€4rif Heilung: Wr. & (*t«f»rl H»»> »»,««»»»», I1|I« (atl üilatw *M »tx »> ,» (i*. »♦ftifti (ktltri »»u«,«». — M VliMiliq«! (ml-M4l«t »»« .t«»H*« B«*t* «r|*«l»l IM« «»»»>,, ,M D»»»«t»i«, ■•qnl. ,n-*»nl» M.MO »ftBrlttng: WatbaM«flafff Mr. > (Ciltae* Ha»«.> K CM K ll'M ©unsIfctliqqDBjt«: D»ich tu Po« bau»«*: ■McrMtMiti . . .» , M MIWl •«■llUrl« . . lfm C1111 mit ,Sufl«Sluitj >»» t »o»' VtaBotUA . . . , K i n MirMwril . . , K J — (■»Mria — «•■lllfcrig . » . ,r lr— Rät« ■■«UM rtMliu st» tk «WlliHli» in tk HDtzn«» S«t|«»tiii8».»rtlHnfu. ?>»>«!et«!« atmiunuat« |«lt«a M« im *tit<1«a»«4. Ar. 90. Hilli, Sonntag. 11. HlovemVer 1906. 31. Jahrgang. Hin großzügiges Werk. Die Gemeindeau«schußsitzung vom Freitag brachte eine Reihe bedeutsamer Entscheidungen, darunter ein großzügige« Werk, an dem mitgewirkt zu haben, jeder Gemeindeau«schuß der da mit eine« festen und freudigen „3«* stimmte, und da» taten alle am B-ratungOische Er» schienen»», sich noch in späten Tagen, wenn der gestiftete Nutzen noch sinnfälliger zu Tag» liegt, alt Vtrditnst und zu hoher Ehre anrechnen wird. Nach allen Richtungen der Windrose zuckte sofort die Kunde von der gesetzten Tat durch den Draht; jeder der im Saale erschienenen Bericht-erstatt», darunter diesmal auch Slooenen, suchte sofort fein Blatt dahin zu verständize«, daß der Würfel gefallen sei. Fürwahr, ein guier Maßstab und Wertmesser für die Bedeutung der getroffenen Entscheidung! In Sonderheit die beiden Slooenen, die mit angehaltenem Atem auf die Entscheidung lauschten, fuhren wie von der Tarantel gestochen von ihren Sitzen auf, um nach der Türe zu stürzen, als die Hände der Abstimmenden in die Höhe flogen und die Heilrufe durch den Saal erklangen. Über dafür erbricht ganz Slovenien zur Stunde feine Gall» auf Holzpapitr. Um nicht länger in Rätjeln zu sprechen, da« großzügige Werk nennt sich: Krü»d»g einer dentschenAoltisschnke in Knberje. Und nicht etwa eine armselige Dorfschule wird man den Bewohner» Gaberje« hinstellen, sondern eine Bildung«fabrik mit hellen lichten Räumen, autpestattet mit der zweckmäßigsten Ein-richtung, ein Gegenstück zur städtischen Mädchen- schule. Gewappnet vom Kopf bi« zu« Fuß. wie Palla« Athene de« Kopse de« Gottes entsprang, so steht auch die neue Pflanzstätte deutscher Bildung mit einem Schlage fertig wie aus einem Guß vor uns da. Je fünf Klassen, für Knaben und für M ä d ch e n und einen Kinder« garten wird die Anstalt bergen. Ohne Phrase! Für die Verhältnisse einer Stadt wie der unseren «ine Großtat die sich mit eherne« Griffel für dauernde Zeiten in die Geschichte unseres Gemeinwesens einschreibt. Daß e« uns ermöglicht würd», Wirtschafts« und nationale Abwehrpolitik, die sich hier innig durchdringen, in großem Maßstabe zu be» treiben, haben wir d»m Deutschen Schul» verein« zu danken, der uns mit einer <£ic8<*-|obe von 100 000 Krone« bedacht ha«. Für Eilli, das «an nicht umsonst den „behüteten Aug-apfel der Nation" benannt hat. war ihm kein Opfer zu groß. Der Gemeinveausschuß hat denn auch den G-fühlen inniger Dankbarkeit würdigen Aus» druck verliehen und der diesbezügliche Antrag auf Abstattung des Dankes ward unter Heilrufen auf unseren hehren Schutzverein angenommen. Gewiß, auch die Stadt hat Opfer aus sich genommen, allein die Gegenwerte, die sie dafür eintauscht und zwar nicht nur aus moralischem Gebiete, sind nicht unbeträchtlich. Der Uebersüllung der bisherigen Knabenvolksschule kann ein Ende gemacht und der Unterricht damit nutzbringender gestaltet werden, ganz abgesehen davon, daß in absehbarer Zeit an die Stadtgemeinde gebieterisch die Notwendigkeit herangetreten wäre, zur Unter» bringung der immer mehr anschwellenden Parallel-klaffen einen Neubau auszuführen, für den dann Abschaffung der Kavallerie und Artillerie. Im Verlage von Ebin und Wittmann in München ist soeben eine Schrisi erschienen, welche den Titel »Kavallerie und Artillerie über Bord!* führt. Der Versoffer derselben, ein k. u. k. Offi« zier verlangt darin die Abschaffung der genannten zwei Waffen und begründet seine Anschauung in interessanter Weis'. Statt der Kavallerie — die der Autor „einen unnützen Bauernhausen, der da mitreitet-, nennt — schlägt er die Einrichtung »ine« nur au« Intelligenz, d. h. aus Offizieren und g«schult»n. länger dienenden Unteroffizieren bestehenden .Ausklärungs-Korps" vor. Es fei längst erwiesen, daß die Infanterie die Ver-schlnerung ver eigenen Verhältnisse, und zwar viel beffer als Kavallerie, zu besorgen vermalt, ferner, daß dies« vorgeschobene Infanterie den aufklärenden Rettern den sichersten Rückhalt bietet und über» Haupt den ganzen Dienst der kavallerietörper übernehmen kann. Ueber die Artillerie bricht der Verfasser der Aufsehen erregenden Schrift geradezu den Stab. Nicht nur «ls unnütz und wertlos, ja geradezu als »rrderbenbrinaend wird die Artillerie bezeichnet. Sie raube im Vereine mit der Kavallerie alle Mittel, die Hauptwaffe, die Infanterie, auf die höchstmöglichste Stufe zu heben, im Kriege »erden sie zum Bleig-wicht an deren Aißen. Unzählig seien die Schwierigkeiten, .«reiche die Artillerie am Marsche, in, Kantonement. im Lager verursacht; und die monströse Riesenhastigkeit der modernen Trains sei in erster Linie dief»r Waffe und ihren Bedürfnissen zuzuschreiben. Vor ver Schlacht noch zwingt die Artillerie zu ausgedehnter Unter-bringung der Truppen. Die Anmarschlinien müssen mit Rücksicht auf die fchwersällicie Waffe gewählt werden; und der Grundsatz: „Der best« Weg ist der kürzeste!" würbe nur der Artillerie wegen geschaffen, hat sür Jnsanteri» aber nur sehr bedingt Geltung — er bedeutet gewöhnlich einen erschöpfenden Umweg. In der Einleitung de« Kampfe« verrate die Artillerie durch ihr Feuer den Anmarsch, die Stellung, die Gruppierung«- und Kräsieverhältniffe. Die Infanterie werde aber, um der Artillerie für diesen immer ganz unnützen Ein» leitunft«kam»s die nötige Zeit zu laffen, zurückge« hallen. Das Arlilleriefeuer schade eriviesenermaßen dem Gegner nur sehr wenig, bedrohe aber im Verlaufe des Kampfes unausgesetzt die eigenen Truppen, welche üb,rschoff»n werden, und mnß während des Enischeidungskampse« überhaupt schweigen. Um der Artillerie möglichst viel Zeit zu geben, ihr nutzlose« Spiel zu treiben, werde die Enticheidung verzögert. Während die Infanterie-«äffen, al« Reserven hinter der Feuerlinien po-stiert, sich wehrlos zusammenschießen laffen müssen. Halle man die Feuertinie so schwach al« nur möglich. Die in diese erste Linie beorderten Abteilungen haben da« Gefühl der Unzulänglichkeit ; sie betrachien sich al« einsach hingeopsert. und bei der ganz zwHeere« ein. Ein keine Unterstützung zu finden wäre. Auch erfährt Cilli durch die neue Schulanstalt weiterhin seine Umgestaltung in der Richtung al« S ch u l st a d t, die ihren Bewohnern Verdienstgelegenheiten bieten soll. Wir haben weiter« die deutsche Schule al« eine der wichtigsten Stützen de« Deutschtum« im Unterlande einzuschätzen und gerade Gaberje mit seinen 2500 Einwohnern, von denen die Hälsie sich zu« deutschen Volke bekennt, hatte e« nötig, gegen die Slavisierung Deckung nnd Rückhalt zu finden, denn fiele Gaberje in die Klauen de« Gegner«, so wäre auch Eili arg bedroht. E« fei hier nur an Brunn erinnert, da« von seinen Vorstädten au« nationnl a« «eisten bedroht wird und e« sei aus ander« mährische Städte verwiese», die von den Vor» städten erdrückt und erobert wurden. Daß die Gefahr für Gaberje nicht zu unterschätzen war, be»ei«t ein Gang durch die Hauptstraße; in auf» fallender Meng« drängen sich rein slovenische und gemischtsprachige Geschäft«schilder vor. Die Glovenen verhehlen sich nicht die Trag» weite der vollbrachten Tat. Eine tiefe Niederge» schlagenheil ha, fich ihrer bemächtigt. .Da« Glück von Ea«nhall", di« Hoffnung aus di« Eroberung dt« aufblühenden Vororte« liegt zertrümmert zn ihren Füßen und jeder Splitter sticht. In beweg» lichtn Jammertönen trägt die Domovina ihr Leid vor; ihr gilt die neue deutsche Schule al« der Totengräber de« Slovenentum« in Gaberje. In ehrliche Bekümmern,« mischt sie ein Phrasengeklmgel, da« den Stempel einer widerlichen Mache trägt. Slooenski Narod rast und will ein Opfer haben. »Slobenec" aber prägt ein Wort, da« dem „Fürn Polonix!" gleicht, va« man Ko«zin«ko in den Mund aelegt bat. Im Vokativ solche« nnr au« Infanterie bestehende« Heer würde die Einführung der einjährigen Dienstzeit und eine wirkliche sowie gerecht« Durchführung der allge» meinen Wehrpflicht soiorl ermöglich«». All« für H«ere«zwecke bewilligten Mittel stünden für die bestmögliche Bewaffnung, Ausrüstung und >us» bildnng der einzig reellen Waffe zur Verfügung. Der gedrückt» Geiß der Infanterie müßte sich heben, wenn Nebenwaffen nicht mehr bestünden, mit welchen immer ein durch nichts gerechtfertigter höherer Kultus getrieben wird. Schon bei der Mobilisierung würde sich die Ueberlegenhei« eine« nur an« Infanterie bestehenden Heere« geltend machen. Da« zu« Gewehre greifend» Volk ver» wandelt über Nncht fich in ein Heer von größt» möglicher Stärke. Und zn einer Zeit, da »in «it Artillerie und Kavallerie grsegneter Gegner kaum mit den Aus«arschtransporten aus dem Landes» innern beginnen könnte, würde da« Jnfanierieheer mit fliegenden Fahnen bereii« flott gegen di» Hanpistadt de« Feinde« rücken. Die Einsichheit der Leitung, die Sicherheit der Fnnktion eine« solchen Heere«, würde die Energi» de« Führer« heben; und diefe Energie der Führung müßte sich mit dem Elan de« freien, unbehinderten Infanterie« Heere« multiplizieren, zum Quadrat erheben. Alle« könnte «an mit einem solchen Heere wagen. Anßer Strömen und Meeren kennt bie Infanterie keine Hindernisse; jeder Aufgabe sei sie gewachsen, denn sie kämpft unter allen Umständen u»d überall, ouch aus Gletschern und in Urwäldern, sei e« bei Tag, sei e« bei Stnrm oder Nacht. Seite 2 tust er au«: ,Tu2ao Oelje !* Traurige«, bftftcr«« E'llil Daß darin auch eine Bo«h«it g«g«n bie Sl»o«nischlib«rale» steckt, bie b«« Klerikalen ein .Traurige« Kämt««* auf ba« Kerbholz gesetzt haben, sei n«r nebenbei bemerkt. Die mannhaften Siebenbürger Sachse«, bann die in« polnische Laub versprengte« deutschen Ansiedler seyen Gut und Blut an bie Erhaltung ihrer Schule «»b trotze« damit selbst ihre« Gegner, der sich «icht sobald zur Anerkennung fremder Größe und Heldentum« durchzuringen vermag, Achtung ab. Diesen Vorbildern habe« die Cillier «achgeeifert, al« sie auch die Opfer, die mit dem Werke ver« bunden sind, auf sich nähme«. Die deutsche Volk«schule i« Gaberje möge wachse«, blühen und gedeihen! Teutwart Wede. Z>ic Altersversicherung der Srivat-veamten. Die G,setze«oorlage betreffend die Alter- und Jnvaliditäi«»ersicheru«g der Pnvatbeamten, welche vom Abgeordnetenhaus« bereit« im ZSnner berate» worden ist, wurde nunmehr auch vom Herrenhaus« in feiner letzten Sitzung angenommen. Die Sanktion der Vorlag« bürft« bald erfolgen. Im Hinblick auf b>« große Jutereffe sür bie Bestimmungen de« Se» fetze« sowohl in d«n Kreis«« der Angestellten al« auch der Ch«f« seien nachstehend die wesentlichsten Punkt» wiedergegeben: Der Bezug der Pension ist an »ine vierzigjährig« Dit«stzeit gebunden oder richtiger gesagt an die Ent-richlung von 480 Monot«beiträgen, wenn nicht vor« her Invalidität eintritt. Die Höhe de« AlterSbe« zuge« ist verschied«» und richtet sich nach dem Zatz-rengeb«»««en zu retten; Di« tragisch« Geschichte de« jungen Manne« würd« d«m An» walt von d«r Frau selbst erzählt, nachdem sie in« zwischen Witwe geworden u«d dadurch freie Hand bekommen hatte, b«m Unglücklichen d?iz„spnng«n, ohn« sich selbst zu kompromittiirra. E« soll nun ein Gnadengesuch an den Gouverneur g«richt«t werbt«, um b«n Unschuldig«« schnellsten» au« dem Zuchthaus« zu erläsen Uelrigen« ist ber eblen „jtmtf»»cht- Für bie Pension dir wirklich Verstch«rt«n sind stch« Klassen in Au«ficht genommen, und zwar bie erst« Klasse mit 600 bi« 900 X. bie zweit« mit 900 bi« 1200 X. die dritt« mit 1200 bi« 1800 K, di« viert« mit 1800 bi« 2400 K, bie fllnfie mit 2400 bi« 3000 X unb bie sechste mit ud«r 3000X. Der Anspruch aus di« Pension beginnt mit zurück-g«l«gt«m 10. Di«nstjahr n«d betragt in ber trsttn Klaff« 180, in b«r sechste« 900 K; «r wächst jährlich um 9 bi« 45 X. Der Witwead«z«g ist mit 50 Prozent bimeffe«, der Erzi«dung«d«itrag für Kinder mit 25 Prozent. D«r Gefamtb«zug der Witwe mit den Waisen kann aber nicht höh« sein, al« btr Penston«anspruch de« Mannt« gewesen wär«. Di« Alter«p«uston «erricht nach vierzigstem Dienstjahr in d«r ersten Gehall«klass« di« Höh« von 450 X «nd erreicht in der sech«ten Klaffe mit 2250 K da« Maximum. Bersich«rung«pflichtig sind nach dem Entwurf« all« jene, w«lch« bi« Stellung von Beamt«« einnehmen oder »»«schließlich geistige Arbeit od«r höhere Dienste v«rf«h«n. D«r G«fetze«twurs leibet an dem einen großen Mangel, daß ber Staat selbst nicht mit einer Jahre«» botatio« eingreift. Möglicherweise greift da« Hau« in dieser Beziehung em. Mit den Augen des Aeindes gesehen. Italien wirb bereit« eifrig zum Anbringen aus Oesterreich bressiert. Man lehn ba« Volk in ben Oesterreichern den Feind zu erblicke», dem der nächste Kamps gelte« soll. Ein solche« Zerrbild, wie der Haß e« schuf, bring« der in Venedig erscheinende .Abriatico' au« den Tiroler Bergen. E« heißt da: .Die Gegeud ist schön, trotzdem sie unter der Herrschast de« H»b«bnrger Adler« ist. Ueberall atmet man italienische Schönheit und Lebendigkeit! Natürlich! Da« Gast da»« dort ist ganz österreichisch, man sieht die verhaßten österreichischen Uniforme«, hie Suppentopfmützen. Eine Ansichtskarte, bie bei un« 5 Eentesimi kostet, wirb mit 20 unb 30 ver» kauft, unb wenn ma« dagegen Einwand erhebt, wird einem mit jener guten Leben«art geantwortet, von der unsere Väter nur zu viele Proben «rfahr«n haben. Da« Panorama wtrb i»«er schöner. Natürlich — e« ist ja italienisch! Aber die Leute paffen nicht hinein. Ei« sind leiber kaiserlicher al« t>«r Kaiser, eifriger, «rgebener i« Dienst« d«« hab-gierig«» Adler«. All»« ist teetonisch, di« Straßen, di« Hä«s«r, bi« Gastwirtschaft««; wenn nicht der italienische Himmel unb bie italienischen Berg« wären, man könnte glauben, in ein«« böhmisch«» ttorf« zu sein. UebtraQ bie .ostrogotifchen" Laut«, hart unb knurrig. Ueberall Offizier« ohn« Eleganz, vielfach «it Schnürl«ib«rn! von den Soldaten aber ist »« b«ss-chischer Haupimann hierzulande getan hätte, wäre er sofort ob Spionenoerbachte« eingelocht morde«.) Sehe« wir un« einmal bie famose« österreichischen Alpenjäger an Ein« lange Reih« grauer Mensche« zieht sich mühselig «ine Bergwand hinab. Plötzlich durchdringt ein ranher Ton, wi« btr «inet ver» stimmten Trommel, bie L«st und beleidigt unser Trommelstll! E« ist «in Gesang! Un« scheint «< unmöglich, daß die« ein Lied sein sollte? unb boch ist t« ?o! Die Solbaitn kommen näh«r, sie ordnen sich auf Befehl, aber kein« Fröhlichkeit ist in ihrem Wesen, plumpe Bursche, unbeholfen in ihrer gra«en Gewandung, indolent, schweigsam n«b zugeknöpft, al« ob sie zu einem vkgräbin« gingen, so schleichen sie vorüber! Welcher Unterschieb zwischen diesen Soldaten unb unserer schöne« Jugend, die wacker «nd lustig baherschreitet, die lächelnd allen Strapazen widersteht. Nach den Alpenjägern kommen bie Dra» poner. Die Pferde waren schön unb stark, aber bie Leute waren vom gleiche« Schlag« wi« di« anvern. E« mag ihnen schwer werben, mit ihren M»«keten unb Säbeln vom Pferde herunterzukommen, viele Unterosfiziere tragen stolz Denkmünzen an die 50jährige Regierunglzeii Franz Jof-f«. Wir spotteten barüber, aber ein Ei«heimischer (ein Jta-iitner, btr merkwürdigerweise nicht italienisch em» psindel!) vermiet un« da«. Cap. (Eoletti, um sich gewissermaßen dafür zu rächen, machte m dem mit Öftreren gefüllte» Gasthaus nationale Propaganda und brachte schließlich eine tschechische Kellnerin bahi», ,Viva l'Italia!* zu rufen, fönte eine anbete, eine üppige Maid, zu der Aeußerung, daß die italienischen Alptni lympmdischer seien al« die österreichischen.* Welche H«ld«ntat be« italienischen Alpinihaupt-manne« und welcher Takt! Dieser Edle schimpft« bann w«it«r Über unser» Miliiärmusik, bi« mit ver Fansare ber italienischen Alpmi gar nicht verglich«« werben könn». Ein Ohrenjprenger ist bi« unsere, währenb die italienische „Feuec m die Beine, Heiter-feit in« Herz treibt unb auch die zu Tode erschöpften rennen macht". Die „österreichische Soldatetka* be» steht au« .k k. Maulmachern und Kopfhängern", di» zu wkinen scheinen, wen« e« auch zur Hochzeit gehl, während die unsrigen singend zum Tode schreiten." Glückliche« Italien l Die letzten Krieg«-erfolg» habe» ja gezeigt, wie bein» bewaffneten Kri»g»r singend und voller Lustigkeit zu« Tode gehen. Und ba«it genug von ben Ergüssen biefe« italienischen Patrioten l Aotitische Rundschau. Da» Streitobjekt zwischen Heflerreich «ad Italien. „Jialia Milttart* veröffentlicht einen viel-besprochenen Artikel über die Ansprüche Italien« Nutze« dieser Einrichtung erkenne«. Die Dänen aller anderen Länder erklären, daß selbst bi« «legantesten englischen Mädchen durch «in«n Mang«! an Grazie auffallen, baß sie aber l«ichl Anmut unb Schönh«il der Bew«gung«n erlernen, wenn si« sich nur recht beobachten. Da« .Spiegel» zimmer' wirb ihnen nun all ihre Fehle, zeigen, wenn sie ben Mund zu» Singen öffnen, wenn sie gehen, wen» si« la«sen «nd wenn si« tanzen. J«de Gest«. j«de Form be« Auftret»»« kann bie Ingusche Dame in biese« Raume au«probi»r»n und einüben unb si» wirb bann balb lernen, wi» sie aus bie eleganteste Weis« bie Hand schütt«!«, lie» b«n«würdig lächeln und kokett flirt«« muß. Kein« Fra«, bi« sich jeben Tag auch nur fünf Minute» in einet solchen Umgebung von Spi'gel» aufhält, wird firner btr Grazit ermangeln. Alle« nämlich, wa« man bet einem flüchtigen Blick in ben Spigel übersieht, ba« muß auffallen, wen« ba« Bilb wohl zwanzigmal von ben verschiedrnsten Stiftn zurück» geworfen wird. Nur so kann bit Dam« alle Ein» zelheiten ihrer Halt«ng beobachten «nb doch zu» gleich eine« Eindruck von ber Harmonie ihr«r Bewegungen »rhalitn. Unendlich vervielfältigt unb vergrößert werden ihn»» dann bi« Mängel ihrer Toilett« und bie Nachltssigk«ii«n ihr«« Lu«sehea« in grausamer, abschrecke«b«r Deutlichkeit vor Aug«« stehen, unb bi« englische Frau wirb burch ba« .Spitgrlzimm««* zur elegant«stt« und a»mu-ttgflen Frau btr Welt w»rd»». Nummer 90 ans Albanien. Diese Ansprüche weiden an der Hand von Dokumenten nachgewiesen, welche sich im Archiv von Neapel befinden. sch»«che Stell, »er britisch»« Senmtcht. E« ist ttwa« faul tu der welimeerbeherrschenden »rmada England« und schon die häufigen Desertionen von Matrosen und Marwesolvaien ließen erkennen, daß e« mit der Manneszucht in der Marine rech, schlecht bestellt ist. Ein künftiger Seekrieg könnt; ausS neue die Bestätigung dringen, d-^ß nichi die Zahl und G öß» der Schiffe und Geschütze allein ven Erfolg gewädrleist't. Kürzlich fanden Meutereien stati. die einen so ernstlichen Charakter hatten, daß da» ganze Arsenal mobilisiert unv die Truppen tonsigniert wurden. Eine Quelle der Besorgnis sind für England auch die vielen deutschen Seeleute aus britischen Kriegsschiffen. Man traut ihnen nicht. DaS „Lieb Vaterland" bat Über die deutschen Theerjacke» eine zu „ivße Gewalt und da» könnte im Streitfälle mit Deuischland «ür britische Schisie verhängnisvoll werden. Andrerseiis ist ma» aus deutsche und skandinavische Seeleute anaewiesen, da England den Bedarf nicht «ehr zu dicken vermag. Serbiens jU»*nc» ast Anleihe. E« ist nun kein .öffentliche» Geheimnis" mehr, sonder» Tat. sache. baß die serbische Regierung ihre neuen Sa-nonen bei Schneider in Creuzot in Auftrag geben wird oder vielleutu schon gegeben hat. Auch vie neu, serbische Anleihe im Betrage von 120 Mlli» oh n Frank« wird zum größten Teile von iranzö-sischen Geldinstituten effekiuiert werden. E« war schon feil langer Zeit klar, daß alle« so komme» mußte, wie e« gekommen ist. Ministerpräsident Pasitsch hat. winn man sein höchsteigti-e« Interesse in Betracht zieht, sehr richtig g»d«»d»lt. indem >r kaiegorisch erklärte: die sranzösischen Kanonen oder — gar keine! E« soll nämlich, wie der .Schles. Ztg.- au« Belgrad geschrieben wird, für ,yn unv sur di« Mitglieder der nach Creuzot »nisindeten miliiärischen Prüfungskommission «in sehr schöne« Slück Geld herausschauen — «an spricht von 1.200.000 Frank« — sobald die serbisch» Regierung die neuen Kanonen bei Schneider in Auftrag gibt. Kaufpreis« zu hoch gestellt mattn. Nachdem di« Besitzer Senitza und Stabler ihre Forderungen er» «äßigt haben, sei beut« »in Abkommen ermöglicht. Für daS HauS Senitza «it dem gegenüberliegenden Werkftätiengebäude wurden 32.000 X und für da« Haut Stavl«r («it de« Tut«) 30.000 K begehrt. Mit d«r Erwervung der beiden Häuser werde e« «'«öalicht di« Schmiedpaffe, di« j»tz« ein« unzu-länglich« Breite ausweise, entsprechend zu v«r-brttlern. weiter» den Durchbruch in Die Ringstraße herzustellen und damit auch d'N Hauptverkehr aus der >ch«al»n Bahnhosgass» eiwaS in die Ring» straße abzulenken. Eine besondere Belastung der S>adtge«einde werde nicht eintreten, du der größte Teil d«S gewonnenen Bauplatz»« von der Sparkasse zum Zwecke d«S Autoaue« ihrer Häuser in der Rmgstraß» in Verwendung genommen werden wird. In eine« dieser Häuser dürfte aber, nachdem der Gedanke der Erbauung eine» eigenen AmtShauseS fallen gelassen wurde. daS Haupt» ste»era«i untergebracht werden. G.»A. Dr. Schurbi stellt den Dringlichkeitsantrag die er» wähnten beiden Häuser zu erwerben, welcher Antrag mit allen Sii««en zum Beschluß er» hoben wird. Zur Tage«ordnung übergehend, berichtet der Obmann de» RechtSauSschusseS Dr. Schurbi Über ein Ansuchen der Gemeinde Doberva bei Neuhau« um Ausnahme der Theresia Mraß in den Gemeinve» verband. Dem Ansuchen »i>d, da ein 14jähnger Aufenthalt nachgewiesen erscheint, willsahrt. Der gleicht Berichterstatter «eilt weiter« mit, daß da« ÄezirkSgerich« Eilli an da« Sladiamt eine Zuschritt gerichtet habe, in weicher die Aeußerung gewünscht wird, ob ei« auf dem Jolesiberge liegender fflej al« öffentlich erklärt werden könne. Der Gemeinde» au»schuß beschließ« über Antraa de« RechiSauS-schuff«», in v»e Oeffentlichk^iiSerklärung nicht zu willigen. G.-A Dr. Schurbi ersucht hiebei den Bürgermeister, dasür Sorge tragen zu wollen, daß der bereit« auf «ehr al« 8 m verdreitert« Wkg nicht noch mehr verbreitert werde. Die Festsetzung der Dienste«oorschriften für den Stadttieratzl wird al« noch nicht spruchreis von der Tagesordnung abgesetzt. Um Widersprüche zu beseitigen wird sodann über Antrag de« G.-A. Dr. Schurbi beschlossen. auSzusprechen, daß der GemeindeauSschußdeschluß vom 8. Jänner 1897, betreffend die Taggelder der städtischen Beamten durch den § 8 der im Jahre 1899 beschlossenen Di«nftprag«alik al« aufgehoben zu b«iracht«n sei. Die Höhe der Taggelder wird «it den im GemeindeauSschußbeschlusse oo« 8. Jän» ner 1897 festgesetzten Beträgen befti««». bezw. bei-behalten. Für den Unterausschuß 2 berichtet dessen Obmann Gy«nasialdir»ktor Prost Über einen Amt«» vortrag deS Stavta«tSvorstandeS Dr. Ambroschiisch, in welchem bie Notwendigkeit der Errichtung eine« Eommtrspielplag:» für di, Kindergärten dargelegt wird. Die Kosten desselben stellen fich auf X 460. Dieser Spielplatz soll durch eine Treppe, die von den Schulzi««ern in« Freie führt, zugänglich ge» macht werden. Der Antrag auf Errichtung findet einmütige Annahme. Da« Ansuchen d«r Schulleitung der städtischen Bürgerschule auf Anschaffung eine« SkioptikonS zu UnterrichtSzwecken wird abschlägig beschieben. Der Berichterstatter Direktor Prost verschließt sich nicht der Anschauung, daß die Anschaffung wünschen«, wert wäre, verweist jedoch auf die großen Au«» gaben, die die Gemeinde für Schulzwecke bereit« zu machen habe. G.-A. Gymnasialbirtkior Piost brachte nun-mehr den Antrag wegen Erbauung einer deutschen Schule in Gaberje, bezw. Ueberlegung der bestehen» den Parallelklassen an der Lolk«schule ein. Er ver» »>»« zunächst aus den Umstand, daß die fortschrei-tende V»r««hrung der Anzahl der Schulkinder die Errichtung von Parallelklasse« an der Knaben- und MädchenvvlkSschule nötig gemacht habe, daß jedvch damit manche Unzukömmlichkei». so z. B. Ueber« süllung der Schulräume, verbunden sei. Es trete daher an di« Stadtg»«einde die Ausgabe heran, entweder eimn Teil der Kinder, welch« sich in die städtisch«» Schulen einschreiben lassen und welche nicht de« Schulsprengel der Stadt angehören, ab» zuwei»» oder sür neue Unterku»siS«itiel Sorge zu nagen. Ersteres wäre jedenfalls hart und er glaube, daß die Humanität, die der Gemeinderat der Städt Cilli stet« betätigt habe, «s nicht dazu kommen lassen werde und daß »an davor ziirückschrecke» werd», den Kindern »er Eltern, welche wünschen, daß ihr» Jugend an den städtischen Schulen etzsgen Seite 3 wird, di« Ausnah«« zu versagen. Wolle «an dies aber nicht tun, so sei unbedingt die Aufführung von Neubauten erforderlich, die allerdings «it großen Kosten für die G,«einde verbunden wären. E» gäbe «ber einen Ausweg. Es habe der Deutsch« Schul» vtrtin der Stadlg««eindt da« groß«ü>ige Aner» bieten aemach«. zu« Ba» einer j« üklassigen Knaben» und MadchenvolkSschul« an dir Grenze der Stadt eine Beihilfe von 90.000 X zu gewähren. Dadurch könnte mit den Unzukömmlichkeiten der bisherig«« Parallelklassen aufgeräumt, und e» könnten gleich» zeitig die Finanzen der Stadt geschont werden. Er beantrage die Annahme de« hochherzig«» Anerbieten« de« Deutsch«» Schulvereines. An di«s«n Antrag knüpft sich «ine lange Wechielrede, deren Wiedergabe wir Raummangel« wegen sür die nächste Blaiifolge aufspa-en müssen. Der Antrag san? schließlich begeisterte Zustimmung und ward unter Heilrusen zum Beschluß erhoben. Der Bürgermeister Dr. Jabornegg v. überträgt nun«edr den Vorsitz an den Bürgermeister-Stell» Vertreter Dr. Jesenko und übernim«t in Lertre» tung de« Obmanne« de« Bauautschusse« die die«» bezügliche Berichterstattung. Hinsichtlich gewisser Herstellungen im Mädchen» schulgebäude wird beschlossen. «S bezüglich der Entlüstung d«r Schulräume probeweise mit eine« Behelf« zu versuch«», bezüglich der Verbindung der Schliffböden mit dem Boden der Schulzimmer bis zu den Ferien zuzuwarten, für die Instandhaltung der Pumpe der Wass rleilung über eine» Pauschal» betrog von 60 X mit dem Schloss«rm«ist«r Eich-berger zu vereinbaren. Dem Ansuchen de« Albert Fröhlich, ihm die Anbringung eines vorspringenden Schaukastens in der Brunnengasse bewilligen zu wsllen, wird umer HiuweiS aus die Enge der Gasse keine Folg« ge» geben. Ebenso wird da« Ansuchen der Kaati»»ur>n Luzia Schmidt a»s dem Südbahnhvse, die Stadt» ktmeinde möge ihr einen Platz zur Beifügung stellen, nachdem ibr da« bisher benutzt» Wächter» Häuschen nicht mehr zu Gebote steht, abschlägig beschiede«, da die Gemeinde über einen solche» Platz nicht versüß. Michael Wakonigg hau- ersucht, sür «ine Ableitung d»r Ni»derschlag«wässer in der Feld» gasse Sor.ie zu tragen, da bei Regengüssen sein Hos unter Waffer qesetzt werde und Gefahr be» »ehe, daß daS Wasser auch in 'seinen Bieikeller eindringe. Die Abstellung der Uedelstände wird als dringend notwendig anerkannt und die Her» stellung einer Ableitung durch ein »ffene« Gerin»» beschlossen, da« einen Kostenaufwand von 226 X verursachen dürfte. Der Bürgermeister berichte! nunmehr über ein Gesuch de« Deutschen Studentenheim« in Cilli, in welchem di« Noiw«ndigk«it d«r Erbauung «ine« neue» Studentenheim«, sowie die Zweckmäßigkeit ber Angliederung desselben an da« neu zu erbau-ende EiaalSobergtMnasium dargelegt und darauf hingewiesen wird, daß al« g»»ig»ete Bauplatz« vor all«« di« Jnstlgründ« wegen ihrer schönen und gesunden Lage in Betracht kämen. Der Gemeinderat beschließt nach langer Wechselrede, in der «ine große Reihe von Rednern sich zu Worte «eldeie, dem Uniericht«mtnifteriu« die Insel» gründe al« Bauplatz sür da« EtaatSgymnasiu« zu empfehlen und die nötigen Giuuderwerdungen auf de» Jnselgrüiide» zu veranlassen. Ein au«» führlicher Bericht über diese Angelegenheit folg». Der Bericht de« Unterau«schusse« 4 über den Rechuung«abfchluß de« städt. Gaswerke« sür daS Jahr 190t» (Berichterstatter G.-A. Rauscher), wo» nach daS Betriebtjahr 1903 «it eine« Gewinne von 1624 schließt, wird zur Kenntnis genommen. I« Zusammenhange damit, «erden einige Buch» forderungen d»S Gaswerkes wegen Uneinbringlich» keil abgeschrieben. DaS Anbot deß M. Karlofchek, sein Ha»S zu kaufen wirb abgelehnt. Dem SchlachthauSausseher wird eine Gehaltserhöhung zugestanden. Für den Unt»rrich!«au«>chuß S berichte« dessen Obmann Möril über da« neuerlich» Ansuche» der Frau Fanm Pelle u« Gestaltung der Ueber» iragung ihrer Branniweinschankkonzession in die Klostergasse. Da« Ansuchen wird abschlägig be» schieden. Die Si«ll»ngnah«e zur beabsichtigien Erdöhuug der Land»«bierauflage unterbleibt, da der Anlaß in Wegsall q«ko««»u ist. Bezüglich einer Beschwerdeschrist der Fleischer wegen angeb» licher Mängel im Schlachthau!» vertritt G.-A. Teppei ben Standpunkt de« Schlachihautverival» !ung«au«schusse«. Dem Verlangen der Fleischhauer, die SchlachihauSberichie in der „Deutschen Wacht* Äus Stadt und Dmd. ßillier Hnneinderat. Am Freitag den 9. d. M. sand eine ordentlich» öffentliche Gemeindeausschußsitzung statt. Vorsitzinber: Bürgermeister Dr. v. Jabornegg; anwesend 18 GemeindeauSschüsse. Der Bürg»rm»ist«r bringt zur allge«»in»n KknntniS, daß sich ter B»rrin „Deutsche« Hau«" in Trust für die zugtweudet» Spende von 20 X bedankt da« und «eilt sodann «n, daß fich da« Siadla«t an ein« Reihe von B«rqbauuniern«h» «ung,n gewendet hab», um von diesen KoU» zu: Unterstützung der Sladiarm»» zu erlang«». Diesem Appell an die Mildtätigkeit hat bi«her da« Berg-und Hüttenwerk Siors und die Bohe«ia Gewerk. schast entsprochen und zwar hat erstere« in Geld eine Spende von 100 X und letztere eine Spende in Heizmaterial «it 50 Meterzentner Kohle ge«acht. Wird dankend zur Kennini« genommen. ES gelangt sodann eine Zuschrift deS Handels» giemium« Cilli zur Verlesung, in welcher dasselbe an da« Stadia«« da« Ersuch»«, richtet, bei der Post- und Telegrasei-Direktion in Graz vorstellig zu werden, damit dies« i« Telesornüesen der Siadt endlich ei»«al di» nötigen Vorkehrungen treffe. I« Vorjahre habe «an die Au«gestal>ung de« Telefon-netze« davon abhängig gemacht, daß sich die nötige Anzahl von Telesonbenützern melde. Dieser Forderung s.i entsprochen worden, uetzde« geschehe aber nicht«. Die Errichtung eine« Lokalnetze« und. der Anschluß an die inierurbaneLeitung wird al« eindringende« Bedürfnis der Stadt bezeichne,. Gleiche Eingaben sind an di« Grazer Hantel«- und Gewerbeka««er und an den LaodeSoerbakd für Fre«denverkehr ge» richtet worden. Der Bürgermeister eröffnet hiezu, daß vo« Stadia«« bereit« deS öfteren diesbezügliche Schritte unternommen wurden und daß neuerving« in dieser Angelegenheit da« Nötige veranlaßt werden wird. Bt«her habe «a» stet« de» Bescheid erhalte», e,»e Ausgestaltung sei solange nicht «öglich. bis nicht die zweite Telesonliuie Wien.Trieft ausgebaut sei. Der Bürger«eister berichl« sodann ibrr di« Notwendigkeit de« Ankause« zweier Häuser in der Schmiedgasse. Der Ankaus dieser Häuser sei schon vor Jahren in« Auge gefaßt worden, e« sei jtdoch zu keiner Einigung gekommen, da die I Seite 4 ..Ar«,»«»» MMW- ^ Nummer Al) nicht «ehr erscheint« z« lassen, da dieselben nach einer Entscheidung de« v»r»altuug«g»richt«host« Geschäft«g»hki«»iff» beträten, wirft, nachde« di» G.-A. Dr. Schurbi und Dr. Jesenko da« Wort zur Sache ergriffen hatten, nicht nachgeko««en «erden. Zu Schluß der Sitzung bringt der vürg«r«eister Dr. o. Jabornegg zur Kenntni«, daß a« 12. und 13. d. M. größere ko««ission»ll» Erbedungen in Angelegenheit der Wass»rl»it»ng stattfind»« »erden. Zt»förder«»g. Der Minister für Kultu« und Unterricht hat den Professor am Staat«gy«nas>um Herrn Engelbert Pototfchnik und den Professor Herrn Josef ftozth in die siebente Rang«klasse befördert. Evangelische ^e»ei«de. Heute. Sonntag, vormittag« 10 Uhr findet in der Christu«kirche evang. Predigtgott et dienst statt, an den fich um V412 Uhr «in Kindergotte«dienst anschließt. AeßersetztMß. Herr Oberbergkommisiär Jos«s Galomon würd« von St. Pölttn nach Klagenfurt zur dortigen Berghaupt«annschaft al« Reierent übersetzt. Sotben erschien: „per letzte chr»f »o» Killt", Geschichtliche Erzählung au« Sleiermart« Vergangen-heit. Von Leo E m o l l e. Seiner Vaterstadt ge« wid«et. Prei« broschiert 60 Heller, in Leinwand gebunden K 1.10, «it Postzus-ndung 10 h mehr. Vorrätia bei Fritz Rasch, Buchhandlung Cilli. SvjiIrtge» Aärgerjubili««. Wenn wir heute stolz und freudig auf unsere schöne »«v deutsche Stadt Cilli blicken, so ist e« auch unsere Pflicht, der Männer zu gedenken, welch« zu« Empocdltlzen der Stadt, sei e« durch Gründung »on Vereinen oder aus ei« andere Art, beitrugen. I« Herrn vergrat Riedl finde« wir einen ganz besonder« tatkräftige« Man«, der Selegenheit hatte, a« 5. d. sei« SO.ährige« Bürgerj«biläu« z« feiern. Herr vergrat Riedl erfreut sich allgemeiner Sympathien, die besonder« deutlich zutage träte« a« Vorabende in der Dä««»rschopp»ng»s»llschas» i« Hotel .Erz» herzog Johann", in der de« Jubilare herzliche Ooatione« von seinen Stammtischgenossen bärge-bracht wurde«. Sin reicher Schatz vo« Wissen, be-sonder« auf naturwissenschaftlichem Gebiete, ist ihm eigen. Auch wenn e« gilt, für di» nationale Sache einzutreten, war und ist Herr Bergrat Riedl stet« dabei, mitzuhelfen und «iizutu«. $i« LeSensiberdrüssiger. Sa««tag nachmittag« stürzt» sich u»t»rhald der Kopuzinerbrück» in felbstaiördischrr Absicht d»r Gärtner Abbon Bader in die Sann. Eine gerade in der Nähe «it Wäsche beschäftigt« Arbeiterfrau konnte ihn noch rechtzeitig bei« Rockkragen fassen und ant Ufer zichen. trotzde« fich der Man« dieser Rettung«-arbeit widersetzt». Er beging die Tat wegen längerer Arbeit«losigk»it. Krhöh»»g der Sicherheit auf »er Süd. t»h». Da« E>stnbahn«intsteriu« hat an den V»r-waltung«rat der Südbahngeiellschaft einen Erlaß gerichtet, in w«lche« dersrlb» eingeladen wird, zu der sür d»n 12. d. M. in Angelegenheit der Fest-ßeluug «nd Durchführung der i« Interesse der Ordnung «nd Sicherheit de« B^hab«tri»b»« auf der Südbahnstrecke notwendigen Jnoestition«baute» anberaumt« Besprechung im Eist»bahv«inist»riu« Delegierte zu entsenden. Den Vorsitz bei dieser Besprechung dürste Eis»»dah««inister Dr. v. Derfchatta sühren. E« werden daran di» Fach« rrserente« für den finanzielle« »nd technischen Dienst de« Eisenbahnministeri»««, dann die Ver« treter der Geueralinspektio« dir österreichischen Eisenbahnen und selbstverständlich dir V»rlr«t«r der Südbahngesellschast t»ilneh«en. Außerdem wurde i« Eis»nbahn«i«ifterium ein« Spezialkommission eingesetzt, welche fich «it de« au« diese« Anlasse sich ergebende« Fragen intensiver beschäftigen und '««besonder» den Fortgang der durchzuführende« Javestitiontarbeiien überwachen wird. A»sa«»e»flöße an der Hrazer Z»«iver-sttit. Anläßlich ver Jmrnatrik«laiio« der neue« Hörer d«r Grazrr Universität ka« e« zwi« schen deutschnationalen Studenten und den Mit-gliedrrn der kl«rikal«n Studentenverbindung »Karolina" zu neuerlichin Lusammknstößen, so daß über Austrag be« Rektorate« di« Tore der Uuiorrsität geschlossen werde« müßten. Nachmittag« fanden in den Straß»« der inneren Stadt Zu« fomm»nstöße zwischen ben Studenten statt. Der Polizei gelaug «« «ur schwer, di« Streitende« zu tr««««« und die Ruhe wieder herzustelle«. jfl JUIt* wird te»rer! Unter d«m Drucke all-skitiger wesentlicher Prei«erhöhunge« der Papi«r-fabritt«, bleibt a«ch den P«pi»rhä«dl»rn und Ver-arbeitern nicht« andtr»« übrig, al« «it b»« Preisen ebenfall« entfpr»ch«nd hinaufzugeht«. Für Papier und Papierwar»« — gltichgiltig. ob Schreib-, Lösch». Pack«, vrirfpapitr» und Karton«. Hefte, Notiz- und Geschäst«bSch»r, Papiersäck» oder Kuvert« und all» Schreibwar»n — werden also künftighin erhöhte Preis» verlaugt und brzahlt werden müssen. S,e»de für be« Sch«l»erei«. Dieser Tag» erschit« der Hof- ««d G»rtcht«advokat Dr. Also«« Troll i« der Kanzlei de« Dtutschen Schulverein« und übergab im Auftrage eine« Spenders. der ungenannt bleiben will. 10.000 Kronen Nominal» ungarischer Grundentlaßung«obligationen al« Spende für den Schulo»r»in. z>»mmr«tsch««g *»f ei«er Sise«baß»ftr«cke. Au« Litttai wird g«««ld«t: A« verflosse«en Sam«tag, nachmittag« u« Uhr, geriet infolge de« anhaltend»« Rtgrnwetter« die zwischen den Bahnstalionen Sava und Sagvr befindliche Böschung in der Nähe der Ortschaft R«nke in R«tjchu«g, wodurch der Eistnbahnda«« in der Str«ck« von zirka 20 Met«rn verschüttet wurde. Die Rutschuug geschah un«itt«lbar nach de« Abgang de« u« 3jti Uhr nach«ittag< von der Station Littai nach Sagor abgrlassenen Postzuge« -der letzte Wagen oe« Zug«« wurde noch geftrrist. Hätt« der Postzug einige Sekunden später die Un-fall«stell» passiert, so wär« «in große« Unglück geschehen. Infolge Erdabnttschu«ge« hatt«« dir Züge Verspätungen von «threren Stund»«. Der verkthr ward durch U«st»igr« ver Passagiere auf-rechterhalte«. J>«5 fi«d ««sere Priester. Am letzt»« Sonn-tag v»rsa«mell» der Berein der Seelenhirt»« de« Lavanter Bi«lu«« seine Mitglieder zu »inrr Bera-tung im Narodni Dom. Zwei deutsche« Frauen, denen die große Zahl der mit den Zügen »in-«rrssenden Geistlichen ausfiel, ließen bei einem der-selben anfragen, welcher Zweck sie herführe, worauf der Gefragt», »in nicht«würdiger Hochwürdiger die bübisch« Antwort gab: .Die Deutschtümler werden wir in di« Sann schmrißen." Und solche fanatische Deutschenhasser finden, wie die« di« Btricht« über die Versammlung de« Vereine« „Freie Schult" «rwi«s«n, noch Zuträgtr und Spion« in dtn dtutsch«« Reihen. Pie ba» Land für bie Slo»e»e« sorgt. I« St. Marei« bei Erlachstein hat sich «ine Genossin-schast zur Au«trocknung der Wiesen gebildet. Dieser Genossenschast hat da« Land und der Staat eine Unterstützung in der Höhe von 40 v. H. der ge-samten Kost«« zugesichert. E« handelt sich hier um ein Unternehmen der klerikalen Peroakenpartei, die i« al« Rtklamt sür ihre Bau»rnfäng»rei benütz«« will. Aus ben Lippen tragen si? da« ,?roö oä Graca!" .Lo« von Graz!" und die Hände strecken sie nach Landt«geldern au«. Z»ie Araudtatastropye vo« Schöustei«. Der Markt Schönstein. dessen Bevölkerung ob ihrer stra««e« Gesinnuig und ihre« «utigen Eintrettn« sür da« Deutschtum sich dt« beste« Rufe« in allen Gauen der Ostmark erfreut, wurde in di«s»a Tagt« wohl schwer geprüft. Da« El»«»nt de« Feuer« war »«, da« unsere Bürger au« de« Schlafe weckte und ihnen «it dem gluirot»n Scheine der Feuer«-brunst und den Signal«« der Feuerwehr unsanft den Tröster Schlaf raubte. U« '^4 Uhr wotgtn« weckte« Hornsignale die Schläfer und nach wenig»« Minuten hörte «an schon die stet« schlagfertige Wehr Schönstein», mit ihre» Geräte» durch die Straß»« rasseln. Rot» F«u»rgarbe« schreckte« die unsanst au« dem Schlafe gerüttelte« Schläfer. Im Herze« de« Markte«, in be» großen. weitau«ge-dehnt«« Werkstätten der Woschnagg'sch«» Lederfabrik hatt« sich da« »erhe«re«de El«««nt de« Ftuer« eine ergiebige Bruistätt« ihrer V-rnichtung«krast gesucht. Mit furchtbarer Schnelligkeit ergriffen di« ansang« nur «in«« kleinen Teil der weitau«gedehnten Fabrik«-räumlichkeiten beherrschenden Flammen die umlie« gende« anderen Räumlichkeiten. In der sogenannten Schwärzekammer brach da« Feuer, wie man ver-mutet, durch ein« bi«h«r nicht aufgeklärt« Ursoch« au«. Mit unglaublich«! Schnelligkeit griff der Feuer« brand von bort auf die Trockenkammer. Maschinen-räum«. Roll-, Glazierräume usw. über und der mächtige Feuerbrand erhtlltt nicht nur dt« ganzen Mnkt, sondtr« bedrohte denselben mit gänzlicher Vernichtung. Hart an die brtnnende« Objekte stoße« die Lohlager. Magazine mit Rü>?öl, Leimleder und noch «ehr brennbaren Stoffen gesüllt, eine Rtmist mit ungefähr 1000 Meterzentnern getrockneter Fichtenrind« us«. E« war unbestritten nur de« rasch«« und zielbewußten Eingreif«« d«r hiesige« OrtZseuerwthr zu dank««, daß der «ntrr so schlim««« Bedingungen an und für fich verbterende Brand nicht (ine schreckliche unau«d»nkbar» Katastrophe für den Markt «ach fich gezogtn bat. Der ung«««i« au«g«dthntk — ungefähr 25 Objekte um-fassende — Fku«rh«rd litgt «ittea i« etwa« eng» umschlossenen Häuserko«pltx de« Markte«. Man erwartete jeden Augenblick ein Uebergr'ife« dt« Brande« auf bie in nächster Räb« liegenden Gt-bäudNicht n«r „himmelhoch- züngelten die Flammen au«, sondern viele Meter lange Flammen-garben wurden au« de« «lindesten« 300 in* um-fassend«« glühenden Feuerherd gegen die nächste« Häuser geschleudert. Lähmende« Entsetzen zuerst und dan« der instinktiv« Drang zu .rette«, wa« zu retten ist" beherrscht« di« B-völkerung. Di»B«wohn«r der zunächst gefährd,tr« Objekte — der ganze« rechten Häuserzeile — schafften ihr Hab und Gut an gesicherte Ort«. Tiotz der allgemein?« Kopslostg-feit, die ja schließlich begreiflich ist, verlor die Schön st einer Feuerwehr ihren Kops «icht. Die «rst« Feuerwthr. oie tat kräftig «iagriff, war ftldstoerständlich di« Ort«fe»erwehr unt«r dem Kommando ihre« wackeren und erprobten Führer« be« W»hrha»ptmanne« Herr« W erbn, gg. M» wabrer Tode«verachtu«g arbeiteten die wackeren Schönfteiner Wehrmänner und e« kostete wahrlich viel Mühe der leitenden Organe die Einzelnen vor wirklich tollkühnen Eingrifftn zurückzuhalten. Mitten in die Gluthitze und mit gistigt« Gase« geschwängerten H«fräame stürzten sich die «u-tigen Wehrmänner hinein u»d »« kann wohl nur derjenige, der die eng aneinander geltgene«, zu-sammenhängende« Gebäudekomplexe, «it de« Feuer de» besten Nihrung«stoff gebenden Gegen-stände« gesüllt, ausfla««en gesehen bat, fich ein Bild nicht nur von der schauerlich«» Vernichtung«-gemalt de« Feuer«, sondern auch von der emi-nenten Gesahr uiach»« können, die nicht nur dt« Nachbars,ebäuden, sondern auch den ganzen Markt bedrodte. Dem zitlvtwußitn Eingreifen der Ori»> seuerwebr ist e« vor allem zu danken, daß der Brand aus dt« Feuerherd beschränkt wurde und e« ist wohl nicht au«zudenken, wa« unter andtrtn Umständen darau« hätte tntstthen können. Di» Schönstem«! Feuerwehr hat ihr» .Feuerprobe' glänzend bestand»« un» e« gebührt ihr außer d»r uneingeschränkte» Anerkennung und Hochachtung, da« Verdienst ihre« Heimal«or> durch ihren todt«, freudig»» Opfermut vor unberrchenbare« Unglücke gerettet zu ha*««. Schönstein stand tatsächlich durch «ehr«r« Stunden aus eine« glüh««d«n Pulver« faß«. E« hat nur sehr wenig»« g»f»hlt und der Brand hätte auf di« i« dem Gtdäudtkomplex« befindlichen Lagerräumen von geöhlten Häut««, Tbranfäß«rn u. f. w. Übergriffe«. Ein« Remis« vollgefüllt «it einer viele Wagenladungen fassenden Masse vo« zunderdürree» Fichtenrinden, war hart daran, »« Brand zu geraten. Die« «ur «i«ig« Btlspitl« für die große G iabr, die o«n Markt bedroht«. Die Aufregung der Bevölkerung war daher nur eine begreifliche. Man sicherte auch schon in den meisten Häusern seine bewegliche Habe und es zog wohl wie ei« Frühlingshauch über die Herzen der ihrem Heim so arg bedrohten Schönsteiner, als nm 10 Uhr vormittags der Brand als lokalisiert bezeichnet werden konnte. Der Aufforderung um Hilfe, die an alle Wehren der Nachbarorte erging, folgten mit a«-erkennenswerter Bereitwilligkeit sämtliche ohne Aus-nähme. Wacker zur Seite standen der Schönsteiner Wehr die freiwillige Feuerwehr von Wöllan unter dem Kommando des Hauptmanncs und Bezirks-obmannes Herrn Vinzenz P r i b o s ch i tz, die frei-willige FabrikSfeuerwehr von Heilenstein unter dem Kommando des Hauptmannes Herrn Edelhoffer, Die freiwillige Feuerwehr Cilli entsendete einen Lösch-zug und die Dampfspritze. Entgegenkommend wurde bereits in St. Peter die Wehr verständigt, daß die größte Gefahr vorüber ist, worauf ein Teil der Mannschaft mit der Dampfspritze unter der Führung des Zugsführers Herrn Gustav Stiger wieder nach Cilli einrückte. Ein Lischzug unter dem Kommando deS Hauptmannes Herrn Frrjen beteiligte sich aber wacker an den Rettungsarbeiten. Besonders mutig und tatkräftig griff auch die Wehr deS Nachbarortes Schmerzdorf unter der Führung des Herrn Nowak ein. Auch die Wehren der Nachbarorte Ritzdorf. Heilenstein mit flovenischem Kommando taten daS Ihrige. Der Anblick der ausgedehnten Brandruinen ist ein trostloser. Rauchgeschwärzte Mauerreste, ver-kohlte Balken, mächtige Eisenstücke, die einmal stolze stummer 90 „IFcttiMr* Wacht- Gette 5 s WT' H Butter AUCH EINE IK 15000-Kronen tti IB Bedingungen E1SKÖV Die nlheran der CERES PREIS KURRENZ aind durch )ad?n >,««»? sn Kaufmann unant- □ ß--1tfic!> IU D » □ Qß, ^^SPEiSfc fETT PREISKONKURRENZ FÜR KOCHREZEPTE verdienen möchte. Maschinen waren u. s. w. Der wirkliche Schaden, den die betroffenen Eigentümer der Fabrik erleiden läßt sich jetzt noch kaum annähernd abschätzen. Der Wert der den Flammen zum Opfer gefallenen Gebäude, Maschinen, Vorräte, beläuft sich aus mindestens ein und eine halbe Million Kronen. Die Aufregung in der Bevölkerung war eine unbeschreibliche. Die OrtS feuerwehr und jene der Nachbarorte hielten bis in die Morgenstunde des nächsten Tages Brandwache. Briefkasten der Ichriftleitung. AückAlick B-sten Dank für den Hinweis. Wird zu einem Leiter oder Feuilleton verwendet Heil! — i». Gewiß. Wir werden uns die Gerichts» Verhandlung mit Herrn Kotnik al« Richter nicht entgehen lassen. Raummangels halber mußt'» wir den bezüglichen Bericht auf die nächste Blattfolge überlegen. Ktrche»ste»er. Nicht zadlen! Die Entscheidung der Statthalter»! steht noch aus. Hin g»tes Kausmittel. Unter den Haus-«itteln, di» als schmerzstillende und ableitend, Em> reibung bei Erkältungen usw. anzeivendet zu werden pflegen, nimmt raS in dem Laboratorium der Dr. Richters Zlpoih.k» zu Prag erzeugt» Liniment. 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In Genußsucht und Weltlichkeit ver-sunkene reiche Menschen sind wie Wasser» pflanzen mit breiten Blättern und großen Blüten, aber ohne Wohlgeruch und Krast. « Freigebig ist nicht, wer nur gibt. Wo ihm kein Mangel droht; Freigebig ist, wer Hunger hat, Und teilt mit dir sein Brod. » Nur nicht verzagt im Unglück. Wenn Gott einen Baum umhauen läßt, sorgt er schon dafür, daß seine Vögel auf einem anderen nisten können. * Von der Sonne kannst du lernen. Wie man tötet seinen Feind. Nimmer kämpft sie mit den Sternen Sie erhebt fich nur und scheint. Gassenbuberei und Nachtbuberei ist ein« vortresfliche Schul« sür'» Zuchthaus oder fürs Armenhaus und di« größten Helden der Nachtzeit find meist am Tage die er-bärmlichstkn Tröpse. O Wohl denen, di« d«s Wissens Gut nicht mit dem Herzen zahlen. Etwa« vom Kartoffelkocheu. Die neuen Kartoffeln sind jetzt noch meist sehr seifig, sie führen zu viel Wasser in ihren Zellen und fast noch gar kein Mehl. Um nun wenigstens den ersten Z«hler zu verbessern, lasse man fie an einem trockenen warmen Orte einen Tag lang liegen, wo fie ziemlich viel an Feuchtigkeit verlier««. Beim Kochen setze man fie mit Salz und ganz wenig heißem Wasser sest zugedeckt aus lebhaftes Feuer, damit sie recht schnell garkochen. Ta»n lasse man si« aus d«m Herde abdampfe» und schütt!« si« noch tüchtig. ES hat dieS alle» den Zweck, den Kartoffeln Waffer zu entziehen und fie mehliger erscheinen zu laffen. Später, mit fortschreitender Reise, zeigt sich oft ein anderer Uebelstand; die Zellen unterhalb der Schale sollen sich mit Stärk«m«hl, dai beim Kochen naturgemäß quillt und j«ne zum Platzen bringt und das Garsein vor-täuscht, während das Inner« der Kartoffeln noch hart und ungenießbar ist. Dergleichen Kartoffeln muß man vor dem Ansetzen mehrmal» durchstehen, damit di« Kochhitze früher eindringen kann und ein gleich, mäßige» Gaiw«rden erzielt wird. Ein Mittel, um da» Abblättern deS Anstrichs auf Holz und Eisen zu verhindern, teilt .Die Werkstatt" mit. Ist die Oberfläche von angestrichenem Holze oder Eisen den Witterungs«inflüss«n ausgesetzt, so erweist es sich als vorteil» hast, dieselbe zuvor sorgfältig zu waschen und sofort mit einer Lag« von kochendem Leinöl zu bestreichen. Ein solcher Anstrich blättert niemals ab. Empfehlenswert ist dissr» Verfahren b«i eisernen Gegenständen. Haben letztere kleine Abmessungen und lassen sich entsvrechend erwärmen, so tue man die» im voraus und tauche sie voll-ständig in Leinöl ein. Grgen schlecht» Magenluft. Ein Löffel voll Fenchel mit einem Löffel voll Honig in einem halben Liter Wasser 20 Minuten lang gekocht und davon alle 2 Stunden 2 Löffel voll eingenommen, vertreibt die schlechte Magenluft. Gedenket der Arbeitstiere! Rauhes Herbstwett«r hat fich eing«ft«llt. Der Erd-boden ist durch Regen ausgeweicht und erkaltet. Bergeßt nicht Decken sür die durch schwere Arbeit «rhitzt«n Pferde! Denket auch an trocken« Unterlagen und Ueb«r-würfe sür die unterwegs anhaltenden Zug-Hunde > Sorget sür warmes trockene» Lager daheim und für entsprechende Nahrung! Auffrischung alter, in Goldrahme« ein »efaßter Oelgemälde. Man reinige mit srischem Wasser und weichen Lappen da» ganz« Bild. b«ftreich« mit weichem Pinlel da» Gemälde mit Tammarlack, welcher mit etwas Terpentinöl verdünnt wird. Nachdem diese» getrocknet, nimmt man sogenannte Wasservergoldung, de-feuchtet dies« mit Wasser und streicht die Rahmrn an. Die Zeit des Fischessens ist wi«d«r da. Deshalb sei an all« Haussrau«n di« Bitt« gerichtet, b«im Einkauf der Fische daraus zu achten, daß diese durch starken Hammerschlag auf den Kops vor dem Schlachten betäubt werden. Da» Schlachten selbst geschieht am be»ten durch einen kräftigen Querschnitt in die Wirbelsäule dicht hinter dem Kopse. Natürlich muß das Messer schars sein. Wie kann ma» einen Ackerboden daraufuntersuchen, ob er den nötigen Kalk enthält? Die Untersuchung kann man selbst vornehmen. Man kaust sich in der Apotheke Salzsäure, gibt dann von dem fraglichen Boden eine Messerspitze voll in «in Weinglas, gießt etwas Waffer darüber und sügt «inige Tropfen Salz-säure zu. Braus« di« Mass« im Glas« auf, d. h. steigen Bläschen aus, so ist der Boden kalkhaltig, andernfalls nicht. Kindermund. Fritz hat ein ileineS Brüderchen bekommen. Erstaunt betrachtet er das kleinc schreiend« strampelnde Ding. „Mama," sogt er endlich, „das Brüderchen hat ja aber kein« Haar«?' — „Ja weißt du," entgegnete Mama, „die bekomm! es «rst später." — „Ach, nionntflstsßsisagf der „Deutschen Wacht' in Lilli. Lr, 44 .Die Süd mart" erscheint jeden Eonnlaq al» unentgeltliche Beilage ftlr die Leser der .Deutschen Wacht". — Einzeln ist »Die Sadmark" nicht käuflich 190« Hinter den Löwen. Novelle von Gerd Harmstorf. (3otlsejunq.) aS «ammetkissen, mit dem die Logenbrüstung gepolstert war. und alS dann plötzlich drunten rasch nacheinander zwei eiserne Türen mit lautem Klirren zugeschlagen wurden, als ei» tobender Beifallssturm, jder in allen Teilen des HauseS losbrach, ihm verkündete, daß die Produktion zu Ende und alle Gefahr vorüber sei. da fühlte er sich einer Ohnmacht nahe. .Mein Gott, was ist Ihnen, Marquis?" fragte der Vorgesetzte auS dem Ministerium bestürzt. »Sie sehen ja zum Erschrecken angegriffen aus! Wollen Sie sich nicht wenigstens setzen?" Der Marquis aber hörtejiichts und antwortete nichts. Die Anwandlung von Schwäche energisch nieder-zwingend, eilte er die Treppe hinab, die von den Logen m den Stallgang führte. Er wußte von einem Reiterseft her. da» die vornehme Pariser Gesellschaft vor einigen Jahren in diesem nämlichen Zirkus veranstaltet hatie, wo die Ankleioezimmer lagen, und ohne sich darüber klarzu werden, was er eigentlich tun wollte, lief er in jener Richtung weiter. Einer der als Stallmeister kostümierten Kunstreiter stellt« sich ihm entgegen. „Verzeihen Sie, mein Herr,' sagte er döslich, »aber dies ist ein dem Publikum ver-boteuer Weg, denn hier befinden sich die Garderoben der Künstlerinnen." DaS Unsinnige seines Benehmens kam Gaston zum Bewußtsein, und er blieb stehe«. .Aber ich muß eine dieser Künstlerinnen sprechen — so bald es nur immer möglich ist. Haben Sie die Güte, mein Herr, mir mit-zuteilen, wie ich es ansangen soll, ihr meine Karte zu senden.' Der Stallmeister lächelte ein wenig. Dieser Kavalier, der so vornehm aussah, war allem Anschein nach noch etwas unerfahren in der Knnst, wie man den Damen vom Zirkus seine Verehrung zu erkennen gibt. .Ich denke, daß eine der Ankleidesraue» diese Mission wohl übernehmen wird," erwiderte er artig. .Geben Sie mir immerhin die Karte nnd sagen Sie mir. wem Sie gemeldet zu werden wünschen." Gaston hatte Kenias Namen aus den Lippen, aber noch ehe er ihn ausgesprochen hatte, besann er sich eines anderen. Sicherlich war eS ja nicht ihr rechter Name, unter dem sie hier auftrat, und er beging vielleicht eine grobe Ungeschicklichkeit, indem er ihn nannte. Da er kein Programm zur Hand hatte, aus dem er sich hätte darüber unterrichten können, für wen sie hier galt, so sagte er kurz entschlossen: .Es ist die maskierte Dame mit den Löwen, die ich zn sprechen wünsche, und ich würde Ihnen aufrichtig dankbar sein, mein Herr, wenn Sie mir dazu verhelfen wollten." Mit einer bedauernden Handbewegung wies der Stallmeister jetzt die dargebotene Karte zurück. .In diesem Fall bin ich allerdings außerstande, Ihnen zu dienen. Die Dame empfängt keine Besuche, und sie hat aus das enlschiedenste verboten, ihr Briefe, Blumen oder andere Aufmerksamkeiten in ihre Garderobe zu senden. Sie sollten sich in der Tat nicht weiter bemühen." .Wo kann ich die Privatwohnung derDame erfahren?" Der Gefragte zuckte die Achseln. .Da ist der Direktor; wenden Sie sich an ihn." Aber der Direktor, dem (^asion sein Anliegen aus-sprach, lehnte die Erfüllung desselben nicht minder höflich und nicht minder bestimmt ab, als jener andere. .Ich bedauere unendlich, aber ich habe der Künstlerin mein Wort verpfänden müssen, ihren Namen und ihre Wohnung niemand zu nennen, der nicht in amtlicher Eigenschafr danach fragt. Und da Sie mir einen derartigen Beweg» gründ doch wohl schwerlich nachweise» können, darf ich leider auch zu Ihren Gunsten keine Ausnahme machen." Dabei blieb er, wie dringend Gaston auch sein« Bitten und Vorstellungen wiederholen mochte. Und der junge Mann mußte bald erkennen, daß er aus diese Weise nicht zu seinem Ziele gelangen würde. Um nicht noch mehr kostbare Minuten ungenützt zu verlieren, brach er die Unterhaltung kurz ab und eilte, nachdem er seinen Pelz geholt hatte, an der Außenseite de» Gebäudes zu jener kleinen Tlir, di« ihm einer der Beainten aus seine Frage bereitwillig als den AuSgang der Künstler b«. zeichnet hatte. Bo» den Wagen, die don hielten, sicherte er sich einen, um für alle Fälle gerüstet zu sein, und dann lieg er, in den Schatten eines Mauervorspruuges gedrückt, wohl eine halbe Stunde lang alle die zumeist dicht vermummten Damen und Herien an sich vorüber-passieren, die plaudernd und lachend nach vollbrachtem schweren Tagewerk den Zirkus verließen. Obwohl er unter den dichten winterlichen Um° hüllunge» nur bei wenige» die Gesickler hatte erkennen könne», war der Marquis doch ganz sicher, daß Xenia nicht unter ihnen gewesen war. und schon fing er an zu fürchte», daß er dennoch zu spät gekommen sei» könnte, als ganz zuletzt rasche» Schrittes zwei weibliche Gestalten auS der Tür hervorträte», eine kleine, wohlbeleibte, ältere, und eme schlanke, zierliche, junge, deren Anblick Gaston» ßm aus» ueue in stürmische» Schläge» pochen machte. Wohl mußte er sekuudenlaug schwer mit der Versuchung tämpsen, ihr nachzueile« »nd sich ihr auf der Stelle zu erkennen zu geben, aber er hatte inzwischen doch sein« ruhige Besinnung hinlänglich zurückgewonnen, um sich «i sagen, daß er damit nicht nur eine Uuschicklichkcit, sondern wahrscheinlich auch einen Fehler begehen würde, und daß es kein allzu schweres Opfer mehr fei, sich jetzt, wo er pewiß sein tonnte, sie nicht wieder zu verlieren, noch für wenige Stunden zu gedulden. Er wartete, bis sie einen der harrenden Fiaker bestiegen hotten, und gab dann, indem er in den seinigen sprang, dem Kutscher einen Wink, dem voranfahrenden Wagen zu folge». Eine Viertelstund« später sah er diesen vor einem unscheinbaren Mietshaus in einem der stillsten Vor-stadtviertel von Paris halten und die beiden Damen eilig im Inner» des Gebäudes verschwinden. Er merkte sich Straße und Nummer und befahl deu Kutscher, ihn nach seiner Wohnung zu fahren. 7. Kapitel. «Fräulei» ZaleSki bedauert, den Herrn Marquis nicht empfangen zu können. Sie nimmt überhaupt kein« Besuche an und ist zudem heute während des ganzen Tages mit den Vorbereitungen zur Abreise beschäftigt, da wir Pari» schon morgen früh verlassen werden. Das gnädige Fräulein bittet also den Herrn Marquis dringend, sich nicht weiter zu bemühen." Das war der Bescheid, den Gaston am anderen Tage an der Tür von Kenias Wohnung aus dem Munde der alten russischen Dienerin empfing, und da er sich doch nicht wohl mit Gewalt den Eintritt erzwingen konnte, preßte er in heiß auswallendem Schmerz die Lippen zusammen und ging. Aber er war nicht ent. mutigt, und unerschütterlich stand der Entschluß in seiner Seele fest, diesmal das Glück nicht »vieder aus seinen Händen zu lassen, welcher Anstrengungen eS auch immer bedürfen mochte, es festzuhalten. Er fuhr nach seiner Wohnung zurück und schrieb einen Brief an kenia, in dem er sie niständig anflehte, ihm Gehör zu schenken und die Freundeshand nicht zurück-zuweisen, die er ihr biete. Denn nur als Freund, als Bruder wolle er ihr künftig zur Seite stehen, und mit seuier Ehre als Edelmann wolle er sich ihr dafür ver. bürgen, daß kein Wort der Liebe von seinen Lippen sie beiinruhigen solle, so lanae fie selbst da« Verbot ausrecht erhalte. Mit den innigsten Ausdrücken, die seine Sehn- sucht ihm eiugab, beschwor er sie. ihm noch sür i»e,eu Tag eine Zusammenkunft zu bewilligen. Nachdem er >o dein Papier alles anvertraut hatte. waS sich eben in den kalte» geschriebenen Worte» auSsprecheu lieb, schickte er seine» Kammerdiener mit dem Briefe ab, nm in einer von Viertelstunde zn Viertelstunde wachsenden fieberhaften Uiigednld der Erwiderung XeniaS zn harren. Aber der Nachmittag verrann, ohne ihm ein Leben»' zeichen von ihr zn bringen. Er hatte sich überzeugt, daß für de» heutigen Abend ihr Anftreten im Zulus als Abschiedsvorstellung angekündigt war. uud er wußte also, daß er sie jedensalls dort wiedersehen könne. Aber er wagte es noch immer nicht, ieiue Wohnung zn verlasse», in der Furcht, daß inzivischrn ihre Antwort eintreffen könnte, nnv das gestrige Erlebnis hatte ihn ja auch da-rüber belehrt, daß ihre Nummer erst die letzte der ganzen Aufführung war. So lies er noch gegen neu» Uhr in einem Zustande höchster Erregung durch die Gemächer seines Hauses und begrüßte es im eigentlichsten Sinne des Wortes wie eine Erlösung, als ihm der Diener jetzt wirklich ein Billet überreichte, da» nach seiner Erklärung soeben von einer ältlich.» Frauensperson abgegeben wor-den war, und i» dessen Ausschrist Gastou mit "dem erste» Blick die feiten Federzüge der Geliebte» erkannt hatte. -keniaS Antwort auf seine flehentlichen Bitten lautete: „Herr MarquiS I Schweren Herzens nur habe ich mich entschloffen, nach Paris zu kommen, denn ich wußte ja, daß e» die Stadt sei, in der Sie leben. Ich war sanguinisch genug, zu hoffen, daß ein gütiges Geschick uns beide vor einer nochmaligen Begegnung bewahre» würde, und es ist tragisch, daß diese Hoffnung inst noch im letzten Moment vernichtet werden mußte. Aber eS ist geschehen, und da ich sehe, daß e» Ihnen ernst ist mit Ihre» Freundschafts, anerbietungen, halte ich es für meine Pflicht, nunmehr alles törichte Bersteckspiel auszugeben lind Ihnen so frei» mütig zu antworten, wie S»e es um Ihrer Hochherzig-feit willen verdienen. Nein, Herr Marquis. Sie können mein Freund und mein Bruder nicht sei», weil ich nicht Ihre Freundin und Ihre Schwester sein kann. Auch wenn Sie Ihre Versprechungen halte» würde» — und ich zweifle nicht einen Augenblick, daß Sie stark genug wären, es zu ttin — ich, ich selbst ^ würde diese Stärke heute ebensowenig besitzen, wie ich sie damals aus Tereszewieze länger als sür einen kurzen Tag besaß. Denn ich tat meinem Herze» Gewalt an, wi« dem Ihrige», als ich uns jene unnatnr-liche Rolle zuteilte, die wir beide nur mit so geringem Geschick durchzuführen verstanden. Ich liebte Sie. und weil ich mir dessen bewußt geworden war, sobald ich nach jener Ballnacht erwachte, hatte ich Ihrem Eintreffen aus unserem Gute mit Äugst entgegengesehen. Heute brauche ich Ihnen ja nicht erst zu sagen, au» welchem Grunde. Ich kannte die zerrütteten VermögcuSverhältniffe meines armen Vaters, und ich kannte die unselige Leidenschaft, der er mit Leib und Seele rettungslos verfallen war. Mit voller Bestimmtheit wußte ich, daß wir dem Ver-derben entgegengingen, und daß eS kein Mittel mehr gab. die Katastrophe abzuwenden. Auch wenn ich mir nicht gelobt hatte, meinen unglücklichen Bater niemals zu ver-laffen, hätte ich unter solchen Umständen doch nicht darau denken dürfen, einen anderen dadurch, daß ich ihm meine Hand reichte, in unser traurige» Geschick zu verstrickeu. Darum faßte ich, als ich es erfuhr, daß Sie wirklich kommen würden, den Entschluß, mich vor Ihnen zu ver« stecken, und flüchtete mich in einen Teil unseres Hauses, von dem ich annehme» konnte, daß Sie ihn wahre« d Ihrer Anwesenheit nicht betreten würden. Meine Gefangenschaft würde, wie ich wähnte, nur von kurzer Dauer sei«, denn ich zweifelte nicht, daß Si« »och vor Ablauf der ersten vierundzwanzig Stunden vor dem wüsten Lebe« auf TereSzewieze die Flucht ergreisen würden. Aber ich hatte mich darin getäuscht, und Sie wissen, was weiter geschah. Als ich Ihnen ienen Brief schrieb, den Sie au» den Hände» meines Baters emp» n»gen. begrub ich jede Hoffnung auf künftiges Glück. ES hatte mich einen harten Kamps gekostet, nieinen Bater von der Notwendigkeit dieser Handlungsweise zu über« zeugen und mich seiner Miiwirkung zu versichern' denn er mußte Sie in meinem Auftrage belügen. Ich war nicht nach Moskau gereist, sondern ich befand mich nach wie vor im Schlosse, und ich blickte vom Fenster meines Zimmer» aus Ihrem Schlitten noch immer nach, als er schon manche Werst von TereSzcwicze entfernt war. Dann ging es mit Riesenschritte» weiter abwärts. Mein Bater starb, und ich war e>ne Bettlerin. Willig ließ ich mir alles nehmen, ober als der neue Herr des Gutes mich meine Wölfe erschießen lassen wollte, machte ich energisch meine Eigentumsrechte geltend. Freilich konnte ich sie nicht bei mir behalten, denn ich hatte damals eine Stellung als Gesellschafterin in Moskau ange» nommen und mußte froh sein, als der Besitzer einer dortige» Menagerie sich bereit erklärte, sie ohne Ent. ichädigung in Pflege zu nehmen. Auf meinem Posten fühlte ich mich grenzenlos »»glücklich, denn ich bin nun einnial nicht geschaffen, mich in die Launen anderer Leute zu fügen, »nd war zuweilen nahe daran, meinem Leben selbst ei» Ende zu machen. So oft ich eine freie Sttuide hatte, lief ich in die Menagerie zu meinen Wölfen, deren Anhänglichkeit sich verdoppelt zu haben schien, wie wenn sie wüßte», daß sie jetzt meine einzige Freunde feieu. Na-türlich ging ich in ihre» Käfig nur. wenn die Schau-stellung für das Publikum geschlossen war. Aber als inir der Besitzer der Menagerie eines TageS halb im scherz sagte, daß ich durch die wunderbare Dressur meiner Lieblinge gewaltiges Aufsehen erregen und viel Geld verdienen würde, wenn ich sie öffentlich zeigte, da durchsnhr mich blitzartig der Gedanke, mir auf diese An die so heiß ersehute Freiheit zurückzugewinnen. Acht Tage später produzierte ich mich zum erstenmal mit der Larve vor dem Geuct e »nd unter einem angenommenen Namen. Man überschüitete mich mit Beifall, bezahlte mich sehr gut, und bald.hatte ich Gefallen an meinem neue» Beruf gefunden Die eigentümliche Erscheinung, daß selbst die scheuesten und wildesten Tiere mir von vornherein eine gewisse Zuneigung entgegenbringen, zeigte sich auch etzt wieder. Nach wenigen Wochen ging ich bereits »rchtloS in den Löwenkafig und nach einem halben Jahre war ich die Besitzerin mehrerer dieser herrlichen Tiere, deren Zähmung und Ablichtung mir mit Leichtigkeit gelang. So wurde ich, was ich heute bin — eme Zirkuskünstlern,. Jetzt brauche ich keiue Komödie mehr zu spielen und keine Lüge mehr zu ersinnen, um Sie an einer Be« Werbung um meine Hand zu verhindern, denn jetzt ge-hören wir beide ja verschiedenen Welten an. die durch eine unüberbrückbare Kluft von einander getrennt sind. Sie wissen, daß eS heute eine Beleidigung sein würde, mir von Liebe zu sprechen, und Sie sind ritterlich genug, es nicht zu tun. Die Freundschaft aber, die Sie mir groß-mutig bieten — nun Sie wissen eS, Herr MarqniS, we». halb ich sie nicht annehmen kann, und nun »verden Sie. wie ich hoffe, nicht länger in mich dringen, Sie zu empfangen. Ich verlasse Paris noch in dieser Nacht. Wieder. und setzt zum allerletzlenmal. rufe ich Ihnen ein Lebe- wohl zu. Alle guten Geister mögen Ihnen lohnen, was Sie Freundliches an mir zu tun gedachten! kenia Jwanowna Saburow.* .1 Ein eigentümlicher dumpfer Lärm drang Gaston de BillierS ans dem Innern des mächtigen ZirkuSgebäude» entgegen, als er das BestibNl durcheilte Die Löwen mußten bereits in der Manege sein, den» er vernahm ihr Brülle», «och ehe sich die letzte Tür vor ihm ge-öffnet hatte. Aber e» war ihm als hätte die» Gebrüll heute einen wilderen, drohenderen Klang als gestern, und nun hörte er einen verstört aussehenden Menschen im weißen Kittel, der ihn aus der Areua kommend, un« sanft beiseite stieß, mit heiserer Stimme rufen. »Eisenstanaen herbei — schnell! Es ist die höchste Gefahr! Die Zaleski muß toll geworden sein, sie legt es förmlich daraus an. die Tiere bis auf» äußerste zu reizen. Jede andere als sie hätten sie längst in Fetzen gerissen.' Gasto» wußte nicht mehr, wie er in den' Innen-räum deS Zirkus gekommen war. Er wußte nur, daß er plötzlich mitten in der Manege stand, daß eine tausend-köpfiae, angstvoll erregte, schreiende und gestikulierende Menschenmenge ihn umgab — daß unmittelbar vor ihm lenia inmitten ihrer Löwe» stand, und daß eines der Tiere mit einem gräßlichen Ausdruck der Wut in den glitzernden Auge» sich drei Schritte vo» ihr entfernt niederduckte, wie eine Katze sich niederduckt, wenn sie auf das belauerte Bögelchen springen will. ,$enici!" schrie kr in Todesangst über all den Lärm hinweg. „Sem«!" Die junge Bändigerin, die ihn bis jetzt nicht hatte sehen können, da sie ihm halb den Rücke» zukehrte, wandte sich mit einer raschen Bewegung »ach ihm um. Sie hatte seinen Ruf gehört, und sie las in seinem Gesicht, daß er in keiner anderen Absicht hergekommen sein konnte, als um eine Brücke über den Abgrund zu schlage», der seine Wett vo» der ihrigen trennte. Hell und klingend, wie ein jauchzender Freudenschrei kam es von ihren Lippen, und ihre zierlich« Gestatt richtete sich auf. daß sie plötzlich um Haupteslänge gewachsen schien. .Pascholl!« Der Zuruf hatte dem sprungbereiten Löwen gegolten, uud scheu kroch das gewaltige Tier zur Seite. Eine Eisentür wurde klirrend zugeschlagen und unmittelbar danach eine zweite. Beifallssturm tobte brausend durch das Hau» und übertönte das Brülle» der Löwen, wie den schmetternde» Tusch der Musik. Aber ob sich die begeisterte» Zuschauer auch die Hände wundklatschten und die Kehle» heiser schrieen, die maskierte Bändigerin erschien nicht wieder, um ihnen zu danken. Drübe» in ihreni Ankleidezimmer, wohin kein u»bernfener Blick dringen konnte, richte ihr dunkles Köpfchen ohne die verhüllende Larve an der Brust des ge-Itebten Mannes, zwar totenbleich, doch mit einem Aus-druck höchsten Glucke» in den »och immer unverändert mädchenhaften Zügen .Und eS ist wirklich wahr, was sie alle glaubten — du wolltest dich von diesen schrecklichen Tiere» zerreißen lasse»?" ieuia schloß die Augen, »nd ein Erzittern gina über ihre feine Gestalt. .Ja," flüsterte sie, »ich wollte sterben, denn jetzt, nachdem ich dich wiedergesehen hatte, jetzt hätte ich nicht mehr leben können ohne dich.* Gaston beugte sich herab, um ihre halbgeöffneten Lippen wieder und wieder stürmisch zu küssen. Erschien e» ihm doch wie ein Wunder, dag er sich die verlorene Geliebte im wahren Sinne des Wortes unter den Löwen hervor geholt hatte. Und während von ferne noch immer gedämpft der Beifallsjubel der Menge zu ihnen heriibcrlöüte, vergaßen sie alles vergangene Leid in der Wonne des künstiaen Glücke». Ende. Nummer 90 ^fttt 7 Personalkrcdil für Bcamte. Offijie re, kehrer ,c. die selbftänftigen Spar-und B»r-ichußkonsoriini des Beamten-Vereines er-teil?» zu den mäßigsten Bedingungen auch gegen langsrittige Rückzahlungen Personal' darleben. Agenten sind ausgeichlossen. Die Adresse der Konsortien werden kosten-lo» mitgeteilt von der Zentralleitung daS Beamten-Bereines, Wien. I. Wipplingerftraße 25. isiR f ■ i.. . p*'-::'s,c ^JhEnail- ^ jj po:2e!!an- Glas-Holz-■ Son'fz-Gobdir I««. ro sv M *v>siMeH; BK/JND-rislLEKEI- , k APPARATE, PLflTIMSTirTE, FARBEN, UORLAGEN ETC. |bsäaerei?1 HOLZWdREN ZVjn BRENNEN UND BEMALEN Wien. T.. Bier $ Scholl, CegenDoffsrrasse q. ApparateuZugehörfur Be LalelluoQ f. klMi« »I» ersuchen wir mv Aop^t ia pitucitn hili^ ♦ • ® ® P Hamburo-Amerika-Linie. Schnellste Kzeanfavrt, 5 Hage 7 Stunden 38 Minuten. 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Landes-Winzerschnle in Luttenberg; 4. Landes-Winzerschule in Oberradkersburg; 5. in der Laudes-Xentralrebenschuln in Cnterrann bei Pettau zu veranstalten. Diese Kurse beginnen mit 15. Fcbriiur und schliesset! mit 1. Drzrnber 1007 ab. In Marbnrg werden im Jahre 1907 .... 14 „ Luttenberg ...........12 , Oberradkersburg.........16 , Leibnitz............24 und in Unterrann..........20 Grundbesitzers» und Winzerssöhne aufgenommen. Diese erhalten an den genannten Anstalten freie Wohnung, volle Terköstigung und ausserdem einen Monatilohn von 8 Kronen. Die Ausbildung an diesen Kursen ist in erster Linie eine praktische, und nur insoweit auch eine theoretische, als dies för Vorarbeiter und selbstständige Winzer unbedingt notwendig erscheint. Nach Schluss der Kurse wird jedem Teilnehmer ein Zeugnis über dessen Verwendbarkeit ausgestellt. Behufs Aufnahme in einen dieser Kurse haben die Bewerber ihre stempelfreien Gesuche bis spätestens 1. Jänner 1907 an den Landes-Ausschluss zu übersenden. In diesem Gesuche ist ausdrücklich zu bemerken, in welche der vorerwähnten Winzerschulen der Bewerber einzutreten wünscht und sind beizuschliesses: 1. Der Nachweis über das zurückgelegte 16. Lebensjahr; 2. das Moralitätszeugni«, welches vom Pfarramte bescheinigt werden muss; 3. ärztliche Bescheinigung, dass der Bewerber nicht an einer ansteckenden Krankheit leidet; 4. Entlassungszeugnis aus der Volksschule. Beim Eintritte müssen sich die Bewerber verpflichten vom 15. Februar bis 1. Dezember 1907 ununterbrochen im Kurse zu verbleiben und allen, die Ausbildung bezweckenden Anordnungen der landschaftichen Fachorgane Folge zu leisten. Cruz, am 26. Oktober 1906. Vom steierm. Landes-Ausschusse. Im Konkurse Raimund Savsky findet laut Beschlusses deS k. k. Bezirksgerichtes St. Marein vom 1. November 1906, G.-Zl.Nr. I. 445/6-1 die öffentliche freiwillige Versteigerung des in die Konkursmasse gehörigen Warenlagers in Ponigl, bestehend aus Spezerei-, Manufaktur- und Eisenwaren im gerichtlich erhobenen Schätzwerte per K 3518 24 am 12. Mo-vemöer 1906 und nötigenfalls an den folgenden Hagen jedesmal von '/,9 bis 12 Mlir vormittags und von 2 bis 6 Zlbr nachmittags an Ort und Stelle in ponigl statt, wobei das Warenlager stück- oder partienweise gegen sogleich? Bezahlung des Meistbotes und sofortige Hinweg-schassung der erstandenen Waren verkauft wird. Hiezu werden Kauflustige eingeladen. St. Marein, am 2. November 1906. Dr. Jos. Georg, Konkursmasse-Verwalter. Die besten und billigsten steirischen 12496 Hausselchwürste sind stets zu haben bei Otto Küster SUdba h n res taurateur - CILLI. - Zu kaufen gesucht: Ein nettes, kleines 12501 K 12623 anariensänqer pmÄSiÄ- — r touronr^iche » Stack von i—80 Mk. unter Vaehu. Preisl Ute frei. Karl Ulrich, St. Andreasberg i. 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Im Eisenwerk Store wird ein : Abwieger nicht Ober 33 Jahre alt sofort aufgenommen. Der Mann muss stets nüchtern sein, lesen und schreiben, besonders gut rechnen können und der deutschen wie slovenischen Sprache in Wert und Schrift machtig sein. Offerte sind zu richten an das Berg-und Hüttenwerk Store in Stor