H^M. Fmt»g,'14. October 1898. IahlMg 1l?. Nbacher O Mum. ganMrig fl. 15, halbjährig fl. 7 50. In, «lomptolr: ^^ ^«ler«tr b « . '^ ^' ^'^- 3ür dle Zustellung ins Hau« aanzjährig fl. 1. — InsertiunSnebür: Für " zu 4 Zeilen 25 lr,, größere per Zeile 6 k,; bcl öfteren Wiederholungen per Zelle 3 li. Die «Laib. Ztg.» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn« und Feiertag«, Dl« «»«inlftrallun befindet stch Vungrefsplatz Nr, 2, die Redaction Barmherzlgrrgasse Nr, 15. Sprechstunden der «edaction von 8 bis 11 Uhr vor» mittag«. Unfrankierte Briefe werben nicht angenommen, Vtanuscripte nicht zurückgestellt. ^ Amtlicher Theil. ^ l!n^?^^s^ Anordnung wird für weiland ^uken ^ Hoheit Marie, Prinzessin von ^enb'.' geborene Prinzessin von Sachscn-> Donwr^ H^m zu Sachsen, die Hoftrauer M s^M' den 13. October 1898, angefangen, Mtät ij, i"^' .^gleich niit der für weiland Ihre Hostrau ^"n u"o Königin Elisabeth bestehen- °"ung des Gesammtministeriums vom ü" ^lcher ,. " ^"obcr 1UU8, 5, G. M ^ "'" Verordnung vom 28. Juni 1898, "^ , ^r, 1,06, für 33 politische Bezirke Ga-in^uen Ausnahmsverfügungen hinsichtlich Auf m '" ^ättke aufgehoben werden. ^' A. G^^bes § 10 des Gesetzes vom 5. Mai ?!^!tltm!„'s4 . Nr. 66, werden infolge eines vom Musses "'?uml "" 6. October 1898 gefassten ? "it ^'"^ eingeholter Allerhöchster Genehmigung, i!' ^t) .^, "uug vom 28. Juni 1898, R. G. Bl. ^ Ausn.s politische Bezirke Galiziens getrof-?^en v's!?"fük,ungen hinsichtlich der nach-^'^a. Lc>, ?^" bezirke: Biala, Dabrowa, Kol-"vice » ^^^^elcc, Nisko, Nopczyce, Tarnobrzeg, x,, T)ie "" -qywicc (Saybusch) aufgehoben. ^Nchl,,,^^""ige Verordnung tritt mit dem Tage Zhu7^ung in Wirksamkeit' Zille, ^' Welsersheimb m. p. ^la/t)?'^ Ruber^p. ^Um^p. Kastm.p/ ^' ^ Iedrzejowicz ui. p. DiPaulim.p. ^?""eri, ^^5prästdcnt als Leiter des Ministeriums ski ?"Win z!.. ""^ Einvernehmen mit dem Handels-^" in T,'^ '^"'u Alfred Efcher, Großindu-'^ung ein?^""b Genossen die Bewilligung zur ^t^UaM,-. "^Gesellschaft unter der Firma: de^ln Si!, .^erke-Actien-Gesellschaft» ^ütut.,. "Aussig a. d. Elbe ertheilt und ^ """ genehmigt. ''^^^ der f. l. Hof- und ., _TatK«ode^^ deutscher l 'k ikm.?"^ unter ^ Kultus u?^'"^ der Ministerien des Innern, für ^^"l 3, fragten sich ^t?. er ^bolene. «Weil er jedenfalls glücklich ?°ö^V^ °"'""'"''' ^ >Hul zu Vw' sich ihren Argwohn. Nie war > Erdiger bulene, "'" ^volene zu Noutaboul > d^'chkcit>„ ^ rivalisierten in Freundlichkeiten "A: ^ ande",' "°us folgte, dass sie sich jeder . "' gefoppt glaubten, und jeder sich . ^'^M^^ ich weiß doch, was du willst!» i^V'e cn2"szuswid beschäftigte sie sehr leb- !>7'^siH in alle möglichen Ränke und ^rh°> 'ch ve"s Menseitig den Puls zu fühlen. Sie ^ in N«"tzt aus, ersannen Lügen, um die ^0n h U'Zren und verbargen ihre Neugier Ms. " "uz freundlicher Liebenswürdigkeit und ^"^ btz 5 loge konnte man täglich hören: ^ ' veute morgens etwas blass; bist du «Durchaus nicht; ich habe mich nie besser befunden. Aber du, alter Freund?» .Ich bin doch nicht älter als du?» «Das ist richtig . . . Mir ist, als würde dir das Athmen schwer ...» Durchaus nicht, ich könnte Posaunen blasen!» Oder sie unterhielten sich folgendermaßen: «Dein Vater ist ja wohl an einem Herzschlag gestorben?» «Ja, der deine auch!» «Sie standen fast in demselben Alter!» «Ja ... Oh, dein Vater war kräftig.» , «Der deine auch!» «Das scheint dir unangenehm zu sein.» «Warum uicht gar! Ich freue mich, dass dein Vater eine kräftige Gesundheit hatte, denn er hat sie dir vererbt ... Du wirst alt, mein Freund! ...» «Sprich für dich! ... Du weißt, ich habe auf der Schule die Masern gehabt!» «Gewiss, wir hatten sie zusammen! Bemerkst du nicht, dass ich huste?» . ^, „ <. «Nein, aber ich habe Schmerzen lN den Lenden.» Und jeder der beiden Männer hatte denselben """ Warum fragt er mich das? Er hofft, ich werde zuerst sterben, der Elende! .... Rühmen nm uns nicht, zerstören wir seine Hoffnungen nicht; Klugheit . . . sonst . . .' «Sonst . . . was?» Der Nadelstich wurde zur offenen Wunde. Sonst, was? Nun, sonst mochte er ungeduldig werden, die Zeit lang finden und versuchen, sich auf verbrecherische Weise in den Besitz der Erbschaft zu sehen. Sie lernten jetzt die Bitterkeit des Daseins kennen; jetzt gab es für sie keinen Zucker mehr, sondern nur noch Galle! ^ . ., ^ . Am Tage beobachten sie sich versteckt und verbergen ihre schlimmen Gedanken; in der Nacht hatten sie böse «Es ist wahr,» dachten Routaboul und Babolene, «er hat das größte Interesse, mich verschwinden zu lassen!» Und plötzlich kam ihnen eine andere Betrachtung. «Es wäre doch zu dumm, sich so wie ein Hammel abschlachten zu lassen. Er hat düstere Pläne. Kommen wir ihm zuvor.» «Aber wie?» «Wir leben sehr eingezogen^» sagte Vabolene. «Ach, nur zu sehr,» bestätigte Routaboul. «Wie wär's, wenn wir uns ein bisschen amit-.sierten?» «Es wäre nicht zu früh.» , Sie giengen wochenlang auf Bälle und Festlichleiten. «Ich bin sicher, er wird diesem Leben nicht widerstehen!» hatten Routaboul und Babolene gesagt. , Sie berauschten sich gegenseitig und kehrten wankend in bejammernswertem Zustande nach Hauje zurück. Laibacher?Zeitung Nr. 234. 1882 14. OctowWZ^ Die böhmischen Blätter besprechen hauptsächlich die Verhandlungen der Quoten-Deputationen in Budapest und sehen deren Ergebnissen mit geringen Hoffnungen entgegen. Politische Vleberficht. Laibach, 13. October. Der für 33 Bezirke Galiziens verhängte Ausnahmszustand ist hinsichtlich zehn dieser Bezirke durch Verordnung des Gcsammtmimsteriums aufgehoben worden. Die gestern publicierte Verordnung ist im amtlichen Theile Verlautbart. Der volkswirtschaftliche Ausschuss des ungarischen Abgeordnetenhauses nahm den Gesetzentwurf, betreffend das Zoll- und Handelsbündnis mit Oesterreich, nach eingehender Debatte unverändert in der Specialberathung an. Aus Berlin wird gemeldet, dass sich der deutsche Vundesrath voraussichtlich in einer seiner nächsten Sitzung mit der Frage der Fleisch -t heuerung und der theilweisen Aufhebung der Grenzsperre für lebendes Vieh beschäftigen werde. Das deutsche Kaiserpaar hat vorgestern seine Palästina-Reise angetreten. Die Disposition hatte durch das Ableben der Prinzessin Albrecht von Preußen eine kleine Abänderung erfahren. Der Kaiser und die Kaiserin haben sich zunächst nach Kamenz in Schlesien begeben und dort Mittwoch vormittags an der Trauerfeier theilgcnommen. Von Kamenz erfolgte die Weiterreise über den Semmering nach Venedig, wo das Kaiserpaar, wie vorher bestimmt war, heute niittags um 12 Uhr 45 Minuten eintraf. Nach einem Besuche bei dem Könige und der Königin von Italien im Palais in Venedig schiffte das Kaiserpaar sich im Laufe des Nachmittags an Bord der Jacht «Hohen-zollern» zur Reise nach Constantinopel ein. Wie ein Telegramm aus Constantinopel meldet, macht sich dort bereits ein starker Fremdenverkehr bemerkbar. Die deutsche Botschaft siedelt am 15. d. M. von Therapia nach Pera über. Die deutsche Schule nebst dem Lehrercollegium wird dem Kaiserpaare auf dem Marmarameer entgegenfahren. An der zu Ehren des deutfchen Kaisers geplanten Truppenrevue auf dem Exercierplatze nächst Iildiz werden theilnehmen: Eine combinierte Infanterie-Division, bestehend aus 12 Infanterie-Bataillonen, 2 syrischen Zuaven-Bataillonen, 2 alba-nesischen Zuaven-Nataillonen und 2 Jäger-Bataillonen, ferner 4 Cavallerie-Regimenter und 3 Feldbatterien. Das Commando über diese Truppen wird der Com' mandant der zweiten Garde-Division, Marschall Scheflet Pascha, führen. Die Einübung der Truppen zu der Revue findet schon seit einigen Wochen statt, und es wurde auch schon zweimal Revue vor dem Sultan abgehalten. Sämmtliche an der Revne theilnehmenden Truppen waren vollständig neu cqui-piert, wobei die Uniform der Zuaven-Bataillone gänzlich umgeändert worden war. Eine besondere Aufmerksamkeit für den deutschen Kaiser bildet die neue Uniform der albanesischen Zuaven, welche in den deutschen Farben Weiß-Schwarz'Roth gehalten ist. Wie man aus Constantinopel meldet, hat die Pforte nach Kreta den Befehl gesendet, mit der Räumung der Insel seitens der türtischen Truppen zu beginnen. Admiral Pottier hat den muhamedanischen Notabeln den bevorstehenden Abzug der türkischen Truppen mitgetheilt und denselben erklärt, dass die vier Mächte die Sicherheit der Muhamedauer gewährleisten, wenn diese keine Gewaltthaten verüben. Jedenfalls stehen den Mächten die hiczu erforderlichen Truppeu zur Verfügung. England hat allc im Sudan entbehrlichen Truppen anf Kreta gelandet und dürfte jetzt über 4200 Mann mit zehn Kanonen und acht Maxim-Geschützen verfügen, und auch Italien und Russland habcu Verstärkungen herangezogen. — Durch die Zurückziehung der türtischen Truppen, die nun wohl bald erfolgen dürfte, wird die Gefahr schweren Blutvergießens beseitigt sein; der englische Admiral war entschlossen, es auf einen Kampf mit den Truppen des Sultans ankommen zu lassen, und da er über 4500 Mann verfügt, während die türkische Truppcn-macht sich auf 4200 Mann nebst einem Baschibozuk-Corps beläuft, so hätte es zu förmlichen Schlachten in und um Kandia kommen können. Der Wunsch des Sultans, znm Zeichen seiner Souveränetät eine kleine Garnison auf Kreta zu erhalten, hat indessen keine Aussicht auf Erfüllung. Die türkische Herrschaft wird definitiv von der Insel verschwinden; ob dann Ordnung uud Gesetzmäßigkeit eintreten, wird die Zukunft lehren. Der norwegische Storthing wnrde gestern durch Verlesung der Thronrede eröffnet, in welcher es heißt, der König habe sich freudig dem Abrüstungs-vorschlage des Kaisers von Russland angeschlossen. Die russische Regierung habe eine Revision der zwischen Russland und Schweden-Norwegen bestehenden Handelsverträge vorgeschlagen. Die norwegische Regierung habe sich bereit erklärt, Verhandlungen über einen norwegisch-russischen Sondervcrtrag einzuleiten. Tagesneuigleiteit. Der vierte österreichische Aerztekammertag in Demberg am 10. October t. I. (Original-Bericht der «Laibacher Zeitung»,) Der Präsident Dr. v. Festenburg begrüßte die aus allen Kronländern der Monarchie erschienenen Delegierten auf das herzlichste. In tiefbewegten Worten gedachte er des erschütternden Ereignisses, welches das Herrscherhaus getroffen und ersuchte den anwesenden Vicepräsidcnten der k. l. Statthalterei, den Ausdruck innigster Theilnahme und der Versicherung unwandelbarer Treue und Ergebenheit des Kammertages an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen zu lassen. Es begrüßten die Delegierten der Statthalterei-Vicepräsident Licdl in Abwesenheit des verhinderten Statthalters Grafen Pininski, der Bürgermeister von Lemberg Dr. Malachowski und der Landes - Sanitätsreferent Dr. Merunowicz. Hierauf wurde zur Tagesordnung geschrittten. Der Antrag der krainischen Kammer (Delegierter Dr. Gregoric), es sei eine gemeinsame Huldigungs-Adresse an Seine Majestät zu verfassen und durch eine Deputation, bestehend ans den Delegierten der ein-zelnen Kammern, zu überreichen, wurde einstimmig angenommen. Interessant war die Debatte über das von der mährischen Aerztekammer (Dr. Brenner) verfasste und an den k. k. Ministerpräsidenten zu überreichende Memorandum über die traurigen Verhältnisse des ärztlichen Standes. Die Aerztekammern, von denen die meisten Aerzte eine Hilfe erwartet haben, können nicht viel leisten, da das Gesetz zu lückenhaft ist. Zudem werde von Seite der Behörden dieser legalen Vertretung des ärzt- lichen Standes nicht die nöthige Unterstützung lM ,^. merksamkeit zutheil. Die allgemeinen Ursachen ^" ^ß ganges des ärztlichen Standes liegen in dera"2 ^ sogenannten Popularisierung der medicinische" ^ schuften. So entstand ein medicinisches Halb>l"!>^,> das in dem ganz unglaublichen Aufschwung ^ genannten Naturheiluerfahrens in allen Ländern ^ seinen beredten Ausdruck fand, und das auf t" ^ n,it Hohn und Verachtung hcrabschaut. Die Eurp, ^. blüht wie uoch nie. So bekam in Mähren ^ .^l' techniker, der in Budapest ein Diplom als M" "" ^chil nisse auf. Der diesbezügliche Recurs der "H^ij Aerztctaminer wurde bereits in zwei Instanzen ^ beschieocn und die ganze Angelegenheit sei l,,^ je Verwaltungsgerichtshofc anhängig. Die Vorga °.^ oberösterreichifchen Landtage illustrieren diese noch drastischer. c^deB'^ Ferner ist eine allgemeine Ursache des ^ ^ der Umstand, dass der Mcdiciner, wenn er i" ^ ^'5 in das öffentliche Leben, tritt, nicht gehoM ^ ausgerüstet ist. Es wäre die obligatorische W' ^ ^ daher dringend zu fordern. Nur dcr Arzt geyl ^H Schule direct unvermittelt und ohne Leitung in» ^ ,^ Leben hinaus, oder — wie Billroth sagt "" auf die Menschen losgelassen. >^ i^" Der ärztliche Stand hinkt, weil ihm ^", Organisation mangelt. In dem wirtschaftlich" ^^ der die letzten Dccennien ausfüllte, tonnten o ^, nicht gleichen Schritt halten, sie wurden lM"^ ^ zurückgedrängt. Die Sanitätsorganisation l"^^ ^ Kronländern sehr vieles zu wünschen übrig- ^ ^B diese Verhältnisse noch drastischer illustrieren, ^ ^ ^ die Thatsache, dass ärztliche Stellen mit ^ ,^i^ jährlichem Gehalt ausgeschrieben werden? ^'^tli" Seitenstück hiezu sind dic niedrigen g"^I jii ^ Gebüren, die aber noch herabgemindert weM ^'' gegenseitigen Concurrenzkampfe, so dass ^?^„c^ finden, die diese Functionen um die Hälfte ""^M Der schwerste Schlag wurde aber den» ^F Stande in Oesterreich durch das Gcfetz über o^ ^ Versicherung versetzt. Mrft'^ „i^ gegenüber. Diese dictiert ihm das nwM>^^ Honorar, verweigert die fixe Bestallung. ^. ^/' ohncwciters entlassen. Dazu kommt, dass ou ^ .^ cassen über immer weitere Kreise dcr Bevöl ^^ gedehnt werden sollen. Ja es wird geplant, ^,„ ü^ ganze Beamtenschaft den Krankcncasscn einznver ^,^ es soll mit den Eisenbahnbcamtcn, nach den ^« die der Wiener Kammer zugekommen sind, gemacht werden. ,niis!^ '! Wenn sich dieses bestätigen sollte, dann " ^, erklären, dass damit die freie ärztliche Pra^s ^ ^', aufhört und der ärztliche Stand geradezu ^ / staatlichung erlangen müsste, um seinen ^.F^ die Gesellschaft uueutbehrlichcn Aufgaben »M ^ können. ncsa^^" Wenn man nach der Darlegung der l ^ ^ Verfalles des Aerztcstandes daran geht, die ^ ^ zusuchen, wie dem abzuhelfen wäre, so "'A,^ ^ erster Linie die Aerztetammcrn anführen. ,„F'v sich auch mit aller Macht an ihre Aufgabe g^ ^ haben aber bald erkannt, dass sie nM . ^ i!^, können, was sie wollen. Das Acrztckammerg^^ l «Ich bin krank,» dachten Babolene und Routa-boul, «doch er ist mehr als ich.» In einer Nacht kamen sie bei stürmendem Regen aus einem Restaurant. «Sieh, sieh!» stotterte Vabolene, «ich habe meinen Regenschirm verloren!» «Sieh, sieh!» sagte Routaboul, «ich auch!» Sie ließen sich bis auf die Knochen durchnässen; doch jeder sagte für sich: «Er wird's nicht über-stehen!» Sie bekamen beide einen schrecklichen Katarrh, von dem sie nur mit Mühe genasen. «Das ist wirklich ein schlechtes Mittel; man muss etwas anderes ersinnen.» Unter dem Vorwande, einander vor der Gefahr zu warnen, stießen sie sich gegenseitig in die Pferde hinein oder gegen die Wagendeichseln. «Nimm dich in acht!> «Sieh dich vor!» Sie schlugen sich Kahnpartien vor, doch nach reiflicher Ueberlegung verzichteten sie mit Rücksicht auf ihre gegenseitige Unkenntnis im Schwimmen auf diesen Sport. «Ich würde ihn gern erdrosseln,» dachten Babo« lene uud Routaboul, «doch er ist stärker als ich!» Plötzlich schienen sie ruhiger zu werden. . Eines Morgens fttzten "sie sich zum Frühstück ^vN l ?"^" bemächtigte sich der Weinflasche und «Nein, nein, nein, danke!» erklärte Babolene lebhaft; «ich habe Magendrücken und werde nur Wasser trinken.» «Nur Wasser?» wiederholte Noutaboul, über dessen Gesicht eine diabolische Freude huschte. «Ja, nur Wasser!» Damit goss sich Babolene ein großes Glas Wasser ein. «Willst du welches, Routaboul?» «Nein, nein, nein, danke!» erklärte Routaboul lebhaft. «Ich fühle mich ganz schwach und werde nur Wein trinken.» «Nur Wein?» wiederholte Vabolene, uud auch über seiu Gesicht huschte eine diabolische Freude. «Ja, nur Wein!» Und auch Noutaboul goß sich ein großes Glas ein. Lange Pause; sie essen und lächelu sich zu; eudlich rufen sie zugleich: «Dieser liebe Noutaboul!» «Dieser liebe Vabolenel» Sie essen noch immer, trinken aber nicht. Sie lächeln weiter, doch gerührt. Thränen stehen in ihren Augen. «Der arme Routaboull» «Der arme Babolenel» «Du trinkst nicht?» «Doch, doch, und du?» «Ich auch!» Sie nehmen ihr Glas, sichren es langsam an die Lippen und sehen sich von dcr Seite an. Sie lächeln nicht mehr/Ihr Mund ^ F'' ihre Stirn bedeckt sich mit Runzeln, ^ zittern; sie wollen trinken. ^> Ein doppelter Ausruf ertönt: , ,,.,t> ^ «Trink' nicht!» rufen Routaboul " , lene aus. ^M,^ Sie haben sich plötzlich wie d:e ^l^' aufgerichtet. In ihrer Aufregung haben !^ ^, fallen lassen und sehen sich entsetzt aberlN"" «Wie? Du auch?» «Ich auch?, «Gift?» «Arsenik?» «Im Wein?» «Im Wasser?» «Schrecklich!» «^ «Entsetzlich!» ^MH^ Sie sinken auf ihre Stühle und b^M^ vor Entsetzen ihre gegenseitige Lage. OlelY.^ ^ gleicher Weise sich schämend, vermeiden ^,^-anzusehen. Endlich drehen sie sich lanW' ^ sich zuerst au; dann lösen sich ihre ö"" lächeln: «Routaboul!» «Vabolene!» «Ich habe eine Idee!» «Ich auch!- / «Laufen wir zum Notar ...» . ^ ^ ! «... Und zerreißen wir auf " k Schcnkungsactc!» H ^^!H!w^^ 234. 1883 14. October 1898. 5' ^ diert^ "? "" nachstehenden werden die Vorschläge l" ^ Ankern °'"^'chischen Acrztckanimertages angeführt "' v l) P^. ^ammergcsctzcs: ^ seines«?/"" bes Begriffes Arzt: das Recht, den °! ^'^eich^k zu führen, hat ein jeder, der ein in ? ^ Twl^"^ vertretenen Königreichen und Ländern ^i en ^ ^ " der Kammern einzuholen oder die- ^,!'e ^ """ Zur Durchführung im eigenen Wir- 5 !^des^""6 von öffentlichen Stellen in dem ! !^,^^ ^l. ^ ""zuholen. (Krainische Kammer.) ! ^ätt)° ' "le Kammern entsenden in die Landes- l ^^12 ?^»glieder. T^ der'l?!. "" ^^ ^er constituierenden Versamm- " l!^rn 'u ^^nrath gewählt, der aus ebenso viel ' 5>> " den ^ ^^ll hat, wie der Vorstand. Wählbar ', ^'^t allo f^'""^ ""t Ausnahme der Vorstands- ' Aerzte. e ^i. ^es ^ "l! des Disciplinarrechtes: Diese Aende- < 3°"8ehe » .""6chtzes werden begründet, dass es ^ Ä'^it!u f W Aerzte bezüglich ihrer Kammcr- ' ^ ^ttücksi?."'^"' dass die Kammern eine obliga- > ^ To ei,., ^""l! von Seite der Behörden erfahren ' h^ter n ^" ^^ Kannnern Delegierte und sogar ^" sie ^. den Landessanitätsrath, allein einberufen ^ "^ ist ^' ^^ Trennung des Ehrenamtes vom ^i» ^eziiali^^" ^"' Ueberbürdung unbedingt noth- -li? ^rfa!. ^ Disciplinargewalt haben die bis- ^^.»^che N2"l der Kammer ergeben, dass die I ^!^"lg luirfl ^"^ ""'d"l können, zu gering sind, l V' die 1, ?'". sn sein und dass das Berufungs- ! ^Feichf.,. lsche Landesbehörde einer Oominutio ^'^dc>s^'"" baldige Hilfe geschaffen wird. V^wen ^ """l in die Kammern vollständig. ^3! "iüllt ^^ermitgliedcr werden von Muth- ^lldat ni^" befreunden sich mit dem Gedanken, ^> aus?/"äunchmcn. ^ luyrllche Memorandunl schließt mit den ilo^ ^tzes ^? ^r allem um eine gründliche Revision V diesem >-^ ^erztekainmern und um die Aus- ^ ?kon^^ ^andesvertrctung mit einer größeren 'ljlel ^r da "'^ erweitertem Wirkungskreis, wir ^^>>>ern in"'"' ^^ die hohe Negierung den 1 "nd d°." allen Angelegenheiten des ärztlichen 'iw hieb. ."'"ätspflcge, soweit die Mitwirkung "5l. ^ss di?^wch> ist, einen größeren Einfluss l , ^ ?^de ...Kurpfuscherei und ihr Ableger, die ! "i i,?'s die ?! °^"l Ntitteln des Staates bekämpft /l Mgriff "esorln der Heranbildung junger Aerzte "erde. Die Krankencaffen und V? lverd" ^'! l°Uen einer gründlichen Revision ^? in d, "? Berücksichtigung der Wünsche der Verhältnissen der Krebs- schaden für den ärztlichen Stand zu erkennen ist. Wir ersuchen um die schleunige Regulierung der gcrichts-ärztlichen Gebüren und um Befreiung von dem Berufszwange. Wir ersuchen endlich darum, dass eine hohe Regierung den schweren Stand und die schwierige Aufgabe, die den Aerztetammern zukommt, voll würdigen und in jeder Weise darauf bedacht sein wolle, das Ansehen und die Autorität derselben zu heben, zu kräftigen und ihren Einflufs zu wahren. Der Vorfchlag der westgalizischen Kammer über die Normierung der Besoldung der fixe Stellen bekleidenden Aerzte wurde der geschäftsführenden Kammer für die Tagesordnung des nächsten Kammertages, der in Baden bei Wien stattfindet, zugewiesen. Nachdem die Tagesordnung hiemit erschöpft war, schließt der Vorsitzende die Sitzung. Ein gemüthliches Mahl vereinte hierauf die Delegierten mit den Lembcrger College» bis in die späte Stunde. — (Hörerinnen an der Wiener philosophischen Facultä't.) Bis zum heutigen Tage wurden an der Wiener philosophischen» Facultät 14 ordentliche und 20 außerordentliche, im ganzen daher 40 Hörerinnen inscribicrt, während eine Anzahl von Auf-nahmswerberinnen aus Competenzgründen vom Decan Professor Dr. Wilhelm Tomnschek all das k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht gewiesen wurde. Im vorigen Studienjahre, dem ersten seit der Zulassung der Frauen zum philosophischen Universitäts-Studium, waren 3 ordentliche und 26 anßerordcntliche, zusammen daher 29 Hörerinnen in Wien inscribiert. Die verlängerte Inscriptionsfrist an der Universität läuft erst Ende dieser Woche ab. — (Oesterreichische Gesellschaft der Friedensfreunde.) Anläfslich des weltbewegenden Friedensmanifcstes des russischen Kaisers haben die Gruppen der Friedensvereine allerorts Versammlungen einberufen. Die Versammlung der österreichischen Gesellschaft findet am 18. d. M., « Uhr abends, im Ballsaale Ronacher (Schellinggasse Nr. 4) in Wien statt. M. v. Egidy, Oberstlieutenant a. D., wird über die Botschaft des Zaren fprechen. Der Eintritt ist frei, ohne Karten. Jedermann ist eingeladen. Discussion erwünscht. Diese Veranstaltung stellt eine Kundgebung zu Gunsten der im kais. Rescripte genannten Ziele vor und der Verein bittet alle jene, Mitglieder und Außenstehende, in Wien und in der Provinz, die nicht anwesend sein können, die aber mit jenen Zielen übereinstimmen, ihre mit Namen und Adressen versehenen Zustimmungsäußerungen, eventuell Beitrittserklärungen, an das Bureau einzusenden: Wien, I., Dorotheergasse 12. — (Der größte Soldat der deutschen Armee,) Ehmke aus Molfsec bei Kiel, welcher am 1. October zur Reserve entlassen wurde, ist vom Kaiser Wilhelm II. aufgefordert worden, die Reise nach Palästina im kaiserlichen Gefolge mitzumachen. Ehmke ist infolgedessen sofort nach Venedig abgereist. Er stand bei der Leibcompagnie des ersten Garde-Regiments zu Fuß, ist 2 08 Meter groß und hat das stattliche Gewicht von 236 Pfund. Während der Reife wird er die Uniform der Leibcompagnie tragen. — (Aus dem Goldlande.) Man fchreibt aus Olmütz: Am 7. d. M. reiste mit seiner Familie der frühere Fabrikswerkmeister Josef Scheu von Mährisch-Trübau nach Amerika, wohin ihn sein Schwiegersohn Robert Wolf einlud, damit er an feinem Glücke theilnehme. Robert Wolf wanderte vor vier Jahren nach Amerika alls, gieng vor etwa einem Jahre in das Goldland Klondyke und kehrte vor einigen Monaten nach St. Paul (Minnesota) zurück. Er soll außerordentlich glücklich mit seinen Goldfunden gewesen sein und hat angeblich 400.000 Dollars aus dem unwirtlichen Lande zurückgebracht. Der Fall bildet selbstverständlich in Mährisch-Trübau das Stadtgespräch. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (K. k. Cent ralcom mission für Knn stund historische Denkmale.) In der am 29sten Ilili unter dem Vorsitze Sr. Excellenz des Herrn Präsidenten Dr. Josef Alexander Freiherrn von Helf ert abgehaltenen achten Sitzung des Plenums der k. k. Cen« tralcommission für Kunst- und historische Denkmale gelangte ein Bericht der k. k. Landesregierung in Kram zur Verhandlung, dieselbe theilt mit, dass wegen der Erhaltung alter Holzdecken in den Kirchen des Herzogthums die entsprechenden Weisungen an die politischen Bezirks-behörden erlassen wurden. Bezüglich der Kirche in Unter-Feuchting wird eine Baucommission unter Zuziehung des berufenen Conservators abgehalten werden. (Referent: Negierungsrath Radnitzty.) Conservator Professor Simon Rutar legt einen interessanten Bericht über die römische Straße von Emona nach Nauportus sowie über die Lage von Crucium vor. (Referent: Hofrath Dr. Kenner.) — (Vom Krainburgcr Gymnasium.) Einer uns zugehenden Mittheilung zufolge wird am 24. d. M. die im Gymnasialgebäudc in Krainburg hergestellte Kapelle dnrch den hochwürdigstcn Fürstbischof Dr. Antoll Ieglic feierlich eingeweiht werden. —o. — (Wa fserleitu n g.) Ueber die projectierte Herstellung einer Wasserleitung für die Ortschaft Vizmarje wird am 25. d. M. die diesbezügliche commissionelle Verhandlung stattfinden. —«. — (Thermalbad Töplitz in Unterkrain.) Mit 15. October erst trennen sich heuer die letzten Cur-gästc von dein heilkräftigen Bade mit seiner herrlichen Umgebung. Die Äadeverwaltung musste daher die Saison um 15 Tage verlängern. Es ist nun ganz bestimmt, dass ein neues, zwei Stock hohes Curhaus gegenüber dem Bade aufgebaut wird und es foll dasselbe bereits am 18ten August 1898, als dem Allerhöchsten Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers, feierlich eröffnet werdeil. — (Sanitäts-Wochen bericht.) In der geit vom 2. bis 8. October kamen in Laibach 20 Kinder zur Welt, dagegen starben 16 Personen, und zwar an Diphtheritis 1, Tuberculose 5, Entzündung der Athmungs-organe 2, durch Selbstmord 1 und an sonstigen Krankheiten 7 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 5 Ortsfremde und 6 Personen aus Anstalteil. Infections-krankhciten wurden gemeldet: Scharlach 1, Keuchhusten 1 und Diphtheritis 1 Fall. — (Kindergarten in Gottschee.) Aus dem Rechenschaftsberichte, den Herr Professor L. Eder bei der diesjährigen Hauptversammlung des Gottscheer Kindergartens erstattete, ist ersichtlich, dass diese wohl« thätige, aufs ersprießlichste wirkende Anstalt im vergangenen Schuljahre von 58 Zöglingen, darunter zehn nicht zahlenden, besucht war. Der früheren Kindergärtnerin, Fräulein M. Simonitsch, die freiwillig resignierte, wurde der Dank für ihre aufopfernde, vom schönsten Erfolge begleitete Thätigkeit ausgcfprochen und gleichzeitig ihre Nachfolgerin, Fräulein Iosefine Regele aus Graz, durch den verdienten Obmann, Herrn Professor I. Sattcr, vorgestellt. In den Ausschuss wurden die Herren Professor I. Satter nanzüsischeil von Ludwig Wechsler, ^l^' Me' ^' ^"sehung.) !^' 'Nennen^?'' entgegnet Ellen mit mattem «^"urli " I" mir den englischen Lord, der ^llt^n Her^sr^nlagung oder aus irgend einer >llZ^lets ^IWg nicht einigermaßen in die ^.3^ "nzu. ^! Lord Harrison war ein alter, fV^ei des sicher Mann; mitunter sagte cr ^? das ,,' "s schon lauge überdrüssig, doch !< K»; H ban^ "ls ernst genommen. Und nun ^ >les? ? sich gelegt!. ^Mue. ^5?"spiel! Nichts von dem theatrali-«e ". Wen5^ selbst die einfachsten Frauen ^l^Urde s' Ne jemand überzeugen wollen. . «^' gorier in seiner Ueberzeugung ^ci^ z^Sle. bi^^ s^cht ^. „„h ^tt in das ^ '^ wollen den Leichnam ^3,^ vollständig beleuchtet. Ruhig, ^ >r. ^lUig heftet sie den Blick auf den leb- ^! w.Halw'w^' s" Wn " der Commissär ^„^s,"!lr l"'3 wenigstens dahin —: «Armer ^ "N P^u bich nicht sehr geliebt, doch ^ 'tzi s ' ) ""b dein Tod hat uns er- ^' sraa!^ haben Sie wahrscheinlich um-^ 2t oer Commissär. «Ich weiß es nicht, entweder er oder ich», entgegnet sie. In diesem Moment tritt jemand ein. Es ist der Arzt, der behufs Untersuchung des Leichnams hiehcrgesandt worden war. «Kann ich mich zurückziehen?» fragt Lady Ellen, doch ohne jede Hast. «Nein!» erwidert der Commissär. «Es wäre mir sehr angenehm, wenn Sie bei der ärztlichen Untersuchung zugegeu wären.» «Wie Sie wünschen!» versetzt sie. Der Arzt, ein kleines, heiterblickendes Männchen, geht mit ziemlicher Behendigkeit, doch schweigend an seine Arbeit. Er untersucht mit der Sonde die beiden Wunden am Nacken und Unterkörper und besichtigt den Lauf des Revolvers, ohne hiebei irgend welches Erstaunen oder irgendwelche Bewegung zu verrathen. Die Sache ist ihm so gleichgiltig, dass er ganz gut dabei hätte zu pfeifen beginnen können, und man merkt es ihm an, dafs ihn bloß die Gegenwart der achtunggebietenden jungen Dame davon abhalt, dem Polizeicommissär gegenüber eine bezeichnende, muty-willige Bemerkung zu machen. Aufmerksam beobachtet Lady Ellen jede semer Veweaunacn: dabei scheint sie noch gleichgcltlger zu wn als der Arzt und der Commissär. 6s i,t lhr kla/ geworden, weshalb der Commlssär stc hier zu bleiben zwang. Es genügt, nur einen Bllck auf die Wunden zu werfen, um zu erkennen, dass hier von einem Selbstmord nicht die Rede sein tünne. Sowohl die Wunde auf dem Nacken, wie am Unterleibe war unfehlbar tödlich! Trotzdem spricht Lady Ellen kein Wort, verräth sie keinerlei Unruhe, weder während der umständlichen Untersuchung, noch während der Arzt auf einem kleinen Tische seinen Befund zu Papier bringt. Keine Miene verändert sich in ihrem Gesicht, als der Commiffär, nachdem er den Vericht gelesen, das Papler zusammenrollt und sagt: ^ . ^ «Sehr gut, Herr Doctor; man vermöchte m der That den Hergang des Selbstmordes nicht verständlicher zu schildern!» Auch jetzt bleibt Lady Ellen stumm. Sle verharrt regungslos, und ihr Gesicht behält unverändert den Ausdruck sanften Bedauerns und Oleichmuths. Da Chevrier auf solche Weise gar nichts zu erfahren vermag, ist er gezwungen, den Wunsch zu äußern, zu Lady Harrison geführt zu werden, wobei cr hofft, Lady Ellen werde ihn ersuchen, er möge ihr gestatten, ihre Schwester auf diefes Verhör vor-zubcreitcu. Es unterliegt für ihn keinem Zweifel, dass nur die andere Schwester durch ihre Verlegenheit einen Fingerzeig geben kann, dessen er bedarf, um die erste Spur, an die er sofort gedacht, aufnehmen zu können — nämlich die, dafs eine der beiden Frauen fchuldig oder wenigstens an dem Morde mitschuldig sei. Lady Ellen gibt sich den Anschein, als gäbe sie recht gern ihre Einwilligung zu diesem Verhör, welches ihr in Wirklichkeit Besorgnis einstößt, von welchem sie aber wohl weiß, dass es unauswcichbar ist. (Iochetzunz jolgt.) Laibacher Zeitung Nr. 234. 1884 14. Octobers als Obmann, Dr. M. Karnitschnigg als dessen Stell« Vertreter, Professur L. Eder als Schriftführer und Professor M. Sebastian als Zahlmeister einstimmig gewählt. — Der Schriftführer, Herr Professor Eder, richtete zum Schluss an die Anwesenden die Bitte, den Kindergarten, der bei aller Anerkennung seitens der Schulbehördcn über viel zu bescheidene Mittel verfügt, den zahlreichen Gesuchen um unentgeltliche Aufnahme zu genügen, nach Kräften durch Anwerbung von Mitgliedern und Beschaffung von Zuschüssen zu unterstützen, damit er seine wichtige, erziehliche Aufgabe in erhöhterem Maße als bisher zu erfüllen in der Lage sei. — (Ernennungen.) Der l. k. Landespräsident für Kram hat den Vezirksthierarzt Arthur Fola-kowski zum Veterinür-Concipisten bei der Landesregierung und den diplomierten Thierarzt, städtischen Marktcommissär Hugo Turk zum l. f. Bezirksthierarzte für Kram ernannt. — (Systcmal-Stempel'Nevisione n.) Das Finanzministerium hat aus Anlass eines speciellen Falles, in welchem ein Gemeindevorsteher sich geweigert hat, dem mit der Vornahme der Systenial-Stempel-Revision betrauten Finanzorgane die Einsicht in gewisse interne Acten der Gemeinde zu gewähren, im Einvernehmen mit dem Ministerium des Innern behufs Regelung des Vorganges bei Vornahme derartiger Stempel-Revisionen bei Gemeinde-Aemtern Nachstehendes angeordnet: «Sollte eine Gemeindevorstehung die Vornahme einer Stempel-Revision ganL oder zum Theile verweigern, so ist hierüber von dem Ne-Visionsorgane ein Protokoll aufzunehmen und dasselbe mit einem eingehenden Berichte unverzüglich an die Finanzbehörde erster Instanz, welche den Auftrag zur Vornahme der Stempelrevision ertheilt hatte, vorzulegen. Zur Entscheidung der Frage, ob die Anordnung der Stempelrevision bei dein Gemeindeamte überhaupt und speciell in dem verlangten Umfange den geltenden Gebürenvorschriften entspricht, sind die Finanzbehörden berufeu. Die Finanzbehörde erster Instanz hat daher über einen solchen Bericht des Revisionsorganes im Gegenstande eine förmliche Entfcheidung zu treffe« und von derselben die betreffende Gemeindcvorstehung unter Freilassung des Recurses an die Finanz-Landesbehörde zn verständigen. Gleichzeitig ist von dieser Entscheidung auch die politische Behörde in Kenntnis Zu setzen. ** (Trottoirlegung.) Die Spitalgasse erhält diesertage in ihrer ganzen Länge beiderseits Asphalt-Trottoir. Desgleichen wird ein solches in der Slomsek-gasse demnächst gelegt. — (Weltausstellung Paris 1900.) In der abgelaufenen Woche fand unter dem Vorfitze des General-Commissärs Seetionschef Dr. Exner eine Reihe von Verathungen statt, zu welchen die Bureaux der Specialcomite's für die Collectivausstellungen gruppenweise vereinigt wurden. Gegenstand der Verathungen bildete die Vertheilung der von der französischen Gencraldirection in den Palästen des Champ de Mars für Oesterreich bestimmten Räumlichkeiten. Der Chefarchitekt legte Skizzen von Instllllations-Projecten, zumeist in mehreren Varianten, zur Auswahl vor. Dic große Mehrzahl der Special« comitis für die Collcctivausstcllungen, und zwar für Buchgewerbe, wissenschaftliche und Musiliustrmncnte, Photographie, Civilingenieurwcsen, Landwirtschaft, Weinbau; ferner für Zucker-, Sensen-, Messer-, Baumwolle-, Leinen-, Seiden-, Schafwolle-, Bekleidungs-, chemische, Papier- und Leder-Industrie, sind nun in genauer Kenntnis der Situation, Grüße und Form der ihnen zur Verfügung stehenden Plätze und werden an die Ausarbeitung der Detailprojecte schreiten. Diesen Verathungen wurde» auch die Vertreter hervorragender Einzeln-ausstellungen, wie: der Staatsdruckerci, des k. k. technologischen Gewerbemuseums, der graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, der Salinen, des staatlichen Montanwesens u. s. w. zugezogen. Im allgemeinen kann man die befriedigende Löfung der mituuter fchwierigen Local- fragen constatieren. — (Gemeindev or stands-Wahlen.) Bei der am 19. v. M. stattgehabten Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemcindc Tressen wurden Franz Huc von Ober-Ponikve zum Gemeindevorsteher, Alois Pavlin von Treffen, Anton Strajnar von Untcr-Ponikvc, Johann Planinsek von Obcr-Treffcn, Johann Novak von Racjeselo, Ignaz Miklik von Lukovk und Anton ^koda von Primsthal zu Gemeinderäthcn gewählt. — Nachdem Jakob Peternel aus Auritz die Wahl zum Gemeinde-rathe von Veldes nicht angenommen hat, wurde an dessen Stelle Andreas Potomik, Besitzer in Veldes, zum Gc-meinderathe gewählt. — (Ein gewaltthätiger Mensch.) Am 29. v. M. abends zechte der 21 Jahre alte Bergarbeiter aus Kisovc in der Gewerksrcstauratiim des Georg Crevi? zu Töplitz, Gcrichtsbezirk Littai, ficng ohne jede Veranlassung zn excedieren an, zerschlug zwei Sessel und zwei Biergläser, beschädigte den eisernen Ofen uud bedrohte den Wirt mit dem Taschenmesser. Am 1. d. M. lam er abermals in das gleiche Gastlucal. Gleich beim Eintreten begann er zu cxccdirren. warf Sessel, Krügcl und Mc^er zu Vodcn. kam MichNch w die Küche fuchtelte da mit einem Krügel herum und zerschlug ein Glas, dass die Splitter die Maria Semen leicht beschädigten. Der Wirt sah sich genöthigt, die Hilfe der Gendarmerie in Anspruch zu nehmen; er sowie die übrigen Anwesenden schwebten in größter Furcht. Der rabiate Mensch wurde durch den Gendarmerieposten Sagor au das zuständige k. k. Bezirksgericht eingeliefert, wobei er noch während der Escorte Drohungen gegen den Gastwirt aussticß. Der durch ihn dein letzteren zugefügte Schade beziffert sich auf 18 fl. 1. — (Nach vier Jahren entdeckt.) Am 6ten December 1894 wurde der Leichnam der 65jährigen Lucia Costcssich iu Sissano bei Pola verkohlt aufgefunden. Der nur oberflächlich untersuchte Leichnam wurde begraben, ohne dass jemand an ein Verbrechen dachte. Den unausgesetzte» Nachforschungen der Polizei gelang es, festzustellen, dass die Alte erdrosselt und dann verbrannt worden war. Als Thäter wurden dic nächsten Angehörigen der Ermordeten, deren Sohn Johann Co-stellich, dessen Weib und dessen Schwiegermutter, sämmtlich Landleute in derselben Ortschaft, verhaftet. Als Motiv des grausigen Verbrechens wird Habfucht angenommen. — (Dentfche Bühne.) Heute wird Doczys Schau-fpiel «Letzte Liebe» aufgeführt. Nur bedeutende Bühnen sind sonst in der Lage, dieses personenrciche Werk, zu dem glänzende Costüme uncrlässlich sind, zu inscenieren. Das gcsammtc Schauspielensemble ist beschäftigt und um die poetische Dichtung würdig zu interpretieren, fanden bereits zahlreiche Proben statt. Der Sonntag gehört der Lustigkeit, folglich steht «Heißes Blut» auf dem Spiclplanc. Die Operettcnpriiuadonna Fräulein Jelly nimmt bereits an den Proben zur Operetten-Neuheit «Der Opernball» fleißig theil. — (Abbazia.) Die lctztausgegebene Curlistc vom 10. d. M. weist seit 1. September 1229 Parteien mit 2145 Personen ans; vom 28. September bis 8. October waren zugewachsen 447 Personen. Das am tt. October anwesende Curpublicum betrug 1143 Personen. ** (Schneefall.) In der Nacht von Mittwoch auf den Donnerstag siel in den Steiner Alpen bis zur halben Höhe eine Menge Schnee. Dic Temperatur ist infolge eingetretenen Nordwindes bis anf 8°li gesunken. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 13. October. (Original-Telegramme.) Die Regierung unterbreitet eineu Gesetzentwurf, betreffend die Gebüren bei Vermögcnsübcrtragungen. Die Abgeordneten Funke, Groß und Pergelt interpellieren wegen des vuu den Zeitungen veröffentlichten Erlasfes an die Präsidien der Oberlandcs-gerichte. Vor Nebergang zur Tagesordnung fragt Abgeordneter Schönerer deu Präsidenten, ob er geneigt fei, beim Ministerpräsidenten vorstellig zu werdeu, damit derselbe ehestens die ungesetzlichen Sprachenverordnungen aufhebe und die den Verfassuugsgesetzcn entsprechenden Zustände wieder herstelle. Der Präsident erklärt, er werde diese Wurte dem Ministerpräsidenten mittheilen (Lebhafte Heiterkeit). Es folgt fodann die Tagesordnung. Auf dcrfelben steht die Wahl eines 48gliedrigeu Vudgctausschusses uud sodann die Fortsetzung der ersten Lesung des Diener-Gehaltsregulierungs-Gesetzes. Der Gcucral-redner pru, Abg. Schrammet, bemängelt mehrere Ve> stimmuugeu des Gesetzentwurfes, bespricht die Verhältnisse der einzelnen Kategorien der Diener, sagt, was die Negierung gethau habe, sei vollkommen unzulänglich, uud verwahrt sich dagegen, dass der Finanz-minister das Gesetz, ohne vorherige Bewilligung der Zuckersteuer, uicht zur Sanction unterbreiten wolle. Seme Partei werde im Ausschüsse Abänderungsanträge einbringen. Generalreducr Graz. Er kritisiert die Berufung des M0"^ zunl Handelsminister und fagt, Graf TlM .^ deu Deutscheu kein Interesse für Staat»" "^ leiten erwarten, da die Regierung alles g ^ 5 um das Interesse iu deu Deutschen zu "'>'. M Geduld der Deutscheu sei au die äujM gelaugt. ,stj 5' Abg. Au geli (Italiener) erklärt ?^> Clubs der Italiener, mit Rücksicht aus 0 ,^. muugen der Geschäftsordnung werdeil w" I ,^ weifung der in Verhandlung stehenden ^° ßs.-eineu Ausschuss stimmen. Da wir jedoch ^"^ haben, zu der gegenwärtigen Regierung ^,,^,/ hegen, müssen wir erklären, dass durch °^ ^ Abstimmung unser küuftiges Verhalten /er -^ x gegeuüber keineswegs präjudieiert erschein ^, wir uns vielmehr die vollste Freiheit der n behalten. ,.^ ^ Die Verhandlung über das wird abgebrochen und die Debatte über die -" , Driuglichkeitsauträge fortgefctzt. , ^ ^, Der Dringlichkeitsantrag des ^bg- ^" ^, fend deu Nothstand iu mehreren durch H^ .^ ^ Hagelfchlag geschädigten Gegenden Stm"" ^ dem Budgetausschusse zugewiesen; eben!» ^ ^ lichkeitsantrag des Abg. Wagner M'gcil ^ staudes in Feldbach und Nadkersburg. ^ „i^ neten Krck, Einspieler und Povse interpelm ,^5 trefs der slovenischen Amtierung bei den ^ , Kärnten. m,ili^, Nach Erlediguug einiger Nothstands-^"'»^^ antrüge wird die Verhandlung al>gebr.^ wurdeu ihueu von der auf dem ^ ^^ gefammcltcu Vevölkeruug große Ouatloi ^ > ^ Die Majestäten erfchienen auf dem ^ F c, die Kuudgebungen zu dauken, und s^ M.^! Köuigin mit der Kaiserin und bauu ^ii,^ dem Kaiser. Um 2 Uhr fand im "^P<'!^ ein Dejeuner zu Ehreu des deutschen ^, ^ °" Die Stadt ist beflaggt. Das Kaiserpa" um 3 Uhr nachmittags fortgesetzt- Die Affaire DreyfuS- ^ Paris, 13. Oetobcr. Der M,,7 es sei beschlossen worden, die wegeu Fälschung einzustellen und lew" F^ geltend zu machen, dass bedient habe. Picquart setze seine VeUyc ^ .,' fort und die Untersuchung habe ergevc ' ^M- s Officiere des Gencralstabes seine M^ ' ^.. >-fafsen, gekannt uud gebilligt hätten. .Mtct> Paris, Referent in der Nevisionsaffmre, B""' c„s l''W Mornard, welcher von der Fr"" ^^,ssi<< l ist, bei den Verhandlungen des 3u'M1 ,^ ^ " intervenieren, die Ermächtigung erthew, l Acten Einsicht zu nehmeu. ^ ^5l*ituii9_^234_________________________________1885_____________________________________14 OctoBet 1898. " ^"^ Mge auf Kreta. ^ 3^>n ib°r^"°^l, 13. October. Die Pforte ^ 3. "lun d,>, > "^^"'" ertheilten Autwort auf das «' i >"ittun'",^"chte, dass sie deu Befehl zur i°!" W'e Nl^5 "''^chm Truppen aus Kreta !k< ,^'luug, welche sie auf einem be- , ^s beH sum Zeichen der Souveräuität des . ^" zu sehen wünsche, gegeben habe. ^ sprack^?^' (Orig.-Tel.) Wie der «Temps. ^hnarl,/:. ''"1 der Ausschuss des Syndimts '^Gqmnmts.^" ^"^l »n elf Stimmen ' ^ Prm ' "^ aus, obzwar sich die Mehr- ,,,,,^'c Zr!f!Vluppen gegen den Strike erklärt ^ « ? nntqetsF^" "'^ den Syndieatsmitglieoern '^ ^lPro ^^""'d'-'tt. Das Syndicat umfasst " li°w^lis i! V>" gesammten Vahnarbeiter. ^ ^s>e wur^^^"' (Orig.-Tel.) Die Polizei- ^ ^<^°n kenn ^""' s"'" Untersnchnngsrichter c^' ^>l> an.pn be" Grnnd dieser Vcrufuug nicht, 5 T >d?^nn"7. dass dk Polizei-Emissäre c ?s vorn,, jungen in den Localen gewisser ^ lT^s i^u sollen. '^ '^ie'S^f 5^"' (Orig.-Tel.) Die Blätter ,?'^usd^? beendet. Mehrere geben der ^ ? Arbeit ^'r ^"ls morgen kein Arbeiter mehr . k ^^ndo,," "lsbleiben werde. -? b< wied^ ^^ feste Stellung einnehmen. i^Ncs^,"ttnbtt. (Orig.-Tel.) Nach einer H^rn '"er ^.^ Bureaus aus Tanger ver- !>' ^^!rien. ss:7's m Tasilet ernste Unruhen vor- ^Hs KZ ^ 2"ße Streitlnacht unter Fnhrnng >^2M vers ss"^ ^"^ lich des Staatsschatzes "' ^ugelouimcne Fremde. >>H'' und G,^?/^'"" """ Kaiserfeld; Dr. von ^ <<"i'n, °"°nb,ch "^'"' "'"tra. - Schuster, l. k. Steuer-''c> ^t ! ."' l. O^,.,^ ^"' Beamter, s. Gemahlin, Vudapest. ^^..^dcr N,""mant, Sccbach. - Werich, l. u. l. ^2^/^^^^ Wetter. Forstmeister, Klagen- ^ ^5 Liwl. Mitlaneic', Enael, . ^i ^ lljn,' ^ussin "^"' Iuulls, Galla, Neitinayer. Deutsch, ./ >^^ s'Trebiti^^uspU'ler; IM), Sängerin, Wien.- '.'' ^>->/°^°"°W ^ ^^ucr, ltfm., Budigrad. — Vra- ^^^ Verstorbene. >l'. j "' ^'hirnetwcichuu "°"^ ^""'^^ ^iherin, 72 I., 'i.^^^Im Civil,pitale. ' z j ^^l- ^ A«5^"^' Matko, Inwohnerin, 58 I., ^ f '^ 1 ^ "Grolls Ianezlc, Taglöhner, 49 I., X^— Kalbfleisch »-----------,66 Heiden » 9 50 10 50 Schweinefleisch » — — -70 Hirse » 7—750 Schöpsenfleisch »-----------36 Kliknruz » 6 30 « 40 Hähndel pr. Stück — 40 — 50 Erdäpfel » 2 90 3!- Tauben » —!i5 — 20 Linsen » 10—N-Heupr. q .. 170210 Erbsen » 12-----------Stroh » . . 130 1 68 Fisolen » 9 50 10 50 Holz, hartes pr. ! Nindsschmalz Kilo —«0 1— Klafter 690 7>10 Schweineschmalz » —^72 >74 — weiches, » —'— 5!— Speck, frisch » - ,6» - 74 Weiu,roth.,pr.Hktl. 24----------- — geräuchert » —'70------— weißer, » >30----------- Meteorologische Beobachtungen in Lailmch. Scehöhe 306 2 m. « ^ »--? > « i ! ^ H,3 ^ 2 N. N. "^723 6 ^ 14 4 j'SWTWväch fast heiter , "'" 9 . Ä b. 731 4 ,8 ^ SW. schwach heiter________ 14.1 ? U. Äiiss., '<33 I, 63 , "NO. mäßig , Regen , 0^0 Da? Tagesmittel der gestrigen Temperatur 10-2°, nm 0'7° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-IanuschowSlti Ritter von Wissehrad. M» Anna Gerber geb. Vittenz gibt im eigenen « >V sowie im Namen ihrer Tochter Martha und dem ^ A der übrigen Anverwandten allen Frennden und W M Belannten tieferschüttert davon Nachricht, dafs es W M Gott dem Allmächtigen gefallen hat, ihren innigst« W M geliebten, unvergesslichen Gatten, bezw. Vater, W W Bruder, Schwager, Onlel und Schwiegersohn, Herrn W > Josef C. Gerber > ^ Buchbinder und Hausbesitzer ^R W Ehrenmitglied der Laibacher freiw. Feuerwehr « ^ hente nachmittags um '/<6 Uhr, nach langem, »^ ^ schwcrenl Leiden, versehen mit den heil, Sterbe« sacramenten, im 44. Lebensjahre in ein besseres W Jenseits abzuberufen. W Die irdische Hülle des theureu Dahingeschiedenen W W wird Samstag den 15. Oetober um 5 Uhr nach° ^ ^ mittags im Trauerhause am Congressplatz Nr. 4 « W feierlich eingeregnet, sodann auf den Friedhuf zu « »M St. Christoph überführt und daselbst in der Familien« ^ W gruft zur lchtrn Rnhc beigesetzt. ^ W^ Die heil. Seelenmesse wird Montag am 17tcn ^ ^ October nm 10 Uhr in der Pfarrkirche zu Maria ^ Verkündigung gelesen werden. W Laibach am 13. October 1898. W FanoestHeater in Zaibach. 10. Vorstellung. Gerade. Freitag den 14. October Letzte Liebe. Schauspiel in fünf Acten von Ludwig Döczi. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. 11. Vorstellung. Ungerade. Sonntag den 16. October Heißes Blut. Vaudeville in drei Acten (sieben Bildern) von L. Krenn und C. Lindau. — Musil vonH. Schenk. Depot der k. u. k. GeneraIstaljs-Karten. Wafttab 1: 75.000. qjrei« per SBIatt 50 !r., in Xafdjenfovmat ouf Jieinmonb gcjponnt 80 fr. |g. tuftrinmaijr & $cb. gambcrgs Sudjljanblun^ in Catbact). frisch angekommen neue, heurige Russen, (3987)3_2 Xham S jKfarnik. > Vom tiefsten Schmerze gebeugt geben wir allen W » Verwandten, Freunden und Bekannten die höchst W > betrübende Nachricht von dem Hinscheiden nnscrer ^ > innigstgeliebten, unvergesslichcn Mutter, beziehungs' W W weise Schwiegcr« und Großniutter, der Frau W > Maria Uirker > W Landesschulinspectors.Witwe ^ W welche nach langem, sehr schmerzvollem Leiden, ver- ^ > sehen mit den heil. Sterbesacramenten, am 13. October ^ W nachmittags um 2 Uhr in ihrem 70. Lebensjahre ^ W selig im Herrn entschlafen ist. W > Die irdische Hülle der theureu Dahingeschiedenen W > wird Samstag, den 15. d. M., um 3 Uhr nach» ^ > mittags im Traucrhause Maria-Theresienstraße Nr. 5 W > feierlichst eingesegnet und sodann auf dem Friedhofe « > zu St. Christoph im eigenen Grabe zur ewigen Ruhe ^ > bcigcfeht. M W Die heil, Seeleninessen werden in mehreren W W Kirchen gelesen werden. » Laibach, den 13. October 1898. W » Pauline Pirler, Tochter. — Raimund Pirler, W » k. l, Cassa-Assistent; Franz Xav. Pirler, l. l, Forst. M l» und Domäncnverwlllter. Sühne. — Anna Pirler, ^ > Netty Pirler, Schwiegertöchter. — Franz Xav. W > und Nichard, Enkel. M > Kranzspeudcu werden dankend alMlehut, besondere W W Parte nicht auSgcncbcn. >> Course an der Wiener Börse vom 13. October 1898. «««^ oMenm Cours«««« Gelb Ware Vom Vtantt zur Zahlung übernommenc (f>sc»b.»Prior.» Obligatil'ucu. Elisal,l!l,bali!! «00 u, 30U0 M. ^"/n ab 1U"/„ E, Lt. . . . ll4'7U j1ü'70 Clisal>ell,bllli», >»«o u, 2UU0 M. 800 M, 4"/„.....ll9 — 123- ssla,!z>Vl,,^s V. Em, 1884, 4°/, »« l»a 1UU 4b Galizischc Karl - Ludwig ° Vah», dwcisc SlNile 4>'/<, .... 8« »« I0<»ö« Vornrlbcracr Aahn, <3>n. i«8t, 4"/n (dw. Nt.) S,, f. 1UU fl. «. 99'4? IUU'40 Ung, Ouldrcntc 4"/„ per Eass« !ii950 l19 7li bto. dli9'6!»ii9l! dtu, Nrittc in itrüitt'xwähr., 4"/„, stc!wlsrelf>ir»7's0 9»^„ bto Lt,E,'Al,Gu!d>0Ull,,4'/i"/» HU - 12N — dto. btl), Siluci 1W fl,, 4V,"/,, 9Ä ?ü 100 7Ö dto, SwalsOblig, (UW, Ostb.) V, I. I87N, 5"/n.....119 70l2<>7l, dto.'l>/,"/nScha»Iieaal.Abl,°Obl. ^^ Lo ,s>o f,« bto, Vrc>m,-A>ll. l^ iu« fl, 0. W. „ü-kO ,62 ">< dto, bto, k bN fl.o.U. !,«.->,<, ,«8 zu The!szReg..L°st 4°/, 100 fl. . ^,g^ li^) 189 - Glundentl.«Gbliglllionen (für 100 fl. LM.). 4°/„ ungarifche (100 «I, 0. W.) . c,g i„ 97-4°/„ lioatische und flaliuillsche . ,7 <^ 93^0 Hnlxre üffentl. Anlehen. Tonau'Neg.'Aost b"/„. . . . ^: — >3l 5» dto. .llüleihl' 187» . . lo.>j— !»» Anlehe» der Sladt Gü« . . 112— — ' Nnley^n d. Eladl««Ml'i>idc WIcn ,04. l(i4'.i, Nilleuen d. Staolgcmclubc Wie» ! (Silber obcr Gold) .... ,.,4 oo 125 6U Prämien ?l„l, b.Cladtssm, Wien ^7-. .. ,70 Vürscdau.Äülchen, ucr!»j>l>, ü"/, !,<«> 4«> 10» 4» Geld Ware Psandbriest (für 1U0 fl.). Vodcr, alll,öst.«»50I,v!!rl.4°^ bto. Pläm,.Schldu, 3»/«. I, Em, "" " °° "" dto. dto. »"^"!i, Baut l)^!. >'V„ . . "°,°" ^"°" Oparcasse, l. oft,, »0 I, ü'/,»/» vl. ^,^ '^,w Priorität- lMigntionen (siir U»U sl.). Ferdinand? .'tuldbal)» Em, 188« luo 80 l01 ^0 Oestcrr, «ordwcstuali» . . . ^o^ 1:1 5,, Stalllsba!ul^",!>tlFrcs,50«p,St. __._. _._. Eudbahi, !<"/„ k ssi-l'^, 5>UN p, St. ^g — ,5^ — dtu. ,vv„ -l ^»0 II, p, 1UU jl. ,zig.7O i»? ?„ Ung,-8a!!z, Vahu .... 108'— ><>» - <°/^ Untcrlrainer Vahneu . 9« 5« ,u<» - Kaiikgctitn (per Stück). AnnloOrsl, Vn»l 20N fl. So«/» ». 154 — 15» — ^,,ll»>«i». Wiem-r. l"^fl - «°150 2«2- «odcr, Anst,,O.'st,,^<> >^.lNV» 469— 44.,' - dt° dw, P« llltinio Sovtbl. »5, 5« »°g - ««dltblli'l, Min >i"g., 2»o ll. . »77 . «?<< ^ Giro !!,Ca!!"w,,Wie!,or. üUUfl. zz»?. z!l>«^ e»l,Puthell>,,Ocst,,l!0<>fl,^ü"/l,. . . 22^- !i22 . Oesterr.-ungar, Vanl, «00 ss. . 9,»^ - »> « - Unlonw»! 2UU fl. . - . »j 291 75 »^ 2^> ««^hiHlKwl. »ll«., »« ll. . 1^2 - »?-» bl) Veld War« Actien von Transport. Anternehmungen (per Slücl). Nufslss'Tcvl, Eiwib, 3N0 st. . l«2N ««25 Wlliu, Noldbnl»! 150 fl. . . 25b —257' — Unjchti^hiadl'r Eis. 50U fl. CV». 1735 1745 dlo. bto, (lit. I!) 2U<> fl. . 6!w-—«32'-Douail > Dampfschisflllirts ° Ges., Oesterr., 5»0 fl. CM. . . 45,',— 458— D!ixVubcnl,aclM'L,-«,liN fl. LM. 414 - 4l« - Oestcrr. Nordwestb, LU<» fl. G. »"'""''"" dto. dto. (lit. ») 20a ll s. 8.!^ l.0 2«l 50 I^.«-.e^fi.^'^^.«^ ^'^.^^^^^ Tramwni, G fl, . . . l,15,!l1.<^ Un« »nallz, Eift.chZWfl. Silber 2l3— 214- U»gMcscn»!l)l", Pnpicrf, u. V.-«. «« b0 6l» 50 Liesinger Brauerei 100 fl. . . iki 2> i5c>'— Montan'Gesellsch,, Oest. »alpine iö(» ci> l«1 05 Pragcr Eüe» Iub. Ges. 200 fl. ^»4 .. 79^ 50 Eawll'Tarj, Steinloblcn 60 fl. ^l.- s,2>> — „SchllglmM". Pc>pl«ri. »<» st. 2l0 - 212 - »eld ware Trifailer Kohlenw, Kes, 70 fl. «71-50 l72ü0 Wasfenf. O,Oest,in Wien,lnafl. 199— »01 — Wa.MüH'ilians«., «lla„ in Pest, «l» fl.........,30—ü«^'— Wr. ÄailgejeNschaft <«0 fl, . . inz — ,„« _ wienerberger Fiegel««lcti«N'Ves. g,z „ ^.^^.^ Diverse Kose (per Vtü — V!,n» Lose 4» fl. CM, . . . <;i,,. «.,_ 4"/„Dum>>! Vampfsch. <00fl,!lM. 17,1—,i8» — Ofe„sl Luse 4« fl, , . . . ^,zj>, «g.25 Pa,sf>, Luse ^0 fl. CM. . . . «4., ^,^ Rl'llM »lieuz, vest, Ges.»., 1» fl. ^<,r„> ^.^ Nutl,e» iüeuz, U»n. Wes. V., üfl. ,„.^ ,,.^. Nüdolpl, Uose l<> fl..... ^z-j._ ^..^. Saln, Lose -,0 sl. CM. . . . ^ ,. ^,,^. Ki, c'!euuiö°Luse 40 fl. CM. . ^,,,,, ^,.^. Wdldsteiu Lose !i<' fl. CM. . . ,,"." ^.^ Ve>ui!,s!!ch, d, !!"/,. Pr,'Schnlbv. b. Bobeucrcdüanstalt, I. )<< 4l) 99 55, Ne„!iche Plätze...... 5«, 9,, 5».05, ^Uüdu,!........ 120 ^0 1^0 4,1 Paris........ 47 52, 4? 2? St. Petersburg..... _._! ^ __ Daluten. Oucate»........ ..^, ..7« 2<>Frll»c3VtNcke..... ^..' «,". Italienische Vanlnottn . . . ?« «'!l °^ ..^