(Franko pauschaliert.) Min Zeitung Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh.--j--------- Gchrtstleitnng »nd «eewaltnng: PnSernova nlica Sir. ». fcMjon tl. — «ntündignngen werden in der Otroaltwiu» gegen Berechnung billlgKer »«bahren entgegengenommen v e >» g t pr« i s»: Für da» Inland vie«»ltährig K halbjährig K 48.-, ganzjährig K 86.—. FÖ* da« »u«land entsprechende «rhShung. — Sin,eine Ru«»«rn l «ron« Nummer 57 Sonntag den 17. Juli 1921 3. Jahrgang Eisen- und Hüttenwerke . in Slowenien. Unter dieser Ueberschrist veröffentlicht das füh. renbc Handelsblatt im Reiche, der TrgovinSki GlaSnik in Beograd, nachstehende Darstellung, die wir der hiesigen Oeffentlichkeit in deutscher Ueber« fttzung übergeben wollen in der Ueberzeugung, daß die Ausführungen hierzulande allenthalben die größte Aufmerksamkeit hervorrufen werden, und ia der Hoffnung, daß sie bei den in Betracht kommenden Faktoren die gebührende Beachtung finden mögen. Das zitierte Blatt schreibt: In Slowenien bestehen drei Eisen-Hütttnwerke, welche da« Roheisen in schmiedbare« Eisen und Stahl umarbeiten und des weiteren in Stangen sowie in Bleche umwälzen. Das größte Unternehmen dieser Art ist die Krainische Jndustrie-Gesellschast in Jesenice. welche mit fünf Martinösen zu 20 Tonnen beiläufig 1800 Arbeiter beschäftigt. Bei Boll betrieb kann fie jährlich 2000 Waggon« Stangeneisen und Stahl liefern. 1400 Waggon« Stifte, gezogene Drähte gegen 600 Waggon«, kaltgewalzte« Bandeisen 1000 Waggon». Bleche 750 Waggon«. Weiter« kann sie in Drahtseilen 130 Waggon« erzeugen und 30 Wag. gou» Schuhnägel. Außerdem erzeugt sie den seinsten Titgelstahlguß. An Rohmaterialien braucht sie un-gefähr 3500 Waggon» Roheisen und etwa 5250 Waggon» Alteisen. Roheisen wurde au» dem Aus-lande bezogen uud zwar au» Servolo, solange diese« Werk, welche« Eigentum der'Gesellschaft selbst ist, im Betriebe war, sonst au« Deutschland, Deutsch-vstcrreich und Tschechien. Alteisen wird im ganzen Aas Muttermaf. Skizze von Trete Sölch, Maribor. Draußen wo, ia dem verborgenen Garten einer Gastwirtschaft, hatten sie sich kennen gelehrnt. Er, der Idealist, der Schwärmer, dem sein kleinbürgerlicher Beruf nur ganz geheim gestattete, einer zu sein, und sie, da« Mädchen mit dem Blick voll hoffender Erwartung, da» so selbstsicher da« Leben zu nehmen schien und dennoch von einer lieben kleinen Traurigkeit er« griffen «ar. Die angeregte Stimmung jene« Abend» brachte beide au« ihrer Zurückhaltung. Inmitten heiterer Geselligkeit tauschten fie die ersten Worte, beteiligten sich an der allgemeinen Fröhlichkeit der Tischrunde, bi» er plötzlich, einem unbewußten Dränge folgend, über ern-stere Ding» mit ihr zu sprechen begann. So sinnig und klug ging sie darauf ein, al» ob sie schon lange bestrebt wäre, die Tiefe de» Leben« zu erforschen, und er fühlte mit Begeisterung, daß sie ihn verstand. Je öfter von ihren Lippen Rede und Antwort kam, desto tberzeugter jubelte feine Seele auf. Er glaubte, diese« Mädchen hätte di» Fähigkeit, den drückenden Niederun« gen de« Leben« zu entfliehen. Kurz nur währte der ungestörte GedankenSauStausch, doch den Zweien war e« bereit«, al« kannten sie sich lange schon. Wie selbst-verständlich ging er am Heimweg an ihrer Seite ein-her und dort, wo e» am dunkelsten war, flüstert» er innig und flehend da« Wörtchcn „Du' in ihr Ohr. Sie ließ e» geschehen, daß seine Hand heiß aus der ihren hrannte, spürte, wie die Schwüle der Hoch- Lande gesammelt und ist momentan ia genügender Menge vorhanden. Diese» Unternehmen lehnt den Betrieb an die Wasserkräfte an, welche, In elektrische Kraft um-gewandelt, beiläufig 4900 Pferdekräfte geben und außerdem 1400 Pserdekräfte durch Dampf erzeugt, wovon etwa 900 Pserdekräfte für die Elektroden-fabrik verwendet werden. Die Fabrik ist modern ein-gerichtet und gut geführt. Diese« Unternehmen konnte bei all ferner Kapazität kaum den fünften Teil feiner Leistungsfähigkeit ausnützen und die» deshalb, weil in der ersten Zeit nicht genug Kohle beschafft werden konnte und zeit« weife auch nicht genug Roheisen. Diese» Unternehmen ist ganz abgeschnitten von seiner BelieserungSdasi» mit Roheisen, ist von fremder Produktion abhängig und kann durch seine Nähe an der deutschösterreichischen und italienischen Grenze nicht al» Basis für den Ausbau einer Verteidigung«, industrie dienen, ja wird der Entwicklung einer solchen LandeSverteidigungSindustrie nur hinderlich sein. Im Interesse der Landesverteidigung muß diese» Unter« nehmen abgekauft, in die Nähe von Ljubia versetzt und da« wichtige Nationalgut, die angelernte Arbeiter« schast. dorthin übersiedelt werden. Wenn diese« Unternehmen in Jesenire bleiben würde, müßte diesem Unternehmen im Falle 5er Inbetriebsetzung der Werke in Ljubia (Prijeda) nur erlaubt werden, für den Export zu arbeiten, wobei e« da« Roheisen auS dem Auslande oder auS Ljubia, Alteisen aber au« dem Auilande beziehen müßte, um e» in schmied-bare» Eisen und Stahl umzuarbeiten und auSzu-führen, wobei ihm da« Recht genommen werden müßte, im Jnlande zollfrei die Ware abzusetzen. Nach Uebersiedlung dieser Werke müßten dort-selbst Papier-, Zellulose-, Dachpappesabriken und sommernacht erschlaffend süß ihren Willen lähmte, wußte, daß er sie nun auch küssen werde, wußte, daß e« nun gekommen «ar, da» wonnige Verhängnis einer Liebe. Wie die Lichter der Straße beide au« dem Taumel de» Sichstnden» rissen, suchte sie hastig nach Worten, erzählt« au» ihrem Leben, da» so rührend einfach da-hinfloß. Senta hieß sie, »ar di« Tochter eine» Beamten, hatte noch kleine Geschwister, half den Hauthalt be-sorgen, sparte und sorgte pflichtschuldigst mit, saß end-lose Stunden über feine Handarbeiten gebeugt und dachte nach. Sie spann keine goldenen Jungmädchen-träume. Wach, fast nüchtern sah sie in da« Treiben der Welt. Au« dieser Nüchternheit herau« aber ent-wickelte sich die Größe de« Innenleben« und die Kraft ihrer Seele vermochte trübe Tatsachen ohne Selbst-täuichung mit der leisen, wehmütigen Sicherheit eine« wissenden, modernen Zetikinde» hinzunehmen. Sie «ar sich klar darüber, daß nie der reiche Freier kommen würde, von dem die Mutter träumt«, daß ihr Dasein i« Schalt«» trüber Jahre verkümmern müsse, wenn sie sich nicht ein wenig Sonne stahl. Spät schied Senta von dem Manne, der ihr Herz zu erobern verstand. Schnell huichte fie tn da« Hau«. Der leidenschaftliche Handedruck lebte in ihr nach. Sie merkte, daß nun em neue« Leben für fie begonnen hatte und da» andere erloschen war. Bald wurde e« bekannt: Senta SrSning und Heinz Oswald sah man zu »st beisammen. Die bösen Mütter heiratsfähiger Töchter, sprachen Senta den guten Ruf ab. ähnliche errichtet werden, Betriebe, die die Lande«. Verteidigung nicht betreffen. Ein zweite« wichtige« Unternehmen ist da« Eisen- und Hüttenwerk de« Grasen Thun, in Streiteben. Diest« Unternehmen produziert Stahl der ge-wöhnlichen Sorten, sowie Edelstahl. Die Jahre«-Produktion im Jahre 1912, und zwar in sogenann» tem gepuddelten Stahl, hat 218 Waggon» betragen, de« weiteren 150 Waggon« Tiegelstahl, 177 Wag. gon» Martinstahl, im ganzen 546 Waggon» gegen da» Jahr 1913 mit 505. In der KriegSzeit und heute ist die Produktion viel geringer. Da« Unter-nehmen hat zwei Martinöfen von 7 bis 10 Tonnen, eine Stahlgießerei m«t drei Oefen, die entsprechenden Walzwerke und zwar zwei Grobstrecken mit zwei Walzen und »ine Feinstrecke mit drei Walzen. Außer-dem hat diese« Unternehmen große Stahlpresfen sür die Produktion der Stahlbestandteile für Lokomotiven und Waggon«, sowie sür die Erzeugung von Wagen« achsen. (Zur Krieg«zeit hat da» Unternehmen Gra« naten und Schrapnell« gepreßt.) Diese» Unternehmen produziert: 1. unlegierten Martinstahl, 2. legierten Martinstahl, 3. unlegierten Titgelstahl, 4. legierten Tiegelstahl. Da« Schmiedewerk ha« 16 Hämmer zu 8000 bi» 5000 kg Schlagkraft, 3 FriktionSpressen mit 5000 bi« 200.000 kg Druck, 3 Dampfhämmer mit etwa 200 bi« 1000 kg Schlagkraft; ein Schleif« werk, 73 Drehbänke, eine Reparatur- und Apprc-turwerkstätte, eine Werkstätte sür Fertigwaren mit zwei Presien von 400 Tonnen usw. Werkzeuge und Maschinen sind außerordentlich notwendig zur Zeit de» Kriege» zu Zwecken der Nationalverteidigung. Wa« fand Heinz Oswald an diesem Mädchen? Schön «ar Senta doch nicht und darüber waren sich alle einig: Da» breite, runde Muttermal am Halse entstellte fie geradezu. Aber Heinz Oswald merkte nicht« von den heim« lichen Blicken der Mißgunst. Hingerissen schwamm er in einem Meer von Seligkeiten, denn er hatte sich nicht bei Senta getäuscht. Sie beschenkte ihn reich au« der Fülle ihre» Innenleben«, glättete mit klugen Worten allzu hohe Idealbegriffe, an denen er krankte, lenkte sein Denken in gesundere Bahnt«, wurde mit ihm zu-weilen fröhlich und anSgelassen wie ein Kind und ver» stand wieder seine geheimen S»elenregungen, die sie zärtlich hegte, wenn sie ihr gut erschienen. Gläubig sah er zu ihr empor, ließ sich willig leiten, wußte nur immer Narer, daß er nie von ihr werd« lassen können, und fein grenzenlose« Begehren nach ihr war die einzige Qual seine« Glückes. Eine« Tage« sprach Senta z« ihm: „Alle Leute sehen mich mit schtelen Blicken an. Mutter weint und hofft nunmehr auf keine gut: Partie. Wa« gedenkst du zu tun?" Eine wunderbare Erleuchtung kam über ihn. .Wir lassen un« trauen", sagte er. „Du darfst mich nicht mehr »erlassen, elend machen I Trotz deiner Liebe warst du bi«her grausam zu mir." Senta lächelte glückSdefriedigt. Dennoch schüttelte sie in entsagungsvoller Abwehr da« Haupt. „Nein", sprach sie, „unsere Liede darf nicht sterben unter dem Druck eines beschränkten LebenS. Die Enge häuslicher Seite '2 Die Fabrik beschäftigt momentan 500 Arbeiter, 14 Beamte und 9 Meister. Diese Fabrik produziert den berühmten Thurn-stahl; seit der Nationaleinigung hat sie schwach gearbeitet : 1. wegen Mangels an genügender Orientierung in den neuen Verhältnissen, 2. wegen Mangels an Kohlen, wegen Aus« fuhrverboten usw. Roheisen bezog das Werk aus Deutschland, Deulschösterreich und auS der Tschechoslowakei. ES ist ein Schade», daß diese» für die Nationalverteidigung wichtige Unternehmen sich zufällig unmittel-bar an der Grenze befindet, weswegen es vom Staate abgekauft und in die Nahe von Prijedor verlegt werden müßte, wobei auch alle Facharbeiter dahin übersiedeln müßten; diesen letzteren müßte Gelegenheit geboten werden, sich im Lande fest niederzulassen, durch Bau vön Häusern, Zuteilung von Land und durch andere Begünstigungen, damit sie sich ia dem neuen Lande wohl fühlen könnten. Soweit dieses Unternehmen nicht übersiedelt werden könnte, dürfte tS nur für das Ausland arbeiten, sobald solche Werke in der Nähe von Prijedor entstünden, damit diesen geographisch und für die Nationalverltidigung günstiger liegenden Werken keine Konkurrenz gemacht würde. DaS dritte Eisen« und Hüttenwerk ist das von SiorS in der Nähe von Celje. Dieses Werk hat einen einzigen Martinofen und produziert ca. 1800 Waggons Stahleisen und 150 Waggons Gußwaren jährlich. Das Roheisen, ungefähr 125 WaggonS, bezieht das Werk aus der Tschechoslowakei, aus Schweden und England, 3 Waggons bezieht es aus Besiinac in Kroatien, 3 Waggon? aus BarrS, 400 Waggons Rohstahl in Stangen aus Deutsch» österrrcich und an 700 Waggons Alteisen aus dem Lande selbst. Dieses Unternehmen ist schön eingerichtet und gut geführt. Die Produkte sind gut, besonders schön ist der Gußstahl und hervorragend der Maschinenguß. Nachdem dieses Unternehmen nicht unmittelbar an der Grenze liegt und auch nicht weit voa der BelieserungSbasiS mit Roheisen auS Ljubia, könnte es dortselbst noch weiter bestehen, müßte sich aber für private Produktion spezialisieren. Da Slowenien keine Eisenerz: für Hochöfen hat und sür die Landesverteidigung besondere Bor-kehrungen getroffen werden müssen, müßten alle diese beschriebenen Werk« mit der Zeit in die Um-gebend von Prijedor verlegt werden. Im LebenS-interefse der Nationalverteidigung ist eS gelegen, Sorgen würde auf uns lasten, unsere Gefühle vor-»eitig erschlaffen." Nicht« erwiderte rr darauf. Sah st« nur an mit den Blicken verzehrender Sehnsucht. Da schenkte st« stch ihm. So «rgeben und ruhig, s» selbstverständlich und grob. «r aber betete sie an. Jede» MuSkelspiel ihrrr Glieder versenkt« ihn in ein« Andacht d«t Beschenkt-sein«. Einzeln berauscht« «r stch an drr Schönheit ihres Leibe«. Woch«n vergingen im höchsten Glück und höchster Liebe. Senta hatt« nur d«a «in«n Wunsch, d«m Ge-liebten »u gefallen, konnte nicht oft genug hören von ihm, wie schön sie «ar. Aber ein leise« Mißtrauen beschlich st« nua öfter«. In ihren Augen lag die bange Frage, »b er wohl die Wahrheit spräche und ste für ihn lang« noch schön und b«gehrenSwert bleiben würde. Und dann hielt er plötzlich einen Brief von ihr in Händen, der nicht« enthielt al» die sonderbaren Wort«: „Verzeih! Vierzehn Tage habe Geduld. Dann »erden wir und wiederseht» und wieder lieben. Frage die Zeit über nicht nach mir." Im höchsten Grad« b«stürzt, blickte er auf da« Blatt. Wa« für Geheimnis!« hatte E«nta vor ihm? Sonst pflegt« st« doch so ehrlich und aufrichtig zu sein l Eine fast krankhaft« Unruh« bemächtigt« sich seiner, wurde schließlich unerträglich, da er den Grund von Senta« Fernbleiben nicht zu erklären »erstand. Nach ihr fragen dmfte und wollte er nicht. Seine Erregung dabfi hätte ste blsßgestellt. Qualvoll maßte er auf bi« Äsung de« Nits«l» harren. Cillier Zeitung daß diese Uebersiedlung sogleich ausgeführt werde, sobald daS Problem von Ljubia irgendwie ia Fluß kommt. Herabdrücknng des Real-lohnrs in England. Von Dr. Karl Uhlig, Prag. Ende Mai waren in England 2.1 Millionen Menschen arbeitslos. Weitere 1.2 Millionen waren auf „shorttime" gesetzt, d. h. arbeiteten nur einige Stunde» im Tag oder einige Ta^e in der Woche. Außerdem waren im Streik 1.6 Millionen, nämlich 1.2 Millionen Kohlenarbeiter un» 0.4 Millionen Baumwollarbeiter. Bor dem Streik standen weitere 1.2 Millionen Mann, Metallarbeiter und Wollar-beitcr. Das heißt also: Für 2.1 Millionen Mann ist überhaupt keine Arbeit, für 1.2 Millionen halbe Arbeit, 2.8 Millionen stehen im Streik oder Ber-Handlungen, weil der Unternehmer ihnen die Löhne herabsetzen will. Kein Streik wird um Lohnerhöhung geführt, alle Streiks sind Abwehrstreiks gegen Lohn-Herabsetzungen. Mit Lohnkürzungen im gewissen Um-fang« sind die Arbeiter einverstanden. Alle sind be-reit, aus die Verbesserungen ihrer Lebenshaltung, die namentlich die Bergarbeiter im Kriege und nach-her erzielten, zu verzichten. Sie wären zufrieden, wenn ihr Lohn auf den alten Reallohn der Friedens-zeit herabgesetzt würde, d. h. daß sie sich soviel lausen können als im Frieden. Das würde, da die Kosten der Lebenshaltung in England heule 228# der FriedenSlosten betragen, eine Lohnhöhe von un-gesähr 2'/4 der FriedenShöhe bedeuten. Die Auszahlung dieses FriedenSreallohnS ist aber heute unmöglich. Zunächst sind die Großhandels-preise, aus welchen sich der Erlös der Unternehmens und damil die Fähigkeit, Löhne zu zahlen, ergibt, bereits viel stärker gesunken, als die Kosten der Lebenshaltung. Die Großhandelspreise waren im April schon auf 183# der FriedenShöhe zurückgegangen, die Lebenshaltungskosten erst auf 228$. DaS bedeutet, daß der Unternehmer, der sür seine Ware nur daS 1*/«fach° des Friedenspreises bekam, sehr bald anßer Stande war. seinen Arbeiter» den 2'/,fachen bis Sfachen Lohn der Friedenszeit, wie es bisher geschah, zu zahlen, und dort, wo er cS trotzdem tat, wie im Kohlenbergbau, in kolossale Bei tust« kam. die bei der Kohle allein 4'/, Milliar-den tschechoslowakische Kronen betrage». Zur Un-Möglichkeit, die Höhe der Großhandelspreise mit den Lebenshaltungskosten weiter in Einklang zu erhalte», kommt noch, daß der Arbeiter nach der großen so« zialen Bewegung der letzten Jahre nicht mehr das leistet, wie im Frieden. Im eiiglischen Kohlenberg-bau ist z. B. zum Großteil infolge der Verkürzung der Arbeitszeit die Schichtleistung auf 70# gesunken. Schematisch genommen, ist also das Rechenexempel sehr einfach: Wenn der Unternehmer nur daS 1'/.fache für feine Ware bekommt, kann er bei Vor Ablauf d<« festgesetzt«» Trrmiuc« aber such!« ihn Senta wieder auf. Ein wenig schüchtern und blaß und doch von «iner stille», lnumphierer.de» Frend« erfüllt. Ungestüm riß er fie an sich. Da« Glück, st« wieder zu s«hen, ließ ihn sür Sekunden alle« fragen vergessen. Ihre Nähe berauschte th» immer wieder. Wahllo« über-fiel er fie mit seinen Küsse», biS er wie frstg«wurz«lt inn«hi«lt. Starr sah er auf eine Gell« hin, dann ging «in Zucken üb«r sein Antlitz. Da« dunkle, liebe Mal an dem Halse, auf da« er so oft in vergehend«! Wonne die Lipv«n gedrückt, war vtrschwunixn. Die Stelle, wo e« gewesen, bezeichnete eine Hellrosa Narbe, von einer dünnen Puderschichle üb«rd«ckt. S«nta deutele darauf hin. „Für dich", sagt« st« und ihre Stimme bebte. „Für dich ließ ich mir da« häßlich« Mal entfernen. Würdig min ich deiner Bewunderung sein! Die Narbe wird »erblassen, kaum kenntlich werden." Erwartung«-froh stand ste vor ihm. Er beherrschte stch. Sagte ihr viel liebe und freundliche Worte. Aber e« schien ihm, al« klänge feine Stimme merkwürdig fremd. Und er litt. Geradezu unsinnig litt er unter der Tatsache, daß nun diese« dunkle Fleckchen auf ewig bei ihr entschwan, den war. Nannte stch wahnsinnig, erbärmlich und roh. E« hals nicht»! Zur Fratz« verzerrt, an Größe immer «ehr gewinnend, grinste ihn di« Rarb« an, »Knn «r mit Senta zärtlich «ar. E» biß die Zähne aufeinander, um zu überwinden. Seine überreizten Nerven zeigten ihm immer wieder diese» gleich« Bild. Und «» waren auch seelische Schlüsse, die er zog, di« sich aufdrängt««, die einschneidend auf fein Gemüt wirkten. Nummer 57 FriedenSarbeitSleistuag nicht daS 2'/,fache, also den FriedenSreallolm zahlen, sondern nur da» 1^ fache. Sinkt aber die Schichtleistung auf 70%, so kann er nur 70# vom 1V«fachen erlösen, also auch nur 70# vom 1 ''/«fachen Lohn zahlen, also nur 123# des FriedenSIohne«. Ein auf 123# stehender Lohn ist aber fo tief unter de» rioh im «er 225# betragenden Lebenshaltungskosten, daß der Reallohn auf wenig mehr als die Hälfte sinkt, d. h. der Arbeiter sich bei der heutigen Leistung nur noch halb so viel für feine» Lohn kaufen könnte als im Frieden. ES wird also von den Arbeiter» zveierlei ver-langt: Erstens sollen fie sür die Uebergangszeit, di» die Detailpreise den Engrospreise» gefolgt sein wer-den ichlechter leben als im Frieöey. um durch das, waS sie sich abspnen, den Verkauf ihrer Produkten zu den im Großhandel viel rascher gesunkenen Preisen zu ermöglichen, während fi- selbst im Klein-hanSel »och immer Produkte, die mehrere Monate vo prosuziert »luden, zu den höheren Preise» des letzten Vierteljahres .kaufe» müssen, mrd zweitens sollen sie sich wieder mehr plagen, d. h. die freie Zeit, die EcholungSmigltchkeit, die sie sich in de» letzte» Jahre» erkämpft haben, sich einschränken lassen. Die Lage ist für die Arbeiterschaft denkbarst ernst, man kann ihre Ecbilterung und Eitfchlosse» heil zum opservoUen KaaHj verstehe». AVer deshalb -werden d!e Aussichten der Srbltterichift. den Kamps um den Reallahi, zu gewinnen, nicht günstiger. Bei den keuügen Löhnen »st England nicht m<>hr kon kurrazsähig, wirs vo» der Xoalurreaz veS KoniioenlS mit seiner verarm!«» Bevölkerung uud seiner uiedri-gen Balut.1 überall unterboten. Der Auslandhandel En \lj!idS zeigt in allen Positionen, in Kohle, Eisen, Maschinen, Baum>volle, Wolle, Leinen dasselbe Bild: Ripider Rnckgang »er Meageiiziffer». Wenn Eagland «bei nicht Exportstaat öleiot, kann es sein« große Bevölkerung nicht mehr ernähren, drei Bierlel der» felbe» müßien anawaideru. Atio in die H.'raa-drückuug beS ReallohneS uiuer oas Fcie»e»Sniveau wenigstens für die UebergaitgSzelt daS einzig« Mit« tel, um die alte Koakurreuz wiederzuge«».incn Weil die Deutsche» arm geworden siad und billig arbeiten, muß der Engländer aus sein gutes Leben verzichten, damit ihm die deutsch« Ware nicht tot macht. Die Sieger müssen in die Tiefe heruntersteigen. m die sie die Besiegte» gestoßen htben. Ziel der gegenwärtige» Kimv?e der Arbeiter ist nicht der S'.eg. Ziel ist nur. U .leraehmer und Staat zu zwingen, ihren u,enig durchdachten, bru taten m.0 sür Hunderttausend einem Bernichtung«. urteil geichiommcn»ea Redukuo^schem n eine auch de» Bedürfnissen der gesährdelsten Kategorien Rech, niing tragende, bester durchdachte und humanere Form zu geben. Weiter solle» Sl^at uno Unter-nehmer gewungen werden, einen Teil der Laste» der Übergangszeit zu überuehmtn, um die Lohnreduk-tione» in der erste» Zeit weniger einschneisend zu machen. So muß z. B. der Staat den Kohlenarbei« tern rund drei Milliarden tschechoslowakische Kronen in die Lohnkasfe zahlen. Desgleichen sollen die Un« ternehmer, welche die großen Gewinne der Kriegs- Eine W«il« noch hielt «r mit der «rast aller S«lbstb«herrschung d«n frommen Betrug b«i S«nta auf« r«cht. Dann begann e« Senta zu ahnen, daß er ste nicht m«hr so liebt« wie früher. Einmal argwöhnisch geworden, fühlt« ste bald mit feinem Instinkt dt« Ge-wißheit heran». Daher fragte ihn Senta in ihrer geraden Art, di« ihm b«i ihr so sehr gefiel, ob fi- ihn schon m«id«n sollte. Si« wisse, daß ihr« Sc»i«hungen zu «inand«r bald zu End« ging«n, H-Ue schon früher gewußt, daß fi- nicht immer werden dauern ttnnen. jedoch so kurz hätt« ste stch et« Lieb« nicht geträumt. Ohne vorwurs, ohne Billerni» sprach Senta diese Worte. Nur eine große Traurigkeit ersüllte ihr Wesen. Heinz Olwald mußte nun wahr zu ihr sein. Nie durste ste ihn verlassin. wenn fie begriff, warum er litt l Und all seine würgende Qual drängte zum Durchbruch. „Senta" stöhnte er, „wie konntest du dich s» de« mütigen! weißt du, waS du mir warst? Dz» warst der Halt meine« »eben«, der Leitstern meiner Seelel Warst ein höhere» Wesen für mich, allem «l-mlichen. Niedrigen unzugänglich. Ein Geschöpf, da» da« Schick-sal zu meistern verstand, au« dessen Prüfungen e« immer wieder rein und un»erfehrt hervorging. Du bliebst eben du für mich'. Die« mußtest du doch fühl«»'. Und ich liebte dich, liebte dich mit verzehrender Glut l Nicht« wollte ich missen an dir. Du aber gingst fort, kamst erniedrigt zurück mit der Narbe am Hal» — und wolltest mir besser gefallen so".....Und »er« zweifelt schrie er ans: »Kannst du e» ahnen, wa« d« tn mir »orging? Ahne e» wenigsten» !" Nummer 57 konjunktur eingesteckt haben, gezwungen werden, nun. »ehr ohne jeden Gewinn, zum Teil mit beträchtlichen Opfern die Löhne «st schrittweise auf da« notwen-dige Ausmaß abzubauen. Alle dies« Maßregeln reichen nicht weit. Die drei Milliarden, welche die Bergarbeiter b kommen, langen kau« fiir 14 Tage Lohn. Für andere In» dustrien hat die Regierung, welche schon 41/, Milliarden Defizit« beim Vergbau bezahlt hat und so eben erst sechs Milliarden am Zuckergeschäft verlor, k.in Geld. Die RegierungShilfe versagt also. Au» den Unternehmer wird wenig herauszuhol.n sein. Die Konjunkturgewinne der KriegSzelt sind häufig durch die ungeheuren Verluste der letz'en Monate aufge« zehrt. Wo die Gewinne noch vorhanden sind, find sie schwer zu fassen. ES wird also den englischen Arbeitern, auch wen» sie dem „kapitalistischen System" noch lo fluchen, nicht» übrig bleiben, als auch ihrer-seiiS den Arbeitern des Kontinents in daS witfchast-licht Elend »eS Nachkriege? zu folgen und in ihrer Lebenshaltung unter das HriedenSnive-ru herunter« zusteigen. PuUiilch, ttUiifriri)g!*d erregt in den dortigen politischen Kreisen gi»M Aassehen und wird mit angeblich bevorstehenden Beränderungen in der Thronfolge in Zusammenhang gebracht. Der Wortlaut der Verfassung (Schluß de» VN!. Teile?. Verwaltungsbehörde.) Artikels?: DieSelbstverwaltungSeivheiten haben ihren jährlichen Boranschlag. Die Wirtschaft der Selbstverwaliungeinheiten steht unter der Aufsicht des Finanzministers und wird mit besonderem Ge-setze geregelt werden. — Artikel 98: Die Organe der Selbstverwaltung sind die Gebietsversammlung und der GebietSausschuß. Die Gebiets- und Bezirks« Versammlung wählt den Präsidenten, welcher in ihren Sitzungen den Borsitz jührt. Sie wähle» auch den Gebiets- und Diftriktsausschuß. Ausnahmsweise können mit Gesetz Aemter fär diese Zweig« deS staatlich«» und SelbstvtrwallungSwitkungskreise« im Gebiete vorgesehen «erden. Der Großgespan (veliki jupan) ist der oberste Verstand der allgemeinen staatlichen Verwaltung im Gebiet«, insoweit nach dem Gesrtze für die einzelnen Geschäfte der staatlichen Verwaltung nicht spezielle Anordnungen fiir ein oder mehrere Gebiete bestehen. DaS Gebiet bestimmt, welche staailichen Geschäft« der Großgespan nach Beratung «it dem GebielSauSschuffe ausübt. Genauere Be« sti««ungen über die Einrichtung und Zuständigkeit der SelbstverwaltungSkörper (Gemeinden, Bezirke Aber Senta konnte die Größe seiner Lieb« nicht ermessen. Brachte nur ein halbes Verstehen dem Sinn dieser Worte entgegen. Tonto« raunt« ste vor stch hin: „Und ich wollte doch schön «erden, sür dich wollte ich schön werden! Dachte an nicht« andere« dabei. Immer dachte ich an dich, an dich!". . . . Ein gewaltiger Umschwung schien in ihm vorzu« gehen. Wie erwachend sah er ste an. Sah fie mit d«n Blicken eine« Kenner« sachlich und kritisch an. Dann sprach er zu ihr im veränderten Tonfall: „Du hast recht Senta; schöner bist du dadurch geworden. Die Narbe verblaht, man merkt fie kaum. Dein Hat« ist w«ib und gut geformt. Aber nicht alle« hast du damit gewonnen. Deine Stirne ist ei» wenig eckig. Könnte die« nicht eine andere Frisur bei dir verbergen? So eine leichte, wellige Frisur, wie ste die Frauen in den SchönheitSgalerien tragen. Deine Augen-brauen stnd etwa« spärlich. Jedoch nachzuhelfen ist da leicht. Ander« »«rhllt e« stch mit der Linie deine« Munde«. Sie sollt« voller, geschwungener sein l Und «ia UebrigeS könntest du auch für d«in«n Teint tun. . . In Senta« Augen funkelte e« böse auf. .Narrl" stieß ste hervor .überspannter Narrl* Sie ging von ihm, um nie wiederzukommen. Er aber blieb zurück mit der bitteren Erkenntni«, daß er stch an sein« einzige große und letzte Lieb: verschwend«! hatt«. • Cillicr Zei tung und Gebiete) wird ein besonderes Gesetz vorschreibe». — Artikel 99; Die Gebiktiversammlung hat di« Recht, in allen Frag«» Bersügungen zu erlasse», für welche sie zuständig ist. Dies« Verordnung»» macht der Grobgespan kund. Dieser wird aber ein« Verordnung hiotanhalten, von welcher er glaubt, daß sie in der Verfassung und sen Gesetzen nichi begründet ist. In diesem Falle schickt er eine solch« Verfügung dem StaatSrat« zur Entscheidung und verständigt hievon den zuständigen Minister. Wenn der Staatsrat findet, daß die Verordnung in der Verfassung oder irgend einem Gesetze nicht begründet ist, wird sie nicht kundgemacht. Der StaatSrat muß seine Erledigung binnen zwei Monaten treffen. Fall« dies nicht geschieht, kann der Beschluß der GebietS-Versammlung vollzogen werden. — Artikel 100: Der L bietSauSschiiß schreibt die Normen und An« leiiunqen für den Vollzug der das G:biet betreffenden Verordnungen vor. — Artikel 101: Die Staats« Verwaltung beaufsichtigt die Geschäfte »er Selbstverwaltungekörper durch den Großgespan deS Gebietes und besondere fachliche Organe. Ersterer hat das Rech', jede Enischeihunjj der Selbstverwaltung«» orgüae zu inhibieren, die »!£.' Ia der Perfassung, den Gesetze» oder Verordnungen deS Gebiete? begründet wäre. Gegen sein« Entscheidung kann die Beschwerde an den StaatSrat in der gesetzliche» Fiist erhoben werden. Falls der S aatSrat nicht längstens in «inem Monat vom Tag« des Emp-sang's der Beschwerde seine Entscheidung trifft, kann d!« Verfügung in Vollzug geatzt werden. — Artikel 102: Für Streitigkeiten voa Verwaltung»-Harakter werden VerwallungSgerichie errichtet. DaS Gesetz wird ihren Sitz, ihre Zuständigkeit und Organisierung verfügen. — Artikel 103: Der StaatSrat ist der oberste VerwaliungSgerichtShof. Die Mit-glieder des StaatörateS ernennt der König auf An-trag des MimsterratSpräsidenten und aui folgend« Weif«: Die Hälfte der Mitglieder ernennt der Äönij aus der doppelien Zahl von Mitgliedern, welche die Nationalversammlung vorfchläg», die zweite Hälfte «'»er wählt die Nationalversammlung au» der doppel ten Zahl, welche der König vorschlägt. Die Ergän» zung vakant gewordener StaaiSratsftellen wird mit besonderem Gesetze geregelt werden, welches auch vo» obigem Prinzipe abgehen kann. Zu Mitgliedern deS StaalSrateS können nur höhere Beam!« oder öffentliche Arbeiter bestellt werden, die Fakultät«-ausbildung und zehnjährigen Staatsdienst oder öffentliche Arbeit haben. Mindestens zwei Drittel der Staais.äte müssen dos Diplom über den Be-such »er RechtSfakultät habe». Mitglieder des Staats-rate» können nur auf Grund einet gerichtlichen Ur-teile« enthoben, in andere Zweig« deS 5 laatSdiensteS übersetz« oder pensioniert werden. Sobald sie das 70. Lebensjahr erreichen oder so erkranken, daß sie ihren Pflichten nicht nachkommen können, müssen sie i« den Rahestand versetzt werden. Der Slaa>srat hat solgende Pflichten: l. Als oberster BerwaltungS-gerichishof erledigt er Streitigkeiten verwaltungsrecht' licher Naiur. Slrcitigkeiten auf Grund von Be-lchwerde» gegen königliche Verordnungen und mini« sterielle Verfügungen werden vom StaatSrat in «rjtec »n4 letzier Instanz erledigt; 2. als Verwaltung«-orgau der obersten staailichen Verwaltung erledigt er Verwaltungsakre, sür welche seine Genehmigung nach besonderen Gesetze» erforderlich ist; 3. er fungiert als Aufsichtsbehörde über die Selbstverwaltung«« «inhriten nach d«n Bestimmungen d,S Gesetzes ; 4. er «rlrdigt Streitigkeiten hinsichtlich der Zuständigkeit zwischen staatliche» Verwaltungsbehörden und Strei-tigkeiten über die Zuständigkeit zwischen staatlichen und SelbstverwaltungSbehörden; !». er entscheidet auch über andere Fragen, welche das Gesetz seiner Zuständigkeit zuweist. Nähere Bestimmungen über die Zusammensetzung, Zuständigkeit und daS Bec-fahren beim L laatSraie werde» mir besonderem Gesetze vorgeschrieben. — Artikel 104: Die staatlichen Aemter werden nach besonderen Vorschriften deS Gesetze« errichtet. — Artikel 105: Mit Gesetz wird bestimmt, wie die Beamte» genannt werden. — Artikel 106: Die Bezeichnungen des Staatsdienste», die Rechte und Pflichten, Gehälter und Pensionen der Staats-beamlen in allen Zweigen werden mit einem Beamten« gesetz b:stimmt. — Artikel 107: Die staatliche» Angestellren sind Organe der staatlichen Gesamtheit und beipflichtet, im allgemeinen Interesse zu arbeiten. Mißbrauch der Gewalt und der Lage der «taatS-bediensteten zu Parteizwecken und Einflnßnahme auf Slaatibedienstete zu diesem Zwecke wird nach dem Gesetze bestraft. — Artikel 108: Der Beamte, wel-chem Nach dem Gesetze di« Ständig?«« zugesichert ist, kann gegen seinen Willen nicht ohne Urteil deS ordentlichen Straf- oder Disziplinargerichte« entlassen werden. . Seite 3 Jugoslawische Vertretungen lm Auslande. DaS Außenministerium verlau bar>. daß daS Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen im Auslande nachstehende Vertretung«» habe: Gesandt« fchaften in Athen, Bern, Bcüfstl, Bukarest, Madrid, Paris. Rom. Sofia. Wirschau. Washing'on und Wien; diplomatische BeUretungea ia Budapest, Kaiio, Konstanlinopel, Triest und Smyrna; General-konsulate in Chicago, Marseille, New Uark, Prag, Saloniki und W;e»; Konsulat« ia Amsterdam, An. tosagasta (Chile), Graz, Düsseldorf, Korfu, Korsika, Montreal und San Francisco. Katholikentag in Jugoslawien. Wie der Deutsche VolkSfreund in Wrschatz meldet, findet am 14. und 15. August in Sabolica ein Katholikenkongreß sür ganz Jugoslawien statt, zu welchem die Borbereitungen bereit» mit großem Eiser getroffen werden. Der Kongreß soll sich ,r» einer Heerschau der B«kenn«r drr katholischen Arche im SHS-Staate grstalten. Jliasano. Deutschösterreichischer Antrag zum Schutze der Deutschen in Jugoslawien. In der Sitzung des Wiener Nationalrates vom 12. Juli stellten die Abgeordneten Krafft, Dr. Hampel und Genossen den A-rtrag auf Anwendung von Re» pressaliea gegenüber dem SHL-Staate wegen des Borgehens gegenüber deutfchösterreichischeu Staats-bürgern. Un die deutsche.» Volksgenossen, welche jugoslawische Staatsbürger sind, zu schützen, soll aber die Hilfe deS Völkerbundes angerufen werden. Frankreichs Spiel mit der Kriegserklärung. Der deutsche Reichskanzler Dr. Wirih hielt am 3. Juli in der Jahrhunderthalle in BreSlau vor einer 30.000 köpfigea Menschenmenge eine Rede, die im wesentlichen von Oberschlesien handelte. Er sagte, daß da» Ergebn«» der Volksabstimmung nie» malS aus der Welt geschafft werden könne. Wer an daS Selbstbestimmungsrecht rühre, lege den Keim zu einem neuen europäischen Kriege. Der Reichskanzler dankte sodann den Italienern und Engländern sür ihre Rückkehr nach Oberschlesien und vor allem dem deutschen Selbstschutz, wodurch die Industriegebiete vor den Folgen polnischer Greueltaten bewahrt war-den. E« sei aber dem deutschen Volke nicht möglich, da« SeldstbestimmungSrecht zu verteidigen und daS Schicksal Oberschlesien? mit der Waffe in der Hand im Sinne de« VolkSwillen» zu entscheiden. Denn der französisch« Botschaft«? habe mit der Kriegserklärung Frankreich« gedroht, wenn Deutschland die im Frimnsoertrag« vorgesehenen 100.000 Mann zu» sammenriese oder die Reichswehr nach Oberschlesien einrücken ließe. Sowjetrutzland und die Tschechoslowakei. Im Prager Pravo Ldu veröffentlicht der ge» weiene Führer der tschechoslowakischen Kommunisten Kuiera einen Aussatz über di« angeblichen Pläne der gegenwärtigen Machthaber in Rußland. Darnach vcr-treten die russischen Bolschewiken die Meinung, daß die Tschechoslowakei ein künstliches und lebeniunfähl-geS SlaatSgebilbc fei und deshalb um jeden Preis und untrr allen Umständen zerschlagen werden müffe. Kucera ist infolgetessen auS der kommunistischen Partei ausgeschieden und behauptet, daß eS heilige Pflicht aller braven Tschechen sei, Moskau zu be» kämpfe,». Für Sübslawien sind diese Mitteilungen ' deswegen von Bedeutung, weil der Bündnisvertrag mit der Tschechoslowakei, der seine Spitze.in erster Linie gegen Ungarn richte», sür den Fall eine» Konfliktes mit Rußland keine genaueren Bestimmungen enthält. Amerikanischer Vorschlag zu einer Abrüstungskonferenz. Präsident Harding hat b«i Großbritannien, Frankreich. Italien und Japan angesragt, ob sie an einer Konferenz teilnehmen wollen, die sich mit der Frage der Beschränkung der Rüstungen beschäftigen sollte. I» die Besprechung sollten auch die Pro-bleme des Stillen Ozean» und des fernen Osten» einbezogen werde» und Ehina, das an dieser beson» deren Angelegenheit wesentlich interessiert erscheint, ist gleichfalls zur Teilnahme eingeladen worden. Seite 4 Aus ölaöl und lauft. Königsgeburtstagsfeier in Ptuj Am 12. d. M. beging dir evangelische Filialgemeinde in Ptuj den Geburtstag Seiner Majestät deS König« durch einen FestgotteSdienst. Ja dem mit frischem Grün geschmückien Betsaale hatlei, sich außer Abordnungen slQu Z vil- uitd Milttärbchölden die Glaubensgenossen und zahlreiche deutsche Bürger unserer Stadt zur Huldigung versammelt. Der Prediger, Hm Bifar Gerhard May aus E?lje, gab de-, Ge« fühlen der Gemeinde beredten Ausdruck, wofür ihn diese besonderen Dank schnl»et. Seine Ausführung»» gipfelten in dem Aufruf und Bekenntnis, deutsch* evangelische Eigenart zu wahren, zu der immer u.id überall die Treue gegen König und Reich gehört. In dankenswerter Weise verschönerte der Männer-gefangverein die Feier durch den machivollen Bartrag cintS Beelhovenschei, EdoreS. N ich d^m Gottesdienste wurden die Glückwünsche »er Gemeinde von zwei Vorstandsmitgliedern »em BezirkShanptmann üb^r. bracht, der sie an allerhöchste Stelle roetterjuleiten versprach. Ueber die Königsgeburtstagsfeier in der evangelischen Kirche erhaltn, wir nachstehenden Bericht: Da» GottcShauS war am 12. d. M. aus dcn Äirijen der cvingelische» Gemeinde zahlreich besucht. Auch die staatlichen und militärischen Behörden waren durch Adordnunge» vertreten. Senior M^y hielt die Festpredigt, in welcher er der Sorgen und Ardeiten deS greisen König» gedachte und auSsÜhrte, wie gerade jene Männer, die einsam ans den Höhen der Menschheit stehen, der Liebe und Anhänglichkeit deS Volkes be dürfen. Der Prediger erklärte, daß eine» Grundziig des deutschen Wesens die Treue bilde, die Treue zu König, Bate«land und Bollstiim, un» schitverte an der Hand deS auch v. n der Eillicr Zeitung gebrachten Berichte» über die aufopferungsvolle Pfl chlersüllung tct deutschen Eisenbahnbeamlen Otto Heinrich, daß deutsche Treue auch angesichts des T?dö> »iichi in« Wanken komme. Die Ausführungen des Redners machten auf olle Anwesenoen einen sichtlich tiefen Eindruck. Nach der Predigt wurde di« KöuigShy nrc xesplelt, welche vok der Versammlung stehend an-gehört wurde, urd darauf vom Mäi.nngesong verein der Beelhovensche Chor „Die (ihre GoiteS" zu». Vortrage gebracht. Nach dem Gottesdienste ver dolmetschte eine Adordnnng dem BezirkShauptmann die ErgcbenheitSwünsche der evangelischen Gemeinde mit dem Ersuchen, sie an die höhere Stelle weiter-zuleiten. Evangelisch« Gemeinde Im öffentliche» Gottesdienst am Sonnta% dem 17. Jul>, gedenkt Herr Senior May zu predigen über „Hie Be-ftimmung des Menschen'. Meldung aller Militärpflichtigen der Jahrgange 1871 bis 1898. Der Stadt. Magistrat Cclje ve,lau:bart nachstehende Kund-machung: Damit die Kommanden der Militärbezirke die nötigen Angaben für die Zusammenstellung der Gememdeverzeichnisse aller der Militärpflicht unter-wo>.s»nen MannSpirsenen erlangen, ordne: die Landesregierung auf Grundlage deS Artikel« 85 des Gesetze» über die Einrichtung des Heeres an, daß m sich alle männlichen Personen, die tu den Jahren 1871 bi? 1898 geboren si> d, bei der Gemeinde ihres Wohnortes zu melden haben. ^verstorben«, vermißte, ausgewanderte und sonstige männliche Per« fönen dieser Jahrgänge können durch ihre Familien-oderhäiipter (Väter, Brüder) bezw. ihre Angehörigen (Verwandten) angemeldet werden. Alle im Bereiche der Gtadtgemeinde E-lje wohnhaften männlichen Per. sonen haben sich beim Sladtmagistrat Zimmer Nr. 5 während der AmtSstnnden, d. i. von 9 Uhr vor-mittag» bis 12 Uhr mittag», zu melden, u. zw.: vom 25. bi» 30. Juli i. I. die Jahrgänge 1871 di» 1874; vom 1. bi« 6. August die Jahrgänge 1875 bis 1878; vom 8. bis 13. August die Jahr-gänge 1879 bis 1882; vom 16. bi» 20. August die Jahrgänge 1883 biS 1886; vom 22. bi« 27. August die Jahrgänge 1887 bi» 1890; vom 29. August bi» 3. keptemter die Jahrginge 1891 di» 1894 und vom 5. bis 10. September die Jahrginge 1895 bi» 1898. Vorzulegen ist der Taufschein, dezw. für Verstorbene der Totenschein, der Heimat-schein und allfällige militärische Urkunde». Anzu-geben ist auch 1. in welchem Staate, 2. bei welcher Waffe (Infanterie, Kavallerie, Artillerie usw.) er gedient hat, 3. die Nummer deS Regimentes (der Abteilung), 4. die Dauer der Dienstleistung, 5. die Art der dienstlichen Verrichtung (Koch, bei Maschinen-gewebrabteilungen, Fahr- oder BedienungSkanonier), 6. die letzte Eharge und 7. ob invalid oder nicht. C i l l >. e r Zeitung Wenn jemand keinerlei Belegpapiere besitzt und ihm auch das Gemeindeamt seine Angaben nicht amtlich beglaubigen kann, so müssen drei verläßlige Zeugen seine Angaben bestätigen. Diese Zeugen müssen beim Gemeindeamt« die schriftliche Erklärung unterfertigen, duß sie ihre AnSsa;en eidlich bestätige:, können. Wenn auch dieser Beweis unmöglich ist, jo ist in die Rubrik „Anmerkung- einzutragen »nach eigener Angabe'. Die duechzesührte Anmeldung wird vom Sladtmagistrat aus dem militärischen AiiSweisscheine (voj iSka izkaznica) bezw. wenn ein solcher nicht bei-gebracht werd:» kann, mit einer kurzen amtlichen B.'üä-tigung angemerkt. Wer sich nicht rechtzeitig beim Stadt Magistrat melden sollte, wild im Sinne deS Artikel» 85 deS G.setzeS über die Einrichtung deS Heeres unbedingt bestraft werden u. zw. im Gelde von 100 bi» 3)0 v.nar bezw. mit Arrest bi» zu 30 Tagen. Das Post- und Telegraphenamt Celje stellt na» nachstehende Verlautbarung zur Verfügung: O.e Psstma ken der Ljubljanaer Ausgate (befreiter Mann mit gesprengter Kett-) in Pa^a- und Dinar wert, deren Gültigkeit mit 15. April l. I abge» laufen ist, werden, soweit sie sich nich in den Handen be» Pnbl>kumS befinden, bei den Postämtern im gleichen Werte vom 16. Juli diS zum 15. August chne Ab;ug zur Umwechslung angenomme.,. Die Postkarten der Ljubljanaer Ausgabe (befreiter Mann mit gespreiigtcr Kctir) mit ausgedruckter 15 Para-Marle bleiben noch weiterhin in Geltung, jedoh ist zur vollen Frankiernna (25 Para) eine ergäuzs»de 10 Pari-M.iike aufzukleben. Der seit 1. Mai gül tige Postgibührentarif wird infoweit abgeändert, als Pakete bi» zum Gewichte vo.i 20 k_i und mit un-befchräuktem Werie zulässig sind. Für Pakete im Weite von über 1000 K ist dieselbe Wertgebühr wie für G^lobriese zu entrichten, nämlich fjr j-1000 K oder einen Teil dieses BtrageS ein Dinar mehr. B«im Postamts in Celj: hrbeu sich, wie die Ljubljai a r Juhollav ja meldet, in der letzten Zeit mehrere Unzukömmlichkeiten ereignet. Einige Par ken, die seinerzeit w.gen Krankheit kontumazier» waren, haben da» ihirn i>on der GesundheitSaSleilnng ourch daS Sch'ckimt übtiwteseve Geld nicht erhaUen. DaS zitierte Blatt will wisse», daß der Bliesträger Zabvi k damals Unterschriften gefälscht habe und jetzt geflüchtet sei. Betrügereien verüble Jo'es Löschiigg auS Maribor, indem er in Celje und Umgebung Gelder für feine f-ühere Firma Samida in Maribor zugunsten deS eigenen Säckels einkassierte. Sein m Treiben fielen euch Gastwirte, Kellnerinnen und Zimmermädchm zum Opfer, insofern« er ste um die Zeche und Bezahlung prellt«. Josef Löschiiigg befindet si [Jt seil 12. Juli in der Hand deS SuatSanwzlteS Hub geht gerechter Ahndung entgegen- Im Stadtpark wandelten verboten! LiebeS-pfebe Katharina Do§ er aus Sladkagora und Maria Javo'rnik auS Mislinje. Um die Mannspersonen vor Abwegen zu bewahren, steckt« die Polizei beide F-auen zimmer wegen Bagabundage in den Arrest. Was am 12. d M. geschehen ist. Am Erhängen verhindert wurde der tschecho?loMk«sche S.aatkbü.gec Josef h, f.ineS Zeiche s beschäftigungsloser Elektromonteur. Die Po> l zei hatt» ihn in Gaberse wrgen v roäch i >rn Ge-barenS verhaftet und ihm hea Avjchnb in die Tschechoslowakei in Aussicht gestellt, worüber er sich im Po-lizeiarrcst derart kränkte, daß er den freiwilligen Tod durch Erhängen vorzog. Wie eingangs erwähnt, ist es zwar zum Erhängen, aber nicht zum Sterben gekommen, da Josef \i;h nech rechtzeitig abgeknüpft werden konnte. Todesfall. Oberlehrer i. R. Johann Rupnik ist am 12. Juli in 84. Lebensjahre im Allgemeinen Krankenhause verschieden und wurde am 14. Juli auf dem Umgebungssriedhos zur letzten Xuhe be» stattet. Seine Frau war ihm vor einem Jahre in den Tod vorangegangen. Am Staatsgymnafium mit deutscher Unterrichtssprache in Ljudljana waren im abgelaufenen Schuljahr 179 Schüler und Schülerin-neu eingeschrieben. Hieoon stnd ausgestiegen 128, darunter 22 mit Borzug, 23 haben Wiederholung«, prüsung, 24 repetieren die Klasse, 4 blieben unge-prüft. Zur Reiseprüsung im Sommerlermine wurden 14 öffentliche Schüler und ein Externist zugelassen. Die Reifeprüfung bestanden 4 mit Auszeichnung, 8 einstimmig und 3 mit Stimmenmehrheit. Die Bestätigung Anton Pesek» zum Bürgermeister von Ljudljana ist nunmehr doch erfolgt. Anton Pefek war nach seiner Wahl von den demokratischen Blättern zur Zielscheibe heftiger persönlicher Angriffe gemacht worden und di« letzten Nummer 57 Wochen schwemmten eine wahre schwutzwelle cus seiner srühecen Beruj gehört ja selder, wenn auch nicht gevgra-ph.sch, so doch politisch — zum Balkan. . . . Die Wahl des Lehrers Viktor GrLar zum Bürgermeister von Maribor ist, wie au» Beograd g>-ui«lde! w »d, vom Mi iist rra e be« stäiig! worden. Maribor hac als» ein ioz>al»emo-krauscheS Stadlodnhaupl. Der Mann mit d-n gesprengten Ketten feiert Uiuc Wiederauserstehung, auf den Post-ka.ten i>ämlich. Da» Postministerium ln Bcograd Hai über Ersuchen der Poit und Telegraphendirektion mit Eatscheidung vom 29. Jnni Zahl 36.3K» die G.llil^kett der Postkarten der Lj >olj,l,e^Miisgabe mit der anfgedrnck en 1> Para-MaiüiFHerlänzert, bi» sie a szedcancht sind. Da die M»?!v^edühc »n Jnlaud: für euic Postkact« 23 P^oeitagi, so sind, damit bec Empfänger an der ^mchru >g ves Straf-pnrwS bewahrt weide, ttoj(r\o Pau der n:utu MarkenauSg,de deizuktelui^ Der bied.'re Staats-bürger, der seinerznt^M der Lerlavidarun^ der Ungültigkeit die Po«rren mtt dem Keitenm^nne vo» schnell vernich^Ner weggeworfen hat, m ?g sich jetzt ärgerlich !i#t d.m Ohre krauen und stch vor« nehmen, küitMyiii außer KurS gefetz!« Gelder, Z«ttel und Papie^^vrgsamer aafzabcwahren, da sie eine« Tazed Gauigkeu «ita igea lönnen. Dagegen kann JstFvit Post- und Telegraphenoirek.or in Ljab-ljau^iergnügl die Hände 'eiben. Denn fe:ne allen Mjtkartcn werden alle abgesetzt werden, da ihr« -Mtttigkeit solange dauert, „als der Vorrat reicht.' Aus Roga^ka Slatina wird uu» ge-schrieben: Der aaS v.r vorjaheigcn Oii:a.i schon bestenStingeführtePächter der Karhaasrest iae.,iw.i H:er Milaa Marti»oo c, der aach das Holel Un-.on in Celje leitet, üdernuym heuer auch ia» Xachias-E ife und hat es, getrieben von seiaem n e rastenden Uitter«ehmungSg'>l> sowie geslützl aus seine lang-jährigen Erfahrungen im AuZlaude, namentlich ln Aegypten und Frankreich, unt-rnommen, in unserem Kurorte «Ine Attraktion zu schiffen, deren stch selbst eine Großstadt nicht zu schämen braucht«. D.es ist ci.ie amerikanische Bar, heroorgegang?» nach den Pläne.» deS Wiener Aichiuteii Herrn Franz Matusch'.! aus den Werkstätten der weltbckannteu Billardsadrik Heinrich Seifert und Söhne in Wien. Die Eröffnung hat am 9. d. M stattgefunden. Der voUendete ka.istlerischi Geschmack der Einrichtung, der die gegebenen Raumverhältnisse in glücklichster Weise mit den modernen Ansprüche» an eine Bar vereinigt«, finde» den ungeteilten Beifall der Besucher und eS ist nur zu wünschen, daß diese Sehens-Würdigkeit unsere« Kurorie» baldigst über desten Grenzen hinan» bekannt werde und au» nah und fern Gäste heranziehe. Die Postgebühren in Deutschösterreich werde» mit 1. August neuerlich, und zwar um das Doppelte, «rhöht weiden. D.e Briefgebühr fürt Ja-land wird 3 K betrage», fürs Ausland 10 S, Post-karten für» Inland 2 S, fürS Ausland 6 K. Ja ähnlicher Weise sollen all« übrigen Beförderung», gebühren verdoppelt werden. OffiziersbefSrderung Ja der Minister, ralsstyuug vom 12. Juli wurde eine Liste von aktiven und Reserveoffizieren, die zur Beförderung vorgeschlagen wurden, unterschrieben. Darunter de» finden sich auch solche, denen diSher ihre in der Gefangenschaft verbrachte» Jahre nicht angere kündeu geholt, als zweiter Sieger erichi.n A h-letik II am Ziel in der Zeit von 7 Minuten und 10 Sekmdr»; die Mannschaft des Sportt-iklnb kam al» driitr in der Z it von 7 Minuten 22 S<> künden durch» Ziel. Am Nachmittag wurde» di« verschiedenen Wttlänfe ausgenoge». 100 Meter: 1. Wagrer (SK) 12 3», 2. Siö'ßl (ASS) 12'//, S. Aistnch (ASK) 13». 200 m: 1. Aistrich («EK) 28 2", 2. «rpeglitsch («SK) 28 3", 3. Rojnik (?) 28 9". 400 m: 1. Cita (SK) 59 V', 2. Bable (S) 1 Mi». */«#"» 3. Dürschmied (ASK) 1 Min. 1500 m: 1. BaSle (L) 5 Mi». 30", 2. Böhm (5) 5 Min. 35". 3. Janda (ASK) 5 Min. 37'. Stasett« 4mal 100 m: 1. Athletik 53 Sek., 9. Sponnillub 54 9 Sek. und 3. Svo-boda 56 Sek. Die Wettkämpse wurden am Ath-letikerplatze abgehalten und wiesen einen sportlich schönen Erfolg auf, wogegen der Besuch sehr viel zu wünsche» übrig lieft. Jeder Verein stellte seine» Kampfrichter. Herr Franz König al» deren Bor-sitzender leitete da» schwierige Amt in mustergültiger Weise. _ Wirtschnjl und Urrhrlji*. gur neuerlichen Kohlenpreiserhöhung In den letzten Tagen hat da» Ministerium sür Forstwesen und Bergbau in Beograd der Trbovljer Kohlenwerks Gesellschaft neuerlich die Bewilligung erteilt, die Kohlenpreise um ca. 12°/, zu erhöhe», jo daß heute der Industrie unsere» Lande» die Stück- Cillier Zeitung kohle auf K 5960.— per Waggon (gegen K 180.— im Frieden) und die GrieSkohle auf K 5550 — (gegen 85.—) ab Kohlenwerk»station zu stehen komuit. Diese kohlenpreiSerhöhung hat rückwirkende Giltig-keit ab 1. Juni und muß umso drückender und un-verständlicher empfunden werden, alS sich die I»-dustrie unsere» Staate» in einer kaum beneiden»« werten Lage befindet und sie deS öfteren schon bei allen maßgebenden Behörden um Schutz vor der ausländischen Konkurrenz vorstellig geworden ist, ohne aber bi» heute mit ihrer diesbezüglichen For-derung durchgedrungen zu fei». In der Tschechoslo-ivakei sind durch fiskalische Maßnahmen die Kohlen-preise ermäßigt worden, die dortige Industrie tan» infolgedessen billiger produzieren und untergräbt mit ihren billigeren Produkten die Existenz unserer In« dustrie, welche kaum mit 50% ihrer Leistungsfähigkeit arbeitet und zusehen mug, wie ihr die auSlän-dische Konkurrenz die Arbeit weguimmi. Da» staat-liche Kohlenbergwerk in Belenje, welche» nur eine sehr minderwertige Kohle mit er. 40°/„ Wassergehalt produziert, liefert die Kohle mit K 28 pro Meter-zentner nach Graz, während unsere Industrie und Bevölkerung mit K 35 bfjru. k 40 pro Meterzentner bezahlen muß. Zum Schaden und auf Kosten der heimisch.'» Industrie wird ulso der ausländischen Konkurrenz die K„hle au» eiaem staatliche» Kohlen-bergwerk unsere« Landes billiger abgegeben, waS wunder dann, wenn die Regierung auch einem pri-vaten Kohle«bergwerk die öe-villigung gibt, sich auf Kosten unserer notleidende» Jndulrie und Bevöl-kerung zu bere.chern! Wäre c» denn nicht möglich gewesen, daß die Regierung der Trbovlsec Kohlen-werkS-Gesellichaf« eine ai>de,e Möglichkeit bietet, auf ihre Rechnung zu kommen, wenn sie die» sch?n notwendig hat? Uns mag dünken, daß i» einen gaoz anderen Weg gäbe, den aber einzuschlagen man au» politische» Gründen in Beograd nicht gehen will. Und e» muß derselbe einmal eingeschlagen werde», weil die fortwährenden Preiserhöhungen für unser Feuerungsmaterial endlich ein Ende haben müsse», da unsere VolkSwirischast ioust zugrunde gerichtet wird. Eile tut hier dringend not! Der neue Zolltarif, der die einzelne» Posten mehr oder weniger erhöht, ist mU Samstag, dem 16. Juli, in Kraft gelieten. Auf die Einzelheiten kommen wir in einer der rächfte» Nummern zurück. 4>uichsüyrttug5ailw, diesem Fiile wi.d die Hi'he de» Mietzinse» endgültig erst in dem Augenblick.- bestimmt, iu dem die Steuerbehörde da« JahreSeinkonimen für da» letzte Jahr festgestellt hat und zwar für die ganze M'ktperiode, sür welche der Mietzins im Geiste dieser Verordnung bemwmt werden mußte. Ueber amtliche» Verlangen der Wohnung», behörde erster Instanz muß die SUuerbeHüide erster Instanz die erforderlichen Angabe» über daS Jahr«»-einkommen deS Mieter» machen, wenn auS irgend einem Grund« die Feststellung des JahreSeinkom-nieus auf Grund deS Zahlungsauftrages über di« Ei»komm«nst«uer de» letzten Juhre», welchen die aufgeforderte Partei der Woh»u-ig»behörde vorgelegt hat, nicht genügen sollte. Artikel 3. So oft im Sinne des AstikelS 8 der Verord-nung die Angemesfenheit und die Höhe deS Preise» für die «inzelnen Woh»uugöte»le (zusammen mit Möbeln oder ohne solche), welcher regelmäßig vor der Hingab« in Aftermiete (Mete) bestimmt werden muß, festzust llen ist, muß vor allem d-er MietzinS der ganzen Wohnung festgestellt werden; wen» aber der HanSeigenlüm'r die Wohnung selbst benützt, ist der MietzinS in j.uer Höhe festzustellen, welcher ge-zahlt werden müßte, fall» die Wohnung vermietet wäre. Seite 5 s Artikel 3. Als Grundpreis eine» leeren Ziarmer» (stabt» nette») gilt der Durchschnitt, den man erhält, wenn der nach dieser Verordnung festgestellte MietzinS der ganze» Wohnung mit der Ziffer der Zimmer (Kabinette) der ganzen Wohn»» ggeteilt wird; Bor-zimiuer und andere» Zugehör bleibe» außer Betracht. Dem so berechneten Preise eine» leeren Zim-im» sind höchsten? 50 bis 100%' des Durchschnitte» dazuzuschlag«», worüber für j?de» Fall be-sonder» die Wohnungsbehörde entscheidet unter Berücksichtigung der Lage, Beschaffenheit be» Baue» und dc» Zimmers. Für die Mitbenützung der Küche und anderen Zubehöre» an Stelle der Küche sowie auch für an-dere besondere Bequemlichkeiten darf der obige Pro« zentfatz angemessen erhöht werden, f.rll« nch die Parteien hinsichtlich des Preises nicht selbst geeinigt haben. Artikel 4. So oft die Höhe des Preise» für Wohnung«-teile (MonalSzimmer), die in Miete oder Aftermiete mit dcm gewöhnlichen (obligatorischen) Gebrauche alle» erforderliche» Z»gehikeS gegeben wurde», mit der gewöhnliche» Einrichtung, Bedienung und mit Wäschewechsel festzustellen ist, muß al» Grundlage der Preis de» leeren Z'mmer» dienen, der auf Grund de» feüheren Artikel» berechnet wurde. Dieser Gru-npr U ist jedzch um we tere 100 bis 200#, b i luxeriöS eingerichtete» Zimmer» und anderen nicht gewöhnlichen Bequemlichkeiten aber bi» 300# d-S Durchschnitte? zu erhöhen, io daß er für beide P irleie» gerecht ist. insoweit sie sich nicht selbst andere geeinigt hiben. In Streitfällen darf die Wohnun^sfommiffioo mit Rücksicht auf kie schlechtere oder bessere wirtschaftliche Lage der Aftcrmieter (Mieter) «ach eigenem E>messen eine höhere After« miete bestimme-,, die niedriger oder auch höher seiu kann, al» der erwähnte Maßstab. Wen» ein Zimmer zweien o'»er mehreren Aster« Mietern in Miere gegebcn ist, so ist der Mi-tziuS bei zwei Afiermieter» um 50 ^>, bet mehrerei After« Mietern aber bi» 100# deS Aftelmielzinfes, der aus die obige Art berechnet wurde, zu erhöhen. Wenn beim Vermieten des Zimmers weder Bedienung noch Wäichc Inbegriffen ist, ist der derech-«et« Mietz nS u n ein Dattel, falls aber beide» ent-fällt, um die Hälfte zu erniedrigen. Artikel 5. So oft die W^h '»ngSbchöcde daS Recht der Beifügung mit Wohnungen uad andere» Räumen im Sinne de» Artikel» 19 der Beiordnung ausübt, ist der abgesch!ossene Mietvertrag mit Ablauf der RäumungSs'ist, welche die WohnuiigSbehörde bestimmt hat, al» ausgelöst zu burach'en; mit dem Augenblicke der Zuweisung hitt hiusichtuch der zugewiesenen Gegenstände zwilchen dem Eigentümer desselben und dem Uederneh »er ein neue» Mietoerhältai» in Kraft. Dte Zuweisung von Wohnungen u- b Wohnung«-teilen in Sinne des Artikels 20 gilt auch dano, wenn sich die Person de» Hauseigentümers ändert. Artikel 6. Der Beschluß über die Zuweisung muß die genaue Bezeichnung de« MietgegenstandeS nach Be« schaffenheit und La^e, sodann die Bestimmung der Mietbedingunze», deu R«chiSkitel, unter welchem die Zuweisun!, ersoizt, und den kalendermäßig bestimmten >L,g der Uebernahme anführen. Vom Beschlusse müsse» alle betroffenen Par-teien (Hauseigentümer, Mieter, Asteavermieter und Astermieler) verständig« werden. Der Tag der Ueberoahme wird so bestimmt, daß für die Räumung der Wohnung, Wohnung«, bestandteile und anbete» Räume ein- angemessene Frist übrig bleibt: bei leere» Wohuunze» und Räume» aber dars die sofortige Ueberoahme ange» ordnet werde». Die E-gentümer de» MietgegenstandeS, welchen die WohnungSbehölde zugewiesen hat. müssen ihn späteste»« am letzten Tage der bestimmten Frist räumen. Artikel 7. Wenn sich der Eigentümer de» MietgegenstanbeS und der Uebernehmer hinsichtlich der Höhe de» Miet» zinse» nicht einigen könnten, bestimmt den Mietzin« die zuständige WohnungSbeyöede im Sinae der Be-stimmunge» dieser verorduung. Darüber, o!> die Kosten de» Verfahren« die eine oder andere Partei z i tragen hat oder ob dieselben unter die Parteien auszuteilen sind, entscheidet die Wohnung«behörde nach eigenem Ermessen. Hinsichtlich der Personen, welchen die Wohnung«, behörde eine Wohnung oder Wohnungsteil im Sinne «fite 6 Tillier Zeitung Nummer 57 de« Artikels 20 der Verordnung zugewiesen hat, gelten die allgemeinen Bestimmungen über die Dauer der Miete im Sinne des Artikels 14 der Ver« ordn un g. Artikel 8. Als unbedingt notwendige WohnungSräume, die im Sinne des Artikels 21 der Berordnung nicht zugewiesen werden dürfen, gelten: 1. sür Ledige, Witwen, Geschiedene beiderlei Geschlechtes mit eigener Wirtschaft oder ohne e ne solche ein Zimmer; 2. für eine Familie ohne Sinder oder mit höch» stenS eine« Kinde zwei Zimmer; 3. für eine Familie mit mehreren nicht erwach-senen Kindern drei Zimmer; 4. für eine Familie mit drei oder mehreren erwachsenen Kindern vier Zimmer ; b. sür Witwer (Witwen) wird in den Fällen unter 3. und 4. ein Zimmer weniger gerechnel. Verwandte, welche auS dringenden Existenz-gründen in der gemeinsamen Wirtschaft mit der Familie wohnen, sind al« Familienmitglieder zu betrachten. Personen, welche ihren Beruf oder Dienst in den Wohnränmen ausüben, darf die Zahl der Zimmer um ein pbft zwei Zimmer al« ArbeiiSzimmer erhöht werden. c>» ^ uit zulässige Zahl der WohnungSräume werden nicht eingezählt: Dienstbotenzimmer, Küche, Borzimmer, Waschküche, Keller und Holzlege. Artikel S. Die WohnungSbehördc ist berechtigt, alle not-wendigen Aufklärungen hinsichtlich der Wohnung, Wohnungiteile und anderer Räume zu verlangen; falls diese Aufklärung in der verlangten Frist nicht gegeben würde, darf die WohnungSbehörde eine Be-sichtigui'g der Wohnung und anderer Räume durch ihre Organe (Wbhuuug«ir>sp«kloren) anordnen, welche sich in jedem Falle besonders mit einem besonderen amtlich» Austrage der WohnungSbehörde auSzu-weisen Haben. Jede Veränderung im Bestände und in der Benützung von Wohnungeu und Wohnungsteilen pnd AnfcWrt Räü«-n muß in Ljuvljana UrtS Maribor der Hauseigentümer oder Verwalter, ebenso auch der Astervermieter der staatlichen Wohnungs. behörde binnen 4S Stunden anmelden; nach Bedars darj die obligatorische Anmeldung von Aenderung?» auch «ine andere «ohnungsbehörde sür ihren Bereich anordnen. Artikel 10. den Fällen deS Art'.Ms 26 der Berort» vung darf der Eigentümer des Grunde«, a"s weichem aus Grund de« Gesetze« über die KriegSlelstunge» ein einstweiliger Bau (Baracke) errichtet wurde, welche zur Notwohnung entweder schon umgeändert wurde oder bi« Ende deS Jahre« 1921 umgeändert wird, die Rückgabe erst dann verlangen, wenn di« WohnungSbehördc erster Instanz oder die staatliche Baubehörde sestgestellt hat. daß der Bau ohne g,ö»ere Adaptierungen für die gedachten Zwecke undrauch- dar ist. . „ . BIS zur Rückgabe muß dem Eigentümer der Ersatz für die Verwendung bezahlt werden, welcher aus Grund deS Gesetzes über di« KriegSleistungen festgesetzt wurde. Artikel 11. AlS WohnungSbehörde erster Instanz fungieren 1. da« staatliche Wohnungsamt in Ljudljana für Ljudljana und den ganzen Bezirk der dortigen Bezirlsh^uptmannschast; 2. daS staatliche Wohnungsamt in Maribor für die Stadt Maribor und den ganzen B«eich der dortigen Bezirkshauptmannschaft; S. für olle übrigen Gemeinden die zuständige BezirkShauptmannschast für ihren ganzen Machtbereich. Artikel 12. Die staatliche Wohriunzsbehdrde erster Instanz besteht auS einem Obmanne, seinem Stellvertreter, den erforderlichen Beisitzern und ihren Stellvertretern. Den Vorsitzenden de« staatlichen Wohnungsamtes in Ljudljana und Maribor ernennt über Antrag der Delegation (Chef der Abteilung) für soziale Fürsorge der Präsident der Landesregierung für Slowenien. Der Bezirkshauptmann al« Vorsitzender der WohnungSbehörde ernennt seinen Stellvertreter au« den Beamten der BezirkSbauplmannschaft. Die Belsitzendeu (Ersatzmänner) der WohnungS behörde erster Instanz ernennt über Antrag der zu> ständigen WohnungSbehörde die Delegation (Abteilung) für soziale Fürsorge in Ljudljana. Hiebet sollen die berechtigte» Wünsche der Sri-liche» Standes, und sachlichen Organisationen der Hauseigentümer und Mieter berücksichtigt werden. Die Zahl der Beisitzer (E-jatzmänner) ist nach OrtSbedarj un» Umfang deS Wohnungsbezirke« (BezirkShauptmannschast) zu bestimmen: jedoch müssen immer Hausbesitzer u,»o Mieter (Aftermieter) in der gleichen Zahl vertr«ten sein. Beisitzer (Ersatzmann) kann jeder sein, der in die Gemeindevertretung gewählt werden kann. Der Dienst eines Beisitzer« ist e n Ehrendienst: der Be-sitzer muß die Ernennung annehmen und kann sie nur auS wichtigen G, ünden (Krankheit, Alter. Ueber« siedlung, Versetzung und ähnlichem) ablehnen oder bitten, daß er abgelehnt wird oder daß er semer Pflichten entbunden werde. lieber die Ablehnung entscheidet die Delegation sür soziale Fürsorge, die auch »ine eindringliche Geldstrafe bi« zu 500 K auSlprechen kann, falls der Antragsteller ohne wichtigen Grund die Ernen« nung ablehne» würde. Den Diensteid, daß sie ihre Pflichten immer pünkt-lich und unparieiisch ausüben und da« Die»stgeheim. ni« wahren werden, lege» die Beisitzer und ihre Ersatzmanner vor dem Obmanne der Wohnuug«-HWrde ab; es beeiden aber jene Mitglieder der Wohnuvgsbehörde nicht, die schon als öfftttlllchr Aufstellte j|t Diensteid genommen wurden. Artikel 13. Die WohnungSbehörde erster Instanz darf nach Bedarf sür größere Orte ihre» Bezirke« wie auch für einzelne solche Bezirke besondere Inspektoren (auch Frauen) ernennen, die als HilsSorgane der WohnungSbehörde zu informativen Zwecken immer dann dienen, so oft sie die WohnungSbehördc hiefür bevollmächtigt; sie können auch sür ihren OrtSbereich der WohnungSbehördc entsprechende Verfügungen beantragen. Artikel 14. Die WohnungSbehörde erster Instanz leitet der Obmann bezw. sein Stellvertreter und führt auch den Borsitz. —Die WH'nungsbehörde erster Instanz führt selbständig die ihr im Sinne des Artikels 23 der Verordnung anvertrauten GeMsie. I» den Sitzungen, au '.ötlchrn sich fcji Obmann (Stellvertreter) und Beisitzer beteilige«-, ent. scheiden die Wohl'^zbehörd«'» 8) bei ^tfonmung deS MietzinseS im Sinne de? «rlikels 9 1l. Hauplstück der Beiordnung; b) bei Verfügung mit Wohnungen im Sinne deS V. HaupIstückeS der Verordnung. Artikel 15. Die Besitzer beruft zu den Sitzungen der Obmann der Wohnungsbehörde und zwar einen au« den Hausbesitzern (Vermietern), de» anderen auS den Mietern (Ajtermiciern). Di« Beisitzer miiisen auf Anordnung deS Ob» mannes regelmaßi, zu den Sitzungen kommen und sich rechtzeitig rechiferitgel'. falls sie verhindert sind; in einem solchen Falle werde» sie durch Stellver- treter ersetz'. Wenn ein Beisitzer seine Abwesenheit nicht rechtfertig», darf ihm der Obmann eine jedesmalige Geldstrase von 200 K auserlegen; diese Strafe ist erequierbar. Artikel 16. Sitzungen der WohnungSbehörde beruft der Obmann (Stellvertreter) ein. In den Sitzungen wird nur über Anträge der Wohnungsbehörde beschlossen und zwar mit Majo-rität. Es stimmt immer auch der Vorsitzende, dessen Meinung de» AuSichlag gibt, fall« eine Stimmen-Mehrheit nicht erzielt werden soll,«. Ueber jede Sitzung ist ein Protokoll zu ver> fassen. auS welchen die Gründ« der Sitzungsbeschlüsfe wie auch di« Gründ« der Abstimmung jene« Mit-gliedls, welche« in der Minderheit geblieben ist oder sich der Abstimmung enthalten hat, ersichtlich sind. Die Entscheidungen werden im Name» der WohnungSbehörde erlassen, unterschrieben werden sie vom Obmanne oder seine» Stellvertreter. Ar«el 17. Die WohnungSbehörde erster Instanz schreitet in Angelegenheiten, zu welchen sie nach den Bestim. mungeu dieser Verordnung zuständig ist, gewöhnlich nur auf Verlange» einer Partei ein, sall« in der Verordnung selbst nichts anderes verfügt ist oder fall» nicht von Amtiwegen erwiesen wurde, daß der MietzinS über daS Maß hinan« erhöht wurde. Bei dem Verfahre» mit den Parteien muß die Wohnungsbehörd« ein« mündlich« Verhandlung an. ordnen und darnach strebe», daß die Streitfrage» soweit al« möglich einverständlich erledigt werden; vor allem muß sie den Grundsatz beobachten, daß die Parteien einvernommen werden, mit denen «in Pro-tokoll aufzunehmen ist. Wenn die Höh« de« Mietzinse« festgestellt wird, muß zur Verhandlung immer auch der HauSeigen. tümer und die betroffene Partei mit dem Bemerken vorgeladen werden, sie möge alle erforderlichen Be» weiSmittel sofort zur Verhandlung mitbringen, und mit der ausdrücklichen Angabe, daß die Verhandlung auch dann stattfinden wird, wenn die Partei der Ladung nicht nachkomme» würde. Die betroffenen Parteien habea der Borladung zur Verhandlung zu entsprechen; eS kann fie aber auch ein Bevollmächtigter vertreten, der in der Gachc hinlänglich unterrichtet und berechtigt ist, verbind-liche Erklärungen abzugeben. Die Parteien und Bevollmächtigten müssen alle verlangten Ausklärungen und Angaben machen, die sich mit der Wahrheil decken müsien. Die WohnungSbehörde daes vor der Entsch-i» düng alle erf»rd«rlichen Erhebungen pflegen, beson der« auch Sachverständige vorlade» und verhören.' Alle Behörden und alle Aemter müssen ans Verlange» der HZohniM^Sbehörde die erforderlich? Rechiöhilfe le stei«. Artikel 18. Entscheidungen der WohnunMehörden müssen der Partei regelmäßig zu eigenen Handen zugestellt werden und, falls dies nicht möglich wäre, zu Han» den eine« Mitbewohner«; sollte auch dies nicht möglich sein, wird die Entscheidung an der Eir. gangStür der Wohnung angeschlagen und schließlich an der behördlichen AmtStasel. Der anwesenden Partei kann die Entscheidung immer auch mündlich mitgeteilt werden. In diese» Falle erhält sie auch keine schriftliche Entscheidung. Der Verhandlungstermin ist nach Möglichkeit binnen längstens 14 Tagen von jenem Tage an, an welchem die Entscheidung der WohnungSbehörde an» gerufen wurde, festzusetzen. Artikel 19. Gegen, die Entscheidung der B!ohnung«behird» erster Instanz ist die Beschwerde an die Delegation für soziale Fürsorge in Ljudljana zulässig 1. bei Bestimmung des Mietzinse« im Sinne de« Artikels 5. 8 and 9 der Verordnung; 2. gegen eine abweiSlich: Enischeidung d«r WvhnungSoehörde im »nne d-S Artikel® 12 der Verordnung; 3. gegen die Bewilligung der WohnungSbehörde im Sinne des Artikels 14 Punkt b, 6 und 7 der Verordnung; # 4. bei Zuweisung im Sinne der Artikel 21». 22 und 23 der Verordnung; 5. im Falle der Artikel 24 und 25 der Ver. ordnung; . 6. gegen da« Strafausmaß im Sinne de» Artikels 30 der Verordnung; Die Beschwerde, welche mit Ausnahme de« Punktes 4 dieses Artikels, auflchietende Wirkung hat, muß der Wohnungsbehörde erster Znstanz binnen drei Tagen noch Zustellung der Entscheidung über- reicht werden. In den unter Punkt 4. und 1. dieses Artikel« erwähnten Fällen darf di« unzufri«d«n- Partei m obiger Frist ihre Einwendungen bei der Wohnung«, behörde erster Instanz einbringe», welche beucht«# ist. auf Grund begründeter Einwendung die Ent-scheidung abzuändern oder aber aufzuheben; sollte aber die WohnungSbehörde di« Einw«ndung«» srlbst nicht b«rücksichtige», so ist die Eingabe al« ordentliche Beschwerde zu betrachten. Die Wohnnng«dehörden müssen die Beschwerde, alten mit allen Ausklärungen. Bestätigungen, ärmlichen Feststellungen, den Protokollen mit den Parteien und SitzungSprotokvllen so belegen, daß e« möglich ist, die zur Entscheidnng der zweiten Instanz vorgelegte Angelegenheit ohne alle wertere» Erhebungen und nachträgliche Aufklärungen zu erledige»; auch müffen sie spätesten« binnen 14 Tagen »ach Eingang der Beschwerde die Akt«n d«r Delegation für soziale Fürsorge vorlegen. Unter einem muß die Wohnung«, behörde die in der Beschwerde beantragte» Beweise durchführen und die durchgeführten Beweise mit den Akten zusammen der Berufungsinstanz vorlegen. 3n unaufschiebbaren Fällen darf die WohnungSbehörde einstweilige Beschlüsse erlassen, solange die Entscheidung der zweiten Instanz nicht eingelangt ist. Artikel 20. Al« WohnungSbehörde zweiter Instanz fungiert die Delegation für soziale Fürsorge in Ljubliana^ nun;nur 57 £ U 11 e t »j f \ i u n ;j «eait 7 Bei der WohnungSbehörde zweiter Instanz entscheidet über alle Beschwerden gegen Entscheidungen der WohnungSbehörde erster Instanz im Sinne de» Artikels IS dieser VollzugSanweisnug ein defon-derer ständiger Wohnungssenat. Dieser besteht aus drei Mitgliedern, welche der Chef der Abteilung sür soziale Fürsorge auS den KonzeptSbeamten der De-legation oder auS den NonzeptSbeamten der Landes« Verwaltung überhaupt o^er aus den Richtern deS Stadtmagistrates, der Polizeidirektiou in Ljudljana ernennt. Die Mitglieder deS WohiiunzSfenaleZ werden auf ein Jahr ernannt und ihnen gleichzeitig Stell-Vertreter bestellt. Der WohnungSscnat erledigt die ihm anver« trauten Geschäfte selbständig un» unabhängig und entscheidet mit Stimmenmehrheit. Die WohnungSbehörde zweiter Instanz ent-scheidet endgültig; gegen ihre Entscheidung gibt eS kein Rechtsmittel. f Bor den Wohnungüfenat werden die Parteien nicht geladen, noch auch wird mit ihnen verhandelt, noch auch irgendwelche Beweise durchgeführt, eS da»f jedoch der Senat die erforderlichen Verfügungen durch die WohnungSbehörde erster Instanz im Sinne der Beschwerde treffen. Artikel 21. Die WohnungSbehörde» sind ermächtigt, die zwangsweise Duichsührung ihrer Entscheidungen und Verfügungen zu veranlassen. Dem staatlichen Wohnungsamt- in Ljudljana beziv. Maribor muß die Verwaltung«- oder Polizeibehörde erster Instanz die notwendige Gendarmerie- oder Polizeiassistenz zur Verfügung stellen. Artikel 22. Die Gebühr von 20°/, im Sinne deS Artikels 31 der Berordnung muß gegen Bestätigung bezahlt werden, bevor die Entscheidung cilassen wird; die Bezahlung der Gebühr wird im Protokolle vermerkt. Bei Bemessung der LO^igen Gebühr dient als Grundlage die Höhe des vom Hauseigentümer ver-langten Mietzinses, bei Zuweisungen aber der Miet-ziuS, welcher im ZnweisungSbeschlusfe genannt wird; im ersteren Falle zahlt die Gebühr der Hauseigentümer, im zweiten Falle der Uebernehmer. Di« Wohnungsbehörden erster Instanz müssen der Abteilung für soziale Fürsorge in Ljubljana vierteljährlich den AnSwciS über de» Geldverkehr mit den Gebühren vorlegen. Artikel 23. Die WohnungSbehördc darf nach Bedarf die zwangsweise Uebersicdlung in das Innere ihres Gebietes oder einer Gemeinde anordnen b:i Personen, die in Wohnungen wohnen, deren Zimmerzahl mit dem geringsten WohnunzSumfange, der im Artikel 8 dieser VollzugSanweisung genannt ist, nicht in Ueber« «instimmung ist; der Umstand, daß eine Zahl von Zimmern der bisherigen Wohnung, die daS zulässige Maß überstieg, in Aftermiete gegeben wurde, ist nur in berücksichtigungSwürdigen Fällen und bei Personen zu beachten, deren Existenzbedingungen in« folge der zwangsweisen Uebersiedlung beträchtlich bedroht wer»en; ansonsten aber ist den genannten Personen eine entsprechend« kleinere Wohnung zuzuweisen. Parteien, die in den Bereich der Wohnung»-behörde neu einzusiedeln oder aber in daS Innere deS WohnungSbezirkeS zu übersiedeln wünschen, müssen dies wenigstens einen Monat früher der zu-ständigen WohnungSbehörde melden. Ohn« ausdrück-liche Zustimmung der WohnungSbehörde darf keine Parte» neu zusiedeln oder übersiedeln noch auch eine Wohnung beziehen. Ljubljana, den G. Juli 192 l. Landesregierung für Slowenien. Delegation für soziale Fürsorge: Der Kommissär: Ribnikar «. h. 41) ('Nachdruck verboten.) Der Australier. Roman von Hedwig ^onrths-A'lahler. In einer unbeschreiblichen Stimmung war Dagmar auf ihr Zimmer geflohen, nachdem sie sich von Ralf getrennt hatte. Sie schloß die beiden Türen ab und fiel kraftlos auf den Divan, daS Gesicht in den Händen vergraben. Weinen konnte sie nicht. Ihr« Augen brannten und ihr Atcm rang sich schwer und mühsam auS der Brust. Die Kund« von Koiffs Verlobung hatte alleS wieder in ihrer Seele wachgcrüttell, was sie mit eiserner Seldstbeherrschuug niedergekampst hatte. Ein wahnsinniger Schmerz todte in ihrer Brust. Jetzt hatte sie erst voll und ganz erkannt, wie wenig sie ihm gegolten haben mußte. Seine schnelle Verlobung, nachdem er sich in so demütigender Weise von ihr losgesagt hatte, war ein Schlag ins Gesicht für sie. DaS hätte er ihr nicht antun dürfen! Warum löschte feine Handlungsweise nicht atleS in feinem Herzen auS, was sie für ihn gefühlt? WaS mußte er ihr noch antun, damit sie sein B'.ld an« ihrem Herzen reißen konnte? Sie schämte sich bis zur Ver-zweiflung, daß sie noch immer lieben mußte, wo sie nur verachten dürfte. War es wirklich noch Liebe, was si« empfand, was wie ätzendes Gift in ihrer Seele brannte? Oder war eS nur noch die Wunde, die er ihr geschlagen hatte, die so unsagbar schmerzte? Wann würde diese Wunde heilen'/ Sie wußte sich diese Fragen nicht zu beant-Worten, wühle nur, daß sie namenlos litt unter der ihr zugefügten Schmach, die ihre stolze Seele de« mütigte, wie sie noch nie gedemütigt worden war. Lange lag sie so, eine Beute quälendster Emp-findungen, bis Lotte au ihre Tür ktopste. „Dagmar — bist du hier? Warum hast du dich eingeschlossen? Bitte, mach doch auf." rief diese. Dagmar erhob sich mit schweren Gliedern und ging zur Tür. um zu öffnen. Lotte trat eiu uud erschrak, als sie die Schwester erblickte. „Mein Gott. Dagmar, wie siehst du aus ? Bist du trank?" fragte sie und umfaßte besorgt die Schwester. »Ich habe nur ein starke« Kopsweh, Lotte. Es ist ja kein Wunder nach all den Aufregungen. Ich wollte schlafen und schloß mich deShali ein. Aver e« ging nicht," erwiderte Dagmar, sich zur Ruhe zwingend. Lotte streichelte die Schwester. „Arme Dagmar! Ich weiß, du leidest unter all dem viel mehr als Mama und ich. Wir können unseren Schmerzen Luft machen, aber du trägst alle»' still und gefaßt. Da frißt das Leid nach innen." „Sieh es nur nicht schlimmer an, als es ist, meine kleine Lotte." Lotte seufzte. »Ach. ich weiß sehr wohl wie es dich nieder-drückt, daß Papa dein Ä l> mit verbraucht hat. Wie er eS von dir annehmen konnte, ist mir un-verständlich. Da« durfte er nicht tun. Schlimm genug ist es schon, daß cr Mama« Vermögen mit verbrauchte. Da« deine muß?« ihm aber naautastbar sein." Dagmar strich üker LoltcS blonde« Haar. „Mache dir doch darüber kein« Kopfschmerzen. Die hunderttausend Mark härten uns auch nicht glücklich machen können." „Aber sie httten dich vor schlimmen Sorgen bewahrt und du hälfst nicht eine abhängige Stellung annehmen müssen. Ich bin eben zu dir gekommen, nm mit dir zu beraten, ob es nicht doch besser ist. wenn auch Ich eine Stellung für mich suche. Sieh mal, die zweitausend Mark Zinsen, die wir jetzt im Jahre zu »«zehren haben, reichen doch nicht einma für Mama. Wenn wir in Schönau wohnen bleiben könnten, dann möchte es wohl fein. Aber rechne dir doch aus. Die kleinste Wohnung in der Stadt kostet doch mindestens fünfhundert Mark — ja — ich habe mich schon danach erkundigt. Dafür gibt es nur drei winzige Zimmerchen nnd eine noch winzigere Küche. Blieben also noch fünfzehnhundert Mark im Jahr. DaS geht ja nicht, Dagmar, da« geht ganz gewiß nicht! Herr Jansen hat un« ja gottlob für die ersten Wochen die Sorgen abgeuom-wen, weil er uns erlaubte, zu bleiben, bis wir Wohnung gesunden haben. Ich glaube, er würde uus gern noch läng« wohnen lassen, wenn wir ihn bitten würden. Aber da« kann man doch nicht." „Rein, Lotte, daS kann man gewiß nicht. Man darf e« auch nicht annehmen, wenn er es anbietet. Er hat es übrigens schon getan, — in so zarter Weise. ES sei doch gleich, ob da» Haus leer stehe oder nicht, meinte er." Uederrascht sah Lotte auf. „DaS hat er dir angeboten?" fragte sie atemlos. „Ja." „Und du?" „Ich habe ihm selbstverständlich gesagt, daß wir das keinesfalls annehmen können." Lotte nmarmte die Schwester. „Du hast jr recht, Dagmar, man kann e« nicht annehmen. Aber es ist schrecklich schade. Weißt du, Dagmar, sage Mama lieber nicht, daß er dir daS angeboten hat, sie ist vielleicht nicht stark genug, es abzulehnen. Ich könnte auch weinen, daß wir es tun müssen. Mein liebes SHinau! Ich glaube, ich gräme mich zu Tode, wenn ich erst nicht wehr hier sein kann." Dagmar zog die Schwester fester >n sich. (Fortsetzung folgt.) Kompagnon gesucht für den Bau einer elektrischen Licht- und Kraft-Zentrale mit einem Kapital Ton 1 Million Kronen. Guter Verdienst. Anträge unter .Elektrotechnik 192" an die Verwaltung des Blattes. Grosses Holzindustrie-Unternehmen in Bosnien sucht; 3 bis 5 in allen Waldarbeiten bewanderte Partieführer mit 200 bis 300 guten, geschulten Waldarbeitern für Zappinenarbeiten. Offerte nebst Zeugnissabschriften und Gehaltsansprücheu sind an die Ver-waltung dieses Blattes unter .Partieführer 27184* zu senden. Ledige Bewerber haben den Verzug. » • • • Gasscnseitiges t • • • separiertes Zimmer möbliert oder unmöbliert, für dauernd zu mieten gesucht. Anträge an die Verwaltung der Blattes. 171(5 Wegen Uebepsiedlung ist eine Schuhmacher Einrichtung zu verkaufen. 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