Schrift! eituvg: R»ch«>«gasse Ihr. &. WH>n *t. »l. tstmrtoa. «» ,»»>»»» 11*114 sa« Mutw '« C«nn-i.Rrin-•M Ms II—» Uti-- fpMMNfta ■«»« Ml Maral»!« Et»-m-i» *rU«at»ji. ■ * 11 # I i | a * | • a ' »i» Vamlliu gtgra ha fcft- «ftttlrm rnlgr;t». üft-liinifn Vtdt- M .VnllAt ©o4t" rrtitd« l*n Wtt**4 aal Coaiiui •«(UM. MHkattaffca-Xtat* J«.»oo. tfÄ vtr«oltu»q: ff*. ». TiU«|«a Kt. II, tatrrartaa Dar« »U V»(l j . . . » I N »flktltti« . . . . K I M «»Mliid'l, lf» »Ux «ITM ant nlikii in« Haa« : Kanal»* . . . . k rto «textdUMt AalUDMl •aaiit^ill . . . . K U--3«r« »ull.al fich tu •t»**litrti»r weisen auf die kürzlich im Beilage des Vereines Südmark erschienene Flugschrist über Besiedlung, die unter dem Eindrucke der Cillier Beschlüsse von dem leider zu früh verstorbenen Hauptleitungsmitgliede Dr. Haa« versaßt wurde und kostenlos jedermann zugestellt wird. Nur ausgerüstet mit heißer BolkeS-liebe und reichem Idealismus konnte man sich ans Werk wagen. Daß eS anfangs manches Lehrgeld kosten werde, war unschwer vorauszusagen. Die BesiedlungStätigkeit von Egydi hatte unter Leitung fce* Herrn st. Fraiß die Leistungsfähigkeit de» Ber-eines, dessen Arbeitsgebiet sich von Südtirol bis an die ungarische Grenze hinzieht, so übermäßige An-forderungen gestellt, daß ihm eine schwere wirt» schaftliche Krise drohte und von allen Seiten Stim-men laut wurden, man vergesse über der Tätigkeit in Egydi die anderen „Brüder im bedrohten Land". (Nachdruck Verbote«) Z>ie Bwalinnen. „En avant, meine Liebe? Sie sind heute wieder sehr langweilig!" „Die Locke links sitzt etwas schies, gnädige Frau." „Gut, gut! Aber rasch! Und jetzt den Spiegel! Danke! Na ja — ganz nett." „Aber die neue Frisur steht gnädiger Frau doch entzückend.' „Mariette, Sie schmeicheln gern — ich kenne ba«. Nun, ich werde ja hören, was meine lieben Freundinnen sagen. Und nun schnell daS Kleid, aber Vorsicht! Sagt' ichs doch: Porsicht! Da hänge ich mit der Frisur. Mariette, Sie sind wirklich sehr »«geschickt. Ich werde Sie noch entlassen müssen. — Schon gut, — nur keine KrokodilStränen. Sie wissen, ich bin ohnehin viel zu gut mit Ihnen. So. »nd nun die Blumen für die Korsage > meinen Schmuck. Wo sind meine Ringe? So, so. und jetzt schnell Handschuhe und Fächer — es wird die höchste Zeit. Nun, wie sehe ich aus?" „Entzückend, gnädige Frau. Gnädige Frau »erden die Schönste von allen sein." „Mariette, Sie wissen, ich kann die Schmeiche-leien nicht leiden," tadelte Frau Rina, betrachtete sich aber doch wohlgefällig im Spiegel. „Eh bien, eS geht au! Der Wagen schon da? Schön. Meinen Pelz, Mariette." Wohlig schmiegte sich die schöne Frau in die Polster de« leichtfedernden eleganten KupeeS. O, sie wollte heute schön sein! — sie mußte schön sein! — denn sie mußte Siegerin bleiben. — Auch hatte die BesiedlungStätigkeit an einem Man» gel planvoller Uebersichtlichkeit und weitausschauen-dem Vorbedachtes gelitten und verlangte nach Klar' stellnng und Sicherung. Aus dieser Zwangslage heran« — nicht aber weil man den Klerikalen durch weitere Ansiedluug von Protestanten aus Württemberg ein AergerniS zu geben fürchtete — erwuchs jener von einer großen Mehrheit gerade in der untersteirischen Haupiver-sammlung von 1911 (Cilli) gefaßte Beschluß, daß die Hauptleitung einerseits da» Tempo in der Fort« sührnng des großen Unternehmens mäßige, ander-feitS aber auch „der Sicherung des bedrohten Sprachgebiete» in Untersteiermark, Kärnten und den übrigen Kronländern des Tätigkeitsbereiches der Südmark ein erhöhtes Augenmerk znwende." Ob es nun der im Sinne gedeihlichen Wirken» an der schwerbedrohten Sprachgrenze richtige Schritt war, einen neue» Schutzverein zu gründen, kann die Süd mark schon au« Gründe» des Taktes nicht selbst entscheiden. Zweifellos dürften nun, wie das „All-deutsche Tagblatt" in seinem Aussatz „Für die Heimstatt" am 2.'!. LenzmondS 1913 sagt, viele Stimmen laut geworden sein, die meinten: „Wieder ein neuer Berein, das muß ja zur vollständigen Zersplitterung unserer völkische» Abwehrkräste süh-ren!" Wir müssen nur eine Frage auswerfen, ob die Berechtigung einer solchen Neugründung damit nachgewiesen erscheint, wenn — wie es an derselben Stelle heißt — die BesieZlungS- und Bodenschutz-beweguug durch sie keineswegs eingedämmt und ge-hindert wurde. Die Südmark hat zu der Bewegung nun über «in Jahr lang stillgeschwiegen, ist aber nun, da jede Werbetätigkeit für den neugegrnndeten Verein „Heimstatt" mit dem Hinweis auf das Ber- In Frau Rinas hübschem Köpschen wirbelten ehrgeizige Hoffnungen. DaS erste Mal hatte sie aus Liebe geheiratet. Es war eine Torheit gewesen — eine jener vielen enttäuschten Ehen. Die Liebe hatte nicht standgehalten und man war auseinander ge-gangen. Ein jedes hatte seinen Weg gemacht. Ihr Mann irgendwo drüben in Amerika: sie dank der hübschen Erbschaft, die, wie vom Himmel gefallen, ihr von einer entfernten Verwandten zugefallen war. Aber Frau Rina dachte durchaus nicht daran, sich mit ihrem Gelde gleichsam ausS Altenteil zu setzen. Sie hatte ehrgeizige Pläne. ES lebte sich so ja zu ungebunden ; aber sie spielte doch nicht die Rolle, von der sie träumte. Und zn einer wirk> lichen Position sollte ihr erst Carl Max von «nd zu WenderSbach verhelfen. Carl Max war jung, war reich, unabhängig, tonangebend. Kein Wunder, daß manche Heiratslustige nach ihm ihre Netze auswarf. Allein, Frau Rina fürchtete nur eine, Miß Sthel. Diese Ethel mit dem Tizianhaar, den Soubretten-allüren nnd dem gewissen Schmiß, den alle, die dem Sport huldigten, so entzückend sanden, dieses Sport-girl mit den amerikanisch-sagenhaften Millionen — das fühlte sie, konnte ihr gesährlich werden. Denn auch Carl Max war ein pensionierter SportSmann — sie aber hatte nie etwas übrig gehabt für Ten-nis- und Golfspiele. Höchstens fand sie einen Ritt auf edlem Vollblüter reizvoll, wenn das Tier hübsch zahw sich zeigte, denn sie war keine firme Reiterin. Heute aber fühlte sie sich als die Stärkere. Das Parkett, der Salon waren ihre Domäne, nnd heute wollte sie alle Trümpse ausspielen, die Rivalin auszustechen. Mit einem Blick gewahrte sie, als sie sagen der Eüdmarkhilfe begründet unv gerechtfertigt wird, nicht zum Zwecke der Bekämpfung eines an-deren deutsche» Schutzvereines, sondern um ihren eigenen Namen von der Anschuldigung zweisethafter Gesinnung nnd unzureichender Willenstraft zu rei-nigen, gezwungen, der Oeffentlichkeit Rechenschaft zu erbringen, wie sehr ihr nach wie vor St. Egydi, das ihr so schwere Opfer gekostet hat, am Herzen liegt. Schon die Hauptversammlung der Südmark in Salzburg im Jahre 1912 brachte folgenden einstimmig gefaßten Beschluß: „In Ergänzung des Be-schlusseS der Eillier Hauptversammlung des Jahre« 1911 wird die Hauptleitung aufgesordert. unbe schadet des BodeuschutzeS an der Sprachgrenze der Fortsetzung der geschlossenen Besiedlung im Süd-markgebiete als einer der Hauptausgaben des Ber-eines Südmark ihr Augenmerk zuzuwenden und hie-für nach Maßgabe der vorhandenen Mittel einen Betrag von mindestens 100.000 Kronen jährlich in Aussicht zu nehmen und über die Berwendung des» selben in der nächsten Hauptversammlung zu be-richten." Damit ist wohl klar ausgesprochen, daß die Südmark, der größte nnd älteste wirtschaftliche Schntzverein der österreichischen Alpenländer, in dem unsere ganze Kraft zur Abwehr des Gegners zu-fammengefaßt werden soll, start genug ist, auch über dem von ihr allein begonnenen Werke von St. Egydi noch weiter ihre schützende nnd fördernde Hand zu halten. Hier gilt also nicht der Grundsatz von den Vorteilen der Arbeitsteilung, wo geteilte Arbeit doppelte ArbeitSträstt und daher doppelte Auslagen voraussetzt. Die BesiedlungStätigkeit in Egydi erfuhr demnach in der Südmark auch »ach Miß EthelS ansichtig wurde, ihren Borteil. Nein, die Ueberladenheit der Toilette mochte zur Dollar-Prinzessin passen — aber rosa stand wirklich nicht gut zu Miß EthelS roten Haaren, und ihre etwas hagere Figur vertrug das Dekolletee entschieden nicht. Trotzdem hatte die reiche Amerikanerin natürlich einen ganzen Stab von Berehrern um sich, aus dem sich bei Frau RinaS Erscheinen nnr Carl Max los-löste, um sich der schönen Frau zuzugesellen. Bewundernd prüften seine Blicke ihren Wuchs, ihre geschmackvolle, lindenblütensarbene Seidenrobe. Ein stolzes Gefühl ließ ihre Augen in noch inten-siverem Blau leuchten, ihre Wangen sich rosiger färben. O, sie wußte, sie hatte heute ihren beau-jour. Mariette hatte nicht gelogen. Und mit Ueberlegnng nahm sie neben Miß Ethel Platz. Alle — aber vor allem der eine, sollte vergleichen — sie konnte ihrer sicher sein. Noch nie halte man Frau Rina so angeregt gesehen. Alle waren entzückt von ihrem Charm. Man drängte sich um einen Tanz, man huldigte ihr und beneidete Carl Max, der sie zu Tisch führen durfte. Die Hausfrau machte ihr Komplimente und eine alte Exzellenz bat um den Platz an ihrer an-deren Seite. Frau Rina hätte zufrieden sein können, und doch legte sich im Lause des Abends eine leichte Wolke über ihre Stirn. Ihr Tifchherr zeigte sich aussällig schweigsam, sast melancholisch, ein Zustand, der immer mehr zunahm. Frau Rina. ansang« be-fremdet, begann sich leise zu ärgern. Wa« hatte «fite S K^chche Wacht der Hauptversammlung von Cilli keine» Stillstand-, !» wurden vielmehr zu diese» Zwecke seither fol» gende Summen aufgewendet: Von der Hauptver-Sammlung 1911 bis jum Schlüsse de« Jahre« 1911 »irka 20.000 St, 1912 zirka 80.000 St und 1913 bisher zirka 30.000 K, somit zusammen zirka 130.000 St. Daß die Südmark seit der Cillier Hauptver-sommlung die Besiedlung nicht eingestellt hat, er-hellt auch au« der stattlichen Anzahl der seither neu angesiedelten Familien, oon denen neun im Jahre 1912 und vier heuer zugewandert sind. Ihre Ge-famtkopszahl stellt sich aus zirka 64, wodurch da« Deutschtum im geschlossenen Besiedlung«gebiete zwei-felloi einen starken Zuwachs erfahren hat. Bi« aus ei»en Handwerker betreiben alle Familien die Land-wirtschaft. Die Gesamtgröß« ihrer Besitzungen be-läuft sich auf 230 Joch. Davon wurden seit der Hauptversammlung in Cilli neu angekaust vier Be-fitzungen im GesamtauSmaße von 67 Joch. Weiter» sei bemerkt, daß der Verein, der sich seither wirtschaftlich wieder erholt hat, nun mit «euer Traft und mit noch reichlicheren Mitteln Sie aus kurze Zeit etwa« eingeschränkte Besiedlung»tätig-keit in und um St. Egydi-Tunnel mit Verwertung der gemachten Ersahrungen kraftvoll fortführen wird. Demnach glauben wir ein Recht daraus zu haben, alle unsere Volksgenossen einzuladen zur tätigen Mithilse an unserem guten Unternehmen, ganz besonders aber alle jene, die Freunde und Förderer des Besiedlungsgedankens sind. Dr. Rob. Janeschitz, Mitglied des BesiedlungSausschusses der Hauptleitung. Mulari. Endlich rückt die europäisch« Polizei gegen den König Nikita aus, die Großmächte veranstalten vor den zwanzig Häusern von Antivari eine Flottende-monstration, daS heißt. eS tun auch hier durchaus nicht alle Großmächte mit. Auch konnten sie sich nicht einigen, die notwendig gewordene Zwangsvoll-streckung der von dem Botfchasterareopag über die künftige Zugehörigkeit Skutari» gefällten Entscheidung der am meisten interessierten üsterreichisch-un-garischen Monarchie zu übertragen. ES demonstrieren daher an der montenegrinischen Küste Schiffe der Dreibuudmächte Oesterreich, Deutschland und Italien «nd de« Dreiverband«mitgliede« England. Niemand wird behaupten wollen, daß diese Flottendemonstra- Carl Max? Er hatte ihr doch zu offenkundig von seiner Bewunderung gesprochen. Und sie war zu klug, um nicht zu bemerken, wie seine zwischen ihr und Miß Ethel vergleichenden Blicke immer wieder zu ihr zurückkehrten. Und doch — seine offenbare Verstimmung? Schließlich fragte sie ihn direkt, ob er sich nicht wohl fühle, da er so ausfällig zer-streut sei. Da fuhr der blonde Carl Max sichtlich be-troffen zusammen und stotterte etwa«, au« dem sie nicht klug zu werden vermochte. Aber ihre gute Laune war fort. Sie war zor-nig, daß ihr Carl Max den Abend, von dem sie so viel erwartet, verdarb. — Fortan widmete sie sich fast nur noch ihrem Partner zur Rechten. Der Abend war schon ziemlich vorgeschritten und Frau Rina begann bereit« eine leichte Ab-gespanntheit zu sühlen, als sie, bei einem Durch-schreiten eine« Seitengemache«, plötzlich durch da« Gespräch einiger Herren wieder angeregt wurde. Die Herren, sich unbelauscht glaubend, sprachen ungeniert miteinander, jedensall« laut genug, um von Frau Rina verstanden zu werden. „Teuerster Freund, regen Sie sich nicht auf. Wegen der Bagatelle wird unser Carl Mäxchen doch nicht über die Klinge springen." „Aber Verehrtester," erwiderte eine andere, fette Stimme, „ich weiß doch genau, der Alte gibt nicht« mehr her." „Muß er schon. Trautester, na, nnd im ttbri-gen, wozu die Angst? — Bleibt ihm doch noch die Millionenherrin. Die leckt sich doch schon all« zehn Fingerchen nach ihm.- „Na, und die andere?" tionen etwa eine erhebende, großzügige, großmächt-liche Aktion sei; man kann die Suche betrachten von welchem Standpunkte au« man will, die s«ch« europäischen Riesen im Aufmarsch gegen den monte-negrinischen Zwerg fordern die Spottlust Heraul. Hätte Oesterreich-Ungarn vom Anfang an seine Politik gegenüber den Balkanstaaten auf die Linie der Bestimmtheit und Entschiedenheit gestellt, wäre die jetzige Exekution«fahrt in der stillen Bucht von Antivan sicherlich vermieden worden. Man sollte denn doch glauben, daß die österreichisch-ungarische Monarchie im europäischen Staatenkonzert soviel Stimme besitzt, um sich im Bereiche ihrer Jntereffen selber Ordnung schaffen zu können. Skutari ist kein europäische«, sondern ein nordalbanisches Interesse und Nordalbanien ist eine Art österreichische« Schutz-gebiet. Es ist auch höchst wahrscheinlich, daß die österreichische Flotte, die Demonstration genau so gut oder besser besorgt hätte, al« die Schiffe der Mächte, die höchstens pro forma einen Kommandanten haben. Und wenn man ernstlich „demonstrieren" will, so liegt für Oesterreich-Ungarn Cetinje nicht außer Griffweite. Nun handelt e« sich bei der Skutarisrage allerding« um etwa« andere«, al« nur darum, den mon-tenegrinifchen König zu veranlasse», Entscheidungen der Botschasterkonferenz anzuerkennen. Wenn Sku-tan auch nicht am Meere liegt, so ist e« doch vom Meere zu Schiff über die Bojana zu erreichen und e« darf daher in eingeschränktem Sinne als adria-tische Küstenstadt bezeichnet werden. Zn allen Kämpfen, di' im Westen des Balkans geführt wurden, ging die Absicht der Serben und Montenegriner dahin, einen Teil der avriatischen Küste in die Hand zu bekommen. Der Plan, ein selbständige« Albanien zu schaffen, fand auch nur deshalb so heftigen Widerstand, weil sich dieses Albanien den serbisch-monte-negrinischen AnSdehnungsgelüsten als ein säst un-überwindlicheS Hindernis in de» Weg legt. Da aber Albanien nun einmal nach dem Ratschlüsse der in London versammelten Staatsmänner geschaffen wer-den soll, so sind Serbien und Montenegro bestrebt, da» künftige Albanien wo immer nur möglich ein-zuschränken und feine politische, nationale und wirt-schastliche Existenz fähig keit zu beeinträchtigen. Sku-tan ist für Albanien eine LebenSnoiwendigkeit, nnd wenn die österreichisch-ungarische Monarchie sich die östliche Adriaküste und die Freiheit feines Seewege« sichern will, so darf eS unter gar keinen Umständen die beiden serbischen Staaten, die auf Jahrzehnte hinaus Oesterreichs Feinde bleiben werden, in die Möglichkeit versetzen, ein schwache« Albanien bei der erstbesten Gelegenheit, sei es mit den Mitteln der Politik, sei eS mit der Gewalt, unter ihre Herr-schast zu bekommen. Oesterreich-Ungarn ist in Ge-sahr, sein Ansehen zu verlieren, wenn sein Vorgehen auch weiterhin seine Energie vermissen läßt. Dann aber ist auch seine Handelsschiffahrt gefährdet, ja e« müßte in der Zukunft besorgen, Dalmatien mit ..Die schöne Rina? Bah — so tief wird er nicht bei ihr engagiert sein, daß er nicht lo« käme. Uebrigen«, süperbe« Weib! Heute sieht sie blendend au«. Die Schultern! Na, aber davon kann man höchsten« in den Flitterwochen leben. Paffen Sie aus — jetzt gewinnt Miß Ethel das Rennen/' „Wird ihm schon nicht« andere« übrig bleiben." „Darum auch seine Leichenbittermiene'. Armes Carl Mäxchen!" Frau Rina hörte noch da« meckernde Lachen der fetten Summe. Dann war sie wieder bei der Gesellschaft. Da stand Carl Max neben M>ß Ethel und plauderte angelegentlichst mit ihr. O, er beugt sich vor dem Geldsack! dachte Frau Rina, ihr Spitzentaschentuch zerknüllend. Und seine und ihre Blicke trafen sich. Der seine war traurig. Vergleich — ich kann nicht ander«! meinte Frau Rina in diesen Augen zu lesen. Ihr Herz zog sich weh zu-sammen; aber ihr Mund lächelte der alten Exzellenz zu, die sich fortan eifrig um ihre Gunst bemühte. Frau Rina aber hörte nur mit halbem Ohr aus die Courtoisie des alte» Hosmanne«. Sie sehnte sich plötzlich heim. Sie fühlte sich um Jahre älier Am liebsten hätte sie sich all den Plunder, ihre schönen Einstecklocken, ihren Schmuck, ihr kostbare« Kleid vom Leibe gcrissen, so beschämend empfand »e diese ganze Komödie, die ihr hatte helfen sollen, sich ein neue« Glück zu sichern: ein Glück? War ihr denn nicht nur um die Position zu tun gewesen? Auch um den Mann? War e« nicht nur der Neid aus die Rivalin? Sie wußte e« selbst nicht mehr klar. Nur sort wollte sie, sort. Marieita hatte ein paar schlechte Tage. seinem Hinterland zu verlieren und die slawische Welle würde unaufhaltsam über Trieft hereinbreche». Daß der König von Montenegro e« wagt, de» allerding« nur angeblich einigen Willen Europa» zu trotzen, ist leicht zu erklären, wenn man dedeukt. daß weder er, noch sein Land von Europa viel zu fürchten haben. Einer, der nicht« hat. kann uicht viel verlieren. Und wie muß sein Ansehen und da« Montenegro« in der ganzen Slawenwelt steigen, wenn ganz Europa genötigt ist, sich in Bewegn», zu setzen, um die Stadt Skutari nicht in seinem Besitz gelangen zu lassen f An dem Beispiel von Skutari zeigt sich auch die Zwiespältigkeit und Hin-terhältigkeit der russischen Politik. Während man In Petersburg dem Prinzen Hohenlohe gute Worte »ud Demobilisierungsversprechungen gab, hat Herr Har-wig in Belgrad eifrig daran gearbeitet, die serbische Militärpartei im Sattel zu halteu, um ununter' brachen serbische Truppen an die Adria vorzuschie-ben. Mit Hilfe der Serben wurde auch da« letzte, geradezu verbrecherische Bombardement von Skutari durchgeführt. Die inoffizielle russische Politik benützt die Serben im Sinne jener panslawistischen Ei« flüsse, denen die Friedenspolitik Sasanow« ein Greuel ist, und der PanslawismuS ist eS, der au« Skutari eine den Frieden Europas neuerlich bedrohende Frage gemacht. Die nächste Frage wird Durazzo heißen. Politische Rundschau. Neo-Illyrismus. Unter den Slowenen ist eine Bewegung im Gange, die unter dem Titel „Neo-JllyriSmuS" ans eine Kräftigung der nationalen Sonderstellung de» Slowenentums hinarbeitet. Als literarischer Wort-sührer dieser Agitation kann ein Dr. Rostohar angesehen werden, der feine Ansichten bezeichnender Weife in den tschechischen Blättern vertreten muß. nachdem ihm die Spalten der zwei führenden Blät-ter, des „slovenec" und des „«lovenski Narod" verschlossen blieben. Da« Organ der klerikalen Volks-partei, der „Slovenec", der al« Sprachrohr de« Landeshauptmannes Dr. Schnsterschitz gelten kann, polemisiert nun in scharfer Weise gegen den Begriff Jllyrismus und sagt, diese nationalen Sonderbe-strebungen seien nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich. Die Hauptsache sei, daß die Slowenen von nun an in engere Beziehungen zu allen Südslawe« treten und nach der politischen Einheit aller Süd-slawen innerhalb der Monarchie trachten müsse» Da« sei natürlich, weil alle südslawischen Völker sast dieselbe Sprache "sprechen, weil die nationale Psyche der Slowenen, Kroaten, Serben und Bnl-garen, die besonder« in den Volksliedern zum A»t drucke kommen, dieselbe sei. Wie die Gegensätze zwischen den Kroaten und Serben, den steirische» und Görzer Slowenen unter anderen geschwunden sind, so werde sich dieser historische Prozeß auch i» slawischen Süden vollziehen. Ob die Slowenen da> bei ihre Sprach« werden opfern müssen, da« könne man noch nicht sagen. »Daß un« aber eine einheitliche Schristsprache nur nützen kann, meint weiter der „Slovenec", wird un» auch Dr. Rostohar za> geben, wenn er sich vor Augen hält, daß die slowe-nischen wissenschastlichen Publikationen keine Abneh-mer finde». Unsere nationale „Individualität" — inwiefern? sie überhaupt vorhanden ist — wird keine« großen Schaden erleiden, wenn sie im Südslawe»-tum verschwindet." Die slowenischen Hochschulwiinsche. Au« Laibach wird der „Wiener Deutschen Kor-respondenz" geschrieben: Seit der parlamentarische« Genehmigung der italienischen Rechtsfakultät, werd«» die slowenischen Universttätssorderungen immer kühner und die slowenischen Blätter behaupten mit große» Patho«, daß die slowenische Sprache nunmehr z» einer derartigen Vollkommenheit herangereift sei, daß sie von keiner anderen mehr übertroffen werde und allen Anforderungen eine« nationalen Hochschuld«, triebe« enl'preche. Und doch ist kaum ein halbe« Jahrhundert verflossen, seit die slowenische Sprache erst entdeckt werden mußte, ein Zeitraum, der wohl kaum hinreichen dürste, einen Bauerndialekt, der sich nach und nach aus deutschen und welschen Brocke« gebildet hatte, zu einer akademischen Schristsprache umzumodeln. Trotzdem da« slowenische Zdiom nach dem Zeugni« der windischen Agitatoren bereit« «i»« unübertreffliche Höhe erreicht hat, wird doch fort« während an ihm herumgebessert und e« gibt ein« Anzahl Organisationen, deren sast ausschließlichst Bestreben eS ist, slowenische Fachausdrücke zu sabri- Nummer 28 ijcuisd;c Wacht y •» f * * t *, * " ■ 'ß Seite 3 ziere«. Einen ausgezeichneten Einblick in We Be-„Ahnngen, wie die slowenische Sprache „gemacht" ivird, gewährt die letzte Haupwersammluug de« slowenischen Jngen^eurvereineS in Laibach, bei der eS der Referent al« eine Hanptausgabe deS Vereine« bezeichnete, eine slowenische, technisch.wissenschaftliche Terminologie zu schaffen. Die Absicht, führte der Referent au«, ein technische« Wörterbuch herauSzu-geben, sei vollkommen ungenügend, denn eS sehlen eme ganze Menge Ausdrücke, die erst gemacht wer-den müßten. Es sei notwendig, möglichst schnell jene Worte zu prägen, die täglich von allen Beamten nnd Gewerbetreibenden benötigt werden. Die« könne derart geschehen, daß man die deutsche Hauptbezeich-imng irgend einer Konstruktion oder eine« organi-'chen Teile» einer solchen oder eine« Bauwerkes als Grundlage nimmt und alle bekannten deutschen Au»-drücke, die sich auf die Konstruktion oder Teile der« selben bezichtn oder mit derselben in irgend einer Beziehung stehen, zusammen sucht. Sodann müsse man sür alle deutschen Bezeichnungen slowenische Ausdrücke prägen, und wo solche fehlen, nach Mög-lichkeit kroatische Wörter heranziehen. Schließlich müsse man mit dem Vereine )er kroatischen Inge-nieure in Verbindung treten, um eine einheitliche südslawische Terminologie der technischen Au»drücke zu erzielen. Nach all dem läßt also die .Vollkom meuheil" der slowenischen Sprache noch sehr viel zu wünschen übrig, wa« aber unsere Slowenen nicht abhalien wird, in Bälde neben der slowenischen Hoch-schule auch eine slowenische Technik (zur Fabrikation der slowenischen Sprache?) zu fordern. Aus Sladl und Land. Todesfall. In Lussinpicolo ist gestern nachts die Kausmonn«witwe Frau Anna Hummer im Alter v»u 65 Jahren nach einer Operation verschieden. Die Verblichene genoß in unserer Stadt al« wackere deutsche BürgerSsrau großes Ansehen. Sie wird Dienstag nachmittags 4 Uhr am städtischen Fried-dose in Cilli zur letzten Ruhe bestattet werden. Trauung. Heule nachmittags fand in der Marienkiiche zu Cilli die Trauung des Herrn Adolf Schmuck, Südbahnassistenten in Boitsberg. mit Fräu-lein Walburga Eichberger statt. Al« Trauzeugen suiigierten für den Bräutigam Herr Hermann Tennenhäuser, StativnSches in Witchcrn, sür die Braut Herr Robert Grafelli, Kaufmann in Schlei-nitz. Die Neuvermählen unternehmen eine Reise »ach de« Norden. Verlobung. Der Ingenieur Othmar Der ganz hat sich mit Fräulein Elisabeth Loichinger, Tochter des Brauereidirektors Karl Loichinger in Ätitiweida, Sachsen, verlobt. Aus dem DeterinLrdienfte^Der Statt Halter in Steiermark hat den im Statthalter« Veterinär-Departement in Verwendung stehenden Be »ilkstierarzt Georg Gaß zum BezirkS-Obertierarzt ernannt. Ernennung im Gerichtsdienste. Der verichtkoffizial Herr Franz Zenz in Marburg wurde zum Oberoffizial ernannt. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-lag findet in der Christuskirche um 10 Uhr vormittags der öffentliche GememdegotteSdienst statt, in welchem Herr Pfarrer May predigen wird über „Bleibe bei unS". Schulvereins.Ortsgruppe Cilli. Die AännerortSgruppe des Deutschen SchulvereineS hielt am 30. März im Deutschen Hause die diesjährige Hauptversammlung ab. Herr Lehrer Porsche be grßßte al« Obmannstellvertreter die zahlreich Er schienenkn. Der Bericht über die Tätigkeit deS Ber eines während des vergangenen Jahres, wie auch dir Kassabericht und der Bericht des Obmannstell« «rtreter» wurden mit Befriedigung zur Kenntnis genommen und den einzelnen Berichterstattern wurde der Dank für die Mühewaltung ausgesprochen. Zum Obmann« wurde einstimmig Herr Daniel Rakusch gewählt. Dem Ausschüsse gehören noch folgende Herren an: Artur Charwat, Dr. Sepp Eggers »orfer, Gev meter Fritz, Dr. von Goßleth, Erich Negri, Ferdi „and Porsche, Max Rauscher, Franz Rebenfchegg iliid Alfred Wendler. Bauveränderungen im Deutschen Haufe Um die innere Einrichtung des Deutschen Hauses zweckmäßiger zu gestalten, beabsichtigt der Ausschuß in der Montag den 7. d abends 8 Uhr '» Deutschen Haufe stattfindenden außerordentlichen Hauptversammlung des Vereine» Bauveründerungen in Vorschlag zu bringen. Diese umfassen in erster Linie die Umgestaltung deS Turmzimmer» in ein Schankzimmer, zu welchem vom Bismarckplatze ein freier Stiegeuaufgang gemacht werden soll. Am Bis-marckplatze soll auch ein Sitzgarten hergestellt wer. den. DaS Lesezimmer im ersten Stocke soll in drei Fremdenzimmer umgestaltet werden. Auf dem Holz-zementdache über dem Speisesaale ist die Errichtung einer Liegehalle sür Lust« und Sonnenbäder ge-plant. Mi« Rücksicht auf diese wichtige Angelegenheit richtet der Ausschuß hiemit an alle Mitglieder die dringende Einladung, bei der Versammlung am Mon> lag vollzählig erscheinen zu wolle». Deutscher Lehrherrenbund. Aus Frieda» wird geschrieben: Am Sonntag den 30. März wurde hier eine Ortsgruppe des Deutschen LehrherreubundeS unter großer Beteiligung der Gewerdekreise gegründet. Cillier Mannergefangverein. Am Diens-tag den 8. d. findet im VeieinSzimmer eine außer-ordentliche Hauptversammlung statt. Vollzähliger Be-such ist wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung un-bedingt geboten. Bürgerliche Schützengesellschaft. Mor-gen Sonntag den 6 d. um 2 Uhr nachmittags wird mit den Schießübungen auf der bürgerlichen Schieß-stätte begonnen. Ausgestellt werde» Stand', Armee-und Lausscheibe. Da nur alle 14 Tage geschossen wird und ein größeres Bestschieße» Ende Mai statt» findet, werden die Herren Mitglieder ersucht, sich an diesen Schießübungen zahlreich zu beteiligen und Gäste einzuführen. Gewehre und Mnnition stehen zur Versügung. Tanz- und Körperbildungsunterricht für gebildete Kreise. Der Inhaber der größten und vornehmsten akademischen Tauzlehranstalt von Gra;, Vorstandsmitglied dcS „Gremiums österreichischer Tanzlehrer' (Wien), Herr Friedrich Eichler (Assistentin Jda Eichler), welcher seit 14 Jahren schon mehrmals, zuletzt 1908, im Turnsaale der Mädchenbürgerfchnle ästhetischen Unterricht erteilte, beabsichtigt, Ersolg verbürgende Beteiligung voraus-gesetzt, wieder w?e in früheren Jahren, jetzt im Frühjahre, schon demnächst beginnend, einen Tanz-bildungSkurs für Erwachsen« (junge Fräulein und Studierende u>w.) mit der Unterrichtszeit von 5 bis 7 Uhr nachmittag« und gesondert einen ästhetischen Kinderkurs für Knaben und Mädchen von 8 bis 14 Jahren, wie in d«r Landeshauptstadt, mindestens sechs Wochen dauernd, zu eröffnen. Im ersteren Kurse werden neben den zur gcwifsenhaflen Ausbil-dung nötigen Tänzen und der AustandsUhre, besonders auch tüchtiger Durchbildung in den modernen Walzerarten, ein Hauptwrrl beigelegt und neben dem graziösen Gavottewalzer „Edelweiß" »och der neueste Weltrundtauz „Two-tep", woraus besonders aufmerksam gemacht wird, vorgetragen. Zür In-teressenten, welche tagsüber über keine freie Zeit verfügen, wie Beamte, Handelsangestellte u>w., Damen und Herren, soll gegebenenfalls ei» Abend-kurs (Unterricht von 8 bis 10 Uhr) eröffnet wer-den. Im Kinderunterrichte, in den Großstädten heute besonder« stark gepflegt, wird unter anderen ein Hauplwert auf Gang. Haltung und Erziehung des rhyihmisch sicheren Gefühl» neben aiterspafsenden Tänzen gelegt. Herr Friedrich Eichler, unter an-derem auch jahrelang Lehrer am „Deutschen Mäd« chenheime" in Prttau, wird, wie bekannt, bestens von feiner Tochter Jda Eichler, hier von ihrem Wirken 1906 vorteilhaft bekannt, unterstützt. — Wir wünschen diesen Kursen, in welchen der Unterricht von altrrnommikrten erfahrenen Lehrkräften geleitet wird, im Interesse unser«? Jugend recht zahlreich« Teilnahme und werven Anmeldungen schon von heute an au» Gefälligkeit in der Buchhandlung deS Herrn Georg Adler entgegengenommen und AuS-künfte erteilt. Tillier Stadttheater Mittwoch den 9. d. um '/,8 Uhr abends findet im hiesigen Stadtthealer ein hochinieressanter Vortragsabend statt, veranstaltet von Herrn Willy Nirdlingen, Schauspieler am Deutsche» Theater in Köln, und der auch hier bestens be-kannten Schauspielerin und ersten Liebhaberin Fräu-lein Willy Rivrel vom Deuischen Theater in Laibach. Der Abend, welter außer in anderen großen Städten zuletzt in Laibach mit giößtem Ersolge gegeben wurde, enthält ein ungemein interessantes und reich-halliges Programm einsten und heiteren GenreS und es ist zu erwarten, daß sich auch hier in Cilli leb-hafte« Interesse dafür lnnd geben wird. Zum Vor trage gelange» Dichtungen von Goethe, Schiller, Heine, Dahn, Liliencron, Dehmel, Wedekind uud an-deren. In der ersten Abteilung bringen Fräulein Rivrel und Herr Nördlingen Dichtungen des Herrn Wolfgang Burghaufer zum Vortrage. Der humori-stifche Teil des Programms enthält Dichtungen von dem berühmten Heimatdichter Peter Rofegger, Pötzl, ferner Stieler und Ferdinand Raimund. Der Karten- vorverkauf zu den gewöhnlichen Theaierpreisen findet an der Tageskasse DienStag und Mittwoch von 1» bis halb 1 Uhr statt. Eine Eigenart der neuen Hundert Kronennoten ist eS, daß die Nummern- und Serienbezeichiiungen sich nur aus der ungarischen Seite der Note vorfinden, während aus der deutschen Seite diese Bezeichnungen gänzlich sehlen. ES ist dies «ine ungewöhnliche Erscheinung, die wohl auf ein Versehen zurückzuführen fein dürfte. gur Tagung des Bundes öfterreichi-scher Frauenvereine Maz, l820. April). Der Vortrag der Frau Herta von Sprung über „Frauenberufe", der am 18. d. um 6 Uhr abends im Ärazer Kammermusiksaal stattfindet, wird von der BuudeSpräsidentin Marianne Heiniich mit einigen Worten eingeleitet. Am 19. d. wird sie die Haupt-Versammlung eröffnen. Für diese ist schon eine grö-ßere Anzahl von Anträgen und Berichten der «r-schieden«» Vereine des Bundes eingelaufen, von denen hier nur erwähnt feien jene über BerufSberatuugs-stellen an den Schulen, Bestrebungen zur Schaffung eines erfolgreichen HauShaltungSuuterrichteS, Sport und Jugendspiele der Mädchen, Schassnng einer modernen Dienftbotenordnung, Ausbildung sür Krau-kenpftege, Gemeindeschwester», Schaffung eines obligaten LandwirtschaftsunterrichteS für die ländliche weibliche Bevölkerung, Verbesserung der rechtlichen Stellung der Privallehrerinnen und »Erzieherinnen. Anstellung von Aerztinnen bei Aemtern mit weiblichen Beamten, Bildung von Frauenklubs in den verschiedenen Kronläudern. Ein gwischenfall während des Kon-greffes der kroatischen und slowenischen Rechtspartei in Abdazia. „SlovenSli Narod" berichtet aus Abbazia über einen Zwischensall. der sich daselbst anläßlich des Kongresses der kroatischen und slowenische» „Rechtspartei" ereignete. Unier der Bevölkerung halte sich das Gerücht verbreitet, daß die Kongreßteilnehmer auch eine Resolution gegen die angebliche» Albanermassakers und gewaltsame Konvertierung dnrch die Serben beschließen wollen. Eine große Volksmenge versammelte sich daraushin vor dem Gemeindrhanse, in dessen Festsaal der Kongreß lagen sollte, und demonstrierte gegen die Kongreßteilnehmer. Gleichzeitig erwirkten die Demonstranten, daß der Bürgermeister dem Kon< greß die Saalbeuützung verweigerte. Tatsächlich wurde das Gemeindehans gesperrt und der Eintritt in dasselbe den Kongreßteilnehmern verweigert. Erst über Intervention einiger kroatischer Abgeordneter und deren ehrenwörtliches, dem Bürgermeister gege-beues Versprechen, daß der Kongreß keinerlei serben« feindliche Kundgebungen beabsichtige, wurde die Saal-beuützung den Kongreßteilnehmern gestatte«. Pänflawistische Versammlung in Lai-dach. SamStag fand in Laibach eine Verfamm-lung der kroatisch-flowenifchen Akademikersenioren statt, aus welchem der unierte Theologe Dr. Schimrak das Referat über die Stellungnahme der kroatischen Katholiken gegenüber den Serben erstattete. Der Referent führte aus, daß es heute keinen Kroaten geben könne, der nicht die Notwendigkeit, mit den Serben vereint vorzugehen, anerkenne. Dieses Zu-sammengehen könne den Kroaten nur politisch und wirtschaftlich nützen und ihre Widerstandskraft gegen die „äußeren" Feinde stärken. Verbot der Teilnahme der mähri» fchen Geistlichkeit an den Landtags-wählen. Wie aus Brünn berichtet wird, hat Bischof Huyn der Geistlichkeit die Teilnahme an den mährischen LandtagSwahlen sowohl bezüglich der Agitation al« der Propaganda dnrch die Schrift verboten. f$n dem bezüglichen Erlaffe wird erklärt, daß mit Rückstcht auf die päpstliche Bulle gegen die Teilnahme von Geistlichen an der Politik uud an wirtschaftlichen Unternehmungen die Geistlichkeit darauf aufmerksam gemacht werden müffe, daß sie an politischen Kämpfen in Wort uud Schrift nicht teilzunehmen habe. Im Interesse der Kirche »nd im Interesse des Glaubens müffen sie sich nach den Weisungen de« BischosS richten. Niemand sei dercch-tigt, sich Katholikensührer zu nennen, da an der Spitze der Katholiken der Heilige Vater mit den Bischösen steht. Unter den Mitglieder« des Mähri-schen Landtage« befinden sich außer drei Bischöfen neun Priester. Ein Ausschluß der Geistlichkeit von der politischen Tätigkeit wäre wärmsten« zu be-grüßen. Wenn er nur auch eingehalten werden würde?! Der Verkauf felbstgeftopfter gigaret-ten verboten. Das Finanzministerium hat ein« Verordnung erlassen, in der eS unler anderem heißt: „Die Monopolverwallung hat bisher die Zigaretten» Herstellung auS sremdem Tabak sür deu eigenen Ge« Seite 4 Deutsche K^aö,i Nummer 28 brauch der importierenden Parteien alS zulässig er-klärt und es liegt, solange diese Bewilligung der Heföllsbehörde nicht zurückgezogen wird, eine ver-botswidrige Bereitung von MonopolSgegenstinden »ach K 419 in diesen Fällen nicht vor. Dagegen fällt die gewerbsmäßige Herstellung vo» Zigaretten für andere oder zum Verlaus ohne Rücksicht aus die Herkunft des gülltabakS, also auch dann, wenn die* fer vorschriftsmäßig au« den VerkausSniederlagen deS StaatSge'älleS oder ordnungsgemäß ans dem AuS-lande, beziehungsweise auS Ungarn, BoSnien bezogen wurde, unter daS Verbot. Diese« Verbot hat auch aus die Veräußerung uud Erwerbung von Zigaretten volle Anwendung zu finden. 32. Hauptversammlung des Deutschen Schulvereines. Wie vorauszusehen war. lausen die Anmeldungen zur diesjährigen Haupwersamm-lung, die in Wien stattfindet, äußerst zahlreich ein. so daß die sür die Pfingstseiertage angesetzte Beran-fialtung wohl «inen sestlichen und stimmungsvollen Verlauf nehmen wird. Bezüglich der Fahrpreise-ermäßigungen, die seitens der Bahuverwaltungen ge> währt wurde, wende man sich um genauer« AuS-fünfte an die Leitungen der einzelnen Ortsgruppen. Die 24. Jahreshauptversammlung der SiibmarK findet Heuer am 6., 7. und 8. Herb st-mond znm ernen Male in Innsbruck statt; ent-scheidend für die Wahl von Innsbruck als TagungS-ort war eine herzliche Einladung der tirolischen Lau-deshauptstadt an den Verein, bei der Wahl eines Versammlungsortes auch einmal Innsbruck zu be« rücksichtigen. Die Hauptleitung hat von der ihr von der letzten Hauptversammlung in Salzburg über-trazenen Ermächtigung, den Ort der nächsten Iah-resiagung nach eigenem Ermessen zu bestimmen. Ge-brauch gemacht und sich sür daS Jnnsbrucker An-bot entschieden. Die Tage mögen demnach schon jetzt von den Südmärkern in Vormerk genommen werden. Flugschriften zur Veranstaltung einer Gedenkfeier der Befreiungskriege ver-sendet der Deutsche Schulverein kostenlos an jene deutschgesinnten Vereine und Wrperschasie». die sich an seiner deutschen Maifeier beteiligen wollen. Diese Flugschristen enthalten: Vorträge in VerS und Pro'a, Festprogramme, Festreden usw. In den nächsten Tagen wird außerdem ein vollständiges Programm sür Schulfeiern ausgegeben werden. Bestellungen find an die Kanzlei deS Deutschen SchulvereineS, Wien 6., Linke Wienzeile Nr. 4, zu richten. Die deutschen Schutzvereine in Hrast-nigg und Trifail. Bei den am 30. März statt-gefundenen Hauptversammlungen der Ortsgruppen Hrastnigg-Trisail des Deutschen SchulvereineS und der Südmark wurden die bisherigen Aemterführer wiedergewählt, und zwar für die Schulvereinsoris-zruppe: Obmann Herr WerkSdirektor Franz Leiller in Hrastnigg; 1. Obmannstellvertreter Herr In spektor Franz Heutmann in Trisail; 2. Obmann mannstellvertreter Herr Karl Obermayer; Zahl meister Herr Ferdinand Guerra, beide in Hrastnigg; l. Zahlmeisterstellvertreter Herr Franz Mallq in Irisail; 2. Zahlmeisterstellvertreter Vikt. Maurer; Schriftführer Herr Adolf Ammer; 1. Schriftführer-stellvertreter Herr H. E. Stadlbauer; 2. Schrift-sührerstellvertreter Herr Bruno Diermayr; Bücher-warie Herr Reinh. Krenn und Mattheus Mryer^ sämtliche in Hrastnigg. Für die SüdmarkortSgruppe wurden gewählt: 1. Obmann Herr Direktor Franz Wilischuigg; 2. Obmann Herr Ingenieur Fcitz Drolz, beide in Hrastnigg; 3. Obmann Herr Bau-meister Otto DomeS in Trisail; 1 Säckelwart Herr Jos. Gregoritsch ; 2. Säck-lwart Herr Anton Koschier, beide in Hrastnigg; 3. Säckelwart Herr Ingenieur Julius Hohlig in Trisail; 1. Schristsübrer Herr Ferd. Ecdlen; 2. Schristsührer Herr H. E. Stadl" bauer; Beiräte Herr Adolf Ammer und Herr Reinh. Krenn, sämtliche in Hrastnigg. «uS den Tätigkeitsberichten ist zu entnehmen, daß die Schul vereinsortSgrnppe gegenwärtig 160 und die Sud markortsgruppe 03 Milglie er zählt. Es wurde de schlössen, eine gemeinschaftliche Gede»kseier der Be sreiungSkriege mit den übrigen deutschen Bercinen zur Zeit der Sounenwende zu veraustaltcn. Schließ lich wird noch bemerkt, daß. wie sonst, auch dies mal die Hrastnigg« Sängerschir im Vereine mit dcm HauSorchester sich durch Gesang- und Musik vorträge in den Dienst der völkischen Sache stllie. Don der deutschen Hauptstellenver-mittlung Oesterreichs, die,e« mit namhafter Unteritühuiig der Lüdmai k von den deutschen Ge-werkschasien inS Leben gerusene Unternehme». Hai im Südmarkgebiete weiteren jtusban erfahren. Der Wiener Haupi'telle (7. Bezirk. Kandlgasse 21) wurde die G>azer Zweigstelle (Raubergasse 13 > angegtie-dert, seit I. Zäum 1913 amtiert auch in Cilli eine Bezirkszweigstelle, aus welche besonder» die südöster-reichischen Volksgenossen aufmerksam gemacht'seien. Die Cillier Kanzlei vermittelt gleichfalls deutsche Arbeitskräfte für alle Berufe. Vormerkgebühr für Stellefuchende 20 Heller, für Arbeitgeber 30 Heller, wenn letztere e» nicht vorziehen, einen festen JahreS-betrag zu zeichnen, der von jeder weiteren Ver-gütung für notwendige Vermittlungen enthebt. An-schrift an die Leitung der BezirkSvermittlungSstelle Cilli, Brunngasse 18. Rege Beteiligung an der Maifeier des Deutschen Schulvereines. Aus Kreisen deS Deutschen SchulvereineS wird unS mitgeteilt, daß die Beteiligung der nationalen Kreise an der diesjährigen deutschen Maifeier eine äußerst rege zu werde» verspricht. So haben in der letzten Woche 122 Ortsgruppen. 82 Schnlleitungen und Vereine ihre Mitwirkung zugesagt, das sind im Lause von acht Tagen allein 200 gesicherte Veranstaltungen. Der Bnnd der christlichen Deutschen in Galizien hat sich erbötig gemacht, an alle Ortsgruppen und an alle deutschen Siedlungen in Galizien einen Ausruf zur werktätigen Beteiligung an diesem nationalen Opferfeste zu richten und die Feier zu organisieren. Dieses gewiß anerkennenswerte Vorgehen deS deutsch-galizischen BrudervereineS ist ein neuerlicher Beweis sür das kräftige Erwachen des deutschen Geistes im äußersten Osten Oesterreichs, daS schon bei der vor-jährigen Maifeier des Deutschen SchulvereinkS in den verhältnismäßig hohen Widmungen der Deut-schen Galiziens — manches deutsche Dorf brachte Hunderte von Kronen auf — in einzig schöner Weife zum Ausdrucke kam. Schutzhilse der Südmark. Zu der zwei-te» Monatshälste Mär; erhielten nnter andere,» größere VereinSunterstützungen: Brandgeschädigte bäueiliche Mitglieder in Losenstcin (Obcrösterreich) eine NotstandSspende von 200 K; zwei Ansiedler zum Ankauft von Vieh Darlehen vo» 100 > K; sür gefährdeten Hau«- nnd Grundbesitz in Kärnten und Steieimark werden durch den Verein in fünf Fällen mehrjährige Zinfenzahlungc» für eine» Hypotheken-stand von 7100 K sowie die Bürgschaft sür ein Darlehen von 2300 K übernommen; einer Ortsgruppe in Kärnten werden sür ihre bäuerlichen Mit» glieder 30 Obstbäume auS der Südmarkbaumschnle und ein Wendepflug gespendet. Unaufgeklärter Borfall. Aus Gonobitz schreibt man: Dem beim hiesigen Postamte als Land-postdiener angestellten Michael Kukovic wurden nach dessen Angabe während seines Bestellganges 370 K gestohlen. Die Erhebungen sind bereits eingeleitet. Im Rausche ertrunken. Aus Gonobitz wird geschrieben: Freitag verließ der über 60 Jahre alte Inwohner Mejavsek anS Oberrötschach in be-trunkenem Zustande ein GasthauS in Wohcria. Eine halbe Stunde später wurde er im Drannbache als Leiche gesunde». Opfer des Aberglaubens. Am 28. März verhaftete die Gendarmerie in Maria-Pletrowitsch bei Cilli die beiden steckbrieslich verfolgten Zigeunerinnen Anna und Marie Brandner. Diese Zigeune-rinnen führten zahlreiche Betrügereien und Dieb-stähle bei den Landleuten auS. Sie schwindelten den Leuten vor. sie wüßten einen großen Schatz, zu dessen Behebung sie eine bestimmte Summe be-nötigten. Erhielten sie diese von den Betörten, so verschwanden sie dann aus Nimmerwiedersehen. An-deren sagten sie, daß ihre verstorbenen Angehörigen im Fegeseuer schmachten, daß ihnen im Schlaft einer davon erschienen sei und sie gebeten habe, die Ver-wandten zu beivegen, Geldspenden sür die armen Seelen den Zigeun.rinnen zu übergeben, die diese dann mit ihren Zauberkünsten zur Linderung der Pein der im Fegesener befindlichen Verwandten ver-wenden würden. Zur Bekräftigung ihrer Worte zeigten sie dann eine» Brief, der ihnen von einer im Fegefeuer schmachtenden armen Seele übergeben worden wäre, der eine derartige Bitte an diese oder jene verwandte Person enthielt. So gelang es ihnen auch unter anderen, einem Bauern in Obcrstcier 2000 K herauszulocken. Die beiden Weiber wurden dem Cillier Kceisgerichte eingeliefert. Ein Selbstmord mittels Maschinen gervehrs. Auf seltsame Art hat Donnerstag srüh beim Grazer Landwehr,»santericregiment Nr. 3 der Gesreite Kolpenig derMaschinengewehrabteilung seinem Leben ein Ende bereitet. Er ging um halb 6 Uhr Uhr srüh vor der AuSrückung in das Magazin der Maschinengewehrabteilung stellte dort ein Gewehr zusammen, befestigte einen Strick an der Schießvor-richtung, steckte einen ganzen Gürtel Patronen hinein und stellte sich vor die Mündung deS Gewehres. Dann gab er eine Anzahl Schüsse gegen seine Brust ab. wobei eine Anzahl Kugeln daS Herz durchbohrte. Kolpenig stand im dritten Dienstjahr und hätte heuer entlassen werden sollen. In einem hinterlasse-nen Schreiben gibt er verschiedene Gründe sür den Selbstmord an. Windischgraz. (Theodor Kcrnerabend.) Die Frauen- und Mädchenor:sgrnppe deS Deutschen SchulvereineS veranstaltet am Sonntag den 13. d. im große» Saale des Hotel Post einen Theodor Körner-Abend. Die äußerst reichhaltige VortrazS-ordnung umfaßt Körners lustigste Posse, dann vil der und Szenen auS Körner'S Leben, Klavier- und Violinvorträge und zwei seiner schönsten Chöre. Da alles, was die Frauen- und MädchenortSgmppe bisher veranstaltete, nur wirklich Vorzügliches »nd Gediegene« brachte, so steht zu erwarten, daß auch dieser, zu Ehren des heldenmütiges Dichter« und Freiheitskämpfers veranstaltete Abend ein geu»ß-reicher nnd weihevoller werde» wird. Pettauer Marktbericht. Der Auftrieb bei dem am 1. d. abgehaltenen Pferde- und Rinder -markte betrug 210 Pferde, 961 Rinder; bei dem am 2. d. abgehaltenen Schweiuemarktc 840 Schweine. Der Handel war bei etwas gestiegenen Preisen gut. Der nächste Pserde- und Rindermarkt findet am 15. d. statt, wogegen nur Schweinemarkt am 9. d. abgehalten werden wird. Für Schulkinder. Dass viele Kinder in der Schule nicht recht mitkommen, unaufmerksam und matt sind, ist gar oft auf eine zarte Körperkonstitution zurückzuführen. Anregung d'r vielfach darniederliegenden Ksslust und bessere Ernährung sind hier unbedingt am Platze. Nichts ist hierfür besser geeignet, £•, sfi""-'fcr" als die seit Jahrzehnten erprobte " * SCOTTS EMULSION. Längere Zeit hindurch regelmässig genommen, kräftigt sie Mädchen und Knaben so erfreulich, dass ihnen die Schule und dae Lernen wieder zur Freude wird. Beim Kinkaui verlange man ausdrücklich Scotts Emultioa fca ist die Marke „Scott-, welche, *ett Über 35 Jahren e»n*cffthrt. ie Süd mart" erscheint jeden Sonnlag al« unentgeltich« Beilage für die Lese, »er «Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Eüdmart" nicht läuslich mz (NacbM'ua vertoie«.» Ein Er ick Novellette von A. Hinze. „Es ist, um aus der Haut zu fahre»!" setzen jtriifftu flog tue ^ZeitungSblall unter Edgar SöblbrandS zornbebenden Finger» i» die Zimmerecke. Der jung»' Maler »var auwesprungen und durch-mag uiigestümni Schrittes das Atelier. Ein primili ver, ichmucklofer Raum, in dem nur eines Wert halle — dir vielen Oelbilder, die hier ansgestellt waren und die das schöne Talent ihres Schöpfers verriete», aber auch feine Mißerfolge. „Da prahlen nun die Zeitungen von den vielen Tausende», welche dieser Mister Samson auS Ame-t ifa, ein Lohn unserer Stadt, bei feinem gegenwär-lugen Besuch hie», seiner Balcrstadt gestiftet hat! Und dabei ein Mensch wie ich, ei» fo talentvoller »nd anständiger Mensch zu Grunde gehe», weil er den täglichen Groschen nicht aufbringen kann. O — o, das Leben ist ein Elend! Ein gottbegnadeteS Talent bekomme» zu haben, gilt nichts, wenn das Glück einen flieht! W e mancher Dummkopf wird zum reichen Mann . . . Ja, waS bleibt mir den» noch übrig? Entweder verhungern, oder eine Kugel mir in den Kopf jage»! — Pah, zu solch anstän-digem Tod reiche» die Moneten ja gar nicht l Sich ertränken, das kostet nichts, oder sich erhängen, oder —" Rasche Schrille aus der Treppe unterbrachen das Selbstgespräch. Der Maler horchte aus; eine leichte Röte flackerte über seine glaite Stirn, — soll e die Erlösung da sein jetzt, wo die Not am höchsten? Sollte eS ein Stäufer sei», der da kam? Ohne daß angeklopft ward, flog die Tür auf — den Hut im Nacken, ein Liedchen trällernd, sprang ein junger Mann üder die Schwelle. Aus seinem frische» Gesicht lächle» die Geister des Uebermuls und Behagen, eitel Behagen. „Söhlbrand, Mensch, war das eine famose Siunde eben ! Habe die Ehre gehabt, mit dem ame-rikanischen Krösus, Mister Samson und feiner ent-zückenden Tochter, Miß Ethel, zu dinieren, und wollte Dir dieS ganz gehorsamst melden. Der Ankömmling hatte sich in eine» Stuhl ge« worfen, leckte sich die Lippe», w'e in Erinnerung der lukullischen Genüsse eben und blinzelte verschmitzt zu dem Maler hin — Na — na? Was für ein Gesicht machst Du, Edgar? Gelber Neid, waü? Oder schlimmer — Trübsal blasen — Selbstmordgedanken, kenne das schon an Dir —" „Laß daS spotten. Hans Karl! Ich bin nicht aufgelegt dazu. Es ist mir heiliger Ernst mit dem Sichdavonmachen aus diesem Lammertal." „Jammertal? Höre mal, Mensch, wenn man wie ich großartig diniert hat und noch dazu in rei-zetlder Gesellschaft, sieht man die Welt durch eine rosenrote Brille an. Dir muß geholsen werden, SöhU brand, das steht fest —" „Danke für de» guten Not, Freund. Leider ist er nicht auszusühren —" „Oho. erlaube mal! Bei Deinem Talent und — Du bist ja doch das Bild von einem Men-scheu —* „Laß de» Unsinn. Erzähle lieber, wie Du zu der Ehre gekommen bist." „Na, ganz einjach. Mister Samson hat einst in der Gersonschen Fabrik, sür die ich reise, seine Lausbahn begonnen als — Lausbursche. Der Deutsch-Amerikaner ist so liebenswürdig, mit Stolz dies zu bekennen. Er hat einen Fond mit 50.000 Mark zu Gunsten der Angestellten der Fabrik gestistet, und heule dem Personal ein Diner gegeben, »aS er durch seine nnd feiner Tochter Gegenwart verherrlichte Miß Ethel besitzt alle Lorzüge der Amerikanerin. Sie ist klug, selbstbewußt, hübsch und gewandt und — mehrfache Millionärin. Miß Ethel ist auch — — Donnerwetterunterbrach sich der Sprecher, schloß die Auge» halb — als hänge er einem Se-danke» nach, der plötzlich in ihm ausgeblitzt war, lächle leise vor sich hin und sprang darauf ganz un-vermittelt aus. „Edgar, mein Junge, mir fällt da eben etwas ein. Na. Du wirst noch davon hören, ha, haha. — Was ich »och sagen wollte — dispensiere mich für heute — ich — ich habe nicht länger Zeit —" »So Plötzlich —? machte der Maler erstaunt. Der andere lachte wieder, war aber bereits an der Tür; ich, sagte doch — Dir muß geholfen werden! Warte also noch mit dem Selbstmord. Den kannst Du immer »och haben, — Addio!" Lachend fprang der junge Rcisei.de davon. Kopf-schüttelnd blieb der Maler zurück. „Es bleibt doch ein nnverbesseilicher Schwerenöter." murmelte er. „Was mag er nun wieder aus-geheckt haben?" Es war in der Frühe deS nächsten Morgens. Ihre Staatshaude mit den lila Seidenbändern aus dem Haupt, das freundliche Vollmondsgesich» glän-zend in Feierlichkeit, in den Händen ein blumcnum-kränzteS Tablett, darauf neben der Tasse Kaffee, statt der üblichen Brotschnitte, ein TeUerchcn mit «uchen prangte, »rat Frau Wiese, Söhlbrands Wir-tin, bei dem Maler ein. „Sieh nur. er schläft noch", murmelte sie etwas enttäuscht und blinzelte zu ihrem Einlogierer hin, der, die Arme unter dem Haupt verschränkt, fest schlafend aus seinem Lager lag. „Ich dachte, er wär' vor freudiger Aufregung schon aus den Federn! Ge-wiß hat er deswegen in der Nacht nicht schlafen können und ist nun müde geworden. Na, dann wird er sein überrascht sein, wenn er aufwacht." Das Tablett aus das Tischchen am Bette stel-lend, entfernte sich Frau Wiese leise wieder. Der Traumgott hatte den Maler offenbar in eine schöne Welt entführt, den» er lächelte im Schlaf. Als jetzt ein Morgenstrahl durch den Vorhang glitt und über den Schäser hin, sah man, daß der lustige Freund rech, gesagt hatte — Herr Edgar Söhl-brand war in der Tat wirklich da« Bild von einem Menschen. Der warme Sonnenstrahl weckte ihn. Sein erster Blick beim Erwachen fiel aus das bekränzte Tablett und den Kuchen. Verwundert richtete er sich auf. „Na nu — was Hai denn das zu bedeuten?" murmelte er. „Mein Geburtstag ist doch heute nicht. Am Ende der guten Frau Wiese ihrer. Oder —14 ES klopfte dringlich an die Stubentür. „Der Briefträger!" meldete sich der draußen Stehende. Söhlbrand sprang barfuß auS dem Bett und öffnete — »Schön guten Morgen, Herr Söhlbrand! Hab 'ne ganze Ladung für Sie . . lachte der Post-böte. Erstaunt nahm Söhlbrand den Packen Brief-chen und Postkarten entgegen — fönst krümelten solche »ur bei ihm Herrjeh, waS war »ur heute los ? Blumen und Küche» und Bliese? Dergleichen war er, der Glücks-entwöhnte, ja gar nicht gewöhnt. Was bedeutet daS ? Er erbrach ein Billet und las: Gratuliere, lieber Söhlbrand, zu dem ko> lossale» Schwein, das Du hast! Gönne es Dir aber von Herzen. Vergiß nur darüber Deine alten Freunde nicht! Dein Detlef Stein. Mit peiplexer Miene starrte der Maler auf deu Glückwunsch. Stein gratuliert mir — ja wozu den» l Hängt duS am Ende mit Frau Wieses sest< lichem Aufbau zusammen? Dabei hatte er wahllos in den Haufen gegriffen und zog eine Postkarte hervor. Darauf stand: Edgar, Glückspilz, bist Du aber fein raus! Gratuliere! Gratuliere! Erwarte bestimmt, daß Du von dem Glanz auch etwas auf Deine Freunde fallen läßt! Natürlich schwebst Du im siebenten Himmel! Dein Friedet von Helmreich. Löhlbrand rieb sich die Stirne — er glaubte zu träumen. Zu welchem Gtück gratulierten sie ihm denn? War vielleicht sein Bild „Heimliches Glück", das er ausgestellt, verkauft? Aber dies müßte er doch zuerst wissen! Ja, wenn das Bild veikau't wäre, das wäre allerdings ein große«, großes Glück! Der Gedanke rief alle fe ne Lebensgeister wach, — eine freudig fieberhafte Unruhe überkam ihm. Er wollte sich rasch ankleide» und in die Ausstellung — er mußte sich überzeugen — Aber die Postsachen mußte er doch zuvor durch sehen. Ob alle nur Glückwünsche enthielten? Zitternd vor Ungeduld erbrach er Biies auf Brief — Seine Voraussetzung bestätigte sich. Sämtliche wünschten ihm Glück zu seinem Gluck. In überschwenglichen Worten priesen alle diese» Glück. Worin diefeS Glück aber bestand, das verriet keiner dem ungeduldigen Maler. Zu derselben Zeit saß im Hotel International Miß Ethel Samson mit ihrem Vater, Mister John Samson, beim Frühstück. Die junge Dame hatte ihre Schokolade genossen und während sie lässig ein Stückchen Backwerk naschte, senkte sie den Blick in die Zeitung, die der Kellner eben gebracht. Neben ihr gabelte Mister Samson vehaglich eine Portion Hummermajonaise. Plötzlich stieß Miß Ethel einen leisen Schrei aus. Senkie nochmals die hübschen Augen aus die Notiz, die ihr den Schrei entrisse», schob daraus dem Papa die Notiz zu, «hob sich und begann sehr energisch im Zimmer auf und abzuschreiten. „Amerika ist sonst stets allen Nationen voran«, an tolle» Ideen. Jetzt aber ist Deutschland, wie eS scheint, hier Trumpf. Was sagst Du zu dem Trick, Papa?" „Wir knüpfen ihn aus, den Anstifter, Eihcl." Mister samson sagte eS lächelnd, erhob sich aber gleichfalls sehr energisch. Vater und Tochter waren Lebenskünstler und ihre Millionen gestatteten ihnen, den Anfechtungen des Lebens mit Gleichmut zu be-gegnen. Immerhin waren beide erregter über die Sache, als sie äußerlich zeigten Der Amerikaner drückte aus die Klingel. .Das Adreßbuch!" befahl er dem eintretenden Kellner. .Ich selbst werd,.- mir diesen deutschen Eulen» spiegel ansehcn ui»d ein Wörtche» mit ihm sprechen" sagt er zu seiner Tochter. Diese sah über seine Schulter in das Adreß-buch hinein und aus die Adresse, die Mister Samson eben gesunden: Edgar Söhlbrand, Maler. HubertuS-straße <» II las sie. „O. eher Pjpa, überlaß mir die Revanche." Der soh^ sein energisches Töchterchen prüfend an. „Well," sagte er. „es mag sein." Das Schnaufen eines Autos rief Frau Wiese von ihrer Arbeit ans Fenster. Im selben Augenblick brempe das Ungetüm und hielt unter einem Mord-spektakel vor dem Hause an. ..HannetII" schrie Frau Wiese ihrem Manne zu, einem ehrsamen Schneidtrlein, der mit gekreuz-ten Leinen aus eine»» großen Tisch saß und emsig „bockte", „Hannes, heute ist der Wilde los, da« Dings hält hier vor'm Haus! Herrjesses, — die Millionenbraut selber kommt!" Der Lärm deS Auios hatte auch den Maler ans Fenster gelockt. Gerade in dem Augenblick, als eine vornehm gekleidete Dame demselben entstieg. Sie war jung, hübsch und sehr apart. Edgar Sohlbrand, der insgeheim gleichfalls quittierte, daß heute „der Wilde los sei" und eben erst mit der Durchsicht der Postsachen zu Ende war, blitzte es durch den Kopf: Vielleicht war dieS eine Käuferin — vielleicht gar die Käuferin seines aus-gestellten Bildes. Vielleicht hing dieser Besuch mit den geheimnisvollen Glückwünschen zusammen. — Jetzt vernahm er Schritte auf der Treppe — „Sie kommt zu mir —" Damit raste er in da« Nebenzimmer, schlüpfte in sein einziges KünstlerstaatSgewand, eine braune Sammetjoppe. Nun noch das Halstuch auS weißer Seide malerisch um den Hals geschlungen — eine Folie, die seinem Künstlerkopf brillant stand — Es klopfte an die Tür des Ateliers — „Herein!" «Herr Maler Evgar Söhlbran? ?" Mit einem einzigen entzückten Blick umfaßte dieser-das lebende Bild voll Eleganz und Jugend, Frische und Wellstadtcharme, das da so plötzlich in sein armseliges Atelier kam. Er verneigte sich: „Ja, der bin ich. meine Gnädige —" Auch Elhel Samson Halle mit einem einzigen Blick den ..Eulenspiegel' umfaßt. Die Glücksritter, die sich bisher um ihre Gunst beworben, waren ihr herzlich ltwgweilig gewesen. Revanche zu sordern, war sie hergekommen. Nun fühlte sie bei dem An. blick dieses beldhübsche», jungen Künstlers, der io freimütig und ehrlich sie ansah, etwas niegekanntes Süßes sie erfassen — soll das etwa Liebe sein — Liebe auf dem ersten Blick? „Ich bin Ethel Samson — - begann sie. Nun mußte er doch in Verwirrung geraten, dieser — liebenswürdige — Eulenspiegel — Allein es geschah nicht. „Samion?" wiederholte nun der Maler ge-daukenvoll. „Der Na»,? ist letzthin in unserer Stadt rühm« lichst bekannt geworden. Was verschafft mir die Eh;.?, die Tochier eines Wohltäters unserer Stadt «n meinem Atel er zu sehen?" Die Gefragte zog ein Leitungsblatt hervor. Auf eine stttgediuckte Notiz weisend, reichle sie das Blatt dem Maler hi». „Dies mein Herr, hat mich hergesührt." Söhlbrand laö: Ich beehre mich, meine Verlobung mit Miß Ethel samson, Tochter des Mister John Sam-so» aus Amerika, bekannt zu geben. Edgar Söhlbrand, Maler. „Mein ArÜulein, — ich — —" Der Maler sand keine Worte weiter. In gren-zenloser Verwirrung starrte er abwechseln!» auf die Notiz und auf die junge Dame. „Mein Fräulein — Miß Sam so» — ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, daß ich nichts von d.r Sache gewußt — daß ich diese Nachricht jetzt zum erstenmal lese —" ..Daß Ihr Erstaunen echt ist, sehe ich." gab sie zurück. 4 Er sagte ihre Hand: „Ich verspreche Ihnen, kc« Anstifter dieses abscheulichen Tricks —" »Ist er denn eigentlich gar so abscheulich, die-ser Trick?" unierbrach die Amerikanerin den Maler und ein Strahl aus ihren Augen traf ihn wie eine süße Offenbarung. „Als ich hierherkam, dachte ich wie Sie jetzt, ^ch hoffe aber, daß Sie nach Ueber-Windung des ersten Schreckens gleich wie ich den Wunsch hegeu. daß unsere gewaltsame Verlobung bestehe» bleibt, bis — bis ich mit Papa wieder nach Ameiika zurückreise. Die Frist wird genügen. uns beiden zu zeigen, ob es notwendig ist, die Verlobung zu lösen oder nicht " Hiermit streckte die energische junge Dame dem Maler die Hand hin. Und Edgar Söhlbrand, »et längst erraten, wer diesen Trick ins Werk gesetzt und das bekränzte Tablett, wie die übeischwenglichen Glückwünsche der Freunde jetzt begriff. Edgar Söhlbrand. der gestern sich noch mit Selbstmordgedanke» beschäftigte, neigte sich, überwältigt ron dein Glückstern, der plötzlich über ihn auigegangen zustimmend über die Hand Miß EthelS und küßte sie. Als acht Tage später der Dampser Mister Samson und seine Tochter in die Heimat zurück-sühite, besand sich in ihrer Gesellschaft der Maler Söhlbrand. Der blitzende Bcrlobuiigstiiis an Edgar und Eihels Hand, sowie das strahlende Lächeln, niit dem sie sich in die Augen sahen, verriet, da» der „Trick" gelungen war. Neues von der Sahara-Expcditio» des österreichischen Orientalisten Otto C. Artbauer. Forschungsreisen! Wie verschieden wirkt das Wort aus die Menschen! Der eine denkt an die Bilder in den illustrierten Blättern, in denen die Teilnehmer dieser oder jener Expedition gemütlich am großen Tisch versammelt sind, ver andere an die Gefahren und Strapazen, denen die Männer der Wifsenschast ausgesetzt sind. Gerade jetzt ist die lange Liste der im ewigen Eise oder unter der sengenden Sonne deS AequaiorS gefallenen Helden der Wissen-schast wieder um einen guten Namen bereichert wor-den: Kapitän Scott. Forschungsreisen in den dunk-len Erdteilen scheinen heute so gar nichts Gesähr-liches mehr an sich zu haben. Gewiß: Gegen das Gegessenwerde» seitens schwarzhäutiger Liebhaber von Menschenfleisch ist der ForschungSreisende jetzt wohl so ziemlich geschützt, nicht aber dagegen, datz er selber nicht« zu essen hat Die bestausgerüstete Expedition ist nicht gegen Unfälle gesichert, die sich der »o'.wendigste» Lebensrnittel berauben können. Unser eben von seiner letzten Sohara-Expediiio» zmückge-kehrier Landeman» Otto C Artdauer kann davon ei» Lieschen singcn. Unglücklicherweise begann nach Antritt seiner Forschungsreise der italienisch.türkische Krieg — ei» Umstand, der die ohnedies großen Schwierigkeiten des Unternehmens ins Ungemessene steigerte. Wie mangelhast die Berpflegunqsverhält-nisse waren, illustriert unter anderm ei» Brief, den der Forscher a» die Wiener Vertretung der betaun-te» Liebig-Gesellschast, die ihn mit Flei'ch Extrakt ausrüstete, gerichtet hat und aus den wir die war kantesten Stellen hier wiedergeben : .. Liebig war uns — besonders die letzte» achte» Monate im Feldlager von Derna — ein wahrer Retter in der Npi. Bei den entsetzlichen Berpfiegungsvethälinisse», die iogar sür alte Karawanenmäniier bereits die Grenzen des Eriräglichen überschritten, unter denen wir i» der Eyrenaika infolge des Krieges lebte», w.ir<« die LiebigS-BouillonS uns allen eine unschätzbare Wohl-tat, sowohl den deutschen Offiziere», den österreichischen und mir. Und nicht zum wenigste» auch den Türken. Enver Bey hat so manche Schale Liedig ge-schlürft, wenn er s'üh morgens erfroren von den Borposten zurückkam......Auch wer nicht wie wir monatelang von gestocktem Hammelfleisch, kaltem Reis und gequillter Gerste gelebt hat, glaubt gerne, wenn ich sage: Liebig, besonders im Lager vou Derna, hat vielen vo» uns die Gesundheit erhalten, viele verdorbene Magen auSkurieri." Wäre die Ex-peditio» nicht reichlich mit Liedigs Fleisch-Extrakt ausgerüstet gewesen, wer weiß, ob sie den ersolgrei-chen AuSgang genommen hätte, zu dem wir den Leiter heute beglückwünsche» könne». — Als Erinnerung au große Männer der Wissenschaft möge an dieser Stelle bemerkt sein, daß Justus von Liebig, der berühmte Gelehrte und Erfinder des nach ihm benannten Fleisch Extraktes, schon vor einem halben Jahrhundert ans den Wert dieses Präparates für ForschungSreisende hingewiesen hat, und daß auch RohlfS, der bekannte Afrikatorscher, es mit Erfolg bereits ausnützte. Seitdem ha» Liedigs Fleisch Extrakt bei allen Expeditionen, führte» sie nach dem Pol oder inS Innere unerforschter Länder, eine gewichtige Rolle gespielt. Gewiß ein überzeugender Beweis da-für, in welch hohem Maße eine Wissenschaft die andere unterstütze» kann. praktische Mitteilungen. Hechtsuppe. Min nimmt einen ziemlich große» Hecht oder einige kleine, schuppt sie ab. reinigt sie, schneidet sie in Stücke und sprengt sie mit Salz ein. Dann trocknet man sie ab, kehrt sie in Mehl um, bäckt sie in brauner Butter nur ein wenig »nd geschwind ab, so daß daS Fleisch noch saftig bleibt. Darauf stößt man es ganz ein, weicht ein Rundstück in Wasser oder Fleischbrühe ei» »nd sügt e» hinzu. Dieses alles wird nun zu einem Teig verrührt, gute Fleischbrühe dazu gefügt und etwa» seingestoßene Muskalblüte, Kardamom und Ingwer daran getan, und daraus muß es mit einem Stück Butter und einem kleinen Glas Madeira durchge-focht werden. Wenn man dann die Suppe servier», gibt man dazu geröstetes Weißbrot. Nummer 26 Deutsche Dacht Seite § gyillll|||IWHIBMIII||l>Wtl||ll^inilll'Ml|ffllliP»WI||IIWflpil|||MIIIIHt^|ll^lHni|llll>pil'll|lllllll||llllllinHIIIIWHWpW^WWlPltiPlllffM>liP)IW||IIIHfl|tWW| l xr;: Lungenkrankheiten |. Keuchhusten, Husten, Katarrhe, Influenza und Asthma SIROHN "RÖCHE" ~ behandeil Die ausgezeichnete. wohltuende Wirkung de» Präparate* macht »ich recht bald fühlbar Die so lästigen Nach (schweifte verschwinden Der Appetit und da» — Körpergewicht heben sich - Die dem Sirolin "Röche" eigene Heilkraft hat sich seil 1$ Jahren bewährt. Minderwertige Nachahmungen und sogenannte Ersatz Präparate r «reise man entschieden zurück und verlange ausdrücklich Sirolin "Röche" in Orig.-Paß« Nasch« K. a—, deine Flasche «. UO irrtirifttnm. Der ..oesterreichische Ratgeber für Kleintierzucht, Obst- und Gartenbau". Für Liedhider und Züchter auf dem Gebiete der Kleintierzucht, des Ob»« und Gartenbaue« ist oben-genannte Halbmonatsschrift ein wahre« Bedürfnis geworden, denn der Inhalt eine« jeden Hesie« weist jedem, der sich in diesen oder veiivandten Zweigen betätig», bie richtigen Wege, um erfolgreich zu operieren. Hcst 23 diele« Ratgeber«, das uns vor-liegt, ist wieder sehr reichhaltig; wir heben bcion« der« hervor die Abhandlungen über: Der Truihahn und seine Aussucht; Viel Grünsuiler; Wie erhalle ich gut befruchtete Eier?; Russische Windhunde; Die Raubzüge der Bieueu bei den ersten Flügen im Frühjahre; Da« wasf.rlösliche Karbolineum, seine Anwenbltug uud sein Nutzen; Behandlung der aus dem Stamm der Obstbäume herauskommenden Sei-tentriebe; D-e Kupferkalk ode, Borvelaiierbrühe und die Kupsersodabrühe; Beredet» üben; Die Schivefrl> kalkbrühe; Wie neue Rosen auS Samen gezogen werden und viele« andere. Auch der übrige Inhalt ist beachtenswert. — Der Berlaz de« ..Oesterreichi-schen Ratgeber" in Freudenthal in Schlesien ver« sendet einmalige Probenummer aus Verlangen um-sonst und portofrei. DaS Abonnement beträgt ganz-jährig nur K 5, vierteljährig K 1 25». LACKE. EMAILLEN, FARBEN, FIRNISSE MARKE AnnrkA\T4t OREBON sind die be«ten, Fabrik M&hr.«Schönberg. Jeder Tag der Arbeit stellt die weit-gehendste» Anforderungen an unsere Körper- und Nerveukrast. Darum sollte der moderne Mensch vor allem daran denken, sich gesund und leistungsfähig zu erhalten und für vollwertigen Ersatz der ver-brauchten Stoffe zu sorgen. Da« von der Wissen-schast anerkannte und von den Aerzten erprobte Mittel sür alle, die sich matt und elend fühle», heiß» S^natogen. Sanatogen führt dem erschöpften Organismus gerade diejenigen Stoffe zu, deren er zur völligen Neubelebung und Verjüngung, zur Hebung aller seiner Kräfte und Leistungen bedarf. Wir verweisen ausdrücklich auf den der heutigen Nummer beiliegenden Prospekt der Sanatogenwerke Bauer u. Cie, Berlin SW. 48. Als dein Brief kam, liebe Minna, babe ich sofort Anna wegaeichickl nnd dir zehn Schachtel» mit Ja?» ächten 6obener Mineral Pastillen holen lassen. Heute sind sie mi» der Pos» an dich abgeau gki, und ich doste, daß ihr. die Kinder und du fe bft, nun schnell den bösen Katar, h loS fein werbet. Aber laß dir'« nun auch jur Warnung . dienen. Man muß. namentlich dann, wenn ma» Kinder hat, immer Fay» ächte Sodener. weil ste ' aus den zur Kur gebrauchten Nemeindeheilquellen gewonnen sind — »ur Hand haben, um ernstere» ' Ötfrantungen entgegen ju arbeiten. — Fernere» Zeichen ber Aechtheit: Amtliche Bescheinigung bet iösirnermeifteramte* Bad Sotten o. T. aus weißem i Kontrollstreifen. Die Schachtel lostet Kr. 1.15. Bai KINDERKRANKHEITEN ärrllloher»etf» ml» Vorliebe empfohlen. Hl» tliufiscticr gegan Inlectiona-frank heilen: dem reinen Granitfctson einspringend. Bei vieler Epidemien gläoxend bewährt. O/ermvalldj China-Wein =,■ Eisen. HjfUn. ▲■■■(•Haas Wltn 190C : Stmirpreü and \ Ehrend iplom i«r foldemm liriiklle»«ke»mltt?l für Schwächliche, Blutarme ntnl Itekonvaloiizt-iiten — Appet ilan regende«. nerve n »t ürkend»*, blatTerbessurnde« Mittel. ▼ r«OfUeber Oueknik. Uaber 1000 Srxit (ioUehl««. j. Serrarilio, k.o.k. Hoflieferant Trlest-Barcola. 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