MtMK. Nr. IM. fi. li, halbj. ,1. 5 5>N, ssüt bl« .^«ftlNun, «n» H»».' hnlliz.^ofs. 'lif!« b^ Post z,i»,i '',><>. h,ill>l.fi,'^ l><> Dienswss, N.AiMst. I»1««t»«n»>l»ll«: 8», Nein« ^s.!el>,»» b!« »n 4 N«il«n «!> lr.. ^iojiflt pel Zelle «i ll , l'»< Vll»»e>, 1885. Amtlicher Theil. »in ?^' ^ und f. Apostolische Majestät haben mit """höchster Entschließung vom 3l. Juli d. I. aller-^WW zu genehmigen geruht, dass dem General-^nlendanten der Hoftheater Leopold Freiherr,, vox v"Nnan„ silr sein verdienstvolles Willen der «us-^ll der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgeben vln ^' ^ und f. Apostolische Majestät haben mit «llerhöchster Entschließung vom W. Juli d. I. den ^'"schor der Augenheilfuude an der Universität Lüllich "l-. Ernst Fuchs zum ordentlichsn Professor de» zwmen Lehrkanzel und Klinik fiir Augenheilkunde an na. ,. ^ Universität Wien allergnädigst zu ernennen """ht. Conrad-Eybeöfeld m. p. t>r»^ ^" N- August 1885 wurde in der k. k. Hos« und Staats->ii li ?.'" ?^"' das XXXV.Slück de« »leichs^esel.chlattes. vor-<>« lilos; in deutscher Ansgabe, allslienebfn nnd versendet. )ir "Kll.r enthält nnter ' "" die Knndmachnun der Ministerien der Finanzen und °es Handels vonl i!l. Juli 1885». betreffend die Ermäch' 'aunt, des Nebenzollamtes erster Classe zn Niva zur zoll- irclen Aehandluna von voraus« oder nachssesendeten iiieise- ^ ^ilecte»; il>8 die Vcrordnunn des Handelsministers in» Einvernch wen mit dem Minister des Innern und dem Minister >lr Cultus und Unterricht vom !!0. Juli 1885, womit Funlt 10 t»»s l^ 2, 1^ der Ministerial Verordnnna vom ^ Mai 18«5i/ N. G. Vl, Nr. 8:'.. betreffend die Gestatt Ning der newerblichen Arbeit an Sonntagen bei einzelnen Ar ,^^aolieu von Gewerben, erläutert wird; '"/die Verordnung des Ministers für Cultus und Unter-l cht vom I. August 1885). womit einige Vorschriften über ^ o«e theoretischen Ttaatsprüfuuneu abgeändert »uerden. Nichtamtlicher Theil. Die Varziner Neise deö Grafen Mlnoky. zf. Der gemeinsame Minister des Aeußern. Graf ^l"l)ly, tritt heute seine vielbesprochene Varziner ^ 'le zum Besuche des Fürsten Bismarck an. Die n./>V"""l!en h„ leitenden Minister Oesterreich.Un-daz V ""^ bes deutschen Reiches haben sich zu fest in f„ ^pertoire der wiederkehrenden Sommer-Ereignisse Hle, ^' als dass sie noch mit dem Bedürfnisse des in N 'H8austaufches über irgend eine concrete Frage "eibindllng gebracht werden würden. Wie die Be° «""ngfl, her Souveräne selbst, werden sie als ein «"— gewissermaßen persönlicher Ansdruck der zwischen Deutschland und Oesterreich« Ungarn bestehenden so herzlichen nnd freundschastlichnl Beziehungen betrachtet. I„ der That ist seit dem vorjährigen Ausflüsse des Grafen KälnoK) nach dem Sommerullsenthalte des deutschen Reichskanzlers kein Ereignis eingetreten, welches den G>grnstand einer coucretsn Auseinandersetzung der beiden Staatsmänner bilden könnte. Die gefährlichen Spitze«' der afghanischen Frage sind dnrch die Eabinete von Petersburg und London selbst, ohne jedes fremde Zuthun, abgestumpft worden. Die egyp-tische Frage findet die rnropmschcn Mächte wesentlich ans derselben Linie. Für die allgemeinen Fragen des Olients bietet der Eintritt des Ministeriums Salis-bmy iu die Geschäfte gewisse conslrvalive Bürgschaften dar, über welche die Politik seines Vorgängers geringschätzig hinweggegrisfen hatte. Das Verhältnis der beiden Kaisermächte zu Nnssland endl'ch, wie es in Skiesniewicc begründet worden, hat sich nach allen N'chtnngen hin erprobt und gekräftigt. Selten dürfte die Weltlage als eine gleich günstige sich dargeboten haben. Allem Ermessen nach werden die Varziner Be« jprechungen. so sehr sie auf die Tiefe der Dinge gerichtet sein mögen, weit mehr vox der Befriedigung der beiden Staatsmänner, die ihre Vemühnngen mit gleicher Stärke für die Idee der Friedenserhaltung und Frieoenssichernng eingesetzt haben, Zeugnis ab» legen, als von ihren Besorgnissen vor Möglichkeiten einer ernsteren Störung. Allerdings leitet die Neise des Grafen Kälnoky zugleich ein glanzvolleres und feierlicheres Ereignis ein: Die Zusammenkunft der mächtigen Beherrscher Nusslands und der österreichisch-ungarischen Monarchie auf österreichischem Boden. Eine kleine mährische Provinzialstadt, deren Name nur einmal in der vaterländischen Geschichte auftauchte, um rasch wieder in das frühere Dunkel zurückzufallen, wird einen Augen« blick lang die «lugen der politifchen Welt auf sich ziehen. Es war anzunehmen, dass Kaiser Alexander III. den Besuch erwidern würde, den ihm Kaiser Franz Josef in Skierniewice abgestattet hatte. Allein auch in der Courtoisie der Höfe gibt es Nuanciernngen, und diesmal erscheint alles aufgeboten, um der Zusammenkunft ebensosehr den Charakter höherer Solennität als einen Zug herzlicher Vertraulichkeit aufzuprägen. Die Kaiserin und Kronprinz Rudolf, die höchsten Würdenträger der österreichisch-ungarischen Monarchie werden an derselben theilnehmen. Bedürfte es noch eines Zeichens, dass die politischen Saaten von Skierniewice ausgegangen und dass die Hoffnungen nicht unerfüllt geblieben sind, die mit der ersten Annäherung Nnsslands an die Ideen und Zielpunkte des Zwei« Kaiser'Vündniss/s verknüpft wurden, es wäre in dieser Intimität der Monarchen gegeben und i« ihr«m erkennbaren Wunsche, die Gesinnungen, die so feste Bande persönlicher Freundschaft und Achtung um sie geschlungen haben, auch nach außen hin kräftig zu bethätigen. Was im vergangenen Jahre in Skierniewice geschaffen worden, verbirgt sich nicht in der geheimniß vollen Tiefe der Cabinete. Es war ein politisches Verhältnis, das, aller Missverständnisse und eifersüchtigen Regunqen entkleidet, auf die großen Grundlagen des allgemeinen Friedens gestellt und iu vollem gegenseitigen Vertrauen, in loyaler Beobachtung der gegenseitigen Wichten und mit rücksichtsvoller Erwägung der individuellen Interessen des einen und des anderen Theiles festgehalten werden sollte. Zwei Voraussetzungen waren von der Begründung dieses Verhältnisses unzertrennlich: die Anerkennung und Wahrung des europäischen 8kUu8 quo und die Achtung vor den Verträgen. Aber sehr gewichtige Momente liehen dem Verhältnisse ihre Unterstützung. Es war ausgegangen von den Empfindungen der Friedensliebe uud dm Fricdensenlschlüssen der Monarch-n. Es hat einen niemals unterbrochenen Halt gefunden in den Ve-mtthungen und dem wohlwollenden Entgegenkommen der Negierungen. Es hat sich endlich den Weg gebahnt in die breiteren Schichten der Bevölkerung Russlands und Oesterreich-Ungarns, in welcher mit der Erkenntnis der Wnkuugen desselben auch die Erkennt-nis seine« Wertes emporgediehen ist. und welche die Zwecke des Bündnisses zwifchen Deutschland und Oesterreich-Ungarn als umso gesicherter zu betrachten begonnen hat, je mehr Rufsland demjelben nahegetreten ist. Es ist die Stärke dieser Beziehungen, dass sie sich von einer wesentlich moralischen Unterlage, von der Unterlage freundschaftlicher Gesinnungen und wohl« verstandener Interessen abheben. Vle Uebereinstimumust ist eine um so tiefere, weil sie eine freie ist. Kein geschriebener Allianzvertrag zwingt zu Wichten nnd nimmt Verbindlichkeiten in Anspruch, die zögernd eingeräumt worden wären und unwillig erfüllt würden. Sicherlich wird hierin in Kremsier nichts geändert werden. Mder eine große Staatsaction noch die schrift« liche F'xieruug politischer Thatsachen ist nach der Ber« sicherung des in Fragen der auswärtigen Politik stets bestens unterrichteten „Fremdenblatt" iu Aussicht ge< nommen, welche dieser Fixierung nicht bedürfen. Will Jemlleton. Die Sauregurkenzeit. ^rl!?^ Jahrzehnten hat der Humorist Duhm im z^.. ^ "Kladderadatsch" den Ausdruck „Sauregurlen« lkjfs „,?"b- und stilgerecht gemacht für Zeitung«. Nch h'"d Zeitungsschreiber. Der Humorist wollte da-b"H m Alt des Hochsommers bezeichnen, i» welcher ^"llin "Um des durch die Hitze ausgetrockneten el„>> , ^. "ach einer kühlenden säuerlichen Gurke weil ^ltt» ^friedigen ist, als der Anspruch des geehrte« ^ L^ uUeressante Nachrichte» au» allen Gebieten ^>t n« l?' letzteres war um die hochsommerliche ^hren lich damals etwas schwierig. In normalen Wriea" l^"" ^ "Hl eben einen «frischen, fröhlichen "l'd di/H,' aieng die Diplomatie baden, die „Kunst" ''ine Et,, Matadore der Finanzwelt ebenfalls. Es trat "'" Üe,.l ^'"" ein, und nur die unmaßgebliche» klei-Tl,e,l d- m bm in den Hauptstädten zurück, welcher ^uli.en m , Mrung bijchsteus zn den regelmäßigen ^de.." . l"ss »ab: .Opfer der Hitze" oder „Beim " rlrunken" oder «Diebe in Sommerfrische." ""listeV,"..^ "anchcs anders geworden, und in Iour-"cht unN'.' "'" ""wich die auch für den Leser ^ure"?t,ge Frage aufgeworfeu: Gibt es noch eine 'ka"tX ^'^ "der nicht? - Das ist schwer zu .'^'ssurt l^'' be»" die Meinung ist, je nach dem l""d" w ^theilt. Der Redacteur der Rubnk ..Aus-5""!Mna F"' öu" Glücke nur auf der Landkarte, ^ «"fmck„°"!' den Zulfikar-Pass und Nubien »äg° ^""gu 3« -'.""ls. erklärt natürlich, es gäbe keine uutkenz.lt mehr. gerade so wi7es keine Kinder mehr gibt. Auch das „Inland" ist nicht ganz ruhig, denn der Nationalitä'tenspuk treibt auch in der par« lamentlosen Zeit sein Unwesen, uud man hört von keinem Abgeo,dneten mehr, der wie Julius von der Traun die Parlamentsferien zmn Dichten benutzen würde. Anderer Meinung sind zum Theile die Kunst, tritiler nnd deren Leser. Die großen und kleinen Sterne des Kunsthimmrls weilen in entlegenen Sommerfrischen und Vaoe»Orten; der größere Theil der Theater und Eoncertsä'le ist ganz einbruchsicher verschlossen, und wenn nicht ab n»d zu eine Notiz darüber aufzulreiben wäre, dass irgend einer Diva in Karlsbrunn oder sonstwo die Cur gut anschlägt, so hätte man gar keine Kuuslnachricht. Auf dem localen G»biete hat die Sanregnlkeu-zeil für den Journalisten längst anfglhört. Ganz ab< gesehen von den bescheidenen Leistungen der Einbro chergilde, welche sich über die verlassenen Sladtwoh« nungen hermacht, muss der Chwnist des localen Theile« einer Zeitung gegenwärtig stündlich auf den Ein> lauf sensationeller Defraudationskundm aefafst sein, wie die stattliche Liste von Vrruntreunngen und Betrugsfacten der letzten Zeit bestätigt, während es gleich-zeilig der Rubrik „Gerichlsfaal" obliegt, über das Schicksal jener P. T. Gauner ausführlich zu berichten, deren die Behörde im Winter oder Frühjahre habhaft wurde. U»d da soll es noch eine Sauregnrke»zeit geben? Nur ab uud zu schleicht sich noch eine kurze Notiz in die Spalten der Vlältcr ein, eine jener wundersamen Notizen, die ehedem, als es noch eine wirkliche Sauregmkenzeit gab, zum sommerlichen !',„»neldct ^^ ^, !l0. v. M, an die Admiralitäts'Brhiirde, dafs es ihn, gelun» nen sei. vuil seinem Schiffe „Haule" alls eine S-eschlcmae zn beobachten, welche mit halben Körper ans dem Wasser tauchte. Das Unsselhüm war 7^. Meter lana und wurde mit vier wohl» Nezicltru Kanonenschüsse!' «etUdlet, Die ftarl pnlsierenden Trum-mer des zerschossenen Ungeheuers schten die Oberfläche de« Meere« auf die Umgebnng von zehn Seemeilen in lebhaste Ne« wegnnn. Diese Nachricht hat »lie verfehlt, einiges Nach« denken und zahlreiche Debatten über die Existenz der Seeschlange zu verursachen, und hat das Gesprächs« thema für so manchen Gasthaus-Stammtisch abgegeben. Seit neuerer Zeit verschwindet leider die Seeschlange immer mehr aus den Spalten der Blatte»-, und besonder« bei uns in Oesterreich hat ihr seit der Eröffnung des Suez-Canal« der Haifisch Concmren,, annacht. welcher — leider in Wirklichkeit — in den Häfen de« Ndriatischen Meeres auftaucht. In der Saureaurkl'nzeit musste eben früher alles aushelfen, um den Raum zu Me«. Ma» er-il'nerte sich da auch plötzlich irgend eines interessanten Falles von besonders hohem Alter, und man las dann: (Hohes Alter) Vor einigen Wochen verstarb sprechenden Vorbereitungen bereits getroffen, damit dieses so populär gewordene Fest auch heuer sich mög« lichst würdig gestalte. (Reichsrathswahl.) Bei der Reichsrathswahl im Gilschiner Stadtbezirke an Stelle des Fabri« kanten Bromovsky, welcher bekanntlich für das Man« dat in der Präger Altstadt optierte, wurde der gewesene Ageordnete des Landgemcindenbezirls Iungbuuzlau, Mühlenbesitzer Josef Dürich aus Kloster bei Mün- chengrätz, mit 1184 Stimmen znm Reichsraths-Nb-geordneteu gewählt. Der Gegencaudidat, bisheriger Ab» geordneter Dr. Iansa, blieb mit 981 Stimmen in der Milwritäl. (Bauteu am Triefter Hafen.) Wie wir seinerzeit berichteten, hat das Handelsministerium das von dem französischen Chef-Ingenieur Barrce verfasste Gutachten über die für den Triester Hafen nöthigen Investitionsbauten, wie Quais, Docks, Warenlager ic., einer Reihe von Corporationen zur Prüfung übergeben, um nach Durchführung der letzteren eine Eoinn»sswn einzuberufen, welche die Sache auf Gnlnd der ein» gllangtcn Voten zur endgiltigen Eulfcheidung bringen full. In manchen principiellen Punkten, wie z. V. der Anlage der Warenlager in senkrechter und paralleler Richtung zu den Quais, ferner bezüglich der Legung der Vahngeleise, bestehen zwischen dem Barrce'scheu Project und den Ansichten, welche in dem über die Studienreise nach Marseille und Genua an das Handelsministerium erstattete» Bericht der Generalinspcc-tion der österreichischen Eisenbahnen niedergelegt sind, mannigfache Differenzen, welche ebenfalls in dieser Commission zum Austrage kommen sollen. Wie das „Fremdenblalt" erfährt, sind dir Arbeiten der Triester Colporationen, der Statthaltcrei, der Serbehörde und der Handelskammer schon so weit gediehen, dass die Sitzungen dieser Commission bereits am 1. September, und zwar in Trieft beginnen sollen. Die Darlegungen dieser Stellen sollen dem Bance'schen Memorandum nicht günstig sein, uud da gerade die beruseuen Organe Trieste es sind. deren Wohlmeinung wohl zumeist ins Gewicht fallen wird, so dürsten die Aarrce'schen Vor« schlage über die Investition des Hafens von Trieft, wenn überhaupt. fo doch nur in sehr modifizierter Form zur Annahme gelangen. Es scheint überhaupt in diefer ganzen Angelegenheit, von deren befriedigender Lösung die endliche Aufhebung des Triester Frei« Hafens in erster Reihe abhängt, nunmehr ein rascheres Tempo eintreten zu sollen, und rs kann vielleicht doch die diesbezügliche Resolution des Abgeordueleuhauses vom Jahre 1876 noch vor den Ausgleichsverhand-lungen mit Ungarn erledigt werden. (Ungarn.) In Budapest hat am Samstag neuerlich ein Ministerrath stattgefunden, in welchem die Berathungen über das Budget fortgesetzt wurdeu. — Der ungarische Cultusminifter Trefort trägt sich bekanntlich mit der Absicht, die materielle Lage der niederen Geistlichkeit zu verbesfern. Wie nun „Nemz. Pol." meldet, hat der Minister seinen Vorschlag, wel« cher sich auf die Modalitäten der Aufbesserung der Bezüge und die Financierung bezieht, bereits ausgearbeitet, und das bezügliche Ofterat soll nunmehr den Gegenstand der im Herbste stattfindenden Bischofs' conferenzen bilden. (Allerlei aus Kroatien.) Dem..Pester Lloyd" wurde am 7. d. M. von Agram telegraphiert : Der Präsident der kroatischen Regnicolar.Deputation, Kresti?, hat sein Abgeordnetenmandat niedergelegt. Man versichert, der Schritt stehe mit der Urkuudeu-Affaire nicht in Verbindung. — Nuu wird demfelben Blatte aus Agram gemeldet, dafs auch der viel« genannte und vielbeschäftigte Abgeordnete, Landes« Archivar Miökatovi,!, fein Mandat niederlegen wolle, in welchem Falle die kroatische Regnicolar- Deputation außer ihrem Präsidenten auch noch ihre» Schriftführer verlieren würde; von »maßgebender Seite" werde jedoch der Absicht Miskalovk" entgegen gewiikt. — Nm Freitag wurden die OppositionMältel wegen heftiger Artikel, betreffend die Absendung btt Mkünden nach Budapest, confisciert. Mazzul« richtete an de» Landtags.Präsidenten eine telegra« phische Uigenz inbrtreff des Ansuchens der Uual'ha»' gispn um schleunigste Einberufung des Landtages. ^ verlautet, der Landtag werde aus Ersparungsgrünbell e,st in der ersteu Okloberhälfte einberufen werden. Ausland. (Oesterreich - Ungarn und Serbie n.) D>< zwischin Serbien nnd Oesterreich Ungarn geführten Unterhandlungen, betreffend die Ursprnngs'Cerlificat^ der a»s Trieft u»d Fiume importierten Waren, habe" zu dem Resultate gefühlt, dass künftighin o>e bettt' fendlN Handklikanimeln oder der serbische Genel^ Consul in Trust allein zu den betreffenden Bescheinigt gen autorisiert fein werden. (Aus dem Valica n.) Es wird neuerdiM versichert, dass gecieuwäilig keinerlei Unterhandlung zwischen dem Vatican und China stallfinden. M?" halte in vaticamschen Kreisen den gegenwärtigen Z^ punlt für die Eröffnung solcher Unterhandlungen M wenig g>cignet. Das neue Collegium sür die Hera"' bildnng von Missionären für das Congogebiet, welch/" in Löwen, in Belgien, errichtet wird, foll bereits '"' nächsten November eröffnet werden. (Frankreich.) Dem Hangen und Bangen del französischen Politiker isl nun ein Ende bereitet. D" allgemeinen Wahlen in Frankreich wurden für de>' 4. Oktober festgesetzt. Schon jetzt ist die Wahlbeweg«"» in Frankreich eine ganz gewaltige. Die Deputierte" halten an allen Ecken und Enden ihre Wahlrede»-Jules Ferry hat. da er seines bisherigen Wahlortc« ln den Vogesen nicht ganz sicher ist, auch die Cant»' datur für einen algierifchen Wahlbezirk angenommen (Arnautifche Einfälle in Serbien.) M 5. d. M. fiel eine starke Arnautenbaude in serbisch^ Gebiet bei Kursumlje ein, drang 30 Kilometer la>»^ einwärts bis zu dem serbischen Dorfe Lebanja vol und plünderte einige Häuser. Die Kreisbehörde ha^ von dem Einfalle rechtzeitig Kenntnis erlangt und se^ dele eine Gendarmerie-Patrouille gegen die Bande aU^ Es kam zwischen Arnaute» und Gendarmen zu eixew Zusammenstoße, bei welchem ein Gendarm erschossn und ein Arnaute verwundet wurde. Die Geudarme" mussten der Uebermacht weicheu, und die Nrna««^ trieben mehrere Stück Rinder und Kleinhornvieh ^ Ortsbewohner nach ihrem Gebiete ab. (Aus dem Suda n.) Neueren, in Alcxandw eingetroffenen Meldungen zufolge wäre der May" keines natürliche» Todes gestorben. Auf feinem Zl>9 nach Berber mit der Eintreibung harter Kriegscolit^ butionen beschäftigt, foll er von den Mitgliedern eili^ durch die Revolte verarmten Stammes aus st"") ermordet worden fein. Der englifchen Regierung 1^ es übrigens in jüngster Zeit gelungen sein, lM verräthcrische Correspoudenzen zu saisieren, aus dene sie sichle Informationen darüber zu schöpfe« in °' Lage wäre, iu welcher Weise dem Mahdi Nachricht und Waffen direct aus Egypteu zugekommen feie"» Kiew liegt, ein russischer Vauer in dem merkwürdigen Alter „on !52 Jahren, Dcr, biö an sein Ende rüstM Greis aß blusz Vrot nnd Msc und trank Wnlti dazu. Er erinnerte sich noch »nil liruslem Vera,niia.en an dic a,lorrrichc Zarin Katharina, nuter deren Regirruna, rr alsFiihrcr einrsKosalcnpuIls einmal liO Kmi» lnihicbc erhalten hatte. Währte die Sauregurlenzeit gar zu lange, fo musste auch wohl der ..reichste Weinstock" herhalten, der bereits im August 800 große Trauben ausweist uud dem Weinhauer X in N. gehölt. Um diese Zeit tauchte dann ab und zu auch die pikante Notiz von dem galanten Lieutenant auf, der je nach dem Blatte, welches die Nachricht brachte, ein österreichischer oder preußischer wnr. Er wendet sich nämlich auf der Promenade an eine schöne Dame, welcher er in der artig« sten Weise die Mittheilung macht, dass er einen Gruß von Heinrich Heine zu melden habe. Auf die Frage der überraschten Dame entgegnete der galante Officier: ..Heinrich Heine sagt nämlich: Wenn du eine Rose siehst, sag', ich lass' sie grüßen." Dieser Anekdote, welcher wir demnächst irgendwo wieder zu begegnen hoffen, folgte gewöhnlich der „reiche Bettler", der auch merkwürdiger Weife in der Sauregurkenzeit zu sterben pflegt und zur allgemeiuen Ueberraschung unter Lumpe» und Fehen ein beträchtliches Vermögen in Papier- oder Silbergeld hinterlässt Gelegentlich war ehedem auch eine „hlstorische R miniscenz" willkommen, um den Raum zu füllen, wie va die folgende, welche m.t Veränderung der häuft Person und des Schauplatzes von emem verbre.. deutschen Blatte umerhalb emes Jahrzehntes dreimal erzählt und ebenso oft - nach-gedruckt wurde. . ^ ° c «. Der «alte Fritz" soll nämlich während des lieben-jährigen Kriefte» in ein Haus gekommen sein, l!l dem üftesrnchische Ojsiciere in einem Zimmer Kriegsrath h'twn; al» er die Thür össuete. erschrak er selbst, fafste sich aber und sprach: „Meine Herren, Sie sind meine Gefangenen!", worauf die Ueberraschten ihrer« seils verwirrt wurden und dem Könige ihre Degen übergaben. Im Jahre 1860 erschien in demselben Blatte dieselbe Geschichte, aber diesmal war — Garibaldi der Held, der auf die gleiche Weise iu eiuer südlichen Orenzorlschaft österreichische Officiere gefangen« nahm, ulld einige Jahre später wurde den Leseru derselben Zeitschrift ganz harmlos mitgetheilt, dafs der republikanische General Hoche 1794 in Coblenz einige zurückgebliebene preußische Officiere ganz allein ge» sangennahm. indem er sagte: „Meine Herren, Sie sind meine Gefangenen!" Dafs derlei dann ab und zu auch iu die Tagesblätter Eingang fand, ist bei der Hast der Arbeit und bei dem damals nöthigen Bestreben, in der Saure» gurleuzeit den Raum auszufüllen, leicht begreiflich. Es gab überdies noch eine große Anzahl ähnlicher Notizen auf den verfchiedensten Gebieten, die alljähr, lich ebensosehr wicderzulehreu Pflegten, wie die ersten Kirschen oder der erste Schnee. Dies ist wohl anders geworden, und es gibt auch in deu hochsommerlichen Tagen leine wirklich stille Zeit mehr. Politische und sociale Fragen sind zugespitzt fast bis zum Unangenehmen; sie verfolgen deu Städter in die Sommerfrische, uud der einfame Wan« derer, der ausgezogen ist, um sich zu erholeu. findet ste als Thema au dem Tifche des DorswirlshauseS Den Börsianer erinnert die romantischeste Gegend an den Zulfilar.Pass und die Eventualitäten eiues Krieges zwischen zwei großen Mächten, und selbst der ganz bescheiden in „Loco" lebende Mensch deukt bei dem Genusse eiues Schwimmbades nicht nhne Besorgnis au die Notizen über „Äadediebe". Kurz: es gibt seine Sauregurü'l'zelt mehr! (N.,chdni«l verbotet Manuela. Roman von Max von Weißenthurn. liu. Forlschuua.) .^ „Uud wann werde ich ihn sehen, Manuel»'' Wann wird dein romantischer Liebesheld bei mi»' " die Hand der Erbin von Rosegg anHallen?" ,„ „Er wird hente kommen, und — Papa, ", meinetwillen, sei nicht hatt mit ihm; verletz»' ^ nicht um seiner Armnl wegen!" .^ „Seiner Armut wegeu! Als ob mir an ". etwas gelegen wäre! Die Barone ans Rosegg >', oftmals fchon arm gewefen, doch ihr Stam»'^" . war stets ein ladellofer. N'cht nach feiner W"'", frage ich, sondern nach der Tiefe feiner Liebe filr d>" Manuela, wenn durch irgend einen unvorhergesehe' . Schicksalsschlag du eines Toges deines VeruM, verlustig, ebenso mittellos da stäubest wie dieser M'j wie lange würde er sich durch die Liebesschwilre " gestrigen Abends für gebunden halten?" . .s „Für fein ganzes Leben, Papa!" rief das l"^ Mädchen mit blitzenden Augen. „Er liebt mich meiner felbst willen, wie ich ihn liebe!" . ^l „Der Himmel gebe es. mein Kind!" sp>a« ^ Lord wehmüthig. „Ich gestehe ehrlich, dass '" ' , einen Mann aus gutem Hanse zum Schwiegersol)^ ^ wüuscht hätte, aber diese Schwäche werde ich "",.«,, Zeit überwinden. Dein Glück ist für mich das "'^ was in Frage kommt. Doch — ah. da ko»""' dein Ritter direct auf das Schlofs zu!" ^,»is,, Es war in der That Alexander de Saints" sz den Lord Rosegg, am ss, nster stehend, ans d.'s <»« zuschreiten sah. ^,- D,'N Vater noch ein letztesmal stürn"!ew,N,gen geruht. ' v » > ^ ^Majestät der Kaiser haben, wie die «Lm« zr Zeitung" meldet, der Gemeinde Kirchberg zur Än. '^'illng von Löfchgerälhen 100 fl. zu spenden geruht. «. ^ (Oesterreichische Congo-Expedition.) ^'N aus Monrovia (Hauptstadt der NegerRepttblik Li-°kr,a) ml der Westküste Afrikas an die k l, geographische ^eljchaft in Wien vom Professor Dr. OScar Lenz. lel? /' ^'^'' "«gelangtes Schreiben meldet, dass der« '"ue sowle dessen Assistent Naumann nach guter Fahrt 9/ ü, l Gss„„dheit dort angekommen sind. Die nächste ""chricht ist aus Kamerun, wo längerer Aufenthalt ge-r.ick?" "''^' ^' gewärtigen. Jetzt dürften die üster-"'H'schen Forscher an der Küste der Aschantl oder Da- n°!!'/^ '" ^r Nähe der neuen deutschen Besitzungen bei "Me Pofto s^i„ -^ (Ein origineller Orden.) Aus Rom '"'«folgendes heiteres Geschichlchen mitgetheilt: Ein umerifanischer Diplomat, welcher vier kleine Staaten ", „Oldens '" Vatican vertritt, halte sich das Wohl« Wllen des Pustes in so hohem Mähe erworben, dass " htlllge Vater ihm allmählich seine sämmtlichen "rnen verlieh. Vor kurzem stellte sich. infolge eineS my gen Dienstes, welchen der Diplomat der Curie gleistet hatte, abermals die Nothwendigkeit heraus, den "rd,nträ'ger mit einem Orden zu decorieren. Der Um« ''and dass unser Diplomat sämmtliche Orden bereits e>l seinem (des Papstes) Bildnis zu verehren. Der er! , * '""lok prompt ausgeführt, und der Gesandte lylelt «ine goldene Tabaksdose, in deren Mitte ein mit "l" Bildnis des Papstes geziertes kostbares Me-"alllon befestigt war Bevor der in Kiefer Weife ^^"lte dem Papste seinen Dank abstattete, ließ er «» Medaillon aus der Tabaliüre brechen und an eine u°l0ene Kette lüthen. Diesen seltsamen neueu Orden ^ eng er sodann um den Hals und machte also dem raunte» Oberhaupte der Christenheit seinen Besuch, "lM)d?m sich der amerikanische Diplomat entfernt hatte. ti«?n ^° XIII. zu einem feiner Cardinäle: „B.'i t l s ^ c ^^egenheit werden wir ihm einen Marmor-0i-l? '^'cken. Ich l,in neugierig, ob er auch dieses ''am,! um den Hals binden wird". H^ (Fortschritte des Telephons.) AuS wyolk schreibt man. dass da» Problem, einen ganzen a,,"'"ent telephonisch zu verbinden, auf dem Wege fei. z"°vt zn zy^^ ^ ^wlsser Mr. Gill et erschien sir,» ä"" in dem Bureau einer Newyorker Broker» «rs ". ""^ erklärte, imstande zu sein. mit einem von ihm Tal'^ "" Inflrument. welches nicht größer als eine u cyenuhr ist. die ganze Welt in Verbindung setzen zu tiist ^"" UwMe anfänglich, es mit einem Ver« ^, "' zu thun zu haben, aber ein alsbald unternoiN' ErN ^ erfuch verwandelte diefen Glauben in allgemeines /^"nen. Es wutde nämlich die Erlaubnis ertheilt, an einem Sonntag den Postal.Telegraphendraht nach Chicago zn benutzen. Die Entfernung von New York uach Chicago beträgt ungefähr 1100 englische Meilen. Der Erfinder reiste mit einem Theilhaber der Brokerfirma nach Chicago, befestigte dort die Schunr des kleinen Apparats an den Telegraphendrahl nnd unterhielt sich mit seinem in Newyorl befindlichen Partner. Der Apparat functionicrte so vortrefflich, dass man das Tick« Tack einer Taschenuhr deutlich huren konnte. Ein zweiter Versuch wurde einige Tage später zwischen MeadviNr (Pennsylvania) und Newyork auf eine Entfernung von l>10 Meilen gemacht, nnd zwar mit demselben über« rascheilde» Erfolge, Man hat an den beiden Endpunkten gesprochen, geflüstert, gesungen, gepfiffen n»d alles dent-lich vernommen. Noch mehr: in Meadville bildete man eine Kette von vier Personen, und von den beiden End. männeru legte jeder ein Instrument anS Ohr. und das von Newyork Gesprochene wurde von allen vier Herren gehört. Zu bemerken ist. dass der Draht Newyorl »nter Wasser (North River) verlässt und bis Meadville noch durch andere Flüsse führt und dass ans demselben Draht gleichzeitig der gewöhnliche D.-pcfchenverlehr stattfand. Die Entfernung und das Wasfer bilden kein Hindernis, nnd der Erfinder behauptet, man könne ebenfo leicht und dentlich von San Francisco nach Newyork. wie von Newyork nach England fprechen. Es hat sich hier bereits eine Actien-Gescllschaft gebildet, um das Patent des Herrn Gillet zu verwerten, auch für Europa, zu welchem Zwecke einig? Interessenten sich bereits uach England begeben haben. — (Eine Doctor in der Philosophie.) Am 1«. Inli hat eine Schlesieriu. Frau Cläre Schubert, die Tochter des Rittergutsbesitzers und Zimmermeisterö Schubert iu Lieguitz. nach gut bestandenem Examen sich an der Universität Zürich den Doctortitel in der philosophischen Facultät erworben. Ihre Dissertation Handell von den Brunnen in der Schweiz in kunst- und cullur-geschlchtlicher Würdigung, Ihre Ausbildung in der Kunst, geschichte hat die Dame an den Universitäten Wien und Zürich erlangt. — (Unwetter in St ei er mark.) Am 8ten August abends wüthete iu der Umgebung von Graz ein heftiger Gewitlersturm, welcher starke Bäume entwurzelte . Dächer forttrug und an Baugerüsten großen Schaden anrichtete, — (Ein trauriges Jubiläum.) Die sünf-zigste Todtenmesse für ihren Gntten lieft am 4. d. M in Spacza bei Tirnau. wie man von dort schreibt, die Wjährige Witwe Anna Knbic' lesen. Der Todtennttsse wohnten bei, außer der körperlich und geistig frischen Greisin, ihre 4 Töchter (eine derselben ist 7<.» Jahre alt). 1 Sohn. 51 Enkel. 52 Urenkel und 3 Ururenkel. Von denen einer schon 6 Jahre zählt. Die K4köpfige Familie wurde in der Kirche von Hunderten umdrängt. Die 98jährige Frau geht täglich in die Kirche, liest ohne Augenglas und hört gut. — (Großer Brand) Die Kreis» und ssabriks-stadt Kineschma im Gouvernement Kostroma ist voll' ständig niedergebrannt. Der Schaden beträgt mehrere Millionen Nubel. Die Stadt Kineschma liegt an der Wolga und zählt etwa 4000 Einwohner. Sie ist ein Stapelplatz für den Handel mit Leinwand. Theer. Salz und Getreide, und ihre Einwohner betreiben besonders Leinweberei und Papierfabrikation. — (Vor derKirche. währen dein erHochzeit) Ein Herr: „Ich freue mich immer, wenn ich sehe. dass ein wohlhabender Mann ein armes Mädchen heiratet." — „Weshalb?" — „Weil dann die reichen Mädchen für uns znr Auswahl übrig blriben!" Local- und Proliiuzial-Nachrichten. — (Subvention) Der lrainische Landesaus« schusS hat den durch Hagelfchlag heimgesuchten Insassen des Gurtfelder und Landstrafter Bezirkes eine Subvention im Betrage von 1500 fl bewilligt. — (Personal Nachricht) Se, Excellenz der Corpscommandant FZM. Freiherr v. Knhn ist gestern abends mit dem Eilzuge nach Adelsbcrg abgereist, um die dort behufs Lagerübnngen concentrierten l, k Trup« pen zn inspirieren, — (Ein sensationeller Selbstmord) Gestern circa 1 Uhr nachmittags wurde der städtischen Polizei die Mittheilung gemacht, der städtische Cassier Franz Hengthaler habe sich in feiner Wohnung, im Haufe des Herrn Vilhar in der Wienerstraße, wu sich das Gasthaus zum „Vairischen Hos" befindet, erhenkt. Die Polizei fand diese Angabe bestätigt: Hcngthaler Wnrde, an einem Thürhaken feiner Wohnung hängend, todt anfgefunden, und es war bereits die Todtenstarrc eingetreten. So viel erhoben werden konnte, war Heng^ thaler, dessen Familie sich auf Sommerfrische nächst Gurlfeld befindet, gestern morgens um 9 Uhr aufgestanden; bald darauf versuchte er sich auf einer Thürangel feines Schlafzimmers z» erhenken, doch der Strick risö, nnd Hcngthaler fiel auf die Thürklinke, wobei er sich eine Wunde, am Kopfe zuzog, worauf wohl die unter der Thüre, befindliche Blutlache hindeutet. Heug-thaier dürfte dann einige Zeit bewnsstlos am Boden gelegen fein. Zum Bewusstsein gelangt, stieg er mittelst eines Stuhles im nächsten Zimmer znr Thürangel, legte, um seiuen Hals eine dreifache Sch,mr und stieß den Stuhl mit dem Fuße von sich. fo dafs er an der nun festhaltenden dreifachen Schnur hängen blieb und d^r Tod bald eintreten mufstc. Der Leichnam wurde in die Leichenkammer zu St. Christoph übertragen, — Ueber die Ursache des Selbstmordes cursieren verschiedene Versionen, welche jedoch bis nun noch nicht aufgeklärt sind. Factum ist es. dass He^glhaler b.i vc^schiedeuen Instituten und Privatpersonen, bei letzteren auch unter dem Hinweis, er habe ein Deficit in der Cass?. Darlehen gesucht und auch i» nicht unbedeutenden Beträgen erhalten hat. Wie weil die Malversationen bei den ihm anvertrauten Cassen reichen, ist bis nun nicht erhoben oder uns wenigstens nicht bekanntgegeben worden, trotz» dem unser Berichterstatter Nachfrage gehalten. Heng-thaler war feit nahezu vier Wochen aus Gesundheitsrücksichten beurlaubt uud hat Samstag angeblich wieder seinen Dienst angetreten, während andererseits behauptet wird, derselbe sei vom Dienste suspendiert worden. Sofort nach dem Bekanntwerden der Nachricht vom Selbstmorde des Cassiers Hengthaler berief der Ob< manu der Fiuanzsection, Vicebürgermeister Petri?ic, eine Sitzung der Fmanzsection ein, welche mit der Scun-triernng der von Hengthalcr administrierten Cassrn be« gann. Bis spät abends war die Scontrieruug der Casseu noch nicht beendet. Wir werden nicht ermangeln, unseren Lesern das Resultat der Scontrierung mitzutheilen. Pava"'^'" meinetwillen sei nicht hart gegen ihn, ^läch.lte traurig, gezwungen, suckenk ^' ""'" Kind", sprach er, zu scherzen ver-track "^"" lch "uch ein Vär bin, fo w'll ich doch im^ll"' H"'Ul von Saint. Claire nicht zum Moraeu- '^ aufzuzehren!« sie is,^. " geleitete sie bis au die Thiir, an welcher '^ noch einen stehenden Vlick zuwarf, hinl^ l^ emen Moment, dann halle sich die Thür Lork ^ lN'schlossen. und tief aufathmend kehrte der «me« ^ l"""" l'ilheru Platz zurück. Der lctzle Nest d.,,t?,)"elcheren Ausdruckes in seinen Zügen wich ans ^»r». Ü' ^1""b er de» Eintrilles jenes Mannes Niollt' ^"" ^'" ^'" Liebstes zu eigen verlangen ^Monsieur de Saint.Clairc!" meldete der Diener. Hut i ^ darauf nlmschrilt der Angemeldete, den Ed». > ^""b' in feinem Msen auch nicht eine Weuiack" Ves""a.elihe.it verrathend, die Schwelle des Hz "^)lo>d, ich halie die Ehre. Ihnen einen guten Hai??^,/" wünschen!" begrüßte der Eingetretene den sind . -" "'uelas. ..Ich hoffe, dass Sie sich wohl be» Das c>s,lvb d" Strapazen dcs gestrigen Abends, dal« «»I ^"" ausuchmcnd hübsch, und ich hoffe, 'rsreul,? ^ Manuela sich des besten Wohlseins da„,/',?^"° Tochter befindet sich ganz wohl. ich ..Nnu.../"Mnete Uord NoSegg kalt und förmlich. Äm.P ..^" ^fälligst Platz m'hlmu. Herr von Saint-New-.'.a .b "'" witcheilen. wie ich zu der Ehre Ihres >"^e» tounne?" sollten k" ""? Alick. Welche di.se Worte begleiteten. war nii.!. Trinen Bewe.licr absch,>'ck.'N. aber das "'Hl der FaN; H„t «nd Handschuhe aus elmn Nebentisch niederlegend, wandte er sich mil größter weltmännischer Sicherheit Baron Nosegg zu. „Ich komme in wichtiger Angelegenheit zn Ihnen, Mylmd, und da Sie pressiert zu sein scheinen, so erlauben Sie mir gilligst, mich kurz zu fassen. Gestern Abend hatte ich die Eh,e, um die Hand Ihrer Tochter, Lady Manuela, anzuhalten, und das gnädige Fräulein nahm meine Werbung an. Es mag Ihnen, Mylord, anmaßend von mir erscheinen, meine Augen zu einer Dame von der Stellung Lady Manuelas zu erheben, doch die Liebe kennt keinen Rangunterschied, nnd ich liebe Ihre Tochter und habe das Glück, von ihr ebenfalls geliebt zu werden!" Er hirll es gerathen, eine Kunstpause eintreten zu lassen, und Lord Rosegg war der erste, welcher das Schwelgen brach: ,.Sie hallen also wi'llich bei mir um die Hand meiner Tochter an?" Alexander von Sainl.Claire verneigte sich bejahend. «Lady Manuela hat mir bereits ihr Herz ge« schenk, und ich lomme, um bei Ihnen, Mylord, um die Hand Ihrer Tochter zu werbeu!" „Sie waren selbst so freundlich, zuzugestehen, dafs Ihre Werbung als ein wenig anmaßend bezeichnet werden dürfte. Meine Tochter ist sttbzshn Jahre alt uud verlieb!; ich zähle sünfundsechzia. Jahre und bin nicht verliebt. Sie besitzen eine schöne Gestalt und eine einnehmende Stimme; darf ich fragen, welche andere günstige Eigenschaften noch fiir Sie sprechen? Dunkle Augeu und ein klangvolles Organ sind sehr hübsche uud angem'hme Eigenschaften. Als Vater aber darf ich gewifs berechtigl feil», Positiveres zn fordern, nm das Glück meiner Tochter gesichert zu fchen!" ..Wenn Sie nnler der Bezeichnung Positivere« V.',mögen verstehen, Mylord, so kann ich Ihnon nur wiederholen, das« ich mm bin; doch habe ich es bis jetzt noch nicht gelernt, in der Armut eine Schande zu sehen!" „Herr von Samt'Claire, soll ich Ihnen unum» wunden sagen, was ich von Ihnen de»ke?" „O. ich bitte. Mylord!" ..Nun denn, mein Herr. ich halte Sie für einen Glücksritter, für einen Abenteurer, und in meinen Augen gibt es nur eins. was fii> mich schlimmer wäre, als meine Tochter Ihmn anvclttauen zu müssen. Das ist der Tod Manuelas!" Alexander de Saint «Claire zuckte mit keiner Wimper. „Ich danke Ihnen fiir Ihre aus.ichtia/ Sprache. Mylord", verfstzte er, und nur der Tonfall in feiner Stimme verrieth die Enegung seims Innern. „Sie verweigern mir alfo Ihre Einwilligung? So bleibt mir nichts übrig, als mich Ihnen zn empfahlen!" „O, lassen Sie mich nur meine Ohnmacht fühlen!" stieß der Baron zornbebend hervor. „Wenn ich ein klügerer Mann und ein weniger nachsichlig,'» Vater wäre, bci Golt. Sie sollten a/nöthigt fein, mein Hans rafch zu verlassen. Aber ich habe Manmla noch ,„> mals eine Bitte abgeschlagen. Ich kann ihr nicht hin< dernd in den Weg treten. Mag sie Sie heiralen! Sie soll nicht sagen können, dass ihr Vater hindernd zwischen sie lind ihren liebsten Herzenswunsch getrslcl, sei. Nehmen Sie meine Tochter. Mäander "on Sai"^ Claire, und der Fluch eines allen Mannes möge S'? treffen und verfolgen, wenn Manuela j"Mals ll> jache haben sollte, ihre Wahl zu bels,"l,!« . «So wahr mir Gott hrlfe. s" s"« "'"'"« U,-sache haben. ih.e Wahl zu be.^n!" "klarte MM'-der de Saint Claire feierllch. Ahnungslos sprach er d,e Worte aus. welche seme Veld.nnmn's bssiegeln solllen. lFortjchung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 181 147« 11. August 1885. — (Verlernte Höflichkeit.) Die Scene spielt an der Table d'hote einer oberlraiuischen Com« merfrische. Eine Dame sitzt mit zwei Knaben von sehr lebhaftem Temperament gegenüber einem älteren, ärgerlich dreinschauenden Herrn. Da passiert dem einen Knaben das Unglück, ein Glas Wasser umzuwerfen und dadurch dle Suppe deS Herrn zwar zu mehren, aber auch zu verschlechtern. „Ich begreife in der That nicht, Madame", fuhr darauf der Herr auf, „woher Sie den Muth haben, mit folchen Bengels an der Table d'höte zu speisen Man sollte doch Rücksicht gegen die Gesell« schaft nehmen." In größter Verlegenheit antwortete die Dame: „Ich bitte um Verzeihung, mein Herr. Wir leben auf dem Lande, und meine Knaben wachsen dort in ziemlicher Freiheit auf." — „Nun", war die Ant» Wort. „ich wuchs auch auf dem Lande auf, war aber dennoch so erzogen, dass ich sechsjährig an die Tafel genommen werden konnte." — „Aber diese so frühzeitig erlernte Artigkeit hat zuweilen auch ihre Nachtheile!" — „Und welche, wenn ich fragen darf?" — „Dass man sie sehr rafch wieder verlernt." Mit diesen Worten erhob sich die Dame und ließ sich einen anderen Platz vom Kellner anweisen. — (Schulnachrichten,) Dem Jahresberichte der dreiclassigen Volksschule in Mannsburg entneh« men wir. dass diese Lehranstalt im abgelaufenen Schul« jähre von 316 Schülern besucht wurde, von welchen 230 zum Aufsteigen in die nächst höhere Class? für reis erklärt wurden. Das Schuljahr wurde am 30. Juli mit einem feierlichen Gottesdienste fowle Vrrtheilung von Prümien an die bravsten Schüler geschlossen. Das nächste Schuljahr beginnt am 16. September. Leiter der Schule ist Herr Anton Iavorsek; außerdem fungieren noch drei Lehrkräfte, und zwar die Herren: Anton K odl a r (Religion) und Franz Marolt und die Lehrerin Fräulein Vmilie Gerkman. — (PerVelociped) ist vorgestern nachmittags in Trieft ein junger Mann angekommen, der die Reise von Wien nach Trieft auf feinem Vehikel in 33 Stunden zurückgelegt hat. Von Gloggnitz bis Semmering fuhr er mit der Nahn; in Graz machte er 6 Stunden, in Laibach 4 Stunden Rast. Sein Rivale war in der gleichen Zeit bis Adelsberg gekommen, wo er blieb. Wie es heißt, handelte es sich um eiue zwischen zwei Velocipebe.Clubs veranstaltete Wette von 10000 si, — (Hagelschlag.) Am 8. b gienn ein Hagelwetter über die Ortschaften Sterjaner, Iagorica. Unter, schleinih. Terblnc, Nogovila, Gomila und Dnl der Gemeinde Neudegg, politischer Bezirl Rudolfswert, nieder und richtete großen Schaden an. indem es die Saaten und das Obst zum größten Theile vernichtete. — (Das Weinjahr im Kilsienlanbe.) Die Nachrichten auS den Weingegenden des Küstenlandes lauten ziemlich ungünstig. Namentlich in den Ebenen des österreichischen Friuli und in dem sonst so gesegneten Thale der Wippach steht eine schlechte Ernte zu erwarten ; nur die Welnbergbesitzer der Hügelgegenden sind zufrieden, und wird namentlich der reiche Trauben» ansatz und die Grüße der Veere gerühmt. In den zahl» reichen Weingärten der Trieft umgebenden Höhen haben die heftigen Hazelschlcigc dieses Frühjahres großen Schaden angerichtet, und gibt es hier ganze Strecken, wo man kaum einen ausgebildeten Traubenansatz sieht. Noch größeren Nachtheil als die Elementarerelgnisse hat den Reben jedoch ein Schmarotzerpilz, die I^rouosporu, vitioola, gebracht; schon seit einigen Jahren wird das immer mehr um sich greifende Auftreten dieses Pilzes bemerkt, der, zuerst die Blätter vernichtend, nach und nach die ganze Pflanze zum Absterben bringt. Die von den Weinbauern ergriffenen prophylaktischen Maßregeln blieben bisher leider ganz erfolglos; in letzter Zeit hat man begonnen, die Reben durch große übergespannte Schirme zu schützen — ein Mittel, von dem man sich großen Erfolg verspricht. DaS Wetter ist in den letzten Wochen den Weingärten günstig; die große Hitze und die ausgiebigen Niederschlage dürften die Beeren bald zum Reifen bringen, nnd hofft man durch die Qualität der Trauben einigermaßen für die geringere Quantität entschädigt zu werden. — (Vine secundarärztliche Stelle) ist im Lalbacher Civilspitale zu besehen. Die Bewerbungsgesuche sind bis 30. August bei der Direction der Landes« wohlthäligleits'Anstalten einzubringen, bei welcher auch nähere Auskünfte eingeholt werden können. — (Vom Gerüste gestürzt.) Wie uns auS Stein berichtet wird, wurde der bei dem Baue eines HauseS im Orte Oberfeld. Bezirl Stein, als Handlanger und Erdarbeiter beschäftigt gewesene Taglöhner Johann Merll am 6 d M. nachmittags, als er ein Schaff mit Mörtel auf das Baugerüste trug, von der Epilepsie befallen, stürzte vom Gerüste herab und beschädigte sich derart, dass er in wenigen Stunden seinen Geist aufgab. — (Großer Brand.) Am 6. d. M. brach in der mit Stroh gedeckten Dreschtenne des Kmschlers Johann Mayer in Unterkreuz, politischer Bezirl Nudolsswert. Feuer aus. welches, wie man uns mittheilt, binnen anderthalb Stunden fünf Häuser unk zehn Wirt< 1chast«nel,Nude. mehrere Keller. Lebensmittel und sslllter-vor,üth. einscherte. Der wesammtschaden beträgt Über 5000 si., wogegen nur drei Besther mit 950 fl ver> sichert sind. — (Blitzschlag,) Am Samstag, den 8. b. M. nachts schlug der Blitz in den Stall des Grundbesitzers Josef Dovzan in Klelngutenfeld im politischen Bezirke Radmannsdoif ein. zündete und äscherte sowohl den erwähnten Stall als auch das Wohnhaus sammt den Fnttervorrälhen und Lebensmitteln ein Anch vier Schweine giengen in den Flammen zugrunde. Der Schade beträgt 2000 fl, wogegen der Beschädigte mit 1000 si, versichert erscheint. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Innsbruck, 10. August. Di,' gesichM ss.'stlich-kciten waren der Höhepunkt deß Glmo.bschuimiö. ssrüh morgens wohnten S?. Majestät der Kaiser, die Herren Erzherzog? nnd Diguitäre eilie, F^ld-messe im Hose der Klostertascrne bei, woraus d»'r Kaiser iu o,c Hofburg zurückkrhrte. Mittags besich ligte der Kaiser mit den Erzherzogen vom Nalkm, der Hosburg aus den Schühen-Festzug, welcher rin reizen> des, überaus lebensvolles V,ld bot. Sobald die ein-zelnen Abtheilungen desselben sich dem Vu.gbalkou näherte», wurden Hüte und Fahnen geschwenkt, und alles jauchzte dem huldvoll h^abgrilhenden Kaiser be< geisterte Hoch-Rllse zu. Der einstündige Vorbeimarsch bildete eine ununterbrochene stürmische, herzliche Ova» lion. Nach dem Festzug folgte das Schühenmahl in der Festhalle. Der Landeshauptmann Dr. Rapp toastierle unter stürmischen Hoch-Nuseu aus den Kaiser, Graf Wolkenstein auf den Protector E>zherzog Karl Ludwig. Weitere Toaste wurden aus die Festgäste, auf Oesterreich, Tirol lc. ausgebracht. Nachmittags um 4 Uhr erschien der Kaiser mit den Erzherzogen. dem Obersthosmeister Fürsten Hnheuwhe, Grafen Taaffe, Statthalter Freiherrn vou Wiomann und der Aller, höchste» Suite auf drm Festplatzk, mit der Vultshymne und lauten Iubelrufen empfangen. Auf die Ansprache Dr. Rapps erwiderte der Kaiser, er wollte dem öfter» reichischeu Schützenbunde und allen versammelten Schützen durch seinen Besuch einen Beweis der An« erkennung der patriotischen Aufgaben und Vestrebun< gen des Bundes und femes persönlichen Interesses an der Entwicklung des Schießwesens geben. Se. Majestät dankte für die dargebrachte Huldigung und schloss mit aufmunternden Worten unter dem Jubel der Versam-mellen. Nach Besichtigung des Gaben lempt'ls, der Fest-Halle und der Schießhalle kchrle der Kaiser unter er. neuten Ovationen in die Hofburg zuriick, woselbst um 6 Uhr ein Diner zu 78 Gedecken stattfand. Um « Uhr abends erfolgte die Abreise unter nicht el'deuwollen-den Begeisterunaskundgebungen der vieltausendköpfigen Menge. Der Kaiser erließ ein warmes Danlsch,eil»en an den Stalthalter für dic erueuten Beweise h-r^lichec Liebe und Auhäilgllchkeil uud verlieh dem Bulge», meister vou Innsbruck, Dr. Falk, deu Orden der eisernen Krone dlilter Clasfe. Salzburg. 10. August. Der Kaiser ist heule uachts um 1 Uhr 40 Minuten mit Separat.Hoszug von Innsbruck hier angelangt und sogleich nach Isch'l weitergereist. Agram, 10. August. In der Conferenz der Nationalpark legte der Banus den Rechtsstandpunl! betreffs der Camcralaclen klar dar. Die Confereuzcu Werdeu nicht Weiler fortgesetzt. Panöova, 10. August. Ueber die Csangolegra-Pheu-Conferenz wurde eröffnet und Stephan zum P>o> sidenteu gewählt. Paris, 10. August. Präsident Gxiuy ist abgereist. — Iu den lehleu Depeschen verlangt Courcy Material zur Verbesserung der sanitären Lage der Truppen in Tonking. — Auf der chinesischen Botschaft ist von eiuem englisch.chinesischcn Vertrage gegen Nujs land nichts bekannt. Marseille, 10. August. Von gestern 5 Uhr abends bls heute 1 Uhr nachmittags sind 17 Personen an der Cholera gestorben. London, 10. August. Mr. Gladstone hat ae-steru abends auf der Yacht „Sunbeam" eine auf drei Wochen projeclierte Reise uach der Nordsee und der norwegischen Küste angetreten. Cardiff, 10. August. Ein aus Marseille angekommener Matrose ist gestern in Bristol an der Cholera Angekommene Fremde Am l». Anglist. Hotel Stadt Wir«, Schottlovsly. ,. l. Ncntenant i MaceraNa sammt t>am-slamalni,, s Frau, Wim, — Äe.l, ,ttjm, Budapest ' — Rcndich, S'moni, und Ttruppi, Priele. Trieft, — M Whia. lianovich, Atwocat, s, Sohn. Zara. — Iselslöger, Privat, Äi.,de»z, - Ran/l und Lillift, Private, (Mi, - Deiuwan nnd Diaconi, Privat?, Mch Hotel Europa. Dr. Mülle,-, Arzt. nnd Fischl, Fabrikant. Wien - ,topperl. Privat, smmnt Fra», Aüdweis. — L>'gat. l l Professor. Trieft. - ^e^a!, l l, (laplan. ^ipica. Gasthof Südbahnhos. Palla» nnd Kralochwill, NVltucr, Wir>ale, Tricst, LcöllN'ic, l l, Pos>" meister. Ibna, — Vcnedes, Oberlsln'?»', s Eolm, Plain'»« Verstorbene. Den 10, A u a. u st. ssranz He>iatl)aler, Stadtcassier. «4 I>, Wiene,sjras;e M. 5N, Stickslnss, — Leopold Ritter v, <«ariliold>, l. l, Professor nnd BezirlS'Schuliilsptttor, 51 I,, ssranciscancr-n.nssr 3ir. 12, Gehirnlähmnng, Im Spitale: Den ?. ?lna ust, Ialob Fabjan. Vesiher, «« I.. üün^rfts"» 80INÜ3, Den ». A ussnst. Maria Nagel. Spinnsabrit-Arbeiterin, ...................„, , ....... ____. ,, ^ Meteorologische Veobachtungcn in Laibach. Z "Z Be I« ^ "' ^s L «L« Z " ^' " «-"'s 7U.Mg, 738.27 15.1 W. schwach Nebel 10. 2 „ N, 7W,28 23« NO. mäsliss heiter 0,l)0 » . «b. 7^a,37 19.2 willdstill heiter , Morssennebel; herrlicher, wolkenloser Tag Wärme im Z"' nehmen Das Tagesmittel der Wärme 19,4°, um 0,5° u,U" dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Na « lii. Stcltt l>esc>,idever Anzeige: Marie Kally ZVilhelin ^inhart Vermählte. Hrlnnlmrg ^lliliass» IU. August I««5. (4N7) Von» tiefsten Schmerze erslillt neben wir Nach» richt, dafeil Sa cramente sür Slevbende hente nachmittags halb 5. l!l)V in seinem 5>2, Lebc,lsjl,l)re in ein besseres Jenseits nbznbenlse». Das Leichenbegängnis des lheinen verblichene» findet Mittwoch, de» 12. August, nachmiüagö > v. Gariboldi, als Nichten. — Adolf, C-uaen, R" l>ert nnd Otto u. Gariboldi, als Ness.n VeerdiglinnsanNnlt bts stvan, Voderlcl. Vnlback. Aom tiefsten Schmerze rrsiisst geben wir di'' > traurige Nachricht von dem Plötzlich ersolgien Todc > des Herrn > Iranz Kengthaler StadtcassierS. ! Die irdische Hülle des seiner Familie "»d l seinen wohlthätigen Schöpfungen m'el zn friih ^>>l s risfencn luird am Mittwoch, den 12 Angus», vo» > der TodtenlapeNe zn St. Christoph nuö u,n hall. 7lNn > abends znr ewigen Äuhc bestattet werden. s lim stilles Acilcid und wohlmeinendes AnbcN' > len bitten die trauernd Hinterbliebenen > Gattin ,,nd Töchtercheu l «aibach, I I. Angust 1885. ! (Besondere Parte werden nicht ausgegeben) ^1 1471 Conch all der Wiener sörse vom lu. August 1 Nll5. i,°«, d«,. °iü^«» C«,.««».,. 55, ^ Geld Ware T»5 >»l ft« «c, >»«U,s l „" ^'"««^ol^ »!» sl, 127 .^IA8'->«>!<).< '^,„7 »,^'."''' lino .. ,«« 75, lKl! Ü5 l^:^» t.,.!,,,. "^u^ 'NO.. 140 5,. 1.,,.. >»»5. ""««»scheme . per St. 4« - ">n, Nolenrenle, si, ersrei , »9 «0 u» 75. " Vnui^ ^" ... W s.s. 98 k<» " ^','"l<.Ol'I, (,!>>.,, Oftd.) 124 5.0 125-5.0 V "''«<>! «l'ose 4"/., ,00 sl, . , ,2l_. ,^!1 40 ^""'dc«tl. Ol>lil,«tio«rn ll'lr il'o fi, 0 Ocld Ware K«/« Temes« V.NIN» , , . . 10» — lO»''' 5>"„ Nllsslirischc......10» s><> !»4'»s> Ändere öffcutl. Änlehen. D,'»>n, »ceq^'ose 5>"'n n«»fl. . us, l,l> 1l7>— dl^', ?l>ilrihc i^'/x, stoi^svci , I04s>ü — — Ä»lry>->! d,'^tadln>,'»!«:i,!»v Wir» lu:^iis> l04 — ^l»Ic^» b, Sladt^'mciüdc Wi>'N (Silb« »»id Gold) .... — — — — P»ii!N!e!l-Ä»I.b.Sl>,dtn»>m,W>e>' 123 75. »24-Ä5. Pfandbriefe (siir 10» fl,) Vodcncl. >ill,i,i!s!rrr 4 '/^" ,,(^old I2 i?,o 5>n dlo, in 5» ,, ,, < >,,"/» s« ?l> lNl> 20 dlo. in 5>o .. „ <"/« sl>^ "<»'5" d!o, PrnxiicN'Schulducrsch,!!",,, »8- 9u c^n Ocst. HypothclcubanI luj. N >/^ "/„ ioi — — — O,,ft,.>U!:>i, N.iul veil, 5.''/« , , '03 — 'ON 5l> d!l,', „ 4 >,/>„ , 10l 70 lU2 — dlo, ,, <»„ . . sl» ^n e»'00 llüss, nll,i, Vc>dc»credit-iNcticngcs, >» Pcss in I, ,»»!> vc>l.5> >/,"/., 102 ?s> 1N»-Lo Prioritiitj< - Obligationen (silr ino sl,) Elis.idctl'-Westdayn i. Omission >I6'!0 — — F^di»>N!di<»Viordl'>,b» in SO!', INU'LK ic.7'25. ^>»,,z°^os^s-V.ih».....!»»'— »I«»« Oalizischc ttavl Vxdwig'Xlahn ! Ew. >KU! «!»!! sl. S. < >/,"/„ . 100 Us, 10! »0 Ocslcrr, vtorwcstl'oyu .... l«4 — 104«> s!!'l>e»l'>!rsscr......»o — o» s,0 Weld War« Sla.itsl'ahu >, Emission . , . 197 ! 1«7 ?c Sildl'ay» il !>"/„...... I53-5.0 I54-- . >. . 5 s>""...... 12? o« 12« ?;c! >lna,^all,. Bay»..... „9 u» Km iu Diverse Lose (pe,- Slillf, ^5»cdillose I«,N s>...... ,7ß__ ,7g,5^, (llary.rosi 40 ft...... 4.)'5o 4i 2b 4",« Donaii'Dampfsch, in» n, , üü,w II4-50 vaioachl-r Präüiic« ^lnll'!),'!, «ON. 22-- 22K0 Oscncr L»j>: 4« N...... <7l> Molhc» Klcil,,. öss. Gcs, », N»sl, >s.'3l> 15 70 «»dolf^'ose ,<» s>..... !»s><, I!» - Salm^'osc "»a fl..... s.< 2a s.4?b ^!,'(«CN0i«^i'l'se 4N si. . . . ,' ° 4»'s.0 ,' ^» f!..... 37.1,0 2«'5,0 Wuidijchzräy'Vojc x>, ,l. , , . »6 ^ »U ?s> «anl-Acticu (per Stii Vanlucrein. Wiluer, 100 sl. . . IN!'—1015.0 Bbncr. Aust., O>,sl.!i00sl,<2, ^»»/,, 224 7s. 22s. i!5> (Irbl,°Ä»st, s. Hand. ». G, ,,10ft, 2^-itt' 282 2U775 Hcposilrnb. All«. »00 s>. . . . >9l> — 19^'L» !l«l0,»Vtc Gls,, Nlcdcrosl. s.uu sl 5.95, — oiw — Hypi.'thelenb.öst, «00 si. «5"/"E' 08 20 l<« s.o Orst>», Un«. Vanl..... 87» — 8U2 - llnioul'ank !Nl> si...... ?9'9U 80 !lu Aellelivi«>>anl NNss. 140 fi. I4!>'?<> »4« 2?> G»ld ^ Ware Acticn von Transport Unternchmnngl». (P^r E»i!ll) All',cch<-Vahn i!<>n ft. Silber . e<-!>a «5.5U Älföld^Fiiüii'Älchn ^l»«st. Sllb. 18475 185.' - Aussia Hep, Eisend, ^'0 ft. CM,----------------- Vohm, ^tmddab» »5.0 fl, . . . —'—------- „ 3l)cstl>ahn ii»u fl. , . .----------------- «uschticl)>adc» Lisl'. 5>Uo sl. CM.-------—— „ (Ul,. !!.) ^,0 ft. . —>— —-— Dona» « Vnmpsschifsabrt» - Ges, Oeflcrl'. 5.00 N. !lM. . . , 440'— 447 — Dran-^is («,.it,'DI>.-^,)i!00ft.S, —-—------- Diix-Äl'dcnl'ach^E, V !l0<»ft,S.----------------- Elisabeth,Bay» «00 ft. l5M. . . 2»?'?s, 2N» 35. ,, ^!!!,^V»dwc!« 200 ft. . . , ------- ------- , l?all>.-Tirol.»!!,!5,i«?3'.><>Nsl.S, 202.— 20^-— stcrdi«a»d>'< Vi^rdl', wa<» si. EM, 2»4», ,»s,o K,a>,,<1rjl'I Vay» 200 fl, Eilb. 2,1 — 3,1 s.0 ss!!nllllchc»'VarcscrEis.2uoft,S. — — — — Gal, Narl ^udwia'Ä,«U<»sl, CVl. ^48 s.n 2<4 — ^raz^töilachcr E.-'-l». «U«ft,ö.W. — — . -. »ahlc>lverss.(fisenb. KW si, , . .—— _-— KaschauoOdeib. Eiscub. l!0<» fl.S. 149 l!5> »4971. 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Papiers, n, U,W, «« .- «050 Monlan ("cscNsch. österr. alpine z«uo 37 — Prag^r ^i!»',> .lüd.'Oes. z-UU l;, —— —.».. Sal,il>'^ni. ^is.nvafs, 1ft« ", . 9« ?e 97 25 Lvasscns, !^ , l7>!>s!, in W, >!><1 ". 188—------- 3rl«!!w,»