.4/! TA». Freitag am JH. Qetober «^HV. Dle „Laibachc>> Zeitonq" crschci.it, mit A,.^s>,»c ^r Sm>n< nnd F. icrt^c täglich, und kostet ,'c.mm! den Aeil ri g l , jl.. l»a l ft jä b r> a 7. ft A» lr mil Kreuzbar >m i.mvt.ir ssa»,,jährig !2,1 ''"l^abr.q ' ' - ,^'r 0l^ Znstcllm.g in's Ha»s sind halb.äl.riq 3" fr. „nbr'zu cntncht.» M de r >Uo'st l ,r ' frei .iai!,!is,ria unter ^re^ba»? unt, zi.i'rucktrr Ndie^ >^> 6,. ,, a! b ,.i hri g 7 ss. Z() fr. ^ In irrat, o » Sq rl'ii s, r fur tiuc S>'.ilt.»/.,le od.r i,.» ',,«... I <^ !,,^ ,' ^ (^tm ,' "^ fi.r i«-mm..^ . sr ,ür vrmua,^ 5 kr E. M Jugate l'i. ., 8,i... f.stcn 1 ff, fur 2 Ma>, .0 fr. f„.'x M^'u.^'^' ^"' ^!"«^^ü' 3>t dich'» ('«.'l'ichrc» ist mich dc>» ,,P>ov>,on,ch.'» Gc,chc Voin «.. N^nxbcr l«50 ,»r .N!,.rt,o»sstm»pc!" ,n'ch 10 kr. fur cine jcdesmali^c l,N)aNs». Amtlicher Theil. <^Ve. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 48. September d. I., dem ersten Präses der theoretischen Staatsprüfnngs-Com-Mission in Wien, Dr. Joseph Ritter v. Kudler, k. k. wirklichen Regierungsrath, cmeritirten Professor der Wiener Hochschule und Ritter des k. k. Leopold-Ordens, den Titel eines k. k- Hofrathes mit Nachsicht der Taren allergnädigst zu verleihen geruht. Das k. k. Finanzministerium hat den Finanz-secretär Valentin La go zum Finanzrathe und den politischen Prätor Adam Tilgner zum Finanz-secretär bei der k. k. Sttuerdirection in Zara ernannt. Der k. k. Minister für Cultus und Unterricht hat den bisherigen Snpplenteu am Gymnasium zu Marburg, Adolph Lang, zum wirklichen Gymnasiallehrer ernannt. Bei der Staats-Centralcasse sind von den verschiedenen Ländercasseu 1M0.000 st. in Mü>,zschemen emgeftossen, welche zu Zahlungen des Staates nicht mehr hinausgegeben werden dürft,,. Diese Geldzeichen werden am 22. und !w. l. M., jedesmal mit eiuem Betrage von üOiXOW st., in dem Verbrennhause am Glacis öffentlich vertilgt werden. Durch diese Vertilgnug wird jedoch keine Aende-rung iu der Summe des circulirenden Staatspapicr-geldes bewirkt. Vom k. k. Finanzministerium. Wien, am 19. October 1«!>2. Nichtamtlicher Theil. Ginweihnug der neuen Pfarrkirche in vberlaibach. ?. H. Ein schöner und großer Bau ist in die-sem Jahre zu Oberlaibach vollendet worden, nämlich die nene Pfarrkirche St. Pauli. Der Van hat bei seinem Umfange nnd bei der Art des Styles nur 2 Jahre gedauert, was eben für den Eifer und für die Bereitwilligkeit und Thätigkeit, so wie für die innere Einigkeit der betreffenden Gemeinde spricht. Ueber die Form des Baues der genannten Kirche ist iu einem Aufsafte des I. 1831 in diesen Blättern berichtet worden; es möge nnu hier über die letzte Bollendnng des Ganzen das Wichtigere gemeldet werden. Im Innern der Kirche ist es vor Allem der durch den academischen Maler Kurz v. Goldenstein ul ll'^00 ausgeführte Altar, der mit eigener Wirkung den Angen des Beschauers entgegen tritt. Zu oberst daran ist der blaue, mit goldeuen Ster-"«n besätte Himmel; im Uebrigen die einbezogenen, "Ut Arabesken gezierten Wandpfeiler und Gesimse, '"zwischen Engel- und Heillgenfignren in tänschender Vollendung, in der Mitte das auf Leinwand ge-Walte Altarblatt mit Pauli Vekehruug. eben durch das matte Licht der mit farbigem Kreuz geschmück-l"' Fenster hervorgehoben. Das gauze übrige Innere der Kirche hat ciueu farbigen Anstrich, nämlich grün tuschirt in den Flächen, gelb in den Leisten Und Gesimsen, und theils violet, theils röthlich im Gewölbe. Ebeu durch diese verschiedene Färbung ist oem Beschauer die Fornl des Ganzen so wie der ein- zelnen architectonischen Glieder hell vor Angen gestellt. Eine besondere Zierde für das Innere der Kirche ist die meisterhaft vollendete Kanzel im schönen byzantinischen Styl, deßgleichen die ans schwarzem und röthlich gestreiftem Marmor ausgeführte Commnnionbank; entsprechend schmücken das Ueblige zwei schöne Wandbilder vom acad. Maler Kühuel, sowie die von eheher behaltenen marmornen Seitenaltare. Was sonst bei einer Kirche an Stand- und Kronleuchter», Lampen, an schönem Altarschmuck u. s. w. gefordert wird, das ist durch eine seltene Opferwilligkeit im Uebermaß vorhanden. Das Aeu-ßere der Kirche ist dem Innern entsprechend gehalten ; der Anstrich ist gelb tuschirt, und außer den architectonischen Verzierungen geben auch Fresken in der Fronte uud am Ende des Hauptchors dem Ganzen ein schönes Ansehen. Die Feier der Consecration dieser neuen Kirche ist am 17. Oct. vor sich gegangen, von einem heitern Tage, nach langer Regenzeit, begünstiget. Der Empfang des h. Kirchenfürsten, des hochw. Bischofs Anto n Aloi s, war schon am vorhergehenden Tage festlich gehalten. Am Tage der heiligen Handlung versammelte sich eme große Volksmenge, vom Verlangen, eine nicht häufige Feier zu se l>», herbeigeführt, und sodann auch nicht oh»e mächtige Belobung des religiose» Sinnes heimkehrend. Die Beschreibung der emzel,,«,. Eiuweihungöceremonien möge hier erlasse», sei»; die Bemerkung möge aber Scatt haben, daß ihre Are uud Weise geeignet ist, auf jedes menschliche Gemüth tiefen Elildruck zu machen. Eiue feierliche Rede währeud der Einweihuug trug das Ihrige dazu bei, die religiösen Gefühle der versammelten Menge zu wecken und zu beleben. Nicht unverdient war das Lob, welches der Redner hierbei der Pfarrgemeinde mit ihren hervorragenden Männern und ihrem Seelenhirten für ihre außerordeutlicheu Leistungen gab; er konnte nämlich nicht bloß auf die Kirche, sondern auch auf den zu gleicher Zeit unternommenen Neubau der Schule und den Umbau des Pfarrhauses hiuweisen. Bei der Neunnng des leyteru wendete sich das Lob des Redners auf den hochwürdigsten, Fürstbischof, welcher durch eine große Spende die Ausführung möglich gemacht hat. Der feierliche Tag dieser Kirchweihe wird ln langem Angedenken der Pfarre, die schon wenigstens seit dem I. 1414 besteht, verbleiben, so wie er dem die Consecration vornehmenden Kirchen-fürsteu ein Tag der Frende war; denn vielfach äußerte er seine Rührung und seine Entzückung über das Unglaubliche, was geleistet worden. sowohl während semer Anwesenheit als bei seiner Scheidung, wo er, festlich begleitet, gegen Abend iu seineu bischöflichen Sil) zurückkehrte. Weun man den religiösen Sinn eines Volkes nach dem beurtheilen will. was es für Gotteshäuser thut und unternimmt, so haben die Bewohner Kraiu'ö viel für sich. Abgesehen von den schönen nnd großen Kirchen, welche die Hauptstadt Laibach, wie nicht jede Hauptstadt iu solchem Maße aufzuweisen hat, ziereu, findet man auch auf dem Lande anßer einer Menge kleinerer, auch viele bedeutend große nnd schöne Kirchen. Und die neueste Zeit ist nicht vom ehemaligen Eifer abgewichen. Während die Hauptstadt ihre Kirchen noch immer verschönert, bam das Land alte großartig um, und führt neue auf; während des Hirtenamts des gegenwänigen Fürstbischofes siud gegen vierzig nene Kirchen eingeweiht worden, und zwar in diesem Jahre zwei, und das künftige bietet wieder zwei neue an. Dabei läßt die innere Aus-schmücknng nichts zu wünschen übrig, und das Geläute überwiegt verhältnißmäßig die meisten anderen Länder. Glocken von 80 und 4V Ctr. Schwere sind in Laudkirchen nichts Seltenes, und solche von 2l) Ctr. das Gewöhnliche. Der geistige Sinn des Volkes kann bei solchen Aeußerungen wenigstens nicht ganz verkommen sein. Gelierreich N3ien, 16. October. Von Seite des Finanzministeriums wurde an die Abfassung einer Instruction für die CreditScafsen über den Vorgang bei Verpfandung von anf Namen lautenden Obligationen an die Nationalbank gegangen. Es wurde nämlich beschlossen, bei Verpfändungen von Obligationen, welche auf Namen lanten, ein vereinfachtes Verfahren einzuführeu, durch welches die Nothwendigkeit entfällt, die zu verpfändenden Obligationen vor Uebernahme des Pfanddarlehens auf das Leih- und Depositenamt der Nationalbank und nach erfolgter Zurückzahlung des Pfanddarlehens hinwieder auf den Namen der Partei umschreiben zu lassen, nnd zur Behebung der während der Dauer der Verpfändung ftllig werdenden Zinse» die Beistimmung der Natio-»albank z» erwirken. Im Wesentlichen berubt das neue Verfahre» darauf, daß die verpfändeten Obligationen unverändert bleiben, daß an die Stelle der bisher angeordneten ersten Umschreibung derselben die entsprechende Vormerkung i„ den Creditbüchern, „>,d an die Stelle der zweiten Umschreibung die Löschung dieser Vormerkung tritt. — Die Absicht der Finanz. Verwaltung bei dieser Manipulationsverändenmg dürfte darin zu suchen sein, daß an die Stelle der bisherigen Verwicklung und Unbequemlichkeit ein einfacheres Verfahren zum Besteu des Publicums und zur Sicherheit der Nationialbank trete. Wien, 19. October. Der k. k. Ministerialrath nnd Generalconsul in Aegypten, Hr. Wilhelm von Huber, welcher seit 14 Tagen hier verweilt, wird die Rückreise auf seinen Posten noch in diesem Monate antreten. — Dem Vernehmen nach ist der Cisternienser Monsigiior Amatori vom päpstlichen Stuhle erwählt, nm über die in der Iosephinischen Periode in Oesterreich erfolgten Klosteraufdebungen zu berichten, da von verschiedeneil Seisen Schritte geschehen sind, dieß-falls Ansprüche zur Gelmng zu bringeu. — Die Gemeindevorstälide sind allgewiesen worden, die Einleitung zu treffen, daß bei Truppenmär« schen die entfallenden DurchzugverpflegSgebühren gleich an Ort und Stelle in Empfang genommen werden können, da die Truppencommandanten angewiesen sind, nm jeden Anstand fern zu halten, die Bezahlung noch vor dem Abmärsche an die Gemeindecasse zu leisten. — Das Finanzministerium hat gestattet, daß die Behandlung der Gläubiger-Bernfungs-Edicte in Verfahren wegen Zuweisung der EntlastungS-Capila-lien nnd deren Einschaltung gebührenfrei zu behandeln sei. — Den in Folge Instizministerialerlasses soeben erflossenen, das Verfahren in Ehesachen der evangelischen Glaubensgenossen in Ungarn betreffenden Bestimmungen, entnehmen wir Folgendes: Ehescheidun- 1036 gen, Ungiltigkeit oder Trennung der Ehe, gehören vor die Gerichtsbehörden. Die Scheidung mnß den Ehegatten, wenn sich beide dazu verstehen und über die Bedingungen einig sind, nach vorhergegangener seelsorgerlichen Vorstellung bewilligt werden. Die Bewilligung einer solchen einverständlichen Scheidung kann jedoch keinen Vorbehalt weiterer Verhandlungen über Unterhalt, Vermögenstheilung, Kinderversorgnng eitt-halten und hatten sich beide Ehegatten über diese Puncte nicht vollständig geeinigt, so kann die Scheidung nnr dnrch richterliches Erkenntniß ans den gesetzlichen Gründen Statt finden. Zu dem Verfahren sind im Allgemeinen die über die mündliche Verhandlung streitiger Rechtsangelegenheiten bestehenden Vorschriften in Anwendung zu bringen. Will ein Theil in die Scheidung nicht einwilligen und hat ein Theil rechtmäßige Gründe, sie zu verlangen, so ist die Sache von Amtswegen zu untersuchen und darüber zu erkennen. Geschiedenen Eheleuten steht es frei, sich wieder zu vereinen. Die Verhandlung über die Ungiltigkeit einer Ehe wird, wenn es sich um ein öffentliches Hinderniß handelt, durch das Gericht ohne Einschreiten eines Klägers von Amtswegen eingeleitet, sonst muß das Ansuchen eines Theiles abgewartet werden. "- Anlaßlich eines vorgekommenen Falles ist erzbischösticher Seits entschieden worden, daß, im Falle Gefällsverkürzungen von den Beichtenden angegeben werden, die kirchliche Absolution nur dann erfolgen könne, wenn die bezüglichen Betrage, ungeachtet der eingetretenen Verjährnng, dem Aerar zurückerstattet werden. — Die Drainage-Arbeiten in Steiermark schrei-ten rasch vorwärts. Im Laufe dieses Sommers sind auf den Gütern Sr. k. k. Hoheit Hrn. Erzherzogs Johann, Grafen Kotulinsky, Baron Mandel und Baron Walterskirchen beinahe die sämmtlichen Wiesen entwässert worden. — Der Handelsmann Hr. Hößly erhielt ein t. k. Privilegium auf die Erfindung, Ziegelsteine zu po-liren, wodurch dieselben zur Pflasterung von Zimmer-böden verwendet werden können, und diese daS schönste Ansehen gewinnen. — Von den alten, ans dem Verkehre gezogenen Klipferscheidemünzen sind bereits über 4000 Centner zur Umpragung gekommen. — Der erste Dolmetsch des Königs von Persien, Herr David, welcher seit einigen Wochen theils hier, theils in Prag und Brunn verweilt, hat dem Vernehmen nach wieder den Auftrag, einige tüchtige Montanistiker für die persischen Bergwerke anzuwerben. — Das Ministerium hat gestattet, daß für die Diurnisteu, welchen im Falle einer Erkrankung die entfallenden Diurnen nach einer neuen Bestimmung nicht ausgezahlt werden, bei besonders rücksichtSwiw digen Umständen und vorzüglicher Verwendung, auf Auszahlung der Taggelder für kurze Zeit der Erkrankung dennoch angetragen werden könne. — Nach Berichten aus dem Vcnetianifchen ist die Weinlese in dortigen Gegenden sehr gering ausgefallen. Nicht nur die Traubenkrankheit allein, sondern anch die in letzterer Zeit häufig vorgekommeneu Wolkenbrüche haben derselben sehr geschadet- — In Ungarn wird ein erfrenlicher Aufschwung der Tabakcultur bemerkbar. Große Flächen, wie dieß namentlich an den Ufern der Marosch der Fall ist, welche bis jetzt unbenutzt waren , werden min zum Tabakbaue benützt. Die Occonomen rivalisiren aber auch dabei, vorzügliche Pssanzeu zu setzeu. — Von Seite der hiesigen Marktaufsicht wird jetzt große Aufmerksamkeit verweudet, um den unbefugten Zwischenhandel vor den Linien zu steuern. Am letzten Markttage sind fünf Individuen wegen Uebertretung der dießfalls bestehenden Vorschriften znr Verantwortung gezogen worden. — Im März v. I. sind lltt Arbeiter aus Pre- dazza in Tirol nach Siebenbürgen abgegangen, um dort eine Colonie zu gründeu. Die Negierung ließ ihnen 2600 ss. als Neifeunterstützung anszahlen. Jetzt "sühn man, daß diese Kolonie trefflich gedeihe und die Leute nicht nur Grundstücke bebauen, sondern auch be,m Straßenbaue nicht unbedeutende Geldbeträge verdienen. — Hernals war am verflossenen Sonnabend, den 16. d. M. der Schauplatz einer seltenen Festlichkeit. Die Veranlassung zu derselben gab die kürzlich erfolgte Wahl des um die Wissenschaft und die Medicin insbesondere hochverdienten Professors Noki-tansky zum lector mngmlieu« der Wieuer Hochschule für das Jahr 18Ü2. Die Hörer der Mediciu an der hiesigen Hochschule, welche iu Nokitansky nicht nur den großen Gelehrten und Gründer der neucu medicinischen Schule verehren, sondern ihn eben so wegen seiner seltenen Bescheidenheit, zuvorkommenden Freundlichkeit und Wohlwollen gegen jeden derselben aufrichtig und innig lieben, hatten aus diesem Anlasse unter sich den Beschluß gefaßt, diesen Moment ans eine würdige Weise zn feiern. Das Fest begann mit einer Serenade, ausgeführt von einem ans 40 Stimmen bestehenden Männerchore, und dirigirt von dem Gesangsmeister Hrn. Hipfel, welche unter den Fenstern Nokitansky's iu seiner ihm gehörigen Villa zn Hernals vor sich ging. Viele Hunderte seiner Zuhörer und andere Verehrer Nokitansky's waren in dem Garten versammelt, wo der genannte Männerchor, umringt von zahlreichen Fackelträgern, sünf schöne Lledcr erecutirte. Nach dem ersten Liede verfügte sich eine Deputation von fünf Medicinern in den Salon des Gefeierten, in welchem sich auf Ein-ladung der Gattin Nokitansky die Freunde desselben und mehrere Professoren der hiesigen medici-nischen Facultät befanden. Herr Med. Dr. Ferdinand Much trug hierauf eiu passendes Gedicht vor, auf welches Herr Professor Nokitansky in herzlichen Worten seinen tief gefühlten Dank aussprach. Nachdem die Deputation sich entfernt hatte, begab sich Hr. Professor Nokitansky an der Seite seiner Gema-lin, einer dnrch Liebenswürdigkeit und hohe Bildnng gleich ausgezeichneten Dame, auf die Altane des Gartens, und dankte mit einigen herzlichen Worten für die ihm gebrachte Ehrenbezeugung. Nach dem Vortrage des letzten Liedes ertönte ein mehrfaches „Lebehoch" auf den ll<:< !<>>- ml^mliou«, welcher gleicher Weise ein „Lebehoch" der medicinischen Facnltät darbrachte. Auch dem gesannnten Professorencollegium wurde sodann von den unten versammelten Medicinern und Doctoren der Mediciu eiu herzliches „Lebehoch" gebracht. — In der Domkirche zu Augsburg, wo mau gegenwärtig den großen Hauptaltar abträgt, hat mau eiueu sehr interessanten Fund gemacht: Man hat nämlich den alten Altar, der von einer dicken Maner ganz eingemauert war, entdeckt und sorgfältig enthüllt. Derselbe, ist aus Sandstein, mit köstlicher Steinhauerarbeit, und trägt die Jahreszahl 1437. — Aus Trafoi, am Wormser Joch, 0. October, läßt sich die „Allg. Ztg." berichten: „Zu den Verwüstungen, welche die italienischen Insurgenten des Jahres 1848 anrichteten, gehörte auch die theil-weise Zerstörung der berühmten Straße über das Wormser Joch. Viele der Gallerien, welche überall zum Schutz gegeu die Lawinen auf der Höhe der Straße angebracht sind, wurden von einem italienischen Streifcorps vernichtet nnd mehrere Locandineu, namentlich die „Franzeushöhe", gänzlich abgebrannt. Mehrere Winter hindurch war diese großartige Alpenstraße, die höchste, welche in Europa ist, iu fast unfahrbaren Zustand versetzt, uud nicht gering der Schadeu, deu eiu Theil von Tirol, Baiern und Vorarlberg, die in ihrer Verbindung mit der Lombardei abgeschnitten waren, dadurch erlitten. Mit großen Kosten hat die k. k. Negieruug im Laufe dieses Sommers die Straße jetzt so weit wieder herstellen lassen, daß dichlbe auch für diesen Winter wird ohne Gefahr zu passiren sein. Die meisten Gallerien an den gefährlichsten Stellen sind wieder neu aufgebaut, und an 4!i Arbeiter fest angestellt worden, um die Straße fortwährend von Schnee rein zu erhal-teu. Die Posterpeoitiou auf der Fraozenshöhe ist nicht wieder hergestellt, hingegen sind in Trafoi Post-pferde zu erhalten, die den Neisenden bis nach Sta. Maria auf lombardischem Gebiet bringen; der früher bestandene Eilwagencurs ist vorläufig noch uicht wieder eingerichtet worden. Wir glaubeu, daß diese Nachricht von der Wiederherstellung der Wormser-straße in weiten Kreisen mit großem Interesse aufgenommen werden wird, daher wir sie hier mitzuthei- len nicht unterlassen wollen. Von allen Pässen, welche über die Alpen nach Italien führen, ist sowohl der Kühnheit seines Baues, wie auch der Groß' artigkeit seiner Umgebung wegen — die Gletscher gehen dicht bis an die Straße heran — der übel das Wormser Joch unbedingt der interessanteste M'd übertrifft selbst weit den des Simplons." - Die französische Regierung beabsichtigt eim uuterseeische Telegraphenverbindung mit Afrika herM stellen, und hat sich an einen inland, ansässigen deutschen Geographen um Ansknnft über die zu passireip den Meeresfiefen gewendet. — Zn Paris ist im Bazar Bonne Nonvelle seit einigen Tagen ein Meisterwerk der Tischlerkmisl ausgestellt; ein Betschamel, welchen die Bischöfe, die Geistlichkeit und die Gläubigen der Provinz Tours dem heil. Vater verehrt haben. Dieser Bet« schämet, in Eichenholz uud Elfenbeiu reich geschnifi« soll so schöu seiu, daß man lange in Paris nicP Aehnliches bewundert hat. - Von Manchester erhalten wir jetzt eine ge< naue Uebersicht der Baumwollcousumtion von Europa nnd Amerika, die ron höchstem Interesse ist, und z" manchen gewichtigen Neflerionen für die nächste M< kunft der Vaumwollfabricatiou Veranlassung gibt' Es betrug nämlich die ganze letzte Ernte 3,01!i.l^ Ballen. Dazn der am 1. September 185! 1 übrig gebliebene Vorrath 128.304 Ballen; zusammen 3,143.333 Ballen. Von dieser Masse consumirle Amerika (Vereinigte Staaten) 603.02!) Ballen, l«" mit 200.000 V. mehr als im Jahre 18Ü1. ^^ 7i;,000 V., die ans den Plantagen unmittelb^ " die amerikanischen Fabrikeu wanderten, zusamm"» also 678.029 B., wahrscheinlich noch mehr, a" wahrscheinlichsten gegen 700.000 V. Von der ganzen dießjäh-rigen Ernte, die 660.000 V. mehr als die vom I> 18i;i abwarf, smd nicht mehr als 91.000 B. iN Amerika auf dem Lager znrückgeblieben. Die große Masse des Erpcrts vertheilte sich folgendermaßen: l8ii2 18!i 1 Zuwachs Nach England . 1,668.749 1,418.26!. 2!'0.484 Nach Frankreich . 421.37!; 301.3Ü8 120.017 Nach d. nördl. Europa 168.876 129.492 39.38? Nach diversen Hafcn 184.647 139..M! 4Ü.0Ü2 2,443.646 1,988.710 4!i4.<)36 1,988.710 __ ^. 4!i4.936 4!i4.93li — Das „Kelso-Lhronicle" erzählt: Einem Matrosen, der am 18. August vou Glasgow nach Australien reiste, fiel es in der Bai von Biscaya "'", den Mecresstrom, der von hier seine Nichtnng >^ Irland nimmt, dazu zu benutzen, seinem Bruder ui Kelso einen Brief zuzuschicken. Zn diesem Zwecke siegelte er den Brief in eine wasserdichte Büchse, lilid warf diese über Bord. Merkwürdig genng entkaw diese Büchse wirklich allen Klippen uud Strömungell der verschiedenen Küsten, und wurde von einem Knaben an der irischen Küste gefunden, geöffnet, und der Brief durch die Post an seine Adresse befördert. El halte die Neise in bloß 30 Tagen zurückgelegt. — In der Nähe von Schipley in Euglanl baut jetzt eiu Herr Salt eine Vaumwollspinn-Fabril' welche die größte der Welt werden sott. Sie bekoml^ zwei Dampfmaschinen von 400 Pferdekraft, die ^ auf 12!»0 Pferdekraft gesteigert werdeu können, n^ einen eigenen Canal, eine Zweigeisenbahn nnd e<>^ Gaserzeugnngs-Anstalt haben, um in den Gebä»^ täglich 100.000 Eubikfuß für Ü000 Flammeu ?» ^ zeugeu; 4!>00 Menscheu werden erforderlich sein,", die Fabrik im Gang zu erhalten. Sie solle» ^ 700 zu errichtendeu Häuseru unterbracht werden« , Agram, 18. October. Die „Agramer Zeit"»^ schreibt, daß der Herr Truchseß, Policarp""" Paroviä, deu Sohu Sr. Ercellenz des H^' F. M. L. Grafen (5oronini mit allerhöchster V^M gnng Sr. Majestät adoptirt hat; hiernach wird Adoptivsohn den Namen „Graf Parovi^cronl"^ Cronberg" führen, und nach dem Tode des H"'"' ^ Parovi«'' der Erbe der Herrschaft l''»bar sein-Witwe des Herrn v. Parovi«' erhält ein Capital a LebenSrente. „ Mailand, 14. October. Die „G- di Mila"" meldet: „Der Gemeinderath Nitter Dr. Bemg" 10N7 Auguste Barabani hat sich bereit erklärt, auch im Jahre 1833 zwei Preise zu je U>0 Lire für die um den Elementarunterricht bestverdienten Lehrer'und Lehrerinnen auszusetzen und ahnliche Preise der Reihe nach für acht Jahre für die besten analogen Leistungen an den Elementarschulen in den lombardischen Provin-zialhanvtstädten anszuschen. Die k. k. lombardische Statthalterei hat sich veranlaßt gesehen, dem Herrn Ritter Barabani durch das k. k. Schulen-Oberinspec, torat ihre besondere Zufriedenheit ausdrücken zu lassen. Die dießjährige Preisvertheilnng hat bereits Statt gesunden, D e u t s ch l n »l d. Karlsruhe, ^. October. Die „Frankfurter Postamtszeitnng" enthielt einen Artikel aus Wien, wornach der grosiherzoglich baden'sche Minister Freih. Rüdt von Colleubcrg noch vor seiner Abreise dem Herrn Minister des Aeußern eine Erklärnng in der Zollvereinsfrage übergeben haben soll. Die „Karlsr. Zeitnng" kann dagegen versichern, daß der großherzogliche Staatsminister bei seiner Anwesenheit in Wien mit dem k. k. österreichischen Minister des Aeu-ßern nnr mündliche Besprechnngen gepflogen und demselben keine Erklärung übergeben habe. Gotha, 11. October. Nach einem vorgestern hier angelangten Rescripts des preusiischen Handelsministers v. d. Heydt ist dem hier wohnhaften Gesellschaftsvorstande die Erlaubnis; znr Vornahme der Nivellements für die beabsichtigte Bahn von Göttingen bis Gotha ertheilt worden. Bekanntlich soll diese Bahn von Göttiugen über Heiligenstadt, Mühlhansen und Langensalza bis zur thnnngen'schen Bahn führen und anf diese Weise die hannover'sche Südbahn und das zmulich isolirte preußische Eichsfeld mit dem Süden und Norden Deutschlands verbinden. Die Nivellirnng wird unter Leitung eines Oberingenieurs der thüringen'schen Eisenbahn noch in diesem Monate erfolgen. Italien. Florenz, 111. October. Die öffentliche Verlesung der von Guerazzi zu seiner Vertheidigung vorgelegten Documents hat am l>. d. begonnen, und war am 12. noch nicht zn Ende. Alle diese Documents werden durch die Presse veröffeutlicht werden. Znnächst wird jeftt das öffentliche ^Verhör Noma-uelli's beginnen. Turin, 13. October. Zn den vielen znr Vor-läge an das Parlament gerichteten Petitionen wegen Einziehung der Kirchengüter sind nun auch die gleichen Ansuchen der Städte Vercelli und Vernante gekommen. Viele französische Flüchtlinge, die sich seit den December-Ereignissen in Nizza aufhalten, haben die Weisnng erhalten, diese Stadt zu verlassen, um in Piemont internirt zn werden. Nom, 12. October. Am IN. d. stattete Se. Eminenz der Cardinal-Staatssecretär Autonelli Sr. k. Hol), dem Herzog von Modena seinen Vesnch ab. I r a ll k r e i ch. Paris, 1^. October. Am 16., dem Tage der Anknnft des Prinzpräsidenten, wird die Börse geschlossen bleiben, die öffentlichen Etablissements, so wie die Vnreaur der verschiedenen Ministerien werden um die Mittagsstuude geschlossen. Eine Ordonnanz dcs Polizeipräfecten seyt die beim Einzug zn ergreifenden Sicherheitsmaßregcln fest. Seit gestern rücken fortwährend neue Truppen in Paris ein, um der Feierlichkeit des Einzuges beizuwohnen. Man berechnet, daß beNn.lM Mann aufgestellt werden sollen. Der „Pays" ^ltt allen diesen Details bei, daß während der ganzen Dauer des Inges alle Glocken erschallen werden. Das „Journal des Debats" bespricht das allgemeine Stimmrecht nnd die Mi2 stattgehabten Abstimmungen und macht anf die immer mehr gesunkene Theilnahme bei den Wahlen aufmerksam. Es ist bekannt, "ß dieselbe mit der Wichtigkeit der zu wählenden Behörden, Erecntivgewalt, gesetzgebender Körper, De-patte.nentalräthe, Gemeindeärthe, gleichen Schritt ge-Mten hat. Die „Dcbats" erklären dieß dadnrch, daß «^allgemeine Stimmrecht nicht aeeianct s«. ver- wickelte Fragen zu entscheiden; es liebe einfache Fragen, vollendete Thatsachen und gethane Arbeit! Es bedürfe eines Losnngswortes; wenn es die Negierung nicht sei, die es leite, so geschehe dieß durch die Factionen. Paris, 16. October. Der Prinz-Präsident ist etwas vor 2 Uhr angekommen. Es wurden drei Reden von Herrn Delangle für den Municipalrath von Paris, Hrn. Berger, dem Seine-Präfecten nnd von dein hochwürdigen Herrn Erzbischof Sibour gehalten. Das Nationalgarde-Bataillon van BetignolleS verhaftete auf dem Boulevard des Italiens eine Per-sou, welche beim Vorüberziehen des Prinz-Präsidenten das Hanpt nicht entblößt hatte. Auf ausdrücklichen Befthl der Polizei durfte in den Straßen, welche der Prinz-Präsident durchzog, keiu Fenster geschlossen bleiben. Die Nufe „Viv<> l'Nmj»<'i-<>m'" waren zahlreich, namentlich in den Quartieren, welche die arbeitenden Classen bewohnen, der Enthusiasmus groß. Um halb vier Uhr langte der Prinz-Präsident in den Tuilericn an. Es fand km, feierlicher Empfang dort Statt Unter den Emblemen und Inschriften, welche an öffentlichtn Gebäuden angebracht waren, zeigte nnr eine am Eingänge der Straße Brienne von der Handelskammer nnd dem Handelsgerichte angebrachte liesige Fahne die einfache Inschrift: ^ l.mii« ,Vn S p a n i e n. Gerüchte von eincr Modification des Ministeriums tauchen neuerdings anf. Vor Allem wird der Eintritt des Hrn. de la Torre Ayllon — dermalen Gesandter m Wien — als Minister der auswärtigen Augelegenheiten erwartet. Die Nachricht von dem Widerruf oder der Suspension der Concessionen zum Bau von Eisenbahnen bestätigt sich. Nur die Linien von Madrid nach Wmansa und von Alar nach Santander sind hieiroi, mwgeiwmmen. Je „ach dem Fortschritte dleser beiden Linien werden auch andere Limen be-rncksichtigt werden. Die Regierung fürchtet besonders, daß der gleichzeitige Bau vieler Linien die Auszahlnng der Interessen der erforderlichen Capitalien zn sehr erschweren könnte. Portugal. Lissabon, 4. October. Das „Diaria do Go-berno" veröffentlicht das Decret der Zusammenberu-fnng der Corteö auf den 2. Jänner 1833. Die Wahlversammlungen und die Wahl der Deputirten werden am 12. December Statt finden. Nach dem neuen Wcchlgesche geschehen die Wahlen anf directem Wege; wahlberechtigt sind alle Portugiesen, welche eine Einnahme von 1000 Realen jährlich nachweisen und 23 Jahre, oder, falls sie verhcirathet, 21 Jahre alt sind, außerdem verschiedene Kategorien von Kapacitäten, als Officiere, Geistliche, Vaccalaureen u. s. w. Wählbar sind alle Wahlberechtigte, die eine jährliche Einnahme von 8000 Realen nachweisen, oder die zu den vorerwähnten Capacitätcn gehören. Von der Wählbarkeit ausgeschlossen ist eine Reihe besoldeter Beamten. Großbritannien und Irland. London, 13. October. Der Kanzler der Universität Orford ist gewählt; die Wahl, die, wie man voraussah, auf dem Premiermiuister Lord Derby fiel, wurde gestern Mittag binnen einer halben Stnnde abgemacht; der Senior-Prorector W. C. Sacke tadelte in eincr lateinischen Nede die Eile des Verfahrens. Den Verdiensten des Gewählten als Parla-mentsredncr, als Parteihaupt und Privatmann ließ der Redner volle Gerechtigkeit widerfahren. Der Vice-kanzler Plnmptre rechtfertigte das Verfahren dnrch Bernfnng anf die eben so schnellen Wahlen des Lords North und des Herzogs von Portland im vorigen Jahrhundert. In der Grafschaft Limerick ist wieder eine agrarische Mordthat der erschreckendsten Art begangen worden. Ein Pächter des Grafen v. Dunraven hatte ein kleines Stück Land gepachtet, dessen frühere Zins- besifter wegen langer Rückstände ausgetrieben worden waren, und wurde dadurch ein gezeichneter Mann. Sonnabend Nachts um 11 Uhr fand ihn die Polizei auf der Landstraße, keinen Steinwurf weit vom Dorfe Adare und keine 10 Schritte weit von einem bewohnten Hause, am Wege, erschossen. Die Mörder entfernten sich bedächtigen Schrittes und laut sprechend durch die dunkle Nacht, auf dem Wege nach dem Dorfe, so daß die Polizeipatrouille, von deren Nahe sie wohl keine Ahnnng hatte, ihrrr mit Leichtigkeit habhaft wurde. Es sind sechs oder siebei' Burschen, die man für Mitglieder der Bandmänner-Vehme hält. London, 14. October. Ihre Majestät die Königin kam gestern Abends um tt Uhr in Bangor an. Mf allen Eisenbahn-Stationen von Balmoral und Edinburgh bis dahin drängte sich das Volk von Stadt und Land; Preston und Bangor hatten die ganze Woche mit Vorbereitungen zum Empfang des Hofes zugebracht; um 2 Uhr begrüßte die erstere Stadt mit Musik, Kanonendonner und Volksjubel die Ankunft des königlichen Vahnzuges, und am Eingang der prachtvoll ausgeschmückten Station, wo die Königin von den Behörden mit einem Gabelfrühstück bewirthet wnrde, überreichten der Mayor von Preston und der Bischof von Manchester loyale Adressen der Bürgerschaft und des Clerus. Es ist dieß der erste Besuch der Königin in dem malerischen Wales. Der interessanteste Theil der Reise war der kleine Ausflug nach der Vritanniabrücke, dem Meisterwerke Stephenson's, der zngegen war, um dem königl. Paare die Eigenthümlichkeiten des Riesenbaues zu erklären. Damit Ihre Majestät mit Muße die Durchfahrt genießen könne, wurde bei der Einfahrt in die Röhre die Locomotive ansgespannt und der Staatswagen durch einige Arbeiter über die Brücke geschoben, während Prinz Albert mit dem Prmce of Wales über das Dach des NohreS hinweg, zu Fuß die Brücke überschritt. Wenige Minuten zuvor war ein Erpreßtrain durchgegangen, uud der Anblick eines solchen Trains, wenn er durch den 18ll0 Fuß langen TubuS saust, gehört unstreitig zn den größten Erscheinungen, welche die Eisenbahne» bieten. Am Südende der Brücke angelangt, begaben sich die Königin uud der Prinz in die Tiefe au'S Meeresufer hinab, um von da den gigantischen Bau zn übersehen. Hier erklärte Stephenson, welche Kräfte angewendet werden mußten, um den eisernen Tubus in die Höhe zu heben. Heute Abend 7 Uhr traf Ihre Majestät in Windsor ein. S e r b i e n. ' Belgrad, 6. October. Seit kurzer Zeit haben hier einige wichtige Veränderungen unter den administrativen Notabilitäten Serbleus Statt gefunden. Der von seiner Reise aus Deutschland, Schweiz, Frankreich uud Italien rückgekehrte Minister des Innern, Herr Elias Garaäanin, ist Predstawnik und Minister deS Aeußern geworden und sein Posten vorderhand unbescht geblieben. Auch der Senat erhielt drei neue Mitglieder, uud zwar den bisherigen Belgrader Stadt-präfecteu, den Präsidenten des obersten Gerichtshofes und den Kreischef von Mica. Sämmtliche drei Herren gehören der Regierungspartei an. Am 3. d., als an dem Vorabende des Namensfestes Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich, war das dsterr. General-consulat glänzend beleuchtet, während das mitten in der Save vor dem Generalcousulate vor Anker liegende Dampfboot „Belgrad," anf das brillanteste illuminirt, mit 21 Kanonensalven den kommenden Festtag der am Saveufcr zahlreich versammelten Bevölkerung verkündete. Telegraphische Depeschen. — Vriissel, 19. October. Herr v. Vrouckere hat den Auftrag znr Bildung eines Cabinets definitiv in die Hände Sr. Maj. des Königs zurückgelegt. — Paris, 19. October. Der Seuat ist ein-berufeu, um am 4. November über die Errichtung des Kaiserthumes zu berathen. Das Senatsconsult wird den Urversammlungen vorgelegt werden. Der Gesetzgebende Körper überwacht die Regelmäßigkeit der Ab-stimmungsoperation. ------^------- Telegraphischer Eours. Vericht der Staatspapiere vom 21. October 1852. EtaatSschuldversch«il',mg»n ,u ö V«t. (in CM.) 9^ 1/2 betto .^llde» llur., Gulb. 116 1/2 Vs. Uso. Frauffurta.M., (für 120 st. südb. Vcr) lins-Währ. lm24 l/2 ft. Fuß, Gllld.) 1 < 5 1/2 Vs. 3 Vionat. Haniburg. für 100 Thaler Banco, Nthl. 172 2 Monat, rivorno, für 300 ToScamsche «ire, Gulb, 11^ Vf. « Mmiat. London, für I Pfund Sterlin, Gulden ^ ^'Z ^. f^ ^^''^ Mailand, fiir 300 Oesterreich. Lire, Guld. 115 7/« 2 Mon.t. ^aris. für 3<»0 Frauleu . . V»ld. 137 Nf. 2Mmwl. K. .ss. Münz-Ducaten.....23 1/2pr. (5ent.Agio. Gold- und Silber-Course vom 20. Oct. 1852. Brief. Veld. Kais. Münz-Ducaten Agio .... — 233/8 detto Nand - bto ....-- 23 1/8 6n!ä »l m«r<:o ......— 22 1/t Napolconsd'or's „ . . . . — 9.16 SouuerainSd'or's „ . . . . — I6.1il Nuß. Imveri«! ...... — 9.35 Fricdrlchsd'or's ,.....— 9.36 E»gl. Soveralugs ...... — 11.35 Silberagio ........ — 157/8 O. K. Lottoziehungen. In Gratz am 2N. October l«52: 72. 12. «7. 25. 19. Die nächste Ziehung wird am 3N. October 1852 ln Gratz gehalten werden. Z. 1410. (l) Bei Dgn v. Nleinmayr sk HpeV Vamberg in ilaibach ist zu haben: Vollkommene Enthüllt, ng des rathselhaften Wesens langwieriger Unterleibskrankheiten. Nebst einer neuen und sichern Methode zur radicalen Heilung der Hämorrhoiden, Hypochondrie, Gicht u. chronischen Hautkrankheiten. Für alle an diesen Uebeln Leidende faßlich dargestellt von Dr, M ar, Stahl, k. Hof. u. Medicinalrathe, Professor n (Verlag vvn F. A. R«5<, .« ^ Z. 1480. (2) Gewölbs Veränderung. Ich habe dieser Tage das bis nun im Stroy sche« Hause innegehabte Gewölbsloeale geräumt, und die Loealität in meinem eigeueu Hanse am Hanptplatze Nr. I«V bezogeu, welches ich meinen verehrten Ge schäftsfreunden hiermit anzeige. Laibach den R». October R8.5T. Handelsmann. Z. 1466. (2) Roch nie da gewesen. Durch meinen persönlichen Ginkanf an der Leipziger Messe, und sonst auch im Inlande, bin ich in die angenehme Lage gesetzt/ das Allerneueste, was In- und Ausland gegenwärtig in Mannfactur- N Mode^Waren bietet, in den verschiedenartigsten Stoffen, sowohl für DameN als Herren, zu besonders billigen Preisen zu stellen. , Schnitt-, Current- «fc itlo€ie-WnH*eiili*tiidIiiii$ MB RIE FTAU BE" i am Hauptplcil? Nr. 2^0. » 3. 1436. (3) ¦ Wic J&4)mtt-, Current- unb JHrtctuarcn - ijjanMunß U* I AMiBERT TRIIVHEK9 am Ilauptplatz Nr. 7 in Laibach, empfiehlt unter Ziisicherung der solidesten Bedienung A und billigsten Preise: flj llaN HTcucnIc der modernsten Herbst- und Winterkleider, insbesondere in C'ac*lmiii* tV KcosM'1 Satin - Berli€5r ^ ¦tarorlone. Illusta-inr. Voil4*u<* «le ^ aiinr. Pour <*<( lainc, iTBoii|»ensirr. Vicloria^ Mouslin ile VBoiiHb*'*. j\Mmvvn, i^1' ' stre, AII«iiiiir. dilace^ C-aiiK- und Halb- Wliatiiiul's in besonders schöner Auswahl, worunter vorzüglich fiir ^j Hantel: ™ die g-auz neu erschienenen Ilimalafa^ UN iu%i< ii. I»i;)|» tU Mosissrlaii " llrasil unl U< UVIotTs/ii empfehlen sind Fern<;r alle (Jalturirren Seidenslolle «"" Bänder, alle in Wcisswarc vorkoinmeiiden Artikel, besonders in lYiHir.ösisH»1''1 und cii^Biselieii Stickereien und Spi^,«n. echt leinene UiUiisi- S^Uja n-*1' sclieii-Xiichei*? echt IVaiixÖNiHcke »amen - C orsrlTs in allen Gros? RoNNltaar- und NieHVöeken. ]X Alle Sorten weisse und gefärbte- Strick- und. Iläckolwolle, echt engli*c"C* weissen u. gefärbten ifltirsrlnil-. iflasrliin-. Mali- , 4sadiK Königs - <|M|Jf M iru cninfehlen sind. «