.N R8. Montag am ^4. Jänner R8 53 Dacher Zeitnnq" erscheint, mit Abnahme kor Sm»,- und ssc,crt>M, läqltts), n,w fossct sammt dm Ä.ilaqen >„> >! » >n l't» i r >, a n , j ä l, r i q !l ,1., s, a l b ,ä s, r i g .', ü, 30 fr. mi! K^tnzl'a,,» >>» VonN'luir ganzjährig 12 N, , lialb,adlig <> ss, ^s^ ^,^ Zustellung in's Hans Ünd halbjährig 30 sr, ,„ehr z» entlicht,,,, M i t d c r >^! >,> ii l'° r tl>-frei ganzjährig, nntcr Krcuzl'an^ »nt> gebrnckler ^ldrc,^ !o ,!,, halbjährig 7 ü, ZN fr, — I„ seratio n s >1 r l's, l> r f,',r eine Nvalte„,ci!c i'!>cr üen Rann, derselben, snr ein-,na,ice Einschaltung 3 fr,, für zweimalige ^ fr,, ,ur !>rei,»al,ge 5> sr, (5, M, I„serate bis >2 Zeilen lossc« ! N, snr 3 Mo!, 5N fr, für 2 Mal imd i» fr, für 1 Mnl fi»z„fcha. Zn dirs,,! Gebühren ist nach den, „prl'»,,°r,,chcn V»e,ehe von, !>, '.'ioveinber 1850 für I»serti°»«stä,npcl" noch U! fr, für eine jedesmalige Oinschaltnng hinzu zu rechnen Mlntlicber Theiß. <^e. k. k, apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 18. Jänner d, I., den bei dem Ministerium des Innern in Verwendung stehenden vormaligen Landeschef rou Triest, Robert Altgrafen v. Salm-Ne iff er scheid, und den Vice-Präsidcuteu der ungarischen Statthaltern, Anton Grafen La Motte, zu Smions-ChefS im Ministerium des Innern zu eruenuen und letzterem zn-gleich die k. k, a,eheime Mathswürde allergnädigst tar-frei zu verleihen geruht- Se. k. k, apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 18. Iäuuer d. I., den Feldmarschall-Lieutenant Jacob v. Parrot zum -ui Ilüux Sr. kaiserl. Hoheit des durchlauchtigsteu Herrn Erzherzogs Albrecht als Militär- und lZivilgouverncur im Königreiche Ungarn allergnädigst zu ernennen geruht. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom <>. Jänner d. I., de„ provisorischen Director des Gymnasiums zu Tropom,, Äntouiu Alt, zum wirklichen Gymuasialdirector daselbst aller-guädigst zu ernennen geruht. Verordnung der Minister des Innern, der Justiz und der Finanzen vom 19. Jänner 18.^3, womit die allerhöchsten Entschlic» ßungen über die Einrichtungen und Amtswirksamteit der Bezirksämter, Kreisbehordeu und Statthaltercien, über die Einrichtunc, der Gerichtsstellen und das Schema der systemisirien Gehalte und Diätcnclassm, so wie über die Ausführung der Organisirung für die Kronländer Oesterreich ob und unter der E»„s, Mh,mn, Mähren, Schlesien, Galizim und Lodomerien mit Krakau, Bukowina, Salzburg, Tirol mit Vorarlberg, Steiermart, Kärn-ten, Kral», Görz, Oradisca und Istricn mit Trieft, Dalmawn, Croatien »nd Slavonien, Siebenbürgen, die serbi,chc Woiwodschaft ^it dem Vanate, kundgemacht werden. Se. k. k. apostolische Majestät haben mit dcr allerhöchsten Entschließung vom 14. September 18-!2 die II, den Beilagen ^/i;, 0 und 0 enthalteuen Bestimmungen über die Einrichtung uud Nuuswirk-samkeit der Bezirksämter und Kreiöbehörden, dann der Statlhalmeien uud Landesregierungen, so wie üb« die Einrichtung der Gerichtsstelleu festzusetzen und das in d« Bcil>i^e liü zusammengestellte Schema der systemisirten Diätenclasse» mit de.» «üf oeuselden ersichtlichen Änmerkmigeu aUergnadigst zn genehmigen gernht. Für die Königreiche Böhmen, Croatien uud Slavonien, Galizien und Lodomerien mit dem Groß-herzogthmm Krakan »nd den Herzogthümern Auschwitz und Zator; silr das Erzherzogthum Oesterreich ob und unter der Euus; flir die Herzogthümer Salzburg, Steiermark, Kärnten, Krai» , Ober- »ud ?s>eder-Schlesien und Bukowina; für das Großfürsteuthum Siebenbürgen; für die Mackgrafschaft Mahren; si^ die gesinstele Grafschaft Tirol mit Vorarlberg; für die geftirstete Grafschaft Görz »ud Gradisca nebst der Markgraffchaft Istrien und der reichsunmittelba-reu Stadt Triest mit ihrem Gebiete, so wie für die serbifche Woiwodschaft mit dem Temescher Banate haben diese Bestimmungen rollstäudig, fur das Kö- nigreich Dalmatien aber in so weit zu gelten, als nicht hinsichtlich der Errichtung der Gerichtsstellen in diesem Lande bcreitS besondere allerhöchste Anordnungen erlassen uud kundgemacht worden sind. 'vür die oorbenaimten Kronläuoer, mit Ausnahme m'» Dalmacieu, haben Se. k, k, apostolische Majestät folgende Ober-Landesgerichte zu bestimmen gefunden : 1) für Oesterreich ob und unter der Emis u»d Salzburg zu Wien; 2) für Böhmen zu Prag; ü) für Mahren uud Schlesien zu Brunn; 4) für Steiermark, Kärnten und Krain zn Gratz; 8) für Tirol und Vorarlberg zu Innsbrnck; ar; 10) für Croatieu und Clauonien unter drm Namen Bnnaltafel zu Agram, uud ' 11) für Siebenbürgen zn Hermanustadt. Als politische Landesstellen haben zu Wien, Linz, Innsbruck, Gratz, Triest. Zara, Agram, Prag. Biüun, Lemberg, Temesoar und Hcrmauustadt, Slatt-haltereien nnter der Leitnng und dem Vorsitze von Statthalter» für die betreffenden Krouländer; dann zu Klagenfurt, Laibach, Troppau, Salzburg uud «Zzer-urwitz für die Kronländer Käruteu, Kraiu, Schlesien, Salzburg und die Bukowina, uud zn Krakau für den westlichen Theil von Galizieu und für Krakau Landesregierungen unter dem Vorsitze uud der Leitnng von Laudespräsideuten mit der im Anhange zu deu allerhöchsten Vestimmuuge» über die Statt-balterei festgesetzten Wirksamkeit und Stellnng zu bestehen. Die Kronländer Käruten, Krain, Salzburg, Ober- nud Nieder-Schlcsien und Bukowina sind für die politische Vcrwaltnng nicht in Kreise zu theilen; für die übrigen Länder ist die Kreiseintheilung bei der Durchführung der Organisirung zu bestimmen. Die Durchführung der allerhöchste» Vestimmuu-gen über die Organisirung der politische» uud gerichtlichen Behörden i>, den genannte,, Landern haben Seme k. k. apostol. Majestät den Miuisten, des Innern, der Justiz und der Finanzen und in so weit d,e Mitwirkung noch anderer Ministerien erforderlich ist, im Einvernehme» mit deuselbeu mit folgenden näheren Anordnungen zu übertragen geruht: l) Die Aufgaben, zu deren Lösung zum Behufe der Organisiruug zu schreiten ist, sind: ") Die Feststellung der Gebietseintheilu-'g, '»ebeson-dere der Bezirke für die Bezirksämter der Kreije, sür die politische» Kreisbehörden nnd der Genchts-sp'eugel für die Landes- und Kreisgerichle (Gerichtshofe erster Instanz). Die Gerichtsspreugel haben in Absicht auf ihre Abgräuznng stets mit der Bezirks- und Kreisem-theilung für die politische Verwaltung znsammeu-znfallen, was nicht abschließt, daß e>» Landesoder Kreiögerichts-Sprengel melnere ganze Kre»e und ein Kreis, oder ei» nicht in Kreise getheiltes Krouland mehrere ganze Landes- oder Kreisge-richts-Sprengel umfasse» kau». !)) Die Ansmittlung der Standorte der verschieden,'» Bebördeü; wobei da,auf Bedacht zu nehme» ist, daß die Gerichtshöfe erster Instanz ihren Siß a„ demselben Orte erhalle», i» welchem sich jeuer der politische» Behörden gleichartiger Stellung befindet. <:) Die Bestimmung der Persoualstände der einzelnen Aemter nnd Behörden; deren Einreihuug in die Abstufungcu des Schema und die Anwendung der dem letzteren beigerückien Anmerkungen auf die eilizelueu Aemter und Behörde» ; und l!) die Ausmittlung derjenigen Gegenstände, deren Festsetzung in den allerhöchsten Bestimmungen über die Einrichtung der Behörde» für die Durchführung der Olganisirung vorbehalte» wurde. 2) Behufs der Organisirung der Bezirksämter, der Kreisbehörden und der GerichtSstellen erster Iu-stanz wird für jedes Krouland unter dem Vorsitze uud der Leitnng des Landeschefs oder seines Stellvertreters eine aus eiuer gleiche» Auzahl Mitglieder aus dem Stande der Justiz- und der politischen Verwaltung, dann eiinm Finauzbeamten bestehende Com« mission zusammengesetzt. Die Aufgabe dieser Commission wird durch eine besondere Instruction vorgezeich»et. 3) Ueber de» Personal- und Besoldungsstand der Statthaltereieu uud beziehungsweise der Landes« regierung^u, über die dafür erforderlichen Localitätei, und über alle mit der Orgauisiriing dieser politischen Lanoesbehörde» in Verbindung stehenden Gegenstände werden die Anträge von de» bezüglichen Landeschefs erstattet. Eben so haben die Oberlandes- (Appellations-) Gerichts- (Banaltafel-) Präsidien die Ausarbeitungen und Vorschläge in Velreff der Orgauisirung der Oberlandesgerichte (Vanaltafel) vorzulegen, 4) Statt der Schulbehbrden, deren Fuuctioneu au die Länderstcllen übergehen, sind für die Gegenstände derselben ein oder zwei Departements zn bestellen. ii) Sämmtliche Behörden und Organe, denen ein Einssuß anf die Organisirung zukommt, sind Sr. k. k. apostolische» Majestät dafür verantwottlich, daß die Nerhandlnngeu zur Vollziehung derselben mit Gründlichkeit gepfloge», »ud unbeschadet derselben auf das Thätigste beschleunigt werden. Vorstehende allerhöchste Anordnungen werden mit dem Beisätze kundgemacht, daß die Olgainsi'Mias-commissione» in deu betreffende» Kronländeru gleichzeitig zusammengesetzt worden siud. Bach m/p. Kranß '"/,'. Baum a art" er m/P. (Die Beilage» werde» nachgetragen.) Verordnung des Ministeriums für Landescultur und Bergwesen vom 3. Jänner 18^, wirksam für Oesterreich ob uud unter de'r"(5,!»s, Lalfl'nrg, Tirol, Stciermark, Kärutcn, Krai»/ Görz, Gradisca, Istrie» und Triest, für Dal-matien, dann für Böhmen, Mähren, Schlesien, Kraka», Oali;ien und Vnkowina, womit die bedingte Annahme voil Muthungen untersagt wird. Der bei den k. k. Berglehensbehörde» in »euerer Zeit mehrfach wahrgeuommene Vorgang, wonach un« vollständige Muihnngen, uuter der Bedingung i» einstweilige Vormerkung geuommen werden, daß die 72 fehlenden Angaben binnen eines festgesetzten Präclu-sirtermines nachgetragen werden, die Priorität der Muthung aber vom Tage des eingelangten ersten Ansuchens gerechnet wird, gibt znr Umgehung der Bedingungen, an welche die Erlangung der Muthuugs-priorität gebunden ist, so wie zu Scheinmulhuugen (blinden Muthmigen) Veranlassung, und ist den Be-stimmuugen der Berggesetze zuwider, welche die Annahme der Muthung nur bei Vorhandensein der vorgeschriebenen, wesentlichen Erfordernisse für zulässig erkennen, iusbesonders aber die genaue Bezeichnung des Fundortes ausdrücklich fordern. Als wesentliche Erfordernisse jeder Muthung werden erklärt: l>) Die Angabe des Namens und Wohnortes des Muthers; Ii) die Benennung des gemntheten Minerals unter Beilegung eines Fnndwahrzeichens; o) die Beschreibung der Ortslage des Fundortes mit Angabe des Grundeigenthümers, der Ortsgemeinde und des politischen Bezirkes, dann der Entfernung nach Richtung und Längenmaß von wenigstens ei. nem unverrückbaren, allgemein erkennbaren Puncte und ä) die Anzeige, ob der Fund über Tags oder mittelst eines Einbaues (Schachtes oder Stolleus) gemacht wurde, und im letzteren Falle, in welchem Abstände vom Tage der Aufschluß des gemntheten Minerals erfolgte. Nur die mit diesen Erfordernissen «ersehenen Muthunge», dürfen angenommen werden; alle anderen Muthuugen welche» auch nur eiueö der obigen Erfordernisse fehlt, müssen unbedingt zurückgewiesen werde». Thiliufeld m/p. Veränderungen in der k. f. Armee. Beförderungen. Zu zweiten Obersten die Oberstlieutenant«: Friedrich v. Halloy, des de» allerhöchsten Namen führenden Tiroler Jäger-Regimen «5, ebendaselbst; Friedrich Ahs-bahs Ritter von der Lanz«, des Uhlanen-NegimentS Graf Wallmoden Nr. 5, beim Dragoner-Negimente Graf Ficqnelmont Nr. 6, >,»d Hogo Graf Schaaff-gotsche, des 1. den allerhöchsten Namen führenden, beim 9. Hujaren-Ncgimente Fürst Franz Liechtenstein. Zu Oberstlieutenanten die Majore: Leopold Prinz zu Sachsen-Cobnrg-Gotha, des 8, Husaren-Regiments -Ehurfürst vo» Hessen-Cassel, beim Iufanterie-Negi-mente Fürst von Warschau Nr. 37; Johann v. Körrer, des genannten 8. Husaren-Regiments, in demselben; Carl Fürst Solms-Vrannfcls, des Cü-rassier-RegimentS Konig von Sachsen Nr. 3, im Negimente; Ferdinand Freiherr v. Kirchbach, des 6, den allerhöchsten Namen führeuden, im 3. Uhlanen-Negimente Graf Wallmoden, und Prosper v. Dcc-teur, des Infanterie-Regiments Graf Strassoldo Nr. til, in demselben. zn Majoren: Hauptmann Ludwig Ritter v. Nü-dötzky, des Infanterie-Regiments Graf Strassoldo Nr. 61, endlich Rittmeister Franz Graf Westphalen, des 9. beim 8. Husaren-Regimente Churfürst von Hessen-Cassel. U e b e r se tz u n g. Oberstlieutenant Ca,l Zaitsek, des Husaren-Regiments Churfürst von Hessen-Cassel Nr. 8 zum 1. den allerhöchsten Namen führenden Husaren-Negimente- P e u s i o n i r u n g e n. Oberstlieutenant Joseph v. Bedöcs, des Dragoner-Regiments Graf Ficquelmont Nr. 6, mit dem Obersten-Charakter ucl Iwnures; dann die Majore: Leo v. Mil-titz, deS Uhlanen-Negiments Erzherzog Carl Ludwig Nr. 7, und Joseph Möse v. Nolleudorf, des Infanterie-Regiments Großfürst Constant!!! Nr. 18. Nichtamtlicher Theil. V e ll e r r e i ch. Trieft, 2>. Ja,,,,«. Der „Osservatore Dal-mato" vom 18. «nchalt die Nachricht, daß die von Omer Pascha befehligten türkischen Trnppen am 12, i„ die beiden montenegrinischen, längs dem Ekutarisee sich hinziehenden Nahien Rieeka und Cernieka einge-druügei, scieu. Dasselbe Blatt sagt: Der Zustand der Najah in Bosnien und der Herzegowina wird als äußerst traurig dargestellt. Die Kriegswuth, welche gegen Montenegro, wie der Fanatiemus, der sich unter den Türken kundgibt, sind nicht bloß als eine politische Demonstration gegen die Montenegriner, sondern auch als eine Aeußerung des türkischen Hasses gegen die christliche Bevölkerung jener Provinzen ^ anzusehen. — Dieser Tage stellte sich, wie man eben-! falls dem „Oss. Dalm," meldet, ein türkisches uer-waiötes Mädchen auf österreichischem Gebiece mit dem Wunsche ein, in die christliche Religion aufgenommen zu werden. Sie wurde einstweilen nach Sign gebracht und wird, nachdem sie Unterricht in dem christlichen Glauben empfangen, getauft werden. Neueru. uns heute aus Dalmatien zukommenden Nachrichten zu Folge wäre Grahovo von de» Türken mit Sturm genommen worden, und Montenegro's! Hauptort, Cettigne, wo die Montenegriner Vorbei reiinng zur Gegenwehr treffen, stark bedroht- Wir! vernehmen ferner, daß zur Sicherung der Gränze die! in deren Nähe liegende» österreichischen Garnisonen! verstärkt werden. Der Adjutant Sr. Majestät, Ge« ^ necalmajor Frech. Kellner von Kollenstein, war am ^ 16. von Vuoua nach Catcaro zurückgekehrt. Generalmajor von Mamula befand sich am 17. am Bord! des k. k. Nvvisodampfers „Taurus" im Canäl von! Curzola; die k. k, Dampffregatte „Novara« ankerte! am 1«i. vor Megline; — In der Bai von Antwari^ lagen 4 türkische Fregatten. Anch ein engl. Kriegs-i dampfer soll sich daselbst befinden. Die Berichte unseres gewöhnlichen Corresponden-ten ans Montenegro lanttn im Widcrsprnche zu dem Vorstehenden sehr günstig für dieCzeruagorzen. Am 1!». Früh würden Letztere von einem starken türkischen Nrmeecorps an der Gränze des See's von Skn-tari angegriffen, drängten aber de» Feind, der »icht nnbedeutenden Verlust erlitt, mit Tapferkeit zurück. Letzterer zog noch mehr Truppe» zusammen, um am 17. den Angriff zu erneuern, dessen Erfolg noch nicht bekannt war. Aus der Herzegowina meldet man uns: Mnr Pascha habe dem Wojrroden Wnjatich ein Schreiben zugesendet, in dem es he,ßt: „man möge ihn in Grahovo erwarten, Quartier für ihn bereiten, u»d e>^ hoffe, daß Wujatich dießmal nicht anf österreichisches Gebiet entwischen werde." Statt der Antwort ging der Wojwode mit einigen Tausend Mann ab, um I die Türken i» Vagnani anzugreifen. ES bestätigt sich anch die Nachricht, daß die türkischen District Lnbine, Kalassin, Znpanisicka, Znbic nnd Krnscemce in der Herzegowina sich für die Sache der Montenegriner ausgesprochen haben. sTr, 3) Wien, 20. Jänner. Se. Majestät der Kaiser Ferdinand hat zur Förderung des Thnrmdaues in Gmünd 400 st. CM. gespendet. — Se. k. k, apostolische Majestät haben mit allerhöchster Eütschließnng vom 2^. v. M. eine an-gemessene Vermehrung der Beisitzer des Wiener Handelsgerichtes — selbst bis auf 8 — zu gestatten i,,id zugleich anzuordnen geruht, daß das Institut der Veisitzers-Substitnten im Sinne des HofdecreleS vom 1. April 1786 anstecht zu erhalten und die aushilfsweise Dienstleistung so wie die Zahl der Snbstitnten i>, entsprechendem Verhältnisse zn den Beisitzern zn regeln ist- Dieser allerhöchsten Entschließung a/masi hat das Justizministerium die Zahl der Beisitzer beim Wiener Handelsgerichte auf 8 nnd jene der Beisitzer-Stellvertreter auf 3 i„ der Art festgesetzt, daß die eine Hälfte dieser Beisitzer ans Mitgliedern deS Gre-minms der k. k. priv. Großhändler, die andere aber aus Mitgliederu des bürgl, Handclsstandes zn bestehen hat und eben so je ein Beisitzer-Stellvertreter den genannten Körperschaften angehören nn,ß. Bezüglich der Beisitzer-Stellvertreter wurde angeordnet, daß sie ihrer ursprünglichen Bestimmung gemäß nm aushilfsweise in VerhlnderunaMllen der Beisitzer zur Dienst-leistuug einberufen werden dürfen. — Der Herr Handelsminister Ritter v. Baum-gartner hat der kürzlich aus Lemberg hier gewesenen Deputation die Znsichernng gegeben, daß zur »uauf-gehaltenen Fortsetzung der Bahn von Dembica nach Lemberg die fördersamste Kraft entwickelt werden wird. — Anläßlich eines vorgekommene» Falles wurde entschieden, daß mit der Entlassung eines Gemeindevorstehers die Untersagnng fernerer Ausübnng seines Amtes selbstverständlich verbunden sei, und dem Entlassenen nicht zusteht, die ihm entzogenen Befugnisse auszuüben, möge er auch gegen die Entscheidung de» Recurs ergriffen haben. — Sicherem Vernehmen »ach ist die allerhöchst bestimmte Echebuug deS Agramer BiSthums zur croa-cisch-slavonischen Metropolis »on dem heiligen Vat« canonisirt worden, nnd die dießfällige päpstliche Bulle bereits anch eingelangt. — Die Telegraphenlinien zwischen Wien u»b Semlin, dann Wien und Hermannssadi werde» schl»! im künftigen Monate eröffnet werden. Die Bescz« znng der Telegraphistenstellen in den Stationen wird in den nächsten Tagen erfolgen. — Das Institut zur Alters- nnd Invaliditäts« Unterstützung der arbeitenden Classen, worüber jetzt die Verhandlungen gepstogen worden, wird nach dem Project« anf folgend« Grundlagen gestellt: Das Zurückziehen der Einlagen ist unzulässig, dagegen «d«< sind regelmäßige Einnahmen durchaus feine Nothrreu« digkeit, nnd es können diese auch in getrennten Zeit« räumen gemacht werden. Bei der Administration winde die größte Einfachheit obwalten. Für die Ver» zinsuug des Gesammtcapitals würden der öperc. Zi»s» ! fnß nnd die Dnparcienr'schen Moitalilätstafeln z»r -Basis genommen. Dadnrch würde es einem Indivi« dnnm möglich, mittelst einer wöchentlichen Erspar«^ vo» mindestens 7 kr,, sich für das Alter eine i»n gemessene Leibrente zn sichern. — Die „TemeSvarer 3." meldet: „Zu der l^ , vorstehenden EmbüUm'g des hier ei lichteten Monu« , mentes werden erwartet: die HH, FML. Graf Lei/ f ningen V,lancht und Baron Wernhard; die HH. Ge« ueralmajore: Baron Simbschen, Baren Sztankovics, v. Soscsevics, v, Poppovics, Baron Siegeuthal, Baron Blomberg, Legay, Schnrther; die HH. Obersten: Graf O'Donnel, Adjutant Sr. k. k. apostolischen Majestät, Antoine, Dorosille, Schiffner nnd Blumenkron. Nebst den Genannten kommen noch 7? k. k. Ossi'-ciere, welche als tapfere Vertheidiger dieser Feste der Belagerung beiwohnten. Bei dieser Gelegenheit offe»' bart sich wieder der dankbare S>»n hiesiger Einwob' ner, die, wohlbewnßt, daß sie die Rettung ihrer Hal'l n»r der tapferen Vesapnng zn danken haben, mit Freuden die ausgedehnteste Gastfreundschaft ihren wer« then Gästen offeriren, die jedoch nnr theilweise Ve-rücksichtignua, finden kann, mdem das k, k. Platzc?'»' mando nicht im Stande ist, allen gestellten Ansuch"' um Einqnariiernug zu entsprechen," — Die Hantels- und Gewerbekammer oo» Venedig zeigt an, daß, nachdem der im §, 3 der Statuten deS Stabilimento Mercantile di Venezia festgestellte Endpnukt erreicht worden ist, dieses Unternehmen nnnmehr in Wirksamkeit tritt, und die Snbsclibeutcn zur ersten Einzahlung mit 2« pCt. i" > schreiten haben. i — Der Künstler Fernforn, dem daS vielleicht am äußeren Bnrgplatze aufzustellende Monument wci> land Sr. k. k. Hoheit des Erzherzogs 'Carl übertra' gen worden ist, vereinigt in sich die glücklichen Talente eines Bildhaners und Erzgiesiers. In letzterem Fache, dem hier eine günstige Perspective in die 3»' kunft eröffnet wurde, hat sich Herr Fernkor» im AuS-laude ansznbilden Gelegenheit gehabt. Als Bildhauer hat derselbe erst in jüngster Zeit die Modellirnng eines hl. Georgs zu Pferde, als UeberwinderS des Drachen, vollendet, welche bestimmt ist, de» Brunnen des grast, Montenuovo'schen Palastes anf der Frei' nug zn verzieren. Dieses ganz gelungene, mit Fleiß anSgeführle '. lich anS dem Fono der schönen Künste erhalte»' Man fügt hinzu, daß Kaiser Napoleon diese Summ« aus seiner Privatcasse z» verdoppeln gedenke. D>e Rachel, die dem Theatre frauyais an den Abende»» an denen sie auftritt, regelmäßig eine Einnahme »o» I>000 Fr,verschafft, datansiren Bezügen bloß 40.000 Fc> — Ei» Individuum, welches bereits im Iah^ 1848 in Regenoburg in einem Gasthanse einen g^ft' artigen Diebstahl verübt, hieranf im November des« ?3 selben Jahres bei dem königlich sächsischen Crimmal-gecichte zu Dresden verhaftet worden und aus der Haft entsprungen war, erschini beanzeigt, im October 1831 einem spanischen Kaufmanne in Manchester 1620 Pfo. St. in englischen Banknoten entwendet zu habe». Die Spnr des ThäterS führte »ach Ungarn, wo auch bald darauf zwei der gestohlenen Noten verwechselt und der Ausgeber selbst, nachdem er unter mehreren Namen aufgetreten war, zu Stande gebracht wurde. Auf dem Transporte gelaug es ihm wieder zu entweichen, n»d derselbe schrieb hierauf noch wiederholt a» die Behörde, um dieselbe über seiue Spur irre zu führen und alle Nachforschungen blieben seitdem erfolglos. Dieser Tage nun erschien i» Prag auf der Durchreise von Iassy nach London ein angeblicher Kaufmann mit einem formlichen Passe, mit Barschaft mio Bagage versehen, bewegte sich ganz sicher lind bequem, machte Einkaufe u. s. w. Die Nemesis erreichte jedoch ihr Opfer. Ein Agent der k. k. Polizeibehörde erkannte in diesem Kaufmann den obigen flüchtigen Gauner und derselbe wnrde sogleich festgenommen. * Das Ministerium des Innern hat im Gin-vmiehmen mit dem k. k. Unterrichtsministerium am '!. November 1862 den neu zu bildende,, Verein zur Beförderung der Tonkunst in Galizie» und dessen Statuten genehmigt. Deut s ch l n „ d. Düsseldorf, 17. Jänner. Heute wurde die Aachen-Di'isseloorftr Bah» in ihrer ganzen Länge eröffnet. Kassel, 17. Jänner. Die „Casseler Ztg.« meldet amtlich, daß Se. königl. Hoheit der Churfürst deu Regierungsrath Edwiu v. Bischoffshansen vo» der Stelle eines vortragenden Rathes im geheimen Cabinet entbunden hat- Coburss, 11. Jänner. Unter den Porlagen, welche die Regiernng an den nächste» gemeinschaftlichen Landtag bringen wird, dül'ften die organischen Gesetze znr Ausführung des StacitSgrundgeseizes r>om 3. Mai v. I, die erste Stelle einnehmen. Das Volkö-schlilgeseft wird an seiner Spitze „die Bestimmung enthalten, daß das Unterrichts- u»d Erziehungswese» unter Oberaufsicht des Staates stehe." Fernere Vor--lägen werden sein: Ei» Preß- und Vereinsgesetz, ei» Gesetz gegeu den Nachdruck, ferner ein Gesetz über die Veräußerlichkeit und Theilbarkeit des Grnndeigen-thums und über die Zusamimnsetzuug vou Gruudstückeu. Gleichfalls werde» durch jeue Gesetze geregelt werde»: Die Ausübung des Iagdrechtes, die Besteuerung unter Aufhebung der bisher bestandene» Privilegien; die allgemeine Wehrpflicht, die Verfassung der Gemeinde», und endlich wird eine neue Strafprozeß-Ordnung in Strafsache», Mündlichkeit und Oeffeutlichkcit den Anklageprozeß und Geschworne zur Äbunheiliing schwerer Verbreche» einführen. Frankfurt. 17. Jänner. Herr v. Bismark-Schönhaiise» hat heute Vormittag die Beglaubigungsschreiben des kaiserl. ftanzölischen Gesandten bei dem Bunde, Marquis v. Tallenay, entgegengenommen, V ä u e m a r k Kopenhagen, 14.Iä,i„er. Die gestrige Niederlage des Ministeriums im Nolkschinge bei der Abstimmung über die Verlegung der Zollgränze uach der Elbe ' — welcher die schou gemeldete Auflösung gefolgt ist — hat hier allgemeine Sensatio» erregt, indem ma» nicht geglaubt hatte, daß das Volköthing seinen in der zweite» Berathung des betreffenden Gesetzentwurfs genommene» Beschluß bei der dritten Lesung aufrechthalten sondern sich mit dem „moralischen Siege" begnügen würde. Bor der Abstimmung machte der Premierminister »och schließlich vergebens den Versuch, den Ausfall abzuwenden, welche» die Sache zu »ehmeu drohte. Der Minister verwahrte das Ministerium entschieden gegen die über dasselbe gefallenen Aeußerungen, daß es demselben Mit der gemeinsamen Verfassung nicht Ernst sei» solle, weil es dem Reichstage darüber keine Vorlage oder Mittheilungen habe mache» wolle». Bevor eine gemeinsame Verfassung für die ganze Monarchie gege-be» werden könne, sagte der Minister, müsse erst die Monarchie da sein; die Monarchie winde aber erst da»» als da seiend betrautet werden können, wenn für dieselbe ei» gemeinsames Erbfolgegefetz vorläge. Gegen diese Aeußerungen dcö Ministers fand sich der Präsident veranlaßt, zu bemerke», daß, we»„ er die Worte des Ministers zwar auch keiner Censur unterwerfen wolle, er doch erkläre» müsse, daß er eine solche Aeußerung: „daß die Monarchie nicht bestände, bevor d^s gemcinsame Erbfolgegesetz gegeben worden," von Seiten irgend eines andere» Mitgliedes des Thinges nicht »»gerügt würde habe» hingehe» lassen. Darauf erwiederte der Premierminister, daß er mit jener Aciiße-ruug nur gemeint habe, daß die Grundlage der Monarchie »icht gesichelt sei, bevor nicht für dieselbe ei» gemeinsames Erbfolgegesetz bestände. Mit dieser Erklärung des Premiernnuisters wurde die Debatte beendigt und die bekannte Abstimmung fand Statt. Niederlande. Haass, 16. Jänner. I» Loou-op-Zand haben schwere Unoronuiigeu Statt gefunden. Der Bürgermeister wurde dergestalt mißhandelt, daß er noch heute ohne Besinnung darniederliegt. Der Gouverneur und Milicarcommandant der Provinz:c, lc. haben sich dahin begeben, eine starke Abtheilung Infanterie ist ihnen vorausgeeilt. V e l g i e n. Vriisscl, 19. Jänner. Die zweite Kammer hat gester» ihre Arbeite» wieder begonnen; im Beginne der Sitzung legte der Kriegsminister de» auf die Or-ganijaiiou der Armee bezügliche» Gesttzeutwurf vor, welcher der Prüfu»g der Sectionen wieder zugewiesen wurde. Noch kam der Gesetzentwurf bezüglich der Stellung der entlassene» ausläudische» Officiere, die früher Dienste in der belgische» Armee geleistet hatten, znr Sprache; ei» Amendement des Inhalts, ihnen drei Viertel des Activitätsgchaltes als Pension z» bewilligen, wurde mit der Majorität einer einzigen Stimme votirt, nachdem die Regierung erklärt bat, de» Vorschlag nicht bekämpfen zu wolle». Frankreich. Paris. 1«. I„,..,„, y,„ D^ sch^ltt die neue Vereidigung sämmtlicher Offiziere und Beamte» deS Kriegs- und des Marine-DepartemeutS »ach der veränderte» Formel: „Ich schwöre Gehorsam der Ver-fassuug und Treue dem Kaiser," vor, mit dem Bemerken, daß die Verweigerung des Eides de» Abschied uach sich zieht. Ei» anderes Decret legt auch deu Etablissements der Marine deu Beinamen „Kaiserlich" bei. Ein drittes Decret erklärt eine Reihe von Gesetzen und Verfügungen auch auf die Colonie» anwendbar. Ein viertes Decret enthält die Beförderung von 4 Obersten. 4 Obersslieu-teüanten, 4 Majoren, 6 Capitäne» u»d20 Lieutenanten und Unterlieuteuanteu i» der Artillerie. Die „Patrie" demeutirt die Angabe mehrerer Blätter, daß mehrere Depornrte i» Cayenne entkommen seien. Sie sagt ausdrücklich: Diese Nachricht ist faljch; keiu eiuziger Deportirter hat Cayeuue verlassen. Paris, 17. Jänner, Noch sind keine nähere» Details über die E»tdecku»g des Complotts gegen das Lebe» des Kaisers bekamit worde». Aus T.oye wird gemeldet, daß seit 14 Tagen alle» ^»»glmge» „,,d Mädche». welche noch »icht das -Uste ^ahr erreicht haben, der Zntritt zu de» öffentlichen Bällen versagt ist. W^n u»d Pol.zeimänner stehe» an den Eingängen der öffentliche» Locale uud "lwführung'e'rhalte'. "° ^"'^ ^°^'""" «)re l«»«/" ?"^ ^ zum Senator ernannten Generals "emeau kommt General Alloureau de Montreal »ach " als Commandant dcr französischen Truppe». Nach Nachrichten ans Lissabon vom 11. d. b"t sich die Krankheit des Herzogs vo» Saldanha verschlimmert. Paris, <8. Iäuner, Der Kaiser soll in einem vorgestern abgehaltene» außerordentlichen Minister-^>che als seine künftige Gattin die Herzog!» von Theba, Tochter der Marquise Montijo, mit dem Be-denlen bezeichnet haben, er wolle eine Vermählung ""s Neigung eingehen. Die Mutter der Herzogin ist eine Engländerin, ihr Vater ei» Spanier; sie mag etwa 2« Jahre alt sein, imd ist sehr reich. S p l! n i e n. Madrid, 12. Iäuucr. Das Schreiben des Herzogs vou Valencia, dessen Veröffentlichung er zu spät zu hindern versuchte, hat die nachfolgende Note an ihn hervorgerufen: „Ercellenz/ Die Königin, unsere Herrin, hat mit Erstaunen die Forderung erfahren, welche Sie am 13. v, M, an Ihre Majestät richteten uud die in Form eines Flugblattes heimlich verbreitet wurde. Ihre Seele wurde peinlich berührt durch die Lecture eines Documents, welches uicht nur eine» Mangel vo» Ehrfurcht gegen Ihre erhabene Persou enthält durch die übertriebenen Lobpreisungen Ihrer eigene» Person und unpassende Vergleiche, sondern auch i» offenem Widersprüche mit königl, Ordonnanzen und in Kraft befindlichen Preß-verfügungen steht, Ihre Majestät hat demnachzu befehlen geruht, JIM',,, wie ich eS hiermit thue, zu eröffnen, daß Sie Ihr Mißfalle» sich im höchste» Grade zugezogen haben. Der Wille Ihrer Majestät ist eS, daß Sie, Ihre» Befehle,, gehorsam, ausführe», waS Ihnen durch die kduigl. Ordre rom 9, v. M. auferlegt wnrde." (Di se ! Ordre gab dem Herzog auf, nach Wie» zu gehen, um dort die militärischen Anstalten kennen zu lerne»). Madrid, 11. Jänner, Iua» de Lara. N u ß l a n d. St. Petersburg, 11. Iäuner. Durch Tag?-bcfehl des Inspectors der gesammten Artillerie, Baron Korf, wird den betreffenden Truppe» die am !>. December v. I. erfolgte Ernennung des Großfürsten Michael Nikolajewitsch zum Generalfeldzeiigmeister u»d Brigade-Comma»deur der rrileude» Artillerie mitgetheilt. A m r r i k a. Der „Canada" bringt die Post ausNew-Vvrk vom 4. d. M. Graf Naousset-Boulbou hat capitulirt und seine Mannschaft hat die Waffen gestreckt. — Zwischen dem nenen Gouvernement vo» Buenos-Ayres und dem General Urqniza sind die Feindseligkeiten eröffnet worden. General Madariaga commandirt die Eipeditiou gegen letzteren, Paraguay hat Neutralität während des Krieges zugesagt; die Chance» scheinen gege» Urqiuza z» sei». — Die Wahlen in Brasilien haben mit einem so glänzende,! Siege der Regierung geendet, daß i» der Kammer kein Oppositionsmitglied sipen wird. Telegraphische Depeschen. Troppau, 29. Iäuner. Se. Eminenz der hoch-würdigstc Cardinal-Fürstbischof von Breslau, Freiherr von Diepenbrock, ist heute um 2 Uhr »ach Mitternacht auf dem Schlosse IohanneSberg sanft im Herrn entschlafen. — Turin, 20. Jänner. AuS Aulaß deS Todes Sr. k. k. Hoheit des Erzherzogs Rainer von Oesterreich ist eine I8tägige Hoftrauer vom 18. d. ab angeordnet worde». — Die Abgeordnetenkammer hat mit 74 gegen 32 Stimme» das modificirte Vereins-gesetz angenommen. — Gester» Nachmittags ward die ekctrisch-telegraphische Verbindung zwischen Sa-voye» imd Turi» eröffnet. — Der Senat beschäftigt sich mit der Discussion des Gesetzentwurfes über den Anschluß Piemo»tS an die internationalen Maßregel» z»r Beseitigung des SclavenhandelS; die beiden ersten Artikel wurde» dem Bureau zur Umarbeitung zurückgewiesen. — Gcnua, 18. Jänner. Wegen Beleidigung und Schmähung der Staatsreligion ward ein sicherer Ma-zinghi vo» dem hiesige» AppeUationsaenchte zu dre. Jahre» Anest verurtheilt Derselbe hatte sich insbesondere arge AnSfätte gegen Se. He. 'gke.t den Papst erlaubt. Heute ward das radical« Journal la Maga" von der Aufsichtsbehörde mit Beschlag belegt. — PariS. 21. Jänner, (11 Ubr Nachts). Die Heirath deS KaiferS hat eine große Bewegung der Gemüther bewirkt. Am Hochzeitstage soll allgemeine Amnestie verkündet werden, und die Ernennung »on 12 Senatoren aller Parteien Statt finden. Fra» oon Persiguy wird als die erste Ehrendame der Kai> serin bezeichnet. Canrobett soll in das Ministerium des Inner» für de» Krieg, Walewsky für das Aeu-ßere mnrete». Druck imd Verlag von I. v. Klcmmayr imd F. Bänder« iu Laibach. Verantwortliche Herauegeber und Redacteure: I. v. Kleinmayr und F. Bamberg. Telegraphischer Eours ° Bericht der Staatspapi'ere vom 22. Jänner 1853, Ttaatsschuldverschrei^mfl«! zu 5 uCt. (>» GM.) 95 3/16 detto „ ^ l/2 » . 8^ Z/8 Staatsschulducrsch. v. Iahte ! 185« »nt Rückzahlung „4 „ , 92 «/4 D>,r,el»>n mit Vcrion»,,, u.I, ^8.^4, für 5U0 N, 224 1/2 für l<)ü ff. deUo detto 1839, „ 25« „ 139 für 10«, ff, ^wrru ^. . . ,........ 9^5/!6 g'/» 1852............. 943/16 V,>,>f°Actie,i, l>r, Stück «3Z5 fl. >>> «, M. »lctie» der ,ssaiser Ferdinande-?!ordl'»h>i zu lO«U «. C. M....... 2397 1/2 6. in (l, M. Actien der österr. Donau-Dauwsschifffnhrt zu 5,0» N, C. M.....- 743 ff, in C, W, Wlchstl.- Cuurs vom 22, Jänner I8Z3, Auasl'urg, s„r !«N GiiIL.n ll,ir,, O,Ud, 1>0 Usc>, Fia»fs»U a,M,, (,!,r 12!» ,i, ,i,dl, Ver-) cin«>Währ, im 24 !/2 ft, Fus;, Gült,! 1N9 Bf, 2 M (>,!,>!. Hamburg, >ür 1l>0 Thalci Vanco, M)i, N>2 l/Ä Bf. ^ Mo!,,,,. London, für 1 Pfund SttUin, Gulden ^ ^ ^ ^5^3' Mailand, für 3UU Oesterreich, «ire, Guld, 109 1/4 Vf. 2 Won t' Marseille, für !M» ffranl.,,, , G„i°. 12s 3/^ Äf. 2 Mrmtt. 'Ijaris, snr 3«U Franke» , . »,», »29 Vf. 2 Mrnal. Oold- und Silber-liourse »o»i 22. Iän. I8»3, Briei. wel», Kais. Münz-Ducaten Agio .... — lZ 1/2 detto Rand- dto „....- 15 l/t üuI6 »I m»lco „ . . . . — 15 Nnpolcoüso'or's „ . . . . — — Sonverainsd'or's „ . . . . — ^^ <> Nnß. Imperial „ . . . . — 9 Kriedrich>3d'or's, „ , , . . — !»,2 V»g!. Soucr.ungs „ , . . . — !«,54 Sill'cragio, ....... — 91/2 Iremdeu-Anieige der hier 3lugeko»ll!,en^n »nd Abgereisten Den 2i.Iän»er l853. Hr, Gustav Köpl, Dr. der Medicin, — und Hl', Mathes, Handelsagent, beide von Tl'iest nach Wie», — Hr. Spinsio, Privatier, von Mailand nach Wicn. — Hl'. Heinrich Lebrecht, Handelsmann, von Verona nach Wien. — Hr. Tschinkel, Handelsmann, vo» Wien »ach Goitschee. — Hl'. Borghi, — u. Hr, Trnpkovich, ^eide Handelsleute, — und Fr, Antoine Charles, Private, alle 3 von W>en nach Trieft__ Hr. Heumaiin, Privalier, ?o„ Wien nach Florniz.— Hr. Marolan«, Bürger, von Wicn nach Udine, — Hl'. Popel, Handelsniann, von G,atz nach Ti'iest. __ Hr. Alcrandci' Gliede»ei', Handr.'sageiU, von Waias-din. — Hr. Dänische, Gnuidbesttzei', oa„ Hölldo!s, Z. IU6. An die verehrten Mitglieder des Enfino Vereines. Nachdcm der Reincltrag des bei der Abcnd-Unterhaltung am 2U. l, M. Statt findenden Gc-sellschaftsspieles der hierortigen Klcinkindcr-B e wahr a n stalt gewidmet ist, so werden die verehrten Mitglieder des Lasino MreineS, — ge^ wohnt, jeden Anlaß zur Unierstü'tzung dieser ?ln-! stalt mit warmer Theilnahme zu benutzen, — hiemit eingeladen, jene Adendunterhallung möglichst zahlreich zu besuchen. Von der Direction des Casino Veieines. Laidach am ^l. Jänner I»53. Z. !00. (!) Wall-Mnladlmg. Am ti. Ferner !><,:j, d^g ist am H^schins,-Sonntage, wird >m (Zasi»o-Veremöll,cale 5» N>utt^dtl cin össe„tl,c!'er B,>ll al-g.hciit.n, wo^u del Emtütt, mit Ausschluß 0er riviee, jedem a,istäud,g Gekleideten nnd auch fur Masken ge- üatt.t ist. Eintr,ttSk^rtcn, zu 2l» kr. für d,e Person, könne» in der Handlung drs Herrn Karl Ienk-"er zu Neustadtl, und am Ball: Abende beim Eintritte .rhoden weid.n D« Ball beginnt um 7 V^ ^hr Abends. Neustadt! am l9 Iänn.r 1853. Es ist nicht wahr, daß ich mein Heu der Herrschaft Pono vitsch vettauft dabe. Wildeneggam30.Iän. 1853. Baumgarten. Z. 35. a A u s z u K aus dem Protocolle der Sltzunq der kram. Handels-und Gewerbekammer, am 8. Jänner 18Z3. Vorsitzende: Herr L. E. Lnsl'man» , Kamnler.-Prasident, uno Herr Earl G,af v°n Huhcnwart, k, t, Beziits.-Comniissär, als f, k, M,l!isterial'Co!!!,nissär. Gegenwärtig, die Herren: Vlasnik, Ozerny, Orsche«, Hölzer, Iancsch, Koschier, Krisper, MaUitsch, Mally, Ios. Schreyer, Stare, Alf. Ba,o>, Zois I. Der Kammer.-Secretär verlier das LihnngL. Protocoll vom 17, December 1852, wclches unverän^ dert angenoninien und gcfeitigcc wirc>. 2 Der Herr Prastdcnt beantragt die Wahl eincs Comitö's wegen Eiose^nng von Beilrägen, s° wie Neberarbeicung der vo» anoern Iullnstiiellen eingese.deien Beitrage, zur Verfassung des Jahresberichtes für I8D2. In das Comiis wurden gewählt, die Herren-, Holder, I. N, Mnhleisen, I c> s. Schreyer, A! tons Freiherr von Z oi s. 3. Erlaß der h. k. t. Lcatthalcerei für Krain, betreffend die Vekam.cgabe der Errichtung eines österr^ chischen unbesoldeien Consulates ,n Mannheini, nnd der Er,,en,iimg des Hcriü Edmnnd Eysenl>.ndc zun, unbe-- soldlien österr. Consul daselbst, m,t dec 'Berechtigung zun, Bezüge der tarifmäßigen Consulargedühren. __ Wird zur Kenntniß genommen, 4. Zuschrift der k. k. Landeshauptcasse ir, La,bach, nut der Abfuhr der von den Wahlb.'N'chtigfen der Kammer im December lU52 e,»gegangenen Kammerrostenbeilräge. — Nach vorgenommener Verbuchinia dient der Gegenstand zur Wissenschaft. Gleichzmig stellt der Hnr Präsident den Antrag, es möge Behufs del Vornahme der Scontrirung oer Kammercasse ein Co,nitc> erwählt werdn,, welcher Antrag angenommen wird, und werden die Herren Holzer nnd MaNitsch hicrzn erwählt. 5. Zuschrift der k. t, Betriebs Direction der Sndbahn, mit der Erledigung nber das Einschreiten der Laibacher Spediteure, wegen Verlängerung der Lagerzinsfreiheic, Dieser zu Fo!g>> hat das t, f. Handels,»,-msterinm bedeutet, daß in den Bestimmungen des an, l. März l85/ in Geliimc, gekommenen Gebühre,,-carifes, rücksichtlich der zinsfreien Lagerzeic der Staatöeisenbahü.Fiachten i,n Allgemeinen eine Aenderung nicht einzutreten habe. Hiernach beginnt die Entrichtung des Lageizinses bei Frachten »nt den, 4 , bei Brennholz und Eisenstoffen mit dem 9, Tage der Einlagerung. Der Tag der Emlagernnc, iss be, ankommende» Frachten jeuer Tag, welcher im §. 190 des Amcö.-Unterrichtes für die (5,'s<>,'l'ah»"">ter angedliuei ist, d^r Tag der Uebernahme des Gutes vom Zuge in die Amtöhandlung des ^>bgal>>,mtes, bezi,'hi,„gsweise der Tag des Eintreffens bei dem Eisenbahnamte, Diesen Tag, dann die nächstfolgende» 2 Tage aeni>>,;c» die Güier die ^gerzi»3freihe,t. Zwischenfalleude Sonn- und Feiertage ä»re,n hieran n,chl>', z»»>al die Eisenbahn.-Ver.-walrung die Verwahrung »nd Hsfcun^ auch für die Son,,,- »„r Ferriage auf sich hac; der ^l. Tag ,st Der.-jenige, welcher zuerst unter die Lage,zinspfi>chc falil. Das h. k. t, Ministeiiun, hat jedoch bei zwei aufein» ander folgenden F.iercagen die Erle,chtcru, g gestattet, da,! Eincr dieser Tage d.»> Empfänger zu Gnle geüch^ »et und für denselben der Lagerzins nichl c,efo< derl wi,d. ^. W,rd z»,- Ke»» d.,uche mit euer greße., A,,g^^^,l fe,,ur l,anz0si^,i>, d,nu Castor--, ,>ilz- und Lh,vel.',y!>:e, »och dcl »>uc sten Ml'de und zu den >'e,sch,evll'sttn m,d dillwstt!, '^lliscn, sich zu empfehlen. Die ^iedellage bisindri sich im Dl. ^udol,' iche» Haue vi^-g-v!» dem lZisin". Hu !»achei,l>'i>ie> au5 ^>ll,,i,, Z. 93, ^2> ' ^ ^ KH^ Nlcht zu übel sehen! O.fcrtigter empfiehlt ' s,,^ >n di,sem Markte m,t den feinsten und wohlfeilsten Gold- und Nürnbergerwarcn. Die Hütte befindet sich am Marktplätze Nr. 5,. Ein im Oasthausgeschäft gcübtcr uerchel,ch-ter Mann, der sich mit cmpfchlendi» Zeugnisse« usweiicr, kann, n,üu,a)t zu Oeorg! 1f»5!j .in cch,«it Herr W, Schantl, am Rann Nr. l88. Su eden >st crscki.nen und bei Ist«. V. Kleiltmayr öi Fcdor Bambcrg und d.< Georg Lercher zu hade»: Wohin lenlt dcr Ohrist am Schlüsse des schei-dcnde« Jahres seine Vlicle «nd Gedantcn? Predigt ülicr Psalm l^, I. am letzten Abend des Jahres 1852 von Theodor Glze, evangelische» Ptarrcr ,,> L>nl)ach. Zum Besten des evangelischen S cl) u l fo n d e s >n Laidach. Preis 10 kr.