Nr. 22. Freitag, 28. Jänner 1887. 106. Jahrgang. Oailmcher Zeitung. PränumerationüprllS: Mit Posl uersendnng: ga„,jährig ss. 15, halbjährig fl. ?,K0. Im Comptoir: zanzjähri^ l>- n, halbjährig fl. l>,o<», Fili die Zustellung i»>! H^nis staxzjähng ,i ösicrc» Wicderholuxgcii pr. Zeile 8 lr. Die .,Laibachcr Zeitung" erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn« lind Feiertage, Di« «bmlnlstration befindet sich Aahnhofgassc l5, dic Nedaction Wienerstraße 15, — U»sranli«tt »riefe werden nicht angenoi»!»^!! und Mannsctipte incht zuriickgrstcllt. Amtlicher Weil. Se. k. und k. Apostolische Majestät liaben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Ministerial-rathc im Handelsministerium Dr. Johann Bazant als Ritter des österreichisch-kaiserlichen Leopold-Ordens m Gcmäßheit der Ordensstatnten den Ritterstand allergnädigst zn verleihen gernht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. Jänner d. I. allergnädigst zu gestatten geruht, dass dem mit dem Titel und Charakter eines Oberfinanzrathes bekleideten Finanz-^the in Troppan Anton Sträub anlässlich der vou ^Ml angesuchteu Versehung in den dauernden Ruhestand "le Allerhöchste Zufriedenheit mit seiner vieljährigcn ^t'llen und sehr ersprießlichen Dienstleistung bekannt-gegeben werde._______ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Jänner d. I. deu mit dem Titel und Charakter ciues Regiernugsrathes ^'kleideten Ministerial-Secretä'r im Ministerium für Cultus und Unterricht und provisorischen Director der Thrrcsianischen Akademie Dr. Michael Freiherrn von ^ idoll zum wirklichen Negicrnngsrathe und Director dieser Anstalt allergnädigst zu ernennen geruht. Oautsch m. p. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. Jänner d. I. der Therese Freiin K >i l m e r von Rosenbichl nild Hohenstein und der Victorine Freiin Skal von Groß-Ellguth adelige Extern-Präbenden des k. k. adelig-weltlichen Damenstiftes Maria-Schul in Vrünn allergnädigst zil verleihen geruht. Uichtamtlicher Gheil. Der Landsturm. IV. Die Aufbietung des Landsturmes erfolgt durch ^' Kundmachung des kaiserlichen Befehles, womit die Arfüqbcnkeit des Landsturmes und der Umfang der ^r>vl'ndung bestimmt werden. Voni Tage der Ein-s,^usnng bis zur Beurlaubung unterstehen die Land-' "ltnpflichtigen den militärischen Straf« und Discipli-"^vorschristcn, und vom Tage der Kundmachung der Aufbietung des Landsturmes ist den aufgebotenen Landsturmpflichtigen die Entfernung in das Ausland oder in einen Gebietstheil der Monarchie, wo das Aufgebot nicht ergangen ist, untersagt, wenn sie hiezu nicht vou der politischen Bezirksbehörde die Bewilligung erhalten. Außerhalb der Monarchie ständig angesiedelte Landsturmpflichtige haben sich bei den k. k. Vertretungs-behördeu zu melden. Die in ihren Aufenthaltsorten nicht heimatszustäudigen Landsturmpflichtigen der einberufenen Kategorien und Altersclassen haben sich nach Verlautbarung der Einberufung sofort bei den Ge-meindevorstehungen der Aufenthaltsorte zu melden. Die Sammlung der Landsturmpslichtigen erfolgt ohne Unterschied der Zuständigkeit in der Anfenthalts-gemeinde. Landsturmpflichtige, welche zur Erfüllung der Landsturmpflicht nicht geeignet erscheinen, dürfen nicht zurückbleibeu, weuu sie transportfähig sind. Alle laud-sturmpflichtigen Personen, welche sich dem Landsturm-dienste willkürlich entzogen haben, sind bei dercu Aus-findigmachung dem Landwehrbezirks-Commando zur Amtshandlung zu übergeben, Nach der Eiurückung der Landsturmpflichtigen er-folgt die Muster»ug derselben zum Behufe der Beurtheilung ihrer physischeu Eignung für diejenige Dienstleistung, zu welcher sie einberufeu wurden. Die zur Erfüllung der Landsturmpflicht unbedingt nicht geeigneten Landstnrmpflichtigen werden für die Dauer des Aufgebotes, die zum Dienste mit der Waffe Ungeeigneten bis zur eventuellen künftigen Einberufung zurückgestellt. Den geeignet befnndenen Landsturmpflichtigen wird der Diensteid in feierlicher Weise abgenommen. Die Musterung und der Eid vertreten den Act der Assentierung auf Kriegsdauer. Die iu Tirol und den Ländern der ungarischen Krone hcimatszuständigen Landwehrmänner, welche sich als einberufen gemeldet haben und bei der Mnsterung znm Dienste mit der Waffe geeignet befunden wurden, sind im Trausportwege iu die zuständigen Bezilkscommanden abzuschicken, Nichtlandsturmpflichtige Personen, welche zum Dienste mit der Waffe geeignet und militärisch ausgebildet sind. können als Freiwillige in deu Landsturm eintreten. Die Beurlaubung der Landsturmpflichtigen aus persönlichen Rücksichten darf nnr in ganz ausnahms-weisen Fällen lind nnter besonders zwingenden Umständen stattfinden. Benrlaubungen aus Dienstesrücksichten erfolgen wegen Ueberzahl, Standesherabsetzuug oder zeitweiliger Entbehrlichkeit einzelner Abtheilungen. Auflösung d.s Landsturmes. Eine theilweise — auf einzelne Länder beschränkte — oder die gänzliche Auflösung des Landsturmes wird nach dem Aufhören der Motive für dessen Verwendung vom Kaiser angeordnet. Die Dienstpflicht der Landsturm-Personen endet jedoch nicht schon mit dem Tage, an welchem die Auslösung des Landsturmes kundgemacht wird, sondern erst mit jenem Tage, an welchem ihre definitive Entlassung aus dem Landsturmdienste erfolgt. Die Anflösung der Landsturm-Truppenkörper und Abtheilungen wird nach Anordnung der Landwehr-Commanden entweder in den Landwehr-Bataillons- oder in den sonstigen Formiernngs-Stationen durchgeführt und beginnt mit der Abrüstung der Mannschaft der Compagnien lind Entlassung derselben und der Officiere. Die Compagnie-Commandanten, Rechnungs-Unteroffi-ciere und die zur ordnungsmäßigen Abfuhr, Instandsetzung nnd Classification der Montur. Rüstung, Feld-geräthe, Waffen und Munition, sowie der sonstigen ärarischen Sorten erforderlichen — den jüngsten Altersclassen zu entnehmenden — Unterofficiere und Landsturmmänner haben bis zur gänzlichen Durchführung der Auflösung der Compagnie znrückznbleiben. Der Bataillonsstab, dessen entbehrliche Personen auch schon früher entlassen werden können, ist zuletzt aufzulösen. Die im Heere, in der Kriegsmarine oder Landwehr dienenden Landsturm»Persouen werden von ihren Standeskörpern direct in die Heimat abgesendet. Alle beim Landstürme in Verwendung gestandenen Officiere und sonstigen Gagisten, mit Einschluss der Officiere und Militär-Beamten des Ruhestandes und des Verhältnisses außer Dienst, werden in ihr früheres Verhältnis zurückversetzt. Die auf die Landsturm-Personen beznghabenden Documente: ergänzten und abgeschlossenen Unterabtheilungs - Grundbnchsblätter, Nominal-Consig-nationen und dergleichen, sind von den Standeskörpeni des Heeres und der Kriegsmarine im Wege des hei« matzuständigeu Ergänzuugs-Vrzirkscommandos an das heimatznständige Landstnrm-Vczirkscommando zurückzusenden, von den Landwehr- nnd Landsturm-Truppen-körpern und Abtheilungeil aber direct dem Landsturm-Bezirkscommando zu übergeben nnd von diesen, geordnet aufzubewahren. Vormerkung von Personen des Civilstandes für Officiersstellen im Landsturme. Jene Personen, welche die Officierscharge im Heere oder in der Landwehr bekleidet haben und nach erfüllter Wehrpflicht ausgetreten find, können mit der Bestimmung für Landsturmdicuste in die Evidenz der Landwehr übernommen werden, wenn sie sich hiezu melden, bezüglich deren Lebensstellnng, physischen und moralischen Eignung kein Anstand ot>- Jeuilleton. Wiener Briej. H, Entsinnt ihr euch jener goldenen Stelle in den Wanderungen des jungen Heine? Er kommt in ein ^ladtchcl,,' erblickt ein liebes Mädchen, möchte es "isen. Und um die Schöne willig zu machen, sagt .5 Hr, dass er morgen wiederum weiterziehe — da c? „ su' sich küssen. Wenn er dabliebe, wäre sie . Mir scheint, die hastige Poesie des Wanderns urkc nie eindringlicher und süßer vorgetragen, als in !dern, welche eilen, bezanbern einander immer in ^chcll flüchtigen Augenblicken. Und so geht es dem senden auch mit den Ortschaften. Ich weiß. ich arc verzweifelt, wenn ich beispielsweise jahraus jahr-I, '" der wunderschönen alten Stadt Leydcn in Hol. " w wohnen müsste. Weil ich sie aber nnr einmal ." ohne langen Aufenthalt durchschritt, so erinnere der "l,'s ^""" sehnsüchtig nnd entzückt als an einen die i? Sommertage meines Lebens: wie ich dnrch sckn,' s'"^'"' b'mklen Straßen wandelte, entlang der sluldm l^"' Canäle, auf welchen die Abendsonne roth-nnae,, c^t"' schwimmen ließ, indes die breiten, stä'm-'Hs/ll/'^ucute"' die auf den melodischen Namen N"'l"'' hören, sich leise schunkelten. Nan n c ^" °b" Leiden ist überall, meine Frennde. zaul'cr.k ^ '"" ^" ^"' "'ls"'- Jeder Ort ist bc-"'o. wenn ich mir einbilde, dass ich ihn morgeil verlassen werde. Will ich mir also einen guten Tag machen, so unternehme ich eine Reise nach Wien. Dieser Ausfing ist freilich für mich nicht ohne Schwierigkeiten; denn ich wohne ja immer iu Wien. Es gibt da eine wenig bekannte G?gend, welche die innere Stadt heißt. Am liebsten gehe ich von der Freynng nach dem Mi-chaelerplatze dnrch die Herrengasse. Diese ist eine schöngebogene Zeile, mit verwitterten, alten, hohen Palästen bestanden. Unten ist immer Schatten, und oben baden sich steinerne Figuren in der blauen Luft. Wenn es aber regnet, so glänzt die Asphaltdecke der Straße wie ein Wasserspiegel. Und ich suche dann nach den Wappenpflücken vor den Palazzi, wo man die Gondeln anbinden könnte, denn ich glaube mich nach Venedig versetzt. Anf dem Michaelel platze steht das Bnrgtheater. Hier wird jetzt ein mächtiger Regent - Herr Adolf Wilbrandt - angeblich von seinen Schauspielern und der öffeutllichen Meinuug beherrscht. Man führt die besten griechischen und spanischen Stücke auf, und um das Pnblicnm von der Gegenwart zu heilen, manchmal auch moderne Dramtn. Bei diesen letzteren ist ein dem Völkerrecht entnommener Grundsatz maßgebend: «Die Flagge deckt die Ware». Es wäre unbillig. Herrn Wilbrandt einen Vorwurf aus der Mangclhaftigkeit des Völkerrechtes zn machen. Die Flagge deckt also die Ware. Und so wurde kürzlich »nter einer sehr ruhm^ vollen Flagge ein Stück Contrebaude eiu- oder aufgeführt: «Das kritische Alter». Es war eiu Heiter-leitserfolg erster Güte, aber leider in den ernst gemeinten Scenen. Es heißt übrigens, dass an den Wieder holungsabenden durch rettende Striche «alles gerettet» wurde, wie man in Wien seit dem Ringtheaterbrande sagt. , . Viel wurde in den letzten Tagen von dem Stück und Ende des Dramatikers Wittmann lind von seinem unbekanntcu Mitarbeiter Namens Löbel gesprochen. Es circulierten ungewöhnlich viel Witze, die ich hier nicht hersetzen werde; die gnten nicht, weil sie nicht von mir sind, uud ebensowenig bringe ich die schlechten, aus demselben Grunde. Um die Person Löbels wob die geschäftige Phantasie romantische Geschichten; er sei in Amerika gewesen, habe sich dort ein großes Vermögen erworben und gedenke nun in der deutschen Literatur einen langen Schlaf zu thun. Besser ist die Legende Wittmanns; das sind nämlich seine Feuilletons, die wahrhaftig zu lesen sind. Ein Stück schreiben lönnen sie aber beide nicht, das haben sie mit dem «kritischen Alter» erschöpfend bewiesen. Mit den Feinheiten und Nuancen nnd Detailmalereien kommt man eben anf der Bühne nicht aus. Was man anf dem Theater eigentlich braucht, das wissen wir anderen bekanntlich alle nicht, oder doch nicht genau, Wer es nicht selber in den Eingeweiden hat, der kommt nie darauf. Alles lässt sich austüfteln, nur die Wirkung nicht. Ich glaube, es gibt keinen einzigen Hohenpriester der Kritik, der so ein lustiges Stück hervorbringen könnte, wie die «Nachbarinnen., die man jetzt im Karltheater spielt. In diesem armen, verstoßenen, sterbenden Theater ist nämlich das verlorene Lachen wiedergefunden worden. Die gute Laune schlägt drollige Purzelbäume, ein Bühnenspass jagt deu Laibachcr Zeitung Nr. 22 180__________________________ 28. Jänner 1««7. ^ waltet und denselben die früher bekleidete Charge von Sr. Majestät wieder verliehen wird. Jene Aspiranten, welche keinerlei Gelegenheit gehabt hätten, die nothwendigsten militärischen Kenntnisse sich anzueignen, können hiezu, als Vorbedingung znr Vormerkung fürLaudstnrm-Officicrsdienste, die Gelegenheit finden, wenn sie die zur Officierscharge im nichtactiven Stande der k. k. Landwehr führenden Wege der Freqnentierung einer der Officiers-Asviranten-Schnlen oder der Ablegung der Officiersprnfung an diesen Schnlen einschlagen. Die Vormerkung von Personen des Civilstandrs für Officiersstellen im Landstürme wird bei den Landwehr Commanden bcwukt nnd erfolgt: a) anf Grund von Meldnng der Betreffenden, welche !») nach Erfordernis durch Aufforderung anf Grund der ansznheben-den Daten der Verzeichnisse bei den politischen Vezirks-behörden, eventuell der Sturmrollen über geeignete Persönlichkeiten, zn veranlassen ist, und t!) auf Grund der Austritts-Certificate der nach Erfüllung der gesetzlichen Dienstpflicht ans dem Verbände des Heeres, der Kriegsmarine oder der Landwehr tretenden Offieiere und Beamten. Einbriugung und Geschäftsbehandlung der Gesuche. Personen des Civilstandes, welche den im tz 16 M« haltenen Voraussetzungen entsprechen und eine Offi' ciersstelle im Rahmen der Landsturm-Organisation anstreben, haben ihre diesbezüglichen Gesuche* an die politische Bezirksbehörde ihres ständigen Wohnortes zu richten. In dem Gesuche bat der Bewerber sein Lebensalter, seine Heimatsznständigkeit und Lebensstellung, erworbenen Sprach- nnd anderen Kenntnisse nnd Erfahrungen, sowie die etwaige frühere Dienstleistung im Heere, in der Kriegsmarine, Landwehr oder Gendarmerie mit Bezeichnung des Truppen-körpers und der letztbekleideten Charge anzuführen, mit den beihabenden Docnmenten zn belegen nnd die Erklärung abzugeben: «dass er im Falle seiner Designie-rnng für eine Officiersstelle im Landsturme die Verpflichtung übernimmt, sich mit den Obliegenheiten seiner diesbezüglichen Bestimmuug vertraut zu machen und bei dauerudem Wechsel seines Aufenthalts dies dem Landsturm - Bezirks - Commando des frühern wie auch des neuen Domicils anzuzeigen». Bewerber um Officiersstelleu im Soldatenstande, welche früher dem Heere, der Kriegsmarine, Landwelir oder Gendarmerie nicht angehörten, haben in den Ge-snchen die Erklärnng abzugeben: «dass sie sich der Officiers«Asftirauteuschule zur Heranbildung von Offi-cieren für den nichtactiven Stand der k. k. Landwehr, nnd zwar entweder einer der bereits an bestimmten Orten bestehenden — oder für den Fall der Institution einer solchen an einem speciellen Orte (jedenfalls Land-wchr-Bataillons-Station) — beziehungsweise der Offi-cicrsprüfnng an einer solchen Schule unter den hicfür bestehenden Bedingnngen nud Modalitäten nnterzichen wollen». Bewerber um eine Stelle als Officier für den Iustizdienst (Auditor), welche die Qualification zur Ausübung des Militär-Richteramtes nicht besitzen, haben sich zu erklären: «dass sie sich vorerst anf eigene Kosten der Dienstespraxis bei einem Militär- (Landwehr-) Gerichte unterziehen nnd die Militär-Richter-amtsprnfnng ablegen wollen». Bewerber nm Officieröstellen, welche nicht landstnrmpflichtig sind, haben sich * Die Gesnchc und deren VcilacM sind stempelfrei. auch ausdrücklich zum freiwilligen Eintritte in den Landsturm zu verpflichten. Wünfcht der Bewerber nm eine Officiersstelle die Dieustesverwendung in einem bestimmten Landstnrmbezirke, beziehungsweise bei einem Landsturmkölper, welcher aus diesem Laudstlirmbezirke aufgestellt wird, so kann dieser Wnnsch — jedoch nicht als Bedingung — im Gesuche ausgesprochen werden. Dem Gesuche sind zuzulegen: Zeuguisse oder andere Bestätigungen über die im Gesuche enthalteneu Aügaben, militärische Austritts oder Entlassangs-Do-cnmente uud andere einschlägige Schriftstücke und ein vom Bewerber eigenhändig unterfertigter Revers nachstehenden Inhalts: «Revers. Ich erkläre mit meinem Ehrenworte, dass ich gegenwärtig keiner geheimen Gesellschaft angehöre nnd anch in Hinkunft niemals in eine solche eintreten werde». N. N. Siegel und amtliche Bestätigung der Unterschrift. Politische «eberllcht. (Aus dem Ministerium des Inuern.) In der letzten Zeit haben im Ministerinn: des Innern mehrere Personal-Veränderungen stattgefunden, welche anch Aenderungen in der Besetzung der einzelne» Referate nach sich gezogen haben. Die Ministerialrüthe Ritter von Grosser und Ludwig Ritter von Spann, die TitularMiuisterialräthe Kemstalltynowic; und Ritter von Maldoner sind iu deu Nuhestaud getreten, während Sectionsrath Ritter von Wacek znr Leitung des Postsparcassen-Amtes berufen wnrde. An die Stelle der Genannten wurden ernannt: znm wirklichen Ministerial-rathe drrTitnlai-Hofrath der Kärntner Landesregierung, Erich Gras Kiclmansegg; zu wirklicheu Sections, äthen: der Prager Statthaltereirath Ritter von Wotawa, der Negierungsrath in Laibach Dr. Freiherr von Pascotiui Iuriskovic und die bisherigen Titnlar-Sectionsräthe im Ministerium des Iuuern, Ritter von Hennig nnd Dr. Noza. Von diesen übernimmt Graf Kielmausegg das Polizei-Departement. Ritter von Wotawa das früher von dem dermaligen Postsparcassen Director Hofrath von Wacek «ersehene Referat in der VercinsCommissiun. Baron Pascotini, welcher gleichzeitig mit dem Titel und Charakter eines Ministerialrathes bekleidet wurde, tas Referat für die südlichen Länder der ^'l'onarchie. Ritter von Hennig das Landesreferat für Steiermark, Oberösterreich, Salzburg uud die Bukowiua. während Sectionsrath Dr. Roza das von ihm bereits früher ge-teitete Orundentlastungs-Departement behielt. Die Leitung der nach dem Sectionsrath»' Ritter von Mal-doner vacant gewordenen Unterabtheilung für Adels-uud Stiftuugs-Angelegenheiten erhielt Ministerial-Secretär von Leß. (Der Exodus aus dem Reichsrathe.) Das «Vaterland» versichert, dass dem Anstritte der deutschen Abgeordneten aus dem böhmischen Landtage anch jener ans dem Reichsrathe folgen werde, und sucht darzulegen, dass dann der Reichswth eine viel ersprieh lichere Thätigkeit anf wirtschaftlichem Gebiete werde entfalteu können als gegenwärtig. (Postsparcassen.) Wie das «Fremdenblatt» erfährt, wird eine der ersten Vorlagen, welche der Handclsminister Marquis von Vacquehem im Neichs-rathe einbringen wird, in eiuem Gesetzentwürfe bestehen, welcher die Postsparcass-'n betrifft und sich auch auf den Checkverkehr derselben erstreckt. (Bndget - Debatte im ungarischen Reichstag.) Im Verlaufe der Budget-Debatte d^ ungarischen Reichstages polemisierte Tisza gegen die oppositionellen Redner, Er betonte unter lebhafter Zu-stimmnng, dass niemand den Krieg mit Rnssland wünsche. Gegenüber deu anti-semitischen Rednern trat Tisza entschieden für die Gleichberechtigung der jüdischen Mitbürger eiu. Zur Vertheidigung des Budgets verwies Tisza auf zahlreiche Reformen und endlich auf die Erstarkuug Ungarns. Dnrch die Zufriedenheit der Nationalitäten hören die Agitationen auf, namentlich durch die Schaffung einer starken Majoritätspartei i» Kroatien, welche für die Einheit der Krone eintrilt. (Zur Lösung der bulgarischen Frage.) Die Chancen einer friedlichen Lösung der bulgarischen Frage werdeu als ziemlich günstig bezeichnet. Die Bulgaren sollen schon so weit sein, in die Resignation der Regentschaft zn willigen, womit eines der Haupthindernisse einer friedlichen Lösnng ans dem Wege geräumt wäre. Den Verhandlungen in Constantinopel werden die Botschafter der Mächte assistieren, um in dieser Art die Uebereiustimmuug Europas mit der Action der Pforte znm Ausdrucke zu bringen. Vou einer formellen BolschafterCuufercuz ist jedoch keine Rede. (Aus der italienischen Kammer.) In der vorgestrigen Sitzung des italienischen Abgeordnete»" Hauses interpellierte der Deputierte De Renzis den Minister des Aeußern bezüglich des Vorrückeus Ras Alula's gegen Massauah. Graf Nobilant erklärte, er glaube, dass man sich nicht lange mit dieser Sache beschäftigen solle und dass kein Grund zur Beunrnhigliug vmhaudeu sei. Die italieuischeu Streitkräfte iu und um Maffauah seicu mehr als genügend für jede Euen-tualität. und Italien dürfe nicht wegen weniger Räuber beforgt fein, während viel ernstere Fragen die Welt bewegen. (Finanzielles aus der Türkei.) Wie der «Pol. Corr.» aus Coustantinopel gemeldet wild, sollen die Kosten der Anschaffung von Mausergewehren für die ottomauischc Armee uud der Aulegung einsprechender Vorräthe au Munition durch eiue ueue Auleihe auf' getrieben werden, uud fiudeu zu diesem Zwecke Ver-haudlungen mit der Ottumanbank statt. Die Anleihe soll 4 Millionen türkischer Pfund betraqeu und ein Theil derselbe» zur Bezahlung rückständiger Gehalte der Staatsbeamten verwendet werden. Unter den An-lehens Vedingnngen soll eiue dahin gehen. dass die Bank die Ermächtignng erhalte, von der Darlehen^ valuta den zur Verzinsung auf einige Zeit erforderlichen Betrag vorweg in Abzug zu bringen. Tagcsllemyleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das «Präger Abendblatt» meldet, der Feuerwehr in Oberdorf znl Anschaffnug von Löschrequisiten uud Ausrüstungsgegcn-ständen 80 fl,, dann deu freiwilligen Feuerwehren '" Postupitz. Kircheubirk, Groß Ritte. Luh und Tuukan je 60 fl. zur Anschaffung von Löschrcquisiten zn spende» geruht. — (Erzherzog Albrechts 70. Geburtstag) Die Redaction der «Militär-Zeitung» hatte die Absichl, anlässlich dcs bcourstehendcn siebzigsten Geburtstages des Marschall-Erzherzogs Albrecht (3. August) eine Dcnkschriß zu veröffentlichen. Dieses Unternehmen musste jetM', anderen, nnd man lacht, man lacht wirklich. Man wuudert sich zwar ein wenig darüber, dass man noch lachen kann oder über solche einfältige nnd gewagte Dinge lachen kann; aber man war fo lange nicht amüsiert, dass es wie eine Erlösung ist, und ein tumul« tuarisches Lachen tollt, kichert, brüllt uud wiehert allabendlich durch das Haus. Denn anf den Brettern hat jeder kecke Strolch nnd Abentenrer recht gegen den Erbgrfesfcnen, Angestammten. Hier ist Rhodus. . . Hm, ich glaube, mein Steckenpferd ist mit mir durchgegangen und ich reite nm das Theater herum, obgleich ich heute ansnahmsweise anderswo hinaus wollte. Ich wollte mich ja anstellen, wie ein Fremder, der die bekannten Dinge nicht weiß. , . Dort sehe ich bunte Anschlagzettel: «Maskenbälle!» Weibliche Gestalten von äußerst gewähltem Gliederbau prangen im Farbendruck an den Mauern und laden den Fremdling mit hinreißendem Lächeln ein, seine Sorgen, Frau nnd Kinder beim «Grünen Thor» oder Schwender während einiger Stunden zu vergessen. Wenn nur die Hälfte der farbig gedruckten Versprechuugeu in Erfüllung gienge, wäre das schon ein muhamedanisches Paradies. Ich bin hingegangen und bin bald wieder weggegangen. Was aber zwischen Kommen nnd Gehen lag an Missionen greller Musik, an Missgebildeu nnd an Missgerüchen, ist nicht zu sagen. Besser sieht es aus anf den Elitebällen, aber es ist doch nur das Gleiche. Als gewissenhafter Weltfahrer war ich auch auf einem folchen Balle. Man tritt rin. Wie an jenen geringeren Orten, geräth man anch da jählings in eine dicke Atmosphäre: eine überaus lustige und smtreißcnde Tanzmusik wirbt aber sofort um die Zögernden. Es riecht da zwar nicht fo stark nach grüner Seife, wie dort, doch anch die leiseren Parfüms sind unerträglich, wenn sie sich vermischen. Uud was ich sehe, befördert mein Wohlsein nicht. Die Herren, die da in mühsamen Posen herumlehnen, sind meistens vor Verlegenheit unverschämt uud aus Unsicherheit steif. Ein paar leutselige Würdenträger — ich lasse mir sagen, dass es immer dieselben sind — wandeln unter den Sterblichen und theilen Gnaden alls. Die Gatten der l^cNs« palwns«^ lächeln sauer. Uud dann die mürbe, fascinierte Schönheit dieser Ladies! Jugend, wo bist du? Da nnten vor der Estrade schwingt sie sich vorüber, ist in weißen Tarlatan nnd rosa Gaze gehüllt, hat frische Wangen uud lächelt an. geuchm, weun es dem Tänzer gelungen ist, etwas recht Einfältiges zn sagen. So dass ich bald genug habe, anch vom Zusehen. Und ich verlasse das jubilierende Haus, in oem es von eingeredeter Carnevalsfrende klingt uud braust. Schlage mir dcu Mantelkragen hoch hinauf, iudeiu ich über die liebliche Schneedecke meines Weges gehe. Das ist eine klare Wintcrnacht. vom Frost dnrchhaucht. Wie ich aber die eiusamc Ringstraße nberkrenze, tripplt irgend ein verspätetes Fraueuzimmer vor mir her, in dünnen, lichten Schuhen uud eiuem weiten Mant>l, welcher ihr Costüm verbirgt. Wahrscheinlich eine billige Preciosa oder sonst eine billige Maske, die in Fisteltönen redet, während ihr Magen mächtig knurrt. Das ist der wohlbekauute lustige Jammer oder die jämmerliche Lustigkeit. Gleichsam eine allegorische Darstellung der frierenden Vergnügungssucht. Denn ich kann mir nicht helfen, ich biu uud bleibe der Ansicht, das4 wir es, wenn es hoch kommt, nnr zur VergnügnngssnE bringen können; niemals aber bis zum wirklich?" Vergnügen. Und möchten wir anch in ungestümem ^ gehren die weitesten Reisen nnternehmen — nach h^ -ländischen Grachten oder nach dem unerheblichen O^ Wässer dcs Wieustroms — waö unsereiner heimbrin^ ist imm r nur ciu dürftig Büudelchen voll närrische Melancholie. . . Ist es Zufall oder gespenstern meine verstorben^ Wünsche, die einst nm dieses Vurgtheater flattert^ als ich eine seiner Künstlerinneil verschwiegen aube^ uud in meiucr jngeuolichen Dummheit ein Dramas werden wollte? Ich stehe abermals anf dem Michaels pscihe, der jetzt menschenucrlassen ist. Uud vor N' liegt, ebenso einsam wie der Michaelerplatz uud ich, ^ Kohlmartt. Hohe Dachfirste von alterthümlicher '" bezaubernder Form ragen dunkel in deu blassen Na^! Himmel empor. Weiterhin verengert sich die Hi"^ ^ schlucht und sciufte Nebel umschleiern ihren Grund. . Da wandelt mich die Lust an, ein sehr albel^ Spiel zu treiben, mit dem ich mich in den Dämmeri»^), jähren meines Lebens oft ergötzte. Ich laufe die S^> hinunter, bis ihr oberes Ende im Nebel versclM" ^ und hiedurch wieder geheimnisvoll nnd reizend n" z Dann kehre ich sehnsüchtig zurück; finde zwar N'^. Besonderes oder Neues vor. doch ist jetzt zur AtmH ^ lung das nntere Ende dnrch seine Uudeutlichkeit lic'bk,^ wert geworden. So treibe ich es in heller TA,/„,l fort, bis der Morgen sich nähert. Woranf ich besw und vor mir selbst erröthend nach Hause gehe. - Wien, 37. Jänner. l Laibacher Zcitnng Nr. 22 181 2«. Jänner 1887. unterbleiben, da dem Blatte bedeutet wurde, dass es dem Hunsche des Erzherzogs entspreche, wenn jede wie immer geartete demonstrative Kundgebung, sowohl einzelner Angehöriger als mich Corporations der Armee, anlässlich des siebzigsten Gcburtsfestes unterbleiben wurde. ^(IstGraz eine Pension: sten-Stadt?) ^venn es noch jemanden gäbe, der diese Frage zu bc-iahen Anstand nimmt, der besehe sich uachfolgende, dem ^utenberg'schen Adresstalender entnommene Daten und leder Zweifel wird sofort behoben sein! Ist aber der Zweifler selbst ein Pensionist, so laden wir ihn ein, von seiner freien Zeit ein Dutzcud Stunden zu opfern und dle Richtigkeit nachstehender Ziffern einer Controlc zu unterziehen. Es leben dermalen in Graz in Pension: 4 Feldzeugmeister, 24 Feldmarschall-Lieutenants, 40 Generalmajore, 112 Oberste, «6 Oberstlieutenants, 164 Majore, 190 Hauptleute, 53 Oberlieutcnants, 26 Lieutenants, zusammen 679 k. k. Militär-Pensionisten, die k. k. Militärärzte und Verwaltnngsbeamten i. N. nicht ge-ttchnet. Der bezügliche Pensionsbetrag dürfte eine Million Gulden jährlich weit übcrschreiteu. — (Eisenbahnverbindung St. Petersburg -Peking.) Der russischen Regierung scheint es voller Ernst mit ihrem schon längst gehegten Projccte einer Eisenbahnverbindung zwischen St. Petersburg und Peking, beziehungsweise Shanghai, zn sein. Wie man nämlich aus Orenburg meldet, wurden die Gouverneure Ostsibiriens und des Amurgebietes soeben nach St. Petersburg be-^fen, um dort 'ihre Ansichten über die Ausführung dieses ^ahnprojcctcs mitzutheilen. Der russischen Regierung ^egen diesbezüglich eigentlich drei Bahnprojecte vor, die barin von einander differieren, dafs ein jedes derselben kuic andere russische Stadt als Ausgangspunkt für dicfe Zeltbahn vorschlägt. Voraussichtlich wird aber die rus-'tsche Regierung die Stadt Iekaterinenburg als Aus-Iangspunkt für diese Bahn wählen, die dann über Tomsk, pachtn, Urga und Kalgan nach Peking, eventuell sugar "s Shanghai führen wird. Die Bahn wird eingelcisig gebaut werden, und ist die russische Regierung entschlossen, dieselbe als Staatsbahn herzustellen. — (Der Dämon im Setzkasten.) In einem amüsanten Aufsahe finden wir eine Sammlung jener ver-hangmsvollen Missgriffe, welche die hastige Hand des Gehers meist zum Aerger der Autoren und Redacteure, auch wohl der Leser, häufig aber zum Ergötzen der letzteren wenigstens begeht. Es seien hier einige der dra-stlschesten Unthaten des Scherlcufels reproduciert. Da cr-blttet sich cm Gutsbesitzer Offerten, der sein Grundstück versansen (verkaufen) will, während ein College von ihni em großes Schloss mit Park mit einigen Weibern (Weihern) 'n reizender Lage au Liebhaber abzugebeu bereit ist. In emem Wittcrungsbericht vernehmen wir von einem Hagelwetter mit Schloßen, wie Hühneraugen (Hühnereier) groß; em landwirtschaftlicher Bericht spricht von der Rachsucht ^lachziicht) des jungen Rindviehs, nnd die Annonce einer "elicatessenhandlung empfiehlt nach einer Treibjagd: abgezogene Hosen zu 2 fl. 50 kr, und 3 st., womit natürlich ""sen geineint find. ^ — (St. Bernhard - Hospital.) Zwischen dem ^!ftiz auf dem großen St. Bernhard und der Cantine °n Proz, einer auf halbem Wege zwischeu Vouig Sancl ^krre nnd dem Hospiz liegenden Zufluchtsstätte, ist eine telephonische Verbindung hergestellt worden, welche den Rettungsdienst wesentlich erleichtern wird. Jeder Reisende, der Proz passiert hat, kann bei Eintritt eines Gewitters oder Schneesturmcs dem Hospiz angemeldet werden, so dass die Mönche beizeiten ihm znhilfe eilen können und anderseits der Mühe enthoben sind, sich aufs Gerathewohl auf die Suche zu machen, wenn gar keine Reisenden unterwegs sind, — (Universität inSibirie n.) Wie russische Blätter berichten, wird die Eröffnung der Universität zu Tomsk in West-Sibirien, deren Gebäude längst vollkoiw men fertig ist, im nächsten Herbst erfolgen. Das Pro-fcssoreneollcginm ist bereits gebildet, und für das erste Studienjahr werden auf der Universität in Sibirien an 35 bis 40 Hörer eingeschrieben sein. — (Gemüthlich.) Dame: Bevor ich Sie als Kutscher annehme, muss ich noch bemerken, dass ich gewohnt bin, stets D n zu meinen Dienstboten zu sagen. --Kutscher: Is mer recht, Frau Gräfin, sagen mer halt Du zu einander! Local- und Prouinzial-Nachrichten. Krainischer Landtag. Sitzung vom 84. Jänner. In der heutigen Landtagssitznng standen der Antrag des Specialausschnsses für den vom Herrn Landespräsidenten verfassten Gemcindcgcsctz-Entwurf und das Minoritätsvotum Gutmannsthals nnd Genossen in Verhandlung. Dem Ausschussautrage zufolge ist der Wirknngs> kreis der Gemeinden überhaupt zwischen Haupt- und Untergemeinden im Sinne des Entwurfes abzugrenzen, uud soll der Laudesausschuss über die zweckmäßige Art dieser Adgrenzuug, über den territorialen Umfaug der künftigen Hauptgemcinden mit besonderer Rücksicht ans die Städte und Märkte und über die Anschauungen der gegenwärtigen Gemeindevertretungen Erhebungen pflegen und dementsprechend den vorliegenden Entwurf redigieren. Das Minoritätsuotum beantragt, über den Majoritätsantrag zur Tagesordnuug überzugehen und das Landesgesetz vom 2. Jänner 1869, betreffend die imperative Bildung von Hauptgemeinden mit wenigstens 3000 Seelen, aufzuhcbeu; die bisherigeu Ortsgemeinden hätten nach Maßgabe der wieder in Kraft tretenden Bestimmnngcn der Gemeinde-Ordnung vom Jahre 1866 fortzubestehen, sollen aber durch ein Landesgesctz unter Wahrung der besonderen Vermögensvcrwaltung zu größeren Ortsgemeinden vereinigt werden können; die Bcstimmuugeu der Gemcinde-Ordnung von 1866 über die Vereinigung mehrerer Gemeinden zn gemeinschaftlicher Geschäftsführung hätten zu entfallen. Nach mehr als sechsstündiger Debatte wird bei der Abstimmung das Majoritätsvotu m mit allen Stimmen der Slovencn unverändert angenommen. Im Nachstehenden geben wir einen ausführlicheu Bericht über die Sitzung. Der Vorsitzende Graf Thurn-Valsassina eröffnet die Sitzuug um '/.10 Uhr. Es wird die Petition mehrerer Üogenbesitzer gegen die an-gesnchten monatlichen vier Vorstelluugen des slovenischcn dramatischen Vereines vorgelegt. Abg. Baron Apfaltrern beantragt, die Petition dem Finanzausschüsse zuzuweisen. Abg. Dr. Potluta r protestiert dagegen, indem er sich auf den in einer der früheren Sitzungen gefassten Beschluss beruft, leine Petition mehr anzunehmen, sondern selbe dem Landesausfchusfe znznweifen. Abg. Desch m a n n behauptet, dieser Beschluss sei nicht gefasst worden, denn er stehe nicht im Protokolle, nnd liest ein Protokoll von einer Sitzung, worin dieser Beschluss wirklich nicht zu finden ist. Der Vorsitzende verliest sodann den betreffenden Passus aus dem richtigen Protokolle, worin dieser Beschluss als augenommen eingetragen steht. — Bei der Abstimmung wird der Antrag anf Zuweisung dem Finanzausschusse augenommcn. Abg, Dr. Papez berichtet namens des Special-ausschusses über dc» Entwurf der Gemeinde-Ordnung und Gemeinde-Wahlordnung für das Herzogthum Krain und beantragt- Der hohe Landtag wolle befchlicßen: 1.) Der Gemeindcwirkuugskreis fei unter den Hanpt- uud Untergemeinden zu theilen. 2.) Nücksichtlich des Gemeindewir-knngskrcises hat der Landesausschnss zu erheben, auf welche Weise der Wirkungstreis zu theilen sei zwischen der Haupt-uud Uutergemeinde. Anf gleiche Weife solle er hinsichtlich des territorialen Umfanges der Gemeinden vorgehen, insbesondere mit Rücksicht anf die Städte und Märkte; weiters habe er die Ansichten der Gemeindevertretnngen in Erfahrnna. zu bringen und auf Grnnd feiner eigenen Erhebungen für die nächste Session den Entwurf der Gemeinde-Ordnung uud der Gemeinde-Wahlordnung, welcher in der heurigen Session vorgelegt wurde, dem Landtage redigiert zu unterbreiten. Dein gegenüber beantragt die Minorität folgendes Gesetz zur Annahme: Artikel I. Das Landesgesetz vom 2. Jänner 1869, L. G. Al. Nr, 5, womit die G 1 bis 4 der Gcmeinde-Ordnuug vom 17. Februar 1866, Nr. 2, abgeändert werden, wird außer Wirksamkeit gesetzt, und haben die ^ 1, 2 ersj^ Absatz, 3 nnd 4 der erwähnten Gemeinde-Ordnung wieder in Kraft zu treten, wogegen der zweite Absatz des H 2 der erwähnten Gemeinde-Oro-nnng fortan aufgehoben und außer Wirksamkeit verbleibt. Artikel ll. An die Stelle des außer Wirksamkeit verbleibenden zweiten Absatzes des H 2 der erwähnten Gemeinde-Ordnung haben folgende Bestimmungen zu trete«: Gemeinden, welche für sich die nöthigen Mittel zur Erfülluug der ihnen obliegenden Verpflichtungen nicht besitzen, können mittelst eines Landcsgesetzes mit anderen Gemeinden desselben politischeu Bezirkes iu Eine Ortsgemeindc vereinigt werden. Die Znsammenleguug des Eigenthumes der einzelnen vereinigten Gemeinden sowie der Verwaltung und des Genusses der Renten dieses Eigenthumes darf wider den Willen diefer Gemeinden nicht stattfinden. Artikel III. Im Einklänge mit den Bestimmungen des vorausgehenden Artikels werden auch die ^ 87 und 88 der Gemeinde-Ordnung für Kraiu vom 17. Februar 1886, L. G. Äl. Nr. 2, betreffend die Vereinigung der Gemeinden znr gemeinfchaftlichen Geschäftsführung, außer Wirb famkeit gefetzt. Die Debatte über diesen Gegenstand war eine der lebhaftesten in dieser Session. Das Minoritätsvotum vertheidigte in ausführlicher Rede der Berichterstatter Ritter von Gutmannsthal. Die Minorität fei deswegen gegen die Erlasfung eines neuen Gefetzcs, da es dereu ja schon unzählige gebe, besonders landwirtschaftliche, die der Bevölkerung zur Last fallen, da dieselbe stets mit Geldstrafen bedroht wird. Und besonders, wenn es sich um ein Gesetz, wie das vorliegende, handelt, das so tief ins (Nachdruck verboten,) I)ie Igc«rne des Glücks. Roman von Mllf von Wcihcnthurn. (15. Fortsetzung.) In heiterster Laune wurde die Fahrt nnternom-"^. und so kamen sie endlich in die Nähe des Hauses, Elches Frau Colston, die Gattin eines reichen Kauf' "Unes ^,o einstige Erzieherin Luciens, bewohnte, s. 'Arme Frau Colston,» sprach der Graf, während k langsam näher fuhren, «ich begreife immer nicht, "s eine Frau mit so viel Geld so wenig Geschmack Ichen kann. Sie hat auch nicht einen einzigen Ge ^Nuand in ihrem Hause, welcher es verdienen würde, ""ich schön genannt zu werden.» lelik /^ Stanley, dn hast unrecht!» rief seine Braut ni^l ' 'Sleh durt nach jenem Fenster empor, ist das 'Ht ein anmuthiqes Gesicht?» Nisl ^"^ Almaine blickte nach der ihm angedeuteten UMna. hinauf, nnd der gleichgiltige Ausdruck seiner r? verwandelte sich plötzlich in die lebhafteste Ueber-"!u)ung. alls ^? offenen Fenster saß ein junges Mädchen, v^?.. »scheine nach in die Lecture eines Buches Eck. -^ b""e den Blick gesenkt, aber der tadellose Ar^ . feinen Gesichtes strafte Lord Almaine's nickM ^""9. vollständig Lügen, dass Fran Colston ^ wirklich Schönes in ihrem Hanse habe. dert n^^ "'"ll sie sein?. fragte Lady Lncie verwun-befr'^: "bschon Lord Almaine ihre Neugicrde hätte "Men können, that er es doch nicht. Ttillsln.'^ /"""' plötzlichen Nllck dcu Wagen zum au. svrn! lmnaend. warf er dem Groom die Zügel b'r las^s ^ Erde und hob dann Lady Lucie heraus, 'u) auf Frau Colston zueilte, welche in ge schuftiger Freude soeben auf der Veranda erschienen war. Der Graf ertheilte seinem Diener einen Befehl nnd folgte dann langsam seiner Braut nach. In diesem Moment sah das Mädchen oben am Fenster mlf die Straße hinab und ihre Angeu begegneten denen des Angekommenen. Es war nur ein flüchtiger Vlick. aber Lord Almaine sah, wie das schöne Mädchen erbleichte. Das Antlitz am Fenster war kein anderes als jenes Cora Sinclairs. Wie Lady Lucie vorausgesagt hatte, war Frau Colstons Empfang ein außerordentlich herzlicher; sie war entzückt, ihre ehemalige Schülerin in so blühendem Aussehen bei sich begrüßen zn können. DV. Die Ansgaben für die Landeskultur 8660 fl., und zwar: 1.) Beitrag für die k. k. Landwirt-schaftsgesellschaft 1050 fl.; 2.) Raubthiertaglien 250 st.; 3.) Beitrag für den Fifchervcrein 60 fl,; 4,) znr Deckung der Kosten für hydrotechnische Entwässeruiigsarbeiten 6000 fl.; 5.) Beitrag für die Karstaufforstung 1000 fl.; 6.) dem Thierar^te in Radmannsdorf 300 fl. V, Die Auslagen im Interesse der öffentlichen Sicherheit betragen 112 507 fl. 46 kr. VI. Sanitätsauslagen 48<)/fl. VII. Wohlthätigkeitsanftalten 183 246 fl. 3 kr., und zwar: 1.) Auslagen der i») des Krankenhauses 59I03 fl. 72 kr.; l>) der Irrenanstalt 44 715 fl. 40 kr.; o) der Findelanstalt 3883 fl. 19 kr.; 6) der Gebäranstalt 5920 st. 72 lr, 2.) Verpflegskosten für nach Kram zuständige Individuell: u) den Spitälern fremder Kronländer 63 500 fl,; b) den Gebäranstalten fremder Kronländer 2550 fl.; e) den Irrenanstalten fremder Kronländer 800 fl.; ä) der Laibacher Versor-gungsaustalt für eine blöde Weibsperson 73 fl.; o) Stif» tungsbcitrag dem Siechenfonde 2500 ft. V1II. Die Ausgabe» für die Bildungsaustalteu betragen 150 213 fl. 63 V, lr. IX. Die Auslagen sür öffentliche Bauten betragen 54 500 fl. X. Ausgaben für Vorspann und Milnärzweckc 7430 st. XI. Für die landwirtschaftliche Schule in Unterkraiu 12100 fl. XII, Verschiedene Ansgaben betragen 4500 ft. — Bedeckung: -») Einnahmen aus dem privatrechtlichcn Vermögen im Betrage von 38 315 fl. 68 tr.; b) Einnahmen aus öffentlichen Titeln per 3257 fl. 71 Vy kr.; o) Einnahmen aus Landesanstalten und Fonden per 99005 fl. 40 kr.; ä) endlich verschiedene Einnahmen 32 369 fl. 73 kr. — Der Abgang wird durch verschiedene Landesauflagen gedeckt. — (Eiu edlesBrüdcrpaar.) Der lecke Dieb Abraham Diamant ist bekanntlich in Pragerhof festgenommen worden, während es feinem Bruder Adolf Diamant gelang, Laibach unbehelligt zu verlassen. Derselbe wurde einige Tage vor dein bei der Frau von Gariboldi verübten Dicbstahle seitens der Laibacher Sicherheitswache ebenfalls festgenommen, aber wegen Mangels an Verdachtsgründen wieder entlassen, seit welcher Zeit er aus Laibach verschwand. Die Wiener Polizei - Direction theilte mit Zusendung einer Photographie Abraham Diamants aus dem Verbrecher-Album mit, dass beide Diamanten höchst gefährliche Einbrecher einer internationalen Diebsbande sind, nicht minder kecke Taschendiebe, die bereits wiederholt abgestraft wurden, Nun ist es der Gendarmerie gelungen, auch des Adolf Diamant habhaft zn werden. Derselbe wurde auf der Reise nach Laibach in Lukowitz verhaftet und dcm hiesigen Landesgerichte eingeliefert, In einem Schreiben aus dem Sannthale hatte er bei seinem Bruder angefragt, wann das verabredete «Geschäft» abgewickelt werden würde. Abraham saß, als das Schreiben hier anlangte, bereits in sicherem Gewahrsam, und so wnrde der Brief dem Landesgerichte übergeben, welches sofort die Verhaftung des Adolf Diamant anordnete. Er wurde, wie erwähnt, auf der Reise nach Laibach in Lukowitz festgenommen. Die Untersuchung gegen die saubere» Diamanten führt Landesgerichtsrath Ludwig Navnihar, — (Giftmordverfuch.) Aus Graz schreibt man uns, dass dort am 25, d, M. morgens die 1 jährige Taglöhnerin Marie Kern eine Suppe aß, nach deren Genuss sich bei ihr Unwohlsein und Erbrechen einstellten. Man bemerkte auf dem Boden des Gefäßes, in welchem sich die Suppe befunden hatte, kleine gelbe Körnchen, die zur Sicherheitswache gebracht und uutersucht wurden. Es zeigte sich, dass die Suppe Arsenik enthielt. Die Erhebungen ergaben ferner, dafs es fich um einen Mordversuch handle, und die 61jährige Bedienerin Anna Lcgsche ans Arch im Bezirke Gurtfeld wurde als dieser That verdächtig verhaftet und dem Landesgerichte eingeliefert. Anna Legfche lebte seit längerer Zeit mit der Kern in Feindschaft und war fchon vor zwei Jahren wegen Verdachtes des Giftmordes in Graz in Untersuchungshaft. — (Tag lie für getödtete Fifchottern.) Nach dem Beschluss des krainischen Landtages in der verflossenen Session wird vom 1. März 1887 weiter für getödtete Fifchottern eine Taglie von nur 2 fl, gezahlt. — (Gewerb euere in in Eilli.) Bei der am vergangenen Montag abgehaltenen Versammlung des Cillier Gewerbevercines wurde Architekt Walter zum Obmanne gewählt. Ideal dieses Vereines ist die Erreichung einer Trcnuung der Handels- und Gewerbekammer, welches Zicl durch weitere Gründung eines allgemeinen Gewerbebnndcs in Oesterreich, in welchen nur jene Ge-werbetreibenden Aufnahme finden, welche felbst Waren erzeuge», angestrebt wird, — (Egyp tische Augenlraukheit,) Wie telegraphisch ans Trieft berichtet wird, ist unter dcu Schülern des dortigen italienischen Communal-Gyimm-siums die egyptische Angenkrankheit ausgebrocheu; bisher erkrankten 39 Schüler.______________________ Ueüest^Post. Ori giual - Telcgramuic der Laib. Zeituug. Prass, 27. Jänner. Sämmtliche czechische Blätter beschäftigen sich eingehend mit der Schlussrede des Obcrstlandmarschalis. Im großen und ganzen stimmen alle dessen Ausführum^'n z». Die «Politik» bezeichnet die Rede als das zum Fenster hinausgesprochene Programm der gesammtm Landtagsmajorität. Dieses Blatt, sowie «Hlas Naroda» erhoffen von der jetzt bevorstehenden Entscheidung dulch die deutschen Wählerschaft ten selbst, es werde mit den Neua/wählten die Durchführung des VersöhiiungspwlMinms des Obcri'tlaud-marschalls möglich werden. Budapests 27. Jänner. Das Abgeurdnetehaus hat das Staatsbudget pru 1887 mit 201 gegen 144 Stiin-men als Basis der Spmaldcbate angenommen. SigmarilMli, 27. Jänner. Fürst Leopold von HohcnMern erklärte sich bereit, das Reichstags-Maudat für Düsseldorf zu übernehme». Mona, 27. Jänner. In der Nähe des Nath-hauses wurde gestern abends eine Orsini-Vomve geworfen, welche jedoch ohnr Schaden explodierte. Der Thäter ist noch nicht ermittelt. Nom, 27. Jänner. Dk> Kammer sprach dem Mini' sterium ihr Vertrauen aus. Nom, 27. Jänner. In Aqnila fandcn in der Zeit von grslvrl, 2'/., Uhr nachmittags bis heute 7^ Uhr früh sicbrn Erdstöße, worunter drei stärkere, statt. Kein Menschenopfer ist zn beklagen. London, 27. Jänner. Das Parlament wurde mit einer Thronrede eröffnet; dieselbe bezeichnet die Be- ziehungen zu allen Mächten als freundliche, und be< sorgt aus der bulgarischen Frage keine Störung bes europäischen Friedens. Bezüglich Irlands werden Vor-la','u zur wirksamen Sicherung der Handhabung des Strafgesetzes angekündigt. AkMdncli, 27. Jänner. Mr. StcmlVy ist h'" muii'troffcu und alsbald nach Kairo weiterqcreist, Volkswirtschaftliches. Amtliche Warencourse der Wiener Börse. Wien den 27. Jänner 1887. Zucker, pr. lOO Ko., ruhig. Roh/suckor, 88° R., p ompt ab Kftff; OlmtttzGeg., fl. 22,66, bez.. H. 22,65, 22.75. Kolizuckor, Hü" H., psOioP Vraclitbas.Aunsi.es, fl.22,20, 22,30. Rohzucker, 88°R.,pr. Milrz, V »cht' b»8. AuBfiR, fl. :>2,iJ0, 22,85. Raffinade, Ia., Kojetuiner, prompt »" Win-j, II :n,r)0, Wz. 11. 31. :il,SO. I1 i 1 ö a . Ha., prompt ab Wiau, fl. 2I)| I'il,'H, Centrifugal, per Mal - Au?, ab TriüHt, fl. 18,75, 18,87'/.,. Spiritus, pr. 10000 Jitr. "„, behauptet, promr.t ab Wien, ti. •ili.Url. Kiihol, pr. 100 Ko., unvoriiudort, prompt ab Wien, ü. 2Ö,6n, 27 : pr. IlerWi 11. 28, 28,50. Leinöl, pr. 100 Ko., unverändort; ong]iuehf:8, prompt nb Wion, fl. 32, 32.G"' OcLsanten, pr. lOO Ko., ruhig. Koiilreps, pr. Fob. - Mär/. , ab \Vi«"' sl. 10,00, 10,65. Kohlropn, pr. Aug. Soptb. ub Wiün, tl. ll.H.'i, H,70' Petroleum, pr. lOO Ko., fmt. OalizincUca, Htand. white, proiop'•* WifTi. Ü. 20, '20,25. Kuukag. -Flumauor, prompt ab Kluin«, unvcr*' inul. F.iHB, fl. 7,25, bez. 6,75, 7,25. Galizischoa, ftb Nnolui.l, 18 % Tara, H. li>. F<'tt\viH'cn, pr. 100 Ko., höhor. Schweinffltt, Stadtw., prompt»11 Wien, 1. Kosten, H. 61, fl. 61,60. Speolc, weis«, prompt, nh Wien, '" Kmtcn, ti. 40. H.4si,50. UnHolilitt, Ausschuitt, prompt ab Wi<* ti. ;i2,.r.O. Knoch enfntt , benzinsroi, Fobor ab Wien, H. 'J4. SpodilllU, pr. 100 Ko., mittol- u-id kleiukürnig, prompt :ib Wion, fl. 10,8» inul 11,75. L'oloiilulwaren, Kaffee, Manila, prompt tranuito Wion, fl. 80. i*«'" tovico, HO'ni-ichte Colloiuion, prompt ab TrleHt, st. 110, fl. 117. ^lNldlchajtlichcS Theater. Hl,'ute (ungerade Ta^): Die Räuber. Tnuiürsplcl in ü Acten vnn Friedrich von Schiller, Aitsselommme Fremde. Am 2<>, Iänncr. Hotel stadt Wicu. Aal, Kaiisumm!. München. - Weiiibci^l, Kapler, GMsand, Illst, Vcirtolitsch, Üandhof und AtttlheilN, Kaufle»!c, Wien, ^ Mel'us, K^uflnanu, Nemschcid. — Wl»l' luch, N^isl'iider. P.tlall, - Altu, Gastwirt, Ncisuih. Hotel C'lcfllUt. Lebuwitscli, Briuiei-, Fardrr, Veck mid Vmmel, Kaufleute, Wie», -- Neiunaun uud Schick, Kaufleute, Graz^ Löiuy, Kaufmann, Siofuk. — Hiutrrhul'er, l. l. Veinrath, Kla^eufurt. - Dv, Dm,;l, Arzt, Villach. SrgnNa, Agc'iit, Ralek. - Cisculti, Priuatier, Puln. Hotcl Vairifchcr Huf. Eiuzeudersser, Vrauer, Graz. verstorbene. Den Ü 6. I ä u u c r. Maria Zupaneic, 10 I , und Karl >jupaueic, 8 I.. Maschiufiihrers-Kiuder, Petersstraße 42, kwl' l)u^ ^li^lUii. Dcu 27. Iäuner. Ursula Vlas, Hadernsammlerin, «5 I" Hilfcherssasfe 12, Altersschwäche. — Hedwig Sima, Lehr^ls Ti'chter, 8 I,, Vahuhofliasfe 8l, Scharlach. Lottozichuug vom ^tt. Jänner. Brüuu: 45 «5 37 11 «3. Meteorologische VcobachtuliM in ^aibach. ^ 7 U. Mg,' 7^^,47 ?^- !^,i; NO. schwäch yciirr " 2? 2 . N. ! 748M ! 0.8 W. schwach heiter 0.00 ,) . Ab. i 748,20 i - 5>,4 W. schwach l heiter Anhalteud heiter. Das Tagesmittel der Wärme—4,7°, B 3,3" unter dcm Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nagliö. ^ Wcr ^rcundc hat, darf sich über Neider nicht wundern. Ist es doch einmal so im Leben, dass sich das Wort Sch'l' lers: ^ zu deu vielen Tausenden, w^lchc deu Aputheler N. Brand" Schweizerpillen Hilfe uud Heilung uerdanleu, auch einige gesell^' die nüt denselben nicht zufrieden gewesen siild, ohne dass h'^ durch nur die geringste Berechtigung gegeben wäre, aus d^ allgemeinen Wett des' Mittels Tchllisse 'zu ziehen. Erhältlich ^ Schachtel 70 kr, in deu Apotheteu. (144). SchmcrzcrfiiNt theilen wir allen Verwandten W und Volanntcn mit, dass nm'er iunigstgeliebtes Tuch» W tercheu W Schlllelin der 3. Ucbungsschulclasse, ^ gestern un, halb 2 Uhr nachts im Alter von 8 Jahren W und 8 Monaten nach zwölftägigem, qualvollem Leiden W selig im Herrn die Augen für immer schloss. W Das Leichenbegängnis findet heute (am 28stcn W Iänncr) um 3 Uhr nachmittags von der Todten« W capelle des Friedlwses aus statt. W Um stilles Beileid wird gebeten. M Laibach, 28. Jänner 1887. » Zlol)an« und Maria Sima. > Besondere Trauerzettcl werden nicht W ausgegeben. W 183 Course an der Wiener Börse vom 27. Jänner 1887. N°4cr 4°/« ElaalOlose 250 fi. i?8 - Il» - i«Ss,'t L°/o ganze 500 „ 136 30 18« ?< l88c<-l «°/, yilnft«! 10U „ 1Z6- ,2? -. l»«4^v Elaatslofe . . 100 „ l«5lb 165 75 ,°^" „ . . 50 ^.------.^ ^omo.Nentenlcheine . , per St. —-____-- ^/« Oest. Goldrenle. steuerfrei . 10980 I098b "eflerr. lliolenrente, steuerfrei . 93 1» 88 35 ung. Goldrcnte 4°/„ . ... 98 «« 9« 7l> » Papierrente 5°/, . . . . »9 !>5 «!»75 n «ilsenb.'Nnl. llo sl, ö.W.G. i48 - 149 -, ^ftdahn.Prioritäteli . . 9«5l> 9? — » EtaalS.Obl.(Ung.Ofibahn)-------12U — " <« « ^ vom I. 187« . 11« —n? -,^ Pliimien.Nnl.kwofl. «. w. 118 lü 1I8 75 <-h"H.Uteu.,Lose 4°„ ,00 fl, . . 121 2b 121 75 ^' rundcntl.. Obligationen (silr ,00 ft «75io? -b « /» medeiofterreichifche . . . l09'-N0-°/« oderöfteileichischt , , . . ,u.^ ..! — .. ° /. ftcilische.......l05b« — - » /» lroatlschl und flavonische , 104 50 10« 50 ° /» Ncbrnburgischt .... .jio« 701U4 40 Veld Ware S°/o 3em«sn Vanat . . . ,104 — 104.25 5°<„ ungarifche......108 70104 40 slndere Vffentl. Nnlehen. Donau-Meg..l!°sc 5°/^ loo fl. . 114 75 ,15 25 d!o. Anleihe !878, steuerfrei . 10« — 10S b«, Nnleden b. Ktadtgcmeindc Wien 104 ?l, 105-50 Nxlehen d, Eladlgcmcinbe Wicn (Silber «nd Void) . . . .130 25131 — Prämlcn>-Nnl.t',et>t>lgem.W/, °/u 100 75 l01 i!5 bto. in 50 « , 4°/» . »6'7b 97 L^ dto. Prämien-Cchuldverschl.zo/u Iluu 75 »ci'25 Q«f!,Hhprlhelcnbanl Ioj. 5>/,"/<> lu^—101 75 Q»!>.'ung, Vaiil verl. b°/» . , I0i'b«il>2 — dlo. « 4>/,°/o , 1017510ll,2b blo. « 4"/o . . 88— U8 50 Ung, allg. Vol encrebitoNctiengel. il, Pefl in I, i»!>g vcrl. b'/,V» —'— —'— Prioritiitö'Obligatiouen ,sür 1l<0 fi.) Llisattth - Weslbahn 1. «mission »-. — — Ferbll,a»be»No«ddahn in ^M'« ^ g8-«^ioo 10 stranz-I>,'!cf«!lbu^n.....> —---------^ Val«z>sche Kcni-»/ubw!g»Bahn! -------! — — Staatsbahn 1. Emission . . — — ^ — Süddahn » »°/u..... 157— >5? i>o z 5°/<>..... 12?«51«7'?5 Unss,'galiz. Bahn..... 99 75 100 l!5 Diverse Lose (p« Etllck). Lrebitlose 100 ft...... 1?1'50 l?L'50 Llarl)«l!ose <0 fi...... 44 - 45'— 4°/<, 2)onclU«Dampfsch. 100 fi. . l!4—>1<> — Laidacher Prämien-Nnleh. L0fl, 20 2b L0 5N Ofen« ^!ose «1 fl..... 4? »5 4775 PaMy°t»°se 40 fl..... 42'- 43— Rothen Kreuz, bst. Ges. r. »u fi. 14 lc, 14 4« »ludols^'ose il) ft..... 1» — 19 — Salm»Losc 4N fl...... H4'75 »5,75 St.»Genoie»Lose 40 fl. . . . 68 ?b 5»'7l> Walbftein.i!ose »oft. . , . 34 — ?5>— Wlnblschglätz°i!ose zo sl. . . ->— 45 - VanI'Actien (per Stücl). Nnglo«Oefterr. Banl 300 fl. . I«,!,'—106 5» Vanlvcrcm, Wicnn, 10« fl. . 99 40 «9 8» Äd»>,r.-Änft,,Oeft.200fl.S,4U«/» 238—'^3!» -Erdl.-Anft, s. Hand. U. G. »eofl. 2?9 5,0 Ü79 »N «äreditbanl, Nllg, Ung. 200sl. . z!«»?5,'2«!»25 ^eposllendanl, Mg.200 si. . ißg—i?,,-!ic,cou!plc-Gci..Äicl!eiöft.50Usl. i5uo—K70 - Hypothelcnb,, oft, ü0» fl. i!5°/,«.!____- — t,'and«b,, öst, xuosl. Ä.50«/« i!5 Oestelt.°Ung. Banl , . . .h«,!—8l!8-- Umvudan: i!Uu jl.....«12?b2i3i!b Kerlehrel'nnl, Allg. l40 fl. . 150 — 151— Held j .'uar '^.ctteu vsn TtauSport-Nn>rnehmnngen. (Vrr Stüb.'Z.)!i0«fl. — -„ i.'iiiz-Vudwei«' ^0 fl. . —— — — »Slzb.-Tir.i«.^. i8?A2N0fl.S. —-—! —-— sserdinaxds'Norbd. 1000 fl. «iilii. «3i5^ ,330 ffranz-Iosef.Hahn W0 fl, Silber 21» 5u^i>, — Mnfllrchen°Äarcti«isb.20()fl.S,-------! — — Valiz.Kllrl-Ludwlg'B.^oofl. LM, 19375199 25 Vraz»KöflacherH..«.!w(»Il.ö.W.------------'— Kahtenberg-Eisenbahn iou fl. .------------— «aschau-Oderb.Eiscnb.Loafl. S. —'--------'- Leuibcrg'Ezernowitz'Iassy Eisen» bahu'Oesellschaft 20« sl. ö. W. 224—2 475 i!Icub, ösl,.ung., Trieft s.uo sl.CÄi. 532—535-Oefterr, Vtordwcstb, 200 fl. Sill', ib3'K0i64— dto. (1tt.il) !i»u j 1. Silber . 107^5^5? 75 Prag-Diifcr «iiscub. 150 fl. Eilb. 24-50 Lb.bu Uub»ls»«»l)n 2uo jl. Silber . 1S4 —185 — Siebcuburgcv (tisenv. üüO fl. . — — —- -Staataelsen!.'^!! ^ou ,l. ü. >lo, . !2,45'50>24b'?5 Oeld Ware Viidbahn «00 si. 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