Wie die deulsch'österreichische Bevölkerung über die von gewisser Seite propagierte Abstinenzpolitit denkt, dafür liegt wieder ein recht charakteristischer Beleg vor. Der Glan» thaler Demolratenverein hielt nämlich am 13. d. M. in St. Veit eine Versammlung ab, in welcher der Reichlrathsabgeordnele Hock über die politische Lage Bericht erstattete. Einer der anwesenden Wähler, Dr. Prettner, erklärte bei dieser Gelegenheit unter lebhafter Zustimmung der ganzen Versammlung die Abstinenz' Politik für verwerflich. «Wir schicken — so sagte er unter anderem — unsere Aba/ordneten nicht nach Wien, damit sie sich gekränkt fühlen, wenn die Ma. jorilät ihre Macht braucht oder missbraucht, oder dass sie wieder fortgehen, wenn sie die Verlorne Macht nicht wieder erlangen können. Dies wäre einer ernst zu nehmenden Partei nicht würdig. Wir verlangen daher von unseren Abgeordneten, dass sie unsere wirtschaft, lichen und nationalen Interessen in Wien auch wirk« lich vertreten." Diese Worte bedürfen keines Commen-tars; sie legen vollgiltige« Zeugnis dafür ab, wie das dmtsch-österreichische Voll über jenes Schlagwort denkt, welches man seit einiger Zeit von Seite ge-wisser Agitatoren unter die Massen zu schleudern ver-sucht hat." Die Berliner Post richtet an die Ndresse der deutsch.liberalen Partei in Oesterreich folgende Be. merkungen: «Wie oft ist man in letzter Zeit nicht in den deutsch.liberalen Kreisen Oesterreichs der irrigen Auffassung begegnet, dass die auswärtige Politik, vor allem aber das deutsch.österreichische Bündnis, eine Rückwirkung auf die inneren Verhältnisse zu Gunsten der cisleithanischen Vereinigten Linken ausüben müsse. bereitete sich zum Weggehen. „Ich muss wieder heim. Grüße mir deinen Vater. Bald sehen wir uns wieder." Er gab Magdalenen zum Abschied die Hand, die ihm auch die zweite noch reichte und die größte Zu« neigung zu erkennen gab, da in ihr wohl noch aus früheren Tagen eine sreundliche Erinnerung an Leopold aufdämmerte. Vroni, in ihrem Gemüth wieder mehr gehoben, gab ihm das Geleite bis hinaus zur kleinen Nebenstraße, die in einiger Entfernung vorübersührte. Das liebende Paar beurlaubte sich eben von ein« ander und Leopold wiederholte noch einmal alle Gründe, mit denen er Vroni liebevoll zu trösten suchte, da fuhr, ein paar hundert Schritte entfernt, ein leich. tes Gespann vorüber. ^ ^ . ^ Leopold erkannte alsbald seinen Vater, der selbst kutschierte, auf die beiden zwar herüberblickte, zedoch nicht stille hielt. Vroni war bei dem Anblicke des alten Grundner unwillkürlich erschrocken, denn es kam ihr vor, als wäre plötzlich ihr leibhastige« böses Schicksal daher gefahren. .Ich habe nicht gewusst, das« der Vater schon so bald nach Hause kommt," sagte Leopold; „aber es ist gut, dass er mich bei dir gesehen hat. Ich werde dich nie verleugnen." Als der Wagen hinter einer Strahenkrümmung verschwunden war, trennten sich die Liebenden nach einem langen innigen Händedrucke, und Leopold gieng zurück nach Wernstein, oft noch zurückwinlend, so lange er Vroni fehen konnte. (Fortsetzung folgt.) Als ob die Lmke mcht zur Genüge erfahren hätte, wie man an maßgebendster Stelle in Deutschland über dieselbe denkt, und dass man dort, wenn man schon von einer Inbetrachtziehung der inneren öfter» reichischen Verhältnisse sprechen will, aber nur an der Consolidierung dieser Verhältnisse, nicht aber an der Unterstützung einer Partei ein Interesse haben könne, deren Tendenzen dieser Consolidierung gerade im Wege stehen." ___________ In Ungarn dauert die Discussion über das muthmaßliche weitere Schicksal des Mischehegesetz» Entwurfes fort. Wie die „Ungarische Post" versichert, hat die Regierung bisher weder betreffs der Rücksendung der Vorlage an das Oberhaus noch be» zilglich der Absetzung derselben von der Tagesordnung einen endgiltigen Beschluss gefasst. Dieselbe beabsichtige vielmehr, dem Abgeordnetenhause als competenten Factor die Entscheidung darüber anheimzustellen, welches Vorgehen der ablehnenden Haltung des Oberhauses gegenüber befolgt werden soll. Die Regierung will sich sodann der Majorität des Abgeordnetenhauses anschließen. „Es ist unstreitig — so bemerkt ferner das genannte Blatt — dass selbst in maßgebenden politischen Kreisen die Ansichten hinsichtlich des wei> teren Vorgehens entschieden differieren. Während viel-fach der Ansicht begegnet wird, es sei von der Zurück-sendung der Vorlage durch einen motivierten Antrag abzusehen, ist andererseits das Princip des Festhaltens am Beschlusse ebenso stark oder auch noch um eine Nuance darüber vertreten. Die Oftposition bekundet bis heute eine zurückhaltende Stellung und hat sich bisher hinsichtlich keiner der beiden erwähnten An« schauungen engagiert. Der Zeitpunkt, wann die Frage wieder vor das Plenum des Abgeordnetenhauses ge-langt, lässt sich bis zur Stunde noch nicht bestimmen, da dies von dem Verlause der Budgetdebatte abhängt. Sollte sich dieselbe unerwarteter Weise in die Länge ziehen, so dürfte das Nuntium wahrscheinlich mit Unterbrechung der Specialdebatte zur Verhandlung gelangen, da man die Frage durchaus nicht auf die lange Bank gerathen lassen will." Aus Budapest wird unterm 17. Jänner geschrieben: Ernuszt bringt im Abge>ordnetenhause die auf Grenzfragen be-züglichen Beschwerden des Eisenburger Comitates zur Sprache. Schon im Jahre 1848 sei eine Regnicolar-Deputation zur Regulierung der Grenze zwischen diesem Comitate und Steiermarl entsendet worden; die damaligen Ereignisse bereiteten aber deren Thätig, keit ein Ende. Durch die Regulierung der Flüsse in Steiermark werde auch die Grenze alteriert und die Flut auf das Gebiet des Comitates gelenkt, welches aus eigenen Mitteln nicht abhelfen könne. Auf einige Beschwerden Lüzär's gegen die Nd-ministralionsorgane erwidernd, constatiert der Ministerpräsident, er könne keine Gravamen darin erblicken, wenn in Comitaten mit gemischter Bevölkerung auch den dort vertretenen Nationalitäten bei den Wahlen der gebürende Einfluss gewahrt werde. Was die von den Obergespänen angeblich geübte Pression auf die Wahlen betrifft, so seien aus 63 Comitaten im ganzen fünf bis sechs Beschwerden eingelaufen, was doch offenbar der Behauptung widerspreche, dass die Missbräuche so allgemein gewesen seien. Er sei zwar kein Freund der Institution der Virilisten, doch wäre es unter den ungarischen Verhältnissen ein Vergehen gegen den Staat, an dieser Institution zu rütteln. Mocsäry polemisiert gegen die gestrigen anli« semitischen Ausführungen Simonyi's und macht den Minister auf den Schwindel aufmerksam, der von „Wunderdoctoren" getrieben wird. Der Ministerpräsident verspricht, das Nöthige vorzukehren. Bei der Post „Gendarmerie-Auslagen" äußert sich Päzmändy anerkennend über die Wirksamkeit der Gendarmerie, doch weist er auf die ungenügende Zahl und zu geringe Befoldung der Gendarmen hin. Der Ministerpräsident betont, dass durch die Einführung der Gendarmerie die Zahl der Sicher, heitsorgane um das Doppelte vermehrt wurde; die bisherigen Ergebnisse lassen hoffen, dass diese Institution ihrer Aufgabe entsprechen werde. Nach einer abfälligen Aeußerung Pazmündy's über die Wirksamkeit der hauptstädtischen Polizei, für welche fodann Buschbach unt<>r Hinweis auf die Schwierigkeiten, mit welchen dieselbe zu kämpfen hat, eintrat, werden sämmtliche Posten des Etats unverän-dert votiert. Es folgt die Verhandlung des Budgets des Communications - Ministeri ums. Referent Vila üulllcs motiviert die diesjährigen Mehr« ausgaben. Josef Madaräsz weist einen Brief vor, in welchem gellagt wird, dass ungarische Fachmänner beim Communications-Ministerium keine Beriicksichti. gung finden und Ausländern gegenüber zurückgesetzt werden. Redner ersucht den Minister, bei gleicher Befähigung die einheimischen Aspiranten vorzuziehen. Koloman Thaly macht auf die Nothwendigkeit der Regulierung des Thebener Donau.Nrmes aufmerksam, die eine Lebensfrage für den ungarischen Gelreidehandel sei, und bespricht die Bestrebungen des österreichischen Donau-Vereins, welche die Beschleunigung der Regulierung der oberen Donau bezwecken, was dann die Regulierung der unteren Strecken zur unabweisbaren Nothwendigkeit mache. Auch Särközy empfiehlt der Beachtung des Ministers die unhaltbaren Zustände der Hortobägy-Berettyoer Binnenwüsser.Regulierungsgesellschaft. Edm. Krisztinkovic erörtert die Schädlichkeit des mit der österreichischen Staatseisenbahn-Oesellschaft abgeschlossenen Cartels für den ungarischen Handel; dem Handelsinteresse Ungarns würden nur directe Tarife per Kilometer entsprechen. Statt der kostspieligen Eisenbahliftolitik sollte der Minister nach der Ansicht des Redners lieber den Wasserstraßen, als dem billigsten Verkehrsmittel, seine Fürsorge zuwenden. Vom Ausland. Die „London Gazette" gibt bekannt, dass das von der europäischen Donaucommission im Jahre 1868 von einer Londoner Banquiers-Firma aufgenommene Darlehen von 135 000 L. den Vertragsbedingungen gemäß gänzlich zurückgezahlt worden ist. Die Adressdebatte in der spanischen Abgeordnetenkammer ist nun zu Ende, und die vorausgesehene Ministerkrisis ist die nächste Folge derselben. Sagasta und Posadaause weggeblieben und wurde Samstag früh 5 Uhr «on Detectives über Auftrag des Polizeirathes Steh. !»ng abgeholt und verhaftet. Heute vormittags wurden wieder mehrere Zeugen n/I'^""?' ^ Pongratz vorigen Freitag am Morgen nach Verubung der Blutthat in der Eifert'schen Wechsel« M,be sahen. Frau Antonia Kawalitsch, Schneioermei-Nersgaltm. Simmering. Hauptstraße Nr. 165 wohn« ^N, erkennt in Ponarah jenen Mann. den sie am Donnerstag gegen 6 Uhr abends, als sie über die "lanahllserstraße giena. und in der Wechselstube des U7Ä> A7t nach der Uhr blicken wollte, am Fenster ° r Wechselstube erblickte, als er im Begriffe stand, n " grünen Vorhang vorzuziehen, um das Innere des ^llles der Beobachtung von außen zu entziehen. Da bemp ,?b l.n feiner Zelle in den Lodenrock gekleidet ist. eben?« W. das« er einen längeren Rock anhatte, art",'°/^!l Bart auf den Wangen und einen cylinder-und m 3"/' Diese Merkmale, ebenso wie die Größe dass a« - ^ Verbrechers, sind so charakteristisch, kann """ Ngnoscierung nicht gezweifelt werden Heute nachmittags wurden Pongratz und Dürfchner eingehenden Verhören unterzogen. Ueber das Befinden der Verwundeten liegt heute im Saale Nr. 82 des allgemeinen Krankenhaufes fol« gendes Bulletin auf: „Heinrich Eifert. Nacht wenig gefchlafen. muuhig. viel Durst, Bewusstsein vollkommen. Schlucken schwer wegen der Verletzungen in der Mundhöhle. Die Wunden von gutem Aussehen, die Nähte halten. Vom Oberkiefer ist ein Gaumenfragment ganz abgetrennt und dürfte morgen ausfallen. Die Lähmung der linken oberen Extremität nicht ver« ändert; Nahrung flüssig einigemal« genommen. Puls 100. Temperatur 37.6 Grad. — Sohn Heinrich. Im allgemeinen besser, Puls 102. Temperatur 37.4 Glad. Bekennt Appetit. — Gouvernante Caroline Berger. Subjectives Wohlbefinden. Um 2V, Uhr nachmittags hat gestern auf dem Matzleinsdorfer Friedhofe die Beerdigung des kleinen Rudolf Eifert stattgefunden. Die unglückliche Mutter, deren Schmerz unsagbar ist, wohnte dem Begräbnisse ihres heißgeliebten Kindes bei. und eine unübersehbare Menschenmenge war auf dem Friedhofe anwesend. Der Naulnnörder Schenk und dessen Complicen. Wien, 15. Jänner. Wie nunmehr bereits constatiert ist. hat der Mäd-chenmörder Hugo Schenk unter Umständen auch Ver« brechen anderer Art begangen. Raudanfälle, ja selbst gewöhnliche Diebstähle waren ihm gleichfalls geläufig, wenn es sich darum handelte, Geld zu beschaffen. Ja er hat sogar ein Mädchen seiner ausgebreiteten Bekanntschaft, nämlich Iofefine Eder, dazu orlleitet, Diebstähle zu verüben, als es ihm an Geld zu mangeln begann. Iosefine Eder. der von allen, die sie kennen, und auch von ihren Dienstgebern, vornehmlich aber von Fräulein von Malfatti das Zeugnis ausgestellt wird, dass sie früher ein ehrliche« Mädchen war. kann nur durch ihre blinde Leidenschaft für Hugo Schenk und anf Anleitung desselben zur Diebin geworden sein. Iosefine Eder hat auf Veranlassung Hugo Schenk's ihre Dienftgeberin und Wohlthäterin Fräulein von Malfatti bestohlen, und dies war auch der Grund ihrer Verhaftung. Iofefine Eder besaß ein Vermögen von 200 st. in barem Gelde und 11 Stück Notenrente zu 100 fl. Herr Hacker, Scontist der Escompte-Gesellschaft. beforgte die Ankäufe der Papiere für das Mädchen, welches außerordentlich sparsam war. Anfang« Oktober v. I. bekam Frau Hacker von Iosefine Eder. die damals noch bei Frl. v. Malfatti bedienstet war, einen Brief des Inhaltes, dass sie die Bekanntschaft eines Ingenieurs Namens Karl Schenk gemacht habe. der sie zu heiraten beabsichtige. Einige Tage darauf kam ein Brief der Eder aus Gobels-burg. in welchem sie mittheilte, dass sie ihren Dienst, platz verlassen und sich mit ihrem Bräutigam für einige Tage bei ihren Eltern — diefelben find begüterte Bauersleute in Gobelsburg in der Nähe von Langen-lois — aufhalte, sie komme bald wieder nach Wien und werde dann ihren ..schönen Bräutigam" der Fa° milie Hacker vorstellen. Iosefine Eder kam auch wirklich zu Frau Hacker, aber allein, und als sie deshalb befragt wurde, fagte sie, ihr Bräutigam sei nach Linz versetzt worden, könne deshalb nicht kommen, und sie selbst werde schon in den ersten Tagen des November nach Linz übersiedeln, woselbst dann die Vermählung stattfinden werde. Iosefine Eder übersiedelte am 1. November v. I. nach Linz und hatte dort mit Schenk, der sich als Karl Schenk. Ingenieur, ausgab, im Reschauer-Hause eine gemeinsame Wohnung inne. In den Briefen, die sie an Frau Hacker richtete, weiß sie nicht genug von der zärtlichen Fürsorge, mit der sie Schenk umgab, und von seiner unermüdlichen Liebenswürdigkeit zu erzählen. Im Winter werde sie mit ihrem geliebten Karl eine längere Reise nach Italien unternehmen, auf die sie sich fchon fehr freue. Am 31. Dezember v. I. erhielt Frau Hacker von Iofefine Eder das folgende Schreiben: ..Meine liebe Freundin! Ich wünsche euch allen ein glückliches neues Jahr. Gesundheit und Zufriedenheit und alles Gute und Beste; auch dir, llebe Pepi. (Frau Hacker heißt mit dem Vornamen Iosefine) viele gesegnete Jahre, für die Kinder alles Liebe. Auch danke ich deinem lieben Manne für den erhaltenen Talon. Was mein Schicksal betrifft, so geht es mir sehr, sehr gut. Einen sehr lieben Mann habe ich. Karl macht mir Freude und Vergnügen, wo er nur kann. Ich habe mir nie gedacht, in meinem Leben ein solches Glück zu machen. Ich schließe das Briefchen für dieses Jahr. Mit vielen Grüßen und Küssen, auch von Karl, der alles Beste wüxscht zum neuen Jahre, und grüßt Alle. Lebt wohl, ihr meine Lieben. Jose. fine Schenk." Am 8. Jänner kam Iosefine Eder wieder nach Wien, wo sie bei Fräulein von Malfatti abstieg und wo sie auch Kunde von der Verhaftung Schent's bekam. Da aber in den Journalen «Hugo Schenk" stand, wollte sie anfangs nicht glauben, es fei dies ihr Geliebter. Als dann Iosefine Eder eine Vernehmung beim Polizeicommissär Fuchs zu bestehen hatte, wurde sie den Eheleuten Hacker in Verwahrung übergeben, Diesen wucde aufa.etraa.en, das Mädchen nicht aus der Wohnung zu lafsen und besonders darauf zu achten, dass das von dem Schrecken ganz niedergeschmetterte Mädchen nicht einen Selbstmord begehe. Mittlerweile hatte die Polizeibehörde erfahren, dass Iosefine Eder ihrer gewesenen Dienstgeberin Fräulein von Malfatti Pretiosen. Schmuckgegenstände, darunter eine sehr wertvolle Perlenschnur, entwendet habe. Infolge dessen wurde die Inhaftierung des Mädchens beschlossen und abends zwischen 7 und halb 8 Uhr in der Hacker'schen Wohnung vorgenommen. Bei der in der Wohnung Schenk's in Linz vorgenommenen Revision wurden Pretiosen gefunden, die als das Eigenthum des Fräuleins von Malfatti agnosciert wurden; außerdem ist erhoben worden, dass er in Linz und Wien Pretiosen verkauft und auch den Versuch gemacht hat, die Perlenschnur an Mann zu bringen. Im ganzen wurden in Schenl's Wohnung in Linz neun Colli Effecten saisiert, die heute hier angekommen sind. Zu dem bereits mitgetheilten Falle Franz Bauer erfahren wir. dafs sich Bauer gegenwärtig in Graz aufhält und dafs er demnächst hier eintrifft, um mit Hugo Schenk und Schlossarel confrontiert zu werden. In dem Befinden Schlossarek's ist wieder eine Besserung eingetreten, und es dürfte die Nothwendigkeit feiner Ueberführung in das Inquisitenspital des Landesgerichtes entfallen. Zu wiederholtenmalen schon haben wir Nnlass genommen, des großen Eifers Erwähnung zu thun, mit welchem die Polizeibehörde bei ihren Recherchen in den beiden Sensationsaffiuren der jüngsten Tage zuwerke geht. Polizeirath Breitenfeld und Polizeirath Stehling mit den ihnen beigegebenen Beamten arbeiten rastlos, kaum dass sie sich die allernothwendigste körperliche Ruhe gönnen. Der Polizeipräsident Ritter von Krticzka lässt sich Tag für Tag über beide Affairen ausführlichst Bericht erstatten. — (Hofnachrichten.) Am 17. d.M. vormittag« wurde in Pressburg die Taufe der neugebornen Tochter Sr. l. und k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erz. Herzogs Friedrich durch den Bischof Heiler in feierlicher Weise vollzogen. Die Erzherzogin erhielt die Namen Natalie Marie Theresia. Die Taufftathin, Ihre k. und k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Maria Theresia, war durch Ihre l. und k. Hoheit die durchlauchtigste Fran Erzherzogin Marie vertreten. — Ihre königliche Hoheit Herzogin Maria Iosepha in Baiern, geborene Herzogin von Braganza, Gemahlin Sr. königlichen Hoheit des Herzogs Karl Theodor in Baiern, ist am 17. d M, in Milnchen von einem gesunden Prinzen glücklich entbunden worden, — (Spitalbau der barmherzigen Brüder.) Banquier Moriz Freiherr v. Königswarter hat dem Convente der barmherzigen Brüder in der Leopoldstadt infolge seines Aufrufes an die wohlthätigen Bewohner Wiens, um den Ausbau des neuen Spitals zu ermöglichen und in Anerkennung des ersprießlichen Wirkens der barmherzigen Brüder, eine Summe von 5000 fl. gespendet. — (Verunglückte Touristen.) Vor einigen Tagen hat, «ie die „Oesterreichische Touristen-Zeitung" mittheilt, eine zum Traversetta-Passe. dem Quellengebiete des Po, unternommene Alpenfahrt zu einer traurigen Katastrophe geführt. Die Fahrt war von einigen Notablen des Ortes Crissolo unter Theilnahme von Führern unternommen. Auf der Höhe des Passes (3000 Meter) sollte ein Weg durch den gefrorenen Schnee gehauen werden, als sich plötzlich ein großes Stück Schnee ablöste und alle sechs Personen in den Abgrund stürzten. Der Veranstalter der Partie. Cavaliere Gon-dolo, blieb todt, die anderen sind schwer verletzt. — (Ein Bubenstück.) Am 14. d.M. abends zwischen 7 und 8 Uhr wurden von unberufener Hand sechs schwer beladene Eisenbahnwagen auf dem bei der Station Deutsch »Oth im Luxemburgischen gelegenen Hüttenwerke Ferry in Bewegung gesetzt. Die Wagen kamen in ihrem Laufen in immer rascheres Tempo, bis sie bei Villaupt auf die dafelbst stehende Maschine „Leipzig" mit solcher Wucht auffuhren, dass vier Wagen buchstäblich zertrümmert, die beiden übrigen Wagen sowie die Maschine nicht unerheblich beschädigt wurden. Es muss wahrlich als ein großer Glücköfall bezeichnet werden, dass weder auf der Strecke, welche die Waggons in rasender Eile durchliefen, noch bei dem Zusammenstoße ein Menschenleben zugrunde gieng. Die Untersuchung ist eingeleitet. -(Eine theure Orchidee) Bei einer am 14. d. M in London abgehalteneu Auction wurde eme vou Herrn F. Sander von St. Allwns 'ingeftihrte ^' rietat von Oattleia. psrcivnliuuu von ben Orch'oecn. Lailmch« Zeitung Nr. 17 13« 2l. Jänner 1884. zlichtern Herren Veitch and Sun in Chelsea fiir den Preis von 100 Guineen (2100 Mark) erstanden. — (Schiffbruch,) Ein Telegramm aus Shanghai meldet den gänzlichen Untergang des chinesischen Dampfers „Hwai Auen" bei der Insel Hieshan auf der Neise von Shanghai nach Hongkong. Von der aus 198 Chinesen und Europäern bestehenden Mannschaft haben nur 5 Chinefen ihre Rettung bewirkt. — (Flotow's nachgelassene Oper «Der Graf St. Me grin) wurde diesertage in Köln zum erstenmale aufgefiihrt. Im Jahre 1^37 zu einem wohlthätigen Zwecke zum erstenmale in Paris g/geben, vorübergehend die Schweriner Bühne berührend, verschwand Flotow's musikalische Bearbeitung von Dumas' „Ilonri III. 6t 8k cour", trotzdem sie Erfolge zu verzeichnen hatte. In der Zeit der Entstehung des „Grafen St. Mcgrin" feierte Mcyerbeer seine größten Triumphe. Wie sehr der damals 26jährige Flotow sich dem von den Opern jenes Meisters ausgeübten Eindrucke hingab, davon legt Flo-tow's Iugendwerk Zeugnis ab. Er wendete sich spater von dieser Gattung ab. um sein Heil in der komischen, in der Spiel^per zu suchen. Er hatte das Nichtige gewählt und hat darin Nachhaltiges geschaffen, denn noch heute bilden „Stradella" und „Martha" einen Bestand« theil jedes Bühnen-Nepertoirs. Die Oper „St, Mcgrin" dürfte bald wieder in Vergessenheit gerathen. Locales. — (Verleihung.) Se. Majestät der Kaiser haben mit Allerhöchster Entschließung vom 15 Jänner d. I. dem hiesigen Briefträger Simon I eras in An-erlennung feiner mehr als vierzigjährigen treuen und belobten Dienstleistung das silberne Verdienstkreuz aller« gnädigst zu verleihen geruht. — (Ernennung.) Der Finanzminister hat den Zolloberamts-Osficial Josef Kosmazh zum Zollober. llmtö-Controlor bei dem k. k. Hauptzollamte in Trieft ernannt. — (Die Versammlung) der Schneider» gehilfen war seitens der Gewerbebehörde. des Stadt, Magistrale», gestern 10 Uhr vormittags in den Magi-stratssaal einberufen. Es waren an 60 Schneidergehilfen erschienen. Ueber Antrag der Gehilfen Franz Dekval und Jakob Unol lehnten die Gehilfen die Constituie-rung der Gehilfenversammlung ab. worauf der laudes-fürstliche Comm,ssär Herr Stadtcommissär Jakob Tome die Versammlung für geschlossen erklärte. x- — (Gemeindewahl,) Bei der am 2(1. v, M. zu Zirllach. Brzirktzhauptmannschaft Krainburg, vurgenom« menen Neuwahl wurden derObcrlehrer undNealltätenbesitzer in Z'lllach, Andreas Vavken, zum Gemeindevorsteher und zu Gemeinderäthen die Grundbesitzer Johann Ahlin aus Zirtlach. Franz Kepic aus Zkllach und Alexander Ienko aus Oberfernig gewählt. — (Großer Br a nd.) Man berichtet aus Kram-bürg: Am 13, d, M brach auf bitzher unbekannte Weise in Safniz beim Brsitzer A. Omann Feuer aus, welches außer dem Brandolijrkte noch eine Reche anderer Gebäude der umwohnenden Brsiher. Dreschtennen, Schuftfrn. Heu« und Stroh- und sonstige Vorräthe, sowie zahlreiche Haus- und WirtschastSgrrathe einäscherte. Es gebricht an Raum, die einzelnen Besitzer und deren Schaden nament» lich anzuführen, und es sei daher bloß gesagt, dass die Gesammtsumme des Schadens 10 000 fl, beträgt. Ein Theil der Abbrändler war vnsichert, und zwar bei ver« schiedenen Versicherungsgesellschaften in Laibach, Giaz und Budapest. — (Aus Klagenfurt). 15. Jänner. schreibt man: Der Delcgiertentag zur Förderung des Fremden« Verkehres in den österreichischen Alpenländern wird, wie bereits gemeldet, am 13, und 14. April d. I. in Graz abgehalten werden. Derselbe soll dem Austausche der Erfahrungen und Vorschlägen zur Hebung des Fremden« Verkehres dienen. Nebst den Delegierten der Fremdenverkehrs - Vereine werden auch Vertreter von Local-comites und Zweigvereinen, welche sich mit der Fremden-Industrie befassen, ferner von Curoirectionen der Alpen, länder, von Gemeindevorstehungen jener Ortschaften, Welche für den Fremdenverkehr von Bedeutung sind. u. s. W. zusammenkommen, um in einzelnen Fragen ein gemeinsames Vorgehen zu erzielen und dem Fremdenverkehre in den österreichischen Alpenländern die Zukunft zu sichern. Auch die Stadt Klagenfurt wird auf dem Delegiertentage vertreten fein. — (Aus Trieft), 18. Jänner, schreibt man: I" der Spiridion-Kirche fand die Epiphania-Feier durch einen feierlichen Gottesdienst statt, welchem das hier gar-nisonierende Infanterieregiment Alexander III., Kaiser von Russland Nr. 61 mit den Spitzen der Militärbehörden und die Mitglieder der serbischen Gemeinde beiwohnten. Die Hauptmomente des Gottesdienstes wurden durch Dechargen gekennzeichnet. Nach Beendigung desselben intonierte die Militärkapelle die Volkshymne. — (Landschaftliches Theater.) Bei der flovenischen Vorstellung am Samstage kam das küst. liche Original'Lustspiel «V I^'udlMio ^o d^mo" in drei Acten von Josef Ogrinec zur Ausführung, Der unermüdlichen Thätigkeit des Herrn Regisseurs Kocelj gelang es, die Vorstellung durch den Vortrag zweier Gesangkviöcen noch genussrcicher zu gestalten, indem die Sänger der hiesigen Aitalnica zur Serenade Haidrichs „I^una 8^6" und „Ntica äiovßnskik narolluik p68ni" sehr effectvoll sangen. Das Stück selbst versetzte da-zahlreich anwesende Publicnm in die heiterste Stimmung, und es fehlte nicht an reichlichem Beifalle für alle Mitwirkenden. Herr Kocelj. der Meister unter seinen Schülern, schuf als „Vater GaZper" eine fehr originelle Type, und Herr Petric war als „Pavle" vorzüglich; nicht minder die schmucke „Rotija", Fräulein Petrinska. Fräulein Vertnik gab die Rolle der „Neza" ziemlich zufriedenstellend. Fräulein Nigrin fah als „Marica" allerliebst aus und spielte wie immer sehr brav. Herr Danilo (Mnko) war diesmal nicht so ganz disponiert, -x- Gestern gu'ng die Operette: „Schänröschen" in Scene; das Haus war sehr gut besucht, doch fand dasselbe an der alten, noch dazu sehr schleppend gebrachten Offenbachiade niederster Kategorie wenig Gefallen. Beifall erhielten nur Director Mond heim als Theaterdiener und die Damen Frl, M. Palme (Schönröschen) und Frl. Herrmann (Bavulet); Director Mondheim wurde beim Vortrage des Couplets: „Ja, so sind die Damen vom Ballett" wiederholt stürmisch gerufeu. Auch die Herren Ander (Cocadiöre) und M. Martini (Por< tier Jean) waren recht gut. —cs. — (Theaternachricht.) Heute findet die Be« nefizvorstellung unserer Naiven, des Frl. Philippine Stengel, statt; das Fräulein hat „Krieg im Frieden" gewählt, und wird dieses beliebte Lustspiel auch diesmal seine besondere Zugkraft gewiss bewähren. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Wien, 20. Jänner. Der russiche Minister Biers wurde vom Kaiser in Privataudienz, welche 40 Minuten währte, empfangen. Später hatte Giers eine einstündige Ulitn'lcdung mit dem Grafen Källioky. Zu Ehren Giers' fand ein Diner in der Hofburg statt, welch«!!« die Botschafter Lobanow und Reuß fowie fämmlliche Minister und Hofwürdenträger beigezogen waren. Agram, 20. Jänner. Während der Debatte über die an die Klo„e zu richtende Adresse langte im Landtage ein königliches Rescript an, durch welches der Landtag bis auf weiteres Veltagt wird. Trieft. 20. Jänner. Mit dem gestrigen Abend-zuge lst Ihre k. und k. Hoheit die Frau Erzherzogin Marie Antoinette, Vrohherzogin von Toscana, in Begleitung der Hofdame Baronesse Lazzarim und des Gefolges nach Fiume abgereist. Am Perron er« schienen der Statthalter Baron Pretis, FML. Baron Kober, Bischof Msl,r. Olavina, Polizeiralh Hofrath v. Pichler und der Sekbthölde.Präsident Ritter v. Alber. Budapest, 19. Jänner. Heute erfolgte die Pu« blication des Urtheiles der ton. Curie als Obersten Gerichtshofes in der Affaire der Ermordung Mailäths. Sponga, Pitely und Verecz, letzterer unter Abänderung des in zweiter Instanz gefällten Urtheiles, wurden zum Tode durch den Strang verurtheilt. Die Verurtheilung Vcrecz' erfolgte wegen Anstiftung zum Morde. Die Iustificierung ist zuerst an Spo»ga, dann an Pitcly und zuletzt an Berecz zu vollstrecken. Agram, 19. Jänner. In der heutigen Abend, conferenz der Nationalpartei, an welcher auch der Banns theilnahm, wurde auch über drn heute eingebrachten Antrag des Abgeordneten Ivic' debattiert, wobei der Vanus darauf hinwies, dass er bereits früher erklärt habe, dem Landtage alle nöthigen Auskünfte geben zu wollen. Ferner wurde über die Tagesordnung der nächsten Sitzungen Beschluss gefasst. Dcr Gendarmerie« Gesetzentwurf gelangt Montaa zur Berathung. Berlin, 20. Jänner. Gegenüber der Nachricht der „Germania", dass dem Papste gelegentlich des Neujah'sempfanges des diplomatischen Corps ein Schreiben des Kaisers von Oesterreich durch den Grafen Paar übergeben worden sei, worin der Kaiser die Versicherung gegeben habe, dass er an keinen Gegenbesuch im Qliirinal denke, ist die „Nordd. allg. Ztg." durch Wiener Mittheilungen aus wohlunterrichteten Kreisen in die Lage gesetzt, zu erklären, dass die Nachricht einfach erfunden ist. Handel und volkswirtschaftliches. Laibach, 19. Jänner, Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 11 Wagen mit Getreide, 6 Wagen mit Heu und Stroh und 18 Wa- Korn , 5 36 6 —Eier pr. Stück . . — 8------ Gerste , 4 71 5 40Milch pr. Liter . - 8------ Hafer „ 2 92 3 18 Rindfleisch pr. Kilo -^60 — Halbftucht . —__ 6 6?iKalbfleisch " " bli------ seiden „ 5 20 6 27l Zchweincflelsch „ —52------ Hirse „ 5 53 «^Schöpsenfleisch ,, -38------ Kuluruz „ 540 5 55 Hähndcl pr, Stuck —50 - Erdäpfel 100 Kilo 2 8«-------Tauben „ - 1? - - Ümscn pr. Heltoll», 8----------Heu 100 Kilo . . 2 16 Erbsen . 9-------Htroh „..24- Fisolen „ 10----------Holz, hartes, Pr. — Rindsschmalz Kilc> — 94------- Klafter 7 30 — Schweineschmalz ^ — 86------— weiches, „ 4 50------ Speck, frisch „ — 60-------Wein, roth.. 100Lit.------24 - - geräuchert 5 —74------—Weiher . ------20- Oesterreichisch'nngarische Banl. Stand vom 15. Jänner: Baulnoien-Umlauf 365 441 000 fl. (—11 804 000 fl,). Silber 121743 000 fl. <-j-23000fl,), Gold 7Ü745000 fl, (-703000 fN Devisen 3 679 000 sl, (4- 760 000 st.). Portefeuille 151987 000 fl. (- ll 651 000 fl,). Lombard 26 834000 fl, (- 285? 000 st.), Hyp"' thelai-Darlehen 86 966 000 fl. (-j-29 000 fl.), Pfandbriefumlaus 83 906 000 fl. (4- Il'2 000 fl) Verstorbene. Im Elisabeth«Kinderspttale: Den 19. Jänner: Franz Gorse, 9 I, 10 Mon., und den 20. Iänner : Ialob Gorse, 5 I. 8 Mon,, Tischler-söhne (Polanastraszc Nr. 18), beide an Diphtheritis. Im Spitale: Den 19. Jänner. Andreas Verhovc, Schuhmacher, 27 I,, 1'uliol«lll<)8ig Mlmcmum. Theater. Heute sgerader, Tag): Zum Vortheile dcr Schauspielerin Frl. Philippine Stengel: Krieg im Frieden. Lustspiel in 5 Acten von G, v. Moser und Franz v. Schönthan. Lottoziehunaen vom 19. Jänner: Trieft: 43 56 88 82 28. Linz: 71 36 40 12 52. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 7U.Mg. 749.63 -8,2 O. schwach Nebel 19. 2 ., N. 748.71 — 0,2 O. schwach heiter 0.00 __ 9 . Ab. 749.23 — 5.0 O. schwach heiter________ 7U.Mg. 748.45 —5.2 windstill Nebel 20. 2 ., N. 746.67 — 1.4 windstill Nebel 0,00 9 „ Ab. 749.17 - 1,« O. schwach bewölkt i Den 19. morgens Nebel, tagsüber heiter, Abcndroth, Nebelglühen. Den 20. Nebel bis Nachmittag anhaltend, dann etwas gelichtet. Abendroth, abends bewöltt. Das Tagcsmittel der Temperatur an beiden Tagen — 4,5' und — 2,7°, beziehungs-weise um 2,5° und 0,7° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: P. v. Radics. Nerztliläe Konomrtaxe. Infolge Verciusbeschlusses vom 19. Dezember l883 reproduciert. ' 1.) Als Minimaltaxe gilt für jede Tagesvisite, i. o von 6 Uhr f.üh bis 9 Uhr abends 1 Vulden, für M , Nachtvisite 2 Gulden. 2.) Jeder Ruf eines Arztes, fobald derselbe diesem nachgekommen ist, muss als geschehener Besuch honoriert werden. 3.) Im allgemeinen wird der Wert einer im Interesse des Kranken verwendeten Stunde bei Tag mit 3 st., bei Nacht mit ü fl. angesetzt. 4.) Ein einzelnes Consilium ist mit 5 st. zu honorieren, weitere Consiliarbesuche mit je 2 st., und zwar beiden, i. o. dem Consiliarius und Ordinarius ganz gleich. 5.) Für gewöhnliche einfache Hausordinationen zur angekündigten Ordinationsstunde beträgt die Minimaltaxe 50 Kreuzer. 6,) Die jeweilige Bestimmung der Höhe des Honorars für Operationen jedweder Art steht dem Ermessen des Arztes frei. 7.) Briefliche Confultationen sind mit mindestens 2 st. zu honorieren. 8.) Für einfache private Krankheits« oder Gesundheitszeugnisse beträgt die Taxe 2 fl. 9.) Gutachten sind von 3 fl. aufwärts zu honorieren. 10.) An den Hausarzt zur Ausfüllung gerichtete Fragebogen der Versicherungsgesellschaften behufs Aufnahme von Lcbensversicherungs-werbern sind grundsätzlich von demselben zurückzuweisen. 11.) Die Ausfüllung von Fragebogen der Versicherungsgesellschaften beim Ableben von Versichertet! wird vom Hausarzte nur dann vollzogen, wenn s^ ihm von der Gesellschaft unmittelbar zugefchickt und , mit einem Honorare von mindestens 3 Gulden belegt werden. 12.) Iahrespauschalien und Besuche außer dew Domicile des ordinierenden Arztes sind Gegenstand eines gegenseitigen Privatübereinlommens. i 13.) Dem Ermessen des Arztes bleibt es überlassen, nach jeder vollendeten Cur seine Honorarrechnung einzusenden, nach Ablauf des Jahres sind ' jedoch principiell Honorarrechnunqen einzusenden. 14.) Nach Ablauf des I. Quartals des ueuett Geschäftsjahres unbeglichen gebliebene Honorarforderungen sind von einem für den Verein aufgestellte»' Advocate» einzubringen. 15.) Itder Arzt ist berechtigt, aus Human^ tätsrücksich ten in be>ücksichtigungswürdigen Falle" eine Ermäßigung, ja einen gänzlichen Erlas" des Honorars eintleten zu lassen. 10.) Die Vereinsmitglieder veipflichlen sich, diel^ Beschlüsse in ihrer Praxis durchzuführen. (^ Per Verein der Aerzte in Kram zu Laibach. m Ämlkblalt zur Laibacher Zeiluna Ar. 17. Montag, den 21. Zänner 1884. (377) Ziunllmllckunss. Nr. 706. Mit Rücksicht aus dic im Amtsblattc zur ..Laibllcher Leitung" Nr. 13 vom 16, Iinmcr d. I. enthaltene Kundmachung der l. l. n. ö. Ctatthalterci in Wien vom 28, Dezember 1883, Z. 52447, wird hicmit belannt gegeben, dass es sich nicht um ein Barbara von Sternberg» sches, sondern richtiger um ein Barbara von Eteinbrrg'schcs Familienhandstipendium jähr» licher 230 fl, handelt, weiches darin zur Ausschreibung gelangte. Laibach am 18, Jänner 1884. K. l. Landesregierung.__________ (373—1) Kunümllckun«. Nr. 9. Womit belannt gegeben wlrd, dass Herr Dr. IvanTaviar infolge seines Einschreitens tmn Felz von Schwarzenberg, nun un-Uannten Aufenlhaltes. und dessen eben-'nus unbekannte Rechtsnachfolger peto. ^Nahrung einer Satzftost per 522 si. ^,,"- sür die Geklagten Anton Bizjak hes.'s,, ^"bor als Curator uä n.cdum 28 w "'^ deuiselben die Klage äs priw». ^ovember 1863. Z. 6901. zugestellt. ^ Dezemb^N'richt Wippach, am Kralnische Baugesellschaft. j Die p. t. Acüonäre werden eingeladen, die neuen Couponsbogen gegen Vorweisung ihrer Actien I in der Kanzlei der Gesellschaft in Empfang zu nehmen. | Laibach, 19. Jänner 1884. | (378) 3-1 Der Verwaltungsrath, j kniiggiglüüü"üüüüliiiiii^ (130-3) Nr. 10066. Erecutive Realitäten-Versteigerung. Vom k. k. Bezirksgerichte Gottjchee wird hiemit bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Helena Peterlin von Breg die executive Versteigerung der dem Anton Padovac von Pirtsche gehörigen, gerichtlich auf 170 st. geschätzten Realität tom. I, lol. 58 aä Herrschaft Kostet, bewilliget und hiezu drei Feilbietungs-Tagsatzungcu, und zwar die erste auf den 20. Jänner, die zweite auf den 5. März und die dritte auf den 2. April 1884, jedesmal vormittags von 9 bis 12 Uhr, hiergcrichts mit dem Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrcalität bei der ersten und zweiten Feilbietung nur um oder über dem Schätzungswert, bei der dritten aber auch unter demselben hintangegeben werden wird. Die Licitationsbedingnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein lOproc. Vadium zu Handen der Licitationscommission zu er» legen hat, sowie das Schätzungsprotokoll und der Grundbuchsextract können iu der diesgerichtlichen Registratur eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Gottschee, am 2. Dezember 1883. "(28^—2) Nr. 96. Bekanntmachung. Vom k. l. Bezirksgerichte Wlftpach wurde in der Rechtssache des Blas Malar von Gorenjarooan, Vezirl Lack, gegen Josef Atotelj, resp. dessen unbekannte Rechtsnachfolger pow. Anerkennung der Verjährung einer Forderung Mo. 42 fl. 50 kr. für die Geklagten Herr Anton Vidrih von Wiftpach als Curator n.ä aewm bestellt und demselben die Klage <16 prHL8. 7. Jänner 1884, Z. 96, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Wippach, am 9len Jänner 1884. (74-3) Nr. 9387. Bekanntmachung. Den unbekannten Rechtsnachfolgern des Lorenz Lovlo von Grahovo Nr. 45 wird hlemit belannt gemacht, dass denselben Herr Carl Puftpis von Loilsch als Curator llä aewm aufgestellt und diesem der für dieselben bestimmte Pfandrechts« Einverleibungsbescheid ddto. 7. März 1883, Z. 2344, zugefertiget worden ist. 5k. t. Bezirksgericht Loltsch, am 4ten Oktober 1883. (69—2) Nr. 10665. Bekanntmachung. Der unbekannt wo befindlichen Gertraud Pavlovöiö verehl. Logar von Gar-öarevc wird hiemit belannt gemacht, dass derselben Herr Carl Puftpis von Loitsch als Curator aä «,ewm aufgestellt und diesem der für diefelbe bestimmte Pfandrechts« löschungs-Elnverleibungsbescheio ddto. 7ten April 1883, Z. 3352, zugefertiget worden ist. K. l. Bezirksgericht Loitsch, am 25sten Dezember 1883. (278—2) Nr. 8013. Bekanntmachung. l Vom k. k. Bezirksgerichte Reifniz wird hiemit bekannt gemacht, dass das k. k. Kreisgericht Rudolfswert mit Be-schluss vom 16. November 1883, Zahl 1172. über Maria Klun von Nemskavas > wegen Wahnsinnes die Curatel verhängt hat und für sie der Curator in der Person des Anton Pajniö von Aukovca aufgestellt wurde. . „ K. k. Bezirksgericht Relfmz, am 23sten November 1883.