Laibacher Zeitung. N KKK Hamftag am «<>. Inli «8K« _, ., „ , ^ ,, « -^ ^ ,,.,'l "l,!>n,as,»le drr S>,,!in< u»d Fcicrt.iqc, täqlich, unv soilrt m,»,nt dn, Vlilaqen iin Co», vtoir qanljäbrig ll sl.. halbjährig 5 si. 3ft fr, mit Dle LaibachcrIclOlnq ""^s"'^' ''...^s,^« 12 st l>a , b jä hriq il si. ^iir dic I>i^ll>mq in'ö Hans ,md hall'jähriq W s', '»el.r ;>l cxtnchtcn. Mit dcr Poss Porto. Krcu^'a»d »n '^""Pton ss ^ ^^ ,^^^ ^^ ^. ^^ ,,^l',ähriq 7 fl. W lr, - I» scrati on sqkl'ü l» r s,,r cine 3l'a!t.u' "^'Vs !^'^<,"'f ln zw.i»,a!iqe ^ fr., für drmmiliqc 5 kr. C. M. Im'erate bis ,2 .^silc» softs» ! ss. s»r 3 Vial. 50 sr. s»r 2 Mal ,,„d 4N sr. für t Mal ,i»z»schalt.'n. 3u dlcsc» Gobichr'n ist "äch dc>„ „piomsurischcu Geschc Uom l) siir I»ftrtio,n'stm»pcl" »och !0 sr. sur rinc jcd^maligc 'ziüschattung hi»;» zu rcchiicn. Amtlicher Theil. ^Ve. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 24. Juni d. I., das an der chirurgischen Lehranstalt in Innsbruck erledigte Lehramt der speciellen medicinischen Pathologie und Therapie und der medicinischen Clinik dem dasigen Professor der theoretischen Medicin, Dr. Jacob Kubik, aller-gnädigst zu verleihen geruht. Se- k- k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 21. Juni d. I., die erledigte Stelle eines Professors der Perspective an der Academic der schönen Künste zu Mailand, dem ordentlichen acadc-mischen Nathe derselben, Luigi Visi, allcrgnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Korrespondenzen. Trieft, 8. Juli. — ^ — Laut Nachrichten aus Roveredo wurde Se. Ercelleuz der FM. Graf Nadetzky am ?. d. in Niva am Gardasee erwartet, um der ersten Fahrt des k. k. Eisendampfers „Baron Heß" beizuwohnen, welche heute um 8 Uhr Früh Statt finden sollte. Der Dampfer hat 120 Pferdekraft. — Da ich eben von Dampfern spreche, glaube ich Ihnen dic wichtige Nachricht mittheilen zn müssen, daß es auf Ersuchen des k. k. Generalconsuls von Smyrna, dem k. k. Internuntius von Constantinopel gelnngen ist, bei der hohen Pforte und beim türkischen obersten Sanitäts-rath für die Dampfschiffe aller Nationen jene Erleichterung der Sanitätsmaßregeln in den türkischen Häfen zu erwirken, welche seit einiger Zeit dnrch Znsprache des französischen Gesandten den Dampfboten der M<>8-«aF«>i'<>« ^lUionlil«« eingeräumt worden waren. Auf diese Weise werden also auch die Dampfer des österr. Lloyd von den Plackereien befreit werden, welchen sie in den lcvantinischen Scalrn durch die verschärften türkischen Sanitätsmaßregeln ausgesetzt waren. Von nun an wird bei Ermauglnng eines besonderen Verdachtgrundes die auf dem Schiffsmanifeste angegebene Anzahl der am Bord befindlichen Personen auf das Wort des Capitäns hin als die richtige angenommen werden, selbst wenn die Angabe auf dem Gesundheitspatente uicht damit übereinstimmen sollte, wodurch das Abzählen der Reisenden uud andere Secatnren, s'ber welche sich die Dampfschiffe mit Recht beschwerten, abfalle^ Diese Erwirkung soll dem k. k- Internuntnw große Muhe gekostet haben, denn erst nach hartnäckigen und langen Debatten im obersten Sanitätsconseil wurde d.eier für alle Reisende des Orients wohlthätige Beschluß gefaßt. - Dieser Tage ist die Herzogin von Modena m Venedig angelangt und wurde vorgestern bei der Herzogin von Berry zu einer glänzend veranstalteten Tafel eingeladen, zu welcher ^2 Persouen worunter der nene Patriarch, beigezogen wnrden. Mehrere Fallimente fanden dieser Tage i» der vene? tiauischeu Provinz, uud besouders in Venedig sei^ Statt, und schon sagt man mir heute, daß jenen auch andere Fallimente folgen werden, worunter eines von 260.000 Lire als unvermeidlich gehalten wird. I„ vielen Bezirken der Provinzen Verona. Vicenza. ^adua und nächst Riva am Gardasee ist auch hener "'s Traubenkrankheit ausgebrocheu. Vor einem Jahre hatte sich die Krankheit erst im Herbst ausgedehut, während sie sich heuer schon im Mai zu zeigen anfing. Die Verbreitung zeigt sich auf verschiedene Arten. In einigen Weingärten wird während einer einzigen Nacht eine ganze Reihe von Weinreben von der Krankheit befallen, an andern Stellen bleibt die Krankheit anf einer oder zwei Neben, ohne sich zn verbreiten und die anstoßenden Pflanzen anznstecken. Heuer sind die Hügel mehr als die Ebene der Ansteckung ausgesetzt, die vor einem Jahre verschont blieben. Die Hitze trägt viel zur Verbreitnng des Schwammes (Oülimn linluri) bei. Zuerst brach diese Krankheit m Frankreich aus, dann verbreitete sie sich nach Piemont, in die Lombardie nnd endlich in das Venetianische. Leider müssen wlr auch befürchten, daß unsere Provinz angesteckt werden könnte. Agram, 7. Juli. — ^. — Der Ban hat sich bereits nach Ofen, einem Rufe zur Euthüllung des Hentzi-Monumentes folgeud, begeben uud wird sich daselbst längere Zeit aufhalten. Es steht nicht zu erwarten, daß die organisatorischen Arbeiten für Croatien früher erledigt werden, im Gegentheile schiebt sie das allgemeine Gerücht noch in weitere Zuknnft hinans. Jedenfalls wird Se. Maj. der Kaiser bei seiner Ankunft sich am besten von unseren Zuständen uud Bedürfnissen zn überzengen Gelegenheit haben. Die Reform des Instiz-wesens steht in erster Linie, nnd es dürfte sehr an der Zeit sein, daß dem Fiscalwesen ein Ziel oder wenigstens Schranken gesetzt werden. — In Slavonien hat kürzlich ein sicherer Peil- einen gewesenen Soldaten auf Anstiften des Weibes desselben erschossen. — Anch Wölfe beginnen sich sehen zn lassen, und zwar sogar in Agram's uumittelbarster Nähe!!! Im Sommer noch dazn. Auf der Abdeckerei sind mehrere solcher ungebetenen Gäste erschienen, um die daselbst verscharrten todten Hunde aufzugraben, da sie der Geruch des Aases dahin gezogen hatte, ^ie Knechte erschossen zwei dieser Thiere und hente wurde das dritte, eine trächtige Wölfin, in einem Wagen nach dem Co-mitatshanse gebracht. Wenn schon im Hochsommer sich so viele wilde Thiere zeigen, wie soll es erst im Winter werden? — III Finme dauern die Sprachstremgkeiten anhaltend fort. Ich habe mir darüber sonderbare Dinge erzählen lassen. Jedenfalls resnltirt aus Allem, daß beide Parteien das Ziel überschießen. Im Rechte ist die croatische Partei und wie aus den amtlichen Belegen erhellt, so sind anch in der Schule die Zög-liuge, welche illyrisch sprechen, in der Majorität. Sie verhalten sich zu der rein italienischen wie 4l>0—-K00 zu A!>. In den höheren Classen wird jedenfalls auch italienisch gelehrt werden. Der Schnlrach und VolkS-schnlen-Aufseher für Croatien und Slavonien, Herr Stephan Iliaäevio, hat die Zustände der Schulen und die Sprachfrage in Finme, wo er über 14 Tage weilte, sehr gründlich keuuen lernen. Herr Iliaäevi« ist ein ungemein thätiger, einnehmender und sehr geistvoller Mann, von dessen Wirken wir unS des Besten versehen können. Er wird sich dieser Tage nach Wa-rasdin, Kopreinift und Krenz begeben. — Für die flüchtigen Bosnier sind bis jent an 800 fl. eingegangen. ........Die Reguliruug der Stadt schreitet rüstig vorwärts. Man wird Se. Majestät sehr glänzend empfangen nnd rechnet auf dessen Ankunft im September. Das Theater-Comity will dann für einige Vorstellungen eine Operngesellschaft ans Fiume enga-giren. Für die nächste Saison soll der Director Herr Scalar, die meisten Chancen haben. Wir werden uns somit bloß auf italienische Vorstellungen beschränken »nüssen. Florenz, !>. I"l>. — ^ — DaS so lange erwartete Gesetz über den öffentlichen Unterricht ist endlich heute erschienen. Es besteht aus 11 Artikeln oder 84 Paragraphen. Bis jetzt hatten wir keine bestimmten Normen, welche den öffentlichen und Privatunterricht geregelt hätten, sondern man richtete sich nur nach alten Gebräuchen und nach einzelnen Bestimmungen, welche zu verschiedenen Zeiten von der Negierung veröffentlichet worden waren. Ein Gesetzvorschlag war zwar schon am 28. November 1846 zu diesem Behufe redigirt wor-deu, welches vom Staatsrathe lange geprüft wurde, bis im Jahre 1848 die Revolution auf die Gesetzvorschläge einen dichten Schleier geworfen hatte, damit es dann wieder zur Zeit des Friedens und der Ruhe vom Staatsrath geprüft werden könnte. Als Grundprincip des Unterrichtes wird die Moral und die Religion betrachtet. Alle öffentlichen Schulen hängen von der monarchischen Gewalt vermittelst des Unterrichtsministeriums ab. Die Bischöfe haben daS Recht und die Pflicht, die Aufsicht über deu Religionsunterricht in ihren Diöcesen zu führen. In allen öffentlichen Schnleu wird die Methode, so viel als möglich, gleichförmig sein. Der Privatunterricht «st ftei, jedoch unter Aufsicht der Regiernug und der Bischöfe. Der Untenicht der untern Schulen wird nnentgeltlich, jener der obern Schnlen aber gegen ein mäßiges Schulgeld ertheilt. In der Normalschule vou Pisa wird Unterricht in der Methodik und Er» ziehungskunde ertheilt, um dem Grostherzogthume ein tüchtiges Lehrpersonale zu verschaffen. Die Schulgesetze werden vom Unterrichtsministerium genehmigt, so anch die Schulbücher, mit Ausnahme der Neligions-bücher, welche von den Bischöfen bestimmt werden. Im zweiten Capitel werden die Attributionen der öffentlichen und der Privatschnlen angegeben; im dritten wird über die Elementarschulen und von den technischen, im vierten über die Gymnasien und Lyceen, im fünften über die Prüfungen, im 6., 7. «lud 8. über die Schulvorsteher, im 0. über die Taren uud Schulgelder, im 10. über Privatschulen und im 11. über transitorische Bestimmungen gesprochen. Oesterreich Wien, 7. Juli. In Folge Entschließung Sr. Majestät des Kaisers ist für die Mannschaft des neu errichteten Flottillencorps folgende Invalidengebühr bemessen: Cadetten monatlich 12 ss. 3tt kr., Küsten-pilotten und Heizer täglich 20 kr., Feldwebel 10, Corporal und Büchsenmacher 6, Gefreiter ll, Gemeiner, Zimmermann, Offiziersdieuer nnd Tambour täglich 4 kr. C. M. — Se. Majestät trifft heute in der k. ungarischen Bergstadt Schemnitz ein, und wird daselbst nach erfolgter Besichtigung der Bergwerke über Nacht verweilen. Morgen (Donnerstag) geht die a.h.Neise über Sklens, Heiligenkreuz nach der Bergstadt Kremnitz. — Wie man vernimmt, l'ttraf die Conferenz, zu welcher Se. Ercellenz der Herr Minister v. Baum-gartner an das kaiserliche Hoflager nach Pesth berufen wurde, hauptsächlich das Departement des Handels und in Betreff einer Beschlußfassung in der Zollver-eiusfrage. Vou diesen Beschlüssen war es abhängig, 660 rb eine Fortsetzung der Tarmstädter Conserenzen veranlaßt werden soll. Wie von mehreren Seiten verlalltet, wird Oesterreich die Theilnehmer der Darm-stadter Couferenzeu zur Berathung über weitere Vorlagen in kurzer Frist nach Wien einladen. ^- Die österreichischen Staatsobligationen sowie die Eisenbahnactien ziehen die Aufmerksamkeit aus-landischer Geldmänner, namentlich jener in London, neuester Zeit in beneidenswerthem Grade auf sich, und es treffen fortwährend Kaufsaufträge hier ein. Es bewahrt sich somit, daß Se. Majestät der Kaiser durch die Resultate seiner Reise in Ungarn der beste Finanzier für die österreichische Monarchie geworden ist. Die Geldkrafte Europa's scheinen nur auf dieses Resultat gewartet zu haben. Man hielt bis jeltt Ungarn für den wunden Fleck in Oesterreich, ist aber darüber auf dem schönsten Wege enttäuscht wordeu. — Dem neuen Strafgesepbuche wird in Kurzem die Kundmachung des verbesserte» Militärstraf-geseybuches folgen, da der Entwurf desselbeu iuso-ferne vollendet ist, als die Revisionen beginnen können. Das umfangreiche Elaborat ist ein Werk des Hrn. Miulsterialrathes v. Bergmayer. — Das Unterrichtsministerium hat den Wuusch ausgesprochen, daß die Lehrer in den Volksschulen bei den bivorstehenden Prüfungen in ihren Nachbar-schuleu gegenseitig nach Thunlichkeit beiwohnen, um dadurch Erfahrungen zu sammeln, deren Anwendung in den eigenen Schulen von gutem Erfolge begleitet sein wird. — Im Lanfe der dießjährigen Ferienmonate wird hier eine Conferenz von Gymnasiallehrern aus den Gymnasien der Kronläuder Statt finden. — Das k. k. Universitätsgebäude bleibt auch im kommenden Schuljahre noch als Caserne in Verwendung, und es werden die Uuiversitatsvorträge wie bisher an den verschiedenen, seit dem Jahre 1848 dazu bestimmten Orten abgehalten. Die Berathungen über das neue Feldpolizeige-sel), welche auf Grund der von den competenten BeHorden eingegangenen Gutächten gehalten wurden, siud dem Vernehmen nach beendet, und es ist die Erledi-guug auch dieses GeseßeS bevorstehend. — Der zu London erscheinende „Globe" vom 30. Inni d. I. hat die Nachricht erhalten, daß Oesterreich ein neues lombardisches Auleiheu im Betrage von vier Millionen Pfund daselbst aufzunehmen beabsichtigt. Hierüber bemerkt die „Ocsterr. Korrespondenz" : „Wir glauben, das; diese Nachricht erdichtet ist, und daß keine solche Absicht besteht." — Anfangs Juli war die zweite Rate des in Frankfurt contrahirten österreichischen Aulehens fallig. Die Einzahlung wurde von den Subscribenten pünct-lich geleistet. In Loudou verfallt die zweite Rate Anfangs August. — Die Zahl der heuer vorgekommenen Schiffs-feuer auf offener See konnte nicht verfehlen, die Aufmerksamkeit der Regierung auf sich zu ziehen. Mau scheint darüber ciuig, daß eiu großer Theil der Feuersbrünste am Borde durch uuvorsichtigeu Gebrauch der Züudhölzcheu eutstaudeu ist, und es dürfte, Oesterreich anbelangend, nächstens eine Verfügung erfolgen, die diesem Uebelstande steuert. — Die Laudesregierung von Tripolis hat für die in den Hafen von Tripolis und Bengasi eiulau-fenden österreichischen Schiffe die Hafeugebühr auf l00 Para, und die Aukergebühr auf 6 Piaster herabgesetzt. Diese Gebühreu sind verhältnißmüßig so gering, dasi sie die Schifffahrt weseutlich begüustigen. — Der kürzlich erfolgten Kundmachung der zwischen Oesterreich und Baiern geschlosseneu Donauschifffahrtverträge wird demnächst die Publication des österreichischen uud russische» Douaudampfschifffahrt-vertrageS folgen, welcher im verflossenen Jahre zu Ende giug, auf die Dauer eines Jahres verläugert und jetzt auf neue Grundlagen abgeschlossen wurde. — Aus Pestl) schreibt man, daß das Zuströmen von Fremden daselbst in deu letzten Tagen so groß ist, daß Gasthofe uud Privatwohuungen selbst in den entferntesten Stadttheilen überfüllt siud. Aus allen Gegenden der Monarchie und aus deu meisten aus-wänigeu Staaten sind Gäste deS Militär- uud Ci-vilstaudes augekommen, um an der großartigen Feier der Enthüllung des Henhi» Monumentes Theil zu nehmen, die nach Rückkehr Sr. Majestät aus den Bergstädten Sonntag am 11. dieses Monats erfolgen wird. — Die außerordentlichen Auslagen der Gemeinde von Venedlg für die Emquartirung der dort durch-marschirendeu Truppen werden seit dem Jahre 18.!0 auf 550.000 Zwanziger jährlich berechuet. Außerdem muß das dortige Municipium mehrere Beamceu uu-terhalten, die sich bloß mit dieser Emquartiruug beschäftigen. Die Commuualbehörde hat sich nnn an den Feldmarschall mit der Bitte gewendet, daß die ihr für die Officierswohuungen zu leisteude Entschädigung vergrößert werde. Für den Fall, daß diese Bitte nicht erfüllt werdeu sollte, würde sie einige uu-bewohnte Paläste ankaufen, und zu Caserueu für die durchmarschlreudeu Soldateu eiurichteu lassen. — Die Directiou für die öffeutliche Orduuug iu Venedig machte vor eiuigeu Tagen in einer Kundmachuug auf die Befugnisse des ueu errichteten Polizeiwachcorps aufmerksam. Die eiuer Polizeiwache zugefügte Beleidigung wird eben so geahndet, wie wenn sie eine Schildwache beträfe. Bei einer thätlichen Widersetzlichkeit ist die Polizeiwache berechtigt, »on ihrer Feuerwaffe Gebrauch zu machen. Unter den niedern Schichten der peuetiauischeu Bevölkerung scheint man sich dieser strengen Verordnung nicht fü> gen zu wolleu. Im Lauft dieser Woche fauden deßhalb mehrere Verhaftungen, hauptsächlich uuter deu Gassenbettlern Statt, deren es in Venedig wenigstens 2000 gibt. — Mit dem 1.!. d. M. soll die neue Civil-Polizeiwache, die an einer Messingplatte mit dem kaiserl. Adler und der Inschrift „s)ll!in<: >nil>Iilx>" kenntlich ist, in Venedig, Verona und Mailand iu Wirksamkeit treten. Derselben wird es nicht zustehen, Verhaftungen vorzuuehmen, souderu sie soll bloß der bewaffneten Polizeiwache aus ihr Verlaugeu behilf-lich sein. — Aus Nieder-Einsiede! (an der böhmischsächsischen Gränze) meldet die „Gemeindezeituug" folgeuden Vorfall: Am'17. Juni kameu 3 Kiuder über die sächsische Gränze herüber, deren äußere Er-scheiuuug schon die Armuth verrieth, und jedes derselben trug einen Laib Brot, das sie iu Sachseu einkauften, da man dort das Brot bedeutend billiger erhält. Bei der Station Wölnsdorf wurdeu die Kmder von einem Gränzaufseher angehalten, und in's Zollamt geführt, um da die Strafe zu erlegen. Der Einnehmer wollte um dieser Kleinigkeit wegen keine Verhandlung eröffnen; der Fiuanzwachmann bestand jedoch darauf. Der Eiuuehmer mußte hierauf uach seiueu Weisuugeu vorgehe,', und die Kiuder sollteu 42 kr. Strafe bezahlen. Die armen Kinder fingen au zu heulen. Ihr Iamergeschrei machte zwei Soldateu, die deu Geometers, welche hier die Gränze ve-rmesscn, beigegeben siud, aufmerksam, uud der Eine derselbeu, Namens Johann Froncky (aus Rauduitz), ging hinein uud fragte, was die Kinder zu bezahlen hätten. Man sagt ihm: 42 kr. Er zog hierauf sein Brleftäschcheu hervor uud bezahlte, jedoch mit der Aeußeruug gegen den Aufseher: „Sie sollten sich schäme», (anspielend auf deu Apprehendenten - Antheil pr. 3i> kr.), ich habe nicht so viel als Sie". Der brave Soldat, offenbar uukuudig der bestehenden Zoll-uud GränzbewachungS-Vorschriften, memte ganz naiv: „Unser guter Kaiser wolle gewiß nicht, daß arme Leute so gedrückt würden!" — Diese edle Handlung eiueS sogeuauuteu „Gem ei ueu" dürfte auch iu weitern Kreisen denselben wohlthnenden Eindruck machen, deu er bel den Bewohnern Nieder-Emsiedels hervorbrachte. — Die Tabakernte in der Havauuah verspricht heuer eben so, wie im vorigeu Jahr, eiuen reichlichen Ertrag. Dieser Umstand dürfte die Verwohlfeiluug der Havaunah-Cigarren im Aerarialverschleiße zur Folge haben. Wie man vernimmt, hat das Ministerium diesem Gegenstande bereits Aufmerksamkeit geschenkt. — Die von dem belgische« Thierarzt L. Wil-lems seit Kurzem erst durch eiu bislaug uoch uube-kanntes Verfahren in Anweuduug gebrachte Vaccine der epizootischen Luugeuseuche bewährt sich, laut au-chemischen Melduugeu aus Brüssel, immer mehr uud mehr. Die innerhalb der letzten Monate dortlands lm Grosieu bewerkstelligten Impfungsversnche haben die vortheilhaftesteu Ergebuisse zur Folge gebabt, und die Wirksamkeit der Vacciue bei dieser Thierseuche herausgestellt. Seit dem 22. Mai l. I. si„d zu Has-stlt gegen 700 Riuder geimpft worden, und alle-sammt dadurch von der Lungeuseuche verschont geblieben, nüd in gedachter Stadt kein weiterer Fall mehr vorgekommen. Wie mau bemerkeu will, soll sogar bei deu geimpften Thieren die Mästuug besser von statten gehen, als bei andern. Deutschland. Berlin, «. Juli. Se. Maj. der König sind hier eingetroffen. Die Kaiserin von Rußland, iu Begleitung des Prinzen und der Prinzessin von Preußen, trifft heute ebenfalls hier eiu. Die Kaiserin verweilte gesteru am Hofe zu Hauuover. Minister« Präsident vou Maitteuffel uud der Haudelsminister von der Heydt sind wieder anwesend, uud somit das Cabinet vollständig. Der Antrag auf Vertaguug der Bundesversammlung, auf Eintreten vou Ferien, wie sie früher in jedem Jahre üblich wareu, möchte in 14 Tagen in Frankfurt, also iu der von jetzt gerechneten dritten Sitzuug des Bundestags vorkommen. München, 20. Juni. Der Prinz-Präsident von Frankreich hat dem baier'schen Generalmajor uud Commandanten der Feste Rosenberg, Ludwig vou Madrour, eine mit Brillanten besetzte Tabatiere im Werth von 6000 Fr. als Geschenk dankbarer Erinnerung übersenden lassen. Herr von Madronr hat sich des jugendlichen Prinzen während dessen Aufent» Halts zu Augsburg (!«,7-.2tt) herzlich angenommen u„d seiue Ausbildung mit bewirken helfen; auch begleitete derselbe in den Jahren 1822 uud 1823 die Großmutter des Prinz - Präsideuten , Frau Lätitia Bonaparte, ron Augsburg nach Rom. Frankfurt «,. M,, 1. Inli. Die Sitzung der Bundesversammlung, welche auf gesteru anberaumt war, wurde wieder abgesagt uud auf morgen ausgesetzt. Es wurde gestern eine AuSschußsitzung gehalten. In der letzteren Zeit hatten sehr häufige Be-rathuugcu der verschiedenen Ausschüsse Statt, um mehrere wichtige Angelegenheiten, die ihnen zur Berichterstattung überwiesen sind, zu prüfen. Der Bundesversammlung ist die Eidesurkunde übergeben worden, welche der Gouverneur der Bundesfestung Luxemburg, der preußische General-Lieutenant von Wedelt, für die Beobachtung der ihm dem Vuude gegenüber obliegenden Pflichten ausgefertigt hat. <5assel, 1. Juli. Von dem hochw. Hrn. Vi> schof von Fulda ist am gestrigen Tage dem Ministerium des Iunern amtlich die Weigerung zugegan-geu. auf dem Landtage zu erscheiueu. Inzwischeu glaubt mau doch nicht alle Hoffnung aufgeben zu müssen, Se. bischöfliche Gnaden ihren Sip iu der Kammer eiunehmeu zu seheu. Diese Hoffnung grüu-det sich häuptsächlich auf den Umstand, daß die Negierung von einer Beeidigung auf die Verfassung, als einem provisorische», der stäudischeu Berathung uoch zu unterziehenden Geseye, Abstand geuommsll hat, mithin der Hauptgruud, auf welchen der hoch-würdigste Hr. Bischof in seiner au das Ministerium gerichteten Mittheilung seiue Ablehnung stützte, zum Wegfall gekommeu ist. — Ueber deu Bau des Cölner Doms erhellt aus einer amtlichen Erklärung, daß Allee» vorbereitet ist, nln im küuftigen Jahre die Umfassungsmauern des Gebäudes zu volleudeu, uud im Jahre 18!i4 das Dach über dem Laug- uud Querschiffe zu errichte». Hierdurch wird der Dom, hoch über die Stadt sich erhebend, seiueu bisherige» ruiuenartigen Anblick verlieren, uud in die welte Ferne hin Kunde geben von seiuer nahe bevorstehenden gänzlichen Vollenduug. Der Cöluer Central-Dombau-Verein hat bis einschließlich des Jahres 18tt1 30!1.00tt Thlr. 21 Sgr-eingenommen, uugerechnet die königlichen Zuschüsse aus der Staatscasse, den Beitrag Sr. k- Hoh. des Priuzen von Preuße» zur Ausschmückung des Südpol tals an 10.000 Thlr., die Beiträge deS Berliuer Vereius an 28.700 Thlr., des baier'schen an 72.iiH Thlr. uud deS Frankfurttran 49« Thlr. 12'^ Sg^ endlich die Erträge der amtlichen Dombaucollecte, der Cathedralsteuer uud soustigeu, direct der Don^ OiN baubehörde zugehenden Geldsendungen. Allsgegeben wurden 274.000 Thlr.; außerdem noch zur Erneuerung de: Wandgemälde im hohen Chor 9900 Thlr., zum Ankaufe eincs Hauses am Dome 3000 Thlr.; an Verwaltungskosten 8000 Thlr.; an außerordentlichen Ausgaben für Vereins-Gedeukzeichen, Festlich-lichkeiten :c. gegen 4000 Thl. Frankreich. Paris, 3. Juli. Das Ereigniß des Tages bleibt noch immer das Complott in der Straße Reine-Blanche. Das Nesum«; der verschiedenen Berichte stellt Folgendes heraus: „Seit eiuiger Zeit hatte der Polizei-Präfect in Erfahrung gebracht, daß mehrere durch ihre politischen Anteccdeutieu und eral-tirtt Meiuungen bekannte Individuen eine geheime Gesellschaft organisiren, deren Zweck war, ein Attentat auf das Leben des Präsidenten der Republik hervorzurufen und die gegenwärtige Negierung umzustürzen. Da ihm bekannt geworden, daß man seit rmi-geil Tagen die Verfertigung der bereits gestern beschriebenen Maschinen ganz besonders beschleunigte, und daß man vorgestern ganz besonders zahlreich zu dieser Arbeit versammelt sein würde, hat der Polizei-Präfect seine Anstalten darnach getroffen, und zwei Polizeicommissäre verfügten sich an der Spitze zahlreicher Agenten ^in die Straße Neine-VIanche, um daS Haus zu cerniren. Dreizehn Individuen wurden verhaftet; man legte Beschlag auf eine Menge gegossener Rohren, welche ungefähr ein halb Metre lang, 4 bis 6 Ceuti> metres dick sind: mehrere dieser Röhren waren von Außen mit einer theerbestrichenen Leinwand überzogen, die ungefähr 2 Centimetres dick ist. Diese gegossenen Röhren scheinen nichts anderes, als Gas: oder Wasserleitungsröhreu zu sein, sind aber alle, wenigstens diejenigen, deren Länge ein halb Metre beträgt, mit einer Krümmung an dem einen Ende versehen. Der Theil der Röhren, welcher eingekeilt werden sollte, bildet den Schlund und ist gerade, der gekrümmte Theil, der die Schwanzschraube bilden sollte, ist mit eiuem Steinkitt ausgefüllt. Diese Ausfüllung ist 10 bis !2 Centimetres stark. Dort, wo die Mastilausfilllung beginnt, ist ein Zündloch angebracht. Die Haussuchungen, welche gemacht wurden, führten zur Beschlaguahme mchrerer Papiere, Recepte zur Bereitung von Pulver, und Correspoudeuzeu der Mitglieder der Nevolutionscomit'!s in London. Gestern und vorgestern setzte die Polizei ihre Nachsuchungen fort, und sie hat in diesen 2 Tagen t9 andere Verhaftungen vorgenommen, welche alle mit dieser Sache zusammenhängen. Im Ganzen sind bisher 32 Persouen, worunter 7 Weiber und l Mädchen, verhaftet. An der Spitze dieses lächerlichen Streiches (ri'><>), wie der „Constitutionnel" sagt, sollen ein Erartillerieofflzier, ein Erschnllehrer, einst Mitglied der HMluril,; n'imlilic.um!, der auch Redacteur des Journals „La Commune de Paris" von Sobriez im Jahre 1848 gewesen, stehen. Der Erdeportirte entfloh im Augenblicke, als die Polizei in das Haus drang; mau durchsuchte seiue Wohnung in der Straße de l'Arbal.-te, und fand bei ihm die 1 Metre lange Kanone, dann einen Koffer mit Papieren, die sich auf das Complott beziehen. Dieser Koffer gehört dem Artillerieoffizier. Im Laufe der Nacht wurde der Erdepornrte bei einer dritten Person verhaftet, ^ "' Ä'""" "ar. Bei Dr. Favre fand man auch e.ne Menge Briefe; als mau ihn verhaftete, verschlang er em Stück Papier, vou dem man ihm nur em^tnck entreißen konnte, auf dem man die Sylbe che middle Nummer 1« des Hauses in der Straße Neme-Blanche lesen konnte. Ein Kranker den Dr. Favre bei sich hatte, wurde gleichfalls verhaftet. Der Ermontagnaro Caussidi«re wurde erst gegen Morgen verhaftet: man fand bei ihm com-promittirende Papiere. Alle diese Individuen wurden verhört uud nach Mazas gebracht. In der Stadt Mans fand mau neben dem angeschlagenen Exemplar der Votschaft des Präsideuten der Republik eine sehr gut stylisirte Proclamation der veleldlgenosten Ausbrüche gegen den Präsidenten dcr! Republik. Die Behörde kounte den Thäter noch nicht ausfindig machen. Die Ersatzwahlen für die noch nicht ausgefüllten Mandate zu Paris und Lyon werden bald Statt finden. Cavaignac, Carnot und Henon werden wohl Nachfolger erhalten, die ihre Gesinnuug theilen. Der Assisenhof zu Puy-de Dome (im Departement Oberloire) hatte jüngst in einem und demselben Prozeß ein doppeltes Todesurtheil gesprochen. Ein siebzigjähriger Greis, der seinem Sohne unter dcr Bedinguug, vou ihm den Nest seiner Tage über mit den nöthigsten Lebensbedürfnissen versorgt zu werden, seine ganze Habe abgetreten hatte, wurde von diesem in gräßlicher Weise erwürgt. Das Weib des Mörders hatte diesen vorzugsweise zur That aufgestachelt; die ihr zuerkauute Todesstrafe wurde iu eine andere umgewandelt, das gegen ihren Gatten gefällte Urtheil bestätigt. Der finstere, wilde Charakter dieses Menschen, der im Laufe der Debatten stets kalte Gefühllosigkeit beurkundete, erfuhr uuter dem Einflüsse der religiöse» Tröstuugen, namentlich nachdem ihm seine Berurtheilnng bekannt gegeben worden war, eine gänzliche Umänderung. Er zeigte sich ergeben und. bußfertig und führte nicht einmal Klage darüber, daß ihm uicht gestattet wurde, vor seiner Hinrichtnng Abschied von seiner Frau zu nehmen. Dem Wortlaut des Urtheils zu Folge sollte der Delinquent als Vatermörder barfuß zum Schaffot wandern; in Berücksichtigung der heftigen, rheumatischen Leiden, die er sich als Matrose in den Beinen zugezogen hatte, war beschlossen worden, ihm die Pein einer schmerzhaften Fußwanderung nachzusehen. Er aber bestand in christlicher Demuth auf der vollständigen Ausführung des Urtheils in seiner ganzen Strenge, und legte den weiten Weg, von zwei ehrwürdigen Priestern unterstützt, zu Fuß zurück. Beim Schaffot angelangt kniete er noch ein Mal nieder, empfing den Segen seiner Beichtiger, woranf das Urtheil an ihm vollstreckt wurde. Großbritannien und Irland Vondon, 2. Juli. In der Schlußsitzung des Unterhauses richtete Mr. Anstey mehrere, auf die Unruhen in Stockport bezügliche Fragen an den Minister des Innern, ob derselbe nämlich genauere Berichte über die vorgefallenen Ruhestörungen empfangen habe, ob wirklich eine katholische Prozession der erste Anlaß der so bedauerliche,, Vorfalle gewesen sei, nnd ob die Negierung Ihrer Majestät beabsichtige, fortan wirksame Maßregel», zur Unterdrückuug drr Prozcssioueu zu treffen? Die erste Frage wurde vou Mr. Walpole mit dem Bedeuten beantwortet, er habe keine weiten, Auskünfte als jene, welche die öffentlichen Blätter enthielten; bezüglich der zweiten las er eine Stelle ans einem Schreiben des Majors von Stockport die folgendermaßen lautete: „Die Ruhestörung scheint aus einem Zanke zwischen Engländern und Irländern hervorgegangen zu sein, bei dem, wie ich fürchte, religiöse Animositä: mit in's Spiel kam; das Ganze kam jedoch so plötzlich und uuerwartet, und meine und meiner College« Aufmerksamkeit war von den nöthigen Maßregeln Behufs der Wiederherstellung der Ruhe so sehr iu Anspruch genommen, daß ich bisher die Thatsachen nicht zu vergewissern vermochte." „Unter solchen Umständen — fuhr der Minister fort — wird mir das Haus gewiß beistimmen, wenn ich mich einstweilen jeder Meinung über deu Ursprung der Unruhen enthalte. Was nun die dritte Frage anbelangt, ob es nämlich die Absicht der Negierung sei, allen religösen Prozessionen, welche zu so unglücklichen Störungen führen, zuvor zu kommen, so kann ich nur bemerken, daß man sowohl in England als Irland jede erdenkliche Vorsicht getroffen hat, um derlei Prozessionen zu eutmuthigen (ck'i-cml-russc), welche in irgend einer Weise zu Ruhestörungen führen, wie sie sich aus religiösen Differenzen ergeben können. So haben wir in Irland bezüglich der alljährlich um diese Zeit Statt fiudeuden Prozessionen gehandelt; in Folge der dort zwischen dem Lordlieutenant und den Behörden gepflogenen Com-municationen, unterdrücken und verhindern diese solche l Prozessionen, die zu Ruhestörungen führen können, in der äußersten Ausdehnung (i^pres« und cntlli ln llll! utmost l!.xU'nl). Gleiches haben wir in England gethan . . . und hoffen, das Land werde unS hierin unterstützen." London, 3. Juli. Die Königin empfing gestern Besuch von der Gräfin v. Neuilly, dem Herzog und der Herzogin von NemourS, dem Prinzen und der Prinzessin von Ioinville, sowie dem Herzoge und der Herzogin von Montpensier. Die französischen Herrschaften besuchten nachher auch die Herzogin v. Kent- Die ostiudische Proselytin, Prinzessin Gauroma v. Coorg, oder, wie sie jetzt heißt, „Victoria," wird als ein kleines kupferfarbiges Geschöpf von etwa 8 ! Jahren, mit schönen Feueraugen und zarten Gesichtszügen geschildert. Als ihr Vater, der Er-Rajah, sie der Obhut der Kdnigm übergab, zog er eine geschriebene Ermahnung aus der Brusttasche, die er seiuem Töchterchen zum täglichen und anfmerksamen Studium empfahl. Dieses väterliche Vermächtniß ist im modernsten europäischen Style abgefaßt und lautet: ! „Meine theuerste Tochter! Bemühe Dich täglich mehr und mehr, die Gnade Ihrer allergnädigsten Majestät zu gewinnen, ihre Liebe und Güte zu verdienen, damit ganz Europa und die übrige Welt sich über Deine gute Aufführung freue und von Deluein guteu Rufe höre. Möge der Himmel Dich segnen, und Dich stets uuter seinen göttlichen Schutz uud seine besondere Obhnt nehmen. Dieß ist mein Rath, theuerste Tochter, und mein brimstigtes Gebet für Dich zum Allmächtigen. — H. H. Vee Nagender, Prinz v. Coorg." Neues und Neuestes. Telegraphische Depesche l an Se. Ercellenz den Herrn Feldmarschall-Lientenant v. Kempen in Wien. Szent-Antat, tt. Juli, Abends 10 Uhr. Hente Morgens um tt Uhr traten Se. k. k. apost. Majestät in Begleitung Sr. kaiserl. Hoheit des Hrn. Erzherzogs Albrecht die dritte Rundreise an, und begaben sich vorerst mit der Eisenbahn nach Waitzen, wo Allerhöchstdieseiben um 7 Uhr iu dem Bahnhöfe anlangten. Nachdem Se. Majestät von dem Herrn Bischof sammt dem hohen Clerns, von den Civilbehörden, dem Bürgermeister mit der Gemeinde-Repräsentanz auf das Ehrfurchtsvollste empfangen worden waren, verfügten Sich Allerhöchstdieselben in die Domkirche zur Verrichtung eines Gebetes, geruhten sodann das in Waitzen stationirte k. k. Militär zu besichtigen, uud einige Erercitien ausführen zu lassen, worauf die Besichtigung der Waitzner Caserne, des Erziehungshauses und Spitals in allen ihren Details erfolgte. Hierauf verfügten Sich Se. Majestät auf den städtischen Friedhof, und weihten am Grabe des dort ruhenden Generalen Götz einige Augenblicke der Erinnerung dem im Kampfe für Kaiser, Vaterland und Ehre gefallenen Krieger. Auf der Weiterreise nach Szent-Antal war in Oroszi eine Division Prinz von Preußen Cürassiere aufgestellt, welche Se. Maj. gleichfalls zn besichtigen, und einige Manöver ausführen zu lassen geruhten. Um ü Uhr Abends trafen Se. Majestät, begleitet von dem Grundherrn. Sr. Durchlaucht dem Herzog August von Sachsen-Coburg, köuigl. sächsischen General-Lieutenant, welcher Se. Majestät bis an die Gränze seiner Domains entgegen gefahren war, in Szent-Antal ein, allwo Allerhöchstdieselben im herzoglichen Schlosse Ihr Nachtquartier nahmen. Sowohl hier, wie in Waipen und ln sämmtlichen Ortschaften, welche die Reiseroute berührte, wurden Se. Majestät von der überall aus der Umgegend zusammengeströmten Bevölkerung mit lautem Irbel und stürmischem Zurufe empfangen. Telegraphische Depesche. — Paris, 6. Inli. Gestern ist die Session des Senats geschlossen worden. Der „Moniteur" bringt mehrere Präfectenwechsel. Der Gesundheitszustand deS Grafen Hatzfeld hat sich verschlimmert. Ein Gerücht will von bevorstehenden Ministerveran-derungen sprechen- ««2 Miffiousbericht an das <3entralco-«lit«5 des Marien-Vereines in Wien. ^, (Fortsetzung.) «Vier eröffnete sich an der Spitze der tief einge.-schnittencn Landzunge die Aussicht über eine schöne seeartige Wasserfläche, in deren glattem Splcgel sich die gleich Thürmen und Tempeln über einander ge-häuften düsteren Wranitmasscn ringsherum malerisch abspiegelten. In südlicher Ricktung erhoben sick zwi schen zwei Vorsprüngen die wohlerhaltenen Tempel-ruinen auf Philae, von der scheidenden Abendsonne röthlich beleuchtet. Am östlichen Ufer standen unter Palmgruppen die Zelte unserer harrenden Gefährten, die bei unserm Erscheinen froh die Fahne erhoben. Ein günstiger Wind wehte aus NW,, das große Segeltuch wurde abgerollt und die Richtung zu den Zelten eingeschlagen. Und so segelte die „Ht^ln mululin»", mit Kanonenschüssen ten Jubel verkündend, die gefährlichen Katarakten unversehrt überschritten zu ha. den, mit den letzten Strahlen der untergehenden Sonne auf dem Gebiete der Mission in den sichern Hafen ein. Wie wir am Morgen des scheidenden Tages, als den 8ten des Monates, mitten in den Katarak. ten in unserer Echiffscapellc ein h. Meßopfer für die Mitglieder des zur Förderung der Missionen unter den heidnischen Negerstämmcn Inner-Afrikas in Wien errichteten Marien-Vereines darbrachten, so brachten wir am folgenden Sonntage ein Dankopfer für den Schutz und Beistand dar, den uns Gott auf der bis dahin zurückgelegten Reise so väterlich gewährt hatte. Wir bekamen während des Vormittags mehrere Besuche von Assuan aus. Der Gouverneur, der Kadi und die Vornehmcrn der mohamedanischen Bevölkerung der Stadt kamen herausgeritten, um uns wegen der zurückgelegten Fahrt durch die Strom-schnellen zu beglückwünschen. Unter andern muß ich des Scheich Abu el.ainain, eines hier zu Lande sehr ehrenhaft bekannten Mannes, gedenken, der sich gleich nach unserer Ankunft in Assuan durch, ich weiß nicht irgend etwas, an uns angezogen fühlte. Er war früher Seraph und lebt jctzt in Zurückgezogenheit von seinem eigenen Vermögen. Er bot mir seine Dienste an, und erwirkte, daß ich statt dcr großen Summe, welche die Häuptlinge in den Katarakten für den Transport des Schisses verlangt hatten, nnr den effective« Werth von ungefähr 60 fi. M. M. zu bezahlen halte. Er wollte durchaus, daß ich ihn zur Besorgung der Speditionsgeschäfte zwischen Khartum und Assuan und von da bis Kairo, zum Agenten der Mission ernennen möchte, was ich auch sehr gerne that, da ich von allen Seiten nur Löbliches über ihn vernahm. Auch zwei europäische Kaufleute, zwei junge, wohlgebildete Franzosen, welche ganz frisch erst vor einem Monate nut Waren cn,5 Frankreich hieher gekommen waren, um damit vor der Hand in Assuan ihr Glück zu versuchen, besuchten uns sehr fleißig, bis sie mir den Wuosch außer-ten, selbst bis Chartum g/hen zu wollen, wenn ich ihnen erlauben würde, sich für die Reise durch die Wü'stc, vor dcr sie bcsoudU>ll» mnlutin»- zurück. Den l0. Morgens machte man sich wieder an die Arbeit, um tie beiden Schiffe zu beladen, wo^ mit wlr zum größten Theile bis zum Abende fertig geworden sind. — <5s war mein Wunsch, daß wir an dtl Pforte unseres weitausgedehnten Missionsge-bietes in feierlicher Andacht uoscr Gelübde vor dem Herrn erneuern, den Segen jür das glückliche Gedeihen der Mission, besonders aber den Sckutz, dessen wir in der Lösung der uns auferlegten Auf-gäbe bei den noch immer obwaltenden Hindernissen, die sich von Srite des feindlichen Clima's und von der verblendeter Menschen selbst unserem Streben entgegengeworfen werden, sehr bedürfen, von ^hm zu erbitten. — Die Stille, die insamkeit, das Helne dcr Ruinen des Tempels von Philae, welcher ehemals M'st dem Dienste des allein wahren Got tes geweiht worden war, einerseits — das dumpfe Gelöse, das von den nahen ^tromschncllen an die Ohren hcrübertönt und die gewaltigen Felsen, welche die Natur in schauerlicher Menge, und doch in einem harmonischen Ganzen ringsherum über die Gegend übereinander gethürmt hat, andererseits — verliehen dem Orte eine würdevolle Weihe, die den Menschen feierlich stimmt und nicht veriehlcn konnte, auf das empfängliche Gemüth meiner braven vaterländischen Missionsgefährten, welche sich in selbst» aufopfernder Liebe dem erhabenen Berufe gewidmet, einen liefen Eindruck zu machen. Willig stimmten sie meinem Wunsche bei und sllugen noch denselben Abend das schöne, aus Wien mitgebrachte Meßzelt auf, um am folgenden Morgen, am Festtage des h. Martiims, dcs Bischofs von Tours, die beabsichtigte Andacht am Nilgestade darunter feiern zu können. Prachtvoll erglänzten am frühen Morgen die Strahlen der aufgehenden Sonne und rötheten malerisch die höchsten Kuppen der umstehenden Gra-mtberge, doch von Norden her wehte ein starker Wind und die Wände des aufgestellten Zeltes fchlu gen zu sehr gegeneinander, als daß wir uns getraut hätten, den Altar darinnen aufzuschlagen. Wir folgten daher dem Rufe des Glöcklems und begaben uns in die Schissscapclle, um auch an diesem Tage die Andacht darinnen zu verrichten. In rührender Stimmung empfingen die Anwesenden aus meinen Händen den Leib Desjenigen, der Blut und Leben für die sündige Menschheit hingegeben, feierlich gelobend, nach Seinem Beispiele die verirrten Schafe lein zusammen zu schaaren und ihrem Beruf getreu Schmach und Mühen für deren Heil erdulden zu wollen. Nachdem wir im Verlaufe des Tages alle Angelegenheiten beendet und für die Katarakten von Wadi-Halfa vier kündige Männer an Bord genommen hatten, lichteten wir den 12. November wieder die Anker und fuhren nun in das einsame, von beiden Seiten mit kahlen Bergrücken eingeschlagene Kenuser Thal. Wir passirten den l3. den Wendekreis oberhalb des Tempels von Kalabsche und erreichten nach einer sehr glücklichen Fahrt den 15 mit dem Untergänge der Sonne, Korosko, das Thor dcr Hauptkarauanenstraße der n»bischen Wüste, die nach Abuchamed, Berber und (Zhartum, dem Be. stimmungsort unserer Reise, zuführt. (Aortschung fulgt.) Feuilleton. H?a die Gewerbs- und Handelsangelegenheiten in unseren Tagen häufig besprochen, berathen und betrieben werden, was zur Förderung des materiellen Wohls sehr nützlich ist, so glauben wir, daß auch cine Erwähnung dcr »Freiheiten dcs bürgerlichen Handelsstandcs il, Laibach,« welche di^' Kaiserin Maria Theresia am 13, März l?5tt bestätigte, und .Naiser Joseph am 7. December 1786 erneuert und modisicirt hat, zeitgemäß und mindestens von Lo-cal-Interesse sein dürfte, daher wir sie unsern Lesern hier punctwcise im Allszuge mittheilen-. I. Ist den Handelsleuten und Krämern aus Laibach gestattet, mit allen Gattungen Waren, mit Aus' nähme dcr, durch das Patent vom 27. August 1784 außer Handel gesetzten und einzuführen verbotenen Gegenständen, in offenen Gewölbern und auf allen Märkten der Monarchie Handel zu treiben. II. Sollen die Mitglieder dicscr Handelsgesellschaft beflissen fein. den Absatz inländischer Erzeugnisse in das Ausland zu befördern, und sich nicht nur auf den innern Handel beschränken. III. Soll das Publikum mit echten, guten Waren versehen, nicht mit übertriebenen Preisen, oder mit unechten Waren, noch im Gewichte und Maße bevoriheilt werden, bei schwerer, auf Betriegereicn gesetzter Strafe. IV. Die Handlungsbücher sind nach z. l>9 und »20 dcr Gerichtsordnung zu führen. Lehrjungen und Practikanten dürfen ausgenommen werden. V. Die Aufnahme in die Gesellschaft soll nur mit Wissen und Bewilligung des in. öst. Guberniums Statt finden. VI. Handelsleute und Krämer bilden eine Gesell» schast, und zahlen bei der Aufnahme, die Ersteren 82 fl. 30 kr., die ^etztern 22 ft. 30 kr in die GesellsHaits'Eassa, und werden diese Gelder für arme und kranke Mitglieder verwendet. VII. Der Fond und die Erlernung des Handlungs, geschästetz ist zur Aufnahme nachzuweisen. VIII. Jeder Handelsmann oder Krämer soll nur in Einem Locale den Verschleiß betreiben. IX. Die Gesellschaft wählt zwei Vorsteher auf 3 Jahre; allgemeine Versammlungen finden unter dem Vorsitze eines Magistrats^ommissärs Statt. X. Die Beschlüsse erfolgen nach der Mehrheit del Stimmen. XI. Jeder Handelsmann soll auf die Gegenstande seines Handelsgeschäftes sich beschranken, so auch jeder Krämer. XII. Handelsbefugnisse können abgetreten und auf die Witwen und Kinder vererbt werden, dagegen sollen Handelsgerechtigkciten nicht als ein Iusreale, noch für grundbuchfähig angesehen werden. XIII. Professionisten und Handwerkern ist außer Jahr« markten nicht gestattet, andere Waren als welche sie selbst erzeugen, zu verkaufen. XIV. Privatpersonen und Marktsiranten ist der Ver« kauf von Waren außer Marktzeiten bei Consisca-tionsstrafe verboten. XV. Dem in. öst. Gubernium und dem Kreisamte in Laibach liegt die Aufrechlhaltung und Vollziehung dieser Bestimmungen ob. Wien den l7. December >786. Md i s c e l l e n (Warnender Todesfall eines KindeS.) N? Miguel zu Amboise erzählt in der »/Vlniilll; m«<1i-«'»I«« folgenden merkwürdigen Todesfall: Ein 2<1 Monat alter, nie krank gewesener, kräftiger, gesunder Knabe, wird, während seine Mutter noch im Bette liegt, von seiner Wärterin auf dem Schooß gehal-' ten. Er schreit seiner Gewohnheit nach. Sein Vater tritt in die Stube und ruft ihm in bösem Tone drohend zu: „Wirst du bald schweigen, Bengel!" Das Kind schweigt auf dcr Stelle, läßt einen liefen Seufzer hören und fällt bewegungslos um, es war todt. Nach 20 Minuten erst konnte Dr. Mi' guel erscheinen. Er fand die Pupillen erweitert, sammt» liche Muskeln erschlafft und keine Spur eines Lebenszeichens mehr. Gegessen hatte cs dcn Morgen nichts, aber eine Stunde vorher ein halbes Gla3 Zuckerwasser getrunken. Der Arzt öffnete 24 StuN« den darauf die Leiche und fand die Luftröhre Mlt dem Mageninhalte, dem Zuckerwasser, angefüllt. Del Schreck hatte bei dem Kinde sofortiges Aufstoßen bewirkt und die damit in den Mund gestiegene Flüssigkeit war bei gleichzeitigem Einathmen in die Luftröhre gedrungen, wodurch es ersticken mußte, was auch die besondern Erscheinungen nachwiesen. (Deutsche Klinik.) (Naivetät eines Diebes.) Ein Pariser Dieb wurde iil seiner eigenen Wohnung arrctirt; diese Wohnung war mit den kostbarsten Lurusgegenstan-dcn gefüllt «Mein Gott, wie haben Sie so viel Geld zusammenstehlen können, um das Alles z" kaufen?" fragte der erstaunte Polizcicommissär. Da versetzte der Dieb mit edlem Zunftstolz lind Selbst' dewußtscin: »Mein Herr, ich kaufe nie etwas!" (Zeitgemäfte Versiiftuna ) Das neue preußische Strafrecht bestraft jedwede Verfälschung vos) Getränken und Lebensmitteln mit Geldbuße bis z" 50 Thalern. In Folge dessen hat ein Schutzmann neulich einen Milchhändler angehalten, welchen el betraf, als derselbe Wasser in seine Milchkanne goß' Derselbe ist dem Polizei-Anwalt übergeben und sofort in 5 Thaler Geldstrafe verurtheilt worden. (Bedeutende Käfersammlung) Ein He" Melly, Kaufmann aus Genf, der im Jahre ,850 in Nubicn gestorben ist, hat sich neben dcn Ha"« delsgcschastcn auch mit Naturwisscnschaft beschäftig! und eine Sammlung von 20,000 Käferarten ang<" legt. Diese Sammlung hatte er in seinem Testament dem Museum seiner Vaterstadt Genf vermacht; als er aber erfuhr, wie roh und gewaltthätig die jetzige" Gewalthaber in Genf mit den alten Stiftungen «nv oen Männern umgehen, die sie verwalteten, hob " ourch Codicil jenes Legat wieder auf, und zwar u>" ler Angabe dieses Grundes. Die Sammlung ist l^ in Liverpool, wo die Familie Melly sie den Fre""' dcn der Wissenschaft mit großer Gefälligkeit ze'S Verleger: Ign. v. Kleinmayr und Fedur Vamberg. Verantwortlicher Herausgeber: Ign. v. Kleinmayr. Anl)anq zur Iai^aHerHeituttA Telegraphischer Eours Vericht der Staatöpapiere vom 9. Juli »852 Vl,atsscb»ldversch«il'!l!lgl!l ,<« 5 v(«t. !<>, EM.) !»« <''/l<> dctto .. ^ ,/2 « .. ' 8? ^ Darlehcr, >»it Vnloftmg v. I. l8!ll>, fur 2^0 il. ^:l2 V» Vails-A.tit». l»r. Stuck !W3 ft. lu C. M. slctim der K.nscr sscrdmaiids-Norbbahn ^ , ,_ _,, W t0U0st. C. M....... 22l5 ,!.»<§. M. Nctien der Wicü Gll'aquitzcr-Eiscu- ^ , ^ ,„, bah,, zu 50ft ft. C. M. .... 7"" l<- "'(5. M. ^l 5,00 ff. E.W.....> 7211/2 ft. ».(5. M. Actlc» dcl< östcrr. Lk'yd in Tricst . zu 500 ft. (§. M........626 7/6 ft.», C.M, Wechsel - (§ours vom <>. Juli l^52. «ugöl'i.ra, für lNU Gulde» («»»r., G»>d. l 19 1/8 llso. Flanlsurta.M., (für 120 st. snbd. Vn- tlus-Währ. i>»2^ l/H sl. ssusi, Guld.) 1 l 7 3/^ 3 Monat. Hamburg sin N»U Thaler Ännco, Nth!. 1?5 l Monat. Liv^rno, fi27 Gonverainsd'or's „ . . . . -^ l6,32 Nuß. Imperial „....— 9.^ Friedvichsd'or's „ . . . . — ii.52 Engl. SovcraingS „ . . . . — l hirnlähnnniq. _. Bernhard Prclogar, Bauer, alt 30 Jahre, im Civilspital Nr. l, am Zehrsieber. Den 4. Dem Herrn Otto Ienatsch, Kaffchsie. der, scm Sohi, Nicolaus, alt 22 Jahre, in der Stadt ll4, an der tudcrclllb'scn ilunqensucht. Den 5. Dc,n Anton Tschlll!,, r. k. Vahnl). Mag. Aufseher, ftin Kind August, alt l l Monate, in der St. Peters. Vorstadt Nr. ll8, an der Gehirnlah-la'hmung. Den 6. Anton Thaler, Institutsarmer, alt 65 Jahre, im Civilspital Nr. I, an der Wassersucht. Den 8. Dem Herrn Joseph Pettauer, dlirgl. Uhrmachermeister, sein Sohn Alois, alt 7 Jahre/in der St. Peters. Vorstadt Nr. 7, am Scharlach — Thomas Koziantschitsch, Adschieder, alt 44 Jahre, im Civilspital Nr. l, am Zehrsieber. Z. 885. (7) (5ircils bmn Colistllm ^x von Gmanuel Veranek, H^^^WjM^^D^ täglich große Vorstellung mit verändertem Program. Anfang 7 Uhr Abends. Z. 355. n (l) Nr. 3!N9. Concur s. Im Bereiche der k. k. Postanstalt ist eine Offizialt'stelle der letzten Classe, mit dem Jahres-gehalte von Vierhundert Gulden E. M., gegen Eautionöleistung im Betrage von Sechshundert Gulden (H. M., zu besetzen. Dle Bewerber um diesen Dienstposten, welcher fur den Beznk der Pchher Postdirect.on bestimmt w!.^^ ^^ehöng documentirtcn Gesuche unter sti^ f^ c^'' ^l'blich'n Erfordernisse und 5^ ^ ''^"'^i' Sprachkenntnisse, im vorgegebenen D'enstwcge längstens bis 2U. Juli ,852 bel der genannten Postdirection einzubringen, und auch anzugeben ob, und im bejahenden Falle, in welchem Grade sie rnit einem Be> amten der Postdirection oder oes Postamtes in Pesth verwandt oder velschwagert sind. . In so ferne Postoffiziale in was immer für ""er Gehaltsstufe die Ucbersetzung nach Pesth wlinschen, haben auch diese ihre motivirten Gc-luche in derselben Weise innerhalb des Concurs-termines bei der gedachten Direction einzubringen. Von der k. k. Postdirection für das Küsten-'«"d und Krain. Trieft den l. Juli l852. Fischer n». z). lZ. ^aib. Zeit. Nr. 155 r. ,y. I^i 1852.) Z. 356. a (l) Nr 39l9. Concur s. Im Verwaltungsbezirke der k. k. Postdircc-tion in Trieft, und zwar zunächst mit der Dienstleistung bei dem dortigen Local-Postamte, ist eine Postoffizialsstelle der letzten Classe mit dem Iah-leögehalte von Vierhundert Gulden C. M., gegen Cautionsleistung im Betrage oon Sechshundert Gulden C. M., zu besehen. Die Bewerber haben ihre gehölig instruirten Gesuche unter Nachwcisung der gesetzlichen Erfordernisse und Eigenschaften, dann der Sprach.-kenntnisse im vorgeschriebenen Dienstwege längstens bis 19. Juli 1852 bei der Postdirection in Triest einzubringen, und auch anzugeben, ob, und im bejahenden Falle, in welchem Grade sie mit einem Beamten der Postdirection oder des Postamtes in Triest verwandt oder verschwägert sind. In so ferne bereits angestellte in was immer für einer Gehaltsstufe stehende Postoffiziale die Uebcrsctzung nach Trieft wünschen, haben auch diese ihre gehörig motivilten Gesuche in derselben Weift und innerhalb des Concucstermincs bei der gedachten Postdircction einzubringen. Von der k. k. Postdirection für das Küstenland und Krain. Trieft den 1. Juli 1852. Fischer ni. z,. Z. 353. l» (2) Nr. 195,. Licitationö - Kundmachung. Mit den Erlassen der hohen k. k. General-Baudircction vom 31. Mai und 2. Juni d. I., Z. 40l5j5. und 4N14 und Intimation der löbl. k. k. Landesbaudircction vom 8. und Itt. Juni l. I., Nr. Ili85 c>d NN7, sind die Uferschutz' und Hufschlagsbauten am rechten Ufer der Save unter dem Ranner Felsen, im Distanzzeichcn Nr. XlV^2-4, im adjustirten Kostenbeträge von 3422 fl. 47 kr. Conv. Münze, und nächst dem Dorfe 5!,8.-,,,j<>, im Disranzzeichen Nr. X l VjU > 2, im adjustirten Kostenbeträge pr. 8542 si. 38 kr. Conv. Münze, zur Ausführung bewilliget worden, welche Ufelschutzbauten im Versteigerungswege an die Bestbietcr hintangebcn, und zu diesem Ende am 2«. Juli 1852 um 9 Uhr Vormittags die Licitation in der Amtskanzlei der löblichen k. k. Bezirkshauptmannschafts-Expositlir Gurkscld abgehalten werden wird. Diese Ufcrschuhbauten bestehen, und zwar dcr im Distanzzcichcn Nr. XlVj2-3, in der Ge-sammtlänge von I9l"-3'-U" in: l4?°-4^- lU^KölpermaßSteinwurfes aus mindestens '/^ bis 2 Cub. Fuß großen, im Wasser unauflöslichen Steinen, welche nach gegebenemBöschungsverhältnisse von 1:1 '/^ einzusenken und oberhalb dem Was-serspiegel pflasterahnlich herzustellen, die Cubikklaft. überschläglich mit 9 st. 43 V, «kr. Nil"-2^- ll)" Körpermaß Erdabgrabung hievon kommen als?lnschüttung wieder zu verwenden tt2"-3^-3", mithin verbleibt an bloßer Abgrabung 53" - 5' - 7", die Cu-bikklafter mit . . . — st. 33 kr. «2">3'-3" Körpermaß- Anschüttung, welche aus der durch Abgrabung gewonnenen Elde zu bewerkstelligen, und die Schichten von N" zu stampfen kommt, die Cub. Klafter mit......1st 37^ kr. 544°-«' - 7" Flachenmaß Pflasterung aus 1 l-12" tief greifenden Steinen, nach gegebenem Böschungsverhältnisse von l: l'/^ herzustellen, die ^ Klafter überschläglich mit ........3st. 21'/, kr. Und der im Distanzzeichen Nr. XlV^U-2 in der Lange von 454 Klafter in: 372"-2'- K" Körpermaß- Stcinwurfes aus mindestens X Cub. Fuß bis 2 Cub. Fuß großen, im Wasser unauflöslichen Steinen, welche nach gegebenem Böschungs-Verhaltnisse von I: I ^ einzusenken und oberhalb dem Wasserspiegel pflasterahnlich herzustellen, die Cub. Klafter überschläglich mit.......lU fl. 4skr. 127" ><>' - 7" Körpermaß» Erdgrabung, welche zur Anschüttung wieder zu verwenden kommt, daher in einer mittleren Entfernung von 14U Klafter zu verführen und in Schichten von il" zu vcrstampfen, die Cub. Klafter mit.....2 fl. 3i kr. 5ll" - 1' - 4" Körpermaß - Schotteranschüttung sammt Planirung, die Cub. Klafter überschläglich mit .... 3si. 5'/, kr. und !N98°^4'-7" Flächenmaß Pflasterung aus 12" tief greifenden, im Wasser unauflöslichen harten Steinen, nach dem gegebenen Böschuugsverhältnisse herzustellen, die Ouadratklafter mit 3 fl. 4tt ^ kr. Das nähere Detail der dicßfälligen Baufüh rungen ist aus dem Situations- und Profilplane, dann Versieigerungs - und Baubedingnissen zu ersehen, welche Behelfe in der Amtskanzlci der gefertigten k. k. Savebau-Expositur Vor- und Nachmittags in den gewöhnlichen Amtsstunden täglich eingesehen werden können. Die Unternehmungslustigen haben vor der Versteigerung das 5)6 Vadium der ganzen Bausumme im baren Gelde, in Staatspapieren nach dem börsemäßigen Course, oder mittelst, von der hierländigen k. k. Kammerprocuratur approbirter hypothekarischer Verschreibung zu erlegen, weil ohne solche kein Anbot angenommen wird. Jedem Unternehmungslustigen steht es übn-gens frei, bis zum Beginn der mündlichen Versteigerung sein, auf 15 kr. Stämpelbogcn ausgefertigtes und gehörig versiegeltes Offert mit der Aufschrift: »Anbot für den Uferschutz- und Huf-schlagsbau am rechten Ufer der Save (kommt die Benennung des Objectes, für solches dieser Anbot lautet, anzuführen)", an die k. k. löbl. Bezirks-Hauptmannschafts 5 Expositur Gurkf.ld einzusenden , worin der Offerent sich über den Erlag des Reugeldes bei einer öffentlichen Casse, mittelst Vorlage des Depositenscheines auszuweisen, oder dieses Reugeld in das Offert einzuschließen hat. In einem solchen schriftlichen Offerte muß der Anbot nicht nur mit Ziffern, sondern auch, so wie die Bestätigung, daß Offercnt den Gegenstand des Baues nebst den Bcdingnissen genau kenne, wörtlich angegeben weiden. Auf Offerte, welche dieser Borschrift nicht entsprechen, kann keine Rücksicht genommen werden. Mit Beginn der mündlichen Ausbictung wird kein schriftliches Offert, nach Schluß dieser aber überhaupt kein Anbot mehr angenommen. Bei gleichen schriftlichen und mündlichen Bestboten hat der Letztere, bei gleichen schriftlichen aber Derjenige den Vorzug, welcher früher eingelangt ist und daher die kleinere Post - Nr. trägt. Die hohe Ratification bleibt für jeden Fall vorbehalten. K. k. Savebau-Expositur Gurkfeld, am 3U. Juni 1852. 3 910. (2) Kunstnachricht. Der Central-Verein in Wien hat durch Ucber-sendung von 3N Gemälden eine zweite Kunstaus' stellung ermöglichet, welche im hiesigen Redoutcn-Saale Sonntag den ll. d. M. eröffnet werden wird, und zwar taglich von IN bis 1 Uhr Vormittag und von 4 bis 6 Uhr Nachmittag. Die ?. ^. Kunstfreunde werden mit dem Bemerken zum fleißigen Besuch eingeladen, daß in Folge nöthig erachteter weiterer Verfügungen diese zweite Ausstellung nur bis inclusive Sonntag den 18. Juli eröffnet bleiben kann. Vom leitenden l^omil^ des Filial- KunstvereincS. Laibach den 8. Juli 1852. «64 3. 912. (1) A it ii o ii e e. Das Haus-Nr. 7« zu Adelsberg, in der Mitte des Ortes, nächst der Eisenbahnlinie gelegen und zu jedem Betriebe geeignet, ist aus freier Hand zu verkaufen. Das Nähere hierüber ettheilt die Eigenthü-merin desselben in Laibach, deutsche Gasse, Haus-Nr. 18«, im 2. Stock, gegen frankirtc Briefe unter der Chiffer II. ^ 3 9,9. (l) "" Das Haus Nr. 26, auf der oberen Poland Vorstadt, welches gegenwärtig in sehr gutem Zu stände sich befindet, und erst vor wenigen Jahren mit so starken Mauern aufgebaut worden ist, daß man noch 2 Stockwerke drauf bauen kann. Gegenwärtig befinden sich 3 gewölbte und 3 stockatorte Zimmer, zwei gewölbte, lichte Küchen nebst einer Speisekammer, zwei tiefe gewölbte, große, lichte Keller, die Zimmer sowohl, als die Kellerlaildc sind beide gewölbt. Dann befindet sich beim Haus ein schr schöner Obst- und Gemüsegarten, beiläufig von 400 Quadratklafter groß. In den Hof so wie in den Garten kann man auf beiden Leiten des Hauses ein- und ausfahren. Das Nähere erfährt man im Hause daselbst. Z. 794. «) Haus - Verkauf. In der Kochgasse (St. Peters-Vorstadt) ist ein wegen der Nähe des Bahnhofes sehr vortheilhaft gelegenes und zu verschiedenen Speculation nen geeignetes Haus nebst Schupfen, Dreschtenne und Garten, dann einem daranstoßendcn Acker aus freier Hand zu verkaufen. Kaufsliebhader belieben sich im Zeitungs-Comptoir anzufragen. Z. 87U. (2) Wohnung zn vermiethen. Im Hause Nr. 2W, am neuen Markt, ist der erste Stock mit tt Zimmern, Küche, Keller, Holzlage und Dachkammer, mit oder ohne Pferde-stallung, von Michaeli d. I. zu ver-mietden. Nähere Auskunft gldt der Hausmeister. Z. 920. (l) Im Hause Nr. 232, rn der Iu denqasse, lst auf Michacll lm 2ten Stocke ein Quartier mit 3 Zimmern, Küche, Speisekammer und Keller zu vermiethen. Das Nähere im Iten Stocke zu erfahren. Z, ? volt I. G. ^^M^ P o p p , V ZahnarN und Priu.-Ilchnl,cr inWicn,Madt, Goldschnndtgasse Nr.iift^. « Dieses Mundwasser ist sowohl von der medicinischen Facultät geprüft, als durch eigen« langjährige Erfahrung erprobt. Es bewahrt sich vorzüglich gegen den üblen Geruch anö den» Munde bei vernachlässigter Reinigung sowohl künstliche als hohler Zähne und Wurzeln, un» gegen den Tabakgeruch; kein Mittel bewirkt so schnell und sicher die Vertilgung des üblen GeruD ches wie dieses Mundwasser; es besitzt aber nebstdei eine vorzügliche Heilkraft gegen wie imme« geartetes krankes Zahnfleisch, bei Scorbut, bei rheumatischen oder gichtischen Zahnleiden, b» Schwinden des Zahnfleisches und dadurch Lockerw.rden der Fahne, indem es das Zahnfleisch stälkt, gegen die Zahnsteinbildung, wodurch ebenfalls das Zahnfleisch krank und die Zähne vom Zahnfleisch mehr entblößt und langer werden, und in der Folge ganz gesund herausfallen. Dieses Mundwasser besteht aus lauter Mundkräutern und Harfen, welche den Tonus im Zahnfleisch mehr heben, und dadurch vermehrte Contraction in demselben hervorbringen, cs enthält wede^ Säuren, noch Salze, noch sonst für die Zayne schädliche Stoffe. V Odm bemerkte Eigenschaften kann ich durch vicle eingesendete Zeignisse als erprobt bezeugen« Gebranchs Anweisnng. « Man nehme eine beliebige Menge zu gleichen Theilen Mundwasser, rmt gewöhnlichem Was»' ser gemengt, spühle damit in dem Munde mehrere Minuten herum und spucke es dann weg, und man wird dann durch mehrmaligen Gebrauch die wohlthätige Wirkung erzielen. Ein Flacon sammt Gebrauchs - Anweisung kostet si. 1. 20 kr. (5. M. Die Niederlage hievon ist in Laibach bel Herrn Illois Kaisell, »zum Feldmarschall Grafen Radetzky.« In Klagenfurt bei H rrn Anton Morrc. Z 8/9. (2)' ^ " ' Kundmachung in Betreff der Nermiethung der Localitäten fiir die lrK nl<^»3 lt^ im Gasmo Gebnnde zn ttaibnch. Vom 24. ?lplil I«."^ an werden die für die Traiteurie bestimmten ^ocalitnten im Casino-Gebäude zu i^aibach auf fünf Jahre an cinen Ut'.tcrnchmcr ncuellich vermiethet, welcher als Geschä'ftsleiter dcr Lasino-Gesellschaft das der letzteren zustehende Gewerbsbefugniß nach den dießfaUH bestehenden Bestimmungen auszuüben hat. Diese Localitättn bestehen cbeimdig aus fünf geräumigen Zimmern, einer Alcove, einer großen Küche und Speisekammer, im ersten Stocke aus einem Speisezimmer, ferner aus zwei großen Weinkellern und einem Holzkeller; zudem ist der Kaffehsieder verpflichtet, den Balconsaal im ersten Stocke an den von dcr Gesellschaft bestimmten Unterhaltungsabmden dem Traitcur als Speisesaal zu überlassen. Auch ist die Direction geneigt, dcm Miether der Traiteurie-Localitätcn den neben dem (Hasino-Gebäude befindlichen Garten-Terrain zur Benützung zu überlassen, jedoch hat der Miether dießfalls mit der Direction ein besonderes Ueber-einkommen zu treffen. Die Localitaten im ersten Stockwerke sind ausschließend für die Casino - Mitglieder, derma^ len über n Wege schriftlicher Offerte eingeleitet, welche bi6 Ende A u g ust l. I. an die Casino - Direction versiegelt zu übergeben oder portofrei ein« zusenden sind. Da5 Offert hat die deutliche Angabe des Namens, des Charakters oder der Beschäftigung und des Wohnortes des Offerenten, dann die buchstäbliche Auszeichnung dcr angebotenen Summe, und endlich die Versicherung zu enthalten, daß sich der Offerent den dießfälligen Vertragsbedin« gen, welche vorläufig beim Casino - Custos eingesehen, in Abschrift elhoben oder auf Verlangen zugesendet werden können, im Falle der Annahme seines Offertes unterziehen wolle. Der geringste Miethzins für diese Localitaten, mit welchen anch einige Inuentarialstücke zur Benützung überlassen werden, wiid auf den Be-trag von Dreihundert Gulden C. M. festgesetzt und unter demselben kein Anbot angenommen. Schließlich wird bemerkt, daß jeder Offercnt den 4. Theil des angebotenen Iahresmiethzinses als Vadium zu erlegen, und wenn er nicht in Laibach domicilirt, zur allfalligen Rückempfang-nähme desselben cinen daselbst wohnhaften Bc« stellten namhaft zu machen habe. Von der Direction des Casino-Ve'.eines. Laibach am 25. Juni 185,2. Z. «77. (3) Exh. N». :w2. Pfandämtliche Verlautbarung. Wegen vermehrtem Geschäftsbetriebe bei dem hicrortigen Pfandamte wird dasselbe nebst Dinstag und Freitag auch jeden Donnerstag von 8 bls !2 Uhr, mit Ausnahme jenes Donnerstages, an welchem die Versteigerung der Pfänder vorgenommen wird, dem Publikum zur Benützung offen stehen. ' Pfandamt Laibach am 1. Juli ltt52. .