Macher TaMIt. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. Nr. 22. PränumerationsPrcise: Für Lindst: Ganzj. fl. »'40; Zustellung ins Haus vrtlj. üS kr. Mit der Post: Ganzjahr. fl. ir. JnsertionSpreise. Sin- Samstag, 26. Jänner 1878. — kB; L°7 K* WFWkK 11. Jahrg. Aus der Konferenz der Verfaffnngspartei, welche am 23. d. M. beim Ministerpräsidenten stattfand, berichtet die „Presse": Derselben wohnten seitens der Regierung sämmtliche Minister, mit Ausnahme der erkrankten Minister Baron Lasser und Dr. v. Stremayr, bei. Von Mitgliedern des Abgeordnetenhauses waren eingeladen und erschienen: Dr. Rechbauer, Freiherr v. Hopfen, Dr. Herbst, Dr. Giskra, Dr. Beer, Dr. Ed. Sueß, Gomperz, Freiherr von Eichhoff, Dumba, Dr. Groß, Gras Coronini, Dr. Janowski und Dr. v. Grocholski. Die Konferenz wurde nach 12 Uhr mittags vom Ministerpräsidenten, der die anwesenden Theilnehmer begrüßte, eröffnet. Der Ministerpräsident gab sodaun ein Expost über den Stano der Ausgleichsfrage. Nach einem Berichte der „Reichsr. - Korr." begann Ministerpräsident Fürst Adolf Auersperb mit der Darlegung der langwierigen und schwierigen Verhandlungen Ungarn gegenüber, die allgemein bekannt sind. Er erklärte dann, daß, nachdem so ziemlich über die meisten Punkte ein Einverständnis erzielt worden sei, man zu den Finanzzöllen und zn dem Zolltarif gelangt sei, die von Ungarn in ihrer Gänze festgehalten werden, weil ohne die vollen Sätze für Petroleum und Kaffee die Jndustriezölle Vonseite Ungarns nicht angenommen würden. Die diesseitige Regierung hatte gesagt, daß sie die Zustimmung des Abgeordnetenhauses nicht voraussetzen könne, und in einem gemeinsamen Ministerrath e unter dem Vorsitze Sr. Majestät haben beide Theile ihren Standpunkt festgehalten. Unter diesen Verhältnissen, nachdem die Regierung der ungarischen Regierung gegenüber sich für die Annahme des Zolltarifs als Ganzes, daher auch der vollen Sätze für die Finanzzölle, engagiert hatte, und nach ihren Wahrnehmungen, so weit ihr die Stimmung im Abgeordnetenhause bekannt ist, keine Aussicht auf ein Eingehen desselben auf die Positionen für Kaffee und Petroleum vorhanden ist, war die Regierung veranlaßt, ihre Demission zu geben. Sie habe geglaubt, diese Sachlage der Versammlung mittheilen zu sollen. Auf eine Frage, ob die übrigen Punkte geregelt seien, erwiderte der Ministerpräsident, daß die Frage der Zollrestitution und Achtzigmillionen-Schuld im Wege der Compensation sich vielleicht werde regeln lassen. In der hierauf folgenden Discussion nahmen die einzelnen Klubobmänner der Reihe nach das Wort, um im wesentlichen zu erklären, daß über einen Zollsatz von 20 fl. beim Kaffee nicht hinausgegangen werden könne. Dr, Grocholski jedoch bemerkte, daß er für seine Person über die Annehmbarkeit oder Unannehmbarkeit der Zollsätze nicht sprechen könne, da er hierüber seinen Klub befragen müßte. Auf eine Bemerkung des Ministerpräsidenten in der Richtung, daß die Zustimmung der ungarischen' Regierung zu einer Herabsetzung des Petroleumzolles nur in dem Falle möglich wäre, wenn eine Aendernng des Zolltarifs inbetreff der Classification der Schaswollwaren eintreten würde, wodurch eine Ausgleichung stattfinden könnte, stellte Freiherr von Hopfen an den Ministerpräsidenten die Anfrage, ob hierüber etwa ziffermäßige Abmachungen zwischen den beiderseitigen Regierungen erfolgt seien. Fürst Auersperg erwiderte, daß dies bisher nicht der Fall sei. Abg. Gomperz bemerkte, daß er dasjenige, was er diesem Ministerium bewillige, einem anderen Ministerium nicht bewilligen könnte, worauf Dr. Giskra hinzufügte, ein anderes Parlament würde die von der Regierung begehrten Eonces-fionen auch nicht machen. Nach zweistündiger Dauer schloß der Ministerpräsident die Versammlung mit dem Ansuchen an die Obmänner, ihren Klubs über die Konferenz Mittheilung zu machen, damit die Regierung die Stimmung des Abgeordnetenhauses sich'.Aar-heit verschaffe. 7 ^ ^ Die Beschlüsse der verfassungstreuen ^ Klubs. Die eben besprochenen Mittheilungen der Regierung in der Parteikonferenz vom 23. waren am 24. Gegenstand der Besprechung in den verfassungstreuen Klubs. Im Klub der Linken bemerkte Obmann Abg. Dumba, daß er nicht im Namen des Klubs, sondern blos im eigenen Namenn in der Konferenz sich dahin geäußert habe, daß das Abgeordnetenhaus über einen Kaffeezoll von 20 fl. schwerlich hinausgehen werde, und daß der Antrag des Ausschusses, Petroleum mit einem Zollsätze von 3 fl. zu belegen, wahrscheinlich zur Annahme gelangen werde, mehr jedoch kaum. Er selbst würde einen ändern Beschluß bedauern. Im Verlaufe der sodann eröffneten Debatte wurde von einigen Rednern betont, daß die Frage der Kaffee- und Petroleumzölle doch eigentlich mehr eine Steuerfrage sei, und daß man es daher nicht bis zum äußersten ankommen lassen solle. Dagegen wurde von der überwiegenden Mehrheit des Klubs geltend gemacht, daß die Zolltariffrage nicht blos vom finanziellen, sondern auch vom politischen Standpunkte aus behandelt werden müsse, und zwar wegen der Position gegenüber Ungarn. Würde sich das österreichische Parlament auch in diesem Falle wieder bereit finden, den ungarischen Forderungen zu entsprechen, dann wäre kaum abzujehen, was man den Ungarn sürderhin noch verweigern könnte, und das Abgeordnetenhaus müßte jetzt schon die Hoffnung aufgeben, beispielsweise in der Wehrfrage irgend welchen Erfolg davonzutragen. Die Demission des Mini- Jeuilleton. Laibach am 26. Jänner 1878. (Die Faschingssaison. — Ein längst gefühltes Bedürfnis findet endlich Abhilfe. — Der Verein „Edelweiß". — Die Zukunft des Vereinswesens. — Die Morgenröthe des Kasinovereins. — Neue und alte Vereine.) Unsere gute alte Stadt Laibach befindet sich, der gegenwärtigen Faschingssaison entsprechend, eben auf der Höhe der Situation. Die philharmonische Gesellschaft hat ihre Kunsthallen geschlossen und das Regiment Euterpens auf einige Wochen Terpsichoren und Komus übergeben. Und so füllen Sport und Kurzweil die freien Pausen zwischen den Kaminfeuern und Zimmerbränden auf das angenehmste aus. Der Eissport, Bälle, Kränzchen, Hausunterhaltungen, adeliges Piknik, Theater u. s. w. geben unserm socialen Leben das Relief einer bewegten Saison und strafen das Schlagwort „schlechte Zeiten" Lüge. Bei solcher Auswahl von Vergnügungen darf niemand verzweifeln, nnd doch fand sich jemand, dem die Ear-nevalvergnügungen nicht genügten, er wollte einmal einen ganz besonders heiteren Streich ausführen uud gründete einen neuen Verein. Das Vereinegründen ist heutzutage so gut ein Sport wie das Eisläufen, das weise noch immer, ohne ich bei uns wuuderbarer-lch ein Vereinsmäntelchen umzuhängen, erhält. (Wir hoffen, diese kurze An deutung genügt, um die Aufmerksamkeit unserer Vereinsfexe auf dieses im Vereinssinne noch unbebaute Eisfeld zu lenken.) Um also aus den neuen Verein zurückzukommen, so war die Absicht jedenfalls die, einen: längstgefühlten Bedürfnisse abzuhelfen, da er sich die Aufgabe gestellt hat, im Winter abends Bier zu trinken und im Sommer spazieren zu gehen, Beschäftigungen, die wir vor der Gründung dieses Vereins selbst zu besorgen hatten, daher uns eine Bürde abgenommen wurde, oie in Rücksicht aus Mageu uud Schuhe unser häusliches Budget bisher in nicht unbedeutender Weise belastete. Vor Zeiten besorgte man das Geschäft des Biertrinkens in vertrautem Freundeskreise als ein nicht zu unterschätzendes Privatvergnügen, die neue Zeit hält das für eine veraltete sociale Formel, und so trinkt inan nur mehr Vereinsbier, und es ist nicht mehr modern, mit den Seinen einen Sommerausflug zu machen, auch diese Agende des bürgerlichen Lebens hat das Vereinswesen occupiert. Und so ist neben Telegraf nnd Locomotive die Association einer jener Factoren, die den Menschengeist von der Materie befreie und für ihn spielend das thue, was bisher der Einzelne im Kampfe ums Dasein mühselig selbst anstreben mußte. Und so wird jede Idee im Sinne der Association ergriffen, und wo es am Begriffe fehlt, stellt ein Verein zur rechten Zeit sich ein. Das Gründen eines Vereines ist daher immer ein zeitgemäßes Unternehmen, und für Leute, denen der Himmel voller Geigen oder voll Thaler hängt, immerhin ein sehr unterhaltender Sport. Die Manipulation ist sehr einfach, man thut sich mit ein paar Freunden zusammen, schreibt Statuten, und der Verein ist fertig. Was nun unseren neuen Verein anbelangt, so haben wir nur eines ru bedauern, daß er sich nicht die Interessen der Menschheit, sondern nur der Steirer und Kärntner auf das Panier schrieb, allein es ist kein Zweifel, daß diese fruchtbare Idee sich bald auch auf weniger uneben situierte Bruchtheile der Menschheit erstrecken wird, und so werden wir bald gewiß auch weniger bevorzugte Nationen, z. B. die Krai-ner, Schweizer, Tiroler, oder gar die armen Bewohner der Ebene, die gleichen Vereinszwecke kultivieren sehen; was den Winterzweck anbelangr, so steriums und die daran geknüpfte Drohung der Ersetzung desselben durch eine verfassungsfeindliche Regierung sei nicht geeignet, als Pression oder Schreckmittel zu dienen, denn cs sei nicht daran zu denken, daß einem verfassungsgegnerischen Ministerium das gelingen könne, was das jetzige Ministerium uicht durchsetzen konnte, weil ja die verfassungsgegnerische Partei in ihren Concessionen an die Ungarn viel weniger weit geht, als die Verfassungspartei. Bei der hierauf vorgenommenen Abstimmung wurde beschlossen, inbetreff des Kaffees keinem höheren Zollsätze als 20 fl., inbetreff des Petroleums aber dem Antrage des Ausgleichsausschusses, nämlich 3 fl., zuzustimmen. Der erstere Beschluß wurde mit 37 gegen 13, der zweite mit allen gegen 8 Stimmen gefaßt. Beide Beschlüsse wurden zur Klubfrage erhoben. Im Fortschrittsklub erstattete der Obmann Graf Coronini ebenfalls einen Bericht über die Konferenz bei dem Ministerpräsidenten, und beschloß hierauf der Klub, bei seinen bereits hinsichtlich des Zolles auf Petroleum und Kaffee gefaßten Beschlüssen zu beharren. Im Klub des linken Centrums machte der Obmann Freiherr v. Eichhoff ebenfalls die Mittheilung über das, was bei der Versammlung der Klubobmänner vom Ministerpräsidenten mitgetheilt wurde. Es entspann sich nun eine Debatte darüber, was dem Ministerpräsidenten geantwortet werden solle, als deren Resultat sich die Annahme eines Antrages des Abg. Freiherrn v. Tinti ergab, der im wesentlichen dahm geht, daß der Klub des linken Ceutrums erklärt, in eine Erhöhung des Kaffeezolles auf 24 fl. und in eine mäßige Erhöhung des Zolles auf Petroleum nur unter der Bedingung eiugeheu zu rönnen, wenn diese Frage im Zusammenhänge mit den übrigen Ausgleichsfragen, namentlich jener bezüglich der Achtzig-Millionen-Schnld und der Stenerrestitutionen, gleichzeitig zur Erledigung gebracht wird. Aus dem englischen Parlamente. London, 24. Jänner. Der Kanzler der Schatzkammer, Sir Stafford Northcote, kündigte dem Unterhause heute nachmittags an, daß Rußland der englischen Regierung noch immer die Mittheilung der Friedensbedingungen vorenthalte. Deshalb werde sie den Extrakredit für die Armee und Marine für Montag den 28. d. auf die Tagesordnung setzen In der Fortsetzung der Unterhallssitzung antwortete Minister Northcote auf eine Jnterpella- hat sich diese Vereinsagende ohnehin schon weit und breit Bahn gebrochen. Der gedachte Verein, das jüngste Kind unserer Laune, führt den ebenso poetischen als dein alpinen Sport entsprechenden Titel „Edelweiß", damit die Höhe der Alpenzone sinnig andeutend, auf welche er seine Anhänger steigen läßt, wenngleich der Titel mehr dem sommerlichen Vereinszwecke angepaßt erscheint, als dein winterlichen; vielleicht Wäre in Rücksicht auf beide Vereiuszwecke der Titel „Almeurausch und Edelweiß" zu empfehlen. Diese Art, den Zweck eines Vereins durch ein Symbol anzudeuten, scheint uns ein beachtenswerther Wink für die neu zu gründenden Vereine, die zweifellos demnächst über nns verhängt werden. Man kann mit so einem Symbol nicht blos den Zweck des Vereines ansdrücken, sondern Mitgliedern und Nichtmitgliedern beherzigenswerthe Winke und Andeutungen geben. So würde sich für unfern „Eislanfverein" vielleicht „Schnupfen" und für einen Kaffeetrinkverein „Runkelrübe" oder „Cichorie" empfehlen. Wenn das, wie gesagt, bei uns noch sehr vernachlässigte Vereinsleben einmal in die Halme schießen wird, dann wird es sich Dinge annectie- tion des Führers der Opposition, Lord Hartiug-ton: „Seit unserer donnerstägigen Sitznng hat sich die politische Situation dadurch geändert, daß die Russen ihren Vormarsch fortsetzen, ohne uns die Friedensbedingungen mitzntheilen. Deshalb kann die Regierung die Forderung des Extrakredits nicht länger verschieben und bestimmt hie-sür, wie gesagt, den nächsten Montag." Auf deu Vorwurf des Herzogs v. Argyll, daß die Regierung inconsequent sei, erwiderte der Premierminister Lord Beaconssield: „Die Regierung ist es dem Laude gegenüber schuldig, daß dasselbe nicht von der Laune einer Macht ab-hänge uud davon, ob es dieser Macht belieben wird, die Friedensbedingungen mitzntheilen oder nicht." Lebhafter Beifall folgte dieser Aeußernng. Vom Kriegsschauplätze. Ueber die Bewegungen des Generals Gurko bis zum 18. d. berichtet ein offizielles russisches Telegramm aus Kasanlik, l'.>. d.: „Nachdem General Gurko am 15. d. einen Theil der türkischen Armee von Kadikiöi und Ajranli nach Dermendere zurückgeworfen hatte, setzte derselbe am 16. bei Dermendere, am >7. bei Bellesizi und Karagatsch seinen Angriff energisch fort und warf die Türken end-giltig in das Despotogebirge, hinter Emikiöi und Laskowo zurück. Die Türken verloren in diesen Kämpfen 49 Geschütze und über 4000 Mann an Todten. Die Zahl der Gefangenen beträgt bis jetzt über 3000. Die Türken flohen, vollständig aufgelöst, auf Bergpfaden; der Weg nach Adrianopel über Haskiöl wurde ihnen gänzlich abgeschnitten. Diese glänzenden Resultate sind der Tapferkeit und Energie der Generale Schuwaloff, Dandeville und Krasnoff zu verdanken. Die Truppen haben in sechs Tagen 160 Kilometer durch zwei sehr schwierige Pässe bei Bakarel und durch die Trajaupforte, ohne auszuruhen, zurückgelegt, und drei Tage lang vom Morgen bis zum Abend, jedesmal aus dem Schlachtfelde ihr Nachtlager aufschlagend, in dett Kampf eingegriffen. Unser Verlust beträgt gegen 500 Mann; 5 Offiziere sind todt, 15 verwundet, 3 eontusioniert. Am l8. d. wurde die Verfolgung des Feindes energisch fortgesetzt. Eine Colonne ging von Bellastina auf Emikiöi, die andere von Stanimaki auf Naretfchiu zu. Die Gardekavallerie lagerte am 17. und 18. in Tfchatak, rückte am 18. auf der Chaussee nach Haskiöi vor und hatte bereits am 17. Fühlung mit General Skobeleff II. bei Tschirpan. Die Kavallerie Skobelesfs l. wurde am 18. von Stanimaki ostwärts nach Ketenlik dirigiert." ren, die bisher leider nur privatim oder im Schöße der Familie besorgt wurden. Ist aber das Vereinsleben auf der Höhe der Situation angelangt, so frühstücke ich nicht mehr zu Hause, sondern ich srequeutiere den Frühstücksverein „Kipfel", ich speise im Klub „Beefsteak", ich soupiere im Vereine „Kunstwein", ich spiele meine Partie im Vereine „Sküs" und lege mich endlich ermüdet im Vereine „Asyl" nieder. Die Kinder gibt man in Crsches und „Kindergärten", die Frauen in einen „Frauenerwerbverein", und so ist endlich der Geist von der gemeinen Materie, die ihm noch immer anhaftet, emancipiert. Es ist nun noch immer zweifelhaft, wohin diese Steigerung des Vereinsgedankens zum Schluffe führen wird. Entweder es kommt dahin, daß jeder Mensch für sich einen „Verein menschlicher Organe" bildet, was ganz gut bezüglich der Wahl des Ausschusses möglich wäre. Das Gehirn wäre der Obmann, der Magen der Kassier, der einniinmt, und wenn es schief geht, liquidiert, die Füße und Häude die ausübenden und alle übrigen Organe die beitragenden Mitglieder. Oder cs bildet sich ein Centralverein, ein Verein der Vereine, dann allerdings wären wir wieder dort angelangt, wo man in Sparta schon in alten Zeiten war. Gleich- Ein anderes offizielles Telegramm aus Kasanlik vom 20. Jänner, abends 8 Uhr, meldet: „Bei der Besetzung von Sliwno wurden von dem Commandeur einer Schwadron der Ordensdragoner mehrere russische Munitionskisten und eine Laffette aufgefunden, welche von den Türken bei Elena genommen waren, außerdem wurden anfgefuuden Schanzwerkzeug für 1600 Mann, sehr große Vor-räthe an Tuch und eine Geldkiste. Am 18. wurde Mustapha Pascha Kiöprüsü, iu der Nähe vou Adria-uopel, von einer Division der Moskauer Leibdragoner nach einem wenig erheblichen Scharmützel mit Baschi-Bozuks besetzt; letztere wurden zurückgeworfen, unsere Verluste dabei sind noch nicht bekannt. General Struokoss rückte mit den übrigen Schwadronen der Moskauer Dragoner und den Petersburger Uhlauen von Hermanli gegen Tscher-man vor. In der Nacht vom 18. zum 19. wurde Major Jskauder-Beg mit der 4. Schwadron der Petersburger Uhlauen auf der Straße von Haskiöi nach Hermanli einen großen türkischen Train gewahr, bemerkte anch viele Scheiterhaufen bei Dev-rali. Am 19., bei Tagesaubruch, wurde vom General Skobeleff II. das Detachement des Obersten Pkl-ujutiu dorthin (westlich Hermanli) dirigiert." Die ersten russischen Truppen, welche in Adrianopel einrückten, sind zwei Regimenter der ersten Kavallerie-Division und zwölf Bataillone der zum vierten Armeecorps gehörigen 30. Division. Da diese Truppen nach den russischen Depeschen erst am Sonntag und Montag Ädria-nopel besetzt haben, so ist es nicht wahrscheinlich, daß die russische Avantgarde sich bereits gestern der Halbinsel von Gallipoli genähert haben soll. Der Großfürst Nikolaus wird erst am 27. d., das ist am Sonntag, in Adrianopel eintreffen, und dürften daher die größeren Operationen gegen Konstantinopel erst im Laufe der nächsten Woche beginnen. Tagesneuigkeiten. Die spanische Königs-Hochzeit. Madrid, 23. Jänner. (N. W. Tgbl.) Ich komme soeben von der Traumrg des königlichen PaareS von Spanien, wo ich allein unter den Vertretern der Presse einen Platz neben dem Chor mit den Generalkapitänen und Ehrendamen innehatte. Die Kirche war mit rothem, mit weißen Lilien be-säeten Sammt ansgeschlagen. An vielen Punkten waren die Löwen von Leon nnd die Thürme von Castilien angebracht, und im Chor waren die alten, WM- Fortsetzung in der Beilage. "WA wie nämlich mehrere Tintenflecke auf dem Papier durch Zusammenstößen einen Tintenfleckverein, vulgo Sau, bilden, so wird durch die Ueberproduction der Vereine ein Zusammenfließen derselben stattfinden, der Verein wird die Familie verdrängen, die Kinder erziehen und man wird wie in Sparta, wo man nur eine ärarische Suppe, die sogenannte spartanische Suppe, aß, nur mehr die Vereinssnppe essen, in die die Vereinsfexen das Einbrocken besorgen werden. Bei so einem fortschrittlichen Zuge des Vereinsgedankens (bei dem fortschrittlichen Zuge wird ohnehin niemand auf einen Zug unserer Rudolfsbahn denken) darf es uns daher nicht Wunder nehmen, wenn unfern alten Kasinoverein, der in den letzten Jahren einer alternden Dame mit bleichen und eingefallenen Wangen glich, Heuer das jugendliche Roth der aufblühenden Jungfrau ziert, und wir haben allen Grund, diese Röthe sür den Ausdruck wiederkchrender Gesundheit und nicht für das Auf-fl.ickeru der Fieberhitze des Hektikers zu halten. Die bleichen eingefallenen Wangen waren eben nur das Zeichen einer seit langem schleichenden Krankheit, die an dem gesunden Marke zehrte, und die wiederkehrende Fülle und Röthe künden an, daß es der Direktion nach längeren, vergeblichen Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. 22 vom 26. Jänner 1878. den maurischen, französischen und englischen Feinden abgenoimneuen Fahnen ausgestellt. Das spanische Königthum zeigte sich in seinem ganzen traditionellen Prunk; überall sah man die Wappen des Hauses Bourbon und Orleans. Auf beiden Seiten des Kirchenschiffes befand sich eine Estrade für das diplomatische Corps, die Generale und sonstigen Würdenträger des Staates. Vor dem Chore waren zwei mit schweren Seidenkissen bedeckte Throne für den König und die königliche Braut aufgestellt. Gegenüber den beiden Thronen hatten der Erzbischof von Toledo, das Capitel der Kathedrale Atocha und die Minister Platz genommen. Um zehneinhalb Uhr vormittags trafen die Herzoginnen von Sesto, Osfuna, Hijar, Alba in der Kathedrale ein; sie trugen den Luisenorden; sodann die Granden von Spanien in gestickten Oberkleidern, Schnallenschuhen und seideuen Strümpfen nnd mit dein Degen an der Seite. Das diplomatische Korps war vollzählig erschienen. Es kamen noch die Herzoge Von Sesto, Medina Celi, Hneskar, Alba, Pastrana nnd Serrano. Um 11 Uhr betritt der Kardinal Benavides, der Patriarch von Indien, der die Traunng vornehmen wird, die Kirche. Er trägt die Mitra und ist von seinem Klerns begleitet. Man hört von anßen Vivat-Ruse: Der König erscheint. Er trägt die Generalsuniform mit der Decoration des goldenen Vließes, er bleibt vor deni Throne neben dem Chore stehen nnd unterhält sich in französischer Sprache mit der Herzogin von Sesto. Beim Eintritte des Königs haben sich alle Anwesenden erhoben. Zehn Minuten später erscheint die königliche Brant, begleitet von den Jnsantinnen; sie trägt ein weißes Atlaskleid, das mit Chantillyspitzen besetzt ist, als Schmnck trägt sie Perlen von ungewöhnlicher Größe; sie wird durch zwei spanische Granden zum Throne geleitet, wobei der eine Grande strauchelt und fällt. Der König grüßt feine Braut uud plaudert lustig mit ihr, Während die Orgel und Posaunen ohne weitere Begleitung den Königsmarsch execntieren. Die Trauuugsceremouie begiuut. Der König uud seine Brant sind in: Chor der Kirche, die Herzogin von Sesto nnd die Prinzessin -von Astnrien befinden sich neben ihnen, umgeben von den Granden Spaniens. Außerhalb des Chores bemerkt man den Schwiegervater des Königs, Herzog von Montpensier, als Generalkapitän, die Kö-nigin-Großmntter Christine, die königlichen Prinzessinnen, endlich drei Wappenherolde, welche das kastilische Wappen tragen. Die Ceremonie ist von knrzer Dauer, es erfolgen die üblichen Fragen, wobei der König von dem anredenden Kardinal stets genannt wird: SLiiiior von ^.lkonso ü« Lor- Experimenten gelungen ist, das richtige Heilmittel zu finden. Wir wollen hoffen, daß das Zusammenfließen entgegengesetzter Vereinsbestrebungen im Schöße des Vereines denselben thatsächlich zu neuer Blüte bringen wird, und daß die Vereine „Leinwand" und „Baröge" die Oberhand behalten werden über die Vereine „Atlas", „Marabout" oder gar über den Verein „Pfauenfeder", denn dann wird die Gemüthlichkeit, der heitere und ungezwungene Ton, der die zwei ersten Kasino-Abende IN so wohl-thuender Weise auszeichnete, sich in Permanenz erklären. Wenn sich wieder neue Vereine bilden werden, so werden wir nicht ermangeln, unsere Leser an dieser Stelle davon zu benachrichtigen, da dieselben aus dem Gesagten sicher entnommen haben, wie sehr wir für die höchste Fructificieruug des Vereinsgeistes schwärmen. Noch lieber aber wäre es uns, wenn wir über das Aufblühen nützlicher, aber darniederliegender Vereine, z. B. Stadtverschönerungsverein, Gartenbauverein u. s. w., berichten könnten. Mit den Vereinen geht es uns Laibachern so, wie der Dichter des „Fechters von Ravenna", Bacherl, einmal von dem deutschen Lesepublikum sagte: „Was sie haben, das wollen sie nicht, was sie wollen, das haben sie nicht." bon ^ Lorbon rs^ eatolieo äs Lspanna nnd die Braut wird apostrophiert: Donna Nruia Ü6 Orleans Lorbon. Nach Uebergabe der Ringe wird das Tedeum augestimmt uud die Ceremouie ist zu Ende. Der König und seine Gemaliu besteigen iin Hofe der Atocha (Name der Kathedrale, in welcher die Vermälung stattgehabt) einen neuen glänzenden Staatswagen, der von großen Kronen überragt ist und von acht andalufifchen weißen Rennern gezogen wird, die mit Federbüschen geschmückt sind. Auf dem Wege von der Atocha zu Puerta del Sol sind Kavallerie, Gendarmen, Uhlanen in preußischen Mütze», Jäger uud Hußaren in gelb verschnürten Dolmans ausgestellt. In sechzehn Wagen, jeder mit sechs Pferden bespannt, folgen die Würdenträger des Staates; es folgt noch eine Unzahl von Karossen mit dem Hofe, der militärischen Suite und den Mitgliedern des Kongresses. Dreißigtansend Mann Truppen sind zur Dienstleistung ausgerückt. Auf der Puerta del Sol wird der König von einer unermeßliche» Menge mit unbeschreiblichem Enthusiasmus empfangen. Vor dem Palais nimmt hierauf der König die Parade über die ausgerückten Truppe» ab. Aus den letzten Tagen vor der Hochzeit wird einiges gemeldet, was der Wiedergabe Werth erscheint. Die Infantin Mercedes befand sich bekanntermaßen in Aranjnez nnd mußte daher, um in die Atocha-kirche zu gelangen, eine zweistündige Eisenbahnfahrt znrücklegen. Dieser Umstand hat die Hofschneiderin in Verzweiflung gebracht, und sie hat der P rinzessin strenge aufgetragen, ja die Coupethüre nicht zu öffnen, weil die Hochzeitstoilette hiedurch Schaden nehmen könnte. Der König soll in seine Braut sterblich verliebt sein. Diesertage habe er zu einem Deputierten, mit dem er eben ein politisches Gespräch führte, Plötzlich gesagt: „Sie dürfen mir nicht zürnen, wenn ich Sie nicht gut verstehe. Ich vertraue Ihnen an, daß ich außerordentlich verliebt bin, und ein verliebter Mann, das wissen Sie, ist ein verlorner Mann." Die spanische Telegrafendirection hatte die Idee, zwischen Aranjnez und Madrid eine telephonische Verbindung herzustellen, so daß der König jeden Augenblick in der Lage ist, sich mit seiner Braut zu unterhalten. Am Tage nach der Hochzeit wird ein Tedeum abgehalten. Außerdeni findet eine Luftballonfahrt der Gebrüder Godard und eine Gratisvorstellung im königlichen Theater statt. Während des ganzen auf die Vermälung folgenden Tages bleibt das jugendliche Königspaar für Volk und Hof unsichtbar. Am 25. d. M. finden Stierkämpfe statt, an denen sich die berühmtesten Toreadors: Frasenello, Lagartijo u. a., betheiligen werden. Am Abende dieses Tages Gallavorstellung im Opernhause. An: daraus folgenden Tage abermals Stierkämpfe, diesmal von Edelleuten und Offizieren arrangiert. Die Spanier sehen diesen Kämpfen mit gespannter Erwartung entgegen. Die Stiere für dieselben werden seit drei Monaten eigens dressiert, und Eingeweihte behaupten, daß sie sehr wild seien. Die kämpfenden Edelleute werden werthvolle Pferde reiten; die edlen Thiere sind im vorhinein geopfert. Derjenige Kavalier, der sein Pferd aus dem Kampfe rettet, erhält dasselbe zum Geschenk. Noch stehen auf dem Festprogramme: Feuerwerk, Militärrevue, Pferderennen, Fackelzug und Serenade. Nebenbei ist die Madrider Bevölkerung auch in Gefahr, taub zu werden, denn während fämmtlicher Festtage werden fast ununterbrochen Kanonensalven abgefeuert werden. — Königin Christine und König Franz d'Assisi sind am 21. d. in Madrid angekommen. Der König und die Jnsanten, in Begleitung der Zivil- und Militärbehörden, erwarteten am Bahnhofe ihren Vater und ihre Großmutter. Der König Franz d'Assisi hat der künftigen Königiu ein Prachtvolles Diamantendiadem zum Geschenke gemacht. Seinem Sohne schenkte er ein interessantes Familienstück, den Spazierstock Ferdinands IV. — Die Krankheit des Ministers Lasser hat eine ernste Wendung genommen. Die bei dem Patienten eingetretene bedeutende Schwäche gibt hauptsächlich zu Besorgnissen Anlaß. Se. Majestät der Kaiser, sämmtlühe Minister bis auf den gleichfalls erkrankten Unterrichtsminister Dr. Stremayr, der Präsident des Abgeordnetenhauses, Bürgermeister Felder und verschiedene andere hervorragende Persönlichkeiten haben Erkundigungen über das Befinden des Kranken eingezogen. — Von den Fuchsjagden. Aus London wird geschrieben: Unfälle auf der Fuchsjagd waren mit Beginn des Jahres sehr zahlreich. Der Tag des 5. Jänner war daran besonders reich. Die Pytchely-Meute, eine der berühmtesten in England, hatte ihr Meet in Harrington. Da die Kaiserin von Oesterreich wie immer sehr pünktlich auf dem Platze war, begann die Jagd, bevor sich viele Teilnehmer eingefunden hatten. Im nahe gelegenen Walde wurde bald ein Fuchs aufgejagt; nur die Hälfte der Jäger kam jedoch ohne Unfall aus dem dichten Gestrüpp, die andere Hälfte folgte, bis die Hunde den Fuchs über einen Bach gegen ein anderes Wäldchen jagten. Hier begannen die Unfälle. Biele fielen beim Ueberfetzen des Baches ins Wasser. Zwei Damen und Major Orred konnten sich nur mit Mühe aus einem tiefen Loch im Flußbette, iu welches sie gerathen waren, herausarbeiten. Die übrigen ritten aus die Brücke los. Kurz vor derselben stürzte das Pferd der Frau Olivier, die man schwer verletzt und bewußtlos eben in den herbeikommenden Wagen des Obersten Arthin heben wollte, als man bemerkte, daß sich in demselben bereits Graf Clam-Gallas befand, der ebenfalls gestürzt war und sich nicht unerheblich verletzt hatte. (Nach anderen Berichten soll der Graf auch eine bedenkliche innere Verletzung erlitten haben.) Nicht weit davon lag Kapitän Reynolds ebenfalls stark verletzt. Lord Suffolk wurde durch einen Baumast vom Pferde geschleudert und am Kopfe verletzt. Ani 7. d. wurde Oberst Kiugscote M. P., als er mit der Meute des Herzogs von Beaufort jagte, hart mitgenommen ; er stürzte so, daß sein Pferd auf ihn zu liegen kain, wodurch der Oberst eine Quetschung des Rückgrates erlitt. Bei derselben Jagd stürzte Herr Pierrepoint dadurch, daß sein Pferd sich mit den Füßen in einer Drahteinzäunung verwickelte; der Fall war so hestig, daß Herr Pierrepoint durch innere Verletzungen beinahe am ganzen Körper gelähmt ist und nach den letzten Berichten noch in Lebensgefahr schwebt. Nach all' diesen Schilderungen scheint das Vergnügen, ein armes Thier von hundert Personen zu Tode Hetzen zu lassen, diesmal kein sehr großes gewesen zu sein. Lokal- und Provinzial-Arigrlegenheit en Aus der GemeivderathSfitzung. Laibach, 25. Jänner. Anwesend: Bürgermeister Lasch an als Vorsitzender, 18 Gemeinderäthe und der Kanzleileiter als Protokollführer. Der Vorsitzende ladet die GRR. Laßnik und Dr. Keesbacher zur Verificieruug deS heutigen Sitzungsprotokolles ein. Der Vorsitzende theilt dem Gemeinderäthe das Abschiedsschreiben des zum Finanz-Landesdirektor in Tirol ernannten Hofrathes Herrn v. Possanner, früheren Finanzdirektors in Laibach, mit. Es wird zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. Als Referent der Bausection fungiert GR. Ziegler. 1.) Der Gemeinderath bewilligt die Auszahlung eines Betrages von 637 fl. 47 kr. an den Bauunternehmer Jakob Supaucic für Herstellung des Hauptkanales in der Krakauergasse. 2.) Der Gemeinderath genehmigt die Aus-zahlnng des Gesammtkostenbetrages per 2946 fl. 94 kr. für Herstellung des Brückenbaues an der Gradaschzamündung. 3.) Der Gemeinderath genehmigt die noth-wendig gewordenen Mehrarbeiten bei dem Neubau der Kleingrabenbrücke und gibt die Anweisung zur Auszahlung des Gesammtkostenbetrages per 1918 fl. 1V kr. 4.) Der krainischen Ballgesellschaft wird für die Herstellung des Hauptkanales in der Petersstraße und Pfalzgasse der Gesammtkostenbetrag von 8647 fl. 32 kr. aus der Stadtkasse mit dem Beifügen (Zusatzantrag des GR. Dr. Ritter v. Kaltenegger) angewiesen, daß der Magistrat von der genannten Baugesellschaft die Erklärung einzuholen habe: daß sie sich mit der angesuchten nnd ihr bewilligten Aufzahlung von 90 fl. 50 kr. zufriedenstelle und weitere Ansprüche diesfalls nicht mehr zu machen habe. 5.) Der Gemeinderath genehmigt das mit dem Bauunternehmer Karl Taucer abgeschlossene Lici-tationsergebnis, betreffend die Lieferung von Bau-und Schnitthölzern, zur Deckung des Gemeinde-Erfordernisses im Jahre 1878. Hierauf gelangen die Berichte der Finanzfection zur Berathung. 1.) Referent GR. Leskovic stellt den Antrag: die auf dem Schloßberge gelegene, 3 Joch 1456 Quadratklafter umfassende städtische Weideparzelle sei in zwei Theilen auf die Dauer von drei Jahren im Versteigerungswege unter der Bedingung zu verpachten, daß die Huthweide in ertragfähiges Wies-land umzugestalten ist; der Magistrat werde mit der Ausführung dieses Beschlusses beauftragt. lieber diesen Antrag entspinnt sich eine längere Debatte. GR. Regali stellt den Antrag: diese Weideparzelle sei zu veräußern und der Käufer zu verpflichten, diese Parzelle zu kultivieren. GR. Horak beantragt: auf dieser Parzelle sei ein Park anzulegen und zu diesem Zwecke der Magistrat zu beauftragen, unter Beiziehung des städtischen Bauamtes, forsttechnischer Organe und des Tivoligärtners einen Plan ansertigen zu lassen und letzteren dem Gemeinderathe zur Genehmigung vorzulegen. Der Antragsteller bemerkt, daß eine zu diesem Zwecke eingeleitete Subscription freiwilliger Beiträge in hiesigen Bevölkerungskreisen guten Erfolg aufzuweisen hätte. GR. Potoknik stimmt dem Antrage Horak mit dem Zusatzantrage bei: daß das Tivolicomite diese Angelegenheit in Erwägung zu ziehen hätte. GR. Regali zieht seinen oben eitierten Antrag zurück, schließt sich dem Antrage Horak mit dem Zusatzantrage an: daß zur Herstellung des projektierten Parkes durch eine Reihe von fünf Jahren ein Betrag von jährlich 200 fl. aus der Stadtkasse bewilligt werde. GR. Laßnik tritt dem Antrage, betreffend die Anlage eines Parkes, entgegen und bemerkt: daß dieser Weideplatz eine lohnende, günstige Aussicht nicht bietet, durch Anpflanzung von Bäumen jedwede Aussicht versperrt wäre, die Anlegung eines Waldes bedeutende Auslagen verursachen und eiue Aufsicht erfordern würde, die Anlegung eines Parkes in der Nähe der Männerstrafanstalt nicht angezeigt erscheine und es am zweckmäßigsten wäre, diese Weive-parzelle (zur Wiesenkultur) zu verpachten. GR. Ziegler beantragt: es sei der Magistrat anzuweisen, sich inbetreff der projektierten Parkanlage mit der Strasanstaltsdirection am Schloßberge ins Einvernehmen zu setzen. GR. Dr. R. v. Kaltenegger bemerkt: der Magistrat möge auch die Kultivierung des dem Finanzärar eigenthümlich ungehörigen nachbarlichen Terrains und den Schutz desselben ins Auge fassen. Die Debatte wird geschlossen und der Antrag Horaks mit Majorität angenommen. 2.) Der Genieinderath nimmt den Bericht, betreffend die im zweiten Semester v. I. an die städtische Wachmannschaft ausbezahlten Taglien, zur Kenntnis (Referent GR. Leskovie). 3.) Referent GR. Dr. Pfefferer berichtet: daß in den Büchern der Stadtkasse schon seit dem Jahre 1848 ein Laudemialrückstand von 31 fl. 92 kr. und ein Taxrückstand von 45 fl. 1 kr. fortgeführt wird. In der Erwägung, als ein namentliches Rückstandsverzeichnis nicht vorliegt, hierüber weder die Acten des Magistrates noch die Kassebücher nähere Aufschlüsse geben und im Zivilrechtswege wegen eiugetretener Verjährungsfrist ein günstiges Resultat nicht zu erwarten wäre, sei die Abschreibung dieser uneinbringlichen Aetivrückstände zu bewilligen Dieser Antrag wird zum Beschlüsse erhoben. 3.) Ueber Antrag der Finanzsection (Referent GR. Dr. Pfefferer) wird dem Ersteher von den städtischen „Burgerska dela" zur Bezahlung des restlichen Kaufschillings per 400 fl. eine bis Ende Dezember 1878 ausgedehnte Frist gegen dem bewilligt, daß dieser Betrag bis zum Zahluugstage mit 6 Perzent zu verzinsen ist. Nachdem die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung erschöpft, beantwortet der Vorsitzende die in der letzten Sitznng vom GR. Potocuik mündlich eingebrachte Interpellation inbetreff des Ausbrennes der Rauchfänge: Es besteht auch in Laibach die Uebung, daß sogenannte russische, nicht schliefbare Ranchfänge ausgebrannt werden; dieses Ausbrennen soll vor der Vornahme beim städtischen Polizei-Amte und bei dem Feuerwächter gemeldet werden. Der Bürgermeister wird jedoch mittelst Circulares anordnen, daß von Fall zn Fall das Ansuchen wegen Zulässigkeit des Ausbrennens eines Rauchfanges beim Magistrate zu überreichen ist. Die Ueber-wachuug der Rauchfangkehrer-Gesellen und Lehr-jungen obliegt dem Meister, jene des letzteren in erster Linie den Hauseigenthümern durch ernste Kontrolle des Kehrungsbüchels. Der Bürgermeister wird Sorge tragen, daß die Rauchfangkehrer das Merkbuch vorschriftsmäßig führen. Die vielen feuergefährlichen Ranchfänge siud die Folgen der Sünden der Vorzeit, an den vielen Ranchfangfeuern trägt der feuergefährliche Bau der Schornsteine, die schlechte Construction derselben die größte Schuld. Uebri-geus liegen dem hiesigen Strafgerichte mehrere diesbezügliche Anzeigen zur Amtshandlung vor. Schluß der öffentlichen Sitznng 6 Uhr 45 Min, abends. Hierauf sollte die geheime Sitzung beginnen, in welcher über Gesuche um Remunerationen, Aushilfen und Vorschüsse berathen nnd Beschluß gefaßt werden sollte; jedoch sieben der nationalen Partei angehörige Gemeinderäthe verließen den Sitzungssaal und führten hiedurch die Beschluß-nnsähigkeit des Gemeinderathskörpers herbei. — (Personalnachrichten.) Fürstbischof Dr. Pogacar wurde vorgestern in der Wiener Hofburg in kaiserlicher Audienz empfangen. — Der Zivilgeometer Theodor Sittig in Radmannsdorf, autorisiert für den Baubezirk Krainburg-Radmanns-dorf, hat am 17. d. M. den vorgeschriebenen Eid abgelegt. — (Landschaftliches Theater.) Montag den 28. d. gelangt zum Vortheile eines der hervorragendsten Mitglieder unserer Bühne — der Frau Dnpre-Hasselwander — Dr. Laube's auf allen großen deutschen Bühnen mit großem Erfolge begrüßtes Schauspiel „Böse Zungen" zur Aufführung. Die Benefiziantin spielt ihre Glanzrolle, die „Karoline von Straß," womit sie in Graz und ans anderen Bühnen lauten Beifall errang. Unser Publikum hat die Verdienste dieser jeder Bühne zur Zierde gereichenden Schauspielerin jederzeit gewürdigt, Frau Dlipre-Hasselwander excellierte als „Arria," „Die Fremde," als Herzogin im „Glas Wasser," als „Gräfin Hartmuth," ist in Schau- und Lustspiel eine mit den besten Resultaten verwendbare Kraft und verdient in der Erwägung, als Anstandsdamen höheren Ranges, wie Frau Dupre, auf unserer Bühne nicht zu den alltäglichen Erscheinungen zu zählen sind, ein gut besuchtes Haus. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Der Spar- und Vorschußverein in Schönstein besitzt, obgleich derselbe erst drei Jahre besteht, einen Re- servefond von 10,100 fl.; Einlagen bis zu 2000 fl. werde» mit sechs, über 2000 fl. mit acht Perzent verzinst. — Der historische Verein für Steiermark zählt 355 Mitglieder und 53 Ortschrouisteu. Die Vereinsgeldgebarung im Jahre 1877 umfaßte 3073 Gulden Einnahmen und 2021 fl. Ausgaben. — Im Sölkergraben sind in den Tagen vom 15. bis 1 7. d. M. sieben Lawinen herabgestürzt; einige Personen wurden nur leicht beschädigt, drei von dem zusammenfallenden Gebälke erdrückt; auch im Pro-misqnegraben bei Reichenau am Fuße des Schnee-berges rollte eine Lawine ab, zertrümmerte eine Hütte und begrub das Weib eines Holzknechtes. — Das Spar- und Vorschnßconsortinm des ersten allgemeinen österr.-nng. Beamtenvexeines in Graz hat im Verlause des Jahres 1877 an seine Consorten (Beamte, Advokaten, Notare, Lehrer, Offiziere n. a.) die bedeutende Summe von 80,146 fl. an Darlehen (Vorschüssen) ausbezahlt. — Die Gurker Diözese zählt 256 besetzte und 12 unbesetzte Pfarren, 54 besetzte und 32 unbesetzte Kuratien (Expositureu), 59 besetzte und 94 unbesetzte Kuratcauonicate und Kaplaneien, 10 besetzte und 11 unbesetzte Beueficien, zusammen 358 Priester des Säcular- und 17 des Regnlarklerus, außerdem 17 Säcular- nnd 54 Regular-priester iu anderen Functionen, 28 Deficienten und Pensionisten, zusammen 474 Priester nnd 990 Kirchen und Kapellen. In den Frauenklöstern dieser Diözese befinden sich 116 Individuen (Ursulinerinnen, Elisabethinerinnen, Dominikanerinnen, Schnlschwe-stern, barmherzige Schwestern). Das Priesterseminar zählt 13 Alumnen. — In der Knlm nächst Ramsan in Steiermark liegt der Schnee fünf Nieter hoch. — (Unterrichtswesen.) An den beiden technischen Hochschulen in Graz beschäftigten sich competente Kreise mit der Regelung des Prüfuugs-nnd Zengniswesens, namentlich mit der Einführung der Staatsprüfungen. In Wien tritt am 30. d. zn diefeni Zwecke eiue vom Unterrichtsminister eiu-bernsene Enquete-Kommission zusammen. Witterung. Laibach, 26. Jänner. Vormittags trübe, nachmittags etwas gelichtet, schwacher W. Temperatur: morgens 7 Uhr — 14", nachmittags 2 Uhr -i- 18° 6. (1877 - 0 8°; 1876 — 6 2° 6.» Barometer im Steigen, 722 08 mm. Das gestrige Tagesmittel der Temperatur i 0 7°, um 2 5" über dem Normale; der gestrige Mederschlag 10 90 mm. Regen und Schnee. Angekommene Fremde am 25. Jänner. Hotel Stadt Wien. Hostnig, Klein und Wunsch, KM., Wien. — Haustein, Annaberg. — Köpler, Beamter, Tri-sail. — Dcmler, Kfm., München. Hotel Elefant. Löwh, Budapest. — Kroschl, Kfm., und Goldberger, Großhändler, Wien. — Kauschek, Stein. Sternwarte. MarinA und Medved, Privatiere, Sittich. Theater. Heute bei aufgehobenem Abonnement (gerader Tag): Zum erstcumale: Die Danischefss. Schauspiel in 4 Acten von Peter Newsky. Telegramme. Wien, 25. Jänner. „Times" melden den Rücktritt Carnarvons und Derby's. London, 25. Jänner. Nach einem Kon-stantinopler Telegramm des „Daily Telegraph" erhielten die türkischen Unterhändler Befehl, die Präliminarien zu unterzeichnen. Konstantinopel, 25. Jänner. Die „Korr. Havas" meldet: Die Pforte nahm die Bedingungen Rußlands an. Die Friedenspräliminarien sollen morgen in Adrianopel unterzeichnet werden, wohin Bevollmächtigte abreisten. Telegrafischer Ünrsbericht am 26. Jänner. Papier-Rente 63 85. — Silber-Rente 67 25. — Gold-Rente 74 95. — 1860er Staats-Anlehen 115'—. — Bank-actien 816. — Kreditactien 229— London 118 30. — Silber 103 20. — K. k Münzdukaten 5 58. — 20-Francs-Stücke 9 45. — 100 Reichsmark 5845. Eingescndet. Bei der gestrigen „geheimen" Gemeinderathssitzung ergriffen sieben nationale Stadtväter die Fahnenflucht. Wir überlassen die Beantwortung der Frage: ob dieser Vorgang der richtige und eines Mannes würdiger war, der gesammten Wählerschaft Laibachs. Nach unserer Ansicht hätte dieses „Siebengestirn" auch in der geheimen Sitzung gegenwärtig bleiben sollen, denn jedem Gemeinderaths-mitgliede steht es ja frei, seinen Willen offen zum Ausdruck zu bringen und bei Erledigung der einzelnen Tagesordnungspunkte für oder gegen die Sectionsanträge zu stimmen. Ein Steuerzahler im Namen mehrerer. P. T. Wähler für die Handelsund Gewerbekammer vereiniget Euere Stimmen auf nachstehende Kandidaten: Für l!ie Kanäekssection: Franz Dolenz, Kaufmann in Krainbnrg. Josef Kordin, Kaufmann in Laibach. Peter Laßnik, Kaufmann in Laibach. Andreas Schreyer, Kaufmann in Laibach. Josef Zenari, Direktor der krainifchen Escompte-Gesellschaft. Für äie Gewerbejection: Franz Doberlet, Tapezierer und Möbelhändler in Laibach. Wilhelm Rndholzer, Uhrmacher in Laibach. Peter Thomann, Steinmetz in Laibach. Vom Cetttralwahlcomits für die Handelskammer. Marktbericht von L. Jacobius L Söhne, Berlin-Hamburg. Hamburg, 19. Jänner 1878. Getreide: Im Getreide-Effektivgeschiift blieb gute Nachfrage für seinen polnischen und russischen Weizen, der größtentheils für England verwendet worden ist. Auch in feinster Gerste zeigt sich für den Versandt nach England ziemlich Begehr, in geringer Qualität war dagegen das Geschäft sehr schwach. Roggen blieb flau und stark offeriert. Hafer, für gute neue Ware ziemlicher Absatz, für geringe Sorten schleppendes Geschäft. Einfuhr: Weizen 19922 S.; Roggen 3722 S. 200 Ztr.; Gerste 15426 S.; Hafer 8767 S.: Erbsen 425 S.; Bohnen 805 S.; Mais 2348 S.: Malz 227 S.-, Buchweizen (Heiden) 100 S. Weizen: österreichischer, russischer und rumänischer Mrk. 205 bis 245, weißer Saale und polnischer Mrk. 230 bis 260. Roggen: Rigaer und Petersburger Mrk. 146 bis 156, Galatz, Odessa, Nikolajeff Mrk. 150 bis 156, amerikanischer Mrk. 152 bis 165. Gerste: Oberländer, rumänische nnd galizische Mrk. 140 bis 175, schlesische, böbmische und mährische Mrk ISO bis 205, seine Mrk. 21» bis 230, ungarische Mrk. 183 bis ISO, seine Mrk. 195 bis 215. Hafer: russischer Mrk. 140 bis 160, böhmischer Mrk. 170 bis 186. Bohnen: kleine weihe Mrk. 1150 bis 12 50, grö Here bis Mrk. 15, Pferdebohnen Mrk. 8 50 bis Mrk. !> pr. 50 Kilo. Mais: amerikanischer Mrk. 148 bis 150, rumänischer Mrk. 158. Erbsen: Futtcrerbsen Mrk. 170 bis 18Kocherbsen Mrk. 2l0 bis 230. Kleesaat : weis;, alt Mrk. 50 bis 70, neu Mrk 70 bis 80; roth, alt Mrk. 25 bis 4>>, neu Mrk. 45 bis 58 Alsike: Mrk. 60 bis 1»0 per 50 'Ulo. Mutterkorn: Mrk. 80 bis 90 pr 50 Kilo. Kanthariden: Mrk. 475 bis 5'M pr. 50 Kilo. Verstorbene. Den 24. Jänner. Josef Trost, Inwohner, 82 I., Zivilspital, chronischer Darmkatarrh. — Maria Meni, Arbeiterin, 48 I., Zivilspital, Lungenentzündung. Den 2 5. Iänner. Ludwig Koller, Privateuskind, 5 I. 16 Tage, Burgstallgasse Nr. 11, acute Gehirnhöhlen-Wassersucht. Z>amit jeder Kranke» bevor er eine jlur unternimmt, oder die Hoffnung auf Genesung schwinden läßt, sich ohne «osten von den durch vr. Sliry'« Heilmethode erzieiten überraschenden HeUniM» überzeugen kann, sendet Richters Berlags-Slnstalt in Leipzig aus Franeo-Berlangen gern Jedem einen „Attest.AuSzug" (Igo. Aufl.) gratis und franco. — Versäume Niemand, sich diesen mit vielen Krankenberichten versehenen „Auszug" kommen zu lassen. — Bon dem illuftrirten Originalwerke: I)r. Airtsi Naturheilmethode erschien die 100. Aufl., Jubel-Ru-gabe, Preis es kr. i. W., zu beziehen durch alle Buchhandlungen. Rheiimatismus-Aether zur Lchcdnng von Zchmnrcn aller Art, ob acat »!>cr chronisch. Dieser Aether ist das beste, reellste und sicherste bis nun bekannte Mittel gegen Rheumatismus tGliederreißen, Hexenschuß), Gicht, jede Art Lähmung in den Händen und Füßen, Seitenstechen rc. Sehr häufig behebt er genannte Leiden schon nach einmaligem Gebrauch vollkommen. — Preis eines großen Flacons sammt Anweisung I fl, eines kleinen Flacons sammt Anweisung 40 kr. Die geringste Postsendung ist entweder ein großes oder zwei kleine Flacons. Bei Postsendungen entfallen für Emballage und Stempel noch 20 kr. Depots für Kram: Laibach: Victor von Irnkoerz, Apotheker „zum goldenen Einhorn", Rathausplatz Nr. 4: Rudolsswerth: vom. kir-roll, Apotheker. (27) 10 2 Mische Merlk. Der ergebenst gefertigte Kunst- und Handelsgärtner offeriert seinen großen Vorrath von Camellien, Veilchen und sonst verschiedenen frischen Blumen; empfiehlt sich zur Anfertigung von Bouquets für Hochzeiten, Namensseste und Bälle, ebenso auch von Todtenkriinzen zu sehr billigen Preisen, alles elegant und schnell hergestellt. Fernersteht er auch mit vielen der elegantesten in- und ausländischen Dekorationspflanzen zu Diensten, als zum Deeorieren bei Bällen, Leichenausbahrungen und auch bei sonstigen Feierlichkeiten, alles zu sehr herabgesetzten Preisen. Auswärtige Aufträge werden gegen Nachnahme versendet. Einen zahlreichen Zuspruch erbittet hochachtungsvoll (25) 2-2 /U0>8 i(0k-8lKL, Kunst- und Handelsgärtner, Polanastraße Nr. 12. W. 1. M'8 .MMMkW" KvKvo all« katarrtiv 8vtileimkäutv kür Linker uvil lvured L. d. Ir. k. Patent vom 23. Uär? 1861 gexso kalsclrunß gMiedsrt.) Dieser aut visseosebastlicber Lrunälaxe »N8 äen beHsLwsten Kräutern unä Wurzeln bereitete Ikee virkt ausZereiebnet bei allen kLtLrrbkIiseben Lrkrünilnvxell der LcbleirnkLute, äes Lebllcopses, der l^uttröbre, der Lroncbien, äer äes Uagens unä äer Keäärme, leistet xanr Vorrüx-lickes beim Llassn-, KebLrmutter- und öcdsiäen-katarrd, unä virlct Lueti xelinäe ernädrevä unä blntreinixenä — Lin kacket s. Ledrauodsanvsisuox ru 80 Icr. unä 40 kr 2u baben in I>aibacb in äer ^xotdelcs äss Herrn k. kirsotillr, in 6rar in äer „Uübreo-^potdelce" äes llrn Llurplatr, unä in äer äpotbelre äss llrn 1. Livkler, I-eonb»rä»tr»s»e — k'erner inNarbnrß io äer ^potbeks äes llrn V. König, in Raäkersburß in äer ^xotbeLe äes Uro 6. ^närieu, in l-eoden in äer ^potdelie äes llrn liarl fillpsli unä in Llaxen kurt in äer Lpotbeke äss Uro. kirndaoksr. <6ü0> 6 6 Gedenktafel über die am 2 9. Jänner 1 878 stattfindenden Licitationen. I.Feilb., Fik'sche Real., Ehrengruben, BG. Lack. -Reass. 1. Feilb., Jankovik'sche Real., Hrastovca, BG.Nassen-suß. — 1. Feilb., Perne'sche Fahrnisse, Laibach, LG. Laibach. - 1. Feilb., Lercher'sche Fahrnisse, Laibach, LG. Laibach. — 1. Feilb., Zorz'sche Real., Slap, BG. Wippach. — 1. Feilb., Kodela'sche Real., Lengenseld, GB. Wippach. - I.Feilb., Bizjak'sche Real., Goke, BG. Wippach. — I.Feilb., Lokar'scheReal., Sturje, BG. Wippach. Am 30. Jänner. I. Feilb , Bernik'sche Real., Altlack. BG. Lack. — 3te Feilk., Schwaiger'sche Real., Wuschinsdors, BG Möttling. 1 Feilb., Furlan'sche Real, Maute, BG. Wippach — 1. Feilb., Krasovc'sche Real, Kleinlesze, BG. Mött-ling. — I.Feilb, Kosjek'sche Real, Klanz, BG. Krain-burg. 3. Feilb., Bnkar'sche Real.. St. Ruprecht, BG. Nassmsnß. I. Feilb., Stnb-ler'sche Real., Wuschinsdors, BG. Möttling. - 1. Feilb., Strumbelj'sche Real., Ünter-golo, BG. Laibach. ^ .Feilb., Jamschek'sche Real., Goke, BG. Wippach. 1- Feilb, Ljukn'sche Real., Unterschiei-niz, '^G. Laibach. - 1. Feilb., Smnkavc'sche Real., Feistriz, BG. Ravmannsdors. Hunderttausende von Menschen verdanken ihr schönes Haar dem einzig und allein existierenden sichersten und besten VE" W gibt nichts besseres -WU zur Erhaltung und Beförderung des Wachsthnms al« die in allen Welttheilen so bekannt und bcrübmt gewordene, Po» medlz. Autoritäten geprüfte, mit den glän-zendste» und wundcrwirkendsien Er-folgen gekrönte, von Sr. k. k. apost. Majcstiit dem K-ikcr Fra»z Joses l. von Oesterreich, König von Ungarn der kotzshaare > nd Böhmen rc. rc., Mil einem k. k. ansschl. Privileginm für den ganze» Umfang der k. k. öfterr. Staate« und ->cr gesammten ungarische« kkron-iänder mit Patent vom 18 November Zahl issiu-i«»», anrgezeichuete NMa-Kräilsel-Pomade, wo bei regelmäßigem Gebrauche selbst die kahlsten Stellen des Hauptes vollhaarig werden; graue und rothe Haare bekommen eine dunkle Farbe; sie stärkt den Haarboden aus eine wunderbare Weife, beseitigt fede Art von Svdllppsnduavve binnen wenigen Tagen »ollftändig, verhütet da« Aussalle« der Haare »> kürzester Zelt gänzlich und für immer, gibt dem Haare einen natürliche« Glanz, diele« wird und bewahrt es vor dem Ergrauen bi» in da« höchste Alter. OM" Durch ihren höchst angenehmen Geruch und die prachtvolle Ausstattung bildet fie überdie« eine Zierde für den feinsten Loilettetisch. Pr e, « eine« Tiegel« sammt Gebrauchsanweisung IN sieben Sprachen 1 st. bv kr. Mit Postversendung I kl 60 kr. Wiederverkäuser erhalten ansehnliche Perzente. Fabrik und Hanpl Leniral BersenvungSvepor ea gro» L en litzt»» bei (5.W, 2,)_g Pa>fumeur und Inhaber mehrerer k. k. Privilegieii in Wien, Iosefstadl, Piaristengaffe Nr. It, im eigene» Hause, nächst der Lerchenselderftrabe, wohin alle schriitlichen Austräge zu richten sind und wo Austräac au« den Provinzen aeaen Bareinzahlui,» de« Geldbeträge« oder Postnachnahme schnellstens efsectuiert wmden. i » Ha»t>ld,.'P>>t fiir Vaibach einzig und allein bei dem Herrn VIPaisu-neriewaienbandlnng in Laibach. ^ wie bei ledeiii voriüglichen Habrikale, so' werden auch bei diesem schon Nachahmungen »ad Fälschung? vernicht, und wird daber ersucht, sich heim Ankauf nur an die oben bezeichnte Niederlage j» wenden d die echte Üirseda-Krausel-Pomade von Earl Polt in Wie» au«drü aoZevommen unä äie bereit» ersedienenen Nummern nLedZeliekert. ViertelMbrlicksr ^dollnementspreis l Ll»rk 25 kk. oäer 75 Kr. ü. >V., mit k>kweo-ko8tvers6näuiik 1 g. 5 Kr. Das 120 Seiten starke Bnch: nnd Nhenmatismus, eine leicht verständliche, vielfach bewährte Anleitung zur Selbstbehandlung dieser schmerzhaften Leiden, wird gegen Einsendung von 20 kr. ö. W. in Briefmarken franco versandt von Richters Berlagsanftalt in Leipzig. — Die beigedruckten Atteste beweisen die außerordentlichen Heilerfolge der darin empfohlenen Kur. (7) 10-3 Kasmo-Verein. Statt des ursprünglich für Samstag den 2. Februar bestimmt gewesenen Balles, welcher eingctretener Hindernisse halber nicht abgehalten werden kann, wird Sonntag den 3. Februar ein OejeüMasts-Äöenä veranstaltet, wovon die P. T. Mitglieder hiermit verständigt werden. l3i) Die Direetion. 04 MW M M ertheilt gründlichen Unterricht Frau N. L8I>m, Florianigasse Nr. 1, Schmalz'sches Haus. Zur gefälligen Leachtung! Die Besitzer der I. Bittner'schen Apotheke in Gloggnitz bestreben sich, in ihren auf Täuschung des P. T. Publikums berechneten Annoncen glauben zu machen, daß das von Ihnen unter der Bezeichnung „Julius Bittners Schneebergs Kräuter-Allop" in den Verkehr gebrachte Fabrikat der echte nnd seit zwei Decennien erprobte SchneebergS Kränter-Allop sei. Es kann mir nun nicht gleichgiltig sein, daß die außerordentlichen Erfolge, welche ich mit dem von mir erzeugten Schneebergs Kränter-Allop in Brnst und Lungenkrankheiten bisher errungen, in einer ebenso seltsamen wie anmaßenden Weise ansgebentet werden, und wird es mir nachgerade zur Pflicht, unter Berufung aus die Kundgebung der Gemeindevertretung Gloggnitz äe 27. Jänner 1876 nachdrücklichst darauf hinzuweifcn, daß ich seit dem Jahre 1855 der alleinige Erzeuger des echten Schneebergs Kräuter-Allop bin, daß sich dieser Artikel, um das P. T. Publikum vor Irreführung zu schützen, seit dem 1. Jänner 1876 nur unter (592) 6-3 Wilhelms Schneebergs Kräuter-Ullop im Verkehr befindet, sowie daß derselbe ««I»t nur von mir oder von meinen in den gelesensten Journalen angeführten Depositeuren bezogen werden kann. Weiters erlaube ich mir das P. T. Publikum dringend aufmerksam zu machen, bei Bedarf Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop zu verlangen. Eine Originalflasche fl. I 25 österr. Währ., zu beziehen beim alleinigen Erzenger fi-anr IVilkiölm, Apotheker in tlcuakirchcn, tlicdcr-Dkstcrrcich, und bei nachstehenden Firmen: I» L»1I»»eI»r Lsssulk; Adelsberg: I. A. Kupferschmidt, Apotheker; A g r a m: Sig. Mittlbach, Apotheker; Bozen: F. Waldmüller, Apotheker: B orao: Jos. Bettanini, Apotheker: Bruneck: I. G. Mahl; Brixen: Leonhard Staub, Apotheker; Cilli: Baumbach'sche Apotheke und F. Rauscher; Essegg: I. C. v. Dienes, Apotheker; Frohnleiten: Vin-eenz Blumauer; Friesach: Ant. Aichinger, Apotheker; Feldbach: Jos. König, Apotheker; Gospic: Valentin Vonk, Apotheker; Glina: Ant. Haulik, Apotheker; Görz: A. Franzoni, Apotheker; Graz: Wend. Trnkoczy, Apotheker: Hall, Tirol: Leop. v. Aichinger, Apotheker; Innsbruck: Franz Winkler, Apotheker; Jnnichen: I. Stapf, Apotheker; Jvanic: Ed. Polovic, Apotheker; Jaska: Alex. HerjiL, Apotheker; Klagenfurt: Karl Clementschitsch; Karlstadt: A. E. Katkie, Apotheker; Kopreinitz: Max Werli, Apotheker; Krainburg: Karl Schannig, Apotheker; Kuittelseld: Wilh. Vischner; Kindberg: I. S. Karinöik; Lienz: Franz v. Erlach, Apotheker; Marburg: Alois Quaudest; Meran: Wilhelm v. Pern-werth, Apotheker; Mals: Ludw. Pöll, Apotheker; Murau: Joh. Steyrer; Pettau: C. Girod, Apotheker; Möttl ing: F. Wacha, Apotheker; Peterwardei n: R. Deodatto's Erben; Rädkers bürg: Cäsar E. Andrieu, Apotheker; Roveredo: Richard Thales, Apotheker; Rudolsswerth: Dom. Rizzoli, Apotheker; Tarvis: Eugen Eberlin, Apotheker; Triest: C. Zanetti, Apotheker; Villach: Ferd. Scholz, Apotheker; Vukovar; A. Kraiesovics, Apotheker; Vinkovee: Friedrich Herzig, Apotheker; Warasdin: Dr. A. Halter, Apotheker; Windischgraz: G. Kordik, Apotheker; Zara: V. Androvic, Apotheker. In Oesterreich-Ungarn und Deutschland ist geschützt antiarthritischkr anlirhcuuialischcr als lnter-Our (586) 6-3 daS einzige sicher wirkende Blutreinigungsmittel, untersucht, angewendet und als heilbringend erkannt von: k. k. Regierungsrath und oberösterr. Universitätsprofcfsor Dr. E. Fenzl, Direktor des botanischen Gartens in Wien re. rc.; Prof. Oppolzer, Dr. Van Kläger in Bukarest, Dr. Rust in Wien, Dr. Röder in Wien, Dr. Johannes Müller, Medizinalrath in Berlin; Dr. Med. A. Ärohen in Newyork, Dr. Nandnitz in Wien, Dr. Hetz in Berlin, Dr. Lehmann in Wieselburg, Dr. Werner in Breslau, Dr. Mallich in Grnbisnopolje; von den praktischen Aerzten: Hilger in Nachling, Rutzeger in Abtenau, Truchholz in Marzaly, Jankowic in Nakosalwa und vielen anderen Aerzten 1.) bei rheumatischen Affectionen, 2.) bei der Gicht, 3.) bei Unterleibs-Affectionen der Vielsitzer, 4.) bei Vergrößerungen und Anschoppungen der Leber, 5.) bei Ausschlagskrankheiten, besonders der Flechten, 6.) bei syphilitischen Leiden, 7.) als Vorbereitung beim Gebrauche der Mineralquelle» gegen obgenannte Leiden, 8.) als Ersatz der Mineralquellen gegen angeführte Leiden. Allein echt erzeugt von Franz Wilhelm, Apotheker in tleunkirchen. Ein Packet, in acht Gaben getheilt, nach Vorschrift des Arztes bereitet, sammt Gebrauchsanweisung in diversen Sprachen 1 Gulden, separat für Stempel und Packung 10 kr. ^ , TV«»-,,,,,,». Man sichere sich vor dem Ankauf von Fälschungen und wolle stets „>VjllleIms antiarthritischen antirhenmatischen Blutreinignngsthee" verlangen, da die blos unter der Bezeichnung antiarthritischer antirheumatischer Blntreinigungs-thee auftauchenden Erzeugnisse nur Nachahmungen sind, vor deren Ankauf ich stets warne. Zur Bequemlichkeit des P. T. Publikums ist der echte Wilhelms anti-arthritische antirhenmatische Blntreintgnngöthee auch zu haben ii, r Adelsberg: Jos. Knpserschmidt, Apotheker; Agram: Sig. Mittlbach, Apo» theker; Borgo: Gius. Bettanini, Apotheker; Bruck a. d. Mur: Albert Langer, Apotheker; Bozen: Franz Waldmüller, Apotheker; Bruneck: I. G. Mahl; Bello-vär: Rud. Swoboda, Apotheker; Br ixen: Leonhard Staub, Apotheker; Bleiberg>: Joh. Neusser, Apotheker; Ci lli: Baumbach'sche Apotheke und Franz Rauscher; Cor-mons: Hermes Codolini, Apotheker; Cortina: A. Cambruzzi; Deutsch-Landsberg: Müllers Erben; Essegg: I. C. v. Dienes. Apotheker, und Josef Gobetzki, Apotheker; Fürstenfeld: A. Schröckenfux, Apotheker; Frohnleiten: B. Blumauer; Friesach: O. Rußheim, Apotheker, und A. Aichinger, Apotheker; Feldbach: Josef König, Apotheker; Görz: A. Franzoni, Apotheker; Graz: I. Purg-leitner, Apotheker; Guttariug: S. Vatterl; Grubisnopolje: Josef Malich; Gospic: Valentin Vouk, Apotheker; Grasendors: Joses Kaiser; Hermagor: Jos. M. Richter, Apotheker; Hall (Tirol): Leop. v. Aichinger, Apotheker; Judenburg: F. Seuekowitsch; Jnnichen: I. Stapf, Apotheker: Imst: Wilhelm Deutsch, Apotheker: Jvanic: Ed. Tollovic, Apotheker; Karlstadt: A. E.Katkic, Apotheker, und I. BeniL; Klagenfurt: Karl Clementschitsch; Kindsberg: I. Karinöit; Kapfenberg: Tnrner; Knittelfeld: Wilhelm Vischner; Krainburg: Karl Schannig, Apotheker; Lienz: Franz v. Erlach, Apotheker; Leoben: Joh. Pe-ferschy, Apotheker; Marburg: Alois Qnandest; Möttling: F. Wacha, Apotheker; Mürzzuschlag: Johann Danzer, Apotheker; Murau: Joh. Steyrer; Mitrowitz: A. Kerstonovich; Mals: Ludwig Pöll, Apotheker; Neumarkt (Steiermark): Karl Maly, Apotheker; Otoiav: Edo Tomaj, Apotheker; Praßberg: Joh. Tribut; Pettau: C. Girod, Apotheker; Peterwardein: L. C. Junginger; Rudolsswerth: Dom. Rizzoli, Apotheker; Rottenmann; Franz X. Illing, Apoth.; Roveredo: Richard Thales, Apoth.; Radkersburg: Cäsar E. Andrien, Apoth.; Samobor: F. Schwarz, Apoth.; Sebenico: PeterBeros, Apoth.; Straße bürg: I. V. Corton; St. Veit: Julian Rippert; Stainz: Valentin Timonschek, Apoth.; Semlin: D. Joannovies Sohn; Svalato: Venatio v. Grazio, Apotheker; Schlanders: B. Würstl, Apoth.; Triest: Jak. Seravallo, Apoth.; Trient: Ant. Santoni; Tarvis: Eugen Eberlin, Apoth.; Villach: Math.Fürst; Vukovar: A. Kraiesowits, Apoth.; Vinkovee: Fried. Herzig, Apoth.; Warasdin: Dr. A. Halter. Apotheker; Windischgraz: Jos. Kalligaritsch, Apotheker, nnd G. Kordik, Apotheker; Windisch-Feistriz: Adam v. Gntkowski, Apotheker: Zengg: Jos. Accurti, Apoth.; Zara: V. Androvic, Apoth.; Zlatar: Joh. N. Pospisil, Apoth. Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamber g. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.