Nr. N5. Samstag, Z.Oktober 1886. 105. Jahrgang. Zeitung. »««,!no">/n ^^."^' '^" Pofiverscndun«: ganzjöhrlg st, ls., balblnhri« s,. 7.50, Im «ompt°!r: llcine Inl»^. ', ^lbjlihlin 5.5.o. stüv die Zufi«Nm,„ in« Hml« «anzläylig st. 1. — Inser»lon»«b»r: ssi!i «l^Nlelntc l>>« ,» < feilen 25 l>,, ,i>öhr« vr, ^"il<> « si, ^ '., öü^.'ii «ri^rhollmnc,: p,. .^clle 3 fl. T>ic »palbachrr Zeitung" erscheint tiiallch mit Nusnahlnc der Sonn» und Feiertage. P!, «d««n«str«tlon drfindct Nch »ahnhofftraße I5>, d!e «ebaction Wiennftlaß« 15, — Unfrankierte »rlei« melden r>cht ax^enommen und Vlanusciiple nicht zulüls Anlass der stand i ^""'"' Uebernahme in den bleibenden Rnhe- ^ U"d e,l!, ^uerkennung seiner vicljährigen, sehr eifrigen ^ AiarM> glichen Dlcnstleistüng taxfrei den Titel nnd lcihr,, a 'l!"^ Ncgierllngsrathes allergnädigst zu ver- Nichtamtlicher Gheil. Zur Situation. ^rtiin^^^ ^ großer Spannnng erwartete Bcant-^eichäf ^ Orient-Interpellationen des ungarischen Ziicie,, ? '^ vorgestern erfolgt. Die in großen Antwort des nngarischen Minister« sich in drei Theile. Der erste! der 3i./^ "nsfilhrnngen des Herrn voll Tisza galt, hnlt^ ß?''^"heit. den Aufklärungen über das Ver-' ^irs^/Ä^^ich - Uligarns zu der Vertreibilng des b»l^,.:c, Lautier uud zur Frage der Bestrafung der' prüsit"'^" Verschwörer. Der' nngarische Miliistcr-Throne ,s ""sl"tierte mit allem Nachdrucke, dass die EiMs ^lNMg des Vatteubcrgers auf dessen eigene des P^'Utg zurückzuführen sei. Unser Ministerinn, richte . ^"'«eu war von dem Attentate nicht unter-Kine ^"° luunte nicht wissen, «dass Fürst Alexander >üld sei, '^"^ direct vom Zaren empfangen ansieht^ '"ache, ? ^"ben von dessen Zustimmuug abhängig ^r da« ' Ebenso stellt Herr von Tisza in Ab-! ^>>Ke k ""^'" Negierung irgend einen Schritt zum' hat ,^. " bulgarischen Verschwörer gemacht habe. sie H uur übereilten Schrittel, gewarnt, führ,,, "" '?^ größerer Vedelltllug als diese Aus-gchlaw«» ^ heute denn doch nnr ein ziemlich ab-^> ^s retrospectives Interesse beansprnchen können. ist der zweite nnd dritte Theil der Tisza'schen Erklä-rnngcn. welche der Erörteruna dcr Grnndzügc nnsercr ^ Oricut-Politit und des Biin iltnisses zum deut- > schel, Reiche gewidmet sind, >ch in Bezug auf die Principien unserer Ball ! lantct die Ant- wort so klar und entschieden, daiü sic jeder Erlänte-ruilg füglich entrathen kann. .Im Einklage mit uu-> serem answärtigcn Amte», sagte Herr von Tisza. «bin ich der Meinung, dass es auch hellte den Interessen der Monarchie am besten zusagt, dass die Monarchie! — alle Vcrgrößcrungs- oder Eroberungsgelüste von sich weisend — ihr Bestreben mit ihrem ganzen Einflüsse darauf richten müsse, die selbständige Entwicklung jener Staaten zu fördern nnd zn verhindern, dass eine, in den Verträge,, nicht bestehende Festsetzung clnes Protectorats oder bleibenden Einflusses einer einzigen fremden Macht platzgreife.. Das ist jedenfalls unzweideutig gesprochen. Das außerordentlich rege Interesse, welches stch der Antwort des Ministerpräsidenten gegenüber knnd-gab. kam anch dadnrch znm Ausdruck, dass bereits tagsvorhcr sämmtliche Galleriekarten vergriffen waren. Trotzdem es allgemein bekannt war. dass Tisza erst um 12 Uhr sprechen werde, waren die Eingänge des Abgeordnctcnhanses von Hunderten von Personen besetzt, welche des Augenblickes harrten, da die Thüren geöffnet werden. Um halb 12 Uhr erhob sich Ministerpräsident Tisza und erklärte, erst um 12 Uhr sprechen zu wollen, da noch nicht alle Interpellanten anwesend seien. Vor 12 Uhr erschien auch der fehlende Inter-pellant Desider Szilagyi. nnd wenige Minuten nach 12 Uhr erhob sich Ministerpräsident Tisza nnter lautloser Stille des in allen seinen Räumen vollständig gefüllten Hauses. Die von ganz Europa mit Spannung erwartete, Antwort, welche Tisza nach einigen einleitenden Worten vom Pavicre las. lautete wie folgt: «Vier Interpellationen liegen mir vor in der bulgarischen Frage mit einer großen Anzahl von Fragen, von welchen auf einige angesichts einer in Schwebe befindlichen Angelegenheit keine Negicruug der Welt autworten könnte, ohne die Interessen des Staates zu schädigen und ihre heiligsten Pflichten zn verletzen. In^ dem ich dies vorausschicke, beabsichtige ich damit durch-aus nicht, eine Mißbilligung darüber auszudrucken, dass diese Fragen gestellt wurden, noch aber die Abgabe einer Erklärung über die Richtnng der von der österreichisch-ungarischen Monarchie in dieser Frage be- obachteten oder in der Zukunft zu beobachtenden äußeren Politik von mir abzuweisen. Aber wohl erachtete ich es für nothwendig, den Unterschied anzudeuten, welcher zwischen dem besteht, was ein Abgeordneter von noch so großem Ansehen fragen lind erörtern kann, nnd was eine Regiernng beantworten darf, wenn, wie es hier gewiss der Fall ist. beide ausschließlich den Zweck verfolgen : zu uützen nnd nicht zn schaden den allgemeinen Interessen. Ans dem Gesagten folgt von selbst, dass ich auf jede einzelne Frage nicht besonders antworten werde nnd die Fragenden alls meine allgemeine Erklärung verweise. Indessen über einige Fragen will ich mich doch vorgängig äußern. In erster Linie weise ich die Annahme zurück, dass das Ministerium unserer auswärtigen Angelegenheiten die Absetzung des Fürsten von Bulgarien in Aussicht genommen hätte oder gar von dem gegen den Fürsten Alexander verübten Attentate im voraus uuterrichtet gewesen wäre und dasselbe unter welcher Bedingung immer gntgehcißen hätte. Diese und die darauf folgenden Vorfälle konnte das Ministerium des Acnßern ebensowenig wissen, als dass der Fürst Alexander, wie ans seinem Telegramms hervorgeht, seine Krone als direct vom russischen Zar empfangen ansieht nnd sein Bleiben von dessen Zustimmung abhängig machen werde. Es besteht keinerlei Uebereinkommen zwischen unserer Regierung und Russland inbetreff eines in dem westlichen oder östlichen Theile der Balkan-Halbinsel auszuübenden dominierenden Einflusses, und konnte demgemäß dieser auch an keine Bedingungen geknüpft werden. Die der Monarchie durch den Berliner Vertrag eingeräumte Stellung, die wir entschieden festhalten, entspricht bei Aufrechthaltung der Bestimmungen jenes Vertrages unseren Interessen ganz genügend. Von unserem gemeinsamen Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten wurde in Ansehung der Verschwörer gegen den Fürsten Alexander im Interesse Bulgariens selbst vor übereilten Entschlüssen und deren Eon-segnenzen wohl gewarnt, jedoch keinerlei Demarche zum Schutze llnd im Interesse der Urheber des Sofiaer Attentats gemacht. Ich gehe jetzt auf meine in Aussicht gestellte Er-kläruug über. Als meine individuelle Ansicht habe ich, als ich im Jahre 1868 zuerst Gelegenheit hatte, mich über die orientalische Frage zu äußern, im Hinblicke auf die kommenden Ereignifse es ausgesprochen, dass, falls im Orient Veränderungen gefchehen müssen, unsere Interessen erheischen würden, dass die dort leben« Feuilleton. Was ich wissen möchte. schon li^/^'^' "u Spätsummerabend, dnrch welchen derdii>,,,,^'"lche Ahuungen zucken. Alles Leben will NleiH lira's ""^ "'" Stimmnng nahen Abschicdneh- " Park / b"l waldigen Hügel gebreitet nnd über ?""d ai's^" s""en Füßen weithin sich dehnt. Der ^lc>h ^zt scii, bleiches Feiler über den einsamen ' hii^s "",!sch''">nert die Arcaden des Baues, der ^ Mit l > "l ^ das «Gloriette» von Schönbrunn ^steiii >5"'?" zauberischen, sanften Lichte, dass das «'ich u,, . h'"" Marmor emporragl. ... Ich lehne ?"f das """'< d" Arcadenpfeiler und schaue hinab ^"unirn n "'j^ulccr gewordene Parterre. auf den Ü?" da ^, ?' d" seine Angel, geschloffen hat. nnd d'e EtrK'^ d" Blick auf die Lichtcrreihe». welche ^>Madt M-r kcunzrichnel,, „.ld s„cht die lärmende Hier " 'hrem Wogen nnd Branden. . .. - '9m La,/ /6 '""""' rnhiger, aber von unten l>"dera,'w. l Brausche, Stimmen heranf — dnrcl> ^"tellten w »""""' ein Concert von tansend In- ch""ubt.. Masseln die Wagen. reden die Lente. ^'"ag M,l """tive. pfcht die Pferdebahn? Man sille^/^' darüber Klarheit zn gewinnen. Eine ^ verschwimmt ineinander, ? "uflös i?"e frstei, Conturen verschwimmen nnd 'Kllrne St..- !"^^ Lichter blicken empor - sind's ° gehen ^s. Unzählige bewegen sich, kommen l'nd s die Wahrzeichen ebenso vieler Schifflein. die, mit Menschengeschick beladen, emem het° mischen Hafen zncilen? ' ^. >. Ueber solche nnd ähnliche Fragen packt m,ch eine nnsägliche Sehnsncht. über all das Regen, das ,ch von der Höhe aus beobachte, das Nichtige, das Genaue zu erfahren. Nach einen, Ruhetage wandern Tausende wieder nach Hause — entgegen dem Kampfe, der Arbeit, s,chs Tagen, die Heil' >md Unheil zn bringen vermögen. Vielleicht kenne ich keinen von diesen Tausenden, nnd doch sind sie alle mcine Brüder nnd ,hr Schicksal ist das ineinige. und keine niedrige Nengierde, sondern ein besserer Trieb: das Gefühl der Zusam. mengehm'igkeit, bewegt mich. wenn ich jedem emzelne» sein Geheimnis abfragen möchte. Ob einer wohl Mans-blickt nnd dabei denkt: Auf dem HM'l wellt Maild uud möchte mit mir fühlen, mit mir leiden oder M freue»? Schwerlich. Niemaudsieht.'.ich- Wennngendwo. so verliere ich mich hier als eiu Tropfen "einem ^cean -^ eine Empfindung voll süßer Schlmrzllchmt ... Uud nun werden alle übrigen Geräusche vom Glockengelä'nte übertönt. Ein Glöckchen von dnnnein Klänge beginnt, ein tüchtiger Bass antwortet zuuachst. helle uud dunkle Stimmen klingen durcheinander von nah und fern. mancher Ton kommt wie nber cmen See gezogen, verschwebrnd nnd schattenhaft... ,ch entblöße das Ha,ipt. ohne zu wissen, warum.' Die Baume lauschen dem Tongrwimmel nun aber em jchrMcr Pfiss . . . die Eisenbahn meldet sich »"d mit ,hr das wirkliche Leben. Solch ein Pfiff entreißt einen allen Phantasten, gemahnt einen daran, dass etliche cvchrltte von der süßesten Einsamkeit der Kampf ums Dasem seinen Fortgang nimmt — Tag und Nacht, im Strahlen der Sonne, wie im Scheinen des Mondes . . . Und wenn ich nnn an die Menge denke, die da unten ihren Weg sucht, ersteht in mir eine wunderliche Frage. Ich möchte wissen — es wag wohl närrisch sein, sich darum zu kümmern — ich möchte wissen, ob es glückliche Menschen gibt. wirklich glückliche Menschen, die dem Schicksale nichts vorzuwerfen haben, die jetzt nicht eine Secnnde lang den Gedanken hegen, daheim könnte das oder jenes doch ein wenig anders sein. als es sich ihnen gar bald darstellen wird. Wer darauf Antwort bekäme, entschiedene, unzweideutige, ehrliche Autwort, und wer imstande wäre, eine Statistik der Glücklichen zn machen, der wäre um eine der wichtigsten Erfahrungen des Erdendaseins reicher. Gibt es glückliche Menschen, dann sollen die Pessimisten sich in ein Hundeloch verkriechen und nie mehr daraus hervorkommen. Gibt es keine, dann taugt all unser Ringen und Streben so viel wie nichts, denn das höchste Ziel des Menschen bleibt unter allen Umständen: glücklich zu sein. Jeder hat ein Recht ans vollkommenes Glück. Wenige aber haben das Talent dazn. Freilich, man müsste erst feststellen, was man nnter Glück zu begrrifcu hat. Das ist aber schwer; so viel Köpfe, so viel Deutuugen. Jeder denkt sich darunter etwas anderes — der Bettler ein Obdach für die Nacht, der enthrontc Fürst seiue wiedercrobeltc Krone, der Verliebte den Besitz seines Mädchens, die «unverstandene Frau» ein Abstreifen ihrer Ehcfesscln. der Arme den Reichthum, der Reiche eine bessere Verdalinng und Laibacher Zcttiinq Nr. 225 l842 2. Qttolicr M«. den Völkerschaften, ihren Individualitäten entsprechend, sich zn selbständigen Staaten herausbilden. Im Einklänge mit nnserm auswärtigen Amte bin ich der Meinung, dass dies anch heute den Interessen der Monarchie am besten zusagt und dass die Monarchie — alle Vergrößerung?- oder EroberungsgelüsK' von sich weisend — ihr Bestreben mit ihrem gangen Einflüsse darauf richten müsse, die selbständige Entwicklung jener Staaten zu fördern nnd zn verhindern, dass eine in den Verträgen nicht bestehende Festsetzung eines Protectorates oder bleibenden Einflusses einer einzigen fremden Macht platzgreife. In unfcren Aündnis-Beziehnngen zn den fremden Mächten ist keine Aenderung eingetreten, nnd dieselben bestehen daher unverändert so fort, wie sie der gemeinsame Minister des Aenßern in den Delegationen definiert hat. Mit Deutschland stehen wir anch hentc anf der alten Grnndlaa/, nnd eben deshalb dürfen wir nicht daran zweifeln, dass mit Rücksichtnahme auf die gegenseitigen Existenz-Bedingungen wir vereint diese anch werden wahren können ohne Gefährdnng des all' gemeinen Friedens. Unsererseits betrachten wir den Berliner Friedensaet, trotzdem derselbe in einzelnen Fällen, von welchen der folgenschwerste der im vorigen Jahre in Ost-Nnmelien vorgekommene war, verletzt wurde, auch heute als in Kraft stehend nnd als solchen, der aufrechtzuerhalten ist; anch ist nns von keiner der anderen Mächte ein gegentheiliger Standpunkt bekanntgegeben worden. Die Regiernng holt auch an der wiederholt ausgesprochenen Ansicht fest, dass nach den bestehenden Verträgen anf der Balkan-Halbinsel, falls die Türkei ihr erhaltenes Recht nicht in Anspruch nimmt, niemand anderer zn einem einseitigen bewaffneten Einschreiten oder znr Anfstellnng eines Protectorats berechtigt ist; dass überhaupt jede Aenderung in den staatsrechtlichen oder Machtverhältnissen der Balkan-Länder nur im Einvernehmen der Signatar-Mächte des Ver« liner Vertrages geschehen darf. Dies sind die allgemeinen Umrisse nnseres Bestrebens, dessen Erfolg wir im Einvernehmen mit den Mächten ohne Störnng des Friedens zn erreichen wünschen und hoffen. Die Erreichung dieses Zieles werden wir dnrch die vorzeitige Abgabe von Erklärungen nnd tönenden Worten nicht gefährden; auf dieses Ziel werden wir mit der in kritischen Zeiten doppelt nöthigen Rnhe nnd Mäßigung, zugleich aber mit allem Ernste und aller Entschiedenheit hinwirken.» Der erste Theil der Antwort wurde wiederholt von lebhaften Eljen-Rnfen unterbrochen, welche sich nach Beendiqnng der Rede noch erhöhten. Als Erster erhob sich nach der erfolgten Beantwortung der ehemalige Instizminister Balthasar Horvath. In längerer Ausführung erklärt er sich mit der Antwort nicht vollständig zufrieden. Er will lieber den Krieg als einen solchen Frieden, welcher die Ehre und das Ansehen des Landes gefährdet. Er verlangt, die Antwort des Ministerpräsidenten solle anf die Tagesordnung gesetzt werden. Der zweite Interpellant, Daniel Iranyi, will ebenfalls, dass die Antwort des Ministerpräsidenten Gegenstand einer Verhandlung im Parlamente werde. Graf Albert Apponyi nimmt den ersten Theil der Antwort znr Kenntnis, jenen Theil nämlich, dass Oesterreich-Ungarn keinen Antheil an dem gegen den Fürsten Alexander ausgeübten Attentate habe. Er hätte es jedoch lieber geschm, weuu der Ministerpräsident in seiner Antwort dem Fürsten Alexander keinen Hieb ver^ seht, wenn er nicht gesagt hätte, es sei Alexanders Schnld, dass er seine Krone als ein Geschenk Rnss-lauds betrachtet habe. General Kaulbars schaltet in Bulgarien, er überreicht ein Ultimatum nnd droht, Bulgarien zn verlassen, wenn die Wünsche Russlands uicht erfüllt werden, nnd da spricht der Ministerpräsident davon, dass die Bestrebungen uuseres auswärtigen Amtes die Aufrechterhaltuug der Uuabhäugigkett der Balkan-Halbinsel sei. Wie ist das zn vereinen? Herr von Tisza sagt, das Büuduis mit Dentschland darf nicht geschwächt werden. Es ist eine so kategorische Erkläruug uothweudig, damit mau es glaube. Graf Avpouyi verlaugt, die Autwort des Ministerpräsidenten möge auf die Tagesordnung eiuer der nächsten Parlamentssitzungen gesetzt werden. Szilagyi nimmt die Antwort znr Kenntnis. Ministerpräsident von Tisza verwahrt sich dagegen, als ob er dem Fürsten Alexander einen Hieb hätte versetzen wollen, er wollte bloß eine Thatsache con-statiert haben. Im gegenwärtigen Stadinm sei e5 nicht möglich, die aufgeworfenen politischen Fragen znin Gegenstande einer Parlaments-Verhandlung zn machen. Er bittet, die Antwort znr Kenntnis zu nch meu, weil er seinen Platz sonst räumeu würde. Aber auch sein Nachfolger kö'unte die parlamentarische Behandlung nicht aeeeptieren. N'ich lebhaften Eljeu-Nnfeu nahm das Haus die Antwort Koloman Tisza's mit überwiegender Majorität znr Kenntnis. Politische Ueberficht. (Arbcits - Programm des Abgeord' ne ten Hanfes.) Zum Zwecke der Feststellung des Arbcits-Programms des Abgeordin'läuhanses für die laufende kurze Herbstsession hielt vorgestern das Executive Comite" der Rechten eine Sitzung ab. Vorlänfig ist es die Absicht des Präsidiums, nnr insolangc häufigere Plenarsitzungen anzuordnen, bis die für die Bauk-nnd Zuckerstenerfrage eingesetzt, n SubconMs des Aus-gleichs-Ausschusses ihre Berathungen beginnen, beziehungsweise fortsetzen werden. Die Obmänner dieser Comite's haben bis zur Stunde eine Einladung zn Sitzungen nicht ergehen lafsen; doch dürften die Comite's bereits hente zusammentreten. Die parlamentarische Commission der Rechten wird sich wahrscheinlich anch über den Zeitpunkt, in welchem die Delegationen ihre Thätigkeit beginnen sollen, anssprechen, da hievun das Maß der dem Abgeordncteuhause eingeräumten Berathnngsfrist abhängt. Vielseitig wird in Abgeordnetenkreisen der 4. November, welcher als der Tag des Beginnes der Delegations-.Scssion genannt wnrdc, als ein zn früher Termin bezeichnet nnd die Verschiebung dieses Termins in die zweite Novemberwoche gewünscht, weil andernfalls das Abgeordnetenhaus schon in den letzten Oktobertagen seine Thätigkeit unterbrechen müsste. Die Vorlage, betreffend die Erneuerung des Zoll- nud Handeltzvnudnisses, soll erst nach Erledi' guug der Bank- nnd Znckerstenerfrage zur Verhandlung gelangen. (Das Staatseisenbahn - Deficit.) Die «Wiener Abendpost» schreibt: Einige hiesige Ionrnale hielten es für angezeigt, sich die in Rede stehle?> gclegcnheit (die Nachtragsforderung für den VM Eisenbahnbetrieb) zn oppositionellen Zwecken ,;"'" ' znl^en und für deu Inhalt des Regier»»gs«^ entwurfes eiuen Sündenbock zn suchen. Als ic<, wird, wie es erfahrungsgemäß bei allen älMP"'. läfsen von dieser Seite zu geschehen pflegt, ^'-^ lenz der Herr Finanzminister Dr. Ritler wn ^. jewski bezeichnet. Es wäre wohl frnchtlos. "^^ falschen Argumente nnd irrigen Voraussetzuusscll -" in der Presse beliebt werden — zn widerlege,', gegebenen Falle nmso frncht- nnd zweckloser, alü^ der Herr Finanzminister im Parlamente -^ ^ " Gegenstand zur Crörteruug gelaugt — den em'imi" Anlass finden wird, Rede »nd Autwort z"^l"1"''.^ (Au, dem Cesky Klub.) Der ^cky K^ hielt vorgestern seine erste Sitzung ab. Dr. >" , wies anf die Wichtigkeit der zu erledigenden Ä»^ geuheiteu, auf die Schwierigkeiten der p^lt>I^' ^ tüation und die driugeudeu Forderuugen des ^ , überhaupt und der Cechen insbesondere hin ''»^, ,^ der Ueberzeugung Ansdruck. dass es durch kM/"G,^ Znsammeuwirken gelingen werde, die Schwn'M,.^ und Hindernisse zn überwinden. Der Klub ^'l"^ z< dem Fürsten Alfred Liechtenstein sein Aedancr" ^ zusprechen, dass er sich bewogen gefühlt, sc>" .^^„ niederzulegen nnd ihm den wärmsten Dank fur ^ werkthätiges Bemühen zur Erhaltung der So)lon der Rechten und für dessen Sympathien z»m "^ ^es Volke anszndrücken. Dr. srom brachte die 3"^^ cechischeu Schnlwesens in Mähren znr Sprach^ ;„ Klnb beschloss einstimmig, den Unterrichts»!""'" dieser Angelegenheit zn interpellieren. ^^< (Znr Reform der Universität^^ dien) Die EnaMe in Angelegenheit der M"' z Univcrsitäls Studien tritt, wie belichtet wird. ">! ^ November im Unterrichtsministerinm z>>saMlM^- ^. einzelnen Universitäten werden zn Beginn dcs ^, ^ jahres die Wähle» in die Enqnete vornehmen, ^^ Eugnete werde es sich nm die Erörterung der o ^,. handeln. wie die alljährlich wachsende Fwi'!.^ dic Universitäten zu beschränken wäre. weiters " ^ Einfnhrnng einer Disciplinar-Ordnnng für St>w ,,^, die Einfühnmg von Semestrnl-Prüsnngen ''". ^»ck hanpt nm die Feststellnng eines bestinnutm ^ ^M für die Studierenden aller Faculläleu. D^ . M» werde auch die Voten erwägen, welche dic ^ ' h^ Professoren-Collegien bezüglich der BeschnM''^ ^ Docenturen an den österreichischen Unwttsu" ge.eben haben. ^,l.'' beschlossen, dass alle znr Ostseeflotte gehörenden ,^ während des kommenden Winters vollkomnu'N "^ h^ ^ in See zn stechen, falls es ein eintreteiider ") -^ statten sollte. Die größten Panzerschiffe ""d " ^ Torpedo-Geschwader werden anf der Rl>'de " ^< singfors hinter den Befestignngen von Swea"^ ^ tion'ert, nnd andere Schiffe werden in Neual l deren Ostseehäfen überwintern. , ,^> i>' (Anlgarien.) Vor der rnssischen M!^.^ Sofia fand vorgestern eine Kundgebung durch gichtfreie Glieder, der Dichter den Lorbeer, der Feinschmecker einen neuen Ganmenreiz. Wie soll man entscheiden, wer sich im Rechte befindet? Jeder Sterbliche kann nur anf seine eigene Fa - «Siebzig.. So alt zn werden, nm sich diesen Begriff von Menschenglück constrnieren zu müssen! Ich eilte fort, ich konnte dem Greife nicht ins Gesicht schaueil . . . Ein anderer Greis hausierte iu dem Gaslhause, wo ich zu Abend zn ess^ pflegte, mit Büchern. Ich kaufte ihm oft Kleinigten ab, die ich nicht brauchen konnte. Er fasste Vettrauen zn mir nnd gestand mir einmal, in früheren Jahren sei er Dichter gewesen, habe ein Äändchen Poesien veröffentlicht, und wenn ich erlaube, wolle er mir das Bändchen verehren — - ---------- Ich — keineswegs verkaufen, denn es sei lmhls"' ^^c» nahm die Gedichte, die übrigens wirklich nichte ^»ic - ill des alten Mannes Aligen leuchtete ""He '^ von Glück auf, er war mir so dankbar, als y ihm ein Opfer gebracht... , ^ "^ Gewiss liegt im Verkauntwerden manct)"' ^! weniger Glück als im Erfolg. Der Verka">u ^^ sich in eine Welt ein, die niemand ihn, zn 5"1 M Macht hat. er zweifelt nicht an seinem K0"" ,„>ll' dern an dem Verständnisse der Mitineuschcl', ^^»i'^ von keinen, änßerlichen Moment in der Sew," ^ he< beengt, nnd wenn es irgend ein Glück »p , . M steht' es darin, dass man' mit sich zuf"^" > ^ W dazn in der Gegenwart keine Ursache si'!^ ' ,^, M Ersatz bei der Hoffnung oder bei der Er""'" >, ^„i das Glück bisher ansgeblieben, so kann eö 'j^chch"'"' men — als Liebe, als Berühmtheit, als als Macht. ., ^s A"!! Und hat mau verspielt nnd verthan, ^.^1^ so leer an Glück. wie vorantzsichtlich das " ^hil^ sein wird, so eilt die Reminiscenz "M' ^„ ' Längst verrauschte Tage erstehen vor "'" ' ^t sl"' wieder Jüngling oder Knabe, man ^^"iode ' ,h wie glücklich man in dieser oder jener ^ .^ >i mau wird zum Lobreduer der guten anen ^. ,M man vergisst, dass man damals thatsachlll) H^.^i^ glücklich war, sondern sich diesen Z"sW^M'al M, zurechtgezimmert hat. Fraueu, die "" ^^..sicherl''^ heiratet sind, plagen ihren Gatten mü der ^ , ^ ^ der «Selige, habe ihnen ein Glück ga".i ^„i <^. bereitet - die Guten vergessen, dass ste " , ,. 6 . ligen» keinen Tag ohne Zank verbracht ^ ^,,M jnngc Ehe erscheint in den Flitterwochen « ^,^ ,l)' von Seligk.it. Bald darauf fängt die F", ^aibllchtt Zeitung Nr. 225 1843 2. Ottober Itttttt. d^? ' "' ""''" "lie Zünfte durch je zwei Delogierte w /" """" 'U'b "" deren Spitze die.zwei De-M«s ü "°." ^^"' ^"leeo llnd Kasabiw, und ciniqe Sv ^ "' ."' Mlmiciftalitiit sich befanden. Vultev als Vos,?"/Marte geqenilbev Kaulbars, das bulgarische Ern...' " Z""" s^br erqeben, doch bilde die rascheste Kn, ""3 ""es Fiirstei. das haiiptsächlichste Interesse, sim, >. '^^'' b" Zar hege die wohlwollendsten Ge-MV" f"r Bulgarien, dessen Wohlfahrt eben den di/U ,, «Wcchl bedinge. Vulicv betheuerte nochmals llbtt?^- der Bulgaren gegenüber dein Zaren, ^lcbt,,,. 5^l)"l)eit des Staates, die Gesetzlichkeit, die O^, ?^ ^r Constitntion erfordere eine rasche Wahl. 'Mi ck> l?"^' die Fürstenwahl sei nicht eine b»l-ini,s /^ '" c ^ ""e internationale Angelegenheit, man «lil e>, ?""' beharren, dafs die Wahl verschoben werde. Tw. ^ ""^^' ^ sei staunenswert, dass die fmnnm ^^" man doch seit Jahre»» an der Eut-Ersnil >> s Fürsten von Bulgarien arbeitete, nicht an z»tück, ?'"' '^"lbars entfernte sich. tehite jedoch >"lllil m ^"'^ gcqennber dem Wnnsche der Wieder '"'lie N^"^' ^'^''lbc oder ein Mitglied der Fa ^rilckkm " '""^ niemals wieder nach Vulgarian zahl >im"^"' ^uliev erwiderte, nnr eine geringe Nn-tm sick, ^""'u verfolge diese Absicht. Alie verpflich-Elir^ 1^. "'tgegengesetzter Wünsche, den Vcschlnss sc> '"-'züglich der Fürstenfragc anzilnehmen. "ttalä '^^'"^ bei seinen Wählern.) Ge-pclli^?^.^"ckte Freycinet beim Empfange in Mont-"'d di? s5l ^"glichkeit der Officiere an den Ruhm ^sllick'f ?" ^" Republik aus. Der Bischof, mit der t>nii,ae„ t feinend, erklärte, der Clerus sei dnrch-Franl'^s^n Psi^chtgefilhlen gegen die Kirche nnd Rrde ^'^""krhalb aller politischen Parteien stehend. '" bri»li/ ^!^ '^'^^ch s""' ""e Mitbürger dahiu »üd ^r '/ bass sie die GlaulicusmmllU!g?n schäheu Veraa,,^.s'"' '"^^e die Größe Frankreichs in der sicher,, ^ l! ^wirkten und seine Größe in Zukunft >"öge dip? ^'' F^'^inet wünschte, der ganze Clrrus ^^ ^chninlngeu theilen. Tagesnelligtciten. 'Tlo^ Majestät der Kaiser haben, wie die ^"o,,,^ Z^tilng. meldet, dem Ortsschulrathe in bricht,?, '^^ Erschaffung von Lehrmitteln nud zur z» sve,^.^ '^^ das ne'uerbautc Schulhaus 400 fl. l^'wen geruht. Ze. ,^ ^ermählung des Erzherzugs Otto.) l»»ss „l'l?^" Herr Erzherzog Otto, dessen Vermählte st„..7^^"nzcssm Maria Josefa von Sachsen ^esdeii 's ^' '^ Mittwoch abends uon Wien nach dorff ^ "dgrrcist. Obcrstlämmerer Graf Tranttmans-<5ranz ^ ."^ nufterordentlicher Botschaslcr des Kaisers ^ )^,'"it vier Hofcavaliereil dort eingetroffen. ^",li,.,l öligen der Uhrmacher.) In der "chletl! ^'"ll der deutschen Naturforscher nnd Aerzie be-W> der U ' ^^)" "us Nreslau iibcr neue Untcifuchun-bei Uhr,,,^" der Uhrmacher. Vor 18 Jahren fand er !^hr s?l" "ur 5 Mt. Kurzsichtige, und zwar mit ">e Aaol,, ^"' ^"^"' "0" Myopie. Danmls herrschte '^l der ssn '""s-Thcuric, nnd man erklärte die geringe durch den Gebrauch der Lupe, welche die Accommodation überflüssig mache. Jetzt dominiere die Convergenz-Thcoric, die aber nicht alle Fälle fortschreitender Kurzsichtigkeit erkläre, es müsste sich sonst bei con vcrgentcm Strabismus Myopie entwickeln, und Personen mit monoculärem Sehacte dürftcu nicht kurzsichtig werden. Die stärkste Convergenz müssen diejenigen Uhrmacher leisten, die ohne Lupe arbeiten. Vortragender hat 100 solcher Uhrmacher untersucht und gefunden, dass sie die Arbeit nur 15 bis 16, bei sehr feinen Objecten nur 10 Centimeter vom Auge hatteu. Besonders anstrengend ist das Zapfcndrehcn nnd das Tricbrichtcu; die Arbeitszeit beträgt 12 Stunden täglich mit nur kleinen Pansen. Trotzdem fanden sich unter den 200 geprüften Augen nur 18 pCt. Myopen, von denen nur 6,5 während der Uhr-macherci erworben waren, und zwar ganz schwache Grade. Bei den Schriftsetzern dagegen sand Redner 51 pCt., bei den Lithographen 3? pCt, Kurzsichtige. Es scheint also, dass das Lesen, Schreiben und Zeichnen wegen der nothwendigen Augenbcwcgungen gefährlicher sei als Beschäf-tignngcn, bei denen das Ange beständig auf einen Punkt sieht, wenn der Punkt auch sehr nahe liegt. Vielleicht verhütet die vortreffliche Beleuchtung, bei welcher die Uhrmacher arbeiten, das Entstehen der Kurzsichtigkeit. — (Das böse Gewissen.) Ei" Redacteur m einer großen Provinzialstadt erließ vor kurzem in seiner Zeitung folgende Anzeige: «Bei einem hiesigen Wein-Händler tanste ich in voriger Woche eine Flasche Rothwein. Wie sich herausstellte, bestand dieser Rothwcin aber aus Wasser mit Blaubeeren, Spiritus und anderen Ingredienzien vermischt. Sollte mir nicht binnen v,erund-j zwanzig Stunden von dem betreffenden Wcinhändlcr elM echte Flasche rothen Traubeusaftcs zugehen, so werde ,ch sofort deu Namen nnd die Wohnuug dieses industriellen Weinpantschers zur Warnung betauntmachcn.' Und steh da, das böse Gewissen erwachte bei dreiundzwanzig Wein-Händlern der Stadt, nnd der Redacteur erhielt von jedem derselben eine Flasche guten, unverfälschten Rothwcmes übersendet. — (Zirbeldrüse.) Die Zirbeldrüse, dieses sonderbare Organ im Gehirn, in welchem einst Descartes den Sitz der Seele suchte, soll nach den Untersuchungen englischer Naturforscher der verkümmerte Rest eines dritten Auges sein. Allerdings kommt dasselbe ausgebildet nur bei de» wirbellose» Thieren vor, und selbst nach der Darwin'schen Theorie hat es ziemlich lange gedauert, bis wir es so weit gebracht, nur zwei Augen zu haben. Schade, dass es nicht anders gekommen ist. Besonders hätten die Schirmmacher davon Vortheile; denn mit einem Ange oben auf dem Kopfe müsste jeder beim Sonnenschein einen Sonnenschirm tragen. -- (Eine neue Mode) haben die Amerilaner-inncn erfunden, nämlich lebende Käser am Hnt zn tragen. Die Thierchcn werden in seidene Stränge gebunden, welche so lang sind, dass sie sich gerade bis zum Rande des Hutes bewegen können. Die hiezu verwendeten Käfer heißcu «Machettc» und werden in durchlöcherten, nut morschem Holze, das ihnen zur Nahrung dient, gefüllten Schachteln ausbewahrt. — (Zweifelhaftes Kompliment.) «Verzeihen, gnädige Frau, dass ich vorhin an Ihnen uornbcr-gicng, ohne Sie zu grüßen; aber Sie sehen heute w reizend aus, dass ich Sie factisch gar nicht erkannt habe!» l"lk hä ' " Ach zu reiben, dasv sie ein großes '^'sin'tiss '""^'" können — nnd nun folgt eiue "ch Uln s ^.Schilderung des Hriratscmididateu. der !^su!w ,,!, ^""l-b und für den Fall riuer Zurück« !'ch die S^ ^"'nd ^^ ^ der Regel hat er ^heit 7i..c ."belegt und erreicht bei sehr guter Ge« ^ "" sehr hohcs Alter.) !^ "uz u? ""' "'r arm an Glück wir sind. wenn '" To„ ' "" das Gute erinnern, das vergangen ist. ^"iigt. '„""Dust. ein zufällig fallen gelassenes Wort >' °Uer w' "'" s"lche Reminiscenz zu wecken. Und u"" sich >.' '"'^' desto lieber nnd eifriger erinnert ^'Uunn ^.^""esencu. flüchtet mau sich ans einer i ^ ^r ' v" s" gar nichts für einen hat. zurück in '' der Ä'I''l>'lt. die so viel für einen hatte oder ">ri,it ^"""g des Verflossenen gehabt zn haben a riick^ ""^' "^ den, Sterben' kommen, desto l/." Ersck« '"" mit iil.screr Erinnernng nns'rcn, ^ des'x'^' Auf diese Art schließt sich die Kreis- ^'N° sfta.!Ä""5 Aus dem Todtenbette redete Victor '"1. o,e Sprache seiner ersten Kindheit------ 3 un"i,^sl"Aige Stunde wird vieles zum Glück, Ä'i^ k'" Titel !ü. '^ ^ "!' Lotteriegcwinn — ein Orden ri^Ü''' MM,,, ^ Heiterkeitserfulq einer Anekdote, ' ^ Gmnss ei?,er Leibspeise - ^"hawer s?5 Gemäldes — eine Blöße, we em '" Nch gibt---------eine Billion solcher Momente kann uns von drm. was Glück lst, eine vorübergehende Ahnung gcbcn. , .... Sogar einmal uach Herzenslust dumm sein oursen. macht uüs ein bischen glücklich. Darin lugt der ^leiz mancher lustigen Gesellschaft, in welcher der lu tlg-tolle Unsinn an die Stelle einer geregelten Conver atwn gc-treten ist. Wenn wirtlich ein' dummer Mensch die Pflicht, ein klügerer aber das Recht hat, dumm zn sprechen, dann ist es für letzteren manchmal geradezu beglückend, von diesem Rechte Gebrauch 3" '"acyen Nichts denken. nichts erwägen, ein l^fi'llteS Glas vor sich. lebensfroh in die Welt' hiileinz'ilachc". ch"e.^e" Grund, das ist en ..li5«lm, auch etwas, da« M wie Glück ausnimmt. Dass solchem Olück' znwellen oer Katzenjammer folgt das ist ja am Wicke uberhaup das Leidige. Scheffel hat es beklag, dass -neben Rojen qleich die Dornen stehen. - wir sagen m nnjerem Falle: neben den Rosen des Glückes d.e Dornen der EultäuschUNg------ Nttnriptl? Aljo siullend steige ich nieder. Das Glonet c verschwiudet hiuter mir, ich nähere «M "M 1l0ln Schritte den, Ltroine der Fußgänger. der ^age» Bald umfängt mich brausendes Leben. Hohe Haujcr grüheu, iu den Straßcu wimmelt die Menge ^ mtt der Stimuluug VW da oben ist's fm' mich vorliei. vielleicht war auch sie ein Gluck, das nun lMer nnr liegt.. .. Aber wie ich den Vorübergeheudm auch forgsam fragend ins Autlitz blicke - das Eine kann ich' mmmer und nimmermehr erfahren: "b es glucr-liche Menfchcu gibt. Und gerade das,st es, was ,ch wissen möchte. ^^ Wicn im September I88U. Von den Frauen und ihren Farben. Mit welchen Reichthümern lommcn unsere in den Tag hmcuisgcsandten Sinne in unsere Seele zurück! Täglich ein Uebermaß von Anregungen, Gedanken und Erkenntnis, wer sie zu verarbeiten weiß. Mit welchen Schätzen lommt uns zu jeder Stunde das Auge heim, besonders, wenn es sich in der Frauen« tvelt umgesehen hat! Die unsägliche Pracht des Lichtes und der Farben gehör» dem Herzen an; aber auch der Geist findet darin snne Nahrung: rr sucht aus jede Frage eine Antwort und er bringt alles, was ihm erscheint, in Beziehung zu dem Menschen und seinem inneren Leben. Heutzutage wird viel über Farbenblindheit gesprochen. Far-bcnlilindhcit möchte ich es auch nennen, wenn wir die Charakteristik der Farben, ihr Verhältnis zu uns, vor aNem zu unseren schönen Frauen nicht sehen und verstehen. Und ist doch auf Erden lein «reucrer Spiegel unseres Innern zu finden als die Farben, die wir wählen, um unser Acußcres zu bedecken. Machen w,r cmmal die Augen auf. Wir sehen Weiß. Was ist Weiß? Das ist die nächste Farbe am Llcht. In ihr verräth sich eine höhere Sphäre: ihr Charakter zeigt etwas Ueberirdisches. Göttliches, Glück, Unschuld, Rmcheit, lichte Klarheit, Glanz, Hoheit bilden ihr Wesen. Dem Weis; ist verwandt das lichte Gelb. Es ist das Symbol der heiteren Freude und der edlen Vergeistigung. Todfeind des Gelben ist das Blau; die leiseste Nuance Blau zerstört es voll-ständig. Ein wenig Noth macht es wärmer und kräftiger. Was zeigt uns Noth? Roth ist das Herz. Roth eignet sich zum Ausdrucke der höchsten Lebensthätiglcit; in ihm offen» bar«, sich Pracht, Fülle und Größe; in seinem Wesen liegt etwas Gewaltiges, Drohendes, Schreckhaftes. Es kennt leine Schranken, drängt sich hervor und reißt das Auge an fich. Roth ist in der Farben-Harmonie dcr lauteste Ton, der oft zum Aufschrei wird; er offenbart Liebe. Leidenschaft. Genusssucht. Roth ist der Tyrann. Durch das Licht geschwächt, wird es zu einem zarteren, holdseligeren Leben, zum lieblichen Rofa. Wohin deutet Blau? Blau ist die Dämmerung. Diese Farbe führt stets Dunkles mit sich, sie macht für das Auge eine fast unaussprechliche Wirkung. Diese Farbe ist in ihrer höchsten Reinheit ein reizendes Nichts. Vlau trägt den Charakter der Ruhe, in seinem Wesen liegen Ernst, Würde. Sanftmuth, Aer« stand, Bescheidenheit, Zurückgezogenheit und Treue. Am empfindlichsten wird Blau durch Gelb angegriffen, am liebsten verträgt cs sich mit Roth. Rothblau ist'das Symbol der Schwermuth und stillen Trauer. Nlauroth ist das Zeichen von Stolz, Trotz, Herrschsucht. Rothgelb bedeutet Wärme, hohe Glut, Wonne. Gelbroth ist der Ausdruck des Rohen und Gewaltsamen. Grün ist das Ehepaar von Blau und Gelb; es ist das Bild des Sehnsuchtsvollen und Hoffnungsvollen, das Sinnbild des nach Vereinigung Strebenden, des Wachsthums. Gelbgrün deutet auf Groll. Neid und Hinterlist. Blaugrün zeigt den geringsten Hang nach dem Rothen, dem Leben; feine Art ift Ent» sagung, Lcbensübcrdruss und düstere Resignation. Schwarz ist das Zeichen des Ernstes und der Trauer. Schwarz und Weiß sind dir classischen Farben, sie sind unveränderlich, die ewigen Pole der Farbenwelt. Ihr Kind ist das Grau, Grau ist der Zweisrl. das Ungewisse — grau, Freund, ist auch alle Theorie. Jeder Charakter wählt sich eine Farbe, die ihm analog ist. Lavatrr sagt - »Alles Aeußere ist der Ausdruck von der Be< schaffcnhrit des Innern, und Sie können mit ziemlicher Nestimmtheil bei den Frauen, welche orange-, amaranth- oder granatfarbrne, gelbe, säst oder zeisiggrüne K'leidcr tragen, auf ein störrisches, zänkisches Wrsen rechnen. Trauen Sie denen nicht, wi'lche Violett lieben, noch weniger denen, welche gelbe Hüte lragen, und meiden Sie die, welche sich in Schwarz kleiden. Man muss sich a,crne düsteren, unglücklichen Gedanken hingeben, um sich mil schwarzem Flor und Flitter auszupichen.» Weiß ist die Farbe der Charaktere, die leinen Charakter haben; Frauen, die sich darin zu kleiden pflegen, sind fast alle, ohne Ausnahme, kokett. Rosenroth wird von den Frauen gewählt, welche ihre 25 Jahre und darüber zählen. Im allgemeinen sind die Frauen, die Rofenroth vor allen anderen Farben lieben, munter, geistreich, im höchsten Grabe liebenswürdig; sie find lebensfroh und haben nichts von der eckigen Laune, die uns an denen missfällt, welche dunkle Kleider tragen. Himmelblau ist die Farbe der bevorzugten, schönen Frauen; himmelblau liebt »nan in jedem Alter, und jedem Alter steht es gut. An der Jugend zeigt diese Farbe ein mildes, reines Herz, am Alter moralische Kraft. Perlgrau ist die Farbe derselben Natnrrn, wenn sie traurig und unglücklich sind; diese Farbe gefällt den duldenden Seelen. Lila wird fast nur von Frauen getragen, die einmal schön waren, aber es nicht mehr sind, — oder die es immer bleiben. Es ist die Pension der Frauen, die sich nach großen Triumphen zurückgezogen haben. x Local- und Provillzial-Nachrichten. — (Eine seltene Feier.) Bekanntlich haben sich die 65 in Kötschach bei der Wildbach-Verbauung beschäftigten Sträflinge der Laibachcr Männer-Strafanstalt und die der Arbeiter Abthcilllng zugetheilte Wachmann-schaft an deu Lösch- und Rrttungsarbeitcn bei dem am 14. August d. I. dort ausgebrochenen Brande hervorragend betheiligt. In Anerkennung dieser aufopfernden Thätigkeit hat der Kaiser dem Oberaufseher erster Classe und Abtheilungs - Commandanten in Kötschach, Anton Perjatel, das silberne Verdiensttreuz mit der Krone verliehen, sämmtlichen 65 Sträflingen die urtheilsmäßige Strafverschärfuug der Fasten für die ganze Dauer der Strafzeit nachgesehen und die urtheilsmäßigen Strafen bei 16 Sträflingen bedeutend herabgemindert. Am 26sten September fand nun die Kundmachung dieses kaiserlichen Gnadcnactes dnrch den Oberstaatsanwalt aus Graz, Herrn Dr. Victor Leitmaier, in feierlicher und Herz-erhebender Weise statt. Die Feier begann mit einem in der festlich geschmückten und glänzend beleuchteten Pfarrkirche unter Afsistenz celebrierten Hochamte. Vom Gottes-hausc ans begaben sich die Festgäste in den fürstlich Porzia'schen, vom Pächter Herrn Gustav Aichelberg freundlichst überlassenen Obstgarten, auf dessen Wiesenplan ciuc mit dem Bildnisse des Kaisers geschmückte Rednerbühne errichtet war. Nachdem die Sträflinge Aufstellung genommen und die Festgäste sowie die Ortsgeistlichteit auf dem von einem zahlreichen Publicum besetzten Fest-Platze erschienen waren, bestieg der Oberstaatsanwalt die Laibacher Zeitung Nr. 225 1844 y ^linl,« 1886. Rednerbühne und schilderte die hohe Bedeutung des Festes, wobei er insbesondere darauf hinwies, dass die musterhafte Führung der Sträflinge während der Arbeitscampagne und ihre ausopfernde und spontane Thätigkeit beim Brande ein Beleg dafür sei, dass die humanen und auf die Erziehung und Besserung der Sträflinge abzielenden Einrichtungen der österreichischen Strafanstalten sich vollkommen bewähren und dass der erste Versuch, Sträflinge zu Eulturarbeiten zu verwenden, als vollkommen gelungen zu betrachten sei. Hierauf erfolgte die Kundmachung des kaiserlichen Gnadenactes in deutscher und slove-nischer Sprache. Der Kundmachung an die Sträflinge gieng eine slovenische Ansprache voran, die auf die Sträflinge mächtig einwirkte. Man sah in den Augen so manchen Sträflings Thränen der Rührung, und es war ein ergreifender Anblick, als die sechzehn Sträflinge, welchen ein Theil der Strafe nachgesehen wurde, einzeln vortraten und mit von tiefer Rührung zeugender Stimme ihren Dank aussprachen. Ein Sträfling drückte im Namen sämmtlicher Begnadigter in schlichten Worten den Dank aus und bat, denselben zur Kenntnis Sr. Majestät des Kaisers zu bringen. Hierauf nahm der Oberstaatsanwalt die Decorierung des Oberaufsehers Perjatel mit dem Verdienstkreuze vor, den Act mit einer Ansprache an denselben verbindend, worauf dieser seinen Dank in gerührten Worten aussprach. Darauf erfolgte die Aetheilung der übrigen Mitglieder der Gefangenwache mit den die Belobung des Justizministeriums enthaltenden Decreten. Am Schlüsse dankte der Redner den oberwähnten Festgästen für ihre Betheiligung an dem Feste und allen jenen, welche zum Gelingen der Mission der hiesigen Sträflingsabtheilung beigetragen haben, und endete seine Rede mit einem Hoch auf den Kaiser, in welches alle Anwesenden begeistert einstimmten. — (Vermählung des Erzherzogs Otto.) Ein erlauchtes junges Brautpaar, Se. k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Otto von Oesterreich und Ihre königliche Hoheit Prinzessin Maria Iosepha von Sachsen, reicht sich heute in Dresden die Hand zum Lebensbunde, umgeben von liebevollen Verwandten, mit deren Glückwünschen sich unzählige Segenswünsche treuer und theilnehmender Herzen in den österreichischen und sächsischen Landen vereinigen. Der Ehebund des jungen Paares fügt den Banden der Verwandtschaft und Freundschaft, welche seit mehr als anderthalb Jahrhunderten zwischen dem österreichischen Kaiserhause und dem sächsischen Königshause bestehen, ein neues hinzu. — (Der k. l. Landesschulrath für Krain) hielt am 23. September eine Sitzung ab. Dem Sitzungsprotokolle entnehmen wir Folgendes: Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden trägt der Schriftführer die seit der letzten Sitzung erledigten Geschäftsstücke vor. Dies wird zur Kenntnis genommen, und wird sodann zur Tagesordnung geschritten. Ueber den hohen Ministerialerlass, mit welchem über Ansuchen der Swdtgemeinde Laibach die Belassung der ersten städtischen Knaben-Volksschule in den bisher innegehabten Localitäten des Lyceal- und Hauptwachegebäudes in Laibach bis zum Schlüsse des Schuljahres 1887/88 gestattet wurde, wird nach Fixierung des betreffenden Mietzinses wegen Entwurfes des Mietzinsvertrages das Entsprechende verfügt. Vom Erlasse ddto. 15. September 1886, g. 1844, betreffend das Verbot der Aufnahme von aus choleraverseuchten Orten kommenden Schülern in Volks- und Mittelschulen, dann in die Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungs» anstatt, wird, nachdem die Cholera in Krain, Trieft und im Küstenlande im Erlöschen begriffen ist, das Abkommen, beziehungsweise die Modificierung desselben beschlossen. Wegen provisorischer Besetzung einer Volksschul-Lehrerstelle wird das Entsprechende veranlasst. Dem Gesuche einer Volksschul - Lehrerin um Versetzung auf einen anderen Dienstposten wird keine Folge gegeben. Definitiv wird ernannt für die dritte Lehrstelle an der Volksschule in Sagor die bisherige Lehrerin in Savenstein, Fräulein Pauline Ocltsch. Die Erweiterung der bisher einclas-sigen Volksschule in Schwarzenberg zur zweiclassigen wird, vorbehaltlich der Zustimmung des krainischen Landesausschusses, bewilligt. Ueber Ansuchen eines Ortsschul-rathes wegen vom Bezirksschulrathe verweigerter Bewilligung zur Verlegung der Hauptferien werden die entsprechenden Verfügungen getroffen. Inbetreff der Remunerierung der Ertheilung des Religionsunterrichtes an einer Volksschule wird der bezügliche Act an den krainischcn z.andesausschuss geleitet. Behufs Ernennung der neuen Prufungscommission für allgemeine Volks- und Bürgerschulen werden höheren Orts die Anträge erstattet. Dem Ansuchen e.nes Mittelschul-Professors um Zuerkennung der zweiten Qumquennalzulage wird Folge gegeben. Wegen Verthettung der vom hohen k. k. Ackerbauministerium als d,eslahr.ge Subvention fur den landwirtschaftlichen Unterricht, beziehungsweise zur Förderung von Voltsschulaärten bewilligten Betrages werden der k. k. Landesreaieruna die Anträge gestellt. Die Belassung des Halbtagsunterrichtes an einer Volksschule wird bewilligt. Wegen Ertheiluna des Oeffentlichkeitsrechtes für eine Privat-Voltsschule wird höheren Orts Bericht erstattet. — (Die Renovierung der St. Iakobs-tirche) schreitet nunmehr ihrer Vollendung entgegen. Wir werden gelegentlich auf die prächtige Ausschmückung dieser Kirche noch zu sprechen kommen; heute möchten wir nur mittheilen, dass Herr Georg Aubic seine Frescogemälde im Hauptschiffe der Kirche soeben vollendet hat und dies in einer Weise, die ihm ein dauerndes, ehrenvolles Andenken sichert. Die Consecration der renovierten Kirche wird in der zweiten Hälfte dieses Monates stattfinden. — (Vom krain ischenMilitär-Veteranen-corps.) Das krainische Militär-Veteranencoips begeht das Allerhöchste Namensfest morgen um halb 8 Uhr früh durch eine Festmesse, zu welcher das Corps «n i»l0mo paracis mit Fahne und Musik ausrücken wird. Um halb 10 Uhr vormittags findet eine außerordentliche Generalversammlung des Veteranencorps im Rathhaussaale statt, deren Tagesordnung lediglich den Vortrag des Corfts-commandanten, Herrn Georg Mihalic, über die Ein-reihung des Veteranencorps in den Landsturm umfasst. — (Holz händlertag.) Der für letzten Sonntag nach Marburg einberufene Holzhändlertag konnte wegen zu geringer Betheiligung — von den 68 Mitgliedern des südösterreichisch-ungarischen Verbandes waren kaum 20 erschienen — keine Beschlüsse fassen. Der Vorsitzende, Herr Georg Walland aus Gonobitz, theilte mit, dass er innerhalb einer Woche eine neue Versammlung nach Marburg einberufen werde. — (Die Aufstellung von Pissoirs) ist seitens des Stadtmagistrates nun im Sinne des Gemeinderathsbeschlusses in der Franciscanergasse und in der Schul« allee ausgeführt worden. Die äußere Umhüllung der Pissoirs ist recht hübsch. Unumgänglich nothwendig erweist sich ein Pissoir in der Nähe des landschaftlichen Theaters. — (Vom Glocknerhause.) Der Hausvater Herr A. Dolar begab sich vorgestern von Klagenfurt nach dem Glocknerhause, um dasselbe für diese Saison zu schließen. — (Postalisches.) Die l. t. Post- und Telegra-phendirection in Trieft theilt uns mit, dass in dem aufblühenden klimatischen Curorte Abbazia bei der dortigen postcombinierten Telegraphen-Station von gestern angefangen der complete Tagdienst eingeführt worden ist, das ist, der Dienst beginnt vom 1. April bis 30. Sep« tember um 7 Uhr morgens und vom 1. Oktober bis 31. März um 8 Uhr morgens; der Schluss erfolgt um 9 Uhr abends. — (GemeindewaHl.) Bei der vor kurzem stattgehabten Neuwahl des Gemeindevorstandes von Pod« hrusko im Bezirke Stein wurde der Besitzer Iernej Plahutnik von Rozicno zum Gemeindevorsteher, und die Besitzer Iernej Trebusal aus Zabejevo und Matthäus Kuhar aus Velapec wurden zu Gemeindcräthen gewählt. — (Aus dem Gerichtssaale.) Der gewesene österreichische Postdirector von Constantinopel, Franz Kodrc, wurde vom Triester Gerichte wegen seit dem Jahre 1874 fortgesetzter Malversationen in der Höhe von 50 000 fl. schuldig erkannt und zu 2'/, Jahren schweren Kerkers verurtheilt. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. KllMliflltt, I.Oktober. Fürstbischof Funder ist abends an Gehirnschlag gestorben. Prag, 1. Oktober. Zur Stellung in der Orientfrage erklärt die «Politik» : «lSs unterliegt nicht dem geringsten Zweifel, dass im Augenblicke, wo nicht imaginäre, sondern reelle Interessen des Reiches in Frage kämen, die Uebereinstimmung aller Völker und Parteien sich auf das glänzendste bewähvm wird.» Tricst, 1. Oktober. In der Stadt Trieft mit den Vororten sind von gestern bis heute mittags 4 Erkrankungsfälle und 1 Todesfall an Cholera vorgekommen. Im Territorium ereignete sich weder ein Erkran« kungs' noch ein Todesfall. In Babich, Bezirk Capodistria, ist nach dem letzten Cholera-Bulletin ein verdächtiger Erkrankungsfall und in der Stadt Pola ein Cholerafall vorgekommen. Budapest, 1. Oktober. Seit gestern mittags sind hier an Cholerine 4, an (^kol^li nonlrax 3, an Cholera 16 Personen erkrankt und an ^koiei-a no»l,l-an 1, an Cholera 5 Personen gestorben. Fiumc, 1. Oktober. Auch in den letzten 24 Stunden wurde hier weder ein Erkranknngs« noch ein Todesfall infolge von Cholera constatiert. Belgrad, 1. Oktober. Bei den heute vollzogenen sieben Nachwahlen für die Skupschtina haben durchwegs die Regierungscandidaten gesiegt. Anf den 12. Oktober sind ebenfalls sieben Nachwahlen anberanmt. London, 1. Oktober. Tisza's Rede befriedigt hier schr. Die «Times» sagten, England werde der von Tisza skizzierten Politik herzliche Unterstützung gewähren, England könne sich jetzt getrost hinter Oesterreich scharrn und die Haltung wachsamer Zurückhaltung annehmen, Korrespondenz der Ncdaction. Herrn I. N. hier: Die versprochene!! Abträge haben wir erhallen, leider jür heut«! zu spat. Dir Feuilletons w/ entschieden ab, oh»e Lehrer wäre es am alOrmeniasten rmy! ^ Landschaftliches Theater. H eute (gerader Tag): Der Troubadour. Komische Oper in 4 Acten von Verdi. Allgetommellc Fremde. Am 30. September. Hotel Stadt Wien. Minzl, Kaufm., Wien, - ^'<2el, Advocat, iamml Frau, Klagenfurt. - Dollenz ">'° "°°^ Ingenieure; Meneghcllo, Bauunternehmer, Trieft. — Privatier, sammt Familie, Roveredo. .., ^h Hotel Elefant. Mehl. Kansm.. Eningrn, Reches, Nach'" -^ Weiß, Reisende. Wien. Gomperz. Reisender. V"d"pc'' ^, Thiemann, Reisender, Freudenstadt. — Bauer, '. l. " nant: Wurzbach uou Tannenberg. Privatier, und ^°>''« Fabrikant, Graz. — Iirla, Kapellmeister, Pettau. — '>'H. Privatier, Posiuiz. - Medel. l. l. HauptmannAuditor, 6',^ tirchen. — Kowanda, Nranerci-Din'ctor, Puntigam, ^. ' ^ Veneficiat, Wippach. — Ulrich. Bescher. Eisnern. - ^"', > Kaplan, Wochciner-Fcistriz. — Bauernf«nd. Reisender, 'c,'^ surt. — Graf Chorinsly, l. l. Hofrath, Laibach. ^,U,m. Privatier, Trieft. — Vurghart, l. l. Hofspediteur, sa»»"> ^ " Udine. /-i„iMl Hotel Europa. Todoruwitsch. Kaufmann. Belgrad.-^"' , l Mathilde, Arztcns-Wilwe, Altenmarlt. — von Würz". Lieutenant, Laibach. ohst» Hotel Vairischer Hof. Herzog, Reisender. Ulm. - Traun, " Händler, Vizmarje. Verstorbene. .^ Den ZU. September. Iosesinc Kowanec, »"»,", meisters.Tochter, 2 I., Rathhausplah 10, Blutzcrsctzung. Im Spitale: . 6<)5, Den 2 U. Septembcr. Iosefa Zobec, Arbeiterin, knLumnnik »imLlra. ^I,, Deu A1. Septemb cr. Johann Tavtar, Arbeiter, infolge erlittener Verletzungen. " Meteorologische GM - <3,3^ ^" ^----^ "PF.Mg7 MM" 10^ "windstill ^Wbel^ y00 1,2 . N. 73«.?« 21,0 O. schwach heiter 9 . Ab. 736,4« 13.8 SW. schwach heiter ^ Vormittags Ncbel, nachmittags und abends w"^« M Himmel. Das Tagesmittel der Wärme 15,1«, ""> ^' ^ dem Normale.________________^-^" Verantwortlicher Redacteur: I. «lfons Pellan gibt im eigenen und ^ Namen seines unuillndigcn Kindes Herma/nw ^ Namen sl-iner rbenfalls unmündigen Slieiw") Mimi uud Unna schmerzerschütterl die M'' ^ trübcude Nachricht von dem heute srilh 2 Uy. folgten Ableben sciuer inuigstgeliebten, unuergcss»^ Gattin, refp. Mutter, der Frau «arle ?ellan ves«. l.u5in '-Osten welche nach schmerzvollen, lnrzen Leiden m« " > Jahre ihres Lebens sanft im Herrn entschlief. ^ Die feierliche Bestattung der irdischen H""e dem Gottesacker zu St. Christoph findet So">u >) den 3. Oltobcr. um l,alb 4 Uhr vom Trauern Zoisstraße Nr. 2 aus statt. ^r- Die heil. Seelenmessen werden in der 4» lirche zu St. Johann (Tirnau) gelesen werde"- .^ Die Verstorbene wird dem freundlichen Nno«' empfohlen. Laibach am 1. Oktober 1886. ««ldl,iunn«anslal! d«« Fran, W Tieferschüttert geben wir die traurige NH^, > M von den, herben Verluste uuseres '"NlgB"' » W Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels, V" W » Imnz Uezori > W Pralticant der t. ,. Tabal W Ollobcr. um halb 4 Uhr nachmittags uoM " « M hause Triesterstrasie Nr. !l> aus statt. ^^rl' > W Dir heiligen Seelenmessen werden M oe ^ M lirche Maria Vlllnndigung gelesen werden. « M Laibach. 2. Oltober 188K. > W Johann «ezori, l l Oberinspsctor.»l"""^ri, > > zori neb. Gckart I Eltern. - »ilhelm " ^n" » W l. l. Minislerial-Ingenieur. Prüder, - ««' Ach»^' W W «ezori. Schwester. Tofia «ezort. ^z,n' » W gerin. - Hugo Nczori. Neffe. ^ reo^ « W «ezori, Nichte, » W »'«rdigunsssanstalt d,« »la!U^°b«lel^^^^«^ 1845 Course an der Wiener Börse vom 1. Oktober 1886. N°« b«n «Menen Course K^ il, ». "'"d War,, ,,'"'"te»«e ' - > . . 8» «l. 85 «o "lenllnlt, steuersrei . loo 4010055 "'° U^n.e^ ' ' - - '<"«'°455 " 5ftl'<,hI', «° ,<^ °- W. S. .01 ?5 >5«'2s. l°z»"M .^ -.....,«!>- — .....'04 75 CNüü Gelt, Warv KP/« Temeser »anal . . . . ,<«8«,o5i!0 5<"o ungarische......icx »o l05^« Nnbelt öffentl. Nnlehen. Dc>nau'»ien.»i'ose b°/« 100 sl. . >'8 5l>1l',>'— dlo. »lnleih« l8?8. steuerfrei . !U5t>«loc — Nnlehc» b, Ctnb»g«mcinbe Wien l0< zzo lv< 75 Nnlchc» i, k tadlgemcinbe Wien (?« - l»Ä — Pläuucn°A!>>.d,^t>!btgem,w!e» — — — — Pfandbriefe (<ül 100 fi.) lftodcncr.aNg.öfttrr.<'/»"/»Gold. ,24'?b>25'85> dt°, in 5>u „ » «« „ « 4°/n . 9650 »«-»<> dlo. Pllin!!cn-Cchu>bver!chl,»"/o ln0'?l>ioi-— Qesl.Hypolbelenbanl >0j. 5>/,"/„ wi «K l0i7b O>jl,.«ng, Bun» verl, b«/» . , ioo'4o>oo?o dto. „ «'/,"/« , l«l»<,ioi uo dlo. „ <"/„ . , «»-»<> »«<« 1>»U. alia, Uobencrebit-Nctiengel. ü, Pcsl >N I, !»,>!< Verl. 5'/,°/» -^'— ^'— Priorltätö.Obligationen ,.> e«h. Wesibahn I, Lmilslon ^_ __._ heldina»b«»Noldbahn in wilder ^gyo gg «o ^>anz-I>,'>lI»Aah»..... _^._ ^.,^ Oaliz,I^c «aü ^'udwig» Bahn «im. IK8! «00 !i. E. >V,"/° . 100 40100 80 Ocstcrr. Uivdlrcsldahn . , , ,o»,olub'?b Vill^üdinnl,.......__,^ __,__ Geld Ware Ttaatsbohn 1. «mission . . «>»1- Nng.,gll«,. Vahn.....ioi-lui5.<' Diverfe Lose (Per Stils), Ercditlose ion f>......,7^ ,7« 5.n ,»- La,l'acher Piäm«en.«nl«h.zo fl. 19- »° - Palsiy ^olc . ,l, fl. l4 «0 ,4 5<> N»dols«i,'oft il) fi. ^---------— Eal,l»i!olc 4<> sl. . . ' ' ' 57— K8 — Sl..Gci,oi«^'oic 40 f,, ..'.«« b0 57 - W<,ldft(>!N-^l>sc ltn sl, «g l>o 14 l>0 Wiudljchgräy-Voje i!0 sl. . ^ <4 b« 45>" BanlActien (per Sttilt). «nnlo.Ocstcrr. Banl «o« fl, . io7'l»0l"»,-Banl^crein, Wiener, 1W fl. . !io«'«o iNl— Bd,»,r.«Ä!ls,,,Ocst.ü<»c»fl.S.4U«/„ !,27-b0 iüi» 50 «irdl.'Ansts.Hand.u.G. ulu!!. «7«.-l?«2c> «ilcdltl'llNl, «llg Ung, zil)0jl . !«,6— 2»«^ Hcpvfiicnlx»,!, Allg.20u sl >_______-^ «ö!t,l>0UsI. 5«5-0»5 — f,ypoil/clcnb., öst.^ou si,^,«/.^, —--------— ränderb,, ösl. ^0s,.G.5<»<>/, .....,93-501l»3" Ä^tchiebaul, Äll«, »4« jl. . lb Unternehmungen. (per Etült). Nlbrecht.Vahn «nu fl. Silber . — — — — Nl<öld,sti»m.«Nahn »on sl. Silb. l6750iu8'— «»Isig.Iepl. «iisciib, »00 sl, —____ ,, Wcftbahn «00 sl. . . . — —------- Vuschtichrader Eisb. 500 fl. LM.---------------- „ ^llt,») »ou ft. .------------— Donau ' Dampfschiffahrt« - Ges. Oefterr. s.uo fi. HHt. . . . z?«—z»«,-— Diau'l, (Bal..Db.-Z.Mofl.V.-------—-— Dur°Bobci!l'llcher E,.t. j«?«2iil»fl.T, «0< 2^204?.'> Ferd>nanb«'Noidb. I0U0 sl. ^Vt, zz85> 22!»« !frn,n-Iosc! ^'ahn l>oc» sl. Silber «1!»50»2N5,0 ssünllirchcn-i'aiclerliist'^UuslV.------------>— Galiz.Karl'i'ubwlg^B.üuo sl, !lVi. 1!»5'50 >W — Giaz «öflacher»i,.^,NX)fl.ö.W. 21»—,14,— Kahlcnbcrn «tlseudiihn 100 sl. . — — —-— KaschaU'Oicrl'. Ia«y «iisen» lxlhnGcj^lljchnjl c»U fl.!iVt. 57»—5Sl— Oefterr. Norbwcftb. i!UU sl, Silb, 1705,0171 — dto. (lit.lt) 2uu jl, Silber . lf.üü!» is.u 75 Prag-Dus« «iijenb. 1Ü0sl.Silb. 24— ,5 — Rubolf'^abn Luv sl. Silber . »»1—191 50 Liebenbüiss« Eisenb. 200 sl. . — — —— blaal«e>« ^»^, >!, ö. W, . zz9 ?b!!lzü— Äclr War« Slldbahn l00 fl. Silber . , .l03'80i«4»o Vtld.N<,rbb.!8erb,<^,2y0sl. fl, Silber 174 —!l?4 50 Ung, Norboftbahn «UN fl. Gilb» 172 — I?«'»« Ung,Weftb.s«<>ab.Gra,)«00sl.V.i?0—17l»b0 IndnftrieNctien (per Stücl). Egydi und Kinbberg, Lisen» und Stahl»Inb. in Wien 100 fl. . — — — — Hll,enb«hnw.»peiha.. l. 8U fl. 40»,, — — — — „»tlbemühl", Papiers, u. <8.«V. «1 50 «, — ^ionlan»Oe>elljch., öfterr.»»lpine z>8'— >z»« Präger » .........4» 57. 49 «7» leterOburg .......^,_^ __ __ Valuten. Duc«ten........ 5,4 5,, !l0-Klancs»Slilcl«..... 99^ 994^ Sllbcr......... —-!_. ^-II. Deutsche Ne>ch«banlnolen . . gz^ g^.^