v pdIoKdI Preis Din 1*50 71. Jahrgang Nr. 277 wöchentlich siebenmal. SchrtfUeltuag (Tel. Interurb. Nr. 2670) eewie •^altung u. Buchdruckerei (Tel. Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičeva ul.4. Briefl Anfragen Rückporto beilegen. Maneskrlpte werden nicht retumlert iEHHMSB Freitag, den 16. Oktober 1931 Inseraten- o. Abonnements-Annahme In Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung)* Bezugspreise: Abholen, monati. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monati. 23 Din, für das übrige Ausland monati. 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 DK», amensÄnnenpwbiem Slur B u k a re st, Mitte Oktober. ’N’ hlUInan'en ist die Frage: Zentralis-stz sw 'er Autonomie durch die Broschüre 'thiwA^'bneten Romulus B o ila neu-* ‘3cn Bordergerund der Erörter-^stellt worden. Was diese Broschüre, Ver»!-1,- ^ die Politischen Absichten des Manin nicht allzu schwer Ntiut ^en' bezwecken will, ist die Er š tun® autonomistischen Forderungen *Sdt lailifcf)en Volkes in den neuen Pro-heutigen Groß-Rumänien. »m, B 11 te‘ am geht dahin, Rumänien IN XDn°me Länder mit Legislative und ^ stufzuteilen, und zwar mit eigenen Mts. L3lcstungen. Der Ministerpräsident ^EUhennCtC^ diesem Plan gleichzeitig die -tEqj. c'ueš Innenministers, die Lan-?Us hjCt stug setzt sich aber außerdem noch , "oitinw knistern zusammen, und zwar für tz. ' Ackerbau, Handel und Industrie vsttty.^sttStoege. In die Kompetenz der .N§ f Stermig und des zentralen Parla-isteš & .eit folgende Angelegenheiten: Aeu-^kehr, Post, Finanzen und AuqQ me Staatspolizei. Die Zentral-fV%Th''--v Bukarest setzt sich aus einem „J1’ uten und ebenfalls vier Mini-®Ett^men: Aeußeres, Finanzen, Krieg % !* n 2„n,8t diesen Plan, der der altrumä-te,,. Afttfcchen Kligue mißfällt, ein 'stungsstreit entbrannt. Während h ^ 5Br ’n ^u neurumänischen Provin-bin‘r!!t verteidigen und begrüßen, He,“ ^ /stberale Boulevardpresse von Du tz> ^ Ausnahme des „Adeverul" -L'Üft iür uutonomistischen Bestrebungen Ik :^oil0„to Der „Adeverul" verteidigt l^it fniJ Eu=Pltxn und kommentiert k %[e gruden Worten: „Wenn wir die k'Stn m ^ des Staates erhalten wol-d$tt h e^en "At der Tatsache gerech-y5st g6n' st^ die neuen rumänischen Pro k% J* ^uhrhundcrte in anderen kul-V bna stauten Verhältnissen gelebt ' übrige Rumänien." !k!^ itt .der innenpolitischen Strö-stt,1 Die n stuonien ist damit klar aufge-d (Net °n rumänischen Provinzen ha-stw; [Neun/ .rhstmaligtzn Donaumonarchie San eiti wl°3ialer und wirtschaftlicher oh^rez Niveau und damit die ' sthbati)11161' .^v^ren Lebens- und % ii^itale Bukarest will jedoch bht st * "vndes im Sinne der fron« ist iS $tnh' 0tll>nuit,9 ^Id^dhetjtz st^en — und schon gar nicht iin Staates — jene Fortent-eigener Willenskraft sem, fran-Bukarest StLstit Sinne eben |;XMl.Deh 91,7" "ur im Rahmen einer fAA% uomie nutzbringend an- S S bett8 stehen somit vor der Tat- k' fe tstllknm,! ’U^ UM die innere Staats-li \ 1'rtb no u stoch lange nicht beendet lA Ast. Lev,, diele Schwierigkeiten zu IrjAhAste, kn e den Autonomisten ge-Lande die ruhige Auf« Noch sind starke ^^itzk > kul^' ,'es Zu verhindern. Aber 9roßtzn e und ökonomische Struk P ^e|Ql>inctch ^ststikanreiches verlangt un h^ttzANohl^llferenzierüng im S'nne ^ Kotitz' .bst muß daher mit der >% rQate§.. c§ ..starken, weil unita-e'6t (Apachen werden, denn ttt diesem Spezialfalle eine Kabinett Azana Warum 3!!to!o Samora zurücktrat — Die Liste des Ministeriums Azana — Fortsetzung der antiklerikalen Demonstrationen Madrid, 15. Oktober. Das neue Kabinett A z a n a hat sich noch in später Abendstunde dem Parlament vorgestellt. Die Mitglieder des neuen Kabinetts, dessen Bildung dem bisherigen Kriegsminister Azana in aller Eile gelang, wurden in den Cortes von den Abgeordneten mit stürmischen Beifall begrüßt. Ministerpräsident Azana gab von der Ministerbank aus eine Erklärung ab, in der er seinem Vorgänger alle Anerkennung zollte. Die Abgeordneten braüiten Alcala Zamora große Ovationen dar. Man glaubt allgemein, daß sich die politischen Aussichten des zurügetretenen Ministerpräsidenten Zamora durch seine Demission nicht geschmälert haben und er nach wie vor als der einzige ernste Anwärter aus den Posten des Staatspräsidenten Spaniens zu betrachten ist. M a d r i d, 15. Oktober. Erst jetzt wurden die Gründe in Erfahrung gebracht, die Alcala Zamora zum Rücktritt bewogen hatten. Zur Zeit der Sitzungen des Völkerbundratcs in Genf, deren Vorsitz bekanntlich der spanische Außenminister Lerroux führte, über nahm Zamora in den unterdessen geführten Verhandlungen mit der päpstlichen Kurie gewisse Verpflichtungen, die er aber jetzt, da die Cortes sich grundsätzlich für die Trennung der Kirche und Staat aus-sprachen, nicht erfüllen kann. Aus diesem Grunde stimmte er auch gegen den bekaun ten Verfassungsartikel, der die Trennung von Kirche und Staat ausspricht. Madrid, 15. Oktober. Die Krise der Regierung wurde alsbald beigelegt. Das Parlament designierte einstimmig den bisherigen Kriegsnn-nister und ehemaligen Mittelschullehrcr Azana zum Ministerpräsidenten und betraute ihn mit der Neubildung des Kabinetts. Diese Aufgabe konnte Azana innerhalb von zwei Stunden bewältigen. .Das Ministerium ist wie folgt gebildet: Präsidium: Azana; Inneres: Ouiroga; Marine:Casalt; Finanzen: Prieto; Unterricht: Domingo; Oeffentliche Arbeiten: Albordoz; Arbeit: Cavallero; Verkehr: Barrio; Aeußeres: Lerroux; Wirtschaft: Solver; Justitz: De los Rios. In seiner im Parlament gehaltenen An spräche würdigte Ministerpräsident A z a-n a die Verdienste seines Vorgängers Zamora und forderte das spanische Volk auf, die republikanischen Institutionen überall strenge zu achten. Geichzeitig sammelten sich vor dem Cor tes-Gebäude große Menschenmassen an, die ihren antiklerikalen Empfindungen freien Lauf ließen. Auch die Erwerbslosen wollten eine eigene Demonstration in Szene setzen, wurden jedoch von der Polizei zersprengt. Die antiklerikalen Kund- gebungen werden in ganz Spanien fort» gesetzt. Diejenigen Gruppen, die der Trennung zwischen Kirche und Staat nicht voll zustimmen, hielten heute vormittags eine Konferenz ab, in der beschlossen wurde, an den weiteren Arbeiten zum Ausbau der republikanischen Verfassung nicht teilzu» nehmen. Lavals Abreise Die letzten Vorbereitungen für die Washingtoner Entrevue Laval-Hoover Ministerpräsident Laval wird in dem 'üt heute nachmittags anberaumten Ministerrat den Vorschlag machen, die Kammer für den 12. November einzuberufen, um nach seiner Rückkehr aus Washington das Parlament über seine Besprechungen mit dem amerikanischen Präsidenten und dessen Vorschlägen zur Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise Bericht zu erstatten. Der Ministerrat wird sich ferner mit dem P a r i s, 15. Oktober. Budget und den in den Marineausgaben zu erzielenden Ersparungen beschäftigen. Ministerpräsident Laval hat gestern eine Reihe von Parlamentariern empfangen, um seine Reise nach Washington in allen Einzelheiten vorzubereiten. In den Konferenzen wurden die finanz- und währnngstechnischen Fragen, die in Washington zur Diskussion kommen sollen, einer allseitigen Erörterung unterzogen. Muffolmis Opümismus Ein bemerkenswerter Aussatz des Duce. — Abrüstung, Lirekurs und Zahlungsbilanz. P a r i s, 15. Oktober. Mussolini veröffentlichte in der politischen Wochenschrift „Les Annales" einen Aussatz, der in politischen Kreisen Interesse erregte. Der Aufsatz beschäftigt sich zunächst mit dem Abrüstungsproblem im Zusammenhänge mit der Weltwirtschaftskrise. Die Abrüstung — betont der Duce — ist der Schlüssel zur Beilegung der Weltwirtschaftskrise, die durch ei neu Rüstungsstillstand von etwa 10 bis 15 Jahren wirksam bekämpft werden könnte. In seinen weiteren Ausführungen besaßt sich Mussolini auch mit der Lire. Der italienische Ministerpräsident ist fest entschlossen, ihren Kurs aufrecht zu erhalten. Seit Jänner 1930 ist das Defizit der Handelsbilanz auf 20 Millionen Lire monatlich zurückgegangen. Durch die günstige Placierung der Auslandkapitalien und durch die Geldsendungen der italienischen Auswanderer sei im Zusammenhänge mit dem Fremdenverkehrsstrom mit einer baldigen Ausgleichung der Zahlungsbilanz Italiens zu rechnen. Eröffnung der Sobranje Das umgebildete Kabinett Muschanow stellt sich vor. Sofia, 15. Oktober. Gestern stellte sich das umgebildete Kabinett Muschanow der Sobranje vor. Das Parlament ging sodann zur Diskussion über unbrauchbare Schablone. Seit der Gründung Großrumäniens konnte sich die Korruption nur am Busen des „Einheitsstaates" wärmen, da Bukarest technisch die administrativen großen Aufgaben nicht zu bewältigen vermochte. Nach dem Plan Boilas soll Rumänien in drei autonome Länder aufgeteilt werden: 1. Die große und kleine Walachei mit der Dobrudscha und dom Donaubecken; 2. die eigentliche Moldau mit Beßarabien und der Bukowina und 3. Siebenbürgen mit dem Banat und Marmaros. Die Entwicklung in diesem Sinne wäre von Erfolg begleitet ge- wesen, wenn Maniu nicht durch Intrigen aus seiner Position verdrängt und Jorga an dessen Statt berufen worden wäre. Jorga wollte das zentralistische Experiment fortsetzen, aber auch der Professor als Staatsmann mußte schließlich einsehen, daß eine innere Konsolidierung durch den Zentralismus nicht gewährleistet ist. Man spricht hier von baldigen Veränderungen in der Innenpolitik Rumäniens. Sollten die autonomistischen Bestrebungen sich verwirklichen, dann kann schon heute gesagt werden, daß Rumänien an jenem Tage den Beginn seiner eigentlichen Konsolidierung verzeichnen wird die Thronrede über. Als erster sprach der ehemalige Ministerpräsident Cankow, der von den Linksparteien mit einer Flut von Verwünschungen und Zwischenrufen empsan gen wurde. Die Kommunisten verließen zum Zeichen des Protestes den Sitzungssaal. Sta» Nanking So Ban«? Für Verlegung der chinesischen Hauptstadt. London, 15. Oktober. Nach einer Meldung der „Times" aus Hong Kong, wird in China die Verlegung der Hauptstadt von Nanking nach Lo Dang in der Provinz Honnan ernstlich erwogen. Vamk-Kalastrophe In einer Kirche B u k a r e st, 15. Oktober. In der Metropolitan-Kirche in Jassy ereignete sich gestern eine furchtbare Panik-Katastrophe. Während des Gottesdienstes ging, wahrscheinlich durch Kurzschluß, plötzlich das Sicht aus. Gleich, darauf erscholl der Ruf: „Es brennt! Rettet euch, wer sich retten kann!" Es entstand eine verzweiflungs-oolle Panik, in der bei den Ausgängen 6 Frauen und 2 Kinder zu Tode getreten wur den. Zahlreiche Personen wurden schwer ver letzt. Börfenbericht Zürich, 15. Oktober. Devisen: Beograd 9.05, Paris 20.09, London 10.80, Newyork 510, Mailand 26.35, Prag 15.10, Budapest 90.025, Berlin 116.50. Z a g r e b, 14. Oktober. Devisen: Mailand 286.32 bis 292.32, London 214.06 bis 221.56, Newyork Scheck 5591.01 kis 5603.01 Paris 220.68 bis 221.34, Prag 165.86 bis 166.36, Triest 286.87 bis 292.87. L j u ü l j a n a, 15. Oktober. Devisen: Zürich 1098.45 bis 1101.75, London 214.06 bis 221.56, Newyork 5591.01 bis 5608.01, Paris 220.68 bis 221.34, Prag 165.86 bis 166.36, Triest 286.7 bis 262.87. Deutschland am Scheidewege Wachsende Ausrandbefürchtungen — Stürmische Sitzung des Reichstags London, 14. Oktober. Wilson Harris veröffentlicht in den „N t w s C h r o n i c l e" einen Aussatz, der ttch mit den neuesten Bestrebungen des Nationalismus in Deutschland befaßt. Wilson Harris nimmt die Harzburger Tagung der nationalen Opposition als Ausgangspunkt feiner Betrachtungen und läßt die Frage offen, was eintreten müßte, wenn es der rechtsradikalen Opposition in Teutsch-land Klänge, ihre Pläne zu verwirklichen. Der Autor kommt zu den nachstehenden Schlußfolgerungen: Nehmen wir an, Hitler gewinnt die Partie. Der Kriegsgeist erlebt an einem einzigen Tage in Europa feine Auferstehung. Paris erbebt im Alarm. Man wird von links und rechts von Deutschland die Kredite zurückverlangen. Die geforderten Summen können nicht ausbezahlt werden. Die Mark verliert dann nicht nur 20 Prozent des Wertes, wie das Pfund, sondern 50, 60, ja 70 Prozent ihres Wertes. Die Devisen am Kontinent — mit Ausnahme der einen oder der anderen — gehen denselben Weg, und die europäische Finanzanarchie läßt die Fundamente der Wallstreet erzittern, wobei fatalerweise alles vernichtet wird, was Hoover für die innere Erneuerung der Vereinigten Staaten getan hat." Paris, 14. Oktober. Der „Temp s" stellt in längeren Ausführungen fest, daß der deutsche Nationalismus trotz der um sich greifenden Wirtschaft krise wächst. Hugenberg verfügt über eine große Presse, Hitler befehligt im Reichstag 107 Abgeordnete, die Deutsche Volkspartei rückt immer mehr und mehr nach rechts ab, Hindenburg gewährt einem Hitler Audienzen. Gleich darauf kommt Harzburg . . . Das Blatt betont, seinerzeit sei es gerade die nationalistische Propaganda gewesen, die alles vernichtet habe, was im Zusammenhänge mit dem Haager Abkommen und der vorzeitigen Rheinlandräumung zwecks Verbesserung der internationalen Beziehungen erzielt worden sei. Man habe dann nach endlosem Hin und Her die wirtschaftliche Berständigungsbasis gesunden. Wieder sei es die nationalistische Propaganda, die alles zu zerstören drohe. Die neueste Bewegung Hitlers und Hugenbergs verfolge zwar in erster Linie innerpolitische Ziele, doch würbe man die Folgen eines Erfolges Adolf Hitlers sehr bald ai ch auf internationalem Gebiete zu spüren bekommen. Das Blatt stellt die Frage aus, auf welcher Basis Hitler seine Außenpolitik führen wolle. Und beantwortet die Frage so: Auf keiner, und die Nationalisten müßten dann zurücktreten oder es folgt das große Abenteuer, welches Deutschlands Ende bedeuten würde. Der „Temps" beschwört das deutsche Zentrum, die Demokraten und die Sozialdemokraten, sie mögen die wirkliche Lage Deutsch lands sich vor Augen halten, eine Situation, die es dringendst erfordere, daß die Offensive des Rechtsradikalismus gegen den Reichskanzler abgewehrt werde. P a r i s, 14. Oktober. Die Presse beschönigt sich eingehendst mit Brünings Rede im Reichstag. Die der Rechten angehörenden Blätter verlüden die Diktatur in Deutschland. Die Regierung -werde hiebei bei denjenigen Anlehnung suchen, von denen sie finanzielle Hilfe erwartet. Der „Excelsior" meint, die Rede Brünings habe auf die unruhigen Elemente im Reichstag kalmierend gewirkt. Für das Ausland bedeute diese Rede mehr, da sie geeignet sei, die Reaktion auf die Ereignisse in Harzburg auszulösen. Berlin, 14. Oktober. Die Generaldebatte über die Regierungserklärung wurde heute mittags im Reichstag durch den sozialdemokratischen Abgeordneten Bretts ch e i d eröffnet. Redner kam auf die Entwicklung der Frage der Zoll union zurück und folgerte daraus, daß es sich wieder einmal hevausgestellt habe, es genüge noch nicht, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man müsse auch die psychologischen Wirkungen ins Kalkül ziehen. Die Verantwortung für diese Frage ließe gleichmäßig auf der ganzen Regierung. Breitscheid unterzog in Beurteilung der Finanz-und Wirtschaftskrise das System der Notverordnungen einer scharfen Kritik, wendet sich dann aber äußerst scharf gegen die Preis abbaupolitik der Regierung, die sich den Kartellmagnaten gegenüber ohnmächtig erweise. Die Bergbauindustrie verbrauche für die politischen Ziele der Rechtsparteien noch immer 50 Pfennige pro Tonne geförderter Kohle. Man dürfe aus der sozialdemokratischen Toleranzstellung dem Kabinett Brüning gegenüber noch nicht entnehmen, daß wir auch die Sozialpolitik dieses Kabinetts stützen. Wir Men diese Haltung, um den Staat, in dem wir leben, vor den Angriffen des Faschismus und der Diktatur zu schützen. Eine Ablehnung des Mißtrauensantrages der nationalen Opposition gegenüber Brüning bedeute noch lange nicht einen sozialdemokratischen Vertrauensspruch darüber, was diese Regierung zu tun gedenke. Unsere Abstimmung bedeutet die schärfste Ablehnung dessen, was nach Brüning kommen könnte. Die soziale Reaktion möge wissen, daß sie die Sozialdemokratie am richtigen Platze findet. Als sich der nationalsozialistische Mgeord nete Dr. F r i ck erhob, verließen die Sozialdemokraten den Sitzungssaal, auch der Reichskanzler begab sich in die Wandelgänge. Dr. Frick hielt eine scharfe Rede gegen die jetzige Regierung und forderte vom Hause die Annahme des Mißtrauensantrages. Dr. Frick'erklärte, es sei unumstößlicher Beschluß, solange nicht zu ruhen, bis die Macht im Staate vom Nationalsozialismus übernommen sei zum Nutzen des arbeitenden Volkes. „Unsere Regierungserklärung werde dann kurz und bündig lauten: Macht und Wille, Freiheit, Arbeit und Brot." — (Stürmischer Beifall bei den Hitler-Lewen, dei den Saal darauf verlassen.) Der deutschnationale Abgeordnete Ober fahren wendete sich schärfstens gegen die verfassungswidrigen Notverordnungen. Das Volk brauche Brot und Arbeit, die Zeit der parlamentarischen Flickwerke sei vorüber. Es gehe um die Entscheidung: nationalistisch oder bolschewistisch. Nach dieser Rede verließen die Deutschnationalen den Saal. Es sprachen noch Dr. Ivos (Zentrum), Abg. Baltrusch und Finanzminister Dietrich, wobei es zwischen ihm und einigen Deutschnationalen zu heftigen Auseinandersetzungen kam. Die Sitzung wurde dann bis morgen nach mittags vertagt. Die Debatte dürfte ehestens Freitag zum Abschluß gelangen, worauf dann der Reichstag wieder vertagt werden dürfte. Somoro zuiMgetreten Eine Folge des Verfassungskampfes in Spanien — Große Erregung in Madrid Da Ministerpräsident Alcala Z a m o r a zurücktrat, erfolgte die Demission des Gesamtkabinetts. In den Cortes stimmte Za-mora bekanntlich gegen den Verfassunaspa-ragraphen, der die Trennung von Kirche u. Staat vorsieht. Da die Republik noch keinen Präsidenten besitzt, erhält der sozialistische Kammerpräsident, der Sozialist Beste i-r o, das Mandat zur Regierungsbildung Madrid, 14. Oktober. Im Zusammenhänge mit der Regierungsbildung werden am meisten die Namen des Kriegsministers A z a n a und des Außenministers L e r r o u x genannt. Die Neubildung des Kabinetts soll noch heute abends vollzogen werden. Innenminister M a u r a erklärte sich mit Alcala Zamora solidarisch. In Madrid herrscht große Erregung. Gm toeibSif er ftfboJutionsqenera' Eine romantische Geschichte wird erst jetzt von der erfolgreichen Revolution in Argentinien gemeldet In den Kämpfen gegen die alte Regierung zeichnete sich besonders ein junger Offizier aus, von dem man eigentlich nicht recht wußte, woher er kam. Als er aber an der Spitze einer bOköPfigen verwegenen Reitertruppe die Partei der Revolutionäre ergrifft, nahm man ihn mit offenen Armen auf. Der junge Offizier verstand es, durch sein schneidiges Eingreifen mehrere Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den Revolutionären zugunsten der letzteren zu entscheiden, und die Führer der Aufständischen ernannten ihn zum General mit der Versicherung, auch nach erfolgreicher Revolution diesen Rang in der regulären Armee zu behalten. Die Aufständischen siegten, marschierten siegreich in Bue nos Aires ein und übernahmen die Regierung. Als man dem kühnen, jungen General im Kriegsministerium sein Generalspatent überreichen wollte, brach dieser aber in einen durchaus unkriegerischen Tränenstrom aus und erklärte schluchzend, eine junge Dame zu sein! Es handelte sich um die Tochter eines reichen Landesbesitzers, der unter kaum stichhaltigen Gründen von der letzten Regierung erschossen worden war. — Die Tochter ergriff die Gelegenheit der Revolution, um sich zu rächen. Sie rüstete ihre Cowboys mit Uniformen und Waffen aus, zog selber Offiziersuniform an und begann ihren privaten Rachefeldzug mit bewunders-wertem Erfolg. Auch nach diesen Enthüllungen wurde der jungen Dame, einer gewissen Senorita Mez de Castro, die Generalswürde verliehen, und sie ist somit der einzige weibliche Angehörige einer Negierungsarmee, der in diesem hohen Rang stahl. GeMerphotographre Vor einiger Zeit tauchten in Johannesburg in Südafrika die Brüder Fallkoner am f. Sie eröffneten eine photographische An statt, die sich von ähnlichen Unternehmun- gen dadurch unterschied, daß Aufnahmen nicht nur aus dem „Diesseits", sondern auch aus den: „Jenseits" angefertigt werden konnten. Die spiritische Photoanstalt konnte sich eines großen Erfolges erfreuen. Es gab in Johannesburg abergläubische Menschen genug, die die letzten Photographien ihrer verstorbenen Angehörigen erhalten möchten. Die Gestalten und Gesichter der Dahingegangenen waren auf den Bildern zwar nicht deutlich erkennbar. Die unternehmungslustigen Photographen verstanden es aber gut, ihre Kunden davon zu überzeugen, daß cs sich tatsächlich um Geisterphotographien Han belit. Das Geschäft der Brüder Fallkoner hätte noch lange ungestört blühen können, wenn die Polizei ihnen nicht das Handwerk gelegt hätte. Die Brüder Fallkoner sind verhaftet worden und mußten sich vor dem Gericht verantworten. Der sensationelle Prozeß der beiden spiritistischen Photographen dauerte 26 Tage. Die Anklageschrift war so umfangreich, daß sie vom Gerichtsvorsitzenden vier Tage lang -gelesen wurde. Die Brä der Fallkoner behaupteten vor Gericht, keine Betrügereien begangen und tatsächlich materialisierte. Geister photographiert zu haben. Das Gericht schenkte ihnen keinen Glauben und verurteilte sie zu einer schweren Gefängnisstrafe. Gin Leichenschmaus, dem die „Leiche" präsidiert Dieser Tage hatte eine Dame in Newyork die funkentelegraphische Nachricht erhalten, ihr Gatte habe auf der Rückreise von Europa an Bord des Dampfers mitten im Atlantischen Ozean einen Schlagansall erlitten und sei sofort gestorben. Die unglückliche Witwe traf sofort die Vorbereitungen für die Beisetzung. Sie versandte die Todesanzeigen, bestellte bei dem Geistlichen ihrer Gemeinde den Trauergottesdienst und beauftragte ein Beerdingungsinstitut mit der Vorbereitung der Leichenfeier. Beim Eintreffen des Damp fers erschien sie in tiefer Trauer, an der Landungsstelle, begleitet von Bekannten und Verwandten. Plötzlich stieß die Frau einen gellenden Schrei aus und streckte die Hände aus, als wolle sie eine Vision Hatte sie doch unter den Steifenden, -Land gingen, ihren Gatten erkannt. ^ ^ te an eine Sinnestäuschung geglau ■ / ‘ n nicht der -Gatte, der von den Vorberci ^ für seine Beerdigung, zu denen em ^ mensverwechslung Anlaß _ gegeben, ^ Ahnung hatte, seine Frau nicht in 1 ' £ geschlossen und geküßt hättes wodurw $(ut Zweifel schwand, daß er m rMch bflž wieder zurückgekehrt war. Als o «tfrt Mißverständnis zu aller Freude a s war, bestand der Mann daruf, ;,u Angelegenheit einen freudigen ®P,luf5 geben. Er ließ die Automobile ^ Vorfahr^ lud Freunde und Verwandte ein, in r ^ STUrtte 211 Itpfvmeti unti her Zug bekwu. Platz zu nehmen, und der Zug ^'^mlgt, dann, von dem leeren Leichenwaget ^ ^n, nach einem großen Restaurant. Auw PltrfttmiS «■ -- Geistliche man vergessen hatte, wartete als Leidtragender vergebens vor der Kirche aus das Eintreffen des - u'uu; cui'cm ^ gestellten des Beerdingungsinstitu-s ' zur Feier eingeladen. Nur der Geis^ parges Ietta! wird Synerk -------- der Nach Meldungen aus Arabien st ^ sammenschluß der arabischen uem panarabischen Bundesstaat l£| g,,:' S Als Herrscher in diesem Gebie Feisal von Irak genannt. KorfttM ©Oien , Der berüchtigte korsische Pandit ^ ^et überfiel vor kurzem an der -p - guastV! ar Badeort ind 0*"““a ck „Men ein hohes Lösegeld zu bezay ^eset Dllnoe oen monoaneu A-„,,riitci>, zwang die Hotelbesitzer und ultb Bande den mondänen ^ [V schwand darauf im Waldgebirge-. berfall rief allgemeine Entrul £rn> A | uuycmcuti v»— , Nicht nur die friedlichen ^mDLarfen auch alle „ehrlichen" Banditen bex ,j glioli vor, den ungeschriebene ^ - Banditenmoral auf gröblichste „flDigIial j zu haben. Nun veröffentlich £.n den korsikanischen Zeitungen ,an st',;; -Schreiben an das PuBAiunt .„^t: „~-„Berufskollegen", in dem era#Jt dem ich die korsikanischen ^DUlistefl- '.(< überfiel ich nie friedliche ^ per machte aber die Erfahrung, ^ tor des Strandbades Guag ‘ Dcr über feindlich gesinnt war. A ^i „3 • *“»"?. ij « lagt mit nach, ich schengestalt. Das ist nfth1 s.-e jn & „st" Gerechtigkeit." Banditen, ^.^ore' (l)r' tungsspalten mit Strandbadd^, $t,b misieren, welch ein nrer stscher Sitten! Sie unsinnigst'», Äsön> werden rf Das amatifaniich- fstfstV119 stst-*1','. fi'lch- Sn »m-rila < 6u„gtn P , S, nicht nur ganz neue Ars eine Itch zu schützen, fortbern hestehe^ aghl wendungsart der ^eret nteIben- irq^Lct stände zum Schutz attfe|megen natew V neuen Patente ist -aten @L<, der groß, wie in den Ver' ^r03cntst t gleichzeitig ist dort b grfin&u^ri(hti:f Ufi' nützen und unsinnigen ^ tzc deutend. Ein Bostoner ..^^jgen eine Konkurrenz der Hat’ bor kurzem in Boston stattgefunden ®tfi h sich die Aufgabe, drei Höto ®en 8U Prämieren, die auf dem «ftp sr .$itiecm des Blödsinns stehen. Der ki L. wurde übereinstimmend dem £'r rrm wbet des künstlichen Goldes verliehen. Er tor s^tCt' au§ Quecksilber mit Leichtigkeit , ®°ld Herstellen zu können, gab aber t QU lüllllvll; yUU UVVl ' °QB sein künstliches Gold viermal so teu-wet' tow das natürliche gelbe Metall. Zwei h 1 . er den Preis verdient. Den zwei-tiirfi erhielt der Erfinder des automa-J9ert Gaslöschers. Der Gaslöscher ist sine ^llplatte, die im glühenden Zustand die Sc« me Zum Auslöschen bringt. Um den G " des Gaslöschers auszunutzen, muß ^ die Hausfrau erst den Kochtops^vom den $ ^unternehmen und an seine Stelle ;t n ww-osen Gaslöscher aufsetzen. Die Jury der Behauptung auf, daß der Nutzen flQ “Umbung gleich Null ist, denn die Haus (I '„dk immer erst den Kochtopf mit dem tx/^er vertauschen muß, hat es viel leich . .veriaujcyen mug, gai er, Lfu Gashahn zuzudrehen. Der dritte I* /3 U)utbc dem Entdecker einer automati-d'klo ^^depeitsche verliehen. Erstens, weil s° w- £•*♦•*»-*«*** Trvt iVnotlArrS ilt mng nicht human sei, zweitens ist -utung im Zeitalter ausgestorbener töeNchEen null und nichtig. ®in Bräutigam wirb versteigert {QUeraEc Lubitsch, Sohn eines kleinen Krähen Jj?ufmann§, führte ein zerstreutes Le-Und v eS Geld, das er von seinem Vater ii6tti|ton seinen reichen amerikanischen Verben eÜ swsi^iben konnte, vergeudete er in ^Überzeugung, daß tine reiche Hei- “itt ßv ■ UJIUUC, ucigmvv.v w ... %ta6 Uet Nachtlokalen. Nachdem alle li>. Eequellen versiegt waren, gelangte 1 6p 1 sur ihn die einzige Rettung ivar. Htiht j. üdE* hach der Stadt Kowno und un einen dortigen Heiratsver-^eWonet Vermittler einigte sich mit dem Mim waten über den.Preis der Ehever- f% 9' der 30% der Mitgift betragen „j ho schlug dem jungen Manne vor, ] Tage wieder zu erscheinen. Als Htn>!!auer ®ent 24 Stunden später das H htntet des Heiratsvermittlers betrat, -i>ttz^ dort acht ältere Herren, die bei SW1 ln9 mit scharfem Blick von Ko'> ^krxu^usterten. Der Gastgeber ließ den Me Minuten Zeit für die gründet. Pachtung der „Ware" und sagte ^ ^ ist der ausländische Student NiT1 Familie mit feinen Umgangs» 011 fttnl Und guter Bildung, sowie auch h5u&iet hber Gesundheit, den ich Ihnen »^Oen. (5 öabe. Ich bitte, Ihre Preise zu tjDtlat§ . a die Zeit unsicher ist, werden nur jje ^exs?.^wpfang genommen." Eine rich-jMgtert Gerung begann. Die acht Herren ti CtttEi6pÜ un, um einander im Preis zu J" ittit h ' südlich wurde die seltsame Auk ^%lDfiEm ^eise von 1000 Dollar in bar 4 fick) o’ ^er hocherfreute Bräutigam iftWvt, htauf mit seinem neugebackenen ^ Bpi Mr Braut. Mochte seine Mcf) Hs Anblick der 45jährigen Jung-sein. Geschäft bleibt Geschäft. Japan nachgiebig Der Januskopf — Schideharas Sieg über die Generale In hiesigen diplomatischen Kreisen herrscht in bezug auf die Beilegung des mandschurischen Konfliktes beste Zuversicht. Es verlautet hier, daß der japanische Außenminister Baron S ch i d e h a r a einen entscheidenden Sieg über die Militärclique erfochten habe, die sich hartnäckig weigerte, bezüglich der Mandschurei in Räumungsverhandlungen einzutreten. Baron Schide-hara habe am 13. d. dem diplomatischen Korps in Tokio mitgeteilt, die japanische Re gierung habe beschlossen, mit Nanking dwekt zu verhandeln. D>e Verständigung würde auf folgenden Prämissen basieren: Nanking verpflichtet sich zur Bekämpfung jeder antijapanischen Propaganda un!d Boykottbewegung nicht nur auf dem Waren- und Geldmarkt, sondern auch in den Schulen und in der Presse. Ja- W a s h i n g t o n, 14. Oktober, pans Rechte in der Mandschurei sind formell im ganzen Umfange anzuerkennen. Was die Evakuierung der mandschurischen Gebiete betrifft, so werde diese Angelegenheit zwischen dem japanischen Oberkommando in Mulden und den mandschurischen Lokalbehörden direkt zu regeln sein. Außenminister Schidehara gab dem japanischen General Honjo in Mulden Instruktionen, die dahin lauten, sich jeder Handlung zu enthalten, die geeignet wäre, die jetzige .Lage zu verschlechtern. Es gibt jedoch Stimmen in hiesigen Kreisen, die behaupten, Japan zeige sich nur deshalb nachgiebig, um eine Intervention des Völkerbundes zu verhindern und die mandschurische Angelegenheit nach den Verhandlungen mit Nanking von selbst ad in-finitum in die Länge zu ziehen. Träume find Schäume? Ein Mordgeheimnis durch einen Traum enthüllt Vor einiger Wochen fand man in einer Schlucht bei Arpino, der Vaterstadt Ciceros, den scheinbar unversehrten Leichnam eines Landmannes namens Nikolaus Greco. Zwischen den verkrampften Fingern hielt er einen Ginsterzweig, sein Strohhut lag neben ihm. Offenbar war der Mann abgestürzt. Wahrscheinlich im Suff, sagten die Leute un höflich und Ehristophorus Acini klatschte, Beifall brüllend, auf die Schenkel. Die Herren von der Polizei kamen zu dem gleichen Ergebnis, nachdem der Arzt als einzige Todesursache eine innere, durch den Sturz verursachte Blutung festgestellt und die Kriminalisten keinerlei Anzeichen für gewalttätige Einwirkung einer Drittperson, so heißt es amtlich, gefunden hatten. Damit war die Sache erledigt, der arme Nikolaus ging auf dem Friedhof zur ewigen Ruhe ein. Diese Ewigkeit kann bekanntlich manchmal ziemlich lange dauern, zwanzig oder gar dreißig Jahre, je nachdem, was die Umbettungsregeln und der Platzmangel bestimmen. Dann heißt es heraus und ins Beinhaus, aber dann, dachte Ehristophorus Acini, ist längst Gras über die Gesch'chte gewachsen. Es sollte anders kommen. Der tote Nikolaus fand wenig Gefallet, an dem Ausgong der Angelegenheit, stieg schon gestern aus der Gruft und erschien seiner Frau im Traüm. „Ich bin nicht verunglückt", erzählte er, „und es ist auch gar nicht wahr, daß ich zu viel getrunken habe, die Leute übertreiben immer gleich" und einige Tage später konnte die Hochzeit gefeiert werden. Rom, 13. Oktober. Der Ehristophorus Acini hat mich umgebracht, weil ich ihm die zehntausend Lire nicht gleich zurückzahlen konnte. Erinnerst du dich nicht, wie wütend er an der Kirchweih war? Heute abends drohte er, heißt es Schulden bezahlen — entweder mit Geld oder mit Blut! Und er hat Wort gehalten. Er schlug mich nieder, er hat mich wohl auch gestochen — ich sehe seine Frau — was wollen sie nur — ach Gott, sie tragen mich in die Schlucht hinunter und drücken mir einen Ginsterbusch in die Hand — „Aber du hast ja gar nicht geblutet!" verwunderte sich die Bäuerin. „Er hat tut das Blut abgewaschen, ganz sorgfältig", gab der Tote zurück, „geh du nur in die Schlucht und sieh dir die Stelle näher an — das Gras konnte er nicht abwaschen". Die Frau fuhr aus dem Alpdruck auf und lief zur Polizei und lief den kopfschüttelnden Gendarmen voran in die Schlucht. Da fanden sie tatsächlich Blutspuren am Gras und die Kriminalisten fanden bet der Hausdurchsuchung im Bette des Christopho-rus eine blutige Axt und einen blutigen Dolch, und die Aerzte fanden bei der Exhumierung der Leiche die wahre Todesursache. Der Mörder konstruierte ein klägliches Alibi, seine Helferin verwickelte sich in tausend Widersprüche und jedermann fiel es ein, daß zum Wegschleppen des Leichnams gewiß vier Arme notwendig gewesen seien. Und nun erst, nachdem der Staatsanwalt Unterstützet die flntituberkulosenliga das Ehepaar verhaften ließ, hat der Tote seine Ruhe. In Arpino aber behauptet keiner mehr, daß Träume bloß Schäume sind. Gottlose Kinder Die große amerikanische Zeitung „New-Pork-Herald" bringt einen Bericht ihres Moskauer Korrespondenten. Ueber die Propaganda der Gottlosen unter den russischen Kindern. Die andauernde, mit großer Hartnäckigkeit betriebene antireligiöse Propaganda wirkt sich besondrs bei der heranwach senden Jugend aus. Es wäre falsch zu behaupten, daß die junge russische Generation der Religion feindlich gegenüber steht. Sie ist weder religiös noch antireligiös, da sie allen religiösen Begriffen vollkommen fern steht. In einer Moskauer Volksschule hängt an sichtbarer Stelle ein großes Plakat. Es zeigt ein mit Hilfe von Traktoren bestelltes Feld und die Rast der Feldarbeiter nach getaner Arbeit. Folgende Inschrift ist für die Art der Gottlvsen-Propaganda bezeichnend: „Wir haben dieses Feld mit Traktoren bearbeitet. Ohne göttliche Hilfe haben wir die Ernte gesammelt. Wir haben Gott nichts zu verdanken." In einer anderen Schule rühmte sich die Lehrerin, ans den Seelen der Kin der jeden Begriff über die göttliche Vorsehung ausgetilgt zu haben. Um dem amerikanischen Besucher das Ergebnis dieser Erziehung vor Augen zu führen, stellte die Leh retin den Kindern die Frage: „Wer war Jesus Christus?" Die Kinder hatten keine Ahnung davon. Nur ein zehnjähriges Mädchen, das als die gescheiteste Schülerin der Klasse galt, sagte: „Christus war einmal ein Zar". Eine segensreiche Erfindung. Der Schlosser Bruno Kleekerg aus Nossen hat auf eine Erfindung Patentschutz et« wirkt, die tödliche Gasunfälle durch Ueber« kochen und Verlöschen der Flamme unmöglich macht. Es soll sich dabei um einen einfachen, absolut zuverlässigen Apparat handeln. Fünfzig Jahre Kabarett In Paris trat ein Ausschuß zusammen, um das fünfzigjährige Jubiläum der Kleinkunstbühnen feierlich zu begehen. Das erste Kabarett wurde Mitte Oktober 1881 in Paris unter dem Namen „Chat moir" eröffnet. Der Begründer der neuen Bühnenkunst war der Maler und Amateursänger Robert Salis. Es gelang ihm, einen Kreis begabter Amateure um sich zu versammeln, die später zu Berufskünstlern wurden, da die Idee von großem Erfolg gekrönt war. Sowohl die satirische wie die sentimentale Art der neuen Kleinbühne riefen beim Publikum stürmischen Beifall hervor. „Chat noir" ist in kurzer Zeit überall in der Welt als eine der größten Attraktionen von Paris populär geworden. Ausländer, die in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts nach Paris kamen, erachteten es für ihre Pflicht, neben dem Grabe Napoleons auch die weltberühmt gewordene Kleinkunstbühne aufzu- e Nacht vor der •öergmüftle Sß°n Hansi Rubin. te stgs b AJund saß eine kleine Gesell-i ^etiick)tfi angekommener Sommer-b» Isttu g; jrat Haberland mit seiner jun-"sife, M k..?Mwiegersohn, Med. Univ. Dr. fWtiiti in der steirischen Som- ^Ö®ffe^'!5a "ud die verwitwete Majo-'enwgett eJ} der Tochter Luise und dem Hit, Sn?ph 1ln?Vl ^'r 'th ' aul^hseitigen Vorstellung 5e-5st6etIaud 9te Unterhaltung. Gerichts ei? ben fremden Samen I? ^g?°?°r°Ey J*iet ^tetug Praxis, konnte also sto Eysn. Us aus seinem Berufe Doktor c*,, —- ■-............ :----- es q-r fn bemühte sich noch um ^ ^hgenbe ^tz^e r,vip ?^crna für die junge Frau itN ©hauz erCt,ne Praxis, konnte also .9 udkTa Zahler, urtb j,ie Erlebnisse ,?>> fp^eit schienen ihm doch we- öiivr.' v t-ITf SrtfAArtfiivrtA An ^sichtigetn Tischgespräch. So be- ' 'oft ett Mit! ^hdbogjk^ei&en Stirn, zwischen de . er Brauen Tieferes ver- WfrM to v 9 zu forschen, wofür sich die 'et li(JeaoifJ -U infprnfrtn-vn»* jHi' •vc.5 t ' ouu;et, lüur |ie tm 9 Sth1 dieser ° . Modepüppchen oder „„ - lieae9eisterf ^teressieren mochte. War CSÜ' iS1' Sui|t' ,tlne Bm»>, rom tin borgen? Den dunklen Kopf wie müde an die weißgetünchte Wand zurückgelehnt, saß Gisela da und der Blick ihrer blauen Äugen hotte zuweilen etwas Abwesendes, so als träume sie im Wachsein. Wurde aber von den Anwesenden ein Wort an sie gerichtet, dann umspielte sogleich ein liebenswürdiges. etwas leeres Lächeln ihren Mund und sie antwortete scheinbar interessiert und ganz bei der Sache, aber ein aufmerksamer Beobachter gewann doch den Eindruck, daß ihr das Gespräch, wie die Menschen herum, höchst gleichgültig blieben und sie bloß einer Höflichkeitspflicht genüge. Da sagte Doktor Eysn, den Blick fest auf ihr blasses, kühles Antlitz gerichtet: „Möchten Sie nicht einmal eine Bergwanderung unternehmen, gnädige Frau? Es ist schön in solcher Einsamkeit, wo man ganz sich selbst oder doch nur einer gleichempfindenden Seele gehört." Ueber» rascht sah ihn Gisela an. Dann schweifte ihr Blick ab und hinüber zu dem gerstenblonden Mädchen, das burschikos mit ausgestreckten nackten Beinen dasaß und in Miene und Haltung Forschheit bekundete. Zögernd antwortete sie: „Ich möchte wohl, aber mein Mann ist kein Freund von beschwerlichen Fußwanderungen." Eysens Blick suchte neuerdings in dem Ant litz der jungen Frau zu lesen, da begegneten sich die Augenpaare und für eine kurze Sekunde flammte es in ihnen auf. „Du kannst ja mit den Herrschaften ge- hen, Gisela, wenn es dir Freude macht!" mischte sich nun der Gerichtsrat ein, der mit halbem Ohr der Unterhaltung gefolgt war. „Ausgezeichnet, dann verabreden wir gleich eine Partie für die nächsten Tage!" sagte Dr. Eysn. Und zu seiner Braut gewendet: „Was meinst du, Luise, wir wandern von hier auf den Schöckel und nehmen den Rückmarsch über Semr>"ch und zeigen der gnädigen Frau die Grotte?" Das große, blonde, starkknochige Mädchen nickte gleichmütig: „Gott ja, ich wandere gut und gerne acht Stunden ohne Rast, aber Ihr Blick überflog halb geringschätzig Giselas zarte Körperlichkeit. Doktor Eysn lächelte: „Diesmal machen wir eben öfters Stationen. Wir wollen nicht prahlen mit unseren Leistungen, Luise, die gnädige Frau billigt dir so ohneweiteres den Titel der besten Bergsteigerin zu, nicht wahr?" * Im Tal lag leichter Morgennebel, als sie wenige Tage später zu dritt — Luise war immer ein Stück voraus — aufstiegen. Tie junge Frau hatte es verschmäht, sich für diese kleine Bergtour gebirgsmäßig auszarü-sten, sie trug nur feste Halbschuhe und eine leichte Bluse zum sportlichen Rock, während Luise zu ihrem bunten „Dirndl" stolz die Genagelten trug. Aber sie erwiesen sich in der Folge doch bedeutend praktischer. Schon als man zum Mittagessen bei der Hütte an- langte, ballten sich drohende Wetterwolken am östlichen Himmel. Das Wetter wurde ärger, als sie alle zusammen gedacht haten. Höher und höher stieg die schwarze Wetterwand im Osten. „Wir müssen laufen!" rief Luise durch den einsetzenden Sturm und schon sprang sie gewandt und' sicher über kleine Felsblöcke und Steingeröll. Gisela mühte sich, ihr im gleichen Tempo zu folgen, da riß ihr ein spitzer Felsstein den Schuhabsatz weg und nun ging es nur halb hinkend vorwärts. Dr. Eysn bot ihr die Hand. Dankend legte sie ihre schmalen Finger hinein und ließ sich nun wie ein Kind führet!. Trotzdem kam man aber nur langsam weiter und Luise hatte schon einen gewaltigen Vorsprung erreicht und mußte ihren Blicken bald ganz entschwinden. Da blieb Dr. Eysn plötzlich tiefatmend stehen? „Es nützt nichts, gnädige Frau, wir kommen nicht mehr durch. Wir müssen nur noch trachten, so schnell wie mög lich ein schützendes Dach zu erreichen." Gisela nickte. „Aber Ihr Fräulein Braut?" „Luise wird, bis das Unwetter mit voller Gewalt losbricht, das Tal und Häuser längst erreicht haben. Wir müssen diesen Seitenweg Einschlägen, dort weiß ich eine alte Mühle, wo man rasten kann." Gisela folgte ihm schweigend. Es war inzwischen ganz finster geworden und nur die i Blitze erhellten den Weg. der zu beiden Sei- suchen. Die neue Art fand auf dem Montmartre viele Nachahmer und Konkurrenten und verbreitete sich allmählich über die ganze Welt. Das deutsche „Brettl", das seine Wiege in den Künstlerkreisen von München hatte, verdankte seine Geburt gleichfalls dem Pariser „Chat noir". Beim Jubiläumsfest des Chat noir" wurde das Programm aus dem Jahre 1881 rekonstruiert. Die Lustrouten der Wett Amerika mit 49.000 Meilen an der Spitze aller Nationen. Würde man die bereits bestehenden Luftrouten zusammenlegen, dann könnte man mit ihnen sechsmal die Erde umspannen. Im vergangenen Jahre legten die Passagier- und Handelsflugzeuge der Welt insgesamt 172.000 Meilen (1 Meile gleich 1609 Meter oder mehr als IV? Kilometer) zurück. In diesem Jahre wurden die verschiedenen Luftrouten bereits beträchtlich erweitert: die Wüste, Dschungeln, Sümpfe und Gebirge wurden überflogen. In Amerika plant man, für den Monat Oktober die Hundegespanne in Alaska aus vierzehn von fünfundzwanzig , Postrouten durch Flugzeuge zu ergänzen. Amerika steht mit einer Meilenzahl von mehr als 49.000 Meilen oder mehr als einem Viertel aller Luftrouten der Welt an der Spitze. Newyork ist einer der geschäftigsten Flughäfen. " Täglich treffen fahrplanmäßig achtzig Flugzeuge im Newyorker Flughafen ein und ebenso viel Flugzeuge verlassen ihn täglich wieder. Innerhalb 24 Stunden trifft alle 18 Minuten ein Flugzeug ein oder verläßt den Flughafen in gleichen Zeitabständen. Frankreich steht mit 18.000 Meilen Flugrouten an zweiter Stelle. Würde man jedoch die Flugrouten Englands sowie seiner Dominien (Kanada z. 33.) und Kolonien zusammenlegen, dann stünde Großbritannien mit 28.100 Meilen an zweiter Stelle. England selbst zählt nur 8100 Meilen Flugrouten. An dritter Stelle steht Deutschland mit mehr als 12.000 Meilen. Die meisten deutschen Luftrouten bleiben auf deuffchesGeniet beschränkt. Die längste direkte Luftroute hat unlängst die Königlich-Niederländische Luftschiffahrtsgesellschaft eröffnet; sie verläuft von Holland nach Java. Die südamerikanische Handelsluftschifsah rt ist gut und wirksam organisiert. Drei »er-ichiedeite Luftrouten verlausen in paralleler Richtung zur Ostküste Südamerikas von Natal nach Buenos Aires. Jedes Land aus dem Kontinent hat einen regulären Luft-schiffahrtsdienst. In Sowjetrußland verlausen die Luftronten in östlicher Richtung bis hinein nach dem Baikalsee in Zentralsibirien und südlich von Teheran. Chinas Luftrouten verbinden bereits einige der großen Städte des Landes. Da es an Weg- und Eisenbahnverbindungen auf diesem ungeheuren Kontinent mangelt, so dient das Flugzeug noch immer Kriegszwecken. Die friedliche Entwicklung und die wirtschaftliche Ausbeutung der unermeßlichen Bodenschätze des Landes wird ebenfalls von der Erforschung durch das Flugzeug und dem Transport abhängen, bis rund 1 Million Meilen Landstraßen und 100.000 Meilen Schienenwege gebaut worden sind, ie Sun-Dat-Sen als Minimum bezeichnete, das für die weitere Entwicklung Chinas wesentlich ist. Mit den Arbeiten dürfte in Kürze begonnen werden. Ein ZnstrumenL für alles Die Klavierbaufirma Sechstem hat im Verein mit den Siemenswerken ein neuartiges Klavier gebaut, das, von dem Physiker Nemst erfunden, den Klavierton nicht durch Saitenanschlag, sondern auf elektrischem Wege erzeugt. Mit dem Instrument ist gleichzeitig ein Radioempfänger und ein Grammophon mit elektrischer Tonübertragung vereinigt, so daß es sowohl zum Einp fang von Rundfunkmusik als auch zur Schallplättenwiedergabe und zu eigenem Gebrauch geeignet ist. Das Instrument soll obendrein noch preiswerter sein als der Die „ToöesftraWn 4i Dem Berliner Chemiker S ch i m k u s ist es jetzt gelungen, die Wirkung der Todesstrahlen zu verstärken. Während er vorher nur Wirkung auf 30 und 40 Meter Ent fernung erzielen konnte, ist es ihm jetzt möglich, eine Pulverladung aus 200 bis 250 Meter Entfernung zur Explosion zu bringen. Die Versuche fanden am BoLensee statt, und zwar nachts. Zuerst wurden improvisierte Seeminen, einfache Boote mit Pulver beladen, etwa 200 bis 250 Meter vom Ufer entfernt verankert. Dann wurden die Sender in Tätigkeit gesetzt, mit dem Erfolg, : daß plötzlich die Pulverladung auf den : Booten explodierte und so die Wirkung der Strahlen auf diese Entfernung nachwies. Es fragt sich jetzt, wie diese Strahlen in Zukunft verwandt werden sollen, schein!ich für die Kriegstechnik. Bürgermeister Dr. -Goričan, für das Rote Kreuz Dr. Hrasovec. c. Ursulamarkt. Der traditionelle Ursulamarkt wird am Mittwoch, den 21. d. stattfinden. Der Markt dürfte gut mit Vieh beschickt fein. c. Auch vom Genuß alkoholfreier Getränke kann man rabiat werden. Dienstag abends kam ein Fremder in die Bahnhofrestauration und trank einen Himbeersaft. Als es zum Zahlen kam, sträubte er sich, den geforderten Preis zu zahlen und erregte sich so sehr dabei, daß ein Wachmann gerufen werden mußte. Da ex auch dem Wachmanne gegenüber von seinem Schimpfen nicht abließ, wurde er festgenommen. c. Gastspiel des Ljubljanaer Natonalthea-ters. Dienstag, den 20. d. wird das Ensemble des Ljubljanaer Nationaltheaters im Stadttheater ein Gastspiel geben. Zur Aufführung gelangt Cankars Drama „Der König auf Betajnova" in der Regie des Herrn Cyrill Debevc. c. Meisterschaftswettspiel. Sonntag, den 18. findet.auf dem Sportplatz des SK. Celje auf dem Glacis das Meisterschaftswettspiel zwischen dem SK. Olymp (Gaberje) und dem SK. Celje statt. Angriff „S-ovobors" erfolgreich. Aus Barardin Aus (Seife c. Aufruf an die Bevölkerung. Die Dürre im vergangenen Sommer hat in vielen. Ge genden unseres Staates, auch in unserem Banat, die ganze Ernte vernichtet. Die Be völkerung leidet großen Mangel an Lebens Mitteln und an Futter für das Vieh. Unsere menschliche Pflicht befiehlt uns, nach Kräften den Betroffenen zu Hilfe zu kommen. Außer dem Sokolvereme, der schon eine Sammelaktion eingeleitet hat, werden auch die Stadtgemeinde und der Ortsausschuß des Roten Kreuzes bestrebt sein, das Elend in den betroffenen Gegenden zu lindern. Wir wenden uns aber auch' an jeden einzel neu mit der Bitte, nach seinen Kräften den Unglücklichen zu helfen. Geldspenden mögen der Stadtgemeinde oder dem Ortsausschuß des Roten Kreuzes überwiesen werden. Der ten von dichtem Hochwald eingeschlossen war. Die junge Frau schauerte leicht zusammen. Welch düstere Einsamkeit! Die ersten schweren Tropfen fielen, da hatten sie die Mühle erreicht. Hart an einem finsteren Abgrund, den der Bergbach gehöhlt hatte, lehnte das zerfallene Gemäuer, das wohl schon jahrzehntelang unbenutzt, dem langsamen Zerfall preisgegeben ward. An der Schwelle, die von einem breiten Vordach gut geschützt war, kauerten sie sich hin. Dr. Eysn versuchte zwar an der verschlossenen Tür zu rütteln, deren rostige Angeln leicht nachzugeben schienen, aber Gisela bat: „Bleiben wir hier, Herr Doktor, denn wer weiß, was für Nachtgetier da drinnen hausen mag, ich fürchte mich davor!" „Vor einem Eulenspuck?" Dr. Eysn versuchte zu lachen, aber es klang merkwürdig gezwungen. Er setzte sich neben Gisela auf die schmale Türschwelle und beide schwiegen. Zuweilen dröhnte der Boden unter ihnen vor einem besonders starken Donnerschlag. Dann zuckte die junge Frau leicht zusammen und Dr. Eysn versuchte seinen Arm schützend um sie zu legen, aber auf halbem Wege hielt er inne und biß sich auf die Lippen. Hin und wieder, wenn ein Blitz die Gegend ringsum erhellte, streiften sie einander mit scheuen Blicken. Aber als Gisela einmal fröstelnd zusammenschauerte, sprang Dr. Eysn emvor:.„Sie werden sich bestimmt erkälten, gnädige Frau, hier — nehmen Sie!" Er zog seinen Rock aus und legte ihn um ihre Schultern. Schon wollte sie eine abweisende Antwort geben, da besann sie sich und sagte: „Ich glaube, Ihr Rock deckt uns beide, ich kann es auch nicht zulassen, daß Sie meinetwegen frieren werden." Nun rückten sie ganz eng zusammen, bis sie Schulter an Schulter saßen. „Nun haben wir es beide schön warm!" sagte Gisela leicht hin, aber eine kleine Verlegenheit war doch in ihrer Stimme. Umsonst versuchten sie irgendein scherzhaftes, gleichgültiges Gespräch. Immer wieder schwiegen sie und ihre Gedanken gingen den gleichen Weg. Es war ein Kampf gegen Gewalten, der so stark war wie jener da draußen in der Natur. Da war alles entfesselt. Erregt sahen die zwei Menschen dem Toben zu. Jeder Blitz sandte einen Feuerschein zu ihnen hin, daß sie wie gebletidet die Augen schlossen und sich nur noch enger aneinander drängten. Längst hatte Dr. Eysn den Arm um die junge Frau gelegt. Ihr Haupt ruhte an feiner Brust. Und der Donner grollte über sie hinweg. Aber auch diese Unweiternacht ging vorüber und es ward Morgen. Rvtgvlden stieg die Sonne hinterm Waldsaum empor Ein Strahl beleuchtete die alte, morsche Bergmühle, auf deren Schwelle ein junges Paar wie schlafend kauerte. Hand in Hand. Regungslos. Vom Blitz getötet. v. Fremdenverkehr. Im Monate September kamen nach Varaždin insgesamt 622 Fremde, hievon 114 Ausländer. v. Revision des Erdödyschen Großgrundbesitzes. Laut Mitteilung der Zagreber Banalverwaltung wird das der Agrarreform unterworfene Gut des Grafen Erdödy demnächst einer Revision unterworfen werden. v. Festgenommener Einbrecher. Dieser Tage konnte die Sicherheitswache einen gewissen Zlatko Medved festnehmen. Der Mann verübte in unserer Stadt einen Einbruchsversuch, konnte aber rechtzeitig verscheucht werden. Wie in Erfahrung gebracht wurde, ist Medved wegen ähnlicher Umtriebe schon vorbestraft. mal sind die Mittelschüler zur ---zielen so den Ausgleich, doch zeigte stf9 dann die größere Ausdauer des spor Urschi tz, Podbreznik m»»'« u r s chitz waren die Schützen der folgenden Treffer. Kino Burg-Tonkino Cr ch -Aimtiuu: Nur noch einstö .'^j. Freitag das gelungene deutsche i „Nie wieder Liebe" mit Lilian D1 ‘ Felix Bressart und Harry Liedtke. Am Samstag beginnt das Senlst ^ „M", die Historie des Düsseldorfer pyrs Kürten. ^ Union - Tonkino. Ab Donnerstags^ große Sensation: „Jngagi". im Dschungel. Ein herrlicher Film aus dem Innersten de° 1TrY1’1'1' ttrmai Bücherschau b. Das gelbe Einmachbuch. Von ^ tersen. 120 Seiten, mit 300 Rezepten,. 5 nungen und Buchschmuck. (Verlag Hirth G. m. b. H., München). V ,. sp-n 2.50. — Gut einmachen — und .^r? ren? Jetzt beides heutzutage nocy v Man glaubt, man könne emgedünj^^ jjiuu jjwum, mu.i iv.u.lv -.»o- -.„iger U' te und gute Marmeladen vrel m o ^ tig kaufen. Man scheut die Slrbeu ^ scheut die Kosten! Frau Elly $eterfe''' ^drt, kannte hauswirtschaftliche Schn.' -etjp Niemals ist fabrikmaß 0 ^ sagt aber: „vctemats t,i stelltes Kompott so gut tote lelbstc . ^,-f und niemals ist es so billig!" lln ä tischer Verstand fragt gleich weiter: * j. Theater und £unft 'TiationaEieater in Maridor Repertoire Donnerstag, den 15. Oktober um 20 Uhr: „Ter G'wissenswurm". Ab. B. Freitag; den 16. Oktober: Geschlossen. Samstag, den 17. Oktober: Geschlossen. Sonntag, den 18. Oktober um 20 Uhr: „Das Land des Lächelns". Montag, den 19. Oktober: Geschlossen. Dienstag, den 20. Oktober um 20 Uhr: „Mayerling", Ab. C. muß ich's machen, um den den jungen Erwerbstätigen ein in die Hände zu legen, vor dem ,ß^tt: zurückschrecken und von dem sie sts ,icjt!- Ach, Einkochen, - dazu habe ich reu ' ,nu6 Man muß ihnen Lust machen. ' j @eist ihnen Hilfsmittel geben, die Zen du sparen. Man muß ihnen sagen, __ flti Arbeit nur so nebenbei machen Je (st aus all diesen Erwägungen entsta je bes Einmachbuch, das soeben bet Hirth in München erscheint. Hauswirtscho ftüdw* Warum ist Honig 6 efiinfr' Spott : Jahreshauptversammlung des Maribo-rer Skiklubs. Der Mariborer Skiklub hält am 29 d. um 20 Uhr im Saal des Hotels „Zamorec" seine erste ordentliche Jahreshauptversammlung ab. : Die Jahrestagung des Mariborer Win-tersport-Nnterverbandes findet Samstag, d. 17. d. im Hotel „Orel" statt. : Finale des Mitropa-Cup. Die beiden Finalisten des Mitropa-Cup Vienna und W. A. C. haben sich nun auch über die Termine dex beiden Endspiele geeinigt. Dieselben gelangen am 7. und 12. November in Wien zur Austragung. : Fußball in Ptuj. Wie schon berichtet, trug vergangenen Sonntag der Sportklub „Ptuj" ein Wettspiel gegen den dortigen Mittelschülerklub „Suvobor" aus. Der Sportklub, der mit 7:2 (4:2) Sieger blieb, führte auch diesmal ein ersprießliches Spiel vor, wenn auch „Suvobor" einen hartnäk-kigen Widerstand leistete. Der Verlauf des Spieles war recht anregend. „Ptuj" kam bald nach Spielbeginn durch P o d b r e z-n i k in Führung, doch gelang es „Suvobor" rasch gleichzuziehen. In überragender Weise spielte F i j a n als Mittelläufer, der seine Stürmer immer wieder ins Gefecht schickte. Einmal konnte U r s ch i tz einen prächtig abgegebenen Freistoß Fijans sogar in ein Goal verwandeln. Nachdem die Mittelschüler nochmals den Ausgleich hergestellt hatten, waren F i j a n und 11 r s ch i tz die Schützen der weiteren Treffer. Gleich nach Seitenwechsel endete ein konzentrierter ■ - „«.i geh^' Bienenhonig hat eine Aluta^^ nisvolle Zauberkraft; er (t auffallend, fördert daher "st.hgistci'st Kinder, verhindert nervöse st <’ , erfrischt, bringt Jugenbkrof^ bie ^ •Jt et et Frohß"a macht die Augen leuchtend, rei und macht die Wangen rot. . ‘ ^are» .f nur deshalb, weil er ein unnn „„„rit jenjniä dir Natur ist. Jßfc ersten Sonnenstrahlen im ^ so summt und brummt es 1 (cho:1 Morgenluft, so find die Jmw^ die köstliche Himmelsgabe, den ^ .... tar, emsig in unermüdlichem^^.^ Und wie viele Heilkräfte, die sere Urväter schon kannten un , nicht in den Blumen enthauen-^^ nur an einige! So sind z- e! So pnv a- st,, ^der ,» blüten von äußerst blutrei steifest wii V. die v ■ -tßtz »endet Apliket » uA Anwendung finden; die K(!lll!«u ivü?0 kung. Lavendelblüten desitben *■ ist bekannt, daß sie «“ffgjiüe 6eJgD> itiinucuuuuy Alt, S Ati’ lindert Krämpfe verschieden^ und Lindenblüten gelten a j6erlb, die i(i-natapfelblüten als tvurm-t gM, „ Taubnessel wird 6.1 melblüten ergeben gute bprtfp „n NpUckenvasttlle ^ ftxöhrene und -u, .Aen-C>j,s. rup, bei Rachen- ullP..7prt’ Vetw^'^jr' dung finden Malwenb ^jlende bl>4 der weiße Honigklee ** ^^jg ,f| kung usw. Hiernach ist ?"rben ^ Honigs, der das ©delste' reiflul duftender Nektar ist, // 3lnteiien£Uig ^ kommen bann noch bt ilfl Zuckeraehalt, hte „ beS W # kommen bann noa, der große Zuckergehalt, be§ halten sind, der würzig ^ |ejne -c: & der sich ihm beimengt, ,0 st da die nicht erst kömmlichkeit; denn der ■ . a menschlichen Körper schon verdauten, gar ! :>ng unterworfen, s°I!t’stf tcine ’ Blut übergehen und -. v flUch ginnen. Hieraus erklär- '-W ße Nährkraft. bet iw , fogle1 7 fie n katr„, ' feilte 0* ICelccile C Donnerstag, den is. Oktober 44 Tem „Kirchlein am Bachern ^er neue Touristenstützpunkt „Ribniška koea" — Der Bau nter Dach — Den heurigen Wtntersportlern bereits zugänglich w ^Em harten Boden und Felsgestsin 60' ^ Bachern, der selbst in einer Höhe cL ft 15°0 Meter mit einer beträch tli-ijt j Achtbaren Humusschichte überdeckt ist, ten,v_ Errufe einiger Monate ein imponie-ttiorft ®au- erstanden, der schon jetzt gemei-als „R ib n i 8 k a toč a" -be- 5to-6t. Ed. Das heimische Volk nennt die wo sich dieses Berghotel befindet, (ftin 1 'n K irchle i n" („Pri cerkvici"); Un’9 an den unerfüllt gebliebenen dortselbst ein Kirchlein erstehen zu SBete;rf ®er Sinn für die bodenständigen ten f Zungen, deren schönen Klang und de-^L.^Sftifdhe Poesie hat, wird sich sonder %ftn das „Kirchlein" entscheiden. tichtJ,6^ Haupt front ist gegen Norden ge-Hnich rt|in blickt es über die scharfge-Kanten der Koralpe, über die Ü6et Höhenrücken unseres Košenjak, dez <, te. stlkerweiß glänzenden Kirchlein ei-toiiiq ' ^ und Pankratius, der hl. Drei- Her, Und des hl. Geistes tief hinein ins stit n[erer nördlichen Nachbarin. Vor die zieht unseren bescheidenen Grenzwächtern S*. ®nc Weite, niedrigere, in geson-Xtij ^ ^schnitte gegliederte Bergkette hin, 5{j1en Un,d Wiesengrün geschmückt und ll. g. ^ den Kirchen des hl. Ignaz, des ?tjten ahard, Anton und Primus. Beim ;eitt glaubt man, an diesen Kirch feit, Kapellan vorbeiwandern zu müs-•/tir*, etttt man vom Drautale aus das ;ijtn.airi Bachern" erreichen will. Doch N tD ntcD so. Man muß vielmehr durch ^ndii>„^n^iche und geräuschvolle Velka-Tal hier J bis zum Gasthof „Sollero"; von |*l entweder linkerhand durch das o oder - - . . P°tf sEchts durch das schmucke Bachern- Nt et1-tntCa weiier und immer höher. Auf b, ^benannten Wege bilden die Gehöfte slm ii 1^ör un'd LepZnik, auf dem anderen . H \ ^stMen und Fratten Hribernik, "'^dajnrioa und Bergljica mitten im Walde angenehme Raststätten MarmorbrücheHekannte Josip- ,:e SW?1* nach zweistündiger Wanderung • r sich* ^Er gleschlossenen Waldbestände glutj?. Ultlb jene Höhe erreicht, in der ?. ^etter^'EEnen Almen nur noch t T QJtnen und niedriges Krummholz t?Š iittLr0 wmw man sich beim Anblick die-‘?l Ett ^Eubanes und dessen /^lste^st Urtl3 eines lauten Ausrufes der ,^9 und Bewunderung als Bata n m Erwehren. ta?11 tb Matten und Weiden Be- ki Wn m“”1 die lichten Hänge, die Hl teifo u umgeben; wenn die „Kran-jjJ n und die Herbstzeitlose blüht, k besem Z1'* Edelsteinen und Smarag-^Eppiche nor sich ausgebreitet MeUi; Eilt beschwingten Schrittes (p^Qiäps*^ ^r niedrige Blockbau des Io ^ Sieter) UJtter dem „Jezerski vrh" iiot n^etn ^der im vergangenen Winter dem „Jezerski vrh" rngenen Winter ö»t?^'^^°ufer Hilfe in der größten ■ n hm t, und eine Zufluchtsstätte ge ' hockt | - ^uum erkenntlich, gleich einer b,Qo ' TOt t , '-1“t VU|«-uu;i=|lLniv yv- weitetn f schamhaft und bescheiden, o fait1n erkenntlich, gleich einer und e^ dEw hechstlich gesprenkelten Valog^di seine Blicke traurig zum di, \1 ®Qt Bafb‘metuUll an seine Verdienste st?' die Nr- Eutpor; er hat seine Pflück A*t Bor^UErimg an seine Verdienst tzU tlwr0 6Dim strahlenden Ruhm des st;- beT vermischt werden. ltKn9 des r ^Enhaften und sorgsamen »5§ U Stonz cv 'Hwpathischen Werkführers \ 1 f e r ist unsere jüngste iEitig ut,l9 Und „ äußerst ungünstiger '. Uutex En Unbilden noch recht ° baß und Fach gebracht iv>or-^stb ?tofen %;7'Dn iw kommenden Winter o w. b°n den Wintersportlern K>^e E'den fönen. > strb„E°stitgi.„x9E!choß, gemauert aus rst-%a } für eb.frn, mit einem steinernen V?iud* Ästige und lichtvolle 9k-wtn^ ’ das e Einer grauen Festung äug r; L6 und zweite Stockwerk, lPen, in der hellsten Ocker färbe erglänzenden Bohlen und Balken, mit sieben großen Fenstern in der Hauptfront und je fünf Fenstern an den Breilenseiten und das der windexponierten Lage entsprechend eigenartig schief-flach aufgeführte Dach mit einer bezaubernden Nah- und Fernsicht, die man direkt durch die Fenster der Gast-mti) Schlafzimmer genießen kann; eine eigene Wasserleitung, die durch eine reichlich fließende Quelle am nahen „Jezerski vrh" gespeist wird; die großen Dimensionen des Baues machen auf jeden Besucher den Eindruck des Majestätischen, des Großartigen u. Erhabenen. Ein Stolz aller heimischen Tou risten und Bergfreunde, eine Zierde unseres weitausgebreiteten Bacherngebirges wird diese „Königin" unter den. AnterkunftsstSt-ten unseres jugoslawischen Semmerings in kurzer Zeit dessen Ruhm weit über die Gren zen unseres Vaterlandes tragen. Dr. Fr. M i S t 6 Milch für die armen Schulkinder Eine begrüßenswerte Aktion. Mit heutigem Tage wird an allen Mari-borer Volksschulen und Kindergärten eine begrüßungswerte Aktion eingeleitet. Nach dem Muster der fortschrittlichen Städte Europas wird auch unsere Stadt den armen Schulkindern und den kleinen Besuchern der Kindergärten kostenlos warme Milch in den Vormittagsstunden verabreichen. Die Anregung zu dieser schönen Aktion gab I. M die Königin, in Maribor setzten sich aber dafür Bürgermeister Dr. J u v a n, die Leitung des Gesundheitsheimes, das städtische Physikat sowie die Humanitären Korporationen tatkräftig ein. Die Milchzustellung wird auf die praktischeste Art das Gesundheitsheim vornehmen, daß die Milch pasteurisieren u. sterilisieren, in hermetisch geschlossenen Gläsern verteilen wird. Die Milch wird zwischen 9 und 10 Uhr den einzelnen Schulen zugestellt werden, worauf die Lehrerschaft die Verteilung derselben vornehmen wird. Jedes Kind darf nur aus einem Glas trinken, worauf die Gläser wieder ausgekocht werden, sodaß jede Uebertragui'g von Krankheiten ausgeschlossen erscheint. Für eine Industriestadt mit einer beträchtlichen Anzahl von schlecht ernährten Kindern ist diese Aktion von unübersehbarer Wichtigkeit und Bedeutung, anderseits wird aber hiedurch auch der Milchkonsum unserer Stadt bedeutend behoben werden. 2sjähriges 3)f?nftjubilaum Nicht nur den Bewohnern unserer Stadt, sondern im ganzen Draubanat, in den entfernteren Gebieten Jugoslawens, ja selbst im, näheren und weiteren Ausland ist das liebliche R u 8 e bekannt, das versteckt in die Arme der Bachernausläufe und in das Grün seiner Weinberge gebettet liegt Begründet hat diesen Ruf der gute Tropfen, der dort wächst und in den gastlichen Stätten geschenkt wird. Doch dadurch allein hätte er wohl nicht so weit dringen können. Seit mehr als als einem Jahrzehnt steht nächst Ruse als Wahrzeichen der Gegend der langgestreckte Bau der S t i ck st o f f w e r k e mit dem ragenden Wasserturm und der weißen Rauchfahne seiner Schlote. Als der Plan reifte, dieses Unternehmen im Anschluß an das Elektrizitätswerk in Fala zu errichten, wurde der damalige Oberingenieur Herr Robert labet von der Bosnischen Elektrizitätsaktiengesellschaft mit der Leitung des Baues betraut und übernahm nach dessen Fertigstellung als Direktor die Fabriksleitung. Seiner zielbewußten Führung ist es zu danken, daß die Stickstoffwerke in Ru še im In- und Auslande bestens Bekannt sind und den Ruf eines hervorragenden Unternehmens auf ihrem Gebiete genießen. Sei ne ausgezeichneten Fachkenntnisse sind weit über die Grenzen seines engeren Tätigkeitsfeldes bekannt geworden und fanden verdien te Würdigung darin, daß er als Mitglied der „Commission permanent pour acethylen" in Paris, der Internationalen Beratungsstelle für Schweißtechnik" in Genf sowie des „Deutschen Azetylenvereines" berufen wurde. Dieses idyllische Ruša war nun dieser Tage der Schauplatz einer erhebenden Feier. Herr Direktor Ing. Robert labet beging die 25. Wiederkehr des Jahrestages seines Eintrittes in das berufliche Leben und in den Jndustriekonzern, aus dem die Stickstosf-werke hervorgegangen sind. Am Vorabend des Jubiläums veranstaltete die Arbeiterschaft unter Mitwirkung der Ortsuusik und eines Sängerchors ihrem Direktor einen Fackelzug. Einige Arbeiter hielten Ansprachen und gaben schlicht und crgrif fen ihrer Verehrung dem Jubilar gegenüber Ausdruck und dankten insbesonders für sein freundschaftliches und menschlich verständnisvolles Verhalten der Arbeiterschaft gegenüber. Am folgenden Tage, gleich bei Arbeitsbeginn bereiteten die Angestellten des Werkes ihrem vercherten Direktor Ovationen und überreichten ihm eine in herzlichen Worten gehaltene Adresse. Diese Feier beweist, daß es den persönlichen Vorzügen eines Mannes in leitender Stellung möglich ist, die meist zwischen Arbeiterschaft und Fabriksleitung bestehenden Gegensätze nicht nur zu überbrücken, sondern die Beziehungen sogar herzlich und vertrauensvoll zu gestalten und daß zielbewußtes und erfolgreiches industrielles Wirken wohl vereinbar ist mit Wohlwollen v.nd menschlichem Fühlen mit den Untergebenen. Herr Direktor Mader wird nicht nur von den Werksangehörigen verehrt, sondern genießt auch soweit er bekannt ist wegen seines liebenswürdigen und einnehmenden Wesens allgemeine Wertschätzung. Wir schließen uns den zahlreichen Glückwünschen auf weiteres, noch langjähriges, erfolgreiches Wirken gerne an! m. Anläßlich des tschechoslowakischen Nationalfeiertages veranstaltet die Mariborer Jugoslawisch-tschechoslowakische Liga am 25. d. im großen „Union"-Saal eine Festmatinee. Die Festrede wird der Publizist Božidar. Borko aus Ljubljana halten, ferner wird die Militärkapelle mitwirken. m. Ein neuer Notar in Maribor. Zum Notar in Maribor Wurde der bisherige Notar in Šmarje bei Jelše Herr Jakob K o-g e j ernannt. m. Der Verband der Marktgemeinden hält heute in Maribor eine wichtige Sitzung ab, auf der wichtige kommunale Angelegenheiten zur Diskussion gelangen. m. Das Orchester der Königlichen Garde aus Beograd, welches in Maribor im großen Union-Saal Samstag, den 17.. d. konzertieren wird, hat folgende Piecen am Programm: Vorspiel zur Oper „Die Meistersinger von Nürnberg" von Wagner; Svensens Sinfonie D-Dur; Gotovac: „Dubravka", Suite; Saint-Saens: „Danse ma-cabre"; Tschaikowskys Suite „Easse-Nio» fette" und Biniökis „Aequinoctium". m. Dr. Anton Slodnjak, der beste jugoslawische Kenner Fran Levstiks, wird Sonn tag um 10 Uhr im Apollo-Kino über den Dichter, Politiker und Schriftsteller Frau Levstik sprechen. Dr. Slodnjaks Name und Ruf bietet die beste Gewähr für die Originalität des Vortrages. m. Ausflug der Volksuniversität. Die Mariborer Volksuniversität veranstaltet am 25. d. eine Exkursion nach Trbovlje zwecks Besichtigung des dortigen Kohlenreviers. Abfahrt um 9.10, Rückkehr um 22.22 Uhr. Den Reiseteilnehmern wird eine 20%tge Fahrpreisermäßigung gewährt. Anmeldern gen sind bis zum 16. d. an die Volksuni-versität, Maribor, Krekova ul. 18/1., zu rich ten. Auch jene Teilnehmer, die die Fahrl-begünstigung genießen, mögen sich anmelden. Jene Teilnehmer, die auf die 25%tge Fahrpreisermäßigung reflektieren, mögen ei neu Betrag von 40 Dinar beilegen. m. Mit Zirkus Hagenbeck durch Norwegen. In dem morgen, Freitag, um 20.15 Uhr im Rahmen der Volksuuiversität stattfinden den Lichtbildervortrag der Wiener Schrift stellerin Frl. Erna F r e y l e r wird uns das letzte Stuck, zurückgebliebener Romantrk vor Augen geführt werden. Die Vortragen- de machte die phantastische Fahrt in der Ge-Ullschaft von 500 exotischen Tieren und 500 Artisten, und Tierbändigern mit, wobei sich ihr genügend Gelegenheit bot, das Treiben und Walten hinter der Plache kennen zu lernen. Sie wird uns das Mysterium dieses Lebens, die Mühen und Entbehrungen, aber auch die großen Feste der Freuden dieses wandernden Volkes in Bild und Wort schildern und zeigen. m. Interessante Box und Ringkämpft werden SarnRag abends im Saal der „Zadružna gospodarska banka" vorgeführt wer den, Veranstalter ist der Sportklub „Marathon". nt Ausflug der Privatangestellten. Der neugegründete Verein der Privat- und autonomen Angestellten macht nochm als-alle Mitglieder und Freunde des Vereines auf den kommenden Sonntag staRfindenden Herbstausflug nach Fala aufmerksam Nach Besichtigung des Kraftwerkes wird ein Besuch dem romantisch gelegenen Wallfahrtsort Marija v Puščavi abgestattet werden. Für Musik und Unterhaltung wurde vorgesorgt. m. Fremdenverkehr. In der ersten Oktoberhälfte wurde beim hiesigen Meldeamt insgesamt 985 Fremde angemeldet, hievon waren 269 Ausländer. m. Arbeitskräfte gesucht. Die Mariborer Arbeitsbörse benötigt dringend mehrere Arbeitskräfte. Bor allem werden l Wagner, 1 Kesselschmied, 2 Schuhmacher, 1 Schneider, 1 Müller, 3 Schlosser, 1 Zahlkellnerin, 3 Kinderfräulein sowie mehrere Lehrlinge gesucht. m. Schlangenstich. Die sonnigen Herbsttage ließen auch die Schlangen noch längere Zeit an der Oberfläche.. Oberhalb von Selnica trat gestern der Winzer Andreas Rem 8 a k auf eine Hornviper, die ihm sofort die Giftzähne in den Waden bohrte. Remsak mußte urngehends ins Krankenhaus gebracht werden. m. Roher Ueberfall. Als der Lehrer Josef K r i st l aus Sv. Barbara Dienstag spätabends nach Hause ging, stürzten über ihrt unweit von Sv. Martin zwei unbekannte Männer her und mißhandelten ihn aus die roheste Weise. Schließlich zogen beide noch ihre Messer und fügten ihm Verletzungen an Kopf und Rücken bei. Die Mariborer Rettungsabteilung überführte den verletzten Lehrer ins Krankenhaus. m. Wetterbericht vom 15. Oktober, 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser —1, Barometerstand 747, Temperatur +7, Windrichtung NS, Bewölkung teilweise, Niederschlag 0, Umgebung Nebel. * Heutige Sveugali-Experimente sind in ganz neuer Richtung gehalten. Werde« die Besucher der Velika kavarna in Erstaunen versetzen. 13188 * Ein neuer Erfolg der Wissenschaft. Einer der gefährlichsten Feinde der Zähne ist der Zahnstein. Jahrelang -hat man sich bemüht, ein wirksames Mittel für feine Be. kämpfung zu finden, da die meist mechanische Zahnsteinentfernung eine zeitraubende, oft schmerzhafte Angelegenheit ist. Dem Forscher Dr. Bräunlich ist es gelungen, im Sulforizinoleat ein neues Mittel zu finden, das den Zahnstein nicht nur entfernt, sondern auch seine Neubildung verhütet Dieses Mittel ist jetzt im altbewährten Sarg's Ka-lodont enthalten. Dadurch wird es nun jedem Kalodont-Verbraucher ermöglicht, den Zahnstein auf wirksamste Art zu bekämpfen, ohne daß dabei die Zähne selbst auch nur im geringsten angegriffen werden. Ueber den 1 herrscht noch viel Unklarheit. Im 37. Heft der »UMSCHAU« wird das Problem der sozialen und medizinischen Indikation von Prof. Dr. Frankel, Direktor der Universitätsfrauenklinik in Breslau und von Prof. Dr. Grot-jahn von der Universität Berlin eingehendst behandelt. Diese ausführliche Stellungnahme muß jeden Juristen, Mediziner und alle Frauen interessieren. Die »Umschau« kann in jeder Buchhandlung oder direkt vom Verlag in Frankfurt -am Main bestellt werden. Preis des Heftes 60 Pfennig. Wirtschaftliche Rundschau Die Umsatzsteuer ist dort zu zahlen, wo der Umsatz erfolgt MMcheMchung des Vorgehens bei der Einhebung der Pauschalumsatzsteuer Die Steuerabteilung des Finanzministeriums hat zwecks einheitlichen Vorgehens bei der Einhebung der Pauschalumsatzsteuer an alle Finanzdirektionen und Steuerämter eine Mitteilung ergehen lassen, in der es heißt: Bei 'der Zahlung der Pauschalumsatzsteuer ist Grundsatz, daß alle Steuerpflichtigen, seien es Aktiengesellschaften oder andere Anstalten, die zur öffentlichen Rechnungslegung verpflichtet sind, Jndustrieunternehmungen oder andere physische Personen, unbedingt dort zahlen, wo der Umsatz getätigt wird. Demnach sind auch jene, die außer dem Hauptgeschäfte, bzw. der Zentrale, Filialen auf dem Gebiete einer anderen Steuerbehörde haben, verpflichtet, diese Steuern in jedem Orte zu zahlen, und zwar für den Umsatz, den die Zentrale macht, und für den Umsatz in den Filialen in jenen Orten, in denen sie sich befinden. Deshalb wird jedoch nicht verlangt, daß jede Filiale (Fabrik, Sägewerk, Werkstätte, Agentur usw.) in jedem Falle für sich über ihren Umsatz ein besonderes Buch führt. Es ist vielmehr gestattet, daß die Zentrale über den getätigten Umsatz für alle Einheiten des Unternehmens Buch führt und daß die Zentralleitung die ©teuer-anmeldung über den gesamten Umsatz einbringt und die Steuerzahlung vollzieht. Es wird aber unbedingt verlangt, daß die Zentrale für jede Geschäftseinheit, welche die der Pauschalumsatzsteuer unterliegenden Waren in Umsatz gebracht hat, eine besondere Anmeldung vorlegt, und zwar bei jenem Steueramte, auf dessen Gebiet sich' die Geschäftseinheit befindet. Dem betreffenden Steueramt muß auch' die entsprechende Summe der Pauschalumsatzsteuer erlegt werden. Auf diese Weise wird die Möglichkeit der Kontrolle darüber geschaffen, ob der Gesamtumsatz aller Filialen angemeldet wurde. Die Steuerämter werden auf dem Gebiete der einzelnen Geschäftseinheiten eine Durchsicht der Magazinbücher und der übrigen Aufzeichnungen vornehuen, die diese Geschäftseinheiten führen, und aus diesem den Umsatz feststellen. Sv wird festgestellt werden können, ob von dem gesamten Umsatz der Geschäftseinheit die entsprechende Steuer ge zahlt wurde. Die so festgesetzten Angaben hat das Steueramt jenem Steueramt zuzustellen, auf dessen Gebiet sich die Zentrale befindet. Vorschläge zur Erleichterung des Gelöverkehrö Die gänzlich unbegründete Erregung, die in den letzten Wochen die jugoslawischen Ein leger ergriffen hat, was zu einer Einengung des Verfügungsrechtes über die Einlagen führen mußte, hat in der letzten Woche bedeutend nachgelassen. Man ist zur Ueberzeu-guna gelangt, daß für die Einlagen keine Gefahr besteht und daß es besser ist, wenn das Geld in den Banken und Sparkassen, liegen bleibt, wo es sicher angelegt ist. Denn es hat wirklich keinen Zweck, das Geld daheim auszubewahren. Es trügt erstens keine Zinsen und zweitens werden die unserem Wirtschaftsleben so sehr notwendigen Mittel entzogen. Immerhin bestehen gewisse Einschränkungen noch immer aufrecht, wenn auch an ihren Abbau bereits gedacht wird. Die H a n-delskammer von Split trat dieser Tage an die zuständigen Stellen mit einigen Vorschlägen heran, die gewisse Erleichterungen in der Einengung des Geldverkehres bringen könnten. Sv soll der interne Ueberweisungs- oder Clearingverkehr soweit als möglich eingeführt werden. Die Beschränkungen im Geldverkehr mußten eingeführt werden, um die unsinnigen Abhebungen der Guthaben zu verhindern. Die Ueberschreibung einer Summe von einem Konto zum anderen innerhalb desselben Geldinstituts bedingt doch keine Veränderung in den Barmitteln der Anstalt. Desgleichen soll der Ueberweisungsverkehr zwischen den Geldinstituten soweit als möglich platzgreifen, da auch hier derselbe Fall vorliegt. Hingegen dürfen die Beschränkungen aus die Kontokorrente keine Anwendung finden, da ja die Wirtschaft durch die Einengungen den größten Schaden erleidet. Schließlich fetzt man sich für die Erlaubnis ein, den Pfundsturz soweit als möglich auszunützen und die Begleichung der jugoslawischen Pfundverbindlichkeiten nach Kräften zu ermöglichen, da auf diese Weise die Schuldner etwa ein Fünftel dabei gewinnen. Die meisten dieser Verbindlichkeiten sind aus dem Warenverkehr zwischen Jugoslawien und England entstanden. Bei dieser Gelegenheit möge noch auf einen Umstand hingewiesen werden, dem gerade im gegenwärtigen Zeitpunkt erhöhte Bedeutung zukommt. In Jugoslawien ist der Banknotenumlauf im Verhältnis zu unserer Wirtschaft viel zu hoch. Der Grund dafür ist darin zu suchen, daß bei uns viel zu wenig mit Geldsurrogaten gearbeitet wird. Allerdings ist ein großes Vertrauen zu den Geldinstituten und zur Kreditfähigkeit sowohl der Firmen als jedes einzelnen die unerläßliche Vorbedingung hiefür. Die Anregung für eine Vergrößerung des Scheckverkehrs scheint in den gegenwärtigen schweren Zeiten alles eher als am Platz zu sein. Und doch wäre gerade jetzt der Augenblick hiefür gekommen. Bei uns herrscht Geldmangel, dies ist eine unumstößliche Tatsache. Unter dem Zwan ge der Verhältnisse könnte eine Art Notscheckverkehr eingeführt werden. Unsere Wirt schaft braucht Summen, die von den Bankguthaben nicht behoben werden können. Wäre es nicht angezeigt, seitens der Geldinstitute gewisse Bescheinigungen oder Bons an die Kontoinhaber auszustellen, die dann an Zahlungsstatt weitergegeben werden und somit 100% igen Geldwert haben könnten? Die Bevölkerung wird mit der Zeit einsehen, daß die Geldsurrogate ebenso viel wert sind wie bares Geld und wird zu diesenZahlungs Mitteln 'Vertrauen fassen. Ein Versuch würde sich jedenfalls lohnen. X Konkurse und Zwangsausgleiche. Der Verein der Industriellen und Großkaufleute in Ljubljana veröffentlicht für die Zeit vom 1. bis 10. Oktober 1931 folgende Statistik: (die Nummern in den Klammern beziehen sich auf dieselbe Zeit des ix--,,, -enen Jahres): 1. Eröffneile Konkurse: im ^eaubanat 4 (2), Küstenlandbanat. 1 (—), Drinabanat 2 (—), Zetabanat 2 (—), Donaubanat 4 (—), Moravabanat 1 (2), Vardarbanat 4 2), Beograd, Zemun, Pančevo 2 (_). — 2. Eröfsnete Zwangsausgleiche außer Konkurs: im Draubanat 2 (—), Savebanat 10 (—), Vrbasbanat — (6), Küstenlandbanat 2 (—-), Drinabanat 2 (--), Zetabanat 1 (—), Doncmbanat 11 (—), Vardarbanat 1 (—), Beograd, Zemun, Pančevo — (1). — 3. Ao-gesertigte Konkurse: im Draubanat 1 (1), Drinabanat — (2), Ze.'abanar — (—), Donaubanat 4 (—), Moravabanat — (7), Var Äarbanat 4 (3), Beograd, Zemun, Paneeio — (3). — 4. Abgefertigte Zwangsausgleiche außer Konkurs: im Draubanat 1 (2), Save-banat 2 (1), Küstenlandbanat — (1), Drinabanat — (1), Zetabanat _ (—), Donaubanat 4 (2), Beograd, Zemun, Pančevo — (2). Weinbau Warum Reinzuchchkse? Daß die Gäruaq des Mostes durch skopisch kleinr Lebewesen, dk f°9e™* 'ilt Hefepilze, hervorgerufen wird, ist E .-bekannt. Die Hefepilze vermehren ßch und verwandeln dabei den Zucker des stes in Alkohol; dabei bildet sich Kohlensäure, die in-Bläschen aufstellst- , ßer den Hefepilzen sind aber in fri^nieren tetem Most noch ein Anzahl von Kleinlebewesen — Schimmelpilze, N1»'“"; bakterien, Kahmhefen und dgl. — en t.V ten, die den Verlauf der Gärung berot r tigen können, indem sie die HefepW 11 . n rer Entwicklung behindern. ZwisgM ^ verschiedenen Kleinlebewesen im Mw ^ ein heftiger Kampf ums Dasein. ®ie Weinhefe allein bewirkt die reine Berga des Mostes. Sie ist aber ursprüngnw ^ Most nur in geringer 'Menge vorhanden- ^ die Hefepilze in ihrem Kampf g^ffert Ö.L bermacht von schädlichen Keimen zu 1 „ und so den richtigen Verlauf der ®or“f ^ sichern, ist es zweckmäßig, ihre Anza) . Most künstlich zu vermehren; dann ff ^ sie' rasch Oberhand und die unerlvum Keime werden vernichtet. Man hat zu diesem Zweck die Weinh^ ^ Laboratorium künstlich gezüchtet. Es £ j6 ne Anzahl von Abarten der Weinp ' nach dem Boden und der Traubensorte, verwendet daher am besten diejenigen ' ^ sorten, die in dem betreffenden heimisch sind. In den chemisch40 ..u^ schaffliehen Laboratorien sind die ge ten Hefekulturen zu beziehen. ( Die Arbeitsweise bei der Verwendung ^ Reinhefe ist die folgende: Man niw ^ gefähr ein Liter srischbereiteten M°' i ihn auf, um die Keime zu toten u tjltm nach dem Erkalten die vom -abora bezogene flüßige Reinhefe zu. Nach ^ yd gigem Stehen an einem mäßig warm (20 Grab Celsius) ist der Most m > ge# scher Gärung begriffen. Dann wird ringe Menge besonders guter und da« et in"0 jiflfl- bei Kranzablösen. Vergleichen und ähnlichen Anlässen ler Antituberkuloscnllga In Maribor! Trauben gelesen und gepreßt, so _ ungefähr soviel Liter Most erhält, ZU -Hektoliter bei der Hauptlese erw« ^ diesem Most fügt man, solange er n frisch ist, den Liter mit der -Mc £re W» Nach weiteren zwei Tagen ist auch 01 -n hgl ge in heftiger Gärung. Nun wird st Gärgefäß gebracht, bzw. dieenftp Akengen auf die einzelnen .©arfali -t jtij| und der zu vergärende Most mog 1 hinzugeleitet. in{!isi Die kleine Mehrauslage für dw K r der Hefepilze und die peza-', ihre Weiterzucht machen sich reich V^rtst1 dadaurch, daß die Gärung Mt ch gxsu^ richtig verläuft und ein reintönlli ist1 der Wein entsteht. Darum, Wein wendet nur Reinzuchthefe! tur Dr. &ST14 Annemarie Roman von Mary Misch Copyright by M. Feuchtwanger, Halle (Saale) (5. Fortsetzung.) Jetzt ist das Mädel ganz auf sich angewiesen, Gott steh’ mir bei! So pn leichtsinniges Blut!" „Die ist nicht leichtsinnig!" sagte Anton erregt. „So? Nicht? Weißt du's? Hast Erfahrungen gemacht?" „Ja, das hab' ich. Das ist ein braves Mädel." „Hm!" sagte Rosa gedehnt. „Hm, ja! Na, das ist ja jetzt Nebensache. Mutter, sorg' dafür. b<ß der Anton in den Hirschen geht und t&r Klara schontut. Ans Wiedersehen alle miteinander!" * Annemarie saß ganz einsam am Bett der toten Mutter und weinte. Sie dachte an die guten Lehren der Mutter, und nahm sich vor, ihr Andenken in Ehren zu halten. Ihre Lippen waren fest aufeinandergepreßt, und gaben dem jungen Gesicht einen entschlossenen, reifen Ausdruck. An dem Fensterchen, aus dem die zwei Kerzen, die zu Ehren der Leineweberin brannten, einen matten Schein aus die stock dunkle Straße warfen, klopfte es leise. Annemarie schrak zusammen, fuhr sich über- das Gesicht; dann stand sie aus und wandte sich zum Fenster. „Wer ist's?" „Ich", antwortete eine leise Stimme, in der Annemarie gleichwohl die Antons erkannte. „Was willst du?" fragte sie ruhig, und wunderte sich innerlich, daß sie sein Kommen ganz selbstverständlich fand. „Warum bist du denn ganz allein? Warum ist denn keiner bei dir?" „Ich hab' es so gewollt", antwortete sie, „ich will mich gleich daran gewöhnen, daß ich allein bin." Er drehte draußen verlegen sein enHut und wußte nicht, was er sagen sollte. Nach einer kleinen Pause schloß sie das Fensterchen und kehrte schweigend zu ihrer traurigen Wache zurück; sie wußte es wohl, Anton würde noch eine Weile stehen bleiben und hereinschauen, aber das war ihr gleichgültig, das durfte sie jetzt nicht mehr kümmern; sie hatte jetzt Pflichten gegen sich selbst. Anton stand draußen und schaute hin sin. Er schaute und schaute, und sog mit jedem Blick Kraft zum Widerstand gegen die Seinen daheim ein. Denn er wollte die lange Klara nicht, wollte überhaupt nicht heiraten, wollte — ach, er wußte selbst nicht recht, was er wollte; nur todunglücklich war er, das wußte ex. Wäre die Leineweberin nicht gestorben, hätte er die Annemarie vielleicht doch noch ’rumgekriegt, oder er hätte sie endlich vergessen. Jetzt mochte er gar nicht mehr probieren, ob sie — so allein wie sie jetzt war, das arme Ding. Wenn er ein anständiger Kerl war, dann durfte er sie jetzt nicht mehr aufsuchen, und doch — Anton fuhr sich mit beiden Händen in die schwarzen/ dichten Haare, schüttelte sie, bis es ihm wehtat, und knirschte mit den Zähnen. Wenn die Ännemarie wenigstens mit ihm gesprochen hätte; aber nein, da iaß sie und betete. Anton drückte sein Gesicht fester an die Scheibe. Er hörte ihr halblautes Mur meln, sah die herabfallenden Tränen, die ganze,^ liebe, armselige, verlassene Annemarie, die trotzdem schöner war als alle anderen; er schaute und dacht«, dachte, bis sich endlich aus dem Wirrwarr ein- Gedanke formte, sich loslöste, und als etwas Faßbares vor seinem geistigen Auge stand: Annemarie^ als sein Weib. Ja, doch, warum soll das nicht sein können? Bis zu dieser Stunde hatte er an diese Möglichkeit noch nicht gedacht, denn es hieß, mit allem brechen. Mit den Angehörigen, mit den guten Aussichten, mit der Hoffnung, einmal ein wohlhabender und angesehener Mann zu werden. Anton überschätzte sich nicht, er wußte, von ihm persönlich war nicht viel zu erwarten; wenn das Gute nicht von wo anders her- käm — er konnte es nicht hcrl^'a jflt [ was lag daran? War es denn e . .r Ä Gutes, etwas mehr Geld, etwas > beit und dazu die Klara? ^ ^ «gesfech'l w gck tpo1 U UUÜ tUUfliU Ult; OViULVW y War es nicht etwas tausend m - . ..........„ I, wenn Annemarie zusammen zu smsi? von morgens bis abends — roe£^'* mit gerade immer arbeiten, aber zu sein . , ja jung und fleißig, sie wurde ^(i‘ mithelfen. Daheim würde es e v nes Vaters wohl kaum bekomw Gleichviel! Er stand und rie war jetzt aufgestanden und "^ßen Kerzen an, ahnungslos, daß Den1 (t ihr Schicksal entschieden wur Annemarie ihn nicht wollte, er ]ie, ^ nicht; sie liebte ihn geradoio ' hatte er deutlich genug g<‘R,e lev6 wollte er noch nichts sagen- Hortsetzu- so 4gt)- e n t e Bas fanti öle Chemie heule künstlich öarfiefitn? Der Siegeszug der Synthese au» m nt'“ Rücksicht aus den knappen iling des Indiga erkannt und synthetisch SR«,*,,.*-«...- --r.irx —-' aufgäbaut worden. Schon steckt sich die Chemie ihr Ziel weiter: es geht um die beiden Farbstoffe, mit denen höheres pflanzliches und tierisches Leben unlösbar verbunden ist, um den Blut farbstoff Hämoglobin und um den totttig Schränkung geboten ist, so soll mit fen fr ^Hbnahmen nur von solchen Stof le6j„ l£ ^bde sein, die entweder in der be-foMrrte °^r ^er unbelebten Natur vorist ttc/". ^er auch der so gezogene Rahmen mit =■ ^ tveit, wir müssen uns begnügen tnetn Strerfzug durch das Gebiet der ^--stlich ausgebauten Naturstoffe. n.nctt mir mit dem Salpeter, sich, datz die Frage der st'ck-eten st■t”9'en Düngemittel im Laufe der neu % ff}1 mehrfach recht kritisch gewesen ist. dr«h- Schöpfung der Guano-Inseln, das laget vf ^bnde der chilenischen Salpeter» ich* die Fortsetzung unserer lag Ackerbauwirtschaft in Frage. So ^IiL ®t' den ungeheuren, 1 nner-Stickstoffvorrat der Luft chemisch fäfatt >Utet!; von jeher nahe. Zwar gab es DtNtj ^Rösungen, aber erst unter dem ^flen,uCt. Einkreisung im Kriege wurde, SchckWch Dtm Zttber, 0*2 § l3ih, ■Watbe weltbekannte technisch von Leunaverfahren ^ m’t dem man zuerst Ammo ^fo «c an1chtiestenb nach einer schon von :1t* J^Naliaen Leivriaer Cbemi.ker Wil- Wil ial- ^Itt, ci£nia%ett Leipziger Chemiker tofetftjj toaid erfundenen Methode die S e tt ^ 'vncht, die dann gebunden als ö = ®fllpeterin den Handel V Ttejtt ff re§ B-ild: Der älteste künstliche n°ch J, der gebrannte Ziegel, aber erst die Utfo hop L iunge Entdeckung des Zements - - °£s Eistnbet - - ' • “ ' ■ N tons führt die Epoche der “®lt 1 !««*■*.* »re vxyuujt w-v s », ^st’fchen Bauten herauf. Auch der Jfo s h * e'n künstlicher Stein. Der moder» v fo aluJ b t i s ch e S t e i n ist abe t ch Zteg, ’Ü et n- —jel doch noch unterlegen; denn W ^ oA dieser, seine Poren hat, so A v. 7 tticht schall- und wärmedicht. At* A allerneuefter Zeit diesen Fehler An ... "Mben können, daß man auch den o'fo breg H porös macht, indem man Atth»iAn Zement-Sand - Gemi sch eine h a "Nde Substanz zusetzt. Solcher A mit 3? ? d e t o n" ist gewissermaßen bp ^ oT pulber aufgelockerter Kunststein, 11 der gewöhnliche und doch für ^ungsbau fest genug. ^ Künstliche Edelsteine. ft 1 ittth, bis ins Kleinste: Von jeher o/ ‘ n e die kostbaren Siet A 6;ttet ^ochznahmen. Heute kann man AEechten Neuschöpfung dieser q,„ ? Httb m'ln' bubine, Spinelle, Aguama-bi ‘fogen ete macht man für phantastisch und es ist gar nicht leicht, den. °tt den künstlichen zu unter- JV Künstliche Farbstoffe. Off » „ihJlA t?h„ uuu von einigen organischen H .ifch" ■ der Chemiker künstlich, u r H^derut, so beginnen mir mit %i3°tfteirnch f e n' uuf deren technt-"Hs ch anfM stch die chemiiifche Industrie VÜf Steei ff* ®T beschränken S ’^oi Farbtöne: Blau und Rot. _ V Ad« A t !m Jckhre 1869, das Pro-\ atttrstof: V « r t n genannt, es hat %,,/We -t, ?°Üag verdrängt, und zählt -den schönsten Farben. Nicht grünen Blattfarbstoff Chlorophyll. Der eigentlich färbende Bestandteil des Blu tes, das Hämin, ist kürzlich von H. Fischer in München künstlich gewonnen >vor-den; es hat seinem Bezwinger den Nobelpreis eingebracht. Am Chlorophyll wird gearbeitet. Spricht die Farbe zum Auge, so 'der Duft zum eigentlichen chemischen Organ, der Nase. Hier ist viel geschehen und noch viel zu tun. Verwickelt liegen die Dinge hier deshalb, weil es sich bei den Düften durchaus nicht immer um chemisch einheitliche Produkte handelt. Ist das aber der Fall, so gelang die Lösung schon häufig: der Kampier z. B. wird heute im großen technisch gewonnen. Sogar an so feine Aromastoffe, wie den Duft des gerösteten Kaffees, hat man sich mit Glück gewagt, und das Neueste ist das künstliche Butterarama, für das sich die Maraarinefabrikan-ten stark interessieren. Das Problem der künstlichen Nährstoffe. Mit der Butter wären wir Bei den künstlichen Nährstoffen. Da ist wieder manches gelungen — nur praktisch hat es keinen Wert; denn z. B. der künstliche Zucker, den E. Fischer schon in den neunziger Jahren herstellte, ist viel zu teuer. Ähnlich steht es mit den Fetten; man kann sie wohl künstlich Herstellen, aber nur mit enormen Kosten. Immerhin hat es doch einmal so etwas wie eine technische Fettsynthese ge- geben. In Amerika stellte man nach dem Kriege das sogenannte „Jntarvin" her, ein Kunstfett, das für schwer Zuckerlsidende gedacht wird, man hört indessen davon nicht mehr viel. In weiter Ferne liegt anscheinend der künstliche Aufbau der Stärke, und auch das Geheimnis der Eiweiß Substanzen ist noch nicht enträtselt. Doch- selbst wenn ein spleeniger Milliardär auf den Gedanken käme, sich ausschließlich von künstlichem Zucker, künstlichem Fett und künstlichem Eiweiß zu ernähren, er könnte dabei doch nicht bestehen. Denn cs fehlten ihm die Ergänzungsstoffe oder V i» tami n c. Da stecken wir noch in den allerersten Anfängen. Ohne jede Mithilfe der organisierten Natur, etwas Vitaminähnliches hervorzubringen, gelingt uns noch nicht. Erheblich besser sieht es mit den Hormonen aus, den chemischen Regulatoren des menschlichen Organismus. Eint ge dieser Stoffe, wie das Schilddrüfenpro-dukt Thyroxin und das Nebennieren-sekret A d r e n a l i n hat man bereits aufgebaut, und zweifellos werden bald andere folgen. Recht weit sind wir denn auch in der synthetischen Chemie jener Pflanzenst rffe, die man Alkaloide nennt, und die, wie das Kokain, das Koffein, das Morphium oder das Chinin, im menschlichen Organismus teils segensreiche, teils, bei hemmungsloser Sucht, verheerende Wirkungen entfalten. Die beiden erstgenannten sind technisch darstellbar, das Morphium allerdings noch nicht. Wenn Wöhler, der 1827 mit der künstlichen Darstellung des H a r n st o f f e s zuerst den Fuß ins Neuland der organischen Synthese setzte, aus seinem Laboratorium im Paradies der Chemiker das seitdem ver gangene Jahrhundert überschaut, so darf er zufrieden sein. Zufrieden, daß die Wissenschaft in großartigen Siegeszug seinen Spuren gefolgt ist. Zufrieden nicht zuletzt auch damit, daß nodb immer jedes gelöste Problem den Blick in neu zu erobernde Provinzen der Forschung auftut. Häuser aus Müll yje-titt -cüuiLtyieruueiT, öuu-;- Cftpp. ^toann es aus einer Pflanze, t - *'« Synthese (künstliche Her- A iem blauen Indigo. !% ffe, dg diese harte Nuß ge» \'Äo=3!r ^ 9 die Stunde der fttdi- S**» T' .?■[ Atagen, aber auch die der Me 5ei>2(A®aronc"/ b'ie immer i‘ S V u r b°n P0itfu Hdff »en Waidpflanze beacht-« > ScS"»« Mm,r W Auch der königliche vlnbfo j,je agerdings bei ■Mtb «r heute schlecht wegkäme, ist als ein Abkömm- Die Versuche, den Müll zu verwerten und so die Kosten herabzudrücken, die den Städten ihre hygienischen Verpflichtungen auf» erlegen, sind ja schon sehr alt. Wir haben in^ dieser Beziehung seit der Zeit der alten Römer, die ja auch schon gemerkt hatten, daß das aus Abfall gewonnene Geld nicht riecht, zunächst geringe Fortschritte gemacht. Zwar hat man in Holland und in England versucht, den Müll zu verbrennen, und jo aus dem Müll elektrischeKraft zu gewinnen, aber diese Versuchsanstalten waren niemals rentabel und lind heute, wo die Preise für Kohle gesunken sind, solche Versuche naturgemäß im wesentlichen auf Länder beschränkt, in denen Steinkohle als Hausbrand verfeuert wird, und wo daher die koksartigen Rückstände dieses Haus'bran-des noch einen erheblichen Heizwert besitzen. Bei meinen mehr als lieben Jahre dauernden Versuchen mußte ich daher ganz andere Wege als die bisher beschrittenen ein« schlagen, um zu einer rentablen Verwertung des Mülls zu gelangen. Eine Haupt-schwierigkeit bei meinen Versuchen bildete dabei die verschiedenartige Zusammensetzung des Mülls, der, je nachdem, ob er aus einem Proletarischen oder bürgerlichen Viertel, ob er int Winter oder im Sommer gesammelt wurde, natürlich verschiedene Bestandteile aufweist. Tie Sterilisation, daß heiß! die Abtötung der im Müll enthaltenen Krankheitskeime hingegen ließ sich nach bekannten Verfahren durchführen, die bloß aus finanziellen Gründen von den Stadtverwaltun- Von Willy A r e tz. Der Verfasser ist der Erfinder eines | gen besonderen Verfahrens, das geeignet zu' sein scheint, unser Bauwesen völlig zu revolutionieren. Erst dieser Tage prusten eigens entsandte Kommissionen aus Amerika und Sowjetrußland in Berlin den Wert der Erfindung. Die Redaktion. nicht zur Anwendung gebracht worden waren. Nach meinem Verfahren wird der Müll, nachdem er von Metallabfällen, die als Altmetall Verwertung finde» können, befreft worden ist, auf maschinellem Wege sortiert, und zwar in den sogenannten Grobmüll, der alle im Müll enthaltenen Faserstoffe (Papier, Lumpen usw.) enthält, in den Feinmüll, der im wesentlichen aus den Ver-brennungsrückständeit des Hausbrandes besteht, und in den vegetabilischen Abfall (Obst- und Kartoffelschalen usw.) zerteilt. Aus dem Grobmüll ist es mir gelungen, eine Bauplatte herzustellen, die mit ihrer außerordentlich starken Undurchlässigkeit von Schall und Wärme eine große Festigkeit, ein geringes Gewicht verbindet und so leicht wie Holz bearbeitbar ist. Sie weist die Vorzüge seiner Korkplatten aus, verbindet damit die Festigkeit von Gasbeton und ist doch billiger als der einfachste Ziegelfau. Diese Platte gestattet es, in Verbindung mit Holz oder Eisenkonstruktion Häuser zu bauen, die um 40% im Preise hinter den heutigen Möglichkeiten des Bauens Zurückbleiben. Ich wir haben berechnet, daß es uns möglich ist, bei Serienfabrikation einfache Arbeiterwohnhäuser von 38 Quadratmeter Grundfläche zum Preise von zirka 2000 Mk. etwa (25.000 Dinar) nicht nur herzustellen, sondern auch zu diesem Preise zu verkaufen. Auch der Feinmüll findet als Baumaterial Verwertung. Es ist uns gelungen, aus ihm nach einem sehr einfachen Verfahren auf kaltem Wege Aschen st eine herzustellen, deren Festigkeit den Ansprüchen genügt, die man an einen Mauerstein erster Qualität stellt, die aber in weit höherem Grade als Mauersteine schalldämpfend und wärmehaltend wirken. Es ist sicher, daß durch diese beiden neuen Oie ftch ergeben, wenn eine serienweye Hers stell'ung von Kleinhäusern mit diesem Material in Angriff genommen wird. Tie bisherigen Versuche zeigen, daß bei Leichtigkeit und Güte dieses Materials es möglich fein wird, die Teile , eines Hauses in Serienfabrikation zu erzeugen und in etwa einer Stunde diese Teile an jedem beliebigen Ort Grundstoffe die Verhältnisse auf dem Bau» markt in kurzer Zeit wesentlich geändert werden. Insbesondere wird das der Fall sein, wenn man an die Möglichkeiten denkt, zu einem schlüsselfertigen Haus zusammen, zusetzen. 70 bis 80 Prozent des Mülls finden auf diese Weise als Baumaterial Verwendung-und man kann sich einen Begriff machen, um welche Werte es sich dabei handelt, wenn man bedenkt, daß allein der Müllabfall;der Stadt Berlin täglich 2500 Tonnen, das heißt 3 bis 4 Güterzüge ausmacht. Und selbst die verbleibenden 20 Prozent brauchen noch nicht verloren zu gehen, denn bei ihnen handelt es sich ja um vegetabilische Stoffe, die dem Stalldünger nur wenig an Qualität nachstehen, dem Kunstdünger aber bei weitem überlegen sind, da sie einen vorzüglichen Nährboden für die Boden-Bakterien abgeben, die, wie uns die moderne Agrarwissenschaft lehrt, für die Entwicklung der Pflanzen von überragender Bedeutung sind. Und so wird es vielleicht nicht mehr lange dauern, bis wir über die Tore unserer Müll-Verwertungsanstalten das Wort schreiben können, mit dem sich einst Baudelaire an Paris gewandt hat: Du gabst mir deinen Müll, ich machte daraus Gold! Die KrastausMah^mg des Ein Apparat mit übersinnlichen Fähigkeiten. Im Metaphysischen Jnstiivut von Paris demonstrierte unlängst der französische Arzt Charles Borde einen von ihm konstruierten Apparat, dem er die Fähigkeit ' zus schreibt, die sogenannten „Kraftausstrachlun-gen" des menschlichen Körpers genau zu messen. Durch die neue Erfindung sollen die Behauptungen mehrerer WisstnschaMer, dar unter des bekannten französischen Physikers Blondlot und des Wiener Forschers Reichen Bach, gewisse Bestätigung erfahren. Der Apparat, den Borde „Bioskop" genannt hat, weist einen metallenen Zeiger über einer Skala auf, auf der selbst die individuellen Verschiedenheiten der Ausstrahlungen angezeigir werden sollen. Eine etwas kühne Behauptung des französischen Gelehrten stellt die Aeußerung dar, es müsse mit dem B'.oskop sogar möglich sein, auf die Lebensdauer der betreffenden Individuen zu schließen. Unter der Leitung des Direktors Osty vom Metaphysischen Institut hat sich eine Gruppe von Gelehrten gebildet, die demnächst ein Gutachten über die Bor-Besehe Erfindung und ihre eventuelle Nützlichkeit für die Wissenschaft abgeben wird, Trockenlegung des Miltel-meerrs Der sensationelle Plan der Trockenlegung eines Teiles des Mittelmeeres und der zeitigen Bewässerung der Sahara-Wüste ist von französischen Ingenieuren ist ckilen Ein zelheiten so genau ausgearbeitet, als bestände die Absicht, schon morgen ans Werk zu gehen. Es wird aber noch eine geraume Zeit vergehen, ehe die Fluten des Mittel-meeres den ewigen Sand der Sahara überschwemmen werden. Bekanntlich beabsichtigt England, zwei große Eisenbahnlinien durch den schwarzen Kontinent zu ziehen. Die erste von der nörd lichen Ecke Afrikas in der Nähe von Alexan dria bis zum Kap der guten Hoffnung und die zweite quer durch Mittel-Afrika und die Sahara bis zur Elfenbeinküste. Die Tech niker zerbrachen sich lange darüber den Kopf, woher das Wasser für dieLokomotiven genommen werden soll, die durch d. trockene Sand'wüste fahren werden. Durch die Er-fistdung von Diesellokomotiven wurde diese Frage gelöst. Es blieb aber noch ein anderes, viel schwierigeres Problem zu lösen, u. zwar die Frage der Gleislegung im tiefen Sand der Sahara. Die besten englischen Eisenbahnkonstrukteure konnten bis jetzt fei ne Antwort anf diese komplizierte technische Frage geben. Die Schwierigkeiten würden sofort behoben werden, wenn es gelingen sollte, die 'weilten Strecken in der Sahara in -den Anstand zurückz>Ulver!setzen, in dein sie sich vor vielen Tausenden von Jahren befanden. Bekanntlich war die Sahara in den früheren Epochen ein Meer. Der Ingenieur S o e r g e l arbeitete dagegen ein Projekt aus, das auf dem Gedanken iBemiht, die beiden Ventile des Mit telmeeres, die Straße von Gibraltar und die Dardanellen, abKusperren, damit das Mittelmeer keine Zufuhr von Wasser aus dem Ozean erhält und unter dem Einfluß der Sonnenstrahlen langsam austrocknet. Ta die Meerenge von Gibraltar nur 13 Kilometer breit ist, würde die Schaffung eines Staudammes keine besonderen Schwierigkeiten machen. Dieser großartige Plan, durch Trockenlegung des Mittelmeeres zwischen Europa und Afrika eine Brücke zu schlagen, wird aber weniger ernst genommen, als ein anderes Projekt, das schon in absehbarer Zeit seiner Verwirklichung näher gebracht werden soll. Es handelt sich um den Bau eines Eisenbahntunnels unter der Straße von Gibraltar. Freilich mußte die große wirtschaftliche Krise, die zur Zeit alle Länder Europas bedrückt, erst behoben werden, damit dem menschlichen Schaffensgeist freie Bahn und Geldmittel zur Verwirklichung dieses grandiosen Planes gegeben werden. Das Nedelauge Nach langjährigen Versuchen ist dem Erchiiitei-ten M a c Ne i l kürzlich die Erfindung eines Apparates gelungen, der für Seefahrer und Flieger in gleicher Weise von Bedeutung zu werden verspricht. Das „Ne-belauge", wie der Erfinder die Vorrichtung nennt, soll nämlich die von dichtem Nebel drohenden Gefahren beseitigen. Die neue Erfindung beruht auf dem Gedanken, daß die dem Auge unsichtbaren infraroten Strahlen von Nebel durchgelassen werden, den die stärksten elektrischen Schein werfer nicht zu durchdringen vermögen. Mit dem „Nebelauge" ausgerüstete Le.tift-- türme, Schliffe und Flugzeuge können in Zukunft ihre Signale auch bei gänzlich unsichtigem Wetter übermitteln. Der Sender gibt hierbei Strich- und Punktzeichen nach dem Morseshstem in infraroten Strahlen. 'Schiffe und Flugzeuge nehmen die Zeichen miltitels ihres Empfängers auf, der im we' sentlichen aus einem Detektor nach der Art der Dhermozelle besteht, mit der man in der Astronomie die schwachen Wärmemengen, die von den Sternen zu uns kommen, noch zu messen vermag. Diese Dhermozelle befindet sich in einem luftleeren Raum und erhält die infraroten Strahlen durch ein kleines Fluoritfenster, wobei deren Energie in Wärme umgewandelt wird. An den Detektor angeschlofscne Verstärker, automatische Signalvorrichtungen und Instrumente zum Aufzeichnen der erhaltenen Meldungen vermitteln die Nachrichten an den Führer des Schiffes oder Flugzeuges. Seine Brauchbarkeit bewies das „Nebelauge" kürzlich bei Versuchen auf dem Roofe-velt-Flugplatz, wo eine über zwei Kilometer starke Nebelbank, die den Flugverkehr völlig lahmlegte, den mit dem neuen Apparat ausgerüsteten Flugzeugen feine ^Schwierigkeiten bereitete. Ein neuer Zucker von dreihundertfacher Süßkraft. Eine interessante Zuckerart konnten die französischen Forscher M. B r i d e l und R. Lavieille aus den Blättern einer in Paraguay heimischen, zur Familie der Kompositen gehörigen Pflanze (Stevia Nc-baudiana Bertoni) gewinnen. Der neue Zucker ist nach den Angaben der Entdecker etwa 300mal so süß wie Rohrzucker; in größerer Menge wird er als ausgesprochen bitter empfunden. Eine Süßkraft ähnlicher Stärke kannte man bisher nur bei künstlichen Süßstoffen wie Sacharin, Kristallose usw., die chemisch jedoch auf Grund ihrer andersartigen Zusammensetzung nicht als Zucker betrachtet werden können. Unter den Zuckern wurde die Süßkraft des Rohrzuckers nur vom Fruchtzucker (Laevuloje) noch um ein geringes übertroffen. Der neue Zucker erhielt den Namen ie besonders im gesellschaftlichen ~e ! ^ „Dame" wieder aufleben zu lassen, ■■ (j, der Teint eine Wandlung durchma , ne Wandlung zum Zarten. _ ©e» Der Weg vom sportlichen gramst j,er sichte und Körpers zur Wirft« neuen Mode ist leicht, sofern namuu Braun nur künstlich war. sen durch stundenlange, oft sch" crroeist Sonnenbäder sauer erworben, oan ^ es sich umso haltbarer und bereitet I ^et» sitzerin jetzt schwere Sorgen. Aber t ne Kosmetik hat auch hier Mittel ge geschaffen, um den Wünschen - ^ und der Frauen entgegenzukomwc -• $ einmal hinter die Kulissen der _ ^ciut schaut, der sieht, daß zum Bleichen ti)er, Blaulichtbestrahlungen vorgenomw . ^ den und daß mit den verschieden! e ^ kamenten die Tönung des Gesichte . ^,-ünschten „gesellschaftsfähig Mode Ger den gewünschten Farbton erhalten kann. So wird das Gesicht der Frau - n - wäge 3e,8 Wir sehen am Abend marmorweiße in dieser e erinnert man sich an den Steckbrief Saison ein völlig neues Gepräge - j, Wir sehen am Abend marmorweiye - tern und eine zarte rosige Haut- ^nee. lei wittchens: weiß wie Schnee, rot wte schwarz wie Ebenholz. ... Es wird unserer Frauenwelt rna^ fallen, der Forderung der Mode nawo" men. Der durch übermäßige Sonnen■ lung verdorbene Teint wird nur pasi^ ten Sportlerinnen zu schaffen chtaNH' j,cj den übrigen Frauen weniger die Körpers als nur die des Gesichtes ^ Hat doch die im letzten Sommer d l 1 ^ beliebte Pyjama-Mode dafür gesorg - ^utt Schultern und Arme geschützt waren heißt es, dem einst so begehrten sp ^trjfft, Typ der Frau, auch was den Teint ^ lebewohl zu sagen! Stellen wir u - j$jr völlig um. Ein paar Wochen nur, _ ,,, werden wieder das Besitzen, was vo zig Jahren beliebte Schriftsteller a ^jr, sten Reiz der Frau priesen: "rD'^ nlf f sichwangen", den „Liliensamt der V eine „vornehme alabasterne Blaye t JCCeinec Anzeigen i'erÄCÖledfeiKes iw »t Englisch unterrichtet, Deutsch Unterrichtet (auch Kinder jeden Atters), UebersetztUlgen (engt, deutsch, deutsch-englisch) über-.nimmt F. Honst Cankarjeva il<4, Part, links. 13155 Abonnenten werden auf gute u. , billige Kost aufgenommen, Valvazorjeva 36. 13152 Grapholog und Chirosoph N. Sadlucki in Maribor- Liest aus der Hand den Charakter, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Empfang von 9—12 und 14—19 Uhr. Adresse: Maribor, Hotel „Pri zamorcu", Zimmer Nr. 26._____________13124 Wir photographieren alles! Paßbilder sofort, Portäts und Brautbilder in modernster und vollendetster Ausführung. — Photomeyer, Gosvoska ul. 39. 13112 Mealiiiiten hrTvmvevm»m»fi Kaufe gut erhaltenes größeres Zinshaus. 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