Laibacher Zeitung. 5 R«« Montag am 3. Mai «»K« Dle Laibacker yeitona" er^eint ,»it Ailsnahmc bcr Sonn- und Fcitrtaqf. täglich, und kostet sammt dcn Ncilaqen im Eoinlvioir qnn,jährig 11 «., halbjährig 5 il. 30 lr, mit ss're .^ 12 i!.. halbjährig « ft. Für die Z..ssellun« >..'« Haus m.d halbjährig 30 sr. mehr zu entricht.». Mit der Post Port., ir. '..? i;s/^ treffe l5 ft., halbjährig 7 ss. .',0 fr. - In sera t >on «q ebuh r für eine Sl'alten dkss,, «cb ih' n ist a'ch den, Provisorischen Gesetze vom «. November l. I. für IuftrtionsstämPel" „och l0 lr. für eine jedesmalige ttinschaltunq hinzu zu rechnen. Amtlicher Theil. H^uf allerhöchste Anordnung wird für weiland Se. königl. Hoheit Carl Leopold Friedrich, Groscherzog von Baden, die Hoftrauer von hente, Samstag den 1. Mai angefangen, dnrch vierzehn Tage mit einer Abwechslung, nnd zwar die ersten acht Tage, d. i. vom 1. bis einschließig tt. Mai die tiefe, dann die letzten sechs Tage, d. i. vom 9. bis eiuschliesiig 14. Mai, die mindere Trauer getragen werden. Nichtamtlicher Theil. Korrespondenzen. Adelsberg, lw. April. __ ,<. __ (Zufällig verspätet.) Der 27. April war wieder für unsern friedlichen Markt Adelsberg ein recht festlicher Tag. Nachmittags nach 3 Uhr kamen Ihre kaiserlichen Hoheiten die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Sophie, Mutter unsers allge-liebten ritterlichen Kaisers, mit Höchstihrem dritt-gebornen Sohne, Erzherzog Carl Ludwig Joseph Maria, der die k. k. Uhlanen-Obersten-Uniform trng, sammt Gefolge auf der Rückreise von Gorz in unserm Markte an, und wurden von uuserm Herrn k. k. Bezirkshauptmann, den Militärautoritäten, der Geistlichkeit und dem Gemeindevorstande an dem Eingänge in den Gasthof „znr Krone" ehrfurchtsvoll empfangen. Nachdem das Mittagmahl schon bereitet war, gingen Höchstihre Hoheiten sogleich z»r Tafel. Nach aufgehobener Tafel gencheteu Höchstdieselbeu in die berühmte Adelsberger-Grotte, die eigens recht schön und kunstvoll beleuchtet wurde, zu fahren. Eine große Anzahl Adelsberger Damen und Herren erwarteten die hohen Gäste schon in der erleuchteten Grotte. Beim Eingänge stauden mehrere Herren mit brennen: den Wachsfackeln; weiterhin ergetzte das Auge der Schimmer von unübersehbaren Dichtern, welche den schönen, riesenhaften Dom beleuchteten, den Gang über die tttt steinernen, bequemeu Stufen uud die Brücke bis zu dem imposanten Turnierplätze! Kaum näherten sich die kaiserlichen Hoheiten mit Höchstdero Gefolge, von Civil- und Milltarautoritaten begleitet, dem Turnierplätze, so erscholl aus demsclbcu em vielstimmiges Vivat, in welches die darin auf einem Felsen postirtc Adclsberger Musik die Volks-hymne in lieblichen Tönen anstimmte. In der Ferne las man anf einem hochangebrachten, schön beleuchteten Transparente die Worte: "Nott erhalte die hohen Gäste S. und C. L." tete ^lw-^ ^""^ s'ch durch das taghell erleuch- imd welche'.7'di"v^ 7 '""""' ^""" ""^"' derbaren Grotte e ""'"' ^""!'7" '"""'" '"rn maiestatlschen Anblick darboten. Als wir Abends au« ». ^ . < ., ^ «v. <> ^. ^r Grotte kamen, war fthon der Markt Ade sberg beleuchtet, und vor dem Gasthofe, wo dle ka.,erl.chen Hoheiteu logirten, stimmte wteder die Musik e.mge Stucke au; so war auch der Abend fröhlich und heiter zugebracht unter Vivat-und /.ivjj« - Rufe. Tags darauf, um N Uhr Früh, begleitete,, die Segenswünsche der treuen, biedern Bewohner Adels-bergs die hohen Gäste auf Hochstihrer Weiterreise ""ch Laibach. Oesterreich Wien, it». April. Der hiesigen Handelskammer liegt ein Entwurf provisorischer Bestimmungen über die Vezeichnuug des Feingehaltes von Grld-und Silberwaren zur Begutachtung vor. — Se. k. k. apostolische Majestät habcn mit Allerhöchster Entschließung vom 13. d. M. die Ver-stärkuug der k. k. Flottille auf dem I^xn-mu^ion-mit einem Kriegsdampfschiffe zu genehmigen und zugleich anzuorduen geruht, daß dieser Kriegsdampfer den Namen „Fürst Felir Schwarzenberg" zu führen habe. — Herr Prof. Dr. Anton V« ghi wird im heurigen Sommersemester an der hiesigen Rcchtsfa-cultät Vorlesungen über ungarisches Civilrecht in wöchentlich l! Stuudcn (Montag, Dinstag, Mittwoch, Freitag und Sonnabend) von 12—1 Uhr Mittags in dem k. k. Theresianischen-Academie-Gebäude halten, welche am 30. April d. I. beginnen. — Die vom Kaiser Friedrich III. im Jahre 1448 erbante k. k. Hof- und Bnrgpfarrkirche zu Wien ist am 29. April 1449 von dem damaligen Bischöfe vou Gurk, Johannes, zu Ehren dcr aUerheÜtgsten Dreieinigkeit, der seligsten Iungfran und Mutter Gottes Maria und aller Heiligen consecrirt worden. Die Unguust der Zcitvcrhältnisse erlaubte nicht, im Jahre 1849 das Andenken an die vor 40l) Jahren stattgehabte Weihe dieses ehrwürdigen Gotteshauses feierlich zu begehen. Dieß wird erst jetzt, u«b zwar am nächstkom-meuden dritten Sonntage nach Ostern, geschehen nud die Feier anf volle 8 Tage ausgedehnt werden. Eine Poutifical-Vesper wird am Samstage Abends das vierte Consecrations - Säcularsest der k. k. Hof-capelle eröffnen und der ambrosianische Lobgesang am 9. Mai Abends es beschließen. Während dcr Octave wird auch an Wochentagen daselbst Vormittags um 11 Uhr ein Hochamt und Nachmittags um halb 6 Uhr eine Litanei mit dem heil. Segen abgehalten werden. Die Kirche wird von 7 Uhr Morgens bis li Uhr Abends offen bleiben. Ihre Majestäten Kaiser Ferdinand und Kaiserin Maria Anna haben für diese seltene Feier einen prachtvollen goldgestickten Pontifical-Ornat aller-gnädigst anfertigen lassen. UnS drängt sich hiebei der Gedanke in die Seele: Möge auch die Gesiunuug Ieuer, welche das Heilig-thum betreten werden, rein l'md glänzend wie Gold seyn und den Rückblick auf die Jahrhunderte, welche an jenem Gotteshause bisher vorübergezogen sind, Jeden zum heißen Danke für die oft wunderbare Rettung in den Tagen der Gefahr und den vielfachen Schutz Gottes, dessen Oesterreich und sein glorreich regierendes Hans sich zu erfrenen hatten, ermuntern, und das vereinte Gebet vieler Tausende andächtiger Christen neue Seguungcn des Himmels auf die Kirche und das theure Haupt ihres hochherzigen Befreiers uud mächtigen Schirmers, unseres Kaisers und Herrn, herabfiehen,' — Unter die wesentlichsten Bestimmungen rück' sichtlich der das Eherecht betreffenden Veränderungen erzählt man — nach einer Wiener Correspondenz der „A. A. 8." — daß künftig sämmtliche canonische Hindernisse — auch die sogenannten geistigen — zusammen zwölf an der Zahl, dem tridcntiuischen Concilium gemäß wieder ihre volle Gültigkeit erhalten, und die Entscheidungs - Fragen mcht mehr wie bis- her vor den Gerichten, sondern bei den betreffenden Consistorien verhandelt werden sollen- Bei den dieß-sälligen Berathungen hat Bischof von Rauscher daS Referat geführt. ^ Die „Linzer Zeitung" berichtet: Neben dem Thurme auf dem Freienberge wird an dem Baue des neuen Knabeuseminars, welches die Diöcese der Mu-nificenz Sr. königl. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Malimilian zu verdauten haben wird, rührig gearbeitet. Das Gebäude wild in eiuer Ausdehnung von 34 Klafter Länge, 9 Klafter Tiefe und einer Höhe von zwei Ctockwcrken erbaut, über dessen Mitte sich die Capelle deS Hauses erheben wird und daS Ganze im gothischen Style gehalten, berechnet auf hundert und mehr Zöglinge. — Aus dem Erzgebirge einlaufende Berichte enthalten niederschlagende Schilderungen des dort herrschenden Elends uud der Noth, dle nun einmal in jenen Bezirken leider endemisch geworden zu seyn scheint. Hoffentlich werden die Bewohner der begünstigte«» Gegenden der Monarchie und namentlich die im Wohlthun niemals ermüdende Residenz auch dicßmal wieder die schwere Heimsuchung der an jene unwirthliche Gegend gebundenen Bevölkerung durch milde Gaben nm so schleuniger zu erleichtern suchen, als der schnelle Geber stetS in doppeltem Maße gibt, ein Princip. daS ein mildherziger, hochgestellter Wohlthäter >n diesen Tagen im reichen Maße zu bethätigen sich beeilte. Herr Michael Edler v. Rambach, dessen menschenfreundlicher Eifer sich seit Jahren so oft nnd so wirksam in Sammlungen für die unglücklichen Erzgebirger erprobte, hat jeue Gabe, die in seine Hände gelegt wurde, bereits ihrer Bestimmung zugeführt; mögen ihr bald zahlreiche andere nachfolgen' — Der Itt. April war für das Benedictinerstift in Admont, für dle Pfarrgemeinde, den ganzen De-canatsbezirk Admont und eine weite Umgebung ein Tag des Jubels und wahrer Freude. Der hochwürdige Herr Prior, P. Leo Kalten egg er, emeriti» ter Dechant und Schuloistricts-Aufseher, feierte das Fest seines .^jährigen Priesterthums. ' In Folge einer Eröffnung des h. Ministeriums für Landescultur und Bergwesen, sah sich der Hr. Statthalter des Kronlandes Kärnten unlängst in den (Vtand gesetzt, der kärntnerischen Handelsund Gewerbekammer mitzutheilen, daß das gedachte hohe Ministerium die Dringlichkeit der Erlassung ei-neS neuen, allen Anforderungen möglichst genügenden Forstgesetzes nie verkennend, auch unablässig bemüht sey, dem allgemein gefühlten Bedürfnisse eines solchen Gesetzes baldmöglichst und dauernd abzuhelfen uud daß demuach auch die Erlassung eines neuen ForstgesefteS baldmöglichst zu gewärtigen sey. " Die k. k. Postdirectionen, mit Ausnahme der im lombardisch-venetianischen Königreiche befindlichen, si„d durch das h. Handelsministerium aufgefordert worden, die mit H. 6 des allgemeinen AmtSunter. lichtes vorgeschriebenen Berichte über die Ergebnisse uud Wirkungen der, österreichischerseitS mit anSwar« tigen Mächten abgeschlossenen Postverträge alsbald zu erstatten. Pr«g, 28. April. Ihre Majestäten Kaiser Ferdinand und Kaiserin Maria Anna haben zur Gründung eines Waisen-InstituteS bei dem Ellsa-belhlner-Kloster zn 6^en 1UW fl. H. «^ ^ ^l^ men geruht. 42 l, Deutschland. Berlin, 26. April. Ein hiesiges Blatt meint, der Iollvereins-Congreß dürfte voraussichtlich von nicht kurzer Dauer sey»; wenigstens hatten diejenigen Negierungen, welche die Conferenz zu Darmstadt beschickt haben, ihre Bevollmächtigten dahin beanftragt, vorläufig bindende Erklärungen nach keiner Seite hin abzugeben. Berlin, 28. April. Der Hr. Ministerpräsident übergab der zweiten Kammer heute eine königliche Proposition folgenden Inhalts: „H. 1. Die Artikel 65, 66, 67 und 68 der Verfassung treten am 7. August d. I. ausier Wirksamkeit. H. 2. Von diesem Zeitpuncte an erfolgt die Bildung der ersten Kammer, auf Gruud königlicher Anordnung." Die vorstehend bezogenen Artikel der Verfassung vom AI. Jänner 185>0 lauten: Art. 6tt. Die erste Kammer besteht: ») aus den großjährigen königlichen Prinzen; !>) ans den Häuptern der ehemals unmittelbaren reichsständischen Häuser in Preußen und ans den Hänptern derjenigen Familien, welchen durch königliche Verordnnng das nach der Erstgeburt und Linealfolge zu vererbende Necht anf Eil? und Stimme in der ersten Kammer beigelegt wird. In dieser Verordnung werden zugleich die Bedingungen festgestellt, durch welche dieses Necht an einen bestimmten Grundbesitz gekuüpft ist. Das Necht kann durch Stellvertretung^ nicht ausgeübt werden und rnht während der Minderjährigkeit oder während eines Dienstverhältnisses zu der Regierung eines nichtdeutschen Sraates, ferner auch so lange der Berechtigte seinen Wohnsitz außerhalb Preußen hat; c) aus solchen Mitgliedern, welche der König auf Lebenszeit ernennt. Ihre Zahl darf den zehnten Theil der zn n und >> genannten Mitglieder nicht übersteigen; bezeichneten nicht übersteigen. Eine Auflösung der ersten Kammer bezieht sich nur auf die aus Wahl hervorgegangenen Mitglieder. — Art. 66. Die Bildung der ersten Kammer in der Art. 6.'i be> stimmten Weise tritt am 7. August des Jahres 18>'i2 ein. Bis zu diesem Zeitpuncte verbleibt es bei dem Wahlgesetz für die erste Kammer vom 6. December 1848. — Art. 67. Die Legislaturperiode der ersten Kammer wird auf 6 Jahre festgesetzt. — Art. 68. Wählbar zum Mitgliede der ersten Kammer ist jeder Preuße, der das vierzigste Lebensjahr vollendet, den Vollbesitz der bürgerlichen Nechte in Folge rechts' kräftigen richterlichen Erkenntnisses nicht verloren und bereits .'i Jahre lang dem preußischen Staatsverbande angehört hat. Die Mitglieder der ersten Kammer erhalten weder Reisekosten noch Diäten. Auch in der zweiten Kammer ist der erwähnte Geseyentwmf von dem Minister deS Innern zur verfassungsmäßigen Veschlußuahme vorgelegt worden. Der Antrag auf Ernennung einer besonderen Com-w'ssion wurde abgelehnt uud die Vorlag- der alten Commissionen, welche über die Pairiefrage berathen hattt, znv Vorberathung überwiesen. München, 27. April. Die Abgeordnetenkammer hat den Gesetzentwurf über Familieu - Fideicom-misse verworfen; zuc nothwendigen Zweidrittheil-Ma< jorität von 84 fthlten :; Stimmen. Wiesbaden, 2,. ^l. Vor mehreren Tagen trat der evangelische Geistliche Christfreund in der Gemeinde Oberroßbach (Decanat Dillenburg) mit stlner ganzen Famille zur katholischen Kirche über - Aus Leipzig wird gemeldet: Einem Gerüchte zufolge hat das sächsische Kriegsministenum angeordnet, daß ferner kem Mitglied der Armee in den Orden der Freimaurer eintreten dürfe, alle gegenwärtig demselben als Mitglieder angehörigen Militärs aber aus demselben austtetcn müßten. — In der kleineu sächsischen Stadt Hainichen beabsichtigt mau, dem Dichter Geliert, welcher dort geboren war, ein einfaches Monument zu setzeu. Aus dem Gewerbverein zunächst ging ein Comit»' dafür hervor; bereits über 300 Thlr. sind allein am Otte gezeichnet worden, und es steht gewiß noch vielseitige Theilnahme anch außerhalb jener Stadt zu hoffen. — Der „Württ. Staatsanzeiger" enthält einen Artikel über „Juden-Emancipation", welcher diese Frage von zwei maßgebenden Gesichtspuncten be-lenchtet. Einerseits strenges Einschreiten gegen die Classe der Schacherjuden, anderseits aber gehörige Berücksichtigung der den Wissenschaften oder ordentlichen Gewerben sich hingebenden ehrenwerthen Israelite» durch Gewährung der vollen staatsbürgerlichen Nechte. — Am 26., 27., 28. und 2!>. Mai wird in Branuschweig die siebente Versammlung deutscher Architecten und Ingenieure Statt finden. Die letzte Versammlung war in Mainz im September 1847; seitdem sind durch Zeit' und örtliche Umstände die Versammlungen ausgesetzt gewesen. — In Sondershausen hatte sich ans Anlaß der Differenzen zwischen dem fürstlichen Ehepaar das Gerücht verbreitet, die Fürstin wolle die Stadt verlassen. Sogleich ward derselben eme mit 17K Unterschriften bedeckte Adresse überreicht, in der auf das Dringendste gebeten wird, diejen Entschlnß nicht aus-zuführeu. An diese Adresse schloß sich eiue Vorstellung von 186 Armen, in welcher die Bittstellerinnen erklären, daß sie Nichts härter und schmerzlicher treffen könne, als der Verlust der mütterlichen Fürsorge der Fürstin, ohne welche viele von ihnen im Elend gestorben wären. Auf diese Adresse erließ die Fürstin am folgenden Tage eine Antwort, in welcher sie unter Anderem sagt, daß sie den Ausdruck der Liebe und Treue um so freudiger hinnehmen dürfe, als sie ihn uur als einen Theil der Liebe und Treue betrachte, welche die Bürgerschaft dem ganzen fürstlichen Hanse widme, daß sie nur mit Widerstreben sich bereit erklärt, in die wiederholt an sie gestellten Wünsche des Fürsten zu willigen, daß sie aber, weun es noch Alt fty, nichts versäumen wecde, dem Fürsten die Wünsche der Bürger mitzutheilen. Däne m a r k Kopeuhassen, 2ll. April. Es darf nun mit Bestimmtheit angenommen werden, daß der König von Dänemark in diesem Sommer die Herzogthümer besuchen nnd daselbst einen längeren Aufenthalt, nehmen werde. Bereits ist Oberhofmarschall von Lc,-wehau aus Kopenhagen in Holstein angelangt, um das Schloß zu Plan für die Aufnahme des aller« höchsten Hoflagers in Bereitschaft setzen zu lassen. -Sämmtliche Negieruugsbureaur aus Kiel sollen bis Mitte Mai nach Kopenhagen übersiedeln. Schwede n. Stockholm, 17. April, ^er Schiffscapttan eines in Götheborg zu Hause gehörenden Schiffes hat in der japanischen See eine Gruppe früher noch nicht gekannter Inseln entdeckt, denen er den Namen „Priuz Oskars-Iuseln" gegeben hat. — Die Nothzustände in den schwer heimgesuchten Provinzen scheinen den wohlthätigen Einflüssen der Theilnahme, die sich im Lande kund gibt, zu weichen. Von politischen Neuigkeiten ist durchaus nichts Erhebliches zu berichten; wir trdsteu uns darüber in dem Bewußtseyn, daß diese wohlthätige Ruhe die Kunst- und wissenschaftlichen Bestrebungen fördert. So z. B. zählte die Universität Upsala im eben abgelaufenen Semester nicht weniger als 871 Studeu-teu, und erst neulich haben Se. Maj. zu Reisesti-peudien für die Männer der Wissenschaft und zur Herausgabe derer Werke 40.000 Rbthlr. angewiesen, von denen NW0 zur Fortsetzung literarischer Arbeit ten, die für Schweden von besonderem Interesse sind, werden verwendet werden. S ch w e i.;. Die Regierung van Bern hat an die Bevölkerung des Cantons eine Proclamation erlassen, in der dem Volke für die Regelmäßigkeit und Ordnung, mit der die Abstimmung vorgenommen wurde, ge> dankt wird. Gestärkt dnrch das Ergebniß der Ab-stimmnng wird der Rath fortfahren, in der Verwaltung des Gemeinwesens auf Grund der bestehenden Gesetze mit erneuertem Muthe anzustreben, was redlicher Wille nnd Vaterlandsliebe zn thun vermögen. H ! a l i e n. Florenz, 22. April. Die toscan'lsche Regierung hat nach längerer Berathung und trotz der Einsprache des päpstlichen Nunrins beschlossen, die den israelitischen Einwohnern Toscana's im Jahre 1848^ eingeräumten Zugeständnisse aufrecht zu erhalten. Es werden demnach sämmtliche Juden Tos-caua's, gegen die Verpstichtnng, in der Miliz dienen zn müssen, zn allen öffentlichen Aemtern bei freier Ansübung ihrer Religion zu gelassen. Niederlande. Amsterdam, 22. April. Se. Majestät der König der Niederlande hat dem Vernehmen nach jetzt seinen Schiedsspruch in der Differenz zwischen der spanischen und französischen Regieruug wegen der im Jahre 182:l durch ein französisches Kriegsschiff erfolgten Aufbringung des spanischeu KaussahrerS „Mariana" abgegeben und dem Nheder dieses Schiffes einen Theil der von ihm verlangten Geldentschädigung zugesprochen. Die Differenz entstand daraus, daß ein spanisches Kriegsschiff auf eiuen französischen Kauffahrer schoß, den es für einen Kaper hielt, und daß in Folge davon ein französisches Kriegsschiff den spanischen Kauffahrer „Mariana" wegnahm. I r a n k r e i ch. Paris, 23. April. Ueber die großen Maifestlichkeiten erfährt man folgende Einzelheiten: Die Feste werden zwei Tage lang dauern. Man wird am 1l). Mai mit der Einsegnung der Fahnen beginnen. Ein reichverzierter Altar wird anf der Mitte deS Marsfeldes errichtet werden und der hochw. Erzbischof von Paris deu Gottesdienst abhalten. Nach der Ceremonie wird der Präsident der Republik selbst die Fahnen vertheilen, worauf die Armee vor demselben vorbeidefiliren wird. Dieser Tag wird durch ein großes Feuerwerk beschlossen werde»,. Mehr als 30.000 Bomben werden abgebrannt werden; 6000 Artilleristen werden während 2 Stunden Raketen steigen lassen und 72 Kanonen fortwährend ein rollendes Feuer unterhalten. Den Schluß des Feuerwerks wird die Erscheinung des Triumphbogens bilden, auf dessen emer Seite das Kreuz der Ehrenlegion, auf der anderen die von dein Präsidenten errichtete Medaille zu sehen seyn wird. — Am folgenden Tag wird in der militärischen Schule (!'><»!<' mililml'<>) der große Ball Statt finden, den die Armee dem Präsidenten gibt. Der Hof der Schule wird als Vallsaal einge» richtet werden. 80.000 Einladungen sind an alle Notabilitäten ergangen. Der Präsident wird an einer Tafcl von 1l»0 Vouverten mit den Frauen der Gesandten und hoheu Staatswürdenträger Platz uehmen. Madame Magnan wird an der Seite des Präsidenten sitzen. 8 andere Tafeln werden für die übrigen Damen hergerichtet werden. Die anwesenden Herren werden erst später die Freuden der Tafel genießen. Auf dem Marsfelde werden die Vorbereituugen zur Ceremonie der Adlervertheil'.mg getroffen. Der Obrist des Genie. Dejean, leitet die Arbeiten, behufs welcher ein Credit von 100.000 Franken eröffnet wurde. An das große Gebäude der Militarschule lehnt sich eine zwei Stock hohe Gallerie. In der Mitte der Gallerte uuter der großen Uhr wird die Loge des Staats-Oberhanptes angebrächt, von welcher aus er die Adler an die Armee vertheilen wird. Andere niedrigere Tribünen werden an der Seite aufgestellt, jedoch so, daß die Zuschauer um das Marsfeld herum nicht gestört werden. In der Mitte des Marsfeldes wird der Altar stehen. Der Altar wird 8 Metres hoch üb>r der Oberfläche des Marsfeldes errichtet. Um das Marsfeld hernm werden hohe Masten aufgestellt, von heuen herab bunte Bänder und Flaggen wehen. p. c. Paris, 26. April. Die Färbung der Organe ehemaliger parlamentarischer nnd dynastisch" Parteien tritt, nach dem ihnen theils auferlegten, theils Ä2? freiwillig beobachteten Stillschweigen, nach und nach wieder merklich hervor, und man kann hente die Pariser Journale in nachstehende Categorien reihen: Der „Siecle" vertritt die gemäßigte Republik und wird, troy aller Vehanptnngen von seiner vollständigen Unabhängigkeit von der Partei „Cavaignac" in-svirirt; eS bewögt sich auf dlesem Terrain mit vieler Umsicht und großer Mäßigung. Die orleanistische Partei repräsentirten die passiven „Debats", deren selten unterbrochenes Stillschweigen über französische Interessen viel mehr Troy als Umsicht verrath. Die Legitimität des „göttlichen Rechts" und die „nationale" Monarchie werden von der „Union" und der „Gazette de Franc«'" in einer Weise vertreten, die sich nur im gegenseitigen Zwist und in bequemen Ans-fällen gegen die Democratie bemerkbar macht. Der „Univers", obwohl seinen Principien nach im Herzen legitimist, scheint auf Staatsformen keinen grosien Werth zu legen und ist bereit, jede Negierung mit seinem nicht unbedeutenden Einssnsse, als Repräsentant des Katholicismus, zu unterstützen, welche die Interessen der Kirche wahrt. Man hat ihm mit Unrecht vvrgeworfen, dasi er mit Sack und Pack in's bonapartistische Lager übergegangen sey, deun er scheut sich uicht, alle Regierungsmaßregeln anzugreifen, welche die Stellnng der Geistlichkeit, oder deren Einssnß auf Cultus und Unterricht zn beeinträchtigen scheinen. Die „Presse" hat eine eigenthümliche Stellung eingenommen. Vom wüthendsten Anti-Bona-partismnS und ausgeprägtem Socialismus hat sie seit der Rückkehr des Hrn. Girardin eine mehr geschickte als aufrichtige Schwenkung nach der mit „Napoleonischem Democratismns" gewöhnlich bezeichneten Richtung hin gemacht. Im Grunde vertritt sie jedoch keine Partei, sondern nnr die Interessen und nebenbei das System des Hrn. Girardiu, dem es bekanntlich, tro>) seines ansgezeichneten Talentes, nie hat gelingen wollen, eine Partei zn bilden", was von jeher sein einzigeo Streben war und verhindert hat, sich irgend einer der bestehenden Parteien anzn-schuhn. Das „Pays" hat nnter der Leitnng des ehemaligen Democraten Hrn. v. Gneronnier die Fahne des „Napoleonischen Liberalismus" anfgesteckt. -Der „Constitutlonel" wird, als Organ des Elyfte. durch seine zeitweiligeu Versuche, auf eigcuen Füssen stehen zn wollen, der Regierung oft sehr unbequem, er läßt sich jedoch leicht wieder zügeln und kehrt aus seinen Kapriolen znm gewohnten Trabe znrück. Die „Patrie" ist rein ministerielles Organ, das alle Maßregeln der gegenwärtigen Regierung, ohne Rücksicht auf Vorgänger und Nachfolger im Ministerium, wenn auch nicht immer glücklich, doch stets eifrig bevor-wortet. „La Public" gilt für das Organ des „Napoleonischen Imperialismus." Der Präsident wohnte dem gestrigen Pferderennen anf dem Marsfelde bei. Man bemerkte in seiner Tribüne die Herren v. Persigny, Montebello, Maupas und Baroche. Der Sieger im lcNten Rennen mit Hindernissen heißt zufällig „Reichsstadt", was die Umgebung des Prinzen sehr zu amüsiren schien; um 4'/2 Uhr kehrte er, von einem Piquet der reitenden „Garde Republicaine" begleitet, nach dem Elysee zurück. In der Strafcolonie von Lambessa (Algier) hat bereits eine kleine Emente Statt gefunden. Mehrere Sträflinge weigerten sich, die ihnen aufgetragenen Arbeiten zu verrichteu, und da die Anrede des Commandanten ohne Erfolg blieb, mußte die bewaffne Mache einschreiten. Vs wurden etwa 20 Au-'ster festgenommen, wovon Mehrere wahrscheinlich ' "°/ ,, , Kriegsgericht gestellt werden. Die meisten Thellnehmer an l^,. e< ^ , . ». „ , " "er kleinen Revolle geboren zn der Catcgone vom August i«i;i Ein an die Praf^«,, gerichtetes Circulair des ,?".^ ^/""7' ^eblt. dasi alle zum lebens-längl.chen Gefängmß verurthe.lten Weiber zu uuterrich-ten sind, daß es lhnen anf Verlangen freisteht, nach Cayenne deportirt zu werden, wo si« mit weiblichen Arbeiten beschäftigt werden sollen. u„t> die Aussicht erlangen können, eine wesentliche Verbessernug il,res Geschickes binnen einigen Jahren eintreten zu seh«.,,. b'- ^. Paris, 27. April. Ein Decret des Präsidenten im heutigen „Monitenr" bestimmt, daß von heute an über die Gnadengesuche, welche in Folge der von den gemischten Commissionen gefällten Entscheidungen eingehen, anf dem gewöhnlichen Wege, nach den bestehenden Gesetzen und Formen entschieden wird. — Ein anderes Decret verordnet, daß die Beamten und Officiere der Marine den von dem 14. Artikel der Konstitution vorgeschriebenen Eid bis zum 1. Iuui geleistet haben müssen. — Der Marquis de la Valctte, französischer Botschafter in Constantino-pel, ist zum Aroßofficier der Ehrenlegion ernannt worden. Der Minister des Unterrichts hat so eben ein l^irculair an die Präfecten erlassen, in welchem er ihnen dringend anempfiehlt, die Kirchen vor allen Entheilignngen und Beschädigungen zu schuften, und nicht zuzugeben, daß man Verkanfsbuden daran errichtet , oder Pferde und andere Zugthiere anbindet. S p a n i e n. Aus deu philippinischen Inseln ist die Nachricht eingclanfen, daß man nnter den politisch Verbannten cine Verschwörnng entdeckt hat, in Folge dessen 16 Individibum am 16. Februar in Manilla erschossen wurden. Portugal. Ein Brief vom IN. April schildert den Empfang der Königin anf den ersten Stationen ibrer Rundreise als enthusiastisch. Iu Caloas gingen Ihre Majestäten ohne Hofbediennng aus, und mischten sich in den Straßen der Stadt, in den Gärten und Parks uu-ter die spazierende Menge. Am ltt. waren sie aus der Reise nach Leiria und vollkommen wohl. lächerlich seyen die düstern Gerüchte, welche man ausgesprengt; die königliche Tour wird weder einen Aufstand, noch einen <<»up lu« veranlassen. Der Herzog von Terceira, der am l ft. von (5adir zurückkehrte, wird iu Coimbra den Hof einholen, der einige Tage dort zu verweilen gedenkt, um nicht vor dem 28. in Oporto einzutreffen. Das Benehmen der Königin in Caldas bildete einen angenehmen Gegensatz zu der Gewohnheit des Grafen Thomar, der als Minister nie anders als unter Bedeckung in's Bad ging. Hervorzuheben ist auch, dasi die Königin die Reisekosten auS ihrer Privatchatouille bestreitet. Von den albernen Gerüchten, die man ausgestreut hat, erwäh-nen wir nur zwei: Die Königin, hieß es, wurde gegen ihren Willen ans Lissabon fortgeführt und gezwungen, Saldanha's vorjährigen Triumph in Oporto mitzufeiern; ferner blieb der Herzog von Terceira absichtlich eine Zeit lang zurück, um sich an die Spitze der Truppen zu stelleu, und im Vertrauen auf die Uuterstützuug L. Napoleons die „absolute Königin" zu pvoclamireu. Großbritannien und Irland London, 24. April. Die verschiedenen Ge werke Londons, d. h. gewählte Vtlttetcr derselben, hielten vorgestern in der St. Martins-Hall ein Mee. ting und faßten die Resolution, daß cs wünschens.-werth sey, „eine Föderation aller Gewelke in Groß. britannien" zu vllden, um durch schitdslichlellichc Berathung und Vermittelung den so oft wiedelkel). renden industriellen Streitigkeiten vorzubeugen, oder doch zu verhüten, daß sie zu so gefährlicher und vcr« derblichcr Höhe, wie der letzie Strike anwachsen. Zugleich wurde linePetilim, ans Unterhaus beschlossen, um eine Untersuchung, in wie weit der Arbeitgeber, verein gesetzlich gehandelt h.,be. Der letztere vkl. langte nämlich von den albeillosen Maschinenbauern die Unterzeichnung eines Reverses, der das durch eine Pailamentsacte »inter George IV. den Albeitem gewahrte Veleiniguügsltchl laua.net. iiondon zählt jltzt 307,722 Wohnhauser. In allen Stadltheilen und am Saum aller Vorstädte wild so lasend gebaut, daß man sich oft fragt, wo sollen für diese wachsende Hauserwüstc die Bewohn nel herkommen? Diese Furcht ist aber sehr unnütz, denn man hat im Gegentheile gefunden, daß die Vllmchlung der Häuserzal)! mit dem Anwuchs dcl Bevölkelung nicht Schrill halt. In den letzten zehn Iahlen hat die Bevölketung um 2l v(5t, die Hau. srrzahl aber nur um 17 p(Zl. zugenommen. Dabei gibt es, lU'ch dem Census, uulel l00 Häusern fünf unbewohnte, — meist in dc„ ältesten Stadtthlilen im Innelsien Londons. Wer immer kann, wandert nach den lustigern Regionen im Westen, Norden und Noldosten aus. Die neuern Häuser sind, nach kontinentalem oder schottischem Muster, geräumiger angelegt und fasscn eine größere Anzahl Familien. Altenglische Wohnhäuser sind bekanntlich nur auf eine Familie belecknet Nach einer halbofftciellcn Notiz in der „Portsmouth TimeS" läßt sich an der Parlamentsauflösung Ende Mai nicht mehr zweifeln. Darin heißt es nämlich, daß der Hof am 22. Mai nach Osborne übersiedeln, nnd daß die Königin bald darauf (aber nicht vor der Auflösung) in der königlichen Dampf-Yacht „Victoria et Albert" eine Sommer-Seefahrt nach Bristol,,Waterford, Dublin und Holyhead unternehmen uud schließlich den schottischen Herbstsit) Balmoral besuchen wird. N n ß l a n d. Warschau, 27. April. Auö Petersburg ist hentc die Nachricht eingegangen, daß der Finanzminister, Graf Theodor Wroczenko, nach langen uud schweren Leiden am 18. d. M. gestorben ist. Dem „6. Bl. a. B." wird aus Brody geschrieben : Ein neuerlicher Ukas regelt die Steppen-Colonisation für Israelite« unter sehr günstigen Bedingungen. Jeder Israelite, der sich dem Ackerbau widmen will, erhält von der Regierung ein Bargeschenk von lütt Silberrubeln, mehrere Morgen unbebauten Landes, und die unter diesen Umständen sehr wichtige Erlanbniß, christliche Dienstboten und Ackerknechte halten zu dürfen. Außerdem ist ein solcher Ackerbauer auf 20 Jahre für sich und seine Angehörigen vom Militärdienste befreit. Amerika. New-York, 10. April. An der ganzen atlantischen Küste wütheten seit dem 7. starke Stürme, nnd muß man auf traurige Nachrichten von Schiss-brücheu leider gefaßt seyu. — Eine neue, furchtbare Dampfboot-Erplosion kam am V. bei Lerington, Missouri, vor. Der Kessel der „Saluda" sprang; 100 Passagiere, darunter meist Mormonen, kamen dabei nm's Leben. Von den Schiffs-Ossicianten lvnlden l'loß zwei gerettet. — Kossuth war in Lhar-lestown eingetroffen. Die Theilnahme hat sich daselbst für ihn nur spärlich geäußert. Die bedeutendste Nachricht von der Westküste Amerika's betrifft die Flores-Erpedirion gegen Ecuador. Flores hatte 2000 bis 2600 Mann, zumeist Deutsche und Irländer, engagirt und einen Dampfer angekauft. Das ist für jene Gegend schon eine großartige Elpedition. Neues und Neuestes. Telegraphische Depeschen. ^ Darmstadt, 30. April. In der zweiten Kammer beantragte Müller Melchiors einen Protest gegeu die Darmstädter Uebereinkunft, so wie auch die Negierung aufzufordern, kräftigst die Neugestaltung des Zollvereines anzustreben und alsdann erst die Einigung mit Oesterreich anzubahnen. Der Antrag ward der Finanzcommission zu sofortiger Berichterstattung überwiesen. (Die „österr. Correspdz." bemerkt hiezu: „Es war vorauszusehen, daß die Gegner der Bestrebungen Oesterreichs in der Zoll- und Handrlsciuigungsfrage nichts verabsäumen würden, ihre Agitation auch auf die Ständekammern Deutschlands auszudehnen. Beweist aber dieser Vorgang nicht wieder, daß die Regierungen im Durchschnitte weit richtiger erkennen und würdigen, was dem Lande Noth thut und fromme, als stürmische Majoritäten? Oder stehen etwa in diesem Falle die Intelligenz und der Patriotismus Deutschlands auf der Seite der zweiten darmstädtischen Kammer?") — Tnrin, 28. April. Der Senat hat den addi-tionellen Handels-Vertrag mit Frankreich mit 40 gegen 1« Stimmen genehmigt. In der Deputirtenkammer ward wieder in Betreff der Vorgänge auf der Insel Sardinien interpellin; die Majorität schr,tt darüber zur einfachen Tagesordnung. Laut dem „Risorgi-mento" sind durch die Pnlvererplosion 21 Personen ge-tödtct, etwa 40 verwundet worden. 28.900 Lire sind bis jcht für die Beschädigten gesammelt worden. 428 Feuilleton. Zur Radetzky-Feier, welche am 19. März d. I. in Innsbruck begangen wurde, hat unter Andern Justin us Kern er, der greise Sänger, für den Ruhm des greisen Helden die folgende herzerhebende Spende geliefert: An Radetzky. , Zum Feste in Innsbruck am 19. März 1852. Von Justinus Kerner. W^arum mit solcher Wärme Dich Die Männer von Tirol erheben, Davon laß' heut im Liede mich Dir, Held Radctzky! Kunde geben. Die Hcrzensgleichheit, glaub' es mir, Ist'S, die Tirol mit dir verbindet. . Die Trenc, die in ihm und Dir Klar wie dcS Berg's Krystall sich findet. Der Muth! — Dich bringt nicht donnernd Grz, Die Wuth nicht irren Volks zum Zittern: So bebt auch kein Tirolcrhcrz, Wenn Kugeln Mann u»d Fels zersplittern. Der sich're Schuß! — Ja! Du trafst gut! Fort flog des Wahnsinns rothe Mütze, Der wilde Bart, der Heckcrhut, In Schwaben selbst, vor Deinem Vliv». Und dcg Tirolers Herz und Hand Wie fest sind sie! sein Blick so helle Wie cineS Falken Blick, gewandt Trifft er im Schuß die rechte Stelle. Kam' nach Tirol der Teufel, glaubt! <5s schoß' ihm da der Schützen jeder, Stund' er auf höchster Felsen Haupt, Vom Hute ftugS die Hahnenfeder. Und weißt Du vom Radetzfyschuß? Wie oft schießt den dcr VcrgcSschichc Iu's Schwarze, Dir zum luft'ge» (Ärufi, Uud ruft Dir hoch! nach jcdcm Blitze! Fest wie Tirols Gebirge stch'n, Stehst Du, daS Haupt mit Schnee bcdcckct, Wie sie nicht Sturmes wildes Weh'n. So Dich kein Völfcrsturm erschrecket. Ja, diesem Fclftnlandc gleicht, Held! Deines Körpers Felsenfeste; Man sollte glauben, daß noch leicht Den Aar Du holtest aus dem Neste. Aus Deinem Auge selten bricht Ein Blitz, verrathend iun'reS Zürne», Meist strahlt aus ihm ciu mildes Licht, Wie aus dem Edelweiß der Firnen. Dem immcrgrüucndcn Tirol So gleich im Herzen und in Mienen, Darfst lange Du nicht sterben wohl, Mußt immer mit ihm leben, grünen. Nach fünfzehn Jahren schwing' zum Ritt Dich, Hundertjähr'gcr, noch zu Pferde! Gin Heldcnbild, fest wie Granit, Gin Wunder der »erweichten Grbc! Trennt spät vom Leibe sich Dein Gtift, Sind Jüngere wir schon längst von hinnen, Dann hoch ein mächt'gcr Aar umkreist Tirol'scher Berge lichte Zinnen. Der Schütze, der im Thale hält, Gebietet Stille jedem Schusse: Gs ist Dein Geist, Du greiser Held, Schwebt ob Tirol zum letzten Gruße. Wnnshcrg in Schwaben, im März 1852. Neb» die F«ier berichtet der «Bote f. T. u. V.«: »Am ly. d. M. fand die Uedergabe des 3ia. detzky - Denkmals an das Tiroler Nationalmuseum, von Se.te des Radetzly^ereines, und dessen öffent-liche Aufstellung Stau. Wie bekannt, gebührt dem Verein, nebst v.elen Verdienste um die Unterstüz-zung von Kriegern und Landeöschützen, vorzüglich auch jenes der Gründung des Radetzky.Albums, einer höchst werthvollen Autographensammlung, das in einem zierlich gearbeiteten Schranke deponin wurde auf welchem die wohlgetroffene Büste des Feldmar! schalls prangt, vom Tiroler Adler mit einem Kranze überschwebt. Der Vorstand des Radetzky» Vereines, Hr. Ritter Mahlschedl v. Alpenburg, übergab das Denkmal dem Museum mit einer gehaltvollen An» spräche, die der Vorstand des Nationalmuseums erwiederte. Der Herr Stalthalter hielt hierauf eine dem patriotischen Anlasse entsprechende Rede. Außer dem Herrn Statthalter und den Vorstanden der Civil- und Militär-Autoritäten hatten sich eine große Anzahl von Landcsschützen-Offizieren, selbst aus entfernten Gegenden zum Feste eingefunden, das sinnig an einem Tage gefeiert wurde, welches zugleich das Fest des Landespatrons Tirols und das Namcnsfest des greisen Feldherrn war. Während dieser Feier knallten die Pöllcr, und spielte die Capelle des Kai-serjäger-Negiments und jene der Wiltauer.Schützencompagnie auf dem Platze vor dem Museumsgebäude. Nach vollendeter Festlichkeit theilte der Herr Statt. Halter Sr. Excellenz dem Hrn. F. M. Radetzky nach Verona auf telegraphischem Wege die festliche Ueber, gäbe des Denkmals an das Museum mit, und drückte im Namen aller Anwesenden und im Namen des gesammten Landes Tirol die herzlichste» Glück, wünsche dem innig verehrten Helden aus. Der Herr Feldmarschall sprach sogleich auf demselben Wege seinen verbindlichsten Bank aus, und bat den Hrn. Statthalter, den Dolmetsch seiner Gefühle bei allen Anwesenden machen zu wollen. Der Radetzky-Ve» ein hat zur Erinnerung an diesen feierlichen Act, wieder neuerlich die Summe von 600 fl. N. W. an den Tiroler'Invalidenfond abgetreten.« Gine Reise von Bombay nach London. Der zu Bombay erscheinende „'lVIl^rllnIl 5m, um 9'/4 Uhr Voim., abgereist von Ale« randrien nach Trieft. Am 24., um l'/2 Uhr Nachm., in Corfu An-ker geworfen; um 4'/2 Uhr Morg. abgereist nach Trieft. Am 26., um 4'/2 Uhr Nachm., angelangt in Trieft. Am 27., um 2 Uhr. Nachm., abgereist von Trieft mit dem Eilwagen. Am 28., um 4'/4 Uhr Morg. , angelangt in Laibach; um 7 Uhr Morg. abgereist auf der Ei. senbahn. Am 29., um 5 Uhr Morg., angelangt in Wien; um 7 Uhr Abends abgereist von Wien. Am3l.. um II', Uhr Abends, abgereist von Cöln. Am l. Jänner, um l i^ Uhr Vorm., angelangt in Ostende; um 7 Uhr Ab. abgereist von Ostende nach Dover; um il'/z Uhr Ab. angekommen in Dover. Von Dover nach London die Reise von belläu-sig 3 Stunden. Sonach dauerte die Reise von Bom< bay nach London, 29 Tage und 9'/, Stunden. Nur 3 Passagiere, welche von Bombay ab. reisten, machten die nämliche Reise; die Lieutenants der indischen Marine, Barker und Cavendish, als auch der Schreiber; — Andere zogen eine bequemere Neise vor, theils durch Tricst, und eine unbedeutende Anzahl durch Southampton. Wir sind ungefähr 2st Stunden früher als das Felleisen von Mar. scille angelangt. Sie werden aus dem Erwähnten ersehen, daß wir uns aufhielten: 14 Stunden in Aden, 3 St. in Suez, l8'/2 St. in Cairo, ,9^ St. in Alexan. drien, 2l'/4 St. in Tricst, 14 St. in Wien, und 7 Stunden in Ostende; sonach beträgt der Aufent^ halt im Ganzen l)7'/2 Stunden. Ziehen Sie diese 97'/, Stunden von den 29 Tagen und 9^ Stunden ab, so verbleiben 25 Tag« und 8 Stunden für die Reise, in welcher die häufte gen Aufenthalte auf der Eisenbahn und an den Post. Stationen von Triest bis nach Ostende nicht mitge» rechnet sind. Die Distanzen sind: Von Bombay nach Aden . . Meilen l«7U ,, Aden nach Suez ... „ 1307 „ Suez nach Cairo ... ., 84 ,, Cairo nach Alexandnen . ,, »60 „ Alexandrien nach Trieft . „ l240 „ Trieft nach London . . „ 1507 „ Bombay nach London . . Meilen 59N8 Sie werden bemerkt haben, daß wir uns in Cairo >8'/, Stunde und in Alexandrien lg^ Stun» den aufhielten, und somit haben wir 39'/, Stunde verloren, um das Felleisen zu erwarten. Sie werden auch nicht übersehen haben, daß wir am 18. um 6 Uhr Morgens in S»ez angelangt waren, und aM 2l. um 9V4 Uhr Morgens von Alexandrien nach Trieft abreisten, welches 38'/4 Stunde ausmacht, und deßungcachtet ließen wir das Felleisen in Ale» xandnen zurück! Warum? — Untersuchen sie selber. — Meiner Meinung nach existirt ei,,e Art Convention, Kraft welcher zwischen Suez ul,d Alexandrien 40 Stunden verloren gehen Nun ist es nutzlos, daß das Felleisen wegen Bequemlichkeit der Passagiere zurückgehalten wird. Drei Dampfer erwarten die Passagiere, und somit könnte d.,s Felleisen ehemög. lichst transportllt werden. I" gewöhnlichen Umständen dürfte das Felleisen von Marseille durch Bombay nach London nicht über 27 Tage ausbleiben. Wünschen Sie eine kurze Ueberfahrt? bedienen Sie sich der Lloyd.Dampfer. Wollen Sie eine ange. nehme Ncise? bedienen Sie sich der Lloyd.Dampfer. Wünschen Sie eine billige Reise? benutzen Sie die Dampfer des ö ierrcichischcn Lloyd. Wer sehnt sich nicht nach der Meise auf dem Continent? Auf die. sem Woge kann der alte Indianer seine Reise mit den geringsten Unkosten machen! Er passirt das Meer längs der classischen Küste Giiechenlands, woselbst in jedem Augenblicke sich Ansichten aufeinander folgen, welche die Seele mit Freude erfüllen, bis nach Tliest, wo die Scene sich ändert. Zwischen Triest und Wien — insbesondere in den ersten 30 Meilen — sind die Ansichten äußerst schön. Von den l4 Stunden unseres Aufenthaltes in Wien verwendeten wir 8 Stunden, um die merk« würdigsten Gegenstände dieser ausgezeichneten Stadt zu besichtigen. M i s c e l l e n (Eharakteriftik der Guropamttden.) Ein Witzblatt gibt in einer «Naturgeschichte für erwach« sene Kinder" über die Europamüden der aeaenwa» tigen Generation folgende Charakteristik: »liomn I'll'-«illlicil«," Mit einem blassen Gesichte und noch blas« serer Gesinnung begabt, sind die Männlein diestS ausgebreiteten Geschlechts bereits dann Greise geworden, wenn vernünftige Jünglinge Männer zu wer< den beginnen. Ueberftuß an Geldmangel, politische oder pecuniäre Gläubiger gehören zu ihrer Natur, und Seufzer über den Undank der Welt und d»e Fäulnisi der Zustande Europa's sind ihr tägllches Brot. Von englischen Menschenuerkäufern werden ne gewöhnlich angeführt, und sterben an Enttäuschung jenseits des freien Meeres. ^ Verleger: Ign. v. Kleinmayr und I«dor Vamber«. Verantwortlicher Herausgeber: Ja"- " Sleinmayr. Anhanq zur IailmHerSeitnnA Telessraphischer <3onrs«Pericht der Staatßpapiere vom l. Mai »852. StaalSschuldverschreibllNlzen zu 5 p(ßt. (l»> (5M.) 95 5/>6 detto .. 5 '/1 . ^ «5 3/« Darlehen mit Verlosung U. I. ,839. für 250 il. 3ft^ 3/4 NeueS Anlehen Killer» ä......... N5 5/^N Vanl-Nctir», pr. Stück 127t st. ln '" C. M. Actie» de« österr. Lloyd in Trieft zu 500 fi. E. M........593 3/4 fl. l« E. M Weä'scl-(Zo„rß vom I. Mai ,852 Augsburg, sür 100 st'ulde« ttur.. Villd. 122 2^ !/H ss. ss»!', G'lld.) <21 on v. Berg. Privatier, nach Trieft. — Hr. Forari, Privatier, .- nnd Hi, Mündel, ?lgri,l, beide von Wie» nach Triest. Den 2l. Frl. v. Thienfcld, k. k. Mlnisterstoch. l"; -^ Hr. Negensdorf, ,^abriks. Director; — Hl-, ^enlgal.a, ^ ^nd Hr. Biucello, beide Privatier, alle 4 von Triest „ach Wien. — Hr. Steinmcßer, Pl lvatier, -. und Hr. Scelna, Fabrits - Directo,, beide vo>, Wien nach Triest. - Hr. Ekerti, Han delsmann, von Grah nach Tr.est. Den 22. Hr. Graf v. Gahlenberq, sachs. Obrist, von Tiiest nach Gratz. — Hr. Kien, Psivatiei-, von Grah nach Triest. — Hr. (Hilain, Nenner, — u, Hr.Dobrauz, Fabriks Director, beide von Tuest nach Wien. — Hr. Dulnreicher, Gutsbesitzer; —Fr. v. Brambila, — Hr. Kurel, — und Hr. Ebner, alle I PrioatierS,— u. Hr. Pontempeli, Handelsmann, alle 5 von Wien nach Triest. Den 23. Hr. v. Brohovsky, Kammerherr; — Hr. Dr. Fabini; —Hr. Dr. Hildebrand, — u. Hr. Vonvie, Privatier, alle 4 von Wien nach Triest. -Hr- Anton Misio, — Hr. Brunello, — und Hr. ^lubener, alle 3 Handelsleute; —Hr. Krüger, Schiffs-capttän, » u. Hr. RallcS, Rentier, alle 5 von Triest nach Wien. Den 24. Hr. v. Cjölnig, k. k. Ministerial.-rath; ___ Hs y Pollschikof u. Frau, — u. Hr. H'lkS, beide Rentiers, ._ u. Hr. Haidil, Handels, mann, alle 4 von Trieft nach Wien. — Hr. Lang u. Frau, — u. Hr. Berre, be,de Handelsleute, — u. Hr. Reiterer, Rentier, alle 3 von Wien nach "lest. — Hr Dr. HlgerSberger, von Cilli. Z. 579. (2) Im Schlosse Nassenfuß, in Unterkrain, ist Wein von mehreren Jahrgängen zu verkaufen. Z, 4«, <-5) N^^ Nadikale Behandlung aller äußerlichen Krankheiten, als: Kratze, Flechten, Knochenschmerzen tt. lc., gestützt auf langjährige Erfahrung in den Hauptspilälnn des In- und Auslandes durch den Gefertigten, welcher täglich von 2 bis 5 Uhr Nachmittags, Annagasse Ittttl), ordinirt. Gründlich abgefaßte Kranken, ^schichten mit Angabe des Alters, Constitution, Temperamentes und überstanden? Krankheiten, franco eingeschickt, werden gehörig gewürdigt, und der auswärtige Kranke kann im Correspondenz-wege der gründlichen Behandlung gewiß seyn. V. S e l i n ss, pens. k. k. BergwerkSarzt, emeririrter Ass'stent der Geburtshilfe u. Becundar im allgem. Krankenhauses zu Lemberg, dann gewesener Chefarzt im Militarspitale zu Brzezan. Kundmachung. Der Gefertigte beehrt ssch hiemit bekannt zu geben, daß er gegenwartig eln qut assortirtes Lager von allen Gattungen Roßhaar-, alle Sorten Messmg- und Eisendrahtnetze, siebe und sonst allen in sein Fach einschlagenden Holzwaren befißf, und jedem Kaufer die strengste Solidität verbirgt. Das Verkaufslocale befindet sich im Kreisamtsgebäude, wasscrseits. JOllIIIlll >. PleÄkf*. bürgl. Siebmacher und Holzwarenhändler. Z. 584. (2) l Gemälde Ausstellung in Laibach lst, vom 3 Mai l. I. angefangen, taglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, von » bis 12 Uhr Vor- und von 2 bis 5 Uhr Nach mittags zur allgemeinen Bestätigung eröffnet. Laidach, am 30. April 1852. Filiale des österreichischen Kunstvereinö in Laidach. Der Vorstand: Gras Ilohenwart. Z. 455. (12) Gründliche nnd schnelle Heilunst aller äußerlichen Krankheiten und deren folgen, nach Hahne mann s und Ni cord's Heilsystem,»,. sowie vorzüglich nach den neuesten und bewähitest,», Grundsätze» der Iloititfopaflil«'. oon einem dlll-ch vl<-l,äl)l'!ge Privat- und Spital»Pra- ns woblerfahsnen Homöopathen und ehemaligen Se» cundararzt eines k. k. Milltärspitales. ?ill. Alle Folgeübel werden auch nach einer unübertrefflichen und vielfach erprobten neuen Heilart mittelst Magnet-Elektrizität schnell, sicher und schmerzlos geheilt. Tägliche Ordination: Bis 9 Uhr Früh und von l2 — 3 Uhr MlttagS für Herren. Von 3—5 Uhr Nachmittags für Frauen. — Wien, Stadt, Ora^ ben, Nr. lI44. Es wird auch durch Correspondenz behandelt. Z. 566^ s4^ Anzeige. Eme vierfitzige, gut erhaltene, sehr leichte Pritschka mit Vordach und Fallfenstern, so wie ein noch wenig gebrauchter Phaeton, find im Hause Nr. 12t), in der Kothgasse, sehr bllllg zu verkaufen. Beide Wagen sind derart gebaut, daß sie auch als einspännig gebraucht werden können. 3. 59l. (I) Ankündigung. Der ergebenst Gefertigte dankt seinen geehrten Gästen für den blsheriaen Zuspruch; er fühlt sich jedoch veranlaßt, hierdurch anzuzeigen, daß er für die Folge in seinem Brau- und Gasthause zu MannS-burg nur mit kalten Speisen noch bewirthen kann. Mannsburg am 3c>. April ,852. Johann Htarre. 3. 592. (l) HommevwohnungO -Anzeige. Im Scklosse zu Mannsburg ist eine Sommerwohnung, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Speise lc, mit oder ohne Einrichtung, zu vermiethen. Das Nähere "fahrt man beim Eigenthümer in Manns' bürg, Michael Otarre. 3. 594. (l) Wohnungs Veränderung. Fortepianomacher Wittenz hat jetzt wieder in der Capuziner-Vorstadr Nr. 5«, nackst oer Post, die Wohnung bezogen, wo er neue und alte Fortepiano's zu verkaufen und zu leihen anbietet. Z, 564. (3) Wägen - Verkauf. Cine leichte, viersi'tz'ge vertiefte Kalesche auf acht Druckfedeln, mit Fenstern zum Schließen, und ein sehr leichter Phaeton, die Sitze zum wechseln, sind im Coliseums - Gebäude zu verkaufen. Nähere Auskunft im gothischen Tract dritten Stock. 3. 585. "(2)--^-----'---------------------—----------------------------'---------------------------------------------------------------------------------------------------.________ Zur gefälligen Nachricht. <»>;< ^d.,^'!!>"//^'"^""'"ungs-Assecuranzgebühr habe ich in Folge des hohen Patentes vom <5, Mai »er "?d Nacht erhöht, und somit auf 4 fi, 30 kr. per Mann und Jahr, vom l. Mai F^' ^e'^en, aus ö Iah" unsteigerlich festgesetzt; wogeqen ,ch mich verpflichte, jeden bei mir assecurirten 3ss/»^7n °^/< s« ^ ..^" """" Anspruch zu vertreten. Ich stelle daher d.e B.tte, d.e pro <«53 aus" U« on A^'/'l so w« blSher ,mmer ein Jahr vorhinein zu acceptiren, und auf die am <. Mal d. I. fäl-"gen Wechsel fur Mn Mann den Nachtrag mit 1 fi, 30 kr. zu bezahlen. ^ Josef Benedict Withalm, 2 Coliseums »Inhaber. (6. Laib. Zeit. Nr. !00 v. 3. Mai 1852.)