MbacherHZeitmg. Nr. 250. Vr ä „ u m crnl i o li sprei«: Im «lomptvir stanzj. ft. li, halbj. 5.5». Ylll bi« Zusttlluna in» Hau« halbj. 50 lr. V!it dei Post ganzj. fi. 1b, halbj. fi. 7.Ü0. Montag, L.November Ins«rt»»n«gebNhl: ftiti llnnc Ius«ale «» zu 4 Zeilen »5 li., giöber« pi. Zeile t l,.; be» »str» ren Wiederholungen pr, Zeile > k. 1874. Amtlicher Theil. LHsA'l. und l. Apostolische Majestät haben mil Aller-^!«r Entschließung vom 28. Oltober d. I. dem Vereine lntl?rl!. "l .^ ^"S"slanoe der Dürftigkeit und Dumm« ll?^, ^. " plllsycgeben sieht, als sie - w«, f",^lll« "«t zu befürchten stchc - in die Kleinen °« lvürt., ^"^lln.sse der actienlosen Well" zurück lllllllut '° ^t dleser «uespruch denn doch mehr An !^Mt,/U"er Stelle ist diesem Vlatte ein anderes »? libria.« " ""«cmtin gelungen. Indem eS gleich M von t>" ^tasfungstieuen Vlättern sich betrossen 3^M ni^. run« der ..Narodni Llfty" den « !" sl«hm ?,^" ^'chicken, sagt es: ,Die ..Narodni 3, ^Glotil, ^ °uf dem Stanbpulilte emes cze- ""WlH s, ' ^ ^n „mn^yarlschen Globus" haben tt. Da«, ^ ''"« nur eln Vächeln gehabt." ^ t,icht"??"erland" verhehlt begreiflich seine ^^^ ""r die leuigen Sünder, die Iungcze- chen, und citiert den Artikel der „Nar. öifiy", als deren Verfasser Dr. Sladlovsly gilt. Der bcregte Artikel lautet im Auszüge: Die Jung. czechen betrachten den Reichsrath als fremden Voben und sind nicht gesonnen, denselben zn beschicken. Als der Souv^än des böhmischen Staates, nemlich das czechische Voll im Jahre 1520 mit den übrigen österreichischen Ländern sich einen gemeinsamen Herrscher erwählte, da wurde durch einen beiderseitigen bindenden Vertrag eine vollkommene Selbständigkeit und Unabhängigkeit Vöh. mens non den anderen Bändern des Habsburgischen Reiches festgesetzt, so daß außer den Vewohnern des Königreichs Vohmen niemand über czechischc Angelegenheiten berathen und entscheiden durfte. Einzig und allein was der boh. mische Landtag beschloß und der böhmische König bestätigte, das war in Böhmen Gesetz und Recht. Wir v:r-wallelen uns selbst, wir gaben uns selber Gesetze, wir selbst bewilligten die Veitrage zu den Vedürfnissen der übrigen Länder des Hauses Oesterreich. Das war und ist unscr mit der Dynastie vereinbartes Recht und dieses haben wir unS bis auf den heutigen Tag niemals be» geben. Würden wir in den Relchsrath treten und dort die cisleithanischeVerfassung beschwören, so würden wir allen außcrböhnnschen Ländern und Völkern das Recht zutllennen, über böhmische Angelegenheiten zu entscheiden, wir würden eine außerböhmische Körperschaft als berech. tigt anerkennen, Gesetze über böhmische Nligtlegenheilen zu geben und damit würde die staatliche Opposition auf. hören und der böhmische Staat für immer geliefert fein. Die tiroler Mütter befassen sich insgesammt mit dem in Innsbruck stallgefundenen ..Feste der Krönung unserer lieben Frau vom heiligsten Herzen", an welchcm nach der Verechnung der llericalen Organe mehr als 30000, nach der «lngabe der Liberalen nicht mehr als 8000 Personen theilgenommen haben. Die „Tiroler Summen" schildern das Krönunasfeft in den glün-zendsten Farben religiöser Veqelfteru,g und melnen, oil HimmtlslöniglN habe einen Triumph gefeiert, wie dies »n Tirol selten yewtsen seln maa. Da« „Tiroler Vollsblatt" ist entzückt übe» ^ das wunderschöne Fest und betrachtet dasselbe als eim herrliche Glaubensdemonftratlon. Hingegen charakterisiert die „ VoznerZeitung " dieses Fest als den „modernen Götzendienst." Gleiche, Anschauung ist das „Innsbruck er Tagblatt", betonend, daß der Multeraottesaufzug, weil nicht Glau» den fordernd und das katholische Bewußtsein tlüfliaend. sclbst von geiftlicher Seite mit Vedentcn auf«enommen und nicht glbilligl worden. Das Vlatt imlnt, daß de, Zweck der innsbruckcr „Prozess,onepalade" ein voiw,e> «end politischer und lein religiöser sei, und daß es sich lediglich um die Dressur der Massen und um eine neue Nngriffsmelhode handelte. Zur Finanzlage Ungarns. Die Rede des l. ungarischen Ministerpräsidenten v. Vitto. womit dem ungarischen Reichstage die finan« zilllen Reformen signalisiert und die finanziellen Verhältnisse Ungarn« dargelegt wurden, lautet: ..Geehrte« HauS! Nachdem alles geschehen ist, »»« im Sinne der Hausordnung erforderlich war, damit du« Abgeordnetenhaus seine ordentliche legislatorische Thätig» ltit beginnen könne, werde ich so frei sein, bezüglich der Agenden der gegenwälllgen Session und der Reihen-folae derselben die Ansichten der Regierung zu unterbreiten. Da« geehrte Haus wird sich erinnern, baß die Regierung sogleich nach ihrer (!>onftitulelung in ihrer eisten Enunliation die Heilung der schweren finanziellen Uebel» stände und die Herstellung de« Gleichaewichts im Staatshaushalte als ihre Hauptaufgabe hinstellte, und da e« auch jetzt ihre Ueberzeugung ist, daß unter den zahlreichen legislatorischen Fragen, wllche fast auf jedem Gebiete unseleS StaatSltbens ihrer Lösung harren, leine einzige für die Sicherung des Veftandes unfcrer Verfassung, ja unserer staatlichen Existenz wichtiger und dringlicher ist, wünscht sie in der gegenwärtigen Session dle Wirksamkeit des Rtichetages vor allem auf die Verhandlung der zu dicsrm Zwecke unterbreiletm Vorlagen hinzulenken und wünscht von dieser Regel nur bezüalich jener Vorlagen eine Ausnahme zu machen, welche noch aus der letzten Session infolge der zwischen beiden Häusern obwallcndln Differenzen in Schlvlbe geblieben find. Außer dilscn Vorlagen hat die Regierung auch andere, sowohl auf die Ndministralion als auf die Justiz und auf andere wichtige Fragen bezügliche Entwürfe vorbereitet. Wenn wir un« diesmal trotzdem auf die mit dem Staatehlluehalle in enafter Verbindung ftlhenden vorlagen bescblänlen und die Ukberreichung sowohl der auf dl'se Rcformln bezüalichen. als der übrigen Entwinse, bezüglich welcher wir theils infolge unseres eigenen Versprechens, theils durch Vlschlüsse de« Hauses ve»pfl,chtlt ftnl», auf später verschieben, so thun wir dle« blo« t»eS-halb, well wir auS Erfahrung w'ssm. wie divergierend aerade bezüglich dieser Fragen die Meinungen find und welchen Einfluß gerade bet diesen Fragen die Local» und P.ovmzialinler.fscn ausüben. Unserem Programm getreu, hüten »ir un« jetzt sorgsam vor jeder Vorlage, welche un« vorzeitig entzweien und die Lösung dcs ausaeftlcklen Ziele« entweder aufs Spiel sitzen ober verzvaern könnte. Was jene Vo> lagen betrifft, welche sich auf die R:gelung d>S Stlllllshauehalles felbft beziehen, so enthalten dieselben theils Ersparnisse durch zweckmäßlae Organisation der «dminiftration und Nechtepftcae, und cleuillelon. dri^,, Leibeigen. "ovelle von Waldnrgi« Henrich«. (Fortsetzung,) Di XVl- l^ll Tta^lchast Preluckl liegt in einer schsnen wal-^>8tll h?' "on tlaren Vüchen durchströmt, zwischen ^ ! dyz ^Ulln und unter einem reinen, nnlden H,m^ erschien eine elegante ^llzeo. - "«it", Kutscher und Lalelen; ihr folgte ^"lh^' w welchem die weibliche Dlenerschast des t«l>. einer?" "" - "elche ««wohnlich in einer M "Ul ein. '° ""^ ^n" Schneiden« bestand. Da-^Mrld.lt "te schwerfällige Kulfche aus dem vorigen d^ ^ «z .°"en ursprüngliche Farbe ein Problem V« fluri / ^" «och Fragmente waren, die aber ! 5bi?'nch^ n Tabellen gezogen wurde. V («in« U/. l7""ln Gäste kamen in e»r«r niedrigen ! ^M' die l,-.V^llnnswagen mit einer Leinwand- aussah, aber durchaus '^" ^'lm^und^" si« dieser Fuhrwerke auf ^ ^ """ lann sie mit Recht wandelnde Häuser nennen, denn sie bieten faft alle Glquemlich-lllten eines Haufes. Viele Damen kamen auch als Amazonen zu Pferde und führten blos einen Wagen mit der nöthigen Garderobe und der Dienerfchast im Gefolge. Wohl hundert geschäftige Hände nahmen die Ankommenden auf und brachten sie ihrem Runge oder ihren Ansprüchen gemäß in elegante oder einfache Zimmer. »u« einem der eben befchriebenen Fuhrwerke fehen »ir eine zarte Gestalt heben, die in unzählige Pelze gehüllt ift. Am Fuße der Haupttreppe angelangt, stützt sie ftch schwach und vornehm auf die Schultern zweier stämmiger Ha»ducken, welche in fubmifsefter Unlerlhänia-leit ihre Nacken darbieten und zugleich mit ihren N,men die zarte Herrin unterstütz:«. Der Intendant des Schlosse« geht vor ihr her, um ihr ihre Zimmer an' zuweisen. Dort angelangt, sind vier Personen um sie be-schäftigt, sie ihrer Hüllen zu entwinden, zu einem Divan zu geleiten, Kissen unterzufchieben, Flacons vorzuhalten ic. Gräfin Isidore von Romanzoss hat eine sehr weite Reise gemacht, um hier als erster Stern zu glänzen. Sie war die Löwin aller Feste. Ihre Ansprüche richteten sich nur auf die höchsten Partien deS Lande« und obwohl sie stet« eine Suile von Anbetern mit sich zog. so war e« ihr doch noch nicht gelungen ihre gerechten An» sprüche verwirklicht zu sehen. Schon lanue seufzte ein empfindsamer Lieutenant hoffnungslos u„d in großer Entfernung um sie. den sie kaum eines VlickeS würdigte, wenn höhere Aussichten sich ihr eröffneten, obwohl er einen schöngepflegten Schnurrbart und eln«n großen Federbusch trug. Ganz im stillen hatte Gräfin Isidore sich« aelobt, von dieser Vrautwahl jedenfalls als Vraut zurückzu« l hren und fie war daher nicht unangenehm beiuhrt, als fie gleich bei ihrer Anlunft ihren zärtlichen Schäfer vom Pferde steigen sah. In ziemlich guter Laune winkle fie ihrer Dienerin sich zu entfernen und behielt nur die benünftigte Zofe um ftch. welche noch bemüht war. die zarten Fußspitzen ihrer Herrin mit ihrem Hauche zu erwärmen. „Wer maa wohl d,e Zimmer 1—2 inne haben?" fragte die Gräfin ihre Zofe. ..Sie fcheinen noch unbewohnt, gräfliche Gnaden." erwiderte die Zofe. ..Ich habe schon durch« Schlüsselloch geguckt, habe aber alles leer gefunden." „Wie? Und man gibt mir Nr. 5? hörte der Intendant meinen Namen?" .Ja wohl. gräfliche Gnaden." „Dann lommt vielleicht noch eine Prinzessin an, für welche man die besten Zimmer zurückhält." «Ich werde beim »benbbrode ln der Küche gehörige Erlundigungen einziehen. Euer Gnaden." „Thue das. Felice. Jetzt gehe und rufe mir die Französin." ..Ew. Gnaden Modistin? Sogleich. Welche« Kleid werden Eure gräfliche Gnaden beim Hauptfefte anziehen?" „Daß ich ein Kind wäre. um e« auszuplaudern." ..Ach ja so - da« ift «in Geheimnis." ..Man hat nicht eine pariser Modistin kommen lassen, damit die Hälfte der GallMte unsere alücklitbe Elfindung im Gebiete d« Mode und Eleganz nachahme" _ «Da« muß g°nz wo.« «lpatte« sein. gnädige Gräfin. Ich freue mich schon darauf, »le diese V,nl. 1690 »erben dutch bit vtlressend?n ij^mwlstcr lmgeblacht, »erden, theils ab« bezwecken dieftlbtu di: Erhöhung, des Staats einkommen« und die Eröffnung neuer. Einnahmequellen, die richtige Ausnerfung und Eintreibung der Staatssteuern und flehen als Steuergesetz- im engen Zusammenhang mit dem Budget, mit welchem fte gleichzeitig vor das Haus gelangen werden. Vor allem conftatiere ich mit Freude, daß durch das Anlehen. welches zu Beginn dieses Monats con« trahiert würd- und dessen günstige Aufnahme seitens der europäischen Geldmiirlte bereits auf eine gewisse Htbung unsere« Staatscredits hinweist, dessen schwierige Bedingungen ich aber nicht vollständig in Zweifel ziehen will, der fehlende Bedarf für die nächsten Jahre gedeckt ist und so ist der Staat endlich aus der Zwangslage befreit, welcher wir in der letzten Zelt fo viele schwere Opfer bringen mußten. ^ Wenn aber auch der Preis des Nnlehens «in hoher ift, nenn auch die Bedingung, daß es wieder als schwe« bende Schuld und nicht als Renten- oder auf längere «mortisierung consolidierteS Anlehen contrahlert wurde, so können wir es doch mit einer gewissen Beruhigung hlnnehmen, weil wir dadurch die nothwendige Zeit ge-»innen, mit veller Seelenruhe und Actionsfreiheit, gleich» zeitig aber auch mit voller Energie und Conslquenz an die Regelung unftre« Staatshaushaltes gehen zu ttnnen und in Verbindung damit an die Convertierung dieser und der früheren Schulden zu günstigen Vedlogul-gen. Wenn derart die nothwendigen Vorbedingungen für diese große Aufgabe gtfichert sind, so werden die Vor« lagen da« haue auch davon überzeugen, daß bei ernstem Willen, verhältnismäßig geringer Opferwilligleit, ja uur bei dem gewöhnlichen Grade von Pflichtgefühl gegln das. Vaterland, auf welchem der Staat auch unter normalen Verhältnissen bei jedem Bürger zählen können muß, binnen zwei Jahren daS Gleichgewicht in unserem Staatshaushalte wird hergestellt nurden lönnen, ohne daß irgend ein Zweig der Vollswirthschaft durch die ihm, auferlegten Lasten leiden wird. ohne daß irgend eine große nationale Institution o5:r ein vitales Interesse! dadurch aufs Spiel gesetzt würde. ^ Das Budget, welches noch heute vorgelegt wird, »erde beweisen, daß die Regierung die möglichsten Er« sparnisse bereits in das Budget für 1875 aufgenommen habe. Wohl seien noch andere Ersparnisse, z. B. durch Vereinigung der lleinen Bahnen, möglich, aber dies war für jetzt noch nicht durchzuführen. Im Jahre 1876 »erden, wenn die Steuergesetze angenommen werden, die Einnahmen steigen. Dazu müsse blmtllt werden, daß au« der Reaelung des Eatasters eine Mehreinnahme von einigen Millionen resultieren wird, wobei gleichzeitig die zu sehr belasteten Gegenden erleichtert und die Steuern gleichmäßig vertheilt werden. Durch energische Maßregeln gegen jeden Schmuggel, »as nicht nur im Staatsinteresse liegt, sondern auch im Interesse der Hebung der Gesehtsachtung geschehen muß, »erde ebenfalls ein Mehreintommen aus dem Tabak« gefülle :s. fich ergeben, so daß im Jahre 1876 die Re» gelung des Staatshaushaltes eine vollendete Thatsache sein ttnne. Nachdem Redner in lurzen Zügen die Vorlagen der übrigen Minister gekennzeichnet, geht er auf den betreff« der Reihenfolge der Agenden zu befolgenden mo-aus riroeeäonäi über und schließt mit der Bitte, alle Parteien des Hauses mögen ernst und einträchtig zu< lammenwirlen, damit der Staatshaushalt geregelt, der finanzielle und politische Credit des Landes rehabilitiert »erden." Der deutsche Reichstag wurde am 29. o. M. durch Se. Majestät den Kaiser Wilhelm mit folgender Rede eröffnet: ..Geehrte Herren! Zum zweiten male in diesem Jahre nehme ich Ihre Mitwirkung für die weitere Entwicklung der Institutionen des Reiches in Anspruch. Die gesetzgeberischen Aufgaben, welche Ihrer harren, stehen an Wichtigkeit denen nicht nach, die in den früheren Sessionen den Reichstag beschäftigt haben und überragen dieselben an Umfang und vielleicht auch in der Schwierigkeit der geschäftlichen Behandlung. Die von der Ver« fassung dem Reiche überwiesene Gesetzgebung über da« gerichtliche Verfahren war in der Beschränkung auf das Verfahren in Civilsachen schon von dem norddeutschen Bunde in Angriff genommen und ist seit Begründung des Reiches in ihrem vollen Umfange vorbereitet wor« den. Vier Gesetzentwürfe: über die Verfassung der Gerichte, über das Clviloerfahren. über das Strafverfahren und über da« EoncurSverfahren, von welchen die drei ersten bereits von dem Gundesrathe berathen sind, sollen die seit Jahrzehnten von den Rechtsuchenden als Be« dürfnis erkannte und von den Rechtskundigen erstrebte Einheit des Gerichtsverfahrens verwirklichen und durch diese Einheit unserem Baterlar.de ein Gut gewähren, welches andere Länder längst besitzen und welches wir nicht länger entbehren können. Die Entwürfe, welche Ihnen zugehen, find die Frucht mühsamer Vorarbeiten, an welchen die Rechlswisscnschafl, der Richteistand, die Anwaltschaft und der Handelsftand aus allen Theilen Deutschlands mila-nmtt haben. Sie wollen, an bewährte Einrichtungen anschließend, den Forderungen des Bebens, l wie solche die Entwicklung des Vlrlehrs zum Ausdruck gebracht hat und den ducch Erfahrung gereiften Forderungen der Wissenschuft gerecht werden. Zu derselben Zeit, in welcher Sie aufgefordert werden, die Einheit der Ge-richtSvtrfassung und dls Verfahrens zum Abschluß zu bringen, sind die ersten Schrille geschehen, um die Ein» heit des bürgellichen Rechte« herbeizuführen. ! Freilich werden Jahre vergehen, bis der letzte Schritt > zur Herftlllung dlefer Einheit gethan werden kann; aber ! ich frcue mich, gestützt auf die gemachten Erfahrungen, schon heute die Ueberzeugung aussprechen zu dürfen, baß e« uns beschieden sein wird, diesen letzten Schritt in nicht allzu ferner Zukunft thun zu können. Die gemein, same Gesltzgebung über das Heerwesen, welche durch das in Ihrer letzten Session berathene ReichSmililärqesetz ihrem Abschlüsse nahi gebracht ift, soll durch drei Ihnen zugehende Gesetzentwürfe weiter vervollständigt werden. Zwei dieser Entwürfe, nemlich elneS Gesetzes über den Landsturm und eines Gesetzes über die militärische Eon-trole der Veutlaubten, sind bereits in dem Reichs-mililärgesctzl verheißen. Der dritte soll die Natural» leiftungcn für die bewaffnete Macht im Frieden gleichmäßig und in einer den veränderten Verhältnissen ent» sprechenden Weise regeln. Die Steigerung der Lebensmittelpreise stellt in Beziehung auf die Verpflegung des Heeres, und die Fortschritte der militärischen Technil stellen in Beziehung auf die Nuslüstung und die Uebung des Heeres Nnfor» derungen an die Militärverwaltungen, welchen mit den bisher für die Armee bewilligten Mitteln nicht entsprochen werden kann. Ulber die Höhe des hiedurch begründeten Mehrbedarfes und der zur Befriedigung desselben erforderlichen Steigerung der Matricularbellräge sind Ihnen bereits in Ihrer letzten Session vorläufige Mit-theilungen gemacht worden. Sie werden aus dem Ihnen ! vorzulegenden RcichShauSyaltSilat für 1875 ersthm, ^5 eine Steigerung der Matrlcularbeiträge, wie sie danm» in Aussicht genommen war, genügen wird, um ben Mehrbedarf sür das Heer, sowie die bli anderen Vel' waltungszweigen nothwendig gewordenen AuSgabeverM' rungen zu bestreiken. Nachdem der Umlauf des Pop'"" geldes durch ein in Ihrer letzten Session zu stände Ül' kommenes Gesetz geregelt ist, bedarf es zum AME der Gesetzgebung über den Geldumlauf in DeulsM' noch der gesetzlichen Regelung des Umlaufes von sa"/ noten. Die verbündeten Regierungen sind bei dem N vorzulegenden Gesetzentwürfe über diese wichtige 3". von dem Gesichtspunkte ausgegangen, daß bestep Rechte nur soweit zu beschränken seien, als eS das" der »ufrechlhaltung der Metallcirculation verbüß öffentliche Interesse erheischt, und daß gleichzeitig l< sorge zu treffen sei, um einer späteren, auf den <^ rungen über die Gestaltung deS Goldumlaufes fuße" Gefetzgebung den Weg anzubahnen. Die zur endgiltigcn Regelung der verfassungsB gen Rechnungslegung über die Einnahmen des M° erforderlichen Gesetzentwürfe über die Verwaltung Einnahmen und Ausgaben deS Reiches und über Einrichtung und die Befugnisse deS RcchmmM welche in Ihrer letzten Session nicht erledigt «"' konnten, »erden Ihnen wiederum vorgelegt werde^ Rechnungen über den Haushalt der Jahre ls^ . 1871 werden Ihnen zur Entlastung und die Wb"! der Einnahmen und Ausgaben deS Reiches im ^ 187.'i wird Ihnen zur Beschlußfassung zugehen. 5. ersten male wird Ihre Mitwirkung für die 3«BI des HauShaltSltaltS von Elsatz'Lothringen in M^ genommen werden. Die Prüfung desselben wlrdH Veranlassung geben, von den Hilfsquellen, den "^ nissen und den Einrichtungen des Relchslande« / gehender Kenntnis zu nehmen, als es dish:r a^ Hand der jährlichen Verwaltungsuerichte möM,,i Sie werden unseren oberrhlinische,, ^andslellte« l Interesse bekunden. welches die ^sammle Ratio", Verhältnissen dieser uralten deutschen Geilte w^ Der von Ihnen in Ihrer letzten Session gefaß" ,t schluß über den Entwurf eines Gesetzes betreff^,, Beurkundung des Personenstandes und die 3^/ Eheschließung hat dem Vundesralhe Veranlasst P ben. die Ausstellung eines Gesetzentwurfes über d^. führung der obligatorischen Civilehe und die ^ dung deS Personenstandes anzuordnen. «M Die Reichspostverwaltung ist von mir el^i worden, eine Neugestaltung des internationalen H^>5 kehr« durch Verhandlungen mit allen auswärtig«"^ l anzustreben, und Dank dem Entgegenkommt"" / theillgten Staaten konnte nach lurz sen in der Nähe war." „Gestehen Sie es nur. schöne Orlisi", ^ !' mit süßem Lächeln die Dichttrln Vulara, " ^H Ausflüchte, die wir nicht aeltm lassen. I^. ^ ,,< hin erbleichen, als meine Freuoln der getroll« ^" erwähnte. Zur Strafe sür diese kleine Verra y'^ Sie im Costume der Göttin der Wahrhe" müssen." ... /« „Ich bin zu prosaisch." sagte Isido:t fe>'^ einem idealischen Costüme Glück zu machen, ° ^ !^ ich den Dichtern. Uebrigens, glaube icb. 'v^ll^ v:rführerische Ideale, solche raffinierte 9^,'^/ verfangen, da. wie Sie vorhin ftlbst ""^^ Wähler ein so unbedeutender Mensch '>^^ ff ^ diese Coups gar nicht, ihm mangelt der «? ^, Erhabene." * ,« °" thender Demagoge sein." ,«, .«' „Ein Kopfhänger." sagte die O""^ «« „Ein Rou6," verfitzte Isidore. ..'<" F bester Quelle." ^MeH Hler vereinigten sich die drei Ml'« g^H/ nen in dem festen Vorsähe, daß ein '"" ^1"^'' Demaaoge. ein Kopfhänger. eln R°^ '^M/ Schicksal überlassen werden müsse, daß ' ^^ diene, beachtet zu werden und daß w"" ^l>' dals wegen gekommen fei. . z„ dl" i» ,. Arm in Arm gingen sie daraus ' ^"3^ in welchem fich ein schöner Pole zu" jh^ 0 sellte und Iftdorens aufmunternde A' ^,gw ^ mit dem großen Federbusch — der siy ' V.' ""f genauen Erfüllung der Verträge, welche Clt h..? °" anderen Mächte binden. Gewiß — und Aachen ^!" "'^ °"s dieser Vorsicht leinen Vorwurf ^"dtrun^ >!"^ ^ heutzutage nicht versuchen, eine uns h "« «r Uebereinlünste, welche die Vergangenheit bttllingt ! ^"' in beantragen oder zu erstreben; ich itlr Nltln.n ^le ^""^ Beobachtung und erbiete mich ^. u»., ^ll zu ihrer ehrlichen Ausführung. Nicht und ^l^, ^ b"rcn, das lft es, was unsere Würde "nsun M ^^tssen uns gebieten? Wir würden ditse ^Nteih^ ^^len arg vtrttnnen, wenn wir uns dazu ^lhtit^ ' ""len Voden zu verlassen. Er ist in ^schaft ^ ^lhutzwehr Frankreichs, wie er auch die Wögen Hz, " turopüischen Fncdcn« ist. Europa, da« ^lr dieseu, » "ur glauben, weiß es unö Dank, daß °«ß die N«ss.^n treu bleiben. Man sollte meinen, °lnn dieses 3^"°» uns diese Aufgabe erleichtern w,ll; » lts ^?^ äschert fie uns ihre kostbarsten Sven. « «llleni ^ " undankbar, dessen nicht zu gedenken, '^t, lliellde /^" wir uul einer gedeihlichen Ernte er. ^ bts a 'Ur das Wohlergehen unserer Gegend und < »lsaat x " Bandes eme Hauptrolle spielt. Man !"ltn D.^. " bas Weinertlünln« Frankreichs sich in «»us« un7^""lSjahrc auf 550 M'lllvnen Hetloliter Mtt, F Z" dtm Staate eine Summe von 155 M»l. Mnl c. ."" abwerfe. Nun mmml man an, daß in ^ ^Ulchick i ^ Weinlese um nah« 50 Perzent über ^tllheilung. — Der lünlgllly ungarische ^°tdtwn tulier ^" unterm 6. v. M. zwel Elicular-^^n. d °" (die eine an sämmtliche Klrchen.Oocrbe-"tuff l,.^ andere an sämmtliche Schullnlpectoren) in. M denl^^luhrung der Metermaße erlassen ! .^Ml,n Exemplare der Metermaßlabellen und der 'Uesch,.«? »um Gebrauche der letzteren beim Unterrichte ^lllht /,/ic ,Allg. Ztg." vernimmt, ist es nicht die ^tlg tz" deutschen Relchsreglerung, die Velhetli. Atty h^l aß'Lothring ens «,n den vorbereitenden "l<«h, " <«lsttzgebung des Reichslandes mittelst eines ^hot in. helliclzuführen. — Der deutsche Vundes-^ltch^ltlner Sitzung vom 28. v. M. dem deutsch, l ^lnplll l/" Vertrage wegen der Ausgrabungen iu ^«seb k Zustimmung ertheilt und das Marken- >'bt unl,"?'^"" besprechen die deutsche Thron. ^ Hl«!», '^"' b°s Gestirn Deutschlands sei sichtlich ?'8t l?,?i Anrissen, nachdem der auswärtige Feind ' 5l».« "" ^««ner überwältigt und die Macht ^ btr ?s. krochen ist. Die friedlichen Versicherun. ^lhltt, «in ,!""' sind geeignet, allen kriegerischen Gc. "hl ^ '" ^nbe zu machen. Auch lasse die große An. l^'t, l> "" «ilichstage vorgelegten gesetzgeberischen Ar- » ltlgt« «,«""" nothwendig erscheinen. Eine so bc- btltitgtn. " ^""° "^t den Wunsch hegen, andere !!!."" ^tg"ru?'!^" «"""" wird. hat die ruf-lll>H^ de« internationa. llltl? ^lnmll«,..« ?.^./lel nebst den Sitzungeprolo. ^^en Samstag, den 2b. d. wurde im wiener Arsenale in Gegenwart dee'«rlillerie-Inspeclers Erz, herzog Wilhelm, de« Neichslnegewlnifiel« und anderer No. tabilitäten da« nunmehr fertiggestellte Slohlbroncerohr de« jüngst zum Generalmajor beförderten Henn von Uchatiu« torment!«!, und zwar »it solche« Erfolge, daß alle «««« sichten zu« «ellngen der anderen, de«n8chfi auszuführende» Ploben voihanden sind. Die Sache ift dar«» von hoher Wichtlgl'il, weil die Geschütze ane Vtahlbronce erstlich leicht in Oesterreich erzeugt weiden lönnlen und dann, weil die Kosten um eme bedeutende Summe geling« würden, wie bei d« Erzeugung aus Gnhstahl." — (Meineid.) Wie da« „Frdbl." erfährt, wurde der Pfarrer von Vlfanberg in Nieoeröfterreich, Jakob Ziw« mermann. über Requisition des Kreisgerichles Korneuvurg wegen Verbrechen« be» Betruges, begangen durch All^ung eine« falsche» Eide«, v.ll^fle,. — ( Irrjinll i« zerwürfnlsse sollen, wie «an uns berichtet, die Gründe des bedauernswerthen Ereignisse«, welche« allgemeine Theil» nähme hervorruft, sein. — (Ueber den Verlauf der Weinlese in Sleier « a, lj wird der „Grazer Tagespost" a»« Peltau geschricbln: «Die Weinlesen im lollofer »nd lullender«.« Gebirge sind größien»he!ls schon beendes. Die Qualität ist eine sehr gute, die Quantität fchwanll zwischen mittelmäßig und gering, daher die Preife auch angezogen haben. Die Kauflust ist jedoch eine fehr flaue, der Zuzug der Wein» lauf« Oberfteiermarls und Kärnten« ein spärlich«. Die wenigen, die hier ankommen, begeben sich zumeist in da« Weingebirge, u« dort von Weinbauern direcle zu laujen. Dieser Umstand findet in dem Lärm, den die Ma» burger des Kunftwclne« wegen anhoben, seme Vegrünbung. Iider-mann wittert Kunstwein und doch exiftirl ein solcher factisch gar «icht, sondein spult nur in den Köpfen ewiger marburger Producenten, die dadurch ihren Windischbüchler in den Rang der Dessertweine zu «heben «eimen. Diese unbesonnene Thal rächt sich aber vor alle« an ihren Urhebern, denn auch in Marburg stocken die Weingeschäfte bedeutend." — (Klingender Nachlaß.) In de« Nach, lasse des vor lurzem i» Pest verstorbenen Hausbesitzers Gregor Ialabsfy sand «an bare 40,000 Stück Du« taten in Oold, von w:lchen jedeS Slück separat w eine« Streifchen feinen weißcn Papier« eingewickelt war. — (Das neue Theater „Caftelli") in Mailand wurde am 26. v. M. mit der Oper „Ruy Vlas" eröffnet; dies« folgte das große Ballet .Ehnftos Col»»b»s". Die Vvlftellnng dauerte von 8 Uhr abend« bis 2 Uhr nach Mitternacht. Parlerresth 1'/? Franc«! — (Pompefer Hofstaat.) I« Paläste be« Sultans bewegte sich eine Schar von sechetansenb «änn-llchen und weiblichen Dienern; dieselben zerfallen in zwel Kategorien, in solche, die bezahlt und ernährt und in solche, welche einsach nur elnährl welden. In der «sten Klasse befinden sich 350 Vaicdj?«, circa 400 Köche, 300 Gärt-ner, 600 schwarze «lnnuchen, 600 Domestiken. Die Lieferanten liefern täglich 1200 Schöpfe, 2000 Hühner ». f. w. in den Palast; die Fleifchiechnung beträgt «onatltch 60,000 Franc«; außerdem sino ganze Tlupp« von Spx» lern, Musikanten (ein weibliche« Coip«), Jongleuren, Ko» Nlödlanteu n. f. w. i« Palast ansässig. Locales. — (Nus dem Sanitätswochenberichte de< laibacher Stadlphysilales) vo« 16. bis inclusive 24. Otlob« entnehmen wir folgendes: I. Morbililät. Diejelbe war gegen die Vorwoche in entschiedener Abnahme. Entzündliche Kianlheilen der Respiratwnsorgane und Diphlheruis vorheilschend, lthlere hegeu dlc Vorwoche in Abnahme, II. Mortalität. Dieselbe war auch geringer als in der Vorwoche. L« starben nemlich 20 Personen, (gegen 25 in der Vorwoche), davon waren 12 männlichen und 8 weiblichen Geschlechtes, 13 Erwachsene und 7 Kinder; daher da« männliche Geschlecht und die Erwachsenen (in der Vorwoche noch die Kinder) überwiegend an der Sterb« lichleu participierten. Todtgcboren wurden 2 Kinder; im ersten Lebensjahre starb lein Kind; vom 2. bis 20. Jahre starben 6 Personen, und zwar an Diphterili« 5, an Tuberculose 1 Person; vom 20. bis 60. Jahre starben ? Personen, und zwar an lub«culose 3, an Entlastung 2, an Magenkrebs »nd chronischer Ruckenmallseulzündung je 1 Person; üb« 60 Jahre alt starben b Personen, «nd zwar an Marasmus 2, an Pye»le, Vlasenlreb« und Lungenöben je 1 Person. Häufigste Todesursache: Diphlerili» b«al (in der Vorwoche 9wal) d. i. 25 0 "/„ Tuberculofe 4«al d. i. 200 "/„. Entkräftigung, Marasmus, ic. 2mal, d. i. 10 0 "/, aller Verstorbenen. I« Ewilspitale starben 9 Personen, im Elisabeth-Kin, derspilale i Kind, im städl. Urmenverforgungshanse 1 Pfründ« nerin ; in der Stadt und den Vorstädten 9 Personen. Diese vertheilen sich wie folgt: Innere Stadt 2, St. Petcrsvor« ftadt 1, Polanavorftadt 2, Kapuzmervorftadt 1, Gradlschavor-ftadl 1. Kralau« und Tirnauvorftadt 0, KallstädlervorftHdt und hühneldolf 2, Moorgrund 0. I»02 — (Herr RcgierunzSleiter t. l. Hosrath! Ritter v. Widwann) ist sammt Familie «it dem vor« gestrigen wiener Schnellzuge in Laibach eingetroffen. — (Die Trauung) des Herrn Leo Reichsgrafeu d. Nuersperg mit Varonesse Nntvnia v. Schmid-bürg findet am 4. d. in der hiesigen Domlirche statt. ! — (Sparlasse.) Der Veamlenlölper der lraini«! fchen Sparkasse brachte gestern dem Kanzleidirector dersel,! ben, Herrn Richard Ianeschiz, aus Anlaß der letztere« zmheil gewordenen Allerhöchsten Auszeichnung seine GlUck-wünsche dar. — (Wahlen.) Zu Mitglied«» der Grundsteuer-Uegulierungs'Eenlralcommission wurden aus Kram gewählt: Otto Freiherr von Apfaltrern und als dessen Ersatzmann Franz Riler v. Langer. — (Den Prüfungen) aus der Slaatslechnunge-Wissenschaft haben sich in Vraz unterzogen aus Laibach die Herreu: Albert Valenta, magiftrallicher Kassi.Ossicial; Vinceuz Vizial, Beamter des lrawischen Landesausschusses; Friedlich Dienil, Johann Lovöin und Anlon Mrat, in Verwendung bei« lrainischen Landesausschusse. — (Die Prüfungsresultale) an der flap« Obst, und Weindauschule sollen, wie ,Slov. Narod" er< fährt, sehr günstige sein. — (De» lrainischen Schulpfennig) ist von eine» ungenannt sein wollenden Schulfreunde ein Vetrag von 10 fl. 10^/, lr. zur Anschaffung von Lehrmitteln für Volksschulen zugelomuen. — (Der musikalischen Soir6e), wtlche vor« gestern im Hotel „Europa" stattfand, wohnten sehr viele Gäste au« allen Gesellschaftskreisen bei. Die Musitlapelle de« iübl. 46. L..Inf.'Regimen»e« und der lräsiige Gerstensüfl a»s Drehers Bräuerei in illein-Schwechal versetzten die Gesellschaft in die heiterste Laune. Die Conversation wurde in deutscher, slovenischer, böhmischer, kroatischer, ungarischer und italienischer Sprache gesuhlt. Die Gäste trennten sich nft in später Stunde. — (ilus de« Be reins leben.) An der vorge« ftrigeu Versammlung des ärztlichen Vereins nahmen 20 Aerzte theil. — Bei den gestern vorgenommenen Plvbe-»ahlen für die Direction der philharmonischen Gesellschaft erhielten die meisten Stimmen die herben: F. Mahr (zum Gesellschaslsdireclor) und Toe^dy, Baum« gartner, Dollhof, Kariuger, Klauser, Canlvni, Loger, Dr. v. Gchrey und Vnrgarell zu Directiousmitglieder». — (Gräber besuch.) Der gestrige Tag ward dem Andenlen der im Friedhofe zu St. Chcistof ruhenden lhcue« reu Verwandten und Freunde gewidmet. Mehr als acht» tausend Trauernde mögen sich an geweihter Ruhestätte eiu« gefunden haben. Der Frlebhof glich eincm Blumengarten, strahlend i« Llchlerglanze. Großes Nerczernts gab da« Pro-»emereu vieler Iigarrenraucher in Mitte trauernder Fried-hofsbefucher. Die Schüler des hiesigen Obergymnasiums setzten dem verstorbenen jugendlichen slovenischen Dichter T»«p«»ann ein Denkmal. — (Ueber den Elaviervirtuosen S. Vl»»ner), welcher demnächst hier concert««« wird, liegen »eitere Ionrnalftimmen vor. Die „Magdeb. Vl." fchre»b«n: ,Was uns vor allem ansprach, war die An« »ulh und der ariftollalische Hauch der musikalischen Nildung, der bei den Vorträgen des Herrn Nlumner alles er< füllte und dulchdranz; feruer b:e gewisscl.hHfte und wir Ulöchlen sagen gleich liebevolle Sorgfalt im Technischen und Lharakteriftischen, mit welcher der Gaft alle seine Vor« Nage aussührle. NameraUch heben wir hervor den Neiz de« Anschlages und die Iirlheit sämmtlicher Ausdrucke-schaltierungen der Eomposilionen." Da« „N. Fremdbl." b«»nlt: „Herrn Vlumners Specialität bildet die mister« liche Transscription berühmter oierhändiger Clavierfiücke für zwei Hände; er weiß dieselben mit so viel Vravour wiederzugeben, daß die Melamorphorfe vollstimmiger, glänzender klingt als das Original." — (Ü"r Förderung des Schulwesens.) Die „Vr. Tgpft." erhielt ans Trifail unterm 27 v. M. folgende Correspondenz: „Tine ebenso zweckmäßige al« nach, ah«enswerlhe Maßnahme, das Voll mit den Schulgesetzen vertraut zu macheu und den Schulbesuch zu fördern, ergr reicher Zahl auftretenden Bettlern, die ihre körperlichen Ge< brechen öffentlich zur Schau tragen, um Mitleid zu erregen und milde Gaben zu erpressen, begegnet. Es sei endlich einmal an der Ieit, daß im Interesse der Humanität, zur Schonung nervöser oder gesegneter Frauen, dieser Landplag« eiu Ende gemacht und jede Gemeinde einerseits zur Ver< sorgung der ihr zuständigen, verkrüppelten und erwerbslosen InNvidutN, andereislils zur Ausübung einer strengen Auf« ficht über da« Bettelwesen verpflichtet welbe. — (Diebftahl) Vor kurze« wurde, wie di< „Klgs. Ztg." erzählt, von einem Wagen in der Nähe del Maßlganen" in Klagenfurt eine Pferdedecke i« Werth« von 10 ft. ö. W. gestohlen; der Dieb wurde bald nach de» That in der Person des 32jährigen Vaganten Tho«a« Gregorz aus Stein in Krain eruiert. — (Die Rinderpest) herrscht in Kroalie« in den Gemeinden: Eabdin, Lveltovic, Grdun, Kohanjec, Vulovina und Dugosello des aaramer; in Herczegovaö Trnavc», Ladislav, Siecani, Farlosevac, Vulsinac und Ivan, ^ni des bellowarer; in Koftanj, PodluZinl, Svinjarec Ügalifte und Iellan des lceutzer; in Obrez, Iallovec, Sra, cmu, Petriauec und Warasdin de« warasdiner; in Krai ia Praputnil, Meja, Gaj und Ielenje des fiumaner Eomitalee endlich in der Stadt Slssel. — (Aus der VUHnenwelt.) Sachse's „Wiene, Theater-Chronik" referiert viel schöne« von den Leistung« der in früheren Jahren auf unserer Bühne beschäftigt ge wtfeneu Schauspieler. Namentlich erfreu«« sich Herr Rode, in Iglau, Herr Zwerenz in Oedenburg, Herr Hhlu mecty in Olmuy, Frau Möller, Fll. Rosen unt Herr Kapellmeister Delin in Salzburg, Frau Krosse! in Regensburg und die Herren Löcs und Hhrenseft in Temelvar großen Beifalles. — (Die deutsche Bühne) brachte — eine« allen Gebrauche folgend — vorgestern Raupach's „Müller unl sein Kind" zur Aufführung. Herr Sieghof (Reinhold), Fräulein Klaus (Marie) und Herr »eidner (Conrad), insbesondere erstgenannter, erwarben sich wohlverdiente Nn« erleunung. Eine« großen Theile des Publtcums miefiel der mit allzu starkem Palhos und i« Cothurnus dargestellt« Part des Mühljungen Conrad. Neueste Post. (vrlainal«3elegramme der „öailmcher Zeitung.") Hermannstadt, >. November. In der heutigen Eongreßsitzung wurde Popasu mit 2O Todte, eine Fahne und zahlreiche Gefangene. Pest, 31. October. Im Abglorduetenhaus wurde der Vericht dtS Eentralausschufs«« lider di« Aendtrungen am Wahlgefehenlwutfe vorgelegt. l Versallle«, 30. Oktober. Dl« iVluniclplllwB' l werben in ganz Frankreich am 29. November vorz" l nommen »erden. - London. 31. Oktober. Die ..Time«" «Ml» ! dem Prozesse Kullmann etnen längeren »rtilel, »"!« : fie den katholischen Verein in Salzwedel für da« M : brechen seine« Mitgliedes verantwortlich machten, v" > ..Time«" fragen schließlich, ob nicht in der ultras ) tanen Presse, auf der Kanzel und im Tone der ultt^ t montanen kontroverse eine Feindseligkeit gegen ^ ' Reichskanzler herrsche, welche elnem Gemltthe wie jt">» l Kullmanns eingeprägt, ihn zu der Vlutthat betve«" konnte. » London, 30. Oktober. Die englische ReglerM c hat angeordnet, daß ein zweiler Kriegsdampfer nach "" ' Sulu-Inseln gesendet werde c Madrld. 30. Ollober. Die Regierung ist >" Vegriffe, im Einvernehmen mit Frankreich die n0M ^ Maßregeln zu ergreifen, um eine strenge Vlollerung!° i Wasser und zu Lande vorzunehmen. » '^^ —------- - - Telegraphischer Wechftlcurs , vom 31. Ollober ... . ^avter-Rent« 7<»I0. — Gtll>tr.«l»lt 73 90. — W ' Glll«i«.«ulthen 108-25. — Vaul-Acticn i,?5. -. Hltbil-»^ c 234 2b. - l.'«nd°n 109 85.- Eilt^ 104 10. - «. l. Mn,"' e eatm. — Vt»vol«n«b'<,r 983. ' Wien, 81. Ollober. 2 Uhr. Gchlußcuise: Credit 2Sc>ubanl^" ^ WechÄlerbaubant 15 50, Vrigitteuauer 15 -, Staatsbahn ^ Lombarden 139 50, ^ommunullnle —. Fest. ' Kandel und WolkswilthschaM^ j «albacl», 31. Oltober. Auf dem heutigen Markte siAH schienen: 18 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und v>. ' (Heu 47. Stroh 28 Ztr.), 25 Wagen und 2 Schiffe (1s <"«>" i , mit Holz. l Durchschnitt« - Preise. ____^ l . Nllt..l Mg,.. ^N>^ ' ^, fl. Ir.I fi.i t«. I^^ . Weizen pr. Mehen 4 Wj 5 67 Butter pr. Pfund -44^ , Korn „ 3^50 3 77, Eier pr. Stück -2i 'l ,' Gerste „ 2 90 3 8 Milch pr. Maß ^^^ ' Hafer „ 2 - 2 lb Niudflelsch pr. Pfd. - s0 ^^ Hlllbsrucht „ -------4 20 italbsicisch „ -3-^ r Heiden „ 2 80 3 !3 j Schwemefteisch „ ^^^ n H>rse „ 2 90 3 l3 ilämmernes „ - l»-^ . «uluruh ,. -------3 87 Hähnbcl pr. Stuck - ^'V^ E'däpsel ,. 2 20 — Tauben „ ^^"^ ' i!insen „ 5 80-- Heu pr. Zentner lA"., -Erbsen ^ 5 60------Stroh ., -" <:s< z Fisolen ., 5 40------Holz, hart., pr.Klft. - ^ ^ . Rindsschmalz Pfd. - 52 - . — weiche«, 22" - ^ Lottoziehungen vom 3». Oktober. , Wien: 10 3 79 57 8. , _________Graz: 7 88 83 c Theater. ,°« . Heute: Maria Magd ale na. Drama in 3 Äufz«^ Friedrich Hebbel. Meteorologische Beobachtungen in Laiba^ ' ' ^Ü7Mg. 742^^2., windstill Hilhennebel^ ^ 31, 2„N. 743 °o -5a W. schwach trübe , ^ 10 „ Nb ^4« ^4^^N schwach >___trübe^.«^^ l '»U. Mg. 744.4/ ^ 3.3 windstill trllb« g/« , ,'. » « «. 743.08 - - 5.» W. schwach trübe > 0,. «h.! 744.«« ^.5.0 W. schwach trübe ,h- Den »1. Ollober: Tillber Himmel mit Hvhtn"hMi>° wechselnd, lein Sonuenblick. Den 1. Nouember: " , d" trübe, eiuzelul Regentropfen. Da« vorgeltrige Tage«« g« Wärme ^- 3 7°. da« gestrige 4> 4 7°; beziehungSwelle « und 2 6' unter dem Normale.____________^^2. Verantwortlicher Redacteur: Otl 0 mar V » "!^^«il i^^s'spli^Vii^t «ien, 30. Oltober. Die «ärse war in ihrer Auffassung der gesammten Lage etwas beruhigter und escomptierte den von ihr gehofften aUnNiaen Verlaus »e« UltilN"' <^vzsrvrzN«)z. eingetretenen Repnsen siud zahlrnch und mitunter namhaft. Speciell Nordwcstbahn wurden bei Schluß de« CesHllfles s°«i«. °u» ,l.°t,n Held Ware M«!> 1 ««». l.....69«^) «9d0 ß«br«r.) """' <.....«9 80 69 90 »P»U. ) ^"»tNtNtl ^ ... ?v 80 73 9^ L«ft, IS89.......»7N- 274- , 1854.......1l)0 25 100 5l) ^ 18«0.......108 2^ Il.8 60 , I860 ,n 100 fi. . . . 11« 25 118 50 , I8K4.......122- 133 50 Domimen-Pfandbrtefe ... 121 25 12ib(» Pr»»i»auletzm der St»d! Wt» 101 b0 102 -,»h»» . ^„.^ , . . 98." 98 50 »«li,i» ! ."."'"l .. «225 8375 Un,«r» j "^"> l . . 7575 7625 H«n»u.«egulieruüqe.Lelt. . . 27 50 »7 7b Un«. «isenbehn.«»!..... 36 - 9625 Unz. Pritmitu.Uul...... 827b 8835 Witnu T«>: l2U2«^«nllh» . . 977b 88 — Actien von Vonken. ««.,» «» < <2leld Ware l»V -.......!^°°!«b°" Veld Ware Lreditaustalt, nngar. ... 324 50 225 . Depositenbank......130 — 132 — ^»conipttllnftalt......910 — 920 — tzrau«.V«lüi......6125 61 b0 H«ude!«b»»l. .... 71L0 72 «ollon«»lt»nl.....' 974 — 976 — vefterr. »llg. Vanl .... — — — Otfter«. V»hn. . . 7 . 139 - 189 50 ru^Wh.Vasn ll^'Vniweis« «tr,ck^ ..... —'— "'— Ferdinands-Nordbahn . . . ,880 — 1885-ßranz-Iostph-Valm 184'— 1N4 50 Lemb.-«zeru.-Iassy,Vahn . 147 - 148 - Lloyb.Otsellsch. 453 — 457 — Vlster». «,rd»efti«ch» 1H1— 1V»-> Veld Ware «ut>«lf».Vahu.....14s— 149. Gt«tSbalin......30^.- 801 - SUdbahn........185 7b 1»N — theiß.«ahn.......1»4-b0 185— Uugarische «°rb«ftlah» '. . . 110- - 112 -Uugarischt Oftiahn . . . . bb — bb b0 ^r«u»w«,.O«sellsch......132— »»- VanseseUschaften. «ll>. «fierr. ««««'ellschaft . . 43 25 43bft «ien» VulgeseUschaft.... 04 00 b4 7b Pfandbriefe. «ll>e«. «st,rr. V«d»ertdtt . . 3b bO 36 50 bt«. i« 3I H«hr« 87- 67t>0 ««tt«n«lb«ul >. »..... 32 50 38 7o U»>. »»dwertdit .... 8«zb 86«) Prioritäten. Elisabeth.-V. 1. 2m.....987b 94- ssero.-Nordb. S......10425 10450 ßranz-Ioseph-v.....3980 100—- Gal. «°rl-i.'udwig,«.. 1.2m. . 10s " ^6 «' vefterr. «ordweft,«. 92 50 33 7b Siebenbliraer ' »1— 812b «taaUbH» . . 1s« 60 1SSV0 ««"»'»»»^. - - i V.^ Sübbahn. Von«.....«7»b ^ Un«. Oftdahn ..." «rtdlt.«.........^18 ^. " «u»,ll«,L........ »u,,b«,........91 »6 Z,^ »«nlsurt........bs^ .101! London.......' 4Z6S P»ri«........' «eldsorte». Wle ^ Oelb 5 st- 3 , V««t» . . . bst- A tr. g -H -N°P°l«°n«b'°r . . 8 - V4 - ^ ^ , Prmß. «»ssluschlin« 1 ^»^-^6 , GUber . . . 104 ^ U0 » ______— - tisll^ »rainische «rnndentlaftung^bl^ <-'-" Vrt»«»,t