Anbacher Ieitmw. N R»4 Dinstag am «». Mai ^^„ ^!» „Laibacher Zeitung" erscheint, mit Aufnahme der S°,in- und Feiertage, täglich, nnd foilet s ganzjährig, unter Kreuzband „ud gedruckter Adresse <5 ff., Halbjahr,., 7 ff, 3« lr, - 3» serat.ousgeb ü h si,r ,../'«, !s j",/"kr.chteu. M,t ber P°ss «or " '«',,„< W,»schalt,ing 3 kr., für zweimalige i fr., snr dreimalige 5 kr. «. M. Inserate ii« ,2 Z.Nen l°ssen i ff. für 3 Mol 5» f s„ ^. !w'^' "" ^n Ra„.» derselbe., i,° ','>' Hl d„,en Webnhren ist „ach den, „Pwuis°rischc,! Gesehc vom e!" ,wch !<>lr, ft» eincliedesm'al'ige «präside»ten der dortländigen Statthalterci aller-2»sdigst zu ernennen geruht. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 2. Mai d. I., dem Vicepräsidente» °" kaiserlichen Academie der Wissenschaften, Theodor ^'°rg v. Karajan, in Anerkennung seiner ver-^nstliche» u„d erfolgreichen Forschungen in dem Ge-. !^ der Geschichte und Literatur, das Mitterkreuz des ">!«rl. österreichischen Franz Ioseph-OrdenS allergnä-°'«!t zu verleihen geruht. ... ^a§ k. k. Finanzministerium hat eine im Amts-bes,^ ^' österreichischen Finanz-Landesdirection zn tzbar f^ ^ezirks-Vorstehersstelle mit dem Titel und ^nan n ^"°s Cameralrathes, dem Secretär dieser Ma»« ""desbehörde, Ludwig Ritter von H a r t-Gecr^/,g^^ bie hiednrch offen gewordene Finanz. Ciasse ^^ ^^'" Cameral-VezirkScommissär erster ^" Salzburg, Ig„az Fischer, verliehen. K l! II d II, a ch II II g. Die f. e. GrilüdeütlastüiigS-Districes-Vominissio» >!» Stein tritt »ach erfolgte»' vollständiger Lösmig ihrer Aufgabe mit leptem Mai 1833 außer Wirksamkeit. h Dieß wird mit dem Beifügen zur allgemeinen ,, "'"„is; gebracht, daß zur Erledigung der allenfalls <" k. Ministerial-Commissär und Präsident: vr. Carl Ullepitsch m. p. Dr. Schöppel m. p. Inspector. ., Kundmachung, hat i,„ Direction der privil. österr. Nationalbank ^schloss """ehmen '"'^ dem h. Finanzministerium bisher ! ^" Bank ^ Fond durch die Emission der ^iunickl'ehalteuen Bank-Actien zu erhöhen, gen . wi»^i, zi, dieftm C„de folgende Bestimm»»- , °sfe,!: de„ ^' Die Gesammtzahl der den Bank-Fond bilden-^U,y^^wird, wie ursprünglich bestimmt war, auf 2 " Ktück festgeseyt. "Oluta "'" i^de neue Actie sind 800 fl. Bank-g, 3 ^"z"hlen. M,e„ ^en Vcsiftern der bisher emanirte» Bank- a ^eis,, ö"6 Vorrecht auf eine nene Actie gegen Zege» ^,'"3 einer Actie der ftühereü Ausgabe und be„ , ^bluiig des Betrages von «00 fl. B. V. 4, ^uehenden Terminen eingeräumt. ^ß gle^,^,^"'"eld!!ng znm Bezüge einer neuen Actie >^tt f,„k,, "ä> '"" der Einzahlung der eisten Rate f' Vüe» a,' D"se A>,meld»»g »nd Einzahlung wird 'I»»i iU'.« 2lN!l 1833 eröffnet, und mit dem i!« Spät.'"'"ls ^'" Präclusiv-Termine, geschlossen. °'"»,en. "»Meldungen werden nicht mehr ange- wl«'' "nd 's^>ä"'>..^^ "«^fangen können mehrere ir>t werd?^ '' 7«e Ei^ahlung zn jeder Zeit bat " f>'r e »er ^ ^"säumniß der Einzahlung was ""d ."' Verlust 3« > ^°" Ver a .. ^""""",s auf eine neue Actie '^""qe» , 5' " hierauf geleisteten früheren """ tanzen werden 16 Einzahlungs-Naten, jede zu 30 fl. Vant-Valuta siir eine Actie festgescht, und die bezeichneten Tage haben für jede Race als Präclusio-Termiu zn gelten, an welchen daher spätestens die Einzahlung geschehen muß, nämlich: für die erste Rate der 13. Imn 1833, mit deren Einzahlung die Anmeldung verbunden ist; für die 2. Rate der 31. Juli 1833; „ „ 3. „ „ 31. August 1833; „ „ 4. „ „ 30. September 1863; „ „ 3. „ „ 31. October 1833; „ „ «. „ „ 30. ?iovember 1833; „ „ 7. „ „ 31. Jänner 1834; „ „ 8. „ „ 28. Februar 1834; „ „ 8. „ „31. März 1834; „ „ 10. „ „ 31. Mai 1834; „ „11- ., „ 3«. Imn 1834; „ „ 12. „ „ 31. August 1834; » „ 1^- „ „ 30. September 1834; „ ., 14. „ „ 31. October 1834; „ „ 13. „ „ 30. November 1834; „ „ 1U. „ „ 31. December 1834. Sollte einer der vorbezeichueten Tage ein Sonnoder Feiertag sein, so ist die Zahlung am nächstfolgenden Wochentage zu leisten. U, Die Anmeldung sowohl als auch die Einzahlungen auf diese neuen Acüen haben ausschließlich bei der Actieu-EinlagScasse in Wien zu geschehen. Bei der ersten Einzahlung und lleberreichung der Actie» wird eine Empfangsbestätigung anSgefertiat e"f°.!n'we.d^ """ best'Mmten Frist Inlerimsscheine wird ^uf'der'i^^ezm"^':"'" "'" ""< »e"e Actie « 2>" der Amneldm.g ist der betreffende Divi-denden-Coup°„sbogen „ icht beizulegen. 9. Jede Partei, welche eine oder mehrere Na»f. Actien be. der Va>>k-Actien-Einlagscasse vorwe ' um eine Vank-Actie neuer Emission anzusprechen muß mit derselben zugleich eine von ihr unterschriebene Consignation überreichen, in welcher die Coupons« Nummern der vorgewiesenen Actieu in arithmetischer Ordnung aufgeführt sind. Wenn Interimsscheine bei der obbeuannteu Casse zur Amtshandlung kommen muß ebenfalls von den Parteien immer eine unter-fertigte Cousignatio» beigebracht werde», j„ welcher die i» jedem Iuterimsscheine bezeichnete Coupons-Nummer in arithmetischer Ordnung aufgeführt ist. — Die Blanqneten dieser Consiguationen werden beider Acticn-Emlagscasse unentgeltlich erfolgt. 10. Nach Maßgabe der geleisteten Einzahlungen werden vom Tage des ErlagS bis zum 31. December 1884, 4°/„ge Jahreszinsen vergütet. Die Vergütung der Zinsen erfolgt sogleich für jede» eingezahlten Betrag vom Tage der Einlage bis 31. December 1834. — Vom 1. Jänner 1833 au werde» kei»e Zinse» mehr vergütet, sondern es treten iion diese»! Tage nach geleisteter voller Einzahlung alle Accien neuer Emission in die ganz gleichen Rechte und Verbindlichkeiten der früheren Vank-Actie». Die vorsteheiide» Bestimmungen kamen in der außerordentlichen Versammlung deö V.,!,k-AuSschusses zur Verhandlung, und Herde» »uumehr nach der be. reits erfolgten Zustimmung des hohen k. k. Finanzministeriums zur öffentlichen Kenntniß gebracht. In Beachtung des eigenen Interesses der Herren Bank. Actioiiäre hält sich die Bank-Direction für verpflichtet iu Eriuueruug zu bringen, daß die vorerwähnten Bestimmungen über die Einhaltung der Termine genaue-sseus zn beobacht?» sind, widrigenö bei jeder Ver-säumuiß die vorbezeichüete» »achcheiligen Folge» eintreten müßte». Wie», am 9. Mai 1833. Pipih Bank-Gouverneur Sina Va»k - Gouverneurs - Stellvertreter. Robert Bank-Director. ^ Nichtamtlicher Theil. Oesterreich. Wien, 4. Mai. Ueber die oo» der eingesetzten Commission allerhöchsten OrtS angelangten Stadt-erweiterungsentwürfe haben Se. k. k. apostol. Majestät zufolge eines allerhöchsten HandbilletS vom 4. dieses Monats vorläufig anzubefehlen geruht, daß jene Strecke des Glacis, welche von der Ecke des Nöthen Hauses beginnend, parallel mit der jeßt bestehenden Häuserreihe der Währinger und Nossauer Vorstadt bis an den Donaucanal fortläuft, zu Baugründen umstalcet, uud durch deren Veräußerung ein Fond creirt werde, dessen specielle Verwendung sich Se. t. k. apostol. Majestät vorzubehalten und im Allgemeinen für nothwendige größere Bauten sowohl im Innern als i» dem Umkreise der eigentlichen Stadt Wien zu bestimmen geruht haben. Es wurde demgemäß der ungesäumte Verkauf dieser Gründe und die aus dem Erlöse derselben zu erfolgende Creirung eines BaufondeS bei der Kriegs-casse anbefohlen, ans welchem, sobald eine Summe von 100.000 fl. sichergestellt erscheint, der Umbau deS Stnbentbores bestritten werden wird. Mit diesem Umbaue werden neu anzulegende Com-nninicationen in das Innere der Stadt in Verbindung geblacht, auch ist eine Erweiterung des Carolinembores im Plane. Für den von Sr. k. k- Hoheit dem Herrn Erzherzoge Mar Ferdinand angeregte» Kirchenbau wird ei» Plaß auf den Glacisgründen zwischen dem Schoeten-»,,d Fischerthore ausaemittelt werde», welcher ungefähr iuiültte,! dieser beiden Thore und der Neilbriicke sich beftüdet n»d somit ringsum einen freien Zugang habe» wiid. Ueber die schon flüher im Allgemeinen allechöchst bewilligte Stadterweiternng vor dem Kärntnerchore wird einer abgesonderten allerhöchsten Schlußfassung entgegengesehen. Wien, 6. Mai. Von den in der Festung Großwardein verhaftete» St«flingen sind durch d?» Herr» Civil- und Militärgouverneur, Sr. k. t-Hoheit Herrn Erzherzog Albrecht, 63 amnestirt worden. Nach erfolgter Publication des AmnestieacteS war feierlicher Gottesdienst, und wurden die amnestirten Sträflinge sodann entlassen, nachdem sie für Se. Majestät den Kaiser und das allerh. Kaiserhaus die lautesten Lebehochs dargebracht hatte». — Se. M. der König Leopold I. von Belgien hat die Neise über Coburg u»d Berlin »ach Wien bereits angetreten. Mit Ihm reist der Kronprinz Leopold, Herzog von Brabant. — In der k. k. Winterreitschnle fand gestern die zweite nnd heute die dritte Probe deS Carroussels Statt, welches zur Feier der Anwesenheit Ihrer Majestäten der Könige von Preuße» und Bnieri! i» altspanischem Costume vo» Eq»italio»soffizieren ausgeführt wird. Auch die Militärmusikbanden, welche dabei mitwirke» werde», haben ihre Proben bereits begönne». " — Da mehrere preußische Handelsleute über die Zollabfertigung für transicireude Güter in Oesterreich Klage führten, ist von Seite des Handelsmiui-sseriumS ei»e genaue Erhebung der Veschwerdepunkte ailgeordnet worde», damit die bezeichneten Utbelslände mit Beschleunign»«, beseitigt werden sölüiei!. __ Die zur D»rchführ»»g dvertrages nieder-gcsepte Commission hat ihre Thätigkeit unter dem Vorsipe deS Herrn MinistelialracheS v- Hock mit 1. d. M. begonnen. — Das neue Berggeseh, dessen Erscheine» be» vorstehend ist, wird für den Gesammtbereich der Monarchie Giltigkeit haben. Der Entwurf des GesepeS ist soebe» beendet. In umfassender Weise wurde i» " demselben der hochwichtigen Entwicklung deS Stein-kohlenbalies Sorgfalt gewidmet. — Nach Beendiguxg der Ausprägung nach dem nenen Systeme drS Vorrathes, dn, die t. k. Müoze an Silberbarren besißt. beginnt, wie die „Cop, Ztgs.» Corr." berichtet, die Umprägung von süoa'ner'la''" H36 scheu Thalern im Betrage v°» mehrere» Millionen Gulde», die sich im Besiye der Finanzverwaltnng befinden , sodann mit dem gesammten Silberrocrath der Bank. — Dem Vernehmen nach soll die Instruction bei ärztlicher Untersnchnng der Necrnten, die im I. 1838 sanction,« wurde, einige Abändernngen erhal-ten. So soll dnrch die Einfnhrnng der Percussions-schlösser das Gebrechen the,lweise fehlender Vorder-zahne von der Tauglichkeit, mit der Waffe zu dienen, nicht mehr ausschließen. Doch müssen die üdri-gen und namentlich die Schneidezähne, sich in einem guten Zustande befinden. Bei ungesunden Zähnen, insbesondere bei Zahnfäule, sollen Indioidnen wohl vom Felddienste, nicht aber vom minderen Militärdienste ausgeschlossen sein, — Dem „Osservacore triestino" meldet man aus Wien. daß am 4. dem Herrn Geueraladjntan-ten Sr. M., Grafen O'Donell, ein Ehrensäbel, welchen einige Triester ihm znr Erinnerung an die dnrch ihu bewirkte Rettung Sr. M. anboten, überreicht worden ist. — Das Denkmal, welches dem Philosophen Kant zu Königsberg in Prrußen gescht werden soll. hofft man im nächsten Jahre an dessen Geburtstage (den 22. April) enthüllen zu können. — Heinrich v. Schubert beging am 26. v. M. in Münche» seinen drei und siebenzigsten Geburtstag, nachdem er vor einigen Tagen (am 2l. v. M.) sein fünfzigjähriges Doctor-.Inbilaum gefeiert hatte. Die Münchner Universität eben so wie die Erlanger Fri-derico-ÄKlandrina nnd die Ienenser medicinische Fa-cnltät Halts» an jenem Tage nach altem Gebrauche dem greiseu Gelehrten ein erneuertes Docior-Diplom übersandt, nnd ihm in herzlichen und schonen Worte» ihre Freude darüber ausgedrückt, ihn noch immer in der Mitte christlicher Wissenschaft in Thätigkeit zu sehe». — Eine philantropische Gesellschaft in Zürich hat zwe,i Preise »on 600 nnd 2üO Frs. ausgeschrieben für eine ansführliche Darstellnng aller jener Eiurichtnu-ssen, welche unter den verschiedenen industriellen Volker» z» dem Zwecke eingeführt worden sind, die sittliche und leibliche Wohlfahrt der Fabrikarbeiter zn heben und zu sichern. Der Termin zur Einsendung geht bis zum 1. Jänner 18-i4. i ' — Die Seideuranpenzncht wird in der Lombardei durch die Witterung begünstigt. Die Maulbeerbaume decken sich allmälig mit gesundem Lanb, nnd man glanbt, das; die Raupen zwischen dem 1>i. und 20. l. M. schon ausgebrütet sein werden. — In der königl. Bibliothek zu Brüssel hat man eine äußerst interessante Entdeckung gemacht, »äni-lich ein Eremplar der Trauerspiele des Sophokles in einer Ausgabe vom I. 1Ü68 mit Randbemerkungen von der Hand Nacines; Vergleiche mit andern Autographen dieses Dichters lassen über die Authenticität derselben keinen Zweifel übrig. — Nm 23. v^ M, fa»d in der London-Tauern das jährliche Festessen der Gesellschaft der Freunde für uothleidende Ausländer Statt, Es waren etwa 120 Herren, meistens Fremde, anwesend. Die Gesellschaft ward im Jahre 1806 gegründet, und ihr Zweck ist; dürftigen Ausländern in London, ohne Unterschied deS Landes und der Religion, vorzüglich denen, welche ans keine Gemeindeu»terstül)uu,,; Anspruch habe», UuteisnüMig z» gewahre» und solchen, die es wünschen, die Mittel, in ihr Vaterland zurück zu kehre», zn verschaffe». Der Graf von Carlisle führte den Vorsil), Auf den Toast für die auswärtigen Souveräne, unter deren Schn!) die Gesellschaft steht, antwortete Ritter Bnuse» und bemerkte in seiuer Rede, daß von allen Nationen die Deutschen am meiste» der Unterstüpung der Gesellschaft sich erfren-ten. Seit ihrer Stiftnng hat leyiere 83,!)30 AnS-ländern verschiedener Nationen Beistand gewährt; augenblicklich werden von ihr 82 regelmäßige Pensionen ansbezault, während außerdem im abgelaufenen Rech-n»NH5jahre 9>i Personen g>legentliche Unterstüßung erhielten. Die Geschenke, welche während deö Diner's gezeichnet wurden, beliefen sich auf 16l? Pfo. Sterling, — Ei» englischer Chemiker hat eine Entdeckung gemacht, welche, weuu sie sich bestätigt, nicht nnwich-tig sei» dürfte, daß nämlich Baumwollenfaden, mil kaustischer kalter Natronlauge behandelt, sich s«dr be-deucend verdichten und haltbarer wecdeu; ein Banm-wollfaden, welcher bei einer Belastung von 26 Loth reißt, ist, mit vorerwähnter Flüssigkeit behandelt, im Stande, 40 Loth zn tragen. Auch fettige Gewebe soll man auf diese Weise verdichten tonnen. — Ans Kufstei n, 29. April, wird der „Allg, ^'«" ^^'''b«» -. Leider ist eö wahr, daß sich vor wkt» »,??""' "b"' uuserem Städtchen cin Unge-sp^er^!T" l^^. ?7 "'" ^leideter. goldge-ten ehemals ^^^"">","e "'"' l^ion.r- dnrch Bestechnnt« d .uHr"!P's "'? """"" se.ue Pläne zn ginnen ge^ ^"lp^gelnngen snr ten Tage sollttn die GeU^^/^^ww-eröffoes, d.e Sträflinge anü her Festung gewann entführt und, wie das Gerücht beifügt, die hier com-mandirenden Chefs ermordet werde». Bereits waren die Schlüssel zn ocn Gefängnissen angefertigt, als die Wachsamkeit des Festnngöcommaudo's nnd ein glücklicher Zufall die Anschläge der Meuterer eul-deckce. Einer der Mitangeklagten, dessen Schuld aber bis jeßt nicht coustatnc ist, entleibte sich selbst, die übrigen Verdächtigen wmden nach Innsbruck abgeführt, wo ein miliiärrechllicher Spruch ihrer harret — der Emissär ist entronnen. — Die „Prcßburger Zeitung" berichtet: „Eö ! gewährt uns inniges Vergnügen, eine fchöne Thai oeroffentlichen zn rönnen, vollbracht von 2 Offizieren unserer trefflichen k. k. Armee. Als am 2., Nachmittags nm 3 Uhr, drei croatische Männer nnf c,nem Kahn dnrch die Brücke fuhren, fing sich derselbe ,u einer der dort befindlichen Ketten und schlng nm. Während die Augenzeugen für das Leben der drei Gefährceien zitterten, sprangen zwei Officiere vom k. k, Pionniercorps pfeilschnell in die an der Brücke hängende Nothzille, und retteten alle Drei glücklich. Wir bedauern sehr, daß uns die Namen der hochherzigen Recter nicht bekannt sind." — Die „Nation" meldet, daß in einem Dorfe in Castilien eine Frau im Alter von 123 Jahren gestorben ist, die sich in ihrem hundertsten Jahre wie-der verheirathet hatte. Sie hinterlaßt 14 Söhne, deren jüngster ?0 Jahre alt ist. — Aus Stralsnud wird unterm 26. April von einem so gesegneten Häriugsfang geschrieben, daß daselbst 80 Stück frischer Häriuge für 6 Pfennige verkanft werde», da eö an der Möglichkeit eiucs raschen Absatzes nach entfernteren Gegenden mangle , und die Bevölkerung der Umgegend nicht im Stande ist, die große Meuge der gefangenen Fische in einem oder zwei Tagen (so lange halten sie sich nnr frische zu verzehren. — Am Vormittag, fast um dieselbe Zeit, wo die sterblichen Ueberreste Ludwig Tiect's znr Erde bestattet wurden, erfolgte in Berlin auch die feierliche Beerdigung des Iustizraths Richard, welcher einer der geachtetsten Anwälte dcs dortigen Stadtgerichts war, — Mousigi'. Pn'iro Giuseppe d'Ävell', y Na-varro, Tecan des Tribunals der Sacra Rota zu Rom, ist daselbst am 26. April, ?? Jahre alt, mit Tod abgegangen. — AnS Mailand, 2, Mai. wird der „Tr. ^ Ztg." geschrieben: In kürzester Zeit wird die kaiserl. Regierung einem längst schon schmerzlich empfundenen Uebelstande, der den laglich sich mehrenden Verkehr zwischen den Bewohnern der Valcellma und jenen der Valcamonica erschwere, dnrch Anlegung einer neue,! Bergstraße über Äprica abhelfen. Seit 1, März ivnrde an diesen StraIeuban bereiiS Hand angelegt, nud er soll lant Vertrag im Monat Angnst 1834 vollendet sein. Die ganze Länge des Weges, der an der Adda-Vrücke, bei Tiesenda anfängt, und sich bis znr Gränze der Provinz Bergamo erstreckt, beträgt 14.000 Metres, nnd dessen Anlegungskosten sind um 700.000 Lire veranschlagt worden. Der Hanptzweck, den die k. k- Regierung mit Herstellung dieser Straße erreichen will, ist, wie schon angedeutet, die beüöihigte engere und leichcere Verbindung der Valcamonica mit der Valtellina, allein dnrch dieselbe wird auch noch der weitergehende Vonheil erzielt, daß die Provinzen Bergamo, Brescia und Soudrio ein weit kürzeres u»d sichereres Verbindnugsmitlel unter sich nnd mit dem Schweizer Canton G>anbündien erlangen. — In der Berliner „Zeit" lese» wir folgende eigenthümliche Nachricht: Vor einigen Wochen ging ein schon bejahrter Mechaniker i» Berlin über die Straße, als er plöyllch vom Schlage gerührt, zusammenstürzte, und ans der Stelle starb- Vor, einigen Tagen ging die Wiiwe des Verstorbenen aus, und ans derselben Stelle, wo ihr Mau» verschiede» war, wurde auch sie von eine,» Schlaganfalle getroffen, und starb sofort. Am leyte» Mittwoch »UN kam ihre Schwester vo» Nanmburg i» Berlin a» , um dem Begräbnis; beiznwohüeu. Einiger Geschäfte wegen mußte sie ansgeheu, uud auf derselben Stelle, wo ihr Schwager und ihre Schwester gestorben waren, fiel auch sie zusaunueu, um nicht mehr anfznstchen. — Am 7. April starb zn Vorgweinting unweit Regensburg im 18. Lebensjahre die Banerstochter Illlle Eugelbrecht, die vor 8 Jahren an eigenthümlichen convulsirischen Zuständen erkrankte, Kicher nur an Feieriagen ans dem Bette in die Kirche getragen wurde, nnd nach Anssage ihrer Ang>hörigen während dieser acht Jahre weder feste noch flüssige Nahrung — uicht einmal Wasser zn sich genommen haben soll- Das Gerücht von dieser augeblichen Erscheinung war ziemlich verbreitet. Die „N, Münch. Ztg." theilt »un darüber mit, daß bei der am 8cen April l, I. vorgenommenen Leichenöffnung lediglich Tuberkeln und Ercaracionen in den Lungen, dann tuberculöse Geschwüre im nutern Theile des Dünn-daimeS sich vorfanden, alle übrigen Gefäße aber, namentlich der Magen :c. »ach Ausdehnung, Strnclur :c. vollkommen normal nno überhaupt in einem solchen Znstande ware», dhß jenes Gerücht am Vollständigsten als falsch sich erwies. 5 Die Beschlagnahme eines aus Mazzini'S Fe« der herrührenden Mannscriptes und der dießfälligen Probedrnckbogen hat zn einer Interpellation in der Turiner Abgeordnelenkammer nnd zu Erplicationen zweier Minister über den Gegenstand Veranlassung gegeben. Wir legen der Sache keine besondere Wichtig keit bei. Es ist ja eine weltbekannte Thalsache, daß Mazzini, sowie die ganze europäische Rcvolntionsprv-paganda die Presse als eines der vorzüglichsten Re-voluiionsmittel i» Ai'wendung bringt, »ud daß sie gewisse Läuder zum Gtapelpla!) ihrer Vrrschürenlite-ratur ausgewählt bat. Weder die Thatsache der Eri-stenS eines solche» Mazzini'schen MaunscrlpteS, »och der Ort, den der Urheber für den Druck nnd die Verbreitung gewählt hat, erschienen uns daher als eines besondere» Aufsehens werth. Selbst der Umstand, daß das Ministerium i» Tmin drin Mazziüi'schen Manuscript« auf die Sp»r z» kommen suchte, und mit Geld den Weg zu seiner Entdeckung geöffnet hatte, will uns nicht erheblich erscheinen, denn es ist eben so bekannt, daß die RevolulionSpläne von Mazzini gegen jedes legitime Princip, somit auch gegen das i» Turin gerichtete sind. Mazziui repräsidirt nicht die ganze italienische Revolutiouspartei; erst wenn diese in alle» ihre» Verzweigungen von allen Regierungen Italiens scharf überwacht, uud ihr die Mittel zur Verbreitung ge» waltthätiger revolutionärer Auftritte, oder doch M Nahrnug einer fortdauerudeu Benuruhiguug und A"f« . reizung der Gemüther, nämlich Gold, eine dieustb.n« Presse uud Associationen, allenthalben abgeschnitte» werden, erst wen» eS als eine lebendige Wahrheit überall erkannt wird, daß die von welch' immer einer Seite uud unter waö immer für Vorwände» ge« gen ei»e» Thron ausgehende Machinationen, alle cni« deren und namentlich die zunächst stehenden u»ter>i>'^ beu; erst dann ist der Revolution als solcher der L«' beusfaden abgeschnitten, und wird mit ihr auch die specifisch Mazziin'sche Revolutionspartei znr Ohmuacht herabsiuken. — Ans Turin wird gemeldet, daß eine englische Gesellschaft den Ban einer Eisenbahn von Locarno nach der Schweiz übernehmen wolle, und die Regierung entschlossen sei, sich mit 10 Millionen bei der Aronabah» zu liecheilige», '«ssran», lj. Mcu- Nach ciügel^fi:»?,! dienstliche» Berichte» ist in Folge der vergangenen Miß° jähre, dann dcr in der letzte» Z'ic stattgehabten Ei> meutarereigmsse, bei der Bevölkerung der Fi»""« »er Gespanschaft, namentlich jener der Delnicer V^ cegespauschaft, welche rücksichtlich dcs karge» heiw^' lichen Bodens stets mit Elend zu kämpfe» hat, gl^' ientheils in der Fremde Virdienst zn suchen geuotlM ist nud kein Vieh uud andere Mittel sich zn ei'l)^ ten besiyt, ein solcher Nothstand an Nahrnugomitt^ eingetreten, daß sehr viele Familien, ja sogar g^ Gemeinden, von der äußersten Gefahr der Hnugll^ noth zn unterliege», bedroht sind. Um diese, unglücklichen Familien einem so >'^ menlosen Elende zu entreißen, findet sich die Ba»a>' regierung veranlaßt, sämmtliche Bewohner Croati^' nnd Slavoniens dringend anfjnforder» , durch w"° Beiträge eine möglichste Hilfe bringe» z» wollen- Trieft, l>, Mai. Nach dem Rech»»ngsabftl><>'^ oes Comilü'6 der „Kaiserin Maiia-Auna-Slift^^ betrug der Cassabestand am Ende April 18.^3 3^.^ st, 29-Vz kr., und zwar 3188 fl. 297« kr. bar < 32.140 Gulden in Obligatione». Da E»de M, 1833 das erste Jahr des Bestandes dieser >"><^^ gen Marine-Stiftung ablänft , so ernent das "^ rine-Ober-Commando bei sehr befriedigendem Ni>^ ^ ans deren segenreichev Gedeihen den wärmsten ^^ den edlen Gebern und den ihäiigen Bemühnng^'^ Civil- und Militärbehörde» und Körperschaften ^^ Kronländer, und spricht die beruhigende H^u" ,-ans, cs werde die Sympathie für dlefe nene ^^,st Stiftung znr Erstarkung deS Stammcapilals ^ ^> rege erhalten bleibe» , wie sich die übrige» ^ ^!' Laud-Armee-Invalideustiftnngen fortwährend >'al ter Znftüsse erfrene». V e u t I ch l n n d. Berlin, 4, Mai. Das „C. B." Nl'"^,l,ec „In mehreren Zeituugeu werdeu Zweifel ^ ,^i,i geäußert, daß die Kammern wieder zusam>uc> ^,, werden. Man stüyt dieselben namentlich "usb^ Ve» , muthnng, die Standeeherreu würde» sich "'"^„'>m^ ihnen iu der neuen Organisation der erste» > ^,^r< angewiesenen Si!) einzunehmen, um sich ^"<^,^ ihnel' kennnng der Verfassnng die Gerecht,ame, we, ^ ^s> durch diese vermeintlich entzogen seien , >> '' ^„tzie',.. gebe», und sich eine Verwahrnuc, qegen °>' ,^^' bung nicht zn verschränken. Es liegt 1^ r . sf Grnnd zu einen, solche» Zweifel vor. und " ^.^^h, „och keine Veranlassnnc, g^oten. "M sich ' ^,»'< m. oder Ablel'nnug eiueS ^>l)es '" de> e ' ^,^. er ansznsprccheu. Was hierüber verb.ett/ beruht auf ^n arnndlos^en Vermuthung. ^.„g,> Der Minister deö Inner» hat die ,'"U HI? angewiesen, eine Zusammenstellung der gerichtlich erkannten oder polizeilich angeordneten LandeSoerweisuugen lmd deren Veröffentlichung durch die Amtsblätter periodisch zu veranlassen. Augsburg, 2. Mai. Durch die gestern erfolgte Eröffnung der Augsburg-Liudauer Bahn bis Immenstadt ist »nnmehr die Locomotive mitten in die Voralpen des AllgäuS vorgedrungen. Unmittelbar am Fuße des Immcustädter Horns, dessen Scheitel und Abhänge gegenwärtig noch tiefer Schnee deckt, erheben sich die Vahuhofgebäude, deren Wände hier zum ersten Mal mit der malerischen Holzverschalung der Gebirgöhäuser bekleidet sind. Mit der ersten Station limter Kempten, Walteuhofe», fuhrt die neu eröffnete Bahnlinie bereits ganz in die Scenerie dcs baier'schen Hochgebirges, und wohl keine Strecke der mittel- nnd norddeutschen Bahnen wird einen so reichen Wechsel ^smiiger Laudschaftsbilder auszuweisen haben, wie °'e b.ner'sch« Bahn von Waltenhofen bis zur Wasser-!cheide des Rheins uud der Donau bei Staufen. Frankfurt a. M., 30. April. In der vor-'Mrigeu Siyung der Buudesversammluug wurde, wie verlautet, unter Anderem die Frage von der Rückerstattung der Kosten, welche mehreren Vuudesregie. Uwgen im Iabre 1848 der Transport einer Anzahl »ber die französische Gränze herübergekommener Po-^»verursacht hatte, zur Entscheidung gebracht. Der Veschlusi ging dabin, daß die betreffenden Ausgaben (obwohl sie »icht gerade zu einem Bundeszwecke gedacht worden, sondern vielmehr polizeilicher Ärt ge-^'ese») auf die Buudesstaate» gemäß der Bundesma-^>ke! repattirt werdeu sollen. In derselben Eiyuug >l'»>di der Buudesoersaminluug ei» Gesuch des seil Obrere» Iahreu in Frankfurt domicilireuden Stati-^"kers Hri,, ^ou Nheden vorgelegt. worin dieser nm ^^'t finanzielle Unterstützung von Seiten des Bundes zur Forderung seiner statistische» Arbeiten anhält, ^u Vernehme» nach wurde der Beschluß gefaßt, >kjeö Gesuch den Bundesregierungen zn ihnen geeig-^ scheinender Berücksichtigung mitzntheile». ^,. Vtcissdeburg, 30, April. Durch gemcinschaft, ^' Beschluß t>cr Minister dcr geistlichen, Unter-^^ '' Und Medicinalaugclegenheite» und des Iuucr» wcn^^',^^ hiesige freie Gemci,,de ein Verfahre» >8i» ^^deraufhcbung dcr dieser G^minde im Jahre Zw^/^^'lten Koncession augeordntt. Zu diesem ! / ^^' 3,'„ Schriftsti'ick i'il>ergcl,e„ , ,„ wrlchem aus "U ^nhaltc cincr^vor ^li,,zci» erschiene,,e,, Broschiire des SprcchcrS Wachse „Ucl'cr dc„ Unglauben a» Gott, Tugend und Unsterblichkeit«, aus mehreren in verschiedenen Gemeindeversammlungen gehaltene» ^orlrägcn und cinzclne» Aeußerungen übcr die kirch. ^)k GlaubcnZlehrc uachgcwicsm, d.iß die gef.tzlich.u ^lschiistcn i» den §z, >3 und 1^ des allgemeinen "'^d,cchts verletzt seien, und zugleich ausgeführt ^Utde, daß die Gemeinde für die gesetzwidrigen ^ch,-^!" und vortrage ihrer Sp'echcr zur VeranOvo,! , k'l gezogen weiden tonne. Diese Vorschrift!» N^"' «Jede KircbengescUschaft ist verpflichtet, ihren "^iedcrn Ehrfurcht gegen die Gnlttmt, Gehorsam Nck" ^^ Gesetze, Treue gegen den Staat uud sill fH^»e Gesiunuugen gcgrn ihre Mitglieder cinzu-,»,d '"', ünd „Rcligionsglliudsätzc, welche diesem zn der " ^b ' !"^^" ''" Staate nicht gelehrt und wc den<^"^''b noch in Vulksschrificu ueibreitet wer, sie '„ ^^' Vorstehru wurde zugleich lrössuet, daß k. ny^ Entscheidung der Sache in ci„em am 19, le,» ' ""» der töninlichen Regierung diec augcsetz.-s°l!t '^>l>c üder die Autlagepuncte gehört werden i» »,°" U„d sie hier unter dem Nechtsuochtheile. das, ch^" Sache nach li,>ge dcr Acten Beschluß gefaß, ''' würde, zu erscheinen hätten. r>>,i/"aiuz, 30, April, Gestern Abend wurden U,,d" 2y Hackergesellen auf ihrer Herberge verhütet ts.,,^ -lch ciue Militärpatrouille au! den Holzünnm !,„>„/">>>!; dieselben halte» sich, seit längerer Zeit sielen kr, "'^ ^^ "^' ^" Bäckermeistern aulgc- Gesk,, ^wcrdsordnuug, welche einigen unter den lich /" überhandgenomnnueu Ucbelständcu, namenl ^bc„h" Spiclsucht, vorbeugen soll. schon seit einigen ^"z^ ^^"sammelt und gilbten nun gestern Al'cud ,?ß s,'"""Ulthe am besten dadurch !in,t zu machen, l'ihi^ b>c verhaßte Gcwcrbsl'rdnung unter Aus- ''">„„^ "llcrlci lumnllu.irischcr Erc.ssc auf der qe,- "stetes, H^licrge zerrisse,,. Heute wurden die Vcr^ ^°'"^e„ ^'"" ber Polizeibehörde zu Prolocoll vcr- ^e»,s, ' um die Rädelsführer hcrauszuftude» und l«dl ..».'.'"^ Besiuden dcstraseu, oder ans dcr "Ufernen zu tonnen, dbe a ^ ^ w e i ;. "^ 20- 'A?,,,?^"a"ls ist wieder i» Bern nnd wohnte ,^" ^e,b,,, ' "uer buudesrälhliche» Verhandlung bei, " ^"folaiin ^'"'" """" Eröffunügen gemacht, d. N"ch d/,. «?^'" ganz Unschuldige zu verhinderu, ^^'N, a,,./'V"'"er Zeitung" l,at die Regierung ^^^-^--^-^^^^ilanischen Militär-l>api- tulationc» begriffene» Stände die Eiuladimg zu einer Conferenz gerichtet. Der directe telegraphische Verkehr zwischen der Schweiz uud dem Großherzoglhnme Baden, über Basel, hat begonnen. Der Vundesrath hat c»> die Eisenbahn-Verwalttm-^gen der ganze» Schweiz einen Veschlusientwurf über die technische Einheit im schweizer'schen Eisenbahnwesen abgesandt. Der Beschluß ist eine Vollziehung des Art. 4 2 des Bnndesgesel)cs über den Bau uud Betrieb von Eisenbahnen nnd geht dahin, die einheitliche» Vorschriften, welche für de» durchgehenden Verkehr auf den deutschen Vereinsbahueu gelten, auch für den Bau nnd Betrieb der schweizer'schen Eisenbahnen als bindende Vorschriften festznstelle». Diese Vorschriften beziehe» sich auf Vahuban, Schieuenlage, Wegübergänge, Betriebsmittel », s. w. V e l g i c n. Vrnssel, 2. Mai, Gestern fand hier eine Feierlichkeit Statt. Die Gesellschaft der „Armbrnstschnpen dcS Grafen vo» Flandern" machte diesem Prinzen (Philipp, zweiter Sohn des Königs) ihre Aufwartung. Ans dem ganze» Lande waren Deputationen der verschiedenen Gilde» zusammengekommen. Ihre alten Banner an der Spiye, marschirten sie anf's Schloß, Der Graf von Flandern, de,i sie zu ihrem Patron erwählt haben, kam ihnen entgegen uud überreichte ihne» das Banner, daS ihm für diesen Zweck durch de» Adel von Brüssel eingehäüdigt war. Dieß Banner ist sehr reich: es hatre eine Schildform üud war von rothem Sammet. Die Wappen der Ehrenmitglieder, des Grase» Beanfort, des Fürsten von Ligne, des Herzogs von Ursel, des Prinzen von Croy, des Graf.,» Carl Merode, deö Grafen Oulttemonc, des Grafen ^iedekerke u. s.'w, waren darauf gestickt. Darum die Worte: ^nlilm» ljcl^m'm» unl»i!itt,« kl^n'wli l;i'ux!>l!,'U5i I'rinLipi« ?I,iIips,i („der alte belgische Adel der Brüsseler Gilde, des Grafen Philipp." I r a n k r e l ch. Paris, 1. Mai. Die Gcselzvorlage über das Geschwo»»engericht wird wahrscheinlich nicht auf das nächste Jahr verschoben werde». Die Commission des geselMbendeu Körpers vcrzichlet auf eine» Theil der Veränderungen, welche sie i,i das Gesch bringen wollte, der Staatsrath wird dem Vernehmen nach den andern seine Zustimmung ertheilen, und man wird solchergestalt zn einer Vereinbarung gelangen. D« „Mo»!te»r des HeereS" widmet dem Lager v°>, pelfaut bei St. Omer ci,nge Worte. Er macht zn-^"''^^^/",?l,chk<.it.m, lleb„„s!°lc,.,er„ <,»fme,ksaM, ^il, 1«4>", se,eu delbe» inrurer im Weblai,ch <,eweft,i. 3» dieser Zeit sei aber wege» dcs stlirke» Dieusteo der Armee im In- uud Auslaude kei» Lager mehr errichtet worde». Hierauf gibt das Blatt folgende Beschreibung von der Lage deS Lagers: „Helfaut liegt zwei Stunden von St- Omer; es ist von alle» Terrains, die biS jeyt zu einer ähnlichen Bestimmung gedient habe», dasjenige, welches, wie die Erfahrung gelehrt hat, im höchste» Grade alle günstige» Bedi»gu„gen >» sich vereinigt. Es »sipt eine» trefflichen, dem Staat gehörenden Elercierplal), ungefähr 34 Hectare enthaltend, anf dem sich für nngefähr 7000 Ma»n Infan-terie-Bairacken befinden. In der Nähe uon Lille, Valeuciennes, Düuk,rcl,en :c, gelegen, nicht weit entfernt von der,?lordbab» nnd i» Verbindung mit einem ungeheueru ?>e!) iuuercr Schifffahrt, bietet dieses Lager alle zur Vereinigung von Truppen nothwendige» Hilfsquellen »nd alle für den Transport der Nahrungsmittel nud die Lommunicatioue» mit Paris wüuschenswerthe» Leichiigkeite» dar." Diese Beweggründe habe» den Kriegsminister bestimmt, wie der „Monitenr de l'arm«" weiter sagt, das ^'ager i» Helfant zu errichte» , li»d der Kaiser hat seine Bewilligung dazu ge-gebeu. Das Lager, welches im Ganzen anS 269 Offizieren, ii3»N Unteroffizieren und Soldaten uud 392 Pferde» bestehen soll, wird am 20, Mai bezöge» werdeu. Der Flügeladjutaut des Kaisers, General »-qeiiomme» worden; ein gleiches Schicksal ist, wie man sagt, cincr Petition der Vender zu Theil geworden, welche in den Vesil) der vom Prinze» Cond^ ihnen vermachten Legate gesept werde» wollen, obscho» unter Louis Philippe diese IZIausel des Testamenteödes Prinzen durch einen Ausspruch des Stadtralhes an-uullirt worden ist. Die Handelskammer von Bordeaur hat beschlossen, die Nede, welche der Prinz-Präsident auf seiner Nuudreise in Bordeaui gehalten hat, auf Marmorplatten meißeln, »nd im Innern des dortigen Börse-gebäudeS a» deu Wänden befestigen zn lassen. Paris, 3. Mai. Der legislative Körper hat gester» i» einer Sipung nicht weniger als <6 Gesetzentwürfe durch dere» Annahme erledigt. DaS Befinde» Ihrer Majestät der Kaiseri» ist befriedigend. Noch zeigt sich eine kleine Schwäche, jedoch oh»e jede» beil»rul)igelide» Charakter. Spanien. Zwei telegraphische Depeschen aus Madrid vom 29. »ud 30, April wolle» vo» ei»er Emberufimg der CorteS auf de» Juli und von einem vom Fiuanzminister Vermndez de Castro eingereichie», aber »icht angenommene» Entlassungsgesuche wisse». Die eine wie die audere Depesche bedürfe» der Bestätigung, welche namentlich der ersteren schwerlich zu Theil werden dürfte. Orllßl'ritlmmen und Irlnnd London, 2. Mai. Während „Daily NewS" »nd „Advertiser" heftige Artikel gege» Lord Palmer--ston und dessen eingestandene Absicht der Ueberwa-chu»g gefährlicher, verdächtiger politischer Flüchtlinge richte», übernehme» „Post" »nd „Chronicle" des Lords Vertheidigung. Lelueres sagt, der edle Lord habe dnrch das offvue Eingeständniß dessen, waS eingestcin-de» werden mnß, den Waffe» seiner Gegner die Spiye abgebrochen. Diese Ueberwachung sei allerdings nicht ^ angeliehm, aber sie sei de»n doch »och immer besser, ^ als das größere Uebel »»gehindert geschehe» lasse». Ma» frage die Herre» Coboe» und Bright auf ihr Gewissen, rb es nicht besser sei, einen Geseftesbruch durch Wachsamkeit zu verhüte», als erst dann einzuschreiten, weun die Gese!)esverle!)»»g scho» geschehe» ist. Wie könne» eö diese Friedensfreunde zumal übel nehmen, wenn die Regierung KriegsrüstuügöN gege» auswärtige Regierungen zu verhindern sucht? Da ist Kossnch, der offen eiugestande» hat, er rüste für die „Sache der europäischen Freiheit", d. h. mit andern Worten: für die Förderung deS europäischen Krieges, er sammelt Gelder zu diesem Zwecke, u»d empfiehlt Lente eiuem Raketenfabrikanleu, Ist es ein Verbreche» der Regierung, einen solche» Menschen durch die Polizei bewache» zu lassen? Vo» Mr. Cobden sei es mehr als unrecht gewesen z» «erlangen, daß Lord Palmersto» angebe, woher der Verdacht »nd die Anzeige gegen Kossuth rühre. Müßte darüber einmal Auskunft gegeben wer-de», da»» wäre die Polizei i» ihrer crimiualistischei» I Thätigkeit vo» vc>r»e herei» gelähmt, ilud zum gro- I ße» Tbeil »»wirksam gemacht. Was die Eiuwürfe D Mr. Cobdens gege» dir Verwendung der geheimen ^ Polizei i» England betrifft, so dürften ihue» wenige beistimmen, deuen ihr Leben oder ihre silbernen Löffel werth sind. — „Post" spöttelt über die Manche-sterpartei, die »»verschämt gemia, ist, Alles besser als a»dere Leuce verstehen z» wollen. Ueber den Hale'-scheu Prozeß könne ma» cmständigerweise vor seinem Anogange noch kein Urtheil fällen, aber Kossuths Betheueruuge» seieu offe»bar im Widerspruch mit de» Aussage» des Zeugen Usener. Wen» übrigens die Aussage Useners verdächtigt werden sollte, weil dieser wegen eines — wie es scheint, dnrch Hunger veranlaßte» — DilbstadlS bestraft sei, so möge sich England doch daran eri»»eru, daß die Krone des heil. Stephan noch immer fehle, und vielleicht von einem gewisse» I»divid»lim verwe»det worde» sei. Osmanischcs Neich. Privatnachrichten aus C o n st a n t i » o p e l bis znm 28. v. MtS. lauten übereiustimmcnd da!),n, daß zi die heil. Grabfrage bereitS zur Zufriedenheit Rußlands ^! uud unter Zustimmung des kais, französischen Gesandten, Hrn. v. Delaconr, geschlichtet sei. Eine authentische Bestätigung dieser Nachricht ist vorerst abzuwarten, doch wird deren Glaubwürdigkeit durch die Thatsache erhöht, daß die bis zu jenem Zeitpuncte immer »och betriebenen Nüstuugen nnnmehr bereits eingestellt worde» sind, DaS halbamtliche „Journal de Constantinople" brachte hierüber eine» sehr benwigen-de» Aufsaß. Was die Frage deS griechische» Patriar- , chats betrifft, so sind die Unterhandlungen darüber ' schon" angeknüpft, und im vollen Gauge. Hr. Trouix'- ^ Chauvel ist in Angelegenheiten der neu zu errichtenden ^ Constaiitinoplcr Ba»k »ach Londo» abgereist, Nachrichte» a»S Aleia»drien zu Folge, sind die Eisenbahnarbeiteu so weit vorgeschritten, daß der Bail ° bis Ende dieses IahrcS fertig sein wirb. 1 Griechenland. Berichte aus A the» reichen bis 29. April. Hiernach lag die französische Flotte immer noch vor, Salamis. Die Grüuzstreiligkeil mit der Türkei ist zwar noch nicht ausgeglichen, läßt aber irgeud einer ernste» Vesorgniß keinen Naum. >ag von I. v. zuciumnyr und F. Bamberg in Laibach. Verantwortliche Hevausgeber und AnIjMlh M I^m!lac!ierSett«lt^ Telegraphischer Cours« Bericht der Staatspaviere vom 9. Mai 1853. Tta»l«s!bu>d«,rschr. zu 5 M.lm CM,! 947/8 d.tto . v. 1.1852 . . „ 5 °/o „ ^ l5/16 d.tto.......4» .i,ir., G,>,t>, 108 1/8 Ufo. Frankfurt a.M,, (f,',r <2<» sl, ssidd, Ger ) .»»«.Währ, i„> !l4 l/2 ,1, F,,f>, N,l!d.» l<>? l/4 3 Vlona». Ham''ura, für zu« Thaler Bamo, Nthl. 15» 5/8 l!N°„a>. Liuoriio, für 300 T°H<»„ische «ire, Gu!d. 108 3/4 l Monat. London, für l Pfund Stnliua, Gulden lU-39 3 Monat. Mailand, für 3W Oesterreich. Lire, Guld. !08l/4Nf. 2 Monat. Marseille, für 300 ffranle,!, . <«„>»>, 12? Z/8 2Mo,i„l. P,r,> f»r 30<» Franke» ..Guld >i>8Bf. 2Mi,n.,t. V^kareft für l Gulden . , para 253 31 T, Sicht, «ionstautinllpel, für 1 Euldc» . para 42L 31 T. Sicht. S. M. Lotto.;iehungen. In Wien am 7. Mai 1853: 87. l5. 54. )3 80. Die nächste Ziehung wird am 21. Mai 1853 in Wien gehalten werden. In Gratz am 7. Mai 1853: 52. 49. 27. 41. 69. Die nächste Ziehung wird am 2l. Mai >853 >n Gratz gehalten n^rüen. Z. 222. u (l) Nr. l54U. Edict. Von dem k. k. 3a»desgerichte zu Laidach wird bekannt gemacht, daß zur Belst.llung der in dem dießgcrichtlichcn Inquisilionshause erforoerlichen Wäsche, Kleilunq und Bettfournituren, als: 1. 3« Paar Männerhosen, 2. 6 Weid.rkittel und Mieder, 3. IW Stück Mannshemden, 4. 8U Stück Leintücher, 5. 3l» Paar Strümpfe, «, 40 Paar Schuhe, 7. 30 Stück Winterkotzen, in einem Gesammt'Kustenüberschlage von 534 st. ß lr. CM., am 23. Mai l. I. früh I I Uhr vor diesem Gerichte eine Minuende-Licitation abgehalten werden wird, wozu die Lieferungslustigen mit der Verständigung eingeladen werden, daß die Muster der deizuschaffenden Artikel und die dilßfälligen Licitationsbcdlngnisse von heute an, zu den gewöhnlichen Amtsstunden bei dem ditß-landcsgerichtlichen Secretariate und am Tage der Licitation aber lei der Licitations-Commiffion eingesehen werden kö'„nen. K. K. Landesgericht Lnibach am 3, Mai 1853. 3. 653. (I) Firmungs - Geschenke. Caspar Haditsch, Buchbinder, am Hauptplatze im Cantonischen Hause, empfiehlt sich mit einer bed.utenden Auswahl deutscher und.krai-nischer Gebetbücher, eigens für die heil. Fir° mungzzeit vorbereitet und von 20 kr. bis 10 fl. aufwärts zu haben sind. Fetner ist bei mir angekommen: Notenpapier, welches sich btsondes für schnelle Schrift eignet, da das 'Papier sehr glatt und gut geleimt ist, tt^.^-^°^ Sortiment der ausgezeichnet- '"-us- !,!d Gra, bel Mir ein Lager von Haup^, Cassa ^> Journal-, Factum,-, Wechsel- und C°p?rbÄ)°n in allen beliebigen Formalen, so wie für Frauen sehr bequem linirte Wäsche- und Küchenvormerk-bücher zu den billigsten Preisen zu haben, und bittet um einen geehrten Zuspruch. Z. 645. (2) Gewölbs-NerändeVung. Unterzeichneter erlaubt sich einem geehrten Publicum die Anzeige zu machen, daß er sein Verkaufsgewölbe von nun an am Hauptplatz, im Hause des Hrn. Can> toni hat. Stets bemüht, den Anforderungen des verehrten Publicums Genüge zu leisten, wird es auch ferner sein Bestreben sein, bei einem wohl assortirten Lager aller Gattungen Buchbinder- und Galanterie-Arbeiten bei möglichst billigen Preisen ein geehrtes Publicum reell zu bedienen. Caspar MEaditsch, Buchbinder und Galantcrieardeiter. Z. 650. (2) Wohnung zu vermuthen. Im Hause Nr. 42, Theatei-gasse, ist im zweiten Stock eine Wohnung mit drei schönen Zimmern, einem Vorzimmer, Küche, Speis und Holzlege stündlich zu beziehen. Nähere Auskunst darüber wird daselbst er theilt. Z. 652. Bitte, zu lesen! Gewisse gute Freunde, welche die freund: liche Welt »Neider« nennt, bemüheten sich,die Nach« richt auszustreuen, daß ich mein Geschäft, welches sich dermalen im blü hendsien Zustande befindet, aufzugeben und Laibach zu verlassen ge« sonnen bin. Dieser wohlmeinend seinsollcnden Bemü« hung muß ich die Versicherung entgegensetzen, daß ich nicht nur mein so renommirtes Mode-Geschäft nicht aufgeben, sondern Alles an< wenden werde, solches unter meiner Direction nach Möglichkeit noch mehr zu heben, und söge-stall das mir bisher geschenkte hohe Vertrauen der p. "l". Gönner zu rechtfertigen und zu erhalten, um welches ich treueraM^ noch fernerhin bitte. La i bach, den 9. Mai 1853. Maria Hudovernig, Doctors-Witwe, derzeit Modistin-Z. 654. ("l") ' Anzeige. Unterzeichneter hat die Ehre anzuzeigen, daß er sein Gewölbe seit Georgi in der Theatergasse Nr. 19 eröffnet hat. Vatka ^___________—--- g. 219, 2 (2) Kundmachung. ! In Folge Bewilligung des h. k. k. Handelsministeriums werden vom l3. d. M. angefangen, bis zum Widerrufe dieser Ankündigung, an Sonn- und Feiertagen, jedoch nur bei günstiger Witterung, Separat - Personenznge zwischen Laibach und Laase, zu den gewöhnlichen Tariffspreisen eingeleitet, uud nach folgender Fahrordnung verkehren: ! "^A bfahrtszeit von den ________________________^______1___________^________________________^. /^/ .' in der in der Laiback 2 Uhr 45 Minuten! ^ ^ ^" Nachmittag Sallock ^ Ubk H Minnten 8 Uhr TW Minuten Nachmittag Nachmittag Laafe 8 Uhr A Minn- ^aaie __ ___ Nachmittag Z. 5l8. (5) Gewölbs - Veranderuna. Ferdinand Billiut, bürgerl, Handschuhmacher und Tasckner, bis nun am -Pauptplatz, hat gegenwärtig sein Vcrkaufsgcwölbe am Ecke der Iu^' gaffe und des Burgvlatzes, Haus Nr. 2,3; empfiehlt sein gut sortirtes ^"9" "^ Olac<5-, Wasch-, Kastor- und schwedischen Herren-, Damen- u Kinder-H""^ schuhen, lederne Bettdecken, Kopfkissen und Unterziebhosen, alle Sorten HoseMl ger, Strumpfbänder, Bandagen von bester Qualität, Suspensorien, MM. kränze, Katheter, Brusihütchen, Fontanellbinden, Damengürtel aus ^er " Gummielastiquc, alle Sorten Crawaten für Civil und Militär; 3"^''' , „riv uno Umhangtaschen, sitzkränze, so wie auch Damenhandtaschen aus ^eoel .^ Teppicharbeit, nebst allen in sein Fach gehörigen Gegenständen in großer /luv" zu den billigsten Preisen. i^lideste Bestellungen auf benannte Artikel werden angenommen und auf oas,on ^ verfertiget, Ferners sind nock Goldkupprln für die Herren "n^""< '"^'s ^r« Seide für die Herren Unteroffiziere vorrathig, welche unter dem Fabrltsprel,'-kauft werden.