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Polen und anderen Slaven auch 27 deutsche Abgeordnete, und zwar 25 deiitschclericale und 2 deutschmährische Großgrundbesitzer vom Coronini-Club. Gegen das Slovenisierungs-Gymnasium stimmten 135 deutsche Abgeordnete und 8 Italiener, und zwar 2! Teutsch-nationale, 2 Deutschconservaiive, 9 Christlichsociale, 2 Demokraten, 2 Teutsche vom Coronini-Club und 99 Mitglieder der Vereinigten Linken, welche in die Entrüstungsrufe wider sie Verräther, wie Kalten-egger und Genossen, die mit den Slaven gegen ihr eigenes Volk kämpften, wacker einstimmten. Am 20. Juli sand die dritte Lesung des Staats-Voranschlages statt und hiermit die eigentlich ent-scheidende Abstimmung, da es sich hierbei um die Verwerfung oder Annahm« des ganzen Voranschlages sammt der Post „Cilli" handelte. Die Ablehnung war keineswegs ausgeschlossen, da die Jungtschechen, ihrer grundsätzlichen Opposition gemäß, in dieser Lesung gegen den Voranschlag stimmen mussten. Ob übrigens ein Erfolg in Aussicht stmd oder nicht, gebot es naiionale Ehre und Pflicht, gegen eine» Voranschlag, der da« Cillier Slooenisierungs Gym-nasium enthielt, zu stimmen. Das geschah aber nicht. Vielmehr wurde der Staats Voranschlag mit >85 gegen 86 Stimmen angenommen, und unter Denen, die dafür stimmten, befanden sich neben Slovenen, Croaten, Alttschechen, Polen, Ruihenen und Rumänen nicht weniger als 86 Deutsche! Gegen den Cilli-Vorschlag stimmten nur 51 Deutsche (außerdem 35 Tschechen aus grundsätzlicher Opposition gegen die Regierung). Bei der Abstimmung fehlten 37. Ihre nationale Pflicht erfüllten die 21 Deutsch-nationalen (der 22., Abg. Garnhast, war schwer krank), die sämmtlichen 10 Christlichfocialen und 20 von den 106 Mitgliedern der Vereinigten deut-schen Linken. Dagegen stinimten mit den clericalen Verräthern vom 19. Juni, von denen diesmal nur 23 anwesend waren, auch 57 Mitglieder der Vereinigten deutschen Linken zusammen. Nachstehend seien zum ewigen Gedächtnisse die Namen aller 86 deutschen Abgeordneten festgenagelt, welche am 29. Juli 1395 für die Post Cilli stimmten oder sich der Abstimmung enthielten: Für den Cilli-Voranschlag stimmten: 1) Von der Vereinigten deutschen Linken fol-gende 57 Abgeordnete: AuerSperg, Auspitz, Baern-reither,Bazant, Beer, Beeß, Bohaty, Brenner, Demel, Doblhof Heinrich, Doblhof Rudolf, DubSky Guido, Eltz, von Engel, Cxner. Fürstl, Fux. Götz, Haas« Theodor. Habermann. Habicher, Hallwill, Hübner, Hutler. Jaksch, KielmanSegg, Klein, Kopp, Kübeck, Kuenburg. Mauthner, MiSkolczy, Neuber, Nitsche, Noske. Pichler, Popper, Promber, Rottmayr, Ruß, Scharschmid, Schier, Schwab Schwegel, Spann, Spens, Stohr. Sueß, Suttner, Swoboda, Terlago, Tersch, Vielguih, Widmann, Wimhölzel, Wrabetz, Zedtwitz Carl Moritz. 2) Folgende 23 deutschclericale Abgeordnete: Dipauli, Doblhamer, Ebenhoch, Falkenhayn, Fuchs Victor. Gaffer, Hayden, Herk, Kalienegger. Karlon. Kathrein, Köhler, Morsey, Peitler, Plaß, Rammer, Rapp, Rogl, Schorn, Thurnher, TreuinfelS, Wenger, Zehetmayr. 3) Folgende deutsche Mitglieder des Cvronini» ClubS, bezw. „Wilde' von der mährischen Mittel» partei: Berchtold, DubSky Adolf, FrieS, Ludwigs-torff, RolSberg. 4) Der Wiener Demokrat Kronawetter. Bei der Abstimmung fehlten, um nicht „Ja", nicht „Nein" sagen zu müssen: 1) Von der Vereinigten deutschen Linken: ArtemS, Mr. 60 er bcutiaen „Teutschen Wicht" liegt Tit. 30 der Sonntagsbeilage „T i e Südmart" dei. Inhaltsverzeichnis: Ob er Wort hält? Novelle von M.Diednch-stein. — Seide prüfen. — Um meist geglättete Töpfe. — Tos Eiweiß von Eiern. — Steisheit der Beine. — Kaffee-fatl- — «chnymittel gegen Raupen des Ringelspinners und und Goldasier«. — Farnkräuter. — Spielkarten zu reinigen. — Vereitung von Z«etichgenwein. — Zärtliche Väter. — Gei'chästSfrage. — Wohlverdiente Lection. — Groster Kummer. — Reingesatlen. Ein Jag der Schmach. Zm Erinnerung an den Voltsverrath vom 20. Juli issü. Der 20. Juli soll allen Deutschen in Oester-reich, insbesondere allen deutschen Wählern die Er-innming an die unauslöschliche Schmach und den Zorn über die Erniedrigung unseres Volksthums wachrufen, die sich an die Abstimmung des Abge-ordneienhauses überdaSSlovenisiernngS-Gymnasium in Cilli knüpfen. Am 16. Lctober 1894 hatte Dr. von Plener als Finanzmlnister dls Coalitionsministeriums den Etaatsvoranschlag für 1895 eingebracht, in welchem die Post für die Errichtung eines flovenischen Gym« nasiumS in Cilli eingestellt war. Di« Veitreter der liberale» Partei im Coalitio»sm>n,sterium, die Ab-geordneten und Minister Plener und Wurmbrand, waren also mit dieser Errichtung einverstanden. Nach monatelanger Verschleppung kam am 12. Juni 1895 die Post „Cilli" im BudgetauSschusse des Abgeordnetenhauses zur Abstimmung, und unter dem Drucke der Wähltrschast und der allgemeinen Meinung stimmten die Vertreter der Vereinigten Linken gegen die Post. Damit war die Coalition gesprengt. Am 19. Juni erfolgte die Entlassung deS CoalitionsministeriumS und di« Berufung des provisorischen Ministeriums KielmanSegg, das sich am 20. Juni dem Abgeordnetenhause vorstellte. Am 2. Juli erklärte Exminister von Plener in einer Zuschrift an daS Abgeordneten-Präsidium, dass er sein Abgeordneien-Mandat niederlege. Die — Kosenträger. Eine unaussprechlich- Geschichte von F r i tz H11 b. Morgen war Lieschens Geburtstag. Wer Lieschen war? Ein Mädchen natürlich. Aber waS für ein Mädchen! Das entzückendste, reinste, schönste, geistreichste, liebenswürdigste Mädchen der Welt; eine Perle der Schöpfung, der Inbegriff alles dessen. waS schön und waS gut und waS lieb und was theuer ist. Für Fritz Salden nämlich; denn der war im« sterblich verliebt in Lieschen Schrader, wenn er auch nie den Muth gesunden hatte, ihr seine Liebe z» gestehen. Morgen also war Lieschens Geburtstag, und da ttat eine wichtige Frage an Fritz Salden heran. WaS sollte er ihr schenken ? Denn eine kleine Aufmerksamkeit, die durfte er ja wagen, da er doch seit Jahr und Tag schon in dem Schrader'schen Hause ein- und ausging. Am liebsten freilich hätte er ihr einen Ring gekauft, den VerlobungSring, allein dem musste allerlei andere» vorangehen und beim bloßen Ge> danken daran trat ihm der Schweiß aus den Poren, denn zu einer Erklärung, ja, zu der fand er den Muth wohl nimmermehr. Also — was sonst? Und er strich durch die Straßen und schaute . sich die Auslagen an. Hall, das konnte gehen. Da waren reizende L -Kicher. Und er >^> „Würden Sie mir wohl einen hübschen Fächer zeigen?" „Mit Vergnügen." Und die niedliche, kleine Verkäuferin legte ihm eine ganze Menge von Schachteln vor. in denen Fächer aller Art lagen, die sie herausnahm, aus-klappte und bewundern ließ. „Zu diesem hier würde ich Ihnen wohl am meisten rathen." Und sie klappte einen entzückenden Fächer auf, mit durchbrochenen Spitzen und einem reizende» Miniaturbildchen: ein Schäfer, der seiner Schäferin feine Liebe erklärt. «Ja/ sagte Fritz, „der thut'S. Und kostet?" Der Preis sagte ihm zu. Der Handel wurde geschlossen. „Sonst nichts?" „Nein. Ich danke." „Handschuhe. Cravatten. Hosenträger, eben auS Paris gekommen." Und sie zeigte ihm di« Hosenträger, die sehr fest, sehr elastisch, sehr schön und sehr reich gestickt waren und auch in ihren Schachteln lagen. „Hm. meinetwegen." Und die Hosenträger wurden gekauft. „Soll ich beide» zusammenpacken?" „Um Gotteswillen, nein !" ries der junge Mm», aus und wurde feuerroth. „Im Gegentheil! Den Fächer, bitte, schicken Sie morgens ganz zeitig zu....." Und nun gab er die Adresse Lieschens an und seine Visitenkarte dazu. „Die Hosenträger „Schön." Und Fritz Salden erhielt sein Packet und ging, nicht ohne vorher noch einmal einzu-schärfen: „Aber ganz zeitig, bitte, ja?" woraus er die beruhigendste Zusicherung erhielt... Fritz Salden war spät erwacht: denn er war spät zu Bett gegangen. Er dehnte sich und streckte sich, sah nach der Uhr und: „Donnerwetter, schon halb zehn!" Nun aber musste er machen, dass er 'raus kam. Und gerade heute! Heute, wo er sich in be-sonderen Staat werfen wollte, heute, wo er noch Blumen bestellen musste, heute, wo er vor allen Anderen zu Schraders hin wollte, um seine Glück-wünsche anzubringen und vielleicht auch ... Ja, heute war die beste Gelegenheit dazu und heute, heute suhlte er wahrhaftig auch den nöthigen Muth. Ja, ja .... heute noch hielt er um sie an, heute oder nie. Und siegesbewußt zog er sich an. Hosenträger? Hatte er sich nicht gestern ein Paar neue gekaust? Ja, da lag noch die Schachtel. Und er machte sie auf und prallte entsetzt zunick, denn da .... da lag der Fächer. Wenn aber da der Fächer lag, so hatte man das andere, di«.... die.... O. er durste gar nicht daran denken, dann hatte man die Hosenträger als sein GeburtStagS« geschenk an Lieschen gesendet! o Tumreicher, Fournier, Haase Johann, Hackelberg. Hellrigl, Hirsch, Hosmann Vinzen;. Keil, Klucfi, SobieSlauS. Marchet, Menger. Moro, Moscon, Peez. Pirque», Rainer, Rott. Schauer. Siegmund. Waibel, Wildauer, Wurmbrand. (Fünf weitere Mitglieder, Aresin, Lubich, ProSkowetz, Tausche. Wannieck, waren durch Krankheit entschuldigt.) 2) Die Deutschclericalen: Baumgartner, Hagen-hoser, Liendacher, Obentdorf. Schieder. Zallinger. 3) Von der mährischen Mittelpartei: Zierotin. 4) Der Socialdeinokrat Pernerstorser. * * ♦ Wenn irgendwelche dieser Abgeordneten jetzt an den Wahlen wieder ihre nationale Gesinnung aus der Rumpelkammer hervorholen und dabei aus daS schlechte Gedächtnis der Wähler rechnen, wie dies insbesondere die deutschliberalen Abgeordneten thun, so möge man ihnen den Verrath vom 2«. Juli 1895 entgegenhalten und ihnen zurufen: „Hinweg mit euch, ihr seid keine Vertreter des Deutsch-thumes!* Wieder hat der Tod einen unserer Besten auS den Reihen gerissen. Im schönsten ManneSalter stehend, mitten drin in reicher. zielbewusst«,. kraft-durchsetzter Thätigkeit »st unser Landtagsabgeord-neter. Dr. Josef W o k a u n am Donnerstag abendS in Bad NeuhauS einer schweren Krankheit erlegen, die ihn schon seit Monaten zwang, sich von der amtlichen und politischen Thätigkeit zurückzuziehen. Er ist nicht mehr! Ein treueS Gedenken nur führt uns sein herzgewinnendes Wesen, sein frei-müthigeS, echt deutsches Thu» vor Augen Ein echter Sohn seines Volkes, wahr und treu, so war Dr. Wokaun als Mensch, wie als Politiker. Und mit glühender Liebe hing er an seinem Volke: der heilige Dienst des VolkSthumS wog ihm alles aus: die behagliche Ruhe eines sorglosen Daseins und nicht zum mindesten, gerechte Anerkennung in der amtlichen Wirksamkeit. Bei andern beflügelt die Politik den Schritt aus der Leiter der Beamten-Hierarchie; bei Dr. Wokaun war eS eben anders; denn er war ein Deutscher — in Oesterreich. Treudeutscher Tank, der bleibend fortdauern wird im Herzen der Zeitgenossen, gebührt dem selbst-losen Wirken des wackeren Mannes. Fürwahr er Und er, er hatte heute um ihre Hand an-halten wolle» ! Oh, oh ! In wahnsinniger Hast sprang er aus. zog sich Hals über Kops an und stürzte in das Geschäft. „Haben Sie. ./ fragte er aihemlos. „haben Sie das Packet von gestern schon an seine Adresse geschickt?" „Gewiß, wie Sie es gewünscht hatten, ganz zeitig." „Unglückliche, was haben Sie gethan 1* Das Glück zweier Menschen hatte sie vernichtet! Und nun erzählte er ihr alles. WaS nutzte ihr Bedauern. ihre Entschuldigung: „wir können'S ja zurückholen lassen." Nein, nein, er war verloren, verloren! Und wie ein Verlorener ging er umher. WaS thun? WaS thun? Es gab nur einS. Er musste selbst hin, die Blumen überbringen, den Fächer, und sich selbst entschuldigen. Es war ja nicht sein Versehen, sondern .. . Und so hübsch sie auch war. und so gutmüthig er. er hätte die kleine verdammte Verkäuferin gerne ein bischen gedrosselt. Aber waS nutzte das! Hin zu ihr, zu Fräulein Louise — denn Lieschen wagte er sie nicht einmal mehr in Gedanken zu nennen. Und er fasste seinen ganzen Muth zusammen und ging, den Blumenstrauß krampfhaft in der einen, die Schachtel mit dem Fächer in der andern Hand. „Deutsche Wacht- hal alles aufgeboten, um als Vertreter seiner Heimath-stadt in der Landstube einen Theil der großen Lücke auszufüllen, die durch den Tod unseres unvergess-lichen Dr. Neckermann entstanden ist. In der Landstube hatte er sich bald ein gewichtiges Wort, eine Achtung gebietende Stellung errungen, und diese Bedeutung lam nicht ihm. sie kam seiner ge-liebten Vaterstadt Cilli zugute. Mit unermüdlichem Eifer hat Dr. Wokaun allüberall für die Wahrung des deutschen Bollwerkes Cilli gesorgt und geschasst; mit ihm hat das Deutsch-thum CilliS einen seiner besten, mulhigste» und be-gabtesten Vorkampfer verloren. Wie jedem guten Deutschen war ja dem Verewigten die Liebe zur Heimathscholle stets heilig: für fein Cilli gab er alles hin: Ruhe, Stellung und Gesundheit. Sein ganzes Wirken und Schaffen in der Gemeindeitube, wie in der Landesvertretung war durch die Heimath-liebe verklärt und diese Liebe allein schon adelt den Mann. UnS aber, die wir trauernd an seinem Grabe stehen, möge daS Andenken an die Ziele und Trieb-federn der Thätigkeit WokaunS eine immerdar be-herzigle Mahnung bieten, selbstlos und nackenfteif den Dienst des Volkes, die Liebe zur Heimalh über alles hoch zu halten. Halten wir dieses politische Vermächtnis Dr. WokaunS treu in Ehren! Dann wird auch sein Gedächtnis treu und dankbar geehrt sein! 0. A. * • ♦ Dr. Joses Wokaun wurde als Sohn eines hochverdienten Bürgers am 5. Jänner 1850 in Cilli geboren, avouierte in Cilli das Gymnasium, in Graz die Universität, wo er auch zum Doctor der Rechte promoviert wurde. Am 23. Februar 1877 trat er beim Kreisgerichte alS AuScultant ein. in welcher Eigenschaft er auch in Windisch' feistritz und Trachenburg lhätig war. Seit dem Jahre 1884 war er Gerichtshofadjunct beim KreiS-gerichte Cilli. Im November 1893 wurde er anstelle deS verstorbenen Dr. Neckermann als Vertreter des Eillier StädtebezirkeS in den Landtag gewählt, wo er sowohl in nationalen, wie in wirtschaftlichen Fragen daS in ihn gesetzte Vertrauen glänzend bewährte. Er wurde im Jahre 1393 in den Petttionsausschuss und 1895 in den FinanzauSschuss berufen. Be-sonders wirksam vertrat Dr. Wokaun seine Wähler-schaft in der Cillierfrage. Er war auch Mitglied deS Ausschusses zur Berathung deS Antrages Sutter betreffs die AuSgleichsoerhandlungen mit Ungarn. — Dr. Wokaun war mit einer Tochter des weiland Großkausmannes Herrn Gustav Stallner in Hochenegg Ja. er ging. Wie ihm aber bei dem Gange zu Muthe war. das frage ihn keiner, und dass er aus der Stiege am liebsten wieder umgekehrt wäre, daS ist gewiss. Allein er that es doch nicht. Nein. Er klingelte an der Wohnungsthür, und .. . ihm fielen vor Schreck beinahe Blumen und Fächer aus der Hand: sie öffnete ihm. Sie: Lieschen. „Ah. das ist schön, dass Sie da sind," rief sie und streckte ihm mit ihrem reizenden Lächeln die Hände entgegen. „Und Blumen auch noch! und noch etwas! aber kommen Sie doch, kommen Sie und lassen Sie sich herzlichst danken für die große Ueberrafchung." Und sie riß die Zimmerthür auf und : .Mama/ rief sie, „denke Dir nur, Herr Salden ist hier." Und sie schob ihn hinein und war selber wie ein Wirbelwind fort. „Ach, lieber Salden/ sagte Frau Schrader, „Sie wissen gar nicht, waS für eine Freude Sie meiner Tochter mit Ihrem Geschenke gemacht haben. Aber sagen Sie mir nur. wie sind Sie hinter ihr Geheimnis gekommen?* „Ich . .. ich ..stammelte Salden, der gar nicht wusste, wie «hm geschah und um waS eS sich handelte. .Ich ..." Gott sei Tank aber ließ ihn Frau Schrader gar nicht weiter. „Nein," lachte sie, „und wenn man bedenkt, dass Lieschen so eine Furcht hatt«, Sie könnten eS misSbilligen. Wie aber Ihr Geschenk kam. dieses so 1896 vermählt. Die Leiche wurde Freitag von NeuhauS nach Cilli gebracht und Samstag nachmittag unter großartiger Betheiligung der ganzen Bevölkerung, insbesondere der Beamtenschaft, der Körperschaften und Vereine zu Grabe getragen. Darüber nächstens mehr. ^otttifche Kundschau. Die deutsche KoMspartei gewinnt in Steier-mark immer mehr Boden, wozu die Niederlage deS Grazer VerirauenSniännercolleyiumS nicht wenig beiträgt. Schon vor der Versa,imlung in Graz haben sich die Landesausschüffe Dr. Wannisch und Dr. Schmiderer als unbedingte Anhänger d^s Programmes der deulschen VolkSpartei erklärt und zwar auch bezüglich der Judenfrage. Da di« deutsche Volkspartei nur den sch ä d i g en d en Ein-fluß deS JudenthumS bekämpft, ist ihr AnlisemiiiS-m»S ein abwehrender, für den sich wohl jeder gut« Deutsche und VolkSsreund verstehen muss. In Folge der letzten Ereignisse ist Herr Bürgermeister Gustav Stiger aus dem Grazer Vertrauensmännercolle-gium ausgetreten. Äus dem Wiener HemeiuderatA. Der vom zweiten Wahlkörper deS Bezirkes Wieden in den Semeinderath emiendete Deutfchnationale Paul von P a ch e r legt« >«in Gemeinderathsmandat in Folge der Vorgänge in der Dienstag-Sitzung des Bürger-clubS, in welcher die Ernennung des Juden T ach au zum MagistratSd,rector gebilligt und gegen die Deutschnationalen die hestigsten Angriffe geschleudert wurden, nieder. Ueber den Zeitpunkt der Landtagswable» in den Grönländern, deren Landesvertretungen neu zu wählen sind, meldet die .Presse": .Die Nach-richt eines hiesigen BlatteS (der „Neuen Fr. Presse"), dass die Landiagswahlen ,n jenen Ländern, deren Vertretungen Heuer erneuert werden müssen. An-fangS Ocioder stattfinden, ist. wie wir hören, durch-auS ungenau. In einigen Kronlänoern werden die Wahlen viel früher, höchstwahrscheinlich schon im Monat August, erfolgen, in einer anderen Parthie der Kronländer aber später, als in jenem Blatte mitgetheilt worden ist." tKewatt-Magyaristerung. Der „Pester Lloyd' vom 18. d. M. berichtet: Die nächst« Nummer des Amtsblattes veröffentlicht die NamenSändtrungen von zweiundfünfzig Familien in der Gemeinde lljzuta. Alle zweiundfünfzig Familien, die ihre Namen magyaritterten, gehören odne Ausnahme dem Volke an. Dieselben sind zumeist Feld- und Waldarbeiter. Fuhrleute und Tagelöhner Unter denselben be-findet sich auch der Torfschnued, der Radmacher, der Schloffer. wie auch die Arbeiter der Glasfabrik Ujhuia. Die wackeren Leute feierten auf diese We:fe den tausendjährigen Bestand des Vaterlandes; di« Initiative hierzu ginz von dem katholischen P'c>crer Carl Pogonyi aus, der auch di« FamilienauSjuge unentgeltlich ausstellte und sich auch sonst auszeich-neie, indem er die Correiponden; mu d«m Central-MagyarisierungS-Comit,.' besorgte und weder Zeit noch Geld sparte, um die Angelegenheit dem Gedeihen zuzuführen. — „In schamloserer Weiiein sinnige Geschenk, da jubelte sie vor Freude, denn nun wusSte sie ja, dass Sie nicht nur nicht« da-gegen hatten, sondern . ./ „Son . . . dern?" „Dass Sie ihr Geheimnis durchschaut halten und eS billigten." Unserem Salden aber würd« ganz wirr. Ein Geheimnis? billigen ? und die Hosenträge:? WaS hatten die Hosenträger mit dem Geheimniffe zu thun? Ehe er aber noch Zeit sand zu fragen, ging die Thür aus und in der Thüröffnung erschien ... Wat ? Lieschen in Pluderhemd und Pluder — Hose, kokett auf ein Bicycle gestützt. Ueber dem bauschigen Blousenhemd aber die Hosenträger Fritz Salden»! Die Hosenträger! Ein Jubelruf entfuhr Saltens Brust. „Lieschen!* Und .Fritz !* klag es zu ihm hinüber, und sie streckte ihm lächelnd die Rechte entgegen. Er aber ... je nun, er begnügte sich damit uicht. sondern zog das Mädchen ganz an fih heran und: „Gott segne Euch, meine Kinder/ sagte Fra« Schrader und wischte sich «ine Thräne aus de« Gesicht. Fritz Salden aber ist selig und möchte » seinem Glücke der hübschen Ladenmamsell am liebsten «in«n Kuß geben, weil si« die Sachen so hüb'ch verwechselt hat. _ 1896 wohl noch nie die brutale Magyansierungssucht, die selbst daS Einzige, was der Arme sein Eigen und Erbe nennt, den Familiennamen, nicht schont, eingestanden worden", bemerkt hierzu die Wiener »Deutsche Zeitung\ LagesneuigKeiten. KüdmarK. Die gründend« Versammlung der Ortsgruppe Hermager in Kürntcn wird am 15. August dies«» IahreS stattfinden. Die Sahungen der OrtS-zrurpen Steyr in Oberösterreich und Ltopoldstadt Wien find genehmigt, jene der Ortsgruppe Wien-Wieden sind der Behörde vorgelegt worden. Im Hinblicke daraus, das» die Zeit der heurige» Hauptversammlung näher iii/,3 Uhr: Sammelpunki Hotel „Löwe", Abfahrt zum Start aus der ReichSstraße Triest-Wien, bei Kilometerstein 125 6 (Gasthaus Erjauc). Nachmittags 3 Uhr: Beginn der Rennen (die Zwischenzeit wird durch ein Concert der Cillier Mufikcapelle im Garten beim Erjauc ausgefüllt). Abends 8 Uhr: Ausfahrt mit Lampion-Beleuchtung durch die Stadt, hierauf im Gartensalon „Zum goldenen Löwen" Preis-vertheilung und Concert der Cillier Musikcapelle. — Die Theile deS Wettfahrens sind folgende: I. Niederrad - Juniorfahren (offen nur für Mit-glieder des C. R.-V., die noch nicht gestartet haben — Einsatz 2 Kronen — Strecke 5 km — Start beim Kilometerstein 120**»): Dem Ersten, einen Ehrenpreis und eine Medaille im Werthe von 50 Kronen (Spende des C. R.-V.): dem Zweiten: eine Medaille im Werthe von 10 Kronen; dem Dritten: eine Me-daille im Werthe von 8 Kronen; dem Vierten: eine Medaille im Werthe von 6 Kronen; dem Fünften: eine Ehrenurkunde. II. Niederrad - Hauptfahren (offen für alle geladenen Gäste und sür Mitglieder des C. R.-V. — Einsatz 4 Kronen — Strecke 10 km mit Wende — Start beim Kilometerstein 125'6, Wende beim Kilometerstein I20°6): Dem Ersten: einen Ehre>tpreiS und eine Medaille im Werthe von 100 Kronen (Spende der Frauen der Mitglieder des C. R.-V.); dem Zweiten: ein Ehrenpreis im Werthe von 20 Kronen; dem Dritten: eine Medaille im Werthe von 10 Kronen; dem Vierten: eine Medaille im Werthe von G Kronen. 111. Niederrad-Meister-fchaftsfahren (offen nur sür Mitglieder des C. R.-V. — Einsatz 6 Kronen): Dem Ersten: einen Ehren-preis im Werthe von 200 Kronen (Spende der hock-löblichen Stadtgemeinde Cilli); dem Zweiten: einen Ehrenpreis im Werthe von 20 Kronen; dem Dritten: eine Medaille im Werthe von 10 Kronen. Der Erste erhält den Titel „Meisterfahrer der Stadt Cilli". — NennungSfchluss am 10. August, 12 Uhr mittags. Z»er Männcrgesangverein „^iederkranz" hält Sonntag, den 9. August 1896 feine diesjährige Sommer-Liedertafel mit sehr gewählter Vortrags-Ordnung ab; auf derselben stehen Männer-vollgesänge von Kreutzer, Blümel, Marschner, Joh. Pache u. a. m., sowie ein Einzelgesang aus „Paaliacci' von Leoncavallo. Die Musik besorgt die Cillier Stadtcapelle unier der bewährten Leitung deS Herrn CapellineisterS Ad. Dießl. Ztestkegetfchießen. Die Freiwillige Feuerwehr veranstaltet zur Deckung der Kosten für das Fest zur Feier ihres 25 jährigen Bestandes ein Best-kegelschieben im Gasthose zum Mohren, welches mit ebenso werthvollen wie schönen Preisen auSge-stattet ist. Dieses Bestkegelschieben, dessen Besuch wir mit Rücksicht aus den guten Zweck wärmstens empfehlen, wird am 2. August mit einem Concerte, der PreiSvertheilung und einem Bazare geschloffen. Spenden für diesen werden aus der Festkegelbahn entgegengenommen. Ausflug in die Sannthaler Alpen. Die tf.illi h?« anläffl unh OeftemidiHrfien AlpenvereineS veranstaltet am 15. und 16. August einen Ausflug in das Logarthal. Das Programm wird in den Einzelnheilen in der nächsten Nummer veröffentlicht werden. Anmeldungen und Auskünfte bei Herrn Buchhändler Fritz Rasch. Wöllan. Süd mark. Die Hauptleitung des Vereine« „Südmark" hat der Ortsgruppe „Schön-stein'Wöllan" zur Er.ichtung und Erhaltung eines deutschen Kindergartens in Wöllan einen jähr-lichen Beitrag von 300 fl. bewilligt. Für die dadurch offen gewordene Stelle einer Kindergärtnerin ist aus-geschrieben: ein JahreSgehalt von 300 fl., Wohnung und Holz frei. Die Verpflegung ist eine sehr billige und gute. Die Gesuche sind unter BeifchlufS der Zeugnisse bi» Mille August an die Ortsgruppen-leitung der Südmark in Wöllan zu richten. Schadenfeuer. Am 23. d. M. schlug der Blitz in das Siallgebäude deS Gemeindevorstehers in Wöllan und entzündete sofort daS Strohdach des-selben. DaS Feuer wurde Dank deS thatkräftinen Eingreifens der Ortsbewohner in die Löschaction binnen einer halbe» S.ande gedämpft, so dass die mit bewundernswerther Schnelligkeit unier Com-mando des Hauplniann Stellvertreters Herrn Franz Woschnagg jun. am Brandplatze erschienene Feuerwehr von Schönstein nicht mehr in Thätigkeit zu treten brauchte. Besonders verdienstvoll detheiligte sich der hiesige Stationsches Herr Schusterschitz an den Löscharbeiten, und ist eS wohl seinem sofortigen Erscheinen mit beiden Bahn,p ritzen aus dem Brand-platze zu verdanket dass man das fürchterliche Element so schnell bewältigte. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Bei dieser Gelegenheit muss erwähnt werden, dass Wöllan noch immer keine Feuerwehr besitzt, trotzdem dieselbe bereits feit acht Jahrläi»pferin für Aranenrecht. Eine der bekanntesten amerikanischen Frauenrechtlerinnen. Phoebe Eousius, ist von ihren WeltverbefferungS-ideen gründlich geheilt worden, und zwar durch bittere A..nuth. Sie ist faktisch an den Bettelstab gekommen, und die böse Welt, die sie resormiren wollte, scheint sich schlechterdings nicht um sie zu bekümmern. In ihrem Dankesschreiben an eine Freundin, die ihr süns Dollars schenkte, komint die einst umiubelie Vorkämpserin der Frauenbewegung in den Vereinigten Staaten zu folgenden, Facit ihrer Bemühungen: „Die Moral meines Falles, wie des Falles so vieler Anderer, die ihr Leben der undank-baren Arbeit der Reform gewidmet haben, scheim mir die zu sein: Verschwendet Eure Kräfte nicht mit Versuchen, die Welt zu resormiren. sie will nicht reformirt werden. Sorgt sür den einzigen zuoer-lästigen Hasen in Zeiten der Noth, für die süße Sicherheit eines friedlichen HeimS, und lasst die Welt sür sich selbst sorgen, denn sie wird nie in Zeiten der Noth sür Euch sorgen!" Aeöer Moskitos als Goldhüter erzählt die „Kieler Z." Folgendes: Im Sande des ziemlich seichten Voladorflusfes, welcher der Schneeregio» der Sierra de St. Mariha in Südamerika entspringt, findet sich Gold in sabelhaster Menge. Doch ob-wohl die Thäler und daS Bett deS Fluffes sellch leicht zugänglich sind, ist eS bis jetzt noch Niemand gelungen, ihm seinen kostbaren Schatz zu nehme«. In jenen Gebenden ist nämlich, so unglaublich es auch klingt, die Moskitoplage so schrecklich, dass ihr Niemand zu widerstehen vermag. Der bekannte französische Forscher RecluS war der Erste welcher die Thäler an der Mündung des Volador erforschte. Er hatte zuerst die Absicht, Ackerbaukolonun in de» fruchtbaren Ebenen zu gründe», fand jedoch bald die Plage der Infekte» so unerträglich, dass er seinen Plan ausgab und den Rückzug antrat. Er war der Entdecker jenes fabelhaften Stromes, welcher in der That über den goldenen Boden fließ«. Er machte von seiner Entdeckung dem französischen Vicekonsul zu Rio Hacha Mittheilung, welcher du Erlaubnis zur Ausbeutung deS Volador erwarb. Er war sich des Gefahrvollen feines Unternehme«« wohl bewufst und traf demenisprechcnd seine Maßregeln. Er versah sich un? seine Leute mit schwerer Bekleidung, Handschuhen und Masken aus sei»« Äace, und außerdem ließ er sür sich ein Zelt aus dichter Gace anfertige», von welchem auS er die Arbeiten seiner Leute zu übersehen gedachte. Doch trotz dieser Vorkehrungen musste er selbst wie seine Leute schon am zweiten Tage den Rückzug antreten, denn die Myriaden Moskitos, welche beständig nie ein dichter Nebel über dem Wasser lagerte», erwiese» sich als so ungemein giftig, dass das ihnen ent-strömende Gist in der an und für sich unerträglich heißen Lust derart betäubend aus den Mensche» wirkte, dass er bald seiner Sinne nicht mehr mächtig war. Der Nächste, sein Glück zu versuchen, wir ei» Italiener, welcher vom Consul dazu die Erlaub-ni« erhielt. Er verlachte die Behauptung, dass au» sich von Moskitos vertreibe» lassen könnte, >vo Gold zu finden sei. Er machte sich in GeseHch>nt von sechs Anderen, welche seine Absicht theilten, ins den Weg, und zwar ohne irgend welche Vorsichis-maßregeln zum Schutze gegen die Insekte» zu treff,» Doch schon nach kaum einer halben Stunde musslea sie schier nigst daS Feld räumen und nur mit größter Mühe gelang es ihnen, nach Rio Hacha zurück^ kommen, denn durch die unzähligen Stiche der Moski-tos waren ihnen die Augen vollständig zugeschivollen. Hom ?a«l. Allerlei Charakierzüge des neuer-dingS so oft genannte» „Oom Paul" weiß ein Mitarbeiter der „Hamb. Nachr." zu schildern. Du UitlanderS begehren das Stimmrecht. Das. iiielnie er, komme ihm vor, als sage ein Fahrgatt zu de« Wagenbesiyer: „Gieb mir die Peitsche und die Zügel, ich habe in Deinem Wagen ja auch wem Eigethurn," Ja, das ist schon nicht zu bestreuen, wird die Antwort lauten müssen. Aber ivohm würde Deine Fahrt gehen ? Und weiß ich, ob In mich nicht hinauswerfen willst— „Bürger und Brüder", so lautet eine Ansprache Oom Krügers, „liebt Ihr Euer Land? Liebt Ihr Euere Regierung ! Liebt Ihr mich? Nun denn, was wollen diese Fremden? Ihr alieS Gerede ist, dass sie viel Geld ins Land bringen. Wozu? Aus Chnstlichkeit oder als Geschenk? Nein. Sie bringe» Geld, um für sich mehr Geld zu mache».- — Eine seiner A»' sprachen ist besonders charakteristisch durch du Worte Mörder und Diebe. ES war in Krügesdorp, wo er seine Rede über die Geschichte der Nepublick hielt. Unter seinen Hörern befanden sich viel« UitlanderS aus Johannesburg. „Freunde," begann er feine Ansprache. „Ihr hier seid nicht Alle meine Freunde. Einige von Euch sind Mörder und Diebe. So muss meine Ansprache hier d'»» laute«: Freunde, Mörder und Diebel" Und seine Rede schloss mit den nämlichen Worten. — 5öer Ae-dankenleser Cnmberland, für dessen geheimnisvoll« Kunst oder Begabung der Präsident keinerlei Sy»-pathie bezeugte, will wiffen: Oom Paul, al« Prä-sident eingeladen, die Johannesburger Synagoge zu eröffne», habe diesem Wunsche zwar entsprochen, aber mit den Worten: „In Christi Namen erkläre ich. dass dies Gebäude eröffnet ist." Mt reinht«-Zcit«nz. Besondere Beilage zur „Deutschen IPacbt". Di» „Il»«krftririich> «»de- »nd Kn»d«»-Zeil>ii»g" erttelll>ch« Seil»«« (III „tfandHtl W»chn' unl Bitt grisnArtt nichl abgcgrbcn. Sie gel-»«I il dni ««N-I»» Cpcil-Clltbn tut — Jnfmntm er,t»l-»>»cn. Alls jn(«ritt(i> und «»fr»g.» »all- man an tic ,.Icu!f«< Wa»I" in StOi richttn. Klagenfurt. Klagenfurt mit seinen geraden, breiten Gassen, den hflbschen Plätzen und reinen Häusern, den schönen Ringanlagen und schattigen Alleen kann mit Fug und Recht als eine moderne Stadt be-xeichnet werden. Schade ist es, dass derselben in der That historische Grundlagen fehlen. Obgleich die Stadt Klagenfurt schon seit der Zeit der Sponheimer Herzoge besteht, entlaltete sich dieselbe doch erst nach der im Jahre 1535 stattgehabten Feuersbrunst im Wesentlichen und quali-ficierte sich erst durch die Aufführung vieler diverser Neubauten, wie der Basteien, Stadtthore, Thürme und Cassematen, zur Landeshauptstadt. Als der Geist der Neuzeit sich geltend machte, fielen die finsteren Thore und die Bollwerke anno 1809 schon den Franzosen zum Opfer, wodurch den Jüngeren eine Arbeit erspart blieb, und es entwickelte sich nunmehr Klagenfurt in baulicher Richtung, zum Stolz und zur Freude des Landes ond seiner Bewohner. Kommt der Fremde in die schmucke Stadt, welche mit einer herrlichen Gebirgsumrahmung, in einer weiten Ebene liegend, prunken kann, so findet derselbe in ihren Mauern doch so Manches, was ihm von geschichtlichem Interesse sein kannte, und welches unter allen Umständen in Augenschein zu nehmen ist. Da ist vor Allem das Wahrzeichen der Stadt, der Lindwurmbrunnen am Neuen Platze, der gewiss Jedermann imponieren wird. Das Bildwerk, den Drachen mit seinem Besieger (das Volk nennt letzteren Herkules) darstellend, besteht aus grau» grfinem Chloritschiefer, welcher im Jahre 1590 im nahen Kreuzberge gewonnen, bebauen und von 300 Knaben, festlich geschmückt, auf Walzen in die Stadt gezogen wurde, allwo der Klotz seinen letzten Meisselschlag erhielt und im Jahre 1636 im Neuen Platze aulgestellt wurde. Am Piedestal, ms dem das Ungeheuer ruht, befinden sich die Wappen der damaligen Landstände. Das schmiedeeiserne Gitter, welches das Brunnenbassin um-säumt, weist eine kunstvolle Schlosserarbeit auf. Westlich vom Lindwurmbruunen, gegenüber dem im Jahre 1684 erbauten Palais des Fürsten Btsenberg-Orsini, steht an der Stelle, wo noch in den Siebziger Jahren die formschöne .Kaiserin tod Blei*, welche die Stände Kärntens im Jahre 1765 errichteten und welche die grosse Kaiserin im ungarischen Krönungsornate darstellte, stand, di# nach einem Modell von Franz Pönninger in Bronce gegossene und im Beisein des Kronprinzen Budolf im Jahre 1873 enthüllte Statue der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, welche Statue aber keineswegs einen Anspruch auf monumentale Schönheit und elegante Ausführung erheben kann. Der Sockel ist ganz mit dem Bildwerk im harmonischen Ginklang. Geht man vom Neuen Platze in die nächstgelegene Sternallee, so findet man im Centrum derselben auf einem geschmackvollen Marmor-piedestal die vom beimischen Bildhauer Jacob Wald vorzüglich modellierte Broncebüste des Präsidenten des Appellationsgerichtes und Gouverneurs ron Kärnten, Franz Josef Grafen von Enzenberg, welcher während der französischen Invasion in der Zeit von 1797 — 1813 eine hervorragende Rollo spielte und durch seinen makellosen Charakter und seine heroische Willensstärke als Leiter der Geschicke des kleinen Alpenlandes in der Zeit der schweren Noth einen unvergesslichen Namen in der Geschichte behalten wird. Die prächtige Büste wurde am 2. Getober 1894 feierlichst enthüllt. Die Nordseite der Sternallee flankiert das Landhaus, welches im Jahre 1591 vollendet wurde. Dieses Bauobject mit den zwei massiven Thürmen ist aber keineswegs in seiner äusseren, schmucklosen Ausstattung im Stande, den Beschauer für sich einzunehmen. Umso sehenswerther jedoch ist der im Mitteltracte des Gebäudes gelegene, durch zwei breite Freitreppen und einen Säulengang zugängliche Wappensaal mit schönem Marmorpflaster und einem kunstvollen Kamin. An der Nordfront des Saales, dessen Wände die Wappen des gesammten Kärntner Adels zur Schau tragen, steht ein lömiscbes Säulencapitäl, auf dessen Sitz-tläche das Kärntner Wappen einradiert ist. Es ist dieses der historisch interessante Fürstenstein. Derselbe stand früher in Karnburg und fand auf demselben seinerzeit die Einsetzung der Herzoge Kärntens statt, indess die Huldigung am Herzogsstuhle nächst Maria Saal entgegengenommen wurde. Tritt man durch das westliche Thor des Landhauses, so gelangt man auf den Heiligen Geist-Platz, auf dem sich die ständische Kirche gleichen Namens befindet. In früherer Zeit schloss sich an dieselbe das Bürgerspital, jetzt Ursulinnenkloster, an. Im Jahre 1563 war die Kirche für den protestantischen Gottesdienst bestimmt, seit 1670 ist dieselbe in dem Besitz der Ursulinnen. In einer Nische des Hauses Nr. 3 am Heiligen Geist-Platz steht auch ein altes Wahrzeichen der Stadt, nämlich der .steinerne Fischer*. Es ist eine aus Chloritschiefer gemeisselte, lebensgrosse Statue eines bäuerlichen Fischhändlers. Der linke Fuss ist über den rechten gekreuzt, den Hut hält der Mann in der Hand. Rechts und links neben ihm liegen Fiscberpitschen. Am Sockel des Bildwerkes liest man folgende Inschrift: So lang rooas ich da bleiben stab'n, Bi# mir meine Fisch' und Krebs' abgab'n! 1606 Diese Statue galt als Standbild des einstigen Fischmarktes und der Spruch gibt Kunde von der kategorischen Strenge der damaligen polizeilichen Marktordnung. Nebst dem Lindwurmbrunnen und dem steinernen Fischer gilt auch ein drittes, sehr primitives Bildwerk als Wahrzeichen von Klagenfurt. Es sind dies die steinernen Löwen (das Volk nennt sie „Lewalan"), welche sich an den Häusern, in der Nähe der einstigen Thore in der St. Veiter, Villacher und Völkermarkter Vorstadt, eingemauert vorfinden. Früher stand auch am Alten Platze vor dem Rathhause, welches bis zum Jahre 1739 den Grafen von Welz gehörte, der sogenannte „Lewalanbrunnen"; jetzt sind die zwei, denselben Brunnen bildenden Löwen in der Monumentenhalle des Museums „Rudolfinum", welcher Prachtbau am 10. Juli 1884 im Beisein des Kronprinzenpaares seiner Bestimmung übergeben wurde. Ausser dem „Rudolfinum" sind in Klagen- furt noch die Berg- und Ackerbauschule, die kärntnerische Sparcasse nnd die ständische Burg mit ihrer kleinen Capelle sehenswerth. V on den Kirchen — der Heiligen Geist-Kirche geschah bereits Erwähnung — lässt sich wenig Nennenswerthes berichten. Die Dom- und die Pfarrkirche sind in ihrer gegenwärtigen Bauherstellung kaum 200Jahre alt, die Benedictinerkirche gehörte seit dem Jahre 1624 den Franziskanern und ist seit 1809 im Besitze der Benedictiner. Das Kapuzinerkloster sammt Kirche stammt aus dem Jahre 1649. Wenn auch die schmucke, reinliche und schöne Stadt keine grossartigen Sehenswürdigkeiten den Fremden zu bieten vermag, so ist die herrliche Umgebung durch ihre landschaftlichen Reize vollends in der Lage, ihn hierfür reichlich zu entschädigen. Zwei Punkte sind es. die das Augenmerk eines jeden Besuchers der Stadt vorzugsweise auf sich lenken, diese sind das Kreuzbergl mit den Franz Josefs-Anlagen, in deren wald-umöossenem Naturfrieden und aromatischem Harzduft man Erholung für Leib und Seele finden kann, und der Wörthersee. Hinter dem Schweizerhause am Kreuzberg erhebt sich der 37 m hohe, im vorigen Jahre eröffnete, massiv aus Quadern gebaute Aussichtsthurm, der eine prächtige Aussicht auf die Karawauken und Julischen Alpen, den Wörthersee, den Dobratsch und die Görlitze, iu's Gebiet der Noke, dann ans die Sau- und Koralpe dem Auge darbietet. Für Freunde von Wasserlandschaften ist wieder der eine Stunde von der Stadt, mit derselben mittelst des Lendcanals verbundene Wörthersee ein Eldorado, wie es sich nicht schöner denken lässt. __Fr.-Ztg. Curliste ber 4rtn&c0 Kanizsa; Frau Olga Raisp Edle von Saliga mit Kind und Bonne au« Pola; Herr Dominil Filipp, Prälat, au» Görz; Frau Marianne Hausmann mit Sohn an» Wie«. 18. Juli: Herr Loui» Merten«, SIedacteur de« „Agramer T-gcblattcS". au» Azram; Herr t)r. jur. Gustav Wokaun, k. k. Bezirksrichier. au» RadkerSburg; Herr Baron Wittcnbach au» Schloss Purgstall; Herr l)r. Ludwig Weidlich, Adrocat. mit Gemahlin und Töchtertein. aus St. Gotthard (Ungarn). 19. Juli: Herr Franz Kaitner, Gvmnafial-Professor, mit Gemahlin, au» St. Gotthard; Frau Emma Strauß, Buchhändler« Gattin, mit Töch-terchen. au« Ssakathurn; Frau Fanny Stenovitz, HantxlS-manu« Gattin. auS Trifail; Frau Marie Kojch, Hau»-besiperin, au« EbreichSdors (N.-Oefterr.); Herr Ernest RaffeSberg, Buchhalter, mit Gemahlin und Töchterchen, au« Graz. Zusammen 657. 3n Cilli angekommene Fremde. In Privatwohnungen: Kewalsta, Helene, Hof-rathSgattiu au» Wien mit 1 Tochter und 2 Söhnen; Grabner. Heinrich, k. k. Steueroberinspector sammt Gemahlin au« Wie»; Fendl, Joses, k. u.- k. Haupt, mann mit Gemahlin au» Wien; Poppel. Franz, Privatier, sammt Gemahlin au» Gör»; Lochmer, Virgil, k. u k. Mar. Gen.-Sommissär i. R. mit Gemahlin au» Fiume; Konrad. Elisabeth. Private au« Görz; Auer. Karl, k u. k. Major d. R. sammt Gemahlin und Tochter au» Olmüh; Lucarie. G., Professor, sammt Gemahlin au« Esiek; Lyro, Bertha de. k. k. OberfinanzrathSgattin au» Trieft; Hi nkr, Fanny von, geb. Samonigg, OberstenSwittwe au« Graz; Wolfzettel. Anna, Obersten Swittwe au« München; Dr. Dall. Asta StaniSlau«, Advokat au» Fiume; T ob e l, I., Ingenieur au» Trieft, sammt Familie; Pickhart. Theodor mit Gemahlin. Private au» Wien; Baumgartner. Wilhelm, k. k. Oberlieutenant sammt Gemahlin und Sohn au» Zara; S t e i n b ö ck. Karoline, Obercontrolleur«- und Abtheilungs-ChefS-Gattin der österr.,ungar. Bank, mit Kammerzofe au« Wien; Culi, «aroline. GerichtSrath«: mitnve sammt Tochter au« WaraSdin; Dr. Hoepflingen. He in, ich Ritter von Bergendorf. k. k. Professor sammt Gemahlin au« Wien; Apraxin, Walla. Gräfin, Private mit Dienstboten au« Görz; Baudisch. E., Ingenieur mit Gemahlin und 3 Familiengliedern au« Wien; Kuderna, Wenzel, Privatier, sammt Gemahlin und 2 Kindern au« Wien; Janszky. Adolf, Beamter mit Gemahlin aus Budapest; Fischer, Franz, Vertreter, sammt Gemahlin auS Marburg. Dr. Pictor Ritter von Meyer-Treufeld. k. k. SectionSrath mit Gemahlin und 2 Kindern auS Wien; DaraS August von, de Daraspoysacj. Oberbuchhalter der I. Sparcasse in Gr. KaniSza, sammt Gemahlin und Tochter au« Gr. KaniSza; Leporini, Valentin von, k. u. k. Major v. R. au« Straßoldo; Walther, Dr. Paul, Arzt sammt Gemahlin und Sohn au« Alexandrien; Feilhauer, I., Postrath mit Gemahlin und 2 Familienglied«» und Dienstboten auS Fünfkirchen; Elbing. Michael Edl. von, Student au« Fünfkirchen; Huber, I., ProfesiorSgattin mit Tochter au« Wien; E rf ort. Slife, Jngenieursgattin mit 4 Kindern und Dienstboten au« Agram; G i z e l t, Therefe, Private aus Agram; W o u t. I.. k. k. Postcontrolor mit Sohn au» Graz; Jaklitfch, Aloi», Kaufmann, sammt Gemahlin au» St. Martin i. Su'lmtbal; Schmidt. Karl L., Privatier au« Buda-pest; Bor owiczka, Rudolf Baron von Themau, k. u. k. Generalauditor sammt Gemahlin au« Wien; Mctlicar, Vinzenz. Agent, sammt Gemahlin und Tochter au« Trieft; Ro«marinof«ky, Franz, k. u. k. Major d. R. sammt Gemahlin au« Graz; Vodepp, Valentin, k. k. Major d, R. mit 2 Töchtern aus Wien; Kautsch, Wilhelmine, Kaufmann«gatiin mit 4 Kindcrn au« Budapest; Haschek. Josef, Kaufmann, sammt Gemahlin und 1 Familienglied au« Wien; Bremitz, Jda, Private au« Trieft; Mogrini, Sofie. Private au« Trieft; Rapold. Karl, Oberofficial d« Nordbahn au» Wien; H a a »- B i l g e n. Frau von. Bejirköhaupt-mannSwittwe mit 5 Familiengliedern und 1 Dienstboten; Kaplanek, Elise,Private au« Wien; Schindelka, Marie, Finanzrath«wittwe aus Mahr.-Ostrau; Daubrawsky, Bertba, Lehrerin au« Mähr.Ostrau. Bäder. ^ Moteladressen. O ü I i Hotel „golden«r Löwe", «inx.tr»».-, in wllll. nücbtter k- du» Hahahofo», Poet« «nd Tele^rufro ■I«». 8ohnor 8(i*U«*aal, Bchattifcr Garten. Aaeectiaak ?on | «ionotijucr weiiaen tuid roth«» Eic«»bauwela. 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Nur zu oft urteilt man ungerecht, und Sie haben doch das Glück, bei Ihrem Eintritt in einen neuen Wirkungskreis einer höchst respektablen Familie anzugehören!" „Ja, so hoffe ich. Die verwandtschaftlichen Ver-häl:nisse sind aber ganz andere, als Onkel Hollert und ich voraussetzten." „Wieso?" „Nun, wir nahmen an. Mutter, Tochter nnd Schwiegersohn wären das Ehepaar Sassen und dessen Mutter. Das ist jedoch, wie ich zu meiner Verwunderung bemerke, nicht der Fall. Allerdings scheint Fräulein Adelheit das anerkannte Oberhaupt des Hauses zu sein!" „Ja, ja I Fräulein Adelheit unbedingt. Einzig und allein Fräulein Adelheit!" Die kleine Dame nickte so energisch zu diesen Worten, dass die dicke graue Flechtenkrone ihres Haares ins Wanken kam. „Weshalb erhebt Herr Staatsanwalt von Sassen, wenn er seiner Schwägerin unumschränkte Herrschaft in seinem Hause gestattet, dieselbe denn nicht zu seiner Gemahlin?" Fräulein Bluin senkte nachdenklich das blühende Antlitz und erwiderte unsicher: „Hm! Es wird geschehen — unzweifelhaft — demnächst! Wir alle sind schon so lange Zeit daran gewöhnt, Fräulein Adelheit als Gebieterin des Hauses zu betrachten, — sie war es eigentlich bei Lebzeiten der kränklichen Schwester, — dass uns das „Wann" ihrer völligen Einsetzung iu diese Würde gar nicht mehr beschäftigt. Freilich bringen Sie mich da ans einen recht peinlichen Gedanken.....Hm! . . . . Sollte ich, im Vertrauen aus gewohnte Zustände, etwa eine große Dummheit begangen haben? ... Es wäre mir dieS höchst unangenehm!" Das kleine Fräulein gab mit unwilligem Griff ihrer dicke» Flechte wieder eine gerade Richtung und sah ihr Gegenüber mit weit geöffneten Augen so betroffen an, dass Sabine tröstend einlenkte: „Lassen wir uns durch diese peinliche Erwägung die erste Stnnde unseres Beisammenseins nicht trüben! Ich habe ja Onkel Hollert als entscheidenden Rath. — Herr von Sassen hat übrigens ein recht schroff abweisendes Benehmen!" „Schroff abweisend? Inwiefern?" Sabine schilderte ihre erste Begegnung mit dem Hausherrn. „Sonderbar!" sagte Fräulein Blum kopsschüttelnd. „So aufbrausend und grillig ist er erst nach dem Tode seiner Frau geworden! Allen Respeckt vor Fräulein Adelheids Verwaltungstalent; aber gemütlich macht sie es — so scheint's mir — dein Manne in seinem Hause nicht. Wie sind Sie denn mit Ihrer Schülerin zusrieden P" „Lilly ist ein prächtiges aufgewecktes Kind. Ich hoffe, dass sie gut lernen wird." „Nur gleich die Zügel etwas straff gehalten! Sie ist lebhast und schlägt leicht über die Stränge. Nnn, denke ich, trinken wir uusern Kaffee zusammen!" Sabine sprang auf und rief: „Ach, nein, — bitte, ein andermal I . . . . Heute habe ich nur wenig Zeit' Fräulein Adelheit wollte mit Lilly sehr bald zurück sein und sie dann mir zur Beaufsichtigung geben." „Wie Sie wünschen, liebes Kind!" Röschen Blum erhob sich ebenfalls. „Zuvor sagen Sie mir aber noch: Wie geht es meinem Freunde, dem SanitätSrath Hollert '{* „O, Onkel Hollert gieng eS. als ich abreiste ganz gut. Zuweilen sehne ich mich recht nach seinem freund lichen Zuspruch!" „Das glaube ich!" „Kennen Sie Onkel Hollert schon längere Zeit?" 2 Träumerisch blickte Röschen Blum ins Weite und erwiderte in wehmutsvollem Ton: „Ja, ich kenne Hollert seit meiner Jugend ; lange Zeit hörten wir nichts voneinander, bis der Zufall uns jetzt wieder schriftlich einander näher brachte. Davon erzähle ich Ihnen später einmal!" Zärtlich legte sie hierauf den Arm um die schlanke Taille des jungen Mädchens, gab demselben so das Geleit zur Thür und bat: „Also ich habe Ihr Wort, liebes Kind, dasS Sie, so oft es nur irgend angeht, ein Stündchen bei mir verplaudern wollen?" „Gern, Tante Röschen!" „Danke, danke! Bringen Sie doch Lilly mit, wen» es erlaubt wird!" „Ich will mein Möglichstes thun, um recht bald wieder in das lauschige Separateckchen zu kommen! Leben Sie wohl, Tante Röschen!" „Auf Wiedersehe», liebes Kind, aus recht baldige«!" Fräulein Blum öffnete die Vorgangsthür nnd schaute der dunkle» Gestalt nach, welche leichten Schrittes den Korridor durchmaß, bis sie das eigene Zimmer erreicht hatte. Dann — bevor die Thüren sich scheidend zwischen beide drängen konntcn — noch ein Gruß mit der Hand von hübe» und drüben, und die neuen, an Jahre» so »»gleiche» Freundinnen trennten sich unter dem Eindruck gegenseitigen Gefallens. Beide empfanden, dass sie einen Bund sürs Leben geschlossen hatten. An dem Sonntag, an welchem der Hausherr zum erstenmal der gemeinsamen Mittagstafel beiwohnen sollte, betrat Sabine das Eßzimmer und fand darin nur Lilly, mit einem fremde» Herrn plaudernd, vor. Der noch jugendliche Herr, mit fast kahlem Schädel und lang herabwallendem rothem Vollbart, verneigte sich vor Sabine und sagte: „Gestatten, gnädiges Fräulein, — da Lilly es wohl nicht thun wird, — mich Ihnen selbst vorzustellen: Assessor Gerdt!" Sabine verneigte sich stumm, während Lilly, im Sonntagsstaat prangend, die Hand des Gastes ergriff und kichernd sagte: „Tu, Onkel Gerdt! Fräulein von Lettwitz kann Schlittschuh laufen und wenn es Eis gefroren hat, soll ich es auch lernen:" „Ei der Tausend!" rief der Angeredete zerstreut; den» seine Blicke folgten mit unverhohlener Bewunderung der jungen Dame, welche ans Fenster getreten war und in den an den Vorgarten grenzenden Park schaute. Di« kahlen Zweige begünstigten den Durchblick bis in die entserntesten Wege deS Parkes und ließen die Spaziergänger aus denselben erkennen. Jedoch betrachtete die junge Erzieherin dieselben ohne Interesse. Plötzlich wurde sie durch die schnarrende Sttmme des AssefforS aufgeschreckt, welcher rief: „Da kommt ja Sassen mit seiner Schwägerin! O, Verzeihung, gnädiges Fräulein, wenn ich Sie erschreckte! Bin ein unleidlich rücksichtsloser Mensch! Z» den Kannibale» sollte ma» mich schicken!" Zu diesem Ausspruch lachte er so herzlich und seine braunen Augen funkelten derart fchelniifch, dass ihm niemand hätte böse sein können. Deshalb musste auch Sabine unwillkürlich lächeln und entgegnete: „Es ist die Rückwirkung trüber Tage, welche mir die Untugend, schreckhast zu sein, hinterließ; aber ich hoffe, sie durch Willenskraft bald abzulegen." Ein theilnahmSvoller Blick des Zuhörers traf das junge Mädchen. Da ertönte die Klingel der Gartenthür, u»d Lilly »ickte ihrem Papa »nd der Tante grüßend zu. Jetzt hatte Sabiue Gelegenheit, den Staatsanwalt in besserer, sogar tadelloser Gewandung zu sehe»; seine Erscheinung verlor freilich durch eine etwas nachlässige Haltung. Die zur Magerkeit neigende Gestalt ließ ihn jedoch jünger erscheinen, als er war; er schien der Schwägerin gegenüber durch Gewohnheit ziemlich formlos geworden; denn er eilte ihr mit großen Schritten voran ins HauS und betrat das Eßzimmer mit den Worten: „Guten Tag, Gerdt I Läßt du dich endlich mal wieder pflichtschuldigst zum Sonntagsbraten sehen I" „Ja, Sassen! Mit dieser Rase, die nicht umsonst so breit und dick hervorragt, witterte ich deliziöse llcberraschungen und hoffe, damit nicht fehl zu gehen I" Hierbei zwinkerte er mit listigen« Augenblinzeln dem Freunde zu, dass er doppelsinnig verstanden sein wolle. Durch den Assessor erst aus Sabine aufmerksam geworden, machte Sassen eine ziemlich knappe Ver-beugung vor ihr und fragte: „Kennen sich die Herrschaften?" Und als von beiden Seiten ein zustimmendes Verneigen erfolgte, nahm er Lilly's Hände in die feinen und fragte: „Run, Vögelchen, lernst du brav?" „Ja. Papa, riesig! aber das Fräulein ist furchtbar streng I" „DaS ist gut!" erwiderte er und ließ durch seine goldene Brille hindurch einen prüfenden Blick über die schlichte und dennoch vornehme Gestalt der Erzieherin gleiten. In diesem Augenblick lauschten Frau und Fräulein van der Neer in seidenen Gewändern herein. Mit ih«e» zugleich kam, ebenfalls als Tischgast, der Hausarzt Dr. Stumpf. Das Aeußere desselben war wenig einnehmend; seine schars geschnittenen Züge hatten etwaS VogelartigeS und seine mattblauen Augen blickten stechend, fast lauernd unter der hohen Stirn-Wölbung hervor. „Unsere neue HauSgenossin, Fräulein von Lettwitz!" sagte Fräulein Adelheit in kühl herablassendem Tone, machte die entsprechende Handbewcgung und glaubte, damit übergenug gethan zu haben. „Bitte mich der Dame vorzustellen!" ersuchte Dr. Stumpf den StaatSanwalt, welcher diesem Wunsche Folge leistete. Fräulein ?ldelheit legte die Stirn in Falten und beobachtete mit Bewunderung, wie sicher und Welt-gewandt die Kleinstädterin alle gesellschaftlichen Formen beherrschte. Frau van der Neer, welche bereits am Tische Platz genommen hatte, bevor Hellwig mit der Suppe erschien, rief: „Meine Herrschaften, setzen sie sich doch!" Als Seniorin des Hauses war sie gewohnt, am oberen Ende der Tafel zu präsidieren, und winkte von dort auS energisch mit dem großen, schwarzen Fächer. DieS war so ziemlich die einzige Strapaze, welcher sie sich hingab. Der kleine Kreis gruppierte sich zur Rechten und Linken der Seniorin. und zwar so, dass rechts von ihr zunächst der Schwiegersohn, dann Fräulein Adelheit und neben dieser der Assessor Gerdt saß, während auf der gegenüberliegenden Seite, zur Linken der Matrone, ihr Hausarzt seinen Platz sand, an welchen sich Sabine und Lilly reihten. Das untere Ende der Tafel blieb wie gewöhnlich unbesetzt. Zu Anfang der Tafel war das Gespräch lückenhaft; es gab sich jeder mit Behagen bei dem rauhen November-Wetter der Erwärmung seines inneren Menschen durch eine kräftige, warme Bouillon hin. Der Assessor fand allerdings Zeit, verstohlen bewundernde Blicke auf die junge Fremde zu richten; er beneidete den Doktor, welcher — da derselbe verschiedene Fragen an Sabine richtete — feine Raubtieraugen ihrem schönen Antlitz zuwenden durfte, während er sich mit dem Klang ihreü weichen, tiefen Organs begnügen musste. „Welcher Arzt ist der hervorragendste ihrer Vaterstadt?" hörte er den Doktor fragen. „SanitätSrath Hollert." „Ach, Hollert i Ich war ein Semester mit ihm zusammen; er bezog dann eine andere Universität. Kennen sie ihn?" „Sehr gut; er war unser Hausarzt und ist jetzt mein Vormund." „Sie sind Waise? . . . und minderjährig?" Sabine nickte stumm und preßte die schmalen Lippen stumm und fest aufeinander, als verbiete ihr Stolz, einen Seufzer über diefelben schlüpfen zu lassen. Keine Ahnung kam ihr, was ihm die Frage diktierte. Der ehrenwerte Herr Doktor schien sinnlich auf« gehen zu wollen in seiner schönen Nachbarin. „Verehrter Doktor," erklang da plötzlich die scharfe Stimme Gerdt's, „tvollen Sie ihr Znquisitoriat gütigst unterbrechen, um der gnädigen Frau die Kaviar-brödchen abzunehmen? Ein rascher, spöttischer Blick deS Angerufenen traf den Sprecher; hastig wandte er das kurz geschorene, semmelblonde Haupt seiner ehrwürdigen Nachbari» zu, nahm ihr den Teller ab und sagte: „Um Verzeihung, Gnädigste! Mein alter Fehler, die Unterhaltung dem Essen vorzuziehen!" Der Assessor stieß ein kurzes, sarkastisches Lachen hervor und stichelte: „Doktor ich hatte schon Gelegenheit, das Gegentheil bei Ihnen zu beobachten! Hahaha!" „Herdt, Sie scheine» heute wieder ihre boshafte Seite herauskehren zu wollen! Watten sie damit doch bis zum Nachtisch!" „Behüte! Da ist man. ä hi boa constrictor, eher elegisch als kriegerisch gestimmt. Der Magen, dieser Tyrann des Menschen, hat uns dann ganz in seiner Gewalt." „Hielt Sie bisher nicht für solche Schlemmer-natur!" „Ha! bin der Schrecken aller Wirte! Und Sie Vielwisser haben keine Ahnung von Dingen, die Gemeingut aller sind!" Diese Worte wurden von einem so herzlichen Lachen begleitet, das« es vollkommen unklar blieb, ob sie eine versteckte Bosheit für den Doktor enthielten. Dennoch sandte dieser einen lauernden Blick auf den Kühnen, senkte seine Habichtsnase über den Teller und entgegnete nach kurzem Besinnen und mit verrätherischein Beben der Stimme: „Ich glaube dennoch, die d«a vonstrictor verspritzt ihr Gift meistens nach der Mahlzeit. Wie wird e« erst werden, wenn Sie gesättigt sind!" „Meine Herren," ertönte das klangvolle Organ deS Hausherrn dazwischen, „ich diktiere den Gottes-frieden!" „Hoho," rief Gerdt und strich herausfordernd seinen rothen Bart, „hätte schon früher angeordnet sein müssen!" .Nun, jedenfalls muss bis Montag früh alle Fehde ruhen!" „Aber wann beginnen? Ich weiß wahrhaftig nicht mehr, wie lange er dauern musste und wer ihn an-ordnete! Das kommt davon, wenn man schon so lange aus der Schule ist I" tFortsehung folgt.) 4 Velehrendes, Unterhalteirdes, Heiteres etr. Seide prüfen. Will man sich über-zeugen, ob Seidenstoffe mit baumwollenen oder leinenen Fäden versälscht sind, so zerzupft man die LängS- und Querfäben und hält sie an eine Flamme Leinen- und Baumwollensäden verbrennen in heller flamme, riechen schlecht und bilden am Ende ein« schwammige Kohle. Um weiß geglättete Töpfe, welch« durch anhallenden Gebrauch braun wurden, zu säubern, loche man sie, fest mit einer Stürze zugedeckt, mit Asche und Soda aus. Da« Eiweiß von Kirr», deren Eigelb allein gebraucht wurde, wird in viele»» Haushaltungen gesammelt und ost längere Zeit bis zur gelegentlichen Be-nutzung aufbewehrt- Dass dies nicht un-gefährlich ist, geht aus einer Mittheilung der Berliner klinischen Wochenschrift her-vor. in welcher ein sehr ernster Bergis-tungsfall beschrieben wird, hervorgerusen durch den Genuß einer Sauce, zu der acht Tage aufbewahrtes Eiweiß verwendet wurde: die Erscheinungen waren ganz ähnlich denen, welche bei Wurst., Fleisch-und Fischvergiftungen auftreten. Jed«n-falls ist es nöthig, sich vor dem Gebrauch des Eiweiß stets davon zu überzeugen, ob es nicht trübe geworden ist. Steifheit der Beine ist eine häufig vorkommende Krankheit der Hühner, welch« von Kälte und Unmnlichkeit herrührt. Man sucht die Ursache der Krankheit zu beseitigen, indem man die Züße der Hühner öfter mit ungesalzener Butter einreibt. Kaffeesatz sollte stets gesammelt werden, da er sehr gut zum Kehren von Fußböden, Teppichen, Treppen u. s. w. benutzt werden kann. Auch zum Reinigen von Glasgesäßen lässt er sich verwenden. Ebenso ist er auch ein ausgezeichnetes Tungmittel für Blattpflanzen. Schutzmittel gegen dir Raupen de« Ringrlspinnrr« und Koldafter«. Auf Grund von Versuchen, welche di« Königliche Lehranstalt sür Obst- und Wein-bau in G«isenheim angestellt hat. tann unter den verschiedenen gegen diese Schäd-linge unseres Obstbaues empsohlenen Schutz-Mitteln das nachstehende al» ersolgreich empfohlen werden: Man legt uin de» Stamm in Brusthöhe einen lö Eentimeter breiten Streisen von geleimtem Packpapier, bindet denselben oben und unten mit Bind-faden fest und beftreicht ihn reichlich mit Raupenleim, llm ein Abfließen de» Leims bei Wärme zu verhindern biegt man den unteren Rand des Streifens in die Höhe. Den Leim ohne Unterlage auf den Stamm zu streichen, kann nur bei alten Obst-bäumen ohne Schaden geschehen, bei jün° geren Bäumen würde der mit Leim be-strichene Theil der Rinde ersticken und der Baum sehr leicht eingehen. Nachdem die Streisen so seft angelegt sind, dass die Raupe» nicht hindurchkriechen können, werden die Baume morgens in aller Frühe mit einer eisernen Stange, die mit Werg. Leinnx>nd, Holzwolle mehrsach umwickelt ist, erschüttert. In Folge dieser Erichüt teiung falle« die meisten Raupen zu Boden, um dann wieder hinaufzukriechcn Dieselben sammeln sich nun unter dem Klebegürtel und werden hier durch Zerdrücken oder durch Beträuseln mit Petroleum getödtet. Das Vernichten der Raupen ist nicht zu unterlassen, da dies« sich sonst in der Erde verpuppen könnten. Wird dieses überaus einfache Verfahren mehrere Tage wieder, holt, so kann man seine Bäume von der Plage befreien. Die Kosten des Vertil-gungsmittel» sind sehr gkling, da die Her-stellung eines KleberingeS im Durchschnitt nicht mehr als 4 bi» s Kreuzer erfordert. Farnkräuter müssen stets gleich-mäßig feucht gehalten werden, da sie einer-seit» viel Feuchtigkeit nöthig haben, anderer-seits in Heideerde kultiviert werde», die nur schwer Wasser wieder aufnimmt, wenn sie einmal völlig ausgetrocknet war. Spielkarten zu reinigen. Spiel-karten laffen sich leicht und schnell reini-gen, wenn kleine Flöckchen Watte mit Benzin befeuchtet werden und mit den-selben schnell über die Karle gefahren wird. Die Watte muss österS erneuert werden, sobald sie unsauber wird. Die Rückseite der Karte kann gründlich ge-reinigt werden, sie ist auch meist die unsauberere, aber die rechte Seite darf man nur vorsichtig reiben, da sonst die Farben der Bilder und Zeichen leiden. Es empfiehlt sich daher, möglichst außerhalb der Con-turen derselben hmimzureiben. Bereitung von Zwrtschgrnwein. Zu >50 Liter nimmt man i bis 5 Kito Zucker. Der Mucker wird durch Waffe« oder Zwetschgensast zu Sirupdicke aufgelöst und dann unter häufigem Abschäumen auf die Hälfte eingekocht, worauf man loo Gr. Gewürze (Nägelein, gestoßene Zimmt-blüten) hinzufügt. Tiefem noch heißen (aber nicht mehr siedenden Sirup gießt man zu den 160 Litern Zwetjchgenmost, d«n man durch Zerdrücken und Preffen aus di« übliche Art hergestellt und in's Fass verbracht hat. In möglichst warmem Local vergähren laffen (l<> bis 2o Grad Reaumur1) Nach der Gährung ablassen und gut verspunden. Die Zwetschgen müssen vor dem Zerdrücken entsteint wer den Zärtliche Bäter. Anna: .Mein Papa war 14 Tage in Karlsbad und hat der Mama «ine Mosaitbroch« mitgebracht, da steht daraus .Karlsbad." — Mariba „Und mein Papa war 8 Tage auf Helgoland und hat der Mama zwei Silb«rlöff«l mitgebracht, da steht daraus: „Bade-Hotel Helgoland." Gefchäft«frage. Fleischer (da« Fleisch abwiegend): „So, Fräulein Jette! Und was haben Sie sonst noch aus dem Herzen?" — Jette: „Noch zwei Psund Nierensett Folgende wohlverdiente Lection wurde jüngst einer reiche» Dame zulheil: Um ein loses Brett im Busset wieder be-festigen zu laffen. hatte die Frau Commer-zienrath einen biederen Tischlermeister be-stellt. Gerade will dieser sich an die Arbeit machen, da ruft die „Gnädig«" ins Zim m«r: „Marie! Nehmen Si« zuerst atte» Silberzeug heraus und «ragen Sie es ins Nebenzimmer!" Zuerst will der Meister ob diefes MisstrauenS auffahren, schnell aber b«finnt er sich, nestelt ganz ruhig Uhr und Kette los, gibt sie dem Lehrjungen und sagt ganz laut: „Da, Wilhelm! Trage man da» in die Werlstatt; hier im Hause scheint's nicht sicher zu sein!" Großer Hummer. Bei Gelegenheit der GeburtStagseier des Meinen Wilhelm waren auch zwei arme Knaben, die Kinder einer im Hause wohnenden Arbeil«rsrau. zu Tische grladen. Nachdem die Beiden den aufgetischten Speisen geraume Zeit wacker zugesprochen halten, brach plötzlich der Eine von ihnen, ein fünfjähriger Junge, in lautes Weine» aus. Auf die erstaunt« Frage, was ihm denn sehle, brachte er endlich unter großem Schluchze» hervor -„Ich weine, iveil ich nun nichts mehr effen kann, und doch noch so viele gute Sachen da sind!" Xringefallen. Ein Herr stolpert aus d«r Straße und stürzt durch das grobe Auslagefenster eines Bankgeschäftes in den Laden. Bankier: „So ist noch Keiner bei mir reingejaUen." 1896 D-utsch- Macht" 7 Michael Altziebler Thonwaren - Erzeuger in Cilli empfiehlt sein Lager aller Sorten Ton TllOllÖfeil 446-85 ' w billigsten Preisen. Bedienung prompt. Mm in Cilli, tillu,trüg, 2 Stock hoch mit Vorgarten nnil modernem Comsort, staubfreie Lag« steuerfrei, wird preiswürdig verkauft. Adresse in der Administration d. Blattes. 'Nebenverdienst 150—200 fl monatlich für Personen aller BerusSclasien, die sich mit dem verkaufe von gesetzlich gestatteten Losen besassen wollen Offerte an die Haupt -städtische Mchselstuben-Gesellscha't Adler * Comp. Bkdapest Gegründet 1874. l «ktflOflOflOSflOSOSOSOflOOfl«! BttO — Lebens-Versicherungs-Gesellschaft ii London. Filiale für Oesterreich: Wien, I., Giselastrasse I im Hause der Gesellschaft Filiale für Ungarn: Budapest, Franz iosofsplatz 5 u. 6 im Hanse der Gesellschaft Activa Jet Gesellschaft am 31. December 1894 Kronen 138,416.475.— Jahreseinnuhme an Prämien und Zinsen am 31. December 1894 ....... , Auszahlungen für Versicherungs- und Kenten-Verträge und für Rückkäufe etc. seit Bestehen der Gesellschaft (1848) ... Während des Jahres 1894 wurden von der Gesellschaft 9233 Polizzen über ein Capital von.......... ausgestellt. — Prospecte und Tarife, auf Grund welcher die Gesellschaft Polizzen ausstellt, sowie Antrags-Fortnulare wurden unentgeltlich ausgefolgt durch die (»«»ncral-AnsOiitMrtitlst in Lnibiicli, Trlt'slerMnmw » bei €>iili>gelklar pro hl. fl. 18, fl IO und I, It. INSSrr Auulrae fl 25. 360-a Tages-Geldwerthe. Tienstag, den 24 Juli 1896; Einheitliche Staatssch. in Noten fl. 101.70 „ „ „ Silber „ 101.75 Ocherr. Goldrente.....„ 123.sk» „ Kronen rente 4°/» • . „ 101.15 Ungarische Goldrente *•/, . . » 122 65 „ Kronenrente 4°/, . „ 99 55 Lest -ilng Vank Aktien ...» 9.77 Kreditaciicn . ......„ 968.75 ¥wbfit oista........ 119.70 Teutsche Reichs! anknolon sür 1«, Mail d. R.-W . . . 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B«r^»r'a «Bi- ll Akt 40< BoUtbMr m4 an*erwch«i let »i»1i w^wentlieli VO» «hilfvj TTi *•'»•»>»«» 6m lUxKtoU — Zai Verhfttuns fM Tia«ohuMr«0 • omui aMdrttoktitb Bors«*« TliWitHI 1*4 ans dt« hWir abf«dr«ekle ftchmamarke. ru hvtaloklf«S BmOcMm wfrt *e Bi^n# der Th«>er*rr«- mit hriolf Berger's med. Theer-Schwefelaeife U(t>>aMat. Air mtldar« ThNndA mur ««»m.ugiiD« aller l'nreinbclten de* Teint«, g*f«n ll.nt und Ko^tettMchJ%« ler Klarier, «ewi« ft.1 uiiet>*rtr«ffl|rh« er». m«t«ehi Wuoh' III1-1 BiuluaM «r fl«o Unlieben B*darf it»> - Berger's Glycerin-Theerseife, die (*tv«ertn ratttlt uod teto )>*rf«uairt kt PrtU per Stück jeder Sorte 35 kr. sammt Gebrauebsanweituag. V«'ft den uoriffti] B«rf«r'»obeD m«dloiii«ch-oo«mttUob«n Seifen wer lieiwn in*bc«on irrs bervonretiotx*«! zu werden: ItMO—»lf> ins V*r-N iooruiii; •- Tatnt«; Bonutselftr »?e^- L Wusmerio ; C*rbol>«tf* rar O iitnnc « und *'• d*<4jtAeftr«>i»d« Äeift». Bfryjr'l Ftchtenn*d«l-B& 01111 bei den Apothekern A. Mareck und K. 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Altar und Einfriedungsgitter und Gitterthore etc. Blitzableitungs-Anlagen, sowie Aus-j.rcbierungen alter Blitzableiter werden best, n« ausg-lünn. 381—« 51-7 Waschtisch und Thüren streicht man nur Schnell und gut mit „Weiber Glasur". Sie klebt nicht, ttocknet sofort, und dann Glänzt sie wte weibes Porzellan. Um 90 Heller tauft man sie In jeder großen Troguetie. VvrrKidlss In CUU bei Traa» « Stlger and Victor Wog*. 10 .Deutsche tvacht- 1896 llolcl „(iolileiKT Löwe" In Cilli. Heute, Sonntag, den 26. Juli 1896 CONCERT der städtischen Musikkapelle unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters ADOLF DIESSL. Anfang 8 Uhr. 683 Entree 25 kr. Seine höfliche Eiuladung macht Walland. Eine Wohnung im 2. Stock, 4 Zimmer. Dienstbotencubinet. Küche, Spei« etc., vom I. September an tu vergeben. Antufragen Hauptplatz Nr. 3 im Lederergewölbe. 651— 60 Hotelgold* Löwe, Cilli. IdV/Mr/t 1Pilsner an* rfctii »»«'ff/. Urauhanme h>»clif ine» Mrelirr- Itftrirn-Blrp. 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RZ., nachmittags 6 Uhr vom Hause, IZerrengalse lZr. 19 aus nach dem städtischen Friedhofe Hatt, woselbst die Vei-sehung in der Familiengruft erfolgt. Die heil. Seelenmessen werden Montag, den 27. d. 15).. um 8 Uhr früh in der Deutschen Kirche in Cilli und in der liirche St. Florian in Vochenegg gelesen. Eilli, am 24. Juli 1896. Jda Wokaun. geb. Slallner, Gattin. Bernhard wokaun. Alfred Wokaun. Rinder. Fanny langer, Marie Ssvrtirs v. Nemeth-Sagod, Anna Jpavic, Lmilie Hust. ?r. Gustav Woltaun, Grschwiker. 682