Nr. 82. Vlilnumslallonsprel«: Im el Poft «an,j. fi. >.^, b>'>bi. fi. 7.5» Doimerstüq, lt. April I»lerllon«g«bllhl bi« »«Feilen: lmaleol! , »M. ^f»t».. »m. , st.; s?nss pr. .^eilt lm. !n!c,l!rn«>ftru!pel >cdl»m. <»Vl». l^72. )iintlichtt Theil. ^üit Allerhöchster Zustimmung Sr. l. und l. Apo» stolijchcn Majestät hoben Ihre kaiserliche Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Gisela Sich am 7< d. M. mit Sr. königlichen Hoheit dem durchlauch-ligslen Prinzen Leopold von Gaiern im königlichen Schlosse zu Ofen verlobt. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allcr« höchster Entschließung vom 1. April d. I. dem Mi» nister des kaiserlichen Hauses und des Aeußern Julius Grafen Nndrassy von C s iks zenlli raly und ^rasznahorla die Ai'nahme und das Tragen des ihm von, souoerainen JohanniterOrden mit der Würde eines (5li,ell'Vailli verliehenen Demotion« . Großlreuzes bicses Ordens allcrgnädigst zu gestatten geruht. Gesetz vom H.April R85H betrcffcub d!e Handhabung dcr Disciplinargewalt über Aduocatcn und Advocalurcandidaten. Zur Ausführung des tz 3!i der Aduacalenordnung Vom 6. Juli ltt68. Z. W R. G. Vl., finde Ich mit Zustimmung beider Häuser des Re,chsralheS bus l'ach» stehende Disciplinarstalut für Advocalen und ildvocalur-candidaten zu erlassen und aüzuordncn, wie folgt: Art. I. Vom Tage der Kundmachung dieses Ge» setzcs lichtet sich die Disciplinarbehandlung von Advokaten und Adoocaturcandidaten nur nach dem beiliegen. btn Disciplinarstatute. Auch anhiingige Disciplinarfälle sind nach dem« '"b«n zu behandeln/ Art. 2. Alle bestehenden Gesetze und Verordnungen, Alche sich auf Gegenstände beziehen, die durch dieses Dlsciplinarslatul geregelt werden, insbesondere die be» treffenden Gcstimmungcn dec Gerichtsordnungen so wie "r zil denselben erlasscucn späteren Gcsetze und Verord» Nungen, dann der provisorischen ADoocatcnordnung vom ^0, August 1849, R. G. Al, Nr. 364, treten außer Wirlsllmlcit. Ärt. 3. Mit d.m Vollzöge dieses Gesetzes ist der Minister der Justiz beauftragt. Ofen, am l. April 1872. /ranz Joseph m. p. Aucrbperg ,n. p. Glaser m. p. Disciplinarstatut für Advocatcn und AdvocatM' candidaten. Erster Abschnitt. Von der Aussicht über Ndvocalen. § 1. Die Aufsicht iiber die in der Advocatenlistc ^getragenen Advocaten wird zunächst von dcm NuZ. lchusse der belresfcnden ^dvocatenl^mmcr ausgeübt. Das oberste Aussichtsrecht strhl dem Juslizminister zu. ^ § 2. Ein Adoocat, welcher die Pflichlen seines^ Atlufcs verletzt oder welcher in» oder außerhalb seines Gruses durch sein Genehmen die Ehre oder das An» 'then des StandcS beelnträchligl, untcrl,egt dcr Dis.^ ^pl'narbchandlulig durch den zuständigen Disciplinarrath. § 3. Die in diesem Disciplinarstatule für Adoo» aten gegebenen iftcstimmungen finden auch auf die in 'l ^iste der Kammer eingetragenen Adoocaturcandidalcn "Nalogt «nwendimg. § 4. W^ dit Eintragung in die Liste der Advo» «ltt^,.^. ?^°'°'"'ca"didlllen ungeachtet eines ihm Ms^ ist gleich, handeln ^"""Mungen dieses Gesetzes zu be- 3'veiter Abschnitt. V°n dem Disciplinarralhe. den ,k ^ ^ü' 5^« ^7 «dvocatenkammer ist sür °en Umfang chres Sprengels in der Reuel ein iacncr Dlsciplinarrath zu bestellen. " "" "" "^ncr Er besteht mit Einschluß des Präsidenten, wenn °'e Zlihl der >n die ^lste der Kammer eingetragenen «bvocalen weniger als 50 beträgt, a«e siebe,,; wenn ^'^ Zahl der Adoocaten 5)0 oder mehr, j^och ^chjtcns 100 beträgt, au« neun. und wenn sie 100 ^"steigt. al,s 15) Mitgliedern; ferner aus vier, wo " l5) Migsith^ si"d, 2Us sechs Elsatzmänncrn. Kau ^^' ^"" Disciplinarralhc sungirl ein Anwalt der '"'er mit Einem, bei arößercu, Geschäslsumfange "" zwe, Gubslitulen. ! ! § 6. Ueber einve,ständlichen Antrag der Advocate«, kammern benachbarter Spnngel inmrhalb desselben Ober« landeSgcrichlesprengels kai,n dcr Illstizminislcr verfügen, daß von den Kammern dieser Sprengel ein gemtinsumcr Disciplinarrath am Sitze dcr einen oder anderen Kam-mcr bestellt wcrde. Diese Verfügung lann dcr Iustizministcr auch ohne solchen einoerständlichen Antrag nach Einvernehmung der belheiliglen Kammern trcffcn, wenn eine dieser Kammern weniger als 25) Mitglieder zahlt. Er lann aber auch, wenn eine Kammer, die wem« ger als 25) Mitglieder zählt, es ablehnt sich an der Gestellung eine« gemcinsamen Disciplinarrathcs zu be» lhciligen, die Discivlinarangclcgenheilcn derselben an den Disciplinarralh einer anderen Kammer ständig über« tragen. Ist ein gemeinsamer Disciplinarralh bestellt, so sind die Ocilragslcistungen dicscr Kammer zu dcn Kosten des DisciplinarrathcS, sofcrnc zwischen ihnen nichts An» dcreS vereinbart wird, nach dcm V^rhällnisse der Anzahl der zu jcder dieser Kammern gehörigen Advocalen zu bestimmen. § 7. Dcr Präsident, die Mitglieder und Ersah. Männer des Disciplinarrath^s so wie die Anwälte und AnwallSsudstitulcn werden in dcr Plcnarvcrsammlung der Advocaten, und wenn cin gemeinsamer DiSciplinar» ralh zu bcsleUcn ist (§ (i), in einer gemeinschaftlichen Plenarvcrsammlung der bclhciligten Kammern auf dic> selbe Art wie dcr Ausschuh (§ 24 der Advocalcnord' nung) auf drci Jahre gewählt. Auch dcr Präsiden! und die Mitglieder deS Nus. schusscS können in den Disciplinarrath und zur Slelle eincS Anwaltes oder Anwaltssubslitulcn gewühlt werden. Das Ergcbnih der Wahl ist jederzeit dem Ober» landesgcrichle, dem obersten Gcrichtshofl und dem Justiz« minister anzuzeigen. Die Ersatzmänner h^ben nach dcr Reihenfolge, in der sie gewählt wurden, und nur. wenn sich der Fall einer Verhinderung oder «lilehnung von Mitgliedern er» gibt, an dessen Stelle zu lrclcn. Die Nnwaltssubstilulcn trctc« bloS in Verhindc-runasfüllcn dcs AnwallcS an seine Slcllc. Die GcschäflSordnlmg hat zu bestimmen, wie viele Mitglieder deS Disciplinarrathes nach Ablauf dcS ersten und des zweiten Jahres auszulosen und durch Neu» Wahlen zu ersehen sind. Der Präsident und dcr Anwalt liinnen in die AuS-losung nicht cinbczogen werden. § 8. IcdcS Mitglied der «dvocatenlammcr ist verpflichtet, die Wahl in dcn Disciplinarrath oder als Anwalt anzunehmen, lann jedoch nach Ablauf der Functionszcil für die nächste Wahlperiode die Wieder« wähl ablehnen. Dcr Präsident und die Mitglieder des Ausschusses einer Kammer lo'imcn dic Wahl in einen gemeinsaimn Disciplinarrath ablehnen, wenn dcr Sitz dcS Discipli. narralh-s mit dcm Sitze diescr Kammer nicht zusam« menfäM. Ob die Ablehnung aus andercn Gründen zulässig sei, darüber hat von i^all zu Fall die PlciniivcrsamiN' lung der Advocalcnlammcr endgültig zu entscheiden. ! Wcr. nachdem die blenarocrsa»imlu?ig dcr Kammer dcn Grund sin Ablehnung dcr Wahl sür ungenügend befunden hat, dennoch die Wahlannahmc oder dic Fort» sührung des Amtes verweigert, ist von dcr Kammer zu einer Strafe von zwanzig bis hundeil Gulden, welche in die Kammlrlassr zu zahlen ist, zu verurtheilen und sür eine bestimmie Zeit, deien Dauer sogleich auszusprechcn ist, des Wahlrechtes und dcr Wählbarlcit in dcr Aboo-calcnlammcr verlustig zu ctllären. Gegen diese Entscheidung der Kammer findet lein Rechtsmillel statt. § 9. Neben dcm Präsidenten muß wenigstens die Hälfte der Mitglieder und Ersatzmänner des Disci' plinar. Rathes am Sitze des ^etz'eien ihren Wohnsilo haben. Der Anwalt und die Anroallsubstilulen können nm ! aus den am Sitze dcS Disciplinarralhcs wohnhaften Advocaten gewählt werden, § U). Die M'lglicder be« DisciplinarrathcS und die «„wälle habcn ihr «mt unentgeltlich auszuüben. Inwiefcrne ihnen bare Auslagen, inbcfonderc jene Kosten aus dcr Kamim,lasse zu vergülcn seien, welctn sie bei den auc Anlaß ih-cr GerufeanSübung vcifallcN' den R.iscn aufzuwenden hadcn, bestimmt die Gcschä,'l5. ordnung. (Forlschllüg jolgt.) Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschrcibtn vom 4. April t>. I. dcm Hof« und Gcrichtsadvocatcn in Wien Dr. Ludwig Flesch in Nntllen:mng besonders verdienstlicher Leistungen das Ritterkreuz AllerhöchstihreS ^eopold-Oidens all:r-gnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestul y^>cu ^cin Dül» Frciherrn v. Ambrozy die l, l. ttälnm.rcrsloürde allergnüdigst zu verleihen geruht. Se. l und l. Apostolische Majestät habcn mit «ller-höchster Entschließung vom 4. April d. I. dem Sections^ rathe im Ministerium dcs Innern Dr. Oltolar Wein» gartner Edlcn v. Münzberg den Titel und Eha-rallcr cincS Ministerialra'heS, dann dcm ^eitcr dcr h'lfs» ämter der Präsidialkanzlei, Adjnnclcn Victor Rcuterer dcn Titel und Charakter eines HilssämterlirttlorS, beide mit Nachsicht der Taxen allcrMdigst zu verleihen gcruht. Lasser m. p. Se. l. und l. Apostolische Maicsllll habcn u,il Aller, höchster Entschließung vom 4. April d. I. dtt» mit dcm Titcl und Nan^e eines MmislcilalsecretärS bekleideten Stalthallcreiconcipisten »Friedrich Km och zum Ministl, rialsccrclär zweiter Klasse im Ministerium deS Innern llllcrgnädigst zu ernennen gcruht. itasser m. z». Der Minister des Innern hat im Einvernehmen mit dcn bclheiligten andcrcn l. l. Ministerien dcn Herren Victor Ritter v. Ofen he im. Vicomie Arthur de Maistre. Dr. Eduard Soch or. Albcit Wahl, Emanuel Ziffer und Heinrich Freihcrrn Pereira» Arn stein die Vewilligung zur Errichtung ciner Actien» gcsellschaft unter der Firma „Mlgememc Transports-lniltel'^lihgesellfchafl" mit dem Sitze in Wien ertheilt und deren Statuten genehmigt. Der Minister dcS Innern hat auf Giund b.-r er« hallencn Allerhöchsten Ermächtiguna. »md im Einvcineh. men mit den belheiliglen andircn l. l. Mnisttricn den Herren Wenzel Frciherrn v. Enis, Julius Riltcr von Sonnenstein, Salomon Kohn, Dr. MuihiaS Köre ff und Dr. Franz Zunlerer die Vewilligling zur Errichtung cincr Actiengescllschaft unter der Fiima „All« gemeine Präger Vant" mit dem Sitze i:i Prag cllhcilt und deren Statuten genehmigt. Nm 9. April 1872 wurden iu der l, l. Hof- und Slaa»»-druckerli iu Viril da» XVI, und XVl! S!>!if df« RlichIssrsly' l>!aI)k lln«ge» gebm n»d vtlssiidfl. Da«« XVI, Slllct riNhält »ilttr Nr. ^') das Gchtz vom l. April 1«?2 I>etrch>-ilb ^^ üüg dcr Diecipliillllglwall übsr Ädvoratrn lliit« ^'! ^n- didalrn. Das XVI!. Stttcl cnlhält un^r Nr. 4l das Gesetz vom .'»I, Mär, 1><7!>l!c> illl'iigaügs- brsiimmiiilgsll ^iir Hicherflellulig de« srljöhlcn Fürdsiie- ftaildl'« dll ^ Lllvllllciursgimsittsr, wllchl' sich a»? den im Ncichörall,? nnirslrnr!, Koüi^rrichi'!! üüd t'äüdfr» slstäx^n; Nr. -i^ das Gi'srh voo, l. April )«?><. womi! drr jj 2 bcs Ge- sstzs? vom l^. Mai 1";!>, R. G, lft. Nr. 03, übrr die l!ili voi« Ocwcrlira/richlc» al!gläut,rvl nnv^; Nr. 43 das Ocsch vom !. April 1«?ii bclrifimo dir B^l^lhiln« vo» ssrrihrileftraslü i» (iinzrlhasl und di? Vrsl^llung von Strafvollzug scommissiolikil. (Wr. Ztg. Nr. V0 vom 9. April.) ^iichtallltlichcl Tbcil. Dic sagc in Cloalirn ist nach den übelcinsümmenden ^crichlcn der compclenten Journale line der im Böhmcrlande ähnliche. Im croa-llschcn Parlcigctlicdc wo.N es noch so wild l.,urct>e>n, ^ndcr, baß cin richtiges Urtheil über die Situation äußerst schwielig ist. Bald wild aber der letzte Schleier fallen und aus dcm vcrsammlllcn Vandlagc dcr König' rcichc Erollli>,n und Slavonian wird die wahre Sach» la^c hcroo'lrclcn. Aus dcm Gcwirre. wclches wie ein Ehaos derzeit uncnlrtNhsclt v^r unS ri^gl, wird dennoch noch fcstc Ordnung cislchcn, welche d,c losen Elemente zu eincm nnverruckbaien Ganzen oerbindsn, die scind» lichen Mächlc vcrsöhncn und cinandcr friedlich dcm Ziele näher bringl., soll. Das Ausgleichsgcs^tz vom Iuhrc I^li« hat dieses Ziel umschricbcn und mit nnn.^lcischlichen Buchstaben dcr Zukunft ubc'gcbcn. Wa^ auch '«,mer glschchcn lling, d,cscs Gcsstz mus, alle Parteisn l'l!lii!il,cii, scldst diejenigen, wclchc zu Bcrüüdcrunacn tränen. Dcr nächste Landtag soll in dieser Richtung fruchtbar scin und 5?« dem langen, rvsultatloscn Gezänk cincn Nickel vols1?iebcn. darf nicht mir vo > Parteimännern beschickt werden, sondern in erslcr R^ihe oun Palriulcu. El>ol»ch ilcn, beginne sie insbesondere nicht mit Drohungen und Vcrun» glimpfunqcn ^cs ^l Recht bestehenden Vertrags, verliere sie vielmehr dcn Bodcn der Gesetzlichkeit auch nicht einen Augenblick untc? den Füßen, dann wcrdc eine Vcrstän« digung, welche ».och n: höh^nn Grade iin Interesse Eroatiens, als in jenem Ungarns liege, wesentlich erleichtert werden. Insbeso:>dcic schlich „Naplo" seinen Appell an den gesunden Menschenverstand dcr kroatischen Opposition mlt folgenden Wo:ten: ..Also Klugheit. Besonnenheit. Selbsttenntniß. Man hüte sich in Agram vor Uebertreibung und ciner übelflüssigex Verwicklung der Sache. Ungarn gegenüder tonnen di: croatischen Politller am weitesten gelangm, wcnn si: sich mit voll' stündig gutem Willen auf den gesetzlichen Boden stellen und dort erfüllbare Ansplüchc formuliren. Die Opposition dcr s l a v i schen Z u ng e n gegen den Verfassungsfotlschl ilt, gcgen die Erstattung deS Verfassung?» lebcns, gegen die Entwicklung der verfassungsmäßigen Saat auf dem Boden der Versassung ist bereits in ein bedenkliches Stadium getreten; das Losungswort dcr fla» vifchen Zungen ist — wir bcdaurrn eS — gcqen die Reichse i nhüit gerichtet. Die slavische Opposi' lionspartei in Vödmtil hat ihre Gtsinnungsbrüder auch in Croatien gefunden. Auch dic südslavische Oppositionspartei in Croatien stößt ihre Schmerz ens« schreie gegen Ungarn aus und gibt der „Agramir Zeitung" Anläß, die politische Action in Üroaüen einer llngehenden Acurtheilung zu unterziehen, Das gcnannte Vlalt läßt sich vcrnchmcn, wic folgt: „Ernst ist unsere Zeit, ein jedcr Schrill, dcr hüuen und diüocn gc» schicht, ist schwerwiegend in der Wagschale des Geschickes der österreichisch ungarischen Monarchie im Allgemeinen und daher auch insbesondere in jcncm unseres Vater» landes. ES haliei, sich bereits jene Elemente, die nur ihre selbstsüchtigen Zweck«: verfolgen, unkclümmert um da.' Wohl und Wehe des Gcsammtstaates, in der ganzen Monarchic dahin a/ciniHet, das Gestehende zu zcr» trümwlrn un^, Utopien, denen jder praltischc Werth abgesprochen werden muß, an dessen Stelle zu setzen. Dieser Schritt der Malcontentcn in der öslerrci« chisch'ungarischcn Monarchie halte bereits Folgcn in Böhmen und zaang die Regurm>g Sr. Majestät, mit aller Strenge der Gesetze gegen di? Störer der öffll, tlichen Ruhe vorzugehen, wollte sie nicht znschcn, wie das Gesetz und die gute Moral öffentlich verhöhnt, wie Ruhe, Ordnung und Sitte unlcigraden und cin Zustand in der Monarchie geschaffen wird, dcr nur mit vollständiger Anarchie zu vergleichen ist. Einen solchen Zustand wollen unsere politischlN Gegner nun auch in Eroaticn und Slovonicn hervei» führen. Zur Illustration dics:r Ullscrer Bchauplnng wollen wir ein wemg den Schleier, mit dem die ncneste Geschichte der Partcicn in unserein Lande bedeckt ist. in etwas lüften. Es ist Jedermann in unserem Vaterlande wohl bekannt, durch welche verwerflichen Mittel die Opposition in Eroalien vorigen I^rcS bei den Larid-tagswahleü siegte und wic sie diesen ihrcn Sieg Haupt» süchNch diesem Umstände zu vcrdanlVn h^llc, daß sie auf ihre Fahnen „die Revision dcs Ausgleichsgesetzes" schrieb. Unter dieser gut:n Firma und gut angelegten Mast« gelang eS ihr dit öfftnllichc Miiniing irre zu führe!', indem Iedcrmann glaubte, die ctoatische Opposilion habe die staatsrechtliche Flage in Eroatie,, fallen qelasscn und werde sich in Zukunft nur unt innern Reformen beschäftigen wollen. Die Opposition in Eroaticn hat jedoch diese gute Meinung, die man gelegenheillich dcr vorjährigen Wahlen von ihr halle, arg getäuscht, und wir haben zahlreiche Beweise in Händen, wie sehr gegenwärtig die Wühlcr Eroatiens und Slavoniens ihre vorjährige Wahl be-tlagcn. Dieses Bedauern, durch das falsche Spiel der croa-tischen Opposition irregclcit.t worden zu stin, ist auch vollständig gerechtfertigt. Es haben sich Mmmcr, die vorige», Jahres auj's heiligste versicherlii,, das Unions« gesetz mit Ungarn aufrecht cihalle!» und nul dessen Revision zu Gunsten unseres Vaterlandes anstreben zu wollen, durch ihlc politischen Leidenschaften geblendet, außerhalb deS gesetzlichen Bodens (des Uuionsgesetzes) gestellt, sie unterschrieben das Manifest vom 20. September 1871. zerrissen hicdurch den mit der Nation eil.gcgangcnen Pact, das Umonsgcsetz hoch zu halten, obschon sic dies vor kaum einigen M>) t ^ d>.n Volte zugeschworen, und lvernichtelen dadurch dn letzten Ncst des Vertrauens, welches ihnen die Nation noch drills lntgegcntrug. , Sie blieben jedoch hicvei nicht stehen, sie calculir-tcn ganz richlig, als sie das Vertrauen im Lande zu sich schwinden sahen, als das Volt unter ihrer hcuchle« rischen Mäste Tendenzen erblickr-schaft im Lande in die Hände spielen würde, wo sie dann im Besitze dieser Macht freies Spiel hätten, mit ihrer extremen Politik hervorzutreten und die Utopien derselben zu verwirklichen. Hltbei warcn sic. die großen Voltsredner und nationalen Volksoeglücker tlein, sehr klein, sic wichen schrill um Schrill, ja sie waren bereit hinler jenen Rahmen zu treten, welchen das Ausglcichsgesetz dcr Auto« ,'oinie CroatienS und Slavonicns anweist, wem, ihncn nur d,c Gemalt und die Macht, d. i. dic Regierung in in Croatien und Slavonien eingeräumt wordcn wäre. Sollten dies die Herrcli Gegner leugnen, nun so tiwneü wir ihncn so lange nicht glauben, bis sie nicht mit jenem in Pest am 3. Februar 1872 abgeflossenen Vertrage, jeooch mtt dem una/falschten Verlragf, an die Oeffcnllichteit treten, und es ist jedexfalls sehr v rdäch-tig. daß sie dicS nicht bereiis gethan haken. DicscS Spiel, so fein es auch angelegt »rar, wurde jedoch durchschaut und es blieb bei dem eitlen Versuche unserer Gegner, zur Macht zu gclanM. Sosort l.hrl^n nun unsere Gegncr zum Manifcste vom 2l), September 18Ü1 zmück, und cs wurden Anresscn und Bcschlüsse in Scene gesetzt, welche diesen Schritt unserer Opposition gut hießen. Es wurde zugliich aller Geifcr u»d aller Schmutz, den unsere Gegner stelZ b.i der Hand habc», auf dic vateilälidische Regierung und auf die nationale j Verfassungspartei geworfen, um dadurch den eigenen v rzwci selten schritte», zu Fehltritten, und bünimmt ih^cn j üc R»hc und Bcjolnicllhcit um so mchr, als cs ihnen durch die tlicrgischen Maßregel» uos^rcr Regieiui.g un» lnö^jlich gei^orden, ruhige Bürger zu lcr:o!l'sircll. Ein sulcher Schrill war die am 21, mid 22. v. M. gelegtnheillich des Verweilen« dcr Czcchcniühl-cr Slrcjschovsli uud Olioc, iu )l^raiil dei n Adnocallii Krc-stic nc^ehalltne V^lsamluluug. w^lchc einstimmig ei>, solidarisches Vorgehen mit den czechlschen Osüderl, uüd mit cincr bedeutenden Majorität, t:otz dcs Eiiispruchcs dcr Herren Mllömai'ic nnd Kulllljcoic cinc D.ftutltiol', an Kossuth nach Turin zu enlscnden beschloß, um scl^'li nach Croatien einzuladen. Dies sind bereits allbekannte, auf nnumsiößlicher Wahrheit beruhende Thalsachcu, und es ist »erheblich dl^ Alilcugmmg derselben. VergbenS nennt dic „3üdsl. Corr." oicsc Thatsachen „Vcrlellmdungen Eroaticxs l" Vergebens verdcrgen sich unsere Gcgner hinter die Loya^ lität Eroaliens. Wir halicn cs ih„cn bereits zu hun» dcrt malen gesagt und witde,holen es ihncn noch einmal, daß nicht sic Croate» si"d, noch ^S, Gott sei's ^cdalill, scin tüllüen. Eroalien ist loyal, aber u-lseri Gegn:r sind es nicht, denn sie nähern sich dein Boden der Revolution, welchen zu betreten Croali-n verhör« rcsc,rt und den cs nie betreten wir.'', dcß tönl'en sie versichert sein. W«r tonnten noch cinderc Thatsachen anführeil, be» gllügen uns aber vordclhand mit der Versicherung, daß wir ihre Drohung mit d:m Tage der Vergeltung, den sie abwarten tonnen, ganz einfach verlachen. W>r constatircn schließlich" als eine erfreuliche Thalsache dcn Ton dcr Mißstimmung und des Ucchcha-geüs iu allcii oppositionellen Blättern CroalienS und Slavoliiens. wozu sic freilich genug Grund haben, da tcr Boücu unter ihren Füßcn wanlt, dcn Schmerzcns-schrei der ..Südslavischen" aber müssen wir als die Klage cincs Pharisäers betrachten, dcr über dic Vcrdor» bcl'heit dcr Wclt Krollidlllhrancn weint." — Wir haben dem Nachbarland? Eroaticn deshalb ^incn größeren Raum unserer heutiqcn N> miner gewidmet, um das verderbliche und re»chsschädliche fanatisch-na ti o n a l e r Gelüste Übelhaupt nach Gebühr illustciren und die an die Oppositionspartei in Eroa» tien gerichteten Mahnrufe an eine nähere Adresse rccapituliren zu können. Die teutsche Thronrede. Der deutsche Reichstag wurde am 8. d. M. um 2 Uhr^Nachmilwgs in Berlin eröffnet Fürst Bis« mark verlas im Allerhöchsten Auftrage die Thronrede. Die Thronrede lauttl: „Geehrte Herren! Ihre Thätigkeit wird in der bevorstehenden Session in erster Llnic durch die Fortführu:,,; der i.i, Voljahle begönne« nen gesetzlichen Regelung und Ausbildung der gemeinschaftlichen Einrichtungen des Reiches in Anspruch genommen werden. Durch ein Ochtz über die Einrichtung und die Befugnisse dcs RechmmgahoscS soll die Eon. trole der Erhebung und der Verwendung der Einnahmen dcs Reiches definitiv geordnet und die Behörde, welche mit ter Handhabung dieser Eonlrole sowie mit der Vor-, bcrcilung dcr durch den Bundcsralh und den Reichstag ^ ausl,usprcchcndcn Entlastung zu betrauen ist, mit dcn dazu ersordttlichen Befugnissen llllsgcslallrt werbn>. I'cr Ent» ^ Wurf '.inee Militär - Slrafgcfttzbllcl.es fnr das deutsche ^ Reich wird Ihnen vora/l'gt weiden, um die Eiühe'tlick' teit, der H crcseinrichlungln auf dem «Gebiete des Straf« rechtes zum Abschluss,: ^> brmgtn und der bereits g?» woimcnen Einheit des Sirafrc^ies für da? bürgerliche ^ Lebc!', den vom Reichsloge g'änßelleü Wünsch,n cnt« ! sp!fchcli!>, als lHlgi'.nzung hinzuuisügcn. Dcr Entwurf !cl»es zur Regelung der Verhältnisse der Rci'nsbcamlcn bestimlntn GchtzeS, welcher dem Reichölage bcreils vor-gclcgcn h,tt, ist unter Beachlnng dcS Gutlichtcns dcr Eommission deS Reichstages und dcr inzwischen eingetretenen politischen Veränderungen einer neuen Prüfung unterzogen woroell und wird in der danach veränderten Gestalt Ihrer Beschlußfassung unterbreitet werden. Die einheitliche Regelung der Bierbesteucrung innerhalb der !Ochiste, uclcl'tn d c Abgabc von Bier gemeinschaftlich >ist, hat Ihrc Thal gleit schon mchifach in Anspruch ge-! liommen, ohne daß eS bis dahin gclungeu wäre. die j ociselbcll cnlgcaeostehendcn Schwicriglcilc» zu überwinden. Eine Ihncn zugchcnde Gefttziwrlage wegen Erhcbnng der Bransteuer im dculschcl: Rclchc hat den Zwccl, die Auf' gare zu lösen und zugleich durch M,tblsteucrung der Mal^nrogalc eine dcm Inleressc der Finanzen sorrohl wi: dcS Ve,brauchs cnlsprecheüde Refoiln der Braumalzsteuer durchzuführen. Die erfreuliche Steigerung dcs Veilehls und Vcr-b.-a^lchcs hat die Mügiichlcit ^cbolc,,. in dcm Ihnen vorzulegenden RcichshaushaltS-Elal sür das Jahr 1873 die Ei,u,al)me aus dcn l,cmcinschafllich>-n Verbrauchs^ ciuS^abln und die Ueberschnsse der Posloerwallung nntcr Beachtung dcr bewährten Grundsätze vorsichtiger Verciü-schlaglmg höher aüe^idlingcn, so daß trotz des in vcr< schicdenen Zwcigcn dcr Ausgabevcrwaltung hcrvo'gctrc-tenen Mehrbedarfs eine Verminderung dcr Matricular-bcilräg.: in Aussicht zu nchmen ist. Ein Nachtrag zum ReichelMöhalts-Etat für das Jahr 1872 ist bestimmt, mben der Befriedigung eiinger anderen nachträglich hc, < vovg lretcncn Bedüifniss« die Mitlel sür V^^ründnng eines stalistischen Amte? aufzubringen, welches im slant-.' sein wird, durch einheitliche wissenschaftliche Bearli^ilung dcr Ergebnisse statist sch^r Elhlbilngeu im Reiche der Ncsctzaeliung und Vcriraltun^ su wie dcr wissenschaftlichen Erkenntniß dcr staatlichen und gcscllschm'lllchiN Zuslände »rcscnNichc Dicnstc zu ltistcn. Die Vcrwnllu>'i scs Il)hrcö l871 hat tih^dliche fi>'cm<.iclle Ucbcrschiisse sowohl bei den Sts>.: ln al« anch bei dcr Poslu-rwal, tung ergeben. Ucbcr bie Verwinduna ders'lren wild Ihnen cbinso wie übcr die gesetzliche Regelung dcr Ver-lvendun», und Vcrlhcilung l'cr fran^ösischcil Krilgsell' schädigung eine Vo.!..ge zilgehel,. Uedcr die durch dcn Krieg mit Frankreich veranlaßten All?g>ibcn der Staa-len dcs vormaligen norddcMschcn Bundes wird Ih<,c>', den Bistimmungsn dcr in den Jahren 1870 und !«7l crlasscncn Crcdilgesctzt entsprechend, der RlchenschaftS» bericht erstattet werden. Die mit der Rlgiürnna dcS Königreiches Poituc^al seit Jahren gepflogenen Verhandlungen hal'ln am 2lcn März d. I. zum Abschluß cineS Vcrtragls geführt, wclchcr nach dem Vorbilde der mit anderen Staaten abgeschlossenen Handels« nnd Schiffahrlsvcrtiäae dic ac-gcnsiligcn Vclkchisbezichungcn aus dcm Fuße dcr meist» begünstigten Nationen regcll und, wie zu hoffen, d.e G'.ulidlqge für die Anknüpfungen intimerer und cmsgc-dchn'ercr HandelSoerbilidnngen zwischen Deutschland u>,d Poilngal bilden wird. Der Vertrag wird Ihnen znr Genehmigung vorgelegt werden. Ebenso eine mit dcn Vnlinlgten Ltaalcn von Anicrila abgeschlossene Con» sularconvenlion und ein mit Friolreich abgeschlossener Posto:rtra^ welcher die gsgcnseiligcn postalischen Bc< zichnngen untcr Beiücksichligung dcr Bedürfnisse dcS in stetem Wachsthum bcsjliffenen EorrespondenzvcrlchrS rl-gcll. Die Neuordnung und Bcfcslnl.un^ dcr Verhält« nisse von Elsaß^othrmgcn schreitet in erwünschicr We>se vor. Die Schäden des Krieges gehen nül Hülfe der Unterstützung, wclche nach dem Gesetze vom 14. Juli 1871 aus Reichsmitteln gewahrt werden dalf, alliliäüll der Heilung lnlgegtn. Die Grundlagen für die deulfclze Verwaltung sind gelegt, die Rechtspflege ist gesichert und die Universität in Straßburg soll am 1. Mai d. I-ms Leben treten. Für den außerordentlichen Aufwand, welchen die Einrichtung der damit zu verbindenden wissenschaftlichen Institute erheischt, wird ans die Hülfe der Reiches gerechnet werden dürfen. Eine Uebersicht der bisher erlassenen Gesetze und allgemeinen Anordnungen so w>? ill'cr d?»i Gang der Veiwallung dcS Landes wird entsprechend Der Vorschrift des Gesetzes vom 9lcN Ilmi vorigin Jahres Ihnen zugchcn. Sie wcrdel', ge.hrlc Herren, die Befriedigung theilen, nut welcher d't t^rbiinottcn Negierungen ans die Ergebnisse dcS erslcn Jahres dcs ncllge^ründclen deutschen RcichcS zurückbücken, und der fernere^ slaallichen und nationalen Enl' Wicklung unserer inneren Einrichtungen mit sreudigtl Zuve,ficht näher treten. Äilil dersclbcn Genugthuung werden Sic die Versicherung eütgegennehmen. daß es der Politik Sr. Majestät des Kaisers und dcs Königs gelungen ist, bei allen auswärligc» Regicrnngcn dai Vertrauen zu erhalten und zu befestigen, daß die Macht, 579 welch? Deutschland durch leine Einigung zum Nciche yewonnen hat, nicht nur dem Vaterlandc eine sichere Schutzwehr, sondern anch dcin Friedet» Europas eine starll Bürgschaft gcwählt." Sim son bi achte nach V>llcsung der Thronrede tin dreimaliges Hoch auf dcn Kaiser aui«, worein die Versammlnng begeistert einstimlnle., P^litt^c Übersicht? »»ail>«,. «plil. Die „)leuc Freie Prtssc" bringt in ihrer Nummer vom 7. d. eine Rundschau ans die politischen Strömungen und Wandlungen, wie sie in ben ll^lcil Dccennicn in- unl' außcihalb des österrcichi« schen Kaiscrsliii!-!« platzgegriffci!; sir erörtert die un-U'idc stchlichc Ei'öinunq dcr Zeit, sttlll ^ie fortwirken» ben (ii^dnisse dcr von uns stlbst miterlebten großen ^Mgcstaltlingcn synthetisch zusaiilmcn „nd deduct dar» llU«>, daß nl..1j für Olsttlicich die Fnr^erung freiheit» l'cher Concenlralion sich unlibü'cii'lich gellend mache, da» lnit cc» dcn ihm unter den Blüchtln gebührenden Platz nach wie vor iunebehalte; als Postulat unwiderlegbarer ^ozit sitlle es sich aber im Kaisersluat so wie ander» wärt« hcraus, daß alle secessionistischcn Bestrebungen zunichte werden müsscn. wcnn nicht das Große und Ganze geschädigt weiden solle. Das „P>ag:r Abcndblalt" bcleuchttt in einem lcin« 8«ren Arlitel die Action des Ministeriums ^uersperg und hcbl hervor, daß das Ministerium bas volle Vcrtiauen des Monarchen gcnußt. D«c gc» ladez,, ostensible Anszeichnmli verfassungstreuer Groß-Nlundbesitzcr, die Auflösung dcS böhlN'schcn Landtages, ber Nichlempsang der Koliner fladli-äthlichen Deputation, endlich die kürzlich erfolgte Berufung zweier regie» lungSfrcnndlicher Cavalicrc in das Herrenhaus, das seien so vielc nnd unzweideutige Manifestationen der Krone, daß anssesicht« derselben das pcrfidc Manöver, ^>tn ilaiscr als lin Gegensatze zu seiu.n Nolhgrbern befindlich darzustellen, in sein Nichts zniiicksinlen muh. Ferner sei eS ebenso nolorifch, daß die Regierung in der Reichsvcrtrelnng eine ganz rcfpcclalile pulalnenca-lische Majorität, die sich in principiellen fragen bis zur Zweidritle! Majorität steigert, hinter sich hat, und d°h die große Mehrzahl dcr Landtage — zwölf von siechn - auf ihrer Seite steht, Ein drities Argu« went, das für die feste Stellung der gegenwärtigen Ne-^«rung spacke, f.i eincrsciis der Erfolg, andererseits j ^ vitlscilige Symhalhic, w.lchc dicslll>e auszuweisen hat. g!l's<1>en Reichstags» "^ajontül, endlich ein allseitige Bc> trauen im Aus' lande, das seien so grohc n^id w,cht!^c Eil »mgcnschastcn, l>aß nur Lcnle, die mit politischer ^lindhcil geschlagen^ sind, das große (Zwickt solch' schlagender Thatsachen ncgircn lönncn. Ein- Regierung, die sich auf solche Ar» yumente stütze, ein Systcin. das solch' Erfolge aufzu^ Weisen habe, seien wohl gegen die ohnmächtigen Versuche tiner Opposit'on, die nur zu zerstören, aber nicht auf« zurichten vermag, hinlänglich und für die Dauer geschützt." Der Schluß des ungarischen Reichs tastes soll am 10 Ap"l Mllta^s durch eine Thronrede crsol-N«n. Samstag ist die >>tzlc ^itznng >n der Wahlgesetz» Debatte; Montag werden nur mchr hänslichc Angllc-llmhkilen erledigt. Dem Schlußwort dls Unleihaus' Präsidenten wird wahrscheinlich auch cine Rede t^s Minister.Präsidrnten folgen. — lie Opposilionsbläller lubeln darüber, ^atz Se. Erc. Hc,r Mlnistcr.Piüsidcnt ^laf Lonyay durch die Uiigezo^üheilln dcr äußersten ^lilcn verhindert war, diel^i-liloe .'lnuahlnc des Haupt» ^abtgesetzts z„ beantragen; dies soll nuu in gc ^losselier Sitzung geschehen. .Menör" sagt, dic Lü'le ^tlde die I^n-dlnc-Annahme zlnückweisen. die schnelle ^lagraphrnwcist Birathnng jedoch nicht hindern. , In der zu Berlin ain ll. d. M stattgcfundcnen ^ltna,sitzllng des Vundcsralhc« sind auch die Beschlüsse l ^r Specialcommission über die Vcrthcilung der °" 'Ilantieich gezahlten Kriegsentschädigung lN betreffenden Ausschüssen iibcrwicseu wolden. I ic ^'»mission bcantragt, f.ir den norbt'tutschend Gund bnra ,?^./'"' P'"'bl" !^W3'/.. für Mecklcn. WM' / ' ^'.!°' wachsen 70.8^8. für Nold Hcssen ^4^/' ^ür ««7 l"''^'/.. sür Wür.tembc.g I«<^ <1°/ .. .« . °" '"^84'/.. für Süd. Hessen wn ^ . . ^'^'l"ibzahlm dc militärischen V.i« ^^! ü^ ^r .^rche.,ung anzunehmen. °e/""'/'" .« ,«"risch'e Kammer der A l). ^d"et'N en Gc etzcnlwmf bezüglich der Vervoll. a>'d>iiu!!g dcS Elftndahnnstzes in der Mal^ - I^ber. ^a me einer Z",sengarm.t.e ,.. 4'/. Percm. für das ^M'ap.lal scilcus des ^'a.les -. i>. zweiter Gcra.hi.n. "genommen hatte, crlcdiglc sie auch den Gesetzentwurf s'°'t Verwendung des Ät,!h,!lcS Ba r,ns an der franco-'Men Kriegsentschädigung betriff'nd." <ö<< soll dieser js"'hli,, ilisl,,ptit nicht bereits gesetzlich hicrübc, vcrsügl ^' ^rzuaewcisc zur Bcstrntuüg dcr durch den ttrlln ^, ^" -l87i für las Heer elwachjcnen Kosten und n'"""lich zur Hrimzahlung dcr bttrcffrnden slnlchcns. lvenk / °°" 5^^80.000 und von 4,173,250 fl. ver. °" wcrdcn. Soferne im ^ausc dcr Jahre 1872 und 1873, nach Deckung dcr vorerw.ihn'eü Anlehcns«Eredile, noch weilere KriegsenischadiguugSgelder verfügbar werden sollten, wird ^cr Finanzministcr eimääiligl, dieselben crzo,,s von Mecklenburg cnthüllt. ES wur» dcn mehrere Rcden gehalten, wclchc jubelnd aufgenommen wurden. KcMsmuigkeiten. - Der König n»d die Königin von Däne,' marl, der Prinz und die Prinzessin von Wales haben am 8. d. Rom verlassen. — (Personal-Nachricht.) Herr Otto Graf von und zu Fünslirchcn, Freiherr v. Tteinabrunn, erb. lichcS Mitglied und zwciler Vice-.Plasioenl des Herren-Hauses, ist am 0. d. M. um halb 11 Uhr Nachts nach langer Krankheit im 72. ^cbcnsjahre in Wien gestorben. — (CouponS.Escomplirung.) Die l. l. SlaatSschnldcnlassc in Wien ist angewiesen, vom 9. d. an die am I. Mcn 187^.' fällig werdenden Coupons der No-ten'Ncnlc und des ^lto^Inlehcu« vom Jahre i860 del deren Präsentation gegen Abnahme von 5perce„ligen Zinsen zu eöcomptiren. — (Die Einführung von gwil l ich ho fe n) für die Mannschaft der Linien Infanterie, Jäger, Cavalerie, des Mililär.Fuhrwesens Corps und der Sanilätstruppe zum > Tragen bei llcineren Uebungen, sowie zum Turnen, Schei. benschicßen und in der Kaserne soll höchstenorts bereits be-willigt sein. — (Grazer Neuigkeiten.) Der l. k. GM. Herr Iofef Äcranel Ritter v. Äernhorst und der l. l. Tbelstllculenanl Herr Johann Swoboda sind am 8. d. in Graz gestorben. — Dem Vernehmen nach haben sich beim Sladlralh in Graz jetzt schon an 800 ^annlien aus Wien angemeldet, du durch die Dauer der WcltauS» stellunz in Graz Wohnung nehmen wollen. — (Oer „Pe ters pf enn ig".) Aus guter Quelle erklärt die „Epener'fche, Zeiiung", daß der Peters, pftnnig scil dem Iuhre 1850 durchschnittlich sechszig Mi!« lionen Franc« jährlich eingebracht hat, — ( Oroßer Un glllct« fall.) Bei dem Wc!l. rennen in Vridgeworth slUrzle eine TribUne ein, wodurch I5>0 Personen verwundet wurden. Locales. A uSzua aus dem Prolokolle der ordentlichen Titzlulss dcs l. l. ^alidcsschullllthes fllr Krain in l'aldach, abgchallen am ^i6 März 1«72' uutcr dem Vorsitze des l. l. Vandespräsidcnten Carl von! Wurzbach in Anwesenheit von 7 Mitgliedern. Der Herr Vorsitzende eröffnet die Sitzung und läßt die seit dcr letzten Slhung erledigten GeschäflSstÜckc „nl-theilen. (is lmnml sodaun der dem Herrn Minister für Cul. lus und Unterricht vorzulegende Inspeclwnsbcrichl iider die hiesige Bildungsanstalt für l'chrer sammt Uedungsfchule und jenr für ^ch»erinnen z»m Vorlraac. Der daran gc-lnlipslc Antrag, die gegenwärtigen ^ocalilälcn der l'rh rerinnenbildungSanstalt zu lündcn und passendere Räumlich» leiten siir deren Untellningung zu miethen, wird angenommen und beschlossen, im Wege', commissioneller Erhebung die Ermittlung geeigneter 5'ocalilälcn cinzulcilcu. Ferncr wird beschlossen, beim h. 2'll»istcrium dic Äewilligung emcs Betrages von 400 fl, zur Anschaffung uochwcnd'iger Lehr, millel an der Lehrerinuenbildungöcmslall, eines gleichen Betrages, wi.' im Vorjahre, fUr die Lehierbildungiianstalt; endlich die Bewilligung einer lechnischrn ^hllrafl siir letz-lere und ans El'.nüchiiglmg zur Ausschreibung -inrr eventuell zweier Haupllehrelstellen flir erstere Blldungsanftalt zu beantragen. Weilers wird roeqen Errichtung einer einllassizen Uebungsschule an dcr 5/chrcrinnenbil ' >lt dcr iin- trag dcm Ministerium zu unterbreite,. Da« Gesuch des Bifchoflacker Uriullncn »Clinvenles um Erwirkung dc« Oeffcnllichteitslechtes für die oemfelben unlerstchrnde Mcidchenvollsschulc wird befürwortend dem h, Ministerium vorgelegt. Sodann wird beschlossen, die PrUsungSWfe für ^'ehl. amtscandibaten in rüclsichlswUrdigen Fällen, wie im Vor. jähre, so auch im Npriltermine l. I, auf die Halste des Betrages zu ermäßigen, ferners den Uebungsschllllehrern di? vom h. Ministerium siir Auslassung des Nachstundenunter» richtes bewilligte Aushilfe fliisfig zu machen. Mehreren Schillern der Uebungsschule wird die von !der dortigen Direction beantragte Befreiung v,'n d-^ l5»». richlung des Schulgeldes beiviNigt; der ^'ehrerposlen in Feistriz i» der Wi'inm >, ^ Präsentation tcm Jakob Menzixqrr v-rlieben Mehreren Schülern l ," und der Realschule, sowie des < ^.lymna» siumS wird dic angesuchle Befreiung vom Schulgelde, bezüglich Belassung derselben, bewilligt und die Nnsschrstt'-mg dreier kehlstellen an letzterem Gymnasium bcjchsl'sse!,. Die wm h. Ministerium flir die M >r 'PrlisungScrmmission siir allgemeine Volks' n ,,.s< schulen bewilligte Remuneration wird mit Rücksicht cms Zeitaufwand und Mühcwallung unter die Comml»?mit< glieder vertheilt. Der Bericht des Be>' ' ' >-< trefss deö ^chulhciubbsillei! , .nß genommen. Ter Antrag des Bezirlsschulrathcs Gottschre auf Bestellung eines Bauinspicicnlen fUr den Schulhaliel'an in Stalzcrn wird genehmigt. Über das Gesuch !»er Gemeinde Sagra?, «n, Umwind, lung dcr dortigen Nolhschulc in cine öfst?' ,le wird beschlossen, vorläufig aus Erhöhung ______n,< mens des Lehrer« und Onlfcrtigung der ElnlUnslen-Fassion zu wirken, wornach dcm Ansuchen dcr Gemeinde entsprochen und dem Lehrer eine Aushilfe von 60 Gulden aus dcm Normalschulsonde bewilligt werden könnte. Im Gegenstände der Errichtung einer dircclwmci' ßigeu Volksschule für die Gemeinden Ob:r- und Unter- sch'schla wird beschlossen, unter Vorbehalt ^' ".....'nde Oberschischke» mit Rücksicht auf deren fllr den in St. Beil vor einigen I^hnn erfolgte Crnc img slincrzcit einen Norinalschulfondsdeilrag zu !'5i , die baldige Herstellung der Schl'le in Echischka dcn letlessenden Gemeinden zur angelegentlichsten Pflicht zu machen, l FUr die kehrerdmalion iu Maihau wi,d ein entere chender Beilrag aus dem Normalfchulfonde beim Landcs-ausfchusse in Anllag gebracht. Lchliehllch werden mchrclen Vvlksschullehrern Aushilfen aus dem Nmmlils^»!',','!'' l's,n'sligf. ziaun^torf » itacl Trieft. Die Tlicster Handels, und Gewerbclammcr hat sich in ihrer am 4. d. M. abgehaltenen außerordentlichen Sitzung abermals in eingehender Weise nnt dcr pwjsciirle,! ^,'mle ^aunedors-Lacl.Trlest beschäftigt. Wir wollen aub dem be-züglichcu Protokolle mehrere Stellen mitthlilc»! : Dr. Levy beaniragl, daß vor ent.,ill!ger Beschlußfassung llber die beiden Projecte Predil und La^nsdorf-Lack die Vollendung der Studien über die Linie Lack - Launsdorf abzuwarten wäre, flir wrlch' Irtziere die Kammer einen Bellrag widmele; 3ted,us wnnschl in der abzulassende» Denkschrift die Nolhwcndiglcil !^l»olgehl)bsn zu sehen, daß auch diefes Elaborat vorliege, bevor e»ne stir unfer Geschlck so eolfcheidende Frage zur Lösung lrmmt. Die Regierung wird die Studien beendigt haben, „nd auch das Confonium wild nicht zögern, die scmigln ,en. Die von einander so abweichenden Ansichten w ^, rcl- Mäßigkeit beider ?mien machen dies unerlahllch." Der Redner bemerkt weiier, es fei von maßgebender Teile versichert, die Vollendung der beiden Projecle abwarten zu wollen. Ueberdie« legt die in der öfsenilichen Meinung zum Ausdrucke sselvmmene Ansich!, daß eme dcr beiden Linien vor« lheilhafl, die a»de,e ubcr verderblich sem könne, gflielerisch eine solche Zurückhaltung auf. Wer dic stir ten Predil sprechen, dcn und diese Linie vellheidigenden Brofchliren unparteiisch lese und prüfe, müsse schwanken, da er von anderer Eeiie erklären l höre, dc,ß die Linie Launsdorf'Lack nicht nur möglich, son. ! tern sogar vvrlhrilhaft sei, Nr, der im technischen Fache nicht cvmpelenl, habe sich zu unterMlen gssuchl und erfahren, dnß die i„ j.ncr Schrift angestellten Berechnungen cine ganz oerfchiedcne Linie belressen Deshalb ist eS seine Absicht und sein lel'haftcr Wunsch, es ist Wr idn 'V'-wif. senedrcmg, die Nothwendigkeit der crn ,en zu l>c!o»cn, bevor nnc Frage von ! '. ______^,, cül^ schieden wird. Dcr Predil war eine gute Idee. als es sich um die Pouleba Handelle, als man den "' ' - ^>^c saßte; jetzt aber, da Italien so viele '> ", den Goüh^rdt und den Epliigcn, z^ ^n dcn Bodcnsce flhr «cnig. I,„ Nl.^ , 'l. und wcnn die Lacker Linie sich geeiaml zc»g>e, uns dem Norden näher zu bringen als andere, mllßie u>an sich "n <>^ 580 halten; wenn jedoch die darauf bezüglichen Voraussetzungen sich als irrig darstellen, dann werden wir uns anderen Beschlüssen unterwerfen; bei der heutigen Ungewißheit ader, die es möglich erscheinen läßt, daß der Predil Trieft zum Verderben gereiche, obliegt un« die Pflicht, auf die bereits eingeleiteten Studien hinzuweisen und deren Ergebniß ab« zuwarten. Offenheimer betont: Der Unterschied weniger Meilen zwischen Tarvis'Predil'Triest von einer und Lock« ^aunsdorf-Triest von der andern Seite ist von geringerer Wichtigkeit als etwa der Mangel einer Concurrenzlinie, und die Kammer wird sich gewiß immer dahin aussprechen, daß sie dem gegenwärtigen Projects, jede andere Linie vorzöge, wenn dieselbe nur geeignet ist, sie von dem Mo» nopole der Südbahn zu befreien, Topali b^bt hervor: Wir haben den Beschluß zu Gunsten der Predilbahn geerbt und haben zu den Studien Über die Lacker Bahn beigetragen. Heute zwingen uns die Verhältnisse, unS zu entscheiden. DaS Municchium hat sich bereits fiir Lack ausgesprochen, so daß sie, wenn sie wollen, diese Linie studiren werden. Im Hinblick auf die äußerste Dringlichkeit der Sache bleibt uns nichts übrig, al« die Anträge der Deputation zu genehmigen. Tie Ab-sendung einer besondern Deputation an Se. Majestät den Kaiser wird nicht durch die bei anderen Anlässen in diesem Saale gehörte Behauptung bekämpft werden, daß die Zeit der Deputationen vorüber sei. Niemand besser als der Monarch kann, über die Leidenschaften erhaben, einen dem Rechte und der Billigkeit entsprechenden Beschluß fassen. Der Monarch allein vermag nnparteiisch zu entscheiden, weil er die Tagesströmungen beherrscht und seine Stimme in die Wagschale werfen kann, um der gerechten Sache den Sieg zu verschaffen. Die Wahl der nach Wien zu sendenden Abgeordneten wurde einstimmig auf eine der nächsten Sitzungen verfchoben. — (Feuerwehrunclen (5. I. Stöckl, ^. Lorenzi, F. Doberlet und Th. Tschmkel; sämmtliche schon durch eme Reihe von Jahren Mitglieder der Schützenvorstehung. — Wegen nothwendiger Herstellungen am hiesigen l. k. priv. Schießstande kann das Eröffnungsschießen heuer erst am 21. d. M. stattfinden. Möge dieser schöne Verein kräftigst gedeihen und jene allgemeine Theilnahme ihm gesichert blei» ben, die er dem alleinigen Zwecke: Uebung mit der Zchießwaffe und geselliges Vergnügen, nach sicher verdient, möge derfelbe durch Eintracht der Schützen immer mehr gefördert werden. — (Die Pester Singspielgesellschaft) — Herr Corini lnit 2 Sängerinnen und 1 Komiler — macht im Hotel Elefant gute Geschäfte. An zwei Abenden fanden bei vollzählig besetzten Räumen Productionen statt; es werden solche auch heute, am Freilag und Samstag statt» finden. Das Programm besteht aus heiteren Liedern, komischen Scenen und pikanten „Wiener Vollsgesängen," welche insbesondere mit großem Beifall aufgenommen werden. — (Ein flovenischer i5entral«Verein), aus 50 Ausschuß>Mitgliedern bestehend, soll nach dem Antrage des „Slov. Narod" in Laibach constiluirt werden, der in allen slovenischen Gegenden Filialen zu gründen und „nationale Agitation" zum Zwecke hätte. Wir bezweifeln vorläufig das Zustandekommen und die Zulässiglcil eines solchen Vereines — (DerSpar» und Vorschußverein für Tüdbahnbedien stete) in Wien hat am 30. März 1872 seine 9. ordentliche General-Versammlung abgehalten, Tie Zahl der Mitglieder beträgt 1477, gegen da« Jahr 1870 eine Vermehrung um 225. Die Capitals'Einlagen sind gestiegen von 97.815 fl. 19 lr. auf 122.293'st. 33 kr,, Vorschüsse wurden begeben 925. Der Umsatz im Vorschuß-Conto betrug 291.584 fl. 20 kr. Ende 1871 blieben als Vorschüsse aushaftend 155.921 fl. 43 lr. Die Dividende wurde mit 9'/, "/<, festgestellt. Zum Obmann wurde nahezu einstimmig gewählt: Herr Franz Domenego, Ober.Inspector. In den Verwaltung« < Ausschuß wurden gewählt die Herren: Andreas Hofmann von Aspernburg und Adolf Lausch (Wiederwahl), Adolf Lechle und Friedrich Groß (Neuwahl). — Zu Ersatzmännern wurden gewählt die Herren: Stefan Krickl, Johann Schmidt, Anton Müller und Franz Stumm. lßinaesendet. ^lien kranke»! kralt uuä 6e3uuälieit olme Illeäicin ullll ödn« llo5teu. kevaibsciöre Du Larr? von I.0u Men leidenden Gesundheit durch die delicate ll'.'v.ilü^^iöi-e ^ ,!„ Il^i-,-5, welche ohne Anwendnng von Medicin u»d ohne Kosteil ! die nachfolgenden Ärantheiteu beseitigt: Magen-, Nerven-. Vrnst-, ! ^nngen-, Veber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem. Blase»- und Nicrcnlcidcu, Tnbercnlosc, Schwüldslich!, Asthma, Husten, Unucr-danlichlclt. Verstopfung. Diarrhöen, Schlaflosiglcit. schwäche, Hämorrhoiden, Wasselsncht, Fieber, Schwindel, Blntanfstligcn, ! Ohrcilbrauftn, lk'bcltcit und Erbrechen selbst wählend der Schwangerschaft. Diabetes, Melancholie. Abmagcnin^ Nhnlinatii'MllK, ' Gicht. Vlcichsncht. - An^ng ans 72.000 Certificate» iibrr Ge, ! ncsungen, die aller Medicin widerstanden: , 6er tificat Nr. 48421. ^ Ncnslabl. Ungarn. ^ 2eit mehreren Jahren schon war meine Verdaunüg stets, gestört; ich halle mit Mag/nlibeln nnd Verschleimnnq u» tämpjcn. , Von diesen Uebeln bin ich nnn seit dem uierzchntägigen Genuß ' dcr lll-vsl«»«^!-«: befreit. ^ I, L. Sterner, kehrer an der Vollsschule. ^ Gasen in Sleiermarl. Post Birlfeld, U». November 187»! Hochgeehrter Herr! Mit Vergnügen inid pflichigeinttf! be- , stätige ich die gilnstige Wnlnng der !l«v»!0. 1 Psun» fl 2.50, ^ Pfund fl. 4.5)0. 5 Pfund fl 10, 12 Psmid fl. 20. 24 Pfund fl. ,'jli. l,-,,,i,!i-^ <^n<'oll,l,:« in Pnlver und in Tabletten f«r !2 Tassen fl. I..')<). 24 Tasten fl 2 50. 4« Taften fl. 4 5«'. in Pulo-r s»r 1^, Tnfsen fl. 10, fl!r 2«« Tassen fl. 20, f,!r 576 Tassen fl, .'jl! ^ü b^,eh!-n dioch Barry d>: Pürry <<< Comp. i in ^l«n, ^^1M»vl»«H»«« »r. N,WI.Hld^ol» (3d Mahr,! in Marburg F, jiallclnig. in Klagcüfnrl P. Olrnbacher,^ in Graz GebrUber Oberranzmayr, ln Innsbruck Diechtl ^ ffranl, in i^inz Haselmayer, in Pest Tür öl, in Prag I. Fllrst. in Bllliiu F. Eder, sowie in allen Städte» bei gnlcn Apothekern >,nd Specereihälibler»'; anch uelsendet da« Wiener Hans nach allcn Gegtuden gegen Postanweisung ober Nachnahme. Ncurllc Poll. Pest. 9. April. Ueber die Kaiser-Reise nuck dem Äanale erfährt der „Pester Lloyd" folgende Details: Am 18. d. bcqivt sich der Kaner auf einige Tage nach Schönbrunn, tehit abcr AnfaistS Mai hieihci- zurtilk. Pest, 1l^). April. Das Otsammtmiiiistcrilili, wurde heule voll» Kaiser und von der Kaiscim empfanden lind brochte feil,e ^lilckivimsche dar. Die Reise des Kaisers nach dem Ganat erfolgt am 4. Mai. Prag. 9. April. (D. Z.) Ein Gelichls.SenalS-btschliiß verfiigle Sllejschovsly's Verhaftung, mulhmaß» lich wegen Hochvcrralhs. Slrejschoosly sucht die Rücknahme ocs Haftbefehls beim OberlandeSgerichts-Pläsi-denten zu erloirten. Telegraphischer Wechselcours »0 !N 10 April 5>plrc. Mtlaliiauee 63.^. - s>perc, National-Nol l,m 69.85. — 18i,»<-i 3'>t 8.85 Handel nnl) Dolkswirthschaslliches. ^'ai a.-f», 10. April. Ans dein heutige» Mallle sind erschienen : .'l Wagen inil Getreide, 5» Wagen mit Hen nnd Stroh (Heu 4l> (itr„ Slroh 35» lltv.). 22 Wa^n und 2 Schiffe (N Klaftl'r) mit Holz. D uichschül! l?-Preise. !!l. lr. a. lr. fi. ll.j st. . Wciz-n pr. Vtetzs,^ 6 40 7 - Vnllci pr. Pfund 45'—-Korn „ 4 - ^ 4 4? Eier pr 3ü!cl — 2' ^ — Gerste „ 3 40 3 5)4 Milch pr. Mas, - 10 — Hafer « 2-> 2 20 Nindflrifchpr Pfd, - 22------ Hllllisrnch! « -------^ 5 32 ltalbflcisch „ - 27------- Heiden „ 4 —! 4 . . Schwcmcslclsch „ 2^!----- Hirse „ 3 40 3 4l; Schüpsenfleifch „ —18... . Knllttntj .. 4 40 4 6-^ Hähnde! pr. Stiill — 45> . — Erdävfel ,. 2 5^,^------- Tai!b?n „ 15,.— ^'iilscu ,. 6 20-..... hru s. Centner 130 — Erb'ru .. ^ 6 20 - slroh „ i l !5' .-. Fisolen „ , « 10 - - H0l,,hal t..pr»isl, .. > Z ^ t;0 Nlndsschinal, Ps:> 5,»'» — w?ich 3. 22" -' 5 ochlveilisschinal^ „ -4»i------- Wei» rotb., Einign !l4 ^ Specl, srifch, „ !i8 - — !l'?lh.r ^ ,.- . llI l,:rliuch^t „ — 42,------- ^ Am l>. April. «l«sn«<. Ingrisch, Kanfin . Vodrnbach. - Iohciim Vallduuin dc Conrlenal,, Professor ^r llüiueriilät. Pcleröl'nrg. -.P^ll.'s; Proh.iftla, Ina/menr; Alchhol^r, Comptoirist. Wien. — Zdiaröll). Weltsbcalitte, Weisienfel^«. - Viuanll'. Kindlr. Pianist. Triesl. Frail Hl>teuar. Gnrlssld. N»«««« «'««>,». Heller, jfaufn, , Tüplili. -- Kolisch. zt'llf,»., Mähren. - Brvilaqm,, Vcrnui - Peleisen, ttanfu!,. Flen." bnrg. — Onderlo, Beamte, Idria. — Hölzer, Doctor der Mr< dicin. Samobor. — Hübscher, Reisender, Wien. - Frail KolVr. ztlllinburg. H>«>,^,'». Faieschini, Nouerc. Nsilüta ^t^,'««'«,'««». Schaschl, W^loucrwes,'!-, PoOnigg. Nrl5' bmmle, W.isjenfels, Kal,i, StentramtSbeamle, Tjchernem!'!. .Ml'll'osl'sliljls's'l' ^»'lisilissllilil^il ill Luihnch. ^ ^ß 3Z «^ " «k ^^ 'i ll Mss^gl^z—ciV^ windstill /Nebe! l> 2 N. ! 732 ?.-, > 12 a NNO z st. grüßlh bew. l'0, 10 Nb. ?3?.!»> j- 8,, NNO.,. st. ,.Hälfte bew. «Vlerntührllc Nacht. Slarlrr Reif. Morgemirbrl Tagltber wechselnde Bewüllung. windig, empfindlich lall. Da« Tages-Mltlel dlr Wärme -j- 7 0', „m 20" unter dem Normale. '^l'raütwnsilichs! Nsda<-»l>it: Iniia, v. ll l s i „ m 0 v r. ^«N'll»N^i'sll1ls A^ic-», !», April. Die Börse war entfchiedsli fester gcstim,nt als gestern. Das zeigte sich »:i dem Unterbleiben weiterer Rückgänge und dem sprunghaften Höheraehc» einiger ^»VT^lllilllU)!. Weithe, welche gestern besonders start mitgenommen worden waren. Indessen blieben diese Erholungen düch mir vereinzelt Im großen Durchschnit! vermochten sich die Prtise doch nicht beträchtlich zu heben, da man angesichts der Erscheinnngen dls gestrigen Tages Vorsicht noch fl!r geboten erachttte. .Xir U)0 fi, <^,!t> V'sl^s Hinyeltüchc «5taal«,scl,,lld ,u f> svcmb.l »;4 l.0 64 20 , „ „ ^cbruar-Nllgns! 64 10 64 20 „ Silber « Iäi'.ner-Juli 70 . 70.10 ^ « ^ Apr,l-Oct°bsr 70— 70.10 e«lt d I l»3U..... 313— 314 — ^ „ 1V54 (4 °/,> zu 2:10 fl. 92 50 i)3 50 , . 1860 ,u 500 si. . . 1"2.- 102.25 ^ „ I860 ,!l !0<) fl. . . 123.- 124.— « „ 1864 ,!, 100 si. . . 147 147.25 Staats-Doniäncn-Plandbrici? !>u 120 st. ü W. in Silber . . 118— 118.50 l». Grund ^Uasllzngs^dlist^ttior..». Fitr 100 fl. l'>!' ^',^crc Vvhn'tl, ... ,u5sesterrrich, . « 5 « 34.50 ^5.50 Obtr-Ocstcrrnch . « !> « V3.— 94 — Giebenbürgen . . „ °> .. 78— 78,50 Gttterv'Oll . . ^ si ^ 90 _. vi __ Ungarn ... „ 5 « 82,25 82.50 <. Andere öffentliche Anlehcn Dollauregiilillmgvlose zu 5>p W<"iit zahlliai 5 pired!tanstalt .... .—------- 'lredüanNalt f Handel n. Ge.? . 3^8.50 339 — ^redilanslllX, aUgtM. uiigar. . . 158. - 160 — 'H«comple^<Äesells'chlllt. n ü. . 965.— 970, -Franco-öflerr. Vanl . . , . 14i,25 :4l.50 Oenlralbank , . , . , —.— —.— Handclsvcml......251 50 252,— Naliliullldu'.ll . 5Z<; — >-I5 _ Unioubanl......314. - 314.50 VcreliiSbaiil .... 14"! 50 149,— Perlehrsballl...... 205. - 205.50 >>.. Actien vou ^k..n«po?lu<»iilneft» muttzen. Kfld Vias, «lföld-ssillmancr Vahn . . . 182.-- 183.- Vöhm, Msibllhn.....260.-26!.'. Hail-Üudwig-Vahn.....254.50 255.— Donau-Dampfschiffs. Oefellfch. . 613. - 615 — lilisabclh-Wchbllhu.....246.50 247 50 Elisabelh-Westbllhn (Linz - Vud« wliser Strecke).....212.— 2l3 — Ftrdinand,.Nardbahn . . . 2290—2300 — FUillluch«U.V«rc!«.V«^n . 190.-- 192 — strau'..Ioserh?'V<,bn , . 208 50 209 50 !Leml>eiff-«?. 'Vf«»dl,rief« (fnr 100 jl) >.l<«. öft «od^n-Hredil-ylllsla:.' <3>sll, Waare yel,lo«,bat zu 5 pHt. m »itt'fs 106— l^6 50 ,",c.!ll33I.süclz.,u5p«l in ü.W. 88 75 89.- /.'ot!o^,(ilb. zu 5 pllt ü H. . . 91 10 91 30 än«. Bad.-tr,b -Nnft zn 5'/, prdh in Silb ver;. 102 - ll)2 25 ,trul!z Ics.^hs.Vihu .... 9920 99.40 »..- 100.20 siebtnb. Vah« dl,,-G.i 200 fl.,. 5«„ silr,00fl 95 - 95." Hildb.-Von? 6°. (1870 74) -. 500 z^rc« pr. Ktilcl .____.-.- ln« Ostbahn fllr 100 fl . ^4 50 84 8" «. Wao^ zu 100 ft il W......1U5 - 186 ' ''iudc.ll-Atiflunll zu 10 fl. . . 15.- 15.5" Wechsel (3Mon) Vtld W°a'l Ni.^turg sllr 100 fl llldb. W. 93 - - 93 »5 ' ssr'" ^rudlin. fU. 10 Pfund st<>rlM5 110.30 > 10>?'/ Püri,. für '.0? France . . . 43 b5 4ii''' A».!!' i»c.,r» 5. Miwz.Duc»'» , 5 fl. 28 sl. 5 ft. 3<> ^' Nüpllleoiisd'lir . . 8 - 82 . 8 . 82. " Prenh. llasstnscheillt l .. 64j 1 «4^ < Sil»,^ 10» .. 25 . 't'8 50 ^ zlromlsche Hrulldentlaftunz,? - Obliqatiulltll, ^'^