^ >18 Miilwoch den 2. Hktoöer 1878. !^Il. Jahrgaag Die Marburger Settung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Kreitag. Preis, - für Marburg ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. S0 kr: für Sustelluna _ins Haus monatlich 10 k. — mit Postversendnng: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 st. JnsertionSgebuhr S kr. pr. Zeile. VrrBiidaiig von Staatsgtbüadt» ?! Marburg, 1. Oktober. Der Finanzminister verpfändet bei der Sparkasse zu Wien das dortige Universiläts-gebäude, den dortigen Jnstizpalast u»'d das neue Parlamentsgebäude um neun Millionen, welche in drei Jahren zu gleichen Theilen aus-gc»ahlt werden. Der Abschluß dcü Geschäftes erfolgt mit dem Vorbehalte, dab der Reichsrath einwilligt. Eine Verpfändung wie diefe geht iiber die Ahnungen der traurigsten Schwarzseher weit hmau«! Die fraglichen Gebäude sind noch gar nicht vollendet. Welches Ansehen genießt ein Privattnann, d^r ein noch nicht ausgebautes Haus verpsändet und zu diesem Schritte sich demüthigt, um nur einen sehr geringen Betrag zu erlangen, welchen er zudem nicht auf ein-mal, sondern in Theilzahlungen empfängt? Und der Wirthschaftsstaat, aus Millionen Ein-zelner gebildet, deren jeder seinen wirthschast-lichen Rus wahren soll, muß der Staat diesein Gebote nicht um so mehr gehorchen? Was müssen wir denken und sühlen bei diesem Geldgeschäste, vor welchem uns olles bisherige Schuldenmachen und Steuerleisten nicht zu bewahren vermocht?! Was denken und silhlen wir angesichts der Grobmacht-Ztellung, die uns zu einem so kleinen Puiup gedrängt?! Wird der Neichsrath diesen Pump genehmigen ? Zum staatswirthschastlichen Jaulmer kommt noch der politische, dcib uns jede Gewihheit fehlt, die Vertretung werde Nein l sagen. Wo findet sich der Oesterreicher, der es unbedingt zu behaupten wagt: es wird nicht geschehen, daß die erste Hochfchule des Staates in einem verpfändeten Gebäude untergebracht wird — dab die Gerechtigkeit sich muß die Augen verbinden lafsen, wenn sie einzieht in die neuej Pflegstätte zu Wie» — daß der Neichsrath, welcher im Bewubtsein höchster Würde beschlossen, zur Versinnbildung seiner Bedeutung einen Palast um sieben Millionen Gulden auf Kosteil des Voltes zu erbaue»», in eii^eut verpfändeten Haufe tagen foll!--- Dem Neichsrathö ersteht in all' jenen Landen, die er oertritt, kein Eiveshelser, der mit voller Zustimntung seines Gewissens sich getraut, die Hand empor zu heben und zu schwören: er halte die Verpfändung dieser Slaatsgebäude fllr unmöglich! Franz Wiesthaler. Lalldkshilst grgro Wuchertk Virlhschasllichen Ruin. Der Landesausschnß von Galizien hat im Landtag eine Voiiage eingebracht, betreffend „die Hilfeleistung an die dllrch den Wucher ausgebeutete Bevölkerung und den Schutz der-felben vor wirthschaftlichem Nuin. Dein Berichte zu diefer Vorlage eiltnehmen wir Folgendes: „Alle bisher iilS Leben gerufenen Anstalten. der Bevölkerung billigen Kredit zu verschaffen, wie Gemeinde-D-'rlehenskassen, Be-zirks-Darlehenskassen und Vorschnizvercine, haben nicht vermocht, der Enteignung, welche in den letzten zehn Jahren geradezu erschreckliche Dimensionen angenolnmen hat, zu steuern. Die Landbevölkerung wird noch immer voi» gewissenlosen Gläubigern ausgebeutet, d.ren Darlehens-gefchäfte fehr erleichtert sind durch de;^ von ihnen gleichzeitig geführten L'»anil!wein-?lns-schank und durch den gänzlichen Mangel an Begriffen über Wechselpflicht und Wechselrecht bei delu geiueinen Volke. Dllrch Kapitalisirung der enorm hohen Zinsen, durch Ausstellung eines Wechsels über das Ganze, welches wiederum nur ein geringer Theil eines späteren Ganzen war, kaln es in zahlreichen Fällell dahin, dab wegen einer ursprünglich geringen Schuld der Bauer Haus und Hof verlor, indem seine Besitzung entweder der Feilbietung unterlag, oder vom Gläubiger selbst für einen Spottpreis an sich gebracht wurde. Oft geschah es, daß der neue Besitzer den früh^'rn zur Bewirthschastung seiner verlornen Habe zwang und so ein neues Hörigkeitsverhältniß schuf, welches unl so schlimmer, als es durch keinerlei Vorschristen begrenzt war und der Geld-Feudalismus kein Interesse daran hatte, seine Leibeigenen zu schonkli. Co ist es leider noch heute! Die Folgen davon stellen sich in sehr beredten Zisser,» dar. Enteignung nicht einzelner Bauernhöfe, fondern weiter Landstriche ist durchaus nicht gleichbedeutend mit Ves^tzwechsel; dieselbe ist weder vom wirlhschastlichen, noch auch vom sozialen und moralischen Standpunkte gleichgiltig anzusehen. Es sei Nllr erwähnt, dab Galizien, welches ehedeln so tüchtige Soldaten stellte, jetzt die größte Ziffer von Dienstuntallg-lichen auszuweisen hat, nämlich 849 von 1000 — ein untrüglicher Belvcis phl)sischer Degeneration. Ein ebenso trallriges Zeugniß liefern die statistischen Daten über Trauungen, Ge-burts- und Todesfälle, vou denen erstere in fortmährender Abnahme, letztere iil Zunahtne begriffen sind. Geradezu erschreckend ist der Zuwachs in dölt Zifferil der krilltinalistischen Sta« tistik und der Selbstniorde unter dem Landvolke. Hier einige Ziffern über die fortschreitende Enteigiulng. Jul Jahre: 1367 wareu in 130 Orlen ll'.-l Feilbietungen 187 409 033 730 885 S71 . 614 „ 1020 „ 1320 » 1443 1866 1869 1874 1875 1870 1377 „ „ 1209 „ 2139 Ultter den in letzter Zeit getroffenen Ab» l)ilfe'Maßregeln steheil obenail die inr vorigen Jahre geschaffenen Gefeite gejjklr den Wucher ulld gegen die Trunkenheit. Beide sind erst zu Aenirceton. Ei» polnischer Fürst. Von C. Etlar. (Fortsetzung.) Es dallerte nicht lange, fo drangen die Hunde in den lichten Platz ein, wo die Zi^ geuner ihr Lager aufgeschlagen. Da sie das Blut ihres Kaineraden wittertell, stießen sie ein dnrchdringendes Klagegeheul aus, wagten es aber doch nicht, sich den Bränden der Zigeuner zu nähern, Drei bewaffnete Reiter folgten ihnen; jeder hatte eine Hundepeitsche über die Schulter gebunden. „O weh uns, weh nns!' jainmerte Garre; „die haben schärfere Zähne als die Hunde." Der Voruehlnste der Herren sprang vorn Pferde und trat an's Feuer. Sille hatte zwar den Hund bedeckt, hatte aber nicht an das Fell gedacht, das ausgespreizt an einem Zweige am Feuer hing. Da der Reiter es erblickte, stieß er einen Schrei der Wuth aus. Die Zigeuner verstanden nicht die fremde Zunge, in der er redete; er aber wußte sich auch ohne Worte verständlich ju machen. Blitzschnell cr- griff er eine Pistole, die iln Halster des Sattels stak, und feuerte sie auf die Schaar ab. Da der Schuß nicht traf, zog der Herr eine kleiire, silberne Pfeife hervor und blies hinein. Mehrere bewaffnete Diener eilten herbei: wenige Augenblicke und sie hatten die Zigeuuer gefesselt uild an den Schweis ihrer Pferde gebunden. Sille saß niedergekanert im Schnee hinter einem Busche. Niemand hatte sie bemerkt; da sie nun aber sah, wie es den übrigen erging, trat sie freiwillig hervor, um das Loos ihrer Gefährten zu theilen. Nnn ging's in fcharfem Trabe über den Schnee und die gefrorene Erde dahin. Da der Weg, der durch dos Holz führte, so schmal mar, zer-rißen die Dornen und die überhangenden Zweige der Bäunle die leichten, elenden Kleider der Zigeuner; imlner waren ihnen die Hunde aus der Ferse; die armen Gefangenen rannten hinter den Pserden her, so schnell sie es vermochten; stürzten sie zu Boden oder kamen sie nicht hurtig genug vorwärts, so trieben sie die Herren.mit ihren Peitschen an; das half; Garre, der neben Sille lief, war sehr be-külnlnert und weinte. „Ach, Mutter, Mutter!" fliisterle er iu der Sprache seines Stammes, „was wird doch aus uns werden? l Heule Abend geh' ich hinterher; lnorgen werd' ich wohl all den Andern vorangehen tnüssen." „Nnr getrost, mein Junge!" erinunterte Sille; „Mulh, Muth! 's ist noch nicht aller Tage Abend." Als sie endlich den Hos erreichten, war es schon dunkler Abend. Die Zigeuner wurden in einen Keller getrieben: der Schließer ver» riegelte die Thür und verließ sie mit einer Drohung u>td einer Miene, die nichts Gutes vom nächsten Tage erwarten ließ. Jni Keller war es feucht und kalt. Als der Mond allf-ging, drang sein matier Schein durch ?in eisernes Gitter in der Maner hinein. Die Wände zeigten sich grün von der Feuchtigkeit; in großen Tropfen fiel das Wasser von der Decke herab. Garre, der sich die Bande von den Händen gestreist, löste der Alten die ihren. AllS einem Haufen saulen Strohes und einem zerbrochenen Tisch, der in der Ecke lag. bereitete sie sich ein dürftiges Lager. Da faß sie nun aufrecht iln Stroh, starrte schweigend vor sich hin, ind.m sie die einzelnen Halme durch die Finger gleiten ließ, und schien eifrig über Etwas nachzugrübeln; doch fprach sie nicht zu den Andern. Der Zigeunerknabe ging inr Keller auf ulld ab, rang verzweifellld die Hände und netzte sich, vor Durst lechzend, die kurze Zeit in Wirksamkeit, als daß beurtheilt werden konnte, inwiefern dieselben den gehegten Erwartungen entsprochen haben. Und doch läßt sich ihre segensreiche Wirkung schon versptiren. Jmnler zahlreicher sind die Fälle, wo die durch die Strenge des Gesetzes eingeschüchterten Wucherer ihre Kapitalien dem Wuchergeschäste voll-stättdig entziehen und andern Unternehmungen zuwenden. Es ist zwar zu bedauern, daß dieselben dem Kreditgebiete entzogen werden, aber stark gelindert wird dieses Bedauern dadurch, daß die damit betriebenen Operationen der arbeitenden Klaffe nur zum Unheil gereichten. Die Strenge des neuen Wuchergesetzes hat ga:ne Hausen von gewiffenlosen Wucherern ge-lrosfen, und diese Fälle haben heilsam gewirkt in zlveisacher Richtung: durch Annnlirung zahl« reicher Geschäfte wegen ihres betrllgerischen Charakters sind viele Opfer den Wucherhäilden entwunden worden, und dies ermuthigte andere Opfer, unter den Fittigen des Gesetzes Schutz zu suchen. Jetzt eben, wo, wie gesagt, zahlreiche Kapitalien sich dem Kreditgebiete entziehen, scheint der Augenblick gekommen zu sein, eine neue Quelle gesunden und fruchtbringenden Kredits zu eröffnen. Der Landes AuSfchub hat sich veranlaßt geflihlt, aus eigener Initiative dafi'ir zu forgeil. Er schlägt jedoch nicht vor, eine besondere Anstalt dafilr zu errichten, sondern sich aus Vermittlllng derjenigen Anstalten zu beschränken, welche durch ihr längeres Bestehen ihre Lebenskraft bewiesen und zur Erfüllung jener Ausgabe sich als berufen gezeigt haben. Die Vorschubvereine und Bezirks-Darlehens-kassen sind in foUwährender Entwicklung begriffen, besitzen jedoch nicht Kapitalien in hinreichendem Mas^e, um der großen Anforderung GeiMge zu leisten. Der Landes-Ausschuß will nicht in ein unmittelbares Verhältniß zu jenen Vereineil und Kassen treten, sondern die Bezirksvertretungen mit der Ausgabe betrauen, die aus dem vorgeschlagenen Laildes-Anlehen von nominell fünf Millio'.'.en Gulden gewon-nenen Gelder ihrein Zwecks durch Vermittlung jener Anstalten zuzufichren. Auf diese Weise glaubt der LandeöallSschuß nicht nur den Schwierigkeiteil einer zentralen Kreditanstalt auszuweichen, sondern auch die Garantie dafür zu ellangen, daß die in Form von Darlehen tiergegebcnen Fonds zweckmäßige Verwendung finden." Ausjer der Vorlage ilber das LandeS-An-lehen unterbreitet der Landes-Altsschuß dem Landtag folgende Resolution: „Die hohe Negiernlig wird aufgefordert, dahin zil wirken, daß in den Schuldverschrei' düngen des sür Befreiuirg des Volkes aus Wucherhünden zu kontrahirenden Landes-An-lehens Kapitalien derjenigen Anstalten, welche brennenden Lippen mit den Tropfen, die an den Steinen hingen. Am andern Morgen verküildeten der Lärm und das laute Rufen draußen, daß der Tag angebrochen. Lange noch herrschte tiefes Dunkel in dem Keller, der die Zigeuner barg; das Luftloch an der Decke war fo winzig klein; erst niehrere Stnnden später drang das zunehmende Tageslicht hinein. Auch rvar Alles drinnen öde unv stille; Nie»nand sprach ; finster, in sich gekehrt saßen Alle da und starrten nach dem kleinen Sonnenstrahl hinauf, der über die grauen Feldsteine der Waitd hinabfiel. Eille hatte roch nicht ihr Lager verlassen ; zusammengekauert saß sie mitten im Stroh und grübelte, wie es schien, noch immer über Etwas nach. Vor Kurzem sehnte sie sich so heiß, so innig nach Polen. Nun war sie da. Gegen Mittag ward die Thür aufgeriegelt; der Voigt trat herein, gab ihnen ein Zeichen, ihm zu folgen und führte sie in einen großen Saal. Hier schien die Sonne freundlich durch die hohen Fenster hinein; ein mächtiges Feuer brannte im Kamin; ein kostbarer Teppich lag über die Diele gebreitet und am Tlfche inmitten des Saales faß der Herr mit dem schwarzen Bart, der gestern die Ändern ange» jühn hatte. Jnnerl)alb der Thür aber standen Pier Diener, die seines Winkes und feiner Be- öfsentlicher Oberaussicht unterliegen, sowie Pu« pillargelder, Depositengelder und Dienst-Kautionen angelegt werden können." Zur Geschichte des Tages. Das Ministerium Auersperg hat bekannt« lich eine Kommission zur Erzielung von Erspar niffen im Voranschlag eingesetzt. Diese Kommission schließt nun ihre Arbeiten mit dem Antrage, in der Verwaltung eine Venninderung der Ausgaben bis zur Höhe von zwei Millionen eintreten zu lassen. Wie viele Millionen werden wir bei ver Verwaltung Bosniens und der Herzegowina zusetzen? Die Verhandlungen über die Rückbe-rusung eiiles Theiles unserer Truppen aus Bosnien,Herzegowina sind noch nicht beendet. Ein solcher Beschluß dürste vor Allem die Reservenlänner betreffen, die zuerst einbe-rusen worden. Da unter diesen auch die Steier-märker sich befinden und der Kaiser ein bezügliche» Versprechen schcn gegeben, so hoffen und harren wir. Unsere Truppen dürsten Heuer wohl vor der Gebirgs- und Felsenwildnid NaS-cien Halt machen. Der Besetzung Bosniens und der Herzegowina soll einstweilen die ^Säuberung" und die Einsührung der bürgerlichen Verwaltung folgen — zwei Aufgaben, die während der kalten Jahreszeit Arbeit vollauf bedingen. Vermischte Aachrichten. tüA n aer^-^th inMarokko.) Der „Pariser^igaro" veröffentlicht ein Schreiben des ftanzösischen Konsuls zu Mogador, welcher über die Hungersnoth in Marokko unter Anderem solgendes berichtet: „Ich danke Dir, lieber Freund, sllr das mir gesandte Geld. Es wird leitragen, meine abgemagerte kleine Familie zu ernähren. Du kannst Dir keine Vorstellung von den hiesigen trostlosen Verhältnissen machen. 30—40 Personen sterben täglich vor Hunger. Die Blatteri» nehmen etwa» ab, aber wir sind mit der Qllarantäne bedroht, weil in Fez einige Fäll« von Typhus bemerkt worden sind. Dank sür die Hemden, aber ich kann sie augenblicklich nicht vertheilen, weil man diese sofort verkaufen würde, um zu essen, da die Frauel» und Kinder hier nicht zählen. Deßhalb gebe ich auch den kleinen magern Kindern selbst zu essen, lasse sie vor meinen Augen essen und verweigere die Nahrung Denen, welche fie mitnehmen wollet». Ich habe deren jeden Tag um 12 Uhr nngesähr 15. An jedem Freitag vertheile ich 100 kleine Brote an ungesähr 100 sehle zu harren schienen. Als die Zigeuner hereingetreten, richtete er einige F.agen an sie in derselben fremden Sprache, die er Abends zuvor gtfprochen. Da sie nichts darans zu er-widern wußtell, warfen sie sich delnüthig vor ihln auf die Knie und flehten mit gefallenen Händen und jammervollen Geberden utn Barmherzigkeit und Gnade. Lille hielt sich am wertesten entfernt; sie allein blieb stehen. Von nun an bediente sich der Herr der deutschen Sprache; die verstanden fie. Mit gebietender Miene und doilnernder Stimme hieß er sie. Eins nach dem Andern, an den Tisch treten, und hielt dann ein Verhör über sie, das nur gar kurz dauerte. ^Du hast Dich", sprach der Edelmann, „in meinen Wald geschlichen, hast meinen Hund erschlagen." »Ja, gnädigster Herr", entgegnete der Erste; .ich war es sreilich nicht, der . . „Nun", unterbrach ihn Jener, „Du warst aber doch mit den Andern einverstanden. Das ist hinreichend. Führt ihn ab!" Deln Nächsten erging es ebenso. „F>?rt mit ihm!" herrschte der Edelmann und nickte. So oft dies geschah, trat einer der Diener hervor und zog den Zigeuner aus dem Saal. Der Dritte sagte Nein! zu Allem, was man ihn fragte und gab Garre als den an, der Arme, von denen Einige mit Blattern bedeckt find. Sie stießen sich und kämpften, um mir das Brot zu entreißen. Ich verlangte zuerst Soldaten, aber diese versetzten ihnen Stockschläge. Diese Elenden heulten, weinten und schlugen sich untereinander. Man konnte nicht mit ihnen fertig werden. Ich stellte sie danil in einer engen Straße auf, deren Ausgang bewacht wurde und aus der man sie nur einzelt» herausließ. Es gibt nichts Trostloseres, als so viele Unglückliche sterben zu sehen, ohne ihnen Brot kausen zu können. Zuweilen kommen ganz schreckliche Dinge vor. Gestern schlug man einen kleinen Jungen von vier Jahren nieder und begrub ihn dann. Der arme Kleine war aber nicht todt. Er wllhlte sich heraus und flüchtete sich zu mir. Man glaubt, daß man da» arme Wesen nur schlug und begrub, um es in der Nacht auszuscharren und zu verspeisen." (Ackerbau. Lage de» Bodens nach der Himmelsgegend.) Professt;r Wollny zu München ist nach Villen Versuchen über den Einfluß der Bodenlage nach der Himmelsgegend ans die Fruchtbarkeit, namentlich auf die Erwärmung des Boden» zu folgenden Schlüssen gekommen; 1. Bei verschiedener Lage de» Bodens gegen die Himmelsrichtung sind die südttchen Seiten, Süd, Südwest und Südost, die wärmsten, dann folgt die Ost- und West-, hierauf die Nordost- utld Nordwestabdachung; die niedrigste Temperatur zeigt die Nordlage. 2. Der Temperaturunterschied zwischen den vorbezeichneten einzelnen Bodenlagen ist um so größer, je größer die Ausdehnung der Gehänge ist. 3. Die Temperaturschwa^kungen sind im Allgemeinen in den südlichen Lage,» am größten und werden um so geringer, je »r.ehr die geneigte Bodenfläche eine yördliche Lage hat. 4. Das Maximuln der Temperatur zeigt i»n Laufe der Jahreszeiten eine ziemlich regel-inäßig wiederkehrende Wandernng in den südlichen Lagen. In den Wintermonaten (No' ve»nber t^is April) fällt da» Maximum aus Südwest, i»n Sommer (Mai bis August) auf Slidost, i»n Herbst auf Süd, wonächst es auf Lüdwest zurückgeht. b. Auf einer in Beetkultur behandelten Fläche ist die Richtung der Beete von N. nach S. wegen gleichmäßigerer Erwärmung de» Ackerlandes für die Vegetation vortheilhafler als von O. nach W. 6. Bei einer Bearbeitung des Ackerlai'.de» in Beeten von N. nach S. und von O. »»ach W., so wie in ebener Fläche ist die Südseite der von O. nach W. verlause»rden Beete am wärmsten, daraus folgt die ebene Fläche und an dritter Stelle die West- wie die Ostab- der Hund getödtet. Das milderte indessen nicht sein Loos: — mitgesangen, mitgehangen! — aberznals nickte der Richter und — der Zi-geuner war verurtheilt. Nun ward die Reihe an Garre. Er trat ai» den Tisch; sein Verhör dauerte noch kürzer, als da» der Andern. Der Knabe zitterte vor Angst und Schrecken, al» man ihn aus dein Saale führte. „Ach, Mutter, Mutter t" flüsterte er zu Sille gewandt, „o helst »nir doch! Nun wird es um mein junges Leben geschehen sein!" „Hat noch teii»e Noth, mein Jrulge!" sprach Sille. Warst de»n Galgen einst naher, als Dn's heute bist." Nach diesen Worten trat sie an den Tisch. Sie wartete nicht, bis sie aufgefordert wurde; auch war ihre Miene nicht so verzagt, noch delnüthig, wie die der Alldern. Sille strich fich das zerzauste Haar, an dem noch das Stroh de» Kellers hing, aus dem Gesicht, sah den Nichter dreist u»rd unverwandt an und sprach: „Halten zu Gnaden, gestrenger Herrl Lebt hier nicht im Schlosse ein großer Mann, älter als Ihr, barsch und ernst wie Ihr. mit einer Narbe, brennendroth, aus der eingefallenen Wange?" „Was kümmert das Euch?" fprach der Herr. „Nun, nnn I- slchr Sille mnthig sort. dachung der von N. nach S. gerichteten Beete, während die Nordseite der Beete von O. nach W. die niedrigste Temperatur ausweist. 7. Im Vergleiche zu einem in Beete niedergelegten AÄerlande zeigt da» eben de-arbeitete sowohl eine gleichmütigere wie eine . durchschnittlich höhere Erwärmung. Mit Rücksicht auf den Einfluß der Boden wärme bietet deßhalb die Ebenkullur größere Vortheile als die Veetkultur. (Bosnien-Herzegowina. Die OekonomLe der Militär-Verwaltung.) Der „Deutschen Zeitung" wird aus Brod ge. schrieben: ^Für deu Fleischbedarf eines Theiles der Okkupations-Armee werden beim Verpflegs-Magazin der 7. Truppen-Division täglich 80 bis 100 Ochsen geschlagen, sür die Häute finden sich jedoch keine Nehmer. Oesierreichijche Käuser trauen sich nicht aus bosnische» Gebiet und mit den feindlich gesinnten Bosniaken ist nichtT anzufangen, lo zwar, daß die abfallenden Häute in die Erde vergraben werden müssen. Und doch bedarf e» nur der Trockenhütte oder Salz von der geringsten Qualität, um die Häute zu konserviren und für spätere Ver-werthung zu sichern. An diesem mangelt es jedoch gänzlich und die Verpflegü-Truppen haben keine Zeit, um das Häute-Konserviren z»» betreiben. Rechnet man 100 Häute täglich durch 60 Tage und per Haut den nur geringen Werth von 10 fl., so sind 60.000 fl. wegen Außerachtlafsuug von Vorkehrungen seitens der Militär-Verwaltung durch deren Organe nolons volons verschleudert worden. Hoffentlich wird einer sernern derartigen Wirth-jchast von der Milttär-Verwaltung vorgebeugt werden. Es ist nicht anzunehmen, daß bei den andern Verpflegs-Magazinen die Mute ver-werthet werden." ZUarburger Kerichte. (Fischereder'« Begräbnib. Der Leichnatn des Maschinsührcrs Herrn Adolf Fischereder, welcher in getreuer Erfüllung seiner Dienstpflicht einen frühen schrecklichen Tod gesunden, ist gestern mit dem Abendzuge hieher gebracht worden und findet heuts Nachmittag 5 Uhr die Beerdigung desselben unter Mitwirkung der Südbahn-Liedertafcl und der SNdbahn-Musikkapelle statt. Die Beamten der Sadbahn-WerkstäUen, sämmtliche Kollegen und Arbeiter erweisen dem Verblichenen die letzte Ehre. Der Zug geht vom Kärntner-Bahnhofe aus nach dem Friedhof in St. Magdalena. Herr Fischereder stand ln» 27. Lebensjahre und hinterläßt seine Galtin und vier Kinder, von welchen das jüngste noch nicht geboren ist. (A u sh i l f s ka s s e' V e r e i n.) Die Aushilsskasse in Marburg hat bis Ende Sep- ,^Nur nicht so böse l Antworten kostet doch kein (Seld! Wer weiß, wer weih; vielleicht berührt Euch meine Frage näher, als Ihr'» ver-muthet." ^Der Mann, von dem Ihr sprecht, ist todt", sagte der Hcrr. „Jh nein, das wäre!" entgegnete Sille gleichgültig; ist er wirklich todt! Ja, ja, den Weg müssen wir ja AUe. Mit Verlaub zu fragen: Lebt denn nicht die gnädige Frau hier iin Schlosse? Ehe Ihr mich den Schurken da überliefert, um mir ein Leid's anzuthun, möcht' ich ihr wohl ein paar Worte sagen, die ihr mehr werlh sein werden, als alles (Sold der Welt!- »Erzählt mir nur, was Ihr zu sagen habt", sprach der Herr. »Ja, falls Ihr die Gnäo'ge Frau wäret", antwortete Sille kalt, und sah zum Fenster hinaus. (Schluß folgt.) iember l. I. an Einlagen und riickbezahlien Darlehen 265.958 fl. 65 kr. eingenommen, da» gegen an Behebungen und Darlehen 264.944 fl. 92 kr. verausgabt. Einlagen werden mit 6 Perz. verzinst. (Durch übernachtende Wallfahrer.) Am 22. September halb 6 Uhr Morgens entstaitd bei dem Grundbesitzer Franz Pototschnik in Ober-Heudorf ein Brand und wurden Stall und Tenne sammt allem Vor-rath an Futter eingeäschert. Der Schaden beträgt 940 fl., die Versicherung 400 fl. Dieses Feuer soll durch Wallfahrer entstanden sein, welche dort übernachtet. (Dienstknecht und Verbrecher.) Vor Kurzem war zu Et. Georgen in W. B. der Knecht Franz D. aus dem Dienste des Grundbesitzers N. Sorjan entwichen. Gleichzeitig wurde entdeckt, daß dem Sohne des Dienst-geberö aus versperrten: Behältnib Kleider und Wäsche im Werths von 40 fl. gestohlen worden. Der Verdacht sällt auf den Knecht, dessen Aufenthalt zur Stunde noch unbekannt ist. (Für bedürftige Reservisten-familien.) Der Musikverein in Pettau hat der dortigen Bezirkshauptmannschaft 37 fl. für bedürftige Reservistenfamilien übergeben. (Marburg er Volkssest.) Dieses Fest, zweimal bereits verschoben, fand am Sonntag bei heiterem, aber herbstlich kühlem Wetter statt. Der Besuch hätte zahlreicher sein können. Der Männer-Gesangverein, die Südbahn Liedertasel und die Kapelle der Südbahn-Werkstätten ftihrten den gesanglich-musikalischen Theil des Feste« mit Beifall aus. Das Feuerwerk des Herrn Bernreiter war eine gediegene Leistung und kargten auch die Zuschauer mit dem verdienten Lobe nicht. Da Volksfeste im Freien, welche tief in die Nacht hinein dauern, des Feuerwerks nicht wohl entbehren können, so darf sich Marburg zu diesem Meister seines Faches Glück wünschen. Der Abend schloß mit einem Tanz im Saale des Gartenhauses. (Wand erversan» mlun g.) Wäh« rend der landwirthschastlichen Ausstellung in Cilli wird daselbst eine Wandetversammlung steiermärkischer Landwirthe stattfinden. (E v a n g. Gemeinde.) Der evangelische Religionsunterricht wird regelmäßig an jedem Mittwoch und Samslag Nachmittag von 2—4 Uhr im eigenen Schullokate des Pfarrhauses ertheilt. Jene Eltern, deren Kinder bisher noch nicht an diesem Unterrichte theilge-nommen^ werden ersucht, behufs Einschreibung im Psarrhause zu erscheinen. Theater. Der regnerische Sommer ist vorüber, der Herbst nahet seinem Ende. Die Sommerfrischler haben den Landaufenthalt theilweise verlassen. Es klärt sich der umwölkte politische Horizont, der Kanonendonner und das Geknatter der Büchsen scheiilen zu verstummen und die uns durch Bosnien verursachte Aufregung zu erlöschen. Die Kriegsneuigkeiten werden bald aufhören. Heim kehrt der Pariser Aussteller und Besucher, sucht seine Familie, seine Verwandten, se ne Stube auf. — Nun tritt die Ent« geltung sür die obgenannten Miihjeligkeiten und Unzukömmlichkeit, namentlich für das bosnische Schauspiel der letzten Monate an uns heran. Die Maiburger wissen bald Hilfe, sie haben ein Theoter-Kcnllte, welches stets um den geistigen Fortschritt bedacht mar. Der Thaliatemptl ist geöffnet und wurde die artistische Leitung dem tüchtigen umsichtsvollen, vom Stadttheater ans Wien aus bestberühmten Schauspieler Herrn T h. Voll mann als Direktor übertragen. Die Entgeltung ist im Gang und schon Samstag den 23. Septenlber wurde dem Publikum in dem Entree-Llistspiel „Eine kranke Familie" von G. Moser und W. Drosi (ahn. lich dem „Kranken Mann" von Molivre) ein genußreicher Abend verschafft. — Wir wollen uu» hier in keine personelle Kritik einlassen, da wir nur zu gut wissen, daß die Gesellschaft noch nicht vollzählig ist, dessen ungeachtet klappte die Vorstellung gut, natürlich trug Herr Boll-maun durch seine vorzügliche Leistung als Kauf- mann Wendel das Beste bei, doch hatten wir auch die Gelegenheit, unter den mitwirkenden Herren und Damen ganz routirnirte Kräfte kennen zu lerueu, deren Spiel zu kritisiren wir uns vorbehalten. Sonntag den 29. Sept. als zweite Vorstellung „Die Vorstadt-Prinzessin", eine Posse mit Gesang in 4 Bildern von L. Kren und C. Wolf. Auch hierin wollen wir uns vorläufig nicht ins Detail einlassen, um den einzelnen Darstellern Zeit zu lassen, sich an unser Publikum zu gewöhnen. Es hat auch das etwas sür sich! — Doch sind die Herren Högler als vollendeter und Brakl jugendlich routinirter Komiker mit feurigem und kraftvollem Spiel zu erwähnen. Herr Dr. Pohl war recht brav, zeigte Anffassung und Verständniß seiner Nolle: trotzdem nicht lange auf den Brettern, steht diefem Herrn eii'e bedeutende Zukunft bevor. Unter den Damen ist Frl. Mennle als routi« nirte Schauspielerin zu nennen» Frl. Albrecht spielte wacker, Frl. Uberti war recht liet) und naiv und Frl. Großmann vollkommen am Platze. Die andern Herren nnd Damen haben die Posse recht gut unterstützt, so daß dieselbe als eine recht gut gelungene genannt werden kann. ?. zi. (F. Eingefaztzdt. VV. Die meteorologische Beobachtungsstation Marburg hat «ach zweieinhalbjährigem Besiehen ihre Thätigkeit eingestellt. Das Jahresmittel der Temperatur pro lS7« ergab sich mit 9 0- C; das des Lust-druckes 7363""". Das Maximum der Tem» peratur trat am 6. August ein und betrug 29 8° C; das Mininlum am 9. Jänner t876 mit — 19 2". Die Temperaturschwankung be« trug demnach im Jahre 1876 49°. In dem. selben Jahre zeigte sich die abnorme Erscheinung, daß das Monatsmittel der Temperatur im Monate April gegenüber jenem dcs Monats Mai, wilcher uus, wie bekannt, noch am 19. nnd 20. Spätfröste brachte, etn höheres ist, indem ersteres 117» C, letzteres hingegen nur 111° C l.>etrug. Von Interesse ist der Vergleich des Verlaufes der Tunperaturkucven des Monats Jänner in den beiden Jahren 1876 und 1877. Der Monat Jänner des letzteren Jahres zeich» nete sich durch abnorme Wärme aus, welche Erscheiunng sich allerdings durch den darauf-folgenden Nachwiiiter rächte. Während diefes MonatSmittkl inl Jalire 1376 — 5 6° C be-trng, war es im darauffolgenden Jahre 3 0°, woraus sich die Differenz mit 8 6«'' C ergibt. Die Beobachtung d.r atmosphärischen Nie^'er-schläge im Jahre 1677 ergab sich in der Höhe von 729 1""", wovon das Moxnnum auf den Monat September mit 150 6"»'", das Minimum auf den Monat Juni mit 23'4""" fällt Jnl Ganzen waren 106 Tage mit Niederschlägen zu verzeichnen, davon waren 23 Schneetage. Die glößte Menge Schnee weist dcr Mona! März mit 43-60""" auf. Die mittlere Niederschlagshöhe eines Tages ergab sich mit Die Auflösung der meteorologisch.« Beob« achtuligsstation hier wurde durch die Domizil' Veränderung des bisherigen Beobachters Herrn Heinrich Kallmainr bedingt nitd wird es der Initiative der k. k. Centralanstalt für Meteorologie oder dem l aturwissenschastlichen Vereine für Steiermark überlassen bleiben, sür die Fortsetzung der nl teorologischen Beobachtungen eine geeignete Persönlichkeit zu gewannen, war e» doch schon im Jahre 1836 der Wuusch unseres berühmten heimischen Gelehrten Dr. Unger, in Marburg eins meteorologische Beobachlungs-station erlichtet zu sehen. Dainals inuhte der« selbe, wie er selbst mUtheilt, die traurige Wahr^ nehinung tnachen, daß in ganz Marburg kein brauchbarer Barometer zu finden tvar. Heute mangelt es nicht mchr an letzteren, und Mar-bürg hat gewtß Persöi'lichktiten aufzuweisen, welche gerne bereit wären, der Wissenschaft eit^ Opfer zu bringen. Letzte ^ost. Der ungarische Finanzmlnifter hat im «großen Mlnifterrath die genaue Feststellung der räumlichen Ausdehnung und Dauer der Besetzung verlangt. DaS ungarische Ministerium, welche» diesier Forderung beigestimmt, erklärt seiuen Riicktritt. In militärischen Kreisen WienS ist man der Anstedt, daß die Operationen gegen Novi Bazar sofort beginnen sollen. Unsere Truppen haben in Zwornik un' geheure Vorräthe an Munition und Waffen, darunter vierundvierzig Geschütze vorgefunden. Die Kriegsentschädigung der Türkei an Rubland beträgt 300 Millionen Rnbel._ vlg (Zssfsrtixtso, vom tiLtstsQ Lotimörziö ßsöbsuKt, xsdsQ im eixovoQ unä im ikrsr Vsrvav6tsn uuä Lolcanntsn llio koelist trauriges IlsAetirielit. voa 6öm sedmsr^liolistoa Vsi-Iusts idres unvsrgssslieksn illvizsstxslivd-tev Lokvss, rvsx. öruäsrs, 6es Ilsrrn KiiM ^eiellililei'. /c. /m 57. ^olol^sr am 22. Loptemdsr >väkrsllä äss Os» fselltes il» ^svlcovio dei Lsra^svo im 38. I^s-dsaZ^skrs ctsn Usläsvtoü xestordon, uvä äort — toru voQ ssiuor idm stets so lisl) ß^evvess-llSQ llöimat uuä ssiasn ^vxetiöriNen -- 2ur Lräo bestattet vuräs. Das tieiUxs loäteliamt vvirti Dounerstax äöll 3. Oktober um 10 Dbr in äsr kiesixsa Oomkiroke xelsssn »sräev. Il'rivcis seillsr ^»obe! I^lttrburg am 1. Otctober 1873. tc. k. pevs. Lo2ir!c8xsriebts>öeAmter, »Is Vater. Köb HVvnvcklkter, _als 8ob>vsstsr. jNIZ I l)is (Zeferti^ten geboo im tietstsu Lebmer^s allen VervalläteQ unä öekauuten äie 'I'rauer-ltuutle von livm iiltit^Iiebvu Ableben ibres jnuiß^itxeUsbtell Vattev, Vaters uvä Lebwiejser-loknes, äes Uerrn k'isellel'Hiloi', I«oirowot1vküdrsrs, veloltsr im 27. I^ebens^abro am 26. Leiitomber Zi'ri^b bei I^rävali vorunxlilcltts. Das I^eillbevbsß^änßniss 6os tbeusreu, uns viel ?u friib Entrissenen tinciet ^littwoob cleu 2. ()lctvl>sr um 5 t.sbr Xacbmlttax vom Kärnt-llsrballnbose aus statt. Die beil. Leelenmessv ^virc! Donnerstag clvu 3. Oktober um 7 l^br li'riib in äor I^Iatxäalena-?karrkiroko j5elessn. Ailarburß^ am 1. Oktober 1378. Hlariv ri»el»ere6er geb. Viot«, als ltattin. INorlr, Vtto unä Di ivärlel» Dl«cUervUvr, als Kintler. /^nion Viei?., als Sobvisß^srvatsr. II. ststvrm. I,atcl>su»uttitt»ruvss»» uvä Lssräixunsa-^vslaN HeschSsts vis lür äie üablreiclio ebrenäs Lexleitun^ I)si äsm I^oieltenboxäntzs-Visse (lerselbeu, ^Ileu den tiot'Aesülilten Dank aus. l1l)8 vis trk^uerQä Lillterbliebeveo. Vavksaxuvx. k'tlr äie vielen Beweise lierülivber ^beil» nabme wälirenä 6er I^ranklieit, sovie kür äas iiberaus rablreielie Oeleite 2ur letzten Nube-vtätte ller nunmebr in Oott rulienäen I>'rau IVRar'la kpreelien allen Illeben äeu wärmsten, tiekxe-iübltesten Dauk aus üiv trkuvrnä Rivterdliedevev, Marburgs am 30. September l373. (Ilv7^ Gtschüjks-Empsthlulig. Ich zeige hiemlt dem geehrten Publikum ergebtnsi an, daß ich daS Seilcrgeschäft des Herrn Josef Jenko käuflich an mich gebracht und auch bereits eröffnet habe. ES wird mein eifriges Streben sein, den guten Ruf, welchen dieses seit vielen Jahrzehnten schon bestehende Geschäft sich erworben, durch gediegene Arbeit, billigen Preis und prompte Bedienung fortzu» erhalten. Meine Seilerwaarea, auS ungarischem und italienischem Hanf bester Qualität verfertigt, sollen allen Wünschm deS geehrten Publikums entsprechen. (1113 Anton Löscher, Marburg. Seiler, untere Herrengasse. WZt» Eint in günstiger Weinlage, mittelgroß, wird zu kaufen gesucht. Ges. Offerten an die Ezpeiiition ditfer Zeitung. (1106 Das gut gebaute Haus Nr. 106 alt in dcr Weinbaugassc mit einem Vor- und Hofgarten, btstehend aus 4 Zimmern, 4 Küchen und abgethciltem Keller, ist unter sehr leichten ZahluogSbedingnissen zu verkausen. Anfrage im Comptoir deS BlatteS. (1105 Warnung. crtigte ersuchen, Niemandem auf ihren Namen entweder Waaren noch Geld zu vcrab-solgen, da sie nicht Zahler sind. Marburg, LS. September 1376. (l099 Leonhardt und Anna Miihlböck. Ein Tirolcr Kralltschntider wohnt im Gaslhause „zum Schweizer" Karntnerstraße, und empfiehlt hiemit seine Dienste bestens. _(iioi Großes moblieteS Zimmer gassevseit'g, ist in der Tegelthoffstr^ße sogleich zu beziehen. (ii04 Auskunst im Comptoir deS BlatteS. III. mkitiilk Lizilalil» er Fr. Malitsch'scheu :^ealität i» GamS sammt den dazu gehörigen, aus einem oec schönsten Posten siehellden Gebäuden findet kommenden Mittwoch den S. Oktober l. I. Vormittag von 11—12 Uhr beim hiesigen k. k. BezirkSj^erichlc l. D. U. statt, bei welcher diese schöne Oekonomie, auf welcher mindestens 9000 fl. Sparkasse-Kapitalien haften, auch unter dem Schätzwerthe und möglicher Weise fthr billig vertäust wird._ (1037 Wohnungen! Mit 1, 2, 3 und 4 Zimmern und Küche, Speis, Dachkammer und Holzlage, mit oder ohne Garten-Antheil, sehr billig, gleich oder mit I. November. 1 Zimmer mit Sparherd. 1 Zimmer für Tischlerwerkstätte. 1 Dachboden'Wohnung. 4 fl. (1059 möblirteS Zimmer gassenseitig, parterre ganz separat, bill'g. ^ Nr. 2 s 00 2 Wohnungen eine bestehend auS 3 Zimmern im 1. Stock — eine bestehend auS 2 Zimmern Hochparterre und sonstigem Zugthör, sind im Hause Nr. S Theatergasse zu vermiethen und täglich zu be-ziehen. 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Oktober lLj78 Vormittags von N—12 Uhr an Ort und Stelle des Objektes in der Kärntner-Vorstadt die Tagsatzung mit dem Anhange angeordnet, daß die Realität bei derselben nur um oder über dem Schätzwerthe hintangegeben wird. Die Lizitationsbedingnisse, wornach inSbe-. sondere von jedem Lizitanten ein 10°/^ Vadium vom Schähwerth der Realität, und von dem Ersteber der halbe Äteistbot binnen 14 Tagen und die andere Hälfte binnen 3 Monaten zu erlegen ist, sowie das Jnventurs- und Schätzungsprotokoll und der Grundbuchs-Ex-trakt können bei dem zur Vornahme der Feil-bietung abgeordneten Gerichts-Kommissär, k. k. Notar Dr. Reiser eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Atarburg l. D. U. _20. September 1878. c» « «/) o> vs es 8okilisi'8tfsssv 2l1 — — 8okillei'8ti'a880 2ll SöscliSltts-ürLNouiiZs-^iiLöiZö. Loelirs mielt einem liolien ^llel unä IiOLliAeöl^rteu ?. 1wt1ie^8t; av^u^siASll, äa33 icli mit Iisuti^em Datum cltt3 pI»ot0Kr».pI»i»oI»o ^tolisr »Q ävr Sodillorstrasso Xr. 20, vorzva.1» I.odoQ^oiu, aut <1u3 I^eueLtö und LIsAantsste ausZsstattet, ^'ioclsr eroikne. ^it äer ^u8ie1wruvA, Zis vvrelirten Kunäen clureli voiv.üglidis ^r» deitsQ uuä dilliAZte l^roiss auk ä».3 L63te ^ut'ritzäsQ 2U 3to11on, ditts ieli um rsellt ^alilreielwn ^u8j)i'uc:d und emxfvlils mioli !l0<:kaeIitunZ3V0l1 ^larliurss, 2. OIctodvr 1878. 1103) ?!i0tograpli. gz S8Lv^I8.IgIIItja8 — — gz S88VUt8^SIIIl>08 I Verantwortliche vtevaUion, DruS und vetlag von Eduard Sanlchitz in Vtarbnrg. I>s co c» ev v» ».«» o» «» cv I» s MSttS