PrSnnmerationS-Pretfe: giir Laibach: SanzjShrig ... 8 fl 40 kr. Halbjiihrig ... 4 „ 20 „ Vierteljithrig . . 2 „ 10 ,, Blonatlid) ■ . . Laibachcr 70 „ Mit der Post! Oarizjiihng. . 11 st. kr. Halbjithrig ... 5 „ 50 „ vierteljithrig . 2 ,, 75 „ gtir Zustkllung in« Ha«» vier-teljiidrig 25 kr.. monotl. 9 tr. Linzelnt 9?ummern tt kr. Tagblalt. Snvnyme Mittheitungea met ten inch, drrLckfiLltgr Manujcriple mcbt zurLckgtjendet HeNctlen r Bahnhofgaflr Nr. !Si •miittmt: * 3ttferetee* Bureau: fongregplaj Nr. 81 (Buch-handlunq oen Jgn. o. *ltm= «»yr A Fed. Bamberg.) 3ntertt#n8*relfe - gilt die einspaltige fetitwH* i 4 kr., bfi arotim align: ®im fdinltung A 7 kr., i trimelie« * 10 kr. 9nferlien«f)tmtirl jcbtSmei 30 kr ®f» grbheren Jnferatea uel »iterrr Sinfchaltung entlpre-chender Rabait. Nr. 32. Samslag. 8. Februar 1873. - Sir,; I' Apollonia. Scholastika. 6. Zahrgang. Die religUse Resomibcwegimg to der Schweiz. (Sch.utz.) Doch alle Anstrengungen, sich dem Despotis-mus der zahen vaticanischen Hierarchic zumtringm, warm nicht mil Erfolg gekront. Zwar wurde schon im April 1848 der Entwurf der neuen BundeS-verfassung veriiffenllicht und alebald von der Mehr-heit der Cantone angenommen, insbesondere die Freiheit und Gleichberechtigung der Bekenntnisse unter den Schutz der Bundesgesetzgebung gestellt. Auch fur einzelne Cantone, namentlich fur die frii-her zum Sonderbunde gehorenden, gaben die Er-tignisse des JahreS 1848 den Anstotz zu wichligen Reformen in Derfaffung und Gefetzgebung, so dah die Schweiz wahrend der bald obsiegenden Reaction in den Nachbarslaaten den politisch versolgten ein willkommenes Asyl zu bielen vermochle. Aber die Ilcricatcn Hetzen und Aufwiegler ruhten deShalb Icineti Augenblick. Insbesondere hat der Bertreter bee Balicans in der Eidgenosfenschaft nach der jiing-sten Erklarui'g des BundeSprasidenlen Gčresotc „sich hestandig bamit bejchafligt, in den Cantonen Con-flicte hervorzurufen." Er war stetS niehr polilijcher Agilator alS Bertreter kirchlicher Jntereffen. Die hierarchischen Uebergrisfe mehrten sich insbesondere seit der papstlichen Unfehlbarkeilserklarung. Ohne die welllichen Bchorben zu fragen und unter offen-fuiibifler Nicktachtung der besl-henden Gesctze wurde im resormierten Canlone Genf ein neueS {aiqolv-sches Bislhum errichtet und der dortige Pfarrer und geistliche Liihler Diermillod zum Bischof er- nannt. Die genfer Regierung erkliirte dieses Begin-nen der Curie sofort als tin Attentat auf ihrr Sou« veranelat, den papftlichen Alt als nichtig und un-giltig, verbot dem neuernannten Bischof die AuS-fibung seiner bischoflichen Fnnctionen und stellte dem zum Bischof ernannten Pfarrer, welcher Miene machte, sich nicht fugen zu woven, fogleich seinen Gehalt ein. Jener ..Priester der Liebe," der in aller Herren Landern ein Recht zu haben gtaubt, nach Gutduuken zu schalten und zu molten, den Frie-den und die Eimracht der Bcvdlkerung zu storm, dieselbe zur Misachtung der bestehenden Gesetze auf-zustacheln, hatte auch nicht den Schein eineS Rech-tes auf seiner Seite. Denn daS genfer CultuSgesetz enthalt die Bestimmung, dah nie ein Bisthum in Genf gegriindet werdeir foll und dem Staatsrathe ein Placet fiber alle Bullen, Breoen, Rescripte, De-crele und sonslige Erlasse des Vatican« sowie fiber die Berorbnungen, Hirlenbriefe und andere Akle des DiocesanbijchofeS (von Lausanne), die in Genf zur Betoffeittlichung gelangen, zusreht. Dessenungeachtet thut die Curie dem BundeSrathe neuerdingS zu rotffen, bah Monsignor Mermillod die Jurisdiction im selbigen Cantone Genf alS apostolischem Bicar mit dem Rcchte cities ordentlichen LandbischoseS ubergeben wurde. Dem Beispicle GenfS folgtcn die andern Cantone. So macht Bern gegenwarlig die Anstellung der Geistlichen von Bedingungen abhangig, die viel strenger find als die soeben im preuhischem Parlamente in Berhandlung befindlichen. Ja die Uebergrisfe des Balicans mlissen ein ganz unertragliches Liah erreichl haben, wenn felbst in ben erzkatholi- schen Urcantcnm, wo man wit der modernen Gr-setzgebung noch auf sehr gefpaimtem Fuhe Ubt, tint bedenkliche Gcirung darob beginnt, dah die pastliche Curie fie ;u einem Bisthum zusammenschweihen will, zu einem neuen Herde deS Jesuitismus, ou» dem vielleicht ein ntutr Sonderbundskrieg aufflam-men kSnnte. Gewih werden eS die btsonnenen Re-gitrungen dieser Contone, bet Wiege der schweizeri-schen UoabhSngigkeit, zu oerhinbern wissen, dah bit« selben neuerdingS der Schauplatz eineS blutigen Kam« pfes fur psaffische Jntereffen werden. DaS Berdienst jedoch, die kirchliche Reform-bewegung in der Schweiz erst in das rcchte (Mcife gebracht zu haben, gebuhrt unftreitig Seiner Chr-wurden, bem Bifchofe von Basrl-Solothurn, 6ugt» nius ?achat. Dieser frcmmc Seelenhirtr, der, nebrn-bei fei eS gesogt, in unserer Zeit den unwfirdigstev Adlah- und Dispensschachrr betreibt, hatte sich schon am Sonderbunderurnrnel unruhmlich betheiligt, in jiingster Zeil aber bas Dogma von der Unfehibar« keil gefttzwidrig verkiindet, Priester willkiirlich ihreS AmteS entsetzt, in Widerspruch mit dem Bisthum-verlrage ein Priesterseminar errichtet, um Gcsetze«-veracdier nach seincm Schlage zu ziichten, das Placet der Regierung offen verhShnt, die Pfarrer aufgefor-j derl, nitmanbem at« Gvtt und ihm jelber GkhvrsaM zu leislen. in verschiedenen Canlvnen sich in die po. lirischen Verhiiltnisse eingemischt, Unsrieden gestiftet, in der polilischen Togeepresse gehetzt, kurz feint Woche ohne Gewaltakt, ohne Verletzung des EideS, ben er beim Antritte seiner bischSflichen Wiirbe gt-schworen, vcrstreichm lassen. Angesichts der notorischen Uebergrisfe diesel Ieuilleton. Die Ermordung des Prasidenten von Bolivia. Ein slldamerikanisckeK Sbaiolttibilt. Lima .... Noch tst kein halbes Jahr verflossen, seit wir hier die schaudcrhafle Tragobie Balla^Gutierrez er-lkbtrn, und jctzl itiugt an unser Ohr ein taum minder blutiges Drama, das sich in der Hauplstabt der Schwcsterrepublik Bolivia ereigncte. Am 27. November wurde dort General Augustin Morales er-mordet, der driitc Prasibent Bolivias, dem dieses binnen kurzem widersuhr. In demselben Zimmer verriichelte vor wenigen Jahren Prasibent Belzu unter ben Dolchstohen von Melgarcjo; Melgarejo felbst ficl hier in Lima unter den Rcvolverschussen seines Schwiegersohncs, als er arm und verbannt hieher gcfli'Atcl war — und jetzt erschieht Oberst La Faye seinen Oheim Morales. Wahrlich es scheint, als follte kcincr der Prasidenten dieser Republik tines uaturlichcn Todes sterben. Prasibent Morales war einc herkulische Er-scheinung. Er hatte die Soldateucarridre durchge-inacht, wie sie hier ublich ist. Einmal als Major cassiert ging er als GeseUe zu einem Schuster und arbeilele bei demselben, bis sich wicder Gelegcnheit zur Forlsetzung ber mililarischen Lausbahn sand, die ihn endlich auf den Prasidenlenstuhl fuhrke. Das hat nichts auffallendes in Siidamerika. Abraham Lincoln war ja auch Holzsaller gewesen; Carrera, der so lange in San Salvador herrschte, war seines Zeichens ein Biehlreiber und hatle nothdurslig seinen Namen schreiben gelernt. 3Jiornlc6 war personlich feige und babei zur Grau'amkeit genugt, wie oiele Feiglinge. Sein grotzles Uebel aber roar seine Trunk-sncht. Cr begann seinen Tag mil Champagner und endele ihn mit Rum. Dabei roar er habsiichtig im hochften Grade und suchte moglichst viel bei Seite zu schaffen, um, roenn seine Nolle einmal ausgespielt sei, gemachlich von den erprehten Schiitzen leben zu kiinnen. Schon seit bem September besand sich Mo-ralrs mit der Legislative Bolivias in einem erbit-terlen Streii; er Halle verlongt, doh die reichen Silberbergwerke von AullagaS ihm zur freien per- svnlichen Bersugung fibergeben werden sollten. Die Grlinde, welche er vorschob, waren durchous nichti-ger Natur; im Cvngreh erhvb sich tint lebhaftt Opposition und tin sSrmlicher Bruch zwischen dem Prasidenten und dtr gesetzgebenden Bersammlung enl stand, der sich bis in den November hinzog und ein unerwarletes Endt faith. Am 24. November beging Prasibent Morales in feierlicher Weife das zweite Jahresfest feints Sieges fiber seinen Wider-sacher Mtlgarejo. Im festlichen Auszug war W nach der Kathebrale gezvgtn, wo der Bifchof tint Mtfst cclcbrierte; donn Hitlt tr Tafel in mitten seiner Creatnren, unb Hierbti flotz der Wein in Stromen. Zahlreich warm die Libationm, die er der Gotlin Biciorio brachle, welche ihm vor zwei Jahrm so hold gewesen. Dtr Wein hatte seinen Muth entflammt unb er erhob sich, um — wie er zu fcinen Gunstlingen sogte, einen tleinen Scherz auszusiihrtn. Vollstandig trunken, mit dem Generalshute auf dem Sopst, trat Morales in die Sitzungshalle be* gerabc versammmeltm Congresses tin. Ohne auf die Zuredcn des Prasidenten, Don TomoS FriaS. zu achten, begann er zu schteien unb bit Mlnen vvv wiirdigen Oberhirten traten die Vertreter von sie-ben Cantouen zu tintr DiScefanconferenz in Solo-thurn zusammen und decretierten die Absetzung des hochfahrenden GesetzverLchters und Ablatzkramets, die Bestellung eines BiSthumsverwesets und die fundamentale Revision des DiScesanvertrageS. Die am 28. und 29. v. M. gefatzten Eonferenzbeschlusse lauten: 1. Die btrn hochwiirdigen Bischof Eugenius Lachat von Mervelier (Canton Bern) unterm SOteit November 1863 ertheilte Bewilligung zur Besitz-ergreifung des bischoflichen Stuhls der DiScese Basel wird zuruckgezogen und damit die Amtserledigung auSgesprochen. 2. Es ist dem Herrn Eugenius Lachat die AuSubung weiterer bischiiflicher Fuuctio-nen in den Cantonen zu untersagen und an die-selben die Einladung zu etlassen, fur einstweilen die bischSflichen Einkunfle uicht mehr auszurichten, be-ziehungsweise in den Cantonen, in welchen die DiScesanfonds uicht mit dem StaatSgut vcreinigt find, die betreffenden Fnndalionen mit Sequester zu betegen. 3. Die Regierung von Solothurn wird tingeladen, dem Herrn Engeniu« Lachat die AmtS-wohnung im bischoflichen Palast mit einer entspre-chenden Raumungsfrist zu kiindigeu und fur Ucber-gabe des dem BiSlhum Basel angehdrigen Inventors desorgt zu sein. 4. Es set das Domkapitel einzuladen, nach Matzgabe des Grundvertrages zwi-schen den DiScesanstanden iiber die Bisthums-Er-richtung vom 28. Marz 1828 Art. 3 und des papst-(iu#ett ExhortationsbreveS vom 15. September 1828 einen den Cantonen genehmen Bisthuiusverweser ad interim zu erneunen. 5. Die fiinf Diocesanregie-rungen werden sofort Berhandlungen ubcr Revision des Diocesauvertrages eroffnen und dazu auch die hobeu Regierungen der Canton? Zurich, Baselstadt, Sckaffhausen, Tessin und Genf fur ihre katholische BevSlkerung einladen. L. Mittheilungen der Be-schliisse an den hohen Bundesrath fur sich und zur diplomatischen Crvffnuug an den papstlichen Stuhl. 7. Die Conferenz vertagt sich zur Entgegennahme der Schlutznahine des Domkapitels und Vornahme weiterer Geschaste bis zum 14. Februar. Dutch die Absetzung dieses BischofS, der die StaatSgrundgesetze der Schweiz seit langein verhohnt, haben die CanlouSregierungen endlich den richrigen Weg beschritten und den Staaten mit uberwiegend katholischer. Beviilkerung die Bahn vorgezeichnet, welche fie Gesetzesverachtern in Tonsur und Mitra gegenuber einzuhalten haben. Dieses energische Vor-gchm, sowie der knrzlich gefahte Beschlnh, dah die latholischen Psarrer einzig und allein von der Ge-meinde zn wahlen find, wird den Vorkainpfern fur kirchliche Reform endlich zum Siege verhelfen. Niichstens werden in der Schweiz die kalholischen Geistlichen sich einer Neuwahl zu unterziehen haben; ............................................. Aullagas zu verlangen. Der Kammerprasideut schlotz die Siynng, die Mitglieder deS Congresses, etnport ttber das Benehwen des Staatsoberhauptes, wollten daS ParlarnentsgebLude verlaffen. als ihnen Oberst Daza, ein Gunftling des Mtorales. an der Spitze einer Compagnie Soldaten den Weg versperrte. Neben den Soldaten, welche daS Bajonnet fall-ten, stand das Mufikcorps deS Regiments. Mit gezogenern Label jagtc der Oberst die Deputierten in den SitznngSsal zuriick, hinter ihm zog die Musik-bande auf, die nun im Saale lustige Marsche und TSnze zu spielen begann. Aber nod) nicht genug mtt dieser Vorhohnung deS Congresses! Oberst Daza bestieg die Tribiine und begann die reiche Fluth von Schimpfwortern, welche daS Voeabniar Bolivias aufweist, auf die Deputierten hernieder-zudonnern, welche nicht im Stande waren, den Saal zu verlaffen. Don Ton,as Frias beschrLnkte sich auf einen einfacheu Prolest, den das Stcindchen der Militar-musik jcdoch ubertonte. Nachdem solchergestalt die So-dateska ihr Miithchen gekuhlt, zog sie ab. Als am nSchsten Morgen der wnrdige Prasi-dent auS fcinem Rausche erwachte, mochte er wohl die Gemeinden werden in der 8age sein, nur folche Pfarrer und Seelforger zu wahlen, welche sich mit den Grundsatzen der modernen Bildung und politi-fchen Anschauung im Einklange befinden, Priester, welche den Rechten, Gcsctzen und Versassnngen der Einzelcantone wie der Eidgcnossenschaft nicht mehr feindfelig grgenuberstehen. Politische Rundschau. Laibach, 8. Februar. Inland. DaS „W Tgbl." erzahlt cine Aeutze-rung, welche der Kaiser gegenuber einer cze-chischen Deputation gethan haben soli, die ihm ge-legeutlich einer ihr in anderer Angelegenheit ge-wahrten Audienz cine Petition gegen die Wahlreform aufdrangen wolltc. Der Monarch soli, die Annahme des Schriftstiickes ablehnend,. er-klirrt haben, datz er e rn stlich die Wahlreform durchzufnhren wunsche und datz die Herren mit etwaigen Beschwerden gegen die Regierung sich an den Ministerprasidenten wenden mogen, da er nicht gesonnen sei, seiner Regierung irgendwie vorzugreifen. Voin Grafen G olu chowsky ist es bereits seit gerauiner Zeit bekannt, dah er die Wahlreform nicht bekampft, foudern sich dieser seinen Stainines-und Standesgenosscn verhahten „Neuerung" an-schiniegt. Dies bestatigt nun auch der officiose ,,C;as." Er verfichert, dah Goluchowski den Poleu-klub fur die directen Wahlen zu gewinnen suche. Der Graf macht den galizischen Abgeordneten be« greiflich, datz sie dutch ihte Enthaltungspolitik das Pvlenlhum schwet schcidigen wutden, dagegeu dutch cine Mitwitkung an der Reform no* rctten kSnn-ten, was zu rctten ist. Solllen (Aoluchowski's Be-muhungen schcilcrn, so wutden sich die Herren Schlachzizen feht vetdient machen uin die — Juden und Ruthenen. Das Subcomits des FinanzausfchufseS fur die zu Weltausstellungszwecken g efo r der-t e n C r tbit e hat seine Berathungen zum Ab-schlusse gebracht. Nach eingehendet Prufung der Botanschlage und Rechnungen einigte sich daS Sub-comit6 dahin, die Bewilligung des NachtragScredites von 9,7tX).000 fl. zu befurworten, fo datz sich nun die Gesammtkosten der Weltausstellung auf 15', Millionen belaufen. Da« Subcomit^ hielt eS jedoch fiir angezeigt, um ferneren Praliminar-Ueberschrei-tungen vorzubeugen, dL Gebaruug unter tine ent-sprechende Controle zu stellen, welche von cintm (auch von dem Motivenberichte der Regierung in Aussicht genounnenen) Beirathe geiibt werden soli, der aus Beainten des Finanzministtriums, des Handelsministeriunis und des Obersten RechnungS-hofeS zu bilden ist. Sammtliche Ausgaben fiir Welt- das Bediirfnis fuhlen, sich mit der Stammer zu tier-standigen. Er faiidte einen seiner Gunstlinge, Don Casimiro Corral, an den Congrctzprasidenten Frias, um mit bit sent zu unterhandeln. FriaS abet und die Kammtr benahmen sich in dnrchaus wnrdevoller Weise. Sie verlangten zunachst die Kassierung und Bestrasung des Obersten Daza, dann fdrmliche und dffentliche Abbitte von feitcn des Staatsoberhauptes. Morales wies wuthend dieses Ansuchen zuriick; schon war er wieder betrunken und seine Wuth faimtc Icine Grenzen, alS man ihm meldete, bit BtvSlktrung fangt an sich zufammtnzutotttn und verlange Genugthuung fur die ihren Abgeordneten angethancn Beschimpfungen. Ain Nachmittage setzte sich Morales schwan-fetid -auf sein Pferd, lietz die Trupptn antreten und befctzte das Congretzgebaude, in dem sich die Depn-tietten untetdessen- zetstteut hatlctt. Eine neue Schandszene begann jetzt im Sitznngssaale; trunten slieg bet President der Republik auf die Tribiine, wo cr dutch Husten und Nachahinung det Stirnme seine hauptiachlichsten Widersacher unter den Deputierten zu verhohnen begann, wahrend die Soldaten und der in den Saal ringedrungene PSbel jubelnd ausstellungszwecke haben, nach den Antragen bee Subcomil^s, von nun an unter Verantwortlichkeit ber Regierung genau nach Matzgabe der Pralimi-narien zu crfolgen und dagegeu sammtliche Ein. nahmen unmittelbar in die Staatskaffen zu flietzen. Die Bewilligung des gefotdetten NachtragS-credites voiierte das Subcomitč in der aus den vorgelegten Rechnungen geschopften, Ueberzeugung, datz die ursprunglich gemachten VotanschlSge wcit-aus zu niedrig geztiffen waren So iibcrfteigen die Kosten des WeUausstellungspalasteS allein den an-fnngs bewilligten Beltag von 6 Millionen, bit Kosten det Planierung betrugen iiber eine Million, die Anlage der Zufahrtstratzen erforbcrte 600.000 Gulden. Hiezu tamen noch die bctrachtlichen Aus. gabeu fiir die landwitthschaftliche Ausstellung, fiir den Pavilion ber Jury, fur die Exposition des amateurs und cmbere, dem grotzartigen Zwecke ent-sprechenden Anlagen, welche bit Bewilligung be« angesnchten ErtdittS getechtfettigt erfcheinen lietzen. Im ungarischen Abgeorbnetenhanse brachte der Finanzininister kiirzlich den langst angekiindig-ten Gesetzentwnrf liber die G r un d st e n er-R e-g u I i e r u n g tin. Grotze Lerlegenheit bereitet bet Deakpartei ein von ber Fraction Lonhay geftcttter Aittrag auf Unve rein bar k eit des Abgeordne. ten mandates mit Stellungen im Staatsdienste und bet vffcntlichcn Jnftitutcn. Bon der Seite war man freilich auf einen solchen Aittrag nicht gesatzt. Wie man auS digram meldet, bentonftrierte die bortige Unioniftcnpartei fiir die Wahlreform in O ester rci ch. Dieses Vorgehen der Unioni-ften, welche die Schliche ihrer Gegner genau ken-nen, ist nur ein tteuer Bclcg fur die Solidaritat, welche zwischen unseren Declaranlen und den no. ttonalen Ultra« in Ktoatien besteht. Auslavd. Die „@ermania", das Hauptblatt der Ultramontanen in Pre utzen, jubelt iiber dctt Protest ber BischSfe unb sieht in bcm» scibcn schon- einett Triumph ihrer Partei unb eine Niedcrlage ber Regierung. Jetzt wird ber grotze Ptinzipienkamps ausgefochten wetben, so occlamiert sie, in welchem bet Libetalismus zum Falle kommen wird. Bezeichnenb fiir bie Stimmung der Ultra, montanen unb ihre Berbrehung aller Thatfachcn find auch folgenbe Wortc dieses Blattes: „Es flingt als cine Ironic der Weltgeschichtc, wctttt man bedenkt, datz gerade der als „tytannisch" vctschticnc Ulttamvntanismus unb Jcsuitismu« bazu bcrufett ist, b:tt grotzcn unb herrlichen Kampf um die Gcwisscnssrcihcit inmittcn deft, viclgepricscncn ncunzchntcn Jahthundctts auszunchmen. Und eS ist auch ganz die Zeit dazu. Niemals ist daS katholische Deutschland sestet mit dem Primate Petri ver- *T Fortsetzung in der Beilage. seine Wortc dcglcitctcn. Vor bicscm noblett Publicum ctflarte Diorales die Session des Congresse« ..feierlich" fiir geschlossen. Erst jetzt begann das Ministetium sich auszu-raffett, well ein Ausbtuch ber wohlgesinntcn unb orbentlichen Leute zu befurchteu stand. Sammtliche Minister mit AnSnahme des Generals Sanginez resignierten, unb biefer wutdc von Morales sofort mit ber Bildung eines neucn Cabinets beouf* tragt. So vcrlicf der 24. November, und bie Hal-tung der Biirger, die mehrere male von den Trup-pen auseinander gejagt werden muhten, war so be. drohlich gcwordcn, datz das Acutzerste zu befiirchttn stand. Schon frith am 25. November war Morate« wieder betrunken. Er befand sich in einem hochst aufgeregtcn Zustandc, niemand, selbst seine nachsten Anverwandten nicht, wagten mit ihm von den Szc-nen der vergange -en Tage zu reden. Dabei war er in fortwahtender Angst vvt MStdern; hinter jedem Busche, hinter jedem Vvrhange glanbte er geziickte Dolche zu sehen. Am Nachmittage machte er, von cinigcn Frcundcn mngeben, einen Spaziergang aus '3etl«ge jam „Latva«kr TaMatt" Nr. buttbtn gttocfen al- gegenwartig; niemalS sin d die deutschen Katholiken unlrr sich so einig gtrotstn, als eS gegenwanig der Fall ist; noch nit waren ste so vortrefflich organisiert als im Jahre 1873!" Diesen Drohungen gegentiber klingen die Worte der „Prooinzial-Correspondenz" sehr erimchternd, in« dem dieses halbofficielle Blatt aus ben gesunden Sina des Bolkes hiniveist, an roelchem alle jene Aufreizungen scheitern rourden. Auch die „Spener-sche Zeilung" bemerkl do»u: „Diesen Drohungen gegentiber roirb man es in Preuhen machen roie in Baden bet der Schulsrage, man roirb ruhig vorroartS gehen und die geistlichen Herren roerden sich fugen. Jhre mahlose Sprache stammt »ur aus einer dreitzig-jShrigen Berroohnung; man roirb sie anbers ge-roShnen unb der Respect vor dem Staaie, ben sie heute nicht haben, roirb schon kommen." Dem beutschen Bundesrathe roirddem-nitchst bom Reichskanzler ti« Gtsttztnirourf, betres« send die Geldinittel »ur Um g e sta ltu n g der deutschen g e stun gen, ausschlietzlich derjenigen in Elsatz-Lothringen, unterbreilel rocrben. Im Artikel VI bes ReichSgesetzes vom 8. Juli 1872 ist bestimmt, dah tiber bie Verroenbung ber von der Kriegscontribution einstroeilcn reservierten 1 % Mil« liorben FrcS. im Wege ber Reichsgesetzgebung Be-stimmung getrvffen rorrben svile, trs jollen insbe-sonbere baraus die Marine Anleihen aus den Jahten 1867 und 1869 getilgt rocrben. Nach obeti ge-nannter Vorlage sollen nun 68 Millionen Thaler (255 Millionen Francs) zum Unibau ber beulschen Festnngen berroenbet unb bon bieser Sumrne betn Reichskanzler pro 1873 unb 1874 zusammen 18 MiUionen, sur die solgenden 10 Jahre abcr je 5 Millionen Thaler zur Lerftigung gestellt roerden. Aus ber Vorlage geht heroor, dah Spanbau er« roeitert, Kuštrin ocrstditt roirb, Siellin, Minben, Erfurt, Wittenberg, Kosel, Graubenz, Kvlberg unb Stralsunb, letztere beiben auejchticflich der Merke an der Kiiste und aus Riigen, als Festungen ein« gthen fotit«. Mit gemeldet routde, ist der wegen seines ultra-montanen Fanatismus uotorisch geroorbene Mer-millob burch papsllichcS Breve zum Bičar in bem rcnitcnten Canton Gens beflellt. Wie stramtn man bie Saittn im Batican anzieht, ergibt bit Ab« sossimg des hitzigen papsilichcn Brtbts zur Gentige. ..Wir befehlen alien" — heitzt es batin, — „ roelche jetzt oder kunftig es betreffen mag, datz sie dichais apostolischen Bicar des Cantons Gens nach bzm Jn-halte biefts SchrtibtnS anerkennen unb aufnehmen, dir ju Diensten stehen, dich untersttitzen uob bir ge« horchen, dcitie heilsamen Mohnungen und Besehle gebiihrend anhbrtn unb eisrig bollziehen; rotr roer« 82 bom 8. Februar. ben jedes Urtheil oder jede Strast, roelche du recht«. giltig tiber die Ungehorsarnen verhangen roirst, gut» heihen und biejelben mil (IotteS Hilfe bis zur ge« hbrigen Genugthuung unoeranserltch zur Bollziehung bringen." Der Klerus in Genf Hat sofort Orore pariert. Mermillob rourbe in alien katholischen Kitchen bes Camons als apostolijcher Bicor procla-miert. al'j hochmuthige Antroori aus den katholischen K,i.ch>:>'!jc,c^-^lllrourf. Der Rcgiecungsrmh httU auptuuauuche Sttzung zur Beralhung geeigneter Mahnahmen. Carteret (chlug jofonigt Berhasiung MerimUobs bor, roas abcr vom Staaisauroalt Tur-retrinie als uugtittztich bckampst rouroe. (itn Be-schlutz rourbe bertagt. Dte Agitation ist um so starker im Machsen, ba gleichzeitig bie Berathung des Kirchengesetzes zu ersolge« Hat. Die pariser Blatter be,chastigen sich mit dem Jnhalt der Rede, roelaje T h ter e arn vergangenen Momag in der Dreitziger-Comrnission gehaltctt Hat. So gemajjigt unb btrjvhnlich biefclbe burchroegs klingt, sv dringt doch aus berselben der Milit bes alttn Staatsmannes dutch, sich nicht so roeit bon ber monarchtstischen Clique zurtickbrauge« zu lassen, bag er aus bie Berbinoung unb evemuell die itiitt« roirkung der republikanischen Partei Berzicht leisten mtitzte. Mic aus den ictzten in der Commission abgcgebenctt Crklarungcn von Thiers .sich ergibt, tragt er bor oUein Beoenken, direct an bas a 11 g e» m ein e S t i m m r echt jpanb anzulegcn, uno bar* aus hatte eS bie Dretgtger^Cvmmi>jion roohl zunachst abgcjthcn. Auch halt er an ber balbigeti Cuistih-rung der zroeite« St amuier sest. Uujroeifeihast ist es roohl, datz Thicrs hcutc schon vici roeiugtr alS sriiher aus bc« guicn ober bojen Milicn ber Drči-Viger-Comrnijsion Gcroicht legt unb bag es ihm rotit mthr barum zu thun ist, bit Raumung des Lanbes bon ben beulschen Truppen alS bit t^sung btr con« stitutionellm Fiagtn burch bie jetzige Bersammlung burch;usctzen. Dieses Programiu sinoet auch bereits eitiige Unterstutzung se lb ft aus Seite ber jettigen, roelche bisher am mtisttu sich tiber die Unichlusjigteit bes Prasibenten ber Republik bctlagt hatten.____________________ Sur Tagesgclchichte. — Die Hau belsdllanz Oesterreich« in ben ersteu zeha Moaatcu beS rotigtn JahreS 1st nicht erfrcuUch. Wohl ftteg ber Import uno bettug in bielem Jshre 487 MM., um 45 6 Mil. mehe als im Borjahre, roobei zu bemetfen, dah bet Import oon Webstoffen im Oktober besonbcrS stark gerocjcn. H'ngegcn aahm ber Export mit jebem Monat mehr ab unb betrug En be Oliober um 84 "3 MlU. rotntger als in ben ersteu zchn Monaien bes BoijahreS. Im ganzen ist er nur 328-1 Mill, unb fuio bti bitjem ber Alamenada, roo die einen ihm scheu ausroichen, die anderen, nachbem er ben Rucktn geroanbt, zu pfeifen begonnen. Segen ttemt Uhr abtnbs roar tr roieber im Regierungspalaste. CtroaS ernuchtert sprach er mit seiner Tochler oon gleichgiltigen Din. gtn, als scin Nesfe, D ber st I'a Faye, mit einem Briefe hercinlrat, ber soeben bon einem unbtkann« ten Menschen stir den Prasibenten abgegeben roor-de« roar. Der Britf enthiclt in kurzrn Morten einc Marnung. Der Prasident, so lautete ber Jnhalt, mbgt sich bor stinen tigenen Abjutantcn huten, da ditst ihn in btr Racht gtsangtn nthmtii rovllttn. DaS gtniigte, um bit kaum besanstigte Muth roieber aufs neue anzusachen. Mie rajenb sprang Morales aus, sturzlt in bas Zimmrr ber Aojutanten, bit, nichrs bSsts ahnenb, bet bem hier sehr belicb-ten Rocambbr * Kartenspiele sahen. „Jhr t'ugner, ihr Bttrugtr, ihr Ungetreuen!" so lautete bie Anrebe des Prasibenten. Die Abjulanten, roelche bbllig unschulbig roaren, rouhten nicht, roie ihnen geschah. Sie protestierten gegen die Beschimpsung, bie Tochter Morales' roars sich bor ihrem Ba-ter auf die Knie und bat ihn, einzuhalten. ?a Faye flehle seinen Oheim an, doch nicht seine besten Areuube auf blest Meist sich zu Ftinbtn zu machen. Nichls half, Morale« rourbe imtucr jahzornigcr, er j chlug aus bie Asjulanlen cin uns begantt jchttcyiich semen ’Jicfsen Va Faye zu prngcln, ats dtcjcr sich zroischen bie Abjatanten utto ben Prlisiocntcn sturztr. DaS roar stir La Faye zu vtel. Seine milita-rische Ehce roar beltioigt; er ergrtsf setnen Revolver unb feuerte aus betnselbcu alle sechs Schusse in rajcher Folge auf scincn Oyeitn ab. Alle trajen. Zwci Kugcln sahen in bet Bruft, tint im GtsiLt, orti in btr Stitn. Morales staub bis zum ictzicn Schusse, bann roanbtc tr sich laitgfora um, siti in Arine jtintr Tochttr unb roar nach tititr halbtn Stmibe cine Lciche. La Faye flvh in bie Kasetne, bort rief er scin Baiaillou zujanunen, nahrn von ihm Abschicb unb bcrschwanb. Der Mord hatte sich zwischen 10 unb 11 Uhr abenbs ercignct. Drauhcn roar alles todtenstill unb trst am nachsten Morgen erfuhren die Ctnroohnet ber Hauptstabt, roaS si-d zugetrogen hatte. Giuck-lichcrtveiie roar gerabe tein chrgctzigcr General zu-gtgen, roclchcr bie Vagc ausitu^ie. Die Kauitnet oer|"ainmclte sich, roahlte einen Staatsrath unb IteUte an beffen Spitze beti berotihrten Prasibenten Don Thomas Ftias, roclchcr bis zum Ablauf ber jetzt so jilh unterbrochenen Prasibentjchaftsperiobe bie Executivgrwalt suhren soU. »Spen. Ztg." dutUckbleibcn ebtufo bit laudwirthschaftlichea Probuct« mit bie ganze Jnbustrie betheillgi, z. B. sammtllche Webe» unb Wirkftcsse, gebleichte Lelnen- unb rohe Stteichzarne, Sollroattn, kltnsttiche <5lumen, Papier, Schuhwaren, Hanbschuhe te. — Dt e bbse 6 u g t n i e. Drr »Courriet De PatiS' entnimmt einem^Brlese auS Vonoon, welchei anzeblich bon einer Person hertilhrt, bit in Chijel-hurst roohl Bescheib rotflt, folgenbea PassaS: ,Ucbtt oie letzte Letben-zeit bes Kaijets 2)i a p o l e o n vet« lautet mancht bustete Emzelheit. Der Kaiser hattt mit geroaltigm lorperlictzen Schmtrztn zu kampsen; aber er hatte es oorgezogtn, sie zu trtra^tn, als sich ber me hr als j$ei/ctga|ien Operation zu untcrzuheti. Er roar pcrjtintich ganz gegen bie letztere; bie Kai» Itrin tiugenie ritih baza. Ste hostie oaoon b:n Er« folg, bag ihr Gemahl balb sahig | gen Jahres brad) feme Zuhatierin, Lucie Motel, mit »hm uno vertneb ihn aus ihicr Mohnung. (^atel jann auf Rache unb jatztt ben Enijchlug, sie zu tbb« ten. Ein vethanzmsvollcr dajali roolltc jebvch, bah jemer Wmh cin anbete« Dpjer etliege. Am 12,en August b. J. troj er m einer bunfetn ižijffe bes BtetielS Sami 8icn6 bie ©ptnnenn Sivome Ganchy, mu ber er jchon fttihet m Dctuaalichtn Beziehunzen gcjtanben hatte. Sie gingen mu einanoet b,e alte Ehaufsee oon EhalonS cntlang, unb im Beilaufe bes Gc|pidche, ba» sich auf fem aufgeldetcS Bethalmts zu Lucie Motel vezvg, fagte Sibome zu ihm: „<5ie Hat btch gewttz nut Dcilasfen, roetl bu sie miShanbelicft unb, roie jegt, ein mtifjiggtingetifdjes Leben Mhttest." „Du HU„t ihr alfo noch,” antrootteic er, „nimm bid) m acht, over ich btmge bich um!" Die Atme, roelche bleje Dto-bungen nicht etnjt nahm, btteb bet ihrer Meinung, Jijsenb vor Muth etgtiff Gaiel emen gtotzen Ehau|» le-stem unb vetfetzie tht gitt bemjelben einen jo hej« ugen Stretch anj Oen Kopf, bag sie jofoti lebloe ute* Verjank. l6inen tiugenblttf jtanb ber Mbtbct stumpf. fmnig vor bet i'etche bes jun jen MaochenS; buiin abet erroachle feine Muth bci bem Anbltck bes BluteS um fo starlet, unb cine emjetzltche kannibaltjche Lzenc fanb |tatt. Mit einem fogenannten Viebenmejjet (uut hakenftitmiget Schnetbe) ttennte er Den Jtopf vom ;Hump(e, cfjnete ben letzteten unb fteefte ben ftopf hinetn. Nach SJoUbtmjung btejer Umhat kehtte er tn bie Siabt zuiiick, ging in bie Schankroitthjchust unb etzahltt lachenb, roas ct gethan. Žluch vor bem Lchroutgetichte bet Marne, vor bem er am 15;tn November ctjchien, bettchiete ct mu cpnijchtr Dfjcn. hetzigfett alle Einzelheuen seme- Betbtechens unb mutce zum Tobe verurlheilt. Wahrenb seiner (dngen Hast jetztc sich infolge drr milbtn Mutetung ein itiit« nenjchroatm m jemer Zellc an, unb man bemttkte ojtets, roie « timi btr Thietchen sing unb ca tat> hauptete oder ihm tinen Fliigcl obet etn ©etn ad« tt§. Ucber ben adscheulichcn Zeuvertreib befragt, ant« teortete er: „©chon als ich in bie Klosterschule ging, Halle id) biejen Tried; ich sah mit Bcrgnltgen, wenn cine Fliege ohne,Kops weilerflog, unb bachtt: wie fo-miftt) das isl! Warum kan« doch ein com Henker ©effipster nicht ouch biefen Borzng haben? Als meine Kametaden sahen, wie gern ich dieseS Spiel tried, fasten fie zu mit: ,Du wirst Henket roetben obet gewitz von der Hand des Henker- ftetben." Bis jut letzlen Minule beroahrte er seine Gleichgiltigkeit. Ader als bie verhangniSvolle Toilette vorgenommen routbe, ver-lietzen ihn die Kriifie unb er lich alleS iu einem solchen Zustaabe dec Bewuhilosigkeit mit sich vorneh-men, dah er schon deinahe todl roar, alS ihn die Ge-hilfen untcr die (Suillotine’fchoben. Die Hinrichiung fantt on bet alien ©irahc nach CholonS start, unroeit betselben ©telle, an roelcher da« Verdrechen begangen worbcn roar. — Ein Wiebets ehen. Das „©an gran* ciSco-Bulletin" erzahlt von einem romantischen Wieber-finden zwischen zwei Brllbern am letzten WeihnachtS-obenb. Bor ttroa zehn Jahten verlietzen zwei Brllder ihre Heirnat in JUmoie nnd (amen nach Califotnien. Det tiltete Bruder roar ein Mensch von hvchst ftStigen Gewohnheilen unb Halle tine gute geschiiflSmShige Er« ziehung genossen, obet bet jllngere roar zn Ausschwei-fungen gencigt unb Halle bet so Dieten lollen ©trei« cheti cine Rolle gcspieit, dah seine Abteise in feinem Gedurledorfc nicht bebauert routbe. Die beiben Brll-ber tcbien kurze Zeit in ©an Francisco jusammen, roahtenb fie sich nach ©tcUungen umsahen; der jlln-gere Bruder gerieih indeS in schlechle Gesellschaft, unb fie trcnntcn sich batb mit gegenfeitiger Zustimmung. Det tiliete Btubet erhielt eine ©telle in einem 6n» grosmagazin als Morkthelfet, unb burch semen Eiset uub seine ©teligkeit erroarb er sich bas Betttauen set. net Prinzipale derartig, datz er allmLlig von bet Position eineS Pkorthelsers zu der eines TheilnehmerS ber Firma ousrtlckle. Et taufte sich unltingfl ein HouS, heiraiete cine Dame mit betrdchtltchcm VermSgen, unb bet letzlc WcihnachlSabcnb sah ihn als Vatet von btei hllbschen Kinbern, bie sich an den Wunbern des Weih-nachlSbaumeS ergiitzlen. Die Familie begad sich um Millcrnacht jut Ruhr, abet der HanShett hatte laum seine tiugcn geschloffen, als er dutch ein Gcriiusch im Erbgeschoh erroeckt rourbe. Als er sich mit einem Revolver in seiner Hanb nach bem ©prechzimmer schlich, sah er, wie ein Mann bemllht roar, bas Buffet, roorin er fein ©itberzeug verroahrte, zn tisfnen. Den Revolver aus bes Dicdcs Kops anlegenb, ties et: .Halt, obet ©it find bes TodeS." Das Dicbsinstrumcnt cnt-fiel ben Handen des EindtecherS, der, aus seine Knie sallend, auSries: „©o Gott mein Richter ist, Robert, ich rouble nicht, dah du hier wohntest." Det Hetr emdeckie jetzt zu seinem Entsetzen, doh det Eindtecher, den et zu etschietzen im Begriff stand, fein jilngeret Btubet sei, btm er seit deinahe 10 Jahren nicht be* gegnct roar. Diese Racht schlies ber Eindtecher stied-iich untet bem Dache seines vergedungsvollen Bruders, ber bem Reporter bes „‘Bulletin" mit ThtSnen in ben Augen veisichette, dah et ihm eine Anstellung in (einem eigenen Magazin geden roetbe, und bah er in-folge bet LuSsicht, bie sich ihm erOffnete, seinen vet-ittten Bruder zu retten, nietnals eine glilcklichete Weih-nacht vetledt hatte. — JndianethSndel. Die kupfetfardenen Helben bes amerifanifdjcn Westens betstehen noch immer burch ihre tccfen UnabhSngigteit«bestrebungen ihte alte Pcpulariiat lider Wasiet zu erhattcn. Wenn auch gerotfie untUhmlidje ktiezerische Thalsachen bie Bilbet, rote roit fie von Jugend her aus ben Cooper'schen Romanen, aus GerstiicketS ©chilberungen cingefogen, einigermahen etblafsen machen, roenn auch federgeschmllckie Sioux-Haupilinge mit deispielloset Zahwheit in Frau Lucca'S ©alon Opernarien onhtiten . . ., so wieder-holen sich trot} alledem Episoden, benen noch ein ur« spiiinglidier Reiz anhaflel. Die Reihe komml bieSma! an'bie MvdocJndianet, benen es nun plijtzlich ein« ffiflt, aus tdngft verzichtete Territotien tn ©ttb.Oregon nob Norb.Caltfornieu Eigenthumsrechte zu beansptu« djen. Die Regitrung, die gegen diese kecke gumulhung enetgische Einsptache lha>. muhle sich nun bes roeite* ten zu friegetischen Matzregeln enlschtiehen, bie, wie bit Dinge im Augenblicke stehen, getabe teinen absoluten Ersolg prognosticieren. Die (tthnen Moboc-Jn-bianet haben sich in bas vulkanische Geflllft sliblich bes Tula-SeeS zurllckgezogen unb spollen in den labyrinthischen Hvhlengiingen dieses Gebirgsdistrictes jeder Waffengewall. Ueter 150 Mann vetlheidiglen ben Haupteingang, nach ©chilberungen ametikanischet Bltillet (aum griiher als eine FensterLffnung, unb bei ber Unzugiinglichkeit der meisten Tiesenpunkle mag eS den Belagerten ein leichtes fein, burch bie zahlreichen fanalartigen AuSlaufer ber Grottenbehausungen mit ber Autzenroelt im Rapport zu verbletben. Marschall Pellissier, ber' betanntlich in Ulgerien bas grausame Mittel ber AuSriiucherung bei Grolten-Flilchtlingen an-roenbete, roUrbe hier schroerlich Rath zu schaffen gewutzi haben, benn berouhler Haupteingang ist (aum zu er-reithen, unb man sah sich somit schon gezroungen, Feld-geschlltze herbeizuschaffen. Das letzle newyvrker Tele, gramm spricht von erneuerlen AngriffSversuchen, bie etfolglos geblieben. — Undersells scheinen indianische BruderstLmme dereilS bem allcinseligmachenben Hum-buge in bie Hiinde gesallen zu fein, benn es ereignete sich cor furzem, bah Adgesandle det Mentanaer bei ber Regierung eine ©umme ansprachen stir die Kul-livierung ies DistriclcS eines ©iouxstammes. Ncich-fotschungen nun ergaben, bah ber genannte ©tamm gar nicht existiete. Brav gespiell, Roihhtiule! Local- unb Provinzial-Angelegenheiten. Origiual-Lorres-ouVenzea. Gottschee, 6. Februar. D>e Erntnnung bes Herrn JuliuS 8 e b e n i g zum k. k. ^SezirkSrichler in Gollschee wnrde von der hieftgtn BLrgerschast attge-mein mit Freude vetnommen, da demfelben soroohl der Ruf eines etfahrenen, lhatigen FachmanneS, als auch ber eines verfasiungStreuen, liberalgefmnten ©taatsbtlrgers votauSgeht. ©o viel air roiffen, ist berfelbe auch ein Sennet unb Freimb det Musik, und so blirfte er sich in unferet gefangsluftigen ©tadt dalb heimifch stihlen. Herr Amtsleitet Mllhleisen, bet sich schnell untet ber BUrgerfchaft unb untet ben Beam-ten beliebt gemacht hatte, tehrt in eine ehrenvoOe ©tellung nach Laibach zurilck. Landstratz, 7. Februar. (®locfen unb W a hltef otm. ) Die Gelegenheit . einer Bespte-chung, zu roelcher siimmtliche Psarrinsassen eingeladen routten, um roegen unferet schon fehr fchabhaften Glocken eine Abhilfe zu schaffen, rourbe von unseren Hochroiitdigen mil Setgnltgen denlltzl, um Unterschrif« ten slit eine Petition gegen die Einstthrnng ber Wahl-resorm zu fammeln. Natllrlich rourbe da, wie Ldlich, agitiert und tein Mittcldjen nnverfucht gelaffen, um bie Untecfchciften der Bauern zu geroinnen. Nachdem nun mchrcre Psarrinsassen eineSlheils deS schlechlen Wellers roegen, haupisachlich abet aus bem ©runbe, rotil fie um ihrcn letzten Grofcheu be-forgt roaren, ber Befpredjung feme geblieben, roetben sich unfere frommen Herten roohl auf bie ©ocfen machen, um bie noch rUcfstSnbigen Kreuzel einzufam« melm. Wahrlich, bet Eiset, ben unfere Geistlichkeit stets bann entroidfelt, roenn es gilt, gegen bie Betfaf-sung zu wlihlen ober gegen bie bevorstehcnbe Wahl-reform, bie ihnen ein geroaltiger Dorn im Sluge ist, zu agitiercn, mitre einer ebleren, bet Geistlichkeit pas-fenberen ©ache rolitbig. Wenn die Herren nut beden-ken roUtben, boh ihr Anfehen, bas fie bet ber BevSl-ferung noch haben, nach unb nach dutch fortroLhirndeS Einmifchen in profane Mngeleqenheittn ganz fdirotnbet, wllrden fie tS roohl bltibtn laffen; fo arbeiten sie aber an ihrem eigenen Ruine. G. — (Unfere Sat ho Us d)-Pol it if djen) remonsltierten in bet am Lichtmehabenb abgehalicnen Monatvetfammlung gegen die Wahlreform unb fan* ben eS flit gut, ftch bet Abteffe bes Beteins .Slovenija" anzufchliehen. ©tnctalrebntr roar Domkaplan Jttun. Seine in bet ^Danica" abgebruite Rebe athmet einen unverfthnlichtn Hah gegen bie Cerfaf- sung. Dal Ideal del hochrolirbigen Herrn find bie alten Rechle bee Landes Stain, fowie bie Rechle bet Ration, beten Durckflthrung durch bas „Oktober« biplom" verdltrgt rourbe. Da kamen jebo<6 die bOsen deutschen Cenlralisten in bie Outre, biefe fchufeu ein Eentralparlament, nut um bit armtn Slavtn zu un. ttrbrlicftn. DieseS Parlamtnt mit ftintr btutschtn MajoritSt erklihnle sich sogar, im Jahte 1868 eine „$erfaffung* flit (Jisleithanien zu fchmieben. Runmehr will der „ReichStath" den Slaven mittelft ber Wahlreform vollends ben GarauS machen. Bor allem ist es auf bie broven Czechen abgesehen, bie fllr Oestetteich a lies geopfert haben. Rich! besfer soil eS ben ©lovenen ergehen. Stall ber 20 Berlreler, bie der ll/S Million ziihlenden flovenifchen Ration ge» bllhren, roUrden auf felbe (aum 12 Bertreter ent* fallen. Alfo nut neues Unrecht will man auf bie ©laven HSufen! ©o lautct in Klitze bie Leiden«« gefchichte bet vstetteichifchen ©laven feit bem Bestanbe ber Berfaffung nach KlunS (Soangelium. Die von Enlstcllungen det Wahtheil strotzende Rede deS fana-lifchen Pftiffteins fchloh mit bem SchmerzenSrufe: „Wenn ber Wutm sich kriimmt, fodald man auf ihn trill, roarum foQen wit die ©chltfge, die gegen nnS gcfUhrt roetben, stillschweigend hinnchmen," Bravo Klun! Da» einzige Wahre Jhrer langen Rebel Ja wahrlich, bas klericale Gewlirm, bas ben BersassungS« dau Oesterreichs fystemalifch unlerwllhlk, mag sich hochst unaitgenehm deriihrl flihlen, roenn feinem unlau-teren Ireiben dutch bas aus birectcn Wahlen bes VolkeS hervorgegaageue Centralparlament ein Enbe gemacht roetben foll. Autzer ben ©loven — meinte ferner Klun — rourbe auch ber Bauernstanb durch bie Wahlreform am empfinblichsten geschiidigt roetben. Erstaunt mllsfen roit unS fragcn, wie ein hochwlir-biger Hett, ber fllr bit alten Rechte bes Lanbes fchwiitmt, noch Don politifchen Rechlen bes Bauern* ftandes reben kann. Wllrden roit in jene Halien Lan« beflrechte und Freiheiten" versetzl, wosllr Domkaplan Stun fammt bem klericalen „Gewlirm" sich erhiyl, so mlihte jeneS HSuflein von ©chwarzrLcken, bas am Llchtmchadettde ben grlinbtichsten Adscheu vor bet Setfjffung (unbgob, noch in ber Bauetnhose stecken unb anstatt sich ©eelenhirten bes BoKes zu nennen, noch immer ben Hirtenstab liber bie Rinber der ,gntt* digen" Herrfchast in der Hand ftlhren ober auf bem gutsherrlidjen Felbe Frohnbienste leisten. — (Typogtaphen-KtLnzchen.) DienS* tag ben 18. Februar siudel im „Hotel Elefant" daS FafchingSkrLnzchen ber taibacher Typography statt. Wie roit vemehmen, ist daS betreffenoe CornitS bereitS seit Idngeret Zeit besttedt, die biesjfihiige Fa* schingSunterhaltung der JUnger Gutenbergs zu einem recht (ebhaften unb angenehmen Feste zu gefialten. Die Eintrittskarten zu demfelben roetben in ben Bud)* hanblungen von Kleinmayt & Bamberg unb O. fiterr ausgegeben. Wit rollnfchen ben fltihigen HilfSarbtittrn im gtifiigtn Kampft, die Jiht aus Jaht ein so viel jut Unierhaltung bes gebilbeten Publicum« beitragen, auch von ©eite bes letztcren eine nachhaltige Untet* ftlltzung. — (Dr. Razlag. ) Bon bem !. k. Lanbes* gerichte Laibach wirb bekannt gemacht, boh mit (Er* laffe bes hohen k. t. Obetlanbesgerichte« com 2 S sten 3anner 1. I., Z. 1131, bet hiecortige Avoocai H-tt Dr. Jakob R a j t a g fllr biefes (. k. LandeSgericht unb fllr bas hierorttge k. k. BezirkSgericht zum Doll* metfd) ber kroatifchcn ©prache in Stroffachen unb blttgetlidjcn RechlSangelegenheilen bestellt rootbtn 1st. — ( Flit bit Ftnttwtht.) DoS Kellner-ktiinzchen hat einenlleberschuh von 10 ft. etgeden, welch« det freiw. Feuerwehr gefpenbet rourbe. — Rrau Caroline Ekhatd fpenbeie gleichsollS 5 fl. ber freiro. Feuerwehr. — (BeteinSwcfen.) Die Generotverfamtn* lung bes ttrbeiter-Kranken unb JnvolidenvereinS roitb morgen, ©onntag ben 9. Februar um 2 Utjr nachmit« tags im Gasthaufe „zur ©ternroarte" abgehalten Program m der BerhanblungSgegenstfinbe: 1. Ansprache be« Obmanne«. 2. Bericht liber die GeschSstSthiiligkeit bes AuSschusieS. 3. Intrag auf IbSnderung ber ©la* tiiten. 4. Wahl be« AuSschuffc«. — (S upp lent flit RudolfSwerth. ) Mit 1. Marz l. I roirb am Stoats-, Real- und Obergymnosium zu RudolfSwerth ein Supplent fUc deutsche Sprache und Literatur geqen Reisefostenent schiidigung und die normalmiifjiqe SubstiiutionSgeblthr aufgenommen. Beziialiche Anirage find bis zum obi« gen Datum an die Direction zu richtcn. — (DieSlovcnensindverfassungS. treuI) tuft Dr. Janez BleiweiS in bet letzien »Novice" auS, well fie gegen die ditecien Wahlen, die auch die Dezembetverfosfung nicht kennt, Avresien erlasien. Welche Wenbu»g — konnte man ausruien — durch dcS ReichSralhS Ftt^ung, ober noch besier, wie dies auch bci bet letzien LerfosiuugSfeier vorhergesagt wurde: „Wunber ttber Wunder! Dr. Janez BleiweiS nebst Anhang ein VerfassungSireuer I" — (Kraini scher S ch u l p s e n n ig.) Wei-tere BeitrLge find eingegangen: Vom k. f. SaniialS-rath P. of. Dr. Alois Valenta der Monaibeitrag flir Februar mil 5 fl. Fiiebrich Pftff rer. Beziikscommif-sSr in Gollfchee, Monaibeiiroq fiir Februar 1 fl; MalhiaS GoUob in St. Geotgen 2 fl.; vcn Dt. Ferbinanb BLHm, k. k. BezirkSarzt in Gollfchee, daS ErgebntS bet in Gollfchee aufgestelllen Schulpfenuig-blichfen mil 17 fl. 50 tr., und zwat: im GasthauS deS Johann Berderber „zum goldenen Kreuz" 14 fl. 70 fr., deS Flotian Tomil! zum ,goldenen Stern" 2 fl. 80 fr. — (Die „Zcitfchrift bed allgemei-n cn Beam ten. BereineS"), welche in ben ge-genwiirligen fill bie gefamnn: Beamtenlchaft hochwich-tigen Berhantlungen mil Freimulh unb SachfenntniS die Jntcresien bet Beamlen oertritt, ben volkSwirthfchaft-lichen un> finanziellen Ftagen bie eingehenbste ErSr-terung roibmet unb sich bereitS in allen Kreifen Beach' tung unb Geltung veifchafft hat, erfcheint jeben Don* ne rStag einen Bo,,en stark unb fann flit ben Abon-nemenlSpteiS von nut 4 fl. jahrlich, bci bet Centtol-leitung dcS Beamlen-VereineS, Wien Himmelpfort-gaffe 6, bci fammtlichen Postamiern unb bci ben Local-Ausfchusicn be« BercineS bezoqen merben. — (Das Institut be r Frciwillig cn) tfi bazu befltmmt, bernjenigen, ber sich irgenb einem Berufsstudium gi roibmet hat, die Beendigung beSfetben zu ermSglichen unb trotzdem seiner Wehipflicht nackzu-kommen, writers aber, Resctveoffiziete zu bit ben. BiS jetzt blicb eS bet Ambition jebeS Einzelnen iibertaffen, fich wiihrenb feinet ein*ahrigen Dieustzeil bie Kennt-niffe zu etroetben, welche eS etmLzlichen, bie Prvfung zum Referbeoffizier abzulegen; leiber haben sich ver-hallniSmahig fehr roenige zur ttblegung biefet PrU-fung gemelbet, woburch im 2Wobilifierung«faQe leicht ein Mangel an taugltchen Nescrvcoffizicrcn let^uten (ann. Die Mehrzahl hat wahrend deS PrasenzMreS gcrabc nut ihtc Schulbigfeit gethan unb sich nach Voll-cnbung beSfelben eiufach in die Reserve iibersetzrn lafscn, ohnc fich writer urn militiirifcheS Wiffen zu fUrnrncrn. Urn biefer Auffasiunq mit Ersolg entgegen-zuwirken, foil man, wie ber „Boh." berichlel roitb, beim NeichSkricgSminislcrium an ciner Borlage arbeilcn, laut welcher jebcr Einjahrig Freiwlllige cntwebet nach vollcnbelem Prafenzjahre bie Ptlifung zum Reserve-°ff>jicr ablegen, oder a ber noch weitcrc zwei Jahre bci j ^»uppc bicnen milhte, urn etst bann in lie Referee bcrfefct zu wctdcn. Witterung. Laibach, 8. Febrnat. Anhaltend trilbe, Schnee mil Rebel abwechselnd. Thau, wetter. Wiirme: Morgen« 6 Uhr 01", iiadjinitiaqe i Utjr + 13° 6. (1872 4- b'S , 1871 + 1.3 ). ©arometer im Slcigen, 785 02 Millimeter Dae grftrige s£age8:nittel ber Wiltme -f- 0-8° um 1‘J*, ttber hem Viormale. Der grflrigc Niederschlag 12 30 Millimeter__________ Etngescnvel. Der grfcrtigle Aiisschutz bechrl sich den $enren Vereius-mitglitbfvn b,'fount ,11 gebeii. bag von Seile brg lobl. Arbeiiet-bilbiiiigewertine zu ben, Soiiniaq b n 9. Februar I I. im ©aflbotifc turn „(Siefanten" stattfinbenden Arbcitttball meh-tert Einlabuiigen ringelangt sinb. Darans rcfltctiercnbe Ctrcinsniitglifber wolle,, sich gffalligft beim Dbmatni tnelbcn. vaibach. am 8. Fcbxiar 1873. Vom Ausschusse bed const. Vercins. Drivgeude Bitte an eble Menschevfreunde! Die giinzlich mittellofe, atme Wi .oc be« vctstot-benen provisotischcn Stadtwachmanncs Lorenz Super« fchek, wohvhaft Froschplatz Hs.-Nr. 125 im 2. Stock, mit ihicn brei Kinbcrn, von benen baS Lltcstc bier, etnefl zwei Jahte unb das jtlngste l1/, Moaalc alt ist, bittet um gnabige UnterstUtzung in ihrcr trau-rigen Lagc. ©freits eingegangen : tlngcnaiint 50 fr. 3£, A. 50 fr. -- Si'itere BeiiiSgc rorrben fofort ihrcr Bestimmung juge« fllhlt. _________ Promeffen nuf ungarische Lose Ut die Ziehung am 15. februar V. J, Hanptlreffer 100.000 fl., A fl. 1.75 unb 50 fr. Slempkl Lose der wiener Armeu-Lotterte Ziehung am 25. Februar d. I.. Hanptlreffer 1000 «ti|cr ^ucrttc*^ h. 50 kr. (bei Abnahme von 5 Stllck 1 SMck jratie) find zu beziehen durch (53 17) Hucloif fluck, Wechselstube, Graz, __________________Sackftraire Nr. 4.________________ Angckommcne Fremde. 7. Februar Hotel F.lefnnt. fmgijfi, Jtfiu., Sanifcho. — Mnn-«ioh, Miiuling.— Ulrich, Sleinbllchel. Gollob, Hblsn,., Abelsberg. Malli, Hblsm.. Nenmarfll. — Rafovic mil Fran. Gra,. artel, Tries!. - Freiherr v. (Sflorff, Schlotz Eufenstein. Hotel SlHilt Wl<-e. (Serfilcr, Wolf unb Sllh, Ksm.. Wien. Pkllt. Prival, Fi,„„e. — Pollak, Kfm., Wien. Rntzmllllcr, Director, Haasbcrg. — Wibmann, Asm., Ftnme. — Majaf unb Gabr iolowSly, Wien. Hotel Kiiroim. Grllnwatb aHuia, aqram. Weist, Sissek - - Pugl, Mllnchen. iTloliren. Bobiika, ©tfchafteleiter, Lilli. — Waller, R'I »ber, Wien. — Bonk, Schneider. Oberfrain. Abolf und Adeline ffionbin ale eiictii, geben in ibrem eigenen, wie im Name,, chirr Tochtet Cfmilie alien Verwanblen und vefaun-le» die tirfbrtrllfarnbr Nachrich, von k>cm Hiiir fchribrn ihte« innigstqelieblen, iiiiBergrfiliili-n Sohner resp. Binder« (Mar Bcrstorbcne. Den 6 Februar. Fran; iteršič, JnwohnecSsohn, 13 Jahre, Sioilfpital, ©.hirnldhmnng. Den 7. Februar. Dem Johann ©raiser, Sltoh-hulmach-t, seine Gattin LScilia, 26 Jahre, St. PeterS-»otilabt 9ir. 17, AnSzehinng. — Andreas OrŠič, Schlosser-gefrlle, 2H Jahre. Eiviispiial, Brusiwaffetsuchl. Gcdcnktafcl uber dieamlO. Februar 1873 stattfindmden 8i-cilatioiikn. 3. Feilb., Perne'schc Real., Michelllelten, BG. Krain-burg. — 3. Feilb., Pristov'sche Real., 8$olar, Laibach. A m 1 1. Februar. 3 Feilb., Snsa'schc Real., Gaberie, ©ffl. Senosetsch. — 3. Feilb., Selbar’iche Real, Peteline, B®. AdelSberg. — 3. Feilb.' Zabker'sche Real., ©oliorrh, BG ©urffelb. — 2. Feilb., D-belak'sche Steal., Hofdors, BG. RabmamiSbotf. 3. Feilb., Knzaj'sche Real., Hrosche, BG. 9lbeleberg. 1. Feilb., Tremi'jche Real., Godovii, BG. Jbria. — 3. Feilb., 9ingo6c’fd)e Real., Hla-Ze, BG. Adelsberg. — 1. Feilb., Seglnr’fchf Real., Dibače, BG. .Sillich. — 3. Feilb., Konc'sche Real., (Sorite, BG. Kiainburg. - 3. Fcilb , Sa» lofer’fdie Real., Brllnbl, BG. ®urtfelb. — 8. Feilb., ®e= loric'sche Real, Reiiideliin. BG. Tlchernembl. Lhcatcr. H e n l e: Debut beg Fcl. Irene Gerbce aue Der Trondavour. Opcr in 4 alien von Berbi. P t r f o n e n: Der Graf ooit i'uiia . Hr. iBoIoff. t'onore............................... - . Frl Gerbes. azncena, eine Zigennerin . Frl. Rosen. * 2)(aiiricc .............................. . Hr. Stoll. Ferrando . . Hr. Pollak. Rnlz......................• • • - Hr. Ausim. Morgen: Slov^nische Borslelliuig.______________ I welcher nach twenjigtdgigen schweren Leiden in feuiein sechsien I'ebeiiejaore am 8. Februar um Uhr mittags in ba# btfftrt Jenfeiie abberufrn roiirbe. o deerbignng finbri am 10. Februar um Z ll, •‘°*miiiag vom Tranerhause Nr. 70 in bet K|agenfiirlerflrage aue ails belli Fried hos zu ~l. Chnswf flail. Loibach, H. Februar 1873. Danksagung. Fiir die inis oielfritig beizlich bezeigle Theil-nahme wiihrend brr ilberrafchenb schnell gelom: mourn fnuen flranlheil imferee innigft gelirblen Sohnee Lambert Luckmann lomie fill' bie liebruolle zablreldje Begleilnug zur letzien Ruheslalt- fageii mil allen biemit uiiftm liefqefllhllen Dank. Die irautruben (Sllerii Zohann unb Adele Luckmann. J. II si um n n „zur goldenen Quaste“ Laibach, Ilauptplatz, einpfiehlt sein slots mil dem Neuesten gut sortiertes L»n«r von: Selden- und Woll-Crepln, Gallons, Quasten, Behange, Span^en, Woll-, Seiden- und Pelz-Fransen, schwar< und rar'-iy Reps, Atlas, Noblesse und Taffetas, achwarz und farbig Seiden- und Baumwoll-Sammte, Woll- und Selden-Pliisch, scliw;,,7. und faring Noblesse, Faille, Atlas, Molree-und Sammt-Bander, sc.hwarz, weiss und farbig Baumwoli-, Zwlm-, Seiden- und Woll-Spltzen, Weias und achwarz, glatl und fafonnierl Seiden-Tull, *, und •/, Blondgrund fiir Brautschleler, Gaze, Frou-Frou, Hutsohleler, Till!’ angials, Batlst-Clair, Moul, Crepe-Llsse, geschlungene und geslickte Moul-, Batist- und Lelnen-Strelfen, Mousselln, Organtln, Aermelfutter und Futterleinen, Sarslnet, Percall, Vor-hang- und Schlafrook-Quasten, weisse Vorhang-Halter, Mobel-Chenillen-Fransen und Crepln, Wagenborten, Leinen-und Percail-Bander, Knopfe jeder Art, Selde, Zwlm, Na-deln etc. etc. Bealellungen nach Auswarts werden poslwendend expv-diert und Gcgenstandc, die nicht auf Lager, bcreitwilliggl beaorgt. (12—16) lUuclics Okskllschasisspikl! Die grohlmiigliche Gewinnchance A bieirn meine Telcgramme. Wien, 8. Februar. Morgenbulletin. Gcstern trat bci Ihrcr Masestat ber Kaiserin Caroline Augusta eine geringe Kraflevermindcrung unb lcichte An-schwcllung ber H°"de unb Fiitze ein. Bci Bcginn der Nacht vermchrleS Fieber, morgens Erleichlerung. Im Abgeordnettnhaufe urgierte Rcchbauer die Vorlage eines Gefetzcnlwurfes ubcr das VerhallniS be« Staates zur Kirche. Trlegrapbiscber Coursbcricht am 8. Februar. Papier-Renle 69.70. — Silder-Renie 73.20. — 18«0rt L>taate.Anlehen 104.—. — Banfaelien 973 — <£rrbit331 75 koubon 108 90. — Silbcr 107 75. - g. r. Mllu, - Ducalev —•—- 20-Frane-Ktlicke 8.6?'/, sir b. W. fl. 100 1>apierrrnir. Monatliche Ratcnzahlungen h o. W. ft. 8. SBdbnnb ber Daner der Euizabluiigeii fpieleii die p. t. Theilnelimer 0"f bie ale Trdmie belqepehriun 18 Stiick Lose durch 46 Ziehunaeu. mid ,war auf Ein Jfoftel mil kr Scrir nrjoarnrs 1839rr L-s ' (luelchce am I. Miirz d. I. einen Srrffer giroinnen uiuft) unb fernet auf „IMUer>, IHOcr, IInmn-MliwriKPr-, TArkeif, Narlim-n.n,.),,),,. cen-, Como-, Olilr«il»iirK«*r-, lniiW|,rl,„ rkrr-, »ihiiUIiiiicp-, Ofnrr-, Hiilll'y-, (je* iiol*-, Il'nlil«*tei«»-, HhiiliMrlitriii/.| *!«•%IrC«-. KihIoII'm-, NnlzbiirKrr.|,nNr,«< iliad' gcleifieler SBolljahlung mirb jebem p t Theilueh, mer fl. 10ii Papierrenle miSgefolgt. iftiifirdge aiie d r Prvviiiz merben vionipl effectuiert. Rudolf Fluvk, WecliwvlKliibc. (;rU2r (73-3) Sackstratze Nr. 4. Zahnarzl Ae Paieliel aus Graz beehrl sich hiemit anznzeigen, batz ev tiur noch bis Ende b. M. a »s ber ZahnhtilKvnde unit ZahulechniK ocbiniprrn roirb. Wohnl Slernatlee 'JZr. 37 im Zeliuovich- Ejn Verknnfsgcwolbe, inmitten btr 6>tabt Lilli, anf sehr guiem.Pcsten, fammt Magazin, ist bi« Cube April b. I. zu Ofvgeben. AuSkunsl eriheilt Hcrr Joli. Schmidi, Buchbinbcr in Lilli. (82 -1) Allsgkllmmkll uirrkn tllchtige^LebenSversicherungS-Acquisiteure fitr cine groge LebenSversicherungS - Acliengesellschafl file Stain mib bn« fltlflenlanb unter sehr vortheilhaslm Bebingungen. Dffcrtt mil Angabe btr genauen SWereuzrn unb ber bisherigen Bcr-wenbung nimmt bit Administration bieseS ©latte« entgegen. (85 1) Handelsgartnerei von Mayr & Metz, Triestertrasse 74 & Polana 60, tiefevt qrschmackvE Bouquets, Kriiuze, Guirlaudcu rc Cbftbaiimr, ZirrgehSlze, Rosen Zt, Tamen zu ben billigsten Preisen iu>ue»pflau;e» unb (688—11) Oeffentlicher Dank. Unserem am Krampshnsten erkrankten Kinbe geht tt nach nur atagigem Gebrauche ber Krnmpshusten-PiUen bee Dr. Sedlitzky Jun., Apotheker in Fiin Hans, SechShauser-Hauplstrage 91r. 16, bedeutend bejfer, nadjbem baefclbe vorher 3 Wochen lang all? itiiebicameute sriichllo« gebranchl Halle. Wir sagen baher unjtrcn Dank unb empfehlen genannle« Miltel auf Da« beste. Joli. Wlpplliiger Hammt Frau, Wien, VII., Neustiftgaffe 81 (15—(5) Dieses Miltel ist auger in ber genaimteii Apolheke noch echl zu haben in Laibach bei Lassnik, HanbelSmann Edict. Jnfolge Verordnnng des k. k. Landesgerichtes Laibach werden verschie-bent, in die Verla.ssenschaft des Herrn Dechant Simon Vouk gehorigr Effecten, namentlich mehrere EDcjiccke non Sillier uni Hrn|ilbrr u. f. to. am 10. Februar 1873 in den gewohnlichen Amtsstnnden von 9 bis 12 Uhr vormittagS and 8 lid <$ Uhr nachmittags in dec Amtskan;lei des geferligten k. k. Nolars, Stadt Hans-Nr. 180, in offentlicher, freiwilliger Versteigerung, nvthigenfalls ouch nnier dem SchatzungSwerihe, an den Meistbietenden gegen gleich bare Brzahlung hintangegeben werden. (80) Laibach, 6. Februar 1873. Der k. I. Notar als GerichlS-Commisfar: Dr. Bart. Suppanz. The »Little Wanzer”, bewahrte amerikanische Schiffchen- Doppelsttppstich -Nilhmaschmk zum Kand- unb AutzSelriev, sehr einfach coitflniiert, leicht zu ci lerneii unb btm 3it-Uiiorbnung:®erat6en nicht unterroorfen. Die bebeutenbe Zahl von Mkdaillen, welche ber „Llttle Wanzer11 auf ben verschiebenen Ansstellun-flen erlheilt roorbeti, Dermehrte sich im Jahre 1873, iiibem berfelben ,» St. 3ogo bie golbme Mebaille, zu MoSkan bie golbene Mcbaille juerfannt murben. Prospccle unb Niihproben gratis. Hauptniederlage der „Little Wanzer" fur Krain bei Emit Stockl, Theatergasse Nr. 43 & 44. ZwelK-Mlederl»*eii in RnboIs«werlh Carl ienkner, Sroinbitrg Pučnik & Sohn, N cum arttl J. Raithareck. (70-2) a Kuildmachnilg. ttm btclfcitig ausgkfprochcnen Wiinfchen Rechnung zu tragen, hat die k. f. priv. mt’djfclfcitiflt' Kraiidschaden - Vi rllchenings - JlnKalt fur Steiermark, Karnteu unb tiriw tine eigene Abtheilung fiir die Berfielrerung bcweqlicher Sachen gcflcn Feutrschadtn erSffnet und versichert sonach von nun an anch Maschinen, Waren, Fechsnng, Bor-rathe nnd bcwegliche Sachcn iiberhanpt. Nachdem die Anstalt jeht schon 185.000 Cbjccte mit 80.443.000 fl. versichert halt, bei einer jahrlichen Einnahme von mehr als 500.000 fl. riber einen Reservefond von 720.000 fl. verfngt unb mit bewahrten in- unb anslanbischrn Assccuranz-Gesellschaften Ruckversicherungen nnterhalt, so ist birselbe in bet Lage, Risken in jedem bclicbigen Werthbetrage bei voller Sicbcrbcit unb gegen matzige Praniien zu ubernehmen. Die Versicherungsantrage werden in.der Vereinskanzlei (Graz, aiici>(iip?ar/ *P. 5. 11. Stock), dann bei der Gt'iii‘ral-B<*ppasentaHi in l,aiba