Ar. 67. Sonntag, den 21. stupst 1881. VI. Jahrgang. (sillicr Mtlttig. Pränumerations-Bedingungen. Für Tilli t rctiatinti . , . — .A» . . 1.50 j . . . 1.— jafemialing. . . IMBII ällUtllUBO i (finietne Nummern 1 kr. Mit Post-vrrseudiing: vterteliähriq . . HaldjShLlg , . . 3.*Q Ganzzahrig . , » €.40 Erscheint jeden Donners!,lg und Sonntag Morgen«. Inserate werden angenommen i» )fcriiifrti o«a »»»««rl» Ii«»»e» fit* die „S>ll>er 1 .Viluag" »»: K. Wjflc ii Bkx, »n» ölen dedei»le»de» VUtte» «r» !>«>. »>?»- reich in Ärni. tf. CpKlit »nd Mottn 4 4»mp. in IBirit, K. WSO(- Z«,!«»,»»>g«mur i» | >-°td»ch. Versöhnung! Mächtig rauscht'S wieder in den verschiedenen j li«gierung«blüttern, vielstimmig doch nicht harmo» »isch tönt uns ein Wort au» diesem ChaoS ent-ßezcn. daS auf deutsch Versöhnung heißen soll. Zeder Anlaß ist willkommen um Versöhnung«» jchaimeic» blasen zu lassen. Der Brand des Gichischen NationaltheaterS in Prag hat jedoch «ve ganze Völkerfriedenliteratur in der officiellen »nd officiösen Presse hervorgerufen. Jetzt ist für dni bösen Deutschen die günstigste Zeit sich mit seinem geduldigen tschechischen Bruder zu versöhnen 1 — jetzt, weil der Deutsche ansehnliche Summen jain Wiederaufbaue eines NationalwerteS seine» Heiner» zeichnet, jetzt kann er auf Verzeihung dessen. Auf den rauchenden Trümmern de» stolzen Saue« soll die Friedenspfeife geraucht werden; all die zahllosen Unbilden die der Deutsche in in Österreich von den Tschechen und chica Soldtruppen erlitten, sie sollen vergessen werden aus — Mitleid, weil da« tschechische Aalionaltheater abgebrannt ist. Und wahrjcheinlich ,m da« gezeigte Mitleid der Deutschen gebührend p ehr?» haben johlende Tschechenhaufen vor dem Zwischen Casino wieder einmal einen landesüblichen keisöhnungSscandal aufgeführt. Rein, dies« Art k«rsöhnung verstehe wer wolle, der Deutsche kann slt nicht verstehen. Der Deutsche ist immer bereit die Hand zur Versöhnung zu bieten auf Grund eines verstän» rügen Programmes — zur Kapitulation jedoch tot unsinnigen nationalen Forderungen wird er j sich nie zwingen lassen. Deutsche haben die Ostmark Mündet, Deutsche haben im Dienste ihrer ge-Itettc« Dynastie da« große Reich vertheidigt und erhalten in schweren Stunden; ein Schimpf den Ahnen angethan wäre e«, die Jahrhunderte für deutsche» Wissen, deutsche Cultur gekämpt haben, würde der Deutsche in Oesterreich verzichten wollen auf die Stelle die ihm im Staate gebührt. Der Deutsche haßt den Terrorismus gegenüber seinen Mitnationen, aber er hat ein heilige« Recht zu verlangen, daß er der Grundpfeiler sei de« Reiche«, — daß seine Sprache die Staat«» spräche, der Kitt sei, der da« Gefühl der Zusam» mengehörigkeit aller Völker de« großen Reiche« unter Hab«burgS mildem Szepter stärke und erhalte. AI« BersöhnungSkleister jedoch, wie man jetzt von ihm verlangt, wird er sich nie gebrauchen lassen. Wenn es unklug war, die Slaven an die Wand zu drücken — so ist e» thöricht die Deutschen in Wirklichkeit dorthin zu treiben, wo sich die Slaven einbilden, gewesen zu sein. Wenn wieder unsere Zeit kommen wird und sie wird bald kommen, dann aber, erst dann wird auch Versöhnung werden. Die Kräfte unserer Gegner haben wir kennen gelernt, leider auch ihre Waffen; und unser Friede wird ein dauerhafter werden, die Versöhnung eine andere, bessere als diejenige, die uns armen Deutschen jetzt mit Keulenschlägen aus unseren geduldigen Rücken gehauen wird. Deutsch und einig aber müssen wir bleiben, nicht nur in den Stunden der Gefahr — auch nach erkämpftem Sieg; großmüthig und fest sind wir immer. Mit den Waffen unserer Gegner zu kämpfen wäre eine« Deutschen unwürdig. ?emin-ciation und Heuchelei schänden eine große Nation. Unsere schärfste Waffe ist die Superiorität der deutschen Race, unsere Cultur, unser Biedersinn und unsere Ehrlichkeit, mit diesen Waffen müssen wir siegen, in dieser Rüstung werden wir ver- zeihen, unsere Gegner versöhnen, um vereint im friedlichen Wettkampfe, jede Nation in der ihr von ihrer Cultur zugewiesenen Sphäre, arbeiten und schaffen zum Wohl und Besten unsere« gemeinsamen Vaterlandes. Darum seien wir einig deutsch und treu! Politische Rundschau. Eilli. 20. August. E« kann nicht Alle« so bleiben hier unter dem wechselnden Mond! temnach sind denn auch die weichen Sammtpsötchen wieder eingezogen worden, welche alle tschechischen Blätter in auffal» lender Uebereinstimmung dem schweigenden Dr.Herbst entgegenstreckten. Ja I e« ist nicht zu verkennen, daß sie ihre krallen fühlbar machen wolle». Die Reden in Tetschen und Bensen scheinen nun diese Blätter unangenehm ernüchtert zu haben und zeigen sie verdüsterte Gesichter. Aber höchst un» freundlich ist e«, daß namentlich die „Politik" erst hinterdrein da« Programm veröffentlicht, welche« Dr. Herbst nach ihrer Ansicht hätte auf-stellen müssen. Hätte sie nicht zu lange gezögert, so wäre da« schwierige Problem gelöst, der Pflicht eine« verfassungstreuen liberalen Abgeordneten gewissenhaft nachzukommen, Wähler und Partei vollkommen zu befriedigen und — was wohl da« Wichtigste ist — den vollen Beifall der „Politik" zu erhalten. Und dabei ist das Recept erstaunlich einfach. Vor Allem durste der deutsch-na» t i o n a I e Standtpunkt gar nickt betont werden. Alle „deutsch-nationalen Anklänge" verpönt die „Politik" auf da« Strengste, denn — so sagt sie, und wer könnte die« besser wissen? — eine regierungsfähige Partei in Oester. Feuilleton. Sie rothe Spinne von Loun-Si. Novelle von Gustav Schneider. Erstes Capitel. ein chinesische» Hochseitsfrst. CS ist Abend, und die Fahrzeuge, welche ge» liuschloö den Perlenstrom hinauf und herunter» Seiten, erscheinen in dem vom Wasser aufsteigen-le» Nebel nur noch als phantastische Schatten. Hin und wieder vernimmt man den leisen Gesang des Kokilas, der mit feinen Liedern die Mc Nacht erfüllt und keinen Schlaf fühlt, während die übrigen Bewohner des Waldes verstummen. Die Lilien schließen ihre Blumenkelche und die Seerosen neigen ihre Stengel, wie wenn auch sie, dem Abendgeläute der Pagode folgend, sich zur Xuhe begeben möchten. Am rechten Ufer de« erwähnten Stromes, der die einzige Verbindungsstraße zwischen der Canton mid Macao bildet, liegt eine überaus hell er» leuchtete Villa, von der das fröhlichste Leben und Treiben herüberschallt. Ein aus mehr denn hundert Musikern bestehende« Orchester spielt gar seltsame Äelodien. Tausende farbiger Lampen veleihcn dem die Villa umgebenden Garten ein feenhaft hübsches AuSsehn. DaS Geknatter und Geprassel eines Feuerwerks, d.'ssen Raketen und Leuchtkugeln, den sternenloS dunklen Horizont erhellend, in die nahegelegenen Reisfelder niederfallen und die hier schlafenden blauen Tauben aufscheuchen, contrastirt aus« Lebhafteste mit der lautlosen Stille der übrigen Landschaft. Jene Villa nun ist die prächtige Wohnung des reichen Herrn Lin, der sich am Mögen des» selben Tage« verheirathete; da« Fest aber, welche« er zur Feier diese« glücklichen Ereignisse« den vielen Freunden gab, scheint gar nicht enden zu wollen. Vergebens harren die buntbewimpelten Fahrzeuge am Flußufer, so wie die zahlreich n Sänften, um die Gäste wieder zur Stadt zurück» zubringen; die Stunde de» AufbrucheS ist immer noch nicht gekommen, so sehr auch der Festgeber sie herbeiwünschen mag. Obgleich China den Charakter seiner bisher!» gen Abgeschlossenheit zu verlieren und somit der modernen Cultur zugänglich zu werden anfängt, so ist es doch zu konservativ, um in dem, was Brauch und Sitte anbetrifft, nicht für lange noch als bizarr zu gelten. Nach alter Etiqette des Landes lernen sich die Vermählten nie vor der Hochzeit kennen. Nichts verzeihlicher oder natürlicher daher als die Un» geduld des Herrn Lin. Sehnlichst wünscht er den Augenblick herbei, wo die Gäste aufbrechen, um endlich in's HochzeitSgemach zu eilen und die Be» kanntschaft Derjenigen zu machen, die ihm elter-liche Fürsorge zur künftigen Lebensgefährtin au«-ersehen hatte. Wa« gefällt ist schön, und waS Sitte ist gut, auch hört man trotz dieses sonderlichen Brauch« im Lande der Mitte nicht seltener von glücklichen Ehen denn anderseits. Alles was der junge Ehemann von seiner Gattin wußte, war, daß sie Liou-Siou, das ist „Gestickte Weide" hieß und daß ihre Füße so klein, um bei uns die eines zehnjährigen Kindes zu beschämen. Herr Lin'« Vater, einer der reichsten Lauf« leute Cantvn'S, hatte eines TageS zu feinen Sohne gesagt, daß eS Zeit, den Spielhäusern sowie dem Opiumrauchen zu entsagen, da er eine LebenSge-fährt!» für ihn gefunden, die alle weiblichen Tugenden, und Reize in sich vereine. Die Wünsche der Eltern sind den Kindern China'S Befehl. Der junge Lin hatte daher nicht gezögert, dem Willen de« VaterS sofort zu enfprechen. Er schickte der unbekannten Braut die landesüblichen Geschenke, und drei Monate später, am Morgen des TageS, an dem diese Geschichte beginnt, sah er einen prächtigen, mit Elfeubeinfchnitzwerk gezierten Palan» kin auS Palisanderholz vor seine Villa kommen, dem eine, aus'« Sorgsamste in dichte, lange, gold-und silberdurchwirkte Moufelin»Schleier gehüllte reich läßt sich auf nationalerGrund-läge nicht denken! Doch ehe wir die» unfehlbare Arkanum zur RegierungSfühigkeit pro-Pagiren, ziehen wir e» doch vor abzuwarten, ob uns der nächste Tag nicht belehrt, cS wäre au» Versehen de» Setzer« in citirtem Satze da» un-scheinbare Wörtchen „deutsch' vor „national" der-gessen worden. Andernfalls wäre e» doch ein zu kostbare» Pendant zu den über Verschwörung jam-tnernden Gracchen von dem tschechischen Partei-organe den nationalen Standpunkt verworfen und die RegierungSfühigkeit einer Partei aus ihrer nationalen Unbefangenheit abgeleitet zu sehen. Au» Brünn wird die Absicht der Regierung fignalisirt, den Landtagen einen Gesetzentwurf über die Reform der politischen Verwaltung vurch Ein-filhrunp der gewühlten Bezirksausschüsse, als deren Präsident der Bezirkshaupiman» zu fungiren Hütte, vorzulegen. Die» klingt allerding« sehr sonder« bar, da die Organisation der politischen Verwal-tung nur vom ReichSrathe abgeändert werden kann. Der „Pester Sloyd" bespricht in heftiger Weise eine rumänische Grenzverletzung im Ha-romSzeker Comitate. Dieselbe sei ein neuer Be-weis der stetigen rumänischen Agitation gegen Oesterreich-Ungarn und stehe im Zusammenhange mit der Agitation der rumänischen Emissäre unter der rumänischen Bevölkerung Siebenbürgens. Ru-mänien müsse eine energische Zurückweisung er-fahren, da sonst Serbien und Bulgarien dem Bei-spiele Rumänien« folgen und die Interessen Oesterreich-Ungarns im Orient statt gefährden könnten. In Deutschland scheinen die Judenverfolgungen endemisch zu werden. So war jüngster Zeit Stettin der Schauplatz von Ausschreitung^, denen erst durch Einschreiten von Militär Einhalt gethan werden konnte. Laut dem „Bersagliere" refufirte Frankreich offiziell jeden Schadenersatz für die bei der Er-oderung von Sfax durch die französischen Truppen geplünderten Italiener. E« verlautet, der italieni-sche Minister Mancini werde dennoch energisch die erhobenen Ansprüche wiederholen. Dem französischen VolkStribunen Gambetta passirte in Belville das Malheur von seinen Wählern niedergeschrieen zu werden. Schon am vergangenen Freitag hatle er daselbst unter miß-lichen Umständen gesprochen. Nun wollte er die Scharte auswetzen, kam jedoch dabei vom Regen in die Traufe. Die englische Regierung beabsichtigt, da die Landvorlage Gesetz geworden ist, alle Agitationen in Irland mit Strenge niederzuschlagen. Aus Petersburg wird gemeldet, Ignatiew wolle sofort nach Beruhigung de» durch nihilistische Agitatoren aufgestachelten Volkes die Emancipation der Juden auSsprechen und alle dieselben befchrän» kenden Gesetze caffiren, dafür aber auch alle mo-falschen Sonderrechte aufheben. Person entstieg; es war Diejenige, die als künftige Frau da» Hau» betrat. Geheiligte Sitte jedoch verbot, sich ihr zu nähern, mit ihr ein Wort zu wechseln oder sich nur zu erkennen zu geben. Umringt von einer Anzahl Dienerinnen ithrte man die junge Frau sofort in die Wohnung und schloß sie in da« für sie bestimmte Hochzeit«-gemach ein, dessen Vorzimmer streng bewacht wurde. Herr Lin tröstete sich über diesen abermaligen Verzug, indem er sich erinnerte, wie er ihr Gemach mit allem denkbaren Luxu« eingerichtet, über dessen Besitz Fräulein Liou-Siou, feine nunmehrige Frau, gewiß sehr glücklich sein werde. Mußte ihr doch jeder der kostbaren Gegenstände, auf die ihr Blick fiel, klar werden lassen, wie sehr ihr Gatte sie liebe. Er widmete sich hierauf ganz den Honneur« des Feste«, an dem eine große Anzahl Fremder Theil nahmen, denn um dem Gesetze der Gast-lichkeit zu entsprechen, sind an diesem Tage die Pforten deS Hauses nicht nur allen Verwandten, Freunden und Bekannten, sondern auch Jeder-mann sonst geöffnet, der im hochzeitlichen Kleide die Schwelle überschreitet und dem Herrn des Hause« die Ehre seiner Anwesenheit erzeigt. Unter diesen Personen befinden sich manche, die Die russischen Verhandlungen mit der Curie nehmen einen günstigen Verlauf. Ihr Abschluß wird Ende Octoder erwartet. Adelsberg, den l7. August. (Orig.-Corr.) Di« stramm« Haltung der „Cillier Heilung" gegenüber den naiional-clerikalen Hetzblättern von Kram und Unter-fteiermart Hai derselben auch mehrere Leser in unserer Stadt erworben. Ich glaube daher keine unwillkommene Nachricht zu bringen, wenn ich Ihnen mittheile, daß die letzten GemeinderathSwahlen in Adelsberg durchwegs günstig für die liberal« Partei ausgefallen sind. Tie national clerikalen Hetzer wußten nicht einen einzigen Kandidaten durchzubringen. Es ist dies für die Rationalen ein um so härterer Schlag, als dieselben mit Zuversicht aus einen glänzenden Wahlsieg rechneten. Man sieht eben, daß der gesunde Sinn der slovenischen Bevölkerung in Krain allmälig, trotz des von der Re-gierung protegirten Hochdruckes der Nationalen, zum Durchbruche kommt. Ein weiterer Beweis, daß die Landbevölkerung in Krain besser als die Pervaken, welche sich die Führung des Volkes anmaßen, die Leg-nungen der deutschen Cultur zu würdigen wissen, wird dadurch geliefert, daß mehrere Landgemeinden in Unter-krain bereits wiederholt beim Landtage in Krain um die Einführung der deutschen Sprache als obligaten Lehrgegenstand in den Volksschulen petitionier haben. Hocheuegg, 16. August. (Orig.-Corr.) Tas be-kannte Psarrhossblatt „Slov. Gospod.", welche» den Deutschenhaß aus alle möglichen Art«» zu nähren sucht, dürste in seiner Art vielleicht einzig dastehen. Nachdem wenig motivirt« Stützpunkt« sür «in solche» Vorgehen in Wirk-lichkeit geboten werden, so wird einfach aus irgend einem politischen Tagesereigniß Kapital geschlagen, aus wessen Kosten, das ist Nebensache. So dars es nichl Wundrr nehmen, wenn man da zu lesen bekommt: Der Herr Oberlehrer N. N. von Pettau erhielt von der Verbindung „Teutscher Verein", welcher oder da er (diese 2 Wortspiele sind eben im slovenischen Artikel möglich) verflossenen Monat in Pettau gegen die Slo-venen aufwiegelte, 80 st. in Silber als Ehrengabe. Da der Zweck das Mittel heiligt, fand man es überflüssig der Wahrheit gemäß zu sagen, wosür die Ehrengabe verabreicht würd« und dann würde ja auch der biplo-matische Kunstgriff hinsichtlich deS Wortspiels nichi von Erjolg gekrönt gewesen sein. Uebrigens ertheilt ja nur der „Deutsche Schulv«rein" Ehrengaben an Lehrkräfte. In einer neuen Nummer des genannten Blattes werd«» mehrere Titulaturen, als „slovenische H«tzkapläne" u s. w., aus einer Hochenegger Corresponden; stammend, wörtlich mit der Bezeichnung culiurtragende Worte reproducirt; auch hier fand man es sür überflüssig zu sagen, sür welch' hervorragende Leistungen im Gebieie des Partei- und Nationalhaders diese Ehrentitel in die O«ff«ntlichieit gelangten. Marburg, 18. August. (Orig.-Corr.) Ein Cor-reSpondent Ihres geschätzten BlatieS sprach in d«r vor-letzten Numm«r die Forderung aus, daß sich die Deutschen der Festgeber zuvor niemals gesehen, dennoch ist er durch Etiquette gezwungen, auf jeden ihm ge-widmeten Toast artigst zu antworten. Richt» natürlicher daher, al» daß der junge Herr Lin sich beim Untergang der Sonne er-müdet fühlte, und mit Vergnügen die Gelegenheit benutzte, um sich im Garten ein wenig zu erholen. Die Gälte drängten sich während dem in die große Gallerie der Villa, woselbst eine tüchtige Acrobatenlruppe, die von Canton gekommen, ihre bunten Schaustellungen zum Besten gab. Abge-spannt wandelte dagegen Herr Lin ganz allein im Garten umher, wenig aus Musik wie aus das achtend, wa» ihn umgab, und nur noch mechanisch die Complimente erwidernd, die man hin und wieder an ihn richtete. Weniger mit sich selbst be-schäftigt, würde er bemerkt haben, wie zwei feiner Gäste, die wenig Antheil an der Freude nahmen, ihm mehrfach begegneten und ihn mit unterschied-lich seltsamen Blicke» verfolgten. Der Eine derselben war ein junger Mann mit blassem Gesichte, in dessen Mienen sich Ernst und Melancholie malten. Dank feiner Kleidung, sowie dem kupfernen Knopfe zufolge, der seine Kopfbedeckung zierte, konnte man leicht einen Ge-lehrten der Pagode de« Foo in ihn erkennen. Dieser junge Mann hatte beim Eintreffen de» Palankin» der jungen Frau die Villa betreten; seine Blicke waren dem auSsteigenden Fräulein UntersteiermarkS mit Entschiedenheit auf den deutsch-nationalen Standpunkt stellen; wir müssen diesen Apell > auf da» Freudigst« beqrüsten und schließen uns dem- , selben rückhaltlos an. Auch wir erblicken in der Erstat-Z kung des deutsch-nationalen Gedankens die Bürgschaft unsere» Siege». Der Kampf, den wir zu sühren haben, ] ist in der That »in schwerer und sichere Anzeichen lassen «ine gesteigerte Intensität der Angriffe auf unser Volks- > thum erwarten. Angesichts dieser Lage ist das alleinig« Bewußtsein unserer culturellcn Uederlegenheit, das un» j die Osficiösen großmüthig als einziges Kampfmittel überlassen wollen, «h«r g«eign«t uns einzuschläfern, al» 1 uns die nöthige Energie und Regsamkeit und vor Allem die in politischen Kämpfen unerläßlich« Opierwilligkeit I zu verleihen. Auch die abstracte Staateidee, mögen wir an derselben noch so sehr ses.hallen und sie unaufhörlich j betonen, ist «den als Abitraction sür sich allein nicht ge-eignet, uns dasjenige Maß politisch-motorischer Kraft I zu verl«ih«n, das wir dem Ernst« der gegenwärtig«, ; Lage entgegenzubringen haben. Tie Idee eines Polyglotte» I Staate« ist und bleibt eine abstracie Idee und wer als ] Politiker mit p>>1 »logischen Zactoren zu rechnen weiß, I wird sich der Erkenntniß nicht verjchließen tönn«», daß j eine abstracte Idee nie und niemals di« Eignung hab«« ] könne, das nicht professionsmäßig politisirende Volk zu 1 einer regen Theilnahme an politischen Interessen zu be- > wegen. Wir such«» angesichts der Gefahr unwiUkührlüW nach einem mächtigeren politischen Agens und wir sin« 1 den dasselbe in dem uns durch die Itatur eingepflanzten, 1 uuconsiscirbaren Stolze aus unsere nationalen Tradi-ß lionen und die nationalen Güter, mit einem Worte, I wir finden di« «rs«hn>« Kraft in der Gesammtheit jener . erhebenden Vorstellungen, die wir das nationale Be> 1 wußtsein nennen. Taß wir Teutich« Untersteiermart! mit der Erkenntniß der Nothwendigkeit gewisse Velleilät«» endlich abzustreifen, hinter denen sich nicht die politische ' Klugheil, sondern di« politisch« Feigheit verbirgt, nicht j alleinstehen, beweist die letzle R«d« Herbst's. ES wird in ganz Oest«rr«ich gewiß leine« ivarmsühlenden Teutsch«! geben, der diese Enunciation des gewaltigen Kämpfers nicht als ein hoch erfreuliches politisches Ereigniß begrüßen würde. Betrachten wir diese Nede, die wir schließ- ! lich als den Ansang einer großen parlamenlaiifchen Zukunft der deutfch nationalen Jd« in Oesterreich rejpec» | lire» können, im Zusammenhange mit verwandten Er- : scheinungen der A«ra Dunajewsky Pra5ak, inäbefonder# J mit der Thatsache, daß di« parlamentarische Vertretung der Deuisch^Nationalen tast mit jeder Neuwahl eine stärkere wird, so eröffnet sich uns die tröstliche Aussicht, daß unter den Deutschen Oesterreichs die Couleur Plener- : Eueß, d. h. jene Schwächlinge endlich verschwinde« ] werden, welche ihr Teutschlhum mit bleichen Lippen — > eingesteh«n, um eS im nächst«» Moment« in der mephi- j stischen Aim»Sphäre d«S Byjanlismus zu ersticken Ihr CorreSspondent fordert die Betonung des nationalen ; Standpunktes mit dein Hinweise aus die politischen Er» I folge der Nachkommen LechS und Arpad» — und mit vollem Recht. ES gibt in Oesterreich nur eine Natioi^Z ZBW Kortfeymig im Einlageblatt. Liou-Siou, bi« sich die Thüre hinter ihr ge-schlössen, gefolgt. Hernach hatte er sich unter die Menge gemischt, jedoch ohne der Musik noch den übrigen ^uslbar-keilen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Mehr-fach schien e», al« ob er den Ort der Festlichkeit verlassen wollte, jeve« Mal aber blieb er an der Ausgang«thüre stehen und kehrte um; es war al« ob ein unsichtbarer Magnet ihn mit unwidersteh« licher Kraft zurückhielt. Mehr al« zehn Mal war ihm während dcS Tages Lin, der ihn kannte, freundlichst grüßend begegnet, welche Artigkeit der junge Gelehrte nur kühl erwiederte, und wäre Herr Lin von der Feier de« Tage» nicht fo er-regt und in Anspruch genommen gewesen, so hätte ihm da» erzwungene Benehmeu seine« jungen Gaste« billig auffallen dürfen. Wa» nun die zweite Person anbetrifft, deren Erscheinen ebenfalls mit den frohen Mienen der übrigen Gäste auf'« Härteste im Widerspruche stand, so war die« ein Mann von einigen dreißig Jahren, mageren schlanken Wuchses, der, obgleich er al« reicher Kaufmann, zudem sehr gewählt ße-kleidet war, durch Haltung und Manieren den Mann niederer Herkunft verrieth. Seine großen, runden, hervortretenden Augen warfen unheimliche Blicke umher, feine rothen, stark aufgeworfenen Lippen wurden von einem ironischen Lächeln umspielt, wa« seiner häßlichen kilize znr 9?r. 67 der „d'illier Zeituug". tche sich als solche nichl fühlen darf und da» ist die-prifie, welche den Institutionen dieser altehrwürdiqen irchie den Stempel ihres Geistes aufgedrückt hat. unser Monarch im verflossenen Jahre auf seiner Mischen Reis« vor den Thoren KrakauS erschien, da «pißte ihn daS Oberhaupt dieser Stadt, der gegen-Mige Landmarschall Dr. Zybliliewicz unter Anderem ml folgenden Worien: Herr, wir danken Dir, daß wir Hl sein dürfen. WaS würde geschehen, wenn das S«^e Oberhaupt der deutschen Stadt Marburg eö lauen würde, den Monarchen mit ähnlichen Worten zu «ofangen? Doch — dem Grasen Taaffe sei dafür geilt- e» ist wirklich befiel geworden; die Nebel schwinden, |k gepreßten Herzen schwellt frischer Muth und was fctkr als die Rede der Kühnsten unter den Kühnen ppUni hat, ei wird bald allgemeine Losung sein: Zeiitsch« find wir und wir wollen'S bleiben! Bad Reuhaus, den 19. August. allerhöchste Geburtsfest Er Majestät des Kaisers W Josef ist in diesem lieblichen Curorte aus folenne if< gestiert worden. Schon am Vorabende wurde, wie ljährlich von Seite der emsigen Bad«direclion ein imirteö Tanjiränzchen arrangirt, was diesmal besonders daS Eintreffen vieler auswärtig geladenen Gäste, ttil des anhaltenden Regenwettero, dennoch eine» feier-tch»n Anstrich gewann. In dem glänzend erleuchleten llvsalon machte die Eureapelle mit einem Straust'schen Wzei den Ansang und bald drehte sich Alles, was nur jl tanzen vermochte lustig im Kreise herum. Zur be> s«d«ren Genugthuung der Damen hatte sich diesmal tie Herrenwelt recht zahlreich eingesunden und an dem duze betheiligt und es reihte sich schon bei der elften Lmüiille Paar an Paar der ganzen Länge nach des ssiiimigen SaaleS. Unter den hervorragenden Person-bhieiten bemerkten wir die Herren: k. k. General Major Hager. Freiherr» von KUmburg, k. t. General-Major Ierdin.ind Ritter v. Tiller, den k t. Major und Flügel-Adjutanten Sr. Majestät des Kaisers, Herr» Heinrich Emjen von Wolkenftein-Troftburg, t. i. Eorvelten Capitain Herrn Gustav Semsey d« Semfe. Sr. Durchlaucht Herrn Ittften Salm von Reifferfcheid sammt Gemahlin, Frau Loronin de Traux. Baron Puthon, Baron Wit'.enbach. Hofralh Anton von Valano u. a. m. Die ganze illustre lesellschast blieb bis Millernacht bei bester Laune, wo wch vor der Raststunde vom Ballarrangeur .Herrn 66r.ifc.pr Edlen von Lindenftamm ein Colillo» arangirt vmde, wozu er prächtige Blumensträußchen mit frischem Edelweiß, das er selbst aus den Sulzbacher Alpen ab-ziholt, zur Vertheilung brachte. Nach der Raststunde «sccutirtc die Putcape 111 noch einige Rundlänze, wo-«ch zwei Uhr Morgens die Vorfeier eiaen würdigen Uschluß fand. Am 16., als am Festtage selbst wurde un 9 Uhr Morgens in der Pfarrkirche ein feierliches Htchami mit Tc deum «lebn«, wozu sämmtliche odg«-nannte hochgestellt« Persönlichkeiten, ein großer Theil t« Curgäst« und zahlreiche Gläubige von der lwgebung erschienen waren- Den ganzen Tag über wurden Pöllerschüsse abgefeuert. Um G Uhr Nachmittag fand eine Tombola stall und Abends brachte di« Cut-eapelle eine Serenade, wobei ein brillantes Feuerwerk abgebrannt wurde. Und fo beschloß man d«n Tag in feierlicher Weife und in gehobener Stimmung für un-seren allergnädigsten Landesfürsten. Aus drm Sannthal«. (Lrig.-Corr.) DaS un-glaubwürdig« Mahrchen von der Tecanatsconferenz. in welcher der Beschluß gefaßt worden fein soll, daß die Priester der vertretenen Decanate in der Druckerei der „Cillier Zeitung" nichts mehr kaufen mögen, bis letztere anders schreibt — ist dadurch, daß dieS Herr Dr. Gre-gorec in seinem Blatte abdrucken läßt, noch nichl zur Thatsache und unumstößlichen Wahrheit geworden. Es ist gut, daß dem so ist. Di« Sach« ist jedoch einige Zeilen und eine beiläufige Betrachtung werth. Der Fa« natiSmuS in jloocmfch nationalen Dingen hat augenscheinlich Theile des PriesterstandeS (dem wir, und wir b«toncn eS hier nochmals auf das Entschiedenste, noch niemals nahegetreten sind) «saßt, u. zw. hauptsächlich junge Leute, die in der Welt noch nichts gesehen, sehr, sehr wenig gelernt habe», und leider auch nicht daS Auffassungsvermögen sür das besitzen, was ihrem Stande frommt. Oder ist das Votgehen in Eingangs erwähnter Affaire etwa geziemend? Leuten angemessen, die berufen sind, dem Volke das Wort Gottes zu lehren und die heilige Schrift hochzuhalten, in der «s lautet: „Thuet Gute? denen die euch hassen?" Und bis zum Hasse unsererseits ist es noch lange nicht gekommen. Unsere Ausgabe ist es leider nicht, die Herren darüber aufzuklären, was schicklich ist und was für sie nicht paßt, höchst bedauerlich ist es jedoch, daß unter den obwal-tenden Umständen der deutsche Katholik in Untersteier-mark daS Vertrauen zu feinem noch hochgeehrten Priester-stand wird verlieren müsse», wenn es so sott geht, denn, die älteren Herren werden ihres AmteS — wir sprechen dies mit ausrichtiger Trauer aus — nicht ewig walten können, und waS die Deutsche» von d«n jung«n zu er-warte» haben, darüber belehrt unS der „Slov«nSki GoSpodar" und theilw«if« auch die „Südsteirifche Post", denn die Correspondenten beider Blätter sind großentheils jun;;e Priester. Die Eregorec'sche Mittheiluug über den S^schluß der DecanatSconferem ist eine Unwahrheit, di« höchstwahrscheinlich den Zweck haben soll, dem Buch-drucketgeschäst, in welchem die Eillierin erscheint, in höchst unwürdiger Weise ihre Kundschaft zu entziehen. Man sieht mit welchen Waffen der Liberalismus bekämpft wird — wie trostlos es mil den Waffen, die der gesunde ^«»'chenvetstand mit Anstand zu bitten v«r-mag im Gegenlager aussieht — wen» man sich gezwun-gen sieht, Tücke und Gemeinheit zum Mittel weiden zu lasse». Dr. Gregore« und seine Genoffen wissen es ganz genau, daß wegen deS leidigen KaufenS oder Nicht kaufen« in der betreffenden TecanatSconferenz nur ein Gemurnlel entstand, welches von mchr alS einem der Herren als nicht discuffionSfähig und als unpassend gebührend unterdrückt wurde; um seinen Nächsten zu schädigen und - ich kann nur dies glauben, um Geistlich«, di« von der Sache weiter nichts wissen, zur Ausführung des angestrebten Beschlusses zu verführe» — verlautbart «r daS Gemurmel einiger hitziger — jedenfalls gtüßtenlheils selbst irreführtet Männer alS Beschluß. Wir haben diesen Fall eingehender besprochen, weil wir auS ihn so manchen Schluß ziehen könreri. und wiederholen nur, wenn die Aufreizung gegen die deutschen Katholiken von Seit« eine« gottlob noch ganz geringen Th«i es ihrer Priester so weiter geht, sich dieselben vielleicht gezwungen sehen dürften, der unverantwortlichen Vergewalti-gung wegen, sich zu rühren und vorläufig geeigneten Orte» anzufragen ob dieS in der Diöcese gestatte« fei. Vielleicht folgt auch die Zeit, wo di« deutschen Katholi-ken sich zu einer Bittschrift an den hochwürdigen H«rrn Fürstbischof veranlaßt sehen werden, damit die Ruhe-störer entfernt werden sammt dem Rädelsführer: und daß wir Deutsch« — deutsche Priester bekommen, ivenn schon wirklich die Nationalität im Priesterftande die erste Rolle spielen muß. Kleine Chronik. Cilli. 20. August. (Kaiser« Geburtstag.) Wie aller-ortS, so wurre auch in unserer Stadt das Ge-burtSfest dcs Kaisers in solenner Weise gefeiert. Dem Zapfenstreiche am Vorabende deS Festes folgte am frühesten Morgen deS 18. August eine Tagreveille. Um 8 Uhr Vormittags wurde in der Stadtpfarrkirche ein feierliche» Hochamt celebrirt, dem die Spitzen der Civil« und Militärbehörden anwohnten. Nach dem Hochamte wurde das Militär, welches vor der Kirche die Dechargen abgegeben hatte, von der MusitvereinSkapelle nach der Ka-ferne begleitet. Mittags war im Hotel zur „goldenen ttrone" OfficierStafel. Am Abende fand in den Casinolocalitätea ein recht animirte» gest-kränzchen statt. (\f a n d t a g 9 w o h l.) In Marburg findet am 5. September die LanbtagS-Ersatzwahl an Stelle de» zurückgetretenen Dr. Duchatsch statt. Die Liberalen wollen abermals Dr. Duchatsch candidiren, der gewiß mil großer Majorität ge-wühlt werden wird. (B t c u n d a i a i z t.) Die Bruderlade in Trifail hat die Stelle eine«; Sccundararzte» ausgeschrieben. Mit dieser Stelle sind ein IahreS-geHall von 600 fL, freie Wohnung, Beheizung, Beleuchtung und die Benutzung eines Gartens verbunden. (Europäische Wanderbilder.) Die Verlagsbuchhandlung Orell Füßli & Comp. in Züuch hat bekanntlich seinerzeit an den hiesigen Gemeinde-Ausschuß die Anfrage, bezüglich Auf-nähme der Stadt Cilli und Umgebung in die Collectiv» „Europäische Wanderbilder* gestellt. Auf die zustimmende Antwort theilte die genannte Verlagsbuchhandlung nunmehr mit, daß sie bei ein« maliger Subvention von 2400 Mais eine 40 Octavseiten starte Broschüre in einer Auflage von 20.000 Exenplarcn herzustellen bereit sei, und es Physiognomie einen umso unangenehmeren Aus-dnick verlieh. Wer den Mann ein Mal gesehen, »nirochte die, man möchte sagen grotesk wider« litt» Züge seines Gesichtes nicht so leicht zu ver» jtffen. Oane Zweifel war er erst während des Lvent» glkommen, auch wollte er vom Gastgeber licht bemerkt werden, weshalb er dessen Begegnung sirgsam vermied, und die ganze Zeit im Park «erbrachte, wo ihn Niemand weiter veachtete. Man Hütte glauben mfLut, er würe nur ge« kommen, um die Alleen de« Gartens, sowie die ntlegenen Gebüsche desselben in Augenschein zu »chmcii, diese zu zählen und zu prüfen. Bald stand n hier, bald dort im Schatten eines Baumes und beobachte tc das HauS wie ein Architekt, der irit einem Entwürfe deftüftigt ist. AIS der erwähnte junge Gelehrte, den er allem Anschein nach kennen mußte, gerade wieder gedankenvoll an ihm vorüberging, da überflog eine lichte Reihe fein Gesicht. Eine Weile schien er «ntntschlossen, dann aber verfolgte er denselben aus Schritt und Tritt bis in die Gallerte, wo die besagten Jongleure ihre Vorstellung gaben. Unbemerkt näherte er sich ihm hier, und in dem lugenblick, als die Vorstellung beendet und die Gäste durch den schrillen Ton einer kleinen Glocke in den nahedtlegenen BambuSsaal gerufen wurden, ao sich der letzte Act deS Festes abspielen sollte, schnitt er mit der Spitze eine» in seinem weiten Aermel verborzenen Dolches daö Bond durch, mittelst dem der Lackfächer des jungen Mannes an dessen Gürtel befestigt war. Dieser seltsame Diebstahl wurde so geschickt ausgeführt, daß der Gelehrte nicht bemerkte. Die Menge drängte in den Saal, der Dieb aber trat zurück und eilte verstohlen in den Garten, wo er sich nahe dem AnSganz der Gallerie hinter einen Baum verbarg und auf Jemanden zu lanern schien. Nicht lange währte e», so verließ Herr Lin wiederum allein daS HauS. Er warf einen liebe-voll sehnsüchtigen Blick auf daS Zimmer seiner jungen Frau, welche» er nach Verlauf einer halben Stunde endlich betreten durfte. Der geheimnißvolle Fremde hatte ihn von seinem Bersteck aus wohl bemerkt und verlor ihn nicht mehr aus den Auge. Fächer und Dolch in feinem Gelvande verbergend, folgte er ihm, immer den Schatten der Bäume suchend, dann schlug er eine Allee ein, die parallel mit derjenigen lief, die Lin gewählt Hute. Wahr-fcheinlich wußle er, dbß einige hundert Sch itte weiter, bei einem dichten ^actu»- und Aloen-Ge« büfch die Wege sich kreuzten. Hier wie im hinteren Theil deS GartenS war eS jetzt, nachdem die Illumination so ziemlich erloschen, ganz dunkel. Zwanzig Minuten später, in dem Augenblick, als die letzten Gäste Lin'S die Schwelle des großen Salons überschritten, um sich nach Canton zurück zu begeben, wurde ein dreimaliges leises Klopfen am Vorzimmer des HochzeitSgemachS der Liou« Siou vernommen. Die Dienerinnen sprangen auf, der Sitte gemäß verhüllten sich ihr Gesicht und eilten der Thüre zu, die sie dem Klopfer, dem nunmehrigen Gemahl ihrer H:rrin arglos öffneten, worauf sie das G-mach verschließend, sich in die oberen Räumlichkeiten de» Hause» zurückzogen. Ein tiefe» Schweigen lagerte sich über der Villa, nur noch auS der Ferne gab daS Flußecho die monotonen Gesänge der Schiffer und Sänften« träger wieder, welche die Eingeladenen deS Herrn Lin heimbrachten. Zweites Capitel. Eine schrecklich« Entdeckung. Die chinesischen Häuser sind keineswegs so unwohnlich, wie wir Europäer sie unS im Allgemeinen vorstellen, und wenn auch die Architekten des Landes das schwere Baumaterial, als da sind Steine und Marmor, gemeiniglich nur für die Paläste uns Tempel verwenden, so läßt sich doch nicht verkennen, wie sie auch für wohlhabende Privatleute recht angenehme und wohnliche Gebäude zu errichten wissen, die mit den Sitten und Ge-bräuchen deS Landes und ihrer Bewohner im vollkommensten Einklang stehen. (Fortsetzung folgt.) betn Ausschüsse überlasse zu entscheiden, wie diel Exemplare in deutscher, französischer und englischer Sprache gedruckt werden sollen. DaS Bündchen wlirde 5 Tondruckbilder und 13 — 15 Holz-schnitte im Texte enthalten und in der gleichen brillanten Ausstattung erscheinen wie alle vorherge« henden. Eine nur 32 Octavseitcn starke 3 Tondruck-dilder und 8 — 10 Textillustrationen enthaltende Broschüre wlirde eine Subvention von nur 1000 Mark erfordern. Sollten Text und Orginal« illustrationen von hier au« geliefert werden, so tritt selbstredend eine Reduction ein. — In der letzten Geweinderathssitzung wurde diese Ange> legenheit der Finanzsection zur Berathung und Antragstellung überwiesen. E« steht zu erwarten, daß dieser Gegenstand in Bälde zu einer beider» seitS befriedigenden Vereinbarung gelangen wird. E« ist aber auch hohe Zeit, daß die landfchaft-lichen Reize der emporstrebenden Sommerfrische Cilli über die Grenzen de» Vaterlandes hinau» bekannt werden. Darum keine Opfer gescheut! Der Fremden» zufluß und der damit verbundene Aufschwung unserer Stadt muß. wir sind dessen gewiß, reich-lichen Lohn bringen. (W o l k e n b r u ch.) In der Nacht auf den 18. d. ging im obern Sannthale ein Wolken, bruch nieder, welcher eine plötzliche Inundation der Sann verursachte. Die überaus mächtigen Fluthen überschwemmten Fluren u. Straßen, Hoden ein Joch der Sannbrücke u. zerstörten die Lehn« doifer Brücke, deren Gebälke sogar den hiesigen Sannsteg in ernstliche Gefahr brachte, fluch Hau», thiere wälzten die Wogen mit sich. Der Stadt« park war diesmal gleichfalls inuudirt. Stellen-weise floß in demselben da» Wasser in der Höhe von einem Schuh. Doch ebenso rapid al» das Hochwosser gekommen war, lief eS auch ad. (G u st a v-A d o l f-V e r e i n.) Die am 17. d. zu Dortmund abgehaltene Generalversammlung deS deutschen Gustav - Adolf» Vereines übergab 80,000 Mark zur Sücularfeier der Toleranz« Edicte in Oesterreich dem gleichnamige» Vereine in Wien, um dort eine PensionS-Anstalt für evangelische Lehrer u. Prediger und deren Hinter» blieben« in'« Leben zu rufen. (Der neunte internationale Getreide- und Saatenmarkt in Wien) findet am 29. und 30. August l. I. in der Rotunde de» WeltauSstellungSpalasteS im k. k. Prater statt. Nach dem Programme ist der 29. August dem Vortrage von Erntederichten, der 30. August den Geschäften gewidmet. Anmeldungen zur Theilnahme werden von der Wiener Frucht-und Mehlbürse entgegengenommen, woselbst auch daS Programm der mit diesem Saatenmarkte ver-bundenen Festlichkeiten zu haben ist. (Ein strenger Winter in Sicht.) Die Wetterpropheten stellen für dieses Jahr einen sehr strengen Winter in Aussicht. Das jetzt zur Blüte gelangte Heidekraut zeigt feine Blüte bis an die Spitzen der Stengel. Nach Jäger- und Landmannregel soll die» unfehlbar einen strengen Winter verkünden. (U e b e r s ch w e m m u n g.) Da» Thal von Eisnern (Krain) wurde durch einen Wolkenbruch gänzlich überschwemmt. Der Schaden, den das entfesselte Element an Häusern und Brücken ver-ursachte, ist enorm. Alle Straßen wurden zerstört. (Corpora delicti.) Das Kreisgericht Cilli erläßt eine Kundmachung, daß daselbst aus verschiedenen Strafsachen Effecten erliegen, deren Eigenthümer unbekannt sind. Die betreffenden Eigenthümer werden daher aufgefordert, sich binnen Jahresfrist zu melden und ihre Rechte nachzuweisen. (Zur Hundecontumaz.) Das Verbot de» Stadtamte», Hunde in öffentliche Locale mit-zunehmen, wurde von der überwiegenden Mehrheit unserer Bevölkerung froh begrüßt, waren ja doch selbst in contumazlosen Zeiten fortwährend gegen die gedachte Unsitte Klagen laut geworden. Alle Gast- und KafscehauSbcsi'cher, soweit sie nicht selbst Hundebesitzer sind, freuten sich, für die Zukunft b»«m Effcn, Trinken, Lesen oder Spielen, nicht mehr durch das Gekläffe oder Beschnüffeln der mitunter sehr ungezogenen Köier belästigt zu werden. Diese Freude soll jedoch nri'Jtr getrübt werden, denn wie wir erfahren, circulirt gegen-wartig eine Sturmpetition zur Unterschrift. In derselben wird der Gemeinteausschuß ersucht, die drakonische Maßregel des StadtamteS aufzuheben. (Die Katze läßt da« Mausen) und der tschechische Pöbel daS Demonstriren nicht. So nahm der süße Mob von Prag in der Nacht auf den 18. d. wieder Anlaß vor dem deutschen Lasin'» seinem Nationalgefühle durch Pfeifen und Johlen Ausdruck zu geben. Der Polizei gelang es diesmal die Demonstranten rasch zu zerstreuen. (8 i t a c u i s s e s !) Die Redaction der zu Marburg erscheinenden Versöhnungspflanze beglückt uns mit einer Berichtigung, welche wir dem Preß-gesetzt gehorchend an anderer Stelle veröffentlichen. Wir entnehmen derselben, daß der Abgeordnete Dr. Foregger am 12. Juli die „Südsteirische Pos'" ermächtigte, zu constatiren, daß er seit seirer Wahl in den ReichSrath keinen Augenblick VerwaltungSrath war. Da» Ehrenbtättchen jedoch, welche» lange genug seine Leser diesbezüglich narrte, nahm von dieser Ermächtigung, die doch eine klare Aufforderung zur Berichtigung war. erst am 29. Juli Notiz u. z. über neuerliches Einschreiten Dr. Foregger'S. ES umging daher da» Preßgesetz, welches die Veröffentlichung einer Berichtigung in einer der zwei zunächst erscheinenden Nummern fordert. Wir wollen indeß von der zur Schau ge-stellten Begriffsstützigkeit der „Südsteirischen Post" absehen und auf Grund der un» zugesendeten Be-richtigung eine neue Lüge der Redaction deS genannttn Blattes constatiren. Als nämlich Dr. Duchatsch in Marburg von der Redaction der „Südsteirischen Post" eine Bescheinigung über da« Schreiben Dr. Foregger'S vom 12. Juli verlangte, wurde letztere» einfach abgeleugnet. Heute dagegen scheint der Redacteur seine Lüge bereit« vergessen zu haben, denn der Erhalt de« Schreiben« vom 12. v. M. wird nunmehr ein-gestanden. Zum Schlüsse halten wir e« au« für erwähnenSwerth, daß die uns zugekommene Be-richtigung von Dr. G r e g o r e c geschrieben und vom verantwortlichen Strohmann Leon unter-schrieben ist, daher da» kurze Gedächtniß der Re-daction mit dem frommen Spruche „Die rechte Hand soll nicht wissen wa» die linke thut", zu entschuldigen ist. Uriv.-Zelegr. d. „ßissier Zeitung." Wien, den 20. August. Ein officiöse» Blatt meint, die Abänderung der autonomen politischen Verwaltung köi'ne nur durch den ReichSrath und nicht durch die Landtage geschehen. Wien, den 20. August. Kronprinz Rudolf trifft am 24. August in Prag ein. — Die Begegnung unseres Kaiser» mit dem Könige Humbert von Italien wird nach Schluß deS Herbstma-növer stattfinden. London, den 20. August. DaS Befinden des Präsidenten Garsild gestaltet sich besser. Die Drüsenentzündung ist allerdings noch nicht behoben. Buntes. (Da» „G in bet Politik) spielt jetzt eine bedeutende Rolle. In Rußland regiert Gortswa?off, in Griechenland Gcorgio», in Eng-land Gladstone. in Frankreich regiert Grevy und hinter der Coulisse Grmbetta; Algier hat seinen G^öoy, Italien besitzt Garibaldi und in Amerika ist gegen l.en Präsidenten Garfield von dem Attentäter Guiteau ein Anfall versucht worden. (In einer Gesellschaft) wurde kürz-lich die Frage aufgeworfen : „Ist e» unrecht, einen Rechtsanwalt zu betrügen?" Die Majorität (titschten sich für die Antwort: „Unrecht nicht ober fo schwer ausführbar, daß eS sich nicht der Mühe lohnt." (Der neue K o m e t) ist bereit» mit freiem Auge sichtbar, jedoch nur de» Morgens. Seine Bahn geht nordwestlich dem großen Bären zu. Fremden - Verzeichnis vom 17. bis 20. August-Hotel örzheszog Johann: Oral, Kaufmann. Krumbaar, Bahnbeamter. Cjibulka, k. f. Major, Weghuber, Uoffetittfgattin, s, Win, — Wostrn, Creditanslaliideamter, MarcuS, Student, S. B v. Segle, Student, f. Trieft. — Wo ist von Wolffenberg. pens. 11. Oberst s, Tochter Laidach. — Kueka, Privat Neusatz. — Rickardt, k. k. Eleuer-Reserenl Prag- Hotel Elefant: Verzan, Privat, fioieoar, Ingen, Gea». — M Ogom Privat Laibach — ttriefcUt, k t Lberlieut-, Bös Stadtbaumerster, Keller, f l. Lberlieul, Gräfin Zaw Private, l?dle v. Stein, Private, s. Wien — Mo ni s. Frau Budapest. — Lowinger. Privat Kanischa. • Dobnik, f. f. Pros Mailand — Rilo, l ! Profesi Padua — Ran. Kaufm. Tries». — Fürstin v. Bru» HerrschastS-Besitzeri» L nj. Hotel iveiier OchS: Meifiner, Steil Wien. — Hirländer, Privat f Famil Barazzutti, Malermeister, Gea,. — B> uckdräu, Prill Travnik. — Dr. v. Alimonba, Privat Triri«. — Bern« Kamm.. Szabolies, Privat Ciakalharn. — Pinter, Kauf, Salzburg- — Krämer. Kauf«., Hcherrhausen. — Jen! k. k. Gymnasialprofessor Gör;. Eingesendet. Löbliche Redaction der „Cillier Zeitung" in Cilli. In der 62. Nummer Ihre» Blatte» bracht«» Sie fub „Kleine Chronik" unter („Der Bint muß") eine unrichtige Darstellung unserer Affaire mil Herrn Dr. Foregger, welche wir unter Bezug« nahm« auf § 19. 2t. und 22. de« geltend» Preßgesetze« also berichtigen zu wollen, hiemit höflichst ersuchen: Herr Dr. Foregger sandte un« ein vom 12. Juli d. I. datirte» Schreiben zu, au« welchem wir entnahmen, daß er zur Zeit der Wahlen i» den ReichSrath im Jahre 1873 nicht mehr Ver« waltungSralh der Vororte-Bark gewesen und seit-her «ine solche Stelle niemal» eingenommen habe. Zur Veröffentlichung deffen hat er un» nur „er« mächtigt". Von seinen materiellen Beziehungen zur „Cillier Zeitung" that er keine Erwähnung. Nach m Wien eingeholten Erkundigungen wollten wir eben einen Artikel über den Herrn Dr. Foregger schreiben, al« un» dessen schriftliche Aufforderung am 29. Juli d. I. zugestellt worden ist: eint förmliche Berichtigung in unser Blalt aufnehmen zu wolle». Wir entsptachen diesem Begehren in der Nummer 35 unsere« Bialle», inoem wir un« wörtlich an die Bestimmungen de« § 19 de» Preßgesetze» hielten. Ein Einschreiten der Staatsanwaltschaft war also hier gar nicht möglich und ist übrigen« un« vor der Lektüre der Nummer 62 j der „Ctllier Zeitung" davon nichts bekannt ge« worden. Für die Redaction der „Sudsteir. Post." Johann Leon: Eilenvatin- Kaörordnung. Richtung W i e a « T r i e st. Ankunft Absabrt Taaes>Sil;ug................ 3.40 3.42 Nachm. Nacht Eilzaq................. 3.84 3.3<: Nacht«. Postzuj,.....................11.32 11.42 Mittag. Postzug.....................11.42 11.47 Nachts. Gemischter Zug.............. '>.22 5.30 Nachm. Richtung Triest « Wien. Anlunsl Abfahrt ifl TageS Eilzug................ 1.12 1.14 Nachm. Nachl-Eilzug.................12.24 12,26 NachtS. Postjug..................... 3.55 4.01 Früh. Postjua..................... 4.2« 4.32 Nachm. Gemischter Zug.............. 9.11 9.19 Bonn. Tecundärzug ab Cilli 6 Uhr Früh Ank. Laibach 9 Uhr 24 M Vorm. ad Laibach & Uhr 45 M. Abd«. Ant. Cilli 9 Uhr 4 M. AbbS. Hourse der Wiener Aörse vom 20. August 1881. Goldrente...........94.21) Einheitliche Staatsschuld in Noten . 77.60 „ . in Silber . 78.35 1860er Slaa'.«-Anlehcn»lose .... 131.75 Baukactien...........836.— Creditactieu...............362.70 London............117.65 Napoleond'or.......... 9.341/» f. k. Münzducatcn........ 5.55 100 Reichsmark.........57.35 Brüder Hitz Hopfen-Commissionsgeschäft, ftfrnehtuen Consignationslagcr zum comiisionellen Verkaufe xu den coulantesten Bedingungen. OC Auf Tcrlangen Referenzen der ersten f0~ Hopfenprodneenten Stei«ruinrkn. M SÄiJA^l in (iraz, Albrechtsgasse Nr. 5, l empfiehlt irh zur schnellen und billigen He-Mrgunit aller im In- und Auslande rrwliieneucn 1 Bücher, Zeitschriften. Broschüren etc. kathol. Tendenz. Auf Wunsch werden gerne Ansicht»- und Auswählst ndungen franeo cffec-I tuirt und findet jeder, auch der kleinste Auftrag (sorgfältigste Erledigung. 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Gegen diese schweren Leiden gebraucht« ich das „Breslauer Universum" und muss es dankbar anerkennen, dass mir dieses Mittel geholfen hat. Schon während des Gebrauches der ersten Flasche spürte ich bedeutende Erleichterung und bin nun nach Gebrauch der zweiten Flasche von meinem Cebel befreit und ganz gesund. Auch meine lljährige Tochter, welche gleichfalls an gänzlicher Appetitlosigkeit, Mattigkeit d er Glieder, ausserdem noch an einem Flecken-Ausschlage litt und mit mir von dem Universum gebrauchte, bekam durch den Gebrauch wieder gesunden Appetit und ihre frühers Munterkeit, der Ausschlag verlor sich, so dass wii Beide nun durch das Breslauer Universum unsere Gesundheit wieder erhalten haben. Getertigter fühlt sich daher verpflichtet, dem Herrn Oscar Silberstein in Bres-lau für dieses treffliche Mittel seinen wärmsten Dank hiemit auszudrücken und allen ähnlich Leidenden das heilsame Breslauer Universum bestens anzuempfehlen. Andreas Wührer in Ternberg. A iimorUmig. 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Noch dem vom Generalrathe der österr-ung. Bank beschlossenen Normale vom 4. Augnst d. I. für die Umwechslung unbrauchbarer und der Theilvergütuug beschädigter Banknoten ü 10 fl. vom Jahre 1fc80 werde» unbrauchbare Banknoten, au« deren Be-schasseuheit selbst sich ergibt, daß dieselben mit Absicht einer Veränderung unterzogen und hie-durch für den allgemeinen Verkehr in der österr.-uugar. Monarchie unbrauchbar gellt acht wurden, daher insbesondere alle mit fremden Zusätzen versehenen, überfchriebenen, Überdruck-teil, übermalten, stampiglirten, mit Schrift-zeichen perforirten oder sonst in ihrer äuße-ren Form irgendwie abgeänderten Banknoten, wenn gegen deren Echtheit kein Zweifel be-steht, von den Bankanstalten noch bis 15. September 1881 im vollen Nominalbetrage in Zahlung und zur sofortigen kostenfreien Umwechslung angenommen. Werden nach Ab-lauf dieses Termines derlei absichtlich ver-änderte, jedoch unzweifelhaft echte Banknoten den Bankanstalten iu Zahlung gegeben oder zur Verwechslung überbrncht, so hat der Ueber-bringet' als Ersatz für die Fabrikations- und Mampulations-Kosten fünf Kreuzer pr. Stück zu entrichten. Auch die am 6. d. M. in statutenmäßiger Weise erfolgte Verlautbarung dieser Bestimmung ist das Publicum gewarnt und durch die erwähnte Frist, während wel- j chcr die Bankanstalten derartige Noten coulant umwechseln werden, in die Lage gesetzt, sich gegen Nachtheil zu schützen. Demzufolge wer- ' den die k. k. Sassen uud Aemter angewiesen, Noten der bezeichneten Art nunmehr bis 15. Septeniber 1881, und zwar im volle» No- 1 minalbetrage anzunehmen, von diesem Zeit- ! punkte an aber unbedingt von der Annahme auszuschließen. WaS zu Folge hohen Finanz-Ministerial-Erlasses vom 9. August d. I., Z. 4276 intunirt mit Erlaß des hohen k. k. Statt« halterei'PräsidiumS, Er!. No. 2625 zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Stadtamt Eilli, den 16. August 1881» Ter Bürgermeister: M Ar. Äeckermann. Die gefertigte Repräsentanz beehrt sich die P. T. Herren Landwirthe höflich aufmerksam zu machen, dass sie nebst Versicherungen aut Gebäude, Jlcfcilar aller Art, Vorräthe, Vieh etc., auch die Versicherung der Feld- und Wiesenfrüchte gegen Brandschaden zu möglichst günstigen Bedingungen übernimmt. Bezüglicho Auskünfte werden bereitwilligst im Bureau der Repräsentanz, sowie bei den Agentschaften ertheilt und Versicherungs-Anträge entgegengenommen. General-Direction in Graz der ung.-französ. Versieherungs-öesellschast. Herr Gust. Gollitsch, Hauptplatz in Cilli, ertheilt bereitwilligst bezügliche Auskaufte und nimmt Versicherungsanträge entgegen. Druck und Verlag Ton Johann Rakuscli ia Cilli. Verantwörtlicher Redacteur Max B^souL