ZU»,», ftr Ate.» «r. ». Arettag V. JS«««r I8VV. I» Jahrgang VI« .«ard«r,er aetwn^« eischeiii« jeden S-nnI-g, Millwoch und Sr'>«»A.. Preis« — siir Mordlirg - g»n,Iährig « fi., hxldlöhiig Z fl., »ierttl,ährig 1 sl. S» kr, für guA«II»n« i«» Hau» moiatlich Ivkr. — mit Poftversenduiig: qanzjahrig 8fi, haldjährig 4si., vierteljährig Zfi. Di« ein Mal g«spa>t«ne Aarmoadzeile wird bei einmaliger Sinschaltuna __Mi« 10, de,,«e,maliger mit lS, dei dreimaliger m>t ZV k. d«r«chnet, wo,« Wr jedesmalige Aoschaltung 80 tr. Inseraten.Stem»elgedahr kommen. Ablillllemtllts-EinlMng. V»t Vem te< »e«e« Zahr« mache» wir die freundliche Gt»la»»»g ,»r Pr«»»«eratt»». Pränumerations-Preis: Flir M«rd«rg «««»Uch S» kr., mit Z«ft»^i der Gemeitlde- .rsle« t«ni»rin,ch.n am Samlt-ge. d.« is' d. M. in der GSPschen v-rstehung R-thwe.n übernommen werden. (4S Bierhalle. (Die öffentlichen Vorträge) de« Herr«AranzWietthaler! U« die hochverehrte« Bewohuer V0N Marburg! über „Die Geschichte der allgemeinen Konzilien" beginnen morgen in der . .. . « ^ . s nV. ....X ! Wlr bttten, dze Aussprüche deß k. k. Hofrathes Prof. OiZVOtzssi' und k. t. Kasino Restauration um 6 Uhr Abends und werden am nächsten SamS- an der Wiener Klinik i» unserem heutigen Inserate tage fortgesetzt. (Rechnungsa bschluß) deS AuShilfSkaffenvereines. Die Summe des Empfanges beträgt 2669494 fl.. worunter die Hauptposten die Ein« Pros zu b eachten. HochachtnngKvoll Wilhelmsdorser Malzproduktensabrik von Aug. Jos. Kilfferle öd Co. (W»en.) Menschen, begann der Künstler mit einem verächtlichen Seitenbl'ck aus den Jüngling hinter dem Schreibpulte; ich habe mit dem früheren Eigen-thümer der ^llndlung Geschäfte gemacht und eS dürfte sich ein oder daS andere meiner Werke noch in Ihrem Besitze befinden, ich heiße — und er nannte wieder seinen Namen. Der junge Mann hatte die Feder weggelegt und blickte nun mit fichtlicher Neugierde auf seinen Herrn. Dieser sprach nach einmem Zö^iern: Hm. ja. ich besinne mich. eS befinden sich auch in der That noch zwei Ihrer Gemälde in meinem Magajin, wollen Sie dieselben zurückkaufen, ich gebe sie iveit unter dem Ankaufspreis, denn — ich tvill damit nichts UebleS von ihnen sagen — sie sind nicht sehr nach dem heutigen Geschmacke. Der junge Mann ergriff seine Feder tvieder und begann mit einem Achselzucken von Neuem zu schreiben, als tvollte er sagen: Nun. habe ich eS nicht gleich gewußt, daß daS Nichts ist! Der Künstler schwieg einige Sekunden und sprach dann: J.l» sie zurückkaufen, tvie kommen Sie daraus, ich hoffe, Lie erlauben sich keinen Scherz mit mir? Das sei ferne von mir. entgegnete der Kunsiliündler in sehr arti^um Tone, ich dachte nnr. Sie gestatteten mir. daß ich oiine Rückhalt spreche. (Fortsetzung folgt.) Wettel proptjeten Als vor einige Dezennien die lächerlichsten Wetterprophezeiungen. die man ^raxo zuschrieb, die Runde durch die ganze Welt machten, sah sich der berühmte Meteorologe veranlaßt, laut ge^^en ein solches Be^linuen Protest zu erheben, tvobei er gestützt aiif seine Forschungen die Worte aussprach: „Nie. und tvie groß auch die Fortschritte der Wissenschaften sein mögen, werden ehrliche und um ihren Ruf besorgte Gelehrte sich zu Wetterpropheten hergeben." Dennoch erwartete man von den Fortschritten der Meteorologie eine sichere BasiS, auf Grund deren eS möglich tvürde. daS Wettcr auf längere Zeit vorher zu verkündigen. WaS hat aber die Meteorologie bisher gethan? Sic hat die Un-Möglichkeit, daß jeneS Problem jemals werde gelöst werden, zur Wahr-scheinlichkeit gemacht. Selbst mit Hilfe unscrcr vollkommensten Justru-rnente sind wir kaum im Stande, 24 Stunden vorher daS Wetter mit Sicherheit zu bestimmen. Statt der theueren Instrumente bedient man sich zum Vorherbestimmen der Witterung thierischer Wetterpropheten, unter denen der Laubfrosch der bekannteste ist. Man hebt dieses niedliche Thier-chen am besten in einem nicht zu engen Glase auf, dessen obere Oeffnung mit einem dnrchlöcherten Deckel verschlosicn ist. während der Boden mit Sand. Wasser und GraS gefüllt ist; außerdem stellt man ein kleines Leiterchen hinein, das auch sehr »voi)l durch lLpheuranken ersetzt iverven kann. Die Nahrnng des kleinen ThiercS besteht aus Semmel. Fleisch-stückchen oder Insekten. Hält sich der Laubfrosch nun am Boden deS Gesäßes ans, so können tvir mit Sicherheit Regen erwarten, wogegen er sich empoiliebt. wenn heitere Ut>d trockene Witterung bevorsteht. Die lZpinne erhielt tvohl zuerst durch <1'.l8^0uvkl den Ehrentitel eineS Wetterpropheten! Um diese als solchen zu brnutzen. ist es Hauptsache, dieselbe nicht zn füttern und in keinerlei Weise zu stören. Finden wir alSdann die Spinne am Morgen mit iveit gespreiz ten Beinen vorne in ihrem Netze, so können wir für den Tag auf gute Witterung rechnen. Steht dagegen regnerisches Wetter bevor, so kauert sich dieselbe in ihre Ecke und kommt nicht zum Z^orscheiu. Wenijier l'ekannt ulS diese beiden möchte der Blutegel als Wetter-prophet sein, olischon er dieses Prädikat in gleich hohen Grade mit jenen Verdient. Eine »veiße Flasche, die mit wenig grobem Sande und zu ztvei-drittel mit Regenwasser gefüllt und mit loser Leinwand verschlossen ist. dient als Ausentl)altSort. Liegen die Blutegel regungslos am Boden, so kündigt das im Sommer schönes Wetter, nn Winter trockene Külte an. Ihre fortwährenden unruhigen Bewerbungen deuten auf starken Wind. Tritt aber im Sommer Regen, im Winter Seln>,e ein. so hält sich der Blutegel im oberen Theile der Flasche aus. Ä. Mr. Aeh» Sffeutltch« BvrtrSge «der <«S >it Geschichte der «Ilgemeiitii Kiyilieii von KranzlWieSthaler. (Cafino'Restauration; Beginn: SamStag den 8 Jänner Abends 6 Uhr, Fortsetzung GamStagS. Abends von 6 bis 7 Uhr. Eintrittpreis: 30 kr. Die Herren Pränumcranten werden ersucht, ihre Kirten mitzunehmen.) 46 Freitag den 7. Jänner: von der Theatermufitkapelle unter Leitung ihreS Herrn KcipellmeisterS ^dsrt »okl. Durchweg neues Programm. — Anfang halb 8 Uhr. - Entree 10 kr- An die hochverehrten Rewohner von Nkarburg! Da H. Hoff sein Mahertrakt auch allein echt nennt, so sehen wir uns genö thigt, die ««tbeit unserer Wilhelm<»dorfer Malzextrakt, durch die Ausspritche zweier Professoren der Wiener Klinik, die bekannt lich europäischen Ruf genießen, außer allen Zweifel zu setzen. Dr. I. Klor. IRellsi? — al» Professor der pathologischen d. i. der Chemie der Krankheiten und al» in Gid genommener k. ?. Gericht Ehemiker vor allen übrigen Autoritäten zn einem chemischen Ansspruche bernfen äußerte sich nun in der „Wiener Medizinischen Wochenschrift" über unser Malzertra „Die Analyse JhreH KabrikateS ergab, daß e« überhaupt nicht» ander» ist, al» wie e» schon vor Jahren unter dem Namen: al» dietÜtisebes ') und Heilmittel wegen seine» hohen Ge ^lte» an geeigneten Proteinaten, Kohlenhydraten und pho»phorsauren Salzen von dem ärztlichen Publikum verordnet wlirde." „Ferner unterscheidet sich Ihr Malzextrakt, da e» von Gahrung»pro dukten, so wie von allen Verunreinigungen und Verfälschungen frei ist, anch ganz wesentlich von dem Hosf'schen Fabrikate, welches fälschlich den Ramen Mal eittaN fühtt. jedoch nnr ein in fortschreitender starker SSHrung begris i^nes, mit bitteren Ausätzen verpantschte^ SRs-'ist, das ich in den «ereich der größten Gharlatanerie werfe." Und f.k. Hokrath Prof. an der Wiener Klinik sagt: „daß daS Hoff'schej Fabrikat die für viele Kranke geradezu HVchst nachtheiligen Produkte der Gährung enthalt." (Klinische Borlesungen 8 Heft, herauSgeg. von Dr. Stostela.) Da Hoff also kein Malzextrakt sabrizirt, anch keines von unS bezicht. so kann er auch keine Malzextrakt-Bo n b on S und .Thoko laden, sondern nur ganz ge «ähnliche aus Zucker und Cacao bestehende machen, nicht besser, als alle übrigen fAzschlich sog. Malzbonbons u. Malzchoeoladenvon Kexer, Schmidt ic. Das echte Malzextrakt ist nun weder ein Geheim- noch ein Wundermittel. SS ist der Auszug der nährenden und heilsamen Bestandtheile des Malzes auS demselben, — welches Geschäft bei den übrigen StahrungSmitteln der nicht immer dazu geeignete Magen verrichten muß. Daher ist e» ein vollkomme. nßr, d. h. alles zur vlut- und damit Fleisch., Knochen» u « d Wärme, bildung Röthige (dazu bereits aufgelöst) enthaltender »nd so leicht verdan-Ucher ') MAHrftoff, daß er auch von schwachen und kranken Orga-«iOmen, die die (wohnlichen Nahrungsmittel nicht mehr verdauen können, noch ver da»t wird. Der Hauptwerth des Malzextraktes liegt daher darin, daß eS diese schwachen und kranken Organismen, die sich selbst auszehren müßten — und wie viele Kranke sterben uicht au ihrer eigentlichen Krankheit, son-dtrn vergehen vorSchwäche! -- vor Abzehrung. Schwindsucht^, durch normale Nahrung bewahrt und so zum Kampfe qegeu die Haupt« trankheit kräftigt. Dies ist auch der Fall bei Lungen leiden, welche mit dem durch die schadhafte Lunge nur mangelhaft aufgefrischen Blute die gewöhnlichen Nahrungsmittel ebenfalls nicht mehr verl)auen können und so meistens abzehren. Daher belehren unS daß fie unser echtes Malutrakt ge- aen DchwAedezustände — auch gerne als wohlschmeckenden Ersatz des schwer verdaulichen Leberthrau» — und insbesondere wegen dessen wie nichts anderes die Schleimhäute a^n feuchtenden und den Schleim auflösenden Malzzucker sowie die Athmung erleichtender Nerathmnngs-slto^e und phosphorsanren Salze, gerade bei den verschiedenen kleineren und größeren «Tsr' Sr'TRST, mit dem besten Erfolge anwenden. >?. Um unser Malzextrakt der herrschenden iNeschmacksrich-tuug und auch den Minderbemittelten zngänglich zu machen, erzeugen wir daraus im Vereine mit Zucker und Cacao die echten Malz extrakt'Vonbons und Malzextrakt-Chocoladen, die daher die eben auseinandergesetzten Wirkungen des Malzextraktes in sich vereinen, in den verschiedensten auch billigen Qualitäten, und zwar: 1 Carton Malzextrakt-NonKßo»» 10 kr. »/4 Paquet (a 4 Zeltel) Malzextrakt-VI»oooI»üs in 6 Qualitäten zu 14'/« kr . 17 Vs kr.. 30 kr., 40 kr., 50 kr. und 75 kr. (auch zu haben in V« Paq. 8 und in Vi Paq. ^ 16 Zelteln). I. Qual. gr. Gl. 75 kr., kl. Gl. 50 kr. II. Qual, weniger wirksam und weniger dauerhaft, gr. GlaS 45 kr., kl. Gl. 30 kr. Indem wir noch anzeigen, daß wir von unseren Malzeztratt-Fntrtkateu wie bisher Lager halten in Marburg bei H, A. Kolletnig, Tegetthoffftraße, bitten wir um gefällige Beachtung unserer Inserate sowie um lveiteren gütigen Zuspruch und zeichnen Hochachtungsvoll Rkilkvlmgöofior »slipi'oöuletvn von Aug. I. Kitfferle n. Gomp. (Wien). 1) Vier ist seiner chemischen Zusammensetzung nach etwa» yanz anderes als Malz-Extrakt und von demselben so verschieden, wie z. B. Weln von dem süßen Zast der Traube, durch die Biergährung find gerade die Haupt ilälirstosse des Malzexktrakte» nämlich diesseischbildenden, in Alkohol (Weingeist) Kohlensäure und Hefe umgewandelt, daher ist Bier nicht nahrhoft im gewöhnlichen Sinne, sondern macht nur fett und warm. 932 Kundmachung. Nachdem über die Wahl einer Liegenschaft für die in Folge Beschlusses des steiermärk. Landtages in oder bei Marburg zu errichtende Weinbauschule vom hohen Landtage in der letzten Session kein Beschluß gefaßt und der LandeSauSschuß in der 24. Sitzung beauftragt wurde, in der nächsten Sesstou über diesen Gegenstand weiteren Bericht zn erstatten, so findet der LandeSauSschuß nochmals die Besitzer von znr Errichtnng der Weinbauscdule geeigneten Liegenschaften in nächster Nähe von Marburg. welche bisher keine dieSfälligcn Angebote machten, aufzufordern, bis 1. Februar 1870 ihre dieSfälligen Verkaufs-Anträge unkcr Nachwel» sung des Flächenmaßes, der Lage nnd Veschasfenheit derselben , sowie der Ränmlichkeiten der dabei befindlichen Gebände dem LandeSanSschnsse zn überreichen, wobei bemerkt wird, daß daS Erforderniß an Grnndstücken in circa t0 Jochen Weingarten. Z Jochen-für Rebschnlen, 5 Jochen für die Obstbaumschnle, K Jochen für den Obst-SortimentS-Garten und l6 bis 20 Jochen an Aeckern, Wiesen und Wald zu bestehen habe und für die erwähnten Knltnren die erforderlichen Eigenschaften befitzen müsse. Vom steierm. LandeSanSschnsse. 4l Graz am 24. Dezember l869. Eine Sodawaffer-Maschine nebst allem Zugehör, Stoppelmaschine, 600 Flascheln auf mchrere 100 Stoppeln gleich in Verwendun,^ zu bringen, ist wegen Uebersiedlung zu verkaufen. Nähercs bei Franz Straschill in der Kärntnergasse Nr. 280 zu erfahren. (866 zu 80 Kreuzer pr. Zoll-Zentner, werden in der Gasanstalt abgegeben. Die Abgabe — und zwar nicht unter 1 Zentnrr. erfolgt, soweit der Borrath rcicht. einstweilen nur an Mittwochen und Samstagen. Bor-mittags zlvischen 7 und 9 Uhr. (47 Gründlicher Unterricht in der frlmzösischen und italienischen Sprache wird gegen mäßiges Ho« norar ertheilt. Anträge unter L an die Redaktion dieses Blattes. (40 tzS vKlsiok M vsrxsbsi». Gewöibe mit vollständiger Ginrichtuns^ ^^^fsir jcdcS Geschäft geeignet vollständige let. in der G Näheres im Comptoir der „Marburger Zeitung". razer Vorstadt. «H Nlllroitrakt-Vdolloliui«. Jus 9 Au»fttü««ge> PrS«iiN. Nach k. k. Prof. Heller au der Wiener Klinik allein echt. Eine halbe Loge Sehr uahrhaft uud nicht verstopfend, für solche, die Erhitzendes nicht vertragen, besonders Brnstleidende. bLSf- Preise: Vi Va und Paq. von 6 Sorten l 50 kr.. 70 kr.. 1 fl. 20 kr, 1 fl. 60 kr.. 2 fl. u. 3 fl pr. Pf.^ Anerkenunna: „Da mir Ihr Malzextrakt außerordentlich gut beV kommt, so bitte um 4 Paquet« Malzextrakt-Chokolade le. Berger» Kunstmliller zu Schwertberg in Oberösterr." bei W'. VsKSttdoNdtr»««, Wilhelmsdorfer Maljprod«kte»-F«l>ril> >>«« Z«s. Ktfferle » «». (Wi«n.) Indem wir auf die AuSspriiche der k. k. Prof. uudt an der Wiener Klinik in unserem Eingesandt ddo. 24. Dezember/ ^1869 hinweisen, ersuchen wir. unsere echten Malzextrakt-Fabrikate nicht mit ^der fälschlich sog. Hofs'schen Charlatanerie zu verwechselu. DWGWOWUGWWWWKWMM. Bitte und Anempfehlung. Ich beehre mich allen ?. 'I'. Kunden hiemit anznzeigen, daß ich das Bäckereigeschäst von Herrn Hnffa in der Grazervorstadt vom 1. Jän ner 1870 an gepachtet habe. ES wird mein eifrigstes Bestreben sein, alle geel)rten Kunden täglich mit frischem Gebäck bestens zufriedenzustellen und wird auch auf Verlangen das Gepäck ins Hau« gestellt. Um geneigte Aufträge bittet achtungsvoll 39__Bäcker W Vtrspt«« tÄUltvI» Lrßnoli, empfiehlt ^ kviekmevvr, 31) Conditor, vj8-ü.-vj8 „yotel Mohr." ist unter billigen Bedingungen sogleich zu vergeben. Nüherrs im Comptoir dieses Blattes. (47 u in der feinen und richtigen Aussprache des Französischen, sowie Couversations-Stunden werden ertheilt. (37 Näheres in der Redaktion dieses Blattes. VeranNvortiiche Nedattion, Vruck und «erlag von Eduard Janschitz tn Marburg. 2. I?. St. S.