Ns)^. <5l5/^ Plänumeratlonsplel«: Im «omptolr gan,j. Vl.l. ^^»l st. l». halbj. si, .<-,5n. ssiii die ^»stclluna in« Ha!i<> ""' halbj. 50 lr. Mil ber Post „an,j. fi. ,5. haldj, 7 «>. Donnerstag, 35. September. Inseltionsgebür: ssür Nein« Inserate b<» zu ^ l»^/^ 4 feilen « tr., glößer« per Zeile e lr.; b«« üfterei, 1 «» / ^» Wiederholungen per Zeile Z lr, ^ V, „. Amtlicher Theil. .Der k. k. Landespräsident in Kram hat den k. k. ^amtatsassistcntcn Dr. Hermann Linhart zum Be-zntsarztc zweiter Klasse und den Sccundararzt iin aUgelnemcn Krankenhause in Laibach Dr. Ignaz Ie-lonschek zum Sanitätsassistcnten ernannt. Am 2^. September 1879 wurde in der l. l, Hos mid Slants-oruclcrei in Nicn das X^II. Stück des Neichsssesehblatles. vor-"'Ml, utos ul der deutschen Ausgabe, ausqegcbcn ynd versendet. Nassrlbe enlhnlt nuter "r. 112 das kaiserliche Patent vom 22. September 1«7!1, be treffend die Einberufung des Rcichsrathes auf den 7tcu (..Wr. Ztg." Nr. 221 vom 23. September 1879.) MWmtllchcr Theil. Zum Vesnch des Mrsten Bismarck in Wien. Angeblich von hochgeschätzter Hand erhält die Aenmcr „3t. A. Ztg." nachstehendes Schreiben aus ""en, m welchem sich, wie 00« Blatt sagt, die Acnße-N"M abspiegeln, welche die leitenden Kreise der Hauptstadt Oesterreichs dem Besuche des deutschen ^"chstanzlers entgegenbringen: .,..,.""le ganze Welt erkennt in dem Gegenbesuche, « os ^" deutsche Reichskanzler dem scheidenden ,^N ^"ssl) macht, den sicheisten Beweis der " luyteu Beziehungen, nicht bloß der beiden Staats-manlier zu einander, sondern der beiden Staaten selbst, unzweifelhaft wird sich die Schar der politischen Eou-^""renmacher mit voller Kraft darauf werfe,,, um vleM Besuch durch die abenteuerlichsten Berichte über ^geschlossene Allianzen, Schutz- nnd Trutzbünduisse :e. schlichst auszubeuten. — Wir glauben jedoch, daß die ^svMlene öffentliche Meinung diese Eoujccturalpolitiker Desavouieren wird. Jedermann weiß in unserer Zeit ^reits den vollen Werth geschriebener sogenannter Mianzen zu würdigen, welche den Exigenzen der nn-^bittlichen Thatsachen ebenso wenig Stich halten, wie ?"e auf unberechenbaren Eventualitäten basierten Pläne ^Nch die Arigiiisse über den Kaufen geworfen wer-^u; ^dermaun ist sich aber dessen noch mehr gewch. ^b, welm bei Bismaick und Andrafsl) wirklich — !"as uuserer Ueberzeugung nach nicht der Fall ist — Mnd welche Nöthlgung oder Tendenz zu formellen Aliilmchungen vorwalten sollte, gewiß niemand in die ^age käme, über diese ihre Abmachungen irgend welche Kenntnis zn erlangen und hierüber berichten zu köuueu. >s dürste diese Erkenntnis des thatsächlichen Standes Meufalls die Würdignng der unausbleiblichen Sen-»atwnsderichte dcr nächsten Tage wesentlich erleichtern. Die in den unterrichtetet! Kreisen fest wurzelnde Ueberzeugung, daß es sich um gar keine Formulierungen von irgend welchen Schutz- und Truhbündnissen, oder wie man die Sache immerhin taufen will, handle, wird übrigens der großen Bedeutung diefcs Vesnches nach keiner Nichtnug hin einen Abbruch thun. Die Stimmnng in Deutschland wie in Oesterreich-Ungarn zeigt klar das bereits in das Volk übergegangene Bewußtsein der vollen Interessengemeinschaft zwischen den beiden Staaten und gibt das unwiderlegbarste Zeugnis, daß der ein volles Jahrhundert alte Autagouismus vollstäudig begraben sei. Diese Erkenntnis, von den leitenden Staatsmännern getheilt. Wiegt alle geschriebenen Schutz, und Trutzbündnisse auf. Die in den Kanzlerzufammcnkünften zutage tre-tcude innige Entente zwifchcu Oesterreich-Ungarn und Deutschland entbehrt jedes aggressiven Gedankens, jedes provocatorischen Charakters; sie bietet aber Oesterreich-Ungarn, Deutschland nud ganz Europa gleich werth, volle Garantien. Oesterreich-Ungarn bietet diese Entente die Garantie gegen den Panslavismus, Deutschland dcu vulleu uud sicheren Rückhalt gegen alle aus Rcvauchegelüste zu basierende Allianzen. Europa aber eiue ueue Bürgschaft für den Frieden und die allmähliche EonjoUdierung der neu geschaffeneu Situation in Europa. Ein nicht nnwefcntlichcr Factor in dem neuen Ealcul siud die zwischeu Oesterreich-Ungarn und der Türke, stch immer mehr festigenden freundschaftlichen Beziehungen — die Dancr und Fesiiguug der durch deu Berliner Vertrag geschasfeueu neuen Ordnung im Orient hängt zu nicht geringem Theile davon ab, ob sich die in ihrem Besitzstände zwar restringierte, aber eben hiedlirch anf ein richtiges Verhältnis zur eigenen Klasl zuiückgesührle Türkei noch ^uügcud lebcus-träflig erweist, nm deu nicht unwichtigen Theil der Aufgabe, welcher iubelreff der Euusolidicrnng des Äerlmer Vertrages auf sie fälll, thatsächlich zu erfüllen. Dl> glückliche Bcjahmlg dicfer Frage liegt im glctchmaßigen Intcrefse von Deutschland, Ocstcrrcich-Ungarn. w,e anch von England, welche Mächte alle drei m ganz gleichem Maße daran interessiert sind, daß das m Berlin vorgcoachic Wort auch Wahrheit werde, und hicrm zeigte sich die hohc Bedeutung der Men B^lchlitt^tt ^liž/chc/l Oestreich - Uugar/, Md der Türkel nicht bloh sür diese Saaten selbst, sondern ! sur das ganze, den Frieden wünschende Europa. Vollkummen falsch ist aber unserer Ueberzeugung nach die Anschauung derjenigen, die der sich immer mehr festigenden Eutcute zwischen Deutschland und Oesterreich-»Ungarn einen aggressiven oder provocative» Eharukter gegen Rußland viudiciercn wollen. Dem Rußland, welches es mit dem Berliner Vertrage ausrichtig und ehrlich meint, wird die dentsch-österreichische Freundschaft kein Dorn im Auge fein. Ein sehr ernstes und entschiedenes Memento ist es jedoch dem Panslavismus, welcher sich knirschend in den Winkel zurückzuziehen gezwungen ist und in seiner Wuth liebäugelnd uach der Seme blickt. Diese Partei wird iii dein Momente, wo sie, von welch' einer Seite auch immer, von ihren frommen Wünschen zur That übergehen wollte. Deutschland und Oesterreich-Ungarn Arm in Arm und Rücken an Rücken fiuden; hiefür bürgen uns und Europa die warmen Händedrücke, die soeben in Wien gewechselt werden. — Und hierin liegl die in London, Paris, Rom und auch in Petersburg nicht minder gewürdigte Bedeutung der neuen Zwei-Kanzlcr-Begeguung." Zur parlamentarischen Situation. Je näher die Eröffnung des Parlamentes rückt, desto eifriger bcfafscn sich die Journale mit der Grup^ picrung der Parteien im Abgeordnetenhaus?, sowie mit den Ehancen des Ministeriums. Wir lassen hier einige diesbezüglichen Stimmen aus den letzten Wiener Wochenblättern folgen. Die „Montags-Revue" schreibt: „Wenn es einen drastischen Beleg für die Richtigkeit der Politik des Grafen Taaffe geben kann. so sind die Beschlüsse des jilngezechischcn Parteitages von geradezu unübertrefflicher Wirkung. Schwerlich wird jemand behaupten, daß die Aufgabeu Oesterreichs darin richtig definiert sind, gerade so wenig man sie in den Reden von Graz und St. Polten finden tonnte. Der conservative Gedanke ist derjenige, von welchem die Zukunft Oesterreichs abhängt. Der Schutz der Verfaffung uud der gewährleisteten Freiheiten der Völker, die Vereinigung der Kräfte aller, die Fortentwicklung der österreichischen Tradition, die Erhaltung der Machtstellung der Monarchie in Europa, — das ist wol kein in vulgäre Schlagwortc faßbares Programm; dafür gebührt ihm der Vorzug der Durchführbarkeit. Deshalb lege» wir jenen Enuuciationeu eine eigentliche Tragweite nicht bei. Ihre Urheber werden, wie dies schon in der Konferenz der Delegierten aller Fractioncn der Rechten erkmibar gewesen ist, vorerst zur torystischen Regierung stehen nnd einen Theil der Majorität bilden, Wl7che ö/e Ocha/////,g ws Fubl'/l5/s Taaffe veMsgt. Die Existenz dieser Mehrheit dürste heuie anch der Opposition einleuchten. Möglicherweise sucht sie sick über diefes für sie wenig erfreuliche Factum noch immer mit der Hoffnung zu trösten, daß diese Mehrheit den Grasen Taasse nach rechts drängen werde. Aber diese Erwartung ist eitel. Wenn auch zugegeben werden mag. daß es in der Hand der Verfassungs» l Partei gelegen war und noch ist, den Premier einiger- Jemlleton. Dämonen der Leidenschaft. Roman von Otto v. Eilend orf, (Fortschnna.) Ueber der Residenz Berlin hingen die Schleier des Abends und hüllten das Gewirr und Gewogc einer regsamen und dem Vcrguügeu uicht abgeneigten zahlreichen Bevölkerung ein. Schon seit mehrten Stundeu strahlten hunderttauscnde von Gasflammen Ul den Straßen wie in den großcu Schaufenstern der prachtvollen Läden ein Meer von Licht aus, desfeu 'Mex, wie ein über der Stadt schwebendes lichtes ^rwölk dem mit den, Vahuzuge sich näheruden Frem-ven erfchicu. . I>l der Reihe der Paläste der Geldaristokratie. ^', Thiergarteiistraße, befand sich cm durch sriueu nnl nnd die Höhe wie Ausdehnung dem Beschälter Zunders imponierendes Gebäude. Nur die hoheu AUjtcr alls der rechten Seite der ersten Etage warcu 9ps,° ?' wuhmld aus den anderen kein Zeichen von "ven sprach. ei„p,.^ ""chie gegen elf Uhr abends sein, als ein in der k!"'?o" schwarzen Mantel gehüllter Manu ans trat W ^c"??"a ül den Park bczeichueudeu Pforte em nschV ^.schloß er dieselbe wieder und schlich, ude n Se ' ?"'ck ""ch dem Hause werfend, nach der ^eite der breiten, fchönen Straße, den Weg nach der innern Stadt einschlagend. Das Gaslicht der zahlreichen Laternen fiel auf fein Gesicht, das bleich und mailn-rt, von einem wolgepflcgicn Vollbart umrahmt war. Sein Blick, lauernd uud uustät, siel aus großen, schwarzen Augen, die von scharfgezeichuc-teu Augenbrauen überwölbt waren " '" ° ^ mx-l, nn/!!'^< ^'" <"' 'hm Vorübergehenden, wenn stÄn c>"?^^'"' ""d Uieb häusig, sich umblickend, stchm. Jetzt sah cr nach s.i.ur Taschenuhr. . , .')'^" "lcrtrl auf zwölf," murmelte er zwifcheu muß rr hier sein. Heule Nacht m'w das Geschäft abgeschlossen werden, ich kann mich mchl langer halten. Alle meiuc Einreden, meine noch w gut ersuuucueu Gründe werdcu haltlos gegeuüber dem Drangen des Mullcrgchihls. Weuu sie morgen reiste nnd fände lein Kind an dem ihr von mir genannte» Orte. alles wäre verloren! Aber nur Muth. ^Um'w Deiue Kühnheit trotzt dem Geschick, dem dosin Zufall heute wie immer. Pu mußt siegen nnd du wirst triumphieren!" ..s ?"sd"' entgegengesetzten Richtuug kommcud, F"^H ^)M ein Mann. in dem man anf den eisten Blick den Proletarier, vielleicht noch weniger, crkcimcn konnte, denn fein Aenßcrcs in Gestalt und zueioung war wenig geeignet, ihm ein günstigeres urtycll zn verschaffen. Das röthlichc Haar fah uutcr emem dreilrändrigen, abgetragenen Hute hervor und bernhrte die Stirn. Sein breites, roh gezeichnetes Gesicht ließ aus einem Paar kleiner grauer Augen listige Blicke schweifen uud um den breiten Mund spielte ciu Zug, eher einem Grinsen wie einem Lächeln ähnelnd. „Verdammt!" flüsterte er. „wenn der Schreiber mich genarrt oder dieser Bries gar eine Falle wäre. Es könnte mich rasend machen! Aber es kann ja nicht sein! Der Auftrag nnd die Angaben in Bezug anf denselben tragen das Gepräge der Aufrichtigkeit. Ails alle Fälle habe ich einen Helfer in möglicher Gefahr bei mii." Der fu sprechende unheimliche Wanderer brachte, nach einem Griff in die Tasche feines abgenützten Sommerüberzirhers, einen Revolver znm Vorschein und überzeugte sich. ob alles an ihm in Ordnung sei. ..Du wirst mich beschuhn." sagte er mit einem beifällige,! Lächeln. ..Du hast dich oft bewähr^ wenn die Noth am größten war. und würdest es auch heute thuu." Er war der Straßenecke nahe gekommen an deren anderem Ende sich eine Gest« t ze.gte d.e "«. zige. die um diese Zeit in jener z'eml.ch stillen Gegend zu erblicken war. . , . «,,^,-?n Seite Nähernd^ unhcilnliche Wanderer die Straßen- Endlich htedrmy^ ,^^; ^2v. In- folg/deHräusches war der Aulömmlmg im Begriss sich umzusehen. 1882 maßen nach links zu ziehen und den entscheidenden Einfluß in der Regierung zu gewinnen, so steht doch fest, daß eine Weiterbewegnng nach rechts nicht erfolgen wird. Graf Taaffe ist absolut zu keinem Angrisse auf Form und Wesen der Verfassung zu bewegen und wird es zu verhindern wissen, daß eine staatsrechtliche Discussion mit praktischen Zielen vom Ncichsrathe inauguriert werde. Er will regieren und der materiellen Entwicklung dienen, aber nicht über Dinge streiten, von welchen auch seine Majorität wissen muß, daß sie abgethan find. Und so wird sich die alte Verfassungspartei schon bemühen müssen, durch die Propaganda ihrer eigenen Ideen und durch die unwiderstehliche Macht ihrer Gedanken wieder die Zeit ihrer Herrschaft herbeizuführen. Einschüchterungen ihrer publi-cistischen Organe werden es schwerlich verhindern, daß sich alle conservative« Elemente um den derzeitigen Premier scharen." Wir lesen im „Osten": «Das Ministerium Taaffe hat nicht die Absicht, sich irgend einer Partei aus-schließlich in die Arme zu werfen, und wird sich weder nach rechts noch nach links weiter drängen lassen, als dieses seinen von vornherein festgestellten und feststehenden Programmidecn eutspricht. Weit wichtiger, als daß das Ministerium eine Partei hat, mit der es durch Dick und Dünn geht und die ihm unbedingte Heeresfolge leistet, ist es, daß alle Parteien durch die kluge Hand der Regierung so geleitet werden, daß sie gemeinsam den Postulaten des Staatswoles gerecht werden und der gouvernementalen Action kein ernstliches Hindernis bereiten. Heute, wo die allgemeine Aufmerksamkeit dem zum Besuche hier eintreffenden deutschen Kanzler sich zuwendet, ist es gewiß nicht unzeitgemäß, an ein treffendes Wort zu erinnern, das dieser berühmte deutsche Staatsmann seinerzeit im preußischen Herrenhause gesprochen, als ihm von Herrn v. Scnfft-Pilsach, einem der Führer der sogenannten „Kreuzzeitungs"'Partei, vorgeworfen wurde, daß er seine bisherigen Parteigenossen verlassen habe. Fürst Bismarck antwortete: „Wenn der Vorredner nur kurze Zeit an der Spitze der Regierung gestanden hätte, so würde er sich sagen, daß mau in dieser Lage uicht die Möglichkeit hat, Partei-Ansichten zu folgen. Ein großer Staat regiert sich nicht nach Partei-Ansichten, man muß die Gesammtheit der Parteien, die im Lande vorhanden sind, in Abwägung bringen und aus dem Resultate dieser sich eine Linie ziehen, der eine Negierung als solche folgen kaun." Weit weniger noch als in Preußen kann in dem Polyglotten und vielgestaltigen Oesterreich nach Partei-Ansichten regiert werden. Die Parteien, die vorhanden sind, mögen sich wic immer gruppieren und ihre Stärke geltend machen. Aber die Regierung hat nicht nur nicht die Pflicht, sondern auch uicht die Möglichkeit, nach den Dictaten einer einzelnen Partei, und wäre sie parlamentarisch noch so start, ihre ganze Action einzurichten." Die „Sonn- und Montags-Zeitung" charakterisiert den parlamentarischen „Aufmarsch der Parteien" und schließt den Artikel mit folgenden Bemerkungen: „Während rechts und links alle Fractionen des neuen Hauses für die bevorstehende Action Stellung genommen haben, ist nur noch der Raum für die verfassungstreue Mittelpartci frei. Die Gegner des Ministeriums frohlocken darüber und hoffen, daß er auch für die Folge leer bleiben, daß diejenigen, welche ihn ausfüllen wollten, sich im letzten Augenblicke noch an die oppositionelle Linke anschließen werden. Aber es liegt in der Natur der Verhältnisse, daß die Mittelpartei, welche ihr Programm auf Basis des ministeriellen Programms aufstellen muß, nicht früher ihre Position offen einnehmen kann, als bis das Programm des Kabinets in authentischer Form vorliegt. Und wenn von einer Seite behauptet wird, daß angesichts der vereinigten föderalistischen Aractionen die Mittelpartei jedenfalls bedeutungslos sein mühte, so möchten wir im Gegentheil die Behauptung aufstellen, daß die Mittelpartei in allen wichtigen Fragen mit der Rechten die Entscheidung in der Hand hat, während ein Anschluß der gemäßigten Elemente der Verfassungspartei an die'extremen Fractionen derselben jene zur vollkommenen Bedeutungslosigkeit herabdrücken muß. Unter einer gewandten und kraftvollen Führung kann die Mittelpartei im neuen Hause für den inneren Frieden, und für die Freiheit Oesterreichs segensreich und rühmlich wirken, mäßigend nach rechts und nach links eingreifen und den Uebergang zu daueruden und gedeihlichen Zuständen ohne irgend welche Erschütterung herbeiführen helfen." Der „Sonn- und Feiertags-Courier" kommt zu nachstehender Conclusion über die Parteiverhältnisse im Reichsrathe: „Wir sind der Ansicht, daß suwol die Parleisractionen der Rechten als der Linken nur durch vorläufiges Hinweggehen ülier die vorhandenen Gegensätze zu solchen Einigkeitserklä'rungcn gelangen konnten. Im concrete« Falle dürften sich im neuen Abgeordnetenhanse die conservative:! Elemente von beiden S> der Suezkanalactien, die endlosen FlotteilbewegM'^' im Mittelländischen Meer, die Herveiziehung unsere indischen Truppen, die englisch - türkische Convents' der Triumphciuzug nach dem Berliner Cuugresse, " Proclamation des „ehrenvollen Friedens", dic M'!^ rion Cyperns und schließlich die Expedition nach ^ ghanistan geboten worden, ohne von den Unternehmt, m Südafrika zn sprechen, deren sich die Regies,, wol recht herzlich schäme. Alle diese Unternehmung sind bloß auf die Eitelkeit des Volkes berechnet ^ wesen, keine derselben spricht für eine fernsichtiae ^ litit oder das Vorhandensein klarer Ziele und sei Entschlusses. Die 'Resultate dieser Unternehmt sind danach angethan, diese Ueberzeugung zu bestn'^ Iu Egupleu hat England noch vor einigen I") „Ah, endlich finde ich —" „Ich verbiete dir, mich anzusehen," sprach befehlend der Mann im Mantel uud berührte von hinten beide Schultern des andern. „Was?" rief zornig der Angeredete. „Sie be^ fehlen mir —?" „Ja, ich befehle, weil ich bezahle. Fügst dn dich, so erhältst du das Doppelte der versprochenen Summe. Fügst du dich nicht, so habe ich nichts mit dir zu schaffen; ich finde einen andern." „Wenn dem so ist, gut, so bin ich blind!" „Du glaubst also, daß wir heute bekommen, was wir suchen?" „Ich bürge dafür." „Aber ohne Lärm, ohne Gewalt!" „Ohne jedes Auffeheu. Zweihundert Thaler für das Weib und —" „Vierhundert für dich!" „Alles in Ordnung, es ist schon so gut wie geschehen. Wohin bringe ich das Kmd?" „Du übergibst es mir und erhaltst dein Geld. Ist der Tausch geschehen, so gehst du rechts und ich links." „Gut, ich biu ein blindes Werkzeug, eine Mittelsperson mit verbundenen Augen; aber weshalb legen Sie denn nicht selbst Hand an?" „Weil ich nicht will, daß die Frau, die nur das Kind verkauft, mich je wieder erkennt." „Aber wie. wenn sie mich wieder erkennen sollte?" „Was liegt daran, wenn du nicht weißt, wer ich bin?" „Ah so, und doch, — ich verstehe kein Wort von der ganzen Geschichte." „Das will ich eben." „Nun denn, ich füge mich ganz Ihrem Wunsche. Still, es kommt jemand, gehen wir langsam weiter." Beide entfernten sich mit einander' nach diesem geheimnisvollen Gespräch. Verthold und sein Freund Andreas waren mit dem ersten Zuge in Berlin angelangt. Sie hatten viele Straßen durchschritten uud waren dabei in verschiedene Lokale getreten, wo Andreas bekannt zu seiu schien. In einem derselben, es war eine Kellerwirth-schaft, hatte er mit sehr verdächtig aussehenden Leuten gesprochen und nach einem halblaut geführten Gespräche beim Abschied zu einem Manne mit cinem finstern Gesichte gesagt: „Also pünktlich um zwölf Uhr." Darauf wareu sie weiter gegaugcn. „Aber sage mir Andreas, wohin führst du mich denn jetzt?" fragte Berthold, der sehr ermüdet und infolge des vielen Gennsses von Spirituosen und Bier in halbberauschtem Zustande war. „Kümmere dich nicht darum," hatte Andreas barsch geantwortet. „Weshalb wolltest du denn durchaus weiter mitgehen? Ich sagte dir doch, du möchtest mich m dem Wirthshaufe erwarten, das wir hcnte zuerst besuchten" „Ich ganz allein? — niemals! Und dann hatte ich auch keili Geld mehr, da du meintest, es wäre besser, wenn du die Kasse führtest und ich du all gegeben Iiatte. Aber das ist noch kein Grund, in e"' fort und fo fchncll zn gehen; — und dann das "" Getränk, das du mich trinken ließest. Ich kann N'^ weiter." f „So ruhe dich aus. Sich', dort ist eine M'' Ich habe ohnedies iu der Nähe zu thun." „Wo sind wir nun?" Berthuld starrte die lB Gebäude, die sich vor ihm aufthürmten, verwundert „Hier wohnen wol nur reiche Leute?" fuhr er ! „Ganz recht; ja, auch einige Meufchenfren"^ nnd da will ich mir die Hausnummer von ^^"11 felben merken, damit ich morgen früh zu ihm g kann." ,^B „Aber wecke mich, sobald du zurückkehrst, '" ich eingeschlafen fein sollte." ^ „Gewiß! Außerdem ist es mir lieber," mu'^^ Andreas vor sich hin! „Er hätte mich nur M m^ Geschäften gestört." Er ging cinige Schrme ' ^ „In dieser Nacht werde ich mehr Geld vcrdie ", hundert jener Männer, die voni Morge" "" „^ Abend sich bei der Arbeit plagen. Wenn A"'jHe, nur erst käme. Er hat das Werkzeug: Wachs, ^r ^. Nachschlüssel und — ciuen Revolver. W" bleibt?" . DlM- Mit diese» Worten verschwand er m oci kelheit.-------------- Eortschung solgt.) 1883 unen entschiedenen Einfluß besessen; heute theilt es, denselben mit Frankreich, dessen Interessen in jenem ^cmbe keineswegs identisch mit den unsrigen sind. f"" l'ez'lBch der Türkei? Ist etwa die Politik des amostn Salisbury'schen Rundschreibens zur Ausübung gekommen? Der Name Englands ist auch Mr nicht erhöht, überhaupt gar nicht erwähnt worden 3 ber schließlichen Lösung dieser Frage. Von einer ^'Herstellung des türtischen Reiches 'kann gar keine "eoe sem; es ist von allen Seiten bedroht und täglich mag em neuer Ausbruch die orientalische Frage aber-m<. eröffnen. Die anglo-türkische Convention? Ein "", Buchstabe; keine der versprochenen Reformen ist f^ Ausführung gekommen. Ueber Afghanistan zu prechen. fällt inir schwer; als Grant Duff vor Ve-M.ujz der "origen Session auf gewisse Schwierigkeiten vMglich des Vertrags von Gundamuk hingewiesn. Manier von Sir Stafford Northcote zu hören, daß ^"e D,nwendungen auf deu Groll der Opposition über um lÄleg der Rcgieruug zurückzuführen seien. l,°../'? aufrichtigem Schmerze betlagt die Opposition Mte die Erfüllung ihrer schlimmsten Voraussagungen, jemand aber hat voraussehen können, daß die' Regie-36an" E"2l"nd niid Illdien so leichtsinnig das Leben °er Missen und die Ehre des großbritannischm Na-m ns anfs Spiel setze, wie es in Kabul geschehen. Ae Verantwortlichkeit hiefür darf nicht auf fremde MUern abgeladen werden. Für den Augenblick aber N anderes vonnölhen. Niemand wird nach dem Ge-Mhenen leugnen, daß die britifche Armee nach Kabul 'nuß. Unsere Schwierigkeiten aber werdeil beginnen, w un wir in Kabul eingetroffen sind. Die 'billige. Me niid einschmeichelnde Politik der Regieruug liat 6 asco gemacht, und haben wir heute mit Thatsachen zurechnen. Die afghanische Politik der Regierung ist ki' < '""nandenl gebilligt wordru. alleiu die Regierung s'," ^ Mr klüger. Weun Kabul besetzt, wird es sich uns? '.^ "" ben wahren Muth besitzen, uns hinter tu^s "^ M'ückzuzieheu und unser Unrecht ein. UV"' .^^ über den Äiuth - gegen den Willen MM«n°^^ ?^ afghanischen Voltes - ganz Af-tie? n? ^°" ^" g^htcli Theil desselben zu annec-darüber , ".Prenlierminister hat sich gestern nicht tnnqsvoll^St'.^ das Land wird sich dieses bedeu-zurechtlegen. Äei Al'giun des ll brock n^ ?^g^ h^te sich die Ueberzeuguug Äahn N,, "3 "' °"b d,e Finanzen Indiens auf eine solidere Lch", ^ su bringen und Ersparnisse uölhig sind. 2" "us diesem Grunde kann von keiner Annexion lein. da die Finanzen Indiens kön.l m ^ b" Occupation dieses Landes ertragen Cck '?' 5 "^ dürfte die Occupation entsprechende ^"te seitens Rußlands herbeiführen; niemand in »nik lanil aber einem Zusammenstoßen der russischen a?> Mlischen Grenzen l» Eentralasicn mit Gleich, ^Ngteit entgegensehen." Redner erklärt schließlich, daß t/ Zukünftige liberale Negierung Mühe haben werde, ^ schädliche Gesetzgebung nnd Politik der gegenwär-^3en Regierung zu beseitigen. Die Anfgabe dieser ^ueu Regierung werde es sein. das Vertrauen un c »lande wieder herzustellen und im Innern zu bc-gn. M und allen inneren und socialen Reformen die "Lederherstellung der Autorität des Parlaments vor-^zuschiHen.________ Die Vorgänge in Afghanistan. la„k ^ Haltuug des Emirs Iakub Khan ist in Eng-oliw /'?H "'.'.'"^ Gegenstand inteilsivcn Mißtrauens, «wol seine Vriefe an den Vizetönig sehr zuvorlom-ri?, ^'"^"' I" dem vom Einir ali Lord Lytton ge-sckn u' ^?"'^ ^'" U.d.M.. welches dem indi-^en V.ze ömge am 1') d.M. zngekomnien ist. heißt '2. ..Ich habe Ihren Vnef vom 7. d. M. empfangen d"? "",5 sehr "freut darüber. Ich habe das Gesclnie-vene völlig verstauben. Völliges Vertrauen war wieder y rgestcUt, ,ch empfand ein Gefühl der Erlcichternna U' der nur vom Vizeköilig bewiesenen Freundschafi da mein Wolergeheil in seinen Augen Guust fand >lch bin äußerst betrübt und niedergeschlagen über die luügsten Ereignisse; es nützt aber nichts, sich acaeii wi Willen Gottes aufzulehueu. Ich hoffe, die Uebel-U)"ter m solcher Weise zu bestrafen, daß die Welt "auon hören wird. Dies wird meine Anfrichtigtcit be-ick '/' ^ ^"^ '" ^^"' Augelegeiihcit zweimal ge-Mlcben. das drittcmal durch mciuen vertrauten Diener ^ailr Mnhained Khan. Ich hatte mitgetheilt, daß ich ,,,^ und meine Fainilie während dieser acht Tage a„s,'v'lfe derjenigen erhalten habe, die mir freundlich U "" . stud, theils dnrch Bestechungen, theils durch I, ^'N"erung der Rebellen. Einen Theil der Kaval-^le Me ich entlassen, und Tag und Nacht beschäftige her: s^, "'^ dcut Gedanken, wie die Oldnilng wieder ^'z»,tellen ist. So Gott wlll, wird die Mcntcrer sehr heite» > ""'diente Strafe ereilen uud meine Augelegeu->Nm.,. "'^" dald zur Zufriedenheit der britischen in dl s,.''^^"^"" s"u. Einige hochgestellte Personen "benui. ^'^'"ä"l sind rebellisch geworden, aber ich habe , u^ '"Mltig und genau jedeu Distrikt. Ich Nabob M^?^"' "as ich'konnte, um die Sicherheit W"U wnd "in' ^1^"'^ "^ z.l gefährden. Ich hoffe, l'chtiac ss,p» ^^"/^ühcit gewähren, uin meine auf-^ 6^undschaft für die britische Regierung be- weisen und meinen guten Namen vor der Welt aufrechterhalten zu können." Lord Lytton erwiderte darauf, daß eine starke britische Streitmacht rasch auf Kabul zu seinem Ent-satze marschieren werde, und daß er alle seine Hilfs. quellen aufbieten soll. um zu kooperieren und den Marsch durch sein Land zu erleichtern. Der jüngst beschlossene britische Vormarsch auf Dakka ist abbestellt worden. Es macht sich ein großer Mangel an Aerzten fühlbar. Der Transpurtdienst für die Expedition nach Kabul ist wirksam organisiert worden und bildet ein abgesondertes Departement, zu dessen Generaldirektor Oberst Tucker ernannt wurde. Peschawcr wird die Basis der Operationen bilden, aber em Etappensistem ist unabhängig von dem Koni-missariatsdepartement hergestellt wurdeu. Die Regierung von Madras liefert eine große Quantität von Transportmaterial. Oagesueuigkeiten. — (Verlobung.) Aus Cilli wird gemeldet: Die Prinzessin und Altgräfin Eleonore zu Salm-Neif-ferscheidt hat sich mit Baron Stanislaus Bourguiguon. k. k, Fcldmarschall-Licutenant, verlobt. Die Trauung findet am 15, November l. I. in der Marienkirche zu Plctro. witsch bei Neu-Cilli statt und wird vom Fürstbischof von Lavant. Dr. Iakub Stepischnec,g, vorgenommen werden. — (Zweiter österreichischer Weiubau-congrcß.) Der Congreß erledigte in der Montags-sitznng. nachdem er in die Tagesordnung eingetreten war. zunächst ewige geschäftliche Angelegenheiten, wie die Genehmigung der Rechnungen des vorangegangenen Congresses uud der vorgeschlagenen Geschäftsordnung, die Annahme einer Statutcnbcstimmung. nach welcher alle drei Jahre ein Congrcß abgehalten werden soll. und die Wahl Vozens als Versammlungsort des nächsten Congresses. Die Discussion über den ersten Frage» plmtt: ..Welche neuere Entdeckungen und Erfahrungen sind inbctreff der Unterdrückung der 1'IiMxLru. vl^UUrix gemacht worden?" wurde vom Hofrathe Dr. Wilhelm Ritter v. Ham», eingeleitet. Derselbe gab eine Uebersicht des Standes der Verbreitung der Phylloxera so wie der Mittel zur Bekämpfung derselben und kann in beiden Beziehungen nichts Tröstliches mittheilen. Was die Verbreitung anbelange, so seien in Europa bloß Griechenland und Rumänien von der Phylloxera verschont. Als Mittel zur Bekämpfung derselben sind in Frankreich in Uebung die Behandlung mit Sand. die Submersion (unter Wasser setzen) und die Desinficie-nmg mit Schwefelkohlenstoff. Keines dieser Mittel hat jedoch dem angestrebten Zwecke — Vertilgung der Reblaus — vollends entsprochen, mid es bleibe daher dem Weinbauer nichts übrig, als die Verbreitung dieses Insektes mit allen möglichen Mitteln zu be-lämpfcn. Direktor Hermann Gllthe aus Marburg stellte folgenden Autrag: Der Congreß wünscht, daß die Regierung in dem von der Phylloxera inficiertcn Terrain mit den auf der Phylloxera widerstandsfähigen Unterlagen veredelten Neben und mit der in der Champagne üblichen Kulturmcthode Versuche anstellen lasse. Nach einer längeren Discussion, in welcher sich über die Widerstandsfähigkeit amerikanischer Neben divergierende z Anschauungen geltend machten, wurde der erste Theil des Antrages, betreffend die Verwendung veredelter Neben, angenommen, der zweite Theil aber abgelehnt, indem die Anwendung der in der Champagne üblichen Kultur-methude — zu deren Gunsten der Antragsteller geltend gemacht hatte, daß die Champagne der einzige bisher von der Phylloxera frei gebliebene Bezirk Frankreichs sei — der privaten Thätigkeit zu überlassen sei. Baron Babo gab übrigens die Ertlärnug ab. daß unabhängig von den Beschlüssen des Congresses in der Versuchsstation zu Klostcrueubnrg auf Veranlassung der Regie-rimg alle müglichcu Versuche gemacht werden. Der zweite Fragrp>mlt: ..Welche gesehlicheu Vcstimmungeu empfehlen stch. „,„ die Verbreitung der I'liMxcra ^^'". '". "^ l"'"' Wei.,gartcnbezirleu zu behiu-D W ^l "^" Annahme des vom Neferenten Ae>.^,.^ ." ^'^'" ""rages erledigt, wonach eiuc s .. . 7. ^ l'bt bestehenden österreichischen Gcsetz-g bu g betreffend die Bekämpfung der Phylloxera nicht anzustreben se,, weil das bestehende Gesetz die volle Handhabe zur Ergreifuug aller durch di Wissenschaft .,.. ,,^ (Einsturz eiuer Synaaoae.) Am ersten Mscheu Neujahrsfeiertage hat sich i„ Szolyva im wie „.an dem .Tagbl.« schreibt, ei« ,'Ä^ „ >!'^ ereignet. Im Bethaus der dortige» udisch-orthodoxen Gemeinde, welches über einem öffentliche» Bade erbaut ist und sich scho,. seit langem im b »fällige» Z»stande befand, ist Mhre.'d des Gottesdienstes der Fußboden der Fraueuabtheilung eingesunken nnd bei vierzig Personen stürzte» in das untcr diesem The.le befindliche Badebassin. Die Szenen, welche sich wahrend und uachde.» das Unglück geschehe» alispielten. Witten leder Beschreibung. Die Synagoge war an diesem Tage im buchstäblichen Siuue des Wortes überfüllt und alles betete andächtig, als man plötzlich ei» unheimliches Knattern und Krachen ver»ahm. Das Gebäude wankt mit einem male iu allen Fugen, Staub wirbelt auf und vor den Augen der Beter versinkt ein Theil der Frauenablheilung unter gräßlichem Hilfe- und Weh-grschrei der mit in die Tiefe Stürzenden. Die Verwirrung, welche nun entstand, läßt sich auch nicht annähernd charakterisieren, und es ist ein Wunder, daß durch dieselbe nicht noch größeres Unglück herbeigeführt wurde. Die Anwesenden flüchteten nach den Ausgängen, und es entstand ein solches Gedränge, daß die Thürpfosten des Hlluptausganges auseinander gedrückt wurden; nur wenige waren muthig und besonnen genug, im Hause zu bleiben, um den Verunglückten hilfreiche Hand zu bieten. Einige ließen sich sogar nicht einmal in ihrer Andacht, stören, und trotz Wehgeschrei und Hilferufen und trotzdem der bedenkliche Zustand des Hauses das Aergste befürchten ließ, blieben sie ruhig an ihren Vettifchen stehen und beteten inbrünstig weiter. Ueber die Anzahl der zugrunde gegangenen Menschenleben liegen — infolge des im ganzen Orte herrschenden Chaos — noch keine authentischen Mittheilungen vor. Bei zwanzig Frauen und einige Kinder sollen erschlagen und erdrückt und noch ebenso viele theils schwer, theils leicht verwundet sein. Der Frau eines Kleinhändlers, welche man zwischen zwei sich spreizende Balken eingeklemmt fand, war der Kopf fast gänzlich vom Rumpfe losgedrückt worden, und auch die meisten der übrigen Verunglückten müssen, halb im Wasser und halb von Schutt begraben, des schmerzlichsten Todes gestorben sein. — (Ende eines Thierbändigers.) In Madrid ist kürzlich der Thierbändiger Karoly während einer Production von einer Lou. O0uiit.rict.0r erdrückt worden. Er hatte die gelehrige Schlange wie gewöhnlich um seinen Leib sich winden lassen, als sie plötzlich ihre Ninge enger zog. Karoly stieß einen heiseren Schrei aus, mehrere Zuschauer applaudierten, in der Meinung, es handle sich um eine neue Schaustellung, aber der unglückliche Thierbändiger war binnen wenigen Augenblicken zerdrückt. Ueber eine Stunde hielt die Schlange, der sich niemand zu nähern wagte, den Leichnam umschlungen-endlich wurde eine Schale Milch in ihren Käfig gestellt, worauf sie sich langsam von dem Leichnam abwickelte und in den Käfig kroch. fokales. — (Erzherzog Rainer.) Se. k. und t. Hoheit der Herr Feldzeugmeister und Landwehr-Oberlomman-dant Erzherzog Rainer hat gestern vormittags das hiesige Landwehr-Schühenbataillun Nr. 25 in Säule nächst Tschernutsch, wohin dasselbe zum Scheibenschießen ausgerückt war. einer Besichtigung unterzogen. Der Herr Erzherzog überzeugte sich hiebei sehr eingehend von der taktischen Abrichtung des Bataillons und nahm schließlich eine Prüfung im Weitschießen vor. Um halb 2 Uhr nachmittags, nach erfolgter Einrückung von der Uebung, fand in den Appartements Sr. l, l. Hoheit im Hotel „zur Stadt Wien" ein Diner statt, zu welchem auch die Herren: Landespräsidcnt Ritter v. Kallina, FML. Freiherr Pürcker v. Pürlhain. Brigadier Oberst Weikart und Blltaillonskommandllnt Major Herzmann geladen waren. Se. k. l. Hoheit besuchte gestern nachmittags um !) Uhr in Begleitung des Adjutanten Oberstlieutenant Schuld wati das lrainische Landesmuseum, wo Custos Desch-mann die Ehre hatte, die wichtigsten Sammlungen im Detail vorzuweisen. Insbesondere nahmen die Funde aus dem Laibacher Pfahlbau, aus den in die Urgeschichte des Landes reichenden heidnischen Gräbern und aus der Römerzeit das Interesse deS hohen Besuchers in Anspruch, aber auch die übrigen, speziell die die Vater-landskunde betreffenden Sammlungen wurden des Kennerblickes des l. Prinzen gewürdigt. Namentlich war das im Museum aufgestellte Pernhart'sche Triglav-Panorama für Se. l, l. Hoheit eine angenehme Erinnerung an jene Zeiten, da Hochderselbe als rüstiger Alpenjäger Gelegenheit hatte, die, lrainischen Hochalpen aus eigener Anschauung kennen zu lernen, bei welchem Anlasse von Hochdemselben auch die Spitze des Triglav erstiegen worden war. Nach anderthalbstündigcm Verweilen verließ Se. k. t. Hoheit mit dem Ausdrucke der vollsten Befriedigung die Anstalt. Um sechs Uhr abends verließ Se. l. t, Hoheit in Begleitung des Höchstdemselben zur Dienstleistung zugetheilten Herrn Oberstlieutenats Schulowati mittelst Eilzuges Laibach und beaal» sich zunächst zur Besichtigung des küstenländischen Landwehr-Infanterie-bataillons Nr, 72 nach Trieft. — (Besuch der deutschen Kronpri nzessin in Iosefsthal.) Ihre l. und l. Hoheit die Frau Kronprinzessin Victoria von Deutschland und Preußen trifft heute nachmittags von Nömcrlmd aus zum Be. suche der Papierfabrik in Iosefsthal ein Der Präsident des Verwaltungsrathes der Leykam - Iosrfsthaler Actiengesellschaft. Herr Syz. ist °us d.esem Anlaste bereits gestern zum Empsange der hohen Frau ,n Josefs- ucr l. l. wez "syl ^ Hermann Linhart. wurde "" '" '",/Ä"Iweiter Klasse und der Secundararzt lm'krm^ in Laibach. Herr Dr. Iguaz Ielouschek, zum SanitätSassistenten ernannt. 1884 — (Personalveränderungen in der Lai bach er Diücese.) Die Herreu: Johann Zeller, Pfarrer in Scharfenberg, und Ulrich Zuftan, Quies-centenpriester. wurden in den definitiven Ruhestand versetzt. — Die canonische Investitur erhielten die Herren: Johann Demsar auf die Pfarre Ledine und Ignaz Kljucedsek auf die Pfarre Unterlag. — (Oeffentliche Wolthä'tigkeits - Tombola.) Einem Beschlusse des Comites zufolge wird von dem Neinerlrägnisse der öffentlichen Tombola, die der Erste hiesige Krankenunterstützungs- und Versorgungs-vercin bekanntlich kommenden Sonntag auf dem Congreß-vlatze veranstaltet, der vierte Theil dem städtischen Armeufonde zugewendet werden. Dieser Beschluß wird sicherlich allgemeine Anerkennung finden und geeignet sein, die Theilnahme dcs Publikums dem Unternehmen noch lebhafter zuzuwenden. Neben dem echt humanen und edlen Zwecke des veranstaltenden Vereins wird auf diese Weise auch die Unterstützung der Stadtarmen in erfreulicher Weise gefördert. Der Verkauf der Tombola-karten soll bereits mit bestem Erfolge vonswtten gehen. Die reich ausgestatteten Gewinste sind im Anslagefenster der Handlung des Herrn Carl Karinger auf dem Rathhausplatze zur öffentlichen Besichtigung ausgestellt. Der Tombolaplatz wird überdies wie im Vorjahre hergerichtet und mit der Aufstellung des Thurmes schon morgen begonnen werden. — (Ein trauriger Vorfall.) In der Familie des hiesigen, Carlstädterstraße Nr. 22 im Thomas Pir-nath'schen Hause wohnenden Iimmermam,es Kaspar Nzman ereignete sich gestern vormittags der nachstehende traurige Vorfall. Das jüngste von den fünf Azman'schen Kindern, im Alter von 2 Jahren, verschluckte ein bereits abgebranntes Zündhölzchen. Dasselbe blieb dem Kinde im Schlunde stecken, infolge dessen es sich räusperte und würgte, um das Holz wieder auszuspucken. Hiebei mußte sich das Kind cinc innere Verletzung zugezogen haben, da ihm plötzlich zur Nase und zum Mnndc Blut heraus-rann. Dieser Anblick nun übte auf die anwesende, zu Tode erschreckte Mutter eine so hochgradige Nervenalteration aus, daß dieselbe von Nervenschlage berührt wurdc und binnen ganz kurzer Zeit verschied. — (Sturz eines Epileptischen.) Gestern um halb 10 Uhr vormittags ist in der Schellenburggassc vor dem Casinogebäude der beim hiesigen Lohnfuhrinhaber Turk bedlcnstete Aushilfsknecht Martin Petelka infolge eines epileptischen Anfalles plötzlich niedergestürzt und hat sich beim Auffallen auf das Steinpstaster am Kopfe schwere Verletzungen zugezogen, so daß er sofort ins Spital übertragen werden mußte. Der Verunglückte, ein Mann von 58 Jahren, ist aus St. Helena bei Lustthal gebürtig. — (Ein Kind ertrunken.) Der Grundbesitzer Felix Kolenz in Obertiefenthal, Ortsgemcinde Hünigstein im Gerichtsbezirle Nudolfswcrth, überantwortete am 14. d.M. seine 4'/„jährige Tochter Antonie seinem Hirten zur Beaufsichtigung. Wie unverantwortlich derfelbe dieser seiner Aufgabe nachkam, erhellt daraus, daß das arme Kind, während der Hirte bloß das ihm anvertraute Vieh im Augc behielt, in eine nächst der Straße befindliche Viehtränke fiel und daselbst ertrank. Gegen ihn wurde die strafgcrichtliche Anzeige erstattet. — (Neue Bahn.) Im November wird die Strecke Mürzzuschlag-Neubcrg eröffnet und dem Verkehre übergeben werden. Neueste Post. Origi nal'Telegramme der „Laib.Zeitung." Wien, 24. September. Fürst Bismarck ist um 8 Uhr abends im Beisein einer großen Menschenmenge abgereist, nachdem sich das Fürstenpaar auf dem Bahnhofe vom Grafen Andrassy und dem Prinzen Renß herzlich verabschiedet hatte. Metz, 24. September. Der deutsche Kaiser ist gestern abends hier eingetroffen und wurde von der Bevölkerung lebhaftest begrüßt; die Stadt war beleuchtet. London, 24. September. Der Vormarsch auf Kabul beginnt nunmehr unverzüglich. London, 24. September. Das „Bureau Reuter" meldet aus Simla, daß die Avantgarde der russischen Expedition gegen die Tuitmanen bei Gheokepe geschlagen wurde; dieselbe verlor 700 Mann. Bukarest, 24. September. Voerescn legte der Kammer in der Iudenfrage einen Regierungsentwurf nebst Motiveubericht vor. Wien. 23. September. Fürst Bismarck besuchte den Herrn Erzherzug Wilhelm, den türkischen, den französischen Botschafter, den Nuntius und den Ministerpräsidenten Tisza und empfing den Besuch des Herzogs von Oldenburg. Er dinierte bei dem Grafen Andrassy. Die Abreise findet wahrscheinlich morgen abends nach Dresden statt. Prag. 23. September. (N. fr. Pr.) Im Wahlbezirke des Fürsten Carl Schwarzenberg tritt Vuron Helfcrt, von Nirger und den Klericalen unterstützt, als Kandidat auf. Das czechische Vertrauensmännercolle-gium kandidiert Helfert nicht offiziell, weil derselbe durch seine Broschüre gegen Huß unpopulär geworden ist, doch betreibt es seine Wahl. die gesichert erscheint. London, 23. September. (N. ft. Pr.) Aus bester Quelle wird über die Entrevue zwischen Waddiugton und Salisbury folgendes grmeldet: Salisbury stellte Waddington vor, England könne angesichts der Lage der Dinge in Indien und möglicher Comftlicationen durchaus nicht zustimmen, dasi Egypten bezüglich seiner ganzen Administration untcr ein internationales Con-trollcomitc gestellt würde, wie dies vmi Oesterreich, Italien und Rußland beanNagt worden war. Es könnte sich, wenn es einem solchen Plane zustimme, ereignen, daß England in dein kritischesten Zeitpunkte für seine Herrschaft in Indien sich bezüglich seines Verlangens. Truppen dnrch dcn Snczkanal zu schicken, in der Minorität befinden würde; dagegen erhebe England durchaus keine Eimuciidnng gegen eine französisch-englische Controlle ein EiMtrn ohne Einmischung Oesterreichs. Italiens und Rußlands. Bezüglich der griechisch-türkischen Schwierigkeit zeigte sich Salisbury geneigt, in manchen Punkten den französischen Vorschlag zu accefttieren. London, 23. September. Die „Times" melden: Bei der Zusammenkunft Salisbury's nnd Wad-dingtons wurde die völlige Verständigung über die Hauptpunkte der egyptisch - griechischen Frage erzielt. Die „Daily News" berichten: Die Mongolen überfielen eine Proviantcolonne in der Nähe von Schntar-gmdan. tödtetm die Escorte sowie 16 Maulescltreiber und erbeuteten 84 Maulesel. Telegrafischer Wechselkurs vom 24, September, Papier» Rente 67 25. — Silber» Ncntc 68'40, — lyold> Nente 8075. — 1860er Staats.Anlchcn 12«' -. — Banl Vlcticn 827. — Kredit» Acticn 2U1 50. — London 117 15. — Silber -—. K. t. Mi'mz.Dlllatcn 5 l>8. — 20 - Franken . 2! ückr 9 34. __ loo.Reichsmarl 57 «0. Wien, 24. September, 2'/, Uhr nachmittags. (Schlubknlse.) Kreditactien 26130. 1860er Lose 12525. 1864er Lose 157- . österreichische Rente in Papier 67 20. Staatsbabn 2«!)—, Nordbahn 224 75. 20.ssranteustückc 9 34. türlische Lose 20 50, ungarische Kreditacticn 252 25. Ll,chdacticn 580'—. österreichische Anglobanl 132 30. Lombarden 82 75. Unionbcml 90 40, Com-nmnalanlchen 114 75. EgMischr —, Goldrcntc 80 70. ungarische Goldrcnte 94 12. Flau. Angekommelle Fremde. Am 24. September. Hotel Stadt Wie«. Freiherr u. Luttcroth. deutscher Gencral-tonsul. sammt Gemahlin, Trieft. — Arto, Rcifniz. — Älcin bcrgcr, Hutfabrikaut, und Sturmthal, Kfm., Wien. — Wohlfahrt, zchn., (vraz. — Kasilistcr, Reis., Geiflingcn. ! Hotel Elefant. Lenari. Kfm.; Nonegalli, Agent, und Zaidler Maria, Private, Trieft. — Jenson, l. l. Oberlieutenant, PM> — Podoi!aj, pens. Gymnasialprofessor, Karlstadt. — Grctwal°, Fabritsbuchhalter, Wien. — Misrachi. Salonichi. - MW' stein. Kfm.. und Rubin, Prag. — Nussa, Kfm., Lcgnano. Hotel Europa. Malzencmcr Konstantine, l. t. Bezirlsrichttls gattin, Graz. — Vojnouic', Scrajcwo. Mohre». Schmeidek, Unterlrain. Kaiser von Oesterreich. IerZc Helena, Zagor. Äaicrischcr Hof. Ncrlitz und Lomsin, Gimino. Sternwarte. Iclakic', Doktor der Philosophie, Trieft. Verstorbene. Den 2 3. September. Maria Gregor«. Weinhänb' ! Icrsgattin. 59 I.. Maria-Thcresienstraße Nr. 1, organ's^ Herzfehler. Dcn 2 4. Scptembcr. Agnes A^man, Zimmerman^' gattin, 46 I,, Karlslädtcrstraße Nr. 22, Ncrvcnschlag. Im Zivilspitale: Dcn 22. September. Antonia Rajgel, Magd, 24 I' I>m-lwi!iU« lnwi-i.m^Ii«. — Franz Prcml, hausbcsilms' "" Bauübergeherssohn, 14 I,. Lungentuberkulose. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ß ,-z W zß ^ :^ V 3 "Z ftk tz^ ^ ^! ,ik 7^Ü?Mn?^73«10"4. »0 windstill Nebel ^.. 24. 2 ., N. 735 7« ^-17 1 SW. schwach heiter 0"" 9 „ slb. 737 78 ^-12 4 O. schwach heiter Vormittags Nebel, tagsüber heiter, herrliches Abends Das Tagcsmittcl der Wärme -j- 12 2", um 1'?° unter ">' Normale. ^^, Verantwortlicher Ncdnctcur: Otlumar Bamberg WD Mit ticsaefiihlteiu Schmerze gclicn luir alle» W W Verwandten, Freunden und Betannlen die traurige W W Nachricht vom Hinscheiden dcr innigst gclil-bten Gattin, > Ml beziehungsweise Müller, Schluiegernulttcr und Groh- W MW »lütter, der Frau W D MariaGregoritschM>.Ztltll, > W welche gcslern nm 23.d,M. um halb !1 Ilhr nbendö, > >> versehen mit den hcil Sterbcsatvamenten, iiu 5i^slcn ^> Lebensjahre saust im Herrn entschlummerte. Die entseelte Hnlle wird Donnerstag den 25'slcu d. M., um 5, Uhr nachmitwgs, im Trauerhaüsc ^ Maria Thrvesienstrasje Nr. 1 gehoben nnd ails dein M Fricdhofc zu St, Christoph zur letzten Rnhe gebettet, ^ Die hcil. Seelenmesse» werden in mehreren Kirche" ^ gelesen werden. ^ Sie ruhe in Frieden! W Laibach am 24, September 187l). M Johann Grenoritsch, als Gatte. Mimi Plautz, als M Tochter. Ioh. Ncp. Plautz j»u, als Schwiegersohn-W Paula Plautz, als Enlclin. » Danksagung. > W Anläßlich des ticfschmcrzlichen Verlustes unsel^ > M unvcrgehlichen kleinen M > Helene > W sind uns aus Nah und Fern von lieben Verwandten, W « Freunden und Bekannten so überaus zahlreiche über" « M zeugende Veweisc wärmsten und herzlichsten Ml^ » M gesiihlcs zugekommen, das; wir uns im Orunoc « M unseres Herzens tief verpflichtet fühlen, allen jcm'!^ » ^ die uns in nnserem Schiuerzc ein wolthucndcs Liebes « >> zeichen zukommen ließen, sowie dcn vielen, die »me » M armes Kind zum Grade geleiteten, ebenso wc"'" W ^ und innig aus ganzem Herzen zu danken. > W Familie Loger^» Vl)lseNl)erlc!)t. t^°"' ^'^^"- ^ "^.) Realisierungen fanden in größerer Anzahl statt, übten aber einen nicht besonders starken Druck auf die Börse. Das Geschäft "" »elb Ware Pavierrente........6755 6765 Silberrente........68 60 68 70 Goldrente.........80 U0 80 90 Lose, 1854........122— 12250 . 1860........12640 12070 , I860 (zu 100 fl.) - 129 - 129 50 " 1864........157 ... 157 25 llna. Prämien.Nnl.....102 50 102 75 Kredit-L..........170- 170 50 Rudolss-L.........18- 1850 Pramienanl. der Stadt Wien 115' - 115 25 DonllU-NcüuIierungs.Lose . . 109 - 109 25 Dominien»Psandbriesc . . - 144 50 145 -Ocstcrr. Schalzscheine 1881 rückzahlbar .........101 - 101 50 Oestcrr. Schahscheine 1882 rück« zahlbar ......101 — 101 50 Ungarische Goldrentc .... ^M 9470 Ungarische Eisenbahn-Anleihe . 1l3'— 116 50 133 70 Kreditanstalt . . . 262 70 26290 Depositenbank.......186 188 - Kreditanstalt, ungar.....25425 25450 Ocsterreichisch - ungarische Bank 828 - 829 Uuionbant ... 9140 915.0 Vcrlchrsbanl . . 119 50 120- Wiener Bankverein '.'... 137 50 133'— Uctlen vou Transport Unterneh- " «tld war« Nlfijld.Vahn . . .. 13625 13650 D""au.Dllmpfschisf..G/sellschast 583 - 590 -Elisabcth°Ncstliatm . . . . 1?4 - 174 50 Velb War« Ferdinands'Nordbahn. . . .2250 —2255 — Franz.Ioseph.Bahn .... 147 — 14750 Galizischc Karl »Ludwig < Bahn 238— 238 25 Kaschau-Oderberger Vahn . . 113-— 11325 Lemberg'Czernowiher Bahn . 136 75 137 25 Ll°v,d «Gesellschaft.....580 — 582 - Oesterr. Nordwestbahn . . . . 130 50 131'-- Nudolfs-Äahn.......13475 13.°,— Ttaatsbahn........271 50 272 Südbahn.........83— 8350 Thciü-Bahn........20« — 20tt'.°'0 Uttgar,.galiz. Verbinoungöbahu 108 25 108 50 Ungarische Nordostbahn . . 128 - 128 25 Wiener Tramwaij-GeseNschaft 20125 20150 Pfandbriefe. Allg.iist.Nodcnlreditanst.(i.Gd.) 117 .. 1,750 « „ « li, N.-V.) 100 - 100 50 Ocslcrrcichisch - ungarische Na>:l 10l 35 10140 Ung. Budcneredit.Inst. (B.-V.) 93 80 100 — Prloritätb Obligationen. Elisabeth.N. 1. Em.....96 80 97 - Fcrd.-Nordb. in Silber . . . 105' - 105 50 Franz.Ioscph.Vah,» .... 9